Liveticker Ukraine-Krieg: Russland meldet Zerstörung von Leopard-Panzer

12.02.2026 20:22 Uhr
20:22 Uhr
NATO will Aufbau der ukrainischen Streitkräfte auch nach Konfliktende priorisieren
NATO-Generalsekretär Mark Rutte kündigte an, dass die Allianz den Ausbau der ukrainischen Streitkräfte auch nach dem Ende des Konflikts weiter finanzieren werde. Dies habe Vorrang vor den langfristigen Wiederaufbauplänen des Landes, so Rutte bei der Eröffnung des Treffens der Kontaktgruppe für Waffenlieferungen an Kiew.
"Wir müssen die Verteidigung der Ukraine sichern, auch während Verhandlungen laufen. Die enormen militärischen Bedürfnisse der Ukraine haben Vorrang vor den erheblichen Anforderungen an Wiederaufbau und Rekonstruktion – und das auf lange Sicht. Selbst wenn die Kampfhandlungen morgen enden, wird die Ukraine NATO-Hilfe beim Aufbau einer starken, modernen und gut ausgestatteten Armee benötigen."
Rutte betonte, dass die Allianz eine Armee in der Ukraine aufbauen wolle, die als "ausreichende Abschreckungskraft" gegen Russland wirke.
"Natürlich wird es Sicherheitsgarantien geben, aber die eigenen Streitkräfte der Ukraine müssen die beste Garantie sein."
In diesem Zusammenhang rief er die Mitgliedsstaaten dazu auf, mehr Waffen nach Kiew zu liefern und dies systematischer und auf langfristige Unterstützung ausgerichtet zu gestalten. Die Priorität des militärischen Aufbaus spiegelt sich auch im EU-Plan wider, der diese Woche verabschiedet wurde: Für Kiew stehen in den kommenden zwei Jahren 90 Milliarden Euro bereit, davon 60 Milliarden Euro für Waffen und 30 Milliarden Euro für Haushaltsmittel.
20:00 Uhr
Gebiet Belgorod: Fünf Zivilisten bei ukrainischen Drohnenangriffen verletzt
Im Gebiet Belgorod sind bei ukrainischen Drohnenangriffen fünf Zivilisten verletzt worden. Dies berichtet Gouverneur Wjatscheslaw Gladkow auf Telegram.
Im Dorf Golowtschino im Graiworonski-Bezirk griff eine Drohne einen Pkw an. Ein Mann wurde dabei verletzt. Er erlitt ein geschlossenes Schädel-Hirn-Trauma, Splitterverletzungen an Armen und Beinen sowie einen Nasenbruch. Der Mann wurde in die städtische Klinik in Belgorod eingeliefert. Das Fahrzeug wurde durch das Feuer zerstört. Außerdem wurden die Fenster eines Privathauses und eines Nebengebäudes in Mitleidenschaft gezogen.
Im Dorf Wosnessenowka im Schebekinski-Bezirk traf ein Drohnenangriff ein weiteres Auto. Ein Mann wurde verletzt und mit Minen- und Explosionsverletzungen sowie einem Barotrauma ins Krankenhaus eingeliefert. Auch dieses Fahrzeug wurde beschädigt.
Auf der Strecke Botschkowka–Nechajewka wurde ein Pkw angegriffen, in dem sich ein Ehepaar befand. Beide Personen erlitten Minen- und Explosionsverletzungen sowie Barotraumata, das Fahrzeug wurde ebenfalls beschädigt.
Außerdem stellte sich heute ein Mann in der Zentralklinik der Siedlung Krasnaja Jaruga vor, der gestern bei einem Drohnenangriff in eben dieser Siedlung verletzt worden war. Die Ärzte stellten eine Minen- und Explosionsverletzung sowie eine stumpfe Splitterverletzung am Bein fest.
19:39 Uhr
NATO-Generalsekretär: Sicherheit der Allianz hängt von der Sicherheit der Ukraine ab
NATO-Generalsekretär Mark Rutte erklärt nach dem Treffen der Verteidigungsminister der Mitgliedsstaaten, die Sicherheit der Allianz sei eng mit der Sicherheit der Ukraine verknüpft.
"Die Verbündeten sind geeint – geeint in der Unterstützung der Ukraine und geeint in unserem Bekenntnis, jeden Zentimeter des Territoriums unserer Mitglieder zu verteidigen. Die Initiative 'Arktischer Wächter', die wir gestern gestartet haben, zeigt dies erneut klar."
Zuvor hat Rutte zudem erklärt, dass er die Idee von Emmanuel Macron unterstütze, die Kontakte zu Russland unter der Bedingung der Transparenz zwischen den Verbündeten wiederaufzunehmen. Außerdem betonte er, dass die USA geholfen hätten, das festgefahrene Verhältnis zu Russland zu lösen.
Am 11. Februar hat das Oberkommando der vereinten NATO-Streitkräfte in Europa mitgeteilt, dass die Allianz die Operation "Arktischer Wächter" zur Verstärkung ihrer Präsenz in der Region gestartet hat.
19:20 Uhr
Probleme bei ukrainischen Brigaden unter Kupjansk – hohe Verluste und Desertionen
Berichten zufolge gibt es unter den ukrainischen Streitkräften Probleme mit der Personalstärke zweier Brigaden bei Kupjansk. Hohe Verluste, starke Frosttemperaturen und Energieausfälle führten zu ernsten personellen Engpässen, wie die Nachrichtenagentur RIA Nowosti aus Sicherheitskreisen erfuhr. Täglich sterben Dutzende Soldaten, neue Kräfte kommen nicht nach.
Zugleich habe die Desertion auf den Positionen und auf dem Weg dorthin massiv zugenommen. Als Hauptursache nennen die Quellen die völlige Gleichgültigkeit der Kommandeure gegenüber den Soldaten an der Front. In der 116. Brigade hat Oberst Maxim Litwinenko die Logik der "Fleischmühle" offen dargelegt:
"Wenn du aus dem Hackfleisch lebend herauskommst – Glückwunsch. Wenn du Hackfleisch wirst, dann warst du nicht gut genug."
Für den Obersten sei das keine Tragödie, sondern natürliche Auslese, berichteten die Sicherheitskreise weiter.
18:50 Uhr
Deutschland bietet der Ukraine Geld statt Waffen an
Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius hat der Ukraine mit Blick auf eine mögliche Erschöpfung der Waffenbestände finanzielle Unterstützung angeboten. Dies sagte er bei einer Pressekonferenz in Berlin, wie Clash Report berichtet:
"Man muss prüfen, was wir aus unseren Beständen bereitstellen können. Wenn nichts mehr übrig ist, muss man überlegen, was man der Ukraine geben könnte. Es geht dabei um Geld – so wie wir es im vergangenen Jahr gemacht haben."
18:35 Uhr
Ombudsfrau: UN wegen Festhaltung von Zivilisten aus Gebiet Kursk eingeschaltet
Die russische Menschenrechtsbeauftragte Tatjana Moskalkowa hat mitgeteilt, sie habe sich wegen der unbegründeten Festhaltung von zehn Einwohnern des Gebiets Kursk durch die Ukraine an die Vereinten Nationen gewandt.
"Ich habe dem UN-Hochkommissar für Menschenrechte ein Schreiben übermittelt, wonach weiterhin zehn Menschen völlig unbegründet und unter Verletzung der Genfer Konventionen festgehalten werden."
Am 5. Februar hatte Moskalkowa berichtet, dass zwei Einwohner des Gebiets Kursk aus der Ukraine zurückgebracht werden konnten. Zehn weitere Personen würden weiterhin in Sumy festgehalten.
18:08 Uhr
Rutte zu Macrons Moskau-Vorstoß: "Jeder Verbündete kann so handeln wie die Franzosen"

