Liveticker Ukraine-Krieg: DVR meldet sechs ukrainische Angriffe binnen 24 Stunden

11.01.2026 09:36 Uhr
09:36 Uhr
Finnland ist nicht mehr Mitglied des Abkommens gegen Antipersonenminen
Seit diesem Wochenende ist Finnland offiziell nicht mehr Mitglied des Ottawa-Abkommens zum Verbot von Antipersonenminen. Die finnische Regierung hat am 10. Juli 2025 den Vertrag offiziell bei den UN gekündigt. Ein Austritt wird sechs Monate danach wirksam. Das nordische EU- und NATO-Land begründet seine Entscheidung mit Verteidigungsgründen und verweist auf die Verschlechterung der Sicherheitslage seit dem Ausbruch des Ukraine-Krieges. Der Austritt aus dem Vertrag ermöglicht es Finnland, Antipersonenminen wieder in sein militärisches Arsenal aufzunehmen.
Auch Estland, Litauen, Lettland und Polen haben das Ottawa-Übereinkommen gekündigt.
09:05 Uhr
Beschuss auf Siedlungen im Gebiet Cherson: Mehr als 40 Geschosse aus Ukraine abgefeuert
Die Behörden im von Russland kontrollierten Teil des Gebiets Cherson melden andauernde Angriffe auf Siedlungen am linken Dnjepr-Ufer. Den Angaben zufolge habe die ukrainische Artillerie im Laufe des 10. Januar 23 Geschosse auf sechs Ortschaften abgefeuert. Die Zahl der eingeschlagenen Geschosse listen die Behörden wie folgt auf:
- Golaja Pristan — 4,
- Nowaja Kachowka — 2,
- Sburjewka — 3,
- Ljubimowka — 2,
- Aljoschki — 5,
- Kachowka — 7.
Wie die Behörden weiter mitteilen, habe der Beschuss auch in der Nacht zum Sonntag angedauert. Auf zivile Infrastrukturen der von Russland kontrollierten Ortschaften Pestschanoje, Sawodowka, Tschernjanka und Wolynskoje seien insgesamt 18 Geschosse abgefeuert worden.
Berichte über Opfer und Schäden liegen bislang nicht vor.
08:30 Uhr
Merz will Indiens Kontakte zu Russland für Friedenslösung nutzen
Bundeskanzler Friedrich Merz bricht am Sonntag zu einem zweitägigen Indien-Besuch auf. Das mit mehr als 1,4 Milliarden Einwohnern bevölkerungsreichste Land der Welt bezieht viel Gas und Öl aus Russland. Kurz vor Merz' Reise hat die Bundesregierung das südasiatische Land aufgefordert, die Käufe von Brennstoffen aus Russland zurückzuschrauben. Der stellvertretende Regierungssprecher Steffen Meyer sagte:
"Die Bundesregierung wirkt ebenso wie die EU darauf hin, dass die indische Regierung die Umgehung von gegen Russland gerichteten Sanktionen durch indische Unternehmen unterbindet, sowie die Energieimporte aus Russland nach Indien auch reduziert werden."
Dazu führe die Bundesregierung auf verschiedenen Ebenen Gespräche. Dies gelte auch für die bevorstehende Reise, hieß es. Außerdem geht die Bundesregierung davon aus, dass Indien mit seinen Kontakten nach Russland womöglich hilfreich bei den diplomatischen Bemühungen um ein Ende des Ukraine-Krieges sein könnte.
Auch die USA fordern von Indien, den Kauf von Öl aus Russland zu beschränken.
08:02 Uhr
Ein Todesopfer, drei Verletzte und Schäden durch ukrainische Drohnenattacke auf Woronesch
In der Nacht zum Sonntag haben die ukrainischen Streitkräfte die Stadt Woronesch und zwei weitere Bezirke des gleichnamigen russischen Gebiets mit unbemannten Luftfahrzeugen angegriffen. Gouverneur Alexander Gussew meldete auf Telegram mehrere Verletzte und Schäden. Über der Gebietshauptstadt und zwei anderen Bezirken des Gebiets seien 17 gegnerische Drohnen abgefangen worden, gab der Politiker bekannt. Es habe sich um eine der massivsten Attacken auf die Region gehandelt.
Gussew teilte mit, dass infolge der Drohnenattacke drei Frauen und ein Mann verletzt worden seien. Eine Einwohnerin habe ein Schädel-Hirn-Trauma erlitten. Eine andere sei mit einer penetrierenden Wunde am Bauch ins Krankenhaus eingeliefert worden. Die restlichen zwei Opfer hätten sich leichte Schnittwunden zugezogen.
In einem späteren Eintrag schrieb der Politiker, dass eine der Verletzten ihren schweren Wunden erlegen sei. Er drückte der Familie und den Angehörigen der Frau sein Beileid aus.
Unter den Sachschäden erwähnte der Gouverneur zehn Mehrfamilienhäuser. Zwei Gebäude seien in Brand geraten. Die Flammen seien aber schnell gelöscht worden. Darüber hinaus seien zehn Einfamilienhäuser, eine Schule, eine Stelle der örtlichen Rettungskräfte, etliche Verwaltungsgebäude, ein Spezialfahrzeug und zwei Autos zu Schaden gekommen.
07:34 Uhr
Russische Luftabwehr zerstört innerhalb von drei Stunden 33 ukrainische Drohnen
Russlands Verteidigungsministerium hat in der Nacht zum Sonntag auf Telegram weitere Versuche der ukrainischen Streitkräfte gemeldet, Objekte in Russland mit Drohnen anzugreifen. Demnach habe die russische Luftabwehr im Zeitraum von 18 Uhr MEZ bis 21 Uhr MEZ am Samstag 33 unbemannte Luftfahrzeuge des Gegners abgeschossen. Die Zahl der zerstörten Drohnen listete die Behörde wie folgt auf:
- Gebiet Woronesch – 17,
- Gebiet Kursk – 8,
- Gebiet Brjansk – 5,
- Gebiet Belgorod – 3.
Weitere Einzelheiten teilte das Ministerium nicht mit.
07:00 Uhr
DVR meldet sechs ukrainische Angriffe binnen 24 Stunden

