Liveticker Ukraine-Krieg: Russland übergibt 1.000 Gefallene an die Ukraine

29.01.2026 11:11 Uhr
11:11 Uhr
Russland übergibt 1.000 Gefallene an die Ukraine
Ein hochrangiger Abgeordneter berichtete, Russland habe die Leichname von 1.000 gefallenen Soldaten an die Ukraine übergeben, während Kiew die sterblichen Überreste von 38 russischen Soldaten zurückgegeben habe. Die Übergaben erfolgten nach Gesprächen zwischen Washington, Moskau und Kiew in Abu Dhabi.
10:43 Uhr
Macron: Europa sollte an Friedensprozess beteiligt sein
Der französische Präsident Emmanuel Macron besteht auf der vollständigen Beteiligung europäischer Länder am Beilegungsprozess im Ukraine-Konflikt. In einem Beitrag auf X (Twitter) schreibt Macron nach einem Telefongespräch mit dem ukrainischen Präsidenten Wladimir Selenskij:
"Wir besprachen die Verhandlungen, die in der vergangenen Woche in Abu Dhabi angefangen waren. Wir einigten uns darauf, dass die Europäer in die Gespräche über relevante Fragen umfassend einbezogen werden sollten."
Außerdem bekräftigt der Franzose, dass sein Land Kiew "so lange wie nötig" unterstützen würde. Zudem werde sein Land auch weiterhin an Sanktionen gegen Russland, insbesondere in Bezug auf die sogenannte Schattenflotte, mitarbeiten.
10:21 Uhr
Zeit: Merz lehnt direkte Gespräche mit Russland über Ukraine ab
Bundeskanzler Friedrich Merz hat Forderungen nach direkten Verhandlungen mit Russland über die Ukraine zurückgewiesen. Dies berichtet die Zeitung Zeit.
Zuvor hatte es in der SPD, die Teil der Regierungskoalition ist, Stimmen gegeben, die für direkte Gespräche mit Moskau plädierten – statt sich dabei auf die USA zu verlassen. Die Zeitung zitierte Merz:
"Die Gespräche sind vor allen Dingen zwischen der Ukraine und Russland notwendig. Wir sind hier kein Vermittler."
Er erklärte zudem, er verfolge die laufenden Gespräche zur Beilegung des Ukraine-Konflikts aufmerksam und hoffe auf ein baldiges Ende.
Vizekanzler und SPD-Chef Lars Klingbeil sagte seinerseits, die Verhandlungen fänden derzeit vor allem zwischen Russland und der Ukraine statt. Die Frage, ob und wann europäische Staats- und Regierungschefs wieder direkt mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin sprechen würden, müsse später geklärt werden. "Aber gerade sehe ich den Zeitpunkt nicht", so Klingbeil.
10:02 Uhr
Moskau und Kiew führen heute Austausch gefallener Soldaten durch

