Liveticker Ukraine-Krieg: Kiew unternimmt größte Drohnenattacke auf Moskau seit zwei Jahren

18.08.2026 10:13 Uhr
10:13 Uhr
Energodar: Ein Toter und Verletzte durch Angriff aus der Ukraine
Bei einer Drohnenattacke nahe einer Bushaltestelle in Energodar im Gebiet Saporoschje kam ein Zivilist ums Leben. Dies gibt Gouverneur Jewgeni Balizki auf Telegram bekannt. Laut dem Beamten erlitten weitere 17 Menschen bei dem Angriff am Dienstagmorgen Verletzungen.
"Die Menschen warteten an der Bushaltestelle, um zur Arbeit zu fahren", schreibt Balizki. Der Angriff auf sie sei ein Terrorakt gewesen, der nur von den Kiewer Neonazis gerechtfertigt werden könne.
Die Rettungskräfte seien vor Ort im Einsatz, und die Betroffenen erhielten die notwendige medizinische Versorgung, heißt es weiter.
09:37 Uhr
Russische Artillerie nimmt gegnerische Stellungen auseinander (Video)
Aufnahmen des russischen Verteidigungsministeriums zeigen Mehrfachraketenwerfer vom Typ Grad und Uragan im Einsatz. Der Gegner habe kaum Chancen, heißt es im Beitrag auf Telegram-Kanal der Behörde.
09:00 Uhr
DVR meldet Dutzende Angriffe binnen 24 Stunden
Innerhalb der vergangenen 24 Stunden haben die Behörden in Donezk 40 Angriffe durch ukrainische Truppen registriert. Demnach wurden auf das Territorium der Volksrepublik 45 Geschosse verschiedener Art abgefeuert.
Bei den Angriffen im Zeitraum von 0:00 Uhr am 17. August bis 0:00 Uhr am 18. August (Ortszeit) kam ein Zivilist ums Leben. Weitere zehn Zivilisten erlitten Verletzungen.
Durch den Beschuss wurden sechs Eigenheime und fünf zivile Infrastruktureinrichtungen beschädigt.
08:15 Uhr
Ukrainisches Militär setzt Drohnenterror gegen russische Regionen fort
In der Nacht zu Dienstag hat Russlands Luftverteidigung insgesamt 791 ukrainische unbemannte Fluggeräte über 13 Gebieten, über den Regionen Moskau, Krasnodar, der Republik Krim sowie über dem Schwarzen und dem Asowschen Meer abgefangen oder zerstört.
Wie das Verteidigungsministerium in Moskau bekanntgibt, setzte das ukrainische Militär bei den Angriffen Starrflüglerdrohnen ein.
07:31 Uhr
TASS: Nächtlicher Drohnenangriff auf Moskau war der größte seit zwei Jahren
Moskaus Bürgermeister Sergei Sobjanin gibt auf Telegram bekannt, 620 ukrainische Drohnen seien zwischen Montagabend und Dienstagmorgen (Ortszeit) in Richtung der russischen Hauptstadt und deren Umland geflogen. Die Moskauer Luftabwehr selbst habe davon 180 Fluggeräte zerstört.
"Die Rettungskräfte sind an den Einschlagstellen im Einsatz", teilt Sobjanin weiter mit.
Nach Angaben der Nachrichtenagentur TASS handelte es sich um die größte Drohnenattacke aus der Ukraine seit zwei Jahren. Die Agentur bezieht sich dabei auf eigene Berechnungen, die auf Daten der Behörden der Hauptstadt basieren.
Zuletzt kam es demnach am vergangenen Wochenende zu einem heftigen ukrainischen Drohnenangriff auf Moskau. Die Behörden meldeten 600 anfliegende Drohnen, von denen 201 in der Haupstadtregion selbst abgefangen wurden.
17.08.2026 22:00 Uhr
22:00 Uhr
Damit beenden wir für heute den Live-Ticker zur Lage im Ukraine-Konflikt. Morgen früh ab 7 Uhr geht es mit der Berichterstattung weiter. Wir wünschen unseren Lesern trotz aller Spannungen in der Welt eine gute Nacht!
21:59 Uhr
Podoljaka: Wie realistisch ist ein Waffenstillstand entlang der Frontlinie?

