Liveticker Ukraine-Krieg – Rutte: "Europäische Waffenbestände für die Ukraine sind erschöpft"

13.01.2026 19:13 Uhr
19:13 Uhr
Russische Streitkräfte zerstören Drohnenleitstelle des Gegners im Gebiet Sumy
Spezialisten der russischen Truppen für unbemannte Systeme haben ein Lager sowie einen Gefechtsstand für Drohnen der ukrainischen Streitkräfte mit einer Geran-2-Drohne getroffen. Das Ziel befand sich im Raum der Ortschaft Mironowka im Gebiet Sumy. Dies meldet das russische Verteidigungsministerium auf Telegram.
18:40 Uhr
Rutte nach Oreschnik-Schlag: Ziel für Kiew nun "überleben" statt "siegen"
NATO-Generalsekretär Mark Rutte hat nach dem jüngsten russischen Schlag mit dem System Oreschnik die Zielsetzung für Kiew geändert – von "siegen" zu "überleben". Dies berichtet die Nachrichtenagentur RIA Nowosti.
Bis zuletzt hatte Rutte in öffentlichen Auftritten betont, die Ukraine müsse den Konflikt "gewinnen". Nun sagte er auf einem Forum am Dienstag:
"Wir leisten diese Unterstützung, weil euer Kampf unser Kampf ist. Ihr müsst in diesem Krieg überleben."Auf die Nachfrage eines Moderators, ob er nun nicht mehr von "siegen", sondern von "überleben" spreche, wich Rutte aus. Ziel des Westens sei es, "die Ukraine stark an den Verhandlungstisch zu bringen", erklärte er.
18:20 Uhr
"Weckruf für Moskau" – Scott Ritter über Angriff auf Putins Residenz

Im Gespräch mit Andrew Napolitano bezeichnet der ehemalige Offizier des US-Marine Corps und einstige UN-Waffeninspekteur Scott Ritter den jüngsten Drohnenangriff auf die Residenz des russischen Präsidenten Wladimir Putin als entscheidendes Ereignis.
Seiner Ansicht nach habe Russland zunächst an die Aufrichtigkeit von US-Präsident Trump geglaubt. Der Angriff, den Ritter der CIA und damit indirekt dem US-Präsidenten zuschreibt, habe dies jedoch schlagartig geändert. "Das ist ein Weckruf", so Ritter.
Er sieht dadurch das Ende jeglicher Hoffnung auf eine Verlängerung des im Februar auslaufenden New-START-Vertrags sowie auf atomare Rüstungskontrollen. Trotz alledem halte Moskau diplomatische Kanäle offen, werde aber keine Verhandlungen über eine Lösung des Ukraine-Konflikts mehr führen – dieser ende "gewaltsam", sobald alle russischen Ziele erreicht seien.
Ein Video dazu gibt es hier auf unserer Webseite.
17:49 Uhr
Russische Luftabwehr zerstört 40 weitere ukrainische Drohnen
Russlands Verteidigungsministerium berichtet über weitere Versuche der ukrainischen Streitkräfte, Objekte in Russland mit unbemannten Luftfahrzeugen anzugreifen. Wie die Behörde auf Telegram schreibt, habe die russische Luftabwehr im Zeitraum von 11:00 Uhr MEZ bis 16:00 Uhr MEZ 40 gegnerische Drohnen abgeschossen. Die Zahl der zerstörten Drohnen listet die Behörde wie folgt auf:
- Teilrepublik Krim – 22,
- Gebiet Belgorod – 7,
- Asowsches Meer – 6,
- Gebiet Wolgograd – 2,
- Gebiet Rostow – 2,
- Gebiet Brjansk – 1.
17:17 Uhr
Rutte: "Europäische Waffenbestände für die Ukraine sind erschöpft"
Die Waffenlager in Europa sind weitgehend leer. Dies erklärte NATO-Generalsekretär Mark Rutte. "Aber in den USA gibt es noch etwas", fügte er hinzu.
"Nach drei bis vier Jahren Krieg wurden viele Bestände in Europa aufgebraucht oder zerstört. Deshalb müssen wir uns stärker auf das verlassen, was noch in den Vereinigten Staaten vorhanden ist."
Dort gebe es "zum Glück noch erhebliche Reserven", was für die Ukraine von großer Bedeutung sei, so Rutte.
17:00 Uhr
Russland rüstet sein Militär zu einem Hightech-Arsenal auf – das kommt als Nächstes

