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Liveticker Ukraine-Krieg: Wagenknecht will Merkel und Schröder als Friedensstifter

Russland führt gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine Militäroperation in der Ukraine durch. Der Westen reagiert mit immer neuen Waffenlieferungen an die Ukraine und beispiellosen Sanktionen gegen Russland. Lesen Sie hier die neuesten Entwicklungen.
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  • 15.09.2026 21:21 Uhr

    21:21 Uhr

    Duma-Abgeordneter fordert Angriff mit Oreschnik auf europäische Rüstungsfabriken

    Der stellvertretende Vorsitzende des Duma-Verteidigungsausschusses, Alexei Schurawljow, hat gefordert, europäische Rüstungsfabriken, die Waffen für die Ukraine herstellen, mit der russischen Mittelstreckenrakete Oreschnik anzugreifen. Er sagte gegenüber Lenta.ru:

    "Die Angriffe auf diese Produktionsstätten hätten längst erfolgen müssen – als sie gerade erst begannen, in großem Maßstab Waffen für die Ukraine herzustellen. Das sind völlig legitime militärische Ziele."

    Wenn es nach ihm ginge, würden diese europäischen Rüstungsbetriebe "schon längst nicht mehr existieren". Einen entsprechenden Befehl könne man aber auch jetzt noch erteilen. Ein Angriff mit Oreschnik würde Europa zum Nachdenken bringen, so der Abgeordnete.

    Schurawljow hatte bereits Ende August einen Angriff mit Oreschnik auf mindestens einen europäischen Drohnenhersteller gefordert.

  • 20:55 Uhr

    NATO-Chef Rutte: Wir haben Mittel und Wege gegen Russland, die nicht bekannt sind

    Am Montag hat NATO-Chef Rutte in Brüssel versichert, dass nicht alle Möglichkeiten, auf "russische hybride Angriffe" zu reagieren, öffentlich bekannt seien. Außerdem sagte der NATO-Generalsekretär, der gestrige Angriff auf einen Personenzug in der Ukraine zeige, wie verzweifelt Putin mittlerweile sei. Am Montag hat NATO-Chef Rutte in Brüssel versichert, dass nicht alle Möglichkeiten, auf "russische hybride Angriffe" zu reagieren, öffentlich bekannt seien.

    "Wir verfügen über alle Reaktionsmöglichkeiten. Wir können Ihnen jedoch nicht immer offenlegen, um welche es sich dabei handelt", erklärte Rutte einem Journalisten.

    Ein Video dazu gibt es hier auf unserer Webseite.

  • 20:30 Uhr

    Russland und Ukraine arbeiten an weiterem Gefangenenaustausch

    Unter den in der Ukraine festgehaltenen russischen Kriegsgefangenen befinden sich nach Angaben der russischen Menschenrechtsbeauftragten Jana Lantratowa zahlreiche Verwundete. An ihrem Austausch werde gearbeitet.

    "Natürlich gibt es davon nicht wenige", sagte Lantratowa gegenüber RIA Nowosti. Beim letzten größeren Gefangenenaustausch im Verhältnis 103 zu 103 seien 31 verwundete russische Soldaten zurückgekehrt.

    Russland und die Ukraine arbeiten laut Lantratowa zudem an weiteren Austauschen von Kriegsgefangenen und der Rückkehr von Zivilisten. "Es gibt fertige Listen, wir besprechen sie. Dieser Prozess läuft täglich", erklärte sie. Sie hoffe, dass der nächste Austausch bald stattfinden werde. Zudem könnten Moskau und Kiew eine humanitäre Aktion zur Familienzusammenführung durchführen.

  • 19:55 Uhr

    Russland greift Logistikziele in ukrainischen Häfen an

    Laut dem Verteidigungsministerium haben die russischen Streitkräfte einen Güterzug im Hafen Juschny getroffen, während dieser gerade mit Gütern für die ukrainischen Streitkräfte beladen wurde.

    Im Hafen Ismail wurde zudem ein Tanker mit Treib- und Schmierstoffen für die ukrainischen Streitkräfte beschädigt. Im Hafen Tschernomorsk geriet außerdem ein RoRo-Fährschiff mit Gütern für die ukrainischen Streitkräfte unter russischen Beschuss.

    Das russische Verteidigungsministerium erklärte, die Angriffe auf ukrainische Häfen und dort eingesetzte Schiffe seien am Dienstag fortgesetzt worden.

  • 19:34 Uhr

    Gebiet Cherson: Ukrainische Streitkräfte greifen Schule an

    In der Nacht griffen Kiews Kämpfer eine Schule im Dorf Weliki Kopani im Kreis Aljoschki im Gebiet Cherson an. Dies teilte Gouverneur Wladimir Saldo mit. Demnach warfen ukrainische Drohnen zweimal Munition auf das Schulgebäude ab. Aufgrund von Renovierungsarbeiten fand dort derzeit kein Unterricht statt. Bei dem Angriff wurde niemand verletzt, das Dach und mehrere Fenster wurden jedoch beschädigt.

