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Liveticker Ukraine-Krieg: Ukraine plant Verschärfung der Mobilmachung

Russland führt gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine Militäroperation in der Ukraine durch. Der Westen reagiert mit immer neuen Waffenlieferungen an die Ukraine und beispiellosen Sanktionen gegen Russland. Lesen Sie hier die neuesten Entwicklungen.
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  • 27.06.2026 20:26 Uhr

    20:26 Uhr

    Ukraine plant Verschärfung der Mobilmachung

    Ein Teil der vom Militärdienst freigestellten ukrainischen Bürger könnte bis zum Herbst ihre Freistellung verlieren. Wie das Nachrichtenportal Strana berichtet, hat das Wirtschaftsministerium der Ukraine eine Anordnung mit einer aktualisierten Liste von Kriterien veröffentlicht, nach denen Unternehmen als kritisch wichtig eingestuft werden können.

    Demnach können nur diejenigen Unternehmen eine Freistellung ihrer Mitarbeiter beanspruchen, die ihren Mitarbeitern im Schnitt mindestens das Doppelte des landesweiten Durchschnittslohns zahlen. Zusätzlich konnten regionale Verwaltungen ihre eigenen Kriterien aufstellen, allerdings haben dies der Meldung zufolge nur wenige vor der ursprünglich vorgesehenen Frist, dem 10. Juni, getan. Strana betont, dass es damit zahlreiche Unternehmen aus Zeitgründen nicht schaffen werden, eine erneute Freistellung ihrer Mitarbeiter zu beantragen:

    "Sobald sich ein Zeitfenster öffnet, in dem der alte Status nicht mehr gültig und der neue noch nicht erhalten ist, erlöschen alle Freistellungen automatisch, und Mitarbeiter können einberufen werden."

  • 18:50 Uhr

    Gebiet Brjansk: Weiterer Zivilist bei ukrainischem Drohnenangriff getötet

    Im russischen Gebiet Brjansk ist ein Zivilist bei einem ukrainischen Drohnenangriff ums Leben gekommen. Jegor Kowaltschuk, das Oberhaupt der Region, berichtet dazu:

    "Ukrainische Terroristen greifen erneut vorsätzlich Zivilisten an. Eine Kamikazedrohne hat ein Auto angegriffen, das neben einem Laden im Dorf Petrjaninka im Kreis Slynka geparkt war. Der Fahrer, ein Einheimischer, starb an Ort und Stelle. Seine Mitfahrerin wurde in ein Krankenhaus eingewiesen."

  • 18:06 Uhr

    Frau des ukrainischen Ex-Außenministers: Russischer Nuklearschlag würde Sieg Kiews bedeuten

    Falls sich Russland entschließen sollte, die Ukraine mit Nuklearwaffen anzugreifen, würde dies bedeuten, dass Kiew "beinahe" gewonnen habe. Zu dieser sonderbaren Schlussfolgerung kommt Swetlana Pawelezkaja, die Frau des ehemaligen ukrainischen Außenministers Dmitri Kuleba. Die ukrainische Nachrichtenagentur UNIAN zitiert sie dazu:

    "Das wird das letzte Instrument sei, das zum Einsatz kommt. Wenn es eingesetzt wird, ist die Wahrscheinlichkeit, dass 'Entscheidungszentren' angegriffen werden, nicht so groß. Und wenn es dazu kommt, wird es bedeuten, dass wir fast gewonnen haben."

    Parallel dazu behauptet Kuleba, dass ein Nuklearangriff keine Garantie für eine Kapitulation Kiews sein werde.

    Bisher waren Nuklearwaffen nur zweimal in der Geschichte eingesetzt worden, als die USA im August 1945 Atombomben auf die japanischen Städte Hiroshima und Nagasaki abgeworfen hatten. Entgegen Pawelezkajas Logik waren es nicht die USA, die rund einen Monat darauf kapitulierten.

  • 16:48 Uhr

    Zivilist bei Drohnenangriff in Makejewka getötet

    In der Stadt Makejewka in der Volksrepublik Donezk ist ein Mann nach einem ukrainischen Drohnenangriff ums Leben gekommen. Julia Iwanowa, die amtierende Bürgermeisterin der Stadt, berichtet dazu:

    "Heute morgen sind im Kreis Tscherwonogwardeiski Wrackteile von Drohnen abgestürzt. Leider gibt es einen Toten und eine Verwundete."

    Iwanowa fügt hinzu, dass die verwundete Frau in ein Krankenhaus eingewiesen wurde und medizinisch versorgt werde.

