Liveticker Ukraine-Krieg – Peskow zur Oster-Waffenruhe: Wir wollen dauerhaften Frieden
10.04.2026 17:45 Uhr
17:45 Uhr
Selenskij: Verzicht auf Atomwaffen war Fehler
Der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij erklärt, die Ukraine hätte nach dem Budapester Memorandum nicht auf Atomwaffen verzichten sollen. Er schreibt auf Telegram:
"Wenn sie [die Garantiestaaten] zum Verzicht auf Atomwaffen auffordern, hätten sie einen Sicherheitsschirm geben müssen. Möglicherweise einen nuklearen Schutzschirm."
Das Budapester Memorandum von 1994 sah vor, dass die Ukraine im Gegenzug für Sicherheitsgarantien durch Russland, die USA und Großbritannien auf ihr Atomwaffenarsenal verzichtet. Kiew wirft Moskau vor, das Abkommen verletzt zu haben. Der Kreml weist diese Vorwürfe zurück.
Zuvor hatte der deutsche Verteidigungsminister Boris Pistorius erklärt, künftige Sicherheitsgarantien für die Ukraine dürften nicht das Schicksal des Memorandums wiederholen. In Russland wurde zugleich vor der Idee gewarnt, Kiew Atomwaffen zu überlassen.
17:14 Uhr
Budanow hält baldige Lösung des Konflikts für möglich
Kirill Budanow, der Leiter im ukrainischen Präsidialbüro und Chefunterhändler bei den Gesprächen mit Russland, sieht Fortschritte im Friedensprozess. Im Interview mit Bloomberg erklärt der Beamte, dass auch Russland dem Konflikt ein Ende setzen möchte. Budanow betont:
"Sie verstehen alle, dass der Krieg beendet werden muss. Daher führen sie Gespräche. Ich glaube, es wird nicht lange dauern."
Außerdem gibt Budanow zu, dass beide Seiten während der Verhandlungen auf "maximalistischen" Positionen bestanden. Wie ein Kompromiss, insbesondere bezüglich der territorialen Frage, aussehen könnte, kommentiert Budanow nicht, hebt aber hervor:
"Eine endgültige Entscheidung ist noch getroffen worden. Aber im Prinzip verstehen nun alle klar die Grenzen dessen, was akzeptabel ist. Das ist ein enormer Fortschritt."
16:47 Uhr
Frau bei Beschuss im Gebiet Belgorod getötet
Im Gebiet Belgorod ist eine Zivilistin bei einem Beschuss ums Leben gekommen. Dies teilt Gouverneur Wjatscheslaw Gladkow mit:
"Bei einem weiteren Angriff der ukrainischen Streitkräfte ist eine Zivilistin ums Leben gekommen. Im Dorf Nowaja Tawolschanka im Schebekino-Kreis starb eine Frau infolge von Beschuss noch am Ort ihrer Verletzungen."
16:21 Uhr
Peskow: Frieden kommt, wenn Selenskij sich verantwortungsvoll zeigt
Frieden zwischen Russland und der Ukraine kann heute kommen, wenn Wladimir Selenskij die Verantwortung übernimmt und eine Entscheidung trifft, erklärt Kremlsprecher Dmitri Peskow im Gespräch mit Journalisten.
Laut Peskows Aussage ist Moskau über die Meldungen informiert, wonach Selenskyj einem Waffenstillstand über Ostern zugestimmt habe. Das Osterfest sei ein heiliger Feiertag sowohl für Russland als auch für die Ukraine und das ukrainische Volk, daher sei die Waffenruhe von rein humanitärer Natur.
16:00 Uhr
Peskow: Oster-Waffenruhe wird nicht verlängert – wir wollen dauerhaften Frieden

RT Russlands Präsident Wladimir Putin hat anlässlich des orthodoxen Osterfestes eine Waffenruhe von Samstag, 16 Uhr, bis zum 12. April, 24 Uhr, verkündet. Der ukrainische Machthaber Wladimir Selenskij hat erklärt, dass die Ukraine die Oster-Waffenruhe unterstützen werde.
Auch nach Ostern hat "Russland die Chance, nicht zu Angriffen zurückzukehren", fügte Selenskij hinzu. Kreml-Sprecher Dmitri Peskow wies diese Option jedoch zurück. Russland strebt keine vorübergehenden Waffenstillstände an, sondern will einen dauerhaften Frieden. Wladimir Selenskij müsse die volle Verantwortung übernehmen und entsprechende Entscheidungen treffen.
Ein Video dazu gibt es hier auf unserer Webseite.
