Liveticker Ukraine-Krieg: Selenskij kündigt Energienotstand an

14.01.2026 22:00 Uhr
22:00 Uhr
Damit beenden wir für heute den Live-Ticker zur Lage im Ukraine-Konflikt. Morgen früh ab 7 Uhr geht es mit der Berichterstattung weiter. Wir wünschen unseren Lesern trotz aller Spannungen in der Welt eine gute Nacht!
21:59 Uhr
Luftalarm in mehreren ukrainischen Gebieten
In acht Gebieten der Ukraine ist der Luftalarm ausgerufen worden. Dies geht aus Angaben der Online-Karte des ukrainischen Ministeriums für digitale Transformation hervor. Betroffen sind demnach die Gebiete Dnjepropetrowsk, Charkow, Sumy, Poltawa, Tscherkassy, Kirowograd, Nikolajew sowie Tschernigow.
21:26 Uhr
Ukraine: Ex-PM Timoschenko drohen bis zu zehn Jahre Haft wegen Korruption

Julia Timoschenko drohen bis zu zehn Jahre Haft. NABU und SAP durchsuchten ihr Parteibüro in Kiew und veröffentlichten eine Audioaufnahme, in der sie angeblich Stimmen im Parlament "bezahlt" koordinierte. Die Politikerin weist alle Vorwürfe als politisches Manöver zurück.
Das gesamte Video dazu finden Sie hier auf unserer Webseite.
20:51 Uhr
Ukrainische Drohnen greifen Energieinfrastruktur der LVR an
Das ukrainische Militär hat zum zweiten Mal während des Tages die Energieinfrastruktur der Lugansker Volksrepublik (LVR) mit Drohnen angegriffen. Das Ministerium für Treibstoff, Energie und Kohleindustrie der LVR berichtet dazu auf Telegram:
"Kiewer Kämpfer haben wiederholt die Energieinfrastruktur in der LVR angegriffen. Durch den Angriff einer Starrflügler-Drohne kam es zum Brand eines Energieobjekts."
Nach Angaben der Behörde führte der Angriff zu einer Unterbrechung der Stromversorgung in den Gemeindekreisen Krasnodon und Swerdlowsk.
19:52 Uhr
Selenskij kündigt Energienotstand an

