Liveticker Ukraine-Krieg: Russische Armee befreit sechs Orte binnen einer Woche

6.03.2026 15:44 Uhr
15:44 Uhr
Frontbericht des russischen Verteidigungsministeriums
Russlands Verteidigungsministerium berichtet am Freitag über den Verlauf der militärischen Sonderoperation in der Ukraine innerhalb der vergangenen Woche.
Laut dem Bericht hat das russische Militär dem Gegner erhebliche Verluste zugefügt. Durch entschlossene Aktionen der Einheiten der Truppenverbände Nord, Süd, Ost, West, Mitte und Dnjepr verlor die Ukraine bis zu 8.800 Soldaten.
Als Reaktion auf die Terroranschläge der Ukraine auf Zivilobjekte auf russischem Territorium haben die Streitkräfte der Russischen Föderation im Zeitraum vom 28. Februar bis zum 6. März sieben kombinierte Schläge durchgeführt. Bei den Angriffen wurden Energieobjekte, die den Betrieb des militärisch-industriellen Komplexes der Ukraine gewährleisteten, Transport-, Hafen- und Flugplatzinfrastruktur, die im Interesse der ukrainischen Streitkräfte genutzt wurde, Eisenbahnzüge mit Waffen und militärischer Ausrüstung, Munitionslager, Produktions- und Lagerstätten sowie Leitstellen für Langsteckendrohnen getroffen. Angegriffen wurden auch vorübergehende Stationierungsorte der bewaffneten Formationen der ukrainischen Streitkräfte und ausländischer Söldner.
Im Zuständigkeitsbereich des Truppenverbands Nord beliefen sich die Verluste der ukrainischen Truppen auf mehr als 1.500 Soldaten. Zudem zerstörte das russische Militär neun Panzer und gepanzerte Kampffahrzeuge, 124 Autos, neun Feldartilleriegeschütze, sieben Stationen für elektronische Kampfführung sowie 56 Munitions-, Brennstoff- und Materiallager.
Im Zuständigkeitsbereich des Truppenverbands West verlor das ukrainische Militär mehr als 1.280 Kämpfer. Zusätzlich schaltete der Verband 24 gepanzerte Kampffahrzeuge, 139 Autos, 21 Feldartilleriegeschütze, fünf Stationen für elektronische Kampfführung und Artillerieabwehr sowie 23 Munitionslager der ukrainischen Armee aus.
Im Abschnitt des Truppenverbands Süd musste das ukrainische Militär mehr als 1.035 Kämpfer einbüßen. Zwei Panzer, 27 gepanzerte Kampffahrzeuge, darunter sechs aus westlicher Produktion, 102 Autos, 18 Artilleriegeschütze, elf Stationen für elektronische Kampfführung und Artillerieabwehr sowie 41 Munitions-, Brennstoff- und Materiallager wurden eliminiert.
Im Zuständigkeitsbereich des Truppenverbands Mitte beliefen sich die Verluste des ukrainischen Militärs auf mehr als 2.425 Kämpfer. Der Verband der russischen Armee zerstörte fünf Panzer, 52 gepanzerte Kampffahrzeuge, 83 Autos, 14 Feldartilleriegeschütze, neun Stationen für elektronische Kampfführung und acht Munitions- und Brennstofflager.
Durch entschlossene Aktionen des Truppenverbands Ost mussten die ukrainischen Truppen mehr als 2.185 Kämpfer einbüßen. Darüber hinaus setzte das russische Militär in diesem Operationsbereich 26 gepanzerte Kampffahrzeuge, 53 Autos, sieben Feldartilleriegeschütze, drei Stationen für elektronische Kampfführung sowie fünf Munitions- und Materiallager außer Gefecht.
Im Laufe der Woche beliefen sich die Verluste der ukrainischen Truppen im Zuständigkeitsbereich des Truppenverbands Dnjepr auf etwa 375 Soldaten. Außerdem eliminierte der Verband vier gepanzerte Kampffahrzeuge, 87 Autos, drei Feldartilleriegeschütze, 18 Stationen für elektronische Kampfführung sowie 20 Munitions- und Materiallager der ukrainischen Armee.
Drohnen, Raketentruppen und Artillerie der russischen Streitkräfte haben binnen einer Woche sieben Mehrfachraketenwerfer, darunter einen vom Typ HIMARS aus US-Produktion und drei vom Typ Vampire aus tschechischer Produktion, getroffen.
Einheiten der Flugabwehr schossen im Laufe der Woche 62 gelenkte Bomben, 22 HIMARS-Raketen aus US-Produktion, zwei Neptun-Raketen, eine Flamingo-Rakete und 2.154 Drohnen ab.
Die russische Schwarzmeerflotte hat acht unbemannte Boote der ukrainischen Streitkräfte zerstört.
Insgesamt wurden seit dem Beginn der militärischen Sonderoperation 670 Flugzeuge, 283 Hubschrauber, 119.960 unbemannte Luftfahrzeuge, 651 Flugabwehrraketensysteme, 28.060 Panzer und andere gepanzerte Kampffahrzeuge, 1.681 Mehrfachraketenwerfer, 33.654 Feldartillerie- und Mörsergeschütze sowie 55.999 militärische Spezialfahrzeuge der ukrainischen Streitkräfte außer Gefecht gesetzt.
