Liveticker Ukraine-Krieg: Mehrere Kompanien ukrainischer Truppen im Gebiet Sumy vermisst

14.04.2026 21:33 Uhr
21:33 Uhr
Selenskij: Ukrainische Armee wünscht sich Rückkehr der Wehrpflichtigen, die sich im Ausland aufhalten
Berlin wird mit Kiew zusammenarbeiten, um ukrainische Flüchtlinge in ihre Heimat zurückzuführen. Bundeskanzler Friedrich Merz gab dies bei einem Treffen mit dem ukrainischen Präsidenten Wladimir Selenskij bekannt.
Laut Merz will Berlin außerdem die Zahl der ukrainischen Männer, die im Land einen Flüchtlingsstatus erhalten, reduzieren.
Selenskij erklärte seinerseits, die ukrainischen Streitkräfte würden die Rückkehr derjenigen Ukrainer im wehrpflichtigen Alter begrüßen, die die Ukraine vorübergehend verlassen haben.
Die Geheimdienste der Ukraine und Deutschlands sollten Selenskij zufolge zusammenarbeiten, um die ukrainischen Staatsbürger zurückzuführen, die das Land illegal verlassen haben.
21:13 Uhr
TASS: Zwangsrekrutierte Ukrainer in Ausbildungszentrum hinter Stacheldraht
Das Kommando der ukrainischen Streitkräfte hält zwangsmobilisierte Soldaten wegen massenhafter Desertion hinter Stacheldraht fest. Dies berichtet die Nachrichtenagentur TASS unter Verweis auf eine Quelle aus den Sicherheitsbehörden Russlands.
Ein Beleg dafür seien Fotos und Videos aus einem Ausbildungszentrum in einem Waldgebiet, die jüngst in der Ukraine veröffentlicht worden seien. Das Material zeige deutlich einen Stacheldraht, hinter dem zwangsrekrutierte Soldaten zu sehen seien.
Die Verhöre von ukrainischen Kriegsgefangenen sowie öffentlich zugängliche Angaben zeugten davon, dass die Mehrheit der Ukrainer während ihrer Ausbildung desertiere, teilte die Quelle gegenüber TASS mit.
Im Februar 2022 wurde in der Ukraine die allgemeine Mobilmachung ausgerufen, die seither mehrfach verlängert wurde.
20:51 Uhr
Magyar: Budapest bereit für pragmatische Zusammenarbeit mit Russland

Die neue ungarische Regierung ist zu einer pragmatischen Zusammenarbeit mit Russland bereit. Dies hat Péter Magyar angekündigt. Der Vorsitzende der ungarischen Partei Tisza, die am 12. April die Parlamentswahlen in Ungarn gewonnen hatte, widmete besondere Aufmerksamkeit den Energieträgern aus Russland. Laut Magyar bestehe die Aufgabe der Regierung darin, die Öl- und Gaslieferungen ins Land zu diversifizieren, um sichere Lieferungen zum günstigsten Preis zu beziehen, unabhängig davon, aus welcher Himmelsrichtung diese Lieferungen kommen.
Das Video gibt es hier auf unserer Website zu sehen.
19:37 Uhr
Kiew setzt Drohnenterror gegen russische Regionen fort
In der Zeitspanne von 8 bis 20 Uhr Moskauer Zeit haben Russlands Flugabwehrkräfte insgesamt elf ukrainische unbemannte Luftfahrzeuge über den Gebieten Belgorod, Brjansk, Woronesch, Kursk, über der Republik Krim und den Gewässern des Schwarzen Meeres zerstört.
Wie das Verteidigungsministerium in Moskau bekannt gibt, setzte das ukrainische Militär bei den Angriffen am Dienstag Starrflüglerdrohnen ein.
19:34 Uhr
TASS: Laut ukrainischen Soldaten helfen Zivilisten im von Kiew kontrollierten Teil der DVR russischer Armee
Einwohner in den Gebieten der Volksrepublik Donezk (DVR), die unter Kontrolle der Ukraine stehen, übermitteln den russischen Truppen regelmäßig Informationen über Aktivitäten der Stoßtrupps und Ausrüstung der ukrainischen Einheiten. Dies berichtet die Nachrichtenagentur TASS unter Verweis auf eine Quelle aus den Sicherheitsbehörden Russlands.
Ukrainische Nationalisten beschwerten sich demnach in den sozialen Netzwerken, dass im Donbas nur noch prorussisch eingestellte Einwohner geblieben seien. Sie trauten sich, Staatssymbole Russlands auch in Konstantinowka zu zeigen, wo derzeit heftige Kämpfe stattfänden.
19:03 Uhr
Berlin und Kiew vereinbaren Waffendeal in Milliardenhöhe
Nach Angaben des ukrainischen Verteidigungsministeriums haben sich die Ukraine und Deutschland auf ein neues Militärpaket im Wert von vier Milliarden Euro geeinigt.
