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Liveticker zum Ukraine-Krieg: Kiew bereitet Provokation durch Überflutung des AKW Saporoschje vor

Russland führt gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine Militäroperation in der Ukraine durch. Der Westen reagiert mit immer neuen Waffenlieferungen an die Ukraine und beispiellosen Sanktionen. Hier lesen Sie die neuesten Entwicklungen.
Liveticker zum Ukraine-Krieg: Kiew bereitet Provokation durch Überflutung des AKW Saporoschje vorQuelle: Sputnik © Konstantin Michaltschewski

  • 5.10.2022 22:55 Uhr

    22:55 Uhr

    Damit beenden wir für heute den Live-Ticker zur Lage im Ukraine-Konflikt. Morgen früh ab 7 Uhr geht es mit der Berichterstattung weiter. Wir wünschen unseren Lesern trotz aller Spannungen in der Welt eine gute Nacht!

  • 22:54 Uhr

    Puschilin: Lage in der Nähe der Kremennaja-Siedlung in der LVR stabilisiert sich

    Die Lage in der Nähe der Siedlung Kremennaja in der Volksrepublik Lugansk stabilisiert sich, und die verbündeten Einheiten bauen in dem Gebiet Befestigungen. Dies erklärte der amtierende Chef der Donezker Volksrepublik, Denis Puschilin, am Mittwoch. In der Rede im Fernsehsender Rossija 1 sagte er:

    "Die schwierigste Richtung ist im Moment das Gebiet Krasny Liman. Nach den bekannten Ereignissen bauen unsere Einheiten eine Befestigungslinie in der Nähe der Siedlung Kremennaja auf. Und die Situation kann im Moment als stabilisiert bezeichnet werden."

    Am 1. Oktober hatte der Sprecher des russischen Verteidigungsministeriums, Generalleutnant Igor Konaschenkow, gemeldet, dass sich die Truppen wegen der drohenden Einkreisung aus Krasny Liman in der Volksrepublik Donezk zurückgezogen hätten. Ihm zufolge zogen sie sich auf günstigere Positionen zurück. Er wies auch darauf hin, dass die russischen Streitkräfte über 200 ukrainische Soldaten in Richtung Krasny Liman vernichtet hätten, aber der Feind habe Reserven herangezogen und die Offensive mit einer deutlichen Überlegenheit an Mitteln fortgesetzt.

  • 22:29 Uhr

    Josep Borrell: Am 17. Oktober kann Ausbildungsmission für ukrainische Armee gestartet werden

    Am 17. Oktober könnte eine EU-Ausbildungsmission für die ukrainischen Streitkräfte ins Leben gerufen werden. Dies erklärte der EU-Diplomatiechef Josep Borrell. Wörtlich hieß es:

    "Ich hoffe, dass wir bei der nächsten Sitzung des EU-Rates für Auswärtige Angelegenheiten am 17. Oktober unsere Ausbildungsmission für die ukrainischen Streitkräfte offiziell starten können."

    Zuvor teilte Borrell mit, es handele sich dabei um eine europaweite Mission, bei der EU-Militärausbilder die ukrainische Armee im Umgang mit westlichem Militärgerät ausbilden würden, und zwar nicht in der Ukraine, sondern in einem Nachbarland.

  • 22:02 Uhr

    NYT: USA glauben, dass Kiew hinter Mord an Darja Dugina steckt

    Die New York Times berichtet unter Berufung auf einen Bericht innerhalb der US-Regierung von letzter Woche, dass US-Geheimdienste davon ausgingen, die ukrainischen Behörden würden hinter der Ermordung der russischen Journalistin und politischen Analytikerin Darja Dugina stecken.

    Mitglieder der ukrainischen Regierung hätten gebilligt, einen Bombenanschlag auf das Auto von Darja Dugina auszuführen, soll es in dem Bericht heißen. Die Zeitung behauptet, hätten die USA von den Plänen der ukrainischen Regierung gewusst, so hätten sie die Ukraine vor diesem Schritt gewarnt.  

    Darja Dugina vertarb am Abend des 20. August bei einem Anschlag mit einer Autobombe im Gebiet Moskau. Später erklärte der russische Inlandsgeheimdienst FSB, dass das Verbrechen aufgeklärt worden sei. Somit sei laut den Ermittlungen des FSB die Explosion von den ukrainischen Sonderdiensten geplant worden. Die unmittelbare Täterin sei ukrainische Staatsbürgerin und heiße Natalja Wowk.

  • 21:30 Uhr

    Gebietsverwaltung Saporoschje: Kiew bereitet Provokation durch Überflutung des AKW Saporoschje vor

    Der Vorsitzende der Bewegung "Wir sind zusammen mit Russland" Wladimir Rogow erklärte gegenüber TASS, die Ukraine sammele Informationen über die Möglichkeit unkontrollierter Wasserableitungen aus Wasserkraftwerken, um so mit der Überflutung des Atomkraftwerks Saporoschje eine Havarie zu inszenieren.

