Liveticker Ukraine-Krieg – Medien: Kiew will Strafverfahren gegen Lukaschenko einleiten

27.01.2026 15:00 Uhr
15:00 Uhr
TASS: Chronisch kranke Rekruten überlasten ukrainische Hospitäler
Ukrainische Militärhospitäler sind durch Mobilisierte mit chronischen Krankheiten überlastet, berichtet die Nachrichtenagentur TASS unter Verweis auf eine Quelle bei den russischen Streitkräften.
Angaben der Quelle zufolge erscheint in der Ukraine das Phänomen von sogenannten "unheilbaren Wehrdienstverweigerern". Dabei handelt es sich um Soldaten im Dienst, die trotz beträchtlicher Gesundheitsprobleme mobilisiert wurden. Nach dem Durchlaufen der Grundausbildung befinden sie sich praktisch ständig in medizinischer Behandlung.
Die Quelle erklärte, dass der Grund dafür darin liege, dass ukrainische Rekrutierer Menschen wahllos mobilisieren, weil nur die Anzahl der Mobilisierten maßgeblich sei. Nach einer formalen Musterung wenden sich die Rekruten an Hospitäler, um den Status "eingeschränkt tauglich" zu erhalten. Die Quelle weiter:
"Dazu wenden sie sich systematisch an Hospitäler mit Klagen über ihre Krankheiten, oft noch während der Ausbildung, und überlasten damit die Ärzte. Inzwischen gibt es so viele 'unheilbare Dienstverweigerer', dass verstümmelte ukrainische Soldaten es schwer haben, den Status 'untauglich' zu erhalten."
14:37 Uhr
"Putin wäre begeistert" – Rutte stellt Sinn europäischer Armee infrage

Mark Rutte, Generalsekretär des nordatlantischen Militärbündnisses NATO, hat am Montag bei einem Auftritt vor dem EU-Parlament in Brüssel Forderungen nach einer europäischen Armee eine deutliche Absage erteilt. Rutte wandte sich an die Befürworter einer europäischen Streitmacht, die von der von den USA geführten NATO-Allianz unabhängig sein sollte. Europa sei nicht in der Lage, sich ohne das US-Militär zu verteidigen, behauptete der NATO-Chef.
Darüber hinaus wies Rutte darauf hin, dass mit der Schaffung einer europaweiten Militärstruktur zahlreiche Überschneidungen und Doppelungen mit der NATO entstehen würden. Zudem müssten die Europäer noch mehr Frauen und Männer finden, die bereit wären, Militärdienst zu leisten. "Ich denke, [Russlands Präsident Wladimir] Putin wäre begeistert", fasste Rutte zusammen.
Das Video gibt es hier auf unserer Website zu sehen.
14:09 Uhr
Gouverneur warnt vor andauernden ukrainischen Attacken auf grenznahe Dörfer im Gebiet Kursk
Alexander Chinstein warnt die Einwohner des russischen Gebiets Kursk auf Telegram vor andauernden "niederträchtigen" ukrainischen Angriffen auf grenznahe Ortschaften. Der Gouverneur verweist dabei auf die steigende Zahl von Opfern und appelliert an seine Landsleute:
"Bitte missachten Sie nicht die Sicherheitsvorkehrungen und passen Sie auf sich auf!"
Der Politiker berichtet in diesem Zusammenhang über eine Frau, die am heutigen Dienstag eine medizinische Einrichtung in der Stadt Rylsk aufgesucht habe. Die Frau sei bereits am 25. Januar verletzt worden, als eine ukrainische Drohne auf der Straße zwischen den Dörfern Michailowka und Schtschekino ihr Auto angriff. Die 55-Jährige habe ein Explosionstrauma, eine Quetschung, ein Barotrauma der Ohren, eine Gehirnerschütterung und Schürfwunden erlitten. In Kürze werde man die Verletzte in ein Krankenhaus der Gebietshauptstadt Kursk verlegen.
