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Liveticker Ukraine-Krieg – Selenskij: Fast alle Regionen der Ukraine von Drohnenangriffen betroffen

Russland führt gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine Militäroperation in der Ukraine durch. Der Westen reagiert mit immer neuen Waffenlieferungen an die Ukraine und beispiellosen Sanktionen gegen Russland. Lesen Sie hier die neuesten Entwicklungen.
Liveticker Ukraine-Krieg – Selenskij: Fast alle Regionen der Ukraine von Drohnenangriffen betroffen© Urheberrechtlich geschützt
  • 13.05.2026 22:00 Uhr

    22:00 Uhr

    Damit beenden wir für heute den Live-Ticker zur Lage im Ukraine-Konflikt. Morgen früh ab 7 Uhr geht es mit der Berichterstattung weiter. Wir wünschen unseren Lesern trotz aller Spannungen in der Welt eine gute Nacht!

  • 21:50 Uhr

    Selenskij: Fast alle Regionen der Ukraine von Drohnenangriffen betroffen

    Wie der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij mitteilte, waren im Laufe des Tages nahezu alle Regionen des Landes von Drohnenangriffen betroffen. Dies schrieb er in seinem Telegram-Kanal.

    Demnach wurden in den Gebieten Wolyn, Transkarpatien, Iwano-Frankowsk, Lwow, Rowno, Chmelnizki, Winniza, Dnjepropetrowsk, Schitomir, Kiew, Kirowograd, Nikolajew, Odessa, Sumy, Charkow, Tscherkassy und Tscherniwzi zahlreiche Schäden registriert.

    Selenskij erklärte, die meisten der angegriffenen Regionen lägen "nahe der Grenzen der NATO-Staaten". Zudem schrieb er, seit Beginn des Tages seien "mindestens 800 russische Drohnen" eingesetzt worden; die Attacke dauere an.

    Der Telegram-Kanal "Wojenkori Russkoi Wesny" berichtete unterdessen, dass rund 200 Drohnen des Typs Geran über die Zentralukraine geflogen seien. Zwei große Gruppen hätten sich aus dem Norden und Süden in Richtung Westen bewegt. Die Attacke könne bis in den Morgen des 14. Mai andauern.

    Der russische Militärkorrespondent Alexander Kots bestätigte diese Angaben und fügte hinzu, dass mehr als 260 Langstrecken-Drohnen die ukrainische Luftabwehr überlasteten und in westliche Regionen vordrangen. Ziel seien demnach wichtige militärische Objekte der ukrainischen Streitkräfte.

  • 21:44 Uhr

    Russische Sicherheitskreise melden hohe Verluste bei ukrainischer Brigade im Raum Kupjansk

    Eine mit Strafgefangenen besetzte Einheit der ukrainischen Streitkräfte soll bei Kämpfen im Raum Kupjansk schwere Verluste erlitten haben. Dies berichtet die Nachrichtenagentur TASS unter Berufung auf russische Sicherheitskreise:

    "Zahlreiche Nachrufe auf Soldaten der 129. Separaten mechanisierten Brigade bestätigen die enormen Verluste der Einheit im Nordwesten des Bezirks Kupjansk. Der Großteil der getöteten Nationalisten waren Strafgefangene aus Gefängnissen des Gebiets Dnjepropetrowsk."

    Zudem hätten russische Sicherheitsbehörden Informationen über Beschwerden von Angehörigen von Soldaten der 4. Separaten mechanisierten Brigade erhalten. Den Angaben zufolge würden die Militärangehörigen unmittelbar nach der Grundausbildung und ohne Begleitung erfahrener Kameraden an die Front geschickt, um Stellungen zu halten. 