15:14 Uhr
Russischer Diplomat: Ukraine-Gespräche werden mit Bereitschaft aller Parteien wiederaufgenommen
Russland zieht sich nicht aus den Verhandlungen über die Ukraine zurück, die Gespräche werden fortgesetzt, sobald die drei Parteien, nämlich Moskau, Kiew und Washington, ihre Bereitschaft dafür erklärt haben. Dies gibt Rodion Miroschnik, ein Sonderbotschafter des russischen Außenministeriums.
Ihm zufolge werde der Ostern-Waffenstillstand diese Lage kaum ändern. Die Waffenruhe sei eine humanitäre Geste, mit der Russland seine Bereitschaft zu einer politischen und diplomatischen Lösung demonstriere.
Die Ukraine äußere ihren Wunsch nach Frieden eher zum Schein, glaubt Miroschnik. Kiews Vorstellungen über eine Lösung entsprächen nicht der Wirklichkeit.
14:35 Uhr
Ein Junge tot, zwei Männer verletzt nach ukrainischen Angriffen auf Gebiet Cherson
Ein Junge des Jahrgangs 2011 ist im Ort Kostogrysowo im Gebiet Cherson ums Leben gekommen. Laut Gouverneur Wladimir Saldo fuhr das Kind mit seinem Moped an eine ukrainische Mine an.
Im Ort Nowaja Majatschka kamen zwei Männer wegen eines Drohnenangriffs zu Schaden. Sie wurden ins Krankenhaus eingeliefert.
14:00 Uhr
Miroschnik: Kiew kann Oster-Waffenruhe nicht ausnutzen
Im Rahmen der kürzlich angekündigten Oster-Waffenruhe wird Russland jeden unfreundlichen Schritt der Ukraine beantworten, erklärt Rodion Miroschnik, ein Sonderbotschafter des russischen Außenministeriums.
Den ukrainischen Streitkräften werde es wohl nicht gelingen, sich die Pause zunutze zu machen und die Oberhand zu gewinnen. Nach Ansicht von Miroschnik wünscht der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij einen längeren Waffenstillstand, um das Kräftegleichgewicht auf dem Schlachtfeld zu ändern.
Solche Geschenke werde Russland niemandem machen, versichert Miroschnik. Die Vorteile auf dem Schlachtfeld zu teilen, stünde auch nicht auf dem Plan. Die russische Armee setze ihren Einsatz fort, bis umfassende Vereinbarungen mit Kiew erreicht worden seien.
13:38 Uhr
Medien: Moskau und Kiew tauschen am Samstag Kriegsgefangene aus

Russische Kriegsgefangene nach der Rückkehr aus der Ukraine. Aufnahme vom 6. März 2026Michail Woskressenski / Sputnik Russland und die Ukraine werden am Samstag, dem 11. April, einen nächsten Austausch von Kriegsgefangenen durchführen, berichten russische Medien mit Verweis auf unterrichtete Quellen.
Zuvor erklärte die russische Menschenrechtsbeauftragte Tatjana Moskalkowa, dass Moskau und Kiew im Vorfeld des Osterfestes eine "umfangreiche Arbeit" bezüglich der Gefangenenaustausche unternehmen.
Am Donnerstag tauschten Russland und die Ukraine erneut die sterblichen Überreste der Militärangehörigen aus. Der ukrainischen Seite wurden 1.000 gefallene Soldaten übergeben. Im Gegenzug erhielt Russland die Leichname von 41 seiner Soldaten.
13:16 Uhr
Wöchentlicher Frontbericht des russischen Verteidigungsministeriums
Innerhalb der vergangenen sieben Tage haben die ukrainischen Streitkräfte 8.440 Soldaten in der Zone der Kampfhandlungen verloren, heißt es aus dem wöchentlichen Bericht des Verteidigungsministeriums in Moskau. Die russische Armee zerstörte folgende Waffen und Ausrüstung des Gegners:
- vier Panzer,
- 135 gepanzerte Kampffahrzeuge,
- 533 Kraftfahrzeuge,
- 69 Artilleriegeschütze,
- 50 Anlagen der Elektronischen Kampfführung und Artilleriebekämpfungsradare,
- 13 Munitionslager,
- 115 Lager mit Munition, Treibstoff und Ausrüstung.
Russische Raketen- und Artillerieeinheiten sowie Drohnenbediener setzten vier Kampffahrzeuge des Grad-Mehrfachraketenwerfers und ein Raven-Flugabwehrsystem außer Gefecht. Die russische Flugabwehr schoss 54 Flugbomben, vier HIMARS-Raketen, drei Flamingo-Marschflugkörper, sechs Neptun-Marschflugkörper und 2.411 unbemannte Flugzeuge ab. Einheiten der Schwarzmeerflotte zerstörten vier unbemannte Boote und einen Neptun-Marschflugkörper.
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Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.

