International

Liveticker Ukraine-Krieg: Russische Armee befreit zwei Orte

Russland führt gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine Militäroperation in der Ukraine durch. Der Westen reagiert mit immer neuen Waffenlieferungen an die Ukraine und beispiellosen Sanktionen gegen Russland. Lesen Sie hier die neuesten Entwicklungen.
Liveticker Ukraine-Krieg: Russische Armee befreit zwei Orte
  • 22.07.2026 18:05 Uhr

    18:05 Uhr

    Minsk dementiert Berichte über Bau befestigter Anlagen an Grenze zu Ukraine

    Weißrusslands Verteidigungsminister Wiktor Chrenin hat Berichte zurückgewiesen, wonach Weißrussland angeblich Befestigungsanlagen an der Grenze zur Ukraine errichte. In einem Gespräch mit Journalisten bezeichnete er solche Falschmeldungen als einen Krieg im Informationsraum, der gegen Minsk geführt werde. 

    "Das entspricht in keiner Weise der Realität."

    Diese Behauptungen zielten darauf ab, "Spannungen in unserer und auch in der ukrainischen Gesellschaft zu schüren", betonte Chrenin. 

  • 17:35 Uhr

    Russische Armee greift drei Frachter und mehrere Lagerstätten in Odessaer Häfen an

    Im Laufe des Tages setzten die Streitkräfte der Russischen Föderation ihre Angriffe auf ukrainische Häfen und Seeschiffe sowie auf Logistikzentren fort, die im Interesse der ukrainischen Streitkräfte eingesetzt werden. Das gab das russische Verteidigungsministerium in einer Mitteilung bekannt. Alle Ziele seien mit hochpräzisen Boden- und Luftwaffen sowie Kampfdrohnen getroffen worden. Darunter waren: 

    • im Hafen "Tschernomorsk" ein Trockenfrachter während der Entladung von Fracht, die für die Versorgung der ukrainischen Streitkräfte bestimmt war, sowie die Hafeninfrastruktur eines Logistikzentrums, das zur Lagerung von Militärgütern genutzt wurde, und Tanks mit Kraft- und Schmierstoffen;
    • im Hafen "Odessa" Objekte der Hafeninfrastruktur, die zum Entladen und zur Lagerung von militärischen Gütern genutzt werden;
    • auf See ein Trockenfrachter und ein Massengutfrachter, die Fracht für die ukrainischen Streitkräfte in den Hafen "Odessa" transportierten.

    Darüber hinaus wurden in der Stadt Odessa und in Molodeschnoje (10 km südwestlich von Odessa) drei Lager mit unbemannten Luftfahrzeugen, die für die Belieferung der ukrainischen Streitkräfte bestimmt waren, durch Angriffsdrohnen getroffen.

  • 17:00 Uhr

    Personalwechsel in der ukrainischen Militärführung: Deutsche Medien sind besorgt 

    Die deutschen Medien sind wegen des Umbaus im ukrainischen Militärblock beunruhigt. Sie sehen die vermeintliche Einheit des Landes in Gefahr, was dem Gegner nutzen könnte. Der Machtkampf könnte eine größere Gefahr für sein Land darstellen, als alles, was Moskau dem ukrainischen Militär entgegensetzen kann, zitiert  Focus einen ukrainischen Frontsoldaten. Hier eine Auswahl an Schlagzeilen mit düsteren Prognosen für militärische Perspektiven der Ukraine:

    "Hat sich Präsident Selenskij verrechnet?" — RND.

    "Dann wird Selenskij zu einer Art Hochzeitsgeneral" — Die Welt.

    "Soldat: Machtkampf in der Ukraine rund um General Syrsky gefährlicher als Putin" — Focus.

    "Finnland oder Afghanistan: Wohin führt Selenskij die Ukraine?" — Berliner Zeitung.

    "Wut auf Selenskij vor dem Hintergrund des Kriegs in der Ukraine — ein Signal sogar für Deutschland und die NATO" — Merkur.

  • 16:30 Uhr

    Einzelheiten über die Befreiung von Blagodatnoje bekannt – fünf Quadratkilometer Vorstoß 

    Militärblog Colonelcassad teilt Einzelheiten über den rasanten Vorstoß der russischen Armee in der Ortschaft Blagodatnoje mit. Daran seien Gardisten der 36. eigenständigen motorisierten Schützenbrigade der 29. Armee der Truppengruppe "Ost" beteiligt gewesen, so der Blog. 