15:17 Uhr
Russische Regionen melden weitere Opfer der ukrainischen Attacken
In Russland haben ukrainische Drohnenangriffe erneut Zivilisten getroffen. Im Gebiet Saporoschje ist ein 74-jähriger Mann aus Wassiljewka bei einem Angriff auf ein Auto verletzt worden. Der Mann wurde mit Minensplitterverletzungen und einer Gehirnerschütterung ins Krankenhaus eingeliefert. Dies teilt Gouverneur Jewgeni Balizki auf Telegram mit. Bereits zuvor hatte Balizki berichtet, dass ein weiteres ziviles Fahrzeug in Richtung Wassiljewka angegriffen worden war und der Fahrer verletzt wurde.
Im Gebiet Cherson kamen zwei Menschen bei einem Drohnenangriff ums Leben. Wie Gouverneur Wladimir Saldo mitteilte, wird ihre Identität noch festgestellt. Die Leichen wurden auf der Strecke Tarassowka–Winogradowo gefunden.
Saldo ergänzte, dass allein an diesem Tag im Gebiet vier Menschen getötet und 14 verletzt wurden. Weitere Verletzte gab es durch Drohnenangriffe auf einen Lastwagen in der Siedlung Mirnoje sowie durch den Abwurf von Munition im Dorf Raiskoje. Zuvor hatte Saldo bereits berichtet, dass in Aljoschki zwei Menschen getötet und zwölf verletzt wurden, als sich Zivilisten vor einem Lebensmittelgeschäft versammelt hatten.
14:52 Uhr
Miroschnik: Mehr als 70 Zivilisten im Februar durch Angriffe der ukrainischen Armee getötet
Im Februar wurden fast 470 russische Staatsbürger, darunter 19 Kinder, bei Angriffen der ukrainischen Streitkräfte verletzt. Mehr als 70 Menschen, darunter ein Minderjähriger, kamen ums Leben. Dies teilt Rodion Miroschnik, Sonderbeauftragter des russischen Außenministeriums, gegenüber der Nachrichtenagentur TASS mit.
"In den 28 Tagen des Februars sind 149 Zivilisten mehr als im Januar 2026 durch die kriminellen Aktionen ukrainischer Streitkräfte betroffen gewesen. Insgesamt wurden mindestens 536 Menschen verwundet oder getötet. 72 Menschen starben, 464 wurden verletzt, darunter 19 Minderjährige, von denen einer getötet wurde."
Der Diplomat betonte, dass die ukrainischen Streitkräfte im Februar fast 14.000 Munitionseinheiten gegen zivile Ziele in Russland eingesetzt hätten.
"Die Intensität der Angriffe blieb etwa auf dem Niveau zu Jahresbeginn. Gleichzeitig stieg die Zahl der Drohnenangriffe deutlich. Hauptziele waren Wohnhäuser, Energieinfrastruktur, ziviler Verkehr, soziale Einrichtungen sowie medizinische und Bildungseinrichtungen."14:34 Uhr
Russische Armee befreit sechs Orte binnen einer Woche
Nach Angaben des Verteidigungsministeriums in Moskau haben die russischen Streitkräfte im Laufe der Woche insgesamt sechs Orte befreit:
- Neskutschnoje im Gebiet Charkow,
- Gorkoje und Wesseljanka im Gebiet Saporoschje,
- Drobyschewo, Resnikowka und Jarowaja in der DVR.
Darüber hinaus haben die russischen Truppen drei Ortschaften unter Kontrolle gebracht:
- Krugloje im Gebiet Charkow,
- Bobylewka im Gebiet Sumy,
- Sosnowoje in der DVR.
14:15 Uhr
Bericht: Russische Truppen zerstören Tunnelnetz der ukrainischen Armee bei Grafskoje
Bei der Einnahme des Dorfes Grafskoje im Gebiet Charkow haben russische Soldaten ein Netzwerk unterirdischer Tunnel der ukrainischen Armee entdeckt. Dies berichtet ein Kommandeur eines Sturmzugs mit dem Rufzeichen Spartak gegenüber der Nachrichtenagentur TASS. Demnach führten Einheiten des Truppenverbandes Nord zunächst eine Aufklärung mit Drohnen durch und entdeckten dabei Stellungen sowie unterirdische Verbindungen der ukrainischen Truppen.
"Danach arbeitete unsere schwere Artillerie auf ihre Positionen. Wir entdeckten die Tunnel des Gegners und schnitten seine Verbindungen untereinander ab. Die ukrainischen Kräfte konnten weder rechtzeitig abziehen noch Informationen an andere Einheiten weitergeben."
