Liveticker Ukraine-Krieg: Russische Armee kontrolliert alle Stadtteile von Kupjansk

16.01.2026 18:44 Uhr
18:44 Uhr
General: Russische Armee kontrolliert alle Stadtteile von Kupjansk
Generaloberst Sergei Kusowlew, Befehlshaber des russischen Truppenverbands West, gab bekannt, dass seine Einheiten weiterhin offensive Gefechte in allen vier Abschnitten durchführen. Die gesamte Länge der Frontlinie betrage derzeit 320 Kilometer, berichtete Kusowlew bei einer Sitzung am Freitag, an dem Russlands Verteidigungsminister Andrei Beloussow teilnahm.
Ferner teilte der General mit, dass alle Stadtteile von Kupjansk im Gebiet Charkow unter der Kontrolle russischer Truppen stünden, trotz der erfolglosen Versuche des Gegners, in der Gegend durchzubrechen. Damit beantwortete Kusowlew die Frage des Verteidigungsministers, ob es stimme, dass die Ortschaft derzeit gesäubert werde.
18:16 Uhr
Medien: Über eine halbe Million Männer seit 2022 aus der Ukraine geflohen
Seit Beginn des Jahres 2022 haben mehr als eine halbe Million Männer im wehrfähigen Alter die Ukraine verlassen, teils auf illegalem Weg. Dies berichtet das ukrainische Antikorruptionszentrum NGL.media unter Bezugnahme auf Daten mehrerer Grenzbehörden.
Demnach sind rund 470.000 Männer legal ausgereist und nicht zurückgekehrt. Mindestens 70.000 weitere haben die Grenze illegal überquert. Grundlage sind Angaben der Grenzdienste Polens, Rumäniens, der Slowakei, Moldawiens und Ungarns.
NGL.media verweist zugleich auf den zunehmenden Personalmangel in den ukrainischen Streitkräften. Gewaltmaßnahmen bei der Mobilisierung führten regelmäßig zu Skandalen und Protesten. Der ukrainische Ombudsmann Dmitri Lubinez hatte zuvor von massenhaften Rechtsverletzungen durch Mitarbeiter der Wehrämter gesprochen.
17:46 Uhr
Kiew setzt Drohnenterror gegen russische Gebiete fort
In der Zeitspanne von 12:00 Uhr bis 18:00 Uhr Moskauer Zeit hat Russlands Luftverteidigung insgesamt 63 ukrainische unbemannte Fluggeräte über sechs Regionen zerstört.
Wie das Verteidigungsministerium in Moskau bekanntgibt, setzte das ukrainische Militär bei den Angriffen am Freitag Starrflüglerdrohnen ein.
17:28 Uhr
Ukrainischer Energieminister beklagt niedrige Temperaturen im Büro
Der ukrainische Energieminister Denis Schmygal hat sich darüber beschwert, dass er wegen der Kälte in seinem Büro eine Jacke tragen müsse. Dies sagte er während einer Sitzung der Werchowna Rada, die live auf dem YouTube-Kanal des Parlaments übertragen wurde.
"Ich habe die Temperatur nicht gemessen, aber es ist ziemlich kühl. Ich sitze im Büro und trage eine Jacke."
Zuvor hatte Schmygal erklärt, dass in der ukrainischen Energiebranche der Ausnahmezustand herrsche. Staatliche Unternehmen seien verpflichtet, in diesem Winter mindestens die Hälfte ihres Stroms von ausländischen Lieferanten zu beziehen. Laut seinen Angaben ist kein Kraftwerk mehr unbeschädigt und es sind tausende Megawatt an Erzeugungskapazitäten verloren gegangen.
17:03 Uhr
Russische Drohnenpiloten führen erfolgreiche Einsätze entlang der Front durch (Video)
Aufnahmen des russischen Verteidigungsministeriums zeigen Fachleute des Rubikon-Zentrums für unbemannte Systeme im Einsatz. Wie es heißt, setzten sie Kampffahrzeuge, sonstige Fahrzeuge, Panzer, Artilleriekomplexe, Stellungen, temporäre Truppenstandorte und Drohnen der ukrainischen Streitkräfte außer Gefecht.