Symbolbild: Stromausfall in Kiew am 11. JanuarNurPhoto / Gettyimages.ru Der ukrainische Staatschef Wladimir Selenskij hat einen Notstand im ukrainischen Energiesystem angekündigt. Während einer Sondersitzung bezeichnete er die Folgen der russischen Angriffe als "schwer" und gab bekannt, dass zur Koordinierung der Lage in Kiew ein ganztägiger Stab eingerichtet werden solle. Zudem werde die Regierung der Ukraine die Regeln für Sperrstunden während des kalten Wetters revidieren. Selenskij betonte weiter:
"Wir arbeiten ebenfalls an einer beträchtlichen Steigerung des Stromimports in die Ukraine."
Die Regierung der Ukraine werde die "Zusammenarbeit mit Partnern maximal aktivieren", um zusätzliche Unterstützung und Ausrüstung zu erhalten, so Selenskij weiter.
19:26 Uhr
Russische Luftabwehr schießt weitere ukrainische Drohnen ab
Am Nachmittag des heutigen Mittwochs haben Russlands Luftabwehrtruppen insgesamt 39 ukrainische Starrflügler-Drohnen abgeschossen. Das russische Verteidigungsministerium gibt dazu bekannt, dass zwischen 13:00 und 20:00 Uhr Moskauer Zeit zwölf Drohnen über Gebiet Krasnodar, elf über dem Asowschen Meer, sieben über dem Gebiet Belgorod, vier über dem Gebiet Rostow, drei über dem Gebiet Kursk sowie zwei über der Krim zerstört wurden.
18:41 Uhr
Militärexperte: Befreiung Komarowkas leitet Bildung einer Pufferzone ein
Die Befreiung der Ortschaft Komarowka im Gebiet Sumy zeugt von der Intensivierung von Kämpfen an einem neuen Frontabschnitt, sagt der Militärexperte Andrei Marotschko. Gegenüber der Nachrichtenagentur TASS führte er aus, dass damit eine neue Pufferzone bei der Stadt Gluchow gebildet werde:
"Komarowkas Befreiung zeigt, dass Russlands Streitkräfte einen neuen Frontabschnitt eröffnet haben. Dieser Abschnitt war nämlich seit längerer Zeit statisch gewesen. Unsere Truppen befanden sich an der Grenze zwischen der Russischen Föderation und dem Gebiet Sumy, rückten also nicht vor. Jetzt begann sich allerdings an diesem Abschnitt eine Pufferzone nordöstlich von Gluchow auszubilden."
Russlands Verteidigungsministerium hatte die Befreiung von Komarowka zuvor am Vormittag des heutigen Mittwochs bekannt gegeben.
17:55 Uhr
Ukrainisches Militär verlegt Truppen vom Frontabschnitt Donezk nach Saporoschje und Charkow
Die ukrainische Armee versucht, verlorenes Gelände in den Gebieten Saporoschje und Charkow zurückzugewinnen, indem sie Truppen vom Frontabschnitt Donezk in diese Gebiete verlegt, berichtet die Nachrichtenagentur TASS. Die Agentur zitiert dazu eine Quelle bei den russischen Militärstrukturen:
"Das ukrainische Militär versucht eine Gegenoffensive bei Saporoschje und im Gebiet Charkow. Das Ziel besteht in der Wiederherstellung der Autorität des Kiewer Regimes und der ukrainischen Armeeführung vor dem Hintergrund von Niederlagen an der Front. Damit sollen vorher verlorene Gebiete wieder unter Kontrolle gebracht werden. Die ukrainische Armeeführung stockt gegenwärtig aktiv Sturmverbände auf und verlegt Kräfte vom Donezker Frontabschnitt."
Die Quelle gab weiter bekannt, dass diese Truppenverlegungen den russischen Einheiten bekannt sind und entsprechende Gegenmaßnahmen ergriffen würden:
"Schon jetzt werden gegnerische Logistikrouten und Versammlungsorte angegriffen. Ukrainische Gegenangriffsversuche werden nur zu weiteren Personal- und Technikverlusten von ihrer Seite führen."
17:18 Uhr
EU-Kommissar: USA werden am IWF-Programm für Ukraine nicht teilnehmen
Die Vereinigten Staaten werden mit großer Wahrscheinlichkeit nicht an einem Programm des Internationalen Währungsfonds teilnehmen, in dessen Rahmen der Ukraine Garantien in Höhe von 8,1 Milliarden US-Dollar gewährt werden sollen. Dies meldet der EU-Kommissar für Wirtschaftlichkeit und Produktivität, Valdis Dombrovskis. Während einer Pressekonferenz führte er dazu aus:
"Gegenwärtig bereitet der IWF eine weitere Etappe des Programms für die Ukraine im Umfang von etwa 8,1 Dollar vor. Was Garantien angeht, existieren im Grunde zwei Typen von Garantien, die der IWF benötigt.
Erstens ist dies die Deckung des Finanzierungsfehlbetrags der Ukraine, und diese Arbeit läuft nach Plan. Zweitens ist dies die Frage von Garantien der Zahlungsfähigkeit nach dem eigentlichen IWF-Programm, und dabei besteht die Frage nach der Teilnahme der USA an der Gewährung von Rückzahlungsgarantien. Gegenwärtig sind die Signale so, dass es unwahrscheinlich ist, auch wenn die endgültige Entscheidung der USA noch aussteht und zum Monatsende gefällt wird."
Dombrovskis fügte weiter hinzu, dass andere offizielle Kreditgeber innerhalb und außerhalb der EU bereit seien, eine eventuelle Nichtteilnahme der USA zu kompensieren.
16:44 Uhr
Tallinn schlägt EU-Einreiseverbot für Teilnehmer der militärischen Sonderoperation vor
Estland plane, auf dem nächsten Treffen der EU-Außenminister Ende Januar ein Verbot der Erteilung von Schengen-Visa und Aufenthaltsgenehmigungen für alle Militärangehörigen, die an der militärischen Sonderoperation in der Ukraine beteiligt sind, zu erörtern. Dies berichtet ERR unter Berufung auf Estlands Außenminister Margus Tsahkna. Am Montag erklärte der Politiker, Tallinn habe die Einreise für 260 russische Militärangehörige verboten, die an der militärischen Sonderoperation beteiligt sind.
Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.
Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.

