Liveticker Ukraine-Krieg – Medwedew warnt Westen mit Oreschnik-Video vor Truppenentsendung

10.01.2026 15:41 Uhr
15:41 Uhr
DVR: Mehr als zehn Zivilfahrzeuge bei Angriff ukrainischer Streitkräfte beschädigt
Mehr als zehn Zivilfahrzeuge wurden beschädigt, drei weitere brannten bei einem nächtlichen Angriff einer ukrainischen Drohne in Makejewka in der Donezker Volksrepublik (DVR) nieder, berichtete ein Korrespondent der RIA Nowosti.
Der Angriff der Drohnen erfolgte nachts auf dem Gelände einer Wartungsstation, auf der sich zahlreiche PKW befanden. Bei der Detonation wurden mindestens zehn Fahrzeuge beschädigt, drei weitere brannten aus und wurden vollständig zerstört.
Am Ort des Geschehens wurden charakteristische Fragmente einer ukrainischen Drohne mit Beschriftungen in ukrainischer Sprache gefunden.
15:05 Uhr
"Die Schäden sind verheerend": Lwow-Bürgermeister berichtet über Folgen des Oreschnik-Angriffs

Archivbild: Andrei Sadowoi, Bürgermeister von LwowStringer / Sputnik Eine der kritischen Infrastruktureinrichtungen des Gebiets Lwow wurde durch den Einschlag einer russischen "Oreschnik"-Rakete schwer beschädigt. Dies behauptete der Bürgermeister von Lwow, Andrei Sadowoi, gegenüber dem ukrainischen Fernsehsender Twoje Mesto. Er sagte:
"Ja, eine der kritischen Infrastruktureinrichtungen wurde beschädigt. Es gibt keine menschlichen Opfer. Ja, die vorhandenen Schäden sind verheerend."
Seinen Worten zufolge waren die ukrainischen Luftabwehrsysteme gegenüber der "Oreschnik" machtlos. Der Bürgermeister merkte an:
"Diese Rakete wurde nirgendwo auf den Radargeräten angezeigt."
14:28 Uhr
Zwei Siedlungen im Gebiet Rostow nach Angriff aus Ukraine ohne Strom
Die ukrainischen Streitkräfte haben am Samstag erneut das südrussische Gebiet Rostow mit unbemannten Luftfahrzeugen angegriffen. Gouverneur Juri Sljussar teilt auf Telegram mit, dass die russische Luftabwehr mehrere Drohnen über sechs Bezirken abgeschossen hat. Der Politiker meldet keine Opfer unter der Zivilbevölkerung, berichtet aber über Sachschäden. So blieben die Siedlungen Swetly und Woltschenski ohne Elektrizität, weil eine Stromleitung beschädigt wurde. In etlichen Einfamilienhäusern in den Ortschaften Belgorodzew und Uglerodowski gingen Fensterscheiben zu Bruch. Außerdem wurden dort zwei Autos durch Splitter beschädigt.
14:00 Uhr
In nur wenigen Tagen: Russland befreit Selenoje im Gebiet Saporoschje und vier weitere Orte

Das russische Verteidigungsministerium hat am Freitag die Befreiung von Selenoje im Gebiet Saporoschje gemeldet. Im Zeitraum vom 3. bis zum 9. Januar brachte die russische Armee zudem vier weitere Ortschaften unter ihre Kontrolle. In Grabowskoje im Gebiet Sumy, in Podoly im Gebiet Charkow, in Bondarnoje in der Volksrepublik Donezk und in Bratskoje im Gebiet Dnepropetrowsk weht nun die russische Flagge.
Das Video gibt es hier auf unserer Website zu sehen.
13:39 Uhr
Das Jahr 2026 wird ein Schicksalsjahr für die militärische Sonderoperation Russlands

SymbolbildSTANISLAW KRASSILNIKOW / Sputnik Ende Dezember letzten Jahres hat der russische Auslandsgeheimdienst mitgeteilt, dass nach Einschätzung westlicher Diplomaten der Korruptionsskandal in der Ukraine zu einem starken Rückgang der Moral der Kämpfer der ukrainischen Streitkräfte geführt habe. Die Meinung des westlichen diplomatischen Korps über die Demoralisierung der ukrainischen Streitkräfte spiegelt nicht die wahren Ursachen dieses Phänomens wider.
Mehr dazu in diesem Meinungsartikel von Boris Dscherelijewski auf unserer Website.
13:10 Uhr
Medwedew warnt Westen mit Oreschnik-Video: Russland wird keine westlichen Truppen in der Ukraine dulden
Angesichts der andauernden Diskussion über eine mögliche Entsendung westlicher Truppen in die Ukraine im Falle eines Waffenstillstands hat der frühere russische Präsident Dmitri Medwedew erneut die sogenannte Koalition der Willigen vor diesem Schritt gewarnt. In einem Eintrag auf der Plattform X schrieb der jetzige Vize-Chef des russischen Sicherheitsrats auf Englisch:
"Es wurde schon tausendmal gesagt: Russland wird keine europäischen oder NATO-Truppen in der Ukraine dulden."
