Liveticker Ukraine-Krieg – Medien: Kiew und Europa planen Aufbau einer Alternative zu Patriot

10.06.2026 16:30 Uhr
16:30 Uhr
Frontbericht des russischen Verteidigungsministeriums
Im Frontbericht des russischen Verteidigungsministeriums vom Mittwoch heißt es, dass die Ukraine in den vergangenen 24 Stunden etwa 1.380 Soldaten verloren hat.
Im Zuständigkeitsbereich des Truppenverbandes Nord beliefen sich die Verluste der ukrainischen Truppen auf mehr als 230 Soldaten. Zudem zerstörte das russische Militär ein gepanzertes Kampffahrzeug vom Typ Kasak, 17 Autos, eine Station für elektronische Kampfführung und eine Radaranlage vom Typ RADA RPS-42 aus israelischer Produktion.
Im Zuständigkeitsbereich des Truppenverbandes West verlor das ukrainische Militär etwa 210 Kämpfer. Zusätzlich eliminierte der Verband drei gepanzerte Kampffahrzeuge, 18 Autos, zwei Haubitzen vom Typ Gwosdika und eine Radaranlage vom Typ RADA RPS-42 aus israelischer Produktion.
Im Abschnitt des Truppenverbandes Süd musste das ukrainische Militär mehr als 160 Kämpfer einbüßen. Zudem wurden fünf gepanzerte Kampffahrzeuge, 15 Autos und drei Artilleriegeschütze zerstört.
Im Zuständigkeitsbereich des Truppenverbandes Mitte verlor das ukrainische Militär mehr als 285 Kämpfer. Der Verband der russischen Armee setzte ein gepanzertes Kampffahrzeug, acht Autos, eine Haubitze vom Typ Bogdana und einen Mehrfachraketenwerfer vom Typ CP-30 aus argentinischer Produktion außer Gefecht.
Durch entschlossene Aktionen des Truppenverbandes Ost mussten ukrainische Truppen einen Verlust von mehr als 455 Soldaten hinnehmen. Ferner eliminierte das russische Militär in diesem Operationsbereich vier gepanzerte Kampffahrzeuge und sieben Autos.
Die Verluste der ukrainischen Truppen im Zuständigkeitsbereich des Truppenverbandes Dnjepr beliefen sich auf etwa 40 Soldaten. Außerdem neutralisierte der Verband 17 Autos, ein Feldartilleriegeschütz und drei Stationen für elektronische Kampfführung.
Kampfflugzeuge, Drohnen, Raketentruppen und Artillerie der russischen Streitkräfte haben einen Marinestützpunkt, Munitions- und Brennstofflager, Objekte der Energie- und Transportinfrastruktur, die von ukrainischen Streitkräften genutzt werden, sowie Lager- und Startplätze für Langstreckendrohnen angegriffen. Vorübergehende Stationierungsorte der bewaffneten Formationen der ukrainischen Armee und ausländischer Söldner in 148 Bezirken wurden ebenfalls getroffen.
Russische Luftabwehrkräfte haben 14 gelenkte Bomben, vier Flamingo-Raketen und 766 Starrflüglerdrohnen abgeschossen.
Seit Beginn der militärischen Sonderoperation wurden insgesamt 671 gegnerische Flugzeuge, 284 Hubschrauber, 159.764 unbemannte Luftfahrzeuge, 661 Flugabwehrraketensysteme, 29.691 Panzer und gepanzerte Kampffahrzeuge, 1.732 Mehrfachraketenwerfer, 35.292 Feldartillerie- und Mörsergeschütze sowie 63.769 militärische Spezialfahrzeuge außer Gefecht gesetzt.
16:06 Uhr
Mann wegen finanzieller Unterstützung der ukrainischen Streitkräfte festgenommen
Russlands Inlandsgeheimdienst FSB hat einen Mann in St. Petersburg festgenommen, der die ukrainische Armee finanziell unterstützt haben soll. Dies berichtet TASS unter Berufung auf die Abteilung der Behörde in St. Petersburg und im Gebiet Leningrad.
