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Liveticker Ukraine-Krieg: Von der Leyens Angabe zu Verlusten versetzt Kiews Truppen in Panik

Russland führt gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine Militäroperation in der Ukraine durch. Der Westen reagiert mit immer neuen Waffenlieferungen an die Ukraine und beispiellosen Sanktionen gegen Russland. Hier lesen Sie die neuesten Entwicklungen.
Liveticker Ukraine-Krieg: Von der Leyens Angabe zu Verlusten versetzt Kiews Truppen in PanikQuelle: Sputnik © Viktor Antonjuk
  • 2.12.2022 09:43 Uhr

    09:43 Uhr

    Ukrainische Soldaten nutzen Musks Satelliteninternet zum Schauen von TikTok-Videos

    Das ukrainische Militär nutzt das Starlink-Netz des US-Unternehmens Space X nicht nur für militärische Zwecke, sondern auch für persönliche Anrufe und soziale Netzwerke. Dies berichtete Sergei Lasarenko, ein Kriegsgefangener aus der ukrainischen Territorialbrigade 113.

    Lasarenko zufolge können Soldaten einen Kommandanten um 10 bis 20 Minuten Internetzeit bitten. Dabei lasse der Internetverkehr sofort nach, da zwanzig oder dreißig Personen es gleichzeitig nutzten. Die Geschwindigkeit des Satelliteninternets sei allgemeinen ausreichend. Die Soldaten könnten mit ihren Verwandten per Videoanruf sprechen und auch auf TikTok gehen.

    Starlink ist ein Satellitennetz der nächsten Generation, das den Breitband-Internetzugang überall auf der Welt ermöglicht. Es spielt eine wichtige Rolle bei der Interaktion und Kontrolle der ukrainischen Truppen bei Kampfeinsätzen. Anfang Oktober berichteten Medien über Starlink-Ausfälle, die im Laufe mehrerer Wochen zu katastrophalen Kommunikationsausfällen führten und unter ukrainischen Truppen für Unbehagen sorgten. Mitte Oktober erklärte Space-X-Chef Elon Musk, dass das Unternehmen die Wartung von Starlink in der Ukraine aufgrund der hohen Kosten nicht mehr bezahlen wolle.

  • 09:13 Uhr

    LVR: Panikstimmung in ukrainischer Garnison bei Artjomowsk wegen ausbleibendem Rückzugsbefehl

    Unter ukrainischen Offizieren, die bei der Stadt Artjomowsk stationiert sind, verbreitet sich wegen des Ausbleibens eines Rückzugsbefehls Panikstimmung. Dies erklärte der Sprecher der Volksmiliz der LVR Andrei Marotschko. Angaben der Nachrichtenagentur TASS zufolge sagte er:

    "Die Lage der bewaffneten Verbände der Ukraine wird angesichts unserer Erfolge bei Artjomowsk Tag für Tag schlimmer. Gegenwärtig gibt es alle Gründe für die Vorbereitung einer Evakuierung des Führungsgefechtstands an einen sichereren Ort. Momentan zieht das Oberkommando Vorschläge zu einer Verlegung nicht einmal in Erwägung, was zu Panikstimmung unter Offizieren führt."

  • 08:38 Uhr

    Lawrow erinnert: "Neutrale" OSZE war vorgeschobener Beobachter für ukrainische Artillerie

    Die Beobachtungssondermission der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) stellte sich im ukrainischen Bürgerkrieg an Kiews Seite. Daran erinnerte Russlands Außenminister Sergei Lawrow im Nachgang an das Treffen des OSZE-Ministerrats in Lodz, bei dem Polen den Vorsitz hatte. Warschau hatte Lawrow die Einreise zur Teilnahme an der Sitzung verweigert, sodass die russische Delegation von Alexander Lukaschewitsch, Russlands Ständigem Vertreter bei der OSZE, angeführt werden musste. Lawrow wörtlich:

    "Ich will anmerken, dass auch die Beobachtungssondermission der OSZE in der Ukraine ebenfalls ihren Beitrag dazu leistete, die OSZE in Verruf zu bringen, was den Bereich Ukraine anbelangt. In einem groben Verstoß gegen ihr Mandat reagierte sie nicht auf die tagtäglichen Verstöße gegen die Minsker Abkommen seitens der Ukraine – insbesondere seitens der Nationalbataillone. Die OSZE-Mission stellte sich im Wesentlichen auf die Seite des Kiewer Regimes. Und schon nach Einstellung ihrer Arbeit dort kamen Fakten ihrer Zusammenarbeit mit westlichen Geheimdiensten zum Vorschein. Zum Vorschein kamen Tatsachen der Beteiligung ihrer angeblich neutralen Beobachter am ukrainischen Artilleriefeuer gegen Ziele in den Volksrepubliken Donezk und Lugansk als vorgeschobene Beobachter, ihrer Teilnahme am Sammeln von Aufklärungsdaten im Interesse der ukrainischen Streitkräfte und nationalistischer Bataillone. Diesen übermittelten sie Information von Überwachungskameras der OSZE-Mission, die an der Kontaktlinie installiert waren. Das alles steht ihr überhaupt nicht zu Gesicht."

