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Liveticker Ukraine-Krieg: Praxistest – Rheinmetall darf Flugabwehrsysteme "Skynex" an Kiew liefern

Russland führt gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine Militäroperation in der Ukraine durch. Der Westen reagiert mit immer neuen Waffenlieferungen an die Ukraine und beispiellosen Sanktionen gegen Russland. Lesen Sie hier die neuesten Entwicklungen.
Liveticker Ukraine-Krieg: Praxistest – Rheinmetall darf Flugabwehrsysteme "Skynex" an Kiew liefernQuelle: RT © https://www.rheinmetall.com/de/
  • 9.12.2022 23:01 Uhr

    23:01 Uhr

    Damit beenden wir für heute den Live-Ticker zur Lage im Ukraine-Konflikt. Morgen früh ab 7 Uhr geht es mit der Berichterstattung weiter. Wir wünschen unseren Lesern trotz aller Spannungen in der Welt eine gute Nacht!

  • 22:44 Uhr

    LVR: Ukraine könnte ihre Truppen aus dem Raum Lugansk wegen hoher Verluste zurückziehen

    Das Kommando der ukrainischen Streitkräfte könnte seine in Richtung Lugansk stationierten Einheiten aufgrund der hohen Verluste unter ihren Angehörigen zurückziehen. Dies berichtete der stellvertretende Leiter des Innenministeriums der Volksrepublik Lugansk (LVR), Witali Kisseljow, am Freitag gegenüber TASS. Kisseljow weiter:

    "In der operativ-taktischen Richtung Lugansk – Swatowo, Kremennaja, Lissitschansk, Artjomowsk, Soledar – erleidet der Feind enorme Verluste und es gibt bereits Forderungen, die Truppen in die Gebiete Kramatorsk und Slawjansk zurückzuziehen, um sie mit Mobilisierten aus der Westukraine aufzufüllen und sie erneut in den Fleischwolf namens 'Donbass-Blitzkrieg', wie sie ihn nennen, zu führen."

    Ihm zufolge verlieren die ukrainischen Gebiete Artjomowsk (ukrainischer Name: Bachmut) und Soledar in der Volksrepublik Donezk bis zu einem Bataillon [zwischen 300 und 1.200 Soldaten – Anm. d. Red.] an Personal pro Tag.

    Zuvor hatte ein Offizier der Lugansker Volksmiliz, Andrei Marotschko, erklärt, ausländische Söldner hätten sich geweigert, in der Nähe von Artjomowsk zu kämpfen, wo die ukrainischen Sicherheitskräfte täglich große Verluste erlitten, aber Kiew habe sie durch Täuschung dorthin gelockt.

  • 22:22 Uhr

    Zerstörungen im Donezker Stadtzentrum nach ukrainischem Beschuss

    Nach den 20 beim heutigen Angriff auf die Stadt Donezk abgefeuerten Grad-Raketen kam es im späteren Tagesverlauf zu einem weiteren Beschuss der Stadt durch fünf ukrainische Geschosse im Kaliber 155 Millimeter. Dies teilte die DVR-Vertretung beim Gemeinsamen Zentrum für die Kontrolle und Koordinierung von Fragen der Kriegsverbrechen der Ukraine mit. Infolge des jüngsten Beschusses durch die ukrainischen Streitkräfte soll es erneut Todesopfer gegeben haben. Unter anderem wurde ein Volltreffer auf ein mehrstöckiges Wohnhaus im Donezker Stadtbezirk Woroschilowski registriert. In der Umgebung wurden weitere Wohnhäuser bei dem Angriff zerstört. Zudem trafen die Geschosse einen Markt. Auf einem Video, das die russische Nachrichtenagentur RIA Nowosti veröffentlichte, sind die Folgen des ukrainischen Beschusses zu sehen.

  • 21:43 Uhr

    Tschechien: Ukraine-Flüchtlinge müssen wegen Wintersport umziehen

    Kurz vor Beginn der Wintersportsaison muss eine Gruppe ukrainischer Flüchtlinge ein Erholungsheim des tschechischen Parlaments verlassen. Die Entscheidung sorgte in der Öffentlichkeit für Kritik. Rund zwei Dutzend Menschen waren seit dem Frühjahr in dem Gebäudekomplex des Abgeordnetenhauses in Harrachov (Harrachsdorf) im Riesengebirge untergebracht. Hintergrund ist der Wunsch mehrerer Abgeordneter, die Einrichtung nahe der Grenze zu Polen selbst für den Winterurlaub zu nutzen. Man habe für die Flüchtlinge nun eine Ersatzunterkunft im Ort gefunden, sagte eine Sprecherin der Verwaltungsregion Liberec (Reichenberg) am Freitag der Deutschen Presse-Agentur.

    Knapp 467.000 Ukrainer haben seit dem Beginn des Ukraine-Konflikts Ende Februar vorübergehenden Schutz in Tschechien erhalten. Das geht aus den Zahlen des Innenministeriums in Prag hervor. Der EU- und NATO-Mitgliedsstaat hat selbst nur 10,5 Millionen Einwohner.

