Liveticker Ukraine-Krieg: Selenskij wirbt bei Treffen mit Unterstützerstaaten um "viel mehr Geld"

25.08.2026 10:09 Uhr
10:09 Uhr
Macron will Kampf gegen "Russlands Schattenflotte" verstärken
Frankreichs Präsident Emmanuel Macron will entschiedener gegen die sogenannte russische Schattenflotte vorgehen und dem Land den Import von Rohstoffen erschweren. Bei einer Schalte der "Koalition der Willigen" sagte der französische Staatschef:
"Ich schlage vor, dass wir in wenigen Wochen ein Ministertreffen einberufen, das sich mit dem Kampf gegen die Schattenflotte befasst, um sicherzustellen, dass wir überall dort, wo wir handeln können, auch handeln."
Macron forderte bei dem Treffen der Ukraine-Unterstützer zudem, Exporte von Gas, Öl und Diesel nach Russland durch Sanktionen zu verhindern. Früher habe Russland diese Rohstoffe nicht importiert, nun aber schon. Zwar werde man wohl auf Länder wie Weißrussland keinen Druck ausüben können, doch ein Teil der Rohstoffe gelange etwa über Schweizer Firmen nach Russland.
Frankreich hatte bereits mehrfach Öltanker festgesetzt, die es bezichtigt, Teil der russischen Schattenflotte zu sein und so Geld für die Kriegswirtschaft zu verdienen.
09:37 Uhr
Beschuss auf Siedlungen im Gebiet Cherson: Knapp 40 Geschosse aus Ukraine abgefeuert
Die Behörden im von Russland kontrollierten Teil des Gebiets Cherson melden andauernde Angriffe auf Siedlungen am linken Dnjepr-Ufer. Den Angaben zufolge habe die ukrainische Artillerie im Laufe des 24. August 24 Geschosse auf sechs Ortschaften abgefeuert. Die Zahl der eingeschlagenen Geschosse listen die Behörden wie folgt auf:
- Kachowka – sechs,
- Gornostajewka – drei,
- Konstantinowka – drei,
- Olgino – drei,
- Aljoschki – sechs,
- Jubileinoje – drei.
Wie die Behörden weiter mitteilen, habe der Beschuss auch in der Nacht zum Dienstag angedauert. Auf zivile Infrastrukturen der von Russland kontrollierten Ortschaften Nowaja Majatschka, Proletarka und Nowaja Kachowka seien insgesamt 14 Geschosse abgefeuert worden.
Berichte über Opfer und Schäden liegen bislang nicht vor.
09:02 Uhr
Zwei Tote und Schäden durch ukrainische Drohnenattacke auf südrussische Region Krasnodar
Die ukrainischen Streitkräfte haben auch in der zurückliegenden Nacht die Region Krasnodar im Süden Russlands mit unbemannten Luftfahrzeugen angegriffen. Wie Gouverneur Weniamin Kondratjew auf der Plattform Telegram schreibt, habe der Drohnenangriff dieses Mal vor allem dem Bezirk Sewerskaja gegolten. Der Politiker meldet zwei Todesopfer: Die Menschen seien auf dem Bahnhof Afipskaja durch herabfallende Drohnenteile getötet worden, weitere zwei hätten Verletzungen erlitten.
Kondratjew berichtet darüber hinaus über Sachschäden in der Siedlung Afipski. Dort seien mindestens zehn Einfamilienhäuser zu Schaden gekommen. Auf dem Gelände der örtlichen Ölraffinerie sei ein Brand ausgebrochen. Weitere Details gibt der Gouverneur nicht bekannt. Den Familien der Getöteten drückt er sein Beileid aus und wünscht den Verletzten eine möglichst schnelle Besserung.
08:35 Uhr
Russische Luftabwehr zerstört in der Nacht 148 ukrainische Drohnen
Russlands Verteidigungsministerium berichtet am Dienstagmorgen über weitere Versuche der ukrainischen Streitkräfte, Objekte in Russland mit unbemannten Luftfahrzeugen anzugreifen. Wie die Behörde auf der Plattform Telegram schreibt, habe die russische Luftabwehr in der vergangenen Nacht 148 gegnerische Drohnen abgefangen. Die unbemannten Luftfahrzeuge seien demnach über den Gebieten Belgorod, Brjansk, Woronesch, Kursk, Lipezk und Rostow, der Region Krasnodar, der Teilrepublik Krim sowie über dem Asowschen und dem Schwarzen Meer zerstört worden. Weitere Einzelheiten teilt das Ministerium nicht mit.
08:04 Uhr
DVR meldet 37 ukrainische Angriffe binnen 24 Stunden
Die Behörden in Donezk haben innerhalb der vergangenen 24 Stunden 37 Angriffe durch ukrainische Truppen registriert. Demnach wurden auf das Territorium der Volksrepublik 42 Geschosse abgefeuert. Bei den Angriffen in der Zeitspanne von 0 Uhr am 24. August bis 0 Uhr am 25. August (Ortszeit) wurden sechs Zivilisten, darunter ein Jugendlicher, verletzt. Durch den Beschuss kamen sechs zivile Infrastrukturobjekte sowie mehrere Kommunalfahrzeuge, Lkw und Autos zu Schaden.
Am Vortag hatten die Behörden von Donezk zwölf Angriffe aus der Ukraine gemeldet. Fünf Zivilisten erlitten dabei Verletzungen. Beschädigt wurden sechs Wohnhäuser, zwei zivile Infrastrukturobjekte sowie mehrere Lkw und Autos.
07:30 Uhr
Selenskij wirbt bei Treffen mit Unterstützerstaaten um "viel mehr Geld"

