Liveticker Ukraine-Krieg – Russisches Militär: Zwei weitere Ortschaften befreit

1.02.2026 12:39 Uhr
12:39 Uhr
Frontbericht des russischen Verteidigungsministeriums: Zwei weitere Ortschaften befreit

SymbolbildSERGEI AWERIN / Sputnik Russlands Verteidigungsministerium meldet weitere Erfolge bei der militärischen Sonderoperation in der Ukraine binnen der letzten 24 Stunden. Wie die Behörde am Sonntag auf Telegram schreibt, habe der Truppenverband Nord die Ortschaft Seljonoje im Gebiet Charkow unter seine Kontrolle gebracht und darüber hinaus ukrainische Einheiten in der Nähe der Ortschaften Sumy, Schiteiskoje, Uljanowka, Terny und Buryn im Gebiet Sumy sowie Grafskoje, Tscherkasskije Tischki und Solotschew im Gebiet Charkow getroffen. Der Gegner habe mehr als 130 Kämpfer verloren. Neun Wagen, ein Artillerieaufklärungsradar, ein Munitionslager und zwei Lager mit Militärzubehör seien dabei zerstört worden.
Der Truppenverband West habe seine Position an der vordersten Linie verbessert, indem er Personal und Technik des Gegners im Raum der Ortschaften Krasny Liman in der Donezker Volksrepublik (DVR) sowie Petrowka, Schijkowka, Kutkowka, Palamarewka, Gluschkowka, Nowoplatonowka und Borowaja im Gebiet Charkow getroffen habe. Dabei seien mehr als 150 ukrainische Armeeangehörige getötet oder verletzt worden. Das russische Militär habe zudem ein gepanzertes Gefechtsfahrzeug, zehn Wagen und sechs Munitionslager zerstört.
Der Truppenverband Süd habe ebenfalls seine taktische Position verbessert und ukrainische Einheiten in der Nähe der Ortschaften Nikiforowka, Stepanowka, Resnikowka, Belokusminowka, Kramatorsk, Kriwaja Luka und Konstantinowka in der DVR getroffen. Das russische Ministerium beziffert die Personalverluste des Gegners auf bis zu 125 Soldaten. Das ukrainische Militär habe einen Kampfpanzer, drei gepanzerte Gefechtsfahrzeuge, 27 Wagen, zwei Geschütze, zwei Anlagen der elektronischen Kampfführung sowie drei Munitions- und zwei Materiallager verloren.
Der Truppenverband Mitte habe die Ortschaft Suchezkoje in der DVR unter seine Kontrolle gebracht und ukrainische Einheiten im Raum der Ortschaften Belizkoje, Sergejewka, Krasnojarskoje, Swjatogorowka und Nowy Donbass in der DVR sowie Nowopawlowka, Tschugujewo und Nowopdgorodnoje im Gebiet Dnjepropetrowsk getroffen. Der Gegner habe mehr als 375 Armeeangehörige verloren. Dabei seien fünf gepanzerte Gefechtsfahrzeuge, 17 Wagen, drei Geschütze und eine Anlage der elektronischen Kampfführung außer Gefecht gesetzt worden.
Der Truppenverband Ost setze seinen Vormarsch fort, indem er Personal und Technik der ukrainischen Streitkräfte in der Nähe der Ortschaften Wosdwischewka, Nowoje Pojle, Uljanowka, Komsomolskoje und Sarniza im Gebiet Saporoschje sowie Malomichailowka und Kommunarowka im Gebiet Dnjepropetrowsk getroffen habe. Die russische Behörde schätzt die ukrainischen Personalverluste auf bis zu 275 Armeeangehörige. Dabei seien vier gepanzerte Gefechtsfahrzeuge, zehn Wagen, ein Geschütz und ein Munitionslager zerstört worden.
