Liveticker Ukraine-Krieg: Treffen zwischen Trump und Selenskij nach einer Stunde zu Ende

22.01.2026 17:34 Uhr
17:34 Uhr
Selenskij bestätigt erste Gespräche zwischen USA, Russland und Ukraine

US-Sondergesandter Steve Witkoff spricht in Davos nach Gesprächen mit Kirill Dmitriev vom Russian Direct Investment Fund beim Weltwirtschaftsforum (WEF) mit den Medien.Sputnik Vertreter der USA, Russlands und der Ukraine treffen sich am Freitag und Samstag in den Vereinigten Arabischen Emiraten zu ersten trilateralen Gesprächen über ein mögliches Ende des Ukraine-Krieges.
Den gesamten Artikel dazu finden Sie hier auf unserer Webseite.
17:03 Uhr
Deutschland weist Mitarbeiter der russischen Botschaft in Berlin aus
Die Bundesregierung hat nach der Festnahme einer mutmaßlichen Spionin in Berlin mit scharfen Maßnahmen reagiert. Am Donnerstag bestellte das Auswärtige Amt den russischen Botschafter Sergei Netschajew zu einem Gespräch ein. Dem Diplomaten wurde mitgeteilt, dass der stellvertretende Militärattaché innerhalb von 72 Stunden Deutschland verlassen müsse, da er für einen der russischen Geheimdienste tätig sei und die festgenommene Spionin seit langer Zeit geführt habe.
Spionage in Deutschland toleriert die Bundesregierung nicht - erst recht nicht unter dem Deckmantel des Diplomatenstatus. Wir haben heute den Botschafter Russlands einbestellt und ihm die Ausweisung der betreffenden Person mitgeteilt, die im Auftrag von #Russland spioniert hat.
— Auswärtiges Amt (@AuswaertigesAmt) January 22, 2026Zuvor hatte die Bundesanwaltschaft die Deutsch-Ukrainerin Ilona W. festnehmen lassen. Den Ermittlern zufolge habe sie in Deutschland gezielt militärische Informationen zum Ukraine-Krieg gesammelt und an einen Kontaktmann in der russischen Botschaft weitergegeben haben. Die Frau sei seit dem Jahr 2023 mit der russischen Botschaft in Kontakt gewesen und habe dort immer wieder militärisch sensible Informationen abgeliefert, zuletzt über Standorte der deutschen Rüstungsindustrie, Drohnentests und geplante Drohnenlieferungen an die Ukraine, hieß es.
16:32 Uhr
Russland will Freigabe seiner eingefrorenen Vermögenswerte für Trumps Friedensrat
Russland will bei einer möglichen Teilnahme an dem von US-Präsident Donald Trump geplanten Friedensrat die vorgeschlagene eine Milliarde US-Dollar aus seinem in den USA eingefrorenen Vermögen beisteuern. Washington müsse die im Zusammenhang mit der russischen Sonderoperation in der Ukraine blockierten Gelder freigeben, wenn sie für humanitäre Zwecke zum Wiederaufbau des Gazastreifens genutzt werden sollten, so Kremlsprecher Dmitri Peskow. Russland verliere die Hoffnung nicht, seine in den USA eingefrorenen Aktiva wiederzuerhalten, und kämpfe weiter um sie.
Im neu geschaffenen Friedensrat des Republikaners können sich Staaten unbefristet einen Sitz sichern, wenn sie innerhalb eines Jahres eine Milliarde US-Dollar zum Etat beisteuern. Dies geht aus dem Entwurf der Charta hervor.
16:04 Uhr
Antikorruptionsbehörden durchsuchen Wohnung des ukrainischen Ex-Grenzschutzchefs
Wie Ukrainskaja Prawda unter Verweis auf Sicherheitskreise berichtet, haben das Nationale Antikorruptionsbüro der Ukraine (NABU) und die Spezialisierte Antikorruptionsstaatsanwaltschaft (SAP) die Wohnung des ehemaligen Leiters des staatlichen Grenzschutzdienstes, Sergei Deineko, durchsucht.
Demnach erfolgen die Ermittlungen im Rahmen eines Verfahrens wegen unrechtmäßiger Vorteilsnahme im Zusammenhang mit Zigarettenschmuggel. Offizielle Stellungnahmen des ukrainischen Grenzschutzdienstes liegen bislang nicht vor.
15:41 Uhr
Finnischer Präsident: "Europa kann sich ohne die USA verteidigen – aber nicht ganz"