    "Die Soldaten aus Transbaikalien haben ein großes Verteidigungsgebiet des Gegners mit einer Fläche von mehr als fünf Quadratkilometern unter ihre Kontrolle gebracht. In langwierigen Kämpfen wurden folgende Ziele vernichtet: bis zu einem Zug am Personal der 82. motorisierten Schützenbrigade der ukrainischen Streitkräfte, vier gepanzerte Kampffahrzeuge, sieben Fahrzeuge, drei bodengestützte Robotersysteme sowie 32 Hexacopter vom Typ "Baba Jaga". 

    Die Befreiung von Blagodatnoje war das Ergebnis eines massiven, koordinierten Einsatzes von Luftwaffe, Artillerie und Drohnenbesatzungen sowie der gut abgestimmten Arbeit der Sturmtruppen. Die Befreiung dieser Ortschaft ermöglichte es, die erreichten Stellungen zu festigen und die Befreiung der Oblast Saporischschja fortzusetzen". 

    In einem Video, das Drohnenführer der 36. Schützenbrigade dem Kanal zur Verfügung gestellt haben, ist die Vernichtung der gegnerischen Technik und des Personals anhand einiger Beispiele dokumentiert. Warnung: Manche Bilder können verstörend wirken. 

  • 15:52 Uhr

    Betriebe des Agrarkonzerns Miratorg im Gebiet Brjansk angegriffen

    Die ukrainischen Streitkräfte haben drei Produktionsstätten des Agrarkonzerns Miratorg im Gebiet Brjansk angegriffen, teilte der Pressedienst des Unternehmens am Mittwoch mit.

    In einem Betrieb wurden mehrere Produktionsgebäude durch Beschuss schwer beschädigt. Infolge des Angriffs ist es auf dem Gelände zu einem Brand gekommen. Es gibt keine Verletzten.

    Bei einem Drohnenangriff auf einen weiteren Miratorg-Betrieb erlitt ein Wachmann Splitterverletzungen. Er wurde medizinisch versorgt und befindet sich in stabilem Zustand. 

    Ein Futtermitteltransporter, der gerade auf dem Territorium einer Schweinefabrik entladen wurde, wurde bei einem Drohnenangriff ebenfalls beschädigt. Der Fahrer blieb unverletzt.

  • 15:30 Uhr

    Frontbericht des russischen Verteidigungsministeriums

    Im Frontbericht des russischen Verteidigungsministeriums vom Mittwoch heißt es, dass die Ukraine in den vergangenen 24 Stunden mehr als 1.270 Soldaten verloren hat. 

    Im Zuständigkeitsbereich des Truppenverbandes Nord beliefen sich die Verluste der ukrainischen Truppen auf mehr als 250 Soldaten. Zudem zerstörte das russische Militär vier gepanzerte Kampffahrzeuge, zehn Autos, eine Selbstfahrlafette vom Typ Bogdana, einen Mehrfachraketenwerfer vom Typ Werba und eine Station für elektronische Kampfführung.

    Im Zuständigkeitsbereich des Truppenverbandes West verlor das ukrainische Militär etwa 210 Kämpfer. Zusätzlich eliminierte der Verband ein gepanzertes Kampffahrzeug, 13 Autos, zwei Feldartilleriegeschütze und einen Mehrfachraketenwerfer vom Typ Werba.

    Im Abschnitt des Truppenverbandes Süd büßte das ukrainische Militär mehr als 140 Kämpfer ein. Zudem wurden vier gepanzerte Kampffahrzeuge, 31 Autos und vier Artilleriegeschütze zerstört.  

    Im Zuständigkeitsbereich des Truppenverbandes Mitte verlor das ukrainische Militär etwa 240 Kämpfer. Der Verband der russischen Armee setzte drei gepanzerte Kampffahrzeuge, vier Autos, drei Feldartilleriegeschütze und eine Station für elektronische Kampfführung außer Gefecht.  

    Durch entschlossene Aktionen des Truppenverbandes Ost mussten ukrainische Truppen einen Verlust von etwa 380 Soldaten hinnehmen. Ferner eliminierte das russische Militär in diesem Operationsbereich ein  gepanzertes Kampffahrzeug, elf Autos, ein Artilleriegeschütz und einen Mehrfachraketenwerfer vom Typ Grad.