  • 08:06 Uhr

    US-Senatoren legen Gesetzentwurf zur Einstufung der Wagner-Gruppe als terroristische Organisation vor

    Das US-Außenministerium soll verpflichtet werden, das von Jewgeni Prigoschin geleitete russische private Militärunternehmen Gruppe Wagner als ausländische terroristische Organisation einzustufen. Einen entsprechenden Gesetzesentwurf haben US-Senatoren am Donnerstag eingebracht. Laut einer Mitteilung auf der Webseite von Senator Roger Wicker werde eine ähnliche Initiative auch im Repräsentantenhaus, der Unterkammer des US-Parlaments, geprüft:

    "Die US-Senatoren Roger Wicker, Republikaner für den Bundesstaat Mississippi, und Ben Cardin, Demokrat für den Bundesstaat Maryland, haben heute den 'Holding Accountable Russian Mercenaries Act' eingebracht, ein beiderparteiliches Gesetz, das das US-Außenministerium verpflichten soll, die in Russland ansässige Wagner PMC als ausländische terroristische Organisation einzustufen."

    Im Repräsentantenhaus soll die Initiative von den Demokraten Stephen Cohen und Mark Wisey sowie den Republikanern Joe Wilson und Richard Hudson eingebracht werden, um den Entwurf zu unterstützen.

    Der von den Senatoren vorgeschlagene Gesetzentwurf sieht vor, "alle mit der Wagner PMC oder ihren Unterorganisationen verbundenen Einrichtungen" als ausländische terroristische Organisationen zu deklarieren.

    Durch die Einstufung einer Organisation als terroristische Vereinigung geben sich die USA das Recht, deren Mitglieder strafrechtlich zu verfolgen und ihre internationalen Aktivitäten weltweit zu überwachen. Für Mitarbeiter der Wagner-Gruppe bedeutet das ein erhöhtes Risiko. Insbesondere bei Einsätzen in Ländern, die keine größere Präsenz des russischen Militärs aufweisen, aber auch für andere russische Militärdienstleister, falls die USA ihnen eine Verbindung zu Wagner vorwerfen. So zum Beispiel in der Zentralafrikanischen Republik, wo PMC COSI das Militär und die Sicherheitskräfte des Landes ausbildet.

  • 07:17 Uhr

    Von der Leyens Offenbarung ukrainischer Verlustzahlen sät Panik unter Kiews Truppen

    Kiews Truppen geben sich der Panik hin, nachdem die Vorsitzende der EU-Kommission Ursula von der Leyen die wahre Größenordnung der ukrainischen Verluste offenbarte. Dies meldet der Pressesprecher der Volksmiliz der russischen Volksrepublik Lugansk Oberstleutnant Andrei Marotschko mit Verweis auf Aufklärungsdaten.

    Ihm zufolge nahm der Skandal um die Verluste unter Kiews Truppen, den von der Leyen durch die Bekanntgabe der tatsächlichen Zahlen ausgelöst hatte, äußerst negativen Einfluss auf den moralischen und psychologischen Zustand der ukrainischen Truppen:

    "Die Zahl der internen Sabotageakte, des unbefugten Verlassens von Stellungen, der Auseinandersetzungen mit der Führung und der Fälle dienstvorschriftswidriger Beziehungen unter den Militärangehörigen hat zugenommen. Ebenfalls zugenommen hat der Konsum von Drogensubstanzen und Alkohol. Auch ist ein abrupter Anstieg sozialer Spannungen in der ukrainischen Gesellschaft festzustellen. Familienangehörige ukrainischer Soldaten haben trotz Verhaftungsdrohungen damit begonnen, die Kommissare der Wehrämter in ihren Städten zu stürmen."

  • 1.12.2022 23:00 Uhr

    23:00 Uhr

    Damit beenden wir für heute den Live-Ticker zur Lage im Ukraine-Konflikt. Morgen früh ab 7 Uhr geht es mit der Berichterstattung weiter. Wir wünschen unseren Lesern trotz aller Spannungen in der Welt eine gute Nacht!

  • 22:44 Uhr

    Berater von Selenskij bezeichnet von der Leyens Angaben zu den ukrainischen Verlusten als Fehler

    Michail Podoljak, der Berater des ukrainischen Präsidenten Wladimir Selenskij, behauptet, dass die ukrainischen Truppen seit Februar 10.000 bis 13.000 Menschen verloren hätten. Damit dementierte er die Erklärung der EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen. Podoljak wörtlich:

    "Zu den ukrainischen Verlusten: Natürlich hat sich Frau Ursula geirrt – das steht fest. Deshalb haben sie das Video und die Zahlen entfernt. Denn wir haben die offiziellen Schätzungen des Generalstabs, die der Oberbefehlshaber gemeldet hat. Es sind 10.000 bis 12.500 bis 13.000 Tote."

    Zuvor hatte Ursula von der Leyen erklärt, dass infolge der Kampfhandlungen 100.000 ukrainische Soldaten gestorben seien. Später wurde der Absatz über die Zahl der Toten und Verwundeten vollständig aus der schriftlichen und videobasierten Erklärung entfernt.

