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Liveticker zum Ukraine-Krieg: Ukraine verliert über 300 Soldaten täglich im Gebiet Cherson

Russland führt gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine Militäroperation in der Ukraine durch. Der Westen reagiert mit immer neuen Waffenlieferungen an die Ukraine und beispiellosen Sanktionen. Hier lesen Sie die neuesten Entwicklungen.
Liveticker zum Ukraine-Krieg: Ukraine verliert über 300 Soldaten täglich im Gebiet ChersonQuelle: Sputnik © Konstantin Michaltschewski

  • 6.10.2022 14:41 Uhr

    14:41 Uhr

    Vorsitzende des Föderationsrates Russlands: Wir sind für Dialog und friedliche Lösung der Ukraine-Krise

    Die Vorsitzende des Föderationsrates Russlands, Walentina Matwijenko, hat die ukrainische Delegation beim G20-Gipfel am Donnerstag eingeladen, sich an den Verhandlungstisch zu setzen. Außerdem hob die Politikerin hervor, dass Russland für eine friedliche Lösung der Krise sei. Sie wörtlich:

    "Lasst uns gleich heute an den Verhandlungstisch im Rahmen des Gipfels der Gruppe der Zwanzig setzen: Das Parlament Russlands und das Parlament der Ukraine. Lasst uns einander verstehen und Vereinbarungen treffen."

    Matwijenko betonte, dass Russland wiederholt Verhandlungen zur Lösung der Ukraine-Krise vorgeschlagen hätte und in Istanbul bereits fast eine Einigung erzielt worden wäre. Doch habe leider die Ukraine, die offenbar unter Kontrolle von Außen steht, danach diese Vereinbarungen abgelehnt. Russland stehe unterdessen weiter für Verhandlungen, für den Dialog und für eine friedliche, politische Lösung dieser Krise bereit.

    Außerdem stimme Russland zu, dass die Menschenrechte geachtet werden müssen. In diesem Zusammenhang fragte die Politikerin ihre antirussischen Kollegen, warum die westlichen Länder dieses "wichtigste Menschenrecht – das Recht auf Leben –" bereits acht Jahre lang nicht geschützt hätten, während die Ukraine im Donbass Menschen tötete, und warum die internationale Gemeinschaft nichts dagegen unternommen hätte.

  • 14:18 Uhr

    Russisches Militär befreit Siedlung Saizewo in DVR – 120 ukrainische Soldaten liquidiert

    Das russische Verteidigungsministerium hat bekannt gegeben, dass die Siedlung Saizewo in der Donezker Volksrepublik (DVR) befreit worden ist. Dabei seien nach Angaben des Ressorts mehr als 120 ukrainische Soldaten vernichtet worden.

    Es handele sich dabei um Soldaten und Offiziere der 58. Infanteriebrigade und der 128. Gebirgsjägerbrigade der ukrainischen Streitkräfte. Zudem seien drei Schützenpanzer zerstört worden.

  • 13:41 Uhr

    Puschilin: Ukrainische Truppen ziehen sich am Artjomowsker Frontabschnitt zurück

    Die Lage am Frontabschnitt bei Artjomowsk verbessert sich weiter, berichtete das Oberhaupt der Donezker Volksrepublik Denis Puschilin. In einer Sendung des Fernsehkanals Rossija-24 erklärte er, dass die an diesem Abschnitt stationierte 53. Ukrainische Brigade empfindliche Verluste erlitten habe. Er sagte:

    "Was wir gerade in Artjomowsk beobachten: Es werden neue Stellungen erobert, während der Gegner sich zurückzieht. Nicht immer kampflos, doch oft haben sie keine Reserven und geben bestimmte Stellungen selbst auf."

