Liveticker Ukraine-Krieg: Moskau meldet Großangriff auf Objekte gegnerischer Rüstungsindustrie

3.02.2026 13:49 Uhr
13:49 Uhr
Rutte: Ausländische Truppen werden sofort nach Abschluss eines Friedensvertrags in der Ukraine stationiert
Ausländische Truppen werden sofort nach dem Abschluss eines Friedensabkommens in die Ukraine verlegt, erklärt NATO-Generalsekretär Mark Rutte in einer Rede im ukrainischen Parlament. Ukrainische Medien zitieren Rutte:
"Sobald ein Friedensabkommen abgeschlossen worden ist, stellen die NATO-Mitglieder, die zugestimmt haben, Streitkräfte, Flugzeuge in der Luft und Unterstützung auf See bereit."
Rutte zufolge hatten sich bislang die USA, Europa und Kanada für bereit erklärt, gewisse Sicherheitsgarantien zu gewährleisten. Die sogenannte Koalition der Willigen habe Fortschritte bei der Arbeit an diesen Garantien erzielt, im Einzelnen während des Treffens im vergangenen Monat in Paris.
Diejenigen NATO-Länder, die keine Entsendung ihrer Truppen in die Ukraine billigen möchten, würden ihren Beitrag in sonstiger Form leisten, betont Rutte. Ein Abkommen über den Frieden im Ukraine-Konflikt werde "schwierige Entscheidungen" erfordern.
13:25 Uhr
NATO-Generalsekretär Rutte zu Besuch in Kiew
Der NATO-Generalsekretär Mark Rutte ist zu einem Besuch in der Ukraine eingetroffen. Der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij veröffentlichte auf der Plattform X eine gemeinsame Videoaufnahme vom Unabhängigkeitsplatz in Kiew. Es sei wichtig, das Andenken derjenigen zu ehren, die ihr Leben für die Verteidigung ihrer Heimat geopfert hätten, schrieb der Politiker dazu.
Maidan Nezalezhnosti. The People’s Memorial of National Remembrance. A memorial honoring our heroes, warriors, our people who defended Ukraine against the enemy, fought, and made the ultimate sacrifice in this war.Together with @SecGenNATO Mark Rutte, we honored the memory of… pic.twitter.com/ugWsJChlAV
— Volodymyr Zelenskyy / Володимир Зеленський (@ZelenskyyUa) February 3, 2026Ruttes Besuch findet vor dem Hintergrund neuer schwerer russischer Angriffe sowie diplomatischer Treffen in Abu Dhabi statt. In der Hauptstadt der Vereinigten Arabischen Emirate soll am Mittwoch eine neue Gesprächsrunde zur Beendigung des Krieges beginnen. Die USA fungieren dort als Vermittler.
13:07 Uhr
Ukrainische Artillerie beschießt Nowaja Kachowka: Mehrere Tote und Verletzte
Ukrainische Truppen haben am Dienstagmorgen die Stadt Nowaja Kachowka im von Russland kontrollierten Teil des Gebiets Cherson unter Beschuss genommen. Infolge des Artillerieangriffs gibt es nach Angaben der örtlichen Behörden mehrere Tote und Verletzte.
Gouverneur Wladimir Saldo hat die Attacke als niederträchtig bezeichnet. Auf der Plattform Telegram gab der Politiker bekannt, dass die gegnerische Artillerie zivile Objekte beschossen hat: ein Zentrum für öffentliche Dienstleistungen und ein Lebensmittelgeschäft. Drei Menschen, darunter ein Mitarbeiter der örtlichen Verwaltung, kamen ums Leben. Mehrere weitere Zivilisten wurden verletzt.
Saldo teilte auf Telegram Fotos, um das Ausmaß der Schäden zu zeigen. Dort waren auch getötete Menschen zu sehen.
Der Gouverneur versprach den Angehörigen der Opfer Unterstützung und fügte hinzu:
"Das ist ein weiteres Kriegsverbrechen des Kiewer Regimes. Es greift Zivilisten an – jene Menschen, die einfach leben und arbeiten. Die ukrainischen Streitkräfte sind Mörder, die vor nichts zurückschrecken. Das alles geschieht vor dem Hintergrund der lautstarken Erklärungen über den 'Friedenswillen'."
