Liveticker Ukraine-Krieg – Rutte: Wirksamkeit der ukrainischen Luftabwehr nimmt ab

26.01.2026 22:00 Uhr
22:00 Uhr
Damit beenden wir für heute den Live-Ticker zur Lage im Ukraine-Konflikt. Morgen früh ab 7 Uhr geht es mit der Berichterstattung weiter. Wir wünschen unseren Lesern trotz aller Spannungen in der Welt eine gute Nacht!
21:55 Uhr
Alltag im Donbass: Kreativität und Durchhaltewillen trotz Krieg

Trotz der anhaltenden Angriffe der ukrainischen Streitkräfte verlieren die Bewohner des Donbass nicht den Mut. Selbst in schwierigsten Zeiten bewahren die Menschen Hoffnung und werden kreativ. Unser Militärkorrespondent Iwan Poljanskij berichtet vor Ort über die Symbole ihres unbeugsamen Geistes.
Ein Video dazu gibt es hier auf unserer Webseite.
21:50 Uhr
Rada-Abgeordnete fürchten öffentliche Debatte über Truppenabzug aus dem Donbass
Abgeordnete der Werchowna Rada diskutieren intern über Kompromisse zur Beendigung der Kämpfe, darunter auch über einen Abzug ukrainischer Truppen aus dem Donbass. Öffentlich äußern sie sich dazu jedoch nicht, da sie Angst vor dem Vorwurf des Verrats haben. Dies berichtet das ukrainische Portal Strana.ua.
Ein weiterer Parlamentarier erklärte, die Lage im Land sei zu ernst, um sich weiterhin auf Parolen wie "Krieg bis zum siegreichen Ende" zu beschränken. Den Druck auf die Verhandlungsbefürworter verstärken die Energiekrise, die wachsende Kluft zwischen den USA und Europa sowie die Unsicherheit über weitere militärische und finanzielle Hilfe.
Zudem richten sich die Blicke auf geheime Gespräche in Abu Dhabi. Trotz offizieller Beteuerungen über eine unveränderte Haltung heißt es aus Kreisen von Strana.ua, dass innerhalb der Eliten Gerüchte über eine weichere Verhandlungslinie als zuvor kursieren.
21:45 Uhr
Spanischer Ex-Soldat: Ukrainische Truppen bombardieren beim Rückzug alles
Beim Rückzug hätten ukrainische Einheiten systematisch alles bombardiert, was hinter ihnen zurückgeblieben sei, und dabei auch Zivilisten getötet. Dies sagte ein ehemaliger spanischer Soldat, der in den Reihen der russischen Armee kämpfte, gegenüber RIA Nowosti. Er wollte anonym bleiben.
"Ich habe mit eigenen Augen all die Gräueltaten gesehen, die sie begangen haben. Zum Beispiel haben sie Frauen erschossen, die einfach nur versucht haben, ihre Schafe auf dem Feld zu füttern."
Zudem habe er gesehen, wie Märkte bombardiert wurden, auf denen Zivilisten einkaufen gingen. Dort habe es keinerlei militärische Ziele gegeben. Seinen Worten zufolge setzten die ukrainischen Truppen überwiegend auf eine Taktik der "verbrannten Erde".
"Jedes Mal, wenn sie sich zurückzogen, bombardierten sie alles, was sie zurückließen: Dörfer, Umspannwerke, Wasserstationen und so weiter – damit nichts übrig bleibt."
21:35 Uhr
Weißes Haus: Trump hofft weiterhin auf Lösung des Ukraine-Konflikts
US-Präsident Donald Trump hat die Hoffnung auf eine politische Regelung des Ukraine-Konflikts noch nicht aufgegeben. Dies erklärte die Sprecherin des Weißen Hauses, Karoline Leavitt, am Montag. Zugleich erklärte sie, Trump werde über den Verlauf der Ukraine-Verhandlungen regelmäßig von seinen Beratern informiert.
"Natürlich berichten ihm seine Berater, insbesondere Jared Kushner und der Sondergesandte Steve Witkoff."
21:29 Uhr
Medien: Von der Leyen will EU auf möglichen Krieg mit Russland vorbereiten
Laut der britischen Zeitung Telegraph hat EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen Schritte unternommen, um die Schuldenregeln innerhalb der Europäischen Union zu lockern. Damit sollen zusätzliche Verteidigungsausgaben in Höhe von 650 Milliarden Euro finanziert werden. Ziel sei es, die EU-Mitgliedstaaten bis 2030 auf einen möglichen Krieg mit Russland vorzubereiten, berichtet das Blatt.
21:15 Uhr
NATO-Generalsekretär: Wirksamkeit der ukrainischen Luftabwehr nimmt ab
NATO-Generalsekretär Mark Rutte hat vor Abgeordneten des Auswärtigen Ausschusses des Europäischen Parlaments erklärt, dass die Effektivität der ukrainischen Luftabwehr aufgrund eines Mangels an Abfangraketen deutlich nachlasse. Vor diesem Hintergrund werde es für Kiew zunehmend schwieriger, nächtliche Angriffe mit Raketen und Drohnen abzuwehren.
"Das ist mein letzter Punkt hier, und dieser Punkt wurde von einigen von Ihnen aufgebracht. Wie ich bereits erwähnt habe, werden derzeit jede Nacht etwa 20 bis 50 Raketen auf Kiew, Charkow und andere große, sehr große Städte in der Ukraine abgefeuert. Dazu kommen Hunderte Drohnen."
Der Abfanggrad sei gesunken, betonte Rutte. Der Grund dafür liege darin, dass einige der derzeit in der Ukraine eingesetzten Luft- und Raketenabwehrsysteme nicht über ausreichend Abfangraketen verfügten, um die Angriffe wirksam abzuwehren.
21:11 Uhr
Gebiet Belgorod: Zivilist bei ukrainischem Drohnenangriff auf Auto getötet
In der Stadt Schebekino im Gebiet Belgorod ist ein Zivilist durch den Angriff einer ukrainischen Drohne auf ein Auto getötet worden. Dies teilt Gouverneur Wjatscheslaw Gladkow mit. Der Mann erlag seinen Verletzungen noch vor dem Eintreffen des Rettungsdienstes. Laut dem Gouverneur wurde das Fahrzeug beschädigt.
20:55 Uhr
Moderne Kriegsführung aus der Luft: Russische Drohnenpiloten absolvieren Training

