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Liveticker Ukraine-Krieg: Blackout im nordukrainischen Tschernigow

Russland führt gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine Militäroperation in der Ukraine durch. Der Westen reagiert mit immer neuen Waffenlieferungen an die Ukraine und beispiellosen Sanktionen gegen Russland. Lesen Sie hier die neuesten Entwicklungen.
Liveticker Ukraine-Krieg: Blackout im nordukrainischen Tschernigow© Urheberrechtlich geschützt / Julia Demaree Nikhinson
  • 21.03.2026 14:29 Uhr

    14:29 Uhr

    Medien: Bevölkerung der Ukraine soll 20 Millionen Menschen betragen

    Will Lloyd, stellvertretender Chefredakteur des britischen Magazins New Statesman, hat unter Berufung auf einen hochrangigen britischen Beamten bekannt gegeben, in der Ukraine würden aktuell 20 Millionen Menschen leben. Eine Mitteilung darüber hat der ukrainische Verband orthodoxer Journalisten auf seiner Webseite veröffentlicht.

    Laut dem britischen Journalisten sei diese Zahl ein Beleg für "außergewöhnliche Veränderungen" in der demografischen Struktur der ukrainischen Gesellschaft. Wie es heißt, hatten Anfang der 1990er-Jahre in der Ukraine noch 52 Millionen Einwohner gelebt. Britische Beamte sollen darauf hingewiesen haben, dass die Einwohnerzahl des Landes im Jahr 2014 noch auf etwa 40 Millionen geschätzt worden sei.

    Während der Jahre der Unabhängigkeit und des Konflikts mit Russland sei die Bevölkerung jedoch um mehr als 30 Millionen Menschen zurückgegangen. Am 24. August 1991 hatte die Ukraine die staatliche Unabhängigkeit erklärt.

    Lloyd wird in dem Zusammenhang mit den Worten zitiert:

    "Ich kann mir nicht vorstellen, wie die Ukraine im Jahr 2040 aussehen wird."

  • 13:58 Uhr

    Vier Zivilisten bei ukrainischen Attacken auf Gebiet Cherson verletzt

    Gouverneur Wladimir Saldo meldet Opfer im von Russland kontrollierten Teil des Gebiets Cherson. Wie der Politiker auf der Plattform Telegram schreibt, seien bei den ukrainischen Attacken in den letzten 24 Stunden vier friedliche Einwohner verletzt worden. Demnach hätten in der Siedlung Podo-Kalinowoje zwei Frauen Verletzungen erlitten, als eine gegnerische Drohne auf die Ortschaft ein Geschoss abgelassen habe. Auf der Autostraße Gornostajewka – Konstantinowka sei ein Autofahrer verletzt worden. In der Siedlung Tschulakowka sei ein Mann zu Schaden gekommen, als sein Auto auf eine Mine aufgefahren sei.

    Saldo berichtet außerdem über beschädigte Wohnhäuser in Tawrijsk, Radensk, Kostogrysowo, Michailowka und Gladkowka. In Tschulakowka und Podo-Kalinowka seien Verwaltungsgebäude zu Schaden gekommen. In Nowotroizk sei ein Lager beschädigt worden. Der Gegner habe auch Aljoschki, Golaja Pristan, Kardaschinka, Netschajewo, Pestschanowka, Sagi, Staraja Sburjewka und Tawrijsk unter Beschuss genommen.

  • 13:39 Uhr

    Russische Luftabwehr fängt weitere 54 ukrainische Drohnen ab

    Das russische Verteidigungsministerium berichtet über weitere Versuche der ukrainischen Streitkräfte, Objekte in Russland mit unbemannten Luftfahrzeugen anzugreifen. Demnach habe die russische Luftabwehr im Zeitraum von 5 bis 12 Uhr MEZ 54 gegnerische Drohnen abgefangen. Die unbemannten Luftfahrzeuge seien über dem Großraum Moskau, den Gebieten Kursk, Belgorod, Kaluga, Smolensk, Twer, Brjansk und Wolgograd sowie über der Teilrepublik Baschkortostan unschädlich gemacht worden. Weitere Einzelheiten teilt das Ministerium nicht mit.

