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Liveticker Ukraine-Krieg – Türkei: Westen sollte Ukraine an Verhandlungstisch mit Russland bringen

Russland führt gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine Militäroperation in der Ukraine durch. Der Westen reagiert mit immer neuen Waffenlieferungen an die Ukraine und beispiellosen Sanktionen gegen Russland. Hier lesen Sie die neuesten Entwicklungen.
Liveticker Ukraine-Krieg – Türkei: Westen sollte Ukraine an Verhandlungstisch mit Russland bringenQuelle: AFP © OZAN KOSE
  • 2.12.2022 23:00 Uhr

    23:00 Uhr

    Damit beenden wir für heute den Live-Ticker zur Lage im Ukraine-Konflikt. Morgen früh ab 7 Uhr geht es mit der Berichterstattung weiter. Wir wünschen unseren Lesern trotz aller Spannungen in der Welt eine gute Nacht!

  • 22:59 Uhr

    Medienbericht: Israel schickt vier gepanzerte Krankenwagen in Ukraine

    Israel will vier gepanzerte Krankenwagen in die Ukraine schicken. Dies berichtet die Jerusalem Post am Freitag. Das israelische Verteidigungsministerium soll am Freitag bereits einen gepanzerten Krankenwagen an die Ukraine geliefert haben. Bei diesem handle es sich um den ersten von insgesamt vier Krankenwagen, die Israel in den kommenden Monaten an die Ukraine zu liefern beabsichtigt. Die Panzerung der vier Fahrzeuge vom Typ Mercedes-Benz Sprinter wurde den Angaben zufolge von der israelischen Firma "Plasan Re'em" ausgeführt.

  • 22:26 Uhr

    Kiewer Höhlenkloster offiziell als Objekt der Orthodoxen Kirche der Ukraine neu registriert

    Das Kiewer Höhlenkloster ist derzeit als Objekt der von den Kiewer Behörden unterstützten Orthodoxen Kirche der Ukraine registriert. Der Metropolit der Orthodoxen Kirche der Ukraine, Jepifani Dumenko, soll das Kloster als juristische Person derzeit leiten, teilte TASS am Freitag mit. Der Übergang von der ukrainisch-orthodoxen Kirche zur Orthodoxen Kirche der Ukraine erfordert üblicherweise Maßnahmen staatlicher Behörden. Eine neu gegründete und staatlich registrierte Körperschaft, die der Orthodoxen Kirche der Ukraine untersteht, kann nun jedoch das Kloster in sein Eigentum übernehmen.

    Das Kiewer Höhlenkloster ist eines der ersten Klöster der Kiewer Rus und das älteste Kloster auf dem Territorium der modernen Ukraine. Es wurde im elften Jahrhundert gegründet. Das Territorium des Klosters erstreckt sich derzeit auf mehr als 20 Hektar.

  • 22:03 Uhr

    EU bildete bislang 1.100 ukrainische Soldaten aus

    Im Rahmen einer EU-Ausbildungsmission für die ukrainische Armee wurden bislang 1.100 Soldaten auf ihren Einsatz vorbereitet. Dies teilte der EU-Außenbeauftragte Josep Borrell am Freitag beim Besuch eines Ausbildungscamps im polnischen Brzeg mit. Die Mission zeige Europas Willen, die Ukraine in dem bereits mehr als neun Monate andauernden Krieg gegen Russland zu unterstützen.

    Die EU-Außenminister hatten am 14. November die Mission beschlossen, die am Tag darauf offiziell begann. Insgesamt sollen in 20 Mitgliedsländern bis zu 15.000 Soldaten ausgebildet werden, davon bis zu 5.000 in Deutschland.

    Die Ausbildungsmission wird aus Mitteln der EU finanziert. Borrell bezifferte die Kosten auf 100 Millionen Euro. Dazu kommen 15 Millionen Euro etwa für Munition sowie die Ausgaben der einzelnen Länder. Die Bundeswehr will sich mit einer Gefechtsausbildung und taktischen Übungen beteiligen. 

  • 21:44 Uhr

    Kiew: Ukrainische Botschaften erhalten Sendungen mit Tieraugen

    Mehrere Päckchen mit Tieraugen sollen an ukrainische diplomatische Vertretungen in ganz Europa geschickt worden sein, wie das Kiewer Außenministerium am Freitag mitteilte. Betroffen waren demnach Botschaften und Konsulate in Ungarn, den Niederlanden, Polen, Österreich, Kroatien, Italien und der Tschechischen Republik. Die Sendungen seien mit einer Flüssigkeit von charakteristischer Farbe durchtränkt gewesen und hätten einen entsprechenden Geruch aufgewiesen.

    Laut der tschechischen Polizei seien Päckchen mit Tiergewebe an die ukrainische Botschaft in Prag und das Konsulat in Brno (Brünn) geschickt worden. Die Mitarbeiter des Konsulats mussten evakuiert werden. Nach den ersten Untersuchungen sei klar geworden, dass das Päckchen keinen Sprengstoff enthalte. Wer die Sendungen verschickt hat, ist bislang unklar.

  • 21:21 Uhr

    UN räumt ein, dass Donezk friert

    Die Bewohner von Donezk können ihre Häuser aufgrund der Feindseligkeiten nicht heizen, obwohl der Winter bereits angebrochen ist. Dies erklärte UN-Generalsekretär Stéphane Dujarric am Freitag bei einem Briefing. Er sagte:

    "Mit den sinkenden Temperaturen wird das Heizen zu einem großen Problem im Gebiet Donezk. Auf der von den Russen kontrollierten Seite, auch in der Stadt Donezk selbst, können die Familien ihre Häuser nicht heizen, die Zentralheizung funktioniert nicht, und mehrmals in der Woche ist Leitungswasser nur für einige Stunden am Tag verfügbar. Auf ukrainischer Seite berichteten Kollegen, dass die meisten Menschen, die in der Nähe der Frontlinie zurückgeblieben sind, ältere Menschen sind, insbesondere Frauen, aber auch Menschen mit Behinderungen und andere gefährdete Gruppen. Für sie kann der Zugang zu Heizung lebenswichtig sein."

