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Liveticker Ukraine-Krieg – Konaschenkow: Belogorowka und Persche Trawnja in der DVR befreit

Russland führt gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine Militäroperation in der Ukraine durch. Der Westen reagiert mit immer neuen Waffenlieferungen an die Ukraine und beispiellosen Sanktionen gegen Russland. Hier lesen Sie die neuesten Entwicklungen.
Liveticker Ukraine-Krieg – Konaschenkow: Belogorowka und Persche Trawnja in der DVR befreitQuelle: Sputnik © Konstantin Michaltschewski
  • 30.11.2022 17:02 Uhr

    17:02 Uhr

    Russisches Militär befreit Awdejewka in der DVR

    Die russischen Streitkräfte haben die Siedlung Awdejewka in der Volksrepublik Donezk (DVR) völlig befreit. Laut dem Verteidigungsministerium setze die russische Armee ihre Offensive Richtung der Siedlung Wodjanoje in der DVR fort.

    Zuvor hatte das Verteidigungsministerium über die Befreiung von Siedlungen Belogorowka und Persche Trawnja berichtet.

  • 16:28 Uhr

    Großbritannien setzt weitere 22 russische Amtsträger auf Sanktionsliste

    Großbritannien hat am Mittwoch weitere 22 hochrangige Beamte aus Russland mit Strafmaßnahmen belegt. Auf der aktualisierten Sanktionsliste stehen nun auch der Industrie- und Handelsminister Denis Manturow, der Leiter der Strafvollzugsbehörde Arkadi Gostew, die Vorsitzende der Zentralen Wahlkommission Ella Pamfilowa sowie zehn Gouverneure und fünf regionale Militärkommissare.

    In dem Dokument steht, dass die Gouverneure der Gebiete Rostow, Omsk, Murmansk, Belgorod, Magadan, Archangelsk, der Chef der Region Krasnodar, die Oberhäupter der russischen Teilrepubliken Inguschetien, Dagestan und Kalmückien sowie die fünf Militärkommissare wegen der Teilmobilisierung in Russland, die sich gegen die territoriale Integrität, Souveränität und Unabhängigkeit der Ukraine richte, bestraft worden seien.

    Den betroffenen Personen ist die Einreise nach Großbritannien untersagt. Ihre Vermögenswerte sollen im Königreich eingefroren werden, wenn solche vorhanden sind.

  • 16:02 Uhr

    Mehr als 200.000 ukrainische Kinder und Jugendliche an Schulen in Deutschland angemeldet

    Nach Angaben der Kultusministerkonferenz (KMK) von Mittwoch sind inzwischen 200.944 Schülerinnen und Schüler aus der Ukraine an den Schulen in Deutschland registriert. Die Zahl hat sich nach einem starken Anstieg zu Beginn des neuen Schuljahrs zuletzt nur noch geringfügig erhöht. Der Kennwert bewegte sich seit mehreren Wochen in kleinen Schritten auf die 200.000er-Marke zu, die schließlich in der 46. Kalenderwoche vom 14. bis 20. November überschritten wurde. Die meisten ukrainischen Schüler kamen bisher in Nordrhein-Westfalen (38.145), Bayern (29.374) und Baden-Württemberg (28.301) unter.

    Insgesamt gibt es in Deutschland etwa elf Millionen Schülerinnen und Schüler. Der Zuwachs um rund 200.000 Schüler innerhalb weniger Monate stellt das durch Lehrkräftemangel belastete Schulsystem vor große Herausforderungen, wie Bildungsgewerkschaften und Lehrerverbände bereits Anfang Oktober bestätigt haben.

  • 15:35 Uhr

    Waffen gegen Geld: Estland erhält weitere 21 Millionen Euro für Waffenlieferungen an die Ukraine

    Dem Sprecher des estnischen Verteidigungsministeriums, Thomas Mell, zufolge erhalte das Land von der EU weitere 21 Millionen Euro zum Ausgleich der Waffenlieferungen an die Ukraine. Zuvor hatte die EU versprochen, 135 Millionen Euro an Estland für die gelieferten Waffen zu zahlen. Mit der zusätzlichen Transaktion von 21 Millionen Euro bekommt Estland insgesamt 156 Millionen Euro. Der Pressedienst betonte dabei, das Land könne diese Finanzmittel zum Wiederaufbau seiner militärischen Fähigkeiten nutzen.

    Nach Angaben des Verteidigungsministeriums betrage die Gesamtsumme der Militärhilfe, die Estland der Ukraine bisher zur Verfügung gestellt habe, fast 300 Millionen Euro.