Es wurde festgestellt, dass der Festgenommene "auf eigene Initiative Geld an eine internationale, mit dem ukrainischen Verteidigungsministerium verbundene Wohltätigkeitsorganisation überwiesen hat, um die ukrainischen Streitkräfte und ukrainische Terrororganisationen finanziell zu unterstützen".
Es wurde ein Strafverfahren wegen Landesverrats eingeleitet.
15:40 Uhr
Polen bereitet sich auf Zustrom von Waffen aus der Ukraine vor
Die polnischen Sicherheitskräfte bereiten sich auf einen Zustrom von Waffen aus der Ukraine vor, erklärte der Kommandant der Polizei, Marek Boroń, gegenüber RMF FM.
"Wir wissen, dass die Waffen, die heute an der Front eingesetzt werden, später von organisierten kriminellen Gruppen genutzt werden."
Er geht davon aus, dass Waffen aus der Ukraine nach Polen strömen würden, sobald es in der Ukraine keinen Bedarf mehr dafür geben werde.
"Derzeit werden sie dort gebraucht, später werden sie jedoch zu einer Handelsware."
Boroń hat die Situation in den Balkanstaaten und Afghanistan als Beispiele angeführt.
"Schauen Sie sich den Balkan an, schauen Sie sich Afghanistan an, wie dort Gruppierungen geschaffen wurden und wie der Waffenhandel verbreitet war."
"Wir bereiten uns darauf vor."
15:25 Uhr
Russischer Soldat: Ukrainische Kämpfer greifen Zivilisten an, weil Erfolge auf dem Schlachtfeld ausbleiben
Ukrainische Truppen greifen Zivilisten an, weil sie auf dem Schlachtfeld keine Erfolge erzielen. Diese Attacken zielen darauf ab, die Bevölkerung einzuschüchtern. Dies erklärte ein Militärangehöriger des Truppenverbandes Dnjepr mit dem Rufnamen Othello gegenüber TASS.
"Alle sehen deutlich, was sie tun. Sie greifen Zivilisten an und töten Kinder. Sie beschießen mit ihren Geschossen nicht das Militär, sondern attackieren die zivile Infrastruktur, um einzuschüchtern, weil sie auf dem Schlachtfeld keine Ergebnisse erzielt haben."
Er merkte an, dass die ukrainischen Streitkräfte praktisch keine Militärtechnik mehr haben, da diese vom russischen Militär zerstört wurde. Deswegen setzen die ukrainischen Kämpfer verstärkt Drohnen von unterschiedlichen Typen ein, um den Vormarsch der russischen Truppen auf die Stadt Saporoschje zu verlangsamen.
14:57 Uhr
LVR: Fahrer eines Rettungswagens bei ukrainischem Drohnenangriff getötet
Ein ukrainischer Drohnenangriff hat in der Lugansker Volksrepublik (LVR) einen Rettungswagen getroffen. Dabei kam der Fahrer ums Leben. Ein Sanitäter und ein Patient wurden verletzt und in ein Krankenhaus eingeliefert. Sie werden medizinisch versorgt. Dies teilte Republikchef Leonid Passetschnik auf der Plattform Max mit:
"Mitten am Tag griff eine feindliche Drohne auf der Straße zwischen Troizkoje und Swatowo einen Rettungswagen an, der einen Patienten ins Krankenhaus brachte. Der Fahrer des Rettungswagens wurde bei dem Angriff getötet."
14:23 Uhr
Mehr als 300.000 Haushalte ohne Strom im Gebiet Saporoschje
Wie der Gouverneur der Region Saporoschje, Jewgeni Balizki, auf Telegram mitteilte, sind über 300.000 Haushalte ohne Strom.
"Infolge von Angriffen auf die zivile Infrastruktur sind 16 Bezirke im Gebiet Saporoschje vorübergehend ohne Stromversorgung. Mehr als 300.000 Haushalte sind betroffen."
