Liveticker Ukraine-Krieg: Russische Luftabwehr zerstört in der Nacht 213 gegnerische Drohnen

28.06.2026 11:36 Uhr
11:36 Uhr
Starobelsk: Kein Kind sollte sterben müssen

In diesem Dokumentarfilm geht es um den Drohnenangriff vom 22. Mai 2026 auf eine Berufsschule in Starobelsk, bei dem die ukrainischen Streitkräfte schlafende Schüler kaltblütig getötet haben. Dabei kamen 21 Menschen ums Leben, mehrere Dutzend wurden verletzt. Diese jungen Menschen hatten davon geträumt, Lehrer zu werden und später an Schulen zu arbeiten. Einige planten sogar bereits ihre Hochzeit. Doch ihre Träume wurden unter den Trümmern begraben.
Das Filmteam besuchte die Überreste des Wohnheims und sprach mit Schülern und Lehrern, die den Angriff überlebt hatten. Ziel war es, die schrecklichen Ereignisse im Detail zu rekonstruieren. Unter anderem auch mit Elena Jurjewa, einer Lehrerin, die mehr als 30 verletzte Schüler rettete.
Den Dokumentarfilm gibt es hier auf unserer Website zu sehen.
11:10 Uhr
Bürgermeister der AKW-Stadt Energodar wirft Kiew Provokation vor: Infos über Evakuierung sind falsch
Der Bürgermeister der Stadt Energodar, Maxim Puchow, wirft der Regierung in Kiew eine Provokation vor. Wie der Politiker auf der Plattform Telegram schreibt, habe das ukrainische Militär in der vergangenen Nacht über eine Drohne eine falsche Warnung an die Einwohner verbreitet, wonach die Stadt ab dem 1. Juli evakuiert werden solle. Der Bürgermeister spricht von einem "zynischen Trick", mit dem der Gegner die friedlichen Einwohner auf die Straßen bringen wolle, um sie dann anzugreifen. Puchow betont dabei:
"Es gibt keine Evakuierung."
Sollte sich die Sicherheitslage in der Stadt ändern, würden die Behörden die Bevölkerung rechtzeitig über offizielle Kanäle auf dem Laufenden halten, so der Bürgermeister.
Puchow ruft seine Landsleute dazu auf, Ruhe zu wahren, keine Panik zu kriegen und nur offiziellen Informationsquellen zu vertrauen.
"Der Feind benutzt Lügen, um Ängste zu schüren."
10:35 Uhr
Ein Verletzter und Schäden bei ukrainischen Artillerie- und Drohnenangriffen auf Grenzgebiet Kursk
Die ukrainischen Streitkräfte setzen ihre Attacken auf das russische Grenzgebiet Kursk fort. Gouverneur Alexander Chinschtein berichtet in der täglichen Statistik auf der Plattform MAX über zahlreiche Artillerie- und Drohnenangriffe auf die Region. Wie der Politiker mitteilt, seien im Zeitraum von 8 Uhr MESZ am 27. Juni bis 8 Uhr MESZ am 28. Juni 117 ukrainische Drohnen abgeschossen worden. Darüber hinaus habe die gegnerische Artillerie in dieser Zeit 115-mal grenznahe evakuierte Ortschaften unter Beschuss genommen. Es habe zudem sieben Angriffe gegeben, bei denen unbemannte Luftfahrzeuge Sprengsätze auf Objekte im Gebiet Kursk abgelassen hätten.
Chinschtein meldet keine Todesopfer unter der Zivilbevölkerung. In der Stadt Rylsk sei aber ein 66 Jahre alter Einwohner verletzt worden. Der Politiker berichtet auch über Schäden in den Ortschaften Maloje Soldatskoje, Pestschanoje, Makejewo und in der Stadt Rylsk. Dort seien insgesamt eine Getreidekammer, eine Scheune und zwei Autos beschädigt worden.
