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Liveticker Ukraine-Krieg: Paris sagt Kiew mehr Abfangraketen zu

Russland führt gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine Militäroperation in der Ukraine durch. Der Westen reagiert mit immer neuen Waffenlieferungen an die Ukraine und beispiellosen Sanktionen gegen Russland. Lesen Sie hier die neuesten Entwicklungen.
Liveticker Ukraine-Krieg: Paris sagt Kiew mehr Abfangraketen zu© Ludovic Marin
  • 23.08.2026 09:05 Uhr

    09:05 Uhr

    Ukrainische Drohnen greifen Ozon-Logistikzentrum in Orenburg an: Brand und Evakuierung

    Das ukrainische Militär hat am Sonntagmorgen die russische Stadt Orenburg, 1.230 Kilometer südöstlich von Moskau, mit Drohnen angegriffen. Wie der Bürgermeister der unweit der Grenze zu Kasachstan liegenden Stadt, Albert Jumadilow, auf der Plattform MAX schreibt, seien etliche unbemannte Luftfahrzeuge über der lokalen Sonderwirtschaftszone, in der sich unter anderem Industriebetriebe befänden, abgefangen worden. Der Politiker meldet zwar weder Todesopfer noch Verletzte, berichtet aber über Sachschäden. Demnach seien Wrackteile auf das Gelände eines Logistikzentrums des Online-Händlers Ozon herabgefallen. Es sei zu einem Brand gekommen, der umgehend gelöscht worden sei.

    Ozon hat den inzwischen zweiten Drohnenangriff auf seine Infrastruktur bestätigt. In einer entsprechenden Mitteilung eines der führenden Online-Versandhändler im Land heißt es, dass das Logistikzentrum in Orenburg in Brand geraten sei. Während der Drohnenattacke seien binnen weniger Minuten mehr als 300 Mitarbeiter evakuiert worden. Es gebe keine Opfer. Das beschädigte Lagerhaus sei vorübergehend außer Betrieb.

  • 08:37 Uhr

    Russische Luftabwehr zerstört in der Nacht 328 ukrainische Drohnen

    Russlands Verteidigungsministerium berichtet am Sonntagmorgen über weitere Versuche der ukrainischen Streitkräfte, Objekte in Russland mit unbemannten Luftfahrzeugen anzugreifen. Demnach habe die russische Luftabwehr im Zeitraum von 19 Uhr MESZ am Samstag bis 7 Uhr MESZ am Sonntag 328 gegnerische Drohnen abgefangen. Die unbemannten Luftfahrzeuge seien demnach über den Gebieten Belgorod, Brjansk, Wolgograd, Woronesch, Kaluga, Kursk, Lipezk, Orenburg, Orjol, Rostow, Rjasan, Saratow, Smolensk, Twer und Tula, dem Großraum Moskau, der Region Krasnodar, der Teilrepublik Krim sowie über dem Asowschen und dem Schwarzen Meer zerstört worden. Weitere Einzelheiten teilt das Ministerium nicht mit.

  • 08:03 Uhr

    DVR meldet acht ukrainische Angriffe binnen 24 Stunden

    Die Behörden in Donezk haben innerhalb der vergangenen 24 Stunden acht Angriffe durch ukrainische Truppen registriert. Demnach wurden auf das Territorium der Volksrepublik acht Geschosse abgefeuert. Bei den Angriffen in der Zeitspanne von 0 Uhr am 22. August bis 0 Uhr am 23. August (Ortszeit) wurden zwei zivile Einwohner verletzt. Durch den Beschuss kamen sechs Wohnhäuser, drei zivile Infrastrukturobjekte und ein Auto zu Schaden.

    Am Vortag hatten die Behörden von Donezk 40 Angriffe aus der Ukraine gemeldet. Dabei kamen drei Zivilisten, darunter ein Jugendlicher, ums Leben, weitere 13 Einwohner erlitten Verletzungen. Beschädigt wurden zwei Wohnhäuser, sechs zivile Infrastrukturobjekte, ein Passagierbus und mehrere Kommunalfahrzeuge, Lkw und Autos.

  • 07:29 Uhr

    Frankreich sagt Ukraine mehr Abfangraketen zu

    Frankreich hat der Ukraine nach Angaben aus Kiew eine raschere Lieferung von Militärausrüstung und Raketen zugesagt. Der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij teilte am Samstag mit, er habe fast zwei Stunden mit dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron telefoniert. Dabei sei es vor allem um die ukrainische Luftabwehr gegangen. Macron wolle sich zudem bei Verbündeten für die Lieferung von US-Patriot-Abfangraketen einsetzen.

    Selenskij schrieb auf der Plattform X, in dem Gespräch mit Macron sei es auch um den Stand möglicher Friedensgespräche sowie die Kommunikation mit den USA gegangen. Es seien Schritte vereinbart worden, die zusätzliche diplomatische Möglichkeiten eröffnen könnten, behauptete der ukrainische Staatschef, ohne Details zu nennen.

    Die Ukraine wartet derzeit auf die Lieferung des neuen italienisch-französischen Raketenabwehrsystems SAMP/T-NG, das ballistische Raketen abfangen soll. Die dafür verwendeten Aster-Raketen werden von einem Gemeinschaftsunternehmen des europäischen Herstellers MBDA und der französischen Thales produziert.

