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Liveticker Ukraine-Krieg: Moskau meldet 8.970 Verstöße gegen Waffenruhe durch Kiew

Russland führt gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine Militäroperation in der Ukraine durch. Der Westen reagiert mit immer neuen Waffenlieferungen an die Ukraine und beispiellosen Sanktionen gegen Russland. Lesen Sie hier die neuesten Entwicklungen.
Liveticker Ukraine-Krieg: Moskau meldet 8.970 Verstöße gegen Waffenruhe durch KiewQuelle: AP © Evgeniy Maloletka

 

  • 9.05.2026 15:50 Uhr

    15:50 Uhr

    "Ich würde den Krieg gern beendet sehen" – Trump kündigt dreitägige Waffenruhe in der Ukraine an

    US-Präsident Donald Trump hat eine dreitägige Waffenruhe zwischen Russland und der Ukraine angekündigt.

    Laut Trump haben sowohl der russische Präsident Wladimir Putin als auch der ukrainische Machthaber Wladimir Selenskij dem Vorhaben zugestimmt. Zusätzlich wurde vereinbart, jeweils 1.000 Kriegsgefangene auszutauschen.

    In einer ersten Stellungnahme zeigte sich Trump optimistisch, dass die Waffenruhe länger als drei Tage dauern könnte. "Ich würde den Krieg gerne beendet sehen", so Trump.

    Der Berater des russischen Präsidenten, Juri Uschakow, erklärte offiziell, dass Russland der Initiative Trumps auf direkte Anweisung Putins zugestimmt habe.

    Ein Video dazu gibt es hier auf unserer Webseite.

  • 15:22 Uhr

    Merz kritisiert Ficos Moskau-Reise

    Bundeskanzler Friedrich Merz hat die Reise des slowakischen Regierungschefs Robert Fico zu den Feiern zum Tag des Sieges in Moskau kritisiert. Der CDU-Politiker sagte bei einer Pressekonferenz mit dem schwedischen Ministerpräsidenten Ulf Kristersson in Stockholm:

    "Robert Fico weiß, dass wir da nicht einer Meinung sind. Ich bedaure das zutiefst, und wir werden mit ihm über diesen Tag in Moskau sprechen."

    Fico war als einziger Gast aus der Europäischen Union zum Tag des Sieges der Sowjetunion über Hitler-Deutschland angereist. An der Parade in Moskau nahm Fico allerdings nicht teil. Er legte aber einen Kranz am Grabmal des unbekannten Soldaten an der Kremlmauer nieder.

  • 14:38 Uhr

    EU-Abgeordnete fordern Unabhängigkeit von NATO

    Ein neues parteiübergreifendes Bündnis von EU-Abgeordneten hat zum Europatag am Samstag den schnellen Aufbau einer europäischen Verteidigungsunion angemahnt. In einer Erklärung, die unter anderem die deutschen Parlamentarier Marie-Agnes Strack-Zimmermann (FDP), Michael Gahler (CDU) und Tobias Cremer (SPD) unterzeichneten, heißt es:

    "Sich beim Schutz Europas allein auf die Vereinigten Staaten zu verlassen, ist ein gefährliches Glücksspiel."

    Es brauche Strukturen, die im Ernstfall auch ein Handeln ohne die US-dominierte NATO ermöglichten. Dazu gehörten entsprechende Kommandostrukturen und eine schnelle Eingreiftruppe.

    Die Politiker kritisierten den bisherigen Kurs der Regierungen der EU-Staaten. Obwohl diese immer wieder den politischen Willen zu einer Stärkung der militärischen Fähigkeiten betonten, fehle es an echter Entschlossenheit, heißt es in dem Text. So blockierten etwa kurzfristige nationale Interessen weiterhin echten Fortschritt bei der Beschaffung von Verteidigungsausrüstung. Eine gemeinsame Beschaffung könne jährlich bis zu 100 Milliarden Euro einsparen.

