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Liveticker Ukraine-Krieg – Medien: Die Ukraine kann die Front nicht halten

Russland führt gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine Militäroperation in der Ukraine durch. Der Westen reagiert mit immer neuen Waffenlieferungen an die Ukraine und beispiellosen Sanktionen gegen Russland. Lesen Sie hier die neuesten Entwicklungen.
Liveticker Ukraine-Krieg – Medien: Die Ukraine kann die Front nicht haltenQuelle: Gettyimages.ru © Francisco Richart Barbeira/NurPhoto
  • 30.01.2026 20:40 Uhr

    20:40 Uhr

    Westlicher Druck auf Russland über IAEA gescheitert

    Die von den Niederlanden initiierte außerordentliche Sitzung des Gouverneursrats der IAEA am Freitag, die sich mit der Ukraine befasste, hatte nach Ansicht des russischen Ständigen Vertreters bei Internationalen Atomenergie-Organisationen in Wien, Michail Uljanow, keine objektiven Gründe und war politisch motiviert.

    Er betonte, dass sich in ukrainischen Atomkraftwerken unter Kiewer Kontrolle in den vergangenen Monaten nichts geändert habe, was objektive Gründe für die Sitzung geliefert hätte. Diese Einschätzung werde durch Berichte des IAEA-Generaldirektors Rafael Grossi bestätigt.

    Uljanow vermutet, dass die Sitzung auf Wunsch der Ukraine stattfand, die west- und mitteleuropäische Mitglieder des Rates mobilisiert hatte. Das Ziel sei gewesen, den Eindruck zu erwecken, russische Angriffe auf die ukrainische Energieinfrastruktur gefährdeten die Atomkraftwerke und könnten zu Katastrophen führen.

    "In Wahrheit geschieht in den ukrainischen AKW nichts Katastrophales. Es gibt nur gelegentliche, unbedeutende Unterbrechungen der Energieversorgung. Erfahrene ukrainische Atomkraftexperten bewältigen das problemlos."

    Er erläuterte außerdem das Risikomaß der IAEA, das aus sieben Stufen besteht, wobei Stufe 7 die gefährlichste ist. Ein bloßer Ausfall der externen Stromversorgung falle unter die niedrigste Stufe und sei somit deutlich unterhalb eines Notfalls einzuordnen.

  • 20:20 Uhr

    Dmitrijew fordert volle Unterstützung von Trumps Friedensplan durch Kiew und Europa

    Die Ukraine und Europa müssten den Friedensplan von Donald Trump zur Beilegung des Ukraine-Konflikts vollständig unterstützen, statt sich gegenseitig Vorwürfe zu machen. Dies erklärte Kirill Dmitrijew, Leiter des russischen Investmentfonds RDIF und Sonderbeauftragter des Präsidenten für investitions-ökonomische Zusammenarbeit mit dem Ausland, auf X. So kommentierte er die aktuelle Diskussion um die verzögerten Raketenlieferungen für die Patriot-Luftabwehrsysteme:

    "Die Ukraine und Europa müssen Trumps Friedensplan vollumfänglich unterstützen, anstatt sich gegenseitig die Schuld zuzuschieben."

  • 20:04 Uhr

    Ukrainische Armee besteht überwiegend aus 40- bis 50-Jährigen

    Der Großteil der ukrainischen Soldaten ist heute zwischen 40 und 50 Jahre alt. Dies teilten russische Sicherheitsbehörden der Nachrichtenagentur RIA Nowosti mit.

    "Nach verschiedenen Angaben liegt das Durchschnittsalter in der ukrainischen Armee bei über 40 Jahren und nähert sich rasch der Marke von 50."

    Auch das Alter ukrainischer Kriegsgefangener liege im Schnitt bei 40 bis 50 Jahren. Früher habe dies nur einzelne, wenig bekannte Brigaden betroffen, heute zeige sich dieses Bild in allen Verbänden der ukrainischen Armee, so der Vertreter der Sicherheitsstrukturen.

  • 19:43 Uhr

    Gebiet Charkow: Obligatorische Evakuierung von Familien mit Kindern angekündigt

    In sieben Ortschaften des ukrainischen Gebiets Charkow ist eine obligatorische Evakuierung von Familien mit Kindern angeordnet worden. Dies gab der Polizeichef der Region, Pjotr Tokar, am Freitag bekannt. Der ukrainische Sender Obschtschestwennoe zitiert ihn:

    "In weiteren sieben Ortschaften der Region Charkow wurde die Evakuierung von Familien mit Kindern zwangsläufig angeordnet. Wir werden praktisch ab heute oder morgen mit dem Evakuierungsprozess beginnen." 

  • 19:24 Uhr

    Kiew: Bürger horten Katzenstreu wegen Problemen mit dem Abwasser

    In Kiew kaufen einige Einwohner Katzenstreu auf Vorrat, da die Abwasseranlagen in den Häusern nicht funktionieren. Dies berichtet das ukrainische Medium Strana.ua am Freitag.

