Liveticker Ukraine-Krieg – Russlands Ex-Premier: Steinmeier könnte EU-Unterhändler sein

27.05.2026 10:20 Uhr
10:20 Uhr
Ukrainische Armee führte einen massiven nächtlichen Drohnenangriff auf Energodar durch
In der Nacht war Energodar, die Satellitenstadt des AKW Saporoschje, einem massiven Drohnenangriff der ukrainischen Streitkräfte ausgesetzt. Dies teilte Jewgenija Jaschina, die Kommunikationsleiterin des AKW Saporoschje, gegenüber TASS mit.
"In der Nacht erlebte Energodar eine beispiellose, massive Drohnenatacke. Mehrere Angriffe mit gegnerischen Drohnen wurden auf die Stadt durchgeführt. Mehr als 50 Explosionen waren zu hören."
Abwürfe von schweren Hexacoptern vom Typ Baba Jaga und Angriffe von FPV-Drohnen wurden registriert. Ein Teil der Stadt ist ohne Stromversorgung. Die Angriffe forderten keine Opfer.
09:34 Uhr
Russlands Ex-Premier: Steinmeier könnte als EU-Unterhändler im Dialog mit Moskau auftreten
Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier könnte laut dem ehemaligen russischen Premierminister Sergei Stepaschin als EU-Unterhändler für Verhandlungen mit Moskau betrachtet werden. Auf die Frage, wer für die Rolle des EU-Vermittlers geeignet sein könnte, antwortete er gegenüber RIA Nowosti:
"Vielleicht sollten wir den deutschen Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier in Betracht ziehen."
Stepaschin erinnerte daran, dass Steinmeier im Jahr 2014 zusammen mit den Außenministern Frankreichs und Polens ein Dokument unterzeichnet hatte, das die Durchführung von freien und demokratischen Wahlen in der Ukraine garantierte. "Übrigens fand unmittelbar nach der Unterzeichnung, wie Sie sich erinnern, ein Staatsstreich statt", fügte er hinzu.
"Zumindest wird Herr Steinmeier auf das zurückkommen, was er unterzeichnet hat, und sich vielleicht zumindest als Verhandlungspartner entschuldigen. Ich weiß nicht, ob er dazu bereit ist oder nicht."
08:57 Uhr
Versteck mit NATO-Waffen nahe Krasnoarmeisk entdeckt
Die ukrainischen Streitkräfte haben in der Nähe von Krasnoarmeisk in der DVR bei ihrem Rücktritt ein vermintes Waffenlager mit ausländischen Waffen versteckt. Laut der Pressestelle der regionalen FSB-Abteilung wurden die Waffen für weitere Sabotageakte und Terroranschläge zurückgelassen.
Im Versteck wurden zehn Granatwerfer aus NATO-Produktion, zwei Splittersprengminen vom Typ HE120C und zehn Handgranaten aus NATO-Produktion gefunden.
08:16 Uhr
Gouverneur: Ukrainische Armee führt in der Nacht kombinierten Angriff auf Sewastopol durch
Nach Angaben von Michail Raswoschajew, dem Gouverneur von Sewastopol, haben die ukrainischen Streitkräfte in der Nacht einen kombinierten Schlag auf die Stadt durchgeführt.
"In Sewastopol wehrten Militär- und mobile Feuereinheiten die ganze Nacht einen kombinierten Angriff ab. Die ukrainischen Streitkräfte griffen die Stadt mit verschiedenen Luftangriffsmitteln, darunter auch nach vorläufigen Angaben mit Storm-Shadow-Raketen, an."
Mehr als 20 Drohnen wurden angeschossen. Nach vorläufigen Angaben gibt es keine Opfer unter der Zivilbevölkerung. Zu Schaden kamen eine Bank, mehrere Mehrfamilienhäuser und ein unbenutztes Verwaltungsgebäude.
07:40 Uhr
Russische Luftabwehr zerstört in der Nacht 140 ukrainische Drohnen
In der Nacht zum Mittwoch haben die ukrainischen Streitkräfte Russland mit unbemannten Luftfahrzeugen angegriffen. Das russische Verteidigungsministerium berichtete am Morgen, dass die Luftabwehr zwischen 20:00 Uhr am 26. Mai und 7:00 Uhr am 27. Mai insgesamt 140 ukrainische Starrflüglerdrohnen abgefangen hat.
Die gegnerischen Drohnen wurden über den Gebieten Belgorod, Wolgograd, Woronesch, Kursk, Orjol, Tula, der Region Krasnodar, der Republik Krim sowie den Gewässern des Asowschen und Schwarzen Meeres zerstört.
26.05.2026 22:00 Uhr
22:00 Uhr
Damit beenden wir für heute den Live-Ticker zur Lage im Ukraine-Konflikt. Morgen früh ab 7 Uhr geht es mit der Berichterstattung weiter. Wir wünschen unseren Lesern trotz aller Spannungen in der Welt eine gute Nacht!
21:59 Uhr
Nach Angriff auf Berufsschule: Moskau kritisiert Fernbleiben westlicher Medien in Starobelsk

