Liveticker Ukraine-Krieg: Ukrainische Wasserdrohnen greifen Erdölterminal bei Noworossijsk an

29.11.2025 13:36 Uhr
13:36 Uhr
Mehr als 600.000 Haushalte in Kiew und Umgebung ohne Strom
Nach einem russischen Drohnenangriff liegt die Stromversorgung in Teilen der ukrainischen Hauptstadt Kiew und ihrer Umgebung lahm. Das Energieministerium in Kiew teilt auf Telegram mit, dass in der Hauptstadt mehr als 500.000 Haushalte ohne Strom seien. Mehr als 100.000 weitere müssten im Umland von Kiew ohne Elektrizität ausharren. Im Gebiet Charkow seien 8.000 Kunden vom Stromausfall betroffen.
Darüber hinaus melden die ukrainischen Behörden zwei Tote und zwei Dutzend Verletzte. In der Hauptstadt Kiew seien demnach die ganze Nacht über Explosionen zu hören gewesen. Der Leiter der Militärverwaltung von Kiew, Timur Tkatschenko, teilt auf Telegram mit, russische Drohnen hätten einen Ort im Stadtzentrum sowie in den östlichen Vororten getroffen. Mehrere Wohngebäude in verschiedenen Stadtbezirken seien beschädigt worden.
13:10 Uhr
"Freiwilliger" Wehrdienst in Frankreich: Macron ruft 18-Jährige zur Waffe

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat angekündigt, ab Sommer 2026 einen "neuen freiwilligen Militärdienst" einzuführen. Dieser soll sich hauptsächlich an junge Erwachsene im Alter von 18 und 19 Jahren richten und auf eine Gesamtdauer von zehn Monaten ausgelegt sein.
Zum Start sind etwa 3.000 Freiwillige vorgesehen, mit dem Ziel, die Zahl schrittweise auf 10.000 im Jahr 2030 und langfristig auf bis zu 50.000 pro Jahr bis 2035 zu steigern, wie aus den offiziellen Plänen Macrons hervorgeht. Die Teilnehmer – die jungen Rekruten – sollen eine Ausbildung erhalten und anschließend neun Monate Dienst in den Streitkräften leisten.
Macron betont, dass dies keine Rückkehr zur früheren allgemeinen Wehrpflicht sei – diese wurde in Frankreich in den 1990er Jahren abgeschafft.
Das Video gibt es hier auf unserer Webseite zu sehen.
12:39 Uhr
Russische Truppen erzielen Erfolge in Krasnoarmeisk
Das russische Verteidigungsministerium meldet auf Telegram weitere Erfolge bei seinem Vormarsch in der Stadt Krasnoarmeisk. Demnach kommen die russischen Stoßtruppen im Osten der Stadt und im Bezirk Dinas erfolgreich voran. Darüber hinaus säubere das russische Militär weiterhin die Ortschaft Rownoje. Der Gegner werde auch aus der Ortschaft Dimitrow verdrängt.
Zudem berichtet die Militärbehörde in Moskau über gescheiterte Versuche der ukrainischen Streitkräfte, den Kessel zu durchbrechen. In der Nähe der Ortschaft Grischino seien neun ukrainische Gegenangriffe abgewehrt worden. Dabei seien bis zu 25 ukrainische Armeeangehörige ums Leben gekommen.
Das russische Ministerium beziffert die gesamten gegnerischen Personalverluste am Frontabschnitt Krasnoarmeisk auf bis zu 290 Armeeangehörige innerhalb der vergangenen 24 Stunden.
12:03 Uhr
Frontbericht des russischen Verteidigungsministeriums

