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Liveticker Ukraine-Krieg: Kiews Truppen greifen Trauerzug im Gebiet Saporoschje an

Russland führt gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine Militäroperation in der Ukraine durch. Der Westen reagiert mit immer neuen Waffenlieferungen an die Ukraine und beispiellosen Sanktionen gegen Russland. Lesen Sie hier die neuesten Entwicklungen.
Liveticker Ukraine-Krieg: Kiews Truppen greifen Trauerzug im Gebiet Saporoschje anQuelle: Gettyimages.ru © SOPA Images
  • 10.02.2026 20:39 Uhr

    20:39 Uhr

    Luftabwehr zerstört weitere ukrainische Drohnen

    Russlands Luftabwehrkräfte haben in zwei Nachmittagsstunden des heutigen Dienstags weitere 44 ukrainische Drohnen zerstört. Wie das russische Verteidigungsministerium berichtet, wurden im Zeitraum zwischen 14:00 und 16:00 Uhr Moskauer Zeit 19 Starrflügler-Drohnen über dem Asowschen Meer, zwölf über der Krim, sechs über dem Gebiet Belgorod, fünf über dem Gebiet Kursk, sowie jeweils eine über dem Gebiet Brjansk und über dem Schwarzen Meer abgeschossen.

  • 20:07 Uhr

    Kallas fordert europäische Abstimmung vor Gesprächen mit Putin

    In der Debatte über eine Wiederaufnahme des Dialogs mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin hat die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas für eine Koordination auf europäischer Ebene plädiert. Bei einem Interview mit mehreren Medien sagte die Estin am Dienstag in Brüssel:

    "Lassen Sie uns erst besprechen, worüber wir mit den Russen sprechen wollen, bevor wir darüber sprechen, wer mit den Russen spricht."

    Um "glaubwürdig" zu sein, müssten die Europäer sich darauf einigen, "worüber all diese Leute mit den Russen sprechen", forderte Kallas.

    "Wir werden in den kommenden Tagen Ideen entwickeln, was wir sehen wollen, um einen langfristigen und nachhaltigen Frieden zu erreichen."

    Eine entsprechende Liste werde dann an die EU-Mitgliedstaaten gesandt, fügte sie hinzu.

    Der französische Präsident Emmanuel Macron kündigte unterdessen erneut an, das Gespräch mit Putin suchen zu wollen. Auch er sprach sich für einen "gut organisierten europäischen Ansatz" aus.

    Vergangene Woche war ein hochrangiger Berater Macrons nach Moskau gereist. Es war das erste Treffen dieser Art seit dem Ausbruch des Ukraine-Kriegs vor knapp vier Jahren. Moskau bestätigte, dass es inzwischen Kontakte auf Arbeitsebene gebe, die helfen könnten, einen Kontakt auf höchster Ebene herzustellen.

  • 19:29 Uhr

    Details zum Angriff auf Trauerzug im Gebiet Saporoschje – Priester durch vorsätzlichen Artillerieangriff getötet

    Nach dem Beschuss einer Trauerprozession im Dorf Skelki im Gebiet Saporoschje durch das ukrainische Militär, bei dem ein Mensch getötet und sechs weitere verwundet wurden, wurde der Tote als ein lokaler Priester identifiziert. Denis Nawalichin, Oberhaupt der Ortsverwaltung von Skelki, betont, dass es sich um einen vorsätzlichen Angriff gehandelt habe. Die Nachrichtenagentur TASS zitiert ihn dazu:

    "Selbstverständlich haben sie gesehen, dass im Hof ein offener Sarg steht und ein Priester vor dem Sarg stand. Er starb dort, wo er stand. Selbstverständlich mussten sie all das gesehen haben. Die Opfer standen nicht unter einem Unterstand, sondern auf offenem Gelände, im Hof hinter dem Tor. Das heißt, dass der Angriff vorsätzlich war."

