Liveticker Ukraine-Krieg: Trump bittet Putin, für eine Woche auf Angriffe auf Kiew zu verzichten

29.01.2026 19:04 Uhr
19:04 Uhr
Trump: Habe Putin gebeten, für eine Woche auf Angriffe auf Kiew zu verzichten

US-Präsident Donald Trump während der Kabinettssitzung im Weißen Haus am 29. Januar.Urheberrechtlich geschützt US-Präsident Donald Trump behauptet, den russischen Präsidenten Wladimir Putin persönlich gebeten zu haben, dass Russlands Streitkräfte Angriffe gegen Kiew und sonstige ukrainische Städte für eine Woche unterlassen. Im Rahmen einer Sitzung des Präsidentenkabinetts im Weißen Haus verkündete Trump:
"Wegen des Frosts, des extremen Frosts, und bei ihnen ist die Lage genauso wie bei uns, habe ich Präsident Putin persönlich gebeten, Kiew und andere Städte und Siedlungen innerhalb von einer Woche nicht zu beschießen. Das ist keine bloße Kälte, das ist eine außerordentliche Kälte."
Laut Trumps Behauptung habe der russische Präsident dem Vorschlag zugestimmt.
Die Zeitung Financial Times berichtet indessen unter Verweis auf ukrainische Beamten, dass Kiew von einer möglichen Feuerpause aus Trumps Ankündigung erfahren und diesbezüglich keine Bestätigung aus Russland erhalten hätten.
18:25 Uhr
Ukraine erhält erste Lieferung von Energieausrüstung aus Deutschland
Die Ukraine hat im Rahmen eines Winter-Hilfspakets in Höhe von 120 Millionen Euro die erste Lieferung von Energieausrüstung aus Deutschland erhalten. Dies teilt die ukrainische Premierministerin Julia Swiridenko mit. Gemeinsam mit dem deutschen Botschafter Heiko Thoms habe sie die Lieferung entgegengenommen, darunter zwei Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen, Generatoren und weitere dringend benötigte Technik.
Laut Swiridenko soll die Ausrüstung mehr als 85.000 Menschen in Kiew mit Strom und Wärme versorgen. In Kürze würden zudem 41 weitere KWK-Anlagen mit einer Gesamtleistung von 40,8 Megawatt sowie 76 modulare Heizkessel geliefert. Insgesamt erwarte Kiew 300 Solarmodule, 375 Batteriespeicher, 15 mobile Hybridgeneratoren sowie weiteres Material, unter anderem für Reparaturarbeiten.
Abschließend erklärte Swiridenko, Deutschland habe in diesem Winter zudem 60 Millionen Euro an humanitärer Hilfe bereitgestellt und 167 Millionen Euro in den Fonds zur Unterstützung der ukrainischen Energieversorgung eingezahlt.
17:56 Uhr
Gouverneur des Gebiets Brjansk: Ukrainisches Militär beschießt Region 50–60 Mal am Tag
Die ukrainische Armee greift das russische Grenzgebiet Brjansk mindestens 50 bis 60 Mal am Tag an, berichtet der Gouverneur der Region, Alexandr Bogomas. Im Rahmen einer Stabsitzung der Partei "Einiges Russland" und des Bildungsministeriums zum Bau und zur Renovierung von Bildungseinrichtungen im Gebiet erklärte er laut Angaben der Nachrichtenagentur TASS:
"Es vergeht kein Tag, an dem es weniger, als 50 bis 60 Angriffe gibt, und 100 Angriffe auf das Gebiet sind quasi die Norm."
Bogomas äußerte in diesem Zusammenhang die Bitte, die Frist für die Renovierung einer Schule in einem der Grenzbezirke wegen der Angriffe zu vertagen.
17:33 Uhr
EU-Kommission stellt Ukraine 145 Millionen Euro Hilfe bereit
Vor dem Hintergrund von Störungen bei der Strom- und Wärmeversorgung hat die EU-Kommission der Ukraine 145 Millionen Euro an Hilfen zugesagt. Dies geht aus einer Erklärung der Kommission hervor.
"Die Europäische Kommission kündigt die Bereitstellung von 153 Millionen Euro Soforthilfe für die Ukraine und Moldawien an, das Flüchtlinge aufnimmt, da Millionen Ukrainer mit Kälte und Stromausfällen zu kämpfen haben."
Von der Gesamtsumme sind 145 Millionen Euro für die Ukraine und acht Millionen Euro für Moldawien vorgesehen. Zudem kündigte die EU-Kommission an, in diesem Monat insgesamt 947 Stromgeneratoren zu liefern.
17:06 Uhr
Szijjártó: EU will Krieg und ist nicht zu Frieden bereit
Die Aussage, dass die Europäische Union nicht zu Frieden in der Ukraine bereit sei und den Krieg fortsetzen wolle, sei erstmals offen auf einer Sitzung des Rates der EU-Außenminister gefallen. Dies erklärte Ungarns Außenminister Péter Szijjártó am Donnerstag.
