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Liveticker Ukraine-Krieg: Ukraine beschießt mit HIMARS ziviles Krankenhaus in der LVR – 14 Tote

Russland führt gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine Militäroperation in der Ukraine durch. Der Westen reagiert mit immer neuen Waffenlieferungen an die Ukraine und beispiellosen Sanktionen gegen Russland. Lesen Sie hier die neuesten Entwicklungen.
Liveticker Ukraine-Krieg: Ukraine beschießt mit HIMARS ziviles Krankenhaus in der LVR – 14 ToteQuelle: Sputnik © Sergei Baturin
  • 28.01.2023 18:09 Uhr

    18:09 Uhr

    Russischer Senator: NATO steuert auf direkten militärischen Konflikt mit Russland zu

    Der Wahnsinn, der Europa jetzt erfasst habe, ähnele dem vor dem Ersten Weltkrieg, als alle Länder versuchten, einander zu bekämpfen, erklärt Alexei Puschkow, Leiter der Kommission für Informationspolitik und Interaktion mit den Medien des russischen Föderationsrates. Auf seinem Telegram-Kanal schrieb er:

    "Der Wahnsinn, der den Westen jetzt erfasst hat, ähnelt dem, der Europa am Vorabend des Ersten Weltkriegs heimgesucht hatte, als sich beide Seiten hemmungslos gegenseitig zu bekriegen versucht hatten. Jetzt sind sie unbändig auf einen Zusammenstoß mit Russland erpicht und erklären bereits offen, dass sie sich mit Russland im Krieg befinden."

    Der Senator fügte hinzu, dass nur ein Blinder nicht sehen könne, dass die NATO mit Volldampf auf einen direkten militärischen Konflikt mit Russland zusteuere und dabei alle Beschränkungen und Begrenzungen der militärischen Unterstützung für die Ukraine, die zuvor vom Bündnis selbst auferlegt wurden, beiseite schiebe. Puschkow erklärte:

    "Noch vor sechs Monaten sprach Biden davon, dass es sich bei der Versorgung mit Panzern um 'World War Three' handele, also um den Dritten Weltkrieg. Für seine Regierung gehört die Entscheidung über Panzer der Vergangenheit an, und die NATO diskutiert bereits über die Lieferung von Kampfflugzeugen an Kiew. Ja, der deutsche Verteidigungsminister behauptet, die Lieferung von Kampfflugzeugen sei ausgeschlossen. Aber das Gleiche hat man früher in Berlin über Panzer gesagt."

    Er stellte auch fest, dass Deutschland "als Staat zu schwach ist, um dem äußeren Druck der Polen und der Balten, die seit Langem seine Außenpolitik diktieren, sowie dem inneren Druck der vehementen Befürworter eines 'Krieges bis Russland besiegt ist' zu widerstehen". Puschkow schloss:

    "Von der Rationalität Westeuropas und seiner führenden Politiker, die in den 1960er- und 1980er-Jahren dazu beitrug, dass der Kalte Krieg mit der UdSSR nicht zu einem heißen Krieg eskalierte, ist keine Spur mehr übrig. (...) Auf der Jagd nach dem Trugbild des westlichen Sieges werden alle vernünftigen Warnungen beiseite geschoben, alle Lehren der Vergangenheit vergessen."

  • 17:28 Uhr

    Ukrainische Truppen beschießen Donezk und beschädigen Gebäude eines Gymnasiums

    Nach Angaben des Bürgermeisters der DVR-Hauptstadt, Alexei Kulemsin, wurde ein Bergbau-Fachgymnasium durch den ukrainischen Beschuss auf den Donezker Stadtbezirk Petrowski beschädigt. Auf seinem Telegram-Kanal schrieb er:

    "Durch den Beschuss des Petrowski-Bezirks wurde das Dach der Werkstätten des Donezker Bergbau-Gymnasiums in der Razionalisatorow-Straße beschädigt."

