Liveticker Ukraine-Krieg: Russische Luftabwehr zerstört in der Nacht 207 gegnerische Drohnen

16.04.2026 08:31 Uhr
08:31 Uhr
Ukraine meldet massive russische Angriffe: Dicke Rauchwolken in Kiew und Explosionen in Odessa
In der Nacht zum Donnerstag hat es in mehreren Gebieten der Ukraine erneut Luftalarm gegeben. Die Sirenen heulten unter anderem in der Hauptstadt Kiew sowie in den Gebieten Dnjepropetrowsk und Odessa. Die örtlichen Behörden meldeten mehrere Tote und viele Verletzte.
Am Morgen waren über Kiew dicke schwarze Rauchwolken zu sehen. Nach Angaben von Bürgermeister Vitali Klitschko seien infolge der Angriffe mindestens vier Menschen ums Leben gekommen. 45 Einwohner seien verletzt worden. Kiews Militärverwalter Timur Tkatschenko meldete zudem Schäden an Geschäfts- und Wohnhäusern in mehreren Stadtteilen. In den sozialen Medien kursierten Fotos und Videos, die das Ausmaß der Schäden zeigten.
Thick black smoke covered Kyiv today.This is due to fires after the Russian attack. pic.twitter.com/9d2NExL58G
— Oleksandr Koval (@DigitalArtKyiv) April 16, 2026Auch in der Stadt Dnjepropetrowsk kam es zu Bränden. Gouverneur Aleksander Ganscha berichtete über mindestens zwei Tote und 27 Verletzte. Bei einem Luftangriff auf die Schwarzmeer-Hafenstadt Odessa seien nach Angaben der örtlichen Behörden sechs Menschen getötet und elf weitere verletzt worden. Zudem seien Infrastrukturobjekte und ein Wohnhaus beschädigt worden.
Ein Kommentar des russischen Verteidigungsministeriums lag zunächst nicht vor.
08:02 Uhr
Ukrainische Drohnen töten zwei Kinder in Tuapse an Russlands Schwarzmeer-Küste
In der zurückliegenden Nacht haben die ukrainischen Streitkräfte mehrere Objekte an der russischen Schwarzmeer-Küste mit unbemannten Luftfahrzeugen attackiert. Der Gouverneur der Region Krasnodar, Weniamin Kondratjew, bestätigte auf der Plattform Telegram die massive gegnerische Attacke. Er bezeichnete den Angriff als terroristisch. Durch herabfallende Drohnenteile seien in der Hafenstadt Tuapse fünf Einfamilienhäuser und ein Mehrfamilienhaus beschädigt worden. Wrackteile stürzten auch in der Siedlung Loo herab. In einem Einfamilienhaus sei das Vordach beschädigt worden, zudem seien dort die Fensterscheiben zu Bruch gegangen.
Der Politiker meldete Opfer unter der Zivilbevölkerung. In Tuapse seien zwei Kinder im Alter von 5 und 14 Jahren ums Leben gekommen. Zwei Erwachsene hätten Verletzungen erlitten. Kondratjew drückte den Angehörigen der Todesopfer sein tiefstes Beileid aus.
07:30 Uhr
Russische Luftabwehr zerstört in der Nacht 207 ukrainische Drohnen

Archivbild: Ein russisches Flugabwehrraketenkomplex des Typs Tor-M2 im Gebiet Saporoschje, 28. März 2026ALEXANDER POLEGENKO / TASS Das russische Verteidigungsministerium meldet am Donnerstagmorgen weitere Versuche der ukrainischen Streitkräfte, Objekte in Russland mit unbemannten Luftfahrzeugen anzugreifen. Demnach habe die russische Luftabwehr in der letzten Nacht 207 gegnerische Drohnen abgefangen. Die unbemannten Luftfahrzeuge seien über den Gebieten Belgorod, Smolensk, Kursk, Brjansk und Orjol, der Region Krasnodar, der Teilrepublik Krim sowie über dem Schwarzen und dem Asowschen Meer abgeschossen worden. Weitere Einzelheiten teilt das Ministerium nicht mit.
15.04.2026 22:00 Uhr
22:00 Uhr
Damit beenden wir für heute den Live-Ticker zur Lage im Ukraine-Konflikt. Morgen früh ab 7 Uhr geht es mit der Berichterstattung weiter. Wir wünschen unseren Lesern trotz aller Spannungen in der Welt eine gute Nacht!
21:59 Uhr
DVR: Vier Verletzte durch ukrainische Angriffe
Eine Frau und drei Männer haben durch ukrainische Drohnenangriffe auf zivile Ziele in der Donezker Volksrepublik Verletzungen erlitten. Denis Puschilin, Oberhaupt der Region, berichtet dazu:
"In Gorlowka erlitt ein Mann des Jahrgangs 1962 Verletzungen durch den Angriff einer ukrainischen Kampfdrohne gegen einen Stadtbus, ein Mann des Jahrgangs 1959 und eine Frau des Jahrgangs 1965 wurden verwundet. Auf der Straße von Selidowo nach Ukrainsk wurde zudem ein Mann des Jahrgangs 1988 beim Angriff einer ukrainischen Kampfdrohne verletzt."
21:33 Uhr
Milliarden für Kiew: Kritik an Merz wächst