In einer Podiumsdiskussion beim Weltwirtschaftsforum in Davos hat der finnische Präsident Alexander Stubb die Frage beantwortet, ob sich Europa ohne die USA verteidigen könne. Zunächst meinte Stubb wörtlich, Europa könne dies tun, und bestätigte auf Nachfrage explizit:
"Ohne die Amerikaner."
Nur wenige Minuten später ruderte er jedoch sichtlich zurück. Das sei "kein Zitat" und er habe das so nicht ganz gesagt. Er schob der Moderatorin dafür den Schwarzen Peter zu und flüchtete sich in die ironische Bemerkung:
"Ich liebe Journalisten."
Das Video gibt es hier auf unserer Website zu sehen.
15:20 Uhr
Ex-NATO-Generalsekretär: Westen muss Weg für Gespräche mit Putin finden
Der ehemalige NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg hat den Westen dazu aufgerufen, einen Weg zu finden, um mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin zu verhandeln. Beim Weltwirtschaftsforum in Davos sagte Stoltenberg:
"Wir müssen etwas Komplexeres tun, nämlich einen Weg finden, um mit Präsident Putin zu einer Einigung zu kommen."
Der Westen werde Putin nicht "umstimmen" können, so Stoltenberg. Gleichzeitig seien westliche Staaten aber durchaus in der Lage, Einfluss auf dessen Position zu nehmen, um zu einer für die Ukraine akzeptablen Lösung zu gelangen.
14:47 Uhr
Treffen zwischen Trump und Selenskij beendet
Laut Sergei Nikiforow, Selenskijs Pressesprecher, ist das Treffen zwischen US-Präsident Donald Trump und dem ukrainischen Staatschef Wladimir Selenskij beendet. Trump und Selenskij sprachen etwa eine Stunde lang. Nikiforow bezeichnete das Treffen als "sehr gut".
Seinerseits verkündete Trump unmittelbar nach dem Treffen:
"Dieser Krieg muss enden. Das Treffen mit dem Präsidenten Wladimir Selenskij verlief gut. Wir werden sehen, wie alles ausgeht."
14:14 Uhr
Rada-Abgeordnete: Ziel müsse Frieden sein – nicht das Töten von 50.000 Russen
Anna Skorochod, die Abgeordnete der Werchowna Rada, hat sich entsetzt über die Aussagen des ukrainischen Verteidigungsministers Michail Fjodorow zur Tötung von Russen gezeigt. Dies berichtet das Portal Strana.ua. Skorochod wörtlich:
"Michail Fjodorow – der neue Verteidigungsminister – hat erklärt, das strategische Ziel für die Ukraine und das Verteidigungsministerium bestehe darin, monatlich 50.000 Russen zu töten. Finden Sie nicht auch, dass das eine kranke Strategie ist?
Sollte die Strategie nicht das Ende des Krieges sein, der Austausch aller unserer Kriegsgefangenen, die Rückkehr und Suche nach allen Vermissten sowie die Heimkehr der Soldaten von der Front, die moralisch und physisch völlig erschöpft sind?"Es sei äußerst befremdlich, von einer solchen Strategie zu sprechen, während viele Ukrainer ohne Strom, Wasser und Heizung lebten, fügte sie hinzu. Das Ziel der Ukraine müsse Frieden und der Erhalt der Nation sein.
In dieser Woche hatte Fjodorow erklärt, die Zahl von 50.000 Getöteten pro Monat könne Russland angeblich zum Frieden zwingen. Zuvor hatte Skorochod erklärt, dass viele Ukrainer die Staatsführung hassten. Die Ukraine müsse von Fachleuten und nicht von "Freunden oder netten Menschen" regiert werden.
13:50 Uhr
Gouverneur meldet sechs ukrainische Attacken auf Ortschaften im Gebiet Saporoschje
Die ukrainischen Streitkräfte beschießen weiterhin Ortschaften im von Russland kontrollierten Teil des Gebiets Saporoschje. Gouverneur Jewgeni Balizki berichtet über sechs gezielte Angriffe innerhalb der vergangenen 24 Stunden. Dabei meldet er keine Opfer unter der Zivilbevölkerung.
Wie der Politiker auf Telegram schreibt, habe eine ukrainische Drohne in der Nähe der Siedlung Schirokoje ein Auto beschädigt. Eine ähnliche Attacke habe sich auch im Bezirk Kamenka-Dnjeprowskaja ereignet. Weitere drei Autos seien bei einer Drohnenattacke auf einen Parkplatz in der Siedlung Dnjeprowka zu Schaden gekommen. Im Bezirk Pologi sei eine Stromleitung unter Beschuss geraten. Zehn Ortschaften mit mehr als 10.000 Haushalten und 19 wichtigen sozialen Einrichtungen seien ohne Strom geblieben.
Balizki meldete außerdem eine versuchte Drohnenattacke auf die Stadt Berdjansk. Die russische Luftabwehr habe aber die Attacke abgeschlagen.
13:34 Uhr
Selenskij trifft in Davos ein: Verhandlungen mit Trump
Der ukrainische Staatschef Wladimir Selenskij ist zu einem Treffen mit US-Präsident Donald Trump in der Schweiz eingetroffen. Selenskij soll auch auf dem Forum sprechen. Aus Sicherheitsgründen werden Reisen des ukrainischen Staatschefs immer erst bekannt gegeben, wenn er wohlbehalten angekommen ist.
Der Republikaner hatte am Mittwoch in Davos gesagt, er glaube, dass Selenskij einen Deal machen wolle. Der Ukrainer seinerseits behauptete, er werde in die Schweiz nur dann reisen, wenn es ein unterschriftsreifes Dokument gebe oder weitere Hilfszusagen etwa zur Lieferung von Flugabwehrwaffen.
Neben dem Treffen von Trump und Selenskij in Davos gehen die Bemühungen um ein Ende des Ukraine-Krieges auch heute Abend in Moskau weiter. Dort soll der US-Unterhändler Steve Witkoff mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin sprechen.
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Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.

