Liveticker Ukraine-Krieg: Russische Truppen durchbrechen erste Verteidigungslinie bei Slawjansk

27.08.2026 19:09 Uhr
19:09 Uhr
"Und danach die Kinder?" – Kritik an Budanows Aussagen zur Frauenmobilisierung
Die ukrainische Historikerin Marta Gawrischko hat den Leiter des ukrainischen Präsidialamtes, Kirill Budanow, für seine Äußerung zur Mobilisierung von Frauen kritisiert. Budanow hatte erklärt, dass diese derzeit nicht notwendig sei, solange noch genügend Männer für den Militärdienst zur Verfügung stünden. Die Historikerin schrieb im sozialen Netzwerk X:
"Der Plan lautet also: Zuerst die verbliebenen ukrainischen Männer in den Fleischwolf des Krieges zu schicken und dann zu den Frauen überzugehen. Und danach zu den Kindern? Alles nur für den 'Sieg'?"
Die Historikerin betonte, eine solche Logik stelle die Existenz der ukrainischen Nation selbst infrage. Anfang August wurde auf der Website der ukrainischen Regierung eine Petition veröffentlicht, die die Ausweitung der Wehrpflicht auf kinderlose Frauen fordert. Dies entspreche angeblich dem Verfassungsprinzip, wonach die Verteidigung der Ukraine eine Pflicht aller Bürger sei.
18:44 Uhr
Gerassimow: Russische Truppen durchbrechen erste Verteidigungslinie bei Slawjansk
Russische Truppen haben laut Generalstabschef Waleri Gerassimow die erste Verteidigungslinie der ukrainischen Streitkräfte bei Slawjansk und Kramatorsk in der Donezker Volksrepublik (DVR) durchbrochen.
"Der Truppenverband Süd ist auf einer rund 160 Kilometer breiten Front gleichzeitig in mehreren Richtungen vorgerückt und hat an einzelnen Abschnitten die erste Verteidigungslinie des befestigten Gebiets Slawjansk-Kramatorsk durchbrochen."
Seinen Angaben zufolge sind die russischen Einheiten noch vier Kilometer von den östlichen Außenbezirken Slawjansks entfernt. Derzeit werde in den Ortschaften Nikolajewka und Nikanorowka gekämpft. Zudem fänden Gefechte auf einem Flugplatz statt, der rund drei Kilometer von Kramatorsk entfernt sei.
Gerassimow besuchte am 27. August den Gefechtsstand des Truppenverbands Süd und ließ sich über die aktuelle Lage informieren. Dabei stellte er der Gruppierung neue Aufgaben.
18:25 Uhr
Kiew beschießt Donezk mit "Storm Shadow": Acht Verletzte, darunter zwei Kinder

Ukrainische Streitkräfte haben am Mittwoch einen groß angelegten Luftangriff auf Donezk verübt. In der Nähe eines Einkaufszentrums sind mindestens acht Menschen verletzt worden, darunter zwei Minderjährige.
Ein Video dazu gibt es hier auf unserer Webseite.
17:37 Uhr
Lantratowa: Kinder in der Ukraine wurden laut Schulbüchern auf den Krieg vorbereitet
Die Ukraine habe bereits Kinder über Schulbücher auf einen Krieg mit Russland vorbereitet, erklärte die russische Menschenrechtsbeauftragte Jana Lantratowa. Bei einem gesamtrussischen Veteranenforum berichtete sie, dass ihr Büro Schulbücher aus dem Donbass herausgebracht habe, die dort unter Kindern verbreitet worden seien.
"In diesen Schulbüchern wurden die Helden des Großen Vaterländischen Krieges durch Nazi-Verbrecher ersetzt, sowjetische Panzer mit Hakenkreuzen dargestellt und jedes Wort war von Hass auf alles Russische durchdrungen."
In Lehrmaterialien zum Fach "Grundlagen der Lebenssicherheit" sei Kindern zudem erklärt worden, wie sie durch das Visier eines Gewehrs auf russische Soldaten schauen sollten.
"Außerdem verschwand in diesen Schulbüchern der Begriff 'Großer Vaterländischer Krieg'. Dort gibt es lediglich den Begriff 'Deutsch-sowjetischer Krieg'. Und natürlich wurde die Geschichte auf den Seiten der Schulbücher gezielt verfälscht."
17:17 Uhr
Ukrainischer Abgeordneter: Ukraine hat womöglich keine Metallurgie bis zum Frühjahr
Es ist durchaus möglich, dass die Ukraine bis zum nächsten Frühjahr keine Hüttenindustrie mehr hat. Dies erklärte der ukrainische Abgeordnete Mussa Magomedow. Grund dafür seien Angriffe des russischen Militärs auf Hüttenwerke, logistische Probleme, aber auch europäische Stahlquoten und die CO₂‑Steuer, fügte der Politiker hinzu.
Die russische Armee habe laut dem Abgeordneten die Arbeit von Saporoschstal, einem der größten metallurgischen Betriebe Europas, lahmgelegt.
17:00 Uhr
Selenskij nutzt KI für seine Propagandavideos – und fliegt damit peinlich auf