  • 15:48 Uhr

    Hofreiter kritisiert EU-Pläne für wehrfähige Ukrainer

    Der Vorsitzende des Europaausschusses im Bundestag, Anton Hofreiter, lehnt den Vorschlag der EU-Kommission ab, wehrfähigen Ukrainern nicht mehr wie allen anderen Flüchtlingen aus dem Land die pauschale Aufnahme zu gewähren. Den Brüsseler Plänen zufolge sollen sie künftig Asylanträge stellen müssen. Der Grünen-Politiker wird vom Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) mit den Worten zitiert:

    "Ich halte die Entscheidung der EU-Kommission für falsch, denn ich kann das Dilemma der Ukraine zwar sehr gut verstehen. Und ich bin auch der Meinung, dass man sein Land, wenn es angegriffen wird, verteidigen sollte, aber ich stehe zum Recht auf Kriegsdienstverweigerung."

    Es sollte niemand gezwungen werden, zur Waffe zu greifen, wer das mit seinem Gewissen nicht vereinbaren könne, so Hofreiter.

    Die EU-Kommission will den vorübergehenden Schutz für Geflüchtete aus der Ukraine grundsätzlich bis zum 4. März 2028 verlängern. Künftig soll der Schutzstatus allerdings nicht mehr für Neuankommende gelten. Männer zwischen 23 und 60 Jahren unterliegen in der Ukraine einem Ausreiseverbot. Gelangen sie künftig dennoch in die Europäische Union, müssen sie einen Antrag auf Asyl stellen. Dieser hätte aber wenig Aussicht auf Erfolg.

  • 15:07 Uhr

    Zahl der Opfer nach Attacke auf Werk in Wolgograd steigt weiter an

    Nach der ukrainischen Attacke auf ein Produktionswerk in der südrussischen Stadt Wolgograd haben die örtlichen Behörden die Zahl der Opfer nach oben korrigiert. Wie Gouverneur Andrei Botscharow auf Telegram schrieb, sei ein Mensch infolge des Angriffs ums Leben gekommen. Bei den Räumarbeiten sei ein Mitarbeiter des Betriebs tot aufgefunden worden. Ein weiterer Mensch gelte noch als vermisst. Der Politiker drückte den Angehörigen des Getöteten sein Beileid aus. Botscharow meldete zudem elf Verletzte. Eine Person schwebe in Lebensgefahr.

    Zuvor hatte der Gouverneur zehn Verletzte gemeldet. Die Produktionsanlagen des Betriebs seien beschädigt worden. Es sei zu mehreren lokalen Bränden gekommen, die schnell gelöscht worden seien. Der Gegner habe "Hochgeschwindigkeitsflugobjekte" eingesetzt, schrieb Botscharow. Damit meinte er offenbar Marschflugkörper. Genauere Angaben zur Art des getroffenen Unternehmens machte er nicht.

    Der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij bestätigte den Angriff. Ihm zufolge sei das Werk im Gebiet Wolgograd mit Flamingo-Raketen getroffen worden. Dem Politiker zufolge habe es sich um ein Rüstungswerk gehandelt.

  • 14:40 Uhr

    Ukrainische Drohne greift Kriegsgedenkstätte im südrussischen Gebiet Rostow an: zwölf Verletzte

    Die Behörden des südrussischen Gebiets Rostow berichten über eine ukrainische Drohnenattacke auf ein Museumsgelände in der Nähe der Hafenstadt Taganrog am Asowschen Meer. Wie Gouverneur Juri Sljussar auf Telegram schreibt, sei das Informations- und Ausstellungszentrum der Kriegsgedenkstätte "Sambek-Höhen" getroffen worden. Obwohl die Ausstellung an sich heil geblieben sei, gebe es zwölf Verletzte. Zehn von ihnen seien ins Krankenhaus eingeliefert worden. Der Politiker betonte dabei:

    "Die gegnerische Attacke auf die 'Sambek-Höhen' ist ein besonders zynischer Akt seitens der ukrainischen Streitkräfte. Der Feind hat das Wertvollste angegriffen – unser Denkmal, ein Volksmuseum, das auf Spenden von Menschen zum Gedenken an die Heldentat unserer Vorfahren, der sowjetischen Soldaten, die im Jahr 1943 die gegnerische Verteidigungslinie am Fluss Mius durchbrochen hatten, gegründet wurde. Dieser Ort ist jedem Einwohner des Gebiets Rostow besonders wert."