13:34 Uhr
Russische Luftabwehr eliminiert weitere ukrainische Drohnen über russischen Gebieten
Russlands Verteidigungsministerium meldet auf Telegram weitere Versuche der ukrainischen Streitkräfte, Objekte in Russland mit Drohnen anzugreifen. Wie aus zwei entsprechenden Mitteilungen der Behörde hervorgeht, hat die Luftabwehr im Zeitraum von 5 Uhr MEZ bis 11 Uhr MEZ sechs unbemannte Luftfahrzeuge des Gegners abgeschossen. Eine Drohne sei über dem Gebiet Woronesch unschädlich gemacht worden. Fünf weitere unbemannte Luftfahrzeuge habe man über dem Grenzgebiet Belgorod abgefangen. Weitere Einzelheiten teilt das Ministerium nicht mit.
13:04 Uhr
Ukrainische Medien: Kiew bereitet Strafverfahren gegen Lukaschenko vor
Nach Angaben des ukrainischen Nachrichtenportals Ekonomitscheskaja Prawda hat sich der ukrainische Staatschef Wladimir Selenskij am 25. Januar im Rahmen seines Besuchs in Vilnius mit der weißrussischen Oppositionsführerin Swetlana Tichanowskaja getroffen. Wie das Portal betont, war dies das erste bilaterale Treffen zwischen Selenskij und Tichanowskaja und erfolgte auf Initiative der ukrainischen Seite.
Dem Bericht zufolge wurde beim Gespräch unter anderem die Möglichkeit in Erwägung gezogen, dass Kiew ein "Strafverfahren" gegen den weißrussischen Präsidenten Alexander Lukaschenko einleite:
"Die Verträge gingen viel weiter. Unter anderem wurde die Möglichkeit der Einleitung eines Strafverfahrens gegen Lukaschenko erörtert."
12:42 Uhr
Russische Menschenrechtsbeauftragte: Moskau und Kiew bereiten Gefangenenaustausch vor
Russland und die Ukraine bereiten aktiv einen Austausch von Gefangenen vor, berichtet die russische Menschenrechtsbeauftragte, Tatjana Moskalkowa. Die Nachrichtenagentur TASS zitiert sie dazu:
"Heute führen wir einen aktiven Dialog über die Anzahl von Personen, die in die Austauschlisten aufgenommen werden, sowie zu organisatorischen Fragen. Ich hoffe, dass der Austausch in nächster Zeit stattfinden wird."
12:18 Uhr
Ein Todesopfer und fünf Verletzte bei Angriffen auf 48 Ortschaften im Gebiet Belgorod
Gouverneur Wjatscheslaw Gladkow veröffentlicht jeden Tag auf Telegram Statistiken über ukrainische Angriffe auf Siedlungen im russischen Grenzgebiet Belgorod. Aus dem heutigen Eintrag geht hervor, dass das ukrainische Militär in den vergangenen 24 Stunden 48 Ortschaften in acht Bezirken angegriffen hat. Der Gegner feuerte mindestens 43 Geschosse und neun Raketen ab und setzte 100 unbemannte Luftfahrzeuge ein, von denen 67 abgeschossen wurden.
In der Statistik beklagt der Politiker den Tod eines Zivilisten. Ein Einwohner der Stadt Schebekino kam ums Leben, als eine ukrainische Drohne sein Auto angriff. Außerdem berichtet der Politiker über fünf Verletzte. In der Stadt Schebekino erlitt ein Mann bei der Detonation einer Drohne Verletzungen. Auch zwei Einwohner der Ortschaften Gora-Podol und Golowtschino wurden verletzt. Infolge der gegnerischen Angriffe kamen darüber hinaus zwei Angehörige der Verteidigungseinheit "Orlan" zu Schaden.