  • 19:09 Uhr

    Wagenknecht will Merkel und Schröder als Friedensvermittler

    Die Wahl in Mecklenburg-Vorpommern kann eine Chance bieten, die Friedensbemühungen um den Ukraine-Konflikt zu fördern, meint Sahra Wagenknecht (BSW). In einem Beitrag auf X (Twitter) schreibt die Politikerin, dass das Bundesland eine Initiative starten könnte, indem ein überparteilicher Ministerpräsident für Angela Merkel und Gerhard Schröder als Friedensvermittler plädieren würde. Wagenknecht betont:

    "Beide hätten gemeinsam die Autorität, endlich wieder einen Dialog mit Moskau zu beginnen, um die hochgefährliche Eskalationsspirale zu stoppen und das Blutvergießen in der Ukraine zu beenden."

    Im Rahmen des Dialogs sollten Gaslieferungen über Nord Stream und Ölimporte aus Russland wiederaufgenommen werden, um die Spritpreise zu senken, führt die Politikerin aus. Die Sanktionen gegen Russland haben den Krieg nicht beendet und ruinieren die deutsche Industrie.

    Von Mecklenburg-Vorpommern kann "ein politischer Neubeginn für ganz Deutschland ausgehen", hebt Wagenknecht hervor.

  • 18:38 Uhr

    Türkei setzt Kontakte zu Konfliktparteien in Ukraine fort

    Die Türkei ist nach Angaben von Außenminister Hakan Fidan weiterhin im Kontakt mit allen interessierten Seiten, um Wege für eine friedliche Lösung des Ukraine-Konflikts zu finden.

    "Unsere Bemühungen und Kontakte zu allen Seiten gehen weiter", sagte Fidan bei einer Pressekonferenz in Baku. Ankara habe unter anderem das Getreideabkommen und einen Entwurf für ein fast unterschriftsreifes Istanbuler Friedensabkommen sowie einen Gefangenenaustausch ermöglicht.

    Fidan betonte, dass der Konflikt jetzt beendet werden müsse. "Nach viereinhalb Jahren Krieg sind die Beteiligten psychologisch näher an der Erkenntnis, dass dies notwendig ist", sagte er. Vermittler wie die Türkei müssten nun geeignete Wege finden, um die Parteien zu einer Einigung zu bewegen.

    Andernfalls drohten steigende Energiepreise, Probleme bei der Ernährungssicherheit und eine weitere Eskalation. In der Türkei wolle man zudem nicht einmal an eine Ausweitung des Konflikts auf andere europäische Länder denken, so Fidan.

  • 18:18 Uhr

    Peskow: Ukrainischer Angriff auf Energieanlage verzeichnet

    In der vergangenen Nacht hat Russland einen Versuch der Ukraine verzeichnet, eine Energieanlage anzugreifen, erklärt Kremlsprecher Dmitri Peskow. Auf einer Pressekonferenz betont der Beamte:

    "Die Ukrainer haben in der Nacht tatsächlich versucht, einen Angriff auf eine Energieanlage auf russischem Territorium in einer der Regionen zu verüben."

    Am Sonntag hatte US-Präsident Donald Trump den ukrainischen Amtskollegen Wladimir Selenskij aufgefordert, Attacken auf russische Anlagen, verbunden mit Dieselkraftstoff, zu unterlassen. Trumps Ansicht nach schaden solche Angriffe der ganzen Welt.

  • 17:53 Uhr

    Gebiet Belgorod erneut Ziel ukrainischer Drohnenangriffe – ein Verletzter 

    Im Gebiet Belgorod ist ein Mann bei einem Drohnenangriff auf sein Auto durch Kiews Streitkräfte verletzt worden. Er erlitt eine Minen- und Explosionsverletzung und wurde ins Krankenhaus gebracht, wie der regionale Einsatzstab mitteilte. Der Angriff ereignete sich in der Stadt Schebekino. Dort geriet zudem ein Lastwagen nach ukrainischen Drohnenangriffen in Brand.

  • 17:28 Uhr

    Sacharowa: Russische Armee kämpft nicht gegen Zivilbevölkerung

    Die russischen Streitkräfte kämpfen im Gegensatz zu den ukrainischen nicht gegen die Zivilbevölkerung und greifen keine schutzlosen Menschen an. Dies erklärte die Sprecherin des russischen Außenministeriums, Maria Sacharowa.

    Sie reagierte damit auf Berichte ausländischer Medien über einen angeblich vorsätzlichen russischen Angriff auf einen Personenzug, in dem sich ehemalige und amtierende Politiker sowie Regierungsvertreter westlicher Länder befunden haben sollen. Sacharowa betonte:

    "Unsere Streitkräfte jagen keine zivilen Fahrzeuge und eröffnen kein Feuer auf schutzlose Menschen – Frauen, ältere Menschen und Kinder."

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Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.