    Nawalichin fügte hinzu, dass Skelki bereits vor einer Woche, am 3. Februar, angegriffen wurde. Damals kamen keine Menschen zu Schaden. In Bezug auf den Angriff vom heutigen Dienstag führte er aus:

    "Über dem Dorf kreisten Drohnen, sie wurden abgeschossen. Wahrscheinlich wurde das Feuer über Drohnen korrigiert. Sie sahen eine Trauerprozession und begannen einen Artilleriebeschuss. Zehn Granaten schlugen im Dorf ein. Sechs Menschen wurden durch Splitter verletzt. Der Priester wurde tödlich verwundet."

    Wiktor Wodolazki, stellvertretender Vorsitzender des Duma-Ausschusses für Angelegenheiten der GUS, der eurasischen Integration und Kontakte mit Landsleuten, verurteilte den Angriff und erklärte:

    "Sie greifen jene an, die gestorben sind, und jene, die die Toten beim letzten Weg begleiten. Das ist niederträchtig und kann gar nicht moralisch bewertet werden. Es sind Menschen, die jegliche Scham und jegliches Gewissen längst verloren haben und kein moralisches Recht haben, sich Menschen zu nennen."

  • 18:46 Uhr

    Wärmeversorgung in AKW-Stadt Energodar ausgefallen

    Die Behörden der Stadt Energodar, die sich im von Russland kontrollierten Teil des Gebiets Saporoschje befindet, melden einen folgenschweren Artillerieangriff der ukrainischen Streitkräfte. Wie Bürgermeister Maxim Puchow auf Telegram mitteilt, sei beim Beschuss die Hauptwärmeleitung der Stadt getroffen worden. Deswegen sei die Wärmeversorgung bis auf Weiteres eingestellt worden. Man werde mit den Reparaturarbeiten beginnen, sobald die Lage vor Ort dies erlaube.

    In der Nähe von Energodar befindet sich das seit kurz nach Beginn des Ukraine-Kriegs stillstehende AKW Saporoschje. Für die kommende Nacht werden in der Stadt Temperaturen von bis zu minus zehn Grad Celsius prognostiziert.

    Gouverneur Jewgeni Balizki berichtet zudem über einen Stromausfall in drei Bezirken der Region, der sich nach einer ukrainischen Drohnenattacke ereignet hat.

  • 18:15 Uhr

    Lawrow kritisiert praktische Schritte der USA gegenüber Russland: Falsche Richtung trotz gemeinsamer Interessen

    In einem exklusiven Interview für den russischen Fernsehsender NTV hat Russlands Außenminister Sergei Lawrow zwischen Moskau und Washington zahlreiche gemeinsame Interessen festgestellt. Der Diplomat bekundete dabei den Wunsch seines Landes, eine gegenseitig vorteilhafte Zusammenarbeit mit den USA zu entwickeln. Russland habe nur Argumente dafür. Auch in den USA bestehe dieses Interesse – sowohl bei Geschäftsleuten als auch bei Politikern, darunter US-Präsident Donald Trump.

    Gleichzeitig monierte Lawrow die praktische Umsetzung dieser gemeinsamen Interessen:

    "Wenn wir aber analysieren, welche praktischen Schritte Trump und sein Team im ersten Jahr seiner zweiten Amtszeit im Weißen Haus unternommen haben, dann müssen wir feststellen, dass wir uns in eine falsche Richtung bewegen."

    Als Beispiel führte der Außenminister die fortbestehenden US-Sanktionen gegen Russland an. Lawrow kritisierte insbesondere den US-Druck auf die russische Erdölbranche und warf Trump vor, den globalen Energieträgermarkt beherrschen zu wollen.

    Der Diplomat bedauerte darüber hinaus den nachlassenden Effekt des Alaska-Gipfels zwischen Trump und Russlands Staatschef Wladimir Putin im August 2025:

    "In Alaska näherten wir uns dicht einem Abkommen und rechneten damit, dass man es zeitnah hätte bekanntgeben können und dass sich viele Probleme viel schneller lösen würden, da unser Staatschef das Angebot des US-Präsidenten angenommen hatte."

