Liveticker Ukraine-Krieg – Lawrow: Russland trägt keine Schuld an Angriffen auf zivile Infrastruktur

5.02.2026 22:00 Uhr
22:00 Uhr
Damit beenden wir für heute den Live-Ticker zur Lage im Ukraine-Konflikt. Morgen früh ab 7 Uhr geht es mit der Berichterstattung weiter. Wir wünschen unseren Lesern trotz aller Spannungen in der Welt eine gute Nacht!
21:55 Uhr
Dmitrijew: Europäische Kriegstreiber torpedieren Ukraine-Friedensgespräche

Am Donnerstag, dem 5. Februar 2026, hat in Abu Dhabi der zweite Tag der zweiten Verhandlungsrunde zwischen den Delegationen Russlands, der USA und der Ukraine stattgefunden. Kirill Dmitrijew, Sonderbeauftragter des russischen Präsidenten, äußerte sich zu den laufenden Friedensgesprächen.
Auf die Frage, ob es Fortschritte in Richtung eines Friedensabkommens gebe, hob Dmitrijew die seiner Meinung nach europäischen Bemühungen hervor, die Diplomatie zu torpedieren, um wörtlich zu erklären:
"Wissen Sie, ein gewisser Indikator dafür könnte sein, dass die Kriegstreiber aus Europa, Großbritannien, ständig versuchen, diesen Prozess zu behindern, ständig versuchen sie, sich einzumischen."Ein Video dazu gibt es hier auf unserer Webseite.
21:45 Uhr
Lawrow: Russland trägt keine Schuld an Angriffen auf zivile Infrastruktur

Der Außenminister der Russischen Föderation, Sergei Lawrow.Sergei Gunejew/RIA Nowosti / Sputnik Russland habe nie damit begonnen, zivile Einrichtungen anzugreifen. Zunächst seien es die ukrainischen Streitkräfte gewesen, die Energie- und andere zivile Objekte ins Visier genommen hätten, erklärte Außenminister Sergei Lawrow. Dies sagte er in einem Interview mit Rick Sanchez für RT anlässlich des Tages der Diplomaten.
"Was die Forderungen zu einem Waffenstillstand betrifft: Jetzt wird eine Hysterie inszeniert, als ob wir Städte unmenschlich vom Strom abschneiden, die Menschen leiden, frieren, Russland greift Energieanlagen an. Wir haben diese Aktionen nie begonnen. Es waren die Ukrainer, die zuerst Energie- und andere zivile Objekte, darunter Wohnhäuser, Geschäfte und Krankenhäuser, angegriffen haben. Vor einem Jahr wurde ein Personenzug ohne jeglichen militärischen Bezug gesprengt."
Der Außenminister betonte zudem, dass Russland bereits zahlreiche Beispiele guten Willens gezeigt habe.
21:36 Uhr
Über 42.000 Kosaken nahmen an militärischer Sonderoperation teil
Mehr als 42.000 Kosaken haben nach Angaben russischer Behörden an der militärischen Sonderoperation teilgenommen. Dies teilt Wiktor Wodolazki, Erster stellvertretender Vorsitzender des Duma-Ausschusses für GUS-Angelegenheiten, eurasische Integration und Beziehungen zu Landsleuten, gegenüber der Nachrichtenagentur TASS mit.
Demnach wurden bislang elf an der Sonderoperation beteiligte Kosaken zu Helden Russlands ernannt. Mehr als 100 weitere erhielten den Tapferkeitsorden. Derzeit sind rund 18.000 Kosaken Teil freiwilliger Einheiten sowie der Strukturen des russischen Verteidigungsministeriums und erfüllen weiterhin Aufgaben im Einsatzgebiet.
21:30 Uhr
Moskalkowa: Hinweise auf Folter und Tod russischer Kriegsgefangener in ukrainischer Haft
Die russische Seite verfügt über Informationen zu Fällen, in denen Soldaten der russischen Streitkräfte in ukrainischer Gefangenschaft gefoltert wurden und ums Leben kamen. Dies erklärte die russische Menschenrechtsbeauftragte Tatjana Moskalkowa gegenüber TASS.
"Unsere Kriegsgefangenen berichten, dass ihnen nicht immer die medizinische Hilfe gewährt wurde, die tatsächlich hätte helfen und Leben retten können. Uns liegen Hinweise auf eklatante Fälle vor, in denen unsere Kriegsgefangenen gefoltert wurden und starben."
Sie betonte, dass sie von russischer Seite weiterhin "strikt auf die Unzulässigkeit einer solchen Behandlung von Kriegsgefangenen bestehen" werde. Dies verstoße nicht nur gegen das internationale humanitäre Recht, sondern auch gegen grundlegende menschliche Moralvorstellungen, fügte sie hinzu.
21:22 Uhr
Witkoff: Gespräche in Abu Dhabi konstruktiv und auf Frieden ausgerichtet
Die trilateralen Gespräche zur Ukraine in Abu Dhabi sind laut dem US-Sondergesandten Steve Witkoff konstruktiv verlaufen und auf eine Friedenslösung ausgerichtet. Er schrieb dazu im Netzwerk X:
"Über zwei Tage hinweg führten die Delegationen umfassende Gespräche über noch offene Fragen, darunter Wege zur Umsetzung eines Waffenstillstands sowie Mechanismen zur Überwachung der Einstellung der Kampfhandlungen."
Wie Witkoff zuvor mitteilte, einigten sich die Teilnehmer der Gespräche zudem auf einen Austausch von Kriegsgefangenen. Die Verhandlungen bezeichnete der US-Sondergesandte insgesamt als detailliert und produktiv.
Die Delegationen vereinbarten, die Ergebnisse der Gespräche in ihren jeweiligen Hauptstädten vorzustellen und den Dialog in den kommenden Wochen fortzusetzen.
21:11 Uhr
Gebiet Charkow: Mann stirbt bei ukrainischem Drohnenangriff
Ein Einwohner des Dorfes Iwanowka im Gebiet Charkow ist bei einem Angriff einer ukrainischen Drohne ums Leben gekommen. Dies teilt der Leiter der russischen Verwaltung des Gebiets Charkow, Witali Gantschew, auf Telegram mit:
"Der 1994 geborene Mann befand sich im Hof seines Hauses und erlitt nach dem Angriff einer FPV-Drohne schwere Splitterverletzungen, denen er erlag."
Nach seinen Angaben wurde bei einem weiteren Drohnenangriff auch ein Einwohner des Dorfes Tawolschanka verletzt.
20:59 Uhr
Lawrow: Russland will neutrale und freundliche Ukraine als Nachbar
Russland könne sich eine Ukraine als Nachbar vorstellen, die neutral und freundlich sei, erklärte Außenminister Sergei Lawrow in einem Interview mit Rick Sanchez für RT anlässlich des Tages der Diplomaten:
"Es sollte eine freundliche Ukraine sein. Nicht unbedingt ein Verbündeter, aber neutral und wohlgesinnt. Das bedeutet Respekt – nicht nur für die Rechte der Bewohner der Gebiete, die bei der Ukraine verbleiben, sondern auch für ihren Zugang zu zivilisatorischen Gütern wie Wärme, Nahrung und Wasser sowie für grundlegende Menschenrechte, einschließlich Sprache, Bildung und Religion."
Lawrow betonte, dass in der Ukraine, die die Vereinbarungen unterzeichnet, weder das internationale Recht noch die ukrainische Verfassung, die die Rechte nationaler Minderheiten garantiert, verletzt werden dürften.
20:44 Uhr
TV-Interview: Selenskij glaubt nicht an Frieden, sondern an den Endsieg