Bundeskanzler Friedrich Merz kündigt weitere Milliardenhilfen für die Ukraine an und will damit nach eigenen Worten auch die deutsche Verteidigungsfähigkeit stärken. Geplant sind unter anderem zusätzliche Mittel für Luftabwehr, Raketen und militärische Ausrüstung.
Das gesamte Video dazu finden Sie hier auf unserer Webseite.
21:06 Uhr
Russlands Auslandsgeheimdienst-Chef: Frieden kommt nach Niederlage des Kiewer Militärs
Russland ist an einem Frieden auf dem Gebiet der Ukraine interessiert und wird diesen durch die Zerschlagung des ukrainischen Militärs ermöglichen, sagt der Leiter des russischen Auslandsgeheimdienstes (SWR), Sergei Naryschkin. Die Nachrichtenagentur RIA Nowosti zitiert ihn dazu:
"Russland will Frieden auf dem Gebiet der Ukraine schaffen und stellt das regelmäßig unter Beweis. Nicht mehr weit ist der Tag, an dem die Streitkräfte der Ukraine die Fähigkeit zum organisierten Widerstand verlieren werden, dann kehrt der gerechte Frieden ein."
Naryschkin fügte hinzu, dass mehrere EU-Staaten und die europäische Bürokratie gegen einen solchen Frieden eintreten.
20:41 Uhr
Ukrainischer Drohnenangriff tötet Zivilistin im Gebiet Belgorod
Im Gebiet Belgorod ist eine Frau durch einen ukrainischen Drohnenangriff ums Leben gekommen. Wjatscheslaw Gladkow, Gouverneur der Region, berichtet dazu:
"Im Weiler Jekaterinowka des Bezirks Wolokonowka hat eine FPV-Drohne das Gelände eines landwirtschaftlichen Betriebs angegriffen. Durch die erlittenen Verletzungen ist eine Frau an Ort und Stelle verstorben."
20:09 Uhr
Medwedew: Drohnenproduktionsstätten in Europa legitime Ziele
Europäische Produktionsstätten, die für die Ukraine Drohnen herstellen, sind legitime Ziele für Russlands Streitkräfte, sagt der stellvertretende Vorsitzende des russischen Sicherheitsrats und ehemaliger Präsident, Dmitri Medwedew.
Zuvor hatte Russlands Verteidigungsministerium eine Liste von insgesamt 21 Standorten ukrainischer und europäischer Unternehmen in acht europäischen Ländern, darunter Deutschland, veröffentlicht, die Drohnen oder deren Bauteile für das ukrainische Militär herstellen. Medwedew kommentierte die Meldung des Ministeriums auf X:
"Die Erklärung des russischen Verteidigungsministeriums ist wörtlich zu verstehen: Die Liste der europäischen Unternehmen, die Drohnen und sonstige Ausrüstung herstellen, ist eine Liste potenzieller Ziele für die russischen Streitkräfte. Wann die Angriffe Realität werden, hängt davon ab, was als Nächstes kommt. Schlaft gut, europäische Partner!"
Russian Defense Ministry’s statement must be taken literally: the list of European facilities which make drones & other equipment is a list of potential targets for the Russian armed forces. When strikes become a reality depends on what comes next. Sleep well, European partners!
— Dmitry Medvedev (@MedvedevRussiaE) April 15, 202619:43 Uhr
Russlands Verteidigungsministerium: Drohnenproduktion für Kiew zieht Europa in Krieg hinein
Das russische Verteidigungsministerium hat sich in einer offiziellen Erklärung zur Steigerung der Drohnenproduktion und Drohnenlieferungen für die Ukraine durch europäische Länder geäußert.
Die Behörde verwies darauf, dass die Steigerung der Drohnenproduktion durch zusätzliche Finanzierung von "ukrainischen" oder "gemeinsamen" Drohnenproduktionsstätten in europäischen Ländern ermöglicht werden soll, und veröffentlichte eine Liste mit elf Niederlassungen entsprechender ukrainischer Unternehmen in Europa und zehn europäischen Herstellern von Drohnenbauteilen. Insgesamt befinden sich drei dieser Standorte in Deutschland.
Das Ministerium betonte dazu:
"Wir bewerten diese Entscheidung als einen vorsätzlichen Schritt, der zur scharfen Eskalation der militärisch-politischen Lage auf dem gesamten europäischen Kontinent führt und diese Länder schleichend in das strategische Hinterland der Ukraine verwandelt.
Die Umsetzung der von Vertretern des Kiewer Regimes angekündigten Szenarien von Terrorangriffen gegen Russland unter Einsatz der von in Europa hergestellten, angeblich 'ukrainischen' Drohnen führt zu unvorhersehbaren Folgen.
Statt einer Festigung der Sicherheit von europäischen Staaten ziehen die Aktionen der europäischen Regierenden diese Länder immer tiefer in einen Krieg gegen Russland hinein."
Mehr zum Thema – "Diese Objekte gefährden Ihre Sicherheit" – Russisches Verteidigungsministerium warnt Europäer
Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.
Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.

