Liveticker Ukraine-Krieg: Russland trifft Lager mit Flamingo-Marschflugkörpern in Kiew

29.09.2026 10:37 Uhr
10:37 Uhr
Zwei Verletzte bei ukrainischen Angriffen auf 50 Ortschaften im Gebiet Belgorod
Der Krisenstab des russischen Grenzgebiets Belgorod veröffentlicht jeden Tag auf Telegram Statistiken über ukrainische Angriffe auf Siedlungen in der Region. Aus dem heutigen Eintrag geht hervor, dass das ukrainische Militär in den letzten 24 Stunden 50 Ortschaften in sieben Bezirken angegriffen habe. Der Gegner habe mindestens 33 Geschosse abgefeuert und 210 Drohnen eingesetzt, von denen 96 abgeschossen worden seien.
In der Statistik wird auch über Opfer unter der Zivilbevölkerung berichtet. In der Siedlung Rschewka seien zwei Männer zu Schaden gekommen, als eine ukrainische Drohne ihr Auto attackiert habe. Die Betroffenen seien in ein Krankenhaus in Belgorod eingeliefert worden. Berichte über Todesopfer liegen nicht vor.
Der Krisenstab meldet zudem viele Sachschäden. Demnach seien in den letzten 24 Stunden 19 Einfamilienhäuser, zwei soziale Einrichtungen, zwei Betriebe, zwei Geschäfte, ein Verwaltungsgebäude, zwei Infrastrukturobjekte, eine Stromleitung, zwei Lkw und 17 Autos zerstört oder beschädigt worden.
10:05 Uhr
Ukrainischer Verteidigungsminister sagt Deutschland-Besuch ab
Der ukrainische Verteidigungsminister Jewgeni Chmara hat seinen für heute geplanten Antrittsbesuch bei seinem deutschen Amtskollegen Boris Pistorius in Berlin kurzfristig abgesagt. Grund sei die aktuelle Lageentwicklung in der Ukraine, teilte das Verteidigungsministerium mit. Beide Seiten bemühten sich demnach um einen baldigen Ersatztermin.
Bei dem Treffen sollte es um die weitere militärische Unterstützung der Ukraine gehen, die sich für einen weiteren Kriegswinter mit russischen Angriffen auf die Energieinfrastruktur rüstet.
09:33 Uhr
Russland trifft Lager mit Flamingo-Marschflugkörpern in Kiew

Archivbild: Folgen einer russischen Attacke auf die ukrainische Hauptstadt Kiew, 25. September 2026Evgeniy Maloletka / AP Russlands Verteidigungsministerium berichtet am Dienstag über weitere Angriffe auf Waffenlager, Häfen und Rechenzentren im Großraum Kiew und im Gebiet Odessa, die im Interesse der ukrainischen Streitkräfte genutzt worden sein sollen. Wie die Militärbehörde in Moskau auf Telegram schreibt, seien bei den kombinierten Attacken bodengestützte Hochpräzisionswaffen und Langstreckendrohnen zum Einsatz gekommen.
Wie das Ministerium präzisiert, sei in Kiew ein Lokomotivbahnhof getroffen worden, in dem der Gegner ein Lager für Flamingo-Marschflugkörper eingerichtet habe. In der ukrainischen Hauptstadt habe das russische Militär zudem zwei Rechenzentren getroffen, die unter anderem im Interesse der ukrainischen Armee betrieben worden seien. Im Gebiet Kiew sei ein Drohnenlager zerstört worden. Im Gebiet Odessa habe das russische Militär ein Umspannwerk, eine Drohnenfabrik, Einrichtungen zum Umschlag von Militärgütern im Hafen Ismail und ein Frachtschiff im Hafen Odessa getroffen, das Militärgüter in die Ukraine befördert haben soll. Zudem sei ein weiterer Trockenfrachter mit Militärgütern an Bord auf dem Weg nach Odessa getroffen worden. Weitere Details gibt die russische Militärbehörde nicht bekannt.
09:01 Uhr
Papst fordert Gespräche über Kriegsende in Ukraine
Papst Leo XIV. hat neue internationale Anstrengungen für Gespräche über ein Ende des Kriegs zwischen Russland und der Ukraine gefordert. Das Oberhaupt der katholischen Kirche sagte auf dem Heimflug von seiner Frankreich-Reise:
"Wir müssen die Staats- und Regierungschefs Russlands, der Ukraine und anderer Länder auffordern, sich zu treffen, sich an einen Tisch zu setzen, miteinander zu sprechen."
Als Ziel nannte er es, "Lösungen für diese Probleme zu finden – anstatt auf Kriege zu bestehen, die keinen Sinn mehr haben".
Vorherige Vermittlungsbemühungen des Vatikans hatten keine Fortschritte gebracht.
08:34 Uhr
Russische Luftabwehr zerstört in der Nacht 129 ukrainische Drohnen
Russlands Verteidigungsministerium berichtet am Dienstagmorgen über weitere Versuche der ukrainischen Streitkräfte, Objekte in Russland mit unbemannten Luftfahrzeugen anzugreifen. Demnach habe die russische Luftabwehr im Zeitraum von 19 Uhr MESZ am Montag bis 7 Uhr MESZ am Dienstag 129 gegnerische Drohnen abgefangen. Wie die Militärbehörde auf Telegram schreibt, seien die unbemannten Luftfahrzeuge über den Gebieten Belgorod, Brjansk, Kursk, Orjol, Smolensk, über der Teilrepublik Krim und über dem Schwarzen Meer zerstört worden. Weitere Einzelheiten teilt das Ministerium nicht mit.
08:02 Uhr
DVR meldet elf ukrainische Angriffe binnen 24 Stunden
Die Behörden in Donezk haben innerhalb der vergangenen 24 Stunden elf Angriffe durch ukrainische Truppen registriert. Demnach wurden auf das Territorium der Volksrepublik elf Geschosse abgefeuert. Bei den Angriffen in der Zeitspanne von 0 Uhr am 27. September bis 0 Uhr am 28. September (Ortszeit) wurden keine Opfer unter der Zivilbevölkerung gemeldet. Durch den Beschuss wurden zwei Häuser und zwei zivile Infrastrukturobjekte beschädigt.
Am Vortag hatten die Behörden von Donezk 31 Angriffe aus der Ukraine gemeldet. Eine zivile Person erlitt dabei Verletzungen. Zu Schaden kamen drei Häuser, drei zivile Infrastrukturobjekte sowie mehrere Kommunalfahrzeuge, Busse und Autos.
07:30 Uhr
Heftige Explosionen erschüttern Kiew

