Liveticker Ukraine-Krieg: Russland bestätigt massiven Angriff auf Energieanlagen der Ukraine

20.01.2026 20:00 Uhr
20:00 Uhr
Kiew beziffert Notbedarf der Energieversorgung auf über eine Milliarde Dollar
Die akuten Bedürfnisse der ukrainischen Energieinfrastruktur übersteigen eine Milliarde US-Dollar. Dies erklärt Wirtschaftsminister Jegor Sobolew am Dienstag. Das ukrainische Medium Nowosti.LIVE zitiert ihn:
"Die dringenden Bedürfnisse übersteigen eine Milliarde Dollar. Dabei geht es um Transformatoren, mobile Umspannwerke, Netzausrüstung, Kabel und Notstromquellen."
Zuvor hatte Energieminister und Vizepremier Denis Schmygal am 16. Januar mitgeteilt, dass im Energiesektor des Landes der Notstand gelte. Nach Angaben des Direktors des Energieunternehmens YASNO, Sergei Kowalenko, könnten Stromabschaltungen in der Ukraine mehr als 16 Stunden täglich dauern.Sobolew zufolge sind seit Ende Oktober rund 8,5 Gigawatt an Erzeugungskapazitäten beschädigt worden.
19:40 Uhr
Dänemark übergibt ausgemusterte F-16 an die Ukraine
Dänemark hat seine F-16-Kampfjets außer Dienst gestellt und will sie der Ukraine übergeben. Dies berichtet das Portal The War Zone. In dem Bericht heißt es:
"Die Königlich Dänischen Luftstreitkräfte sind ein weiterer NATO-Betreiber, der den legendären F-16 außer Dienst gestellt hat. Die dänischen F-16 werden ihren Dienst in der Ukraine und in Argentinien fortsetzen."
Die offizielle Ausmusterungszeremonie fand demnach auf dem Luftwaffenstützpunkt Skrydstrup statt – nach mehr als 40 Jahren Einsatzzeit der Maschinen.
19:33 Uhr
Flugabwehr zerstört weiterhin ukrainische Drohnen über Russland
Wie das russische Verteidigungsministerium mitteilt, haben russische Luftabwehrkräfte am Dienstag zwischen 16:00 und 20:00 Uhr Moskauer Zeit 60 ukrainische Drohnen abgeschossen. Demnach wurden 16 Drohnen über der Republik Krim, sechs über dem Gebiet Krasnodar, drei über dem Gebiet Belgorod und 35 über dem Asowschen Meer zerstört.
19:25 Uhr
Miroschnik: Trumps Aussage macht Selenskij in Davos zur Randfigur
US-Präsident Donald Trump habe Wladimir Selenskij mit einer einzigen Erklärung faktisch "am Rand" des Weltwirtschaftsforums in Davos stehen lassen. Dies sagte der Sonderbotschafter des russischen Außenministeriums, Rodion Miroschnik, gegenüber der Nachrichtenagentur TASS:
"Keine Probleme der Ukraine oder der Ukrainer hätten Selenskij davon abgehalten, mit Volldampf nach Davos zu reisen, wenn es eine Perspektive für ein Treffen mit dem US-Präsidenten gegeben hätte."
Selenskij und seine Unterstützer hätten große Anstrengungen unternommen, um seinen "Auftritt" in Davos zu organisieren. Trump habe jedoch "mit einer einzigen Aussage die gesamte Agenda des Wirtschaftsforums verändert" und das "Ukraine-Thema ans Ende der Liste geschoben", so der Diplomat. Zugleich habe Trump empfohlen, dass sich Europa mit der Ukraine befassen soll.Selenskij habe erkannt, dass er mit seinen "Projekten" abseits der zentralen Themen des Forums geblieben ist und versuche jetzt, dies zu kaschieren. Er erklärte, in der Ukraine zu bleiben und "mit den unglücklichen Ukrainern zu frieren", da er "in dieser schwierigen Zeit nicht anders handeln könne".
19:00 Uhr
Gebiet Belgorod: Zivilist stirbt bei gezieltem Drohnenangriff der Ukraine
Im Gebiet Belgorod ist ein Mann infolge eines gezielten ukrainischen Drohnenangriffs ums Leben gekommen. Dies teilt Gouverneur Wjatscheslaw Gladkow auf Telegram mit. Nach vorläufigen Angaben ereignete sich der Vorfall in der Stadt Schebekino. Die Identität des Opfers wird noch festgestellt. Laut Gladkow brannte das Auto des Mannes vollständig aus.
