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Liveticker Ukraine-Krieg: Kiew erwägt Verschärfung der Mobilmachung

Russland führt gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine Militäroperation in der Ukraine durch. Der Westen reagiert mit immer neuen Waffenlieferungen an die Ukraine und beispiellosen Sanktionen gegen Russland. Lesen Sie hier die neuesten Entwicklungen.
  • 1.05.2026 21:28 Uhr

    21:28 Uhr

    TASS: Kiewer Polizisten ziehen wegen Drohungen aufs Land

    Mitarbeiter der Kiewer Polizei verlassen massenhaft den Dienst und ziehen in andere Regionen der Ukraine wegen Drohungen durch Einheimische, deren Verwandte gewaltsam mobilisiert wurden. Die Nachrichtenagentur TASS zitiert dazu eine Quelle bei russischen Sicherheitsstrukturen:

    "Polizisten suchen nach Anstellungen in anderen Regionen im Westen der Ukraine und versuchen, aus Gesundheitsgründen zu kündigen und sich sogar in frontnahe Städte versetzen zu lassen."

    Der Gesprächspartner der Agentur erklärt, dass diese Reaktionen unter anderem auf den Amoklauf in der ukrainischen Hauptstadt zurückzuführen ist, bei dem ein Mann am 18. April Feuer auf Passanten eröffnete. Tiefere Gründe liegen laut der Quelle allerdings darin, dass Polizisten Drohungen von Menschen erhalten, deren Verwandte oder Freunde sie gewaltsam mobilisiert hatten. Kiew verwandele sich inzwischen in den größten Zufluchtsort für Deserteure aus dem ukrainischen Militär, die sich in einer Großstadt leichter verstecken können. Im Hinblick darauf verstehen die Polizisten, dass sie im Fall des Ausbruchs von Protesten zum ersten Ziel werden.

  • 20:48 Uhr

    Zwangsrekrutierung: Selenskijs Häscher packen Vater im Kindergarten

    Im Westen der Ukraine, in der Stadt Lwow, haben Beamte des Territorialen Zentrums für Rekrutierung einen Mann direkt auf dem Gelände eines Kindergartens vor den Augen der entsetzten Kinder zwangsrekrutiert.

    Das gesamte Video finden Sie hier auf unserer Webseite.

  • 20:16 Uhr

    Gebiet Belgorod: Zivilist bei ukrainischem Drohnenangriff verwundet

    Ein Bewohner des Gebiets Belgorod hat Verwundungen erlitten, nachdem das ukrainische Militär sein Auto angegriffen hatte. Wjatscheslaw Gladkow, der Gouverneur des Gebiets, berichtet dazu:

    "Im Dorf Nowaja Tawolschanka im Bezirk Schebekino hat eine FPV-Drohne einen Pkw angegriffen, ein Mann erlitt Verwundungen."

    Gladkow fügt hinzu, dass weitere Drohnenangriffe in den Bezirken Schebekino, Krasnaja Jaruga, Graiworon, Belgorod und Waluiki verzeichnet wurden. Dabei kamen keine weitere Personen zu Schaden, allerdings wurden mehrere Gebäude und Fahrzeuge beschädigt.

  • 19:30 Uhr

    Medien: Kiew will mehr Rekruten – Änderung von Mobilmachung erwogen

    Die Behörden in der Ukraine könnten die Quote der Freistellung von der Mobilmachung reduzieren, berichtet das Nachrichtenportal Strana.ua mit Verweis auf Quellen in der Regierung. Dadurch bekäme die Armee zusätzlich 350.000 bis 400.000 Rekruten.

    Aktuell dürfen 50 Prozent der Mitarbeiter "kritischer Betriebe" von der Mobilmachung freigestellt werden. Diese Quote könnte auf 30 Prozent verringert werden. Außerdem seien Mitarbeiter von Rüstungs- und Energiebetrieben von der Rekrutierung vollständig befreit, diese Regelung sollte unverändert bleiben. Die Gesamtzahl der Freigestellten belaufe sich auf rund 1,3 Millionen Menschen.

    Eine endgültige Entscheidung gebe es noch nicht, betont Strana.ua. Vor allem spreche sich der Wirtschaftsflügel der ukrainischen Regierung dagegen aus, während das Präsidentenbüro soziale Spannungen befürchte.

  • 18:47 Uhr

    Kaja Kallas: "EU sollte Russland nicht anbetteln"

    In einer Pressekonferenz im estnischen Kuressaare hat sich die Hohe Vertreterin der EU, Kaja Kallas, am Donnerstag neben den Außenministern der nordischen und baltischen Staaten erneut auf maximale Konfrontation gegenüber Moskau eingeschossen.