    Der Moskauer Bürgermeister Sergei Sobjanin bestätigt auf der Plattform Telegram die wiederholten Versuche der ukrainischen Streitkräfte, die russische Hauptstadt mit unbemannten Luftfahrzeugen anzugreifen. Ihm zufolge seien im Zeitraum von 19 Uhr MEZ am Freitag bis 11 Uhr MEZ am Samstag 31 Drohnen im Anflug auf Moskau zerstört worden. Der Politiker meldet weder Opfer noch Schäden.

  • 13:10 Uhr

    Medienberichte: Offenbar ukrainische Seedrohne taucht an Meeresufer in Türkei auf

    Türkische Medien berichten über einen gefährlichen Fund an einem Strand in der Provinz Ordu, die am Schwarzen Meer liegt. Demnach haben Einwohner der Stadtgemeinde Ünye ein im Wasser treibendes verdächtiges Objekt bemerkt und die Polizei alarmiert. Wie die Nachrichtenagentur IHA berichtet, habe die Polizei inzwischen bestätigt, dass es sich um eine Unterwasserdrohne handele. Der Ort des Geschehens sei abgesperrt worden.

    In den sozialen Medien kursieren Fotos und Videos mit dem gefährlichen Treibgut. Nach Angaben der russischen Nachrichtenagentur RIA Nowosti lässt sich das Objekt als ein unbemanntes Unterwasserfahrzeug des Typs Magura V5 identifizieren.

    Das ist nicht das erste Mal, dass im NATO-Land Türkei eine mutmaßlich ukrainische Seedrohne ans Ufer gespült wird. Im September 2025 hat man in der Schwarzmeer-Provinz Trabzon ein Wasserfahrzeug desselben Typs entdeckt.

  • 12:38 Uhr

    Selenskij: Ukraine produziert gemeinsam mit Deutschland Drohnen

    Die Ukraine produziert nach Angaben von Präsident Wladimir Selenskij bereits gemeinsam mit Deutschland, Großbritannien, Dänemark und den Niederlanden Drohnen. Zudem starte eine entsprechende Kooperation mit Norwegen, berichtet die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf den Staatschef. Die Regierung in Kiew habe darüber hinaus eine gemeinsame Drohnenproduktion mit Rumänien, Schweden und Frankreich vereinbart.

    Seit einem Jahr versucht die Ukraine zudem, ein Drohnen-Kooperationspaket mit den USA im Wert von bis zu 50 Milliarden US-Dollar abzuschließen. Im Gegenzug will Kiew die im Krieg entwickelten Drohnentechnologien teilen – darunter Seedrohnen und Langstreckendrohnen.

  • 12:07 Uhr

    Frontbericht des russischen Verteidigungsministeriums

    Das russische Verteidigungsministerium berichtet über den weiteren Verlauf der militärischen Sonderoperation in der Ukraine binnen der vergangenen 24 Stunden. Wie die Militärbehörde am Samstag auf der Plattform MAX schreibt, habe der Truppenverband Nord seine Position an der vordersten Linie verbessert, indem er ukrainische Einheiten im Raum der Ortschaften Potapowka, Nowaja Setsch und Miropolje im Gebiet Sumy sowie Tschugujew, Pestschanoje, Kolodesnoje und Isbizkoje im Gebiet Charkow getroffen habe. Der Gegner habe bis zu 220 Kämpfer verloren. Das russische Militär habe zudem acht Wagen, eine Haubitze und zwei Materiallager zerstört.

    Auch der Truppenverband West habe seine taktische Position verbessert, indem er Personal und Technik des Gegners in der Nähe der Ortschaften Nowoossinowo, Borowaja und Schijkowka im Gebiet Charkow sowie Swjatogorsk und Kransy Liman in der DVR getroffen habe. Dabei seien mehr als 180 ukrainische Armeeangehörige getötet oder verletzt worden. Das ukrainische Militär habe einen Kampfpanzer, vier gepanzerte Gefechtsfahrzeuge, 25 Wagen und zwei Munitionslager verloren.