  • 14:07 Uhr

    Frontbericht des russischen Verteidigungsministeriums

    Das russische Verteidigungsministerium meldet am Samstag in seinem täglichen Frontbericht nur Gegenangriffe seiner Truppenverbände als Reaktion auf ukrainische Verstöße gegen die Waffenruhe, die seit dem 8. Mai in Kraft ist. Wie in einer entsprechenden Mitteilung steht, habe der Truppenverband Nord Personal und Technik des Gegners im Raum der Ortschaften Komarowka, Andrejewka und Malaja Kortschakowka im Gebiet Sumy sowie Stariza, Isbizkoje und Wiltscha im Gebiet Charkow getroffen. Dabei seien mehr als 100 ukrainische Armeeangehörige getötet oder verletzt worden. Der Gegner habe elf Autos, zwei Geschütze und eine Anlage der elektronischen Kampfführung verloren.

    Der Truppenverband West habe eine ukrainische Offensive nahe der Ortschaft Korowi Jar in der DVR abgewehrt. Der Gegner habe bis zu 60 Soldaten verloren. 13 Autos und zwei Geschütze seien außer Gefecht gesetzt worden.

    Der Truppenverband Süd habe zwei Angriffe des Gegners im Raum der Ortschaften Rai-Alexandrowka und Konstantinowka in der DVR zurückgeschlagen. Die russische Behörde beziffert die ukrainischen Personalverluste auf mehr als 160 Kämpfer. Der Gegner habe drei gepanzerte Gefechtsfahrzeuge, zehn Autos, zwei Geschütze und eine Anlage der elektronischen Kampfführung verloren.

    Der Truppenverband Mitte habe acht ukrainische Offensiven in der Nähe der Ortschaften Torskoje, Kutscherow Jar, Nowy Donbass, Schewtschenko, Lenina, Sergejewka und Nowoalexandrowka in der DVR und Nowopawlowka im Gebiet Dnjepropetrowsk zurückgeschlagen. Der Gegner habe bis zu 320 Kämpfer verloren. Das russische Militär habe zudem einen Panzer, zwei gepanzerte Gefechtsfahrzeuge, sieben Autos, zwei Geschütze und zwei Analgen der elektronischen Kampfführung zerstört.

    Der Truppenverband Ost habe nahe der Ortschaft Welikomichailowka im Gebiet Dnjepropetrowsk einen ukrainischen Angriff abgewehrt. Das Ministerium schätzt die gegnerischen Personalverluste auf mehr als 250 Soldaten. Ein Panzer, vier gepanzerte Gefechtsfahrzeuge, sechs Autos und ein Geschütz seien außer Gefecht gesetzt worden.

    Der Truppenverband Dnjepr habe als Gegenreaktion ukrainische Stellungen in der Nähe der Ortschaften Nowoandrejewka, Saporoschez und Malyje Schtscherbaki im Gebiet Saporoschje getroffen. Dabei seien bis zu 35 ukrainische Armeeangehörige getötet oder verletzt worden. Der Gegner habe darüber hinaus neun Autos und ein Geschütz verloren.

    Nach russischen Angaben hat die Ukraine seit dem Beginn der Sonderoperation am 24. Februar 2022 insgesamt 671 Flugzeuge, 284 Hubschrauber, 144.746 Drohnen, 659 Flugabwehrraketenkomplexe, 29.236 Kampfpanzer und andere Panzerfahrzeuge, 1.717 Mehrfachraketenwerfer sowie 34.844 Geschütze und Mörser verloren.

