Liveticker Ukraine-Krieg: Russische Luftabwehr zerstört in der Nacht 63 gegnerische Drohnen

18.01.2026 08:31 Uhr
08:31 Uhr
Wie Russland eine Wende im Kampfeinsatz von Drohnen erreichte

SymbolbildWitali Ankow / Sputnik Das Jahr 2025 hat im Hinblick auf den Einsatz von Kleindrohnen durch Russlands Streitkräfte eine Wende gebracht. Taktische Drohnen wurden zur Hauptschlagkraft der russischen Truppen. Wie gelang dies und welche Rolle spielen die Drohnen auf dem Schlachtfeld heute?
Mehr dazu in dieser Analyse von Boris Dscherelijewski auf unserer Website.
08:04 Uhr
Selenskij ordnet schnellere Stromimporte an
Der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij hat wegen der anhaltenden russischen Angriffe auf die Energieversorgung den schnellstmöglichen Ausbau der Stromimporte und der Einfuhr zusätzlicher Energieausrüstung angeordnet. Nach einem Treffen mit hochrangigen Regierungs- und Militärvertretern erklärte der Politiker am Samstag auf der Plattform X:
"Alle dafür nötigen Entscheidungen sind bereits getroffen, und die Steigerung der Importe muss ohne Verzögerung erfolgen."
I held a special energy coordination call. Reports on dealing with the aftermath of Russian strikes and on the implementation of decisions that must boost the resilience of our cities and communities.First – I thank all repair crews, the State Emergency Service of Ukraine,… pic.twitter.com/bxdymysCg3
— Volodymyr Zelenskyy / Володимир Зеленський (@ZelenskyyUa) January 17, 2026Die schwierigste Lage besteht nach Angaben der ukrainischen Behörden in Kiew, Charkow und Saporoschje samt den umliegenden Regionen. Hinzu kommt noch, dass in den Regionen ein eisiges Wetter mit zweistelligen Minusgraden herrscht. Wohnungen kühlen aus, Fahrstühle in Hochhäusern funktionieren nicht.
07:32 Uhr
Herabfallende Drohnenteile beschädigen Wohnhaus im nordossetischen Beslan
In den frühen Morgenstunden haben die ukrainischen Streitkräfte die Teilrepublik Nordossetien-Alanien mit unbemannten Luftfahrzeugen angegriffen. Das russische Verteidigungsministerium meldete auf Telegram die Zerstörung von sechs Drohnen. Der Chef der nordkaukasischen Region, Sergei Menjailo, bestätigte die Attacke und warnte die Bevölkerung vor möglichen vorübergehenden Einschränkungen beim Mobilfunk und beim Internet. Die Flughäfen Wladikawkas und Mosdok stellten aus Sicherheitsgründen den Betrieb ein.
Später schrieb Menjailo auf Telegram, dass herabfallende Drohnenteile das Dach eines fünfgeschossigen Wohnhauses in der Stadt Beslan beschädigt hätten. In dem Gebäude seien darüber hinaus mehrere Fensterscheiben zu Bruch gegangen. Aus Sicherheitsgründen habe man 70 Bewohner evakuiert, eine Person sei medizinisch versorgt worden. Der Politiker rief seine Landsleute dazu auf, die Ruhe zu bewahren und nur offiziellen Informationsquellen zu vertrauen.
Der Telegram-Kanal Mash veröffentlichte ein Foto, das die Lage vor Ort zeigt.
07:00 Uhr
Russische Luftabwehr zerstört in der Nacht 63 ukrainische Drohnen

