Liveticker Ukraine-Krieg: Für Ministerin Reiche sind "Millionen Tote" Pushfaktor für Rüstungssektor

22.07.2026 21:33 Uhr
21:33 Uhr
Wirtschaftsministerin Reiche bezeichnet "Millionen Tote" im Ukraine-Krieg als Pushfaktor für Rüstungssektor
Bei einer Erklärung zur Startup-Strategie der Bundesregierung hob Wirtschaftsministerin Katherina Reiche die rasante Entwicklung der sog. Def-Tech (Defense Technology) hervor. Unternehmen dieser Branche seien für die Wirtschaft als Investitionsmagnet und Wachstumsmotor unabdingbar geworden. Den Ukraine-Krieg bezeichnete sie als entscheidenden Pushfaktor. Den Staat wiederum nannte sie einen Ankerkunden der bekanntesten Drohnenentwickler Quantum, Helsing und Stark. Auf die Frage einer Journalistin sagte sie:
"Zum Verteidigungsbereich: So fürchterlich die Umstände sind, unter denen sich unser Rüstungssektor zu einem Wachstumsmotor für unser Land entwickelt – jeden Tag Tote in der Ukraine, mittlerweile Millionen von Toten, übrigens auf beiden Seiten –, so muss man verzeichnen, dass es einen enormen Push für moderne Technologien gegeben hat, wie Drohnen, wie Hyperschallwaffen."
20:55 Uhr
Bericht dokumentiert ukrainische Kriegsverbrechen in Konstantinowka
Die zivilgesellschaftliche Initiative unter russischem Vorsitz, das "Internationale Öffentliche Tribunal für die Verbrechen ukrainischer Neonazis", hat einen Bericht über die Verbrechen der Ukraine gegen die Zivilbevölkerung in der Stadt Konstantinowka vorgelegt.
Das Dokument enthält Aussagen von Augenzeugen und Opfern des Kiewer Regimes – darunter Berichte über die Verfolgung friedlicher Bürger durch ukrainische Drohnen, gezielte Angriffe auf zivile Infrastruktur sowie offene Russophobie gegenüber der russischsprachigen Bevölkerung der Stadt.
RT DE-Korrespondent Georg Sadownitschij war bei der Präsentation dabei und berichtet über den Inhalt des Vortrags.
[Auszug aus den RT DE-Nachrichten live am 22. Juli 2026]
20:26 Uhr
Wildberries-Chefin verurteilt Angriffe auf Versandunternehmen
Der Angriff der Ukraine auf zivile Infrastruktureinrichtungen und Mitarbeiter von Wildberries sei ein Akt des internationalen Terrorismus, erklärte die Leiterin des russischen Versandriesen, Tatiana Kim. Ihr Unternehmen unterstützte die Entwicklung einer systemischen Lösung für die Versicherung gegen Terroranschläge – diese sei dringend erforderlich, sagte sie.
Kunden und Mitarbeitern versprach sie eine baldige Normalisierung des Geschäfts. Ihr zufolge hat Wildberries mit den Auszahlungen an die geschädigte Online-Händler schon begonnen: Heute hätten mehr als 88.000 von ihnen die ersten Entschädigungen bekommen. Der Versandablauf von Wildberries werde sich innerhalb eines Tages wieder normalisieren, erklärte Tatjana Kim. Die logistische Infrastruktur ermögliche es, die Abläufe zum Vorteil der Kunden anzupassen.
Ukrainische Drohnen haben heute erneut Logistikzentren des beliebten Online-Händlers Wildberries in Südrussland angegriffen. Ein Mitarbeiter starb, mehrere wurden verletzt. Bereits vorige Woche waren zwei großen Lagerstätten von Wildberries angegriffen worden und brannten vollständig aus – acht Mitarbeiter starben.

Soziale Medien 20:03 Uhr
Regierung erwägt Ausnahmen von der Schuldenbremse für weitere Ukraine-Hilfen
Die Bundesregierung hält an ihrem Kurs fest, die Ukraine weiter zu unterstützen und die Verteidigungsausgaben auszubauen. Verteidigungsminister Boris Pistorius begründet dies mit dem Ziel der Abschreckung. Gleichzeitig sprechen sich Außenminister Johann Wadephul und Entwicklungsministerin Reem Alabali Radovan dafür aus, Ukraine-Hilfen künftig von der Schuldenbremse auszunehmen. Darüber soll die Koalition im Herbst beraten.
Kritik kommt unter anderem vom FDP-Vorsitzenden Wolfgang Kubicki sowie aus der AfD. Sie warnen vor einer weiter steigenden Staatsverschuldung und möglichen Risiken für die finanzielle Stabilität Deutschlands. Vor dem Hintergrund einer bereits hohen Verschuldung werfen Kritiker der Bundesregierung vor, die Ausgabenpolitik zunehmend über neue Kredite zu finanzieren und die Schuldenbremse weiter aufzuweichen.