    Der Petrowski-Bezirk von Donezk liegt am westlichen Stadtrand der DVR-Hauptstadt und ist der vom Zentrum am weitesten entfernte Teil der Stadt. Seit 2014, als die DVR ihre Unabhängigkeit von Kiew proklamierte, wird dieses Gebiet, beginnend mit der Kontaktlinie vor der Stadt Marijinka, regelmäßig von ukrainischen Sicherheitskräften beschossen.

  • 17:01 Uhr

    Sacharowa an NATO-Chef Stoltenberg: Keine Kriegspartei? Halten Sie Ihre Bürger für komplette Idioten?

    Russlands Außenamtssprecherin Maria Sacharowa hat bei ihrem wöchentlichen Briefing am Freitag in Moskau auf die Aussage des NATO-Generalsekretärs Jens Stoltenberg reagiert, das Bündnis sei keine Kriegspartei in der Ukraine. Sie wolle Stoltenberg fragen, ob er die Bürger der EU- und NATO-Länder wirklich für komplette Idioten halte. Und weiter:

    "Glauben Sie wirklich, dass Sie mit der Entsendung von Panzern, die von Menschen bedient werden müssen, durch die Einrichtung von Militärstützpunkten in Botschaften in der Ukraine, mit der Rekrutierung von Bürgern der Ukraine und von Bürgern anderer Länder immer noch keine Kriegspartei sind? Was sind Sie dann?"

    Sacharowa forderte die NATO dazu auf, einen neuen Begriff für sich selbst zu ersinnen, denn:

    "Es ist eine Selbstidentifikation erforderlich, wenn Sie keine Konfliktpartei sind."

  • 16:28 Uhr

    Vorsätzlicher Angriff: Ukrainische Truppen beschießen Krankenhaus in Nowoaidar (LVR) – 14 Tote

    Das ukrainische Militär hat nach Angaben des russischen Verteidigungsministeriums absichtlich ein Krankenhaus in Nowoaidar, Volksrepublik Lugansk, angegriffen. In der Erklärung der Militärbehörde heißt es:

    "Bei dem Einschlag der Raketen mit hochexplosiven Splitterköpfen in das Gebäude wurden 14 Patienten getötet sowie 24 Krankenhauspatienten und medizinisches Personal unterschiedlich schwer verwundet."

    Es wird darauf hingewiesen, dass in der beschossenen medizinischen Einrichtung zivile und militärische Ärzte seit vielen Monaten die notwendige Versorgung der Bevölkerung und der Soldaten sichergestellt hätten. In der Mitteilung des russischen Verteidigungsministeriums wurde betont:

    "Ein absichtlicher Raketenangriff auf eine bekannte aktive zivile medizinische Einrichtung ist eindeutig ein schweres Kriegsverbrechen des Kiewer Regimes. Alle, die an der Planung und Ausführung dieses Verbrechens beteiligt waren, werden ausfindig gemacht und zur Rechenschaft gezogen."

    Den Angaben zufolge fand der Anschlag um 7:30 Uhr Ortszeit (5:30 Uhr Berliner Zeit) statt. Alle Verletzten würden qualifizierte medizinische Hilfe erhalten.

  • 16:02 Uhr

    DVR-Zollamt: Ukrainische Saboteure versuchen, in Mariupol einzudringen

    Zollbeamte der Donezker Volksrepublik (DVR) haben nach eigenen Angaben mehr als 20 Versuche ukrainischer Sabotagegruppen registriert, in die Hafenstadt Mariupol einzudringen. Wie der Kommandeur einer Einheit der Zollbehörde, Juri Migowitsch, der Nachrichtenagentur TASS mitteilte, seien die Versuche in den vergangenen sechs Monaten unternommen worden. Ihm zufolge waren 22 diesbezügliche Berichte eingegangen. Und weiter:

    "Es ist nicht nur die Infiltration von Zivilisten. Es ist das Eindringen von Autos mit Zivilisten, in einer Gruppe von zwei bis drei oder fünf Personen."

