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Liveticker Ukraine-Krieg: Mehr als 200.000 mobilisierte Wehrpflichtige bei der Armee eingetroffen

Russland führt gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine Militäroperation in der Ukraine durch. Der Westen reagiert mit immer neuen Waffenlieferungen an die Ukraine und beispiellosen Sanktionen. Hier lesen Sie die neuesten Entwicklungen.
Liveticker Ukraine-Krieg: Mehr als 200.000 mobilisierte Wehrpflichtige bei der Armee eingetroffen© Ilja Pitaljow

  • 4.10.2022 21:13 Uhr

    21:13 Uhr

    Selenskij verweigert der Krim, den Volksrepubliken Donezk und Lugansk sowie Saporoschje und Cherson die Anerkennung als Teile Russlands

    Der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij hat sein Dekret Nummer 687/2022 über die Nichtanerkennung der Ukraine jener Dokumente des russischen Präsidenten unterzeichnet, nach denen die Halbinsel Krim, die Volksrepubliken Donezk und Lugansk (DVR und LVR) sowie die Gebiete Saporoschje und Cherson nunmehr zur Russischen Föderation gehören. Das Dokument wurde am Dienstag in Kiew auf der Website des ukrainischen Präsidenten veröffentlicht. Darin heißt es sinngemäß wörtlich:

    "Die Dekrete des Präsidenten der Russischen Föderation Nr. 147 vom 17. März 2014, Nr. 71 vom 21. Februar 2022, Nr. 72 vom 21. Februar 2022, Nr. 685 vom 29. September 2022 und Nr. 686 vom 29. September 2022 sowie alle anderen Entscheidungen, Handlungen und Vereinbarungen, die auf der Grundlage der genannten Dekrete des Präsidenten der Russischen Föderation angenommen, erlassen und abgeschlossen wurden, werden für nichtig, also als nicht rechtswirksam erklärt."

  • 20:46 Uhr

    Wärmekraftwerk Saporoschje in Energodar unter Beschuss

    Die ukrainischen Streitkräfte sollen mit US-amerikanischen Haubitzen vom Typ M777 das Feuer auf die Stadt Energodar eröffnet haben. Unter anderem sei das Wärmekraftwerk Saporoschje angegriffen worden. Darüber informierte am Dienstag Wladimir Rogow als Vertreter der Bewegung "Wir sind zusammen mit Russland". Insgesamt seien mehr als 30 Geschosse auf Energodar abgefeuert worden, berichtete auch die russische Nachrichtenagentur TASS. In einem Video ist der Beschuss des Wärmekraftwerkes Saporoschje durch die ukrainischen Truppen zu erkennen.

  • 20:13 Uhr

    Telefongespräch zwischen Biden und Selenskij: Weitere 625 Millionen US-Dollar für die Ukraine bereitgestellt

    Der Präsident der Vereinigten Staaten Joe Biden hat am Dienstag zusammen mit Vizepräsidentin Kamala Harris ein Telefongespräch mit dem ukrainischen Präsidenten Wladimir Selenskij geführt.

    Biden versicherte der Ukraine, dass die Vereinigten Staaten die neuen russischen Territorien nie anerkennen würden. Außerdem versprach Biden, die Ukraine "so lange wie nötig" weiter zu unterstützen. Der US-Präsident stellte der Ukraine ein neues Sicherheitshilfepaket im Wert von 625 Millionen US-Dollar in Aussicht. Dazu sollen zusätzliche Waffen, Ausrüstung, HIMARS-Mehrfachraketenwerfer, weitere Artilleriesysteme, Munition sowie gepanzerte Fahrzeuge gehören.

    Biden bekräftigte auch die Bereitschaft der USA, Maßnahmen gegen Personen und Länder zu ergreifen, die den Beitritt der ehemaligen Teile der Ukraine zur Russischen Föderation unterstützen. Darüber hinaus wies Präsident Biden auf die anhaltenden Bemühungen der Vereinigten Staaten hin, die Welt zur Unterstützung der Ukraine zu bewegen.

  • 19:52 Uhr

    Seit Beginn der Sonderoperation 5.336 ukrainische Panzer und andere Kampffahrzeuge zerstört

    Die russischen Truppen sollen seit Beginn der militärischen Sonderoperation 5.336 Panzer und andere gepanzerte Kampffahrzeuge der Ukraine vernichtet haben. Dies teilte das Verteidigungsministerium Russlands am Dienstag mit. In der Erklärung heißt es:

    "Insgesamt wurden seit Beginn der militärischen Sonderoperation 312 Flugzeuge, 157 Hubschrauber, 2.145 Drohnen, 379 Flugabwehrraketensysteme, 5.336 Panzer und andere gepanzerte Kampffahrzeuge, 860 Mehrfachraketenwerfer, 3.445 Geschütze sowie Granatwerfer und 6.226 militärische Spezialfahrzeuge zerstört."

  • 19:27 Uhr

    Russische Luftwaffe zerstört Hauptquartier des ukrainischen Luftkommandos Ost bei Dnepropetrowsk

    Die russische Luftwaffe hat das Hauptquartier des ukrainischen Luftkommandos Ost in Dnepropetrowsk zerstört, wie das russische Verteidigungsministerium am Dienstag mitteilte. In der Erklärung hieß es:

    "Am südwestlichen Stadtrand von Dnepropetrowsk hat ein Präzisionsschlag der russischen Luftwaffe das Hauptquartier des ukrainischen Luftkommandos Ost zerstört."

