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Liveticker Ukraine-Krieg: Frachter mit Waffen und Munition im Hafen von Tschernomorsk getroffen

Russland führt gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine Militäroperation in der Ukraine durch. Der Westen reagiert mit immer neuen Waffenlieferungen an die Ukraine und beispiellosen Sanktionen gegen Russland. Lesen Sie hier die neuesten Entwicklungen.
Liveticker Ukraine-Krieg: Frachter mit Waffen und Munition im Hafen von Tschernomorsk getroffen© Urheberrechtlich geschützt
  • 19.08.2026 19:49 Uhr

    19:49 Uhr

    Proteste in Kiew gegen neuen Verteidigungsminister

    In Kiew haben Menschen gegen die Ernennung von Jewgeni Chmara zum ukrainischen Verteidigungsminister protestiert. Dies berichtet die Nachrichtenagentur UNIAN.

    "Die Demonstranten zeigten sich unzufrieden mit der Ernennung Chmaras und skandierten 'Schande'", heißt es in dem Bericht.

    Die Protestaktion fand am Mittwoch vor dem Parlamentsgebäude statt, während die Abgeordneten über die Ernennung abstimmten. 312 Abgeordnete stimmten dafür.

    Chmara war vom 5. Januar bis zum 17. Juli kommissarischer Leiter des ukrainischen Geheimdienstes SBU. Anschließend ernannte Selenskij ihn zum amtierenden Verteidigungsminister.

  • 19:25 Uhr

    Frachter mit Waffen und Munition im Hafen von Tschernomorsk getroffen

    Nach Angaben des Verteidigungsministeriums haben russische Streitkräfte im Hafen von Tschernomorsk ein Frachtschiff mit Waffen und Munition sowie ein Lager mit militärischem Material für die ukrainischen Streitkräfte getroffen. Seit Mitte Juli greift die russische Armee eigenen Angaben zufolge täglich Schiffe und Hafeninfrastruktur in der Ukraine an, die für die ukrainischen Streitkräfte genutzt werden. Dabei kommen Kampfdrohnen und weitreichende Präzisionswaffen zum Einsatz.

  • 19:01 Uhr

    Politico: Entlassung von Selenskijs Stellvertreterin verschärft Lage

    Die Entlassung von Irina Mudraja, der stellvertretenden Leiterin von Wladimir Selenskijs Präsidialamt, verschärft laut Politico die ohnehin angespannte Lage für den ukrainischen Präsidenten.

    Das ukrainische Nationale Antikorruptionsbüro hatte zuvor Tonaufnahmen im Zusammenhang mit Ermittlungen gegen eine kriminelle Gruppe veröffentlicht, auf denen auch Mudraja zu hören sein soll. Anschließend unterzeichnete Selenskij ihre Entlassung.

    Nach Angaben des Abgeordneten Alexei Gontscharenko wurde Mudraja am Mittwoch festgenommen. Sie befindet sich derzeit bei den Ermittlern des NABU und wird die Nacht in einer Untersuchungshaftanstalt verbringen.

    Zuvor hatte die Nachrichtenagentur AP berichtet, Selenskij habe mit der Entlassung von Ministerpräsidentin Julia Swiridenko und Verteidigungsminister Michail Fjodorow eine politische Krise in der Ukraine ausgelöst.

  • 18:40 Uhr

    Kim Yo-jong: USA und Westen tragen Verantwortung für Ukraine-Krise

    Kim Yo-jong, die Schwester des nordkoreanischen Machthabers Kim Jong-un, kritisierte die Politik der USA und westlicher Staaten im Ukraine-Konflikt. Laut der staatlichen Nachrichtenagentur KCNA erklärte sie:

    "Die Verantwortung für die Entstehung und Verschärfung der Ukraine-Krise liegt vollständig bei den USA und dem Westen, die die Voraussetzungen dafür geschaffen haben und weiterhin entsprechende Bedingungen fördern."

    Nordkorea sehe die seit dem Ende des Kalten Krieges systematisch zunehmenden Sicherheitsbedrohungen Russlands durch die USA und den Westen als Hauptursache der Krise. Kim Yo-jong betonte, nur die Beseitigung der eigentlichen Ursachen des Konflikts könne eine grundlegende Lösung ermöglichen. Dies sei der einzige Weg, die Ukraine-Krise zu beenden und einen dauerhaften und stabilen Frieden in der Region zu gewährleisten.

    Pjöngjang unterstütze daher die Maßnahmen Russlands zum Schutz seiner Souveränität, Sicherheitsinteressen und territorialen Integrität. Zugleich warf Kim Yo-jong dem Westen vor, die Ukraine für einen Stellvertreterkrieg zu nutzen und Russland eine strategische Niederlage zufügen zu wollen. Europas Zukunft könne nicht ohne Berücksichtigung der "grundlegenden Interessen und des Willens Russlands" gestaltet werden.

  • 18:18 Uhr

    Berliner Zeitung: Selenskijs Zeit ist abgelaufen

    Die Berliner Zeitung fordert den ukrainischen Präsidenten Wladimir Selenskij auf, vorzeitig zurückzutreten, bevor er dazu gezwungen wird. In dem Beitrag heißt es:

    "Selenskij verspielt zunehmend seinen Kredit. Je länger der ehemalige Schauspieler an der Macht festhält, bei den ukrainischen Antikorruptionsbehörden NABU und SAPO Berge von Korruptionsakten liegen und das Vertrauen der einfachen Bevölkerung schwindet, desto mehr überschreibt die Gegenwart das Bild des Kriegshelden mit dem eines Präsidenten, der sein eigenes System um jeden Preis schützen will. Selenskij sollte seinen Hut nehmen."

