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Liveticker Ukraine-Krieg: Russland meldet erfolgreiche Abwehr von ukrainischen Attacken im Donbass

Russland führt gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine Militäroperation in der Ukraine durch. Der Westen reagiert mit immer neuen Waffenlieferungen an die Ukraine und beispiellosen Sanktionen gegen Russland. Hier lesen Sie die neuesten Entwicklungen.
Liveticker Ukraine-Krieg: Russland meldet erfolgreiche Abwehr von ukrainischen Attacken im DonbassQuelle: Sputnik © KONSTANTIN MICHALTSCHEWSKI
  • 3.12.2022 15:54 Uhr

    15:54 Uhr

    Kreml: Russland wird keine Obergrenze für Ölpreis akzeptieren

    Russland wird eine Obergrenze für seine Ölpreise nicht akzeptieren und führt eine "schnelle Analyse" weiterer Marktbewegungen durch, sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow. Er erklärte:

    "Wir werden diese Obergrenze nicht akzeptieren. Und wie soll die Arbeit organisiert werden? Nach der Analyse, die rasch erfolgen wird, werden wir entsprechend berichten."

    Nach Angaben des stellvertretenden Leiters der Präsidialverwaltung Russlands sind bestimmte Vorbereitungen für die Einführung von Preisbeschränkungen getroffen worden.

  • 15:36 Uhr

    Russlands ständiger Vertreter in Wien: Europa wird ab diesem Jahr ohne russisches Öl leben

    Russland werde nicht mit Ländern zusammenarbeiten, die das Ölembargo unterstützt haben, insbesondere Europa werde ohne russischen Treibstoff auskommen müssen, sagt der ständige Vertreter Russlands bei internationalen Organisationen in Wien, Michail Uljanow. In einem Tweet schrieb er:

    "Ab diesem Jahr wird Europa ohne russisches Öl auskommen müssen. Moskau hat bereits deutlich gemacht, dass es kein Öl an die Länder liefern wird, die eine marktfeindliche Preisobergrenze unterstützen. Warten Sie nur. Schon bald wird die EU Russland beschuldigen, Öl als Waffe einzusetzen."

    Am Vortag hatten sich die G7-Länder und Australien auf eine Preisobergrenze für den Kauf von Erdöl russischer Herkunft von 60 US-Dollar pro Barrel geeinigt. Die sogenannte Obergrenze für den Preis der Seelieferungen von Erdöl wird am 5. Dezember, die für Erdölerzeugnisse ab dem 5. Februar 2023 in Kraft treten,. Gleichzeitig ermöglichen die Sanktionen eine Anpassung der Marke.

    Präsident Wladimir Putin sagte zu der Initiative, dass Russland nichts ins Ausland liefern werde, was seinen Interessen schade. Der stellvertretende Ministerpräsident Russlands Aleksander Nowak fügte hinzu, dass Moskau kein Öl in Länder exportieren werde, die eine Preisobergrenze festlegen würden, weder bei 60 US-Dollar pro Barrel noch zu anderen Kosten. Ihm zufolge werde Russland mit denjenigen zusammenarbeiten, die bereit sind, unter Marktbedingungen zu kooperieren.

  • 15:05 Uhr

    IAEA-Chef Grossi: Abzug der Waffen aus dem AKW Saporoschje wird Teil der Vereinbarung zwischen Kiew und Moskau sein

    Der Direktor der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA), Rafael Grossi, erklärte, dass der von der Ukraine geforderte Abzug der Waffen aus dem Atomkraftwerk Saporoschje Teil der Vereinbarung zwischen Kiew und Moskau mit der Behörde sein werde. Dies sagte er in einem Interview mit der Zeitung La Repubblica.

    Laut Grossi hätten sich beide Seiten grundsätzlich darauf geeinigt, die Anlage nicht zu beschießen oder von ihrem Gebiet aus zu feuern. Der IAEA-Chef stellte fest:

    "Russland ist nicht gegen das Abkommen und das Prinzip des Schutzes der Industrieanlage."

    Zuvor hatte Bloomberg über die Aussage von Rafael Grossi berichtet, dass Experten kurz vor einer akzeptablen Vereinbarung zwischen der Ukraine und Russland über die Schaffung einer Sicherheitszone um das AKW stünden. Dabei war festgestellt worden, dass die IAEA-Beobachter sich einem Abkommen zwischen den Ländern nähern.

    Der Leiter der Organisation hatte auch erklärt, die russische Seite habe die IAEA über die Ernennung von Juri Tschernitschuk zum Direktor des AKWs Saporoschje informiert. Grossi wies zudem darauf hin, dass der ukrainische Betreiber Energoatom diese Ernennung abgelehnt und Dmitri Werbizki zum stellvertretenden Generaldirektor des Kraftwerks sowie Igor Muraschow zum Chefingenieur ernannt habe.

