Liveticker Ukraine-Krieg: Wikoff und Kushner in Kiew eingetroffen

6.09.2026 14:07 Uhr
14:07 Uhr
DVR wehrt im Laufe der Woche mehr als 50 Drohnenangriffe ab
Die Donezker Volksrepublik (DVR) hat im Laufe der Woche Dutzende Drohnenattacken ukrainischer Truppen abgewehrt. Wie Denis Puschilin, der Leiter der Region, in sozialen Medien berichtete, verhinderten Flugabwehrsysteme 54 Terrorangriffe.
13:17 Uhr
Witkoff und Kushner in Kiew eingetroffen

Steve Witkoff und Jared Kushner am 6. September 2026 in KiewFrancisco Seco / AP Steve Witkoff und Jared Kushner, die Gesandten des US-Präsidenten Donald Trump, sind am Sonntag in Kiew eingetroffen. Laut ukrainischen Medien kamen sie in der Hauptstadt aus Polen mit dem Zug an. Am Bahnsteig wurden sie von hochrangigen Beamten empfangen, unter anderem vom Leiter des Präsidialamtes, Kirill Budanow, und dem Sekretär des nationalen Sicherheitsrates, Rustem Umerow.
Ferner werden sich am Sonntag Witkoff und Kushner mit Präsident Wladimir Selenskij treffen. An den Verhandlungen sollen auch Sicherheitsberater aus Deutschland, Frankreich und Großbritannien beteiligt sein.
Am Samstag waren Witkoff und Kushner zu Besuch in Moskau. Beim Treffen mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin erörterten sie die Fragen im Zusammenhang mit dem Ukraine-Konflikt sowie Wirtschaftskooperation zwischen Russland und den USA.
12:59 Uhr
Frontbericht des russischen Verteidigungsministeriums
Im Laufe des vergangenen Tages haben die ukrainischen Streitkräfte 1.315 Soldaten während der Kampfhandlungen verloren, lautet der tägliche Frontbericht des Verteidigungsministeriums in Moskau. Russische Truppen zerstörten folgende Waffen und Ausrüstung des Gegners:
- einen Mannschaftstransportwagen,
- zehn gepanzerte Kampffahrzeuge,
- 76 Kraftfahrzeuge,
- fünf Artilleriegeschütze,
- fünf Anlagen der Elektronischen Kampfführung,
- eine Anlage der Elektronischen Aufklärung.
Einheiten der Luftstreitkräfte, Raketen- und Artillerietruppen sowie Drohnenbediener trafen Transportinfrastruktur und Logistikobjekte, die im Interesse gegnerischer Truppen betrieben wurden, Lager mit Drohnen und Komponenten sowie ukrainische Truppen und ausländische Söldner in 144 Kreisen. Die Flugabwehr schoss vier Flugbomben und 400 unbemannte Flugzeuge ab.
12:25 Uhr
Präsidentenberater in Kiew skeptisch über genügende Patriot-Lieferungen
Kiew kann die notwendige Zahl an Patriot-Raketen kaum bekommen, glaubt Sergei Beskrestnow, ein Berater des ukrainischen Präsidenten.
In einem Interview für die Zeitung The Guardian zeigt er sich wenig zuversichtlich, dass Wladimir Selenskij genug Raketen im Ausland beschaffen werde, um eine Energiekrise im kommenden Winter zu verhindern. Die Ukraine benötige dringend die Patriot-Munition als Hauptmittel zur Abwehr der ballistischen Raketen.
Die Lage werde dadurch erschwert, dass die ukrainischen Projekte noch nicht für die Serienproduktion bereit seien, hebt Beskrestnow hervor. Ihm zufolge arbeiten vier bis sechs ukrainische Unternehmen an Abfangwaffen, diese seien aber "noch nicht serienreif".
Im vergangenen Monat hatte Selenskij seine Absicht angekündigt, 300 Patriot-Raketen für die Verteidigung des Landes im Winter zu erhalten.
