Liveticker Ukraine-Krieg: Kiews Kämpfer töten Zivilisten, um Häuser als Positionen zu nutzen

8.06.2026 16:01 Uhr
16:01 Uhr
Puschilin meldet Vorrücken russischer Armee in Krasny Liman in DVR
Die Einheiten der russischen Armee rücken vor und nähern sich dem nördlichen Stadtrand von Krasny Liman in der Volksrepublik Donezk. Dies erklärte der DVR-Chef Denis Puschilin gegenüber Westi. Er fügte hinzu, dass heftige Kämpfe in der Stadt andauern und die ukrainischen Kräfte in großer Menge Drohnen einsetzen.
"Unsere Einheiten rücken in Krasny Liman in den Bezirken Kommunalny und Zentralny vor. Der Gegner versucht, Gegenangriffe durchzuführen, um unsere Truppen vom östlichen Stadtrand zurückzudrängen. Unsere Einheiten halten die Lage jedoch unter Kontrolle."
15:41 Uhr
Lichatschow: Ukrainische Armee setzte Angriffe auf Energodar am Wochenende fort
Die Attacken der ukrainischen Streitkräfte auf Energodar, der Satellitenstadt des AKW Saporoschje, wurden übers Wochenende fortgesetzt. Dies meldete der Rosatom-Chef Alexei Lichatschow am Montag gegenüber Journalisten.
"Leider haben die Angriffe das ganze Wochenende angedauert. Sie sind mittlerweile zur Routine geworden: Soziale Infrastruktur, Wohnhäuser, Zivilisten, zivile Fahrzeuge werden angegriffen."
15:16 Uhr
Gebiet Cherson meldet mehrere Opfer nach ukrainischen Attacken
In den vergangenen drei Tagen haben die ukrainischen Angriffe auf das Gebiet Cherson zu mehreren Opfern unter der Zivilbevölkerung geführt. Auf Telegram teilte Wladimir Saldo, der Gouverneur der Region, mit:
"Zwischen dem 5. und dem 8. Juni wurde infolge der terroristischen Attacken des Kiewer Regimes ein Zivilist getötet und sechs weitere Personen erlitten Verletzungen."
Laut seinen Angaben kam ein Mann, Jahrgang 1970, nach einem Drohnenangriff auf ein ziviles Fahrzeug ums Leben.
14:54 Uhr
Frontbericht des russischen Verteidigungsministeriums
Im Frontbericht des russischen Verteidigungsministeriums vom Montag heißt es, dass die Ukraine in den vergangenen 24 Stunden etwa 1.445 Soldaten verloren hat.
Im Zuständigkeitsbereich des Truppenverbandes Nord beliefen sich die Verluste der ukrainischen Truppen auf mehr als 235 Soldaten. Zudem zerstörte das russische Militär einen Mannschaftstransportwagen und 14 Autos.
Im Zuständigkeitsbereich des Truppenverbandes West verlor das ukrainische Militär mehr als 220 Kämpfer. Zusätzlich eliminierte der Verband drei gepanzerte Kampffahrzeuge, 23 Autos, ein Feldartilleriegeschütz und eine Station für elektronische Kampfführung.
Im Abschnitt des Truppenverbandes Süd musste das ukrainische Militär mehr als 180 Kämpfer einbüßen. Zudem wurden drei gepanzerte Kampffahrzeuge, 14 Autos, fünf Artilleriegeschütze und eine Station für elektronische Kampfführung zerstört.
Im Zuständigkeitsbereich des Truppenverbandes Mitte verlor das ukrainische Militär etwa 325 Kämpfer. Der Verband der russischen Armee setzte ein gepanzertes Kampffahrzeug und zwei Autos außer Gefecht.
Durch entschlossene Aktionen des Truppenverbandes Ost mussten ukrainische Truppen einen Verlust von mehr als 450 Soldaten hinnehmen. Ferner eliminierte das russische Militär in diesem Operationsbereich zwei gepanzerte Kampffahrzeuge, fünf Autos und ein Artilleriegeschütz.
Die Verluste der ukrainischen Truppen im Zuständigkeitsbereich des Truppenverbandes Dnjepr beliefen sich auf etwa 35 Soldaten. Außerdem neutralisierte der Verband zwei gepanzerte Kampffahrzeuge, 20 Autos und eine Station für elektronische Kampfführung.
Kampfflugzeuge, Drohnen, Raketentruppen und Artillerie der russischen Streitkräfte haben Munitions- und Brennstofflager sowie Objekte der Energie- und Transportinfrastruktur, die von ukrainischen Streitkräften genutzt werden, angegriffen. Vorübergehende Stationierungsorte der bewaffneten Formationen der ukrainischen Armee und ausländischer Söldner in 139 Bezirken wurden ebenfalls getroffen.
Russische Luftabwehrkräfte haben acht gelenkte Bomben und 634 Starrflüglerdrohnen abgeschossen.
Seit Beginn der militärischen Sonderoperation wurden insgesamt 671 gegnerische Flugzeuge, 284 Hubschrauber, 158.461 unbemannte Luftfahrzeuge, 661 Flugabwehrraketensysteme, 29.664 Panzer und gepanzerte Kampffahrzeuge, 1.729 Mehrfachraketenwerfer, 35.268 Feldartillerie- und Mörsergeschütze sowie 63.602 militärische Spezialfahrzeuge eliminiert.
