Liveticker Ukraine-Krieg – Medien: Ukraine-Gespräche in Abu Dhabi haben begonnen

23.01.2026 13:41 Uhr
13:41 Uhr
Orbán: Führende EU-Staaten wollen Ukraine-Konflikt fortsetzen
Die EU will nach Ansicht von Ungarns Ministerpräsident Wiktor Orbán kein Ende des Ukraine-Konflikts. Führende europäische Länder seien an seiner Fortsetzung interessiert. Dies sagte Orbán der italienischen Zeitung Corriere della Sera. Er erklärte am Rande des Weltwirtschaftsforums in Davos:
"Brüssel will keinen Frieden. Zumindest nicht in der Ukraine. Führende europäische Staaten wollen den Krieg in der Ukraine fortsetzen. Das ist das Problem. Jeden Tag sterben Hunderte Menschen. Und das müssen wir ändern."
Er reagierte damit auf die Frage, warum europäische Länder dem "Friedensrat" nicht beigetreten seien. Europa unterstütze die Fortsetzung des Konflikts, anders als im Gazastreifen, "wo alle Frieden wollen", so Orbán. Ungarn gehört zu den zwei EU-Staaten, die dem "Friedensrat" beigetreten sind und dessen Charta in Davos unterzeichnet haben.
13:34 Uhr
Kiew terrorisiert weiterhin Ortschaften im Raum Cherson
Behörden im von Russland kontrollierten Teil des Gebiets Cherson melden erneute Angriffe auf Siedlungen am linken Dnjepr-Ufer. Den Angaben zufolge hat die ukrainische Armee in den zurückliegenden 24 Stunden mindestens 17 Orte mit Artillerie und Drohnen angegriffen.
Wie Gouverneur Wladimir Saldo bekanntgibt, erlitten vier Zivilisten Verletzungen unterschiedlicher Schwere. In der Stadt Nowaja Kachowka brannte laut dem Beamten ein ziviles Fahrzeug durch den ukrainischen Beschuss aus.
13:25 Uhr
Kampfhubschrauber greift Stellungen ukrainischer Truppen an (Video)
Aufnahmen des russischen Verteidigungsministeriums zeigen die Besatzung eines Ka-52M-Hubschraubers im Einsatz. Wie es heißt, setzte er bei einem Angriff im Operationsgebiet des Truppenverbands Mitte einen Stützpunkt der ukrainischen Einheiten samt Personal außer Gefecht.
13:13 Uhr
Kreml legt Zusammensetzung der russischen Delegation bei Gesprächen in Abu Dhabi nicht offen
Moskau werde die Teilnehmer der russischen Arbeitsgruppe bei den trilateralen Gesprächen in Abu Dhabi nicht bekanntgeben. So antwortet der Kremlsprecher Dmitri Peskow auf eine Frage der Journalisten über die Zusammensetzung der russischen Delegation. Peskow wörtlich:
"Sie sind Militärangehörige, Vertreter des Verteidigungsministeriums. Ihre Namen werden wir jetzt nicht nennen."
Peskow bestätigt zudem mögliche Pläne für eine weitere Verhandlungsrunde, die am Samstag stattfinden könnte.
"Wir meinen, dass Verhandlungen heute stattfinden werden. Und bei Bedarf auch morgen."
Zuvor teilte der russische Präsidentenberater Juri Uschakow mit, dass die russische Delegation aus Vertretern des russischen Verteidigungsministeriums von Admiral Igor Kostjukow, dem Leiter der Hauptverwaltung des Generalstabs, angeführt werde.
13:00 Uhr
Gebiet Belgorod: Gouverneur meldet Verletzte und Schäden nach ukrainischen Angriffen
Nach Angaben von Wjatscheslaw Gladkow, dem Gouverneur des Gebiets Belgorod, habe das ukrainische Militär in den vergangenen 24 Stunden 21 Orte in neun Bezirken angegriffen. Bei den Attacken wurden mindestens 18 Geschosse abgefeuert und 46 unbemannte Luftfahrzeuge eingesetzt, von denen 28 abgefangen wurden. Bei den Attacken erlitten zwei zivile Einwohner Verletzungen.
Infolge der Angriffe wurden zehn Privathäuser, ein Landwirtschaftsbetrieb, ein Verwaltungsgebäude, ein Infrastrukturobjekt, mehrere Stromleitungen sowie sieben Fahrzeuge beschädigt.
12:42 Uhr
Klitschko appelliert an Kiewer: "Wer kann, soll die Stadt verlassen"
Vitali Klitschko, der Bürgermeister von Kiew, hat die Einwohner der Hauptstadt aufgefordert, bei Bedarf in den eingerichteten Wärmezentren zu übernachten oder die Stadt zu verlassen. Dies berichtet Strana.ua:
"Kiew hat in jedem Stadtbezirk Stützpunkte zur Wärmeversorgung (Punkte der Unbesiegbarkeit) eingerichtet. Dort können bei Bedarf viele Menschen übernachten."