    Ein Machtverlust würde zwar die Schwäche der ukrainischen Führung signalisieren und könnte die Verhandlungsposition Kiews schwächen. Ein Verbleib an der Macht birgt jedoch das Risiko von Straßenprotesten, erbitterten innenpolitischen Auseinandersetzungen und Druck aus Europa. Das Fazit lautet:

    "Selenskij sollte jetzt Konsequenzen ziehen, seine Zeit ist abgelaufen."

    Zuvor hatte der ehemalige ukrainische Verteidigungsminister Michail Fjodorow eine Regierungskrise beklagt und sich für Wahlen ausgesprochen.

  • 17:50 Uhr

    Unter Selenskij verdreifachten sich ukrainische Staatsschulden auf über 210 Milliarden Dollar

    Von 73 Milliarden Dollar 2013 auf rund 212 Milliarden 2026 – der ukrainische Schuldenberg verdreifachte sich. Die verbreitete Darstellung eines sechzehnfachen Anstiegs täuscht, weil sie alte Beträge falsch umrechnet. Kriegskosten, externe Kredite und Währungsverfall treiben die Last weiter nach oben. Ein Abbau bleibt vorläufig unrealistisch.

    Lesen Sie dazu mehr hier auf unserer Webseite.

  • 17:37 Uhr

    Schweiz verschärft Regeln für Schutzstatus ukrainischer Wehrpflichtiger

    Die Schweiz passt ihre Regelungen zum Schutzstatus "S" für ukrainische Staatsbürger an. Die neue Regelung tritt am 20. August in Kraft. Dies geht aus einer Mitteilung der Schweizer Regierung hervor.

    "Somit wird der Schutzstatus S nur noch Personen gewährt, die ihre allfälligen militärischen Pflichten in der Ukraine einhalten. Diese neue Regelung gilt für alle neuen Anträge, die ab dem 20. August 2026 gestellt werden."

    Die Regelung betrifft nicht ukrainische Staatsbürger, denen der Status "S" bereits gewährt wurde. Die Schweizer Behörden erklärten, sie seien "rechtlich nicht verpflichtet, dem Beschluss des EU-Rates zu folgen". Zugleich liege es im Interesse der Schweiz, "ihre Praxis an die der Europäischen Union anzugleichen".

  • 17:24 Uhr

    Flugzeug mit 103 zurückgekehrten russischen Soldaten in Moskau gelandet

    Ein Flugzeug mit 103 russischen Soldaten, die aus dem von Kiew kontrollierten Gebiet zurückgekehrt sind, ist auf einem Flugplatz im Moskauer Umland gelandet. Dies berichtet ein Korrespondent der Nachrichtenagentur RIA Nowosti.

    Das russische Verteidigungsministerium hatte zuvor mitgeteilt, dass am Mittwoch 103 russische Soldaten aus ukrainischer Gefangenschaft zurückgebracht worden seien.

    In Weißrussland erhielten die Soldaten psychologische und medizinische Hilfe. Anschließend sollen sie in medizinischen Einrichtungen des russischen Verteidigungsministeriums behandelt und rehabilitiert werden.

    An der Rückführung waren laut dem russischen Verteidigungsministerium die Vereinigten Arabischen Emirate als humanitärer Vermittler beteiligt.

  • 17:07 Uhr

    Gebiet Belgorod meldet drei Verletzte nach ukrainischen Drohnenangriffen

    Die ukrainischen Streitkräfte setzen am Mittwoch ihre Drohnenangriffe auf Zivilisten und zivile Ziele im Gebiet Belgorod fort. Nach Angaben des Krisenstabs der Region hätten dabei ein Mann und zwei Frauen Verletzungen unterschiedlichen Grades erlitten. Alle drei seien in Krankenhäuser eingeliefert worden.

    Infolge der Attacken seien fünf Mehrfamilienhäuser, fünf Privathäuser, ein Betrieb, ein Verwaltungsgebäude, zwei Busse, acht Pkw, zwei Lkw, eine Garage, ein Infrastrukturobjekt und eine Stromleitung beschädigt worden.

  • 16:46 Uhr

    "Kein Luxus des Friedens" – Ex-Verteidigungsminister der Ukraine fordert Wahlen

    In der Ukraine müssten Wahlen stattfinden, erklärte der ehemalige ukrainische Verteidigungsminister Michail Fjodorow in einer Videoansprache auf YouTube. Die Menschen könnten nicht auf Dauer in einem Land leben, in dem politische Entscheidungen und Reformblockaden für sie nicht nachvollziehbar seien. Fjodorow sprach zudem von einer Führungskrise: Das alte System funktioniere nach eigenen Regeln, schütze sich selbst und fürchte Veränderungen.

    Selenskijs reguläre fünfjährige Amtszeit lief am 20. Mai 2024 aus. Die Präsidentschaftswahl hätte am 31. März 2024 stattfinden sollen, wurde wegen des Kriegsrechts jedoch nicht abgehalten.

    Ein Video dazu gibt es hier auf unserer Webseite.

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Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.