Gladkow meldet zudem Sachschäden. Demnach wurden in den vergangenen 24 Stunden drei Mehrfamilienhäuser, sieben Einfamilienhäuser, zwei Geschäfte, eine Stromleitung, eine Garage, ein Lkw und 13 Autos zerstört oder beschädigt.
11:52 Uhr
Frontbericht des russischen Verteidigungsministeriums: Zwei weitere Ortschaften befreit

SymbolbildJEWGENI BIJATOW / Sputnik Das russische Verteidigungsministerium meldet weitere Erfolge bei der militärischen Sonderoperation in der Ukraine binnen der letzten 24 Stunden. Wie die Behörde am Dienstag auf Telegram schreibt, hat der Truppenverband Nord ukrainische Einheiten im Raum der Ortschaften Rschanoje, Sadki, Sosnowka und Choten im Gebiet Sumy sowie Woltschanskije Chutora, Sybino, Proletarskoje und Tschugunowka im Gebiet Charkow getroffen. Der Gegner verlor mehr als 170 Armeeangehörige. Das russische Militär zerstörte dabei 14 Wagen, drei Geschütze, ein Artillerieaufklärungsradar sowie vier Munitions- und Materiallager.
Der Truppenverband West hat die Ortschaft Kupjansk-Uslowoi unter seine Kontrolle gebracht und auf seinem Vormarsch Personal und Technik des Gegners in der Nähe der Ortschaften Kowscharowka, Netschwolodowka, Nowoossinowo und Senkowo im Gebiet Charkow sowie Krasny Liman in der DVR getroffen. Dabei wurden mehr als 210 ukrainische Soldaten getötet oder verletzt. Der Gegner verlor zudem vier gepanzerte Gefechtsfahrzeuge, 27 Wagen, zwei Geschütze, ein Artillerieaufklärungsradar und drei Munitionslager.
Auch der Truppenverband Süd hat seine Position an der vordersten Linie verbessert, indem er gegnerische Einheiten nahe den Ortschaften Druschkowka, Konstantinowka, Kramatorsk, Nowodmitrowka, Resnikowka und Slawjansk in der DVR getroffen hat. Das russische Ministerium beziffert die Personalverluste der ukrainischen Streitkräfte auf bis zu 120 Kämpfer. Dabei wurden vier gepanzerte Gefechtsfahrzeuge, 19 Wagen, sechs Geschütze und zwei Materiallager zerstört.
Der Truppenverband Mitte hat ebenfalls günstigere Stellungen bezogen und ukrainische Einheiten in der Nähe der Ortschaften Nowopodgorodnoje im Gebiet Dnjepropetrowsk sowie Belizkoje, Grischino, Sawido-Kudaschewo und Suchezkoje in der DVR getroffen. Der Gegner verlor dabei mehr als 415 Kämpfer. Ein Kampfpanzer, acht gepanzerte Gefechtsfahrzeuge, 16 Wagen, drei Geschütze und ein Artillerieaufklärungsradar wurden außer Gefecht gesetzt.
Auch der Truppenverband Ost setzt seinen Vormarsch fort und hat Personal und Technik der ukrainischen Streitkräfte im Raum der Ortschaften Alexandrowka im Gebiet Dnjepropetrowsk sowie Werchnjaja Tersa, Wosdwischewka, Gorkoje, Salisnitschnoje und Risdwjanka im Gebiet Saporoschje getroffen. Die russische Behörde schätzt die gegnerischen Personalverluste auf mehr als 390 Soldaten. Acht gepanzerte Gefechtsfahrzeuge und 21 Wagen wurden außer Gefecht gesetzt.
Der Truppenverband Dnjepr hat die Ortschaft Nowojakowlewka im Gebiet Saporoschje unter seine Kontrolle gebracht und ukrainische Einheiten nahe den Ortschaften Magdalinowka im Gebiet Saporoschje und Sadowoje im Gebiet Cherson getroffen. Dabei wurden bis zu 40 ukrainische Armeeangehörige getötet oder verletzt. Das russische Militär zerstörte zudem fünf Wagen, ein Geschütz, vier Anlagen der elektronischen Kampfführung und ein Brennstoffdepot.
