Liveticker Ukraine-Krieg: Kiew verhängt Sanktionen gegen 225 Kapitäne der Schattenflotte

22.02.2026 11:34 Uhr
11:34 Uhr
Sechs Verletzte bei ukrainischen Angriffen auf 55 Ortschaften im Gebiet Belgorod
Gouverneur Wjatscheslaw Gladkow veröffentlicht jeden Tag auf Telegram Statistiken über ukrainische Angriffe auf Siedlungen im russischen Grenzgebiet Belgorod. Aus dem heutigen Eintrag geht hervor, dass das ukrainische Militär in den vergangenen 24 Stunden 55 Ortschaften in zehn Bezirken angegriffen habe. Der Gegner habe mindestens 13 Geschosse abgefeuert und 203 Drohnen eingesetzt, von denen 121 abgeschossen worden seien.
In der Statistik berichtet der Politiker über mehrere Verletzte. In der Siedlung Nikolski habe ein Mann schwere Verletzungen erlitten, als eine FPV-Drohne seinen Kleintransporter getroffen habe. Bei einer Drohnenattacke auf ein Auto in der Siedlung Krassiwo seien ein Mann und ein drei Jahre altes Mädchen verletzt worden. Bei einer ähnlichen Attacke sei ein Einwohner der Siedlung Potschajewo zu Schaden gekommen. Nahe der Siedlung Golowtschino seien ein Mann und eine Frau verletzt worden, als eine FPV-Drohne ihr Auto angegriffen habe. Außerdem hätten am Samstag drei Menschen medizinische Einrichtungen aufgesucht, nachdem sie noch am 20. Februar bei ukrainischen Attacken auf die Ortschaften Berjosowka, Michailowka und Nowaja Tawolschanka Verletzungen erlitten hätten.
Gladkow meldet darüber hinaus zahlreiche Sachschäden. Demnach seien in den vergangenen 24 Stunden zehn Wohnungen in vier Mehrfamilienhäusern, acht Einfamilienhäuser, vier Geschäfte, drei Energieobjekte, zwei Stromleitungen, zwei Gasleitungen, eine Garage, fünf Lkw, ein Kleintransporter, vier Minibusse, 30 Autos und ein Anhänger zerstört oder beschädigt worden.
11:07 Uhr
Vier Autos im russischen Grenzgebiet Kursk durch Attacken aus Ukraine beschädigt
Die ukrainischen Streitkräfte setzen ihre Attacken auf das russische Grenzgebiet Kursk fort. Gouverneur Alexander Chinschtein berichtet in der täglichen Statistik auf Telegram über andauernde Artillerie- und Drohnenangriffe auf die Region. Wie der Politiker mitteilt, seien im Zeitraum von 7 Uhr MEZ am 21. Februar bis 5 Uhr MEZ am 22. Februar 38 ukrainische Drohnen abgeschossen worden. Zudem habe die gegnerische Artillerie in dieser Zeit 22-mal grenznahe evakuierte Ortschaften unter Beschuss genommen. Es habe außerdem vier Angriffe gegeben, bei denen unbemannte Luftfahrzeuge Sprengsätze auf Objekte im Gebiet Kursk abgelassen hätten.
Chinschtein meldet keine Opfer unter der Zivilbevölkerung. Der Politiker berichtet aber über Schäden. In der Siedlung Chomutowka seien drei Autos zu Schaden gekommen. Auch in der Siedlung Olchowka sei ein Auto durch Splitter beschädigt worden.
10:35 Uhr
Ukraine wirft Ungarn und Slowakei im Erdölstreit Erpressung vor
Die Ukraine hat den EU-Mitgliedern Ungarn und Slowakei im Streit um Energielieferungen Provokation und Erpressung vorgeworfen. Außenminister Andrei Sibiga bezeichnete Drohungen aus Budapest und Bratislava, der Ukraine nun die Stromlieferungen abzustellen, als unverantwortlich. Der Diplomat schrieb auf der Plattform X:
"Das bedroht die Energiesicherheit der gesamten Region."
