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Liveticker Ukraine-Krieg: Slowakei droht mit Veto gegen neue Russland-Sanktionen

Russland führt gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine Militäroperation in der Ukraine durch. Der Westen reagiert mit immer neuen Waffenlieferungen an die Ukraine und beispiellosen Sanktionen gegen Russland. Lesen Sie hier die neuesten Entwicklungen.
Liveticker Ukraine-Krieg: Slowakei droht mit Veto gegen neue Russland-Sanktionen
  • 16.04.2026 21:22 Uhr

    21:22 Uhr

    Frontreporter: Europa bleibt Konfliktpartei und setzt auf Eskalation

    Europa wird seinen politischen Kurs nicht ändern und den Konflikt weiter verschärfen. Diese Einschätzung äußert der Militärkorrespondent Jewgeni Poddubny gegenüber der Nachrichtenagentur TASS.

    "Die Situation ändert sich nicht, und Europa ist in diesem Konflikt eine der Konfliktparteien. Es wird den Kurs der Eskalation fortsetzen."

    Poddubny macht europäische Staaten zudem mitverantwortlich für die Entwicklung des Konflikts. Die Ereignisse von 2014 auf dem Maidan und die darauffolgenden Schritte europäischer Länder hätten das Niveau der Konfrontation kontinuierlich erhöht. Nach seiner Darstellung nutzt Europa die Ukraine im Rahmen der Auseinandersetzung mit Russland auch als personelle Ressource.

    Zuvor hat das russische Verteidigungsministerium Angaben zu Standorten der ukrainischen Drohnenproduktion in Europa veröffentlicht. Demnach befinden sich entsprechende Betriebe in mehreren Ländern, darunter Großbritannien, Deutschland, Tschechien und Lettland.

  • 21:11 Uhr

    Belgien kündigt Militärhilfe für Ukraine in Höhe von 1,1 Milliarden Euro an

    Belgien hat ein weiteres Militärhilfepaket für die Ukraine angekündigt. Dies teilt NATO-Generalsekretär Mark Rutte auf einer Pressekonferenz in Prag mit:

    "Gestern war ich in Berlin bei einem Treffen der Kontaktgruppe zur Ukraine. Viele Verbündete haben Beiträge zur Unterstützung geleistet – Deutschland, die Niederlande … Belgien hat ein weiteres Paket in Höhe von 1,1 Milliarden Euro angekündigt."

  • 20:54 Uhr

    Selenskij meldet Drohnenabkommen mit den Niederlanden

    Der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij gibt die Unterzeichnung eines Abkommens mit den Niederlanden zur gemeinsamen Produktion von Drohnen bekannt. Es handele sich dabei um den ersten Schritt im Rahmen eines sogenannten "Drone Deal". Er sagt auf einer Pressekonferenz:

    "Wir haben soeben den ersten Schritt im Drone Deal unterzeichnet. Unsere Teams werden nun an den Details arbeiten, es wird weitere Dokumente geben. Auch das erste Dokument zur gemeinsamen Produktion in den Niederlanden wurde unterzeichnet."

    Laut dem russischen Verteidigungsministerium haben mehrere europäische Länder angesichts hoher Verluste und Personalmangels bei den ukrainischen Streitkräften beschlossen, die Drohnenproduktion für die Ukraine auszuweiten. Entsprechende Produktionsstätten und Gemeinschaftsprojekte befinden sich demnach unter anderem in Großbritannien, Deutschland, Dänemark, Lettland, Litauen, den Niederlanden, Polen und Tschechien.

    Die niederländische Verteidigungsministerin und Vizeministerpräsidentin Dilan Yeşilgöz-Zegerius erklärte später, dass ihr Land die Ukraine bei der Herstellung zweier Drohnentypen – Aufklärungs- und Kampfdrohnen – unterstützt.

