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Liveticker Ukraine-Krieg – Selenskij: Kiew fehlen Ressourcen zur Fortsetzung des Konflikts

Russland führt gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine Militäroperation in der Ukraine durch. Der Westen reagiert mit immer neuen Waffenlieferungen an die Ukraine und beispiellosen Sanktionen gegen Russland. Lesen Sie hier die neuesten Entwicklungen.
Liveticker Ukraine-Krieg – Selenskij: Kiew fehlen Ressourcen zur Fortsetzung des Konflikts© Urheberrechtlich geschützt
  • 20.08.2026 22:00 Uhr

    22:00 Uhr

    Damit beenden wir für heute den Live-Ticker zur Lage im Ukraine-Konflikt. Morgen früh ab 7 Uhr geht es mit der Berichterstattung weiter. Wir wünschen unseren Lesern trotz aller Spannungen in der Welt eine gute Nacht!

  • 21:59 Uhr

    "Gefährliche Illusion" beenden: Russland droht mit anhaltender Antwort auf ukrainische Angriffe

    Moskau will keine Eskalation – doch solange die Angriffe auf zivile Ziele andauern, bleibt die Antwort klar. Außenamtssprecherin Maria Sacharowa erklärt, was Russland jetzt von Kiew und dem Westen erwartet und warum die militärische Sonderoperation fortgesetzt wird.

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  • 21:55 Uhr

    Selenskijs Büro: Wahlen in der Ukraine derzeit nicht möglich

    Wahlen in der Ukraine seien wegen eines geltenden gesetzlichen Verbots und fehlender Bedingungen für eine sichere Abstimmung derzeit nicht möglich. Dies erklärt Michail Podoljak, Berater im Büro des ukrainischen Präsidenten, in einem Interview mit der italienischen Zeitung La Repubblica. Mit Blick auf Fjodorows Aufruf zu baldigen Wahlen sagte Podoljak:

    "Jeder Teilnehmer des politischen Prozesses hat das Recht, Erklärungen abzugeben, nicht nur [der ehemalige Verteidigungsminister] Michail Fjodorow. Aber die Hindernisse für einen Wahlkampf haben zugenommen. Es ist unmöglich, die Sicherheit der Wahlen zu gewährleisten. Und das gesetzliche Verbot gilt weiterhin." 

    Fjodorow hatte am 18. August zu Wahlen in der Ukraine aufgerufen. Er bezeichnete sie als "Moment der Verantwortung der Regierung gegenüber den Bürgern" und forderte, einen "gesetzlichen, sicheren und realistischen Mechanismus" für die Wiederaufnahme des demokratischen Prozesses zu finden. Er kritisierte zudem Korruption und eine systemische Regierungskrise. Das alte System "schützt sich selbst, hat Angst vor Veränderungen und trifft Entscheidungen nur langsam", sagte er.

    Die fünfjährige Amtszeit Wladimir Selenskijs als ukrainischer Präsident endete am 20. Mai 2024, die Wahlen hätten am 31. März desselben Jahres stattfinden sollen. Nach ukrainischem Recht sind Wahlen während des Kriegsrechts jedoch nicht zulässig. Dieses wird von Selenskij alle drei Monate verlängert und gilt derzeit bis zum 31. Oktober 2026.

  • 21:44 Uhr

    Botschafter: Schwedischer Rüstungskomplex versucht, am Ukraine-Konflikt zu verdienen

    Der schwedische militärisch-industrielle Komplex versucht, möglichst stark vom Ukraine-Konflikt zu profitieren. Dies erklärt der russische Botschafter in Stockholm Sergei Beljajew in einem Interview mit RIA Nowosti.

    "Offensichtlich hat die entstandene Situation einen echten Klondike für den schwedischen militärisch-industriellen Komplex geschaffen. Heute ist er praktisch der einzige stark wachsende Sektor der schwedischen Wirtschaft und ein Wachstumsmotor für das BIP des Landes."

    Als Beispiel nennt der Diplomat den Rüstungskonzern Saab. Dieser habe seinen Jahresgewinn seit Beginn der 2020er-Jahre verachtfacht. Der Aktienkurs von Saab sei seit 2022 an der Börse um rund 1.000 Prozent gestiegen.

    Beljajew verweist zudem auf Schwedens Erfahrungen in der Vergangenheit. Während des Zweiten Weltkriegs hätten schwedische Oligarchen Nazideutschland mit Stahl und anderen strategischen Materialien beliefert.

  • 21:35 Uhr

    Sewastopol: Kleinkind und Mutter bei ukrainischem Drohnenangriff verletzt

    Bei einem Drohnenangriff der Ukraine auf Sewastopol sind ein zweijähriges Kind und dessen Mutter verletzt worden. Dies teilt Gouverneur Michail Raswoschajew am Donnerstag mit. Er schreibt auf Telegram:

    "Zwei Menschen wurden verletzt: Ein zweijähriges Kind erlitt durch Schieferbruchstücke oberflächliche Verletzungen am Brustkorb, nachdem Trümmer einer abgeschossenen Drohne auf das Dach gefallen waren. Auch die Mutter des Kindes wurde von Splittern getroffen." 

    Das Kind wurde mit einem Rettungswagen ins Krankenhaus gebracht. Laut Raswoschajew wurden bei der Abwehr des Angriffs 13 Drohnen abgefangen.