"Heute gab es erstmals ein offenes Eingeständnis, dass Brüssel und ein erheblicher Teil der EU-Staaten Krieg wollen und den Frieden ablehnen. Mehrere Redner sagten, dass die EU nicht bereit für Frieden ist. Das macht die Lage klarer als bisher."
16:38 Uhr
Peskow: Bislang keine Reaktion von Selenskij auf Einladung nach Moskau
Russland hat bislang keine Reaktion von Wladimir Selenskij auf die Einladung nach Moskau zum Treffen mit Wladimir Putin erhalten, erklärt Kremlsprecher Dmitri Peskow. Als Verhandlungsort ziehe Russland nur Moskau in Erwägung, nicht die Vereinigten Arabischen Emirate oder die Türkei.
16:13 Uhr
Kadyrow: Ukraine-Konflikt muss bis zum Ende geführt werden
Russland muss die militärische Sonderoperation in der Ukraine bis zum Ende führen, meint Ramsan Kadyrow, der Chef der Teilrepublik Tschetschenien, gegenüber Journalisten im Kreml. Erst danach sollte es Verhandlungen geben, welche auf den Ergebnissen der Kampfhandlungen basieren. Verhandlungen zum aktuellen Zeitpunkt lehnt Kadyrow ab.
Kadyrow ist am Donnerstag in Moskau eingetroffen, um als Mitglied der russischen Delegation am Treffen zwischen dem russischen Präsidenten Wladimir Putin und dem Staatsoberhaupt der Vereinigten Arabischen Emirate, Muhammad bin Zayid Al Nahyan, teilzunehmen.
15:49 Uhr
Lawrow: Moskau weiß nicht, welche Sicherheitsgarantien Washington und Kiew vereinbart haben
Moskau ist es nicht bekannt, über welche Sicherheitsgarantien Washington und Kiew sich geeinigt haben, erklärt der russische Außenminister Sergei Lawrow. TASS zitiert den Diplomaten:
"Wir wissen nicht, über welche Garantien sie sich geeinigt haben. Es scheinen aber Garantien für das Kiewer Regime zu sein, das eine Politik von Russophobie und Neonazismus betreibt."
Kürzlich hatte US-Außenminister Marco Rubio in einer Rede vor dem Auswärtigen Ausschuss des Senats bekannt gegeben, dass Washington und seine Partner einen allgemeinen Konsens über Sicherheitsgarantien für Kiew erreichten.
15:24 Uhr
Mann in Belgorod von ukrainischem Drohnenangriff getötet
Ein Mann, der am Mittwoch in der Ortschaft Nowaja Tawolschanka im Gebiet Belgorod bei einem Drohnenangriff der ukrainischen Streitkräfte ums Leben kam, war Mitarbeiter des russischen Katastrophenschutzes. Sein Name war Wladimir Martynjuk. Laut Behörden rettete er während seiner Dienstzeit Dutzende Leben. Das Katastrophenschutzministerium schrieb auf Telegram:
"Wladimir rettete im Laufe seiner Dienstjahre Dutzende Menschen, leistete Hilfe und schützte das Eigentum der Bürger, stellte sich täglich der Gefahr und riskierte sein Leben. Er war ein kompetenter und pflichtbewusster Spezialist mit großem Verantwortungsbewusstsein, der mutig und selbstlos seine Pflicht erfüllte."
Martynjuk war regelmäßig an Einsatzorten nach Beschuss, bei Bränden und Evakuierungen aktiv und war dabei mehrfach den Angriffen der ukrainischen Streitkräfte ausgesetzt.
14:53 Uhr
Uschakow: Putin bereit, Selenskij in Moskau zu treffen

Falls der ukrainische Machthaber Wladimir Selenskij tatsächlich zu einem Treffen mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin bereit ist, lädt ihn der Kreml nach Moskau ein, erklärte der Berater des russischen Präsidenten, Juri Uschakow, in einem Interview mit dem Journalisten Pawel Sarubin.
Uschakow betonte, dass Russland Selenskijs Sicherheit garantieren und alle notwendigen Voraussetzungen für die Arbeit schaffen werde.
Am 27. Januar erklärte der ukrainische Außenminister Andrei Sibiga, dass Selenskij bereit sei, ein direktes Treffen mit Putin abzuhalten, um wichtige offene Fragen des Friedensprozesses zu erörtern. Nach Angaben des Außenministers sind die beiden sensibelsten und umstrittensten Themen nach wie vor territoriale Fragen und die künftige Kontrolle über das Kernkraftwerk Saporoschje. Genau diese Themen sei Selenskij bereit, auf höchster Ebene zu erörtern.
Ein Video dazu gibt es hier auf unserer Webseite.
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Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.

