Liveticker Ukraine-Krieg: Macron fordert EU-Vorbereitung auf Gespräche mit Russland

12.02.2026 22:00 Uhr
22:00 Uhr
Damit beenden wir für heute den Live-Ticker zur Lage im Ukraine-Konflikt. Morgen früh ab 7 Uhr geht es mit der Berichterstattung weiter. Wir wünschen unseren Lesern trotz aller Spannungen in der Welt eine gute Nacht!
21:49 Uhr
Exklusiv: Robotiksysteme im Einsatz an der Front

Bodengestützte Robotiksysteme sind an der Front unverzichtbar. Sie sind in der Lage, verschiedene Aufgaben auszuführen, zum Beispiel Lebensmittel und Baumaterial zu liefern. Mit ihrer Hilfe werden auch schwere Lasten transportiert – und Menschenleben geschont. Wie die Roboter die Leben der russischen Soldaten retten, berichtet RT DE-Militärkorrespondent Iwan Poljanskij.
[Auszug aus den RT DE-Nachrichten live am 12. Februar 2026]
Ein Video dazu gibt es hier auf unserer Webseite.21:30 Uhr
Macron fordert EU-Vorbereitung für Gespräche mit Russland über europäische Sicherheitsarchitektur
Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat die europäischen Staaten aufgefordert, ihre Position zur europäischen Sicherheitsarchitektur nach dem Ukraine-Konflikt auszuarbeiten, um für mögliche Gespräche mit Russland vorbereitet zu sein.
Macron hatte zuvor erklärt, er habe "einigen europäischen Kollegen" vorgeschlagen, den Dialog mit Russland wieder aufzunehmen. Zuvor hatte sein diplomatischer Berater Emmanuel Bonne Moskau besucht. Nach dem Treffen der EU-Staats- und Regierungschefs sagte Macron:
"Auch wir Europäer haben Fragen zu klären. Deshalb müssen wir am Verhandlungstisch sitzen – und über Wohlstand, die Zukunft Europas und die Sicherheitsarchitektur Europas sprechen. Dies muss bereits jetzt auf europäischer Ebene vorbereitet werden, um im richtigen Moment für Gespräche mit Russland bereit zu sein."
21:08 Uhr
Energiesystem von Belgorod nach Beschuss schwer beschädigt
Das Energiesystem von Belgorod ist infolge der jüngsten ukrainischen Angriffe schwer beschädigt worden. Alle verfügbaren Maßnahmen zur schnellen Beseitigung der Folgen würden ergriffen, teilte Russlands Vizepremier Marat Chusnullin nach einer Arbeitsreise in die Region mit.
In Belgorod habe Chusnullin eine Sitzung abgehalten, bei der Unterstützungsmaßnahmen für das Gebiet erörtert worden seien. Anschließend schrieb er auf der Plattform Max:
"Die Infrastruktur der Region ist beispiellosen Angriffen des Gegners ausgesetzt. Durch den jüngsten Beschuss hat das Energiesystem schwere Schäden erlitten, betroffen sind rund 78.000 Einwohner von Belgorod. Das Team von Gouverneur Wjatscheslaw Gladkow, föderale Behörden und Energieversorger tun alles, um die Folgen so schnell wie möglich zu beseitigen."
Zur Schadensbehebung seien Reservequellen für die Stromversorgung vorbereitet worden. Zudem seien mehr als 330 Notfallbrigaden und über 400 Einheiten an Spezialtechnik im Einsatz.
20:40 Uhr
Flugabwehr zerstört weiterhin ukrainische Drohnen über Russland
Die russische Luftverteidigung hat zwischen 12 und 20 Uhr Moskauer Zeit neun ukrainische Drohnen über russischen Regionen abgeschossen. Dies teilt das Verteidigungsministerium in Moskau mit. Vier Drohnen wurden über dem Gebiet Belgorod, drei über der Teilrepublik Krim und zwei über dem Gebiet Kursk abgeschossen.
20:22 Uhr
NATO will Aufbau der ukrainischen Streitkräfte auch nach Konfliktende priorisieren
NATO-Generalsekretär Mark Rutte kündigte an, dass die Allianz den Ausbau der ukrainischen Streitkräfte auch nach dem Ende des Konflikts weiter finanzieren werde. Dies habe Vorrang vor den langfristigen Wiederaufbauplänen des Landes, so Rutte bei der Eröffnung des Treffens der Kontaktgruppe für Waffenlieferungen an Kiew.
"Wir müssen die Verteidigung der Ukraine sichern, auch während Verhandlungen laufen. Die enormen militärischen Bedürfnisse der Ukraine haben Vorrang vor den erheblichen Anforderungen an Wiederaufbau und Rekonstruktion – und das auf lange Sicht. Selbst wenn die Kampfhandlungen morgen enden, wird die Ukraine NATO-Hilfe beim Aufbau einer starken, modernen und gut ausgestatteten Armee benötigen."
Rutte betonte, dass die Allianz eine Armee in der Ukraine aufbauen wolle, die als "ausreichende Abschreckungskraft" gegen Russland wirke.
"Natürlich wird es Sicherheitsgarantien geben, aber die eigenen Streitkräfte der Ukraine müssen die beste Garantie sein."