Der Truppenverband Dnjepr habe ukrainische Einheiten nahe den Ortschaften Orechow, Balabino und Magdalinowka im Gebiet Saporoschje getroffen. Dabei seien bis zu 30 ukrainische Soldaten getötet oder verletzt worden. Der Gegner habe elf Wagen, drei Anlagen der elektronischen Kampfführung und ein Munitionslager verloren.
Ferner meldet das Ministerium in Moskau erfolgreiche Luft-, Drohnen-, Raketen- und Artillerieangriffe auf Verkehrsinfrastrukturen, welche das ukrainische Militär im eigenen Interesse nutze, und 158 Standorte mit ukrainischen Soldaten und ausländischen Söldnern. In den letzten 24 Stunden habe die russische Luftabwehr ihrerseits vier Lenkbomben, ein HIMARS-Geschoss und 94 Drohnen abgefangen.
Nach russischen Angaben habe die Ukraine seit dem Beginn der Sonderoperation am 24. Februar 2022 insgesamt 670 Flugzeuge, 283 Hubschrauber, 111.775 Drohnen, 646 Flugabwehrraketenkomplexe, 27.437 Kampfpanzer und andere Panzerfahrzeuge, 1.653 Mehrfachraketenwerfer sowie 32.985 Geschütze und Mörser verloren.
12:10 Uhr
Gouverneur meldet vier Verletzte bei ukrainischen Angriffen auf 17 Ortschaften im Gebiet Belgorod
Gouverneur Wjatscheslaw Gladkow veröffentlicht jeden Tag auf Telegram Statistiken über ukrainische Angriffe auf Siedlungen im russischen Grenzgebiet Belgorod. Aus dem heutigen Eintrag geht hervor, dass das ukrainische Militär in den vergangenen 24 Stunden 17 Ortschaften in vier Bezirken angegriffen habe. Der Gegner habe mindestens 20 Geschosse abgefeuert und 66 Drohnen eingesetzt, von denen 51 abgeschossen worden seien.
In der Statistik berichtet der Politiker über vier Verletzte. In der Stadt Graiworon seien zwei Angehörige der Drohnenabwehreinheit Orlan bei der Ausübung ihres Dienstes verletzt worden. Nahe der Siedlung Beljanka seien ein Mann und ein 17 Jahre altes Mädchen zu Schaden gekommen, als eine ukrainische Drohne ihr Auto angegriffen habe.
Gladkow meldet zudem Sachschäden. Demnach seien in den vergangenen 24 Stunden sechs Einfamilienhäuser, ein Gebäude, eine soziale Einrichtung und fünf Autos beschädigt worden.
11:37 Uhr
Nord-Stream-Sprengung: BGH bestätigt Festnahme – Opposition fordert Schadensersatz

Der Bundesgerichtshof hat die Rechtmäßigkeit der Festnahme eines ukrainischen Staatsbürgers bestätigt, der an der Sprengung der Nord-Stream-Pipelines beteiligt gewesen sein soll. Russlands Außenministerium bezeichnete den Vorfall erneut als Akt internationalen Terrorismus und forderte eine umfassende Untersuchung sowie die Bestrafung aller Verantwortlichen.
Im Bundestag lösten Berichte über eine mögliche Beteiligung Kiews Empörung aus. AfD-Abgeordnete verlangten eine vollständige Aufklärung und kündigten an, Deutschland müsse im Falle eines Nachweises Schadensersatz fordern.
Den Videobericht gibt es hier auf unserer Website zu sehen.
11:04 Uhr
Gouverneur meldet wiederholte ukrainische Artillerie- und Drohnenangriffe auf Grenzgebiet Kursk
Die ukrainischen Streitkräfte setzen ihre Attacken auf das russische Grenzgebiet Kursk fort. Gouverneur Alexander Chinschtein berichtet in der täglichen Statistik auf Telegram über andauernde Artillerie- und Drohnenangriffe auf die Region. Wie der Politiker mitteilt, seien im Zeitraum von 7 Uhr MEZ am 31. Januar bis 5 Uhr MEZ am 1. Februar 37 ukrainische Drohnen abgeschossen worden. Zudem habe die gegnerische Artillerie in dieser Zeit 17-mal grenznahe evakuierte Ortschaften unter Beschuss genommen. Es habe darüber hinaus drei Angriffe gegeben, bei denen unbemannte Luftfahrzeuge Sprengsätze auf Objekte im Gebiet Kursk abgelassen hätten.