SymbolbildSERGEI BOBYLJOW / Sputnik Das russische Verteidigungsministerium berichtet über den weiteren Verlauf der militärischen Sonderoperation in der Ukraine binnen der vergangenen 24 Stunden. Wie die Militärbehörde am Samstag auf der Plattform Telegram schreibt, hat der Truppenverband Nord ukrainische Einheiten im Raum der Ortschaften Pawlowka, Andrejewka, Nowaja Setsch und Waratschino im Gebiet Sumy sowie Wiltscha, Ternowaja, Rubeschnoje, Woltschansk, Schestakowo und Charkow im Gebiet Charkow getroffen. Der Gegner verlor bis zu 125 Kämpfer. Dabei wurden zwei gepanzerte Gefechtsfahrzeuge, 13 Wagen, zwei Anlagen der elektronischen Kampfführung und ein Materiallager zerstört.
Der Truppenverband West hat seine taktische Position verbessert, indem er Personal und Technik der ukrainischen Streitkräfte nahe den Ortschaften Kurilowka und Nowoplatonowka im Gebiet Charkow sowie Nowossjolowka, Drobyschewo, Jarowaja und Stawki in der DVR unter Beschuss genommen hat. Das russische Ministerium beziffert die gegnerischen Personalverluste auf mehr als 230 Armeeangehörige. Der Gegner verlor zudem einen Kampfpanzer, drei gepanzerte Gefechtsfahrzeuge, zehn Wagen, drei Geschütze, ein Artillerieaufklärungsradar, neun Anlagen der elektronischen Kampfführung und drei Munitionslager.
Der Truppenverband Süd hat günstigere Positionen bezogen und dabei ukrainische Einheiten nahe den Ortschaften Sewersk, Iwanopolje, Konstantinowka, Stepanowka, Platonowka, Wassjukowka und Berestok in der DVR getroffen. Mehr als 220 ukrainische Soldaten wurden getötet oder verletzt. Das russische Militär hat darüber hinaus drei gepanzerte Gefechtsfahrzeuge, fünf Wagen, fünf Geschütze sowie vier Materiallager und Brennstoffdepots zerstört.
Der Truppenverband Mitte hat ebenfalls seine Position an der vordersten Linie verbessert, indem er Personal und Technik des Gegners im Raum der Ortschaften Rodinskoje, Belizkoje, Sergejewka, Swetloje, Udatschnoje und Artjomowka in der DVR und Nowopawlowka im Gebiet Dnjepropetrowsk unter Beschuss genommen hat. Der Gegner verlor mehr als 460 Kämpfer. Dabei wurde ein Pick-up außer Gefecht gesetzt.
Auch der Truppenverband Ost setzt seinen Vormarsch fort, indem er ukrainische Einheiten in der Nähe der Ortschaften Alexandrowka und Pokrowskoje im Gebiet Dnjepropetrowsk sowie Dobropolje, Warwarowka und Guljaipolje im Gebiet Saporoschje getroffen hat. Das russische Ministerium schätzt die gegnerischen Personalverluste auf mehr als 180 Armeeangehörige. Dabei wurden ein Geschütz und zwei Wagen außer Gefecht gesetzt.
Der Truppenverband Dnjepr hat Personal und Technik des Gegners in der Nähe der Ortschaften Nowodanilowka, Pawlowka und Stepnogorsk im Gebiet Saporoschje sowie Antonowka und Nikolskoje im Gebiet Cherson unter Beschuss genommen. Dabei wurden bis zu 40 ukrainische Kämpfer getötet oder verletzt. Das russische Militär hat zudem ein gepanzertes Gefechtsfahrzeug, 13 Wagen, ein Geschütz, eine Radaranlage und eine Anlage der elektronischen Kampfführung außer Gefecht gesetzt.
Ferner meldet die Behörde in Moskau einen Vergeltungsschlag gegen militärisch relevante Energieobjekte und Rüstungsunternehmen in der Ukraine. Zu diesem Zweck wurden hochpräzise Waffen und Drohnen eingesetzt. Alle anvisierten Ziele wurden getroffen. Zudem hat das russische Militär einen Militärflughafen, Drohnenbasen und 157 Standorte mit ukrainischen Soldaten und ausländischen Söldnern erfolgreich angegriffen. Die russische Luftabwehr hat in der vergangenen Nacht zwei Neptun-Langstreckenraketen und 158 unbemannte Luftfahrzeuge abgefangen.
Das russische Verteidigungsministerium meldet folgende Gesamtverluste der Ukraine seit dem Beginn der Sonderoperation am 24. Februar 2022: 668 Flugzeuge, 283 Hubschrauber, 99.460 Drohnen, 638 Flugabwehrraketenkomplexe, 26.316 Kampfpanzer und andere Panzerfahrzeuge, 1.621 Mehrfachraketenwerfer sowie 31.626 Geschütze und Mörser.
11:40 Uhr
Ukrainische Wasserdrohnen greifen Erdölterminal bei Noworossijsk an: Anlegestelle nicht mehr verwendbar

