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Liveticker Ukraine-Krieg – Gebietsverwaltung Saporoschje: Kiew könnte Anschlag auf DneproGES planen

Russland führt gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine Militäroperation in der Ukraine durch. Der Westen reagiert mit immer neuen Waffenlieferungen an die Ukraine und beispiellosen Sanktionen. Hier lesen Sie die neuesten Entwicklungen.
Liveticker Ukraine-Krieg – Gebietsverwaltung Saporoschje: Kiew könnte Anschlag auf DneproGES planenQuelle: Sputnik © SERGEI WELITSCHKIN

  • 5.10.2022 11:01 Uhr

    11:01 Uhr

    EU-Staaten bringen weiteres Sanktionspaket gegen Russland auf den Weg

    Die EU-Staaten haben ein achtes Paket mit Sanktionen gegen Russland auf den Weg gebracht. Die ständigen Vertreter der Mitgliedstaaten billigten am Mittwoch unter anderem die rechtlichen Voraussetzungen für einen von den G7-Staaten unterstützten Preisdeckel für Ölimporte aus Russland. Das bestätigten mehrere Diplomaten der Deutschen Presse-Agentur in Brüssel. Die Einigung sollte bis Donnerstagvormittag im schriftlichen Verfahren von den Hauptstädten bestätigt werden.

    EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hatte das Paket Mitte vergangener Woche vorgeschlagen. Teil der Grundsatzeinigung zu den neuen Sanktionen sind verschiedene Exportverbote, die bestimmte Schlüsseltechnologien für die Luftfahrt betreffen. Zudem soll es unter anderem ein Importverbot für bestimmten Stahl aus Russland geben. Auch soll es EU-Bürgern künftig verboten sein, Sitze in Führungsgremien russischer Staatsunternehmen einzunehmen. Hinzu kommen Strafmaßnahmen gegen Personen, die bei der Durchführung der Beitrittsreferenden geholfen haben. Sie werden mit Einreiseverboten und Vermögenssperren belegt. Mit dem neuen Sanktionspaket schaffen die EU-Staaten auch die Grundlage dafür, dass Russland Öl künftig für einen deutlich niedrigeren Preis an große Abnehmer wie Indien verkaufen muss.

  • 10:36 Uhr

    Gazprom nimmt Gastransit über Österreich wieder auf

    Russland will nach einem kurzen Lieferstopp wieder Gas durch Österreich nach Italien pumpen. Es sei mit den italienischen Abnehmern eine Lösung des Problems gefunden worden, teilte der russische Staatskonzern Gazprom am Mittwoch auf Telegram mit. Der österreichische Betreiber erkläre sich bereit, Nominierungen für den Transport zu akzeptieren, was die Wiederaufnahme russischer Gaslieferungen ermögliche.

    Der italienische Konzern und größte Gasimporteur Eni hatte zuvor mitgeteilt, er wolle Garantien an Österreich bezahlen, damit die Alpenrepublik wieder Gas nach Italien weiterleite. Am Mittwoch bestätigte Eni, dass die Lieferungen wieder aufgenommen worden seien.

    Gazprom hatte am Wochenende die Gaslieferungen an Italien eingestellt. Der russische Energiekonzern gab an, dem österreichischen Transporteur wegen neuer Vorschriften 20 Millionen Euro an Sicherheitsgarantien nicht mehr überweisen zu können. Eni prüfe deshalb, das Geld anstelle von Gazprom aufbringen zu können, damit der Transit in Österreich wieder aufgenommen werde.

  • 10:04 Uhr

    Sekretär des russischen Sicherheitsrats warnt vor hohen Terrorrisiken auf der  Krim – bereits zwölf Anschläge vereitelt

    Nikolai Patruschew, der Sekretär des russischen Sicherheitsrates, hat bekannt gegeben, dass es derzeit auf der Schwarzmeer-Halbinsel Krim ein hohes Risiko von Terrorbedrohungen gebe. Er erklärte dies mit der militärischen Sonderoperation Russlands in der Ukraine. Patruschew rief die Behörden der Teilrepublik Krim auf, Versäumnisse in der örtlichen Sicherheit unverzüglich auszuräumen.    

    "In einer Reihe von potenziell gefährlichen Objekten gibt es keine physische Wache und keine technischen Sicherheitsmittel."