    Die Verluste der ukrainischen Truppen im Zuständigkeitsbereich des Truppenverbandes Dnjepr beliefen sich auf mehr als 50 Soldaten. Außerdem neutralisierte der Verband 14 Autos und eine Station für elektronische Kampfführung.

    Kampfflugzeuge, Drohnen, Raketentruppen und Artillerie der russischen Streitkräfte haben zwei Startrampen des Küstenraketenkomplexes vom Typ Neptun, Logistikzentren, Werkstätten für Langstreckendrohnen, Objekte der Energie- und Transportinfrastruktur, die von ukrainischen Streitkräften genutzt werden, angegriffen. Vorübergehende Stationierungsorte der bewaffneten Formationen der ukrainischen Armee und ausländischer Söldner in 152 Bezirken wurden ebenfalls getroffen. 

    Russische Luftabwehrkräfte haben neun gelenkte Bomben und 808 Starrflüglerdrohnen abgeschossen.

    Seit Beginn der militärischen Sonderoperation wurden insgesamt 673 gegnerische Flugzeuge, 284 Hubschrauber, 186.998 unbemannte Luftfahrzeuge, 667 Flugabwehrraketensysteme, 30.252 Panzer und gepanzerte Kampffahrzeuge, 1.765 Mehrfachraketenwerfer, 35.857 Feldartillerie- und Mörsergeschütze sowie 67.140 militärische Spezialfahrzeuge außer Gefecht gesetzt.

  • 15:25 Uhr

    Neuer Oberkommandierender der ukrainischen Streitkräfte – Wer ist Michail Drapaty?

    Michail Drapaty wird zum neuen Oberkommandierenden der ukrainischen Streitkräfte. Der Militär ist unter anderem im Zusammenhang mit der "Antiterroroperation" im Donbass und dem gescheiterten Überfall auf das Gebiet Kursk bekannt.

    Lesen Sie dazu mehr hier auf unserer Webseite.

  • 14:53 Uhr

    Russische Armee befreit zwei Orte

    Das Verteidigungsministerium in Moskau teilte am Mittwoch mit, dass die russischen Streitkräfte binnen 24 Stunden zwei Orte befreit haben.

    Im Zuge aktiver Handlungen haben die Einheiten des Truppenverbandes Nord die Ortschaft Artelnoje im Gebiet Charkow unter Kontrolle genommen. 

    Die Einheiten des Truppenverbandes Ost haben ihren Vormarsch in die Tiefe der gegnerischen Verteidigungslinien fortgesetzt und die Siedlung Blagodatnoje im Gebiet Saporoschje befreit.

  • 14:15 Uhr

    Medien: Moskau und Ankara stehen in Kontakt bezüglich Kiews Angriffe auf Blue Stream 

    Russland und die Türkei stünden in Kontakt bezüglich der Attacken der ukrainischen Streitkräfte auf die Infrastruktur der Gaspipeline Blue Stream. Dies teilte RIA Nowosti unter Berufung auf eine Quelle in der türkischen Regierung mit. Die Zusammenarbeit erfolge über die erforderlichen Kommunikationskanäle. 

    Am 8. Juli teilte Russlands Energieunternehmen Gazprom mit, dass die Kompressorstation Krasnodarskaja, die die Gasversorgung über die Blue-Stream-Pipeline sicherstellt, von Drohnen angegriffen wurde. Ziel der Attacke war es, "die ununterbrochene Gasversorgung der Türkei durch Russland zu unterbrechen". 

    Russland hat die Türkei wiederholt auf Kiews anhaltende Versuche aufmerksam gemacht, die Infrastruktur der Pipelines TurkStream und Blue Stream anzugreifen, kommentierte der Kremlsprecher Dmitri Peskow den Angriff.

  • 13:38 Uhr

    Gebiet Cherson: Drei Verletzte binnen 24 Stunden

    Nach Angaben von Wladimir Saldo, dem Gouverneur des Gebiets Cherson, wurden im Laufe des Tages drei Zivilisten verletzt. Infolge von gegnerischen Drohnenangriffen haben die drei Männer Verletzungen unterschiedlichen Grades erlitten. Zahlreiche Schäden an Infrastruktur und Eigentum haben die Behörden in acht Ortschaften verzeichnet.

    In den vergangenen 24 Stunden wurden insgesamt 53 ukrainische Drohnen über der Region abgeschossen.

Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.

Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.

Top-Artikel