  • 19:00 Uhr

    Selenskijs neues Gesetz: Keine Verhandlungen mit Putin

    Der ukrainische Präsident Wlаdimir Selenskij hat die Entscheidung des Nationalen Sicherheits- und Verteidigungsrates des Landes über die "Unmöglichkeit von Gesprächen mit Wladimir Putin" gebilligt, meldet die Nachrichtenagentur RIA Nowosti. Im Text des Dokuments heiße es auf der Website seines Büros:

    "Der Nationale Sicherheits- und Verteidigungsrat der Ukraine hat beschlossen, die Unmöglichkeit von Gesprächen mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin zu erklären."

    Wie Selenskij bereits betonte, werden nach den Referenden im Donbass jegliche Verhandlungen nur mit einem "anderen Präsidenten" möglich sein. Der Kreml hat erklärt, man werde auf die Bereitschaft der Ukraine zu Friedensgesprächen warten. Der Pressesprecher des russischen Präsidenten Dmitri Peskow merkte zum ukrainischen Präsidenten an:

    "Jetzt werden wir entweder darauf warten, dass der derzeitige Präsident seine Position ändert, oder wir werden darauf warten, dass der künftige Präsident der Ukraine seine Position im Interesse des ukrainischen Volkes ändert."

  • 18:29 Uhr

    Lukaschenko: NATO liefert Kiew Waffen über einen polnischen Flugplatz

    Der weißrussische Präsident Alexander Lukaschenko hat erklärt, dass die NATO-Länder über einen Flugplatz in Polen militärische Ausrüstung an die Ukraine liefern. Er erklärte laut RIA Nowosti:

    "Wir wissen von systematischen Lieferungen von Waffen und militärischer Ausrüstung durch die Vereinigten Staaten und andere NATO-Länder über den polnischen Flugplatz Rzeszów. Jeden Tag treffen dort etwa ein Dutzend, manchmal auch mehr US-Transportflugzeuge ein."

    Der Präsident fügte hinzu, dass einige EU-Länder versuchen, ihr Engagement bei der Unterstützung der ukrainischen Armee zu zeigen, indem sie alte Ausrüstung und Waffen schicken, die sie nicht mehr benötigen und somit "sogenanntes Recycling durchführen", so Lukaschenko.

  • 18:05 Uhr

    Russlands Außenministerium: Ukrainische Sprache wird in den neuen Regionen nicht verboten

    Das Erlernen der ukrainischen Sprache wird in den Donbassrepubliken sowie in den Gebieten Saporoschje und Cherson nicht verboten, erklärte der stellvertretende russische Außenminister Jewgeni Iwanow vor Journalisten. Wie die Nachrichtenagentur RIA Nowosti berichtet, sagte er über die rechtlichen Modalitäten der Verträge mit den neuen russischen Regionen:

    "Das Abkommen legt fest, dass Russisch die Staatssprache ist, aber es verbietet nicht das Erlernen anderer Sprachen."

    Somit wird das Thema Sprache in den neuen russischen Regionen auf die gleiche Weise behandelt wie die mehr als 270 Sprachen in der Russischen Föderation.

  • 17:28 Uhr

    Ukrainische Truppen beschießen Donezk, Gorlowka und Makejewka

    Ukrainischen Artilleristen haben Donezk, Gorlowka und Makejewka beschossen und feuerten dabei 22 Granaten ab. Das teilt die Vertretung der Donezker Volksrepublik beim Gemeinsamen Zentrum für die Kontrolle und Koordinierung von Fragen zu den Kriegsverbrechen der Ukraine mit.

    Beim Beschuss sollen die ukrainischen Truppen Granaten im Kaliber 155 und 120 Millimeter eingesetzt haben.

    Beim Beschuss des Donezker Stadtteils Kuibyschew soll ein Mann ums Leben gekommen sein, erklärte das Hauptquartier der DVR für territoriale Verteidigung. Zuvor wurde berichtet, dass beim Beschuss des Donezker Stadtteils Kirowski eine Frau getötet wurde. Auf den Fotos, die das Hauptquartier veröffentlichte, sind die Zerstörungen zu sehen.

  • 17:01 Uhr

    Mehr als 200.000 Wehrpflichtige im Rahmen der Teilmobilmachung bei den Streitkräften eingetroffen

    Das Verteidigungsministerium hat die Pläne für die verkündete Teilmobilmachung zu mehr als zwei Dritteln erfüllt, teilt der russische Verteidigungsminister Sergei Schoigu laut RIA Nowosti mit:

    "Mehr als 200.000 Menschen sind bis heute bei den Streitkräften eingetroffen."

    "Die Ausbildung des Personals der gebildeten Einheiten wird auf 80 Übungsplätzen und in sechs Ausbildungszentren durchgeführt."

    Behördenvertreter wurden angewiesen, die mobilgemachten Personen mit Bekleidungspaketen und anderen Ausrüstungsgegenständen auszustatten und ihnen militärische Positionen zuzuweisen.

    Schoigu betont, dass die im Rahmen der Teilmobilmachung eingezogenen Soldaten erst nach Erlangung der Kampfbereitschaft zusammen mit den bereits eingesetzten Einheiten in die Gebiete der militärischen Sonderoperation entsandt werden.

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