18:38 Uhr
Orbán: "Deutsche Kriegstroika" lenkt Europa in den Krieg

In einer Rede in Budapest hat der ungarische Ministerpräsident Viktor Orbán Europa als von einer "deutschen Kriegstroika" gesteuert bezeichnet. Diese bestehe aus EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen, Bundeskanzler Friedrich Merz und dem Vorsitzenden der EVP-Fraktion im Europäischen Parlament, Manfred Weber, den Orbán als "größten Kriegstreiber" brandmarkte.
Orbán warnte am Montag eindringlich, Europa bereite sich auf einen Krieg vor, "Friedenstruppen" würden zu "Kriegstruppen" und Ungarn dürfe nicht in diese "Koalition der Willigen" hineingezogen werden.
Das Video gibt es hier auf unserer Website zu sehen.
18:08 Uhr
Ukraine will chinesische Mavic-Drohnen ersetzen
Die Ukraine will die chinesischen Mavic-Drohnen durch eigene Modelle ersetzen. Dies erklärt Verteidigungsminister Michail Fedorow gegenüber dem ukrainischen Medium Babel.
"Noch in diesem Monat werden wir eine bestimmte Lösung testen, um diese Drohnen zu ersetzen. Wir werden unseren eigenen Mavic-Analog haben – gleiche Kamera, aber größere Reichweite."
Mavic-Drohnen werden vom chinesischen Privatunternehmen DJI hergestellt. Die ukrainischen Streitkräfte versuchen, den Mangel an Waffen durch die Massenproduktion von Drohnen auszugleichen, wie russische Sicherheitskreise am 16. Januar gegenüber RIA Nowosti berichteten.
17:44 Uhr
Ukraine beziffert notwendige Militärausgaben: Gut 600 Milliarden Euro innerhalb von zehn Jahren
Für den Unterhalt der ukrainischen Armee sind nach Angaben der Regierung innerhalb der nächsten zehn Jahre mehrere Hundert Milliarden Euro notwendig. Der für die EU- und NATO-Integration zuständige ukrainische Vizeregierungschef Taras Katschka sagte bei einer Diskussionsveranstaltung beim Weltwirtschaftsforum in Davos:
"Wenn sich die Situation nicht ändert, das heißt das aggressive Verhalten Russlands bezüglich Europas und der Welt, dann kann das in den nächsten zehn Jahren bis zu 700 Milliarden US-Dollar kosten."
Dem ukrainischen Wirtschaftsminister Alexei Sobolew zufolge handelt es sich bei der Summe um Verteidigungsausgaben, die nicht im ukrainischen Etat festgeschrieben sind – und somit von außerhalb kommen müssen. Den dazu kommenden ukrainischen Anteil aus dem Haushalt an den Verteidigungsausgaben der kommenden zehn Jahre beziffert er auf umgerechnet 425 Milliarden Euro.
Laut Berechnungen des Kieler Instituts für Weltwirtschaft sind für das osteuropäische Land Militärhilfen von über 200 Milliarden Euro bereitgestellt worden.
17:20 Uhr
EU plant ab 2028 Ukraine-Hilfen von 100 Milliarden Euro
Die EU plant, die Ukraine ab dem Jahr 2028 mit bis zu 100 Milliarden Euro zu unterstützen. Das Programm soll den Zeitraum bis 2034 abdecken. Dies teilt EU-Wirtschaftskommissar Valdis Dombrowskis nach dem Treffen des Rates für Wirtschaft und Finanzen in Brüssel mit.
"Nach 2027 sieht unser Vorschlag für den nächsten mehrjährigen Finanzrahmen 100 Milliarden Euro für ein Unterstützungsprogramm für die Ukraine vor. Derzeit ist es nur ein Vorschlag, da wir nicht wissen, wie sich die Lage vor Ort entwickeln wird und wie hoch der konkrete Bedarf sein wird."
16:55 Uhr
Flugabwehr zerstört weiterhin ukrainische Drohnen über Russland
Wie das Verteidigungsministerium in Moskau mitteilt, haben russische Luftabwehrkräfte am Dienstag zwischen 9.00 und 16.00 Uhr Moskauer Zeit 23 ukrainische Drohnen abgeschossen. Demnach wurden 16 Drohnen über dem Gebiet Belgorod, fünf über dem Gebiet Astrachan sowie je eine über den Gebieten Brjansk und Kursk zerstört.
Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.
Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.
