Liveticker Ukraine-Krieg: Russland greift Hafen von Odessa und Frachtschiffe mit Militärgütern an

18.07.2026 12:09 Uhr
12:09 Uhr
Ukrainehilfen sollen aus Sicht von Wadephul nicht unter Schuldenbremse fallen
Bundesaußenminister Johann Wadephul hat im Gespräch mit dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) die Idee der Bundesentwicklungsministerin Reem Alabali Radovan, die Ukrainehilfen von der Schuldenbremse auszunehmen, unterstützt. Der CDU-Politiker erklärte:
"Ich halte das für eine sinnvolle Idee. Darüber muss jetzt in der Koalition diskutiert und im Herbst entschieden werden."
Die SPD-Politikerin hatte argumentiert, mit dem Schritt könne man den finanziellen Spielraum für humanitäre Hilfe und Entwicklungshilfe erhöhen.
Außerdem forderte Wadephul von den Europäern mehr Bemühungen, um eine Verhandlungslösung für den Ukraine-Krieg durchzusetzen. Zuletzt habe die US-Regierung in der Ukraine-Frage ein weniger starkes Engagement gezeigt, daher seien nun die EU-Staaten gefragt. Deutschland, Frankreich und Großbritannien hätten dazu einen Vorstoß gemacht. Das Wichtigste sei, "endlich einen Weg für Gespräche zu finden". Putin verschließe sich dem bislang, so der Minister.
"Es liegt also an ihm, denn er muss jetzt die Chance ergreifen, diesen auch für sein Land sehr schädlichen Krieg zu beenden."
11:30 Uhr
Ein Toter und drei Verletzte bei ukrainischen Angriffen auf 56 Ortschaften im Gebiet Belgorod
Der Krisenstab des russischen Grenzgebiets Belgorod veröffentlicht jeden Tag auf Telegram Statistiken über ukrainische Angriffe auf Siedlungen in der Region. Aus dem heutigen Eintrag geht hervor, dass das ukrainische Militär in den letzten 24 Stunden 56 Ortschaften in neun Bezirken angegriffen habe. Der Gegner habe mindestens 16 Geschosse abgefeuert und 237 Drohnen eingesetzt, von denen 169 abgeschossen worden seien.
In der Statistik wird auch über Opfer unter der Zivilbevölkerung berichtet. In der Siedlung Nikolskoje sei ein Mann ums Leben gekommen, als eine ukrainische FPV-Drohne sein Auto angegriffen habe. Bei der Detonation einer Drohne in der Stadt Schebekino seien drei Menschen verletzt worden. Auf der Intensivstation eines Krankenhauses in Schebekino sei am Freitag ein Mann gestorben, der noch am 19. Juni bei einer Drohnenattacke auf seinen Lkw schwere Verletzungen erlitten habe.
Der Krisenstab meldet zudem viele Sachschäden. Demnach seien in den letzten 24 Stunden zwei Mehrfamilienhäuser, elf Einfamilienhäuser, vier Geschäfte, zwei Betriebe, ein Verwaltungsgebäude und vier soziale Einrichtungen zerstört oder beschädigt worden. Betroffen seien auch eine Garage, eine Gasleitung, zwei Stromleitungen, fünf Lkw und 17 Autos.
11:02 Uhr
Schäden durch ukrainische Artillerie- und Drohnenangriffe auf Grenzgebiet Kursk
Die ukrainischen Streitkräfte setzen ihre Attacken auf das russische Grenzgebiet Kursk fort. Gouverneur Alexander Chinstein berichtet in der täglichen Statistik auf der Plattform MAX über zahlreiche Artillerie- und Drohnenangriffe auf die Region. Wie der Politiker mitteilt, seien im Zeitraum von 8 Uhr am 17. Juli bis 8 Uhr am 18. Juli (MESZ) 148 ukrainische Drohnen abgeschossen worden. Darüber hinaus habe die gegnerische Artillerie in dieser Zeit 80-mal grenznahe, evakuierte Ortschaften unter Beschuss genommen. Es habe außerdem acht Angriffe gegeben, bei denen unbemannte Luftfahrzeuge Sprengsätze auf Objekte im Gebiet Kursk abgeworfen hätten.
