Liveticker Ukraine-Krieg: Über 100 ukrainische Drohnen in der Nacht abgeschossen

12.02.2026 11:37 Uhr
11:37 Uhr
Umfrage in Deutschland: Mehrheit für Gespräche zwischen Merz und Putin
Eine große Mehrheit der Deutschen spricht sich für direkte Gespräche zwischen Bundeskanzler Friedrich Merz und Russlands Staatschef Wladimir Putin über ein Ende des bewaffneten Konfliktes zwischen Russland und der Ukraine aus. Das zeigt eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur.
Demnach sagten 58 Prozent der Befragten, dass sie solche Gespräche eher oder sogar voll und ganz befürworten würden. Nur 26 Prozent sprachen sich dagegen aus.
Besonders groß ist der Wunsch nach direkten Kontakten zwischen Merz und Putin im eigenen Lager des CDU-Chefs Merz. Von den Wählern der Union sind der Umfrage zufolge 64 Prozent dafür. Besonders niedrig ist die Zustimmung bei den Anhängern der Linken mit 47 Prozent.
11:14 Uhr
Selenskij will Datum für EU-Beitritt der Ukraine
Wladimir Selenskij fordert, dass ein mögliches Abkommen zur Beendigung des Ukraine-Kriegs ein konkretes Datum für einen EU-Beitritt seines Landes enthalten soll. Für die Ukraine sei es wichtig, alles dafür zu tun, bis zum Jahr 2027 für einen EU-Beitritt bereit zu sein, so der ukrainische Präsident.
Wie der Politiker auf der Plattform X schreibt, werde sein Land zumindest die wichtigsten Schritte erreichen. Wenn in dem Abkommen, das die USA, Russland, die Ukraine und Europa unterzeichnen sollen, kein genaues Datum stehe, werde Russland alles dafür tun, um den Beitrittsprozess zu blockieren. Russland werde das nicht selbst, sondern über bestimmte europäische Vertreter tun, so Selenskij. Die EU sei für sein Land eine Sicherheitsgarantie.
Außerdem bindet der ukrainische Staatschef eine Präsidentenwahl in seinem Land an die Sicherheitslage.
"Wir können zu Wahlen übergehen, wenn es alle entsprechenden Sicherheitsgarantien gibt."
Zuvor hat die Financial Times berichtet, dass Selenskij unter Druck der USA plane, eine Präsidentenwahl und ein Friedensreferendum noch vor dem 15. Mai anzusetzen.
10:44 Uhr
Lawrow in der Staatsduma: Ukraine-Krise, strategisches Gleichgewicht und westliche Doppelmoral

Am Mittwoch hat in der russischen Staatsduma eine Regierungsstunde mit Russlands Außenminister Sergei Lawrow stattgefunden. Die Sitzung war den Prioritäten der russischen Außenpolitik gewidmet.
Über die Veranstaltung und die wichtigsten Aussagen des Außenministers berichtet RT DE-Korrespondent Georg Sadownitschij. Seine Reportage gibt es hier auf unserer Website zu sehen.
10:26 Uhr
Zahlreiche Opfer und Schäden bei ukrainischen Angriffen auf 57 Ortschaften im Gebiet Belgorod
Gouverneur Wjatscheslaw Gladkow veröffentlicht jeden Tag auf Telegram Statistiken über ukrainische Angriffe auf Siedlungen im russischen Grenzgebiet Belgorod. Aus dem heutigen Eintrag geht hervor, dass das ukrainische Militär in den vergangenen 24 Stunden 57 Ortschaften in acht Bezirken angegriffen habe. Der Gegner habe mindestens 30 Geschosse und 18 Raketen abgefeuert und 159 unbemannte Luftfahrzeuge eingesetzt, von denen 94 abgeschossen worden seien.
Gladkow berichtet über ein Todesopfer und 16 Verletzte. In der Siedlung Woltschja Alexandrowka sei ein Mann ums Leben gekommen, als eine FPV-Drohne sein Auto angegriffen habe. Bei einer ähnlichen Attacke seien drei weitere Männer verletzt worden. Beim Einschlag einer ukrainischen Rakete in einem Einfamilienhaus in der Gebietshauptstadt Belgorod habe ein Einwohner Verletzungen erlitten. Ein weiterer Zivilist habe bei der Detonation einer Drohne vor einem Mehrfamilienhaus Verletzungen erlitten. In der Siedlung Sewrjukowo sei ein vier Jahre altes Mädchen verletzt worden. In der Siedlung Dubowoje seien ein Mann und eine Frau durch Drohnenattacken verletzt worden. Bei der Attacke einer gegnerischen Drohne auf einen Betrieb in der Siedlung Golowino seien drei Männer verletzt worden. Infolge einer weiteren Attacke habe ein anderer Einwohner ein Barotrauma erlitten. In der Stadt Graiworon sei ein Zivilist zu Schaden gekommen, als eine ukrainische Drohne sein Auto angegriffen habe. Bei einer Drohnenattacke auf einen Bus in der Siedlung Iljok-Penkowka habe der Busfahrer Verletzungen erlitten. In der Nähe der Siedlung Rschawez sei ein anderer Autofahrer verletzt worden.
Gladkow meldet darüber hinaus zahlreiche Sachschäden. Demnach seien in den vergangenen 24 Stunden zehn Mehrfamilienhäuser, 20 Einfamilienhäuser, drei soziale Einrichtungen, ein Verwaltungsgebäude, zehn Geschäfte, vier Betriebe, zwei Lagerhäuser, zwei Garagen, mehrere Infrastrukturobjekte, drei Gasleitungen, zwei Stromleitungen, drei Busse, ein Lkw und 81 Autos zerstört oder beschädigt worden.
