Liveticker Ukraine-Krieg: Russische Luftabwehr zerstört in der Nacht 33 gegnerische Drohnen

30.11.2025 12:39 Uhr
12:39 Uhr
Russland meldet weitere Erfolge bei Gefechten um Krasnoarmeisk

SymbolbildSERGEI BOBYLJOW / Sputnik Das russische Militär kommt nach eigenen Angaben in der stark umkämpften Stadt Krasnoarmeisk kontinuierlich vorwärts. Wie Russlands Verteidigungsministerium auf Telegram schreibt, dauere der Vormarsch der russischen Truppen im Osten der Ortschaft und im Viertel Dinas an. Derzeit werde auch die Ortschaft Rownoje in der DVR gesäubert. Mittlerweile agierten russische Stoßtruppen bereits in der Siedlung Grischino.
Außerdem verhindern die russischen Streitkräfte die ukrainischen Versuche, aus dem Kessel im Raum Krasnoarmeisk auszubrechen. Nahe der Siedlung Grischino seien zehn Attacken des Gegners abgewehrt worden. Das ukrainische Militär habe dabei bis zu 35 Armeeangehörige verloren.
Nach russischen Angaben werde das ukrainische Militär zudem aus der Ortschaft Dimitrow verdrängt. Gekämpft werde im Süden der Stadt und in den östlichen und westlichen Vierteln. In den vergangenen 24 Stunden seien am Frontabschnitt Krasnoarmeisk insgesamt mehr als 260 ukrainische Armeeangehörige eliminiert worden.
12:10 Uhr
Frontbericht des russischen Verteidigungsministeriums
Das russische Verteidigungsministerium berichtet über den weiteren Verlauf der militärischen Sonderoperation in der Ukraine binnen der vergangenen 24 Stunden. Wie die Militärbehörde am Sonntag auf der Plattform Telegram schreibt, habe der Truppenverband Nord ukrainische Einheiten in der Nähe der Ortschaften Sadki, Pawlowka, Choten, Chrapowschtschina und Sumy im Gebiet Sumy sowie Ploskoje, Mitrofanowka, Wiltscha und Woltschansk im Gebiet Charkow getroffen. Dabei seien mehr als 110 ukrainische Armeeangehörige getötet oder verletzt worden. Der Gegner habe zudem sechs Wagen verloren.
Der Truppenverband West habe seine taktische Position verbessert, indem er Personal und Technik des Gegners im Raum der Ortschaften Monatschinowka, Samborowka, Boguslawka, Kutscherowka, Kurilowka, Kupjansk-Uslowoi und Podoly im Gebiet Charkow getroffen habe. Das ukrainische Militär habe bis zu 220 Soldaten verloren. Darüber hinaus seien 13 Wagen, ein Mehrfachraketenwerfer, zwölf Anlagen der elektronischen Kampfführung und drei Munitionslager zerstört worden.
Auch der Truppenverband Süd habe günstigere Stellungen bezogen, wobei er ukrainische Einheiten nahe den Ortschaften Slawjansk, Nikanorowka, Nikiforowka, Konstantinowka, Stepanowka, Sakotnoje, Bondarnoje und Sewersk in der Donezker Volksrepublik (DVR) getroffen habe. Die russische Behörde schätzt die gegnerischen Personalverluste auf bis zu 50 Kämpfer. Der Gegner habe zwei gepanzerte Gefechtsfahrzeuge, drei Wagen, zwei Geschütze und ein Materiallager verloren.
Der Truppenverband Mitte habe ebenfalls seine Position an der vordersten Linie verbessert und ukrainische Einheiten nahe den Ortschaften Baschilowka im Gebiet Charkow sowie Rodinskoje, Belizkoje, Sergejewka, Marjewka, Wessjolaja Gora, Belosjorskoje, Dobropolje und Artjomowka in der DVR getroffen. Der Gegner habe bis zu 450 Armeeangehörige verloren. Zwei Wagen und ein Geschütz seien außer Gefecht gesetzt worden.
Auch der Truppenverband Ost setze seinen Vormarsch fort, indem er Personal und Technik der ukrainischen Streitkräfte in der Nähe der Ortschaften Salisnitschnoje, Dobropolje, Werchnjaja Tersa, Warwarowka, Priluki und Guljaipole im Gebiet Saporoschje getroffen habe. Das russische Ministerium schätzt die gegnerischen Personalverluste auf bis zu 160 Armeeangehörige. Das ukrainische Militär habe sechs Wagen und ein Materiallager verloren.
Seinerseits habe der Truppenverband Dnjepr ukrainische Einheiten in der Nähe der Ortschaften Stepnogorsk und Kirowo im Gebiet Saporoschje sowie Sadowoje im Gebiet Cherson getroffen. Dabei seien bis zu 40 ukrainische Soldaten getötet oder verletzt worden. Das russische Militär habe zudem sieben Wagen und ein Lager mit Militärzubehör zerstört.
