Liveticker Ukraine-Krieg: Bulgarien will der Ukraine keine Waffen mehr aus seinen Beständen liefern

10.06.2026 19:04 Uhr
19:04 Uhr
Zahl der Ukraine-Flüchtlinge in der EU nimmt leicht zu
Die Zahl der Menschen aus der Ukraine, die in der EU Schutz suchen, ist im April leicht gestiegen. Wie das in Luxemburg ansässige EU-Statistikamt Eurostat am Mittwoch mitteilte, hielten sich im April rund 4,37 Millionen Ukrainer mit temporärem Schutzstatus in der EU auf. Dies ist ein Prozent mehr als im März 2026.
Die meisten Ukrainer beherbergt nach wie vor Deutschland. In der Bundesrepublik befanden sich im April demnach rund 1,28 Millionen Ukrainer, in Polen 971.255 und in Tschechien 384.435. Eurostat zufolge kamen im April rund 4.700 neue ukrainische Flüchtlinge nach Deutschland.
On 30 April 2026, 4.37 million non-EU citizens who fled 🇺🇦Ukraine had temporary protection status in the EU.🛂
— EU_Eurostat (@EU_Eurostat) June 10, 2026
Highest number of temporary protection beneficiaries in:
🇩🇪Germany (1 279 660 people; 29.3% of EU total)
🇵🇱Poland (971 255; 22.2%)
👉https://t.co/RsMXTOCB7Cpic.twitter.com/0wnZABdb9w18:44 Uhr
Ungarn bekräftigt Nein zu Waffenlieferungen an die Ukraine
Ungarn wird auch weiterhin keine Waffen an die Ukraine liefern. Dies erklärte Außenministerin Anita Orbán auf einer gemeinsamen Pressekonferenz mit ihrem deutschen Amtskollegen Johann Wadephul.
"Was Waffenlieferungen betrifft, ist unsere Position absolut klar. Das, was wir während des Wahlkampfs gesagt haben, gilt unverändert bis heute: Wir unterstützen keine Waffenlieferungen an die Ukraine. Ungarn wird keine Waffen liefern."
Bereits Ende Mai hatte Ministerpräsident Péter Magyar nach einem Treffen mit NATO-Generalsekretär Mark Rutte erklärt, dass Ungarn keine Waffen und keine Militärtechnik in die Ukraine entsenden werde.
18:20 Uhr
Ukraine verabschiedet Rekord-Wehretat nach Freigabe von EU-Milliarden
Nach der Freigabe von EU-Milliardenhilfen hat das ukrainische Parlament den Weg für Rekordausgaben im Verteidigungsbereich geebnet. Die Abgeordneten stimmten am Mittwoch einer Aufstockung des Haushalts um zusätzlich 1,56 Billionen Griwna (etwa 30 Milliarden Euro) für Verteidigung und Sicherheit zu. Das Gesetz wurde mit 242 Stimmen angenommen, für eine Mehrheit waren 226 Stimmen nötig.
Damit steigt der gesamte Wehretat für das laufende Jahr auf die Rekordsumme von 4,37 Billionen Griwna. Möglich wurde die Aufstockung durch die Freigabe eines 90 Milliarden Euro schweren Darlehens der EU, das durch eingefrorene russische Vermögenswerte gesichert ist. Eine erste Tranche von 3,2 Milliarden Euro wird noch für diesen Monat erwartet. Kiew ist aber weiterhin auf andere internationale Hilfen angewiesen, um seinen Haushalt zu finanzieren.
18:00 Uhr
Gebiet Saporoschje: Mehrere Verletzte nach Drohnenangriff der Ukraine
Bei einem Drohnenangriff der Ukraine auf die Stadt Dnjeprorudnoje im Gebiet Saporoschje sind fünf Menschen verletzt worden, darunter ein 13-Jähriger. Alle erlitten Splitterverletzungen unterschiedlichen Schweregrads. Sie wurden in ein örtliches Krankenhaus eingeliefert und dort medizinisch versorgt. Dies teilte das regionale Gesundheitsministerium mit.