12:40 Uhr
Frontbericht des russischen Verteidigungsministeriums
Laut dem Bericht des russischen Verteidigungsministeriums zur Lage im Ukraine-Konflikt haben Kiews Truppen 1.375 Soldaten an einem Tag in der Zone der Kampfhandlungen verloren. Das russische Militär zerstörte folgende Waffen und Ausrüstung des Gegners:
- zwei Panzer,
- zwölf gepanzerte Kampffahrzeuge,
- 78 Kraftfahrzeuge,
- acht Artilleriegeschütze,
- fünf Anlagen der elektronischen Kampfführung,
- sechs Munitionslager sowie elf Depots mit Munition, Ausrüstung und Treibstoff.
Einheiten der russischen Luftstreitkräfte, Raketen- und Artillerietruppen sowie Drohnenbediener trafen Stationierungsorte ukrainischer Soldaten und ausländischer Söldner in 149 Bezirken. Die Flugabwehr schoss eine Flugbombe, eine HIMARS-Rakete und 99 unbemannte Flugzeuge ab.
12:19 Uhr
FSB nimmt Ausländer im Gebiet Moskau fest – Verdacht auf geplante Sabotage auf Anweisung der Ukraine
Der Föderale Sicherheitsdienst Russlands (FSB) berichtet am Dienstag über die Festnahme eines ausländischen Staatsbürgers, der auf Anweisung der Ukraine ein Objekt der Energieinfrastruktur im Gebiet Moskau sprengen sollte.
Nach Angaben der Ermittler wurde der 29-jährige Mann über Telegram im Namen einer ukrainischen Terrororganisation angeworben. Er sei in Russland angekommen, um die Sabotageaktion durchzuführen, und habe ferner geplant, in die Ukraine zu reisen und an deren Seite an den Kampfhandlungen beteiligt zu sein. Bei dem Festgenommenen sei ein improvisierter Sprengsatz entdeckt worden.
Der Mann legte ein Geständnis ab. Laut dem FSB trat er mit ukrainischen Kontaktpersonen in Verbindung und brachte seinen Wunsch zum Ausdruck, im Rahmen des Ukraine-Konflikts gegen Russland zu kämpfen. Ihm sei angeboten worden, nach Moskau zu ziehen und dort eine Hochspannungsleitung zu sprengen. Für die Erfüllung der Aufgabe sei ihm ein Entgelt und Hilfe bei der Ausreise in die Ukraine versprochen worden.
Die Ermittler werfen dem Festgenommenen illegalen Erwerb und Transport von Sprengsätzen sowie Vorbereitung einer Sabotageaktion vor.
12:01 Uhr
Gouverneur meldet vier Verletzte bei ukrainischen Angriffen auf 48 Ortschaften im Gebiet Belgorod
Gouverneur Wjatscheslaw Gladkow veröffentlicht jeden Tag auf Telegram Statistiken über ukrainische Angriffe auf Siedlungen im russischen Grenzgebiet Belgorod. Aus dem heutigen Eintrag geht hervor, dass das ukrainische Militär in den vergangenen 24 Stunden 48 Ortschaften in fünf Bezirken angegriffen hat. Der Gegner feuerte mindestens 24 Geschosse ab und setzte 131 Drohnen ein, von denen 86 abgeschossen wurden.
In der Statistik berichtet der Politiker über Opfer unter der Zivilbevölkerung. Bei den Verletzten handelt es sich demnach um Einwohner der Ortschaften Samostje, Schebekino, Kosmodemjanowka und Surkowo.
Gladkow meldet zudem viele Sachschäden. Demnach wurden in den vergangenen 24 Stunden elf Wohnungen in zwei Mehrfamilienhäusern, neun Einfamilienhäuser, eine soziale Einrichtung, ein Verwaltungsgebäude, zwei Betreibe, vier Lager, zwei Infrastrukturobjekte, zwei Stromleitungen, vier Lkw, ein Kleintransporter und 14 Autos zerstört oder beschädigt.
11:42 Uhr
Mehrere Opfer durch ukrainische Angriffe auf Siedlungen im Gebiet Cherson
Durch Attacken aus der Ukraine sind in den vergangenen 24 Stunden im von Russland kontrollierten Teil des Gebiets Cherson mehrere Zivilisten zu Schaden gekommen. Gouverneur Wladimir Saldo meldet auf Telegram ein Todesopfer und vier Verletzte.
Wie der Politiker schreibt, wurde in der Stadt Golaja Pristan ein 57-jähriger Mann getötet. Eine 52-jährige Frau und ein 64-jähriger Mann erlitten Verletzungen. Ein 63 Jahre alter Mann wurde verletzt, als eine gegnerische Drohne auf der Straße zwischen Nowaja Sburjewka und Golaja Pristan sein Auto angriff. Bei einer ähnlichen Attacke in der Ortschaft Welikaja Kardaschinka erlitt zudem ein 48 Jahre alter Mann Verletzungen.