    Demnach habe der Sicherheitsdienst der Ukraine (SBU) in den letzten drei Wochen Informationen gesammelt, über welche Möglichkeiten das Kernkraftwerk im Falle eines unkontrollierten Wasserabflusses aus der Kaskade der im Einzugsbereich gelegenen Wasserkraftwerkskaskade verfügt. Es handelt sich um die Wasserkraftwerke Krementschugskaja, Srednedneprowskaja und das nächstgelegene Wasserkraftwerk Dnepr direkt in Saporoschje. Rogow fügte hinzu:

    "Dies deutet darauf hin, dass Provokationen vorbereitet werden, um das Wasserkraftwerk am Dnepr zum Einsturz zu bringen oder die Schleusen zu öffnen."

    Er erklärte auch:

    "Aber das Hauptziel ist es, das AKW Saporoschje zu überfluten."

    Rogow zufolge forderte der SBU unter anderem von Igor Muraschow, dem ehemaligen Leiter des Kernkraftwerks Saporoschje, Informationen über die Möglichkeiten der Wasserverklappung. Er stellte klar, dass all dies auf Ersuchen der britischen Sonderdienste geschah, und sagte:

    "Diese Informationen werden vom SBU auf jede erdenkliche Art und Weise gesucht. Sie verlangten Daten über die Übung zur Simulation dieser Situation (Wassereinleitung) aus den sowjetischen Archiven, die im AKW Saporoschje von dem nun ehemaligen Generaldirektor Muraschow hinterlassen wurden."

    Rogow sagte, dass der ukrainische Sicherheitsdienst bereits eine Situation modelliert habe, in der das Küstengebiet von Saporoschje von einer riesigen, mindestens zwanzig Meter hohen Welle überflutet würde, die sich mit einer Geschwindigkeit von mehr als 17 Meter pro Sekunde, also schneller als 60 Kilometer pro Stunde, nähern würde. Mindestens vier Bezirke der Stadt werden davon schwer betroffen sein. In den dann voraussichtlich betroffenen Gebieten leben nicht Zehntausende, sondern Hunderttausende von Menschen, so Rogow.

  • 21:11 Uhr

    Jens Stoltenberg lobt "beeindruckende Leistungen" der ukrainischen Armee

    NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg hat mit dem ukrainischen Präsidenten Wladimir Selenskij telefoniert und "beeindruckenden Leistungen" der ukrainischen Armee gelobt. Stoltenberg schrieb auf Twitter:

    "Ich hatte Telefongespräch mit Präsident Selenskij und lobte das tapfere ukrainische Volk und die ukrainischen Streitkräfte für ihre beeindruckenden Leistungen bei der Befreiung ihres Landes von den russischen Aggressoren."  

    Am 5. Oktober meldete der Pressedienst der DVR-Volksmiliz, dass die ukrainischen Truppen einige Erfolge in Richtung Krasny Liman erzielt hätten, jedoch die Hauptaufgabe, russische Truppen einzukesseln, nicht erreicht hätten. Die Ukraine versuche nun, in die Offensive auf die Stadt Swatowo in der LVR zu gehen.

  • 20:49 Uhr

    NATO erklärt neuen Gefechtsverband an Ostflanke für einsatzbereit

    Der zum besseren Schutz der Ostflanke aufgebaute NATO-Gefechtsverband in der Slowakei ist einsatzbereit. Wie das Verteidigungsbündnis am Mittwoch mitteilte, hat die multinationale Kampftruppe bei der jüngst beendeten Übung Strong Cohesion ("Starker Zusammenhalt") gezeigt, dass sie ihre Aufgaben erfüllen kann. Diese folgte auf mehrere Monate der Vorbereitung.

    Beteiligt an dem neuen Gefechtsverband in der Slowakei ist auch Deutschland. Die Bundeswehr war nach Ende September nach eigenen Angaben mit etwa 550 Soldatinnen und Soldaten in dem westlich der Ukraine gelegenen EU-Staat präsent. Zudem sind Tschechien, die Vereinigten Staaten, Slowenien und das Gastland Slowakei mit dabei.

    Die Verstärkung der NATO-Ostflanke erfolgt in Reaktion auf die russische Sonderoperation in der Ukraine. In der Slowakei umfasst die Verstärkung nach Zahlen aus dem Monat Juli rund 1.100 Soldaten aus anderen NATO-Staaten sowie 13.500, die vom Gastland gestellt werden. Weitere Verstärkungen gibt es in den drei baltischen Staaten Estland, Lettland und Litauen sowie in Ungarn, Rumänien und Bulgarien.

