Liveticker Ukraine-Krieg – Rada-Abgeordneter: Kiew hat nur noch Geld für zwei Wochen

2.04.2026 20:20 Uhr
20:20 Uhr
Was passierte bei Verhandlungen zwischen USA und der Ukraine?

SymbolbildUrheberrechtlich geschützt Am 21. und 22. März fanden in Miami bilaterale Verhandlungen zwischen den Delegationen der Ukraine und der USA statt. Der ehemalige Rada-Abgeordnete Oleg Zarjow hat die Treffen analysiert und fasst deren Verlauf unter Verweis auf eigene Quellen zusammen.
Mehr dazu in dieser Analyse von Oleg Zarjow.19:55 Uhr
Gebiet Belgorod: Vier Zivilisten bei Drohnenangriffen der Ukraine verletzt
Im Gebiet Belgorod sind bei Angriffen ukrainischer Drohnen auf Fahrzeuge vier Zivilisten verletzt worden. Dies teilt Gouverneur Wjatscheslaw Gladkow auf Telegram mit:
"Durch erneute Drohnenangriffe der ukrainischen Streitkräfte auf Autos wurden vier friedliche Einwohner verletzt."
Im Bezirk Schebekino wurden zwei Menschen getroffen. Ein Mann erlitt eine Minen- und Explosionsverletzung, ein Drucktrauma sowie Splitterverletzungen am Rücken. Eine Frau erlitt eine Explosionsverletzung und einen offenen Beinbruch.
Im Bezirk Wolokonowski wurde ein weiterer Mann verletzt und zur weiteren Behandlung verlegt. Im Bezirk Rakitjanski wurde eine Frau durch Trümmer eines abgeschossenen Drohnenziels verletzt.
19:34 Uhr
Ukrainisches Militärkommando ermittelt wegen Skandal um ein Luftsturmregiment
Das Kommando der Luftsturmtruppen des ukrainischen Militärs hat eine Ermittlung im Zusammenhang mit dem Skandal um das 425. separate Sturmregiment "Skala" ("Fels") eingeleitet. Angehörige des Regiments sollen zuvor dem Berater des ukrainischen Verteidigungsministeriums Sergei Sternenko Zusammenarbeit mit Russland vorgeworfen haben. In einem Facebook-Beitrag des 7. Korps der ukrainischen Luftsturmtruppen ist inzwischen von einer "amtlichen Untersuchung" die Rede.
Zuvor hatte Sternenko bekannt gegeben, dass das 425. Regiment schwere Verluste bei Kämpfen westlich von Krasnoarmeisk (ukrainischer Name Pokrowsk) erlitten habe. Eine russische militärische Quelle berichtete gegenüber der Nachrichtenagentur TASS, dass das Kommando des 425. Regiments wegen Sternenkos Kritik ihm Zusammenarbeit mit Russland vorgeworfen habe.
Ukrainische Medien berichten inzwischen von Konflikten beim ukrainischen Kommando im Zusammenhang mit Versuchen, die Verluste zu vertuschen.
19:09 Uhr
Orbán fordert Aufhebung der Russland-Sanktionen
Ungarns Ministerpräsident Viktor Orbán fordert die sofortige Aufhebung der Sanktionen gegen Russland. Nur so lasse sich eine Energiekrise verhindern. Er schreibt im sozialen Netzwerk X:
"Europa steht vor einer der schwersten Wirtschaftskrisen seiner Geschichte. Die Welt steht vor einer ernsten Energiekrise. Europa befindet sich in großer Gefahr. Der einzige Ausweg ist die Aufhebung der Sanktionen gegen die russische Energie. Sofort."
18:37 Uhr
Bericht: Selenskijs Atompläne bringen Verhandlungen in Gefahr
Die Forderung des ukrainischen Präsidenten Wladimir Selenskij nach Atomwaffen für die Ukraine gefährdet den Verhandlungsprozess. Dies berichtet InfoBRICS. In der Veröffentlichung heißt es:"Ein solches Verlangen ist völlig wahnsinnig und untergräbt jede Möglichkeit der Diplomatie, da Russland eine solche Bedrohung nicht tolerieren wird."
Selenskij stellt diese Bedingung demnach zu einem Zeitpunkt, an dem Washington im Verhandlungsprozess zunehmend die Position Moskaus berücksichtigt. Selenskij hatte am Samstag erklärt, er wolle zusätzlich zu Sicherheitsgarantien für die Ukraine auch Atomwaffen erhalten.
Die Sprecherin des russischen Außenministeriums, Maria Sacharowa, warnte, dass Atomwaffen in ukrainischer Hand nicht nur politisch instrumentalisiert, sondern auch direkt eingesetzt würden – "auch gegen die eigenen Unterstützer".
18:08 Uhr
Ukrainische Mediziner stellten für 4.000 US-Dollar fiktive Wehrdienstfreistellungen aus
Eine Gruppe von Medizinern in der ukrainischen Stadt Tscherkassy hat gegen Bestechungsgeld in großem Umfang Bescheide zur Freistellung vom Wehrdienst ausgestellt, behauptet der Sicherheitsdienst der Ukraine. In einer Meldung auf Telegram berichtet die Behörde:
"Der Sicherheitsdienst hat in Tscherkassy ein umfassendes Schema zur Entziehung vom Wehrdienst beseitigt, das lokale Mediziner entwickelt hatten. Für einen Betrag von 4.000 US-Dollar schlugen sie Wehrpflichtigen vor, sich einer fiktiven Behandlung zu unterziehen und ein medizinisches Gutachten über 'schlechte Gesundheit' zu erhalten."
Dem Bericht zufolge waren am Schema der Leiter der Regionalabteilung eines gesamtukrainischen medizinischen Unternehmens sechs weitere Mitarbeiter des medizinischen Notdienstes beteiligt.
Das Kiewer Regime stößt seit Längerem auf Schwierigkeiten bei der Aufstockung seiner Streitkräfte. Männern im Alter zwischen 18 und 60 Jahren ist eine Ausreise aus der Ukraine verboten. Mitarbeiter der Musterungsbehörden greifen verstärkt zu Zwangsrekrutierungen und Gewalt, was unter anderem auch gewalttätigen Widerstand provoziert.
17:41 Uhr
Rada-Abgeordneter: Ukraine hat nur noch Geld für zwei Wochen