  • 21:35 Uhr

    Russische Luftabwehr meldet Abschuss von weiteren ukrainischen Drohnen

    Innerhalb von sieben Stunden haben russische Luftabwehrsysteme 66 ukrainische Drohnen über mehreren Regionen des Landes abgefangen und zerstört. Dies teilt das russische Verteidigungsministerium mit. Demnach wurden die Drohnen am 13. Mai zwischen 14:00 Uhr und 21:00 Uhr Moskauer Zeit über den Gebieten Belgorod, Brjansk, Kaluga, Kursk, Nowgorod, Pskow, Smolensk und Twer sowie über dem Moskauer Umland und der Krim abgeschossen.

  • 21:22 Uhr

    Rutte bezeichnet Trumps Dialog mit Russland als äußerst wichtig

    Der NATO-Generalsekretär Mark Rutte hat den von US-Präsident Donald Trump begonnenen Dialog mit Russland als "äußerst wichtig" bezeichnet. Rutte sagte am Mittwoch auf einer Pressekonferenz in Bukarest:

    "Der amerikanische Präsident hat im Februar des vergangenen Jahres die festgefahrenen Beziehungen zu Präsident Putin durchbrochen. Und ich denke, es war äußerst wichtig, den Dialog mit Russland zu beginnen, um zu verstehen, ob es einen Ausweg aus diesem Konflikt gibt." 

    Zuvor hatte Trump erklärt, er sei überrascht über die mangelnde Bereitschaft des ukrainischen Präsidenten Wladimir Selenskij, eine Vereinbarung zur Beilegung des Konflikts zu schließen.

  • 21:11 Uhr

    Saldo: Ukrainische Soldaten sollen Frau in Cherson vergewaltigt haben

    In der von Kiew kontrollierten Stadt Cherson sollen zwei Soldaten der ukrainischen Streitkräfte eine Einwohnerin vergewaltigt haben. Dies erklärte der Gouverneur des Gebiets Cherson, Wladimir Saldo. Laut Saldo hätten die beiden Militärangehörigen ihre Einheit unerlaubt und in alkoholisiertem Zustand verlassen. Er schrieb auf der Plattform Max:

    "In der Stadt entbrennt ein weiterer großer Skandal. Zwei Kämpfer, die ihre Einheit eigenmächtig verlassen hatten, haben eine Anwohnerin brutal vergewaltigt."

    Zugleich warf er dem ukrainischen Kommando vor, von dem Vorfall gewusst und keine Maßnahmen ergriffen zu haben. Dies zeige erneut, wie das Kiewer Regime die Einwohner von Cherson behandle, erklärte der Gouverneur. Eine unabhängige Bestätigung der Vorwürfe liegt bislang nicht vor.

  • 21:00 Uhr

    "Fürchtet der Kreml am meisten" – Selenskij und Rutte beim Gipfel der Bukarest Neun

    In der rumänischen Hauptstadt Bukarest hat am Mittwoch der Gipfel der sogenannten "Bukarest Neun" begonnen. An dem Treffen der NATO-Staaten an der östlichen Bündnisflanke nehmen unter anderem NATO-Generalsekretär Mark Rutte sowie der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij teil.

    Zum Auftakt empfing Rumäniens Präsident Nicușor Dan zahlreiche Staats- und Regierungsvertreter, darunter den polnischen Präsidenten Karol Nawrocki, Finnlands Präsidenten Alexander Stubb sowie Dänemarks Ministerpräsidentin Mette Frederiksen. Auch Vertreter der nordischen Staaten nahmen an dem Treffen teil.

    In seiner Eröffnungsrede forderte Dan höhere Verteidigungsausgaben. Zudem bekräftigte er die Unterstützung für die Ukraine und Moldawien. Polens Präsident Nawrocki erklärte, die östliche NATO-Flanke sei inzwischen zum "strategischen Zentrum" des Bündnisses geworden. Die Sicherheit Europas bleibe untrennbar mit der transatlantischen Partnerschaft verbunden.

    Ein Video dazu gibt es hier auf unserer Webseite.