Wladimir Selenskij im Interview mit "France 2". In einem Interview mit einem französischen Fernsehsender hantierte Wladimir Selenskij mit Zahlen über russische und ukrainische Verluste, die offenkundig nichts mit der Realität zu tun haben. Vielmehr dienen sie einem Zweck: Der ukrainische Präsident will dem Glauben an den "Endsieg" neue Nahrung verschaffen.
Mehr dazu erfahren Sie in diesem Meinungsartikel von Achim Detjen.20:35 Uhr
Lawrow: Westlicher Plan zu "Verstößen" Russlands ist Unsinn
Der Plan des Westens für mögliche "Verstöße" Russlands gegen künftige Ukraine-Abkommen sei reiner Unsinn, erklärte Außenminister Sergei Lawrow.
Zuvor hatte die Financial Times berichtet, dass die USA und die europäischen Staaten angeblich einen mehrstufigen Plan für den Fall vereinbart hätten, dass Russland die Abkommen verletze. Dabei sei sogar der Einsatz amerikanischer Truppen vorgesehen.
"Das ist Unsinn, aber sehr aufschlussreich. Was bedeutet das? Im vergangenen Jahr hat der Westen nur eines gesagt: Es braucht verlässliche Sicherheitsgarantien und einen sofortigen Waffenstillstand. Ohne Lösung der Regelungsfragen würden diese Sicherheitsgarantien aber nur dazu dienen, die Ukraine mit Waffen aufzustocken. Diese Logik haben sie nicht verstanden und nicht reagiert."
Lawrow erinnerte daran, dass US-Präsident Donald Trump öffentlich erklärt habe, dass bei einer Regelung des Ukraine-Konflikts die NATO außen vorbleibe und die Realität "vor Ort" berücksichtigt werden müsse.
"Das wurde alles in Alaska besprochen. Wir haben unseren amerikanischen Kollegen erneut erklärt, dass es uns nicht primär um Territorien geht. Wichtig sind die Menschen, die dort lebten – Russen, die ihre Kinder auf Russisch erzogen und diese Gebiete über Jahrhunderte erschlossen haben."
Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.
Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.