Symbolbild: Die ukrainische Flagge weht über dem Parlament in Kiew.Urheberrechtlich geschützt In der Ukraine warnt ein Abgeordneter der Werchowna Rada vor einer akuten Finanzierungslücke. Nach Angaben von Dmitri Rasumkow reichen die eigenen Haushaltsmittel nur noch für etwa zwei Wochen. Rasumkow erklärt in einem Interview mit dem YouTube-Kanal "Otkrovenno".
"Ich denke, dass wir unter den aktuellen Bedingungen bis Mitte April Geld haben, also etwa zwei Wochen, wenn nichts beschlossen wird."
Zuvor hatte Bloomberg unter Berufung auf Regierungsquellen berichtet, dass die Ukraine angesichts stockender westlicher Finanzhilfen bereits im Juni keine Mittel mehr für Kampfhandlungen haben könne. Rasumkow warnte zudem, dass neue Haushaltslücken möglicherweise erneut durch Steuererhöhungen auf die Bevölkerung geschlossen würden.
Auch andere Abgeordnete äußern sich besorgt. Bereits im März erklärte der Vorsitzende des Finanzausschusses der Werchowna Rada Daniil Getmanzew, das Land stehe "am Rande einer finanziellen Katastrophe". Er verwies darauf, dass ein EU-Kredit über 90 Milliarden Euro sowie ein Abkommen mit dem Internationalen Währungsfonds (IWF) gefährdet seien.
17:22 Uhr
Lwow: Mitarbeiter von Wehramt getötet
In Lwow haben Unbekannte einem Mitarbeiter des Territorialen Zentrums für Rekrutierung (TZK) die Kehle durchgeschnitten. Dies berichtet das ukrainische Portal Strana.ua. Später teilte das Portal unter Berufung auf die Polizei mit, dass der Mann seinen Verletzungen erlegen sei. Nach dem Täter wird gefahndet.
Vor dem Hintergrund des Personalmangels in den ukrainischen Streitkräften sorgen Zwangsmaßnahmen der Wehrämter bei der Mobilisierung immer wieder für Skandale. In den sozialen Netzwerken kursieren zahlreiche Videos, die gewaltsame Festnahmen zeigen.
16:59 Uhr
Bewohner des Gebiets Saporoschje wegen Spionage festgenommen
Russlands Inlandsgeheimdienst FSB hat einen Bewohner des Gebiets Saporoschje festgenommen, der militärisch relevante Informationen an den ukrainischen Geheimdienst weitergeleitet haben soll. Der Pressedienst der Behörde berichtet:
"Die Verwaltung des FSB im Gebiet Saporoschje hat die rechtswidrige Tätigkeit eines Bewohners der Region festgestellt und unterbunden, der der Zusammenarbeit mit der Hauptverwaltung für Aufklärung des Verteidigungsministeriums der Ukraine verdächtigt wird."
Dem Festgenommenen wird vorgeworfen, über soziale Netzwerke Angaben über Standorte russischer Armeeeinheiten und Militärgeräts an die ukrainische Seite für anschließende Angriffe weitergeleitet zu haben.
Ein Strafverfahren wegen Hochverrats wurde eingeleitet. Im Falle einer Verurteilung droht dem Verdächtigen bis zu lebenslange Haft.
16:23 Uhr
Russische Luftabwehr schießt 49 Drohnen ab
Die russische Luftabwehr hat am Donnerstag zwischen 07:00 und 14:00 Uhr Moskauer Zeit insgesamt 49 ukrainische Drohnen abgefangen und zerstört. Dies teilt das russische Verteidigungsministerium mit. Die Drohnen seien über mehreren Gebieten abgeschossen worden, darunter Brjansk, Belgorod, Woronesch, Kursk sowie der Moskauer Raum. Auch über dem Asowschen und dem Schwarzen Meer seien Ziele bekämpft worden.
Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.
Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.