Anstelle eines seiner üblichen Frontberichte setzt sich Juri Podoljaka in seinem Video vom 15. August mit den zunehmenden Gerüchten auseinander, wonach es schon im Herbst zu einem Waffenstillstand kommen und der Ukraine-Krieg entlang des derzeitigen Frontverlaufs eingefroren werden könnte.
Ein Video dazu gibt es hier auf unserer Webseite.
21:55 Uhr
Ex-Sprecherin wirft Selenskij selbstmörderische nationale Politik vor
Die ehemalige Sprecherin von Wladimir Selenskij, Julia Mendel, wirft dem ukrainischen Präsidenten eine "selbstmörderische nationale Politik" vor. Anstatt einen Frieden anzustreben, der in verschiedenen Formen möglich gewesen wäre, setze Selenskij auf die Fortsetzung des Konflikts. Mendel schrieb auf der Plattform X:
"Diese selbstmörderische nationale Politik wird anstelle eines unvollkommenen Friedens vorangetrieben – eines Friedens, der in den vergangenen Jahren in den unterschiedlichsten Formen möglich war, aber von Wladimir Selenskij nie angenommen wurde. Unterdessen wird seine Entscheidung, jeden Menschen, der kämpfen kann (oder auch nicht), gewaltsam an die Front zu schicken, als einziger patriotischer und akzeptabler Weg dargestellt."
Laut Mendel leben in der Ukraine noch rund vier Millionen Männer im wehrpflichtigen Alter. Die Regierung unternehme alles, um möglichst viele von ihnen an die Front zu schicken. Zudem werde die Reaktion der Bevölkerung auf Berichte über eine mögliche Mobilisierung von Frauen getestet. Mendel führte weiter aus:
"Selbst wenn man alle in der Ukraine verbliebenen Männer und Frauen im Alter von 18 bis 60 Jahren zusammenbringen und sie irgendwie zum Kämpfen zwingen würde, wäre diese Operation dennoch ein nationales Selbstmordkommando. Heute leben im Land nicht mehr als zehn Millionen solcher Menschen."
Die Weltgemeinschaft werde Zeuge der Selbstzerstörung einer der größten Nationen Europas.
21:40 Uhr
Selenskij entlässt Logistikgeneral aus Syrski-Umfeld
Der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij hat General Wladimir Karpenko als Leiter des Logistikkommandos der ukrainischen Streitkräfte entlassen. Karpenko galt als Vertrauter des ehemaligen Oberbefehlshabers Alexander Syrski. Mit einem weiteren Erlass ernannte Selenskij Juri Pogrebnoi zum neuen Leiter des Logistikkommandos.
Zuvor hatte die Abgeordnete der Werchowna Rada, Marjana Besuglaja, berichtet, dass der ukrainische Oberbefehlshaber Michail Drapaty Karpenko und General Alexander Grusewitsch, der Stabschef der ukrainischen Landstreitkräfte, von ihren Posten abgesetzt habe. Außerdem entließ Selenskij Jewgeni Ostrjanski als ersten stellvertretenden Sekretär des Nationalen Sicherheits- und Verteidigungsrats. Sein Nachfolger wurde Sergei Naumenko.
21:25 Uhr
CNN: Ukraine fast ohne Patriot-Abfangraketen
Die Ukraine hat ihre Vorräte an Abfangraketen für das Patriot-System nahezu aufgebraucht. In einigen Fällen können die Systeme daher bereits nicht mehr gegen ballistische Raketen eingesetzt werden. Dies berichtet CNN, dessen Journalisten Zugang zu einer Patriot-Anlage in der Ukraine erhielten.
Nach Angaben des Senders wurde von einer der Startanlagen seit rund sechs Wochen keine Rakete mehr abgefeuert. Der leitende Ingenieur der Einheit betonte, ein Patriot-System ohne Abfangraketen sei nutzlos. CNN führt den Mangel bei den ukrainischen Streitkräften auf die weltweit knappen Bestände zurück. Diese hätten sich nach dem umfangreichen Einsatz der Raketen während des Konflikts zwischen den USA, Israel und Iran weiter verschärft.
Nach Angaben des Foreign Policy Research Institute setzten die Koalitionskräfte in den ersten vier Tagen des Konflikts durchschnittlich rund 225 Abfangraketen pro Tag ein. Lockheed Martin habe dagegen im gesamten vergangenen Jahr nur rund 620 solcher Raketen produziert.
Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.
Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.
