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Liveticker Ukraine-Krieg: G7 und Australien beteiligen sich an Preisgrenze für russisches Erdöl

Russland führt gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine Militäroperation in der Ukraine durch. Der Westen reagiert mit immer neuen Waffenlieferungen an die Ukraine und beispiellosen Sanktionen gegen Russland. Hier lesen Sie die neuesten Entwicklungen.
Liveticker Ukraine-Krieg: G7 und Australien beteiligen sich an Preisgrenze für russisches ErdölQuelle: Legion-media.ru © Steinach
  • 3.12.2022 10:30 Uhr

    10:30 Uhr

    Donald Trump Jr. greift Wladimir Selenskij wegen Ermittlungen gegen Geistliche der Ukrainisch-Orthodoxen Kirche an

    Nachdem der ukrainische Geheimdienst SBU am Freitag erneut mehr als ein halbes Dutzend Klöster und Kirchen der Ukrainisch-orthodoxen Kirche des Moskauer Patriarchats durchsucht hat, hinterfragt Donald Trump Jr., Sohn des ehemaligen republikanischen US-Präsidenten Donald Trump, die US-Unterstützung für die Ukraine. Mit Blick auf den ukrainischen Präsidenten Wladimir Selenskij schreibt er sarkastisch auf Twitter:

    "Ihm geht es nur um den Frieden, Jungs. Lasst uns ihm weitere 100 Milliarden US-Dollar ohne Rechenschaftspflicht schicken."

    Inzwischen hat der von Präsident Selenskij geleitete Sicherheitsrat das Kabinett angewiesen, ein Gesetz zum Verbot religiöser Organisationen mit Sitz in Russland auszuarbeiten.

    Mehr zum ThemaUkraine: Geheimdienst geht weiter gegen die Ukrainisch-Orthodoxe Kirche vor

  • 10:01 Uhr

    Rosgwardija-Chef Solotow inspiziert Einheiten der russischen Nationalgarde in LVR

    Der Chef der russischen Nationalgarde, Wiktor Solotow, hat die in der Volksrepublik Lugansk stationierten Einheiten seiner Behörde inspiziert. Laut einer Rosgwardija-Mitteilung prüfte Solotow bei seinem Besuch die Organisation des Dienstes vor Ort, bewertete die Lebensbedingungen der Kämpfer und sprach mit dem Personal.    

    Außerdem wurden dem Rosgwardija-Chef erbeutete ukrainische Waffen gezeigt. Anschließend zeichnete Solotow mehrere Angehörige der Nationalgarde, die sich im Laufe der russischen Sonderoperation in der Ukraine hervorgetan hatten, mit Orden und Medaillen aus. Er wies darauf hin, dass die Nationalgarde auch der einheimischen Bevölkerung helfe, indem sie Menschen mit Lebensmitteln und Medikamenten versorge, humanitäre Kolonnen bewache und für die öffentliche Ordnung sorge.

  • 09:38 Uhr

    Stromnotabschaltungen im Gebiet Odessa

    Im Gebiet Odessa kommt es erneut zu Stromnotabschaltungen. Der Berater der militärischen Verwaltung von Odessa, Sergei Brattschuk teilt auf Telegram mit, dass die zuvor beschlossenen Abschaltpläne, die die Stromnetze stabilisieren sollten, nun außer Kraft seien.    

    Die gleiche Maßnahme wird am Samstag auch in der Hauptstadt Kiew getroffen, wie der örtliche Netzbetreiber mitteilt. 

    Zuvor hat das ukrainische Energie-Ministerium angekündigt, dass die zuständigen Aufsichtsbehörden die regionalen Stromversorger inspizieren würden, da es immer mehr Beschwerden über Verstöße gegen Abschaltpläne gebe.

  • 09:03 Uhr

    EVP-Parteichef Weber erwartet im Winter Anstieg von Geflüchteten

    Der Vorsitzende der Europäischen Volkspartei (EVP), Manfred Weber, rechne mit einem Anstieg der Geflüchteten in diesem Winter. Die Welt am Sonntag zitiert den Politiker mit den Worten:

    "Ich fürchte, wir werden einen dramatischen Fluchtwinter erleben."

    Weber verbinde dies mit der „anhaltenden Zerstörung von Energie-Infrastruktur in der Ukraine“ durch russische Angriffe. Eine große Zahl Ukrainer werde deswegen in diesem Winter in die Europäische Union und auch nach Deutschland kommen. Die Bundesrepublik sei auf diese Situation nicht vorbereitet und schlafwandele gerade in eine neue Migrationskrise.

  • 08:40 Uhr

    Stromnetze und Solarzellen in Nikopol beschädigt

    Die Nachrichtenagentur RIA Nowosti berichtet unter Berufung auf den Chef der militärischen Verwaltung des Gebiets Dnepropetrowsk, Valentin Resnitschenko, über zahlreiche Infrastruktur-Schäden in der Stadt Nikopol. Demnach seien dort mindestens 50 Solarzellen zerstört worden. Zu Schaden seien auch Stromnetze und eine Gasleitung gekommen. In der Nacht zum Samstag hätten die ukrainischen Behörden für die Stadt und ihre Umgebung Luftalarm ausgerufen. 

