Liveticker Ukraine-Krieg: Russland übergibt 1.000 Gefallene an die Ukraine

29.01.2026 11:41 Uhr
11:41 Uhr
Russische Armee befreit Belaja Berjosa im Gebiet Sumy
Die russischen Streitkräfte haben Belaja Berjosa im Gebiet Sumy eingenommen, teilt das Verteidigungsministerium in Moskau mit. Die Befreiung der Ortschaft wurde durch den Einsatz des Truppenverbandes Nord möglich.
11:33 Uhr
Kallas: "USA unterstützen Ukraine seit über einem Jahr nicht mehr"
Die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas erklärte, die USA würden die Ukraine seit mehr als einem Jahr nicht mehr unterstützen. Dies sagte sie vor einem Treffen der EU-Außenminister.
"Es ist offensichtlich, dass für das Funktionieren jeder Vereinbarung die Beteiligung der Europäer notwendig ist, solange dieser Krieg andauert. Wir sehen bereits, dass die Vereinigten Staaten die Ukraine seit mehr als einem Jahr nicht unterstützen – und dass es jetzt die Europäer sind, die dies tun."
NATO-Generalsekretär Mark Rutte hatte am 26. Januar erklärt, Europa sei nicht in der Lage, die Ukraine ohne die USA mit ausreichend Waffen zu versorgen.
11:11 Uhr
Russland übergibt 1.000 Gefallene an die Ukraine

Die Übergabe der sterblichen Überreste erfolgt zwischen Russland und der Ukraine am 29. Januar 2026.Wladimir Medinski / Telegram Wladimir Medinski, der Berater des russischen Präsidenten, berichtete, Russland habe die Leichname von 1.000 gefallenen Soldaten an die Ukraine übergeben, während Kiew die sterblichen Überreste von 38 russischen Soldaten zurückgegeben habe. Die Übergaben erfolgten nach Gesprächen zwischen Washington, Moskau und Kiew in Abu Dhabi.
Zuletzt hatte Russland am 19. Dezember die sterblichen Überreste von 1.003 ukrainischen Soldaten zurückgegeben. Kiew übergab damals die Leichname von 26 russischen Soldaten.Solche Austauschaktionen finden seit Beginn des Konflikts regelmäßig statt. Dabei hat Moskau stets deutlich mehr ukrainische Leichname zurückgegeben. Anfang Dezember erklärte Außenminister Sergei Lawrow, Russland habe bereits die Überreste von über 11.000 Soldaten an Kiew übergeben, während es selbst nur 201 Leichname erhalten habe.
10:43 Uhr
Macron: Europa sollte an Friedensprozess beteiligt sein
Der französische Präsident Emmanuel Macron besteht auf der vollständigen Beteiligung europäischer Länder am Beilegungsprozess im Ukraine-Konflikt. In einem Beitrag auf X (Twitter) schreibt Macron nach einem Telefongespräch mit dem ukrainischen Präsidenten Wladimir Selenskij:
"Wir besprachen die Verhandlungen, die in der vergangenen Woche in Abu Dhabi angefangen waren. Wir einigten uns darauf, dass die Europäer in die Gespräche über relevante Fragen umfassend einbezogen werden sollten."
Außerdem bekräftigt der Franzose, dass sein Land Kiew "so lange wie nötig" unterstützen würde. Zudem werde sein Land auch weiterhin an Sanktionen gegen Russland, insbesondere in Bezug auf die sogenannte Schattenflotte, mitarbeiten.
10:21 Uhr
Zeit: Merz lehnt direkte Gespräche mit Russland über Ukraine ab
Bundeskanzler Friedrich Merz hat Forderungen nach direkten Verhandlungen mit Russland über die Ukraine zurückgewiesen. Dies berichtet die Zeitung Zeit.
Zuvor hatte es in der SPD, die Teil der Regierungskoalition ist, Stimmen gegeben, die für direkte Gespräche mit Moskau plädierten – statt sich dabei auf die USA zu verlassen. Die Zeitung zitierte Merz:
"Die Gespräche sind vor allen Dingen zwischen der Ukraine und Russland notwendig. Wir sind hier kein Vermittler."
Er erklärte zudem, er verfolge die laufenden Gespräche zur Beilegung des Ukraine-Konflikts aufmerksam und hoffe auf ein baldiges Ende.
Vizekanzler und SPD-Chef Lars Klingbeil sagte seinerseits, die Verhandlungen fänden derzeit vor allem zwischen Russland und der Ukraine statt. Die Frage, ob und wann europäische Staats- und Regierungschefs wieder direkt mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin sprechen würden, müsse später geklärt werden. "Aber gerade sehe ich den Zeitpunkt nicht", so Klingbeil.
10:02 Uhr
Moskau und Kiew führen heute Austausch gefallener Soldaten durch