  • 20:28 Uhr

    Ukrainische Truppen setzen Angriffe auf Gebiet Belgorod fort – vier Verletzte

    Bei einem Drohnenangriff im Gebiet Belgorod sind laut Angaben der Regionalverwaltung vier Zivilisten verletzt worden. Dies teilt Gouverneur Wjatscheslaw Gladkow auf Telegram mit.

    Nach Angaben der Behörden traf der Angriff unter anderem ein Verwaltungsgebäude in Schebekino. Drei Mitarbeiter wurden verletzt, darunter eine Frau, die mit Explosions- und Splitterverletzungen an Brust und Bein in ein Krankenhaus in Belgorod verlegt wurde. Zwei weitere Frauen erlitten ein Drucktrauma und weitere Explosionsverletzungen. Das Gebäude wurde beschädigt, Fenster und Fassade wurden zerstört.

    Im Dorf Nowaja Tawolschanka wurde zudem eine Frau verletzt. Auch dort kam es zu Schäden an Wohnhäusern, darunter ein beschädigtes Dach und zerstörte Fenster.

  • 20:19 Uhr

    Schoigu warnt Finnland und Baltikum vor Mitverantwortung für Drohnenangriffe

    Sergei Schoigu, der Sekretär des russischen Sicherheitsrates, warnt Finnland und die baltischen Staaten im Zusammenhang mit ukrainischen Drohnenangriffen auf Russland. Dies berichtet die Nachrichtenagentur TASS.

    Laut Schoigu werden ukrainische Drohnen in letzter Zeit vermehrt über dem Gebiet Finnlands und der baltischen Staaten für Angriffe auf russisches Territorium genutzt. Entweder seien westliche Luftabwehrsysteme "äußerst ineffektiv" im Kampf gegen diese Fluggeräte, oder diese Staaten stellten ihren Luftraum bewusst zur Verfügung.

    Im zweiten Fall würde dies nach seiner Darstellung eine direkte Beteiligung an den Angriffen bedeuten. Er verweist dabei auf Artikel 51 der UN-Charta, der das Recht auf Selbstverteidigung im Falle eines bewaffneten Angriffs vorsieht.

    Bereits zuvor hat der russische Präsidialberater Nikolai Patruschew ähnliche Vorwürfe erhoben. Er bezeichnete die baltischen Staaten und Finnland als Mitverantwortliche für Angriffe auf russische Häfen in der Region Leningrad. Zudem erklärte er, dass Estland seine Bevölkerung per SMS und Flugblättern über mögliche Drohnenaktivitäten informiere, während Finnland seiner Aussage nach keine Forderungen nach einem Ende der ukrainischen Angriffe auf die Region erhebe.

  • 19:42 Uhr

    Sacharowa: Deutschland ist Hauptsponsor der Militarisierung der Ukraine

    Maria Sacharowa, die Sprecherin des russischen Außenministeriums, kritisiert Deutschland scharf. Nach ihrer Darstellung ist die Bundesrepublik zum wichtigsten Unterstützer der militärischen Hilfe für die Ukraine geworden. Sie bezeichnet die deutsch-ukrainischen Rüstungsabkommen als "tödliche Großzügigkeit". Berlin sei zudem zum wichtigsten Partner Kiews bei der "Mobilisierung" ukrainischer Bürger geworden.

    Zuvor haben Bundeskanzler Friedrich Merz und der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij die engere Zusammenarbeit zwischen beiden Ländern betont. Merz erklärte, Deutschland und die Ukraine hätten eine strategische Partnerschaft vereinbart und ihre Kooperation in den Bereichen Verteidigung und Wiederaufbau vertieft. Selenskij sprach von zehn Abkommen zwischen beiden Staaten, darunter auch zur Lieferung von Luftabwehrsystemen.

    Sacharowa sagt weiter, diese Politik habe bei Selenskij "offensichtliche Begeisterung" ausgelöst. Dieser habe Deutschland als "Hauptpartner der Ukraine im Bereich der Verteidigung" bezeichnet.

