International

Liveticker Ukraine-Krieg – Selenskij: Kiew fehlen Ressourcen zur Fortsetzung des Konflikts

Russland führt gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine Militäroperation in der Ukraine durch. Der Westen reagiert mit immer neuen Waffenlieferungen an die Ukraine und beispiellosen Sanktionen gegen Russland. Lesen Sie hier die neuesten Entwicklungen.
Liveticker Ukraine-Krieg – Selenskij: Kiew fehlen Ressourcen zur Fortsetzung des Konflikts© Urheberrechtlich geschützt
  • 20.08.2026 21:10 Uhr

    21:10 Uhr

    Selenskij: Ukraine fehlen Ressourcen zur Fortsetzung des Konflikts

    Die Ukraine ist nach Angaben von Präsident Wladimir Selenskij mit einem Mangel an Ressourcen für die Fortsetzung des Konflikts konfrontiert. Er schreibt in einer auf Telegram veröffentlichten Mitteilung:

    "Das ist wirklich eine sehr ernste Herausforderung, vor allem im Verteidigungsbereich. Wir müssen die notwendigen Ressourcen finden. Ich denke, das ist die größte Herausforderung, vor der wir bisher standen: Der Krieg ist teurer geworden, und das ist eine Tatsache. Wir brauchen mehr Ressourcen, der Mangel wird größer."

    Selenskij äußerte sich dazu bei der Vorstellung des neuen ukrainischen Verteidigungsministers Jewgeni Chmara vor Militärs, Abgeordneten und Regierungsmitgliedern. Vom neuen Minister erwartet er demnach eine Überprüfung der Vereinbarungen mit den westlichen Partnern.

    Die Ukraine finanziert ihr seit Jahren bestehendes Rekorddefizit im Staatshaushalt zu einem erheblichen Teil mit Unterstützung aus dem Westen. Für das Jahr 2026 wurde ein Haushalt mit einem Defizit von 1,9 Billionen Griwna (umgerechnet 45 Milliarden US-Dollar) verabschiedet. Kiew versucht, die Haushaltslücken durch externe Finanzierung zu schließen. Zugleich mahnen westliche Partner die Ukraine zunehmend, stärker nach Möglichkeiten zur Eigenfinanzierung zu suchen.

  • 20:58 Uhr

    NYT: Ukrainische Luftabwehr kann russische Angriffe immer schwerer abwehren

    Die ukrainische Luftabwehr ist laut The New York Times zunehmend nicht mehr in der Lage, russische Angriffe abzuwehren.

    Das Blatt schreibt, die russischen Streitkräfte würden "die ukrainische Verteidigung immer selbstbewusster durchbrechen". Bei den jüngsten Angriffen hätten sie nicht einmal Drohnen einsetzen müssen, um die ukrainische Luftabwehr von den Raketen "abzulenken" und ihre Systeme zu überwältigen.

    Laut der NYT ist die Belastung der ukrainischen Luftabwehr inzwischen so groß, dass die ukrainischen Luftstreitkräfte aufgehört haben, Angaben zum Umfang der Raketenangriffe zu veröffentlichen.

    Kiew warnt bereits seit dem Frühjahr vor einem Mangel an Abfangraketen für Patriot-Systeme. Ende Juli erklärte Präsident Wladimir Selenskij nach nächtlichen Angriffen, dass "es den Verbündeten an Luftabwehrraketen kritisch mangelt".

  • 20:44 Uhr

    "Eskalation durch Russland": Rumänischer Kampfjet schießt Sprengstoff-Seedrohne ab

    Nach dem Abschuss einer Seedrohne in der Nähe eines Gasfelds im Schwarzen Meer durch einen rumänischen Kampfjet bezichtigt Bukarest Russland, für den Vorfall verantwortlich zu sein. Dass die Drohne aus der Ukraine stammen könnte, schloss Rumäniens Verteidigungsminister sofort aus ‒ trotz jüngster Erfahrungen, die dafür sprechen.

    Lesen Sie dazu mehr hier auf unserer Webseite.

  • 20:35 Uhr

    Russische Gebiete melden weitere Opfer ukrainischer Attacken: ein Toter, zwei Verletzte

    Bei einem ukrainischen Drohnenangriff auf Donezk ist die Zahl der verletzten Zivilisten auf zwei gestiegen. Zunächst hatte Bürgermeister Alexei Kulemsin über einen Verletzten auf Telegram berichtet:

    "Nach zusätzlichen Informationen wurde im Kuibyschewski-Bezirk infolge eines feindlichen Drohnenangriffs ein 1937 geborener Mann verletzt." 

    Dem Verletzten sei medizinische Hilfe geleistet worden.

    Im Gebiet Uljanowsk kam unterdessen ein Einwohner nach einem weiteren Drohnenangriff ums Leben. Laut Gouverneur Alexei Russkich erlitt der Mann am Morgen im Bezirk Nowospasski eine Kopfverletzung. Er wurde in ein regionales Traumazentrum gebracht, konnte jedoch nicht gerettet werden.

  • 20:20 Uhr

    Medien: Ukraine kann russische Jet-Drohnen nicht abfangen

    Ukrainische Abfangdrohnen können mit modernen russischen Drohnen mit Strahltriebwerken nicht mithalten. Darauf weist das US-Magazin The American Conservative hin:

    "Russlands neue Drohnenmodelle mit Strahltriebwerken erreichen Geschwindigkeiten, die die Geschwindigkeit ukrainischer Abfangdrohnen deutlich übertreffen."

    Dem Magazin zufolge gehört das Abfangen nicht nur von Drohnen, sondern auch von Raketen zu den Schwachstellen der Ukraine.