Ferner meldet das russische Ministerium erfolgreiche Luft-, Drohnen-, Raketen- und Artillerieangriffe auf ukrainische Rüstungsunternehmen, Brennstoffdepots, Drohnenbasen und 143 Standorte mit ukrainischen Soldaten und ausländischen Söldnern. Die russische Luftabwehr habe ihrerseits in den vergangenen 24 Stunden eine HIMARS-Rakete und 230 unbemannte Luftfahrzeuge abgefangen.
Nach russischen Angaben habe die Ukraine seit dem Beginn der Sonderoperation am 24. Februar 2022 insgesamt 668 Flugzeuge, 283 Hubschrauber, 99.690 Drohnen, 638 Flugabwehrraketenkomplexe, 26.318 Kampfpanzer und andere Panzerfahrzeuge, 1.622 Mehrfachraketenwerfer sowie 31.638 Geschütze und Mörser verloren.
11:37 Uhr
Zwei Verletzte bei ukrainischen Angriffen auf neun Ortschaften im Gebiet Belgorod
Gouverneur Wjatscheslaw Gladkow veröffentlicht jeden Tag auf Telegram Statistiken über ukrainische Angriffe auf Siedlungen im russischen Grenzgebiet Belgorod. Aus dem heutigen Eintrag geht hervor, dass das ukrainische Militär in den vergangenen 24 Stunden neun Ortschaften in fünf Bezirken angegriffen habe. Der Gegner habe mindestens drei Geschosse abgefeuert und 21 Drohnen eingesetzt, von denen 14 abgeschossen worden seien.
In der Statistik berichtet der Politiker über zwei verletzte Zivilisten. In der Siedlung Glotowo habe eine ukrainische Drohne am Sonntagmorgen ein fahrendes Auto angegriffen. Dabei sei ein Mann verletzt worden. In der Siedlung Archangelskoje habe eine Frau Verletzungen erlitten, als eine ukrainische Drohne in ihrem Haus detoniert sei.
Gladkow meldet zudem Sachschäden. Demnach seien in den vergangenen 24 Stunden ein Einfamilienhaus, ein Verwaltungsgebäude, ein Infrastrukturobjekt und zwei Autos zerstört oder beschädigt worden.
11:00 Uhr
Grüne fordern Taurus-Lieferung
Die Grünen haben sich auf ihrem Bundesparteitag für eine stärkere militärische Unterstützung der Ukraine ausgesprochen – auch in Form von Taurus-Marschflugkörpern. In einem in der Nacht verabschiedeten Leitantrag heißt es:
"Die Durchhaltefähigkeit der Ukraine hängt nicht zuletzt von unserer Unterstützung ab."
Bundeskanzler Friedrich Merz habe noch in der Opposition lautstark die Lieferung von Taurus-Marschflugkörpern an die Ukraine gefordert, heute verstecke er sich hinter Worthülsen, während die Zeit gegen die Ukraine arbeite, kritisieren die Grünen. Dabei sollte Deutschland der Ukraine "alle nötigen Systeme liefern", die Deutschland liefern könne – auch Marschflugkörper, heißt es in dem Leitantrag weiter. Deutschland müsse die Ukraine nicht nur militärisch, sondern auch diplomatisch, humanitär und finanziell stärker unterstützen.
Die #BDK25 ist ein wichtiger Impuls für unsere parlamentarische Arbeit im Bundestag: Dort kämpfen wir für Klimageld, bezahlbare E-Mobilität, Mieter*innenschutz & klimafreundliche Industrie. Außenpolitisch stärken wir Europas Souveränität & stehen fest an der Seite der Ukraine. pic.twitter.com/qymxs18e9s
— Grüne im Bundestag 🇪🇺🏳️🌈 (@GrueneBundestag) November 29, 202510:36 Uhr
Die verborgene Anatomie des russischen Vormarsches an allen Frontenabschnitten

Das Geschehen an der Front im November zeigt, dass Kiews Fähigkeit zur groß angelegten Verteidigung schwindet, während Russlands Streitkräfte weiter vorrücken – und das in immer schnellerem Tempo.
Mehr dazu in dieser Analyse von Sergei Poletajew auf unserer Website.
10:03 Uhr
Kasachstans Außenministerium verurteilt ukrainische Attacke auf Erdölterminal bei Noworossijsk
Nach Kasachstans Energieministerium hat nun auch das Außenministerium des zentralasiatischen Landes die gestrige ukrainische Attacke auf einen Erdölterminal des Kaspischen Pipeline-Konsortiums (KTK) bei Noworossijsk an der Schwarzmeer-Küste Russlands verurteilt. Der kasachische Außenamtssprecher Aibek Smadijarow bezeichnete die Attacke als "gezielt" und den KTK-Erdölterminal als "ausschließlich zivil". Dies sei das dritte Mal, dass die KTK-Infrastruktur in Russland angegriffen werde. Der Diplomat hob insbesondere hervor, dass das KTK eine wichtige Rolle beim Aufrechterhalten der Stabilität im globalen Energiesystem spiele.