Archivbild: Folgen einer ukrainischen Attacke auf die Stadt Donezk, 30. November 2025TAISSIJA WORONZOWA / Sputnik Die Behörden in Donezk haben innerhalb der vergangenen 24 Stunden sechs Angriffe durch ukrainische Truppen registriert. Demnach wurden auf das Territorium der Volksrepublik sechs Geschosse abgefeuert. Bei den Angriffen in der Zeitspanne von 0 Uhr am 10. Januar bis 0 Uhr am 11. Januar (Ortszeit) wurden keine Opfer unter der Zivilbevölkerung gemeldet. Zu Schaden kamen mehrere Autos und ein ziviles Infrastrukturobjekt.
Am Vortag hatten die Behörden von Donezk keine Angriffe aus der Ukraine gemeldet. Berichte über Opfer und Schäden lagen nicht vor.
10.01.2026 20:00 Uhr
20:00 Uhr
Damit beenden wir für heute den Live-Ticker zur Lage im Ukraine-Konflikt. Morgen früh ab 7 Uhr geht es mit der Berichterstattung weiter. Wir wünschen unseren Lesern trotz aller Spannungen in der Welt eine gute Nacht!
19:59 Uhr
Selenskij kündigt neue SBU-Operationen gegen Russland an
Der Sicherheitsdienst der Ukraine (SBU) bereitet sich auf neue Kampfhandlungen gegen Russland vor. Dies behauptet der ukrainische Machthaber Wladimir Selenskij nach einem Treffen mit dem amtierenden SBU-Chef Jewgeni Chmara. Auf seinem Telegram-Kanal schreibt er:
"Auch neue Operationen sind vereinbart."
19:29 Uhr
Drohnen, Training, Einsatz: Ein russischer Kommandeur im Gespräch

In unserer Sendung zeigen wir ein Interview mit Leutnant Konstantin Krupodjorow, Kommandeur eines Angriffszuges der russischen Luftlandetruppen, der aus russischer Perspektive über Ausbildung, taktisches Vorgehen und den Alltag seiner Einheit im Krieg gegen die Ukraine berichtet.
Er spricht unter anderem über den Einsatz von Drohnen, Trainingsmethoden, schwierige Versorgungsbedingungen und längere Einsätze an der Front. Die Aussagen werden im Beitrag journalistisch eingeordnet.
Ein Video dazu gibt es hier auf unserer Webseite.
19:07 Uhr
Zehn ukrainische Drohnen über russischen Regionen abgeschossen
Die Luftabwehr hat innerhalb von vier Stunden zehn Drohnen der ukrainischen Streitkräfte über sechs russischen Regionen zerstört, teilt das russische Verteidigungsministerium mit. Im Bericht auf dem Telegram-Kanal der Behörde heißt es:
"Zwischen 16 Uhr und 20 Uhr Moskauer Zeit wurden von den diensthabenden Luftabwehrkräften zehn ukrainische Drohnen vom Typ Flugzeug zerstört:
- drei über dem Territorium des Gebiets Belgorod,
- zwei über dem Territorium des Gebiets Kursk,
- zwei über dem Territorium des Gebiets Woronesch,
- eine über dem Territorium des Gebiets Rostow,
- eine über dem Territorium des Gebiets Brjansk,
- eine über dem Territorium der Republik Dagestan."
Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.
Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.

