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Liveticker Ukraine-Krieg: Mehr als 200.000 mobilisierte Wehrpflichtige bei der Armee eingetroffen

Russland führt gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine Militäroperation in der Ukraine durch. Der Westen reagiert mit immer neuen Waffenlieferungen an die Ukraine und beispiellosen Sanktionen. Hier lesen Sie die neuesten Entwicklungen.
Liveticker Ukraine-Krieg: Mehr als 200.000 mobilisierte Wehrpflichtige bei der Armee eingetroffen© Ilja Pitaljow

  • 4.10.2022 23:00 Uhr

    23:00 Uhr

    Damit beenden wir für heute den Live-Ticker zur Lage im Ukraine-Konflikt. Morgen Früh ab 7 Uhr geht es mit der Berichterstattung weiter. Wir wünschen unseren Lesern trotz aller Spannungen in der Welt einen schönen Abend!

  • 22:42 Uhr

    Der Betreiber von Nord Stream 1 wartet auf Erlaubnis für Inspektion der Schäden

    Der Betreiber der seit etwa 10 Jahren erfolgreich genutzten deutsch-russischen Ostsee-Pipeline Nord Stream 1 will die schweren Schäden an den beiden Rohren dieser Pipeline selbst untersuchen. Bisher sei man jedoch wegen fehlender Genehmigungen nicht in der Lage, die beschädigten Abschnitte zu inspizieren, teilte am Dienstagabend die Nord Stream AG an ihrem Firmensitz im Schweizer Kanton Zug mit.

    Die Behörden der beiden angrenzenden Ostsee-Anrainerstaaten Schweden und Dänemark hielten demnach die Seegebiete rund um die Schadstellen in den Gewässern nahe ihren Küsten während eigener derzeit laufender Untersuchungen gesperrt. Der Nord Stream AG zufolge schätzen die dänischen Behörden die Bearbeitungszeit der Anfrage zur Inspektion auf mehr als 20 Werktage.

    Zufolge einer Mitteilung vom Dienstag hat die Nord Stream AG eine Firma aus Norwegen beauftragt, die beschädigten Rohre am Grund der Ostsee zu untersuchen. Um auslaufen zu dürfen, warte das dafür georderte Schiff nun auf das Eintreffen der entsprechenden Genehmigung über das norwegische Außenministerium.

  • 22:23 Uhr

    Russischer Botschafter nach Einbestellung zur EU: Die USA bestimmen über euch

    Nach den Volksreferenden in den vier befreiten Gebieten haben viele Mitgliedsländer der Europäischen Union (EU) die jeweiligen Botschafter der Russischen Föderation in ihren Ländern einbestellt. Ziel hinter den diplomatischen Manövern ist es offenbar, Proteste gegen die von Russland unterstützten Volksreferenden in bisherigen Gebieten der Ukraine und deren damit möglichen Anschluss an Russland zum Ausdruck zu bringen. Der Sprecher der EU für Außen- und Sicherheitspolitik, Peter Stano, erklärte gegenüber CNN, dass die EU "als Reaktion auf die jüngsten Schritte Russlands" die russischen Botschafter in den EU-Mitgliedstaaten und bei den EU-Institutionen einbestellt habe.

    Dabei scheint man sich jedoch offenbar nicht viel zu sagen zu haben, wie etwa in Warschau erkennbar wird, wo der russische Botschafter Sergej Andrejew in das polnische Außenministerium einbestellt wurde. Andrejew überreichte lediglich die diesbezügliche Rede des russischen Präsidenten Wladimir Putin in polnischer Sprache an den Staatssekretär im Außenministerium, nachdem dieser dem russischen Diplomaten den polnischen Protest gegen die Referenden zum Ausdruck gebracht hatte. Der russische Botschafter kommentierte das lediglich so:

    "Dort ist alles genau erklärt."

    Die Referenden stünden im Einklang mit dem Völkerrecht, wie er betonte. Auch scheint man auf russischer Seite eine politische Souveränität der EU als nicht mehr gegeben anzusehen. Der Botschafter sagte – auf die EU angesprochen –, man wisse [in Russland] genau, wer dort den Ton angibt, womit er zweifellos auf die USA anspielte.

  • 22:04 Uhr

    Cherson: Offensive der ukrainischen Truppen gestoppt

    Die Lage an der Frontlinie in Cherson sei nicht kritisch, die Vorstoßversuche der ukrainischen Truppen seien gestoppt worden. Dies sagte der stellvertretende Leiter der Gebietsverwaltung Kirill Stremoussow dem Fernsehsender "Perwy Kanal". Die russische Nachrichtenagentur RIA Nowosti zitiert ihn:

    "Im Norden in Richtung Cherson gibt es einige Vorstöße der ukrainischen Nazis. Aber wir dürfen nicht vergessen, dass nicht nur die ukrainischen Nazis gegen uns kämpfen, sondern fast die gesamte NATO mit dem gesamten Instrumentarium, mit Satelliten und den tödlichen Waffen, die heute im Gebiet Cherson voll im Einsatz sind."

    Nach Angaben des Beamten haben die Streitkräfte Russlands und der Nationalgarde gemeinsam mit den Luftstreitkräften diese Offensive des ukrainischen Militärs erfolgreich gestoppt. Stremoussow wies darauf hin, dass die ukrainischen Streitkräfte dabei erhebliche Verluste erlitten hätten.

