Liveticker Ukraine-Krieg – Blackouts: Kiews Ex-Außenminister rät Landsleuten zu Restaurantbesuchen

19.01.2026 18:07 Uhr
18:07 Uhr
Gebiet Saporoschje: Ukrainische Drohnen greifen Schule während des Unterrichts an
In der Stadt Kamenka-Dneprowskaja des Gebiets Saporoschje haben ukrainische Drohnen ein Schulgebäude angegriffen, während im Inneren der Unterricht lief. Die Nachrichtenagentur TASS zitiert dazu die lokale Verwaltung:
"Um 14:55 Uhr Moskauer Zeit haben drei Quadrokopter die Mittelschule Nr. 1 der Stadt Kamenka-Dneprowskaja angegriffen. Zu diesem Zeitpunkt befanden sich in der Lehranstalt fünfzehn Schüler und zehn Lehrer."
Die Behörde gab weiter bekannt, dass keine Menschen bei dem Angriff zu Schaden gekommen sind. Ein Wachfahrzeug und Fenstergläser am Gebäude wurden beschädigt.
17:42 Uhr
Gouverneur des Gebiets Saporoschje meldet schwere ukrainische Verluste
Die ukrainischen Truppen haben bei Orechow und Nowojakowlewka im Gebiet Saporoschje schwere Verluste erlitten, meldet der Gouverneur der Region, Jewgeni Balizki. Auf seinem Telegram-Kanal kommentiert er die am heutigen Montag vom russischen Verteidigungsministerium bekannt gegebene Befreiung der Ortschaft Pawlowka:
"Eine weitere Siedlung im Gebiet Saporoschje – das Dorf Pawlowka – ist vom Kiewer Nazismus durch Einheiten des Truppenverbands Dnjepr befreit worden. Der Gegner hat schwere Verluste bei Orechow und Nowojkowlewka erlitten."
Balizki fügte hinzu, dass russische Truppen rund um insgesamt vier Orte der Region – Lukjanowskoje, Nowoboikowskoje, Nowojakowlewka und Pawlowka – in der Offensive seien.
17:16 Uhr
Gebiet Belgorod: Ukrainische Drohne tötet Zivilisten beim Transport ins Krankenhaus
Ein Bewohner des Gebiets Belgorod, der bei einem ukrainischen Drohnenangriff auf sein Haus verwundet wurde, ist gestorben, nachdem eine weitere Drohne das Auto angriff, das ihn zum Krankenhaus transportierte. Der operative Stab der Region meldet dazu:
"Im Dorf Otradnoje hat durch einen gegnerischen Drohnenangriff gegen ein Privathaus ein Zivilist schwere Verwundungen erlitten. Kämpfer des Selbstschutzes kamen umgehend am Angriffsort an und brachten den Mann im Auto des Verwaltungschefs des Dorfs Malinowka von dort weg. Unterwegs wurde ihr Auto jedoch von einer FPV-Drohne angegriffen."
Die Behörde meldet weiter, dass der Verwundete in ein weiteres Auto umverlegt wurde. Vor der Ankunft im Krankenhaus war er allerdings verstorben.
16:51 Uhr
Wegen Blackouts: Ukrainischer Ex-Außenminister rät Landsleuten zu Restaurantbesuchen
Vor dem Hintergrund andauernder Stromausfälle in der Ukraine hat der ehemalige Außenminister des Landes, Dmitri Kuleba, seinen Mitbürgern geraten, Cafés oder Restaurants zu besuchen. Auf Instagram schrieb er:
"Bitte, geht und trinkt den Kaffee heute nicht zu Hause, sondern in einem Café, esst zu Mittag in einem Restaurant oder kauft Leckereien in einem Kiosk, geht zu einem Markt, zum Friseur, kauft etwas in einem kleinen Laden oder macht wenigstens eine Online-Bestellung."
Seine Ausführungen schloss Kuleba mit der Aufforderung, ukrainische kleine und mittlere Unternehmen dadurch zu unterstützen, die es seiner Meinung nach aufgrund der Stromausfälle "am schwersten“ hätten. Kuleba wörtlich:
"Wegen der Kälte und finanzieller Schwierigkeiten kommen immer weniger Menschen und Einkünfte stürzen ab."
Kulebas Äußerungen sorgten für zahlreiche kritische Kommentare. Mehrere Nutzer warfen dem Politiker Heuchelei und "Leben in einer Parallelwelt" vor und klagten, dass sie nicht genug Mittel für Restaurantbesuche hätten. Eine Kommentatorin schrieb:
"Wer wird uns unterstützen? Wovon sollen Menschen in einem Restaurant essen, wenn das Gehalt 25.000 Griwna (umgerechnet knapp 497 Euro) und die Wohnungskosten 6.000 Griwna (umgerechnet etwa 119 Euro) betragen?"
16:24 Uhr
Gebiet Cherson: Kiew wird für seine Verbrechen gegen Zivilisten zur Rechenschaft gezogen
Die Verbrechen des Kiewer Regimes werden im Gebiet Cherson verzeichnet, die Täter werden zur Rechenschaft gezogen. Dies erklärt Wladimir Saldo, der Gouverneur des Gebiets Cherson, in einem Interview mit TASS.
"Wir haben eine Liste – wir haben gerade erst damit begonnen – von allen Verbrechen zusammengestellt, die das Kiewer Regime im Gebiet Cherson begeht. Von den Verbrechen, zerstörten Objekten, Toten oder Verletzten. Die Zeit wird kommen und alle, die diese Verbrechen begangen haben, werden dafür zur Rechenschaft gezogen."