14:29 Uhr
Luftabwehr schießt mehr als 120 ukrainische Drohnen binnen sechs Stunden ab
Die russische Flugabwehr hat weitere Drohnen über russischen Gebieten eliminiert, teilte das Verteidigungsministerium in Moskau mit.
Zwischen 8:00 Uhr und 14:00 Uhr Moskauer Zeit wurden 124 ukrainische Starrflüglerdrohnen über den Gebieten Belgorod, Brjansk, Kaluga, Kursk, Lipezk, Nischni Nowgorod, Orjol, Rjasan, Smolensk, Tula, den Regionen Moskau und Krasnodar, der Republik Krim und den Gewässern des Schwarzen Meeres abgefangen und zerstört.
13:54 Uhr
Russische Armee befreit weitere Ortschaft in DVR
Das russische Militär hat eine weitere Siedlung in der Volksrepublik Donezk befreit, berichtete das Verteidigungsministerium in Moskau am Montag.
"Die Einheiten des Truppenverbandes Süd haben infolge der entschlossenen Handlungen die Ortschaft Chimik in der Volksrepublik Donezk befreit."
13:20 Uhr
Selenskij bittet Großbritannien um zusätzliche Flugabwehrraketen
Der ukrainische Präsident Wladymir Selenskij hat nach eigenen Angaben den britischen Premier Keir Starmer über den Bedarf an weiteren Raketen für die Luftverteidigung informiert.
Selenskij schrieb auf X, dass sie bei einem Gespräch am Sonntag auch ihre Positionen vor den anstehenden Gipfeln der G7 und der NATO sowie vor Treffen der sogenannten Koalition der Willigen abgestimmt hätten.
Weitere Themen waren laut Selenskij der Schutz der ukrainischen Energieinfrastruktur und die Vorbereitung auf den Winter.
Bundeskanzler Friedrich Merz, der britische Ministerpräsident Keir Starmer, Frankreichs Präsident Emmanuel Macron und Selenskij hatten sich in London getroffen.
12:42 Uhr
Türkische Partei Vatan ruft zu Einstellung der Militärhilfe an Kiew nach Attacken auf Schiffe auf
Der stellvertretende Vorsitzende der türkischen Partei Vatan, Serdar Üsküplü, hat sich nach Berichten über Angriffe auf mit der Türkei verbundene Schiffe im Schwarzen und Asowschen Meer gegen weitere Militärhilfe an Kiew ausgesprochen. Auf X schrieb der Politiker:
"Die Ukraine griff türkische Schiffe im Schwarzen Meer an, traf unser Fischerboot und tötete einen unserer Staatsbürger. Zwei Frachtschiffe mit Getreide von der Türkei nach Russland wurden im Asowschen Meer angegriffen. […] Die ukrainische Armee hat diese Angriffe zugegeben."
Üsküplü betonte, dass die Hilfe an Kiew "als Kugeln und Minen" zurück in die Türkei komme. Die Waffenlieferungen sowie Beziehungen in der Rüstungsindustrie müssten "sofort" eingestellt werden. Er fügte hinzu, dass die Sicherheit im Schwarzen Meer nur "durch ein Bündnis zwischen der Türkei, Russland, China und Iran gewährleistet" werden könne.
11:58 Uhr
Puschilin berichtet über Vormarsch der russischen Streitkräfte auf Kramatorsk
Die russische Armee hat den Abstand zur Stadt Kramatorsk in der Volksrepublik Donezk (DVR) auf elf Kilometer verkürzt. Dies erklärte der DVR-Chef Denis Puschilin gegenüber Westi. Ihm zufolge haben die russischen Truppen in der vergangenen Woche den Gegner weiterhin verdrängt und ihre taktische Lage verbessert.
"Am Frontaschnitt Slawjansk, nachdem unsere Truppen den Kanal Sewerski Donezk-Donbass erzwungen und Tichonowka befreit hatten, haben sie den Abstand zu Kramatorsk verringert und befinden sich nun etwa elf Kilometer vor der Stadt."
11:19 Uhr
Chișinău bestätigt Explosion einer ukrainischen Drohne im Bezirk Orhei
Das moldawische Außenministerium hat bestätigt, dass in der Nacht eine ukrainische Drohne in der Nähe der Siedlung Lopatna im Bezirk Orhei explodiert ist. Die Behörde schrieb am Morgen auf Telegram:
"Das Außenministerium steht in ständigem Kontakt mit den ukrainischen Behörden bezüglich der in Orhei explodierten Drohne. Ersten Erkenntnissen zufolge stammt sie höchstwahrscheinlich aus der Ukraine."
Das Ministerium erklärte jedoch, dass "ungeachtet der Herkunft der Drohne Russland die Verantwortung für jede Drohne trägt, die das Territorium der Republik Moldawien erreicht."
In der Nacht zum Montag explodierte eine Drohne unweit des Dorfes Lopatna in der Region Orhei in Moldawien. Laut Polizeiangaben wurde der Vorfall von einem Anwohner gemeldet. Es gab keine Verletzten.
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Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.