Wladimir Selenskij spricht am 24. August 2026 am Rande eines Treffens der Koalition der Willigen in Kiew mit Journalisten.Francisco Seco / AP Wladimir Selenskij hat bei einem Treffen der sogenannten Koalition der Willigen für zusätzliche Militärhilfen für sein Land geworben. Die Ukraine benötige "viel mehr Geld ", um die Drohnenproduktion zu steigern und die Angriffe auf Russland zu verstärken, sagte der ukrainische Präsident am Montagabend vor den Staats- und Regierungschefs, die zu dem Treffen in die Ukraine gereist waren. Sein Land wolle mit Blick auf die Angriffe tief im Landesinneren Russlands "wettbewerbsfähig sein", um "diesen Krieg auf russischen Boden zu verlagern und ihnen wirklich wehzutun".
Am Sonntag hatte Selenskij vor Journalisten erklärt, das ukrainische Verteidigungsministerium habe ein Haushaltsdefizit von rund 23 Milliarden Euro. Die Unterstützer der Ukraine sagten bei ihrem Treffen am 35. Unabhängigkeitstag der Ukraine eine Verstärkung der militärischen Unterstützung zugesagt.
Die EU hatte der Ukraine einen Kredit in Höhe von 90 Milliarden Euro gewährt, der 60 Milliarden Euro Militärhilfe vorsieht. Im Vorfeld der Konferenz gab die EU weitere 6,1 Milliarden Euro aus diesem 90-Milliarden-Euro-Darlehen frei. Das Geld sei für Luftabwehrsysteme, Lenkwaffen, Munition und Radarsysteme bestimmt, teilte die EU-Kommission mit.
24.08.2026 22:00 Uhr
22:00 Uhr
Damit beenden wir für heute den Live-Ticker zur Lage im Ukraine-Konflikt. Morgen früh ab 7 Uhr geht es mit der Berichterstattung weiter. Wir wünschen unseren Lesern trotz aller Spannungen in der Welt eine gute Nacht!
21:59 Uhr
Moskau ruft seinen Botschafter in London zurück – Spekulationen über Herabstufung der Beziehungen

Der russische Botschafter in Großbrittannien, Andrej Kelin (r.), vor der Zeremonie der Übergabe der Beglaubigungsschreiben in London zu Beginn seiner Amtszeit (Februar 2020).Ilja Dmitrjatchew / TASS Seit mehr als einem Monat ist das Amt des Botschafters Russlands in London unbesetzt. Das nährt das Gerücht, dass Russland die Beziehungen zu Großbritannien herabstufen will. Moskau dementiert das, nennt die Beziehungen jedoch "beispiellos" schlecht.
Lesen Sie dazu mehr hier auf unserer Webseite.21:55 Uhr
Britischer Premierminister fordert mehr Patriot-Systeme für die Ukraine
Der britische Premierminister Andy Burnham hat die Verbündeten der Ukraine aufgefordert, dem Land weitere Patriot-Luftabwehrsysteme zur Verfügung zu stellen. Dies erklärte er bei der ersten Sitzung der "Koalition der Willigen" in Kiew, wie die italienische Zeitung La Repubblica berichtet. Die Ukraine benötige derzeit zusätzliche Unterstützung, um ihre Bevölkerung zu schützen, sagte Burnham.
Darüber hinaus forderte der britische Regierungschef den US-Kongress auf, den wirtschaftlichen Druck auf Russland zu verstärken. Burnham war am 24. August gemeinsam mit dem ukrainischen Botschafter in London und dem früheren Oberbefehlshaber der ukrainischen Streitkräfte, Waleri Saluschny, nach Kiew gereist.
Am selben Tag genehmigte die Europäische Kommission die Bereitstellung von 6,1 Milliarden Euro für den Kauf von Waffen für die Ukraine. Die Mittel sollen unter anderem für Luftabwehrsysteme, Raketen, Munition und Radarsysteme verwendet werden, die die Ukraine dringend benötigt.
21:40 Uhr
NBC: US-Vertreter bleiben Treffen der Ukraine-Unterstützer in Kiew fern
Entgegen den Erwartungen sind hochrangige Vertreter der US-Regierung nicht nach Kiew gereist, um über die Unterstützung der Ukraine zu beraten. Dies berichtet der US-Sender NBC. Am Montag fand in der ukrainischen Hauptstadt ein Treffen der Staats- und Regierungschefs der sogenannten "Koalition der Willigen" statt.
Der Initiative gehören mehr als 30 Länder an, angeführt wird sie von Großbritannien und Frankreich. Bei der öffentlichen Demonstration der Unterstützung für die Ukraine seien jedoch auffällig keine hochrangigen Vertreter des langjährigen Unterstützers USA anwesend gewesen, schreibt NBC.
Nach Einschätzung des Senders deutet das Fernbleiben hochrangiger Vertreter der Regierung von US-Präsident Donald Trump darauf hin, dass Washington die Ukraine in einem entscheidenden Moment zunehmend auf Abstand hält.
Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.
Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.