Kiew erwäge deshalb, den im Assoziierungsabkommen mit der EU vereinbarten Frühwarnmechanismus in Kraft zu setzen. Sibiga sagte außerdem, dass Ungarn und die Slowakei ihre Beschwerden an den Kreml richten sollten – und nicht an Kiew.
Ungarn und die Slowakei hatten der Ukraine mit einem Stromlieferstopp gedroht, weil sie seit Ende Januar durch die Druschba-Pipeline kein Erdöl aus Russland mehr erhalten. In einer Mitteilung des ukrainischen Ministeriums hieß es, die Leitung sei durch die russischen Angriffe beschädigt worden. Die Reparaturarbeiten seien trotz der Gefahr von Raketenangriffen im Gange. Kiew kritisierte, dass Bratislava und Budapest den Ukrainern ausgerechnet während der extremen Kälteperiode Strom, Heizung und Gas vorenthalten wollten.
10:09 Uhr
Beschuss auf Siedlungen im Gebiet Cherson: Mehr als 40 Geschosse aus Ukraine abgefeuert
Die Behörden im von Russland kontrollierten Teil des Gebiets Cherson melden andauernde Angriffe auf Siedlungen am linken Dnjepr-Ufer. Den Angaben zufolge habe die ukrainische Artillerie im Laufe des 21. Februar 26 Geschosse auf fünf Ortschaften abgefeuert. Die Zahl der eingeschlagenen Geschosse listen die Behörden wie folgt auf:
- Pestschanowka — 5,
- Nowaja Majatschka — 3,
- Dnjeprjany — 5,
- Staraja Sburjewka — 6,
- Aljoschki — 7.
Wie die Behörden weiter mitteilen, habe der Beschuss auch in der Nacht zum Sonntag angedauert. Auf zivile Infrastrukturen der von Russland kontrollierten Ortschaften Obrywka, Korsunka, Proletarka und Aljoschki seien insgesamt 20 Geschosse abgefeuert worden.
Berichte über Opfer und Schäden liegen bislang nicht vor.
09:31 Uhr
Zivilist im russischen Grenzgebiet Brjansk bei Drohnenangriff aus Ukraine verletzt
Am Sonntagmorgen hat das ukrainische Militär erneut im russischen Grenzgebiet Brjansk zugeschlagen. Wie Gouverneur Alexander Bogomas auf Telegram schreibt, sei die Siedlung Podywotje im Bezirk Sewsk mit Kamikaze-Drohnen angegriffen worden. Der Politiker bezeichnet die Attacke als "barbarisch" und meldet einen Verletzten. Der Mann sei in ein Krankenhaus eingeliefert und ärztlich versorgt worden. Weitere Einzelheiten gibt Bogomas nicht bekannt.
Darüber hinaus teilt der Gouverneur mit, dass die russische Luftabwehr in der vergangenen Nacht über dem Gebiet neun ukrainische Drohnen abgeschossen habe.
09:00 Uhr
Witkoff verspricht gute Nachrichten in nächsten Wochen: Treffen zwischen Putin und Selenskij möglich
Der US-Sondergesandte Steve Witkoff hat im Gespräch mit dem Fernsehsender Fox News ein baldiges Treffen zwischen Wladimir Putin und Wladimir Selenskij nicht ausgeschlossen. Daran könnte sich auch US-Präsident Donald Trump beteiligen, so Witkoff. Er und Trumps Schwiegersohn Jared Kushner hätten den Konfliktseiten einige Vorschläge gemacht, die innerhalb der nächsten drei Wochen zu einer neuen Gesprächsrunde und womöglich auch zu einem Treffen zwischen den Staatschefs Russlands und der Ukraine führen könnten. Später könnte sich den Gesprächen auch der US-Präsident anschließen. Dennoch räumte der US-Sondergesandte ein:
"Ich glaube, er wird keine Lust haben, sich an dem Treffen zu beteiligen, es sei denn, er begreift, dass er dem Krieg ein Ende setzen und das allerbeste Ergebnis erzielen kann."