  • 20:53 Uhr

    Politico: Rutte will NATO-Staaten zu festen Ukraine-Zahlungen verpflichten

    Der NATO-Generalsekretär Mark Rutte will die Mitgliedstaaten des Bündnisses dazu verpflichten, jährlich 0,25 Prozent ihres BIP zur Unterstützung der Ukraine bereitzustellen. Dies berichtet die Nachrichtenagentur Politico unter Verweis auf diplomatische Quellen. Den Angaben zufolge brachte Rutte das Thema Ende April bei einem nicht öffentlichen Treffen der NATO-Botschafter zur Sprache. Politico zitierte einen Diplomaten:

    "Rutte und viele von uns wollen eine konsequente und vorhersehbare Unterstützung der Ukraine sicherstellen."

    Wie die Gesprächspartner des Mediums weiter erklärten, stieß der Vorschlag bei Frankreich und Großbritannien auf Skepsis. Dies deute darauf hin, dass die Initiative in dieser Form wohl kaum umgesetzt werde. Laut Berechnungen von Politico könnte sich die jährliche Hilfe für die Ukraine im Falle einer Annahme der Initiative jedoch auf 143 Milliarden US-Dollar verdreifachen.

  • 20:35 Uhr

    SZ: EU-Staaten reagieren skeptisch auf Kallas' Vermittlungsambitionen

    Die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas hat sich laut einem Bericht der Süddeutschen Zeitung selbst als mögliche Vertreterin der EU bei künftigen Verhandlungen zwischen Russland und der Ukraine ins Gespräch gebracht. Führende Politiker der Europäischen Union hätten darauf jedoch skeptisch reagiert. Die Zeitung schrieb:

    "Die EU will einen direkten Gesprächskanal zum russischen Machthaber. Wer soll, wer kann überhaupt im Namen der Europäer mit Moskau reden? Kallas ließ am Montag wissen, dass sie als Hohe Beauftragte für die Außen- und Sicherheitspolitik der EU diese Rolle für sich sieht. Allerdings ist es unwahrscheinlich, dass politische Schwergewichte wie Macron, Meloni oder auch Bundeskanzler Friedrich Merz eine derart wichtige Aufgabe Kallas überlassen. Hinzu kommt, dass die Estin eine unbeugsame, kompromisslose Unterstützerin der Ukraine ist – für manche EU-Regierungen vielleicht zu unbeugsam und kompromisslos – und Russland sie als Feindin betrachtet."

    Dem Bericht zufolge sprachen sich Macron, Meloni, EU-Ratspräsident António Costa sowie der finnische Präsident Alexander Stubb für eine Wiederaufnahme direkter Kommunikationskanäle mit Moskau aus. Die Zeitung resümierte zugleich, unter den 27 Staats- und Regierungschefs der EU gebe es derzeit niemanden, der bei allen Mitgliedstaaten genügend Vertrauen genieße, um eine so heikle Vermittlungsmission zu übernehmen.

  • 20:10 Uhr

    Russische Regionen melden weitere Opfer der ukrainischen Attacken

    Bei Angriffen ukrainischer Drohnen sind in den russischen Gebieten Brjansk und Belgorod mehrere Zivilisten getötet worden. Dies teilen die Gouverneure der jeweiligen Gebiete auf Telegram mit.

    Nach Angaben des Gouverneurs der Region Brjansk, Alexander Bogomas, wurde im Dorf Staraja Pogoschtsch infolge eines Angriffs mit einer Kamikaze-Drohne ein Zivilist aus der Region Stawropol getötet. Zudem sei bei einem weiteren Angriff im Bezirk Sewsk ein weiterer Zivilist ums Leben gekommen. Dabei wurden ein Gebäude der russischen Post sowie drei Fahrzeuge beschädigt.

    Im Gebiet Belgorod berichtete Gouverneur Wjatscheslaw Gladkow vom Tod eines Mannes, der zuvor bei einem Drohnenangriff schwer verletzt worden war. Er sei trotz ärztlicher Behandlung in einem Krankenhaus gestorben.

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Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.