Liveticker Ukraine-Krieg – Uschakow: Truppenabzug aus Donbass würde Weg für Frieden ebnen

1.04.2026 22:00 Uhr
22:00 Uhr
Damit beenden wir für heute den Live-Ticker zur Lage im Ukraine-Konflikt. Morgen früh ab 7 Uhr geht es mit der Berichterstattung weiter. Wir wünschen unseren Lesern trotz aller Spannungen in der Welt eine gute Nacht!
21:59 Uhr
Selenskij: Kiew und Washington wollen Sicherheitsgarantien verstärken
Die Ukraine und die USA arbeiten nach Angaben des ukrainischen Machthabers Wladimir Selenskij an einer Verstärkung der Sicherheitsgarantien. Konkrete Details nannte er nicht. Selenskij erklärte, er habe ausführlich mit dem US-Sondergesandten Steve Witkoff sowie mit Jared Kushner gesprochen. Später hätten sich auch US-Senator Lindsey Graham und NATO-Generalsekretär Mark Rutte zugeschaltet.
In einer Videobotschaft auf Telegram sagte Selenskij:
"Wir haben darüber gesprochen, wie die Diplomatie gestärkt werden kann und welche Schritte möglich sind. Auch über Sicherheitsgarantien und die Einbindung der Europäer. Wir haben vereinbart, die Sicherheitsgarantien zu verstärken."
Welche Garantien konkret gemeint sind und wie diese umgesetzt werden sollen, blieb offen.
21:52 Uhr
Deutscher Rüstungskonzern liefert erste Drohnen an die Ukraine
Das deutsche Unternehmen Quantum Systems hat die erste Lieferung taktischer Drohnen des Typs Linza 3.0 an die ukrainischen Streitkräfte bekannt gegeben. Wie auf der Website des Unternehmens zu lesen ist, hat das Gemeinschaftsunternehmen Quantum Frontline Industries die Produktion der ersten Systeme abgeschlossen. In der Mitteilung heißt es:
"Diese Systeme werden an die ukrainischen Streitkräfte geliefert."
Demnach plant das Unternehmen, seine Produktionskapazitäten noch in diesem Jahr auszubauen und die Lieferungen von Drohnen an ukrainische Einheiten zu erhöhen. Weitere Details wurden nicht genannt.
Zuvor hatte Quantum Systems im Rahmen der Initiative "Build With Ukraine" mit dem ukrainischen Start-up Frontline Robotics eine Vereinbarung zur Massenproduktion von Drohnen geschlossen. Laut Medienberichten sollen ab 2026 rund 10.000 Drohnen im Wert von 40 Millionen Euro in einem neuen Werk produziert werden – ausschließlich für den Einsatz in der Ukraine.
21:41 Uhr
US-Experte warnt: NATO-Austritt könnte Ukraine-Armee kollabieren lassen
Ein möglicher Austritt der USA aus der NATO würde der Ukraine schweren Schaden zufügen. Diese Einschätzung äußerte der pensionierte US-Oberstleutnant Daniel Davis auf der Plattform X:
"Das würde die Ukraine plötzlich allein zurücklassen und vermutlich ihre militärische Niederlage beschleunigen – nicht durch eine nüchterne Verhandlungslösung zu bestmöglichen Bedingungen, sondern durch den plötzlichen Zusammenbruch ihrer Armee."
Auch die europäischen Verbündeten würden sich laut Davis "im Stich gelassen und gedemütigt" fühlen.
Zuvor hatte US-Präsident Donald Trump laut The Telegraph erklärt, er erwäge einen Austritt der Vereinigten Staaten aus dem Bündnis. Trump habe die NATO stets als "Papiertiger" betrachtet. Washington habe seine Verbündeten im Ukraine-Konflikt automatisch unterstützt, jedoch keine Hilfe bei einer Operation gegen Teheran erhalten.
Trump hatte die NATO-Partner wiederholt wegen mangelnder Unterstützung kritisiert und einen Stopp von Hilfsleistungen nicht ausgeschlossen. US-Verteidigungsminister Pete Hegseth erklärte zudem, der Präsident werde nach einer möglichen Einigung im Konflikt mit Iran über die Zukunft des Bündnisses entscheiden.
21:27 Uhr
Uschakow: Truppenabzug aus Donbass würde Weg für Frieden ebnen