Dabei stellte Medwedew fest, dass die "regierenden Dummköpfe" in Europa anscheinend doch noch einen Krieg in Europa wollen. Den französischen Präsidenten Emmanuel Macron, der früher immer wieder für eine Truppenentsendung plädiert hatte, bezeichnete der russische Politiker als "Micron" und seine Initiative als "erbärmlichen Schwachsinn". Zur Untermauerung seiner Warnung fügte Medwedew seinem Beitrag ein Video des jüngsten russischen Oreschnik-Angriffs auf die Ukraine bei und betonte, dass dies das Ergebnis einer Entsendung westlicher Truppen in die Ukraine wäre.
The ruling European dimwits want a war in Europe after all. It’s been said a thousand times: Russia won’t accept any European or NATO troops in Ukraine, but no, Micron keeps peddling this pathetic bullshit. Well, come on then. This is what you’ll get: pic.twitter.com/6XqMMn2ILP
— Dmitry Medvedev (@MedvedevRussiaE) January 10, 202612:36 Uhr
Gouverneur meldet fünf Verletzte bei ukrainischen Angriffen auf 25 Ortschaften im Gebiet Belgorod
Gouverneur Wjatscheslaw Gladkow veröffentlicht jeden Tag auf Telegram Statistiken über ukrainische Angriffe auf Siedlungen im russischen Grenzgebiet Belgorod. Aus dem heutigen Eintrag geht hervor, dass das ukrainische Militär in den vergangenen 24 Stunden 25 Ortschaften in sieben Bezirken angegriffen hat. Der Gegner feuerte mindestens 19 Geschosse ab und setzte 47 Drohnen ein, von denen 20 abgeschossen wurden.
In der Statistik berichtet der Politiker über fünf verletzte Zivilisten. In der Nähe der Ortschaft Grigorjewka wurden vier Menschen verletzt, als eine ukrainische Drohne einen Betriebsbus angriff. Ein Einwohner der Siedlung Gora-Podol erlitt beim Angriff einer ukrainischen FPV-Drohne auf sein Auto Verletzungen.
Gladkow meldet zudem Sachschäden. Demnach wurden in den vergangenen 24 Stunden insgesamt zwei Mehrfamilienhäuser, sieben Einfamilienhäuser, eine soziale Einrichtung, drei Geschäfte, eine Gasleitung, ein Lkw, ein Bus und zehn Autos beschädigt.
12:09 Uhr
Frontbericht des russischen Verteidigungsministeriums
Das russische Verteidigungsministerium berichtet über den weiteren Verlauf der militärischen Sonderoperation in der Ukraine binnen der vergangenen 24 Stunden. Wie die Militärbehörde am Dienstag auf Telegram schreibt, hat der Truppenverband Nord ukrainische Einheiten im Raum der Ortschaften Ryschewka und Kutscherowka im Gebiet Sumy sowie Stariza und Woltschanskije Chutora im Gebiet Charkow getroffen. Der Gegner verlor mehr als 130 Kämpfer. Dabei wurden drei Materiallager zerstört.
Der Truppenverband West hat günstigere Stellungen bezogen, indem er nahe den Ortschaften Kupjansk-Uslowoi, Gluschkowka, Netschwolodowka und Gruschewka im Gebiet Charkow sowie Iljitschewka in der DVR Personal und Technik des Gegners getroffen hat. Dabei wurden bis zu 190 ukrainische Armeeangehörige getötet oder verletzt. Das ukrainische Militär verlor darüber hinaus ein gepanzertes Gefechtsfahrzeug, zwölf Wagen, ein Geschütz und vier Munitionslager.
Auch der Truppenverband Süd hat seine Position an der vordersten Linie verbessert und ukrainische Einheiten in der Nähe der Ortschaften Alexejewo-Druschkowka, Konstantinowka, Kriwaja Luka, Sakotnoje, Kramatorsk und Slawjansk in der DVR getroffen. Die russische Militärbehörde beziffert die gegnerischen Personalverluste auf mehr als 190 Soldaten. Dabei wurden neun gepanzerte Gefechtsfahrzeuge, 14 Wagen, vier Geschütze, zwei Anlagen der elektronischen Kampfführung, ein Artillerieaufklärungsradar, vier Munitionslager und vier Lager mit Militärzubehör zerstört.
Der Truppenverband Mitte hat ebenfalls günstigere Stellungen bezogen, wobei er Personal und Technik der ukrainischen Streitkräfte im Raum der Ortschaften Torezkoje, Belizkoje, Grischino, Krasnojarskoje und Rodinskoje in der DVR sowie Meschewaja und Nowopodgorodnoje im Gebiet Dnjepropetrowsk getroffen hat. Der Gegner verlor bis zu 410 Kämpfer. Dabei wurden sechs gepanzerte Gefechtsfahrzeuge, acht Wagen und zwei Geschütze außer Gefecht gesetzt.