09:58 Uhr
Ukrainische Reserven im Gebiet Charkow durch russischen Raketenangriff zerschlagen
Russlands Streitkräfte haben eine Versammlung ukrainischer Truppen im Umland der Siedlung Petschenegi im Gebiet Charkow mit Raketen erfolgreich angegriffen. Die Nachrichtenagentur TASS zitiert dazu eine Quelle beim russischen Militär:
"Am Frontabschnitt Charkow haben Besatzungen von Iskander-Raketenkomplexen und Tornado-Mehrfachraketenwerfern eine Ansammlung von ukrainischen Reserven bei Petschenegi angegriffen. Durch den Angriff verlor der Gegner Personal in Stärke von bis zu einer Kompanie sowie bis zu 20 Lastkraftfahrzeuge."
09:32 Uhr
Keine Opfer und Schäden bei Dutzenden von Artillerie- und Drohnenangriffen auf Grenzgebiet Kursk
Die ukrainischen Streitkräfte setzen ihre Attacken auf das russische Grenzgebiet Kursk fort. Gouverneur Alexander Chinschtein berichtet in der täglichen Statistik auf Telegram über zahlreiche Artillerie- und Drohnenangriffe auf die Region. Wie der Politiker mitteilt, seien im Zeitraum von 7 Uhr MEZ am 11. Februar bis 5 Uhr MEZ am 12. Februar 43 ukrainische Drohnen abgeschossen worden. Zudem habe die gegnerische Artillerie in dieser Zeit 34-mal grenznahe evakuierte Ortschaften unter Beschuss genommen. Es habe darüber hinaus vier Angriffe gegeben, bei denen unbemannte Luftfahrzeuge Sprengsätze auf Objekte im Gebiet Kursk abgelassen hätten.
Chinschtein meldet keine Opfer unter der Zivilbevölkerung. Berichte über Schäden an zivilen Infrastrukturobjekten liegen ebenfalls nicht vor.
09:18 Uhr
Beschuss auf Siedlungen im Gebiet Cherson: 50 Geschosse aus Ukraine abgefeuert
Die Behörden im von Russland kontrollierten Teil des Gebiets Cherson melden andauernde Angriffe auf Siedlungen am linken Dnjepr-Ufer. Den Angaben zufolge habe die ukrainische Artillerie im Laufe des 11. Februar 34 Geschosse auf acht Ortschaften abgefeuert. Die Zahl der eingeschlagenen Geschosse listen die Behörden wie folgt auf:
- Aljoschki – sechs,
- Kasatschji Lageri – sechs,
- Welikaja Lepeticha – sechs,
- Knjase-Grigorowka – fünf,
- Dnjeprjany – vier,
- Podlesnoje – zwei,
- Kardaschinka – drei,
- Obrywka – zwei.
Wie die Behörden weiter mitteilen, habe der Beschuss auch in der Nacht zum Donnerstag angedauert. Auf zivile Infrastrukturen der von Russland kontrollierten Ortschaften Solonzy, Korsunka, Aljoschki und Pestschanowka seien insgesamt 16 Geschosse abgefeuert worden.
Berichte über Opfer und Schäden liegen bislang nicht vor.
08:47 Uhr
Zweiter Tag in Folge: DVR meldet keine ukrainischen Angriffe binnen 24 Stunden
Die Behörden in Donezk haben innerhalb der vergangenen 24 Stunden keine Angriffe durch ukrainische Truppen registriert. In der Zeitspanne von 0 Uhr am 11. Februar bis 0 Uhr am 12. Februar (Ortszeit) schlugen auf dem Territorium der Volksrepublik keine Geschosse ein. Berichte über Opfer und Infrastrukturschäden lagen nicht vor.
Am Vortag hatten die Behörden von Donezk ebenfalls keine Angriffe aus der Ukraine gemeldet. Dementsprechend gab es keine Berichte über Sachschäden und Opfer unter der Zivilbevölkerung.
08:08 Uhr
Zwei Verletzte durch ukrainische Drohnenangriffe im Gebiet Tambow
In der Stadt Mitschurinsk im russischen Gebiet Tambow sind zwei Personen durch ukrainische Drohnenangriffe verwundet worden. Der Gouverneur des Gebiets, Jewgeni Perwyschow, berichtet über Telegram, dass die Stadt in der Nacht auf den 12. Februar von ukrainischen Drohnen angegriffen wurde, und meldet:
"Nach vorläufigen Angaben wurden zwei Menschen verletzt."
Perwyschow fügt hinzu, dass beim Angriff mehrere Gebäude beschädigt wurden.
07:36 Uhr
TASS: Ukraine verlegt Truppen von EU-Grenze ins Gebiet Sumy
Ukrainische Grenzwächter, die ihren Dienst an den Grenzen zu EU-Staaten haben, können ins Gebiet Sumy an die Front geschickt werden, berichtet eine russische militärische Quelle gegenüber der Nachrichtenagentur TASS. Der Gesprächspartner der Agentur erklärt:
"Am Frontabschnitt Sumy hat das Kommando des ukrainischen Militärs wegen des Personalmangels an der Front vom ukrainischen Grenzdienst Personal zum Ausgleichen der Verluste angefordert. Es wird erwartet, dass Grenzwächter von der Grenze zu EU-Ländern an die Front gehen."
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Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.