  • 14:38 Uhr

    Grüne fordern konkrete Schritte für Aufnahme von Kriegsdienstverweigerern aus Russland

    Im Zusammenhang mit einer Teilmobilisierung in Russland haben die Grünen konkrete Schritte zur Aufnahme von Oppositionellen, Kriegsdienstverweigerern und Deserteuren aus Russland in Deutschland gefordert. Der Grünen-Fraktionsvize Konstantin von Notz sagte gegenüber Merkur.de, Bundesinnenministerin Nancy Faeser und Bundesjustizminister Marco Buschmann haben zugesagt, dass Russen, die sich ihrem Präsidenten Wladimir Putin entgegenstellen, in Deutschland willkommen seien und hierzulande Schutz finden können.

    "Diesen Worten müssen konkrete Schritte folgen."

    Auch Deutschland müsse seinen Anteil leisten, dass bedrohte Russen in EU-Ländern Aufnahme finden, so von Notz weiter. Die Lage im Land sei für Betroffene durchaus bedrohlich und die Grenzen zu EU-Nachbarn häufig bereits geschlossen.

    Die baltischen Staaten und Polen lehnen die Aufnahme dieser Menschen hingegen strikt ab.

  • 14:02 Uhr

    Kiew will Russlands Wirtschaft zerstört sehen und verlangt niedrigeren Preisdeckel für russisches Erdöl

    Die Ukraine hat die vom Westen beschlossene Preisobergrenze für russisches Erdöl von 60 Dollar je Barrel als zu hoch bezeichnet. Um die Wirtschaft des Feindes schneller zu zerstören, sei es notwendig, den Preis auf 30 Dollar zu reduzieren, teilte der Chef des ukrainischen Präsidentenbüros, Andrei Jermak, am Samstag auf Telegram mit. Zugleich begrüßte er, dass die G7-Staaten und Australien diese Preisobergrenze für Erdöltransporte auf dem Seeweg beschlossen haben.

    "Wir erreichen immer unser Ziel, und Russlands Wirtschaft wird dennoch zerstört werden."

    Die G7, Australien und die EU-Staaten hatten sich zuvor auf die Höhe eines Preisdeckels für russisches Öl geeinigt. Die Maßnahme soll am Montag in Kraft treten.

  • 13:37 Uhr

    Russische Armee zerstört ukrainischen Mi-8-Hubschrauber und Aufklärungsradar vom Typ AN/TPQ-37

    Russland hat in den vergangenen 24 Stunden seine Angriffe auf Militärziele in der Ukraine fortgesetzt. Der Sprecher des russischen Verteidigungsministeriums, Generalleutnant Igor Konaschenkow, teilte auf seinem Briefing am Samstag mit: Drei Kommandopunkte des Gegners in der Nähe der Ortschaften Kupjansk im Gebiet Charkow sowie Swjatogorsk und Konstantinowka auf dem Territorium der Volksrepublik Donezk seien getroffen worden. In der Nähe der Stadt Kramatorsk hätten die russischen Streitkräfte zudem zwei Standorte angegriffen, an denen sich ausländische Söldner aufhielten.

    Ferner sagte Konaschenkow, dass die russische Armee in der Nähe der Ortschaft Kaleniki auf dem Territorium der DVR ein US-Artillerieaufklärungsradar vom Typ AN/TPQ-37 zerstört habe. Im Gebiet Charkow seien zwei ukrainische Lager mit Raketen und Artilleriemunition getroffen worden. Die russische Luftwaffe habe in der Nähe der Ortschaft Selidowo auf dem Territorium der Volksrepublik Donezk einen ukrainischen Mi-8-Hubschrauber zerstört. Und die russische Flugabwehr habe in den letzten 24 Stunden zehn ukrainische Drohnen abgeschossen sowie acht HIMARS- und Olcha-Geschosse abgefangen.

    Nach Angaben des Verteidigungsministeriums habe die Ukraine somit seit dem Beginn der Sonderoperation am 24. Februar 336 Flugzeuge, 178 Hubschrauber, 2.609 Drohnen, 391 Flugabwehrraketenkomplexe, 6.970 Panzer und gepanzerte Fahrzeuge, 908 Mehrfachraketenwerfer sowie 3.652 Geschütze und Mörser verloren.

