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Liveticker Ukraine-Krieg: Kiew ordnet Zwangsevakuierung aus Slawjansk und Kramatorsk an

Russland führt gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine Militäroperation in der Ukraine durch. Der Westen reagiert mit immer neuen Waffenlieferungen an die Ukraine und beispiellosen Sanktionen gegen Russland. Lesen Sie hier die neuesten Entwicklungen.
Liveticker Ukraine-Krieg: Kiew ordnet Zwangsevakuierung aus Slawjansk und Kramatorsk anQuelle: Sputnik © MAXIM BLINOW
  • 9.06.2026 21:24 Uhr

    21:24 Uhr

    Frau bei Beschuss aus Ukraine in Gebiet Cherson getötet

    Ukrainische Kämpfer haben am Dienstagnachmittag (Ortszeit) ein Wohnviertel in der Ortschaft Gornostajewka im Raum Cherson mit Artilleriegranaten im Kaliber von 120 Millimetern beschossen. Dies teilen die lokalen Behörden auf der Plattform Max mit.

    Eine Zivilistin sei beim Beschuss ums Leben gekommen, heißt es in der Mitteilung. Die Frau habe mehrere tödliche Splitterverletzungen erlitten.

    Die Behörden weisen darauf hin, dass sich in der Nähe der Wohngebäude keine militärischen Einrichtungen befänden.

  • 20:47 Uhr

    Trotz Kritik aus Kiew: Britische Partei Reform UK gegen ukrainische Flaggen an Regierungsgebäuden 

    Die britische Partei Reform UK unter der Führung von Nigel Farage hatte nach ihren deutlichen Zugewinnen bei den Kommunalwahlen im Mai die ukrainische Flagge vom Essex County Council in Chelmsford entfernen lassen.

    Kürzlich in einem Interview mit der britischen Zeitung The Guardian bezeichnete der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij dies als einen "Fehler" und äußerte die Hoffnung, dass er korrigiert werde.

    Nun erklärt die Partei, bei ihrer Entscheidung zu bleiben. In einem Gespräch mit dem TV-Sender Sky News führte ein Sprecher aus:

    "Unsere Politik ist einfach: An den Gebäuden der Stadtverwaltung wird ausschließlich unsere Nationalflagge gehisst."

  • 20:16 Uhr

    Haubitze trifft Standort ukrainischer Einheiten an der Front bei Dnjepropetrowsk (Video)

    Artilleriesoldaten des russischen Truppenverbands Mitte zerstörten einen getarnten gegnerischen Stützpunkt am Frontabschnitt Dnjepropetrowsk. Bei ihrem Angriff kam eine Selbstfahrlafette vom Typ Msta-S zum Einsatz. Das russische Verteidigungsministerium teilt entsprechende Aufnahmen auf Telegram.

  • 19:51 Uhr

    Kiew ordnet Evakuierung von Einwohnern aus Slawjansk und Kramatorsk an

    Die Behörden im von den ukrainischen Streitkräften kontrollierten Teil der Volksrepublik Donezk (DVR) weiten nach eigenen Angaben die Zwangsevakuierung von Familien mit Kindern aus.

    Wie es heißt, gelte das für bestimmte Straßen in den Städten Slawjansk und Kramatorsk sowie in der Ortschaft Belenkoje. Zudem müsse das gesamte Gebiet der Dörfer Priwolje und Malotaranowka geräumt werden.

    Zuvor gab das Oberhaupt der DVR, Denis Puschilin, bekannt, dass die russischen Truppen auf Kramatorsk vorrückten.

  • 19:15 Uhr

    Kieler Institut für Weltwirtschaft schlägt Strafzoll auf Russland-Handel vor

    Das Kieler Institut für Weltwirtschaft (IfW) schlägt einen Strafzoll auf den verbliebenen Handel zwischen der EU und Russland vor. Mit den Einnahmen daraus solle die Ukraine unterstützt und der Druck auf die Regierung in Moskau erhöht werden, teilt das (IfW) auf der Plattform X mit. Ein solcher "Ukraine-Unterstützungszoll" könne jährlich zwischen elf und 16 Milliarden Euro einbringen.

    Der Leiter der Forschungsgruppe Handelspolitik am IfW, Julian Hinz, behauptet dabei:

    "Die zentrale Idee ist ganz einfach: Solange Handel mit Russland stattfindet, sollte Europa ihn zur Unterstützung der Ukraine nutzen."

    Vorgeschlagen wird, diesen Handel mit Zollsätzen von 30 bis 50 Prozent zu belasten. Ein Importzoll auf EU-Einfuhren aus Russland kann demnach mit einer Abgabe auf EU-Exporte nach Russland ergänzt werden.

    Die Einnahmen könnten zur Finanzierung der militärischen Verteidigung, des Wiederaufbaus und für humanitäre Hilfe in der Ukraine beitragen, schlägt das IfW vor. Selbst die niedrigeren Schätzungen würden die erwarteten rund drei Milliarden Euro jährlich aus Zinserträgen eingefrorener russischer Staatsvermögen deutlich übertreffen. Die EU könnte damit ihre bisherigen Hilfszusagen von durchschnittlich rund 70 Milliarden Euro pro Jahr spürbar ausweiten.