    Der Truppenverband Süd habe günstigere Stellungen bezogen und ukrainische Einheiten nahe den Ortschaften Slawjansk, Kramatorsk, Kriwaja Luka, Iljinowka, Artjoma und Konstantinowka in der DVR getroffen. Das russische Ministerium beziffert die gegnerischen Personalverluste auf bis zu 190 Soldaten. Dabei seien sieben gepanzerte Gefechtsfahrzeuge, zehn Wagen, drei Geschütze, zwei Anlagen der elektronischen Kampfführung, ein Munitions- und zwei Materiallager zerstört worden.

    Der Truppenverband Mitte habe ebenfalls seine Position an der vordersten Linie verbessert, wobei er Personal und Technik des Gegners im Raum der Ortschaften Belizkoje, Grischino, Dobropolje, Krasnojarskoje, Raiskoje und Kutusowka in der DVR sowie Nowopodgorodnoje im Gebiet Dnjepropetrowsk getroffen habe. Der Gegner habe mehr als 370 Armeeangehörige verloren. Das russische Militär habe darüber hinaus elf gepanzerte Gefechtsfahrzeuge, 24 Wagen, sieben Geschütze, zwei Anlagen der elektronischen Kampfführung und zwei Munitionslager zerstört.

    Der Truppenverband Ost habe seinen Vormarsch fortgesetzt und zuletzt Personal und Technik des Gegners nahe den Ortschaften Boikowo, Lesnoje, Tscherwony Jar, Kijewskoje, Dolinka und Wosdwischewka im Gebiet Saporoschje getroffen. Die russische Militärbehörde beziffert die ukrainischen Personalverluste auf mehr als 305 Kämpfer. Dabei seien drei gepanzerte Gefechtsfahrzeuge, sieben Wagen, eine Anlage der elektronischen Kampfführung und ein Lager mit Kriegszubehör zerstört worden.

    Der Truppenverband Dnjepr habe Personal und Technik des Gegners in der Nähe der Ortschaften Orechow, Preobraschenka, Kamyschewacha und Saporoschez im Gebiet Saporoschje getroffen. Dabei seien bis zu 45 ukrainische Soldaten getötet oder verletzt worden. Das ukrainische Militär habe außerdem vier Anlagen der elektronischen Kampfführung und ein Materiallager verloren.

    Ferner meldet das Ministerium in Moskau erfolgreiche Luft-, Drohnen-, Raketen- und Artillerieangriffe auf Energieanlagen und Verkehrsobjekte, die der Gegner zu militärischen Zwecken nutze, Drohnenbasen und 137 Standorte mit ukrainischen Soldaten und ausländischen Söldnern. Die russische Luftabwehr habe dagegen in den vergangenen 24 Stunden neun Lenkbomben und 668 Drohnen abgefangen.

    Nach russischen Angaben habe die Ukraine seit dem Beginn der Sonderoperation vor gut vier Jahren insgesamt 671 Flugzeuge, 284 Hubschrauber, 125.893 Drohnen, 652 Flugabwehrraketenkomplexe, 28.392 Kampfpanzer und andere Panzerfahrzeuge, 1.690 Mehrfachraketenwerfer sowie 33.982 Geschütze und Mörser verloren.

  • 11:38 Uhr

    Gouverneur meldet sechs Verletzte bei Angriffen auf 24 Ortschaften im Gebiet Belgorod

    Gouverneur Wjatscheslaw Gladkow veröffentlicht jeden Tag auf Telegram Statistiken über ukrainische Angriffe auf Siedlungen im russischen Grenzgebiet Belgorod. Aus dem heutigen Eintrag geht hervor, dass das ukrainische Militär in den vergangenen 24 Stunden 24 Ortschaften in sieben Bezirken angegriffen habe. Der Gegner habe mindestens 87 unbemannte Luftfahrzeuge eingesetzt, von denen 30 abgeschossen worden seien.

