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Liveticker Ukraine-Krieg: Von der Leyens Angabe zu Verlusten versetzt Kiews Truppen in Panik

Russland führt gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine Militäroperation in der Ukraine durch. Der Westen reagiert mit immer neuen Waffenlieferungen an die Ukraine und beispiellosen Sanktionen gegen Russland. Hier lesen Sie die neuesten Entwicklungen.
Liveticker Ukraine-Krieg: Von der Leyens Angabe zu Verlusten versetzt Kiews Truppen in PanikQuelle: Sputnik © Viktor Antonjuk
  • 2.12.2022 07:17 Uhr

    07:17 Uhr

    Von der Leyens Offenbarung ukrainischer Verlustzahlen sät Panik unter Kiews Truppen

    Kiews Truppen geben sich der Panik hin, nachdem die Vorsitzende der EU-Kommission Ursula von der Leyen die wahre Größenordnung der ukrainischen Verluste offenbarte. Dies meldet der Pressesprecher der Volksmiliz der russischen Volksrepublik Lugansk Oberstleutnant Andrei Marotschko mit Verweis auf Aufklärungsdaten.

    Ihm zufolge nahm der Skandal um die Verluste unter Kiews Truppen, den von der Leyen durch die Bekanntgabe der tatsächlichen Zahlen ausgelöst hatte, äußerst negativen Einfluss auf den moralischen und psychologischen Zustand der ukrainischen Truppen:

    "Die Zahl der internen Sabotageakte, des unbefugten Verlassens von Stellungen, der Auseinandersetzungen mit der Führung und der Fälle dienstvorschriftswidriger Beziehungen unter den Militärangehörigen hat zugenommen. Ebenfalls zugenommen hat der Konsum von Drogensubstanzen und Alkohol. Auch ist ein abrupter Anstieg sozialer Spannungen in der ukrainischen Gesellschaft festzustellen. Familienangehörige ukrainischer Soldaten haben trotz Verhaftungsdrohungen damit begonnen, die Kommissare der Wehrämter in ihren Städten zu stürmen."

  • 1.12.2022 23:00 Uhr

    23:00 Uhr

    Damit beenden wir für heute den Live-Ticker zur Lage im Ukraine-Konflikt. Morgen früh ab 7 Uhr geht es mit der Berichterstattung weiter. Wir wünschen unseren Lesern trotz aller Spannungen in der Welt eine gute Nacht!

  • 22:44 Uhr

    Berater von Selenskij bezeichnet von der Leyens Angaben zu den ukrainischen Verlusten als Fehler

    Michail Podoljak, der Berater des ukrainischen Präsidenten Wladimir Selenskij, behauptet, dass die ukrainischen Truppen seit Februar 10.000 bis 13.000 Menschen verloren hätten. Damit dementierte er die Erklärung der EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen. Podoljak wörtlich:

    "Zu den ukrainischen Verlusten: Natürlich hat sich Frau Ursula geirrt – das steht fest. Deshalb haben sie das Video und die Zahlen entfernt. Denn wir haben die offiziellen Schätzungen des Generalstabs, die der Oberbefehlshaber gemeldet hat. Es sind 10.000 bis 12.500 bis 13.000 Tote."

    Zuvor hatte Ursula von der Leyen erklärt, dass infolge der Kampfhandlungen 100.000 ukrainische Soldaten gestorben seien. Später wurde der Absatz über die Zahl der Toten und Verwundeten vollständig aus der schriftlichen und videobasierten Erklärung entfernt.

    Im November hatte der russische Armeegeneral Sergei Surowikin, Befehlshaber der speziellen Militäroperation in der Ukraine, mitgeteilt, dass das ukrainische Militär allein im Oktober mehr als 12.000 Soldaten verloren habe.

  • 22:28 Uhr

    Medienbericht: Biden ist in seinem Streit mit Russland über die Ukraine in eine Sackgasse geraten

    Die versehentlich durchgesickerte Wahrheit über die ukrainischen Verluste während der russischen Sonderoperation habe die festgefahrene Position der USA gegenüber Russland offengelegt, schreibt der Kolumnist der Zeitung Asia Times, Stephen Bryen. Der Autor warnte:

    "Wenn Präsident Joe Biden seinen Kurs nicht ändert, wird er mit einer nationalen Sicherheitskrise konfrontiert, die das Ende seiner gesamten Präsidentschaft bedeuten wird."

