Liveticker Ukraine-Krieg – Vilnius: Baltische Staaten müssen sich auf Drohnenflüge einstellen

27.05.2026 16:45 Uhr
16:45 Uhr
Estland wird seine Diplomaten aus Kiew nicht evakuieren
Die estnischen Behörden planen keine Evakuierung der Diplomaten aus Kiew, nachdem Russlands Außenministerium vor Vergeltungsschlägen auf Militärobjekte in der ukrainischen Hauptstadt als Folge des Angriffs der ukrainischen Streitkräfte auf Starobelsk gewarnt hatte. Dies gab der estnische Außenminister Margus Tsahkna bekannt.
"Unsere Botschaft in Kiew bleibt geöffnet, und unsere Diplomaten werden nicht wegfahren."
16:22 Uhr
Sacharowa: CNN-Reporter filmten womöglich Vorbereitung des Terroranschlags in der LVR
Die Sprecherin des russischen Außenministeriums, Maria Sacharowa, hat dem US-Sender CNN vorgeworfen, ukrainische Drohnenangriffe zu propagandistisch zu begleiten. Mit hoher Wahrscheinlichkeit hätten CNN-Reporter die Vorbereitung des Anschlags in Starobelsk gefilmt, erklärte sie auf Telegram.
"Wann immer Russland CNN-Korrespondenten einlädt, damit sie sich selbst ein Bild von den Folgen ukrainischer Drohnenangriffe machen können – von der Tötung von Zivilisten, darunter Kinder, sowie der Zerstörung ziviler Infrastruktur –, verweisen die amerikanischen Journalisten auf Urlaub, Logistik und Ähnliches."
Anstatt über die Tragödie in Starobelsk zu berichten, betreibe der Sender Werbung für die Verantwortlichen des Anschlags.
"Es besteht eine hohe Wahrscheinlichkeit, dass CNN-Korrespondenten die Vorbereitung dieses schrecklichen Terrorakts gefilmt haben. Die Folgen dieses Verbrechens soll das Publikum des Senders offenbar nicht erfahren."Zugleich sprach Sacharowa von einer "ganzen Werbekampagne für die Effektivität ukrainischer Drohnen". Die ukrainischen Streitkräfte hätten CNN engagiert, "um die Arbeit ihrer Drohnenkiller festzuhalten".
15:53 Uhr
Ex-Britenpremier Blair: Putin wird Europa nicht angreifen
Der ehemalige britische Premierminister Tony Blair glaubt nicht, dass Russland nach dem Ende des Ukraine-Konflikts Europa angreifen wird. Dies erklärte er in einem Interview mit der Zeitung The Times:
"Ich glaube nicht, dass Präsident Putin nach dem Ende des Konflikts in der Ukraine versuchen wird, in Europa einzumarschieren. Ich persönlich glaube das nicht."
Gleichzeitig unterstützte der Ex-Premier die Position der britischen Regierung, wonach sich das Land auf einen möglichen künftigen Konflikt mit Russland vorbereiten müsse. Im Falle einer hypothetischen Konfrontation mit Moskau könne London zudem nicht auf die Unterstützung der USA verzichten, so Blair.
Der russische Präsident Wladimir Putin hatte wiederholt erklärt, Russland habe nicht die Absicht, andere Länder anzugreifen. Westliche Politiker würden ihre Bevölkerung mit einer angeblichen russischen Bedrohung einschüchtern, um von innenpolitischen Problemen abzulenken.
15:35 Uhr
Frontbericht des russischen Verteidigungsministeriums
Im Frontbericht des russischen Verteidigungsministeriums vom Mittwoch heißt es, dass die Ukraine in den vergangenen 24 Stunden etwa 1.220 Soldaten verloren hat.
Im Zuständigkeitsbereich des Truppenverbandes Nord beliefen sich die Verluste der ukrainischen Truppen auf mehr als 165 Soldaten. Zudem zerstörte das russische Militär zehn Autos, eine Haubitze vom Typ M101 aus US-Produktion und eine Station für elektronische Kampfführung.
Im Zuständigkeitsbereich des Truppenverbandes West verlor das ukrainische Militär etwa 190 Kämpfer. Zusätzlich eliminierte der Verband ein gepanzertes Kampffahrzeug vom Typ Snatch aus britischer Produktion, ein gepanzertes Kampffahrzeug vom Typ Nowator, 19 Autos und eine Haubitze vom Typ M114 aus US-Produktion.
Im Abschnitt des Truppenverbandes Süd musste das ukrainische Militär etwa 180 Kämpfer einbüßen. Zudem wurden zwei Panzer, darunter einer vom Typ Leopard aus deutscher Produktion, ein Schützenpanzer, ein Mannschaftstransportwagen vom Typ Stryker aus US-Produktion, fünf gepanzerte Kampffahrzeuge, 18 Autos, zwei Artilleriegeschütze und ein Mehrfachraketenwerfer vom Typ Grad getroffen.
Im Zuständigkeitsbereich des Truppenverbandes Mitte verlor das ukrainische Militär etwa 340 Kämpfer. Der Verband der russischen Armee setzte zwei gepanzerte Kampffahrzeuge, sieben Autos, ein Artilleriegeschütz sowie eine Station für elektronische Kampfführung außer Gefecht.
Durch entschlossene Aktionen des Truppenverbandes Ost mussten ukrainische Truppen einen Verlust von etwa 285 Soldaten hinnehmen. Ferner eliminierte das russische Militär in diesem Operationsbereich drei gepanzerte Kampffahrzeuge und sieben Autos.
Die Verluste der ukrainischen Truppen im Zuständigkeitsbereich des Truppenverbandes Dnjepr beliefen sich auf etwa 60 Soldaten. Außerdem setzte der Verband zehn Autos und fünf Stationen für elektronische Kampfführung außer Gefecht.
