Liveticker Ukraine-Krieg: UN-Sicherheitsrat tritt Montag zu Dringlichkeitssitzung zusammen

10.01.2026 09:30 Uhr
09:30 Uhr
Zweiter Tag in Folge: DVR meldet keine ukrainischen Angriffe
Die Behörden in Donezk haben innerhalb der vergangenen 24 Stunden keine Angriffe durch ukrainische Truppen registriert. In der Zeitspanne von 0 Uhr am 9. Januar bis 0 Uhr am 10. Januar (Ortszeit) schlugen auf dem Territorium der Volksrepublik keine Geschosse ein. Berichte über Opfer und Infrastrukturschäden lagen nicht vor.
Am Vortag hatten die Behörden von Donezk ebenfalls keine Angriffe aus der Ukraine gemeldet. Berichte über Opfer unter der Zivilbevölkerung und Schäden lagen nicht vor.
09:04 Uhr
Großbritannien veranschlagt 200 Millionen Pfund für Truppenentsendung in die Ukraine
Der britische Verteidigungsminister John Healey hat der Ukraine bei einem Besuch in der Hauptstadt Kiew Unterstützung zugesagt. Großbritannien will demnach 200 Millionen Pfund oder etwa 230 Millionen Euro für die Vorbereitung einer möglichen Truppenentsendung in die Ukraine bereitstellen. Mit dem Geld sollen unter anderem Fahrzeuge sowie Kommunikationssysteme modernisiert und der Schutz vor Drohnen verbessert werden, so Healey.
Russia's barrage of attacks on Ukraine overnight, including firing an Oreshnik ballistic missile at Lviv, are another attempt by Putin to terrorise Ukraine and threaten Europe's security.My visit to Kyiv today underlines the UK's resolute support for a just and lasting peace. pic.twitter.com/sciEZAIOrs
— John Healey (@JohnHealey_MP) January 9, 2026Die britischen Soldaten sollen Teil einer multinationalen Truppe sein, die im Falle eines Waffenstillstands zum Einsatz käme.
08:31 Uhr
Lettland verlangt nach Oreschnik-Angriff Sondersitzung des UN-Sicherheitsrats

ArchivbildUrheberrechtlich geschützt Lettland hat als Reaktion auf den jüngsten russischen Angriff auf die Ukraine eine außerordentliche Sitzung des Sicherheitsrats der Vereinten Nationen gefordert. Dies kündigte Außenministerin Baiba Braže auf der Plattform X an. Das baltische EU- und NATO-Land hatte erst am 1. Januar einen auf zwei Jahre befristeten Sitz als nichtständiges Mitglied im UN-Gremium übernommen.
Einem Bericht der Nachrichtenagentur AFP zufolge wird der UN-Sicherheitsrat am Montag zu einer Dringlichkeitssitzung zusammenkommen. Demnach wurde ein entsprechender Antrag der Ukraine mittlerweile von sechs Mitgliedern des UN-Gremiums unterstützt. Es handelt sich um Frankreich, Großbritannien, Lettland, Dänemark, Griechenland und Liberia.
Russland hatte zuvor nach eigenen Angaben zum zweiten Mal seit dem Beginn der Sonderoperation eine Mittelstreckenrakete vom Typ Oreschnik eingesetzt.
08:02 Uhr
Ukrainische Drohne verursacht Brand in Einfamilienhaus im russischen Grenzgebiet Kursk
In der Nacht zum Samstag haben die ukrainischen Streitkräfte die Siedlung Fonow im russischen Grenzgebiet Kursk angegriffen. Gouverneur Alexander Chinstein gab auf Telegram bekannt, dass eine ukrainische Drohne in einem Einfamilienhaus in der Siedlung im Bezirk Rylsk einen Brand verursacht habe. Der Politiker fügte hinzu, dass im Haus zwei Menschen lebten. Bei der Attacke sei glücklicherweise niemand verletzt worden. Die örtliche Regierung werde den Hausbesitzern helfen, den entstandenen Schaden zu beheben.
07:33 Uhr
Ukrainische Drohnen greifen Erdöldepot im Gebiet Wolgograd an
Am frühen Samstagmorgen hat Gouverneur Andrei Botscharow eine ukrainische Drohnenattacke auf das russische Gebiet Wolgograd gemeldet. In der Nacht habe die russische Luftabwehr mehrere gegnerische Drohnen abgefangen, schreibt der Politiker auf Telegram. Den Angriff bezeichnete er als terroristisch und berichtete über Sachschäden. Demnach hätten herabfallende Wrackteile einen Brand in einem Erdöldepot im Bezirk Oktjabrski verursacht. Nach vorläufigen Informationen gebe es keine Opfer. Für den Fall einer Evakuierung habe man zwischenzeitlich in einer Schule in der Siedlung Oktjabrski eine Notunterkunft eingerichtet.
07:00 Uhr
Russische Luftabwehr zerstört in der Nacht 59 ukrainische Drohnen