14:14 Uhr
Sewastopol: Historisches Rundgemälde bei ukrainischem Angriff zerstört

Archivbild: Ausschnitt aus dem Gemälde "Verteidigung von Sewastopol" von Franz Roubaud.Alexander Lyskin / Sputnik Das ukrainische Militär hat in Sewastopol bei einem vorsätzlichen Angriff auf ein Museum ein historisches Monumentalgemälde zur Verteidigung der Stadt im Krimkrieg im 19. Jahrhundert zerstört. Zuletzt wurde das Werk während der Belagerung von Sewastopol durch die Wehrmacht 1942 angegriffen.
Lesen Sie dazu mehr hier auf unserer Webseite.13:52 Uhr
LVR: Ein Jugendlicher bei Drohnenangriff getötet
Nach Angaben von Leonid Passetschnik, dem Chef der Volksrepublik Lugansk, hat eine ukrainische Drohne Jugendliche in der Stadt Irmino angegriffen. Einer von ihnen ist noch vor Ort verstorben.
"In Irmino hat eine gegnerische Drohne Jugendliche angegriffen, die spazieren gingen und Pitbikes fuhren. Der 17-Jährige erlag leider noch vor Ort seinen Verletzungen. Ein weiterer, 16-jähriger Junge erlitt Splitterverletzungen. Er wurde in ein Krankenhaus eingeliefert und medizinisch versorgt."
13:17 Uhr
Marotschko: Ukrainische Soldaten haben kein Trinkwasser bei Gluschkowka
Infolge der russischen Drohnenangriffe haben die ukrainischen Soldaten, die bei Gluschkowka im Gebiet Charkow stationiert sind, Probleme mit Proviant und Trinkwasser. Dies erklärte der Militärexperte Andrei Marotschko gegenüber TASS. Seinen Angaben zufolge ist eine ukrainische Gruppe südöstlich von Gluschkowka von der Versorgung praktisch abgeschnitten.
"Die ukrainischen Kämpfer leiden unter akutem Mangel an Proviant und Trinkwasser. An einigen Stellungen konnte das Wasserproblem durch das Graben kleiner Brunnen im Tiefland teilweise gelöst werden. Die Soldaten, die sich auf den Höhen befinden, müssen jedoch etwa zwei Kilometer zurücklegen, um den Durst zu löschen. Sie sind dabei Drohnenangriffen und Artilleriebeschuss ausgesetzt."
12:38 Uhr
Medien: Europa wird Kiew beim Aufbau einer europäischen Patriot-Alternative helfen

Symbolbild: Patriot-SystemUrheberrechtlich geschützt Die Ukraine und die "E3"-Staaten (Großbritannien, Frankreich und Deutschland) hätten am 7. Juni bei Gesprächen in London über Maßnahmen zur gemeinsamen Entwicklung einer Alternative zum US-amerikanischen Patriot-Luftverteidigungssystem diskutiert. Dies berichtete die Zeitung The Telegraph unter Berufung auf Quellen. Der Plan bestehe darin, dass Kiew Abfangraketen herstellen werde und europäische Firmen Radargeräte, Verfolgungs- und Lenksysteme entwickeln würden. "Die Rolle der Ukraine besteht in der Produktion von ballistischen Abfangraketen, und wir testen sie bereits", sagte eine mit den Plänen vertraute Person und fügte hinzu:
"Wir brauchen Radargeräte und Lenksysteme von unseren Verbündeten, um das alles zusammenzustellen und daraus ein europäisches Patriot-System zu entwickeln – aber viel billiger und mit der Möglichkeit zur Produktionssteigerung."
Der Zeitung zufolge konnte Selenskij NATO-Generalsekretär Mark Rutte während jüngster Gespräche davon überzeugen, dass das Militärbündnis als Koordinator für die Entwicklung des neuen Systems auftreten werde. Seitdem hätten NATO-Beamte Treffen mit führenden Vertretern der Industrie sowie mit nationalen Sicherheitsberatern der Mitgliedstaaten des Bündnisses durchgeführt.
Es sei jedoch unklar, wie viel Zeit es in Anspruch nehmen werde, ein funktionierendes Luftverteidigungssystem zu entwickeln, so das Blatt.
Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.
Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.