    Er betonte, dass es der Ukraine an militärischem Personal fehlt, dass sie durch die Angriffe auf die Infrastruktur große Verluste erlitten habe und dass Millionen von Bürgern aus dem Land geflohen seien. Bryen nannte Zahlen, die die Getöteten der ukrainischen Streitkräfte auf insgesamt rund 198.000 Personen beziffern, und fügte hinzu, dass Präsident Wladimir Selenskij wegen dieser Verluste in eine schwere Krise geraten sei. Unterdessen gehen die Reserven der Ukraine allmählich zur Neige. Der Kolumnist fuhr fort:

    "Die Europäer haben deutlich gemacht, dass ihre Ressourcen auf ein kritisches Niveau gesunken sind und weitere Lieferungen an die Ukraine möglicherweise nicht mehr möglich sind."

    Bryen glaubt, dass sich die Ukraine nicht auf die Vereinigten Staaten verlassen sollte. Sie hätten nicht einmal 155-mm-Geschosse, geschweige denn Hightech-Waffen. Er sei sicher, dass sich die Schlinge um die Ukraine bereits enger ziehe: Selenskij werde bald nicht mehr in der Lage sein, die Waffenarsenale aufzufüllen oder die menschlichen Verluste zu kompensieren. Darüber hinaus sollte man sich auf eine Massenflucht aus dem Land vorbereiten.

    Während Biden noch davon profitiere, dass er an der Seite der Ukrainer zeige, dass er "für die richtige Sache kämpft", müsse der US-Präsident angesichts der Finanzkrise in Europa und der sich verschärfenden Energiekrise das Risiko eines baldigen Scheiterns in Kauf nehmen, was seine Pläne für die Wahl 2024 zunichtemachen könnte. Bryen schloss:

    "Um seine Glaubwürdigkeit zurückzugewinnen und sein Amt zu behalten, ist es für Biden an der Zeit, seinen Kurs in Bezug auf die Ukraine und Sicherheitsfragen zu ändern – und zwar so schnell wie möglich."

  • 22:02 Uhr

    Tschechien ebnet Weg für die Ausbildung ukrainischer Soldaten

    In Tschechien hat das Parlament den Weg für die Ausbildung von bis zu 4.000 ukrainischen Soldaten freigemacht. Nach dem Abgeordnetenhaus gab am Donnerstag auch das Oberhaus des NATO-Mitgliedslands, der Senat, seine Zustimmung. Im nächsten Jahr sollen fünf Kurse für jeweils bis zu 800 ukrainische Soldaten angeboten werden. Die Ausbildung soll auf dem Truppenübungsplatz Libava nordöstlich von Olomouc (Olmütz) stattfinden.

    Grundlage ist eine zwischenstaatliche Vereinbarung zwischen Tschechien und der Ukraine. In Prag hofft man, dass die Kurse langfristig im neuen Ausbildungseinsatz der EU aufgehen werden.

  • 21:51 Uhr

    Emmanuel Macron: Frankreich und USA werden die Ukraine nicht zu Gesprächen zwingen

    Dem französischen Präsidenten zufolge werde der Westen die Ukraine nicht zur Aufnahme von Gesprächen mit Russland drängen. So war Macrons Antwort auf eine Frage des Journalisten, ob er mit Biden über die Option gesprochen habe, die Ukraine angesichts des Winters und der Energiekrise in Gespräche mit Russland einzubinden. Der französische Präsident wörtlich:

    "Wir werden die Ukraine niemals zu einem Kompromiss drängen, der für sie unannehmbar wäre. Wenn wir einen dauerhaften Frieden wollen, müssen wir die Ukrainer und die Tatsache respektieren, dass sie selbst die Bedingungen und den Zeitpunkt für Verhandlungen wählen müssen."

    Dies sagte der französische Präsident Emmanuel Macron auf einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem US-Präsidenten Joe Biden am Donnerstag in Washington. Macron fügte hinzu, er wolle die Gespräche mit dem russischen Staatschef Wladimir Putin fortsetzen, um den Konflikt in der Ukraine zu lösen.