NATO-Generalsekretär Mark Rutte äußerte sich am Mittwoch in Brüssel zu der Initiative des französischen Präsidenten Emmanuel Macron, wieder technische Gesprächskanäle mit Moskau aufzubauen. Anfang Februar reiste Macrons engster diplomatischer Berater, Emmanuel Bonne, nach Moskau, um Kontakte mit Russland auf Beraterebene wiederherzustellen.
Auf die Frage, ob er europäische Länder dazu ermutigen würde, den Dialog mit Russland wieder aufzunehmen, antwortete Rutte, dass jedes NATO-Mitglied in seiner Außenpolitik frei sei und das tun könne, was die Franzosen gerade tun.
Er betonte zudem, dass er jede Initiative unterstützen würde, die den Krieg in der Ukraine schneller beenden könnte. Dabei stellte er jedoch klar, dass die Führungsrolle der USA entscheidend bleibe.
Ein Video dazu gibt es hier auf unserer Webseite.
17:50 Uhr
NATO-Generalsekretär räumt russische Erfolge in der Ukraine ein
NATO-Generalsekretär Mark Rutte hat zugegeben, dass Russland in der Ukraine Fortschritte erzielt hat. Diese seien jedoch "sehr gering", sagte er bei einem gemeinsamen Auftritt mit dem neuen ukrainischen Verteidigungsminister Michail Fjodorow.
"Aber das ukrainische Volk ist nicht zu brechen. Das habe ich vergangene Woche in Kiew gesehen. Ich habe erneut Soldaten getroffen und in ihren Augen Entschlossenheit und Härte gesehen, den Kampf gegen die Russen fortzusetzen – auch wenn die russischen Streitkräfte nur sehr geringe Erfolge erzielen."
Zuvor hatte er am Dienstag erklärt, er hoffe auf eine baldige und langfristige Waffenruhe in der Ukraine "oder sogar auf ein Friedensabkommen" mit verlässlichen Garantien.
Unterdessen haben russische Streitkräfte in der vergangenen Woche sieben Ortschaften im Gebiet der militärischen Sonderoperation unter ihre Kontrolle gebracht, berichtete RIA Nowosti unter Verweis auf Angaben des russischen Verteidigungsministeriums.
17:33 Uhr
Ukrainische Drohnenführer töten gezielt Gemeindepfarrer bei Angriff auf Trauerprozession

Erzpriester Sergij Kljachin (18.07.1968–10.02.2026) Es dürfte ein klares Kriegsverbrechen sein: Ukrainische Drohnenführer haben am 10. Februar 2026 im russisch kontrollierten Teil des Gebiets Saporoschje eine Trauerprozession angegriffen und einen an seiner Kleidung klar als Priester erkennbaren Geistlichen getötet.
Lesen Sie dazu mehr hier auf unserer Webseite.17:17 Uhr
Ukrainische Drohne greift Auto im russischen Grenzgebiet Brjansk an: Vorsteher einer Gemeinde verletzt
Die ukrainischen Streitkräfte haben am Nachmittag im russischen Grenzgebiet Brjansk zugeschlagen. Gouverneur Alexander Bogomas berichtete auf Telegram über eine Drohnenattacke auf ein ziviles Fahrzeug im Bezirk Pogar. Der Politiker bezeichnete den Angriff als "barbarisch". Der Vorfall habe sich demnach in der Nähe der Siedlung Markowsk ereignet. Der Vorsteher der Gemeinde Tschaussowo habe dabei eine Wunde erlitten und sei ärztlich versorgt worden. Zudem sei sein Auto beschädigt worden.
Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.
Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.