Ferner meldet das Ministerium in Moskau erfolgreiche Luft-, Drohnen-, Raketen- und Artillerieangriffe auf militärisch relevante Energieanlagen, Drohnenlager und 154 Standorte mit ukrainischen Soldaten und ausländischen Söldnern. In den letzten 24 Stunden hat die russische Luftabwehr elf HIMARS-Raketen, eine für Bodenziele umgerüstete S-200-Rakete und 105 Drohnen abgefangen.
Nach russischen Angaben verlor die Ukraine seit dem Beginn der Sonderoperation am 24. Februar 2022 insgesamt 670 Flugzeuge, 283 Hubschrauber, 111.231 Drohnen, 646 Flugabwehrraketenkomplexe, 27.349 Kampfpanzer und andere Panzerfahrzeuge, 1.651 Mehrfachraketenwerfer sowie 32.877 Geschütze und Mörser.
11:34 Uhr
Sondervertreter des russischen Präsidenten: Rückzug der Ukraine aus dem Donbass führt zu Frieden
Kirill Dmitrijew, Sondervertreter des russischen Präsidenten für internationale Wirtschaftskooperation und Vorsitzender des russischen Direktinvestitionsfonds, der zuvor an den Verhandlungen in Abu Dhabi teilgenommen hatte, sieht einen ukrainischen Rückzug aus dem Donbass als notwendige Bedingung für eine Lösung des Konflikts. Auf X schreibt er:
"Ein Rückzug der Truppen aus dem Donbass ist der Weg zum Frieden in der Ukraine."
Dmitrijew kommentierte damit eine Publikation der britischen Zeitung Financial Times, die unter Verweis auf Quellen berichtet hatte, dass die USA Sicherheitsgarantien für die Ukraine an einen Gebietsverzicht knüpfen. Demnach sei Washington bereit, Kiew Sicherheitsgarantien und zusätzliche Waffenlieferungen zu gewähren, falls die Ukraine einem Abtritt des Donbass zustimmen würde.
Anna Kelly, stellvertretende Pressesprecherin des Weißen Hauses, bezeichnete die Publikation der Financial Times als "Lüge", fügte aber hinzu, dass sich der Verhandlungsprozess "in einem großartigen Zustand" befinde.
11:13 Uhr
CSU sieht EU-Beitritt der Ukraine skeptisch
Die CSU hat sich äußerst skeptisch gegenüber einem EU-Beitritt der Ukraine geäußert. Nach einer Sitzung des CSU-Vorstands in München sagte Parteichef Markus Söder:
"Wir sind da zurückhaltend, weil wir natürlich sehen, dass es den Charakter der EU völlig verändert."
Sollte die Ukraine institutionell stärker an Europa gebunden werden, bräuchte es einen grundlegenden und völlig neuen Reformvertrag für Europa. Aus Söders Sicht würden die aktuellen EU-Strukturen nicht ausreichen, um eine Erweiterung mit der Ukraine umzusetzen. Als Beispiel nannte er die Landwirtschaft, es würde aber auch sonst nicht passen.
Gleichzeitig erklärte der CSU-Chef, dies bedeute nicht, dass die Tür für die Ukraine generell zugeschlagen werde. In dem Fall müsse sich Europa jedoch selbst völlig neu strukturieren.
Die Ukraine strebt seit Jahren den EU-Beitritt an. Seit Juni 2022 ist das Land offiziell Beitrittskandidat. Innerhalb der EU-Staaten gibt es aber sehr unterschiedliche Meinungen dazu. So blockierte etwa Ungarn lange Zeit jegliche Beitrittsverhandlungen. Die ukrainische Regierung will diese allerdings möglichst schnell abschließen.
Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.
Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.

