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Liveticker Ukraine-Krieg – Polens Ministerpräsident: Sanktionen gegen Russland sind wenig effektiv

Russland führt gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine Militäroperation in der Ukraine durch. Der Westen reagiert mit immer neuen Waffenlieferungen an die Ukraine und beispiellosen Sanktionen gegen Russland. Lesen Sie hier die neuesten Entwicklungen.
Liveticker Ukraine-Krieg – Polens Ministerpräsident: Sanktionen gegen Russland sind wenig effektivQuelle: AFP © Genya SAVILOV

 

  • 3.02.2023 22:00 Uhr

    22:00 Uhr

    Damit beenden wir für heute den Live-Ticker zur Lage im Ukraine-Konflikt. Morgen früh ab 7 Uhr geht es mit der Berichterstattung weiter. Wir wünschen unseren Lesern trotz aller Spannungen in der Welt eine gute Nacht!

  • 21:53 Uhr

    Von der Leyen schätzt weitere EU-Sanktionsmaßnahmen gegen Russland auf zehn Milliarden Euro

    Ein weiteres Paket von EU-Sanktionen gegen Russland anlässlich des Jahrestages des Beginns der russischen Militäroperation in der Ukraine werde Beschränkungen im Wert von rund zehn Milliarden Euro beinhalten. Dies erklärte die Vorsitzende der Europäischen Kommission Ursula von der Leyen bei einer Pressekonferenz nach dem Ukraine-EU-Gipfel in Kiew. Die Politikerin wörtlich:

    "Russland und die russische Gesellschaft zahlen bereits einen hohen Preis wegen der verhängten Sanktionen. Ein zehntes Sanktionspaket ist in Vorbereitung, wir wollen es bis zum 24. Februar vorstellen. Es wird sich auf etwa zehn Milliarden Euro belaufen."

    Von der Leyen präzisierte, dass die Sanktionen Technologien beträfen, die im russischen militärisch-industriellen Komplex eingesetzt würden. Insbesondere würden zu diesem Zweck Drohnenkomponenten untersucht, um zu verhindern, dass Russland in Zukunft für sie benötigte Elemente erhalte, hieß es.

  • 21:32 Uhr

    Italienische Ministerpräsidentin: Selenskij bereitet Plan für Aufnahme eines Dialogs mit Russland vor

    Die italienische Ministerpräsidentin Giorgia Meloni hat erklärt, dass Wladimir Selenskij "an einem Plan arbeitet", um die Aufnahme eines Friedensdialogs zu ermöglichen. Die Politikerin wörtlich:

    "Er arbeitet an einem Plan zur Aufnahme eines Dialogs, und wir müssen unsere Bemühungen um einen gerechten Frieden verstärken."

    Ferner behauptete Meloni, dass die Hilfe für die Ukraine der einzige Weg sei, die Konfliktparteien an den Verhandlungstisch zu bringen.

  • 21:09 Uhr

    DVR erstellt Datenbank über Kriegsverbrechen der ukrainischen Armee im Donbass

    Die Volksrepublik Donezk hat damit begonnen, eine Datenbank über die von den ukrainischen Streitkräften im Donbass begangenen Kriegsverbrechen anzulegen. Natalja Schutkina, stellvertretende Leiterin der Vertretung der Volksrepublik Donezk beim Gemeinsamen Zentrum für die Kontrolle und Koordinierung von Fragen im Zusammenhang mit Kriegsverbrechen der Ukraine, gab eine entsprechende Erklärung ab.

    Ihr zufolge ist es den Spezialisten des Zentrums gelungen, "einzigartige Fakten über die Kriegsverbrechen Kiews" während des Konflikts im Donbass zu sammeln. Für die bequeme Speicherung dieser Informationen sei sogar eine spezielle Software entwickelt worden. Derzeit würden alle diese Daten in die Datenbank eingegeben, hieß es. Schutkina fügte hinzu:

    "Sobald die Daten vollständig hochgeladen sind, wird ein einzigartiges Informationssystem – die einheitliche republikanische elektronische Datenbank der dokumentierten Fakten über die Folgen der bewaffneten Aggression des Staates Ukraine im Donbass mit Anzeichen von Kriegsverbrechen – in Betrieb genommen."

  • 20:51 Uhr

    Polen startet Ausbildung ukrainischer Soldaten für Umgang mit Panzern

    Die polnischen Streitkräfte haben mit der Ausbildung ukrainischer Soldaten im Rahmen der Verlegung von Leopard-Panzern in das Land begonnen. Dies gab der polnische Verteidigungsminister Mariusz Błaszczak, dessen Rede vom polnischen Fernsehen übertragen wurde, am Freitag auf einer Pressekonferenz in Kiew bekannt. Der Beamte wörtlich:

    "Die erste Stufe des Prozesses der Übergabe von Panzern an die Ukraine ist die Ausbildung ukrainischer Soldaten. Polen hat bereits mit dieser Ausbildung begonnen, es wurden ukrainische Soldaten ausgewählt. Bald werden diese ukrainischen Soldaten an Leopard-Panzern ausgebildet."

  • 20:24 Uhr

    Donezk: Frau nach ukrainischem Beschuss tot

    Bei einem Beschuss von Donezk durch die ukrainischen Streitkräfte seien am Freitag eine Frau ums Leben gekommen und ein Jugendlicher verwundet worden, teilte die DVR-Vertretung beim Gemeinsamen Zentrum für die Kontrolle und Koordinierung ukrainischer Kriegsverbrechen mit.