Der russische Präsidentenberater Juri Uschakow.Kristina Kormilitsyna / Sputnik Ein Abzug der ukrainischen Truppen aus dem Donbass durch Wladimir Selenskij könnte laut dem russischen Präsidentenberater Juri Uschakow neue Perspektiven für eine Friedenslösung eröffnen. Im Gespräch mit dem Nachrichtenportal Westi sagte er:
"Wenn er die Entscheidung treffen würde, die Truppen abzuziehen, und wir anschließend überprüfen könnten, dass dies geschehen ist, würden sich natürlich Perspektiven für die Regelung vieler Fragen eröffnen, einschließlich der Beendigung der Kampfhandlungen."
Zuvor hatte Wladimir Selenskij erklärt, Moskau habe Kiew zwei Monate für den Abzug der ukrainischen Streitkräfte aus dem Donbass eingeräumt. Andernfalls würden sich die Bedingungen für ein mögliches Friedensabkommen zum Nachteil der Ukraine verschlechtern.
21:11 Uhr
Ukrainischer Drohnenangriff in Gorlowka: Zivilist verletzt
Bei einem Drohnenangriff der ukrainischen Streitkräfte auf Gorlowka ist ein Zivilist verletzt worden. Dies teilt Bürgermeister Iwan Prichodko auf Telegram mit. Zugleich erklärte Prichodko beim Sender Solowjow Live, die Zahl der Drohnenangriffe auf die Stadt sei dank des Schutzsystems "Kuppel des Donbass" deutlich gesunken.
"Das System hat sich bewährt. Früher hatten wir 340 bis 350 Angriffe pro Woche, jetzt liegt diese Zahl bei 70 bis 75 Drohnen."
Ein Teil der Drohnen dringe jedoch weiterhin in das Stadtgebiet ein. Das System "Kuppel des Donbass" wurde im Herbst 2023 in der Volksrepublik Donezk unter Beteiligung des russischen Inlandsgeheimdienstes entwickelt. Nach früheren Angaben wurden damit insgesamt mehr als 50.000 ukrainische Drohnen neutralisiert.
21:00 Uhr
Dmitrijew: Großbritanniens Militärbestände nahezu erschöpft
Die militärischen Bestände Großbritanniens sind nach Einschätzung von Kirill Dmitrijew nahezu aufgebraucht. Auf der Plattform X schrieb er:
"Die militärischen Bestände Großbritanniens liegen nahe null."
Damit bezog sich Dmitrijew auf Berichte, denen zufolge dem Vereinigten Königreich weniger als 50 Marschflugkörper des Typs Storm Shadow verblieben seien. Die Bestände an Brimstone-Raketen lägen demnach nur noch bei 25 bis 35 Prozent des ursprünglichen Niveaus und die an Paveway-IV-Bomben bei 30 bis 40 Prozent. Als Grund für den Rückgang werden unter anderem die Waffenlieferungen an die Ukraine genannt.
20:40 Uhr
EU-Außenbeauftragte plädiert für gemeinsames Vorgehen gegen "Schattenflotte"
Die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas plädiert dafür, den wirtschaftlichen Druck auf Russland noch einmal deutlich zu erhöhen, um ein Ende des Ukraine-Kriegs zu erreichen. Den ARD-"Tagesthemen" hat die Estin gesagt, der Westen müsse in Bezug auf die Schattenflotte etwas unternehmen, denn diese sei ein Instrument, das Russland nutze, um Erdöl aus dem Land "herauszuholen und zu verteilen". Auf diese Weise erhalte Russland Einkünfte, um den Krieg zu finanzieren.
"Hier müssen wir kreativ sein. Wir müssen mit unseren Partnern zusammensitzen, mit ihnen sprechen, denn wenn das Vereinigte Königreich, die USA, Europa, die G7-Partner die gleichen Sanktionen erlassen, dann erzielen wir einen großen Effekt."
Jetzt liege der Schwerpunkt darauf, mehr Druck auf Russland auszuüben, sodass Moskau diesen Krieg beende. Sie sagte, der russischen Volkswirtschaft gehe es nicht gut.
Als "Schattenflotte" werden im Westen Tanker und Frachtschiffe bezeichnet, die Russland angeblich zur Umgehung von Sanktionen einsetzt.
The way to end this war is to confront Moscow, not reward it. Not to loosen sanctions, but to harden them.The 20th sanctions package is ready to go. We will tighten the net further, especially around Russia’s shadow fleet. And we must also deliver the €90-billion-loan.My… pic.twitter.com/VJ7DDTqmSb
— Kaja Kallas (@kajakallas) March 31, 202620:21 Uhr
Russische Luftabwehr schießt 17 ukrainische Drohnen ab
Im Zeitraum von 9:00 bis 18:00 Uhr Moskauer Zeit haben die russischen Luftabwehrkräfte innerhalb von neun Stunden 17 ukrainische Drohnen abgefangen und zerstört. Dies teilt das russische Verteidigungsministerium am Mittwoch mit. Demnach wurden neun Drohnen über der Region Krasnodar, drei über dem Gebiet Kursk, zwei über dem Asowschen Meer, zwei über dem Gebiet Belgorod und eine über der Republik Krim abgeschossen.
20:12 Uhr
Lawrow: Wir sind bereit für Dialog mit dem Westen, werden aber niemandem hinterherlaufen

Moskau ist bereit, Wege aus der Krise in den Beziehungen zum Westen zu besprechen, besteht jedoch auf einem gleichberechtigten und für beide Seiten vorteilhaften Dialog ohne einseitige Zugeständnisse. Dies erklärte Außenminister Sergei Lawrow auf der Generalversammlung des Russischen Rates für internationale Angelegenheiten.
Lawrow Zufolge durchlaufen die Beziehungen zwischen Russland und dem Westen derzeit eine der schwersten Krisen. Der Minister betonte, dass Moskau fest entschlossen sei, seine eigenen nationalen Interessen zu verteidigen. Dabei sei Russland zu Verhandlungen bereit und halte die Tür für einen Dialog und mögliche Vereinbarungen offen, "aber wird ganz sicher niemandem hinterherlaufen", erklärte Lawrow.
Das Video gibt es hier auf unserer Website zu sehen.
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Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.