Archivbild: Ukrainische Feuerwehrleute löschen einen Brand in der Hauptstadt Kiew, 28. September 2026Evgeniy Maloletka / AP Das russische Militär setzt seine heftigen Angriffe auf Kiew fort. Die ukrainische Luftwaffe warnte in der Nacht vor einer Bedrohung durch ballistische Raketen in der Region. Laut sozialen Medien waren in der ukrainischen Hauptstadt heftige Explosionen zu hören. Der Kiewer Bürgermeister Vitali Klitschko berichtete auf Telegram von Schäden in mehreren Vierteln. Im Stadtteil Solomjanka sei ein Verwaltungsgebäude getroffen worden, zudem seien Raketentrümmer in den Hof eines Wohnhauses gefallen, auch ein Gebäude einer Bildungseinrichtung sei getroffen, behauptete Klitschko. Im zentralen Stadtteil Petschersk sei es in einem dreistöckigen Nichtwohngebäude zu einem Brand gekommen.
Ein Kommentar des russischen Verteidigungsministeriums lag zunächst nicht vor.
28.09.2026 22:00 Uhr
22:00 Uhr
Damit beenden wir für heute den Live-Ticker zur Lage im Ukraine-Konflikt. Morgen früh ab 7 Uhr geht es mit der Berichterstattung weiter. Wir wünschen unseren Lesern trotz aller Spannungen in der Welt eine gute Nacht!
21:58 Uhr
Peskow: Ukraine wird für ihre jüngsten Handlungen "einen Preis zahlen"

Kremlsprecher Dmitri PeskowAlexander Kasakow / Sputnik Kremlsprecher Dmitri Peskow hat die Position Moskaus zur Wiederaufnahme der Verhandlungen über die Ukraine erläutert. Damit beantwortete er die Frage, was Wladimir Putin damit gemeint habe, dass bei entsprechenden Entscheidungen die nationalen Interessen Russlands berücksichtigt werden müssten. Peskow sagte dazu:
"Ich denke, der Präsident hat unsere Position sehr umfassend dargelegt."
Er fügte hinzu, dass die Ukraine für ihre Handlungen in den vergangenen Monaten "einen Preis zahlen" müsse. Zu den nationalen Interessen Russlands gehöre unter anderem, dass "niemand auf die Idee kommt, Pläne für einen vernichtenden Schlag gegen Russland innerhalb von 40 Tagen anzukündigen, wie dies beispielsweise aus Kiew zu hören war".
21:46 Uhr
Slowakei erhält weitere 105 Millionen Euro für an Ukraine übergebenes Militärgerät
Die Slowakei wird aus der Europäischen Friedensfazilität weitere 105 Millionen Euro für an die Ukraine übergebenes Militärgerät erhalten. Dies gab Robert Bestro, der Generaldirektor der Sektion für Verteidigungspolitik im slowakischen Verteidigungsministerium, auf seiner Facebook-Seite bekannt.
"Wir haben für die Slowakei weitere 105 Millionen Euro aus der Europäischen Friedensfazilität erreicht, die bereits Realität sind. Diese Entscheidung wurde in dieser Woche getroffen."
Laut Bestro hätte die Situation um das an Kiew übergebene Militärgerät für die Slowakei dazu führen können, dass das Land am Ende mit einem Minus dasteht.
"Schließlich haben wir erfahren, dass wir dafür, dass wir der Ukraine Militärgerät geschenkt haben, sozusagen 'beschenkt' werden, indem wir zusätzlich drei Millionen Euro in die Europäische Friedensfazilität einzahlen sollen. Damit wären wir im Minus gewesen. Für uns war das eine inakzeptable Situation."
Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.
Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.


