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Liveticker Ukraine-Krieg – IAEA: AKW Saporoschje erneut ohne externe Stromversorgung

Russland führt gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine Militäroperation in der Ukraine durch. Der Westen reagiert mit immer neuen Waffenlieferungen an die Ukraine und beispiellosen Sanktionen gegen Russland. Lesen Sie hier die neuesten Entwicklungen.
Liveticker Ukraine-Krieg – IAEA: AKW Saporoschje erneut ohne externe StromversorgungQuelle: Sputnik © Juri Woitkewitsch
  • 20.06.2026 20:00 Uhr

    20:00 Uhr

    Selenskij fordert erneut von Weißrussland, "Relaisstationen" zu demontieren

    Weißrussland muss Relaisstationen entlang der Grenze zur Ukraine demontieren, fordert der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij erneut. In einer Videobotschaft am Samstag betont Selenskij, er meine vier Anlagen, die angeblich in den Gebieten Gomel und Brest stationiert seien:

    "Weißrussland hat Zeit, diese Anlagen zu demontieren."

    Außerdem erklärt Selenskij, die Ukraine kenne alle weißrussischen Unternehmen, die für Russland arbeiten sollen.

  • 19:37 Uhr

    Selenskij schickt Orden des Weißen Adlers per Post nach Polen

    Der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij hat Polen den Orden des Weißen Adlers zurückgegeben. Das erklärt er über die sozialen Medien. Selenskij schreibt:

    "Am Vortag betonte der polnische Präsident, dass der Orden des Weißen Adlers keine gewöhnliche Auszeichnung ist. Er ist ein Symbol des höchsten Vertrauens der Polnisch-Litauischen Union. Er bezeugt eine besondere Verbundenheit mit dem polnischen Staat und die besondere Dankbarkeit des Volkes. Ein solches Symbol verlangt nicht nur Verdienste, sondern auch Respekt vor den Werten, die das Fundament unserer Gemeinschaft bilden."

    Selenskij merkt an, dass dieses Symbol weiterhin mit Katharina der Großen, Benito Mussolini und Gerhard Schröder verbunden ist, und verspricht, dies nicht zu bestreiten. Nichtsdestotrotz sei die Ukraine dem polnischen Volk für dessen Unterstützung und Zusammenarbeit dankbar.

    Dazu veröffentlicht Selenskij Fotos aus einem Postamt. Auf einer Aufnahme ist ein Formular der Ukrposhta zu sehen. Als Empfänger ist der polnische Präsident und als Bestimmungsort sein Büro angegeben.

    Der polnische Präsident Karol Nawrocki hatte Selenskij den Orden am Vortag aberkannt.

  • 19:00 Uhr

    US-Biolabore in der Ukraine: Moskau wertet Aussagen von Tulsi Gabbard als Bestätigung

    Russlands Verteidigungsministerium hat erneut schwere Vorwürfe gegen die USA und die Ukraine im Zusammenhang mit biologischen Forschungseinrichtungen erhoben. Nach Angaben des Kommandeurs der russischen ABC-Abwehrtruppen, Alexei Rtischew, seien US-finanzierte Biolabore in der Ukraine zur Erforschung und Lagerung von Komponenten biologischer Waffen genutzt worden.

    Zusätzliche Aufmerksamkeit erhielt das Thema durch veröffentlichte Dokumente und Aussagen von Tulsi Gabbard, der Direktorin der Nationalen Geheimdienste der USA. Gabbard erklärte, die US-Regierung habe weltweit zahlreiche Biolabore finanziert, darunter auch Einrichtungen in der Ukraine, in denen mit gefährlichen Krankheitserregern gearbeitet worden sei.

    Russland wertet dies als Bestätigung seiner langjährigen Vorwürfe und sieht darin ein Eingeständnis, dass die Ukraine Teil eines größeren, von den USA unterstützten Biolabor-Netzwerks ist.

    Den Videobericht gibt es hier auf unserer Website zu sehen. 

  • 18:09 Uhr

    Tankwagen weicht Kamikaze-Drohne aus US-Produktion aus

    In den sozialen Medien kursieren Videoaufnahmen, auf denen zu sehen ist, wie ein russischer Tankwagen einer Kamikaze-Drohne ausweicht. Es soll sich um eine Drohne vom Typ Hornet aus US-Produktion handeln.

  • 17:27 Uhr

    IAEA: AKW Saporoschje erneut ohne externe Stromversorgung

    Die externe Stromversorgung des Atomkraftwerks Saporoschje ist zum 20. Mal seit dem Ausbruch des Ukraine-Konflikts ausgefallen, berichtet die Internationale Atomenergie-Organisation (IAEA).

    Die Organisation spricht über ein Problem mit den internen Systemen des Atommeilers, was für den Ausfall der Leitung Ferrosplawnaja-1 führte, der einzigen zugänglichen externen Stromleitung.

    Nach der Abschaltung wurden Notstromanlagen automatisch gestartet. Die Reparatur an der Hauptstromleitung Dnjeprowskaja, die seit drei Monaten abgeschaltet ist, dauert an. Die Arbeiten werden im Rahmen der lokalen Kampfpause durchgeführt, betont die IAEA.

  • 17:17 Uhr

    Tote und Verletzte nach ukrainischen Drohnenangriffen auf russische Regionen

    Die ukrainischen Streitkräfte haben nach Angaben des Chefs der Lugansker Volksrepublik (LVR), Leonid Passetschnik, Sprengsätze mithilfe einer Drohne auf eine belebte Straße in Richtung des Gebiets Rostow abgeworfen. Dabei kamen zwei Menschen ums Leben.