Chinstein meldet weder Todesopfer noch Verletzte unter der Zivilbevölkerung. In der Stadt Rylsk seien jedoch ein Kesselhaus, ein Mehrfamilienhaus und eine Garage beschädigt worden. Im Dorf Ryschewka seien ein Wohnhaus, ein Schuppen und ein Auto völlig ausgebrannt. In der Stadt Lgow seien sechs Einfamilienhäuser und ein Auto zu Schaden gekommen. In der Siedlung Banischtschi sei ein Lkw zerstört worden.
10:38 Uhr
Deutsch-französische Militärpläne: Große Worte, offene Fragen

Einen Monat nach dem Scheitern des deutsch-französischen Kampfflugzeugprojekts wollen Berlin und Paris ihre militärische Zusammenarbeit neu beleben. Beim Treffen von Bundeskanzler Friedrich Merz und Präsident Emmanuel Macron ging es vor allem um gemeinsame Übungen, eine stärkere deutsche Beteiligung am Rüstungskonzern KNDS und einen möglichen französischen Nuklearschirm für Deutschland.
Zweifel bleiben jedoch: Mehrere Großprojekte sind ins Stocken geraten, und der Politikwissenschaftler Alexander Kamkin betont im Beitrag, dass Frankreich die Kontrolle über seine Atomwaffen niemals mit Berlin teilen werde.
Den Videobericht gibt es hier auf unserer Webseite zu sehen.
10:05 Uhr
Beschuss auf Siedlungen im Gebiet Cherson: Knapp 50 Geschosse aus Ukraine abgefeuert
Die Behörden im von Russland kontrollierten Teil des Gebiets Cherson melden andauernde Angriffe auf Siedlungen am linken Dnjepr-Ufer. Den Angaben zufolge habe die ukrainische Artillerie im Laufe des 17. Juli 31 Geschosse auf elf Ortschaften abgefeuert. Die Zahl der eingeschlagenen Geschosse listen die Behörden wie folgt auf:
- Aljoschki — 2,
- Briljowka — 2,
- Welikije Kopani — 4,
- Golaja Pristan — 3,
- Ljubimowka — 3,
- Molotschnoje — 3,
- Radensk — 2,
- Tarassowka — 6,
- Zukury — 2,
- Tschaplinka — 2,
- Tschulakowka — 2.
Wie die Behörden weiter mitteilen, habe der Beschuss auch in der Nacht zum Samstag angedauert. Auf zivile Infrastruktur der von Russland kontrollierten Ortschaften Kalantschak, Dnjeprjany, Nowaja Kachowka, Welikaja Lepeticha und Aljoschki seien insgesamt 15 Geschosse abgefeuert worden.
Berichte über Opfer und Schäden liegen bislang nicht vor.
09:40 Uhr
DVR meldet 38 ukrainische Angriffe binnen 24 Stunden
Die Behörden in Donezk haben innerhalb der vergangenen 24 Stunden 38 Angriffe durch ukrainische Truppen registriert. Demnach wurden auf das Territorium der Volksrepublik 45 Geschosse abgefeuert. Bei den Angriffen in der Zeitspanne von 0 Uhr am 17. Juli bis 0 Uhr am 18. Juli (Ortszeit) kamen zwei Zivilisten ums Leben, zwölf weitere Einwohner erlitten Verletzungen. Durch den Beschuss wurden drei Wohnhäuser, drei zivile Infrastrukturobjekte sowie mehrere Kommunalfahrzeuge, Busse, Lkw und Autos beschädigt.
Am Vortag hatten die Behörden von Donezk 35 Angriffe aus der Ukraine gemeldet. Dabei wurden zwei Zivilisten getötet, elf weitere Einwohner erlitten Verletzungen. Zu Schaden kamen zwei Wohnhäuser, sieben zivile Infrastrukturobjekte, ein Bus, ein Krankenwagen, ein Löschfahrzeug sowie mehrere Lkw und Autos.
09:01 Uhr
Russland greift Hafen von Odessa und Frachtschiffe an
Russland setzt seine Luftangriffe auf Ziele in der Ukraine fort. Auf der Plattform Telegram berichtet das Verteidigungsministerium in Moskau über Attacken auf militärisch relevante Häfen im Nachbarland. Demnach habe das russische Militär in der vergangenen Nacht den Hafen Odessa angegriffen. Dabei seien unter anderem Anlagen zum Umschlag von Kraft- und Schmierstoffen sowie Tanks mit solchen Stoffen getroffen worden, die man zur Versorgung der ukrainischen Streitkräfte verwendet habe. Im Hafen Tschernomorsk und in der Nähe der Schlangeninsel seien zwei Schiffe mit Militärgütern an Bord getroffen worden. Für diese Schläge habe das russische Militär hochpräzise luft- und bodenbasierte Waffen und Kampfdrohnen eingesetzt, heißt es.
