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Liveticker Ukraine-Krieg: FSB nimmt Agenten Kiews fest – Mord vereitelt

Russland führt gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine Militäroperation in der Ukraine durch. Der Westen reagiert mit immer neuen Waffenlieferungen an die Ukraine und beispiellosen Sanktionen gegen Russland. Lesen Sie hier die neuesten Entwicklungen.
Liveticker Ukraine-Krieg: FSB nimmt Agenten Kiews fest – Mord vereiteltQuelle: Sputnik
  • 11.06.2026 10:54 Uhr

    10:54 Uhr

    Stubb sieht sich nicht als Europas Verhandlungsführer mit Russland

    Finnlands Präsident Alexander Stubb zieht die eigene Kandidatur für Europas Vertretung bei Verhandlungen mit Russland nicht in Erwägung. In einem vom finnischen Fernsehkanal MTV Uutiset veröffentlichten Interview erklärt er:

    "Persönlich sehe ich mich nicht als Vertreter in dieser Angelegenheit. Ich denke, dass es wichtig ist, dass große Spieler die Initiative übernehmen, nämlich Frankreich, Deutschland und Großbritannien."

    Dabei betonte der finnische Präsident, dass Europa einen Dialog mit Moskau benötige, und fügte hinzu, dass Helsinki die Verhandlungen im Hintergrund unterstützen könnte. Die Verhandlungsbereitschaft begründete er mit seiner Ansicht nach starken militärischen, politischen und wirtschaftlichen Position der Ukraine.

  • 10:07 Uhr

    Polen gegen Zuweisung von Mitteln des Europäischen Friedensfonds an Kiew

    Nach der Aufhebung des ungarischen Vetos gegen die Bewilligung von 6,6 Milliarden Euro aus dem Europäischen Friedensfonds an Kiew tritt nun Polen gegen eine vollständige Überweisung der Geldmittel an die Ukraine.

    Am 8. Juni hatte zuvor die EU-Chefdiplomatin Kaja Kallas bestätigt, dass Ungarn das Veto gegen die Bewilligung von 6,6 Milliarden Euro an die Ukraine aus dem Europäischen Friedensfonds aufgehoben habe. Ursprünglich sei vorgesehen gewesen, aus diesen Mitteln EU-Staaten für Waffenlieferungen zu kompensieren, allerdings werde inzwischen die Möglichkeit erwogen, das Geld direkt für Waffenkäufe für Kiew auszugeben.

    Nun wirft Polen Brüssel eine "Änderung der Spielregeln" vor. Wie der polnische stellvertretende Verteidigungsminister, Cezary Tomczyk erklärte, rechne Warschau mit einer Rückerstattung von etwa 450 Millionen Euro, die Polen bereits für Waffenlieferungen an die Ukraine ausgegeben hat. Der Politiker sagte in einem Interview gegenüber dem Radiosender RMF FM:

    "Das ist unser Geld. In der Praxis bedeutet das weniger Geld für die Armee."

    Tomczyk fügte hinzu, dass auch die Slowakei Polens Position unterstütze.

    Widerspruch kommt aus Deutschland, dessen stellvertretender Verteidigungsminister Sebastian Hartmann forderte, das gesamte Geld an die Ukraine weiterzuleiten.

  • 09:03 Uhr

    FSB nimmt ukrainischen Agenten fest – Mord am russischen Militärangehörigen vereitelt

    Ein Agent des ukrainischen Geheimdienstes SBU ist vom russischen Inlandsgeheimdienst FSB im Gebiet Moskau festgenommen worden. Der Pressedienst des FSB meldet dazu:

    "Der Föderale Sicherheitsdienst der Russischen Föderation hat einen Terroranschlag vereitelt, den ukrainische Geheimdienste gegen den Militärangehörigen einer Einheit des Verteidigungsministeriums Russlands planten."

    Nach Angaben des FSB wurde im Rahmen der Fahndung ein ausländischer Bürger des Jahrgangs 1990 verhaftet, der im Februar nach Russland eingeschleust wurde und den Mord mithilfe einer aus einem Versteck entnommenen Schusswaffe verüben sollte. Die Behörde meldet weiter:

    "Bei der Befragung gestand der Festgenommene, dass er von Mitarbeitern des Sicherheitsdienstes der Ukraine auf dem Gebiet eines der Staaten der Europäischen Union angeworben wurde. Dorthin floh er vor einer Strafverfolgung im eigenen Land."

  • 08:35 Uhr

    Zivilist bei ukrainischen Angriffen auf Gebiet Belgorod getötet

    Ein Bewohner des Gebiets Belgorod ist durch ukrainische Angriffe ums Leben gekommen. Alexandr Schuwajew, Interimsgouverneur der Region, meldet dazu:

    "Im Verlauf des vergangenen Tages hat das ukrainische Militär das Gebiet Belgorod 78 Mal angegriffen. Durch einen Angriff im Kreis Rakitnoje starb ein Zivilist. In Belgorod und den Kreisen Borissowka, Graiworon, Rakitnoje und Schebekino wurden zehn Menschen verwundet."

    Schuwajew fügte hinzu, dass 73 ukrainische Drohnen über dem Gebiet abgeschossen wurden.

