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Liveticker Ukraine-Krieg: London sichert Kiew Unterstützung "bis zum Sieg" zu

Russland führt gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine Militäroperation in der Ukraine durch. Der Westen reagiert mit immer neuen Waffenlieferungen an die Ukraine und beispiellosen Sanktionen. Hier lesen Sie die neuesten Entwicklungen.
Liveticker Ukraine-Krieg: London sichert Kiew Unterstützung "bis zum Sieg" zu© Aaron Chown/PA Images via Getty Images

  • 4.10.2022 09:30 Uhr

    09:30 Uhr

    Geheimdienstexperte: USA versorgen Kiew mit geheimdienstlichen Informationen über russisches Militär in der Ukraine

    Die USA spionieren russische Stellungen aus und geben diese Informationen an die Ukraine weiter. Darauf wies der Geheimdienstexperte Greg Austin in einem Interview mit dem Spiegel hin. Er sagte, dass die Vereinigten Staaten ein direktes militärisches Eingreifen in den Konflikt vermeiden, aber Kiew mit nachrichtendienstlichen Informationen unterstützen. Austin erklärte:

    "Ich bin mir sicher, dass sehr viele Informationen ausgetauscht werden. Die Amerikaner haben erklärt, dass Russland besiegt werden soll, und wollen sicherstellen, dass es nicht mehr in der Lage ist, ein Land wie die Ukraine zu überfallen. Der beste Weg, das zu erreichen, ist, dass die russischen Streitkräfte auf dem Schlachtfeld dezimiert werden. Obwohl die Vereinigten Staaten militärische Operationen in Russland oder gegen russische Einheiten vermeiden, arbeiten sie mit der Ukraine zusammen, um de facto die russische Kampffähigkeit zu zerstören."

    Außerdem würde Kiew auch von den baltischen Staaten, Polen und dem Vereinigten Königreich mit geheimdienstlichen Informationen versorgt.

  • 08:54 Uhr

    Duma-Sprecher Wolodin: Länder, die Waffen an die Ukraine liefern, ziehen in einen direkten Konflikt mit Russland

    Jene Länder, die Waffen an die Ukraine liefern und das Kiewer Regime bei seinen Militäraktionen unterstützen, sollten sich darüber im Klaren sein, dass sie in einen direkten Konflikt mit Russland geraten, nachdem die Donbassrepubliken und die Gebiete Cherson und Saporoschje Teil Russlands geworden sind, erklärte der Sprecher der Staatsduma Wjatscheslaw Wolodin am Montag im russischen Fernsehen. Er betonte laut TASS:

    "Jetzt ist es wichtig, dass jene Länder, welche die Kriegsführung in der Ukraine unterstützen, verstehen, dass wir mit allen, die Ausrüstung und Waffen liefern oder Söldner schicken, auf eine andere Art und Weise sprechen werden. Das sollten sie wissen."

    Wolodin wies darauf hin, dass die neuen Föderationssubjekte nun ein Teil Russlands seien, die Moskau niemandem überlassen werde. Er fügte hinzu:

    "Wenn sie also über die Frage der militärischen Unterstützung für die Ukraine diskutieren, müssen sie verstehen, dass sie bereits in einen Konflikt mit der Russischen Föderation hineingezogen werden. Egal wie sie es verschleiern, nichts wird funktionieren. Dessen müssen sie sich bewusst sein."

  • 08:19 Uhr

    Ukrainische Truppen beschießen Internat in Dokutschajewsk in Donezker Volksrepublik

    Die ukrainische Armee hat nach Angaben des Hauptquartiers der Territorialverteidigung der Donezker Volksrepublik (DVR) ein Internat in der Ortschaft Dokutschajewsk beschossen. Außerdem seien ein Busbahnhof, Geschäfte und ein Café beschädigt worden. In der Erklärung hieß es:

    "Ukrainische Kämpfer beschossen ein Internat in der Leninstraße in Dokutschajewsk. Ein Busbahnhof, Geschäfte und Cafés wurden ebenfalls beschädigt."