  • 19:11 Uhr

    Richtung Krieg: Merz zementiert Deutschlands Russland-Kurs

    Deutschland und die Ukraine sind zu einer strategischen Partnerschaft übergegangen. Selenskij und Merz haben sich auf die gemeinsame Produktion von Drohnen und die Aufstockung der Militärlieferungen geeinigt. Experten sehen darin jedoch nicht nur eine bloße Vertiefung der Zusammenarbeit.

    Mehr dazu in dieser Analyse von Jewgeni Posdnjakow und Walerija Krutowa.

  • 18:42 Uhr

    Kiew soll Gelder über Wiederaufbau in Charkow "umleiten"

    Laut russischen Sicherheitsstrukturen soll das Büro von Wladimir Selenskij über den Bürgermeister von Charkow Igor Terechow Milliarden Griwna "zweckentfremden". Dies berichtet die Nachrichtenagentur RIA Nowosti. Ein namentlich nicht genannter Vertreter der Sicherheitsbehörden sagte der Agentur:

    "Das Büro Selenskijs wäscht Milliarden Griwna über den Bürgermeister von Charkow, Igor Terechow."

    Demnach sieht das behauptete Schema vor, dass die Behörden in Kiew Milliarden für die Rekonstruktion von Objekten in der Stadt und der Region bereitstellen. Lokale Firmen würden die Mittel formal verarbeiten. Anschließend werde jedoch über russische Angriffe und Schäden an den Gebäuden berichtet, wodurch die Ausgaben abgeschrieben würden.

    Der Vertreter behauptete zudem, dass ähnliche Subventionen in den Regionen Saporoschje, Tschernigow und Dnjepropetrowsk nicht erfolgen würden. Im Gegenzug sei Terechow ein Sitz in der Werchowna Rada in Aussicht gestellt worden.

  • 18:13 Uhr

    Saldos Sprecher: Neuer Militärblock gegen Russland denkbar

    Die Idee eines möglichen Militärbündnisses zwischen westlichen Staaten und der Ukraine ist laut der russischen Seite klar gegen Russland gerichtet. Dies erklärt der Pressesprecher des Gouverneurs des Gebiets Cherson, Wladimir Wassilenko, gegenüber TASS. Ein solcher Schritt würde den Konflikt weiter verschärfen, so der Sprecher:

    "Das wird ohne Zweifel zu einer Eskalation führen. Von Stabilisierung oder Sicherheit kann keine Rede sein. Im Gegenteil, solche Schritte gießen nur Öl ins Feuer. Hinter den lauten Erklärungen steht der Versuch, den Druck auf unser Land zu erhöhen und den Konflikt zu verlängern."

    Seiner Einschätzung nach könnte sich die Konfrontation zwischen Russland und dem Westen auf eine neue Ebene verlagern.

    "Es wird ein weiterer Militärblock mit offen antirussischer Ausrichtung entstehen. Im Grunde wird die Ukraine zu einem Rammbock gegen Russland. Und leider werden dafür gewöhnliche Ukrainer als Kanonenfutter und als Ressource für die 'Busifizierung' bezahlen."

    Zugleich sagt Wassilenko, der Westen werde sich weiterhin nicht direkt an Kampfhandlungen beteiligen, sondern über Stellvertreter agieren. Innerhalb der NATO gebe es zudem keine vollständige Einigkeit. Es könnte sich daher um den Versuch handeln, eine separate europäische Struktur zu schaffen, in der die Ukraine als Instrument genutzt wird.

  • 17:44 Uhr

    "Gegner als Informanten nutzen" – Russische Soldaten stürmen ukrainischen Unterstand

    Soldaten der russischen Armee gelang es, eine gefährliche Operation durchzuführen. Sie hatten den Auftrag, einen Stützpunkt des Gegners zu erobern – wobei es vor allem darum ging, die Soldaten der ukrainischen Armee gefangen zu nehmen und als Informanten zu nutzen.

    Ein Video dazu gibt es hier auf unserer Webseite.

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Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.