Wladimir Selenskij ist ein Meister der politischen Inszenierung. Ein neues patriotisches Video aus Saporoschje wirft nun Fragen zur Authentizität der Aufnahmen auf.Screenshot X Wladimir Selenskij wollte mit einem patriotischen Video aus Saporoschje Stärke und Nähe zur Armee demonstrieren. Doch die Inszenierung geriet zum PR-Flop: Zwei Autos scheinen wie aus dem Nichts aufzutauchen. Im Netz sorgt die kuriose Szene für Spott und Zweifel an der Authentizität der Aufnahmen.
Lesen Sie dazu mehr hier auf unserer Webseite.16:41 Uhr
Gebiet Kursk: Sechs Verletzte bei ukrainischem Drohnenangriff auf Bäckerei
Bei einem Drohnenangriff der Ukraine auf ein Gebäude mit einer Bäckerei und einem Geschäft im Belowski Bezirk des Gebiets Kursk sind sechs Menschen verletzt worden. Dies teilte Gouverneur Alexander Chinstein auf Telegram mit.
Der Drohnenangriff ereignete sich in der Siedlung Belaja. Zum Zeitpunkt des Angriffs hielten sich Menschen in dem Gebäude auf. Unter den Verletzten sind fünf Frauen und ein Mann.Vier Frauen erlitten Kopfverletzungen, eine weitere erlitt Splitterverletzungen an den Oberschenkeln. Bei dem Mann wurden ein geschlossenes Schädel-Hirn-Trauma und eine Gehirnerschütterung diagnostiziert.
Alle Verletzten wurden in ein Krankenhaus gebracht und medizinisch versorgt. Für die weitere Behandlung sollen sie nach Kursk verlegt werden.16:17 Uhr
Russischer Vizeaußenminister: Es gibt Widersprüche zwischen US-Eliten hinsichtlich der Russland-Politik
Moskau ist bereit, mit Washington über die Beseitigung der Grundursachen der Ukraine-Krise zu verhandeln, erklärte Russlands Vizeaußenminister Michail Galusin. Außerdem solle die vollständige Beseitigung sämtlicher Bedrohungen, die aus dem von Kiew kontrollierten Gebiet ausgingen, das Thema der Verhandlungen sein, sagte der Diplomat gegenüber der Nachrichtenagentur RIA Nowosti.
In der Haltung der US‑amerikanischen Vertreter zur Wiederaufnahme der Ukraine-Gespräche seien unterschiedliche Ansätze zu beobachten, sagte Galusin weiter. Dies sei größtenteils auf bestehende Widersprüche zwischen den US-Eliten zurückzuführen.
Ein Teil der Führungsschicht in den USA strebe laut Galusin nach einer profitablen Handels- und Wirtschaftskooperation mit Russland, während der andere Teil die Eindämmung Russlands als Ziel ansehe.
15:59 Uhr
Wiktor But: Ukraine ohne US-Unterstützung "nach drei Stunden kampfunfähig"

Im Interview mit RT kommentiert der russische Unternehmer Wiktor But den kürzlichen Besuch von CIA-Direktor John Ratcliffe in Moskau. But begrüßt diese geheimdienstlichen Kontakte ausdrücklich und betont, dass die USA weiterhin "die Schlüssel zu diesem Konflikt in der Hand halten".
Die Ukraine sei militärisch bereits am Ende und stehe nur noch vor der Wahl zwischen einem Friedensabkommen oder einer baldigen Kapitulation. Würden die USA ihre Geheimdienstinformationen und Starlink abschalten, so But, sei die ukrainische Armee "nicht einmal mehr drei Stunden kampffähig".Ein Video dazu gibt es hier auf unserer Webseite.
15:41 Uhr
Russische Regionen melden weitere Opfer ukrainischer Angriffe
Bei Angriffen der Ukraine sind in mehreren russischen Regionen und den neuen Gebieten weitere Menschen getötet und verletzt worden. So wurden im Gebiet Saporoschje innerhalb eines Tages zwei Menschen getötet und drei weitere verletzt. Laut Gouverneur Jewgeni Balizki kam bei einem Drohnenangriff im Gebiet des Dorfes Inschenernoje ein Mann ums Leben. Im Dorf Tarassowka wurde ein weiterer Mann bei einem Angriff auf ein Privathaus getötet. In Pologi und Wassiljewka wurden drei Männer verletzt.
Auch in der Lugansker Volksrepublik (LVR) gab es Verletzte. Laut LVR-Chef Leonid Passetschnik wurden im Bereich des Grenzübergangs Dolschanski–Nowoschachtinsk Lastwagen und ein Kleinbus angegriffen. Dabei erlitt ein 14-jähriges Mädchen Splitterverletzungen. In Rubeschnoje wurden zudem ein Minivan und Lastwagen auf weiteren Straßenabschnitten angegriffen. Dabei wurden drei Fahrer verletzt. Insgesamt seien innerhalb eines Tages 14 Gemeinden unter Beschuss geraten. Beschädigt wurden demnach Autos sowie zivile, kommunale und gewerbliche Infrastruktur.
Im Gebiet Kursk wurde außerdem eine 29-jährige Frau bei einem Drohnenangriff der Ukraine verletzt. Der Angriff galt einem Gebäude im Weiler Swjagin im Rajon Rylsk. Die Frau erlitt ein Knalltrauma und klagte über Kopfschmerzen. Die Ärzte leisteten ihr die notwendige Hilfe und behandelten sie ambulant weiter.
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Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.


