Liveticker Ukraine-Krieg: Russische Armee befreit fünf Ortschaften binnen einer Woche

16.01.2026 14:15 Uhr
14:15 Uhr
Orbán: Mit von Kiew geforderten EU-Mitteln könnte Ungarn Jahrzehnte auskommen

Ungarns Premierminister Viktor Orbán, 18. Dezember 2025Uheberrechtlich geschützt Ungarns Premierminister Viktor Orbán erklärte im Radiosender Kossuth, dass Ungarn mit der von Kiew geforderten Summe von 800 Milliarden Dollar 40 Jahre lang Renten zahlen und 60 Jahre lang soziale Unterstützungsprogramme finanzieren könnte.
"Nach unseren Berechnungen könnten mit dieser Summe alle ungarischen Renten 40 Jahre lang gezahlt und alle Ausgaben zur Unterstützung ungarischer Familien 60 Jahre lang gedeckt werden. Das ist eine ungeheure Summe."Die Ukraine hatte Anfang Januar mitgeteilt, dass sie für den Wiederaufbau und das Wirtschaftswachstum in den kommenden zehn Jahren 800 Milliarden Dollar benötigt. Das Geld solle über Zuschüsse, Kredite und private Investitionen kommen.
Wer nicht an Zahlen mit vielen Nullen gewöhnt sei, könne kaum erfassen, wie viel Geld aus Europa für ukrainische Ausgaben abfließen solle. Zugleich merkte Orbán an, die Ukraine "bitte nicht, sondern fordere" häufig Geld von der EU.13:55 Uhr
Kiew terrorisiert weiterhin Zivilisten im Grenzgebiet Belgorod
In den vergangenen 24 Stunden haben ukrainische Truppen mehrere Ortschaften in elf Kreisen, darunter in der Gebietshauptstadt, angegriffen. Dies gibt Wjatscheslaw Gladkow, der Gouverneur des Grenzgebiets Belgorod, auf Telegram bekannt.
Wie es heißt, feuerte der Gegner mindestens zehn Geschosse ab und setzte 105 unbemannte Fluggeräte ein, von denen 51 von der russischen Luftverteidigung abgeschossen wurden.
Laut dem Beamten erlitten mindestens drei Zivilisten Verletzungen unterschiedlicher Schwere durch Drohnenattacken.
Außerdem berichtet der Gouverneur über zahlreiche Sachschäden. Ihm zufolge wurden vier zivile Fahrzeuge, zwei Industriegebäude, zwei Eigenheime und eine soziale Einrichtung beschädigt.
13:40 Uhr
Gebiet Cherson: Mehr als 40 Geschosse aus Ukraine binnen 24 Stunden abgefeuert
Die ukrainischen Kämpfer haben innerhalb eines Tages insgesamt 43 Artillerieangriffe auf das linke Ufer des Dnjepr im Gebiet Cherson durchgeführt, berichtet RIA Nowosti unter Berufung auf die Rettungsdienste der Region.
"Tagsüber haben die ukrainischen Streitkräfte 23 Artillerieangriffe auf Ortschaften am linken Dnjepr-Ufer im Gebiet Cherson durchgeführt. In der Nacht wurden weitere 20 Beschüsse durch Kämpfer des Kiewer Regimes registriert. Insgesamt führte der Gegner in den vergangenen 24 Stunden 43 Angriffe auf 29 Siedlungen durch."
13:19 Uhr
Frontbericht des russischen Verteidigungsministeriums
Russlands Verteidigungsministerium berichtet am Freitag über den Verlauf der militärischen Sonderoperation in der Ukraine innerhalb der vergangenen Woche.
Laut dem Bericht hat das russische Militär dem Gegner erhebliche Verluste zugefügt. Durch entschlossene Aktionen der Einheiten der Truppenverbände Nord, Süd, Ost, West, Mitte und Dnjepr verlor die Ukraine bis zu 8.695 Soldaten.
Als Reaktion auf die Terroranschläge der Ukraine auf Zivilobjekte auf russischem Territorium haben die Streitkräfte der Russischen Föderation im Zeitraum vom 10. Januar bis zum 16. Januar einen massiven und sechs kombinierte Schläge durchgeführt. Bei den Angriffen wurden Militärunternehmen, Energieobjekte, Objekte der Transport- und Hafeninfrastruktur, die im Interesse der ukrainischen Streitkräfte genutzt werden, Lager für Brennstoff, Militärflugplätze, Produktions- und Lagerstätten sowie Leitstellen für Langsteckendrohnen getroffen. Angegriffen wurden auch vorübergehende Stationierungsorte der bewaffneten Formationen der ukrainischen Streitkräfte und ausländischer Söldner.