Am Freitag, dem 23. Januar 2026, hatte ein Kamerateam die Möglichkeit, ein komplexes Einsatztraining russischer Drohnenpiloten im Gebiet Wladimir zu filmen.
Trainiert wurden Steuerung und Angriffstechniken anhand verschiedener Modelle, darunter "Molnija-2", "WT-40" und "Bumerang". Die "VT-40" wurde nach dem im Jahr 2023 bei einem Anschlag ermordeten Kriegskorrespondenten Wladlen Tatarski benannt.
"Jede Drohne kann alles Mögliche ins Visier nehmen: Ausrüstung, Personal oder beispielsweise eine Art Schutzraum. Es kommt auf den Sprengstoff an. Einige Sprengstoffe eignen sich am besten gegen Personal, andere gegen gepanzerte Fahrzeuge und wiederum andere gegen Betonbunker. Alles hängt davon ab, welche Aufgabe erfüllt werden soll und was das Ziel ist", erklärt einer der Ausbilder.
Das Video dazu gibt es hier auf unserer Webseite.
20:40 Uhr
Explosionen und Stromausfall in ukrainischer Grenzstadt Charkow gemeldet
In der ukrainischen Grenzstadt Charkow gab es Explosionen. Das teilt der Bürgermeister der Stadt, Igor Terechow, auf seinem Telegram-Kanal mit:
"Charkow wurde von Raketen getroffen. Wir klären gerade die Folgen."
Wie die ukrainische Zeitung Strana berichtet, habe es in der Stadt einen teilweisen Stromausfall gegeben, und zwei von drei U-Bahn-Linien seien nun ohne Strom.
Auf Telegram kursieren Videos des Stromausfalls.
Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.
Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.