ArchivbildKirill Sykow / Sputnik Am 29. Januar sollen Russland und die Ukraine sterbliche Überreste gefallener Soldaten austauschen, erklärt Schamssail Saralijew, ein Abgeordneter der russischen Staatsduma, gegenüber Journalisten.
Zuletzt war ein solcher Austausch am 20. November 2025 durchgeführt worden. Zu jener Zeit übergab Moskau die sterblichen Überreste von 1.000 ukrainischen Soldaten, wohingegen Kiew 30 Leichname aushändigte.
Update: Saralijew präzisiert auf Anfrage von Journalisten, dass Russland und die Ukraine mit dem Austausch gefallener Soldaten begonnen haben.
09:35 Uhr
Russischer Diplomat: Brüssel hat bereits beschlossen, wie russische Vermögenswerte auszuteilen
Die Europäische Union hat bereits beschlossen, wie sie die illegal eingefrorenen Vermögenswerte Russlands zwischen der Ukraine und der eigenen Rüstungsindustrie aufteilen will. Diese Meinung äußert Wladislaw Maslennikow, der Leiter der Abteilung gesamteuropäische Zusammenarbeit des russischen Außenministeriums, im Interview für die Nachrichtenagentur TASS. Seiner Ansicht nach habe Moskau durch die Unwilligkeit, sich von seinen Aktiva zu trennen, dazu beigetragen, dass die EU an ihrem eigenen politischen Kurs zweifelt.
09:17 Uhr
Kallas: Kiew könnte Gebiete gegen Sicherheitsgarantien abtreten
Kiew könnte bei Verhandlungen mit Moskau zu ernsthaften territorialen Zugeständnissen bereit sein – im Gegenzug für Sicherheitsgarantien. Dies erklärte die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas vor Beginn eines Treffens der EU-Außenminister in Brüssel:
"Wenn die Ukrainer sehr harte Zugeständnisse machen, dann tun sie das für den Frieden im restlichen Teil der Ukraine. Und dann muss vollkommen klar sein, dass es diesen Frieden für den Rest der Ukraine gibt – das müssen auch die Amerikaner berücksichtigen."
US-Außenminister Marco Rubio erklärte am Mittwoch, den Arbeitsgruppen in den Gesprächen bleibe noch die Klärung der Territorialfrage. Eine grundsätzliche Einigung über Sicherheitsgarantien für Kiew sei jedoch erzielt worden. Diese sehe die Entsendung eines "kleinen Kontingents" europäischer Truppen, vor allem aus Frankreich, sowie Unterstützung aus Washington vor – ohne diese seien die Truppen "nutzlos".
08:44 Uhr
T-80BVM-Besatzung zerstört ukrainische Stützpunkte im Gebiet Saporoschje
Die Besatzung eines T-80BVM-Hauptkampfpanzers des russischen Truppenverbandes Ost hat Stützpunkte der ukrainischen Streitkräfte im Gebiet Saporoschje getroffen. Laut dem Verteidigungsministerium erdachten Kiews Truppen die Stützpunkte zur Behauptung der Linie.
Im Ergebnis des Panzereinsatzes wurden Stützpunkte samt Personal, Unterständen und Feuerstellungen außer Gefecht gesetzt. Das Ministerium veröffentlicht Videoaufnahmen, auf denen die Angriffe auf gegnerische Ziele zu sehen sind.
08:07 Uhr
Kiews Truppen unternehmen mehrere Artillerieangriffe auf Gebiet Kursk
Die ukrainischen Streitkräfte haben binnen der vergangenen 24 Stunden zwölf Artillerieangriffe auf Städte und Ortschaften im Gebiet Kursk unternommen, berichtet Gouverneur Alexander Chinstein. Zudem wurden neun unbemannte Flugzeuge zum Absturz gebracht. Die regionalen Behörden verzeichneten keine Opfer unter Zivilisten oder Sachschäden.
07:33 Uhr
Flugabwehr zerstört mehrere Drohnen der Ukraine in vergangener Nacht
In der vergangenen Nacht haben Einheiten der russischen Flugabwehrtruppen neun unbemannte Flugzeuge der Ukraine zerstört, teilt das Verteidigungsministerium in Moskau mit. Die Regionen des Landes, über denen die Flugzeuge zum Absturz gebracht wurden, listet das Ressort wie folgt auf:
- vier über dem Gebiet Rostow,
- je zwei über dem Gebiet Brjansk und der Teilrepublik Krim,
- eines über dem Gebiet Woronesch.
07:00 Uhr
Merz schließt EU‑Beitritt für Kiew bis 2027 aus

Bundeskanzler Friedrich Merz am 28. Januar 2026 in BerlinUrheberrechtlich geschützt Bundeskanzler Friedrich Merz hat einen schnellen Beitritt der Ukraine zur Europäischen Union deutlich ausgeschlossen. Im Gespräch mit Journalisten nach Beratungen der Spitzen von SPD und Union erklärte der deutsche Regierungschef:
"Ein Beitritt der Ukraine zum 1. Januar 2027 ist ausgeschlossen. Es geht nicht."
Der Beitrittsprozess für jedes Land dauere in der Regel einige Jahre, führte Merz weiter aus. Die Ukraine müsse eine Perspektive haben, Mitglied der Europäischen Union zu werden, es sei aber ein längerfristiger Prozess. Merz betonte:
"Wir können auf dem Weg dorthin die Ukraine langsam heranführen an die Europäische Union. Das ist immer möglich, aber ein so schneller Beitritt geht einfach nicht."
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Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.