Klitschko betonte, dass die Lage in der Energieversorgung der Hauptstadt sehr ernst sei und sich weiter verschlechtern könne. Deshalb sollten die Menschen Vorräte an Lebensmitteln, Wasser und Medikamenten anlegen. Wer die Möglichkeit habe, solle die Stadt verlassen.
Seit Oktober kommt es in der Ukraine wegen Schäden an den Energie- und Versorgungssystemen zu massiven, mehrstündigen Stromausfällen. Alle großen thermischen und Wasserkraftwerke sind beschädigt und können nur noch mit stark reduzierter Leistung arbeiten. Der Bedarf der Bevölkerung bleibt jedoch unverändert hoch.
12:19 Uhr
US-Medium: Europa wird öffentlich wegen Russland-Politik gedemütigt
In den USA wird der EU wegen ihrer Haltung zu Russland ein öffentliches "Schelten" vorgeworfen. Dies schreibt das Magazin American Conservative. Demnach demütigen die USA Europa, weil es sich weigert, Verhandlungen mit Russland zu führen. In dem Beitrag heißt es:"Warum hält die Trump-Administration es für nötig, die Europäer öffentlich zu rügen, wie schlecht sie sich verhalten? Weil die Europäer nicht zuhören wollen."
Der Präsident und sein Umfeld hätten den Europäern wiederholt unmissverständlich klargemacht, dass der Krieg in der Ukraine beendet werden müsse und Europa einen Weg finden müsse, in Frieden mit Russland zu leben.Stattdessen nutzten die Europäer laut dem Artikel alle verfügbaren Mittel, um Friedensverhandlungen zu sabotieren.
"Ihre Strategie scheint darauf abzuzielen, den Krieg bis 2029 zu verlängern, in der Hoffnung, dass ein Kandidat der Demokratischen Partei an die Macht kommt und im Namen Europas gegen die Russen kämpft."
Vor zwei Tagen sagte Trump in Davos, Europa bewege sich in die falsche Richtung. Zudem kritisierte er die EU und Großbritannien dafür, ihre eigenen natürlichen Ressourcen nicht zu nutzen.
12:00 Uhr
Peskow: "Formel von Anchorage" wird nicht öffentlich erläutert
Der Kreml hat die Details der sogenannten "Formel von Anchorage" nicht offengelegt. Zuvor hatte der Präsidentenberater Juri Uschakow nach den russisch-amerikanischen Gesprächen im Kreml erklärt, dass ohne eine Lösung der territorialen Frage gemäß der in Anchorage vereinbarten Formel keine langfristige Regelung des Ukraine-Konflikts möglich sei.
Auf die Frage von Journalisten, ob diese Formel auch die Frage der territorialen Zugehörigkeit betreffe, erklärte der Pressesprecher des russischen Präsidenten, Dmitri Peskow, eine öffentliche Diskussion solcher Details sei nicht sinnvoll.
"Wir wollen selbstverständlich nicht öffentlich in die Details der diskutierten Punkte gehen. Deshalb kann und werde ich Ihnen nicht sagen, welche konkrete Formel unter der 'Formel von Anchorage' gemeint ist. Wir halten das für nicht zweckmäßig."11:50 Uhr
Frontbericht des russischen Verteidigungsministeriums
Russlands Verteidigungsministerium berichtet am Freitag über den Verlauf der militärischen Sonderoperation in der Ukraine innerhalb der vergangenen Woche. Laut dem Bericht hat das russische Militär dem Gegner erhebliche Verluste zugefügt. Durch entschlossene Aktionen der Einheiten der Truppenverbände Nord, Süd, Ost, West, Mitte und Dnjepr verlor die Ukraine mehr als 8.810 Soldaten.
Als Reaktion auf die Terroranschläge der Ukraine auf Zivilobjekte auf russischem Territorium haben die Streitkräfte der Russischen Föderation im Zeitraum vom 17. Januar bis zum 23. Januar einen massiven und fünf kombinierte Schläge durchgeführt. Bei den Angriffen wurden Militärunternehmen, Energieobjekte und Objekte der Transportinfrastruktur, die im Interesse der ukrainischen Streitkräfte genutzt werden, Lager für Munition und Brennstoff, Drohnenproduktionsstätten, Drohnenlager sowie Vorbereitungs- und Startplätze für Langstreckendrohnen getroffen. Angegriffen wurden auch vorübergehende Stationierungsorte der bewaffneten Formationen der ukrainischen Streitkräfte und ausländischer Söldner.
Im Zuständigkeitsbereich des Truppenverbands Nord beliefen sich die Verluste der ukrainischen Truppen auf mehr als 1.110 Soldaten. Zudem zerstörte das russische Militär neun gepanzerte Kampffahrzeuge, 107 Autos, 18 Feldartilleriegeschütze, zehn Stationen für elektronische Kampfführung und Artillerieabwehr sowie 23 Munitions- und Materiallager.
