Liveticker Ukraine-Krieg: Flugabwehr zerstört in der Nacht mehr als 230 Drohnen über Russland

12.06.2026 10:30 Uhr
10:30 Uhr
"Slava Ukraini" bis "Vaterlandsverrat": Schlagabtausch über AfD-Reise nach Sankt Petersburg

RT Die Reise mehrerer AfD-Abgeordneter zum Internationalen Wirtschaftsforum (SPIEF) in Sankt Petersburg Anfang Juni war am Donnerstag Gegenstand einer Aktuellen Stunde im Bundestag.
Staatsminister Florian Hahn (CDU/CSU) betonte die Unterstützung Kiews im Ukraine-Krieg und verurteilte die Teilnahme der AfD am SPIEF. Das Forum bezeichnete er als "staatlich organisierte Propagandaveranstaltung" und erklärte, die Reise laufe den "außen- und sicherheitspolitischen Grundsätzen und Interessen der Bundesrepublik Deutschland vollkommen zuwider". Seine Rede schloss er mit "Slava Ukraini". SPD-Politiker Ralf Stegner griff die AfD mit den Worten "Alternative für Diktatoren" sowie "Vaterlandsverrat" an.
Markus Frohnmaier wies die Vorwürfe zurück und erklärte, er sei nach Sankt Petersburg gereist, "um Gespräche zu führen und deutsche Interessen zu vertreten – nicht russische, nicht ukrainische, nicht amerikanische, sondern deutsche". Der AfD-Abgeordnete verwies auf hohe Energiekosten, Wettbewerbsnachteile und die Folgen der Sanktionspolitik für die deutsche Wirtschaft. Steffen Kotré sprach von einer Reise "in diplomatischer Weise" und erklärte, die AfD führe Gespräche dort, wo die Bundesregierung "nicht redet und eben nicht diplomatisch unterwegs ist". Mit Verweis auf "20.000 Besucher aus 140 Ländern" hob er die internationale Bedeutung des Forums hervor.
Ein Video dazu gibt es hier auf unserer Webseite.
10:08 Uhr
Norwegen stellt millionenschwere Hilfe für Reparaturen am AKW Tschernobyl bereit
Norwegen stellt 100 Millionen norwegische Kronen (mehr als 9 Millionen Euro) für die Instandsetzung des New Safe Confinement am Atomkraftwerk Tschernobyl bereit. Laut einer Erklärung der norwegischen Botschaft in Kiew wird das Geld für die Reparatur der Schutzhülle über dem zerstörten vierten Block des Kraftwerks verwendet. Der Betrag wird über das Internationale Tschernobyl-Kooperationskonto der Europäischen Bank für Wiederaufbau und Entwicklung eingehen.
Die Schutzhülle war bei einem Drohnenangriff im Februar 2025 beschädigt worden. Nach Angaben der Internationalen Atomenergie-Organisation entstand dabei ein Loch von etwa sechs Metern im Durchmesser in der Schutzkuppel. Ein Brand brach aus, Kabelleitungen und Anlagen wurden beschädigt.
09:27 Uhr
US-General: Russland strebt keinen Konflikt mit NATO an
Russland sucht keinen Konflikt mit der NATO, meint Alexus Grynkewich, Kommandeur des United States European Command. Diese Einschätzung teilt der US-General auf der Internationalen Raumfahrtausstellung 2026 in Berlin mit. Die Zeitung Financial Times zitiert ihn mit den Worten:
"Ich habe die Geheimdienstberichte sehr genau verfolgt. Russland strebt keinen Konflikt an … Sie verstehen den Begriff 'Verteidigungsbündnis', und sie wissen, dass wir über eine Reihe asymmetrischer Vorteile verfügen."
08:52 Uhr
Medien: Ukraine evakuiert Industriebetriebe aus Kramatorsk in DVR
Die ukrainischen Behörden evakuieren Hüttenwerke und Werkzeugmaschinenbauer aus Kramatorsk in dem von Kiew kontrollierten Teil der Volksrepublik Donezk (DVR), berichtet The Economist. Diese Entscheidung sei vor dem Hintergrund des russischen Vormarsches getroffen worden.
Laut der Publikation werden die Betriebe in die Westukraine verlegt, und zwar in die Stadt Peretschin im Kreis Uschgorod des Gebietes Transkarpatien. In der Stadt sei bereits ein Industriepark errichtet worden, rund 3.500 Fachkräfte seien dorthin umgezogen. Die Initiative werde inoffiziell als "Neues Kramatorsk" bezeichnet.
Am 9. Juni hatte die Ukraine die obligatorische Evakuierung von Familien mit Kindern aus einigen Bezirken von Kramatorsk und Slawjansk im ukrainisch kontrollierten Teil der DVR angekündigt.
08:29 Uhr
Gebiet Saporoschje: Kiews Truppen attackieren Sanitätsstelle in Energodar
Die ukrainischen Streitkräfte haben mindestens drei Angriffe auf eine Sanitätsstelle in der Stadt Energodar nahe dem Atomkraftwerk Saporoschje durchgeführt. Laut Bürgermeister Maxim Puchow wurde ein unbemanntes Flugzeug zum Absturz gebracht.
Bei einem Angriff kam ein mobiler Kreißsaal zu Schaden. Es gab keine Verletzten, betont Puchow.
07:48 Uhr
Flugabwehr zerstört in der Nacht mehr als 230 Drohnen über Russland