  • 13:18 Uhr

    Sacharowa: Westen will Feindseligkeiten "bis zum letzten Ukrainer" durchführen

    Maria Sacharowa, die Sprecherin des russischen Außenministeriums, hat am Donnerstag bei einer Pressekonferenz ausführlich die Lage in der Ukraine kommentiert. Sie bezeichnete das Verhalten des ukrainischen Präsidenten Wladimir Selenskij als "klassisch", indem er Verhandlungen mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin gesetzlich untersagt hat. Sacharowa verwies in diesem Zusammenhang auf die Minsker Vereinbarungen, deren Umsetzung die Kiewer Führung acht Jahre lang versprochen hatte, während sie gleichzeitig das Land mit Waffen aus dem Westen versorgt und danach alle Vereinbarungen gebrochen hatte.

    Sacharowa merkte an, dass ein solches Verhalten auf Geheiß des Westens stattfinde, der die Feindseligkeiten "bis zum letzten Ukrainer" weiterführen wolle. Außerdem unterstrich die Sprecherin, dass weitere HIMARS-Lieferungen an Kiew Washingtons Hass auf Moskau zeigten.

    Sacharowa nannte die Anschuldigungen gegen Russland, die Nord-Stream-Pipelines zerstört zu haben, als absurd. Russland strebe eine Teilnahme an der Untersuchung der Sabotage an Nord Stream an. Außerdem verfüge Russland über Beweise für eine vorsätzliche Zerstörung von Ernten und Getreidespeichern durch ukrainische Streitkräfte.

  • 12:39 Uhr

    Wiederaufbau des Mariupoler Flughafens beginnt

    Der Wiederaufbau des Flughafens von Mariupol hat begonnen und wird zwei Jahre in Anspruch nehmen. Dies berichtete laut Angaben der Donezker Nachrichtenagentur (DAN) der Regierungsvorsitzende der DVR Witali Chozenko. Er erklärte:

    "Im Auftrag des stellvertretenden Regierungsvorsitzenden Russlands Marat Chusnullin wird der Flughafen in den nächsten zwei Jahren betriebsbereit sein. Der Terminal wurde durch ukrainischen Beschuss stark zerstört. Spezialisten untersuchen die Gebäude, um festzustellen, was restauriert werden kann und was neu aufgebaut werden muss. Nach dem heutigen Stand wurden dank den Sappeuren die Minenräumarbeiten beendet und die Projektplanung begonnen."

    Chozenko fügte hinzu, dass der Flughafen sowohl für zivile als auch für militärische Nutzung geeignet sein werde.

    Ursprünglich war der Flughafen von Mariupol von der Sowjetunion im Jahr 1931 errichtet worden. Er beförderte bis zu 120.000 Fluggäste jährlich und erhielt im Jahr 2004 den Status eines internationalen Flughafens. Im Jahr 2014 wurde der Flughafen geschlossen und zu einem Foltergefängnis des ukrainischen Sicherheitsdienstes unter dem Decknamen "Bücherei" umgebaut. Am 18. März 2022 nahmen die alliierten Streitkräfte Russlands und der Donbass-Republiken das Gelände unter ihre Kontrolle.

  • 12:14 Uhr

    Putins Dekret: Einberufung von Studenten ausgesetzt

    Der Pressedienst des Kremls hat am Donnerstag ein Dekret veröffentlicht. Es gewährt Studenten, Aspiranten, Assistenzärzten und weiteren Kategorien von Studenten einen Aufschub der Teilmobilmachung.

    Studenten, die in Vollzeit oder Teilzeit an staatlich anerkannten Hochschulen, Berufsschulen, Forschungseinrichtungen sowie an den innovativen wissenschaftlichen und technologischen Zentren sowie geistlichen und pädagogischen Einrichtungen studieren, werden nicht mobilisiert. Dies gilt für diejenigen, die zum ersten Mal eine entsprechende Bildung erwerben.

    Putin erläuterte, das Verteidigungsministerium habe schon seit langem mitgeteilt, dass bestimmte Kategorien von Bürgern nicht im Rahmen der Teilmobilmachung eingezogen werden müssten. Doch seien diese Entscheidungen nicht in den Dokumenten enthalten gewesen, sodass nun Anpassungen vorgenommen worden seien.