    Dujarric behauptete, dass die Kämpfe in der Gegend von Donezk weitergingen. Er gab jedoch nicht an, durch wessen Beschuss die zivile Infrastruktur der Stadt beschädigt worden war.

    Wie TASS bereits berichtet hatte, beschossen die ukrainischen Sicherheitskräfte den ganzen Freitagnachmittag über das Zentrum von Donezk mit Grad-Mehrfachraketenwerfern. Die Stadtbezirke Kiewski und Woroschilowski gerieten unter Beschuss, wobei drei Menschen getötet wurden.

  • 20:55 Uhr

    EU-Staaten wollen Preis für russisches Öl auf 60 US-Dollar begrenzen

    Die EU will Russland gemeinsam mit internationalen Partnern dazu zwingen, Erdöl künftig unter dem Marktpreis an Abnehmer in anderen Staaten zu verkaufen. Eine am Freitag unter Regierungsvertretern erzielte Absprache sieht zunächst eine Preisobergrenze von 60 US-Dollar pro Barrel vor. Dies bestätigten mehrere Diplomaten gegenüber der Deutschen Presse-Agentur. Der Preis von umgerechnet etwa 57 Euro pro 159 Liter läge damit um bis zu 9 Euro unter dem derzeitigen Marktpreis für russisches Rohöl der Sorte Urals. Die Preisgrenze soll den Plänen zufolge ab Montag gelten.

    Um auf Marktentwicklungen reagieren zu können, sehen die Pläne vor, die Preisobergrenze etwa alle zwei Monate zu überprüfen. Sie soll immer um mindestens fünf Prozent unter einem von der Internationalen Energieagentur (IEA) ermittelten Durchschnittspreis liegen.

    Die Preisobergrenze soll das bereits im Juni von der EU beschlossene Öl-Embargo gegen Russland ergänzen. Dieses sieht unter anderem vor, den Erwerb, die Einfuhr oder Weiterleitung von Rohöl und bestimmten Erdölerzeugnissen aus Russland in die EU zu verbieten. Die Beschränkungen gelten ab dem 5. Dezember für Rohöl und ab dem 5. Februar 2023 für andere Erdölerzeugnisse. Parallel gelten allerdings einige Ausnahmeregelungen, beispielsweise für Ungarn.

  • 20:34 Uhr

    Tel Aviv: Dutzende versammeln sich zum Gedenken an getötete Kinder aus dem Donbass

    Am Freitag fand in der israelischen Stadt Tel Aviv die öffentliche Aktion "Allee der Erinnerung" statt, die dem Schicksal der getöteten Kinder des Donbass gewidmet ist. Die Teilnehmer der Kundgebung protestierten gegen die Politik Kiews und ehrten das Andenken der toten Kinder. Nach Angaben von TASS beteiligten sich Dutzende von Menschen.

    Organisiert wurde die Aktion vom öffentlichen Verein "Israeli Anti-Nazi Front". Die Leute kamen mit den Flaggen von Russland, der DVR, der LVR sowie von Israel und brachten Kerzen, Kinderspielzeug und Fotos von im Donbass ums Leben gekommenen Kindern. Boris Dreitser, einer der Leiter des Vereins, mahnte:

    "Die Kundgebung ist der Erinnerung an Kinder und Erwachsene gewidmet, die in den vergangenen neun Jahren vom Nazi-Regime in der Ukraine eliminiert wurden und weiterhin jeden Tag eliminiert werden."

    Während der Kundgebung wurde auch ein Appell an die israelischen Behörden mit der Aufforderung verlesen, keine Waffen an die Ukraine zu liefern. Zum Abschluss der Aktion ließen die Teilnehmer zu Ehren der unschuldig getöteten Kinder aus dem Donbass 100 weiße Luftballons in den Himmel aufsteigen.

  • 20:13 Uhr

    Ukraine erhält HAWK-Luftabwehrsysteme aus Spanien

    In der Ukraine sollen bereits die ersten Flugabwehrraketensysteme vom Typ HAWK aus Spanien eingetroffen sein. Dies teilte der Verteidigungsminister der Ukraine, Alexei Resnikow, am Freitag nach einem Treffen mit seiner spanischen Amtskollegin Margarita Robles auf Twitter mit. Außerdem sollen weitere ukrainische Militärangehörige in dem Land ausgebildet werden.

  • 19:48 Uhr

    Treibstofflager nahe Donezk brennt nach ukrainischem Beschuss 

    Bei einem Raketenangriff der ukrainischen Streitkräfte ist am Freitag ein Treibstofflager in der Stadt Schachtjorsk (DVR) getroffen worden. Dies teilte der Bürgermeister Alexander Schatow mit und fügte hinzu:

    "Leider wurden Mitarbeiter verletzt."

    Zuvor war berichtet worden, dass ukrainische Truppen um 18:40 Uhr Ortszeit zwei Raketen eines Raketenwerfers vom Typ HIMARS auf die Stadt abgefeuert hätten. Auf Telegram schrieb der Bürgermeister:

    "Infolge der Geschosseinschläge haben sich die Tanks im Öldepot der Stadt entzündet."

    Schachtjorsk liegt etwa 60 Kilometer von Donezk entfernt.

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Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.