    Gleichzeitig verwies der Sekretär des Sicherheitsrates auf die jüngsten Statistiken, wonach die Zahl der Verbrechen mit Verwendung von Waffen, Munition und Sprengstoffen erheblich gestiegen sei. Patruschew zufolge seien zuletzt auf der Krim zwölf Terrorakte verhindert worden. Unter anderen ernsthaften Gefahren im Schwarzmeerraum nannte er die Aktivitäten der NATO-Staaten, ukrainische Minen und Unterwasserdrohnen.

  • 09:30 Uhr

    Donezk meldet 49 Angriffe und zwei getötete Zivilisten binnen 24 Stunden

    Die Behörden in Donezk haben innerhalb der vergangenen 24 Stunden 49 Angriffe durch ukrainische Truppen registriert. Demnach wurden auf das Territorium der Republik mindestens 193 Geschosse abgefeuert. Dabei setzte das ukrainische Militär Geschosse im Kaliber 155, 152, 122 und 120 Millimeter ein. Unter Beschuss gerieten acht Wohngebiete, darunter auch Donezk.

    Bei den Angriffen in der Zeitspanne von 6:00 Uhr am 4. Oktober bis 6:00 Uhr am 5. Oktober (Ortszeit) wurden zwei Zivilisten in zwei Bezirken von Donezk getötet. Ein Einwohner von Donezk und ein Jugendlicher aus Makejewka erlitten Verletzungen. Insgesamt wurden bei den Attacken fünf Wohnhäuser und vier zivile Infrastrukturobjekte beschädigt.

    Am Vortag hatten die Behörden von Donezk mehr als 43 Angriffen aus der Ukraine berichtet. Dabei wurden zwei Zivilisten verletzt.

  • 09:02 Uhr

    Putin unterzeichnet Gesetze über Beitritt von DVR, LVR, Saporoschje und Cherson zu Russland 

    Der russische Präsident Wladimir Putin hat vier Gesetze über die Ratifizierung der Beitrittsverträge mit den Volksrepubliken Donezk und Lugansk sowie den Gebieten Saporoschje und Cherson unterzeichnet. Die entsprechenden Dokumente wurden auf dem offiziellen Portal für rechtliche Informationen veröffentlicht. Die Verträge an sich waren noch am 30. September in Moskau geschlossen worden.

    Putin ernannte Denis Puschilin und Leonid Passetschnik zu Interimschefs der Republiken Donezk und Lugansk. Wladimir Saldo und Jewgeni Balizki sind Interimschefs der Gebiete Cherson und Saporoschje.

    Nach den unterzeichneten Gesetzen wird in diesen neuen Regionen der Russischen Föderation bis zum 1. Januar 2026 eine Übergangsperiode gelten. Bis zum 2023 darf dort neben dem russischen Rubel die ukrainische Griwna als Zahlungsmittel im Umlauf sein. Im September 2023 sollen dort Regionalparlamente gewählt werden.

  • 08:36 Uhr

    Bundeswirtschaftsminister Habeck kritisiert "Mondpreise" für Gas aus befreundeten Ländern

    Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck hat einigen Erdgas exportierenden Ländern überhöhte Preise vorgeworfen. Der Neuen Osnabrücker Zeitung sagte der Grünen-Politiker:

    "Einige Länder, auch befreundete, erzielen teils Mondpreise. Das bringt natürlich Probleme mit sich, über die wir sprechen müssen."

    Er setze darauf, dass die EU-Kommission darüber auch mit befreundeten Staaten spreche. Habeck nannte in diesem Zusammenhang die USA.

    "Die USA haben sich an uns gewandt, als die Ölpreise hochgeschossen sind. Daraufhin wurden auch in Europa die nationalen Ölreserven angezapft. Ich denke, eine solche Solidarität wäre auch zur Dämpfung der Gaspreise gut."

    Die EU sollte nach Ansicht des Ministers "ihre Marktmacht bündeln und ein kluges und synchronisiertes Einkaufsverhalten der EU-Staaten orchestrieren, damit sich einzelne EU-Länder nicht gegenseitig überbieten und die Weltmarktpreise hochtreiben". Die Marktmacht der EU sei gewaltig und müsse nur genutzt werden.