Nach dem Angriff auf ein Studentenwohnheim in Starobelsk hat das russische Außenministerium Vergeltungsschläge gegen Einrichtungen der ukrainischen Rüstungsindustrie in Kiew angekündigt.
Das gesamte Video dazu finden Sie hier auf unserer Webseite.
21:24 Uhr
"Nastja, hilf mir!" – Letzte Nachrichten einer ermordeten Studentin an ihre Angehörigen

Darja Serdijuk ist eine der Schülerinnen, die beim Angriff auf ein Wohnheim der Berufsschule in Starobelsk in der Lugansker Volksrepublik am Freitag getötet wurden. Ihre Cousine Nastja ist mit ihrer Mutter, Darjas Tante, aus Sankt Petersburg angereist, um Abschied zu nehmen.
Das gesamte Video dazu finden Sie hier auf unserer Webseite.
21:13 Uhr
DVR: Vier ukrainische Soldaten wegen Angriffe auf Zivilisten verurteilt
Vier ukrainische Militärangehörige sind in der Donezker Volksrepublik zu langjährigen Haftstrafen verurteilt worden. Wie der Pressedienst des Obersten Gerichts der Republik mitteilt, handelte es sich bei den Angeklagten um Angehörige einer Mörserbatterie der 36. ukrainischen separaten Brigade der Marineinfanterie.
Nach Angaben der Behörde wurde im Rahmen der Ermittlung festgestellt, dass die Angeklagten in den Jahren 2020 bis 2021 vorsätzlich Wohnhäuser und Objekte der zivilen Infrastruktur in der Donezker Volksrepublik unter Beschuss genommen haben. Sie wurden wegen versuchten Mordes und Sachbeschädigung für schuldig befunden. Der Kommandeur der Mörserbatterie, Sergei Mischtschenko, wurde zu 23 Jahren Haft, Kommandeur der Batteriekompanie Denis Siwez zu 22 Jahren, Richtschütze Gennadi Trufin zu 23 Jahren und Mörserschütze Artjom Schura zu 21 Jahren Haft verurteilt.
20:51 Uhr
Nebensja: Anschlag auf Starobelsk ist moralisches Scheitern des Westens
Die Reaktion der westlichen Staaten auf den ukrainischen Angriff auf die Berufsschule in Starobelsk verdeutlicht das moralische Scheitern des Westens, betont Russlands Botschafter bei der UNO, Wassili Nebensja. Im Rahmen einer Pressekonferenz im Stabsquartier der UNO erklärte er:
"Das sind nicht bloß doppelte Standards. Das ist ein moralisches Scheitern und eine Schande."
Nebensja fügte hinzu, dass Russland bereit sei, Vertreter des UN-Sicherheitsrats nach Starobelsk einzuladen:
"Ich bin jederzeit bereit, die Kollegen aus dem Sicherheitsrat einzuladen. Ich bin mir aber nicht sicher, dass alle Kollegen aus dem Sicherheitsrat meine Einladung wahrnehmen."
Während der Konferenz zeigte Nebensja den versammelten Journalisten Aufnahmen des zerbombten Studentenheims und Aussagen von Zeugen.
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Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.