Chinschtein meldet keine Opfer unter der Zivilbevölkerung. Der Politiker berichtet aber über Sachschäden in der Stadt Kursk und im Dorf Nikolajewka. In der Gebietshauptstadt seien Fenster in drei Mehrfamilienhäusern und mehrere Autos durch Splitter beschädigt worden. In Nikolajewka sei das Dach eines Einfamilienhauses zu Schaden gekommen. Der Politiker verspricht den Betroffenen Unterstützung bei den Reparaturarbeiten.
10:35 Uhr
Beschuss auf Siedlungen im Gebiet Cherson: 40 Geschosse aus Ukraine abgefeuert
Die Behörden im von Russland kontrollierten Teil des Gebiets Cherson melden andauernde Angriffe auf Siedlungen am linken Dnjepr-Ufer. Den Angaben zufolge habe die ukrainische Artillerie im Laufe des 31. Januar 25 Geschosse auf fünf Ortschaften abgefeuert. Die Zahl der eingeschlagenen Geschosse listen die Behörden wie folgt auf:
- Pestschanowka — 3,
- Ljubimowka — 6,
- Kachowka — 8,
- Nowaja Kachowka — 5,
- Aljoschki — 3.
Wie die Behörden weiter mitteilen, habe der Beschuss auch in der Nacht zum Sonntag angedauert. Auf zivile Infrastrukturen der von Russland kontrollierten Ortschaften Kachowka, Proletarka, Korsunka, Aljoschki und Welikaja Lepeticha seien insgesamt 15 Geschosse abgefeuert worden.
Berichte über Opfer und Schäden liegen bislang nicht vor.
10:02 Uhr
Ukraine und SpaceX treffen Gegenmaßnahmen gegen russische Drohnen

SymbolbildPavlo Gonchar / SOPA Images / Sipa USA / Legion-media.ru Laut Medienberichten nutzen die russischen Streitkräfte das Satellitennetzwerk Starlink, um Drohnenangriffe tief im Inneren der Ukraine zu fliegen. Die Ukraine ist auf die Technologie maßgeblich angewiesen, weil sie der ukrainischen Armee entlang der Kontaktlinie den Internetzugang ermöglicht. Um die Nutzung des Satellitennetzwerks durch Russland zu verhindern, ergreift das Unternehmen von Elon Musk offenbar auf Ersuchen der Behörden in Kiew Maßnahmen.
Sergei Beskrestnow, Berater des ukrainischen Verteidigungsministers Michail Fjodorow, entschuldigt sich auf Telegram bei seinen Landsleuten für mögliche Unannehmlichkeiten. In der Ukraine würden viele Starlink-Nutzer schon jetzt die ersten Gegenmaßnahmen beobachten.
"Ich darf nicht alles öffentlich bekannt geben, was mittlerweile getan worden ist, woran gerade gearbeitet wird und was noch kommen wird. Aber all diese Schritte dienen einem einzigen Zweck – dem Schutz der Menschen (sowohl Soldaten als auch Zivilisten) in unserem Land und unserer Infrastrukturen vor gegnerischen Drohnenangriffen."
Beskrestnow betont dabei, dass es sich um vorübergehende Notlösungen handele. Die Entwicklung einer umfassenden und durchdachten Lösung werde eine gewisse Zeit in Anspruch nehmen. Es sei außerdem höchste Zeit, alle Informationen über die Starlink-Nutzer in den ukrainischen Streitkräften zu sammeln. Der US-Betreiber SpaceX sei in die Arbeit involviert und unterstütze die Fachleute im ukrainischen Verteidigungsministerium.