17:40 Uhr
Russische Regionen melden weitere Opfer ukrainischer Attacken
Bei Angriffen der Ukraine im Gebiet Kursk und in der Donezker Volksrepublik (DVR) sind zwei Zivilisten verletzt worden. Im Dorf Ilek im Gebiet Kursk erlitt ein 73-jähriger Mann mehrere Splitterverletzungen und Verbrennungen. Laut Gouverneur Alexander Chinstein wird er medizinisch versorgt und nach Kursk gebracht. Zudem wurde im zentralen Stadtbezirk von Gorlowka eine Zivilistin verletzt. Dies teilte Bürgermeister Iwan Prichodko auf Telegram mit.
17:17 Uhr
Bulgarien will der Ukraine keine Waffen mehr aus seinen Beständen liefern

Der bulgarische Ministerpräsident Rumen Radew.Urheberrechtlich geschützt Die Regierung des bulgarischen Ministerpräsidenten Rumen Radew will der Ukraine keine Waffen mehr aus ihren Beständen zur Verfügung stellen. Am Mittwoch sagte der Politiker vor einer Kabinettssitzung:
"Wir haben schon genug gegeben."
Radew sprach von einem "Schlusspunkt" bei der Waffenlieferung an die Ukraine. Der Regierungschef des NATO- und EU-Mitgliedstaates verwies auf "sozio-ökonomische Schäden", die sein Land infolge des Ukraine-Krieges erlitten habe. Zudem zeigte sich der Politiker sicher, dass eine Lösung des Konflikts "nicht mit militärischen Mitteln" erreicht würde. Er rief zu einem "umfassenden und realistischen Ansatz" und "zur Suche nach einer diplomatischen Lösung" auf.
Radew hatte das Amt des Regierungschefs im Mai angetreten, nachdem das Mitte-Links-Bündnis "Progressives Bulgarien" die absolute Mehrheit im Parlament in Sofia errungen hatte. Bei der Munition dürfte Bulgarien einer der wichtigsten Lieferanten für die Ukraine bleiben. Rüstungskonzerne im Land profitieren wirtschaftlich von den Lieferungen an die ukrainische Armee, die indirekt über andere EU-Länder erfolgen.
16:55 Uhr
Energodar nach ukrainischen Angriffen ohne Strom
Energodar, die Satellitenstadt des AKW Saporoschje, ist nach ukrainischen Attacken ohne Stromversorgung. Dies berichtete RIA Nowosti unter Berufung auf die Pressestelle der Stadtverwaltung.
"Die Stadt ist aufgrund von Angriffen der ukrainischen Streitkräfte auf das regionale Stromnetz ohne Strom. Soziale Einrichtungen werden durch Generatoren versorgt. Die Wiederherstellungsarbeiten laufen."
16:30 Uhr
Frontbericht des russischen Verteidigungsministeriums
Im Frontbericht des russischen Verteidigungsministeriums vom Mittwoch heißt es, dass die Ukraine in den vergangenen 24 Stunden etwa 1.380 Soldaten verloren hat.
Im Zuständigkeitsbereich des Truppenverbandes Nord beliefen sich die Verluste der ukrainischen Truppen auf mehr als 230 Soldaten. Zudem zerstörte das russische Militär ein gepanzertes Kampffahrzeug vom Typ Kasak, 17 Autos, eine Station für elektronische Kampfführung und eine Radaranlage vom Typ RADA RPS-42 aus israelischer Produktion.
Im Zuständigkeitsbereich des Truppenverbandes West verlor das ukrainische Militär etwa 210 Kämpfer. Zusätzlich eliminierte der Verband drei gepanzerte Kampffahrzeuge, 18 Autos, zwei Haubitzen vom Typ Gwosdika und eine Radaranlage vom Typ RADA RPS-42 aus israelischer Produktion.
Im Abschnitt des Truppenverbandes Süd musste das ukrainische Militär mehr als 160 Kämpfer einbüßen. Zudem wurden fünf gepanzerte Kampffahrzeuge, 15 Autos und drei Artilleriegeschütze zerstört.