  • 21:40 Uhr

    Russisches Militär zerstört fünf ukrainische Munitionsdepots innerhalb eines Tages

    Die russischen Streitkräfte haben 43 ukrainische Artillerieeinheiten, Personal und Militärtechnik in 157 Bezirken angegriffen und fünf feindliche Munitionsdepots in der Volksrepublik Donezk sowie in den Gebieten Saporoschje und Nikolajew zerstört. Das teilte das russische Verteidigungsministerium mit und hob dabei wörtlich hervor:

    "Fünf Munitions-, Raketen- und Artilleriewaffendepots in den Gegenden bei Torskoje, Malinowka, Schelannoje in der Volksrepublik Donezk, Dimitrowo im Gebiet Saporoschje und Schewtschenkowo im Gebiet Nikolajew wurden zerstört."

  • 21:13 Uhr

    Selenskij verweigert der Krim, den Volksrepubliken Donezk und Lugansk sowie Saporoschje und Cherson die Anerkennung als Teile Russlands

    Der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij hat sein Dekret Nummer 687/2022 über die Nichtanerkennung der Ukraine jener Dokumente des russischen Präsidenten unterzeichnet, nach denen die Halbinsel Krim, die Volksrepubliken Donezk und Lugansk (DVR und LVR) sowie die Gebiete Saporoschje und Cherson nunmehr zur Russischen Föderation gehören. Das Dokument wurde am Dienstag in Kiew auf der Website des ukrainischen Präsidenten veröffentlicht. Darin heißt es sinngemäß wörtlich:

    "Die Dekrete des Präsidenten der Russischen Föderation Nr. 147 vom 17. März 2014, Nr. 71 vom 21. Februar 2022, Nr. 72 vom 21. Februar 2022, Nr. 685 vom 29. September 2022 und Nr. 686 vom 29. September 2022 sowie alle anderen Entscheidungen, Handlungen und Vereinbarungen, die auf der Grundlage der genannten Dekrete des Präsidenten der Russischen Föderation angenommen, erlassen und abgeschlossen wurden, werden für nichtig, also als nicht rechtswirksam erklärt."

  • 20:46 Uhr

    Wärmekraftwerk Saporoschje in Energodar unter Beschuss

    Die ukrainischen Streitkräfte sollen mit US-amerikanischen Haubitzen vom Typ M777 das Feuer auf die Stadt Energodar eröffnet haben. Unter anderem sei das Wärmekraftwerk Saporoschje angegriffen worden. Darüber informierte am Dienstag Wladimir Rogow als Vertreter der Bewegung "Wir sind zusammen mit Russland". Insgesamt seien mehr als 30 Geschosse auf Energodar abgefeuert worden, berichtete auch die russische Nachrichtenagentur TASS. In einem Video ist der Beschuss des Wärmekraftwerkes Saporoschje durch die ukrainischen Truppen zu erkennen.

  • 20:13 Uhr

    Telefongespräch zwischen Biden und Selenskij: Weitere 625 Millionen US-Dollar für die Ukraine bereitgestellt

    Der Präsident der Vereinigten Staaten Joe Biden hat am Dienstag zusammen mit Vizepräsidentin Kamala Harris ein Telefongespräch mit dem ukrainischen Präsidenten Wladimir Selenskij geführt.

    Biden versicherte der Ukraine, dass die Vereinigten Staaten die neuen russischen Territorien nie anerkennen würden. Außerdem versprach Biden, die Ukraine "so lange wie nötig" weiter zu unterstützen. Der US-Präsident stellte der Ukraine ein neues Sicherheitshilfepaket im Wert von 625 Millionen US-Dollar in Aussicht. Dazu sollen zusätzliche Waffen, Ausrüstung, HIMARS-Mehrfachraketenwerfer, weitere Artilleriesysteme, Munition sowie gepanzerte Fahrzeuge gehören.

    Biden bekräftigte auch die Bereitschaft der USA, Maßnahmen gegen Personen und Länder zu ergreifen, die den Beitritt der ehemaligen Teile der Ukraine zur Russischen Föderation unterstützen. Darüber hinaus wies Präsident Biden auf die anhaltenden Bemühungen der Vereinigten Staaten hin, die Welt zur Unterstützung der Ukraine zu bewegen.

  • 19:52 Uhr

    Seit Beginn der Sonderoperation 5.336 ukrainische Panzer und andere Kampffahrzeuge zerstört

    Die russischen Truppen sollen seit Beginn der militärischen Sonderoperation 5.336 Panzer und andere gepanzerte Kampffahrzeuge der Ukraine vernichtet haben. Dies teilte das Verteidigungsministerium Russlands am Dienstag mit. In der Erklärung heißt es:

    "Insgesamt wurden seit Beginn der militärischen Sonderoperation 312 Flugzeuge, 157 Hubschrauber, 2.145 Drohnen, 379 Flugabwehrraketensysteme, 5.336 Panzer und andere gepanzerte Kampffahrzeuge, 860 Mehrfachraketenwerfer, 3.445 Geschütze sowie Granatwerfer und 6.226 militärische Spezialfahrzeuge zerstört."

  • 19:27 Uhr

    Russische Luftwaffe zerstört Hauptquartier des ukrainischen Luftkommandos Ost bei Dnepropetrowsk

    Die russische Luftwaffe hat das Hauptquartier des ukrainischen Luftkommandos Ost in Dnepropetrowsk zerstört, wie das russische Verteidigungsministerium am Dienstag mitteilte. In der Erklärung hieß es:

    "Am südwestlichen Stadtrand von Dnepropetrowsk hat ein Präzisionsschlag der russischen Luftwaffe das Hauptquartier des ukrainischen Luftkommandos Ost zerstört."

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