Im Zuständigkeitsbereich des Truppenverbands Nord beliefen sich die Verluste der ukrainischen Truppen auf mehr als 1.345 Soldaten. Zudem zerstörte das russische Militär vier gepanzerte Kampffahrzeuge, 92 Autos, zehn Feldartilleriegeschütze, sieben Stationen für elektronische Kampfführung und Artillerieabwehr sowie 23 Munitions-, Brennstoff- und Materiallager.
Im Zuständigkeitsbereich des Truppenverbands West verlor das ukrainische Militär mehr als 1.340 Kämpfer. Zusätzlich zerstörte der Verband einen Panzer, 16 gepanzerte Kampffahrzeuge, 132 Autos, sechs Feldartilleriegeschütze, sechs Stationen für elektronische Kampfführung und Artillerieabwehr sowie 26 Munitionslager der ukrainischen Armee.
Im Abschnitt des Truppenverbands Süd musste das ukrainische Militär mehr als 1.140 Kämpfer einbüßen. Zwei Panzer, 42 gepanzerte Kampffahrzeuge, 105 Autos, 22 Artilleriegeschütze, acht Stationen für elektronische Kampfführung und Artillerieabwehr sowie 18 Munitions-, Brennstoff- und Materiallager wurden getroffen.
Im Zuständigkeitsbereich des Truppenverbands Mitte beliefen sich die Verluste des ukrainischen Militärs auf mehr als 2.835 Kämpfer. Der Verband der russischen Armee zerstörte drei Panzer, 30 gepanzerte Kampffahrzeuge, 60 Autos, acht Feldartilleriegeschütze sowie zwei Stationen für elektronische Kampfführung.
Durch entschlossene Aktionen des Truppenverbands Ost mussten die ukrainischen Truppen mehr als 1.665 Kämpfer einbüßen. Darüber hinaus setzte das russische Militär in diesem Operationsbereich 74 Autos, acht Feldartilleriegeschütze sowie vier Munitions- und Materiallager außer Gefecht.
Im Laufe der Woche beliefen sich die Verluste der ukrainischen Truppen im Zuständigkeitsbereich des Truppenverbands Dnjepr auf etwa 370 Soldaten. Außerdem eliminierte der Verband einen Panzer, fünf gepanzerte Kampffahrzeuge, 74 Autos, sieben Feldartilleriegeschütze, acht Stationen für elektronische Kampfführung und Artillerieabwehr sowie zwölf Munitions- und Materiallager der ukrainischen Armee.
Drohnen, Raketentruppen und Artillerie der russischen Streitkräfte haben binnen einer Woche fünf Mehrfachraketenwerfer, darunter vom Typ HIMARS aus US-Produktion und vom Typ Vampire aus tschechischer Produktion, getroffen.
Einheiten der Flugabwehr schossen im Laufe der Woche 31 gelenkte Bomben, 21 HIMARS-Raketen aus US-Produktion, drei Neptun-Raketen und 1.138 Drohnen ab.
Insgesamt wurden seit dem Beginn der militärischen Sonderoperation 670 Flugzeuge, 283 Hubschrauber, 109.344 unbemannte Luftfahrzeuge, 645 Flugabwehrraketensysteme, 27.154 Panzer und andere gepanzerte Kampffahrzeuge, 1.642 Mehrfachraketenwerfer, 32.613 Feldartillerie- und Mörsergeschütze sowie 51.993 militärische Spezialfahrzeuge der ukrainischen Streitkräfte außer Gefecht gesetzt.
13:00 Uhr
Peskow: Moskau an Besuch von Witkoff und Kushner interessiert
Moskau ist an einem Besuch des US-Sondergesandten Steve Witkoff und von Donald Trumps Schwiegersohn Jared Kushner interessiert. Dies erklärte Kremlsprecher Dmitri Peskow vor Journalisten:
"Wir sind an einem solchen Besuch ohne Zweifel interessiert und erwarten ihn."
12:45 Uhr
Polen bereitet Verminung seiner östlichen Grenze vor
Polen bereitet die Verminung seiner östlichen Grenze vor. Das Programm umfasse sowohl technische Sperranlagen als auch die Vorbereitung von Minenfeldern. Dies erklärte der stellvertretende Verteidigungsminister Cezary Tomczyk im Radiosender Radio Zet:
"Polen wird die Grenzbereiche für eine Verminung vorbereiten. Die Minen selbst würden jedoch nur im Falle einer Krise eingesetzt."An der Grenze zu Russland und Weißrussland setze Warschau das Programm "Ostschild" um. Ziel sei der Aufbau einer umfassenden Verteidigungsinfrastruktur am östlichen NATO-Flügel, teilte die Kanzlei von Premier Donald Tusk mit. Dies wird mit angeblichen Bedrohungen aus Weißrussland und Russland begründet.