    Im vergangenen Jahr belief sich der Handel zwischen der EU und Russland auf 57,2 Milliarden Euro – trotz vieler westlicher Sanktionen seit Beginn des Ukraine-Krieges Ende Februar 2022.

  • 18:50 Uhr

    Erneute ukrainische Angriffe auf Gebiet Belgorod – Todesopfer und Verletzte

    Das ukrainische Militär hat am Dienstagnachmittag (Ortszeit) mindestens 15 Ortschaften im Grenzgebiet Belgorod mit Drohnen angegriffen. Wie der lokale Krisenstab mitteilt, kam dabei ein Zivilist um Leben. Drei weitere Menschen erlitten Verletzungen unterschiedlicher Schwere.

    Wie es weiter heißt, entstanden bei Drohnenattacken zahlreiche Sachschäden. Es wurden zwölf Fahrzeuge, drei Eigenheime, zwei Nebengebäude, zwei soziale Einrichtungen und eine Gasleitung beschädigt. Ein ziviles Fahrzeug brannte aus.

  • 18:18 Uhr

    Lawrow: Nicht Verhandlungen, sondern unsere Helden an der Front entscheiden

    Russlands Außenminister Sergei Lawrow sieht angesichts neuer europäischer Pläne zur Lieferung und Produktion von Langstreckenwaffen für die Ukraine kaum Spielraum für Verhandlungen. Unter diesen Umständen seien Verhandlungen schwer vorstellbar.

    "Derzeit hängt alles nicht von Verhandlungen ab, sondern von den Taten unserer Helden an der Front", zitierte Lawrow Russlands Präsidenten Wladimir Putin. 

    Zuvor hatten Großbritannien, Frankreich und Deutschland bei einem Treffen mit Wladimir Selenskij nach Angaben der britischen Regierung vereinbart, die Produktion von Luftabwehrsystemen zu erhöhen und gemeinsam Fähigkeiten für weitreichende Angriffe sowie zur Stärkung der ukrainischen Streitkräfte zu entwickeln.

    Ein Video dazu gibt es hier auf unserer Webseite.

  • 17:38 Uhr

    Norwegen und Deutschland stellen weitere Millionen für Waffen an Kiew bereit

    Norwegen will in diesem Jahr 1,2 Milliarden Kronen (etwa 110 Millionen Euro) für die Anschaffung und Entwicklung von Seedrohnen für die Ukraine bereitstellen. Dies ist einer auf der Website der norwegischen Regierung veröffentlichten Mitteilung zu entnehmen.

    Deutschland beabsichtigt, weitere 300 Millionen Euro für die tschechische Initiative zur Munitionsbeschaffung für die Ukraine ausgeben. Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius gab dies bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit seinem tschechischen Amtskollegen Jaromír Zůna in Berlin bekannt.

    Die Initiative wurde von Tschechien 2024 ins Leben gerufen, um Kiew über geheime Netzwerke weltweit mit Artilleriegeschossen zu versorgen.

  • 17:13 Uhr

    EU plant Einreiseverbot für ehemalige russische Armeeangehörige

    Die EU-Kommission will ehemalige russische Kämpfer daran hindern, in die EU einzureisen. Die Behörde schlägt vor, "allen Personen, die seit Beginn des Krieges in den russischen Streitkräften gedient haben, die Einreise in die Europäische Union zu verwehren". Solche Pläne hat Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen am Dienstag in Brüssel angekündigt.

    Die Maßnahme ist Teil eines weiteren Sanktionspakets gegen Russland, das auch die russischen Öleinnahmen begrenzen soll. So schlägt die Kommission vor, die automatische Anpassung des Ölpreisdeckels bis Januar 2027 auszusetzen. Die Preisobergrenze für ein Barrel russisches Rohöl soll also vorerst bei 44,10 US-Dollar (etwa 38,14 Euro) verbleiben. Zudem sollen 30 weitere Schiffe der sogenannten russischen Schattenflotte auf die Sanktionsliste gesetzt werden. Weitere Sanktionen richten sich gegen das russische Bankensystem, den Kryptosektor des Landes sowie eine Reihe von Exportgütern, darunter Fisch. Die Maßnahmen müssen nun noch von den 27 Mitgliedstaaten beschlossen werden.

  • 16:37 Uhr

    Russischer TOS-Flammenwerfer trifft den Gegner in der DVR (Video)

    Aufnahmen des russischen Verteidigungsministeriums zeigen Artilleriesoldaten des Truppenverbands Mitte im Einsatz. Wie es heißt, setzten sie mithilfe eines Flammenwerfers vom Typ TOS-1A-Solnzepjok (dt.: Sonnenglut), der thermobarische Sprengköpfe abfeuert, Ansammlungen von ukrainischen Kämpfern bei Dobropolje in der Volksrepublik Donezk (DVR) außer Gefecht.

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Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.