Zuvor hatte der Militärgouverneur des südukrainischen Gebiets Odessa, Oleg Kiper, über einen russischen Raketenangriff auf ein Frachtschiff berichtet, das unter der Flagge der Marschallinseln gefahren sei. Vier Mitglieder der 17-köpfigen Besatzung seien verletzt worden. Im Hafen seien ein Verwaltungsgebäude, ein Lagergebäude und mehr als ein Dutzend Autos beschädigt worden.
08:36 Uhr
Brand in Erdöldepot und mehrere Verletzte bei Drohnenattacke auf Gebiet Moskau
In der zurückliegenden Nacht hat das Gebiet Moskau eine massive ukrainische Drohnenattacke überstanden. Gouverneur Andrei Worobjow gibt auf der Plattform Telegram bekannt, dass die russische Luftabwehr über der Region 48 unbemannte Luftfahrzeuge abgeschossen habe. Der Politiker berichtet über schwerwiegende Folgen.
So habe eine ukrainische Drohne einen Großbrand in einem Erdöldepot in der Stadt Noginsk etwa 60 Kilometer östlich von Moskau ausgelöst. Aus Sicherheitsgründen habe man ein benachbartes Entbindungsheim evakuiert. Die Patientinnen und Babys seien umgehend in andere medizinische Einrichtungen verlegt worden. Außerdem habe man die Bewohner eines benachbarten Mehrfamilienhauses in Sicherheit gebracht, teilt Worobjow mit.
Der Politiker meldet 26 Verletzte. Demnach seien zwei Einwohner der Stadt Noginsk verletzt worden. Weitere 24 Menschen hätten teils schwere Verletzungen erlitten, als eine ukrainische Drohne in einem Logistikzentrum des Online-Händlers Wildberries in der Stadt Elektrostal, ungefähr 64 Kilometer östlich der Hauptstadt Moskau, eingeschlagen sei.
08:03 Uhr
Ukrainische Drohnen schlagen in Logistikzentrum im Gebiet Tambow ein: 7 Tote und 25 Verletzte
In der Nacht zum 18. Juli haben die ukrainischen Streitkräfte unter anderem das russische Gebiet Tambow mit unbemannten Luftfahrzeugen angegriffen. Auf der Plattform Telegram berichtet Gouverneur Jewgeni Perwyschow über empfindliche Folgen der nächtlichen Attacke auf die Stadt Kotowsk. Demnach seien ukrainische Drohnen in einem Logistikzentrum des Online-Händlers Wildberries eingeschlagen. Am Einschlagsort sei ein Brand ausgebrochen. Sieben Mitarbeiter seien ums Leben gekommen, mindestens 25 weitere hätten Verletzungen erlitten.
Der Politiker drückt den Angehörigen der Opfer sein Beileid aus und verspricht ihnen Unterstützung. Die Verletzten würden in medizinischen Einrichtungen der Stadt Kotowsk und der Gebietshauptstadt Tambow ärztlich behandelt. Zugleich warnt Perwyschow seine Landsleute davor, Aufnahmen vom Ort des Geschehens im Internet zu veröffentlichen. Mit solchen Fotos und Videos helfe man nur dem Gegner.
07:29 Uhr
Russische Luftabwehr zerstört in der Nacht 379 ukrainische Drohnen

Archivbild: Wrackteile abgeschossener ukrainischer Drohnen im Gebiet Cherson, 15. Juli 2026ALEXEI KONOWALOW / TASS Russlands Verteidigungsministerium berichtet am Samstagmorgen über weitere Versuche der ukrainischen Streitkräfte, Objekte in Russland mit unbemannten Luftfahrzeugen anzugreifen. Demnach habe die russische Luftabwehr in der vergangenen Nacht 379 gegnerische Drohnen abgefangen. Die unbemannten Luftfahrzeuge seien über den Gebieten Belgorod, Brjansk, Kursk, Smolensk, Rjasan, Kaluga, Tula, Tambow, Orjol, Lipezk, Twer, Pskow, Woronesch, Rostow, Wolgograd, Leningrad und Wladimir, über dem Großraum Moskau, der Region Krasnodar, der Teilrepublik Krim sowie über dem Asowschen und dem Schwarzen Meer zerstört worden. Weitere Einzelheiten teilt das Ministerium nicht mit.
Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.
Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.