  • 21:21 Uhr

    Ukrainer kritisieren neue EU-Regeln für wehrpflichtige Frauen

    Die EU unterscheidet bei Anträgen ukrainischer Staatsbürger auf internationalen Schutz nicht zwischen Männern und Frauen, auch nicht bei der Prüfung der Wehrpflicht, sofern diese für die betreffende Person gilt. Dies erklärt EU-Kommissionssprecher Markus Lammert am Donnerstag.

    Demnach müssen sowohl wehrpflichtige Männer als auch Frauen einen Pass mit einem Vermerk über die rechtmäßige Ausreise aus der Ukraine oder ein Dokument über die Befreiung vom Militärdienst beziehungsweise dessen Erfüllung vorlegen. Damit müssen auch wehrpflichtige Frauen nachweisen, dass sie sich nicht dem Militärdienst entziehen, um vorübergehenden Schutz in der EU zu erhalten.

    Die neue Regelung gilt nur für neue Antragsteller und betrifft nicht Ukrainer, die bereits vorübergehenden Schutz in der EU genießen. Begründet wurde die Maßnahme mit einer Änderung des "Verteidigungsbedarfs der Ukraine".

    Die Regelung stieß bei ukrainischen Nutzern in sozialen Netzwerken auf Kritik. Sie hinterließen zahlreiche wütende Kommentare auf Ukrainisch.

  • 21:10 Uhr

    Selenskij: Ukraine fehlen Ressourcen zur Fortsetzung des Konflikts

    Die Ukraine ist nach Angaben von Präsident Wladimir Selenskij mit einem Mangel an Ressourcen für die Fortsetzung des Konflikts konfrontiert. Er schreibt in einer auf Telegram veröffentlichten Mitteilung:

    "Das ist wirklich eine sehr ernste Herausforderung, vor allem im Verteidigungsbereich. Wir müssen die notwendigen Ressourcen finden. Ich denke, das ist die größte Herausforderung, vor der wir bisher standen: Der Krieg ist teurer geworden, und das ist eine Tatsache. Wir brauchen mehr Ressourcen, der Mangel wird größer."

    Selenskij äußerte sich dazu bei der Vorstellung des neuen ukrainischen Verteidigungsministers Jewgeni Chmara vor Militärs, Abgeordneten und Regierungsmitgliedern. Vom neuen Minister erwartet er demnach eine Überprüfung der Vereinbarungen mit den westlichen Partnern.

    Die Ukraine finanziert ihr seit Jahren bestehendes Rekorddefizit im Staatshaushalt zu einem erheblichen Teil mit Unterstützung aus dem Westen. Für das Jahr 2026 wurde ein Haushalt mit einem Defizit von 1,9 Billionen Griwna (umgerechnet 45 Milliarden US-Dollar) verabschiedet. Kiew versucht, die Haushaltslücken durch externe Finanzierung zu schließen. Zugleich mahnen westliche Partner die Ukraine zunehmend, stärker nach Möglichkeiten zur Eigenfinanzierung zu suchen.

  • 20:58 Uhr

    NYT: Ukrainische Luftabwehr kann russische Angriffe immer schwerer abwehren

    Die ukrainische Luftabwehr ist laut The New York Times zunehmend nicht mehr in der Lage, russische Angriffe abzuwehren.

    Das Blatt schreibt, die russischen Streitkräfte würden "die ukrainische Verteidigung immer selbstbewusster durchbrechen". Bei den jüngsten Angriffen hätten sie nicht einmal Drohnen einsetzen müssen, um die ukrainische Luftabwehr von den Raketen "abzulenken" und ihre Systeme zu überwältigen.

    Laut der NYT ist die Belastung der ukrainischen Luftabwehr inzwischen so groß, dass die ukrainischen Luftstreitkräfte aufgehört haben, Angaben zum Umfang der Raketenangriffe zu veröffentlichen.

    Kiew warnt bereits seit dem Frühjahr vor einem Mangel an Abfangraketen für Patriot-Systeme. Ende Juli erklärte Präsident Wladimir Selenskij nach nächtlichen Angriffen, dass "es den Verbündeten an Luftabwehrraketen kritisch mangelt".

  • 20:44 Uhr

    "Eskalation durch Russland": Rumänischer Kampfjet schießt Sprengstoff-Seedrohne ab

    Nach dem Abschuss einer Seedrohne in der Nähe eines Gasfelds im Schwarzen Meer durch einen rumänischen Kampfjet bezichtigt Bukarest Russland, für den Vorfall verantwortlich zu sein. Dass die Drohne aus der Ukraine stammen könnte, schloss Rumäniens Verteidigungsminister sofort aus ‒ trotz jüngster Erfahrungen, die dafür sprechen.

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  • 20:35 Uhr

    Russische Gebiete melden weitere Opfer ukrainischer Attacken: ein Toter, zwei Verletzte

    Bei einem ukrainischen Drohnenangriff auf Donezk ist die Zahl der verletzten Zivilisten auf zwei gestiegen. Zunächst hatte Bürgermeister Alexei Kulemsin über einen Verletzten auf Telegram berichtet:

    "Nach zusätzlichen Informationen wurde im Kuibyschewski-Bezirk infolge eines feindlichen Drohnenangriffs ein 1937 geborener Mann verletzt." 

    Dem Verletzten sei medizinische Hilfe geleistet worden.

    Im Gebiet Uljanowsk kam unterdessen ein Einwohner nach einem weiteren Drohnenangriff ums Leben. Laut Gouverneur Alexei Russkich erlitt der Mann am Morgen im Bezirk Nowospasski eine Kopfverletzung. Er wurde in ein regionales Traumazentrum gebracht, konnte jedoch nicht gerettet werden.

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Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.