    Die EU solle sich nicht demütigen und Russland um Gespräche bitten, sondern Moskau konsequent in die Defensive drängen – statt als Bittsteller aufzutreten.

    Ein Video dazu gibt es hier auf unserer Webseite.

  • 18:02 Uhr

    Medien: Serbische und bosnische Unternehmen liefern Militärgüter an Ukraine

    Serbische Unternehmen setzen trotz eines entsprechenden von Belgrad verhängten Verbots Lieferungen militärischer Güter an Kiew fort. Die Nachrichtenagentur RIA Nowosti zitiert dazu eine informierte Quelle:

    "Lieferungen von militärischer Produktion aus Serbien und Bosnien und Herzegowina an die Ukraine gehen über Drittstaaten weiter."

    Der Gesprächspartner der Agentur betonte, dass bisher kein serbisches Unternehmen wegen illegaler Lieferungen bestraft worden sei, weswegen das Verbot wie eine Formalität ohne drohende Folgen wirke. Zur Umgehung des Verbots erfolge die abschließende Fertigung in Drittländern, erklärte die Quelle und führte dazu aus:

    "Insbesondere handelt es sich um die Absichten des serbischen Unternehmens Zenitprom d.o.o., dem ukrainischen Militär 50.000 Raketengeschosse im Kaliber 122 Millimeter für Grad-Mehrfachraketenwerfer zu liefern. An diesem Schema ist die slowenische Firma IZOP-K d.o.o. beteiligt, die Zenitprom d.o.o. mit Munitionskomponenten versorgt, darunter 5.000 Zünder aus der Produktion des bosnischen Unternehmens Binas d.d. Gemeinsam mit serbischen Bauteilen sollen sie nach Polen zur Endfertigung geschickt werden."

  • 17:30 Uhr

    Weitere ukrainische Drohnen über Russland zerstört

    Einheiten der russischen Flugabwehr haben 100 unbemannte Flugzeuge der Ukraine abgefangen und zerstört. Laut dem russischen Verteidigungsministerium wurden die Drohnen über den Gebieten Belgorod, Brjansk, Kaluga, Kursk, Orjol, Smolensk, Tula, Moskau sowie über dem Gebiet Krasnodar, der Teilrepublik Krim und dem Asowschen Meer vom Himmel geholt. Alle Flugziele wurden zwischen 8 und 17 Uhr Moskauer Zeit neutralisiert.

  • 16:53 Uhr

    Gebiet Saporoschje: Energodar seit fast einem Tag ohne Strom

    Die Stadt Energodar im Gebiet Saporoschje ist bereits seit fast 24 Stunden ohne Stromversorgung, teilt Bürgermeister Maxim Puchow mit. Ihm zufolge werden medizinische Einrichtungen und Systeme der Wasserversorgung mit Strom versorgt. Es bestehe kein Mangel an Vorräten und Lieferungen von Treibstoff für Dieselgeneratoren.

    Ein Krisenstab koordiniert den Betrieb aller städtischen Dienste, Reparaturarbeiten dauern rund um die Uhr an, fügt Puchow hinzu.

  • 16:09 Uhr

    Neue Enthüllungen belasten Selenskij schwer – seine Rolle beim Nord-Stream-Anschlag

    Wladimir Selenskij steht unter starkem Verdacht: Er war nicht nur über den Nord-Stream-Anschlag informiert, er soll ihn anfangs aktiv unterstützt haben. Der spätere Stopp-Befehl wirkt wie eine Alibi-Handlung – besonders da er schlicht ignoriert wurde. Zweifel an seiner Aufrichtigkeit sind berechtigt.

    Mehr dazu lesen Sie hier auf unserer Webseite.

  • 15:32 Uhr

    Cherson und Saporoschje: Drei Jugendliche bei ukrainischem Drohnenangriff verletzt

    Bei einem ukrainischen Drohnenangriff an der Grenze der Gebiete Cherson und Saporoschje sind drei Minderjährige verletzt worden. Laut den regionalen Behörden schlug das unbemannte Flugzeug in den Hof eines Wohnhauses ein.

    Zwei Jungen im Alter von zehn und elf Jahren wurden ins Krankenhaus in Simferopol eingeliefert. Ein 15-jähriger Verletzter befindet sich noch in kritischem Zustand. Er soll nach Simferopol gebracht werden, sobald sich sein Zustand stabilisiert hat.

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Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.