    Die Saboteure wollten demnach in Mariupol Sprengstoff, Waffen, Munition und alle Arten von Literatur einschleusen. Die Aufgabe seiner Einheit bestehe darin, Aktivitäten von Schläferzellen sowie das Eindringen von Sabotagegruppen und Propaganda zu verhindern.

    Mariupol ist die größte Stadt am Asowschen Meer und eines der wichtigsten Zentren der Schwerindustrie im Donbass.

  • 15:38 Uhr

    IOC-Chef Bach: Riesengroße Mehrheit für neuen Russland-Kurs

    Dem Präsidenten des Internationalen Olympischen Komitees, Thomas Bach, zufolge gebe es international eine große Unterstützung für die Wiederzulassung von Sportlern aus Russland und Weißrussland. Am Samstag sagte der IOC-Chef gegenüber dem ZDF, weltweit gebe es "ein Bekenntnis zur Mission der Olympischen Spiele, zu vereinigen, die letzte Brücke noch aufrechtzuerhalten zwischen Ländern und Nationen, und nicht noch einer weiteren Spaltung Vorschub zu leisten." Bach verwies unter anderem auf die Rückendeckung der Nationalen Olympischen Komitees aus Afrika und Asien.

    Ein Ausschluss "wegen eines Passes oder des Geburtsortes" verstoße gegen das Diskriminierungsverbot, erklärte Bach.

    Zuletzt hatte die IOC-Spitze eine Kontroverse mit der Ankündigung ausgelöst, Athletinnen und Athleten aus Russland und Weißrussland trotz des Ukraine-Krieges Möglichkeiten zur Teilnahme an internationalen Wettkämpfen eröffnen zu wollen. Damit könnte diesen Sportlern unter neutraler Flagge auch der Weg zu den Sommerspielen 2024 in Paris offen stehen. Bedingung sei, dass die Athleten die Olympische Charta und die bestehenden Sanktionen wegen des Ukraine-Krieges respektierten. Zudem müssten die Anti-Doping-Regeln eingehalten werden.

    Scharfe Kritik an diesem Vorstoß des IOC kam vor allem aus der Ukraine. Der ukrainische Sportminister, Wadim Gutzait, drohte mit einem Boykott von Olympia 2024, sollten daran auch Russen und Weißrussland teilnehmen.

  • 15:12 Uhr

    Ukrainischer Militärausbilder verrät Schwierigkeiten beim Fahren eines Leopard-Panzers

    Die ukrainischen Streitkräfte werden Probleme haben, die neuen Leopard-2-Panzer einzusetzen, wenn sie in der Ukraine eintreffen. Dies berichtet die Zeitung Financial Times.

    Dem Artikel zufolge seien die deutschen Panzer moderner und komplexer als ihre sowjetischen Gegenstücke, an die die Ukrainer gewöhnt sind. Und dies werde den Truppen Schwierigkeiten bereiten. Die Autoren zitierten einen Ausbilder der ukrainischen Streitkräfte mit den Worten:

    "Es ist, als würde man ein Auto aus den 1950er Jahren fahren und dann in einen Porsche einsteigen."

    Nach langen Diskussionen über die Lieferung westlicher Panzer an Kiew hatte sich die Bundesregierung am Mittwoch bereit erklärt, der Ukraine Leopard-2-Kampffahrzeuge zu liefern. Geplant ist die Aufstellung von zwei Panzerbataillonen, wobei Berlin in der ersten Phase eine Kompanie von 14 A6-Kampfpanzern aus Bundeswehrbeständen verlegen wird. Nach Angaben des deutschen Verteidigungsministers, Boris Pistorius, könnten die Panzer Ende März in der Ukraine eintreffen.

