Liveticker Ukraine-Krieg: Russland greift Militärziele in drei ukrainischen Häfen an

25.07.2026 10:31 Uhr
10:31 Uhr
Zwei Verletzte bei ukrainischen Artillerie- und Drohnenangriffen auf Grenzgebiet Kursk
Die ukrainischen Streitkräfte setzen ihre Attacken auf das russische Grenzgebiet Kursk fort. Gouverneur Alexander Chinschtein berichtet in der täglichen Statistik auf der Plattform MAX über zahlreiche Artillerie- und Drohnenangriffe auf die Region. Wie der Politiker mitteilt, seien im Zeitraum von 8 Uhr MESZ am 24. Juli bis 8 Uhr MESZ am 25. Juli 139 ukrainische Drohnen abgeschossen worden. Darüber hinaus habe die gegnerische Artillerie in dieser Zeit 14-mal grenznahe evakuierte Ortschaften unter Beschuss genommen. Es habe außerdem vier Angriffe gegeben, bei denen unbemannte Luftfahrzeuge Sprengsätze auf Objekte im Gebiet Kursk abgelassen hätten.
Chinschtein meldet keine Todesopfer unter der Bevölkerung. Dennoch berichtet der Politiker über zwei Verletzte. In der Siedlung Schtschokino sei eine 58-jährige Frau verletzt worden. In der Siedlung Bessedino sei ein 37-jähriger Mann zu Schaden gekommen. Der Gouverneur wünscht ihnen eine möglichst baldige Besserung. In der Siedlung Dolgi Kolodes sei ein Einfamilienhaus zerstört worden.
10:07 Uhr
Russland greift Militärziele in drei ukrainischen Häfen an
Auch in der zurückliegenden Nacht hat das russische Militär seine Angriffe auf militärische Ziele in der Ukraine fortgesetzt. Wie das Verteidigungsministerium in Moskau auf der Plattform Telegram mitteilt, habe der kombinierte Schlag den Häfen Ismail, Odessa und Nikolajew gegolten. Dabei seien Langstreckendrohnen und luftgestützte Hochpräzisionswaffen zum Einsatz gekommen.
Die russische Militärbehörde präzisiert im entsprechenden Telegram-Eintrag, dass im Hafen Nikolajew ein Trockenfrachter getroffen worden ist, der Güter für die ukrainischen Streitkräfte befördert habe. Im Hafen Odessa seien demnach Anlagen zum Umschlagen und Lagern von Militärgütern getroffen worden. Im Hafen Ismail seien sowohl ein Lager mit Militärgütern als auch Depots mit Brenn- und Schmierstoffen getroffen worden.
Erst am Freitagabend hat der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij seine Landsleute vor einem neuen massiven russischen Raketenschlag gewarnt. Er forderte die Ukrainer auf, Luftalarme nicht zu ignorieren.
09:34 Uhr
Medienbericht: Trump will Selenskij am Dienstag empfangen
Regierungskreisen zufolge will US-Präsident Donald Trump am kommenden Dienstag den ukrainischen Präsidenten Wladimir Selenskij im Weißen Haus empfangen. Ein entsprechender Besuch sei geplant, berichtet die Deutsche Presse-Agentur unter Berufung auf einen Regierungsbeamten. Weitere Einzelheiten sind noch nicht bekannt.
Selenskij hat zuvor in einer Mitteilung eine anstehende Reise in die USA bestätigt. Details nannte er aber nicht.
Zuletzt waren die US-Bemühungen um ein Ende des Ukraine-Kriegs infolge des Konfliktes mit Iran in den Hintergrund geraten. Am Donnerstag sprachen aber die Außenminister Russlands und der USA, Sergei Lawrow und Marco Rubio, bei einem Treffen in Manila über den Konflikt. Rubio betonte danach gegenüber Journalisten, für Fortschritte auf dem Weg zu einem Frieden in der Ukraine seien "neue Vorschläge und neue Ideen" nötig. Sowohl Moskau als auch Kiew hätten aber ein Interesse an einem Ende des seit Ende Februar 2022 währenden Krieges.
09:09 Uhr
Beschuss auf Siedlungen im Gebiet Cherson: Knapp 30 Geschosse aus Ukraine abgefeuert
Die Behörden im von Russland kontrollierten Teil des Gebiets Cherson melden andauernde Angriffe auf Siedlungen am linken Dnjepr-Ufer. Den Angaben zufolge habe die ukrainische Artillerie im Laufe des 26. Juli 13 Geschosse auf fünf Ortschaften abgefeuert. Die Zahl der eingeschlagenen Geschosse listen die Behörden wie folgt auf:
- Welikije Kopani — 2,
- Radensk — 4,
- Aljoschki — 2,
- Kostogrysowo — 2,
- Nowaja Kachowka — 3.
Wie die Behörden weiter mitteilen, habe der Beschuss auch in der Nacht zum Samstag angedauert. Auf zivile Infrastrukturen der von Russland kontrollierten Ortschaften Aljoschki, Welikije Kopani, Kachowka, Nowaja Majatschka und Korsunka seien insgesamt 14 Geschosse abgefeuert worden.
Berichte über Opfer und Schäden liegen bislang nicht vor.