09:30 Uhr
Ukrainische Drohnen greifen Gebiet Orjol an: Häuser und Autos beschädigt
Am Sonntagmorgen hat Gouverneur Andrei Klytschkow auf Telegram ukrainische Drohnenangriffe auf das Gebiet Orjol gemeldet. Wie der Politiker mitteilte, seien in den vergangenen 24 Stunden über der Region vier unbemannte Luftfahrzeuge zerstört worden. Klytschkow meldete zwar keine Opfer unter der Zivilbevölkerung, berichtete aber über Sachschäden. In etlichen Wohnungen und Einfamilienhäusern seien die Fensterscheiben zu Bruch gegangen. Auch Autos seien in Mitleidenschaft gezogen worden. Weitere Einzelheiten gab Klytschkow nicht bekannt.
09:06 Uhr
Flucht vor Zwangsmobilisierungen: Rumänischer Grenzschutz rettet Ukrainer im Gebirge

Zwei ukrainische Staatsangehörige wurden am Freitag, dem 30. Januar 2026, in den rumänischen Maramureş-Bergen gerettet, nachdem sie die Grenze zu Rumänien überquert hatten. Die Grenzpolizei erklärte, die geretteten Männer seien außer Gefahr und würden nach einer Überprüfung vorläufige Papiere erhalten.
Eiskalte Temperaturen und raue Wetterbedingungen halten Ukrainer nicht davon ab, nach Rumänien zu fliehen, um den Zwangsmobilisierungen zu entkommen. Laut einem CNN-Bericht sind bereits mehr als 30.000 Personen seit der Eskalation des Konflikts über die Grenze geflohen.
Das Video gibt es hier auf unserer Website zu sehen.
08:34 Uhr
AKW Tschernobyl kurzzeitig ohne externe Stromversorgung
Das inzwischen vollständig stillgelegte Kernkraftwerk Tschernobyl ist kurzzeitig von der externen Stromversorgung abgeschnitten gewesen. Das gab die Internationale Atomenergie-Organisation (IAEA) am Samstag bekannt. Der Anschluss sei mittlerweile wiederhergestellt, schrieb IAEA-Chef Rafael Grossi auf der Plattform X. Aufgrund technischer Probleme im Stromnetz hätten zudem andere ukrainische Kernkraftwerke ihre Leistung vorübergehend gedrosselt. Direkte Auswirkungen auf die nukleare Sicherheit seien nicht zu erwarten, die Gesamtlage bleibe jedoch prekär.
Ukrainian NPPs temporarily reduced output this morning after technological grid issue affected power lines, DG @rafaelmgrossi said. Chornobyl site briefly lost all off-site power. Ukraine working to stabilize grid and restore output; no direct impact on nuclear safety expected,… pic.twitter.com/UwuxJ2RSOC
— IAEA - International Atomic Energy Agency ⚛️ (@iaeaorg) January 31, 2026Obwohl alle Reaktoren des am 26. April 1986 havarierten AKW seit dem Jahr 2000 komplett außer Betrieb stehen, braucht die Atomanlage weiterhin Strom, um die Kühlung von abgebrannten Brennelementen aufrechtzuerhalten.
08:01 Uhr
Am dritten Tag in Folge: DVR meldet keine ukrainischen Angriffe binnen 24 Stunden
Die Behörden in Donezk haben innerhalb der vergangenen 24 Stunden keine Angriffe durch ukrainische Truppen registriert. In der Zeitspanne von 0 Uhr am 31. Januar bis 0 Uhr am 1. Februar (Ortszeit) schlugen auf dem Territorium der Volksrepublik keine Geschosse ein. Berichte über Opfer und Infrastrukturschäden lagen nicht vor.
Am Vortag hatten die Behörden von Donezk ebenfalls keine Angriffe aus der Ukraine gemeldet. Dementsprechend lagen auch gestern keine Berichte über Opfer und Infrastrukturschäden vor.
Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.
Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.