  • 14:44 Uhr

    Medwedew warnt die "verlebte Alte Welt" vor Vergeltung

    Der ehemalige russische Präsident Dmitri Medwedew kritisiert Versuche des Westens, Waffenlieferungen an Kiew mit der angeblichen Verhinderung eines Weltkrieges zu erklären. Er sagte, dass im Falle eines dritten Weltkrieges Panzer und Kampfjets der Ukraine und der "verlebtenAlten Welt" nicht helfen würden. Auf seinem Telegram-Kanal schrieb Medwedew:

    "Erstens wird die Verteidigung einer Ukraine, die niemand in Europa braucht, die verlebteAlte Welt nicht vor Vergeltungsmaßnahmen bewahren, wenn etwas passiert. Zweitens: Wenn ein dritter Weltkrieg ausbricht, wird er leider nicht mit Panzern oder gar Kampfjets geführt werden. Dann ist sicher, dass alles zu Boden geht."

    Mit diesen Worten kommentierte er insbesondere die Äußerungen des italienischen Verteidigungsministers Guido Crosetto. Dieser hatte zuvor erklärt, dass der Dritte Weltkrieg beginnen würde, wenn russische Panzer in Kiew und "an den Grenzen Europas" auftauchten, und dass die in die Ukraine geschickten Waffen eine Eskalation verhindern sollten.

  • 14:16 Uhr

    Kiew führt nach eigenen Angaben Gespräche über Lieferung von Kampfflugzeugen und Raketen mit größerer Reichweite

    Der Berater des Leiters des ukrainischen Präsidentenbüros, Michail Podoljak, hat in einem Fernsehinterview erklärt, dass die Regierung in Kiew ihren Partnern täglich sagen sollte, wie notwendig Kampfflugzeuge und Raketen mit einer größeren Reichweite für die Ukraine seien, statt sich unzufrieden zu zeigen. Podoljak zufolge seien solche Gespräche bereits im Gange.

    "Erstens laufen die Verhandlungen bereits. Zweitens laufen die Verhandlungen auf Hochtouren. Drittens verstehen unsere Partner all das."

    Der hochrangige Berater brachte die Hoffnung zum Ausdruck, dass diese Kampfmittel der Ukraine in Kürze zur Verfügung stehen werden.

    Nach dem Beschluss mehrerer westlicher Länder, Kiew Kampfpanzer zur Verfügung zu stellen, hatte der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij am 26. Januar dazu aufgerufen, seinem Land auch Kampfflugzeuge und Raketen mit einer größeren Reichweite zu liefern. Der ukrainische Außenminister, Dmitri Kuleba, gab seinerseits bekannt, dass einige europäische Kollegen bereits an Möglichkeiten arbeiteten, der Ukraine Kampfflugzeuge vom Typ F-16 zu liefern.

  • 13:47 Uhr

    Russland schießt neun ukrainische Drohnen und MiG-29-Kampfflugzeug ab

    Der Sprecher des russischen Verteidigungsministeriums, Generalleutnant Igor Konaschenkow, hat auf seinem Briefing am Samstagnachmittag bekannt gegeben, dass die russischen Streitkräfte in den vergangenen 24 Stunden 86 gegnerische Einheiten und insgesamt 124 Orte mit Personal und Kampfgerät der ukrainischen Streitkräfte getroffen hätten. Die russische Luftwaffe habe nahe der Ortschaft Krasnoarmeisk auf dem Territorium der Volksrepublik Donezk ein ukrainisches Kampflugzeug vom Typ MiG-29 abgeschossen. Die russische Flugabwehr habe zudem neun ukrainische Drohnen unschädlich gemacht und acht reaktive Geschosse vom Typ HIMARS und Olcha abgefangen.

    Nach Angaben des Verteidigungsministeriums in Moskau habe die Ukraine seit dem Beginn der russischen Sonderoperation 381 Flugzeuge, 204 Hubschrauber, 2.976 Drohnen, 402 Flugabwehrraketenkomplexe, 7.656 Panzerfahrzeuge, 992 Mehrfachraketenwerfer sowie 3.944 Geschütze und Mörser verloren.

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Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.