11:32 Uhr
Flugabwehr zerstört Dutzende Drohnen über Gebiet Rjasan
Bei dem ukrainischen Drohnenangriff auf das Gebiet Rjasan hat ein Zivilist Verletzungen erlitten, erklärt Gouverneur Pawel Malkow. In der Nacht und am Morgen zerstörte die Flugabwehr mehr als 50 unbemannte Flugzeuge.
10:52 Uhr
Gebiet Belgorod meldet mehrere Tote und Verletzte an einem Tag
Binnen der vergangenen 24 Stunden sind drei Zivilisten im Gebiet Belgorod wegen der ukrainischen Angriffe ums Leben gekommen, berichtet der kommissarische Gouverneur Alexander Schuwajew. Außerdem wurden vier Einwohner der Region verletzt.
Die ukrainischen Streitkräfte führten an einem Tag insgesamt 102 Angriffe auf das Gebiet durch. Laut Schuwajew wurden 107 ukrainische Drohnen zerstört.
10:20 Uhr
Gebiet Rjasan: Betrieb in Flammen nach ukrainischem Angriff
Das Gebiet Rjasan meldet einen Brand an einem wirtschaftlichen Betrieb. Laut Gouverneur Pawel Malkow brach der Brand durch den Absturz von Fragmenten einer ukrainischen Drohne aus. Zudem wurde ein Wohnhaus in der Stadt Rjasan beschädigt. Nach vorläufigen Angaben gab es keine Verletzten.
09:51 Uhr
Medien: Weitere Schritte zur Ukraine in kommenden Wochen bekanntgegeben
Präsident Wladimir Putin und die US-Gesandten Steve Witkoff und Jared Kushner sollen bei den Verhandlungen im Kreml am Samstag "beträchtliche Pläne" in Bezug auf den Frieden im Ukraine-Konflikt erörtert haben, erklärt Axios-Journalist Barak Ravid auf X (Twitter).
Unter Berufung auf eine Quelle im Weißen Haus betont Ravid, über weitere Schritte werde in den kommenden Wochen informiert. Die beiden Seiten freuten sich auf ebenso produktive Treffen am Sonntag in Kiew.
Zusammen mit Witkoff und Kushner reisten nach Moskau auch Vertreter des Nationalen Sicherheitsrates, des Außen- und Finanzministeriums, führt der Journalist aus.
09:13 Uhr
Russische Flugabwehr zerstört in der Nacht fast 260 Drohnen
Einheiten der russischen Flugabwehr haben 258 unbemannte Flugzeuge der Ukraine abgefangen und zerstört. Laut dem Verteidigungsministerium wurden die Drohnen zwischen 20 Uhr am Samstag und 8 Uhr am Sonntag (Moskauer Zeit) über 15 Regionen Russlands sowie über dem Asowschen und dem Schwarzen Meer vom Himmel geholt.
08:38 Uhr
Ein Toter und Verletzte nach ukrainischen Angriffen auf Russland
In der vergangenen Nacht haben die Streitkräfte der Ukraine weiterhin russische Regionen unter Beschuss genommen. Laut dem Krisenstab im Gebiet Belgorod traf eine gegnerische Drohne ein Auto, wobei ein Mann ums Leben kam. Eine Frau wurde mit schweren Verletzungen ins Krankenhaus eingeliefert.
Nach dem Angriff am Sonntagmorgen auf Rostow am Don verzeichnen die Behörden Schäden an zwei mehrstöckigen Wohnhäusern. Ein Kind wurde verletzt. Es erhält medizinische Hilfe. Die Anwohner wurden evakuiert, Rettungsdienste blieben vor Ort im Einsatz.
Ferner präzisierte Juri Sljussar, der Gouverneur des Gebietes Rostow, dass die Zahl der Verletzten auf drei stieg.
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Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.
