Liveticker Ukraine-Krieg – Experte: Kiews Truppen halten Krasny Liman entgegen militärischer Logik

25.06.2026 17:59 Uhr
17:59 Uhr
Israelische Airline setzt Flüge nach Moskau aus
Die israelische Fluggesellschaft El Al setzt ihre Flüge zwischen Tel Aviv und Moskau für die kommenden Tage aus. Grund dafür seien die Entwicklungen im Krieg zwischen Russland und der Ukraine, teilt das Unternehmen mit. El Al nennt in diesem Zusammenhang Zwischenfälle in der Luftfahrt in der Region, ohne jedoch genauer darauf einzugehen. In der kommenden Woche werde die Fluggesellschaft die Lage neu bewerten.
Die Ukraine hatte zuletzt ihre Angriffe auf die russische Öl-Infrastruktur verstärkt. Der Bürgermeister von Moskau, Sergei Sobjanin, meldet nun fast täglich den Abschuss von ukrainischen Drohnen über dem Großraum Moskau. Bei einer Attacke vor einer Woche war in der russischen Hauptstadt eine wichtige Ölraffinerie getroffen worden.
17:28 Uhr
Russische Jagdbomber nehmen gegnerische Stellungen auseinander (Video)
Kampfflugzeuge vom Typ Su-34 der russischen Luftstreitkräfte flogen Angriffe auf militärische Ziele in der Volksrepublik Donezk (DVR). Wie das russische Verteidigungsministerium bekanntgibt, trafen tonnenschwere FAB-Bomben einen Flussübergang und ukrainische Kämpfer in Krasny Liman in der DVR. Die Behörde in Moskau teilt ein entsprechendes Video auf Telehgram.
16:56 Uhr
EU zahlt Ukraine erste Milliarden aus neuem Darlehen aus
Die Ukraine erhält heute die erste Zahlung des 90 Milliarden Euro schweren Unterstützungsdarlehens der EU. Rund drei Milliarden Euro Makrofinanzhilfen würden ausgezahlt, sagte EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen bei einer Wiederaufbaukonferenz für die Ukraine im polnischen Gdańsk.
"Das ist gelebte Solidarität."
In den kommenden Tagen solle zudem zusätzliches Geld für die Drohnenproduktion an Kiew fließen, so die EU-Kommissionschefin.
Since the beginning of Russia's full-scale invasion, the EU and its Member States have provided unprecedented economic, financial and military support.
— Ursula von der Leyen (@vonderleyen) June 25, 2026
Today, we are transferring the first tranche under the €90 billion Ukraine Support Loan.
This is European solidarity in… pic.twitter.com/gBeeXDa5oWVon den neuen EU-Finanzhilfen in Höhe von 90 Milliarden Euro sind 60 Milliarden für verteidigungsrelevante Ausgaben vorgesehen. Die Hälfte des Geldes soll bereits in diesem Jahr fließen – weitere 45 Milliarden könnten dann im kommenden Jahr folgen.
16:25 Uhr
Ombudsfrau: Ukrainische Soldaten im Donbass nutzten Säuglinge als Schutzschild
Wie die Menschenrechtsbeauftragte der Russischen Föderation, Jana Lantratowa, berichtete, haben sich Soldaten der ukrainischen Streitkräfte, die vor der vorrückenden russischen Armee im Donbass flohen, hinter Säuglingen versteckt, die sie den Einheimischen weggenommen hatten. Dies berichtet die Nachrichtenagentur TASS. Lantratowa erklärte:
"Als Mutter werde ich niemals die Wiegen vergessen, die zurückgelassen wurden, als die Säuglinge auf die Straße geworfen wurden. Und warum wurden sie weggeworfen? Weil man Kinder, Säuglinge, gestohlen hat, um dort vorbeizukommen, wo sich unsere Soldaten befanden. Danach hat man die Wiegen weggeworfen und diese Kinder zurückgelassen. Sie wurden dann von der Zivilbevölkerung im Donbass versorgt."
15:46 Uhr
Militär: Ukrainische weibliche Sturmtruppen in Konstantinowka gesichtet
Wie die Nachrichtenagentur TASS unter Berufung auf den stellvertretenden Kommandeur des 1. Bataillons des 1194. Regiments der Südlichen Truppengruppe berichtet, stellen russische Soldaten im Verlauf der Kämpfe zur Befreiung von Konstantinowka in der Donezker Volksrepublik fest, dass sich in den Reihen der ukrainischen Einheiten polnische Söldner und weibliche Angriffskämpfer befinden. Ein russischer Soldat berichtete der Agentur:
"Derzeit sind in diesem Abschnitt Polen aufgetaucht, das heißt, die Jungs berichten, dass sie polnische Stimmen und polnische Gespräche hören. Auch Mädchen in den ukrainischen Einheiten tauchen auf, jeweils zwei bis drei. Sie sind ziemlich kräftig, das heißt, sie haben vor nichts Angst – ja, diese Mädchen sind tatsächlich ukrainische Sturmtrupplerinnen."15:17 Uhr
Frontbericht des russischen Verteidigungsministeriums
Russlands Verteidigungsministerium berichtet am Donnerstag über den Verlauf der militärischen Spezialoperation in der Ukraine innerhalb der vergangenen 24 Stunden.