    Die Regierung in Washington kenne jedoch den russischen Standpunkt: Man müsse die Grundursachen des Ukraine-Konfliktes beseitigen, sagte Lawrow. Dabei fand der Diplomat auch Lobesworte für den Republikaner:

    "Wie bereits mehrmals gesagt, hat US-Präsident Donald Trump öffentlich unser Interesse an der Nichterweiterung der NATO anerkannt. Das ist ein riesiger Schritt. Kein anderer westlicher Staats- oder Regierungschef hat so etwas artikuliert, während er das mehrmals eingeräumt hat."

  • 17:44 Uhr

    AKW Saporoschje: Eine externe Stromleitung nach ukrainischem Angriff ausgeschaltet

    Eine der zwei Hochspannungsleitungen für die externe Stromversorgung vom Atomkraftwerk Saporoschje wurde ausgeschaltet. Als Grund nennt die Verwaltung des Atommeilers einen ukrainischen Angriff auf das Industriegebiet der nächstliegenden Stadt Energodar. Die externe Stromversorgung erfolgt derzeit über die andere Hochspannungsleitung.

  • 17:13 Uhr

    Mann im Gebiet Belgorod bei Drohnenangriff auf Auto verletzt

    Im russischen Grenzgebiet Belgorod ist ein weiterer Zivilist infolge einer Attacke aus der Ukraine verletzt worden. Gouverneur Wjatscheslaw Gladkow schreibt auf der Plattform Telegram, dass es sich bei dem Opfer um einen friedlichen Einwohner der Stadt Graiworon handele. Der Mann habe ein Explosionstrauma und zahlreiche Splitterwunden am Brustkorb und den beiden Beinen erlitten, als eine ukrainische Drohne sein Auto angegriffen habe. Da der Zustand des Verletzten schwer sei, werde man ihn demnächst in ein Krankenhaus in der Gebietshauptstadt Belgorod verlegen.

  • 16:32 Uhr

    Kiews Truppen greifen Trauerzug im Gebiet Saporoschje an – eine Person tot, mehrere verletzt

    Die ukrainischen Streitkräfte haben erneut das Gebiet Saporoschje angegriffen. Unter Beschuss geriet laut Gouverneur Jewgeni Balizki ein Trauerzug im Ort Skelki im Kreis Wassiljewka. Eine Person kam ums Leben, sechs Zivilisten erlitten Verletzungen. Alle Verletzten erhalten medizinische Hilfe, weitere Einzelheiten des Unfalls werden geklärt, betont Balizki.

  • 15:58 Uhr

    Merz will auf Münchner Sicherheitskonferenz mit Selenskij und Marco Rubio sprechen

    Bundeskanzler Friedrich Merz wird auf der Münchner Sicherheitskonferenz (MSC) nach Angaben aus Regierungskreisen mit US-Außenminister Marco Rubio und dem demokratischen Gouverneur Kaliforniens, Gavin Newsom, zusammentreffen. Der Kanzler plane außerdem am Freitagabend ein Treffen mit US-Kongressmitgliedern sowohl der Republikaner als auch der Demokraten, sagte ein Regierungsvertreter am Dienstag in Berlin. Zudem werde der Ukraine-Krieg eine wichtige Rolle auf der Konferenz spielen. So werde sich Merz mit dem ukrainischen Präsidenten Wladimir Selenskij treffen. Ferner sei ein sogenanntes E3-Format mit dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron und dem britischen Premierminister Keir Starmer in München geplant.

  • 15:24 Uhr

    Zivilist bei Attacke auf Kleintransporter im russischen Grenzgebiet Belgorod getötet

    Gouverneur Wjatscheslaw Gladkow meldet ein weiteres Todesopfer infolge einer Drohnenattacke aus der Ukraine. Wie der Politiker auf Telegram schreibt, habe sich der Vorfall in der Siedlung Nischneje Berjosowo-Wtoroje im Bezirk Schebekino ereignet, als eine ukrainische FPV-Drohne einen Kleintransporter angegriffen habe. Der Fahrer sei an Ort und Stelle seinen Verletzungen erlegen. Das Fahrzeug sei beschädigt worden. Im Namen aller Einwohner des Gebiets Belgorod spricht Gladkow den Angehörigen des Getöteten sein Beileid aus.

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Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.