Die anschließende Säuberung des Ortes habe rund eineinhalb Stunden gedauert. Laut dem Truppenverband Nord steht die Einnahme von Grafskoje im Zusammenhang mit dem Ausbau einer Sicherheitspufferzone entlang der Staatsgrenze. Dadurch sei der Gegner gezwungen worden, seine Hauptkräfte sowie seine Artillerie und Drohnenbesatzungen abzuziehen, die zuvor das Gebiet Belgorod beschossen hatten.
13:59 Uhr
Experte meldet russischen Geländegewinn bei Konstantinowka
Russische Truppen haben einen rund drei Kilometer langen Straßenabschnitt westlich von Konstantinowka im Gebiet Sumy vollständig unter Kontrolle gebracht. Dies berichtet der Militärexperte Andrei Marotschko gegenüber der Nachrichtenagentur TASS:
"Im Verlauf aktiver Gefechte ist es unseren Soldaten gelungen, einen drei Kilometer langen Abschnitt der Straße westlich von Konstantinowka vollständig zu kontrollieren und bis dicht an die Ortschaft Persche Trawnja vorzurücken."
13:44 Uhr
Selenskij droht Orbán: "Wir werden unseren Streitkräften seine Adresse geben"

Wladimir Selenskij hat am Donnerstag dem ungarischen Ministerpräsidenten Viktor Orbán – ohne ihn beim Namen zu nennen – gedroht. Hintergrund ist die Blockade eines 90-Milliarden-Euro-Pakets der EU durch Ungarn als Reaktion auf die Blockade der Druschba-Pipeline durch die Ukraine. Selenskij forderte die sofortige Freigabe der Mittel und erklärte:
"Andernfalls werden wir die Adresse dieser Person unseren Streitkräften geben, unseren Jungs. Sollen sie ihn anrufen und mit ihm in ihrer Sprache kommunizieren".Ein Video dazu gibt es hier auf unserer Webseite.
13:32 Uhr
Miroschnik: Kiew nimmt Zivilisten in Frontnähe das Recht zu überleben
Die ukrainischen Behörden würden Zivilisten in frontnahen Gebieten daran hindern, sich durch einen Übergang auf russisches Territorium in Sicherheit zu bringen. Dies erklärt der russische Sonderbotschafter des Außenministeriums, Rodion Miroschnik, gegenüber TASS.
"Die in der Frontzone verbliebene ukrainische Bevölkerung wird von den ukrainischen Behörden automatisch als feindlich betrachtet. Man schickt Kämpfer mit dem Befehl, sie auszulöschen, um ihren Übergang auf die russische Seite zu verhindern, wo sie eine Überlebenschance hätten."
Den Menschen werde keine Wahl gelassen. Laut Miroschnik treiben Soldaten der ukrainischen Armee Zivilisten durch Beschuss aus Kellern und Schutzräumen, drängen sie auf Minenfelder oder greifen sie mit Drohnen an.
Wenn ukrainische Bürger versuchten, ihr "Recht auf Wahl" zu nutzen und auf russisches Gebiet zu gelangen, würden sie "sofort aus der Liste der Lebenden gestrichen". Dies sei "die Nazi-Strategie Selenskijs", die von den Kämpfern des Regimes umgesetzt werde.
13:18 Uhr
Medien: Waffen aus Gebiet Sumy gelangen massenhaft auf den Schwarzmarkt
Waffen und Militärtechnik der ukrainischen Armee aus dem Gebiet Sumy gelangen laut russischen Sicherheitsstrukturen in großem Umfang auf den Schwarzmarkt. Dies berichtet die Nachrichtenagentur TASS. Ein Gesprächspartner sagte gegenüber der Agentur:
"Das Gebiet Sumy führt eine Art Negativranking beim illegalen Umlauf von Waffen und Militärtechnik an. Gerade aus dieser ukrainischen Region werden Handfeuerwaffen und Munition massenhaft auf Schwarzmärkte geliefert – auch an kriminelle Gruppierungen in osteuropäischen Ländern."
Er fügte hinzu, dass Ermittlungsmaterialien der Strafverfolgungsbehörden eines an die Ukraine grenzenden Staates das ukrainische Staatliche Ermittlungsbüro dazu veranlasst hätten, mehrere Offiziere von in Sumy stationierten Einheiten der ukrainischen Streitkräfte festzunehmen.
12:58 Uhr
Gladkow: Gebiet Belgorod mit mehr als 100 Drohnen binnen 24 Stunden angegriffen
Nach Angaben von Wjatscheslaw Gladkow, dem Gouverneur des Gebiets Belgorod, habe das ukrainische Militär in den vergangenen 24 Stunden 48 Orte in neun Bezirken angegriffen. Bei den Attacken wurden mindestens zwölf Geschosse abgefeuert und 120 unbemannte Luftfahrzeuge eingesetzt, von denen 53 abgefangen wurden. Gladkow meldet drei Verletzte.
Infolge der Angriffe wurden vier Mehrfamilienhäuser, 13 Privathäuser, zwei Infrastrukturobjekte, ein Betrieb, drei soziale Einrichtungen, ein Verwaltungsgebäude, ein Landwirtschaftsbetrieb und 27 Fahrzeuge beschädigt.
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Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.