Kiew versuche, seine Taten als einen Kampf für eigene Interessen darzustellen, so Saldo weiter. Allerdings jage "es lebende Menschen".
"Die kriminelle Natur der Menschen, die diese Prozesse leiten, ist offensichtlich."
15:46 Uhr
Tschechien: Verkaufen keine L-159-Kampfflugzeuge an Ukraine
Tschechien wird keine eigenproduzierten leichten Kampfflugzeuge vom Typ L-159 an die Ukraine verkaufen, weil diese von der eigenen Armee benötigt werden. Andrej Babiš, der tschechische Ministerpräsident, erklärt dazu während einer Pressekonferenz:
"Wir haben heute zur Sitzung der Leiter der Regierungskoalition den Verteidigungsminister Jaromír Zůna eingeladen. Er meldete uns, dass die Armee diese Flugzeuge benötigt, weil ihre Nutzungsdauer erst im Jahr 2040 abläuft. Es gibt keine Flugzeuge, die tatenlos in Hangars stehen, alle sind im Einsatz. Also benötigen wir sie."
Zuvor hatte Tschechiens Präsident Petr Pavel während einer Pressekonferenz am Sonntag bekannt gegeben, dass die ukrainische Seite seit mindestens sechs Monaten Interesse an L-159-Kampfflugzeugen zur Drohnenbekämpfung äußere. Demnach hätte Kiew versucht, die Maschinen erst zu mieten, dann als Geschenk zu erhalten und später zu kaufen.
15:17 Uhr
Bericht: Dmitrijew trifft sich mit Witkoff und Kushner in Davos wegen Ukraine
Kirill Dmitrijew, Wladimir Putins Sonderbeauftragter für Investitionen und wirtschaftliche Zusammenarbeit mit dem Ausland, soll am Dienstag im schweizerischen Davos mit dem US-Sondergesandten Steve Witkoff und Donald Trumps Schwiegersohn Jared Kushner zusammentreffen. Dies berichtet der Axios-Journalist Barak Ravid am Montag auf X mit Verweis auf eine mit der Angelegenheit vertraute Quelle. Wie es heißt, stehe der US-Friedensplan zur Lösung des Ukraine-Konfliktes auf der Tagesordnung.
14:49 Uhr
Ukrainischer Angriff auf Chorly: sieben Verletzte in Krankenhäusern
Sieben Verletzte befinden sich nach dem ukrainischen Angriff auf die Ortschaft Chorly im Gebiet Cherson weiterhin in Krankenhäusern. Dies erklärte Alexei Kusnezow, Assistent des russischen Gesundheitsministers, gegenüber TASS.
"Nach dem Angriff der ukrainischen Nationalisten auf Chorly im Gebiet Cherson befinden sich sieben Verletzte in den medizinischen Einrichtungen der Republik Krim und im Russischen Kinderkrankenhaus des russischen Gesundheitsministeriums. Der Zustand des Kindes ist ernst, es erhält alle notwendige medizinische Hilfe im führenden medizinischen Kinderkrankenhaus des Landes. Der Zustand weiterer Verletzter wird als mittelschwer mit positiver Tendenz eingeschätzt."
14:14 Uhr
Türkei behält Kontakte zu Ukraine und Russland
Die Türkei hält Kontakte zu Moskau und Kiew im Rahmen der Vermittlung im Ukraine-Konflikt weiterhin aufrecht, berichtet die Nachrichtenagentur RIA Nowosti. Die Agentur zitiert dazu eine türkische diplomatische Quelle:
"Wir setzen Kontakte im Rahmen unserer Vermittlerrolle fort. Das Fenster der Möglichkeiten für Verhandlungen besteht weiter."
Zuvor hatte eine türkische diplomatische Quelle gegenüber RIA Nowosti erklärt, dass gegenwärtig keine Voraussetzungen für Verhandlungen bestehen. Allerdings werde Ankara weiterhin bei den Kontakten zu den Konfliktparteien eine Wiederaufnahme der Verhandlungen anstreben.
13:49 Uhr
Russlands Menschenrechtsbeauftragte bespricht Gefangenenaustausch mit ukrainischem Amtskollegen
Tatjana Moskalkowa, Beauftragte für Menschenrechte in Russland, berichtet von einem Treffen mit ihrem ukrainischen Amtskollegen Dmitri Lubinez, in dessen Rahmen sie die Möglichkeiten der Wiederaufnahme des Austauschs von Gefangenen besprochen hat. Nach Angaben der Nachrichtenagentur RIA Nowosti erklärte Moskalkowa den Journalisten:
"Beim Treffen mit dem Menschenrechtsbeauftragten der Werchowna Rada der Ukraine habe ich die Frage nach einer schnellstmöglichen Aufhebung der Aussetzung der Gefangenenaustausche gestellt, die seit über vier Monaten ausgeblieben sind."
Moskalkowa fügte hinzu, dass sie Lubinez eine Liste ukrainischer Kriegsgefangener, zu deren Austausch Russland bereit ist, überreicht und eine Repatriierung verwundeter russischer Kriegsgefangener gemäß der Genfer Konvention gefordert habe. Dabei beklagte sie eine Verzögerung des Austauschprozesses durch Kiew:
"Russlands Verteidigungsministerium hat mehrmals unterschiedliche Formate des Austauschprozesses vorgeschlagen, doch die ukrainische Seite zieht entsprechende Entscheidungen hinaus."
Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.
Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.