  • 22.08.2026 21:00 Uhr

    21:00 Uhr

    Damit beenden wir für heute den Live-Ticker zur Lage im Ukraine-Konflikt. Morgen früh ab 7 Uhr geht es mit der Berichterstattung weiter. Wir wünschen unseren Lesern trotz aller Spannungen in der Welt eine gute Nacht!

  • 20:59 Uhr

    Russlands Luftabwehr schießt 250 ukrainische Drohnen ab

    Im Verlauf des Tages haben dir russischen Luftabwehrkräfte insgesamt 250 ukrainische Drohnen abgeschossen. Wie Russlands Verteidigungsministerium bekannt gibt, wurden die Drohnen im Zeitraum zwischen 8 und 20 Uhr Moskauer Zeit über den Gebieten Archangelsk, Belgorod, Brjansk, Woronesch, Kaluga, Kirow, Kursk, Orjol, Rjasan, Samara, Saratow, Twer, Tula, Uljanowsk, Moskau, Krasnodar und über der Krim sowie dem Asowschen und Schwarzen Meer zerstört.

  • 20:16 Uhr

    Weitere russische Angriffe auf ukrainische militärische Infrastruktur

    Russlands Verteidigungsministerium gibt weitere Angriffe auf militärische Infrastruktur, Häfen und Schiffe bekannt, die vom ukrainischen Militär genutzt werden.

    Angaben der Behörde zufolge wurden unter anderem nördlich des Orts Borispol im Gebiet Kiew bis zu 40 Fahrzeuge zerstört, die zum Starten von Langstreckendrohnen umgebaut wurden. Beim Angriff kamen Marschflugkörper vom Typ Iskander zum Einsatz.

    Weitere Angriffe erfolgten der Meldung zufolge auf den Hafen Tschernomorsk im Gebiet Odessa. Dabei wurde ein Frachtschiff getroffen, das Waffen in die Ukraine transportierte. Außerdem wurden sieben Treibstofftanks und Objekte der Hafeninfrastruktur zerstört, die zum Abladen von Kriegsgerät genutzt wurden. 

  • 19:34 Uhr

    Putin: Moskau nur bei Berücksichtigung der Frontlage verhandlungsbereit

    Russland ist nur bereit, Verhandlungen mit der Ukraine aufzunehmen, wenn dabei die Gegebenheiten an der Front berücksichtigt werden, erklärt der russische Präsident Wladimir Putin. In einem Interview mit dem Journalisten Pawel Sarubin führt er dazu aus:

    "Vorschläge, die uns erreichen, tragen bisweilen einen exotischen Charakter und sind inakzeptabel. Wir sind immer zu einem Friedensdialog bereit, allerdings nur auf Grundlage der Realitäten, die vor Ort entstehen."

  • 18:56 Uhr

    Russlands Armee zerstört zwei militärische Eisenbahntransporte in der Ukraine

    Russische Streitkräfte habe unter Einsatz von Geran-Drohnen zwei Züge zerstört, die militärische Güter für das ukrainische Militär an die Front brachten. Russlands Verteidigungsministerium veröffentlicht dazu Videoaufnahmen der Treffer.

    Die Behörde gibt weiter bekannt, dass die Züge in der Nähe der Ortschaften Barwenkowo im Gebiet Charkow und Nikolajewka im Gebiet Dnjepropetrowsk zerstört wurden. Sie sollen unter anderem Drohnen aus ausländischer Produktion transportiert haben. Das Ministerium betont:

    "Regelmäßige Angriffe gegen Objekte der Eisenbahn-Infrastruktur und Loks, die an der Truppenversorgung teilnehmen, unterbrechen die Logistik des ukrainischen Militärs."

  • 17:59 Uhr

    Putin: Russland intensiviert Angriffe als Reaktion auf ukrainische Attacken gegen Zivilisten

    Russland hat die Intensität seiner Angriffe auf ukrainische militärische Infrastruktur als Reaktion auf Kiews Terrorattacken gegen zivile Ziele gesteigert, erklärt der russische Präsident Wladimir Putin. In einem Interview mit dem Journalisten Pawel Sarubin betont er:

    "Kiew hat diese Büchse von Pandora selbst geöffnet. Nun, im Gegenzug sollt ihr Angriffe auf eure empfindlichsten Wirtschaftsbranchen erhalten, die, ehrlich gesagt, ohnehin vor dem Aus stehen."

    Putin merkt an, dass russische Angriffe die Ukraine wirksamer treffen als die ukrainischen Russland, und hebt hervor, dass diese die Frontlage positiv beeinflussen:

    "Natürlich sind diese Angriffe effektiv und rechtzeitig. Und zweifellos hilft das unseren Jungs, die heldenhaft an der Front kämpfen, dabei, ihre Aufgaben zu erfüllen. Wieso? Weil das die Möglichkeiten der Zulieferung von Kriegsgerät, Munition, Personal an die Front unterbindet. Das nimmt Rüstungsbetrieben die Möglichkeit, Waffen zu modifizieren, und diese Modifikationen erfolgen unter direkter Teilnahme westlicher Geldgeber."

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Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.