  • 08:05 Uhr

    Vizechef der Gebietsverwaltung Cherson: Ukrainische Truppen werden es nicht bis nach Cherson schaffen

    Der stellvertretende Chef der Verwaltung des Gebiets Cherson Kirill Stremoussow hat im Gespräch mit dem russischen Moderator Wladimir Solowjow erklärt, dass man ukrainische Soldaten aus den von ihnen eingenommenen Dörfern im Gebiet Cherson auf jeden Fall zurückdrängen werde. Alle ukrainischen Gegenoffensiven seien nutzlos und führten nur zu hohen Verlusten, die nicht gerechtfertigt seien.

    "Wir werden sie alle auf jeden Fall zurückschlagen und das Gebiet Cherson wird nie wieder unter das faschistische und nazistische Regime zurückkehren."

    Das Gebiet Cherson sei jetzt ein Teil der Russischen Föderation und die russische Armee werde sich daraus nicht zurückziehen. An der Kontaktlinie werde derzeit gekämpft. Russische Armeeangehörige dämmten den ukrainischen Vorstoß trotz der mehrfachen zahlenmäßigen Überlegenheit des Gegners ein.    

    "Bis nach Cherson werden sie es nicht schaffen. Es ist unmöglich in dieser Situation."

  • 07:33 Uhr

    Russlands Botschafter verurteilt weitere US-Militärhilfe an Ukraine: "Eine unmittelbare Bedrohung für strategische Interessen unseres Landes"

    Anatoli Antonow, Russlands Botschafter in den USA, hat das weitere Paket von US-Militärhilfe an die Ukraine scharf kritisiert. Der Beschluss der US-Regierung, das Kiewer Regime weiterhin mit schweren Bewaffnungen zu beliefern, verankere nur den Status Washingtons als Teilnehmer des Konflikts.  

    "Wir empfinden dies als eine unmittelbare Bedrohung für strategische Interessen unseres Landes."

    Von den westlichen Waffenlieferungen an die Ukraine gingen zweierlei Gefahren aus: Einerseits verlängerten sie das Blutvergießen und führten zu neuen Opfern, andererseits steigerten sie das Risiko einer direkten militärischen Konfrontation zwischen Russland und dem Westen, erklärte der Diplomat.

    "Wir rufen Washington auf, mit seinen provokativen Handlungen aufzuhören, die zu ernsthaftesten Folgen führen können."

    Am Dienstag hatte die Pentagon-Pressestelle ein neues Paket von US-Militärhilfe an die Ukraine in Höhe von 625 Millionen US-Dollar angekündigt. Dies sehe eine Lieferung von vier HIMARS-Mehrfachraketenwerfern, 32 Haubitzen, 200 gepanzerten Wagen und Munition vor.

  • 07:01 Uhr

    Gebietsverwaltung Saporoschje: Kiew plant möglicherweise Anschlag auf Wasserkraftwerk DneproGES

    Wladimir Rogow, Mitglied des Hauptrates der Verwaltung des Gebiets Saporoschje und Leiter der Bewegung "Wir sind zusammen mit Russland", hat der russischen Nachrichtenagentur RIA Nowosti über "äußerst ungesunde Aktivitäten" rund um das Wasserkraftwerk DneproGES in der Stadt Saporoschje berichtet, die von der ukrainischen Armee kontrolliert wird. Rogow schloss nicht aus, dass die Regierung in Kiew Sabotageakte gegen das Wasserkraftwerk vorbereiten könnte, um dann Russland dafür verantwortlich zu machen.   

    "Die Behörden in Kiew verstehen, dass Saporoschje de facto und de jure bereits zu Russland gehört und dass die Befreiung des restlichen Teils des Gebiets Saporoschje nur eine Frage der Zeit ist."

    Im Fall eines unkontrollierten Wasserablasses könnte laut Expertenschätzungen eine 20 Meter hohe Welle entstehen, die die Stadt mit einer Geschwindigkeit von über 60 Kilometern pro Stunde überfluten könnte, erklärte Rogow.

  • 4.10.2022 23:00 Uhr

    23:00 Uhr

    Damit beenden wir für heute den Live-Ticker zur Lage im Ukraine-Konflikt. Morgen Früh ab 7 Uhr geht es mit der Berichterstattung weiter. Wir wünschen unseren Lesern trotz aller Spannungen in der Welt einen schönen Abend!

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