    Die FAZ hatte am 16. August berichtet, dass Russland angesichts des Mangels an Abfangraketen für ukrainische Luftabwehrsysteme neue Waffen entwickelt und einsetzt. Demnach stellt Russland unter anderem reaktive Varianten der Drohne "Geran" her und setzt neue kleine Marschflugkörper vom Typ "Banderol" ein.

    Zuvor hatte der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij westliche Partner wegen Verzögerungen bei der Lieferung von Abfangraketen kritisiert. Er machte sie dafür mitverantwortlich, dass die Ukraine russische Raketen nicht abschießen könne.

  • 19:59 Uhr

    Finnisches Unternehmen will Drohnen für die Ukraine produzieren

    Wie der Sender Yle berichtet, plant das finnische Unternehmen Innokas, Drohnen für die ukrainischen Streitkräfte zu produzieren. Dazu habe Innokas eine Vereinbarung mit dem ukrainischen Drohnenhersteller Airlogix geschlossen. Ziel der Partnerschaft sei es, das Volumen der Lieferungen aus Finnland in die Ukraine zu erhöhen, so Innokas-Geschäftsführer Janne Kostamo.

    Anfang August hatte Sky News über eine geheime unterirdische Produktionsstätte für weitreichende Kampfdrohnen in der Ukraine berichtet. In dem Werk würden täglich mehr als 200 Drohnen produziert, darunter die Langstreckendrohne FP1 im Wert von rund 60.000 US-Dollar.

    Lesen Sie dazu mehr hier auf unserer Webseite.

  • 19:39 Uhr

    Ukrainische Aktivistin: Selenskij verliert das Vertrauen der Bevölkerung

    Der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij verliert das Vertrauen der Bevölkerung. Dies erklärte Darja Kalenjuk, Exekutivdirektorin der ukrainischen NGO "Zentrum zur Bekämpfung der Korruption", in einem Interview mit CNN:

    "Selenskij verliert das Vertrauen in der Ukraine. Immer mehr Menschen misstrauen ihm."

    Die Ukrainer bemerkten, dass Selenskij Fragen der Gesellschaft zu Korruption und umstrittenen Personalentscheidungen nicht offen beantworte. Dazu zählte sie insbesondere die Entlassung des ehemaligen Verteidigungsministers Michail Fjodorow. Zugleich nehme die Bevölkerung eine Politik wahr, bei der loyale, aber korrupte Beamte eingesetzt würden.

    Kalenjuk bezeichnete Selenskijs Haltung, nach der während des Kriegsrechts keine Wahlen stattfinden könnten, als doppelzüngig. Ihrer Ansicht nach bereite sich Selenskij längst auf Wahlen vor, unter anderem durch Druck auf politische Gegner und Kampagnen zur Diskreditierung seiner Kritiker.

  • 19:20 Uhr

    American Conservative: Kiew muss zu den Verhandlungen zu schlechteren Bedingungen zurückkehren

    Nach Ansicht eines Experten des Magazins The American Conservative erleidet die Ukraine Niederlagen zu Lande, in der Luft und in wirtschaftlicher Hinsicht und wird gezwungen sein, zu den Verhandlungen mit Russland unter für sie ungünstigeren Bedingungen als im Jahr 2022 zurückzukehren. Seiner Meinung nach sollte sich der Westen bei den Ukrainern dafür entschuldigen, dass die Verhandlungen vor vier Jahren gescheitert sind. Er schreibt:

    "Die Ukraine war im Frühjahr 2022 bereit für Friedensverhandlungen zu für sie vorteilhaften Bedingungen; der Entwurf war von ukrainischen Unterhändlern ausgearbeitet worden. Doch die USA und Großbritannien haben die Ukraine vom Verhandlungspfad abgebracht und sie dazu gedrängt, den Krieg fortzusetzen."

  • 19:00 Uhr

    Russland meldet Treffer auf zwei Munitionsfrachter

    Nach Angaben des Verteidigungsministeriums haben die russischen Streitkräfte im Hafen von Tschernomorsk im Gebiet Odessa zwei mit Munition und Militärgütern für die ukrainischen Streitkräfte beladene Frachtschiffe angegriffen. Das Ministerium teilte mit:

    "Im Laufe des Tages wurden im Hafen von Tschernomorsk zwei Seefrachter mit Munition und militärischer Ausrüstung sowie ein Tank mit Treib- und Schmierstoffen für die ukrainischen Streitkräfte mit Kampfdrohnen getroffen."

    Im vergangenen Monat hat Russland seine Angriffe auf Schiffe und die ukrainische Hafeninfrastruktur am Schwarzen Meer verstärkt. In der Folge stellten die Häfen im Großraum Odessa ihren Betrieb ein. Seit dem 22. Juli laufen dort keine Schiffe mehr ein. Laut dem ukrainischen Minister für Agrarpolitik und Ernährung, Taras Wyssozki, haben die Reeder diese Entscheidung selbst getroffen. So erklärte die dänische Reederei Maersk, den Hafen Tschernomorsk vorerst nicht mehr anzulaufen.

  • 18:55 Uhr

    Verzweiflung pur: Ukrainische Frau kniet vor Zwangsmobilisierern

    Verzweiflung statt freiwilliger Dienst: In Kamenskoje fleht eine Frau ukrainische Rekrutierer an, ihren Mann gehen zu lassen. Die Aufnahme verbreitet sich rasant und wird zum Symbol für den hohen gesellschaftlichen Preis der ukrainischen Mobilisierung.

    Lesen Sie dazu mehr hier auf unserer Webseite.

Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.

Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.