"Wir betrachten den Vorfall als eine Handlung, die den bilateralen Beziehungen zwischen der Republik Kasachstan und der Ukraine schadet und erwarten von der ukrainischen Seite, dass sie wirksame Maßnahmen ergreift, damit sich solche Vorfälle künftig nicht mehr wiederholen."
Am Samstag hatte die KTK-Pressestelle über eine neue ukrainische Attacke auf das KTK-Erdölterminal bei Noworossijsk berichtet. In einer entsprechenden Meldung des Unternehmens hieß es, dass sich die "gezielte terroristische Attacke" um 2.06 Uhr MEZ ereignet habe. Das ukrainische Militär habe die Anlage mit unbemannten Wasserfahrzeugen angegriffen und eine Anlegestelle für Tanker schwer beschädigt. Die Anlage sei nicht mehr nutzbar.
Zum KTK gehören mehrere große Energieunternehmen Russlands, Kasachstans, Europas und der USA.
09:35 Uhr
Beschuss auf Siedlungen im Gebiet Cherson: 40 Geschosse aus Ukraine abgefeuert
Die Behörden im von Russland kontrollierten Teil des Gebiets Cherson melden andauernde Angriffe auf Siedlungen am linken Dnjepr-Ufer. Den Angaben zufolge habe die ukrainische Artillerie im Laufe des 29. November 22 Geschosse auf fünf Ortschaften abgefeuert. Die Zahl der eingeschlagenen Geschosse listen die Behörden wie folgt auf:
- Aljoschki — 6,
- Kachowka — 5,
- Korsunka — 4,
- Nowaja Kachowka — 5,
- Kamenka — 2.
Wie die Behörden weiter mitteilen, habe der Beschuss auch in der Nacht zum Sonntag angedauert. Auf zivile Infrastrukturen der von Russland kontrollierten Ortschaften Welikaja Lepeticha, Nowaja Kachowka, Aljoschki, Kachowka und Dnjeprjany seien insgesamt 18 Geschosse abgefeuert worden.
Berichte über Opfer und Schäden liegen bislang nicht vor.
09:02 Uhr
DVR meldet drei ukrainische Angriffe binnen 24 Stunden
Die Behörden in Donezk haben innerhalb der vergangenen 24 Stunden drei Angriffe durch ukrainische Truppen registriert. Demnach wurden auf das Territorium der Volksrepublik drei Geschosse abgefeuert. Bei den Angriffen in der Zeitspanne von 0 Uhr am 29. November bis 0 Uhr am 30. November (Ortszeit) wurden zwei zivile Einwohner verletzt. Durch den Beschuss kamen zwei Wohnhäuser zu Schaden.
Am Vortag hatten die Behörden von Donezk zwei Angriffe aus der Ukraine gemeldet. Ein 14-jähriger Junge erlitt dabei Verletzungen. Ein Wohnhaus wurde beschädigt.
08:30 Uhr
Drohnen-Skandal in Moldawien: Moskau weist Vorwürfe als "Brüsseler Druck" zurück

In Moldawien sorgt der Fund einer mutmaßlich russischen Drohne für politischen Wirbel. Obwohl die Behörden Moskau für den Vorfall verantwortlich machen, fehlt bislang jeder belastbare Beweis.
Die Drohne, angeblich ein russisches Modell mit dem Symbol "Z", war unbeschädigt gelandet, wurde später jedoch ohne Untersuchung als russisches Militärgerät eingestuft – ein Vorwurf, den Russlands Botschafter Oleg Oserow entschieden zurückweist. Er verweist darauf, dass das Modell erst Tage zuvor in der Ukraine abgeschossen worden sei, und wirft den moldawischen Behörden vor, voreilige Schuldzuweisungen zu treffen.
Oserow sieht den Druck aus Brüssel als eigentlichen Auslöser: Moldawien folge der EU-Linie der Konfrontation mit Russland, breche kulturelle und institutionelle Verbindungen ab und erfülle damit Erwartungen, die an EU-Beitrittskandidaten gestellt würden.
Den Videobeitrag gibt es hier auf unserer Website zu sehen.
08:04 Uhr
Mehrere Wohnhäuser bei Drohnenattacke auf Region Krasnodar beschädigt
Nach einer nächtlichen Drohnenattacke aus der Ukraine melden die Behörden der südrussischen Region Krasnodar mehrere Sachschäden. Wie der örtliche Krisenstab auf Telegram schreibt, seien in der Stadt Slawjansk-na-Kubani ein Einfamilienhaus auf dem Gelände einer Gartengenossenschaft und sieben Wohnungen in einem Mehrfamilienhaus beschädigt worden. Außerdem habe eine ukrainische Drohne eine Gasleitung auf dem Gelände der örtlichen Erdölraffinerie beschädigt. Durch herabfallende Drohnenteile sei darüber hinaus das Dach eines Einfamilienhauses in der Stadt Anapa zu Schaden gekommen. Der Krisenstab meldet keine Opfer unter der Zivilbevölkerung.
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Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.


