Liveticker Ukraine-Krieg: Russische Streitkräfte nehmen ukrainische Rüstungsbetriebe ins Visier

17.09.2026 14:25 Uhr
14:25 Uhr
Moskau und Kiew tauschen erneut gefallene Soldaten aus
Russland und die Ukraine haben erneut sterbliche Überreste von Militärangehörigen ausgetauscht. Wie Schamsail Saralijew, ein Abgeordneter der russischen Staatsduma, gegenüber Medien erklärte, fand der Austausch am Grenzkontrollpunkt "Nowaja Guta" an der weißrussisch-ukrainischen Grenze statt. Russland übergab 252 gefallene Soldaten, während die Ukraine 23 sterbliche Überreste zum Austausch brachte.
Den Austausch bestätigte auch die ukrainische Seite. Laut der zuständigen Behörde in Kiew leistete das Internationale Komitee vom Roten Kreuz seinen Beitrag.
13:57 Uhr
Russische Luftstreitkräfte greifen ukrainische Stützpunkte in Charkow und der Volksrepublik Donezk an
Die russischen Luftstreitkräfte haben nach Angaben des Verteidigungsministeriums mit lenkbaren Fliegerbomben Stützpunkte ukrainischer Einheiten in dem Gebiet Charkow und der Volksrepublik Donezk (DVR) getroffen.
In Fjodorowka im Gebiet Charkow zerstörten vier FAB-500-Bomben den Stützpunkt der gegnerischen 4. Grenzschutztruppe. In Druschkowka in der DVR trafen fünf FAB-500-Bomben einen Stützpunkt der 100. selbstständigen mechanisierten Brigade der ukrainischen Streitkräfte.
Das Verteidigungsministerium in Moskau veröffentlichte auf Telegram entsprechende Aufnahmen.
13:27 Uhr
Kursk unter Beschuss: 258 Drohnen abgewehrt
Die ukrainischen Streitkräfte haben das Grenzgebiet Kursk binnen 24 Stunden 67-mal mit Artillerie beschossen und 20-mal mit Drohnen Sprengkörper abgeworfen. Der Gouverneur Alexander Chinstein teilte mit, dass über dem Gebiet 258 gegnerische Drohnen abgeschossen wurden. Todesopfer gab es keine.
Im Dorf Korenewo wurde eine 52-jährige Frau verletzt, ein Haus und eine Garage brannten aus. Durch Beschädigungen an Stromleitungen kam es im Bezirk Obojan sowie in den Bezirken Belowo, Bolschoje Soldatskoje, Oktjabrski, Schelesnogorsk und Dmitrijew zeitweise zu Stromausfällen. Ein Teil des Bezirks Belowo ist weiterhin ohne Strom.
12:50 Uhr
FSB nimmt Bewohner von Sewastopol wegen versuchter Waffenschmuggel-Organisation für SBU fest
Der russische Inlandsgeheimdienst FSB hat einen 47-jährigen Bewohner Sewastopols festgenommen. Der Pressestelle des FSB zufolge soll der Mann im Auftrag des ukrainischen Geheimdienstes SBU, mit dem er Kontakt aufgenommen hatte, die Schmuggel-Lieferung von Waffen und Militärtechnik über Drittstaaten in die Ukraine organisiert haben, damit diese im Konfliktgebiet gegen Russland eingesetzt werden.
Gegen ihn wurde ein Strafverfahren wegen Landesverrats sowie versuchten Waffenschmuggels eingeleitet. Nach russischem Recht droht bei Landesverrat als Höchststrafe lebenslange Haft.
12:19 Uhr
Frontbericht des russischen Verteidigungsministeriums
Russlands Verteidigungsministerium berichtet am Donnerstag über den Verlauf der militärischen Sonderoperation in der Ukraine innerhalb der vergangenen 24 Stunden. Wie es heißt, haben die russischen Truppenverbände Nord, West, Süd, Mitte, Ost und Dnjepr den ukrainischen Truppen entlang der Front Niederlagen zugefügt.
Einheiten des Truppenverbands Nord verengen im Gebiet Charkow weiter den Einkesselungsring und dehnen die äußere Kontrollzone aus. Sämtliche Ausbruchsversuche ukrainischer Einheiten aus dem Kessel seien vereitelt worden. Binnen 24 Stunden haben die eingeschlossenen ukrainischen Kräfte bis zu 40 Soldaten sowie ein gepanzertes Kampffahrzeug und ein Selbstfahrgeschütz verloren.
Durch offensive Gefechtsführung des Truppenverbands Nord kam die Ortschaft Malaja Woltschja im Gebiet Charkow unter Kontrolle der russischen Truppen. Einheiten des Truppenverbands Ost drangen tiefer in die gegnerische Verteidigung vor und befreiten die Ortschaft Rosowka im Gebiet Saporoschje.
Bei den Kämpfen entlang der Front wurden mehr als 1.260 ukrainische Soldaten getötet oder verwundet.