    In der Statistik berichtet der Politiker über Opfer. In der Ortschaft Borki seien zwei Angehörige der örtlichen Drohnenabwehreinheit Orlan bei der Ausübung ihres Dienstes verletzt worden. Eine Einwohnerin der Stadt Graiworon habe bei der Detonation einer Drohne schwere Verletzungen erlitten. In der Siedlung Wosnessenowka seien zwei Männer zu Schaden gekommen, als in ihrer Nähe eine gegnerische FPV-Drohne explodiert sei. Ein anderer Einwohner habe Verletzungen erlitten, als eine ukrainische Drohne am späten Abend sein Auto angegriffen habe. Darüber hinaus habe am Freitag ein 16-jähriges Mädchen eine medizinische Einrichtung aufgesucht, nachdem sie noch am 17. März bei einer ukrainischen Attacke auf die Ortschaft Korotscha eine Splitterverletzung erlitten habe.

    Gladkow meldet zudem Sachschäden. Demnach seien in den vergangenen 24 Stunden ein Mehrfamilienhaus, fünf Einfamilienhäuser, eine soziale Einrichtung, ein Betrieb, zwei Infrastrukturobjekte, zwei Stromleitungen, ein Bus, zwei Lkw, zwei Kleintransporter und sechs Autos beschädigt worden.

  • 11:05 Uhr

    Blackout im nordukrainischen Tschernigow

    Die Behörden des nordukrainischen Gebiets Tschernigow melden ein massives Blackout in der an Weißrussland und an Russland angrenzenden Region. Auf der Plattform Telegram gibt der Stadtrat von Tschernigow bekannt, dass es in der Gebietshauptstadt keinen Strom mehr gebe. Die Versorgung der kritisch wichtigen Infrastrukturen und sozialen Einrichtungen erfolge mit Hilfe von Generatoren und anderen alternativen Quellen.

    Als Ursache für das Blackout wird die Beschädigung einer Energieanlage im Bezirk Neschin genannt. Nach Angaben des Betreibers Tschernigowoblenergo sind davon ungefähr 430.000 Haushalte betroffen. In der Nacht hat es im Gebiet Tschernigow Luftalarm gegeben.

  • 10:34 Uhr

    Gouverneur meldet andauernde ukrainische Artillerie- und Drohnenangriffe auf Grenzgebiet Kursk

    Die ukrainischen Streitkräfte setzen ihre Attacken auf das russische Grenzgebiet Kursk fort. Gouverneur Alexander Chinschtein berichtet in der täglichen Statistik auf Telegram über Artillerie- und Drohnenangriffe auf die Region. Wie der Politiker mitteilt, seien im Zeitraum von 7 Uhr MEZ am 20. März bis 5 Uhr MEZ am 21. März sieben ukrainische Drohnen abgeschossen worden. Zudem habe die gegnerische Artillerie in dieser Zeit sechsmal grenznahe evakuierte Ortschaften unter Beschuss genommen.

    Chinschtein meldet keine Opfer unter der Zivilbevölkerung. Berichte über Schäden liegen ebenfalls nicht vor.

  • 10:03 Uhr

    Beschuss auf Siedlungen im Gebiet Cherson: Mehr als 40 Geschosse aus Ukraine abgefeuert

    Die Behörden im von Russland kontrollierten Teil des Gebiets Cherson melden andauernde Angriffe auf Siedlungen am linken Dnjepr-Ufer. Den Angaben zufolge habe die ukrainische Artillerie im Laufe des 20. März 25 Geschosse auf fünf Ortschaften abgefeuert. Die Zahl der eingeschlagenen Geschosse listen die Behörden wie folgt auf:

    • Aljoschki — 8,
    • Podstepnoje — 4,
    • Nowaja Kachowka — 3,
    • Kachowka — 6,
    • Dnjeprjany — 4.

    Wie die Behörden weiter mitteilen, habe der Beschuss auch in der Nacht zum Samstag angedauert. Auf zivile Infrastrukturen der von Russland kontrollierten Ortschaften Kasatschji Lageri, Sagi, Aljoschki, Golaja Pristan und Pestschanowka seien insgesamt 19 Geschosse abgefeuert worden.

    Berichte über Opfer und Schäden liegen bislang nicht vor.

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Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.