Liveticker Ukraine-Krieg: Kiews Truppen greifen Trauerzug im Gebiet Saporoschje an

10.02.2026 19:29 Uhr
19:29 Uhr
Details zum Angriff auf Trauerzug im Gebiet Saporoschje – Priester durch vorsätzlichen Artillerieangriff getötet
Nach dem Beschuss einer Trauerprozession im Dorf Skelki im Gebiet Saporoschje durch das ukrainische Militär, bei dem ein Mensch getötet und sechs weitere verwundet wurden, wurde der Tote als ein lokaler Priester identifiziert. Denis Nawalichin, Oberhaupt der Ortsverwaltung von Skelki, betont, dass es sich um einen vorsätzlichen Angriff gehandelt habe. Die Nachrichtenagentur TASS zitiert ihn dazu:
"Selbstverständlich haben sie gesehen, dass im Hof ein offener Sarg steht und ein Priester vor dem Sarg stand. Er starb dort, wo er stand. Selbstverständlich mussten sie all das gesehen haben. Die Opfer standen nicht unter einem Unterstand, sondern auf offenem Gelände, im Hof hinter dem Tor. Das heißt, dass der Angriff vorsätzlich war."
Nawalichin fügte hinzu, dass Skelki bereits vor einer Woche, am 3. Februar, angegriffen wurde. Damals kamen keine Menschen zu Schaden. In Bezug auf den Angriff vom heutigen Dienstag führte er aus:
"Über dem Dorf kreisten Drohnen, sie wurden abgeschossen. Wahrscheinlich wurde das Feuer über Drohnen korrigiert. Sie sahen eine Trauerprozession und begannen einen Artilleriebeschuss. Zehn Granaten schlugen im Dorf ein. Sechs Menschen wurden durch Splitter verletzt. Der Priester wurde tödlich verwundet."
Wiktor Wodolazki, stellvertretender Vorsitzender des Duma-Ausschusses für Angelegenheiten der GUS, der eurasischen Integration und Kontakte mit Landsleuten, verurteilte den Angriff und erklärte:
"Sie greifen jene an, die gestorben sind, und jene, die die Toten beim letzten Weg begleiten. Das ist niederträchtig und kann gar nicht moralisch bewertet werden. Es sind Menschen, die jegliche Scham und jegliches Gewissen längst verloren haben und kein moralisches Recht haben, sich Menschen zu nennen."
18:46 Uhr
Wärmeversorgung in AKW-Stadt Energodar ausgefallen
Die Behörden der Stadt Energodar, die sich im von Russland kontrollierten Teil des Gebiets Saporoschje befindet, melden einen folgenschweren Artillerieangriff der ukrainischen Streitkräfte. Wie Bürgermeister Maxim Puchow auf Telegram mitteilt, sei beim Beschuss die Hauptwärmeleitung der Stadt getroffen worden. Deswegen sei die Wärmeversorgung bis auf Weiteres eingestellt worden. Man werde mit den Reparaturarbeiten beginnen, sobald die Lage vor Ort dies erlaube.
In der Nähe von Energodar befindet sich das seit kurz nach Beginn des Ukraine-Kriegs stillstehende AKW Saporoschje. Für die kommende Nacht werden in der Stadt Temperaturen von bis zu minus zehn Grad Celsius prognostiziert.
Gouverneur Jewgeni Balizki berichtet zudem über einen Stromausfall in drei Bezirken der Region, der sich nach einer ukrainischen Drohnenattacke ereignet hat.
18:15 Uhr
Lawrow kritisiert praktische Schritte der USA gegenüber Russland: Falsche Richtung trotz gemeinsamer Interessen
In einem exklusiven Interview für den russischen Fernsehsender NTV hat Russlands Außenminister Sergei Lawrow zwischen Moskau und Washington zahlreiche gemeinsame Interessen festgestellt. Der Diplomat bekundete dabei den Wunsch seines Landes, eine gegenseitig vorteilhafte Zusammenarbeit mit den USA zu entwickeln. Russland habe nur Argumente dafür. Auch in den USA bestehe dieses Interesse – sowohl bei Geschäftsleuten als auch bei Politikern, darunter US-Präsident Donald Trump.
Gleichzeitig monierte Lawrow die praktische Umsetzung dieser gemeinsamen Interessen:
"Wenn wir aber analysieren, welche praktischen Schritte Trump und sein Team im ersten Jahr seiner zweiten Amtszeit im Weißen Haus unternommen haben, dann müssen wir feststellen, dass wir uns in eine falsche Richtung bewegen."
Als Beispiel führte der Außenminister die fortbestehenden US-Sanktionen gegen Russland an. Lawrow kritisierte insbesondere den US-Druck auf die russische Erdölbranche und warf Trump vor, den globalen Energieträgermarkt beherrschen zu wollen.
Der Diplomat bedauerte darüber hinaus den nachlassenden Effekt des Alaska-Gipfels zwischen Trump und Russlands Staatschef Wladimir Putin im August 2025:
"In Alaska näherten wir uns dicht einem Abkommen und rechneten damit, dass man es zeitnah hätte bekanntgeben können und dass sich viele Probleme viel schneller lösen würden, da unser Staatschef das Angebot des US-Präsidenten angenommen hatte."