  • 07:41 Uhr

    Ehemaliger US-Senator: Chancen für Friedensgespräche in der Ukraine werden im Winter ermittelt

    Die Aussichten auf Friedensgespräche über die Ukraine werden von der Situation in den Wintermonaten abhängen. Chancen darauf werden größer sein, wenn die Menschen in den USA und Europa anfangen, ihren eigenen Problemen mehr Aufmerksamkeit zu schenken und verstehen, dass "wir aufhören müssen, Geld für Waffen in die ganze Welt zu schicken". Darauf wies der ehemalige US-Senator aus Virginia Richard Black in einem Interview mit RIA Nowosti hin. Er erklärte:

    "Was die Chancen für Friedensgespräche angeht, so ist das im Moment nicht klar, denn wir müssen abwarten, was im Winter passiert."

    "Ich denke, dass es eine Chance für Friedensgespräche geben könnte, wenn die Menschen erkennen, dass wir aufhören müssen, Geld für Waffen in der ganzen Welt auszugeben, und dass es an der Zeit ist, darüber nachzudenken, was im eigenen Land vor sich geht."

    Der ehemalige US-Senator merkte an, dass "die US-Wirtschaft zunehmend anfällig wird".

    Seiner Meinung nach könnte es "mehr Bewegung in Richtung Friedensgespräche" geben, wenn die Menschen in den USA und in Europa beginnen, sich mehr mit ihren eigenen Problemen zu befassen, aber "im Moment ist die Situation unsicher".

  • 07:00 Uhr

    "Bis zum Sieg": London sichert Kiew Unterstützung zu

    Die britische Regierung wird die Ukraine weiterhin militärisch und wirtschaftlich unterstützen, und zwar sowohl während der Kämpfe, bis alle Ziele Kiews erreicht sind, als auch beim Wiederaufbau der zerstörten Infrastruktur nach der Beendigung der Feindseligkeiten. In Auszügen aus einer Rede von James Cleverley, dem britischen Außenminister, die er am Dienstagabend auf dem Parteitag der regierenden Konservativen in Birmingham laut Reuters halten wird, heißt es:

    "Wir werden ihnen helfen, bis der Krieg gewonnen ist. Wir werden ihnen helfen, bis ihre Souveränität wiederhergestellt ist. Wir werden die Annexion von Lugansk, Donezk, Cherson, Saporoschje oder der Krim niemals anerkennen. Dies sind Teile der Ukraine. Und wenn die Ukraine diesen Krieg gewonnen hat, werden wir ihr beim Wiederaufbau ihrer Häuser, ihrer Wirtschaft und ihrer Gesellschaft helfen."

    London habe die "strategische Stärke", die ukrainischen Behörden "bis zum Sieg" zu unterstützen. Wie in Cleverleys Skript, aus dem Reuters am Montag in Auszügen zitierte, angemerkt wird, hat Großbritannien durch sein aktives Handeln in der Ukraine gezeigt, dass es ein "Akteur auf dem Feld" der internationalen Politik ist und nicht nur ein "Kommentator".

  • 3.10.2022 23:00 Uhr

    23:00 Uhr

    Damit beenden wir für heute den Live-Ticker zur Lage im Ukraine-Konflikt. Morgen Früh ab 7 Uhr geht es mit der Berichterstattung weiter. Wir wünschen unseren Lesern trotz aller Spannungen in der Welt einen schönen Abend!