  • 21:25 Uhr

    Biden sagt, er sei zu Gesprächen mit Putin über die Ukraine bereit

    US-Präsident Joe Biden hat auf einer Pressekonferenz nach Gesprächen mit dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron in Washington D.C. erklärt, dass er bereit sei, mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin über die Beendigung der Sonderoperation in der Ukraine zu sprechen, falls dieser sich dazu entschließen sollte. Biden sagte jedoch, dass Kontakte mit dem russischen Präsidenten nur in Absprache mit der NATO stattfinden könnten. Der US-Präsident wörtlich:

    "Tatsache ist, dass ich keine unmittelbaren Pläne für einen Kontakt mit Herrn Putin habe. Ich werde meine Worte sehr sorgfältig wählen: Ich bin bereit, mit Putin zu sprechen, wenn er wirklich daran interessiert ist, einen Weg zur Beendigung des Krieges zu finden. Das hat er noch nicht getan. Wenn das der Fall ist, werde ich mich in Absprache mit meinen Freunden in der NATO gerne mit Herrn Putin zusammensetzen, um zu sehen, wie er darüber denkt."

  • 21:03 Uhr

    Kursker Gouverneur: Siedlung Tjotkino von der Ukraine beschossen

    Der Gouverneur des russischen Gebiets Kursk, Roman Starowoit, hat auf Telegram mitgeteilt, dass die Ortschaft Tjotkino im Gebiet Kursk erneut durch die ukrainische Armee unter Beschuss genommen worden sei. Der Beamte präzisierte, dass es sich in diesem Fall um eine Drohnen-Attacke handele:

    "Infolgedessen kam es in Tjotkino und dem benachbarten Dorf Popowo-Leschatschi zu Stromausfällen."

    Nach Angaben des Gebietsleiters seien Notfallteams vor Ort. Es sei geplant, die Stromversorgung in naher Zukunft wiederherzustellen. Der Gouverneur unterstrich:

    "Während der Arbeiten wird die Kesselanlage, die die Dörfer versorgt, an Stromgeneratoren angeschlossen."

    Starowoit fügte hinzu, dass es "glücklicherweise keine Verletzten gegeben hat". Häuser und soziale Einrichtungen seien ebenfalls nicht beschädigt worden, hieß es.

  • 20:43 Uhr

    Stoltenberg bezeichnet es als Aufgabe der NATO, militärische Aktionen außerhalb der Ukraine zu verhindern

    NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg hat über die Aufgabe des Bündnisses im Zusammenhang mit dem Konflikt in der Ukraine gesprochen. Der Generalsekretär sagte:

    "Die Aufgabe der NATO ist es, die Ukraine zu unterstützen und einen Krieg außerhalb der Ukraine zu verhindern."

    Zu diesem Zweck sende das Bündnis klare Signale an Russland, dass die Union bereit sei, jeden Verbündeten zu verteidigen.

    Stoltenberg betonte außerdem erneut, dass die NATO nicht in den Ukraine-Konflikt verwickelt sei und sich nicht einmischen werde. Er schloss damit:

    "Wir stehen an der Seite der Ukraine und unterstützen sie in ihrem Recht, sich selbst zu verteidigen."

  • 20:19 Uhr

    DVR-Behörden: Ukrainische Streitkräfte feuern zwölf Raketen aus Grad-Mehrfachraketenwerfern auf Donezk ab

    Ukrainische Truppen haben zentrale Stadtteile von Donezk unter Beschuss genommen und zwölf Raketen aus Grad-Mehrfachraketenwerfern auf die Stadt abgefeuert, teilte die DVR-Vertretung beim Gemeinsamen Zentrum für die Kontrolle und Koordinierung von ukrainischen Kriegsverbrechen mit. Der Telegram-Kanal der Vertretung sagte:

    "Wir haben den Beschuss durch ukrainische bewaffnete Verbände in der Richtung Awdejewka – Donezk (Stadtbezirke Woroschilow und Kuibyschew) registriert: zwölf Raketen aus Grad-Mehrfachraketenwerfern wurden abgefeuert."

    Später teilte das Stadtoberhaupt Alexei Kulemsin mit, dass infolge des Beschusses ein Mitarbeiter des Ministeriums für Notsituationen getötet und ein weiterer verletzt worden seien. Er fügte hinzu:

    "Außerdem wurde das Gebäude der Stadtverwaltung erneut getroffen. Zeugen berichten auch von einer gebrochenen Gasleitung und von zivilen Autos, die durch Granaten der Nazis beschädigt wurden."

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Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.