  • 15:10 Uhr

    Chef des russischen Auslandsgeheimdienstes: Polen will Referenden in der Westukraine abhalten

    Polen habe vor, Referenden in der Westukraine abzuhalten, um ihre Ansprüche auf ukrainische Gebiete zu rechtfertigen, sagte der Direktor des russischen Auslandsgeheimdienstes, Sergei Naryschkin, in einem Interview mit der Nachrichtenagentur RIA Nowosti. Ihm zufolge beschleunigen Polens Behörden die Vorbereitungen zur Annexion der ukrainischen Gebiete Lwow, Iwano-Frankowsk und Ternopol. Naryschkin sagte:

    "Polens Präsident Andrzej Duda hat die zuständigen Dienststellen angewiesen, innerhalb kurzer Zeit eine offizielle Begründung für die polnischen Ansprüche auf die Westukraine vorzubereiten."

    Demnach wolle man in Polen proaktiv handeln, da man befürchte, dass hochrangige NATO-Partner kommenden Winter versuchen werden, mit Moskau zu verhandeln und dabei die Interessen der Ukrainer und die der Polen zu missachten.

    Nach Angaben von Naryschkin soll das Massaker in Wolhynien und Ostgalizien im Jahr 1943 der Ausgangspunkt für die laufenden Archivrecherchen gewesen sein. Der Behördenleiter erklärte:

    "Warschau ist zuversichtlich, dass die in den Staatsarchiven vorhandenen Informationen ausreichen, um einen starken Rückgabeanspruch gegenüber Kiew geltend zu machen."

  • 14:43 Uhr

    Pressedienst der EU-Kommission: Angaben über Verluste der Ukraine entfernt

    Die Vorsitzende der EU-Kommission Ursula von der Leyen hat in ihrer Rede Verluste der ukrainischen Streitkräfte auf über 100.000 Soldaten geschätzt. Ferner wurden die entsprechenden Informationen aus dem Text sowie aus der Videoaufnahme der Rede entfernt. Nun bestätigt der Pressedienst der EU-Kommission offiziell, dass die entsprechenden Abschnitte gelöscht wurden.

    Dana Spinant, Pressesprecherin der EU-Kommission, gab auf ihrem Twitter die Ungenauigkeit der Daten zu und dankte allen, die darauf hingewiesen hatten. Ihr zufolge sei die verwendete Einschätzung aus externen Quellen entstanden. Von der Leyen habe in ihrer Rede sowohl von Opfern als auch von Verletzten gesprochen. Außerdem haben die Zahlen die Brutalität Russlands demonstrieren sollen.

    Der Pressesprecher des ukrainischen Präsidenten Sergei Nikiforow betonte seinerseits, von der Leyen hätte die Angaben über Verluste der ukrainischen Streitkräfte nicht bekannt geben sollen. Diese dürfen nur vom Präsidenten und dem Verteidigungsminister Alexei Resnikow kommen.

    Hier ist der kurze Abschnitt aus der Rede von Ursula von der Leyen.

  • 14:17 Uhr

    Konaschenkow: Russisches Militär befreit Belogorowka und Persche Trawnja in der DVR

    Der Sprecher des russischen Verteidigungsministeriums, Generalleutnant Igor Konaschenkow, hat sich in seinem täglichen Briefing zu den Fortschritten der russischen militärischen Sonderoperation in der Ukraine geäußert. Als Ergebnis der Offensivaktionen in Richtung Donezk hätten die russischen Truppen die Siedlungen Belogorowka und Persche Trawnja in der Donezker Volksrepublik vollständig befreit. Bei den Kämpfen seien bis zu fünfzig ukrainische Soldaten, vier gepanzerte Kampffahrzeuge, drei selbstfahrende Artillerieeinheiten und sechs Fahrzeuge zerstört worden.

    Das russische Verteidigungsministerium berichtete zudem, dass russische Truppen ukrainische Angriffe in den Richtungen Kupjansk, Krasny-Liman und Süd-Donezk zurückgeschlagen haben. Infolgedessen seien mehr als hundertvierzig ukrainische Soldaten, elf Panzer, sieben Schützenpanzer, vier gepanzerte Mannschaftstransporter, ein gepanzertes Fahrzeug, eine selbstfahrende Artillerieeinheit, fünf Fahrzeuge, ein leichter Mehrzwecktransporter und ein Munitionsfahrzeug vernichtet worden.

    Konaschenkow fügte hinzu, dass die russischen Luftstreitkräfte, Raketentruppen und die Artillerie insgesamt 97 Artillerieeinheiten der ukrainischen Streitkräfte zerstört haben. Außerdem hätten sie ein großes ukrainisches Raketen- und Artilleriewaffendepot zerstört, in dem Munition für Mehrfachraketenwerfer der Typen HIMARS, MLRS und Uragan sowie Sperrmunition gelagert waren. Des Weiteren wurden zwei AN/TPQ-37-Batterieabwehrradarstationen der USA, ein Kommandoposten und ein Kommunikationszentrum der ukrainischen Streitkräfte, ein Zug von M777-Artilleriesystemen der USA und ein Munitionslager vernichtet.