SymbolbildPAWEL LWOW / Sputnik Russlands Verteidigungsministerium meldet am Samstagmorgen auf Telegram weitere Versuche der ukrainischen Streitkräfte, Objekte in Russland mit Drohnen anzugreifen. Demnach hat die russische Luftabwehr in der vergangenen Nacht 59 unbemannte Luftfahrzeuge des Gegners abgeschossen. Die Zahl der zerstörten Drohnen listet die Behörde wie folgt auf:
- Schwarzes Meer – 11,
- Region Krasnodar – 10,
- Gebiet Brjansk – 8,
- Gebiet Lipezk – 6,
- Gebiet Kaluga – 4,
- Asowsches Meer – 4,
- Teilrepublik Adygeja – 4,
- Teilrepublik Krim – 4,
- Gebiet Moskau – 3, davon 1 im Anflug auf die russische Hauptstadt,
- Gebiet Belgorod – 2,
- Gebiet Woronesch – 1,
- Gebiet Smolensk – 1,
- Gebiet Tula – 1.
Weitere Einzelheiten teilt das Ministerium nicht mit.
9.01.2026 22:00 Uhr
22:00 Uhr
Damit beenden wir für heute den Live-Ticker zur Lage im Ukraine-Konflikt. Morgen früh ab 7 Uhr geht es mit der Berichterstattung weiter. Wir wünschen unseren Lesern trotz aller Spannungen in der Welt eine gute Nacht!
21:59 Uhr
Sohn von Ramsan Kadyrow verspricht, Selenskij nach Tschetschenien zu bringen

Archivbild: Der tschetschenische Präsident Ramsan Kadyrow (rechts) und sein Sohn Adam Kadyrow (links)Michail Sinizyn / Sputnik Adam Kadyrow, der Sohn und Stellvertreter des tschetschenischen Chefs Ramsan Kadyrow und Sicherheitssekretär der russischen Teilrepublik, verspricht, Wladimir Selenskij als Kriegsverbrecher nach Tschetschenien zu bringen, wenn der Chef der Region Ramsan Kadyrow oder der Oberbefehlshaber "ein Wort sagen". Im sozialen Netzwerk Instagram schreibt Adam Kadyrow:
"Wenn der Oberbefehlshaber Wladimir Wladimirowitsch Putin oder mein Vater den Befehl geben, werden wir dich (Wladimir Selenskij) überall finden, und das ist nur eine Frage der Zeit. Wir werden keine Operationen ankündigen. Wir werden einfach kommen und dich holen. So, wie man etwas holt, das von seinen Besitzern nicht mehr gebraucht wird. Und wir werden dich hierher nach Grosny bringen. Nicht als Präsident, sondern als Kriegsverbrecher."
Er bezeichnet Selenskij als "Clown" und "Nichtsnutz", dessen Worte keinen Pfifferling wert sind. Nach Ansicht von Adam Kadyrow hat Selenskij sein Land für billigen Pathos und westliches Lob ruiniert. Er fügt hinzu:
"Aber bald ist auch deine Zeit vorbei. Und wenn das passiert, wirst du dich an deine heutigen 'scharfen Witze' erinnern – und jedes gesprochene Wort bereuen. Mach dich bereit, Schauspieler. Das Ende deines Stücks wird von uns geschrieben. Und es wird ganz und gar nicht komisch sein."
21:05 Uhr
Bericht: Zahl weiblicher Offiziere in ukrainischen Streitkräften steigt
In den ukrainischen Streitkräften der Ukraine gibt es immer mehr Frauen in hohen Positionen: Parallel zum Rückgang der männlichen Bevölkerung der Ukraine steigt die Zahl der weiblichen Offiziere, wie RIA Nowosti aus russischen Sicherheitskreisen erfahren hat. Ein Gesprächspartner der Nachrichtenagentur sagt:
"In den Streitkräften der Ukraine steigt die Zahl der weiblichen Offiziere. Dies teilte die Beraterin für Genderfragen des Generalstabs der Streitkräfte der Ukraine Oksana Grigorijewa mit. Ihren Angaben zufolge gibt es in der ukrainischen Armee bereits Frauen, die den Rang eines Kapitäns und sogar eines Majors erreicht haben."
Er merkt an, dass vor dem Hintergrund des rapiden Rückgangs der männlichen Bevölkerung Frauen zu Kommandantinnen von Zügen, Kompanien und sogar Bataillonen werden. Der Vertreter der Sicherheitskräfte sagt:
"In einer Einheit der Luftstreitkräfte hat eine Frau den Posten der Kommandantin inne. Ähnliche Aussagen könnten auch im Rahmen einer groß angelegten Propagandakampagne zur Gewinnung von Frauen für die ukrainischen Streitkräfte fallen."
Mit der Zunahme der Zahl der Frauen in den ukrainischen Streitkräften steige auch die Zahl der Todesanzeigen, fügt er hinzu. Die Quelle sagt:
"Es gibt auch Fälle, in denen hochrangige ukrainische Kommandeure ihre Ehefrauen in die von ihnen befehligten Einheiten versetzen."
19:49 Uhr
Sicherheitsdienst der Ukraine zeigt angebliche Trümmer von Oreschnik-Kampfmodulen
Die ukrainische Seite zeigte Trümmerteile, die vermutlich von Kampfköpfen der russischen Mittelstreckenrakete Oreschnik stammen, die letzte Nacht ein Ziel im Gebiet Lwow getroffen hatte.
Unter den vom ukrainischen Sicherheitsdienst (SBU) gezeigten Trümmern lassen sich mit einiger Sicherheit ein stark beschädigter Stabilisierungs- und Zielmechanismus, Teile des Antriebs, Fragmente des Ausrichtungsmechanismus sowie Düsen von der Plattform des Trennmechanismus und andere Teile erkennen.
Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.
Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.