Im Zuständigkeitsbereich des Truppenverbands West verlor das ukrainische Militär mehr als 1.400 Kämpfer. Zusätzlich zerstörte der Verband zwei Panzer, 18 gepanzerte Kampffahrzeuge, 150 Autos, elf Feldartilleriegeschütze sowie 29 Munitionslager der ukrainischen Armee.
Im Abschnitt des Truppenverbands Süd musste das ukrainische Militär mehr als 1.255 Kämpfer einbüßen. 33 gepanzerte Kampffahrzeuge, darunter zwei vom Typ Stryker und vier vom Typ М113 aus US-Produktion, 80 Autos, 18 Artilleriegeschütze, darunter sechs aus westlicher Produktion, 13 Stationen für elektronische Kampfführung und Artillerieabwehr sowie elf Munitions-, Brennstoff- und Materiallager wurden getroffen.
Im Zuständigkeitsbereich des Truppenverbands Mitte beliefen sich die Verluste des ukrainischen Militärs auf mehr als 2.970 Kämpfer. Der Verband der russischen Armee zerstörte vier Panzer, darunter einen vom Typ Leopard aus deutscher Produktion, 33 gepanzerte Kampffahrzeuge, 50 Autos sowie 15 Feldartilleriegeschütze, darunter zwei vom Typ Paladin aus US-Produktion.
Durch entschlossene Aktionen des Truppenverbands Ost mussten die ukrainischen Truppen den Verlust von mehr als 1.740 Kämpfern verzeichnen. Ferner setzte das russische Militär in diesem Operationsbereich drei Panzer, 23 gepanzerte Kampffahrzeuge, 67 Autos, elf Artilleriegeschütze sowie drei Munitions- und Materiallager außer Gefecht.
Im Laufe der Woche beliefen sich die Verluste der ukrainischen Truppen im Zuständigkeitsbereich des Truppenverbands Dnjepr auf etwa 335 Soldaten. Außerdem eliminierte der Verband 37 Autos, zwei Artilleriegeschütze, 13 Stationen für elektronische Kampfführung sowie fünf Munitions- und Materiallager der ukrainischen Armee.
Drohnen, Raketentruppen und Artillerie der russischen Streitkräfte haben binnen einer Woche acht Mehrfachraketenwerfer, darunter drei aus westlicher Produktion, und ein Kampffahrzeug des Flugabwehrraketensystems vom Typ Osa getroffen.
Einheiten der Flugabwehr schossen im Laufe der Woche 35 gelenkte Bomben, 47 HIMARS-Raketen aus US-Produktion, sieben Neptun-Raketen und 1.468 Drohnen ab.
Insgesamt wurden seit dem Beginn der militärischen Sonderoperation 670 Flugzeuge, 283 Hubschrauber, 110.812 unbemannte Luftfahrzeuge, 646 Flugabwehrraketensysteme, 27.279 Panzer und andere gepanzerte Kampffahrzeuge, 1.650 Mehrfachraketenwerfer, 32.775 Feldartillerie- und Mörsergeschütze sowie 52.611 militärische Spezialfahrzeuge der ukrainischen Streitkräfte außer Gefecht gesetzt.
11:44 Uhr
Medien: Ukraine-Gespräche in Abu Dhabi haben begonnen

Abu Dhabi City, Vereinigte Arabische Emirate.Deejpilot / Gettyimages.ru Die Gespräche mit Delegationen aus Russland, den USA und der Ukraine in Abu Dhabi haben bereits begonnen. Dies berichtet der Sender Sky News unter Verweis auf seine Korrespondentin Sally Lockwood. In dem Bericht heißt es:
"Die Friedensgespräche in Abu Dhabi haben bereits begonnen. Allerdings ist noch unklar, ob sich Vertreter Russlands und der Ukraine im selben Raum befinden."
Zuvor hatte der russische Präsidentenberater Juri Uschakow mitgeteilt, dass am Freitag in Abu Dhabi die erste Sitzung der trilateralen Arbeitsgruppe zu Sicherheitsfragen stattfindet. An ihr nehmen Vertreter Russlands, der USA und der Ukraine teil. Die russische Delegation wird von Admiral Igor Kostjukow, dem Leiter der Hauptverwaltung des Generalstabs, angeführt.
Dem widerspricht jedoch das Büro von Wladimir Selenskij. Demnach hätten die trilateralen Gespräche bislang noch nicht offiziell begonnen. Einen festgelegten Startzeitpunkt gebe es nicht, berichtet der ukrainische Sender Novosti.Live unter Berufung auf Selenskijs Berater, Dmitri Litwin:"Teile der Teams sind bereits vor Ort und können informelle Gespräche führen, doch das bedeutet keinen Start der Verhandlungen."
Demnach arbeiteten Delegationen häufig in einem "flexiblen Format, etwa während des Mittagessens", ohne feste Zeitpläne. "Solche Kontakte sollten nicht als klassische politische Treffen im üblichen Format verstanden werden", so Litwin.
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Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.
