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Liveticker Ukraine-Krieg – Kremlsprecher Peskow: Putin wird Donbass besuchen

Russland führt gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine Militäroperation in der Ukraine durch. Der Westen reagiert mit immer neuen Waffenlieferungen an die Ukraine und beispiellosen Sanktionen gegen Russland. Hier lesen Sie die neuesten Entwicklungen.
Liveticker Ukraine-Krieg – Kremlsprecher Peskow: Putin wird Donbass besuchenQuelle: Sputnik © Alexander Wilf
  • 3.12.2022 20:00 Uhr

    20:00 Uhr

    Damit beenden wir für heute den Live-Ticker zur Lage im Ukraine-Konflikt. Morgen früh ab 7 Uhr geht es mit der Berichterstattung weiter. Wir wünschen unseren Lesern trotz aller Spannungen in der Welt eine gute Nacht!

  • 19:59 Uhr

    "Ukraine rückt vor und Russland beschießt Infrastruktur" – Türkischer Außenminister sieht mehr Leid auf Europäer zukommen

    Auf dem "Mittelmeer-Dialog" am Freitag in Rom forderte der türkische Außenminister Mevlüt Çavuşoğlu die "Westakteure" zurück an den Verhandlungstisch mit Russland. Die Ukraine rücke zwar vor und könne gewisse Gebiete zurückerobern, dafür beschieße Russland gezielt zivile Infrastruktur.

    Als wäre es nicht schon schwer genug, prognostizierte Çavuşoğlu, dass das Leben noch schwieriger werde – "vor allem für die Ukrainer und für die Europäer". Die westlichen Verbündeten müssen davon überzeugt werden, etwas für den Frieden zu tun, forderte der türkische Außenminister und hoffte, dass gemeinsam noch vor dem Frühling ein Waffenstillstand oder Verhandlungen erreicht werden können.

    Russland betrachtet das NATO-Bündnis bereits als direkt am Krieg beteiligt. Das Ziel der Allianz sei die Zerstörung Russlands. Im Westen werde bereits darüber spekuliert, in wie viele Teile die Russische Föderation aufgeteilt werden soll und wem untergeordnet. Gleichzeitig müsse Deutschland unter Kontrolle gehalten werden.

  • 19:32 Uhr

    Macron schlägt vor, über neue Sicherheitsarchitektur und Garantien für Russland nachzudenken

    Der französische Präsident Emmanuel Macron hat vorgeschlagen, darüber nachzudenken, wie es nach dem Ende der Feindseligkeiten in der Ukraine weitergehen soll, und von einer neuen Sicherheitsarchitektur sowie Garantien für Russland zu sprechen. Dies sagte er in einem Interview mit TF1 und LCI nach seinem Besuch in den USA. Macron erklärte:

    "Es gibt eine Sache, auf die wir uns vorbereiten müssen, und das ist das, was wir mit Präsident Biden besprochen haben – das ist die Sicherheitsarchitektur, innerhalb derer wir morgen leben wollen."

    Er erinnerte an die Befürchtungen Russlands, dass die NATO "vor der eigenen Haustür steht." Der französische Regierungschef behauptete:

    "Das wird Teil der Friedensfaktoren sein, und deshalb müssen wir uns auch darauf vorbereiten: Was wir bereit sind zu tun, wie wir unsere Verbündeten und Mitgliedsstaaten schützen und gleichzeitig Garantien für Russlands eigene Sicherheit geben, wenn es an den Verhandlungstisch zurückkehrt."

  • 19:03 Uhr

    Rentnerin aus Nischni Nowgorod spendet ihre Ersparnisse für Quadrocopter für russische Streitkräfte

    Walentina Pawlowna aus dem Gebiet Nischni Nowgorod kaufte Drohnen für die russische Armee mit 500.000 Rubel, die sie zur Seite gelegt hatte. Die Rentnerin übergab das Geschenk persönlich an einen der russischen Militärs. Sie sagte:

    "Ich habe mich an meine Verwandten erinnert, die im Großen Vaterländischen Krieg gekämpft haben. Und ich denke, dass ich dieses Geld in erster Linie zum Gedenken an sie und um der Zukunft meiner Enkel und Urenkel willen spenden werde. Geld ist Geld, und es wird für die Jungs trotzdem eine spürbare Hilfe sein."