    Im November hatte der russische Armeegeneral Sergei Surowikin, Befehlshaber der speziellen Militäroperation in der Ukraine, mitgeteilt, dass das ukrainische Militär allein im Oktober mehr als 12.000 Soldaten verloren habe.

  • 22:28 Uhr

    Medienbericht: Biden ist in seinem Streit mit Russland über die Ukraine in eine Sackgasse geraten

    Die versehentlich durchgesickerte Wahrheit über die ukrainischen Verluste während der russischen Sonderoperation habe die festgefahrene Position der USA gegenüber Russland offengelegt, schreibt der Kolumnist der Zeitung Asia Times, Stephen Bryen. Der Autor warnte:

    "Wenn Präsident Joe Biden seinen Kurs nicht ändert, wird er mit einer nationalen Sicherheitskrise konfrontiert, die das Ende seiner gesamten Präsidentschaft bedeuten wird."

    Er betonte, dass es der Ukraine an militärischem Personal fehlt, dass sie durch die Angriffe auf die Infrastruktur große Verluste erlitten habe und dass Millionen von Bürgern aus dem Land geflohen seien. Bryen nannte Zahlen, die die Getöteten der ukrainischen Streitkräfte auf insgesamt rund 198.000 Personen beziffern, und fügte hinzu, dass Präsident Wladimir Selenskij wegen dieser Verluste in eine schwere Krise geraten sei. Unterdessen gehen die Reserven der Ukraine allmählich zur Neige. Der Kolumnist fuhr fort:

    "Die Europäer haben deutlich gemacht, dass ihre Ressourcen auf ein kritisches Niveau gesunken sind und weitere Lieferungen an die Ukraine möglicherweise nicht mehr möglich sind."

    Bryen glaubt, dass sich die Ukraine nicht auf die Vereinigten Staaten verlassen sollte. Sie hätten nicht einmal 155-mm-Geschosse, geschweige denn Hightech-Waffen. Er sei sicher, dass sich die Schlinge um die Ukraine bereits enger ziehe: Selenskij werde bald nicht mehr in der Lage sein, die Waffenarsenale aufzufüllen oder die menschlichen Verluste zu kompensieren. Darüber hinaus sollte man sich auf eine Massenflucht aus dem Land vorbereiten.

    Während Biden noch davon profitiere, dass er an der Seite der Ukrainer zeige, dass er "für die richtige Sache kämpft", müsse der US-Präsident angesichts der Finanzkrise in Europa und der sich verschärfenden Energiekrise das Risiko eines baldigen Scheiterns in Kauf nehmen, was seine Pläne für die Wahl 2024 zunichtemachen könnte. Bryen schloss:

    "Um seine Glaubwürdigkeit zurückzugewinnen und sein Amt zu behalten, ist es für Biden an der Zeit, seinen Kurs in Bezug auf die Ukraine und Sicherheitsfragen zu ändern – und zwar so schnell wie möglich."

  • 22:02 Uhr

    Tschechien ebnet Weg für die Ausbildung ukrainischer Soldaten

    In Tschechien hat das Parlament den Weg für die Ausbildung von bis zu 4.000 ukrainischen Soldaten freigemacht. Nach dem Abgeordnetenhaus gab am Donnerstag auch das Oberhaus des NATO-Mitgliedslands, der Senat, seine Zustimmung. Im nächsten Jahr sollen fünf Kurse für jeweils bis zu 800 ukrainische Soldaten angeboten werden. Die Ausbildung soll auf dem Truppenübungsplatz Libava nordöstlich von Olomouc (Olmütz) stattfinden.

    Grundlage ist eine zwischenstaatliche Vereinbarung zwischen Tschechien und der Ukraine. In Prag hofft man, dass die Kurse langfristig im neuen Ausbildungseinsatz der EU aufgehen werden.

  • 21:51 Uhr

    Emmanuel Macron: Frankreich und USA werden die Ukraine nicht zu Gesprächen zwingen

    Dem französischen Präsidenten zufolge werde der Westen die Ukraine nicht zur Aufnahme von Gesprächen mit Russland drängen. So war Macrons Antwort auf eine Frage des Journalisten, ob er mit Biden über die Option gesprochen habe, die Ukraine angesichts des Winters und der Energiekrise in Gespräche mit Russland einzubinden. Der französische Präsident wörtlich:

    "Wir werden die Ukraine niemals zu einem Kompromiss drängen, der für sie unannehmbar wäre. Wenn wir einen dauerhaften Frieden wollen, müssen wir die Ukrainer und die Tatsache respektieren, dass sie selbst die Bedingungen und den Zeitpunkt für Verhandlungen wählen müssen."

    Dies sagte der französische Präsident Emmanuel Macron auf einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem US-Präsidenten Joe Biden am Donnerstag in Washington. Macron fügte hinzu, er wolle die Gespräche mit dem russischen Staatschef Wladimir Putin fortsetzen, um den Konflikt in der Ukraine zu lösen.

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Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.