Liveticker Ukraine-Krieg: Russland bestätigt massiven Raketenangriff auf Militärziele in Kiew

19.07.2026 08:33 Uhr
08:33 Uhr
DVR meldet 23 ukrainische Angriffe binnen 24 Stunden
Die Behörden in Donezk haben innerhalb der vergangenen 24 Stunden 23 Angriffe durch ukrainische Truppen registriert. Demnach wurden auf das Territorium der Volksrepublik 28 Geschosse abgefeuert. Bei den Angriffen in der Zeitspanne von 0 Uhr am 18. Juli bis 0 Uhr am 19. Juli (Ortszeit) wurden zwei Zivilisten getötet. Ein Zivilist erlitt Verletzungen. Durch den Beschuss wurden ein Wohnhaus, acht zivile Infrastrukturobjekte und mehrere Lkw beschädigt.
Am Vortag hatten die Behörden von Donezk 38 Angriffe aus der Ukraine gemeldet. Dabei kamen zwei Zivilisten ums Leben, zwölf weitere erlitten Verletzungen. Drei Wohnhäuser, drei zivile Infrastrukturobjekte sowie mehrere Kommunalfahrzeuge, Busse, Lkw und Autos wurden beschädigt.
08:05 Uhr
Nach Protesten: Selenskij kündigt Entscheidungen zur Armeeführung an
Vor dem Hintergrund der anhaltenden Proteste gegen die Entlassung von Verteidigungsminister Michail Fjodorow hat der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij Gespräche mit Militärs geführt. In einer Videoansprache versicherte der Staatschef:
"Natürlich höre ich, was die Leute sagen."
Dabei habe er auch "lange" mit Fjodorow und ebenso mit Armeechef Alexander Syrski gesprochen. Entscheidungen bezüglich der Armee würden ausgearbeitet, versprach Selenskij, ohne Details zu nennen.
Yesterday and today have been filled with consultations. Of course, I hear what people are saying. Today, I spoke at length with Mykhailo Fedorov. I also spoke with Oleksandr Syrskyi today. Decisions regarding the army will be worked out.
— Volodymyr Zelenskyy / Володимир Зеленський (@ZelenskyyUa) July 18, 2026
Thank you to everyone who cares about… pic.twitter.com/9NrBOTEkshParallel dazu demonstrierten in der ukrainischen Hauptstadt Kiew und anderen Städten den dritten Tag in Folge wieder mehrere Tausend vor allem junge Menschen gegen Fjodorows Entlassung. Die Demonstranten forderten seine Wiedereinsetzung. Die Hauptforderung war inzwischen jedoch die Ablösung von Armeechef Syrski.
07:31 Uhr
Russland bestätigt massiven Raketenangriff auf Militärziele in Kiew

Rauch über der ukrainischen Hauptstadt Kiew, 19. Juli 2026Efrem Lukatsky / AP In der vergangenen Nacht haben schwere Explosionen die ukrainische Hauptstadt Kiew erschüttert. Örtliche Medien meldeten Dutzende Detonationen, darunter auch im Stadtzentrum. Demnach war dies eine der massivsten Raketenattacken seit dem Kriegsausbruch Ende Februar 2022.
Bürgermeister Vitali Klitschko berichtete über mindestens einen Getöteten und elf Verletzte. Der Politiker sprach zudem von Bränden in mehreren Vierteln. Nach Angaben der ukrainischen Luftstreitkräfte sollen mehr als zwei Dutzend ballistische Raketen auf Ziele in und nahe der Hauptstadt abgefeuert worden sein.
Das russische Verteidigungsministerium bestätigte am frühen Sonntagmorgen die Attacke. Demnach habe sie mehreren Rüstungswerken und Logistikzentren in Kiew und seiner Umgebung gegolten. Unter den getroffenen Militärzielen nannte die Behörde vier Rüstungswerke, die Komponenten für Marschflugkörper, Raketen und Drohnen hergestellt haben sollen. Darüber hinaus sei ein modernes Terminal eines ukrainischen Postunternehmens getroffen worden, das man auch als Lager für Güter mit doppeltem Verwendungszeck benutzt habe, hieß es. Außerdem meldete das Ministerium in Moskau eine erfolgreiche Attacke auf den Hafen Juschny im Gebiet Odessa.
18.07.2026 21:00 Uhr
21:00 Uhr
Damit beenden wir für heute den Live-Ticker zur Lage im Ukraine-Konflikt. Morgen früh ab 7 Uhr geht es mit der Berichterstattung weiter. Wir wünschen unseren Lesern trotz aller Spannungen in der Welt eine gute Nacht!