11:19 Uhr
Russisches Verteidigungsministerium meldet Großangriff auf Objekte ukrainischer Rüstungsindustrie

SymbolbildStanislaw Krassilnikow / Sputnik In der vergangenen Nacht hat die russische Armee einen Großangriff gegen Ziele in der Ukraine durchgeführt, heißt es aus dem täglichen Frontbericht des russischen Verteidigungsministeriums. Getroffen wurden Objekte der Rüstungsindustrie und für deren Betrieb benutzte Objekte des Energiesektors sowie Lager- und Montagehallen für unbemannte Flugzeuge größerer Reichweite.
Für den Angriff, der als Reaktion auf ukrainische Attacken auf zivile Objekte in Russland erläutert wurde, setzte das russische Militär land- und seegestützte Hochpräzisionswaffen sowie Kampfdrohnen ein. Alle Ziele wurden erfolgreich getroffen, betont das Verteidigungsministerium.
10:45 Uhr
Bundesaußenminister Wadephul weist Revanchismus-Vorwürfe aus Russland zurück
Bundesaußenminister Johann Wadephul hat Revanchismus-Vorwürfe aus Russland im Zusammenhang mit der Unterstützung für die Ukraine zurückgewiesen. Der CDU-Politiker sprach von einem "billigen Ablenkungsversuch". Der CDU-Politiker fügte zugleich hinzu, Deutschland habe "überhaupt keine Probleme damit, die eigene Vergangenheit kritisch zu beleuchten". Bei einem Treffen mit Neuseelands Außenminister Winston Peters nahe der Stadt Kerikeri auf der neuseeländischen Nordinsel sagte Wadephul:
"Wir wissen, dass wir auch mit Opfern der damaligen Sowjetunion – und das waren dann auch Opfer aus der Ukraine, aber auch von anderen Völkern der Sowjetunion – von der Nazi-Herrschaft befreit worden sind. Das ist eine historische Wahrheit, die bestehen bleibt und die niemand in Deutschland bestreitet."
Die Regierung in Berlin lasse es aber nicht zu, dass ihr oder anderen der Mund verboten werde, wenn es darum gehe, "das verbrecherische Handeln des jetzigen und heutigen Russlands klar zu brandmarken".
Even 18,000 km apart, close partners don’t need geographic proximity. I very much value the trustful exchange with @winstonpeters in his home region. 🇩🇪🇳🇿 We share democratic values, support 🇺🇦, protect #Antarctica & work for #multilateralism, resilient supply chains & stability. pic.twitter.com/ORywJAxan4
— Johann Wadephul (@AussenMinDE) February 3, 2026Zuvor hatte Russlands Außenministerium in einer am Montag veröffentlichten Mitteilung behauptet:
"Die deutsche Regierung hat aufgehört, den Fakt zu verstecken, dass sie unserem Land gegenüber von der Besessenheit getrieben wird, Revanche für frühere Niederlagen zu nehmen."
Teil dieses "Revanchismus" sei die uneingeschränkte Unterstützung der Ukraine, hieß es.
10:20 Uhr
FT: Kiew und Westen einigen sich auf Plan zur Durchsetzung eines Friedensabkommens
Die Ukraine, die USA und mehrere europäische Länder haben einen mehrstufigen Plan zur Aufrechterhaltung eines zukünftigen Friedensabkommens zwischen Moskau und Kiew ausgearbeitet, berichtet die Zeitung Financial Times mit Verweis auf namentlich nicht genannte Quellen.
Im Fall "wiederholter Verstöße durch Russland" wollen die USA und Europa eine "koordinierte militärische Antwort" geben. Laut dem Plan sollten zunächst innerhalb von 24 Stunden eine diplomatische Warnung und Gegenaktionen der ukrainischen Armee erfolgen.
Sollten die Kampfhandlungen andauern, würde eine zweite Phase des Plans unter Beteiligung der Kräfte der "Koalition der Willigen" beginnen.
Wenn sich die Feindseligkeiten zu einer großangelegten Offensive entwickelten, würde innerhalb von 72 Stunden nach dem ersten Verstoß gegen die Waffenruhe eine koordinierte militärische Antwort erfolgen. Dabei käme ein vom Westen unterstütztes Militärkontingent unter Beteiligung des US-Militärs zum Einsatz.
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Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.