08:36 Uhr
Russische Luftabwehr zerstört in der Nacht 328 ukrainische Drohnen
Russlands Verteidigungsministerium berichtet am Samstagmorgen über weitere Versuche der ukrainischen Streitkräfte, Objekte in Russland mit unbemannten Luftfahrzeugen anzugreifen. Demnach habe die russische Luftabwehr im Zeitraum von 19 Uhr MESZ am Freitag bis 7 Uhr MESZ am Samstag 328 gegnerische Drohnen abgefangen. Die unbemannten Luftfahrzeuge seien demnach über den Gebieten Belgorod, Brjansk, Wolgograd, Woronesch, Kirow, Kursk, Lipezk, Nischni Nowgorod, Orjol, Rostow, Rjasan, Samara, Saratow, Tula und Uljanowsk, dem Großraum Moskau, der Region Krasnodar, den Teilrepubliken Krim, Tschuwaschien, Mari El, Baschkortostan, Kalmückien und über dem Asowschen Meer zerstört worden. Weitere Einzelheiten teilt das Ministerium nicht mit.
08:02 Uhr
Fünf Verletzte bei massiver ukrainischer Drohnenattacke auf Gebiet Rostow in Südrussland
In der zurückliegenden Nacht haben die ukrainischen Streitkräfte eine massive Drohnenattacke auf das südrussische Gebiet Rostow unternommen. Gouverneur Juri Sljussar meldet fünf Verletzte. Zwei von ihnen seien in ein Krankenhaus in der Gebietshauptstadt Rostow am Don eingeliefert worden, so der Politiker. Man werde den Betroffenen alle notwendige Hilfe erweisen.
Sljussar gibt ferner bekannt, dass die Luftabwehr in der Nacht zum Samstag in allen Bezirken des südrussischen Gebiets zum Einsatz gekommen sei. Dabei seien sowohl Drohnen als auch Raketen abgefangen worden. Durch herabfallende Wrackteile seien in Rostow am Don zwei Mehrfamilien- und zwei Einfamilienhäuser, aber auch im Bau befindliche Hochhäuser, Geschäfte und Lagerhäuser beschädigt worden. Alle Brandherde seien inzwischen gelöscht. Der Gouverneur bezeichnet auf der Plattform Telegram die entstandenen Schäden als geringfügig. Im Bezirk Krasny Sulin sei der Checkpoint Nowoschachtinsk teilweise beschädigt worden. Im Bezirk Asow sei ein Einfamilienhaus in Brand geraten. Außerdem sei in der Ortschaft ein Verwaltungsgebäude zu Schaden gekommen. Im Mjasnikowski-Bezirk seien zudem mehrere Geschäfte beschädigt worden.
07:29 Uhr
DVR meldet zehn ukrainische Angriffe binnen 24 Stunden
Die Behörden in Donezk haben innerhalb der vergangenen 24 Stunden zehn Angriffe durch ukrainische Truppen registriert. Demnach wurden auf das Territorium der Volksrepublik zehn Geschosse abgefeuert. Bei den Angriffen in der Zeitspanne von 0 Uhr am 24. Juli bis 0 Uhr am 25. Juli (Ortszeit) kam eine zivile Person ums Leben, weitere vier Einwohner erlitten Verletzungen. Durch den Beschuss wurden ein Auto und mehrere Lkw beschädigt.
Am Vortag hatten die Behörden von Donezk 34 Angriffe aus der Ukraine gemeldet. Dabei wurden zwei Zivilisten verletzt. Zu Schaden kamen zwei Wohnhäuser, sieben zivile Infrastrukturobjekte sowie mehrere Lkw und Autos.
24.07.2026 22:00 Uhr
22:00 Uhr
Damit beenden wir für heute den Live-Ticker zur Lage im Ukraine-Konflikt. Morgen früh ab 7 Uhr geht es mit der Berichterstattung weiter. Wir wünschen unseren Lesern trotz aller Spannungen in der Welt eine gute Nacht!
21:56 Uhr
Nowaja Kachowka: Zivilist bei ukrainischem Drohnenangriff verletzt
Wie der amtierende Leiter des Stadtbezirks Nowaja Kachowka, Wladimir Oganesow, mitteilte, wurde in Nowaja Kachowka in der Region Cherson ein Zivilist bei einem Angriff durch eine ukrainische Drohne verletzt. Oganesow berichtete auf seinem Telegram-Kanal:
"Bei einem Drohnenangriff in der Stadt Nowaja Kachowka wurde ein Zivilist verletzt."21:32 Uhr
Die EU will beschlagnahmtes russisches Öl veräußern und die Erlöse einbehalten
Die europäischen Länder wollen beschlagnahmtes russisches Öl veräußern, ohne die Erlöse an die Eigentümer weiterzugeben, wie aus einem im Amtsblatt der EU veröffentlichten Beschluss hervorgeht. Zu diesem Zweck wurde ein neuer Mechanismus entwickelt, berichtet die Nachrichtenagentur RIA Nowosti. Dem Dokument zufolge ermöglicht dieser Mechanismus den EU-Ländern, nach Abschluss der "Beschlagnahmung" von Öl – beispielsweise aus festgehaltenen Tankern – die Produkte aus dem Verbot des Kaufs und Transports zu entlassen, die Ladung an Dritte zu verkaufen und die Erlöse nicht an den bisherigen russischen Eigentümer zu überweisen.
Gleichzeitig hat die EU gestattet, solche Ladungen vorübergehend auf dem Gebiet der Union zu lagern und sie in das Zollverfahren der Freizone zu überführen.
Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.
Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.