20:58 Uhr
Häfen Juschny und Odessa: Drei Trockenfrachter mit Ladung für ukrainische Armee zerstört
Wie das russische Verteidigungsministerium der Nachrichtenagentur TASS mitteilt, wurden heute mit Hilfe von Kampfdrohnen im Hafen von Juschny ein Trockenfrachter zerstört, der militärische Güter transportierte, sowie im Hafen von Odessa zwei Trockenfrachter mit militärischer Ladung. Im Ministerium heißt es:
"Von Kampfdrohnen wurden im Hafen von Juschny ein Frachter, der militärische Güter für die ukrainischen Streitkräfte transportierte, und im Hafen von Odessa zwei Frachter mit militärischer Ladung getroffen, die sich in der Reede des Hafens befanden und auf die Entladung warteten."
20:54 Uhr
Belgorod: Angriff auf einen Reisebus – ein Toter
Das ukrainische Militär hat heute einen Reisebus im Gebiet Belgorod angegriffen. Ein Zivilist kam dabei ums Leben, vier Personen wurden verletzt, darunter ein 16-jähriges Mädchen. Das teilt der amtierende Gouverneur des Gebiets Alexander Schuwajew mit.
20:32 Uhr
Bürgermeister von Energodar: Ukrainische Angriffe verschärfen humanitäre Lage in der Stadt
Die humanitäre Lage in Energodar, der Satellitenstadt des Kernkraftwerks Saporoschje, hat sich durch Angriffe der ukrainischen Armee erheblich verschärft. Dies teilt Bürgermeister Maxim Puchow in den sozialen Netzwerken mit. Er schreibt:
"In letzter Zeit hat sich die Lage in Energodar erheblich verschärft. Die Angriffe auf die Verkehrs- und städtische Infrastruktur dauern an, was bereits zu Unterbrechungen bei der Versorgung mit Treibstoff, Lebensmitteln, Baumaterialien und anderen Gütern des täglichen Bedarfs geführt hat. Mehr als 20 Geschäfte wurden beschädigt oder zerstört. Die kommunalen Dienste, Fachkräfte der Unternehmen, medizinisches Personal, Rettungskräfte und alle zuständigen Stellen tun täglich ihr Möglichstes, um die beschädigte Infrastruktur wiederherzustellen und das Leben in der Stadt aufrechtzuerhalten."
20:19 Uhr
Außenministerium: Angriff auf Kotowsk – gezielter Schlag gegen eine zivile Einrichtung
Der Drohnenangriff der ukrainischen Streitkräfte auf Kotowsk im russischen Gebiet Tambow ist ein gezielter Schlag gegen eine zivile Einrichtung. Dies teilt Rodion Miroschnik, Sonderbeauftragter des russischen Außenministeriums, am 18. Juli mit. Seinen Angaben zufolge befanden sich in der Nähe des Logistikzentrums von Wildberries, auf das der Angriff gerichtet war, keinerlei militärische Einrichtungen. Auf Telegram schreibt er:
"In der Nähe des Ortes des Terroranschlags der ukrainischen Streitkräfte wurden keinerlei militärische Ziele gesichtet. Die Nazis haben bewusst einen Angriff auf eine zivile Einrichtung verübt."
20:01 Uhr
EUobserver: Fjodorows Rücktritt beunruhigt die EU
In der Europäischen Union wird Besorgnis über die weitere Zukunft der Rüstungsbeschaffungsprogramme für die Ukraine im Wert von 90 Milliarden Euro geäußert, die kurz vor dem Rücktritt von Verteidigungsminister Michail Fjodorow unterzeichnet worden waren. Dies berichtet das Portal EUobserver. Nach Angaben des Portals hatte Fjodorow in den letzten Tagen seiner Amtszeit Programme zur Finanzierung von Rüstungsbeschaffungen sowie zur gemeinsamen Produktion mit ukrainischen Unternehmen auf den Weg gebracht. Nun sei unklar, ob das bisherige Format der Ausschreibungen und Beschaffungen beibehalten werde, fügt EUobserver hinzu und betont:
"Für Europa handelt es sich hierbei keineswegs um weit entfernte Palastintrigen. In den letzten Tagen seiner Amtszeit unterzeichnete Fjodorow Vereinbarungen, die ukrainischen Firmen den Zugang zu EU-Programmen, Finanzmitteln und der gemeinsamen Produktion eröffnen."
19:38 Uhr
Gerassimow: Russland durchbricht Verteidigungslinien Kiews im Donbass
Die russischen Streitkräfte sind auf dem besten Weg, die wichtige Hochburg Krasny Liman im Donbass vollständig zu befreien. Wie Generalstabschef Waleri Gerassimow heute bekannt gibt, wurde die organisierte Verteidigung der Ukraine in diesem Gebiet vollständig zerschlagen. Gerassimow betont:
"Einheiten der 25. Armee schließen die Befreiung der Stadt Krasny Liman ab, die für weitere Operationen auf dieser Achse von entscheidender Bedeutung ist. Die organisierte Verteidigung des Feindes in der Stadt wurde durchbrochen, und vereinzelte Widerstandsnester werden beseitigt."
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Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.