    Nach Angaben der Behörde hätten die ukrainischen Truppen um 18:00 Uhr lokaler Zeit die Bahnstation "Donezk-Nord" beschossen und dabei sechs Granaten des NATO-Kalibers 155 Millimeter abgefeuert.

     

  • 20:02 Uhr

    Ukrainische Truppen nehmen zivile Ziele in der Volksrepublik Lugansk unter Beschuss

    Ukrainische Streitkräfte haben am Freitag die Ortschaft Bulawinowka in der Volksrepublik Lugansk beschossen, berichtet die Vertretung der Lugansker Volksrepublik beim Gemeinsamen Zentrum für die Kontrolle und Koordinierung von Fragen im Zusammenhang mit ukrainischen Kriegsverbrechen. Dabei haben ukrainische Truppen vier Raketen aus HIMARS-Raketenwerfern abgefeuert.

    Eine Schule, ein öffentliches Gebäude, ein Postamt und zehn Wohnhäuser wurden bei dem Beschuss durch ukrainische Streitkräfte beschädigt. Auf den Fotos, die die Lugansker Vertretung veröffentlichte, sind die Folgen des Angriffs zu sehen.

  • 19:40 Uhr

    Pentagon kündigt weitere 2,2 Milliarden US-Dollar Militärhilfe für die Ukraine an

    Der Sprecher des US-Verteidigungsministeriums, Patrick Ryder, hat am Freitag ein weiteres militärisches Hilfspaket für die Ukraine in Höhe von 2,175 Milliarden US-Dollar (rund 2 Milliarden Euro) angekündigt. Dabei werden aus den Reserven des Pentagons 425 Millionen US-Dollar bereitgestellt, während weitere 1,75 Milliarden US-Dollar verwendet werden sollen, um Waffen für die Ukraine von Lieferanten zu kaufen.

    Nach Angaben des US-Militärministeriums umfasst das Paket Flugabwehrsysteme, Schützenpanzer, Munition für Javelin-Panzerabwehrraketensysteme, "konventionelle Raketen und Raketen mit größerer Reichweite" für HIMARS-Mehrfachraketenwerfer und GLSDB-Landbomben mit einer Reichweite von etwa 150 Kilometer.

    Wie Reuters berichtet, beinhaltet das Paket überdies Hawk-Boden-Luft-Raketensysteme und Hochpräzisionsraketen. Ein Journalist wies diesbezüglich darauf hin, dass Kiew diese Raketen auch für Angriffe auf die Krim einsetzen könnte, und bat Ryder um Klärung, ob Washington beschlossen habe, sie für diesen Zweck zu liefern. Der Pressesprecher antwortete wie folgt:

    "Wenn es um die Pläne und Operationen der Ukraine geht, ist es natürlich ihre Entscheidung."

  • 19:16 Uhr

    Ukrainischer Offizier wegen Erpressung von Witwen gefallener Soldaten auf frischer Tat ertappt

    Ein Offizier und stellvertretender Kommandeur der Nationalgarde der Ukraine soll einen Anteil der staatlichen Zahlungen von der Witwe eines in Mariupol gefallenen ukrainischen Militärangehörigen erpresst haben, berichtet der Telegram-Kanal Operazija Z: Wojenkory Russkoi Wesny. Dabei soll er zehn Prozent des gezahlten Geldes gefordert haben. Nach Angaben des Telegram-Kanals soll es sich um etwa eine Million Griwna (etwa 25.000 Euro) gehandelt haben. Der Erpresser sei bei dem Erhalt von 150.000 Griwna (etwa 4.000 Euro) auf frischer Tat ertappt worden.

    Außerdem soll er Geld von mindestens vier weiteren Witwen gefallener ukrainischer Soldaten erpresst haben. Auf dem Foto, das der Telegram-Kanal veröffentlicht hat, ist angeblich der Täter zu sehen.

  • 18:55 Uhr

    Wagner-Chef Prigoschin wendet sich an Selenskij mit dem Aufruf, Bachmut nicht aufzugeben

    Jewgeni Prigoschin, der Leiter des privaten russischen Militärunternehmers "Wagner", hat sich vor dem Hintergrund des Vormarsches der russischen Truppen bei der Stadt Artjomowsk (Bachmut) höhnisch an Wladimir Selenskij gewandt:

    "Lieber Wladimir Alexandrowitsch, viele Menschen bitten Sie, die Truppen aus Bachmut abzuziehen. Tun Sie dies nicht. Artjomowskist das wichtigste Ereignis dieses Krieges. Wir müssen weiter kämpfen. Sie würden Feigheit zeigen, sie würden nicht mehr respektiert werden. Das ukrainische Volk wird Ihnen nicht verzeihen, dass Sie Artjomowsk einer privaten Militärstruktur preisgegeben haben. Widerstehen Sie, kämpfen Sie bis zum Ende. Prigoschin"

    Wie das Magazin The Economist bereits veröffentlichte, sind die ukrainischen Kommandeure der Meinung, dass die Stadt die schweren Verluste, die bei ihrer Verteidigung unvermeidlich sind, nicht wert sei.

    In den Medien wird umfassend berichtet, dass die USA Kiew geraten hätten, sich zurückzuziehen.

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Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.