Dafür wird das Geld verwendet:
- Berlin finanziert einen Vertrag über mehrere hundert Patriot-Raketen und liefert 36 IRIS-T-Raketensysteme an Kiew;
- Deutschland investiert Mittel in Höhe von 300 Millionen Euro in die Entwicklung von Langstreckenwaffen, um die ukrainische Waffenproduktion auszubauen;
- Beide Länder wollen eine gemeinsame Produktion von KI-gesteuerten Mid-Strike-Drohnen aufbauen. Zunächst sollen 5.000 unbemannte Luftfahrzeuge für die ukrainischen Streitkräfte produziert werden.
18:19 Uhr
Gebiet Sumy: Vermisste ukrainische Kompanien und Rückzüge gemeldet
Im Gebiet Sumy gelten nach Angaben russischer Sicherheitskreise mehrere Kompanien der ukrainischen Streitkräfte als vermisst. Betroffen sei die 158. Separate mechanisierte Brigade. Ein Gesprächspartner sagte gegenüber der Nachrichtenagentur RIA Nowosti:
"Aus Nachrufen geht hervor, dass in Waldgebieten nördlich von Pissarewka mehrere Kompanien der 158. Brigade als vermisst gelten."
Zudem habe sich die Lage für ukrainische Truppen im Südosten der Region verschlechtert, insbesondere im Raum Miropolje. Dort würden Angehörige über Probleme bei der Bergung gefallener Soldaten berichten. Weiter hieß es, ukrainische Einheiten hätten sich aus Stellungen nahe der Ortschaft Miropolskije zurückgezogen. Das Kommando des 14. Armeekorps habe demnach den Verlust der Ortschaft bestätigt.
17:47 Uhr
Russische Soldaten eliminieren Ziele entlang der Front (Video)
Aufnahmen des russischen Verteidigungsministeriums zeigen Panzersoldaten und Artilleristen des Truppenverbands Ost im Einsatz. Wie es heißt, zerstörten sie mithilfe eines T-80BWM-Panzers und Haubitzen vom Typ D-30 gegnerische Stützpunkte in den Gebieten Dnjepropetrowsk und Saporoschje.
17:17 Uhr
RIA Nowosti: Keine weiteren Gespräche über Russland-Sanktionen in EU
Die ständigen Vertreter der Mitgliedstaaten der Europäischen Union planen derzeit keine Wiederaufnahme der Beratungen über das 20. Sanktionspaket gegen Russland. Dies berichtet die Nachrichtenagentur RIA Nowosti unter Verweis auf eine eigene Quelle.
"Soweit ich weiß, steht ein solcher Punkt noch nicht auf der Tagesordnung", sagte die Quelle der Agentur.
Wie es heißt, machte die Quelle keine Angaben dazu, wann die EU das Thema wieder erörtern würde, angesichts der Tatsache, dass die Fidesz-Partei von Ministerpräsident Viktor Orbán die Parlamentswahl in Ungarn verloren hat.
Die Regierung unter Orbán hatte im Februar das 20. Sanktionspaket gegen Russland blockiert.
16:43 Uhr
AKW Saporoschje erneut für einige Stunden ohne externe Stromversorgung
Das Kernkraftwerk Saporoschje hat am Dienstagmorgen erneut vorübergehend die externe Stromversorgung vollständig verloren. Die Ursache war der Ausfall einer Hochspannungsleitung. Die Internationale Atomenergie-Organisation (IAEA) teilte auf der Plattform X mit, dass Dieselgeneratoren automatisch angesprungen seien, um die sicherheitsrelevanten Systeme aufrechtzuerhalten. Demnach habe der Stromausfall 90 Minuten lang gedauert.
IAEA-Generaldirektor Rafael Grossi betonte in diesem Zusammenhang, dass der Verlust der externen Stromversorgung erneut die erheblichen Risiken für die nukleare Sicherheit unter Kriegsbedingungen verdeutliche. Das am AKW tätige IAEA-Team überwache weiterhin die Lage vor Ort.
Power has been successfully restored to the ZNPP through the Ferosplavna-1 330 kV power line, bringing an end to the loss of offsite power after approximately 90 minutes. The plant’s emergency diesel generators have since been safely shut down. The IAEA team at the plant… https://t.co/7ispKteeGr
— IAEA - International Atomic Energy Agency ⚛️ (@iaeaorg) April 14, 2026Alexei Lichatschow, Leiter der russischen Atombehörde, bestätigte gegenüber der Nachrichtenagentur RIA Nowosti den Stromausfall. Er machte Kiew dafür verantwortlich, weil das ukrainische Militär die einzige betriebsfähige Hochspannungsleitung unter Beschuss genommen habe. Die zurückliegende Nacht sei unruhig gewesen, da der Gegner nach der Osterwaffenruhe wieder aktiv sei.
Es war bereits das 14. Mal, dass das von Russland kontrollierte AKW die externe Stromversorgung vollkommen verloren hat. Einmal dauerte der Stromausfall mehr als einen Monat. Das inzwischen stillgelegte AKW produziert keinen Strom mehr, braucht ihn aber für seine Kühlanlagen.
Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.
Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.