Die Regierung in Washington kenne jedoch den russischen Standpunkt: Man müsse die Grundursachen des Ukraine-Konfliktes beseitigen, sagte Lawrow. Dabei fand der Diplomat auch Lobesworte für den Republikaner:
"Wie bereits mehrmals gesagt, hat US-Präsident Donald Trump öffentlich unser Interesse an der Nichterweiterung der NATO anerkannt. Das ist ein riesiger Schritt. Kein anderer westlicher Staats- oder Regierungschef hat so etwas artikuliert, während er das mehrmals eingeräumt hat."
17:44 Uhr
AKW Saporoschje: Eine externe Stromleitung nach ukrainischem Angriff ausgeschaltet
Eine der zwei Hochspannungsleitungen für die externe Stromversorgung vom Atomkraftwerk Saporoschje wurde ausgeschaltet. Als Grund nennt die Verwaltung des Atommeilers einen ukrainischen Angriff auf das Industriegebiet der nächstliegenden Stadt Energodar. Die externe Stromversorgung erfolgt derzeit über die andere Hochspannungsleitung.
17:13 Uhr
Mann im Gebiet Belgorod bei Drohnenangriff auf Auto verletzt
Im russischen Grenzgebiet Belgorod ist ein weiterer Zivilist infolge einer Attacke aus der Ukraine verletzt worden. Gouverneur Wjatscheslaw Gladkow schreibt auf der Plattform Telegram, dass es sich bei dem Opfer um einen friedlichen Einwohner der Stadt Graiworon handele. Der Mann habe ein Explosionstrauma und zahlreiche Splitterwunden am Brustkorb und den beiden Beinen erlitten, als eine ukrainische Drohne sein Auto angegriffen habe. Da der Zustand des Verletzten schwer sei, werde man ihn demnächst in ein Krankenhaus in der Gebietshauptstadt Belgorod verlegen.
16:32 Uhr
Kiews Truppen greifen Trauerzug im Gebiet Saporoschje an – eine Person tot, mehrere verletzt
Die ukrainischen Streitkräfte haben erneut das Gebiet Saporoschje angegriffen. Unter Beschuss geriet laut Gouverneur Jewgeni Balizki ein Trauerzug im Ort Skelki im Kreis Wassiljewka. Eine Person kam ums Leben, sechs Zivilisten erlitten Verletzungen. Alle Verletzten erhalten medizinische Hilfe, weitere Einzelheiten des Unfalls werden geklärt, betont Balizki.
15:58 Uhr
Merz will auf Münchner Sicherheitskonferenz mit Selenskij und Marco Rubio sprechen
Bundeskanzler Friedrich Merz wird auf der Münchner Sicherheitskonferenz (MSC) nach Angaben aus Regierungskreisen mit US-Außenminister Marco Rubio und dem demokratischen Gouverneur Kaliforniens, Gavin Newsom, zusammentreffen. Der Kanzler plane außerdem am Freitagabend ein Treffen mit US-Kongressmitgliedern sowohl der Republikaner als auch der Demokraten, sagte ein Regierungsvertreter am Dienstag in Berlin. Zudem werde der Ukraine-Krieg eine wichtige Rolle auf der Konferenz spielen. So werde sich Merz mit dem ukrainischen Präsidenten Wladimir Selenskij treffen. Ferner sei ein sogenanntes E3-Format mit dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron und dem britischen Premierminister Keir Starmer in München geplant.
15:24 Uhr
Zivilist bei Attacke auf Kleintransporter im russischen Grenzgebiet Belgorod getötet
Gouverneur Wjatscheslaw Gladkow meldet ein weiteres Todesopfer infolge einer Drohnenattacke aus der Ukraine. Wie der Politiker auf Telegram schreibt, habe sich der Vorfall in der Siedlung Nischneje Berjosowo-Wtoroje im Bezirk Schebekino ereignet, als eine ukrainische FPV-Drohne einen Kleintransporter angegriffen habe. Der Fahrer sei an Ort und Stelle seinen Verletzungen erlegen. Das Fahrzeug sei beschädigt worden. Im Namen aller Einwohner des Gebiets Belgorod spricht Gladkow den Angehörigen des Getöteten sein Beileid aus.
14:58 Uhr
Pistorius: Bis 2027 soll "einsatzbereite deutsche Kampftruppenbrigade" an NATO-Ostflanke stehen

Deutschlands Verteidigungsminister Boris Pistorius hält weiterhin an dem Zeitplan fest, laut dem bis zum Jahr 2027 dauerhaft eine "einsatzbereite deutsche Kampftruppenbrigade an der NATO-Ostflanke" stationiert sein soll. Konkret soll die Panzerbrigade 45 bis dahin mit rund 4.800 Soldaten sowie Leopard-2A8-Kampfpanzern fest in Litauen beheimatet sein.
Während Pistorius das Vorhaben als "Meilenstein" für die kollektive Sicherheit bewertet, weist Russlands Außenminister Sergei Lawrow etwaige Angriffsabsichten auf Europa als "völlig unnötig" zurück.
Den Videobericht gibt es hier auf unserer Website zu sehen.
14:27 Uhr
Russische Flugabwehr zerstört gegnerische Drohnen über Kursk und Belgorod
Einheiten der russischen Flugabwehrtruppen haben zwölf unbemannte Flugzeuge der Ukraine über dem Gebiet Kursk zerstört, berichtet das Verteidigungsministerium in Moskau. Zudem wurden acht Drohnen über dem Gebiet Belgorod vom Himmel geholt. Die Flugabwehr schoss alle Flugziele zwischen 8 und 14 Uhr Moskauer Zeit ab.
Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.
Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.