Vor diesem Hintergrund leitete Polen im Juni 2025 den Austritt aus der Ottawa-Konvention ein, die den Einsatz und die Herstellung von Antipersonenminen verbietet. Im Dezember kündigten die Behörden zudem die Wiederaufnahme der Minenproduktion an, erstmals seit dem Kalten Krieg. Die Minen sollen Teil des Programms "Ostschild" werden.
12:28 Uhr
FT: EU-Beitrittsfrage der Ukraine könnte Friedensprozess gefährden
Ein EU-Beitritt der Ukraine könnte eine Vereinbarung zur friedlichen Beilegung des Konflikts scheitern lassen. Dies berichtet die Financial Times.
"In den Entwürfen, die im Rahmen der von den USA geführten Gespräche diskutiert werden, wird ein EU-Beitritt der Ukraine im Jahr 2027 erwähnt. Angesichts des Umfangs der notwendigen Reformen ist das jedoch ein unmöglicher Zeitrahmen."Zuvor hatte die Zeitung berichtet, dass EU-Vertreter davon ausgehen, Wladimir Selenskij könne territorialen Zugeständnissen zustimmen, wenn er den EU-Beitritt als "Gewinn der Verhandlungen" darstellen könne. In der EU wird zwar über eine Änderung der Beitrittsregeln zugunsten der Ukraine diskutiert, doch viele Mitgliedstaaten lehnen dies ab.
Ein Verzicht auf diesen Termin könnte den Friedensdeal gefährden. Eine Regeländerung nur für die Ukraine würde die EU-Politik laut der Zeitung der Lächerlichkeit preisgeben.
12:10 Uhr
Schmygal: In der Ukraine ist kein Kraftwerk unversehrt geblieben
In der Ukraine ist kein einziges Kraftwerk mehr unbeschädigt. Dies erklärte Energieminister und Erster Vizepremier Denis Schmygal bei seiner Rede im Parlament.
"Es gibt kein Kraftwerk mehr, das nicht getroffen wurde. Tausende Megawatt an Erzeugungskapazitäten sind ausgefallen."
Zugleich betonte er, das Energiesystem des Landes funktioniere weiterhin und stehe unter Kontrolle, allerdings unter erheblichen Verbrauchsbeschränkungen. Die schwierigste Lage bestehe in Kiew und der Region Kiew sowie in den Gebieten Odessa, Dnjepropetrowsk und Charkow. Die Situation sei sehr schwierig, so Schmygal.
11:44 Uhr
Ukrainische Botschafterin in USA kündigt weitere Gespräche zwischen Kiew und Washington an
Eine weitere Runde der Verhandlungen zwischen der Ukraine und den USA werde in den nächsten zwei Tagen stattfinden. Dies gab Olga Stefanischina, die ukrainische Botschafterin in Washington, bekannt.
"Unsere Teams werden weiterhin zusammenarbeiten. In den nächsten zwei Tagen wird es eine neue Runde des Dialogs geben."
Die Diplomatin präzisierte weder die Zusammensetzung der Delegationen noch den Verhandlungsort. Sie fügte hinzu, dass derzeit kein weiterer Besuch des ukrainischen Präsidenten Wladimir Selenskij in den USA geplant werde, sich die beiden Staatschefs jedoch in der kommenden Woche in Davos treffen könnten.
11:19 Uhr
Orbán: Europäer glauben an "Kindermärchen" über russische Reparationen
Ungarns Premierminister Viktor Orbán zeigte sich verwundert darüber, dass viele Europäer an "Kindermärchen" über angebliche Reparationen Russlands glauben. Zugleich würden sie nicht gegen Politiker aufbegehren, die Milliarden an Steuergeldern in die Ukraine schicken. Dies sagte Orbán im Radio Kossuth.
Europäische Politiker "werfen Hunderte Milliarden aus Steuergeldern zum Fenster hinaus", so Orbán. Sie setzten darauf, dass Russland Reparationen zahlen und Europa so sein Geld aus der Ukraine zurückerhalten werde.
"Ich habe noch keinen seriösen Experten getroffen, der behauptet, man könne die Russen militärisch so besiegen, dass sie Reparationen zahlen müssten. Das liegt jenseits von Kindermärchen."
Die Bürger Westeuropas würden mit solchen Geschichten ruhig gestellt. Er beobachte "mit Überraschung", wie lange dies anhalte, ohne dass "das Volk aufstehe". In Ungarn wäre er nach eigenen Worten "keine Woche im Amt geblieben", da solche Aussagen als Betrug entlarvt worden wären.Das russische Außenministerium hatte wiederholt erklärt, dass die Ideen der EU über angebliche russische Reparationen an die Ukraine realitätsfern seien.
Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.
Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.