  • 20:37 Uhr

    Russland bestätigt Einsatzbereitschaft von Nord Stream 2

    Der mutmaßliche Sabotageakt gegen die beiden Ostsee-Pipelines Nord Stream 1 und 2 hat nach Angaben aus Moskau offenbar eine Röhre der von Russland vorbereiteten Leitung Nord Stream 2 verschont. Am Mittwoch sagte der russische Energieminister Alexander Nowak im Staatsfernsehen:

    "Was Nord Stream 2 betrifft, so ist diese Pipeline bisher nach vorläufiger Einschätzung tatsächlich technisch in einem geeigneten Zustand."

    Er bot erneut an, durch diese Leitung russisches Erdgas nach Mittel- und Westeuropa zu liefern. Zugleich forderte er die Beteiligung Russlands an den Ermittlungen zur Sabotage an den beiden Leitungen in der Ostsee.

    Ende September kam es in der Ostsee zu mehreren Explosionen an den beiden Pipelines Nord Stream 1 und Nord Stream 2. Dabei wurden beide Stränge der Pipeline Nord Stream 1 und ein Strang von Nord Stream 2 leck geschlagen. Experten gehen von einem staatlichen Sabotageakt aus. Russlands Präsident Wladimir Putin hatte zuletzt das Vereinigte Königreich und/oder die USA hinter dem Anschlag auf die beiden Gasleitungen vermutet. Diese Staaten seien die Profiteure des Sabotageakts, stellte er fest. In die Pipeline Nord Stream 1 wurde vonseiten Russlands seit Anfang September kein Erdgas mehr gepumpt – und zwar angeblich wegen technischer Gründe, die infolge der Sanktionen nicht zu beheben seien.

    Zeitgleich bot Moskau immer wieder Nord Stream 2 als betriebsbereite und unter Druck stehende Ausweichlösung an, deren Betriebsgenehmigungsverfahren allerdings von Deutschland im Februar endgültig gestoppt wurde. Nach der vorläufigen Unterbrechung der Nutzbarkeit von Nord Stream 1 hat der Energieminister Nowak nun erneut auf die teilweise Betriebsbereitschaft von Nord Stream 2 verwiesen. Gaslieferungen seien jederzeit möglich, wenn erforderlich und gewünscht, betonte der Minister.

  • 19:58 Uhr

    Putin: Anlagen des AKW Saporoschje werden in föderales Eigentum überführt

    Der russische Präsident Wladimir Putin hat angeordnet, dass die Anlagen des Kernkraftwerks Saporoschje in das Bundeseigentum der Russischen Föderation überführt werden sollen, wie TASS berichtet. In dem Dokument aus der Präsidialverwaltung heißt es:

    "Die russische Regierung wird dafür sorgen, dass die nuklearen Anlagen des Kernkraftwerks Saporoschje und andere für den Betrieb notwendige Güter in föderales Eigentum überführt werden."

    Putin wies die Regierung außerdem an, das Kernkraftwerk Saporoschje als ein einheitliches, staatliches Bundesunternehmen zu gründen, um die Sicherheit seiner Anlagen zu gewährleisten.

    In einzelnen Klauseln des Dekrets wird die russische Regierung beauftragt, die Aspekte im Zusammenhang mit der Regulierung des AKW Saporoschje für den Zeitraum bis 2028 festzulegen. Insbesondere soll das Kabinett die Einzelheiten der Verwendung finanzieller und sonstiger Ressourcen zur Gewährleistung der Sicherheit des Kernkraftwerks und der Erteilung von Lizenzen für das Recht auf Arbeit festlegen. Der Staatschef beauftragte außerdem, die Einzelheiten der staatlichen Aufsicht über die Sicherheit im Atomkraftwerk zu überdenken.

    Darüber hinaus wird in dem Erlass der Status der Betriebsorganisation des AKW Saporoschje festgelegt. Dem Erlass zufolge bleiben die Genehmigungen, die dem Kernkraftwerks Saporoschje und seinen Mitarbeitern vor dem 30. September erteilt wurden, so lange gültig, bis neue Genehmigungen in Übereinstimmung mit den russischen Rechtsvorschriften erteilt werden.

  • 19:31 Uhr

    Lokale Behörden: Ausländische Söldner und Ukrainer erschießen Einwohner im Gebiet Charkow

    Ukrainische Soldaten und ausländische Söldner sollen im Gebiet Charkow Zivilisten erschossen haben. Dies erklärte Witali Gantschew, der Leiter der militärisch-zivilen Verwaltung des Gebiets. Wörtlich teilte er mit:

    "Nationalistische ukrainische Formationen und ausländische Söldner betreiben auf dem Territorium der Ukraine und insbesondere im Gebiet Charkow echte Willkür, indem sie Menschen erschießen, nur weil sie dort unter unserer Regierung leben und das 'besetzte Territorium' – wie sie sagen – nicht verlassen haben."

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