  • 21:20 Uhr

    USA haben kein Problem mit deutschen Kampfpanzern für Ukraine

    Die USA haben kein Problem mit der Lieferung von deutschen Kampfpanzern vom Typ Leopard 2 oder deutschen Patriot-Flugabwehrsystemen in die Ukraine. US-Vizeaußenministerin Wendy Sherman sagte am Freitag während ihres Deutschland-Besuchs in Berlin vor Journalisten:

    "Unsere Position ist in beiden Fällen dieselbe: Es ist Deutschlands Entscheidung, was Deutschland tut."

    Sherman erklärte, die Bundesregierung habe bei der militärischen Unterstützung der Ukraine bisher Großartiges geleistet, Führungsstärke bewiesen und sehr harte Entscheidungen getroffen. Sie sagte weiter:

    "Ich gehe davon aus, dass Deutschland alles Mögliche tun wird, von dem es meint, dass es angemessen und richtig für Deutschland ist."

  • 21:05 Uhr

    Selenskij: Lage an der Front im Donbass sehr schwierig

    Am Freitagabend hat der Präsident der Ukraine, Wladimir Selenskij, seine Videoansprache veröffentlicht. Darin schilderte er, dass die Situation im Donbass bei Artjomowsk, Soledar, Marinka und Kremennaja sehr schwierig sei. Er sagte:

    "Auf dem Boden dieser Gebiete gibt es schon lange keine lebendige Ortschaft mehr, die nicht durch Geschosse und Feuer beschädigt wurde."

  • 20:32 Uhr

    Verteidigungsministerium der USA kündigt Hilfspaket für die Ukraine in Höhe von 275 Millionen Dollar an

    Das Verteidigungsministerium der USA hat am Freitagabend ein weiteres Hilfspaket für die Ukraine angekündigt. Dieses beinhaltet zusätzliche Munition für HIMARS-Mehrfachraketenwerfer, 80.000 Artilleriegeschosse im Kaliber 155 Millimeter, Ausrüstung zur Bekämpfung von Drohnen, Militärfahrzeuge vom Typ HMMWV oder Humvee genannt, Krankenwagen, medizinische Ausrüstung und 150 Generatoren. 

    Die militärische Unterstützung für Kiew aus den USA beläuft sich damit seit Beginn der Amtszeit von US-Präsident Joe Biden Anfang 2021 auf insgesamt 20 Milliarden Dollar, so das Pentagon. In den vergangenen Monaten hatten die Amerikaner in rasanter Abfolge diverse Lieferungen auf den Weg gebracht, oft aus den Beständen des US-Militärs. Die Republikaner, die ab Januar mit einer knappen Mehrheit das Repräsentantenhaus kontrollieren werden, haben bereits signalisiert, bei der Finanzierung der Hilfen auf die Bremse treten zu wollen.

  • 20:01 Uhr

    Deutschland liefert moderne Artilleriesysteme und Ausrüstung an die Ukraine

    Deutschland wird der Ukraine 18 Artilleriesysteme vom Typ RCH-155, 80 Pickups, sieben Lastwagen, 90 Drohnenabwehrsysteme und zwei Zelte übergeben, teilte die deutsche Botschaft auf Twitter mit.

    In der letzten Woche erhielt die Ukraine bereits 20 gepanzerte Dingo-Militärfahrzeuge und zwei Panzertransporter-Zugmaschinen vom Typ Oshkosh M1070.

  • 19:31 Uhr

    Medienbericht: Zahl der obdachlosen ukrainischen Flüchtlinge in Großbritannien steigt

    Im Rahmen des aktuellen Programms "Obdach für die Ukraine" sollen britische Haushalte Flüchtlinge für bis zu sechs Monate aufnehmen. Dafür werden sie mit monatlich 350 Pfund (etwa 406 Euro) belohnt. Die Zahl der obdachlosen ukrainischen Flüchtlinge steigt in Großbritannien jedoch rapide an, da die Lebenshaltungskosten in dem Land stark gestiegen sind. Dies berichtet die Zeitung Express.

    Dem Blatt zufolge sei die Zahl der obdachlosen Ukrainer in England in nur einem Monat um 30 Prozent gestiegen. Aktuell hätten sich 2.985 Ukrainer bei den lokalen Behörden über Obdachlosigkeit beklagt. Aber es könnte noch viel mehr solcher Menschen geben, da die lokalen Behörden nicht überall Daten an die Regierung übermittelt haben. Einige Behörden in Kent, Hampshire und Gloucestershire bieten britischen Gastfamilien nun weitere Geldzuwendungen an, um sie davon zu überzeugen, ukrainische Flüchtlinge weiterhin aufzunehmen.

  • 18:54 Uhr

    Ukrainische Streitkräfte feuern 20 Grad-Raketen auf zivile Ziele in Donezk ab

    Um 17.59 Uhr MEZ haben die ukrainischen Streitkräfte mit Mehrfachraketenwerfern vom Typ "Grad" 20 Raketen auf die Stadt Donezk in der Volksrepublik Donezk (DVR) abgefeuert. Die Geschosse schlugen im Donezker Stadtbezirk Woroschilowski ein. Dies berichtete die DVR-Vertretung beim Gemeinsamen Zentrum für die Kontrolle und Koordinierung von Fragen der Kriegsverbrechen der Ukraine. Auf dem Video, das die russische Online-Nachrichtenagentur Readovka veröffentlichte, soll der Beschuss von Donezk zu sehen sein.

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Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.