10:04 Uhr
Ein Toter und ein Verletzter bei ukrainischen Angriffen auf 56 Ortschaften im Gebiet Belgorod
Der Krisenstab des russischen Grenzgebiets Belgorod veröffentlicht jeden Tag auf Telegram Statistiken über ukrainische Angriffe auf Siedlungen in der Region. Aus dem heutigen Eintrag geht hervor, dass das ukrainische Militär in den letzten 24 Stunden 56 Ortschaften in zehn Bezirken angegriffen habe. Der Gegner habe mindestens elf Geschosse abgefeuert und 166 Drohnen eingesetzt, von denen 102 abgeschossen worden seien.
In der Statistik wird auch über Opfer unter der Zivilbevölkerung berichtet. In der Siedlung Rschewka sei ein Mann ums Leben gekommen, als eine ukrainische Drohne eine Produktionshalle attackiert habe. In der Siedlung Rakitnoje habe ein Mann Verletzungen erlitten, als eine FPV-Drohne einen Lkw angegriffen habe. Zudem habe ein Mann eine medizinische Einrichtung aufgesucht, nachdem er noch am 25. Juni bei der Detonation einer FPV-Drohne in der Siedlung Rschewka ein Barotrauma des Ohres erlitten habe.
Der Krisenstab meldet zudem viele Sachschäden. Demnach seien in den letzten 24 Stunden drei Mehrfamilienhäuser, acht Einfamilienhäuser, ein Geschäft, zwei soziale Einrichtungen, zwei Betriebe, ein Infrastrukturobjekt, drei Stromleitungen, zwei Gasleitungen, eine Garage, sechs Lkw, ein Lkw-Anhänger und 16 Autos zerstört oder beschädigt worden.
09:38 Uhr
Kadyrow: Russische Soldaten nehmen zwei kolumbianische Söldner gefangen
Das Oberhaupt der russischen Teilrepublik Tschetschenien, Ramsan Kadyrow, hat auf der Plattform Telegram über einen weiteren Erfolg seiner Kämpfer in der Zone der militärischen Sonderoperation Russlands in der Ukraine berichtet. Demnach seien im Kampfgebiet zwei Söldner aus Kolumbien gefangen genommen worden. Kadyrow hob dabei hervor:
"Bemerkenswerterweise unterscheiden sich die persönlichen Geschichten der ausländischen Söldner kaum von den Erzählungen der ukrainischen Militärs, die früher in Gefangenschaft geraten sind. Nach einem weiteren Beschuss wurden sie auf ihren Positionen einfach im Stich gelassen. Ihre 'Kameraden' gingen wen, ihr Kommando machte sich aus dem Staub, während die versprochene Unterstützung ein schönes Märchen der Anwerber blieb."
Aufgrund der Aussagen der beiden Kolumbianer stellte Kadyrow fest, dass die Moral in den ukrainischen Streitkräften ziemlich niedrig sei. Die Situation der ukrainischen Truppen an der Kontaktlinie werde immer schlimmer. Zum Glück für die beiden Gefangenen seien sie nun außer Lebensgefahr und fern von der Front und würden verpflegt, resümierte Kadyrow.
09:02 Uhr
Beschuss auf Siedlungen im Gebiet Cherson: Knapp 40 Geschosse aus Ukraine abgefeuert
Die Behörden im von Russland kontrollierten Teil des Gebiets Cherson melden andauernde Angriffe auf Siedlungen am linken Dnjepr-Ufer. Den Angaben zufolge habe die ukrainische Artillerie im Laufe des 27. Juni 21 Geschosse auf vier Ortschaften abgefeuert. Die Zahl der eingeschlagenen Geschosse listen die Behörden wie folgt auf:
- Aljoschki — 5,
- Welikije Kopani — 2,
- Golaja Pristan — 2,
- Kachowka — 3,
- Malaja Lepeticha — 6,
- Nowaja Kachowka — 3.