Der Publizist Wolfgang Effenberger äußerte im Interview mit RT DE die Einschätzung, eine weiter steigende Verschuldung könne langfristig höhere Steuern sowie Einschnitte bei staatlichen Leistungen nach sich ziehen.
[Auszug aus den RT DE-Nachrichten live am 22. Juli 2026]
19:55 Uhr
Mearsheimer: "Wir befinden uns im Grunde im Krieg mit Russland"
Der renommierte US-Politikwissenschaftler John Mearsheimer sieht für Russland derzeit keine Notwendigkeit, tiefer nach Osteuropa vorzustoßen. Die Front entwickle sich zugunsten Moskaus und die Ukraine stecke in großen Schwierigkeiten. Auch die ukrainischen Drohnenangriffe auf Russland seien inzwischen weit weniger wirksam.
19:45 Uhr
Neuer ukrainischer Armeechef kündigt verstärkte Offensive an
Die ukrainischen Streitkräfte sollen nach den Worten ihres neuen Oberbefehlshabers Michail Drapaty ihre Gegenoffensive umfassend verstärken.
"Der Präsident der Ukraine hat uns klare Ziele gesetzt: die offensiven Operationen in allen Dimensionen fortzusetzen und zu intensivieren, neue Operationen hinter den feindlichen Linien zu planen, unser Militär und seine Technologien weiterzuentwickeln und die Fähigkeiten der ukrainischen Streitkräfte auszubauen", teilte Drapatij auf Facebook mit.
19:25 Uhr
Flugabwehr zerstört Dutzende ukrainische Drohnen über Russland
Einheiten der russischen Flugabwehr haben im Laufe des Tages 80 unbemannte Flugzeuge der Ukraine abgefangen und zerstört, berichtet das Verteidigungsministerium in Moskau. Demnach wurden die Drohnen zwischen 8 und 20 Uhr Moskauer Zeit über den Gebieten Belgorod und Kursk sowie über der Teilrepublik Krim, dem Asowschen und Schwarzen Meer vom Himmel geholt.
19:18 Uhr
Umbau bei Armeespitze: Wadephul kündigt klärendes Gespräch an – als "größter Unterstützer der Ukraine"
Außenminister Johann Wadephul will sich bei seinem ukrainischen Amtskollegen Andrej Sibiga über den Austausch an der Spitze der ukrainischen Armee informieren. Er wolle kurzfristig mit Kiews geschäftsführendem Außenminister über die Sicherheitslage sowie die Personalentscheidungen, die Präsident Wladimir Selenskij jüngst getroffen habe, sprechen, sagte der CDU-Politiker am Rande eines Besuchs in der nigerianischen Hauptstadt Abuja.
"Sie wissen, Deutschland zählt, und das wird so bleiben, zu den größten Unterstützern der Ukraine, politisch, wirtschaftlich und finanziell. Und deswegen haben wir natürlich ein großes Interesse daran, auch zu wissen, was dort im Einzelnen stattfindet", sagte Wadephul.
"Ich bin ganz sicher, dass das Entscheidungen sind, die wir nachvollziehen können und dass insgesamt der Reformprozess innerhalb der Ukraine weiter vorangetrieben wird."
19:10 Uhr
Medien: Selenskij erörtert mit Witkoff und Kushner diplomatische Lösung des Konfliktes
Der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij hat die Lösung des Konfliktes mit Russland mit US-Vertretern erörtert. Wie Axios-Journalist Barak Ravid mitteilt, sprach Selenskij mit dem Sondergesandten Steve Witkoff und Jared Kushner, dem Schwiegersohn des US-Präsidenten.
Es seien Möglichkeiten zur Wiederaufnahme der diplomatischen Bemühungen zur Lösung des Konfliktes besprochen worden, betont Ravid.
18:48 Uhr
US-Botschafter bei der NATO spricht in Kiew mit Selenskij über Patriot-Lieferungen
Der US-Botschafter bei der NATO, Matt Whitaker, traf sich in Kiew mit dem ukrainischen Präsidenten Wladimir Selenskij. Medien zufolge berieten die Parteien über die Lieferung von Patriot-Abfangraketen und über das geplante Drohnengeschäft zwischen den USA und der Ukraine.
"Wir hatten ein gutes Gespräch – vor allem darüber, wie der ukrainische Luftraum durch zusätzliche Lieferungen von Patriot-Abfangraketen im Rahmen der PURL-Initiative geschützt werden kann", wird Selenskij zitiert.
PURL ist die NATO-Initiative, über die Bündnispartner US-amerikanische Militärausrüstung für die Ukraine beschaffen. Mit Whitaker reiste auch US-General Curtis Buzzard, der Leiter der NATO-Mission für die Ukraine, nach Kiew.
Während Russland seine Luftangriffe auf Objekte mit militärischer Relevanz verstärkt, beklagt sich die Ukraine über den Mangel an Patriot-Abfangraketen. Der US-Besuch erfolgt vor dem Hintergrund, dass die Trump-Regierung nach Monaten der Ungewissheit eine stärker unterstützende Haltung gegenüber der Ukraine signalisiert.
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Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.