  • 11:43 Uhr

    Donezker Volksmiliz meldet bis zu 60 getötete ukrainische Militärangehörige

    Die ukrainischen Truppen sollen in den vergangenen 24 Stunden bis zu 60 Soldaten, eine M777-Haubitze, drei Drohnen und ein Mehrfachraketenwerfersystem vom Typ BM-21 verloren haben. Dies meldet die Donezker Volksmiliz am Donnerstag auf Telegram. In der Erklärung hieß es:

    "Die Soldaten der Donezker Republik haben gemeinsam mit den russischen Streitkräften folgende feindliche Waffen und militärische Ausrüstung zerstört: Eine M777-Haubitze, ein Grad-Mehrfachraketenwerfersystem, fünf gepanzerte Fahrzeuge und drei Drohnen. Bis zu 60 ukrainischen Soldaten sind ums Leben gekommen."

    Unterdessen setzen die Truppen der Volksmiliz die Räumung des Territoriums von PFM-1 Lepestok-Antipersonenminen fort.

  • 11:12 Uhr

    Kiew zieht große Mengen an Kriegsgerät am Frontabschnitt Cherson zusammen

    Das ukrainische Militär hat am Chersoner Frontabschnitt eine große Menge an Kriegsgerät, darunter zahlreiche Militärfahrzeuge aus NATO-Ländern, zusammengezogen. Dies meldete der stellvertretende Verwaltungschef des Gebiets Kirill Stremousow. Er erklärte der Nachrichtenagentur TASS:

    "Ja, es gibt viel davon, eine große Menge an NATO-Technik, irgendwelche türkische Maschinen, irgendwelche Panzer. Sie greifen an, sie haben mehr Leute. Doch unsere Jungs, unsere Soldaten halten die Stellung."

    Stremousow fügte hinzu, dass die ukrainischen Streitkräfte bei ihren Angriffen täglich bis zu 300 Soldaten verlieren. Die Lage im Gebiet sei unter Kontrolle, Kiews Militär könne keine Geländegewinne erzielen.

  • 10:38 Uhr

    EU-Kommissar über Kiews Antrag auf NATO-Beitritt: "Dies ist symbolische Demarche"

    Kiew kann der NATO nicht beitreten, solange im Land Feindseligkeiten stattfinden. Dies sagte Thierry Breton, EU-Kommissar für Binnenmarkt und Dienstleistungen, am Donnerstag dem französischen Fernsehsender BFM:

    "Selenskij hat die Aufnahme der Ukraine in die NATO gefordert, aber wie wir wissen, kann die Frage eines Beitritts zur Allianz nicht gestellt werden, solange auf ukrainischem Territorium Feindseligkeiten stattfinden. Genau dies passiert derzeit in der Ukraine und es ist schwer zu sagen, wann dies enden wird."

    Es handele sich um eine politische, eine symbolische Demarche, so der Kommissar.

  • 10:03 Uhr

    Lugansker Volksmiliz meldet 70 gefallene ukrainische Soldaten

    Die Lugansker Volksmiliz meldet, dass in den vergangenen 24 Stunden 70 ukrainische Soldaten auf dem Gebiet der Republik getötet worden seien. Dies gab Iwan Filiponenko, ein offizieller Vertreter der Volksmiliz der Republik, am Donnerstag auf Telegram bekannt. Darüber hinaus seien ein Panzer, vier gepanzerte Mannschaftstransportwagen, zwei befestigte Feuerstellungen und zehn Spezialfahrzeuge zerstört worden.

    Unterdessen setzen die Pioniereinheiten der Volksmiliz die Minenräumung fort. An einem Tag seien mehr als sieben Hektar Fläche von explosiven Gegenständen nahe der Siedlungen Nowoalexandrowka und Wolkodajewo geräumt worden. Außerdem habe die Volksmiliz humanitäre Hilfe für Flüchtlinge aus Donezk in der Stadt Schtschastje und dem Dorf Wesjolaja Tarasowka geliefert.

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