Der Truppenverband Ost setzt ebenfalls seinen Vormarsch fort, indem er ukrainische Einheiten nahe den Ortschaften Welikomichailowka im Gebiet Dnjepropetrowsk und Ternowatoje, Boikowo und Nowoukrainka im Gebiet Saporoschje getroffen hat. Das russische Ministerium beziffert die gegnerischen Personalverluste auf mehr als 135 Armeeangehörige. Neun gepanzerte Gefechtsfahrzeuge, neun Wagen und ein Geschütz wurden außer Gefecht gesetzt.
Der Truppenverband Dnjepr hat ukrainische Einheiten in der Nähe der Ortschaften Orechow und Nowoandrejewka im Gebiet Saporoschje und Sadowoje im Gebiet Cherson getroffen. Dabei wurden bis zu 35 ukrainische Soldaten getötet oder verletzt. Der Gegner verlor ein gepanzertes Gefechtsfahrzeug, vier Wagen und ein Geschütz.
Ferner meldet das Ministerium in Moskau erfolgreiche Luft-, Drohnen-, Raketen- und Artillerieangriffe auf militärisch relevante Energieanlagen, Brennstoffdepots und 153 Standorte mit ukrainischen Soldaten und ausländischen Söldnern. Die russische Luftabwehr hat in den vergangenen 24 Stunden eine Rakete vom Typ Neptun und 70 unbemannte Luftfahrzeuge abgefangen.
Nach russischen Angaben hat die Ukraine seit dem Beginn der Sonderoperation am 24. Februar 2022 insgesamt 670 Flugzeuge, 283 Hubschrauber, 108.276 Drohnen, 645 Flugabwehrraketenkomplexe, 27.042 Kampfpanzer und andere Panzerfahrzeuge, 1.637 Mehrfachraketenwerfer sowie 32.484 Geschütze und Mörser verloren.
11:34 Uhr
Ukrainische Drohnen greifen Berdjansk an: Mehrere Gebäude und Autos beschädigt
Gouverneur Jewgeni Balizki berichtet auf Telegram über die Folgen einer nächtlichen ukrainischen Attacke auf die Stadt Berdjansk im von Russland kontrollierten Teil des Gebiets Saporoschje. Wie der Politiker schreibt, seien bei dem Angriff drei Mehrfamilienhäuser, ein Einfamilienhaus und eine Schule beschädigt worden. An den Gebäuden seien die Fassaden und Fensterscheiben beschädigt worden. Auch etliche Autos seien in Mitleidenschaft gezogen worden. Es gebe jedoch keine Opfer unter der Zivilbevölkerung, heißt es im Eintrag.
Der Gouverneur teilt Fotos, die das Ausmaß der Schäden in Berdjansk zeigen.
Außerdem berichtet Balizki über einen Artilleriebeschuss auf die Stadt Kamenka-Dnjeprowskaja. Dabei seien ein Einfamilienhaus und eine Gasleitung beschädigt worden, wodurch die Gasversorgung für 49 Haushalte unterbrochen wurde. Im Bezirk Wassiljewka sei ein 39 Jahre alter Mann durch Drohnensplitter verletzt worden. Er befinde sich nicht in Lebensgefahr.
11:05 Uhr
IAEA fordert Feuerpause am AKW Saporoschje
Die Internationale Atomenergie-Organisation (IAEA) verhandelt mit Russland und der Ukraine über eine zeitlich begrenzte Feuerpause am AKW Saporoschje. Hintergrund ist die Reparatur einer Stromleitung. Bei Kämpfen am 2. Januar sei die letzte 330-Kilovolt-Notfallleitung beschädigt worden, teilt IAEA-Generaldirektor Rafael Grossi mit. Das AKW werde derzeit nur über die 750-Kilovolt-Hauptleitung mit Strom versorgt. Erforderlich sei eine Kampfpause in einem Umkreis von etwa zehn Kilometern um das Werk, damit ukrainische Techniker die Leitung reparieren könnten, so Grossi.
The IAEA has initiated consultations to establish a temporary ceasefire zone in the area where Ukraine’s ZNPP last remaining back-up 330 kV line was damaged and disconnected as a result of military activity on 2 January, leaving the plant entirely dependent on its sole… pic.twitter.com/w4LzoM7FTK
— IAEA - International Atomic Energy Agency ⚛️ (@iaeaorg) January 9, 2026Die IAEA hat nach eigenen Angaben in den vergangenen Monaten schon dreimal solche Feuerpausen ausgehandelt. Die sechs Reaktoren des europaweit größten AKW sind zwar abgeschaltet, müssen aber weiter gekühlt werden.
Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.
Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.