Wie es heißt, haben die Truppenverbände Nord, West, Süd, Mitte, Ost und Dnjepr den gegnerischen Einheiten entlang der gesamten Front Feuerschaden zugefügt. Insgesamt wurden an den Frontabschnitten rund 1.585 ukrainische Soldaten getötet oder verwundet.
Darüber hinaus wurden zerstört oder getroffen:
- 74 Fahrzeugeze
- zwölf Artilleriegeschütze
- acht gepanzerte Kampffahrzeuge
- acht Anlagen der elektronischen Kampfführung
- zwei Munitionslager.
In der Stadt Krasny Liman in der Volksrepublik Donezk (DVR) setzen die Stoßtrupps des Truppenverbands West weiterhin verstreute Kräfte der ukrainischen Armee außer Gefecht. Im Zuge der Offensive im westlichen Teil wurden neun gegnerische Stellungen und 38 Gebäude eingenommen.
In Konstantinowka in der DVR führten die Stoßtrupps des Truppenverbands Süd offensive Angriffe in alle Richtungen durch. Die Säuberung im Südwesten der Ortschaft wird fortgesetzt.
Russlands Streitkräfte führten einen kombinierten Angriff auf militärische Ziele an 149 Orten durch. Dabei kamen die operativ-taktische Luftflotte, Kampfdrohnen, Raketen und Artillerie zum Einsatz.
Entlang der Frontlinie zerstörte die Luftverteidigung 17 Lenkbomben, zwei Raketen aus dem HIMARS-Mehrfachraketenwerfer und 762 ukrainische Starrflüglerdrohnen.
14:38 Uhr
Außenministerium: Russland braucht "zuverlässige Sicherheitsgarantien" in Sachen Ukraine
Der stellvertretende russische Außenminister Alexander Gruschko erklärte, dass Moskau im Grunde das Format der Vereinbarungen zur Ukraine-Frage nicht wichtig sei. Was zähle, seien vielmehr "zuverlässige Sicherheitsgarantien", meinte er. In einem Kommentar für die Zeitung Iswestija merkte er an, dass die Form der Vereinbarungen "zweitrangig" sei, denn das Wichtigste sei vielmehr deren Inhalt, und betonte:
"Wir brauchen die zuverlässigsten Sicherheitsgarantien. – Das ist das Wichtigste. In welcher Form dies umgesetzt wird, ist eine andere Frage."14:03 Uhr
Russisches Militär setzt in Konstantinowka eingekesselte Einheiten außer Gefecht (Video)
Artilleriesoldaten und Drohnenpiloten des russischen Truppenverbands Süd zerstörten im Zuge eines gut koordinierten Einsatzes Deckungen der in Konstantinowka eingekesselten ukrainischen Einheiten. Das Verteidigungsministerium in Moskau teilt entsprechende Aufnahmen auf Telegram.
13:27 Uhr
Merz ruft bei Ukraine-Konferenz in Polen zu Friedensgesprächen auf
Bundeskanzler Friedrich Merz hat bei der Ukraine-Wiederaufbaukonferenz im polnischen Gdánsk erneut zu Friedensverhandlungen aufgerufen.
"Die Zeit ist da, um Verhandlungen aufzunehmen, die Frontlinie einzufrieren und das Töten zu beenden", sagte Merz. Hierzu seien europäische Länder und die NATO bereit, die russische Wirtschaft verstärkt unter Druck zu setzen.
12:43 Uhr
Kiew terrorisiert weiterhin Ortschaften im Raum Cherson
Behörden im von Russland kontrollierten Teil des Gebiets Cherson melden erneute Angriffe auf Siedlungen am linken Dnjepr-Ufer. In den zurückliegenden 24 Stunden griffen ukrainische Kämpfer 16 Siedlungen mit Drohnen an.
Wie der Gouverneur Wladimir Saldo bekanntgibt, kam infolgedessen ein Zivilist ums Leben. Zwei weitere Menschen seien verletzt worden, so der Beamte. An den Infrastruktureinrichtungen und weiteren zivilen Objekten seien Sachschäden entstanden.
Sieben Bezirke bleiben laut Saldo weiterhin teilweise ohne Stromversorgung.
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Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.