Von atomgetriebenen U-Booten bis hin zu KI-gesteuerten Drohnen – das Jahr 2026 markiert eine entscheidende Phase in der Transformation des militärisch-industriellen Komplexes Russlands. Die Modernisierung der russischen Streitkräfte spiegelt deren kohärente Weiterentwicklung in allen Bereichen wider.
Mehr dazu in dieser Analyse von Dmitri Kornew auf unserer Website.
16:45 Uhr
Kallas: EU erwägt Ausbildung ukrainischer Militärs direkt in der Ukraine
Die Europäische Union prüft eine Ausweitung ihrer Ausbildungsmission für die ukrainischen Streitkräfte und schließt Trainings direkt auf ukrainischem Gebiet nicht aus. Dies erklärte EU-Chefdiplomatin Kaja Kallas bei einer Pressekonferenz in Berlin. Auf die Frage nach möglichen Sicherheitsgarantien für Kiew und der Überwachung einer Waffenruhe sagte sie:
"Wir haben bereits eine militärische Mission zur Ausbildung ukrainischer Soldaten. Wir können dieses Mandat auch auf Trainings auf ukrainischem Territorium ausdehnen."Zuvor hatte die New York Times berichtet, die EU und die USA hätten zwei Dokumente zu Sicherheitsgarantien für die Ukraine abgestimmt. Diese sehen unter anderem die mögliche Stationierung europäischer Kräfte sowie eine Reduzierung der ukrainischen Armee auf rund 800.000 Soldaten vor.
16:22 Uhr
Ukrainische FPV-Drohnen greifen Autos im russischen Grenzgebiet Brjansk an
Gouverneur Alexander Bogomas meldet auf Telegram einen ukrainischen Angriff auf die Zivilbevölkerung des russischen Grenzgebietes Brjansk. Demnach seien zwei zivile Fahrzeuge in der Siedlung Belaja Berjoska von FPV-Drohnen attackiert worden. Dabei habe ein Ortsansässiger Splitterverletzungen erlitten. Man habe den Mann umgehend ins Krankenhaus eingeliefert und ärztlich versorgt.
Bogomas verurteilt die Attacke als terroristisch und niederträchtig. Dem verletzten Mann wünscht er eine möglichst schnelle Besserung.
15:58 Uhr
Medienbericht: G7 wird Druck auf Trump ausüben, um Sicherheitsgarantien für Kiew zu erreichen
Die Verbündeten Kiews in der G7 wollen bei einem Treffen in Davos Druck auf US-Präsident Donald Trump ausüben, um seine Unterstützung für Sicherheitsgarantien für die Ukraine zu gewinnen. Das schreibt die Zeitung Financial Times unter Berufung auf Quellen.
Zuvor hatte das Portal Axios über ein mögliches Treffen zwischen Wladimir Selenskij und Trump während des Weltwirtschaftsforums in Davos berichtet. Nach Angaben der Financial Times planen die Staats- und Regierungschefs Italiens, Deutschlands, Frankreichs, Kanadas und Großbritanniens sowie die Chefin der Europäischen Kommission ebenfalls, an diesem Treffen in der nächsten Woche teilzunehmen.
15:41 Uhr
Szijjártó gegen finanzielle Unterstützung der Ukraine: Ungarn braucht Geld für eigene Entwicklung
Der ungarische Außenminister Péter Szijjártó hat bei der Eröffnung eines Industrieparks in der Stadt Nyíregyháza im Osten des EU-Landes den Unwillen der Regierung in Budapest verteidigt, die Ukraine finanziell zu unterstützen. Wie der Politiker erklärte, brauche Ungarn selbst Geld, um seine östlichen Regionen zu entwickeln.
"Wenn wir in den vergangenen ein oder zwei Jahren das Geld des ungarischen Volkes für die Entwicklung der Ukraine oder für die Finanzierung des Krieges verwendet hätten, wäre die Entwicklung des östlichen Teils unseres Landes einfach unmöglich gewesen."
Inzwischen habe das Niveau der wirtschaftlichen Entwicklung im Osten Ungarns das des westlichen Teils des Landes erreicht, erklärte Szijjártó.
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Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.