    Die ukrainischen Behörden sprechen von insgesamt neun russischen Artillerie-Angriffen auf Nikopol. In der Stadt seien 30 Geschosse eingeschlagen. Es gebe weder Todesopfer noch Verletzte.

  • 08:06 Uhr

    Russlands Botschaft in USA kritisiert Preisdeckelung für russisches Erdöl 

    Die russische Botschaft in den USA hat die Entscheidung der EU, der G7-Staaten und Australiens, für Tanker-Erdöl aus Russland eine Preisobergrenze von 60 US-Dollar pro Barrel einzuführen, als Umkrempeln der Grundprinzipien des freien Markts bezeichnet. In diesem Zusammenhang prognostizierte die diplomatische Vertretung steigende Kosten für Rohöl-Abnehmer. Auch die Unsicherheit an den globalen Märkten werde zunehmen, zumal kein einziges Land jetzt gegen einen politisch motivierten Preisdeckel für seine Exportwaren gefeit sein könne.    

    Die russische Botschaft warf den USA vor, mit ihren Sanktionen gegen Rohstoffe aus Russland das Gleichgewicht im Energiesektor gestört zu haben. Zugleich zeigte sich die diplomatische Vertretung zuversichtlich, dass Erdöl aus Russland weiterhin gefragt sein werde.

  • 07:35 Uhr

    Volksrepublik Donezk meldet 33 ukrainische Angriffe und fünf getötete Zivilisten binnen 24 Stunden

    Die Behörden in Donezk haben innerhalb der vergangenen 24 Stunden 33 Angriffe durch ukrainische Truppen registriert. Demnach wurden auf das Territorium der Volksrepublik mindestens 145 Geschosse abgefeuert. Dabei setzte das ukrainische Militär Mehrfachraketenwerfer vom Typ Grad und HIMARS sowie Geschosse der Kaliber 155, 152, 122 und 120 Millimeter ein. Unter Beschuss gerieten neun Wohngebiete, darunter auch in Donezk.

    Bei den Angriffen in der Zeitspanne von 6:00 Uhr am 2. Dezember bis 6:00 Uhr am 3. Dezember (Ortszeit) wurden fünf Zivilisten in Donezk und Schachtjorsk getötet. 14 Einwohner von Donezk, Gorlowka, Schachtjorsk und Jassinowataja, darunter ein zehnjähriges Kind, erlitten Verletzungen. In Donezk und Gorlowka kamen bei den ukrainischen Angriffen 41 Wohnhäuser und zwölf zivile Infrastrukturobjekte zu Schaden.

    Am Vortag hatten die Behörden von Donezk 31 Angriffe aus der Ukraine gemeldet. Dabei wurde eine Einwohnerin von Gorlowka getötet. Fünf weitere Zivilisten erlitten Verletzungen.

  • 07:00 Uhr

    G7 und Australien beteiligen sich an Preisgrenze für russisches Erdöl

    Die G7-Staaten und Australien wollen gemeinsam mit der Europäischen Union die geplante Preisobergrenze für Erdöl aus Russland umsetzen. Die Staaten wollen Russland dazu zwingen, Erdöl künftig unter Marktpreis an Abnehmer in anderen Ländern zu verkaufen. Zu den G7 gehören neben Deutschland auch die USA, Kanada, Frankreich, Großbritannien, Italien und Japan. Deutschland hat derzeit den Vorsitz der Gruppe.

    Die am Freitag erzielte Absprache sieht vor, zunächst eine Preisobergrenze von 60 US-Dollar pro Barrel festzulegen. Der Preis soll nach Möglichkeit bereits ab Montag gelten.

  • 2.12.2022 23:00 Uhr

    23:00 Uhr

    Damit beenden wir für heute den Live-Ticker zur Lage im Ukraine-Konflikt. Morgen früh ab 7 Uhr geht es mit der Berichterstattung weiter. Wir wünschen unseren Lesern trotz aller Spannungen in der Welt eine gute Nacht!

  • 22:59 Uhr

    Medienbericht: Israel schickt vier gepanzerte Krankenwagen in Ukraine

    Israel will vier gepanzerte Krankenwagen in die Ukraine schicken. Dies berichtet die Jerusalem Post am Freitag. Das israelische Verteidigungsministerium soll am Freitag bereits einen gepanzerten Krankenwagen an die Ukraine geliefert haben. Bei diesem handle es sich um den ersten von insgesamt vier Krankenwagen, die Israel in den kommenden Monaten an die Ukraine zu liefern beabsichtigt. Die Panzerung der vier Fahrzeuge vom Typ Mercedes-Benz Sprinter wurde den Angaben zufolge von der israelischen Firma "Plasan Re'em" ausgeführt.

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Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.