SymbolbildJEWGENI BIJATOW / Sputnik Russlands Verteidigungsministerium meldet am Sonntagmorgen auf der Plattform Telegram weitere Versuche der ukrainischen Streitkräfte, Objekte in Russland mit Drohnen anzugreifen. Demnach habe die russische Luftabwehr im Zeitraum von 21 Uhr MEZ am Samstag bis 5 Uhr MEZ am Sonntag 63 unbemannte Luftfahrzeuge des Gegners abgeschossen. Die Zahl der zerstörten Drohnen listet die Behörde wie folgt auf:
- Gebiet Belgorod – 23,
- Gebiet Brjansk – 13,
- Gebiet Rostow – 6,
- Teilrepublik Nordossetien-Alanien – 6,
- Gebiet Astrachan – 4,
- Gebiet Wolgograd – 4,
- Gebiet Kursk – 2,
- Gebiet Woronesch – 1,
- Gebiet Rjasan – 1,
- Gebiet Stawropol – 1,
- Teilrepublik Krim – 1,
- Asowsches Meer – 1.
Weitere Einzelheiten teilt das Ministerium nicht mit.
17.01.2026 20:00 Uhr
20:00 Uhr
Damit beenden wir für heute den Live-Ticker zur Lage im Ukraine-Konflikt. Morgen früh ab 7 Uhr geht es mit der Berichterstattung weiter. Wir wünschen unseren Lesern trotz aller Spannungen in der Welt eine gute Nacht!
19:59 Uhr
Ukraine: Die schwierigste Situation mit Stromversorgung in Borispol, Browary und Kiew
Laut einer Analyse öffentlich zugänglicher Quellen, die von der ukrainischen Zeitung Jekonomitscheskaja Prawda durchgeführt wurde, ist die Situation mit der Stromversorgung Anfang 2026 in Borispol, Browary und Kiew am schwierigsten. An manchen Tagen gab es dort einen Großteil des Tages keinen Strom, oft sogar mehr als die Hälfte der Zeit.
Mit dem Einbruch der Kälte verschärfte sich die Lage erheblich. Am 10. Januar fiel in Borispol 77 Prozent der Zeit der Strom aus, in Browary 63,7 Prozent und in Kiew 46,2 Prozent. Erhebliche Unterbrechungen wurden auch in Krementschug (44,5 Prozent), Irpen (42,7 Prozent), Petropawlowskaja Borschtschagowka (42,3 Prozent) und Butscha (41 Prozent) verzeichnet.
Ähnliche Werte wurden in Wischnjowoje (39,2 Prozent), Sofijewskaja Borschtschagowka (38,9 Prozent), Kriukowschtschina (37 Prozent), Bojarka (33,7 Prozent), Dnjepropetrowsk (33,6 Prozent) und Kriwoi Rog (33,5 Prozent) gemessen. In Städten wie Tscherkassy, Belaja Zerkow, Odessa, Iwano-Frankowsk, Lwow und Winniza fiel der Strom zwischen 20 und 30 Prozent der Zeit aus. Am wenigsten Probleme mit Stromausfällen gab es in Luzk und Chmelnizki.
19:24 Uhr
40 ukrainische Drohnen über russischen Gebieten abgeschossen
Die Luftabwehr hat innerhalb von fünf Stunden 40 ukrainische Drohnen über russischen Gebieten abgeschossen, teilt das russische Verteidigungsministerium mit. Im Bericht auf dem Telegram-Kanal der Behörde heißt es:
"Zwischen 15 und 20 Uhr Moskauer Zeit wurden 40 ukrainische Drohnen vom Typ Flugzeug von den diensthabenden Luftabwehrkräften abgefangen und zerstört:
- 35 über dem Territorium des Gebiets Belgorod,
- zwei über dem Territorium des Gebiets Brjansk,
- zwei über dem Territorium des Gebiets Woronesch,
- eine über dem Territorium des Gebiets Kursk."
18:57 Uhr
Kriwoi Rog: Einwohner blockieren Straße wegen seit vier Tagen fehlender Stromversorgung
Die Einwohner von Kriwoi Rog in der Ukraine haben wegen eines seit vier Tagen andauernden Stromausfalls die Straße blockiert, berichtet die ukrainische Nachrichtenseite Strana. In der Meldung, die auf dem Telegram-Kanal veröffentlicht wurde, heißt es:
"In Kriwoi Rog haben die Einwohner des Stadtteils Solnetschny die Straße wegen Stromausfalls blockiert. Ihren Angaben zufolge gibt es seit vier Tagen keinen Strom mehr."
Wie das Medium berichtet, haben die Versorgungsunternehmen den Bürgern weder die Gründe noch die Dauer der Unterbrechungen erklärt und auch die Forderung ignoriert, Reparaturteams an den Ort des Geschehens zu schicken.
18:28 Uhr
Gebiet Belgorod: Zivilist bei Explosion ukrainischer Drohne verletzt
Ein Zivilist wurde im Gebiet Belgorod durch die Explosion einer Drohne der ukrainischen Streitkräfte verletzt und mit dem Krankenwagen ins Krankenhaus gebracht, teilte Gouverneur Wjatscheslaw Gladkow mit. Auf seinem Telegram-Kanal schrieb er:
"Im Dorf Tawrowo im Bezirk Belgorod wurde ein Zivilist durch die Explosion einer Drohne der ukrainischen Streitkräfte verletzt. Der Mann erlitt ein geschlossenes Schädel-Hirn-Trauma sowie mehrere Splitterverletzungen im Gesicht und an der Schulter. Ein Krankenwagen bringt den Verletzten in das städtische Krankenhaus Nr. 2 in Belgorod. Er erhält die notwendige Hilfe."
Laut Gladkow wurde bei dem Angriff auch ein Pkw beschädigt.
17:58 Uhr
Rostow am Don: Durch Drohnenangriff beschädigtes Haus könnte einstürzen
In Rostow am Don besteht weiterhin die Gefahr, dass der Eingang eines Hauses einstürzt, der bei einem ukrainischen Drohnenangriff beschädigt wurde. Darauf wies der Leiter der Verwaltung des Bezirks Sowjetski, Nikita Paremusow, hin.
Die Bewohner dürfen ihre Wohnungen noch nicht betreten. Experten arbeiten daran, die tragenden Wände zu verstärken, fügte der Beamte hinzu. Auf seinem Telegram-Kanal schrieb Paremusow:
"Sobald dies geschehen ist, kann man über die Möglichkeit sprechen, Dokumente und dringend benötigte Gegenstände abzuholen."
Seinen Worten zufolge haben die Hausverwaltung und die Polizei Maßnahmen organisiert, "um Plünderungen zu verhindern und das Eigentum der Betroffenen zu schützen".
Den Bewohnern des beschädigten Hauses wurde eine vorübergehende Unterkunft in anderen Stadtteilen angeboten. Den Kindern wurde zugesichert, sie in Schulen und Kindergärten am Ort ihrer vorübergehenden Unterkunft unterzubringen. Außerdem wurde in der nächstgelegenen Schule eine Notunterkunft eingerichtet.
Der Bürgermeister von Rostow am Don, Alexander Skrjabin, versprach den Bewohnern finanzielle Hilfe. Bis zur Beseitigung der Folgen des Angriffs gilt der lokale Notstand.
Es handelt sich um ein Haus, das am 14. Januar beschädigt wurde. Der nächtliche Angriff wurde in zehn Städten und Bezirken des Gebiets Rostow, darunter Rostow am Don und Taganrog, abgewehrt, teilte Gouverneur Juri Sljussar mit. Eine Person kam ums Leben, vier wurden verletzt.
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Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.