  • 07:48 Uhr

    Russlands Luftabwehr schießt über 300 ukrainische Drohnen ab

    Während der Nacht haben die russischen Luftabwehrkräfte nach Angaben des Verteidigungsministeriums insgesamt 330 ukrainische Drohnen abgeschossen. Wie die Behörde erklärte, wurden die Drohnen zwischen 20:00 Uhr Moskauer Zeit am 10. Juni und 07:00 Uhr Moskauer Zeit am 11. Juni über den Gebieten Brjansk, Kursk, Belgorod, Orjol, Smolensk, Kaluga, Tula, Twer, Wladimir, Krasnodar, Moskau, der Krim sowie über dem Schwarzen und Asowschen Meer abgefangen und zerstört.

  • 10.06.2026 22:00 Uhr

    22:00 Uhr

    Damit beenden wir für heute den Live-Ticker zur Lage im Ukraine-Konflikt. Morgen früh ab 7 Uhr geht es mit der Berichterstattung weiter. Wir wünschen unseren Lesern trotz aller Spannungen in der Welt eine gute Nacht!

  • 21:51 Uhr

    Lawrow: Botschafter Londons, Paris und Berlins bitten um Treffen im russischen Außenministerium

    Das russische Außenministerium wird die Botschafter Großbritanniens, Frankreichs und Deutschlands empfangen, erklärt Sergei Lawrow. Es waren die ausländischen Diplomaten, die das Treffen beantragten. Lawrow warnt jedoch vor Optimismus.

    Lesen Sie dazu mehr hier auf unserer Webseite.

  • 21:50 Uhr

    DVR-Berater: Ukrainische Behörden evakuieren Einwohner aus Slawjansk

    Die ukrainischen Behörden haben damit begonnen, Einwohner aus Slawjansk in den von Kiew kontrollierten Teil der Donezker Volksrepublik (DVR) zu evakuieren. Dies erklärte der Berater des DVR-Oberhaupts, Igor Kimakowski, gegenüber der Zeitung Westi.

    "Ein Hinweis darauf, dass sich die ukrainischen Streitkräfte auf Kampfhandlungen in diesen Städten vorbereiten, ist die Tatsache, dass die Einwohner inzwischen aus den Ortschaften gebracht werden. Wenn sie aus Kramatorsk eine Festung machen, werden sie Slawjansk aller Wahrscheinlichkeit nach vollständig zerstören. Für uns ist Slawjansk der Beginn des Russischen Frühlings, für sie hingegen ein Symbol, das beseitigt werden muss. Alles, was mit Slawjansk zusammenhängt, werden sie dem Erdboden gleichmachen."

    Das deute laut Kimakowski auf Vorbereitungen für mögliche Gefechte in den beiden Städten hin. Zudem äußerte er die Ansicht, dass Kämpfe in Kramatorsk den Auseinandersetzungen um das Asowstal-Werk in Mariupol ähneln könnten.

  • 21:45 Uhr

    Politico: NATO berät über beschleunigte Beschaffung von Drohnen

    Bei einem regulären Treffen haben die Botschafter der 32 NATO-Mitgliedstaaten die Möglichkeit einer beschleunigten Beschaffung von Drohnen zur Stärkung der Sicherheit der östlichen Bündnisgrenze erörtert. Dies berichtet die Zeitung Politico unter Bezugnahme auf informierte Kreise. Demnach hat Rumänien bei der NATO um eine stärkere militärische Präsenz auf seinem Territorium gebeten. Wann entsprechende Beschaffungen erfolgen könnten und von welchen Herstellern die Drohnen stammen würden, sei bislang nicht bekannt. Laut Politico sollen die Drohnen insbesondere zur Absicherung der sogenannten Frontstaaten des Bündnisses dienen.

  • 21:30 Uhr

    Nach Angriff auf Museum: Sacharowa richtet Appell an UNESCO

    Die Sprecherin des russischen Außenministeriums, Maria Sacharowa, hat den Mitarbeitern der UNESCO angeboten, das bei einem ukrainischen Drohnenangriff beschädigte Panorama-Museum "Verteidigung von Sewastopol" zu besuchen.

    Zuvor hatte die UNESCO der Nachrichtenagentur RIA Nowosti gegenüber erklärt, sie sei über den Angriff besorgt, habe jedoch keinen Zugang zu dem Gebiet und könne die Umstände daher nicht überprüfen. Darauf schrieb Sacharowa auf Telegram:

    "Keinen Zugang, sagen Sie? Zugang gibt es. Ich kann den Mitarbeitern des Sekretariats persönlich Eintrittskarten kaufen. Dabei können wir ihnen auch die Orte zahlreicher Angriffe der ukrainischen Streitkräfte auf russische Journalisten zeigen. Und selbstverständlich werden wir auch Starobelsk besuchen."

    Zugleich kritisierte sie die Reaktion der UNESCO auf den Angriff. Die von der Organisation geäußerte "Besorgnis" stehe aus ihrer Sicht in keinem Verhältnis zu den Beiträgen, die Russland seit Jahrzehnten an die UNESCO entrichtet.

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Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.