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Liveticker Ukraine-Krieg – Luzk: Rekrutierer bedrohen Mann mit Waffen und werfen ihn vom Dach ab

Russland führt gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine Militäroperation in der Ukraine durch. Der Westen reagiert mit immer neuen Waffenlieferungen an die Ukraine und beispiellosen Sanktionen gegen Russland. Lesen Sie hier die neuesten Entwicklungen.
Liveticker Ukraine-Krieg – Luzk: Rekrutierer bedrohen Mann mit Waffen und werfen ihn vom Dach ab© Soziale Medien
  • 23.04.2026 14:51 Uhr

    14:51 Uhr

    Estnischer Außenminister: Europa will in Beziehungen mit Russland nicht auf Vergangenheit zurückblicken

    Europa habe kein Interesse, in seinen Beziehungen mit Russland zu den Verhältnissen der Vergangenheit zurückzukehren, erklärt der estnische Außenminister Margus Tsahkna in einem Interview mit Bloomberg. Der Minister betont:

    "Europa erkennt nun, dass der Druck auf Russland notwendig ist. Es besteht kein ernsthafter Wunsch, zurückzublicken."

    Tsahkna zufolge nehme darüber hinaus niemand ernst, dass bald Frieden käme oder Russland auch nach dem Ende des Ukraine-Konfliktes kein aggressives Land mehr sein würde.

  • 14:23 Uhr

    Medien: Selenskij reist zu EU-Gipfel nach Zypern

    Laut Medienberichten wird der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij am Donnerstag zu einem informellen, zweitägigen Treffen der EU-Staats- und Regierungschefs nach Zypern reisen. Bei dem Gipfel werde Selenskij den Wunsch nach einem EU-Beitritt bekräftigen und darauf dringen, dass die EU den Druck auf Russland weiter erhöht. Die EU-Länder sollen vor Ort zudem die Bereitstellung des Kredits in Höhe von 90 Milliarden Euro bestätigen.

  • 13:57 Uhr

    Frontbericht des russischen Verteidigungsministeriums

    Die ukrainischen Streitkräfte haben 1.325 Soldaten an einem Tag in der Zone der militärischen Sonderoperation verloren, berichtet das Verteidigungsministerium in Moskau. Russische Truppen zerstörten folgende Waffen und Ausrüstung des Gegners:

    • einen Mannschaftstransportwagen,
    • neun gepanzerte Kampffahrzeuge,
    • 79 Kraftfahrzeuge,
    • neun Artilleriegeschütze,
    • sieben Anlagen der Elektronischen Kampfführung,
    • ein Artillerieaufklärungsradar,
    • acht Munitionslager
    • und zwölf Lager mit Ausrüstung.

    Einheiten der russischen Luftstreitkräfte, Raketen- und Artillerietruppen und Drohnenbediener trafen Objekte der Energie- und Transportinfrastruktur, die von gegnerischen Truppen betrieben wurden, sowie Stationierungsorte ukrainischer Soldaten und ausländischer Söldner in 138 Kreisen. Die Flugabwehr schoss zehn Flugbomben und 418 Drohnen ab.

  • 13:27 Uhr

    Luzk: Ukrainische Rekrutierer bedrohen Mann mit Waffen und werfen ihn vom Dach

    In der westukrainischen Stadt Luzk ist es zu einem weiteren gewaltsamen Vorfall im Zusammenhang mit der Zwangsmobilisierung gekommen. Dies berichtet unter anderem das ukrainische Nachrichtenportal Strana unter Verweis auf zahlreiche Videoaufnahmen aus sozialen Medien. Nachdem ein Mann versucht hatte, sich vor den Mitarbeitern der Musterungsbehörde (TZK) auf das Dach eines Hauses zu retten, bedrohten ihn die Rekrutierer mit Waffen. Nachdem einer von ihnen auf das Dach gestiegen war, kam es zu einem Kampf, wobei der Rekrutierer den Mann vom Dach herunterwarf und kurz darauf selbst abstürzte. Anschließend wurde der Mann von TZK-Mitarbeitern an Händen und Füßen gefasst und weggeschleppt.