    Die örtliche Staatsanwaltschaft leitete eine Untersuchung ein.

    Nach Angaben der Nachrichtenagentur TASS fand am Samstag auf dem Gelände der Kriegsgedenkstätte eine Veranstaltung mit dem Titel "Flügel des Ruhmes" statt, die dem sowjetischen Flugzeugbauer Wladimir Petljakow gewidmet war. Auf dem Programm der Veranstaltung standen Meisterklassen, Quiz und Wettbewerbe für Kinder und Erwachsene.

  • 14:09 Uhr

    Mearsheimer: "Wir ignorieren Russlands rote Linien auf eigene Gefahr"

    In einem Interview mit dem Podcast Deep Dive warnt der renommierte US-Politikwissenschaftler John J. Mearsheimer eindringlich vor einer gefährlichen Fehleinschätzung des Westens. Während viele glauben, man könne Russlands rote Linien ignorieren und Moskau durch militärischen Druck an den Verhandlungstisch zwingen, sieht Mearsheimer die Lage deutlich düsterer.

    Das Video gibt es hier auf unserer Website zu sehen.

  • 13:37 Uhr

    Ukrainische Energiebranche sorgt für nächsten Winter vor

    Die ukrainische Energiewirtschaft bereitet sich nach Angaben des großen privaten Stromversorgers DTEK intensiv auf einen weiteren Kriegswinter vor. Bei der Wiederaufbau-Konferenz für die Ukraine in Gdańsk sagte DTEK-Vorstandschef Maxim Timtschenko:

    "Wir haben im vergangenen Winter unsere Lektion gelernt, die Energiefirmen, die Regierung, alle Beteiligten."

    DTEK habe im Krieg dreimal bis zu 80 Prozent seiner Stromerzeugungskapazitäten verloren und sie immer wieder hergestellt, sagte der Firmenchef.  Der vergangene Winter sei der härteste gewesen, weil beschädigte Anlagen teilweise eingefroren seien.

    "Derzeit haben wir mit den Sanierungsarbeiten begonnen und unser Ziel ist es, noch vor dem Winter über ausreichende Kapazitäten zu verfügen."

    Voraussetzung sei, dass die Anlagen nicht erneut durch Luftangriffe beschädigt würden. Sie seien aber mittlerweile besser geschützt, erklärte Timtschenko.

    DTEK unterzeichnete in Gdańsk mit dem US-Unternehmen GE Vernova eine Absichtserklärung über den Bau eines modernen Gasturbinenkraftwerks mit 650 Megawatt Leistung am Standort Burschtyn in der Westukraine.

    In den außergewöhnlich kalten Wintermonaten Anfang dieses Jahres hatten russische Luftangriffe die ukrainischen Energienetze schwer beschädigt. In der Hauptstadt Kiew gab es für Hunderttausende Menschen über Wochen keine Heizung und kaum Strom.

  • 13:10 Uhr

    Sieben russische Bürger kehren aus ukrainischer Haft zurück

    Die Ukraine hat weitere sieben russische Bürger aus der Haft entlassen. Die Übergabe fand am Samstag statt. Die russische Menschenrechtsbeauftragte Jana Lantratowa teilte in ihren sozialen Netzwerken mit, dass es sich um fünf Einwohner des russischen Grenzgebiets Kursk und zwei Einwohner aus anderen Regionen des Landes handele. Die ranghohe Beamtin erklärte dabei:

    "Sie wurden beim Vorstoß der ukrainischen Streitkräfte gefangen genommen."

    Lantratowa zufolge habe Russland als Gegengeste sieben ukrainische Bürger in ihre Heimat entlassen. Die Regierung in Moskau werde auch weiterhin ihr Bestes für die Heimkehr der russischen Bürger tun.

    Der Gouverneur des Gebiets Kursk, Alexander Chinschtein, teilte seinerseits mit, dass es inzwischen gelungen sei, 171 Einwohner des Grenzgebiets aus ukrainischer Haft zu befreien. Das Schicksal weiterer 320 Menschen bleibe ungewiss.

    Die ukrainischen Streitkräfte waren am 6. August 2024 ins ukrainische Grenzgebiet Kursk eingedrungen und hatten mehrere Ortschaften besetzt. Der Gegner wurde erst am 26. April 2025 endgültig verdrängt. An dem Befreiungseinsatz der russischen Streitkräfte hatten sich auch Kämpfer aus der Demokratischen Volksrepublik Korea beteiligt.

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Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.