    Die russischen Luftabwehrkräfte hätten innerhalb eines Tages ein Flugzeug der ukrainischen Luftwaffe vom Typ Su-25 abgeschossen und acht ukrainische unbemannte Fluggeräte eliminiert. Überdies seien acht Raketen des Mehrfachraketensystems HIMARS sowie eine Olcha-Rakete abgefangen worden.

    Seit Beginn der russischen Militäroperation seien insgesamt 334 Flugzeuge, 177 Hubschrauber, 2.589 unbemannte Luftfahrzeuge, 391 Boden-Luft-Raketensysteme, 6.903 Panzer und andere gepanzerte Kampffahrzeuge, 904 Fahrzeuge mit Mehrfachraketenwerfern, 3.634 Feldartillerie- und Mörsergeschütze und 7.424 militärische Spezialfahrzeuge der ukrainischen Streitkräfte zerstört worden, so Konaschenkow.

  • 13:52 Uhr

    Aufklärungsdaten: Kiew plant Provokation unter Mitwirkung westlicher MH17-"Ermittler" und gräbt dafür Leichen aus

    Die Kiewer Behörden ließen vom Friedhof der Stadt Kupjansk exhumierte Leichen in die Leichenhalle von Losowoje bringen und fügten ihnen Wunden zu, um die russischen Streitkräfte eines Massenmordes und der Massenfolter während ihrer Präsenz in Kupjansk, Gebiet Charkow, zu beschuldigen. Dies berichtet Major Filiponenko, ein offizieller Vertreter der Volksmiliz der LVR, mit Verweis auf Aufklärungsdaten:

    "In der Leichenhalle wurde inszeniertes Videomaterial aufgenommen und im Interesse der Aufnahmen wurden an den Leichen zusätzlich Verstümmelungen vorgenommen."

    Filiponenko zufolge handelt es sich bei den Toten um Menschen, die im Sommer 2022 begraben wurden.

    Die Verbringung der Leichen nach Losowoje fand vergangene Woche in Begleitung von Vertretern des ukrainischen Innenministeriums statt. Neben diesen wurden laut Zeugen auch Spezialisten aus den Niederlanden gesehen, die an der Untersuchung des Absturzes von Flug MH17 beteiligt waren.

  • 13:28 Uhr

    Russisches Verteidigungsministerium: Ausbildung von mehr als 300.000 Reservisten beendet

    Der russische Verteidigungsminister Sergei Schoigu hat erklärt, dass im Rahmen der Teilmobilmachung in zwei Monaten mehr als 300.000 Reservisten, darunter auch Freiwillige, ausgebildet worden seien. Etwa 3.000 Ausbilder auf mehr als 100 Truppenübungsplätzen in Russland und Weißrussland seien dafür zum Einsatz gekommen.

    Nach der erfolgreichen Ausbildung stünden der Armee etwa 8.000 Besatzungen für Kampffahrzeuge und Panzer, Artilleriesysteme, Luftabwehr und unbemannte Flugsysteme zur Verfügung, so Schoigu. Ebenfalls beendet sei die Vorbereitung der Kräfte für die elektronische Kampfführung.

  • 13:02 Uhr

    NATO will weiterhin in die Ukraine und nach Georgien expandieren

    Nach dem Treffen der NATO-Außenminister in der rumänischen Hauptstadt Bukarest am Dienstag gaben die Mitglieder des Bündnisses eine Erklärung ab. Hierin wird bestätigt, dass die NATO an dem Bestreben einer Mitgliedschaft der Ukraine und Georgiens festhalten werde. Man werde die Präsenz in der ehemaligen Sowjetunion weiter ausbauen.

    Einzelheiten über den Fortschritt des Beitrittsantrags aus Kiew nannte man nicht.

    Die NATO-Minister bezeichneten die Militäraktion Russlands in der Ukraine als die schwerste Bedrohung der euro-atlantischen Sicherheit seit Jahrzehnten. Man werde Kiew so lange wie nötig unterstützen, eine neue Basis für die Abschreckungs- und Verteidigungsfähigkeiten der NATO schaffen und das gesamte Spektrum robuster, kampfbereiter Streitkräfte in Europa weiterentwickeln.

    NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg erklärte, das Hauptaugenmerk liege jetzt darauf, die Ukraine zu unterstützen und sicherzustellen, dass Russland nicht gewinne, sondern dass die Ukraine sich durchsetze.

    Weiter erklärte Stoltenberg, die westliche Hilfe datiere lange vor den Beginn der russischen Offensive im Februar zurück. Er wies darauf hin, dass NATO-Streitkräfte seit dem Jahr 2014 Zehntausende Soldaten ausgebildet und dazu beigetragen hätten, das ukrainische Militär größer und besser zu machen.

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Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.