    Die regionale Musterungsbehörde behauptete in einer Stellungnahme zu dem Vorfall, dass die Rekrutierer dem Mann dabei helfen wollten, "Höhenangst" zu überwinden und vom Dach abzusteigen. Indessen zeigt eine der Videoaufnahmen, wie einer der Rekrutierer den Mann beschimpft und seinem "Kollegen" zuruft:

    "Nimm eine Knarre, wir werden ihm auf die Beine schießen!"

    Zudem bedrohte der TZK-Mitarbeiter Menschen, die den Vorfall filmten, mit einer Festnahme.

    Die seit dem Beginn der russischen Sonderoperation in der Ukraine geltende Mobilmachung treibt immer gewaltsamere Blüten. Männern im Alter zwischen 18 und 60 Jahren ist die Ausreise aus dem Land verboten, während zahlreiche Videoaufnahmen zeigen, wie Rekrutierer Wehrpflichtige gewaltsam misshandeln.

    Mehr zum Thema – Die Ukrainer sind bereit zu kämpfen – gegen den Kriegseinsatz

  • 13:08 Uhr

    Gebiet Cherson: Gouverneur meldet mehrere Verletzte an einem Tag durch ukrainische Angriffe

    Im Laufe des Tages haben ukrainische Truppen die Zivilbevölkerung am linken Dnjepr-Ufer im Gebiet Cherson unter Beschuss genommen, erklärt Gouverneur Wladimir Saldo. Dabei wurden sieben Männer verletzt.

  • 12:31 Uhr

    Peskow zur deutschen Militärstrategie: "Manchen Europäern läuft es eiskalt über den Rücken"

    Kremlsprecher Dmitri Peskow kommentiert die deutsche Militärstrategie und die Pläne Berlins, die größte Armee Europas aufzustellen. Im Gespräch mit Journalisten erklärt der Beamte:

    "Ich glaube, es läuft manchen Europäern eiskalt über den Rücken, wenn sie solche Zeilen lesen und von solchen Plänen erfahren."

    Deutschland hatte erstmals in seiner Geschichte eine eigene Militärstrategie genehmigt. Unter anderem wird im Dokument eine angebliche russische Bedrohung erwähnt.

    Mehr zum ThemaPistorius stellt neue Militärstrategie vor – der deutsche Militarismus ist zurück

  • 11:43 Uhr

    Französischer Außenminister: EU kann Ukraine-Kredit ab Mitte Mai freigeben

    Die Ukraine kann die ersten Tranchen des EU-Kredits in Höhe von 90 Milliarden Euro ab Mitte Mai bekommen, erklärt der französische Außenminister Jean-Noël Barrot. Im Rundfunk Franceinfo betont er:

    "Wir sind bereit, die ersten Tranchen ab Mitte Mai freizugeben, sobald eine endgültige Einigung erzielt worden ist, was dank der Aufhebung des ungarischen Vetos in den kommenden Stunden oder Tagen geschehen sollte."

    Die EU-Botschafter hatten am Mittwoch den milliardenschweren Kredit und das 20. Sanktionspaket gegen Russland gebilligt.

  • 11:06 Uhr

    Kiews Truppen greifen Gebiet Kursk mit Drohnen und Artillerie an

    Innerhalb der vergangenen 24 Stunden hat die Flugabwehr 54 ukrainische Drohnen über dem Gebiet Kursk zerstört, berichtet Gouverneur Alexander Chinstein. Zudem führte der Gegner 79 Artillerieangriffe auf Städte und Ortschaften der Region durch.

  • 10:32 Uhr

    Drohnenangriff auf Gebiet Belgorod – ein Toter, ein Verletzter

    Die ukrainischen Streitkräfte haben das Gebiet Belgorod mit unbemannten Flugzeugen angegriffen. Laut Gouverneur Wjatscheslaw Gladkow schlug eine FPV-Drohne in ein privates Wohnhaus ein. Ein Mann kam dabei vor Ort ums Leben. Der Vater der Verstorbenen erlitt Verletzungen. Er wurde mit Splitterwunden am Kopf und Bauch sowie an den oberen und unteren Extremitäten ins Krankenhaus eingeliefert.

  • 10:02 Uhr

    Flugabwehr zerstört mehrere Drohnen über DVR

    Die Flugabwehr der Donezker Volksrepublik (DVR) hat weiterhin gegnerische Drohnen zerstört. Nach Angaben der Behörden wurden innerhalb eines Tages neun unbemannte Flugzeuge zum Absturz gebracht.

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Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.