Darüber hinaus wurden zerstört oder getroffen:
- 58 Fahrzeuge
- sechs gepanzerte Fahrzeuge
- drei Stationen für elektronische Kampfführung
- zwei Artilleriegeschütze
Außerdem fing die russische Luftabwehr acht Lenkbomben und 956 Starrflügeldrohnen ab.
Taktische Luftstreitkräfte, Kampfdrohnen, Raketentruppen und Artillerie der russischen Streitkräfte trafen Energie- und Verkehrsinfrastruktur der Ukraine, Munitionslager, Drohnenmontagestätten sowie vorübergehende Standorte ukrainischer Einheiten und ausländischer Söldner in 152 Bezirken.
11:45 Uhr
Experte: Kiew fehlt es infolge russischer Angriffe an gepanzerter Technik
Der Militärexperte Witali Kisseljow erklärte, die ukrainische Armee setze wegen Mangels an gepanzerten Fahrzeugen zunehmend auf robotische Plattformen und Hexakopter. Ursache seien russische Angriffe auf Rüstungsbetriebe. Kisseljow betonte, dem russischen Verteidigungsministerium seien Standorte von Objekten mit doppeltem Verwendungszweck, Rüstungsbetrieben und Drohnenmontagestätten tief im ukrainischen Hinterland bekannt. Der Experte forderte, diese Ziele verstärkt anzugreifen.
11:15 Uhr
Russische Streitkräfte greifen ukrainische Rüstungsindustrie und Infrastruktur massiv an
Die russischen Streitkräfte haben in der vergangenen Nacht einen massierten Schlag mit präzisionsgelenkten Waffen sowie Drohnen gegen Betriebe der Metallurgie- und Elektronikindustrie, des militärisch-industriellen Komplexes sowie gegen Energie-, Hafen- und Verkehrsinfrastruktur der Ukraine geführt, teilte das russische Verteidigungsministerium mit. Betroffen wurden unter anderem:
In dem Gebiet und in der Stadt Kiew:
- Werkstätte zur Produktion und Lagerung von Drohnen
- ein Betrieb für Drohnenkomponenten und die Vorbereitung von bodengestützten Robotersystemen
- das Datenzentrum "De Novo Data-Center", das größte seiner Art, das laut Ministerium Serverbetrieb für militärische Zwecke sowie die Verarbeitung, Übertragung und Speicherung von Daten – darunter Aufklärungsdaten – im Interesse der ukrainischen Streitkräfte sicherstellt
- ein Batteriespeicherpark bei Browary zur Energieversorgung militärischer Objekte
In dem Gebiet Saporoschje:
- das Stahlwerk Saporoschstal
- ein Montagewerk der Funkindustrie, das Aufklärungs- und EloKa-Systeme sowie Komponenten für Flugabwehrraketen herstellt
In dem Gebiet Odessa:
- ein Frachtschiff mit Militärgütern im Hafen Tschernomorsk
- das Umspannwerk Arzis
- zwei Straßenbrücken, die für Transitlieferungen aus Rumänien genutzt werden
Zusätzlich wurde auf See, rund 11 Kilometer östlich von Odessa, ein weiteres Frachtschiff mit Gütern für die ukrainischen Streitkräfte getroffen.
10:41 Uhr
Gebiet Belgorod: Neun Verletzte binnen 24 Stunden bei ukrainischen Angriffen
Die ukrainischen Streitkräfte haben das Gebiet Belgorod nach Angaben des amtierenden Gouverneurs Alexander Schuwajew binnen 24 Stunden rund 86-mal angegriffen. Dabei wurden neun Zivilisten verletzt.
Betroffen waren Belgorod selbst sowie mehrere umliegende Bezirke. Dem Gouverneur zufolge habe der Gegner das Gebiet sechsmal mit Artillerie beschossen und sechsmal Sprengkörper von Drohnen abgeworfen. 105 Drohnen seien abgeschossen worden.
Zudem starb im Krankenhaus eine Frau, die bei einem Drohnenangriff auf ein Auto im Bezirk Belgorod am 21. August verletzt worden war.
10:10 Uhr
Wahlkommissionsvorsitzende in der Region Saporoschje bei ukrainischem Drohnenangriff getötet
Die Zentrale Wahlkommission Russlands teilt mit, dass die Vorsitzende der Bezirkswahlkommission Nr. 394, Jelena Astanina, am 15. September bei einem ukrainischen Drohnenangriff auf das Gebiet Saporoschje ums Leben gekommen ist.
Astanina war seit 2022 im Wahlsystem tätig und an der Organisation des Referendums über den Beitritt der Volksrepubliken Donezk und Lugansk sowie der Gebiete Saporoschje und Cherson zu Russland beteiligt.
09:37 Uhr
Panzerbesatzungen des Truppenverbands Nord zerstören gegnerische Unterstände und Drohnenleitstände bei Charkow
Besatzungen von Kampfpanzern des Typs T-80BWM des Truppenverbands Nord haben im Gebiet Charkow getarnte Unterstände und Leitstände für Drohnen zerstört sowie Soldaten eingeschlossener ukrainischer Einheiten neutralisiert.
Das russische Verteidigungsministerium veröffentlicht auf Telegram entsprechende Aufnahmen.
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Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.