16:47 Uhr
Grossi: Risiko einer Atomkatastrophe in der Ukraine höher als Einsatz von Atomwaffen
Der Chef der Internationalen Atomenergie-Organisation (IAEA), Rafael Grossi, erklärte, im Ukraine-Konflikt sei das Risiko einer nuklearen Havarie höher als die Wahrscheinlichkeit eines Atomwaffeneinsatzes. Im Interview mit dem spanischen Sender RTVE sagte er:
"Ich halte die Wahrscheinlichkeit eines Einsatzes von Atomwaffen in diesem Konflikt für gering. Kurzfristig beunruhigt uns daher eher das Risiko einer nuklearen Katastrophe als der tatsächliche Einsatz von Atomwaffen."
Besondere Sorge bereite der IAEA die Lage um das Kernkraftwerk Saporoschje, das sich weiterhin im Kampfgebiet befindet. Die Anlage könne sowohl durch direkte Angriffe als auch durch Stromausfälle bei der Reaktorkühlung beschädigt werden, warnte Grossi.
16:31 Uhr
Ukrainische Streitkräfte richteten Munitionslager in Kirche bei Charkow ein
In einer Kirche im Ort Stary Saltow im Gebiet Charkow haben die ukrainischen Streitkräfte ein Munitionslager eingerichtet. Dies erklärte der stellvertretende Leiter der russischen Gebietsverwaltung Charkow, Jewgeni Lissnjak, vor Journalisten.
"Soldaten der ukrainischen Streitkräfte besetzten das Kirchengebäude in Stary Saltow, um in den Kellerräumen ein Munitionslager einzurichten."
Er betonte, dass das humanitäre Völkerrecht die Nutzung religiöser Stätten zu militärischen Zwecken verbiete und solche Handlungen als schwere Verstöße einstufe.
16:16 Uhr
"Multinationale Truppe" in Ukraine: Immer mehr Deutsche zeigen Verständnis für Bundeswehr-Beteiligung
In der deutschen Bevölkerung wächst die Zustimmung zu einer möglichen Beteiligung deutscher Truppen an einem potenziellen Einsatz zur Friedenssicherung in der Ukraine. Dies geht aus einer aktuellen YouGov-Umfrage hervor.
15:55 Uhr
Sechs Ukrainer bei Versuch, Grenze zu Moldawien illegal zu überqueren, festgenommen
Sechs ukrainische Staatsangehörige wurden festgenommen, als sie versuchten, in einem Lastwagen illegal die moldauisch-ukrainische Grenze zu überqueren. Alle stellten einen Asylantrag in Moldawien, wie die moldauische Grenzpolizei mitteilte."Die Grenzpolizei Moldawiens entdeckte in Zusammenarbeit mit dem Zoll und den ukrainischen Grenzbehörden sechs Migranten, die versuchten, illegal in die Republik Moldau einzureisen und sich im Ladebereich eines Lastwagens versteckten."
Der Vorfall ereignete sich am gemeinsamen Grenzübergang Palanka-Majaki-Udobnoje. Der moldauische Fahrer des Lastwagens wurde für 72 Stunden festgehalten, um die Umstände zu klären, seine Beteiligung zu prüfen und Beweise zu sichern.
Den ersten Ermittlungen zufolge hat jeder der Migranten 12.000 US-Dollar für die illegale Überfahrt und den Weitertransport gezahlt. Die Operation sei von einer grenzüberschreitenden kriminellen Gruppe organisiert worden, die sowohl in Moldawien als auch in der Ukraine aktiv ist.
15:42 Uhr
Krankenwagen im Raum Cherson durch Minenexplosion in die Luft gesprengt
Im Gebiet Cherson wurde am Freitag ein Rettungswagen, der zu einem Einsatz unterwegs war, durch die Explosion der Antipersonenminen zerstört. Dies gibt ein lokaler Regierungsvertreter, Sergei Tscherewko, auf Telegram bekannt.
"Dieser zynische und vorsätzliche Angriff auf medizinisches Personal, das Leben rettet, beweist einmal mehr den kriminellen Charakter des Kiewer Regimes", betont der Beamte.
Das ukrainische Militär scheue keine Mittel, um die Bevölkerung einzuschüchtern, schreibt er in seinem Post. "Aber sie werden es nicht schaffen. Die Sanitäter leisten weiterhin allen Bedürftigen Hilfe. "
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Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.