    Jeder der Quadrocopter trägt die Gravur "Schatrowez WP". Die Frau erklärte, dass das Wort Schatrowez für ihr Heimatdorf Schatki stehe und WP ihr zweiter Vorname sei – Walentina Pawlowna.

  • 18:12 Uhr

    Lukaschenko: Weißrussische und russische Streitkräfte trainieren als eine Armee

    Bei einem Treffen mit dem russischen Verteidigungsminister Sergei Schoigu erklärte der weißrussische Präsident Alexander Lukaschenko, dass das weißrussische und das russische Militär in der Republik eine Kampfharmonisierung durchführten und sich als einheitliche Armee darauf vorbereiteten, jegliche Aggression abzuwehren. Lukaschenko sagte gegenüber Schoigu:

    "Ich denke, der weißrussische Verteidigungsminister hat Sie bereits über die Situation in Weißrussland, die Ausbildung und die Kampfharmonisierung der weißrussischen und russischen Einheiten in Weißrussland informiert. Ich muss sagen, dass wir das ernst genommen haben. Sowohl weißrussische als auch russische Offiziere werden ausgebildet. Damit unsere ersten Reihen – die Verteidiger des Unionsstaates – im Bedarfsfall in der Lage sind, jeden Angriff abzuwehren."

    Ihm zufolge würden derzeit Fragen von der medizinischen Ausrüstung bis hin zu Uniformen und Waffen geklärt. Der Präsident sagte:

    "Wir machen uns heute als eine einzige Gruppierung, eine einzige Armee bereit."

    Er betonte, dass alles so ablaufe, wie mit dem russischen Präsidenten vereinbart. Lukaschenko stellte fest:

    "Sie sind sich dessen nicht nur bewusst, sondern setzen es mit unserem Verteidigungsministerium auch um. Wir sind dabei, die diesbezüglichen Pläne zu erfüllen."

  • 17:24 Uhr

    Schoigu: Weißrussland ist zuverlässiger Partner Russlands

    Die alliierten Beziehungen zu Weißrussland haben angesichts des beispiellosen Drucks des Westens und seines unerklärten Krieges gegen den Unionsstaat besondere Bedeutung erlangt, so der russische Verteidigungsminister Sergei Schoigu. Bei Gesprächen mit seinem weißrussischen Amtskollegen, Wiktor Chrenin, am Samstag in Minsk sagte er:

    "Die Republik Weißrussland ist und bleibt unser zuverlässiger Partner. Dies ist heute besonders wichtig, in einer Zeit, in der der kollektive Druck des Westens und ein unerklärter Krieg gegen unsere Länder beispiellos sind."

    Der russische Militärchef lobte die Entschlossenheit Weißrusslands, sich dem feindlichen Kurs der Vereinigten Staaten und ihrer Verbündeten zu widersetzen, und die Bereitschaft, gemeinsam die militärische Sicherheit des Unionsstaates zu gewährleisten. Schoigu erinnerte auch daran, dass gemäß dem Beschluss der Präsidenten der beiden Länder russische und weißrussische Truppenformationen und Militäreinheiten, die dem regionalen Truppenverband zugeordnet sind, derzeit in Weißrussland ausgebildet werden.

  • 16:51 Uhr

    Schoigu trifft zu Gesprächen mit weißrussischem Verteidigungsminister in Minsk ein

    Der russische Verteidigungsminister Sergei Schoigu ist zu Gesprächen mit seinem Amtskollegen Wiktor Chrenin in Weißrussland eingetroffen, berichtet Sputnik Belarus unter Berufung auf den Leiter der Abteilung für internationale militärische Zusammenarbeit des Landes, Waleri Rewenko. Auf Twitter schrieb er:

    "Der Chef des russischen Verteidigungsministeriums, Armeegeneral Schoigu, kommt zu einem Arbeitsbesuch in die Republik Belarus."