Im Zuständigkeitsbereich des Truppenverbandes Mitte verlor das ukrainische Militär mehr als 285 Kämpfer. Der Verband der russischen Armee setzte ein gepanzertes Kampffahrzeug, acht Autos, eine Haubitze vom Typ Bogdana und einen Mehrfachraketenwerfer vom Typ CP-30 aus argentinischer Produktion außer Gefecht.
Durch entschlossene Aktionen des Truppenverbandes Ost mussten ukrainische Truppen einen Verlust von mehr als 455 Soldaten hinnehmen. Ferner eliminierte das russische Militär in diesem Operationsbereich vier gepanzerte Kampffahrzeuge und sieben Autos.
Die Verluste der ukrainischen Truppen im Zuständigkeitsbereich des Truppenverbandes Dnjepr beliefen sich auf etwa 40 Soldaten. Außerdem neutralisierte der Verband 17 Autos, ein Feldartilleriegeschütz und drei Stationen für elektronische Kampfführung.
Kampfflugzeuge, Drohnen, Raketentruppen und Artillerie der russischen Streitkräfte haben einen Marinestützpunkt, Munitions- und Brennstofflager, Objekte der Energie- und Transportinfrastruktur, die von ukrainischen Streitkräften genutzt werden, sowie Lager- und Startplätze für Langstreckendrohnen angegriffen. Vorübergehende Stationierungsorte der bewaffneten Formationen der ukrainischen Armee und ausländischer Söldner in 148 Bezirken wurden ebenfalls getroffen.
Russische Luftabwehrkräfte haben 14 gelenkte Bomben, vier Flamingo-Raketen und 766 Starrflüglerdrohnen abgeschossen.
Seit Beginn der militärischen Sonderoperation wurden insgesamt 671 gegnerische Flugzeuge, 284 Hubschrauber, 159.764 unbemannte Luftfahrzeuge, 661 Flugabwehrraketensysteme, 29.691 Panzer und gepanzerte Kampffahrzeuge, 1.732 Mehrfachraketenwerfer, 35.292 Feldartillerie- und Mörsergeschütze sowie 63.769 militärische Spezialfahrzeuge außer Gefecht gesetzt.
16:06 Uhr
Mann wegen finanzieller Unterstützung der ukrainischen Streitkräfte festgenommen
Russlands Inlandsgeheimdienst FSB hat einen Mann in St. Petersburg festgenommen, der die ukrainische Armee finanziell unterstützt haben soll. Dies berichtet TASS unter Berufung auf die Abteilung der Behörde in St. Petersburg und im Gebiet Leningrad.
Es wurde festgestellt, dass der Festgenommene "auf eigene Initiative Geld an eine internationale, mit dem ukrainischen Verteidigungsministerium verbundene Wohltätigkeitsorganisation überwiesen hat, um die ukrainischen Streitkräfte und ukrainische Terrororganisationen finanziell zu unterstützen".
Es wurde ein Strafverfahren wegen Landesverrats eingeleitet.
15:40 Uhr
Polen bereitet sich auf Zustrom von Waffen aus der Ukraine vor
Die polnischen Sicherheitskräfte bereiten sich auf einen Zustrom von Waffen aus der Ukraine vor, erklärte der Kommandant der Polizei, Marek Boroń, gegenüber RMF FM.
"Wir wissen, dass die Waffen, die heute an der Front eingesetzt werden, später von organisierten kriminellen Gruppen genutzt werden."
Er geht davon aus, dass Waffen aus der Ukraine nach Polen strömen würden, sobald es in der Ukraine keinen Bedarf mehr dafür geben werde.
"Derzeit werden sie dort gebraucht, später werden sie jedoch zu einer Handelsware."
Boroń hat die Situation in den Balkanstaaten und Afghanistan als Beispiele angeführt.
"Schauen Sie sich den Balkan an, schauen Sie sich Afghanistan an, wie dort Gruppierungen geschaffen wurden und wie der Waffenhandel verbreitet war."
"Wir bereiten uns darauf vor."
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Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.