ArchivbildKirill Sykow / Sputnik Am 29. Januar sollen Russland und die Ukraine sterbliche Überreste gefallener Soldaten austauschen, erklärt Schamssail Saralijew, ein Abgeordneter der russischen Staatsduma, gegenüber Journalisten.
Bei einem der letzten Austausche am 20. November 2025, übergab Moskau die sterblichen Überreste von 1.000 ukrainischen Soldaten, wohingegen Kiew 30 Leichname aushändigte.
Update: Saralijew präzisiert auf Anfrage von Journalisten, dass Russland und die Ukraine mit dem Austausch gefallener Soldaten begonnen haben.
09:35 Uhr
Russischer Diplomat: Brüssel hat bereits beschlossen, wie russische Vermögenswerte auszuteilen
Die Europäische Union hat bereits beschlossen, wie sie die illegal eingefrorenen Vermögenswerte Russlands zwischen der Ukraine und der eigenen Rüstungsindustrie aufteilen will. Diese Meinung äußert Wladislaw Maslennikow, der Leiter der Abteilung gesamteuropäische Zusammenarbeit des russischen Außenministeriums, im Interview für die Nachrichtenagentur TASS. Seiner Ansicht nach habe Moskau durch die Unwilligkeit, sich von seinen Aktiva zu trennen, dazu beigetragen, dass die EU an ihrem eigenen politischen Kurs zweifelt.
09:17 Uhr
Kallas: Kiew könnte Gebiete gegen Sicherheitsgarantien abtreten
Kiew könnte bei Verhandlungen mit Moskau zu ernsthaften territorialen Zugeständnissen bereit sein – im Gegenzug für Sicherheitsgarantien. Dies erklärte die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas vor Beginn eines Treffens der EU-Außenminister in Brüssel:
"Wenn die Ukrainer sehr harte Zugeständnisse machen, dann tun sie das für den Frieden im restlichen Teil der Ukraine. Und dann muss vollkommen klar sein, dass es diesen Frieden für den Rest der Ukraine gibt – das müssen auch die Amerikaner berücksichtigen."
US-Außenminister Marco Rubio erklärte am Mittwoch, den Arbeitsgruppen in den Gesprächen bleibe noch die Klärung der Territorialfrage. Eine grundsätzliche Einigung über Sicherheitsgarantien für Kiew sei jedoch erzielt worden. Diese sehe die Entsendung eines "kleinen Kontingents" europäischer Truppen, vor allem aus Frankreich, sowie Unterstützung aus Washington vor – ohne diese seien die Truppen "nutzlos".
08:44 Uhr
T-80BVM-Besatzung zerstört ukrainische Stützpunkte im Gebiet Saporoschje
Die Besatzung eines T-80BVM-Hauptkampfpanzers des russischen Truppenverbandes Ost hat Stützpunkte der ukrainischen Streitkräfte im Gebiet Saporoschje getroffen. Laut dem Verteidigungsministerium erdachten Kiews Truppen die Stützpunkte zur Behauptung der Linie.
Im Ergebnis des Panzereinsatzes wurden Stützpunkte samt Personal, Unterständen und Feuerstellungen außer Gefecht gesetzt. Das Ministerium veröffentlicht Videoaufnahmen, auf denen die Angriffe auf gegnerische Ziele zu sehen sind.
08:07 Uhr
Kiews Truppen unternehmen mehrere Artillerieangriffe auf Gebiet Kursk
Die ukrainischen Streitkräfte haben binnen der vergangenen 24 Stunden zwölf Artillerieangriffe auf Städte und Ortschaften im Gebiet Kursk unternommen, berichtet Gouverneur Alexander Chinstein. Zudem wurden neun unbemannte Flugzeuge zum Absturz gebracht. Die regionalen Behörden verzeichneten keine Opfer unter Zivilisten oder Sachschäden.
Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.
Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.