    Es wird darauf hingewiesen, dass das Flugzeug des russischen Militärchefs auf dem Flugplatz Matschulitschschi in der Nähe von Minsk gelandet ist. Chrenin und Schoigu führen in der weißrussischen Hauptstadt Gespräche über aktuelle Fragen der Zusammenarbeit im militärischen und militärtechnischen Bereich.

    Im weiteren Verlauf des Treffens unterzeichneten die Minister ein Protokoll zum Abkommen über die gemeinsame Gewährleistung der regionalen Sicherheit im militärischen Bereich vom 19. Dezember 1997.

  • 16:17 Uhr

    Peskow: Putin wird Donbass besuchen

    Der russische Präsident Wladimir Putin werde dem Donbass einen Besuch abstatten, wie Dmitri Peskow, Pressesprecher des russischen Präsidenten, mitteilte. Peskow sagte vor Reportern:

    "Mit der Zeit wird das natürlich passieren, es ist ein Gebiet der Russischen Föderation."

    Ende September hielten die Volksrepubliken Donezk und Lugansk sowie die Gebiete Saporoschje und Cherson Referenden über die Zugehörigkeit zu Russland ab, bei denen eine überwältigende Mehrheit der Einwohner dafür stimmte. Putin unterzeichnete die Gesetze über die Aufnahme der Gebiete in das Land am 5. Oktober.

  • 15:54 Uhr

    Kreml: Russland wird keine Obergrenze für Ölpreis akzeptieren

    Russland wird eine Obergrenze für seine Ölpreise nicht akzeptieren und führt eine "schnelle Analyse" weiterer Marktbewegungen durch, sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow. Er erklärte:

    "Wir werden diese Obergrenze nicht akzeptieren. Und wie soll die Arbeit organisiert werden? Nach der Analyse, die rasch erfolgen wird, werden wir entsprechend berichten."

    Nach Angaben des stellvertretenden Leiters der Präsidialverwaltung Russlands sind bestimmte Vorbereitungen für die Einführung von Preisbeschränkungen getroffen worden.

  • 15:36 Uhr

    Russlands ständiger Vertreter in Wien: Europa wird ab diesem Jahr ohne russisches Öl leben

    Russland werde nicht mit Ländern zusammenarbeiten, die das Ölembargo unterstützt haben, insbesondere Europa werde ohne russischen Treibstoff auskommen müssen, sagt der ständige Vertreter Russlands bei internationalen Organisationen in Wien, Michail Uljanow. In einem Tweet schrieb er:

    "Ab diesem Jahr wird Europa ohne russisches Öl auskommen müssen. Moskau hat bereits deutlich gemacht, dass es kein Öl an die Länder liefern wird, die eine marktfeindliche Preisobergrenze unterstützen. Warten Sie nur. Schon bald wird die EU Russland beschuldigen, Öl als Waffe einzusetzen."

    Am Vortag hatten sich die G7-Länder und Australien auf eine Preisobergrenze für den Kauf von Erdöl russischer Herkunft von 60 US-Dollar pro Barrel geeinigt. Die sogenannte Obergrenze für den Preis der Seelieferungen von Erdöl wird am 5. Dezember, die für Erdölerzeugnisse ab dem 5. Februar 2023 in Kraft treten,. Gleichzeitig ermöglichen die Sanktionen eine Anpassung der Marke.

    Präsident Wladimir Putin sagte zu der Initiative, dass Russland nichts ins Ausland liefern werde, was seinen Interessen schade. Der stellvertretende Ministerpräsident Russlands Aleksander Nowak fügte hinzu, dass Moskau kein Öl in Länder exportieren werde, die eine Preisobergrenze festlegen würden, weder bei 60 US-Dollar pro Barrel noch zu anderen Kosten. Ihm zufolge werde Russland mit denjenigen zusammenarbeiten, die bereit sind, unter Marktbedingungen zu kooperieren.

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Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.