  • 13:35 Uhr

    Russland meldet 8.970 Verstöße gegen Waffenruhe durch Ukraine

    Das russische Verteidigungsministerium teilt mit, dass das russische Militär ab Mitternacht des 8. Mai an allen Frontabschnitten der militärischen Sonderoperation in der Ukraine den von Präsident Wladimir Putin verkündeten Waffenstillstand strikt befolge und auf den zuvor eingenommenen Positionen bleibe. Gleichzeitigt wirft die Behörde in Moskau den ukrainischen Streitkräften zahlreiche Verstöße gegen die Waffenruhe vor. Der Gegner habe demnach Artillerie und Drohnen gegen russische Stellungen eingesetzt und Drohnenangriffe gegen zivile Infrastrukturobjekte in den Teilrepubliken Krim, Adygeja und Tschetschenien, den Regionen Perm, Stawropol und Krasnodar sowie den Gebieten Tula, Kaluga, Smolensk, Orjol, Moskau, Woronesch, Rostow, Rjasan, Lipezk, Brjansk, Belgorod und Kursk geflogen.

    "Seit Beginn der Waffenruhe nahmen die Streitkräfte der Ukraine 1.173-mal mit Artilleriegeschützen, Mehrfachraketenwerfern, Mörsern und Panzern Stellungen unserer Streitkräfte unter Beschuss. Außerdem gab es 7.151 Drohnenangriffe. Ukrainische Truppen unternahmen zwölf Offensiven auf Stellungen russischer Einheiten. Insgesamt wurden in der Zone der militärischen Sonderoperation 8.970 Verstöße gegen die Waffenruhe registriert."

    Unter diesen Umständen habe das russische Militär auf die Verstöße gegen die Waffenruhe reagiert und gegnerische Mehrfachraketenwerfer, Artilleriegeschütze und Mörser angegriffen. Auch Drohnenstützpunkte seien getroffen worden. Die russische Luftabwehr habe in den vergangenen 24 Stunden acht Lenkbomben, eine HIMARS-Rakete und 467 unbemannte Luftfahrzeuge abgefangen. Im selben Zeitraum habe die russische Schwarzmeer-Flotte zwei ukrainische Wasserdrohnen zerstört, heißt es.

  • 13:06 Uhr

    "Zeichenbegrenzung" – Bundesregierung nennt zum 8. Mai Befreier Russland nicht beim Namen

    Anlässlich des 8. Mai hat Bundeskanzler Friedrich Merz auf X den "Tag der Befreiung" vom NS-Regime gewürdig – dabei auffällig – ohne die Sowjetunion zu erwähnen. Der deutsche Journalist Tilo Jung fragte daraufhin in der Bundespressekonferenz kritisch nach, ob diese Auslassung Absicht sei, um Russland zu verschweigen. Der stellvertretende Regierungssprecher Steffen Meyer wich der Frage aus und verwies lediglich auf die "Zeichenbegrenzung auf X".

    Das Video gibt es hier auf unserer Website zu sehen.

  • 12:33 Uhr

    Sieben Verletzte bei ukrainischen Angriffen auf 23 Ortschaften im Gebiet Belgorod

    Gouverneur Wjatscheslaw Gladkow veröffentlicht jeden Tag auf Telegram Statistiken über ukrainische Angriffe auf Siedlungen im russischen Grenzgebiet Belgorod. Aus dem heutigen Eintrag geht hervor, dass das ukrainische Militär am Freitag und am Samstagvormittag insgesamt 23 Ortschaften in sechs Bezirken angegriffen habe.

    In der Statistik berichtet der Politiker über Opfer unter der Zivilbevölkerung. Bei einer Drohnenattacke seien zwei Einwohner der Siedlung Nowaja Nelidowka zu Schaden gekommen. In der Siedlung Kasatschja Lissiza habe eine ukrainische FPV-Drohne einen Traktorfahrer verletzt. Bei einer Drohnenattacke auf die Siedlung Gora-Podol seien drei Frauen verletzt worden. Am frühen Samstagmorgen habe ein Kämpfer der Drohnenabwehr-Einheit Orlan Verletzungen erlitten. Er werde jetzt auf der Intensivstation behandelt. Außerdem habe ein elf Jahre altes Mädchen am Freitag eine medizinische Einrichtung aufgesucht, nachdem es bereits am 7. Mai bei einer Drohnenattacke auf die Ortschaft Tawrowo ein Barotrauma erlitten habe.