    Passetschnik zufolge ereignete sich der Vorfall, nachdem eine Person einen verdächtigen Gegenstand bemerkt und versucht hatte, ihn zu entfernen. Der Verkehr auf der Straße bleibt bis zum Abschluss des Einsatzes der Minenräumer eingeschränkt.

    Außerdem wurden im Gebiet Belgorod Zivilisten verletzt. Laut dem regionalen Krisenstab schlug eine FPV-Drohne in ein Gewerbeobjekt im Kreis Rakitnoje ein. Ein weiterer Mann wurde im Ort Proletarski verletzt. In der Stadt Schebekino erlitt ein Mann bei einem ukrainischen Drohnenangriff auf sein Auto Verletzungen.

  • 16:45 Uhr

    Russische Flugabwehr zerstört mehr als 50 Drohnen der Ukraine

    Einheiten der Flugabwehr haben 57 ukrainische Drohnen über Russland abgefangen und zerstört. Laut dem russischen Verteidigungsministerium wurden die Flugziele zwischen 7 und 14 Uhr (Moskauer Zeit) über acht Gebieten des Landes, über der Region Perm sowie über den Teilrepubliken Krim und Tatarstan vom Himmel geholt.

  • 16:00 Uhr

    Der Brite, der Donezk schuf: Warum der Westen denkt, die Stadt gehöre ihm

    Die meisten Menschen auf der Welt kennen Donezk seit dem gewaltsamen Regierungsputsch in der Ukraine im Jahr 2014 als eine Stadt, die sich westlichen Eliten in Kiew widersetzt hat. Die Ironie besteht darin, dass gerade diese Stadt von einem westlichen Geschäftsmann gegründet wurde. Denn die reichen westlichen Geschäftsleute haben Donezk schon seit Längerem auf dem Schirm ‒ genau genommen seit dem Ende des 18. Jahrhunderts.

    Mehr dazu in diesem Meinungsartikel von Wassilissa Sacharowa auf unserer Webseite.

  • 15:40 Uhr

    Ukrainische Drohnenattacke auf Erdölraffinerie im westsibirischen Tjumen abgewehrt

    Im westsibirischen Gebiet Tjumen ist am Samstag eine ukrainische Drohnenattacke abgewehrt worden. Wie Gouverneur Alexander Moor auf Telegram berichtet, habe das ukrainische Militär eine Ölraffinerie in der Gebietshauptstadt Tjumen ins Visier genommen. Das Werk sei nicht beschädigt worden. Das Personal sei jedoch in Sicherheit gebracht worden. Am Absturzort der Trümmer seien Sicherheitskräfte und Experten im Einsatz.

    Die Stadt Tjumen liegt rund 2.000 Kilometer Luftlinie östlich der ukrainischen Grenze und ist eine der wichtigsten Öl- und Gasförderregionen Russlands. Die dortige Raffinerie gilt als eine der modernsten des Landes und verfügt Branchenschätzungen zufolge über eine Kapazität von rund acht Millionen Tonnen pro Jahr.

  • 15:08 Uhr

    Selenskijs Präsidialamtschef Budanow verzichtet auf polnische Auszeichnung

    Im Geschichtsstreit zwischen Polen und der Ukraine hat auch der ukrainische Präsidialamtschef Kirill Budanow eine staatliche Auszeichnung des Nachbarlandes zurückgegeben. Er verzichte auf das Goldene Offizierskreuz des Verdienstordens der Republik Polen, mit dem er im vergangenen Jahr ausgezeichnet worden sei, schrieb der hochrangige Beamte auf Telegram. Auch der ukrainische Außenminister Andrei Sibiga und der ukrainische Botschafter in Warschau, Wassili Bondar, verzichteten auf die Orden, mit denen Polen sie ausgezeichnet hatte.

    Hintergrund ist die Entscheidung des polnischen Präsidenten Karol Nawrocki, seinem ukrainischen Amtskollegen Wladimir Selenskij den "Orden des Weißen Adlers" abzuerkennen. Budanow sprach in seinem Post von einer unfreundlichen Geste Nawrockis gegenüber dem ukrainischen Volk und einem Geschenk an Russland.

    Der polnische Ministerpräsident Donald Tusk rief Nawrocki und Selenskij zur Mäßigung auf. Der Konflikt zwischen Polen und der Ukraine freue den Kremlchef Wladimir Putin und schockiere die Verbündeten, schrieb der Politiker auf X. Der Streit eskaliert knapp eine Woche vor einer Wiederaufbaukonferenz für die Ukraine im polnischen Danzig.

    Selenskij hatte die höchste Auszeichnung Polens im Jahr 2023 von Nawrockis Vorgänger Andrzej Duda verliehen bekommen, um die Freundschaft zwischen Warschau und Kiew zu unterstreichen. Im Mai löste der ukrainische Staatschef jedoch den Streit aus, als er einer Armee-Einheit den Beinamen "Helden der UPA" verlieh.

    Kiew ehrt das Andenken an die Ukrainische Aufstandsarmee (UPA), obwohl ihre Mitglieder während des Zweiten Weltkrieges Massaker an Zehntausenden Polen und Juden in der heutigen Westukraine verübt hatten.

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Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.