In diesem Zusammenhang rief er die Mitgliedsstaaten dazu auf, mehr Waffen nach Kiew zu liefern und dies systematischer und auf langfristige Unterstützung ausgerichtet zu gestalten. Die Priorität des militärischen Aufbaus spiegelt sich auch im EU-Plan wider, der diese Woche verabschiedet wurde: Für Kiew stehen in den kommenden zwei Jahren 90 Milliarden Euro bereit, davon 60 Milliarden Euro für Waffen und 30 Milliarden Euro für Haushaltsmittel.
20:00 Uhr
Gebiet Belgorod: Fünf Zivilisten bei ukrainischen Drohnenangriffen verletzt
Im Gebiet Belgorod sind bei ukrainischen Drohnenangriffen fünf Zivilisten verletzt worden. Dies berichtet Gouverneur Wjatscheslaw Gladkow auf Telegram.
Im Dorf Golowtschino im Graiworonski-Bezirk griff eine Drohne einen Pkw an. Ein Mann wurde dabei verletzt. Er erlitt ein geschlossenes Schädel-Hirn-Trauma, Splitterverletzungen an Armen und Beinen sowie einen Nasenbruch. Der Mann wurde in die städtische Klinik in Belgorod eingeliefert. Das Fahrzeug wurde durch das Feuer zerstört. Außerdem wurden die Fenster eines Privathauses und eines Nebengebäudes in Mitleidenschaft gezogen.
Im Dorf Wosnessenowka im Schebekinski-Bezirk traf ein Drohnenangriff ein weiteres Auto. Ein Mann wurde verletzt und mit Minen- und Explosionsverletzungen sowie einem Barotrauma ins Krankenhaus eingeliefert. Auch dieses Fahrzeug wurde beschädigt.
Auf der Strecke Botschkowka–Nechajewka wurde ein Pkw angegriffen, in dem sich ein Ehepaar befand. Beide Personen erlitten Minen- und Explosionsverletzungen sowie Barotraumata, das Fahrzeug wurde ebenfalls beschädigt.
Außerdem stellte sich heute ein Mann in der Zentralklinik der Siedlung Krasnaja Jaruga vor, der gestern bei einem Drohnenangriff in eben dieser Siedlung verletzt worden war. Die Ärzte stellten eine Minen- und Explosionsverletzung sowie eine stumpfe Splitterverletzung am Bein fest.
19:39 Uhr
NATO-Generalsekretär: Sicherheit der Allianz hängt von der Sicherheit der Ukraine ab
NATO-Generalsekretär Mark Rutte erklärt nach dem Treffen der Verteidigungsminister der Mitgliedsstaaten, die Sicherheit der Allianz sei eng mit der Sicherheit der Ukraine verknüpft.
"Die Verbündeten sind geeint – geeint in der Unterstützung der Ukraine und geeint in unserem Bekenntnis, jeden Zentimeter des Territoriums unserer Mitglieder zu verteidigen. Die Initiative 'Arktischer Wächter', die wir gestern gestartet haben, zeigt dies erneut klar."
Zuvor hat Rutte zudem erklärt, dass er die Idee von Emmanuel Macron unterstütze, die Kontakte zu Russland unter der Bedingung der Transparenz zwischen den Verbündeten wiederaufzunehmen. Außerdem betonte er, dass die USA geholfen hätten, das festgefahrene Verhältnis zu Russland zu lösen.
Am 11. Februar hat das Oberkommando der vereinten NATO-Streitkräfte in Europa mitgeteilt, dass die Allianz die Operation "Arktischer Wächter" zur Verstärkung ihrer Präsenz in der Region gestartet hat.
19:20 Uhr
Probleme bei ukrainischen Brigaden unter Kupjansk – hohe Verluste und Desertionen
Berichten zufolge gibt es unter den ukrainischen Streitkräften Probleme mit der Personalstärke zweier Brigaden bei Kupjansk. Hohe Verluste, starke Frosttemperaturen und Energieausfälle führten zu ernsten personellen Engpässen, wie die Nachrichtenagentur RIA Nowosti aus Sicherheitskreisen erfuhr. Täglich sterben Dutzende Soldaten, neue Kräfte kommen nicht nach.
Zugleich habe die Desertion auf den Positionen und auf dem Weg dorthin massiv zugenommen. Als Hauptursache nennen die Quellen die völlige Gleichgültigkeit der Kommandeure gegenüber den Soldaten an der Front. In der 116. Brigade hat Oberst Maxim Litwinenko die Logik der "Fleischmühle" offen dargelegt:
"Wenn du aus dem Hackfleisch lebend herauskommst – Glückwunsch. Wenn du Hackfleisch wirst, dann warst du nicht gut genug."
Für den Obersten sei das keine Tragödie, sondern natürliche Auslese, berichteten die Sicherheitskreise weiter.
18:50 Uhr
Deutschland bietet der Ukraine Geld statt Waffen an
Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius hat der Ukraine mit Blick auf eine mögliche Erschöpfung der Waffenbestände finanzielle Unterstützung angeboten. Dies sagte er bei einer Pressekonferenz in Berlin, wie Clash Report berichtet:
"Man muss prüfen, was wir aus unseren Beständen bereitstellen können. Wenn nichts mehr übrig ist, muss man überlegen, was man der Ukraine geben könnte. Es geht dabei um Geld – so wie wir es im vergangenen Jahr gemacht haben."
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Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.