    In einem veröffentlichten Video erklärt eine Einwohnerin, dass sie Katzenstreu als Notlösung nutzt, da die Hauskanalisation ausgefallen ist. Zudem zeigt Strana ein Foto aus einem Laden, auf dem ein Kunde mehrere Packungen Katzenstreu in seinem Einkaufswagen stapelt.

    Zuvor hatte Maxim Bachmatow, der Bezirksleiter des Stadtteils Desnjanski, den Kiewern angesichts der angespannten Lage bei der Strom-, Wasser- und Wärmeversorgung empfohlen, Gruben für Toiletten zu graben und Katzenstreu zu verwenden.

  • 19:01 Uhr

    Trump sieht gute Chancen für Frieden in der Ukraine

    US-Präsident Donald Trump erklärte am Freitag, er sei zuversichtlich, eine Vereinbarung zur Beilegung des Konflikts zwischen Russland und der Ukraine erreichen zu können. Dies sagte er bei der Unterzeichnung von Dekreten im Oval Office:

    "Ich glaube, dass wir gute Chancen haben, eine Lösung zu erreichen. Wir sind dem Ergebnis sehr nahe."

  • 18:42 Uhr

    Ex-Diplomat sieht NATO-Auflösung als Schlüssel zum Ukraine-Konflikt

    Der Zerfall der NATO könne die Hauptursache des Ukraine-Konflikts beseitigen und dessen Beilegung ermöglichen. Dies schreibt der ehemalige britische Diplomat Ian Proud in einem Beitrag für Strategic Culture.

    "Sollte sich der aktuelle Trend fortsetzen, wonach die USA ihren Fokus auf den Pazifik richten und damit die Grundlagen der NATO so stark schwächen, dass es zu ihrem Zerfall kommt, würde die Hauptursache des Krieges in der Ukraine verschwinden."

    Eine Auflösung des Bündnisses würde laut Proud die gesamteuropäische Sicherheitsarchitektur "radikal verändern" und die Beziehungen des Westens zu Russland verbessern.

    Zuvor hatte die Washington Post über die Gefahr berichtet, dass die NATO aufgrund zahlreicher interner Spannungen an Bedeutung verlieren könnte.

  • 18:17 Uhr

    Neues Kabinett der Niederlande setzt Militärhilfe für Kiew fort

    Das neue Koalitionskabinett der Niederlande will die Ukraine über mehrere Jahre hinweg militärisch und finanziell unterstützen. Zudem spricht sich die Regierung erneut für die Nutzung eingefrorener russischer Vermögenswerte zugunsten Kiews aus. Dies geht aus dem am Freitag vorgestellten Koalitionsvertrag hervor.

    "Der Konflikt in der Ukraine betrifft die Sicherheit ganz Europas. Deshalb werden wir die militärische und finanzielle Unterstützung der Ukraine über mehrere Jahre fortsetzen und uns weiter für die Verwendung eingefrorener russischer Vermögenswerte einsetzen."

    Zugleich wird betont, dass ein möglicher EU- und NATO-Beitritt der Ukraine von der Erfüllung der entsprechenden Kriterien abhängt. Die Niederlande wollten Kiew dabei "im Rahmen ihrer Möglichkeiten" unterstützen.

  • 17:43 Uhr

    Russland: Westen ignoriert ukrainische Angriffe auf Kernkraftwerke

    Der Westen ignoriere mehrere Versuche des ukrainischen Militärs, russische Atomkraftwerke anzugreifen, erklärt Russlands Vertreter bei internationalen Organisationen in Wien, Michail Uljanow. Im Rahmen einer Sondersitzung des Verwaltungsrats der Internationalen Atomenergie-Behörde (IAEA) erklärt er:

    "Man sollte hervorheben, dass in der zweiten Hälfte des Jahres 2025 die Streitkräfte der Ukraine zweimal versucht haben, die Leistungsblöcke des AKW Smolensk anzugreifen. Zwei Angriffe wurden gegen das AKW Kursk verübt. In der Nacht vom 6. auf den 7. Oktober und in der Nacht auf den 13. November 2025 griff die ukrainische Seite das AKW Nowoworonesch an. Bezeichnenderweise haben die westlichen Länder diese Tatsachen ignoriert."

  • 17:16 Uhr

    FT: Westen weist Selenskijs Aussagen zu verzögerten Raketenlieferungen zurück

    Westliche Vertreter haben Aussagen von Wladimir Selenskij über Verzögerungen bei der Lieferung von Patriot-Raketen an die Ukraine als unzutreffend bezeichnet. Dies berichtet die Financial Times.

    "Zwei westliche Beamte, die mit den Abläufen der PURL-Initiative vertraut sind, sagten, Selenskijs Vorwurf sei falsch."

    Selenskij hatte erklärt, die Lieferverzögerungen seien darauf zurückzuführen, dass Europa seinen Finanzierungsbeitrag im Rahmen der Initiative "Prioritized Ukraine Requirements List (PURL)" nicht geleistet habe. Das Programm sieht beschleunigte Waffenlieferungen über Beiträge der NATO-Staaten vor. 

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Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.