In den kommenden Wochen werde es gute Nachrichten geben, erklärte Witkoff.
08:36 Uhr
Sicherheitswarnung aus Moskau: Telegram bringt Soldaten in Gefahr

Der russische Inlandsgeheimdienst FSB warnt, dass ukrainische Streitkräfte und Geheimdienste über den Messenger Telegram an Informationen gelangen und diese militärisch nutzen könnten. In einer offiziellen Erklärung heißt es, Telegram sei für russische Militärangehörige im Gebiet der sogenannten Sondermilitär-Operation nicht mehr sicher. Die Nutzung des Messengers habe nach FSB-Angaben in den vergangenen drei Monaten wiederholt das Leben russischer Soldaten gefährdet und stelle weiterhin ein erhebliches Sicherheitsrisiko dar.
Den Videobericht gibt es hier auf unserer Website zu sehen.
08:03 Uhr
Ukraine verhängt Sanktionen gegen 225 Kapitäne der Schattenflotte
Wladimir Selenskij hat in seiner Videoansprache einmal mehr gefordert, weitere Sanktionen gegen Russland zu verhängen. Der Präsident teilte dabei mit, dass er selbst gegen 225 Kapitäne von Schiffen der sogenannten Schattenflotte Sanktionen verhängt habe. Selenskij schlug auch vor, dass Dienstleister im internationalen Seeverkehr mit Strafen belegt werden müssten, wenn sie Russlands Schattenflotte unterstützten. Es müssten alle bestraft werden, die Russland helfen, Geld für den Krieg zu verdienen, betonte der Politiker. Das Land müsse zu echter Diplomatie gezwungen werden, um den Krieg zu beenden.
Mit Blick auf die Verhandlungen unter US-Vermittlung über ein Kriegsende forderte Selenskij, die Europäer einzubinden. Für die nächste Woche seien Treffen mit europäischen Partnern geplant.
"Wir werden uns genau abstimmen, damit Europa in alle Prozesse eingebunden ist und nur noch stärker wird."
Er informierte zudem über ein Gespräch mit NATO-Generalsekretär Mark Rutte, bei dem es ebenfalls um die Rolle der Europäer gegangen sei.
07:30 Uhr
DVR meldet zwei ukrainische Angriffe binnen 24 Stunden
Die Behörden in Donezk haben innerhalb der vergangenen 24 Stunden zwei Angriffe durch ukrainische Truppen registriert. Demnach wurden auf das Territorium der Volksrepublik zwei Geschosse abgefeuert. Bei den Angriffen in der Zeitspanne von 0 Uhr am 21. Februar bis 0 Uhr am 22. Februar (Ortszeit) wurden keine Opfer unter der Zivilbevölkerung gemeldet. Durch den Beschuss kamen zwei Wohnhäuser und ein ziviles Infrastrukturobjekt zu Schaden.
Am Vortag hatten die Behörden von Donezk ebenfalls zwei Angriffe aus der Ukraine gemeldet. Berichte über Opfer und Schäden lagen nicht vor.
07:02 Uhr
Russische Luftabwehr zerstört in der Nacht 86 ukrainische Drohnen

SymbolbildJEWGENI BIJATOW / Sputnik Russlands Verteidigungsministerium meldet am Sonntagmorgen auf der Plattform Telegram weitere Versuche der ukrainischen Streitkräfte, Objekte in Russland mit Drohnen anzugreifen. Demnach habe die russische Luftabwehr in der vergangenen Nacht 86 unbemannte Luftfahrzeuge des Gegners abgeschossen. Die Zahl der zerstörten Drohnen listet die Behörde wie folgt auf:
- Gebiet Belgorod – 29,
- Gebiet Saratow – 14,
- Gebiet Woronesch – 11,
- Gebiet Smolensk – 11,
- Gebiet Brjansk – 9,
- Gebiet Kursk – 7,
- Gebiet Kaluga – 3,
- Teilrepublik Krim – 1,
- Großraum Moskau – 1.
Weitere Einzelheiten teilt das Ministerium nicht mit.
Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.
Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.