    Gladkow meldet zudem viele Sachschäden. Demnach seien in den vergangenen 24 Stunden sieben Wohnungen in zwei Mehrfamilienhäusern, 15 Einfamilienhäuser, eine soziale Einrichtung, zwei Geschäfte, ein Bauernhof, ein Infrastrukturobjekt, eine Stromleitung, ein Traktor, zwei Lkw, ein Linienbus, ein Kleintransporter und 17 Autos zerstört oder beschädigt worden.

  • 12:05 Uhr

    Russische Truppen werfen Flugblätter über Nikopol im Gebiet Dnjepropetrowsk ab

    Pünktlich zum Tag des Sieges über Nazi-Deutschland, der in Russland am 9. Mai begangen wird, haben russische Truppen über den ukrainischen Gebieten Odessa, Nikolajew, Tschernigow und über den von der Ukraine kontrollierten Teilen der Gebiete Cherson, Sumy und Dnjepropetrowsk Flugblätter abgeworfen. Wie die Nachrichtenagentur TASS berichtet, habe das russische Militär zu diesem Zweck Drohnen eingesetzt. Das Ziel sei es gewesen, die Ukrainer an die Heldentaten der Rotarmisten im Großen Vaterländischen Krieg zu erinnern. Der Text enthalte neben Daten zu einer sicheren Kontaktaufnahme mit den russischen Streitkräften unter anderem die folgende Zeile:

    "Unsere Großväter befreiten Schulter an Schulter die Ukraine von den deutschen Eroberern."

  • 11:36 Uhr

    Beschuss auf Siedlungen im Gebiet Cherson: mehr als 40 Geschosse aus Ukraine abgefeuert

    Die Behörden im von Russland kontrollierten Teil des Gebiets Cherson melden andauernde Angriffe auf Siedlungen am linken Dnjepr-Ufer. Den Angaben zufolge habe die ukrainische Artillerie im Laufe des 8. Mai 25 Geschosse auf sechs Ortschaften abgefeuert. Die Zahl der eingeschlagenen Geschosse listen die Behörden wie folgt auf:

    • Golaja Pristan – 3,
    • • Dnjeprjany – 4,
    • • Korsunka – 5,
    • • Kochany – 3,
    • • Ljubimowka – 4,
    • • Nowaja Kachowka – 6.

    Wie die Behörden weiter mitteilen, habe der Beschuss auch in der Nacht zum Samstag angedauert. Auf zivile Infrastrukturen der von Russland kontrollierten Ortschaften Kasatschji Lageri, Krynki, Rasdolnoje und Nowaja Kachowka seien insgesamt 18 Geschosse abgefeuert worden.

    Berichte über Opfer und Schäden liegen bislang nicht vor.

  • 11:08 Uhr

    Gouverneur meldet zahlreiche ukrainische Artillerie- und Drohnenangriffe auf Grenzgebiet Kursk

    Die ukrainischen Streitkräfte haben ihre Attacken auf das russische Grenzgebiet Kursk auch am 8. Mai fortgesetzt. Gouverneur Alexander Chinschtein berichtet am Samstag in der täglichen Statistik auf der Plattform MAX über zahlreiche Artillerie- und Drohnenangriffe auf die Region. Wie der Politiker mitteilt, seien im Zeitraum von 8 Uhr MESZ am 8. Mai bis 8 Uhr MESZ am 9. Mai 119 ukrainische Drohnen abgeschossen worden. Zudem habe die gegnerische Artillerie in dieser Zeit 138-mal grenznahe evakuierte Ortschaften unter Beschuss genommen. Es habe darüber hinaus 18 Angriffe gegeben, bei denen unbemannte Luftfahrzeuge Sprengsätze auf Objekte im Gebiet Kursk abgelassen hätten.

    Chinschtein meldet keine Opfer unter der Zivilbevölkerung. Der Politiker berichtet aber über Schäden in den Siedlungen Selekzionny, Peny und Kalinowka. Dort seien vier Gebäude, ein Lkw und ein Traktorwagen beschädigt worden.

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Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.