  • 22:53 Uhr

    Ramsan Kadyrow als Held der DVR ausgezeichnet

    Das Oberhaupt der Tschetschenischen Republik, Ramsan Kadyrow, wurde mit der höchsten Auszeichnung der Donezker Volksrepublik, dem Orden des Helden der DVR, ausgezeichnet. Die Unterzeichnung einer entsprechenden Anordnung gab das Oberhaupt der DVR Denis Puschilin auf seinem offiziellen Telegramkanal bekannt. Er schrieb:

    "Mit Dankbarkeit für die aufrichtige Anteilnahme und tatkräftige Unterstützung des Donbass habe ich dem Oberhaupt der Tschetschenischen Republik, Ramsan Kadyrow, den Stern des Helden der Donezker Volksrepublik überreicht."

    Zuvor hatte das tschetschenische Staatsoberhaupt auch den Titel Held der LVR erhalten.

  • 22:36 Uhr

    Russland verhängt Sanktionen gegen deutschen Erdgasspeicher-Betreiber

    Die russische Regierung hat Sanktionen gegen die deutsche Erdgasspeicher Peissen GmbH erlassen. Einen entsprechenden Erlass habe Regierungschef Michail Mischustin bereits am 30. September unterzeichnet, berichtete die Nachrichtenagentur Interfax. Das Unternehmen gehörte bis kurz nach Beginn der russischen Militäroperation zur Hälfte dem russischen Energieversorger Gazprom, deren Anteile wurden dann aber treuhänderisch von der Bundesnetzagentur übernommen.

    Die Erdgasspeicher Peissen GmbH verwaltet den Gasspeicher "Katharina" in Sachsen-Anhalt. Das nach der russischen Zarin Katharina der Großen benannte Lager soll nach seiner für das Jahr 2025 geplanten Fertigstellung 600 Millionen Kubikmeter Gas beherbergen können. Damit ist er Medienberichten zufolge der viertgrößte Erdgasspeicher Europas. Doch weil Gazprom nach Beginn als Reaktion auf die gegen Russland verhängten Sanktionen die Befüllung des Speichers nicht mehr voran trieb, griff die Bundesregierung ein.

    Die russische Seite bezeichnete die Übernahme der deutschen Gazprom-Tochtergesellschaften als Enteignung und reagierte mit Gegensanktionen. Vor der Erdgasspeicher Peissen GmbH setzte die russische Regierung schon Gazprom Germania auf die Schwarze Liste.

  • 22:00 Uhr

    Frontabschnitt bei Kremennaja unter Kontrolle der LVR-Volksmiliz

    Der Frontabschnitt um die Stadt Kremennaja in der Lugansker Volksrepublik steht vollständig unter der Kontrolle der republikanischen Volksmiliz. Dies erklärte der Sprecher der Lugansker Streitkräfte Iwan Filipponenko. Die Nachrichtenagentur RIA Nowosti zitierte ihn wie folgt:

    "Die Lage in Kremennaja ist ruhig und stabil, die Stadt steht vollständig unter der Kontrolle der Verbände der Volksmiliz. Die alliierten Streitkräfte bezogen ihre Verteidigungsstellungen und halten sie entlang der Front an den Grenzen der Lugansker Volksrepublik."

    In der Stadt selbst fänden entgegen den Meldungen aus den sozialen Netzwerken keine Kämpfe statt, so Filipponenko weiter. Er fügte hinzu:

    "Die Verbände der Volksmiliz sind bereit, die Nationalisten zurückzuschlagen."

  • 21:21 Uhr

    Kiews Truppen beschießen Stadtzentrum von Donezk

    Das ukrainische Militär hat erneut Donezk unter Beschuss genommen. Wie der Stab der Territorialverteidigung der DVR meldete, wurden dabei US-amerikanische HIMARS-Mehrfachraketenwerfer eingesetzt. Die Behörde meldete weiterhin, dass beim Beschuss unter anderem die Gebäude von zwei Einkaufszentren beschädigt wurden und veröffentlichte Aufnahmen der Zerstörungen.

    Wie die Nachrichtenagentur RIA Nowosti berichtete, konnten Opfer vermieden werden, da sich in den Gebäuden zum Zeitpunkt des Angriffs niemand aufhielt.

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