Wie die Behörden weiter mitteilen, habe der Beschuss auch in der Nacht zum Sonntag angedauert. Auf zivile Infrastrukturen der von Russland kontrollierten Ortschaften Dnjeprjany, Nowaja Majatschka und Kasatschji Lageri seien insgesamt 15 Geschosse abgefeuert worden.
Berichte über Opfer und Schäden liegen bislang nicht vor.
08:31 Uhr
DVR meldet elf ukrainische Angriffe binnen 24 Stunden
Die Behörden in Donezk haben innerhalb der vergangenen 24 Stunden elf Angriffe durch ukrainische Truppen registriert. Demnach wurden auf das Territorium der Volksrepublik 13 Geschosse abgefeuert. Bei den Angriffen in der Zeitspanne von 0 Uhr am 27. Juni bis 0 Uhr am 28. Juni (Ortszeit) kamen zwei Zivilisten ums Leben. Weitere acht zivile Einwohner, darunter ein Jugendlicher, erlitten Verletzungen. Durch den Beschuss wurden zwei Wohnhäuser, zwei zivile Infrastrukturobjekte sowie mehrere Lkw und Autos beschädigt.
Am Vortag hatten die Behörden von Donezk 25 Angriffe aus der Ukraine gemeldet. Dabei wurden drei Zivilisten verletzt. Zu Schaden kamen mehrere Lkw, Autos und Kommunalfahrzeuge sowie ein ziviles Infrastrukturobjekt.
08:05 Uhr
Ukrainische Drohnen setzen Ölraffinerie in Südrussland in Brand
Die ukrainischen Streitkräfte haben in der vergangenen Nacht erneut den Süden Russlands massiv mit Drohnen angegriffen. Neben dem Gebiet Rostow wurde auch die Region Krasnodar betroffen. Gouverneur Weniamin Kondratjew berichtete am frühen Morgen über Opfer und Schäden. Demnach habe der Drohnenangriff einer Ölraffinerie in der Stadt Slawjansk-na-Kubani gegolten. Durch herabfallende Teile der abgeschossenen Drohnen seien dort mehrere Häuser beschädigt worden. Ein Mensch sei ums Leben gekommen. In der Siedlung Trudobelikowski sei ein Mensch verletzt worden. Durch herabfallende Drohnenteile seien dort ebenfalls mehrere Häuser zu Schaden gekommen.
Ferner meldete der Gouverneur der Region Krasnodar einen Brand auf dem Gelände der Ölraffinerie in Slawjansk-na-Kubani. Darüber hinaus seien in der Stadt eine Strom- und eine Gasleitung beschädigt worden. Weitere Einzelheiten gab Kondratjew nicht bekannt.
07:29 Uhr
Russische Luftabwehr zerstört in der Nacht 213 ukrainische Drohnen

SymbolbildDMITRI JAGODKIN / TASS Russlands Verteidigungsministerium berichtet am Sonntagmorgen über weitere Versuche der ukrainischen Streitkräfte, Objekte in Russland mit unbemannten Luftfahrzeugen anzugreifen. Demnach habe die russische Luftabwehr im Zeitraum von 19 Uhr MESZ am Samstag bis 6 Uhr MESZ am Sonntag 213 gegnerische Drohnen abgefangen. Die unbemannten Luftfahrzeuge seien demnach über den Gebieten Belgorod, Brjansk, Woronesch, Kaluga, Kursk, Orjol, Rostow, Rjasan, Tambow und Tula, der Region Krasnodar, der Teilrepublik Krim sowie über dem Asowschen und dem Schwarzen Meer zerstört worden. Weitere Einzelheiten teilt das Ministerium nicht mit.
27.06.2026 21:00 Uhr
21:00 Uhr
Damit beenden wir für heute den Live-Ticker zur Lage im Ukraine-Konflikt. Morgen früh ab 7 Uhr geht es mit der Berichterstattung weiter. Wir wünschen unseren Lesern trotz aller Spannungen in der Welt eine gute Nacht!
Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.
Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.