Kampfflugzeuge, Drohnen, Raketentruppen und Artillerie der russischen Streitkräfte haben ein Rüstungsunternehmen, Energieobjekte, die von ukrainischen Streitkräften genutzt werden, Drohnenlager und Drohnenstartplätze sowie Brennstofflager angegriffen. Vorübergehende Stationierungsorte der bewaffneten Formationen der ukrainischen Armee und ausländischer Söldner in 144 Bezirken wurden ebenfalls getroffen.
Russische Luftabwehrkräfte haben drei Raketen vom Typ Storm Shadow aus britischer Produktion, fünf gelenkte Bomben und 285 Starrflüglerdrohnen abgeschossen.
Seit Beginn der militärischen Sonderoperation wurden insgesamt 671 gegnerische Flugzeuge, 284 Hubschrauber, 152.781 unbemannte Luftfahrzeuge, 661 Flugabwehrraketensysteme, 29.517 Panzer und gepanzerte Kampffahrzeuge, 1.727 Mehrfachraketenwerfer, 35.103 Feldartillerie- und Mörsergeschütze sowie 62.667 militärische Spezialfahrzeuge eliminiert.
15:00 Uhr
Russische Armee nimmt weitere Orte unter Kontrolle
Das Verteidigungsministerium in Moskau gab am Mittwoch bekannt, dass die Einheiten des Truppenverbandes Ost ihren Vormarsch in die Tiefe der gegnerischen Verteidigung fortgesetzt und die Ortschaft Wosdwischewka im Gebiet Saporoschje befreit haben.
Darüber hinaus haben die Soldaten des Truppenverbandes Nord durch aktive Handlungen die Siedlung Granow im Gebiet Charkow unter Kontrolle genommen.
14:15 Uhr
Weißrussischer Abgeordneter: Kiew greift zu Provokationen, um Konflikt zu verlängern
Die Drohungen Kiews gegen Minsk seien ein Teil der Kampagne, die darauf abziele, Weißrussland und Europa in einen Krieg hineinzuziehen. Diese Meinung vertritt Oleg Gaidukewitsch, stellvertretender Vorsitzender des Ausschusses für Internationale Angelegenheiten des weißrussischen Parlaments.
In einem Gespräch mit TASS erklärte er, dass die Provokationen gegen Minsk, der Besuch der Oppositionsvertreterin Swetlana Tichanowskaja in Kiew, die "keine politische Bedeutung" habe, sowie Provokationen von Wladimir Selenskij gegen den weißrussischen Präsidenten Alexander Lukaschenko nur einem Zweck dienten, "den Krieg um jeden Preis zu verlängern".
Er betonte, dass man sich in Kiew der Tatsache bewusst sei, dass das Ende des Krieges das Ende des Kiewer Regimes zur Folge hätte.
13:34 Uhr
Außenministerium: Russland als Atommacht kann strategisch nicht besiegt werden
Sergei Rjabkow, Russlands stellvertretender Außenminister, erklärte am Mittwoch gegenüber Reportern, dass Russland als Atommacht strategisch nicht besiegt werden könne.
Er merkte an, dass die westlichen Staaten, getrieben von ihren wachsenden militärischen Ambitionen, ihre Entschlossenheit demonstrierten, "Russland eine strategische Niederlage zuzufügen". "Das ist absolut nicht möglich", betonte der Diplomat.
"Es gibt Leute, die das Offensichtliche nicht verstehen: Eine Atommacht kann strategisch nicht besiegt werden."
12:55 Uhr
Fakes über Starobelsk: Wie ukrainische Propaganda den Angriff auf das Berufskolleg rechtfertigt

Durch einen ukrainischen Drohnenangriff ermordete Berufsschüler in Starobelsk (links) / Trümmerteile der tödlichen Drohnen (rechts)TASS Nach der ukrainischen Darstellung diente der Angriff auf die Berufsschule in Starobelsk der Bekämpfung militärischer Ziele. Nachdem Russland die Liste der getöteten Studenten veröffentlicht hatte, setzte eine Fake-News-Kampagne in den sozialen Medien ein.
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12:17 Uhr
Vilnius: Baltische Staaten müssen sich an Eindringen von Drohnen anpassen
Die baltischen Staaten müssten sich an das regelmäßige Eindringen von Drohnen anpassen, denn dies gehöre zur neuen Realität, sagte Litauens Verteidigungsminister Robertas Kaunas gegenüber Euronews.
"Das ist die neue Realität, mit der die baltischen Staaten konfrontiert sind", betonte er.
"Wir müssen uns anpassen, denn die Wahrscheinlichkeit, dass sich ähnliche Szenarien wiederholen, ist sehr hoch."
Er merkte an, dass es in den vergangenen drei Wochen bereits mehrere Vorfälle gegeben habe, bei denen Drohnen in den Luftraum der Staaten des Baltikums eingedrungen seien.
11:35 Uhr
Gebiet Belgorod meldet Opfer nach ukrainischen Angriffen
Nach Angaben des regionalen Krisenstabs des Gebiets Belgorod wurden binnen 24 Stunden infolge der ukrainischen Attacken 22 Orte in sieben Bezirken getroffen. Der Gegner hat vier Geschosse abgefeuert und 52 Drohnen eingesetzt, von denen 17 abgeschossen wurden.
Bei den Angriffen kam ein Zivilist ums Leben und drei zivile Einwohner erlitten Verletzungen.
Zu Schaden kamen ein Mehrfamilienhaus, fünf Privathäuser, ein Infrastrukturobjekt, ein Verwaltungsgebäude sowie sieben Fahrzeuge.
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Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.