SymbolbildAlexei Konowalow / TASS In der vergangenen Nacht haben Einheiten der russischen Flugabwehr 231 gegnerische Drohnen abgefangen und zerstört. Laut dem Verteidigungsministerium wurden die Flugziele über 17 Regionen Russlands sowie über dem Asowschen Meer vom Himmel geholt.
11.06.2026 22:00 Uhr
22:00 Uhr
Damit beenden wir für heute den Live-Ticker zur Lage im Ukraine-Konflikt. Morgen früh ab 7 Uhr geht es mit der Berichterstattung weiter. Wir wünschen unseren Lesern trotz aller Spannungen in der Welt eine gute Nacht!
21:59 Uhr
Medien: Europa will Trump beim G7-Gipfel um Unterstützung für Gespräche mit Russland bitten

US-Präsident Donald TrumpUrheberrechtlich geschützt Nach Angaben von Bloomberg wollen die europäischen Staats- und Regierungschefs die Treffen mit US-Präsident Donald Trump beim G7-Gipfel nutzen, um ihn davon zu überzeugen, neue Bedingungen für Verhandlungen mit Russland zu unterstützen. Das Treffen der G7-Staaten findet nächste Woche in Frankreich statt.
Lesen Sie dazu mehr hier auf unserer Webseite.21:55 Uhr
Diehl Defence will Produktion ukrainischer Flamingo-Marschflugkörper nach Deutschland verlagern
Der deutsche Rüstungskonzern plant eigenen Angaben zufolge, die Produktion der ukrainischen Langstrecken-Marschflugkörper vom Typ Flamingo nach Deutschland zu verlagern. Dies berichtet die Financial Times unter Verweis auf Unternehmenschef Helmut Rauch.
Demnach hat der Konzern bereits im April ein Technologieabkommen mit dem ukrainischen Hersteller Fire Point unterzeichnet. Details dazu wurden bislang nicht veröffentlicht. Rauch erklärte, Diehl Defence könne für die Flamingo-Raketen eine deutlich fortschrittlichere Zielsteuerung anbieten. In den kommenden Wochen sollen zudem Gespräche zwischen der deutschen und der ukrainischen Seite stattfinden.
21:41 Uhr
Medwedew: In der Ukraine gibt es "sehr attraktive Ziele"
Russland werde keine kulturellen Objekte in der Ukraine zerstören, es gebe dort jedoch andere "sehr attraktive Ziele", die die russischen Streitkräfte nicht vergessen dürften. Dies erklärt der stellvertretende Vorsitzende des russischen Sicherheitsrats Dmitri Medwedew. Medwedew sagt mit Blick auf die Zerstörung der Panoramaausstellung "Verteidigung von Sewastopol":
"Man möchte auf solche Objekte dort spiegelbildlich reagieren. Aber Sie verstehen, das werden wir nicht tun, weil wir schließlich zivilisierte Menschen sind."
Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.
Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.