  • 13:07 Uhr

    Russlands Verteidigungsministerium berichtet über erfolgreiche Abwehr von ukrainischen Attacken im Donbass

    Der Sprecher des russischen Verteidigungsministeriums, Generalleutnant Igor Konaschenkow, hat auf seinem täglichen Briefing in Moskau über misslungene Versuche der ukrainischen Streitkräfte berichtet, im Donbass vorzurücken. Am Frontabschnitt Kupjansk habe die russische Armee mit präventiven Luft- und Artillerie-Angriffen einen gegnerischen Vorstoß in Richtung der Ortschaft Kusemowka in der Volksrepublik Lugansk verhindert. Dadurch seien bis zu 60 ukrainische Soldaten getötet worden. Zwei Panzer, ein Schützenpanzer, drei Transportpanzer und vier Pick-ups seien zerstört worden.      

    Am Frontabschnitt Krasny Liman sei eine ukrainische Offensive in Richtung der Ortschaften Kolomyitschicha und Schitlowka in der Volksrepublik Lugansk vereitelt worden. Durch russische Luft- und Artillerie-Angriffe seien bis zu 30 ukrainische Armeeangehörige getötet worden. Das ukrainische Militär habe zudem zwei Schützenpanzer und drei Panzerfahrzeuge vom Typ Kosak verloren.

    Auch die Versuche der ukrainischen Armee, ihre Stellungen bei den Ortschaften Andrejewka, Kurdjumowka, Awdejewka und Marjinka in der Volksrepublik Donezk wiederherzustellen, seien Konaschenkow zufolge gescheitert. Innerhalb der letzten 24 Stunden seien dort bis zu 60 ukrainische Kämpfer getötet worden. Zwei Panzer und fünf andere Panzerfahrzeuge seien außer Gefecht gesetzt worden.        

    Im Süden der Volksrepublik Donezk habe der Gegner versucht, russische Stellungen bei den Ortschaften Sladkoje, Schewtschenko und Nowomajorskoje anzugreifen. Er sei aber zurückgeschlagen worden. Dabei seien mehr als 40 ukrainische Soldaten getötet oder verletzt und zwei Schützenpanzer und fünf Fahrzeuge zerstört worden, erklärte der russische Militärsprecher.

  • 12:36 Uhr

    Russische Polizeibeamte entdecken im Gebiet Cherson Waffenversteck mit Minen und Geschossen

    Russische Polizeibeamte haben in der Siedlung Kalantschak im Gebiet Cherson ein Waffenversteck entdeckt. Der Fund wurde im Rahmen einer Überprüfung von Informationen über illegalen Waffenbesitz gemacht. Die Waffen gehörten demnach Angehörigen oder Sympathisanten der ukrainischen Streitkräfte. Unter dem beschlagnahmten Kriegsgerät waren zwölf Antipersonenminen vom Typ OSM-72 samt Zündern, vier Artilleriegeschosse des Kalibers 152 Millimeter und eine Granate vom Typ RGD-5.

  • 12:11 Uhr

    Interimsgouverneur des Gebiets Saporoschje: Russische Armeeangehörige halten ihre Stellungen an Verteidigungslinie

    Der interimistische Gouverneur des Gebiets Saporoschje, Jewgeni Balizkij, hat am Samstag auf Telegram über eine erfolgreiche Abwehr von ukrainischen Attacken an der Verteidigungslinie berichtet. Dabei machte der Politiker auf die Versuche des Kiewer Regimes aufmerksam gemacht, mit gezielten Falschmeldungen Panik unter der Bevölkerung zu säen.

    "Unsere Verteidiger halten die Linie, unterbinden alle Versuche, die Verteidigung zu durchbrechen und sind jederzeit bereit, eine Attacke zu starten, sobald der entsprechende Befehl kommt. Das Leben in allen unseren frontnahen Städten und Siedlungen geht weiter. Örtliche Verwaltungen, Schulen und Krankenhäuser haben geöffnet. Wir sind auf unserem eigenen Land."

    Am Freitag hatte Balizkij ukrainische Medienberichte dementiert, wonach die ukrainische Armee die Stadt Pologi eingenommen habe und die Bevölkerung der Ortschaften Michailowka und Wassiljewka evakuiert werde.

  • 11:42 Uhr

    Ukrainische Truppen greifen Busunternehmen in Sneschnoje mit HIMARS an

    Der Bürgermeister von Sneschnoje in der Volksrepublik Donezk, Alexander Skworzow, hat über einen ukrainischen HIMARS-Angriff auf die Stadt berichtet. Dadurch sei in der Nacht zum Samstag ein Busunternehmen zu Schaden gekommen. Zwei Busse seien dabei komplett zerstört worden. Die restlichen 17 wiesen erhebliche Schäden auf.

    Skworzow zufolge handele es sich bei dem betroffenen Unternehmen um eine private Firma, die sich mit dem Personentransport in andere Regionen Russlands beschäftige. Bei der Attacke sei niemand verletzt worden.

    Medien veröffentlichten ein Video, das den Moment des Einschlags zeigen soll.

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Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.