ArchivbildJURI BERESNJUK / TASS Die Pressestelle des Kaspischen Pipeline-Konsortiums (KTK) berichtet über eine neue ukrainische Attacke auf das KTK-Erdölterminal in der Nähe der Schwarzmeer-Hafenstadt Noworossijsk. Über das Terminal wird unter anderem zentralasiatisches Rohöl aus Kasachstan exportiert. In einer entsprechenden Meldung des Unternehmens heißt es, dass sich die "gezielte terroristische Attacke" um 2:06 Uhr MEZ ereignet habe. Das ukrainische Militär habe die Anlage mit unbemannten Wasserfahrzeugen angegriffen und eine Anlegestelle für Tanker schwer beschädigt. Die Anlage sei nicht mehr nutzbar.
Das KTK meldet weder Todesopfer noch Verletzte unter dem Personal. Erdöl sei nicht ins Meer ausgeflossen. Die Verschiffung von Erdöl auf Tanker sei bis auf Weiteres eingestellt worden. Das Terminal werde den Betrieb wiederaufnehmen, sobald die Situation vor Ort dies wieder zulasse.
11:09 Uhr
Orbán: Ukraine soll nach dem Krieg als "Pufferstaat" bestehen
Die Ukraine sollte aus Sicht des ungarischen Regierungschefs Viktor Orbán nach einem Ende des Krieges allenfalls als "Pufferstaat" zwischen Russland und der NATO weiter existieren. Der Welt am Sonntag sagte er:
"Die einzige mögliche dauerhafte Lösung besteht darin, dass die Nachkriegsordnung auf dem grundlegenden Prinzip aufbaut, dass die Ukraine wieder zu dem Pufferstaat wird, der sie einst war."
Auch Gebietsabtretungen der Ukraine bezeichnete Orbán als unumgänglich. Das westliche Militärbündnis und Russland würden sich nach seinen Vorstellungen "auf Umfang und Ausstattung der begrenzten ukrainischen Streitkräfte" einigen, die in der Pufferzone operieren dürften.
"Russland behält jenes Territorium, das auf einer internationalen Friedenskonferenz ausgehandelt wird, und alles westlich dieser Linie – bis zur östlichen NATO-Grenze – bildet das Territorium des ukrainischen Staates, der erneut als Pufferstaat existieren würde."
Orbán hatte am Freitag in Moskau bei einem Treffen mit Russlands Staatschef Wladimir Putin für ein baldiges Ende des Ukraine-Krieges geworben. Zugleich machte er deutlich, dass er auf günstige und weiterhin stabile Öl- und Gaslieferungen hoffe.
10:32 Uhr
Ukrainische Angriffe auf 14 Ortschaften im Gebiet Belgorod: Frau getötet, Kind verletzt
Gouverneur Wjatscheslaw Gladkow veröffentlicht jeden Tag auf Telegram Statistiken über ukrainische Angriffe auf Siedlungen im russischen Grenzgebiet Belgorod. Aus dem heutigen Eintrag geht hervor, dass das ukrainische Militär in den vergangenen 24 Stunden 14 Ortschaften in drei Bezirken angegriffen habe. Der Gegner habe mindestens vier Geschosse abgefeuert und 49 Drohnen eingesetzt, von denen 31 abgeschossen worden seien.
In der Statistik beklagt der Politiker Opfer unter der Zivilbevölkerung. In der Siedlung Dragunskoje sei eine junge Frau ums Leben gekommen, als eine ukrainische Drohne ein Einfamilienhaus angegriffen habe. Ein fünfjähriges Kind sei dabei schwer verletzt worden und befinde sich momentan auf der Intensivstation.
Gladkow meldet zudem Sachschäden. Demnach seien in den vergangenen 24 Stunden 13 Einfamilienhäuser, eine Stromleitung, drei Landwirtschaftsgeräte und fünf Autos zerstört oder beschädigt worden.
10:05 Uhr
Beschuss auf Siedlungen im Gebiet Cherson: Mehr als 40 Geschosse aus Ukraine abgefeuert
Die Behörden im von Russland kontrollierten Teil des Gebiets Cherson melden andauernde Angriffe auf Siedlungen am linken Dnjepr-Ufer. Den Angaben zufolge habe die ukrainische Artillerie im Laufe des 28. November 22 Geschosse auf fünf Ortschaften abgefeuert. Die Zahl der eingeschlagenen Geschosse listen die Behörden wie folgt auf:
- Aljoschki — 3,
- Kachowka — 3,
- Welikije Kopani — 5,
- Lasurnoje — 4,
- Dnjeprjany — 7.
Wie die Behörden weiter mitteilen, habe der Beschuss auch in der Nacht zum Samstag angedauert. Auf zivile Infrastrukturen der von Russland kontrollierten Ortschaften Aljoschki, Briljowka, Nowaja Majatschka, Welikaja Lepeticha, Kairy und Nowaja Kachowka seien insgesamt 20 Geschosse abgefeuert worden.
Berichte über Opfer und Schäden liegen bislang nicht vor.
09:38 Uhr
Viktor Orbán in Moskau: Putin hebt enge bilaterale Beziehungen hervor

Russlands Präsident Wladimir Putin und der ungarische Ministerpräsident haben bei einem Treffen im Kreml die Lage in der Ukraine und die bilateralen Beziehungen erörtert. Mehr dazu von unserem Korrespondenten Iwan Medwedew. Seine Reportage gibt es hier auf unserer Webseite zu sehen.
09:07 Uhr
Zwei Verletzte in Wolgograd durch Drohnenattacke aus Ukraine
Gouverneur Andrei Botscharow meldet eine ukrainische Drohnenattacke auf das südrussische Gebiet Wolgograd. Wie der Politiker auf Telegram schreibt, habe die russische Luftabwehr den Angriff am Morgen zurückgeschlagen. Die Terrorattacke habe offenbar zivilen Infrastrukturobjekten gegolten. Der Politiker meldet dabei zwei Verletzte. In der Gebietshauptstadt Wolgograd sei ein Lagerhaus mit Baumaterialien beschädigt worden. Darüber hinaus seien in etlichen Wohnhäusern die Fensterscheiben zu Bruch gegangen.
Russlands Verteidigungsministerium berichtet seinerseits auf Telegram, dass die russische Luftabwehr am Samstag im Zeitraum von 5 Uhr MEZ bis 6 Uhr MEZ fünf ukrainische Drohnen abgeschossen habe.
Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.
Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.



