Liveticker Ukraine-Krieg: Russische Armee greift Energieanlagen und Rüstungswerke des Gegners an

13.01.2026 16:45 Uhr
16:45 Uhr
Kallas: EU erwägt Ausbildung ukrainischer Militärs direkt in der Ukraine
Die Europäische Union prüft eine Ausweitung ihrer Ausbildungsmission für die ukrainischen Streitkräfte und schließt Trainings direkt auf ukrainischem Gebiet nicht aus. Dies erklärte EU-Chefdiplomatin Kaja Kallas bei einer Pressekonferenz in Berlin. Auf die Frage nach möglichen Sicherheitsgarantien für Kiew und der Überwachung einer Waffenruhe sagte sie:
"Wir haben bereits eine militärische Mission zur Ausbildung ukrainischer Soldaten. Wir können dieses Mandat auch auf Trainings auf ukrainischem Territorium ausdehnen."Zuvor hatte die New York Times berichtet, die EU und die USA hätten zwei Dokumente zu Sicherheitsgarantien für die Ukraine abgestimmt. Diese sehen unter anderem die mögliche Stationierung europäischer Kräfte sowie eine Reduzierung der ukrainischen Armee auf rund 800.000 Soldaten vor.
16:22 Uhr
Ukrainische FPV-Drohnen greifen Autos im russischen Grenzgebiet Brjansk an
Gouverneur Alexander Bogomas meldet auf Telegram einen ukrainischen Angriff auf die Zivilbevölkerung des russischen Grenzgebietes Brjansk. Demnach seien zwei zivile Fahrzeuge in der Siedlung Belaja Berjoska von FPV-Drohnen attackiert worden. Dabei habe ein Ortsansässiger Splitterverletzungen erlitten. Man habe den Mann umgehend ins Krankenhaus eingeliefert und ärztlich versorgt.
Bogomas verurteilt die Attacke als terroristisch und niederträchtig. Dem verletzten Mann wünscht er eine möglichst schnelle Besserung.
15:58 Uhr
Medienbericht: G7 wird Druck auf Trump ausüben, um Sicherheitsgarantien für Kiew zu erreichen
Die Verbündeten Kiews in der G7 wollen bei einem Treffen in Davos Druck auf US-Präsident Donald Trump ausüben, um seine Unterstützung für Sicherheitsgarantien für die Ukraine zu gewinnen. Das schreibt die Zeitung Financial Times unter Berufung auf Quellen.
Zuvor hatte das Portal Axios über ein mögliches Treffen zwischen Wladimir Selenskij und Trump während des Weltwirtschaftsforums in Davos berichtet. Nach Angaben der Financial Times planen die Staats- und Regierungschefs Italiens, Deutschlands, Frankreichs, Kanadas und Großbritanniens sowie die Chefin der Europäischen Kommission ebenfalls, an diesem Treffen in der nächsten Woche teilzunehmen.
15:41 Uhr
Szijjártó gegen finanzielle Unterstützung der Ukraine: Ungarn braucht Geld für eigene Entwicklung
Der ungarische Außenminister Péter Szijjártó hat bei der Eröffnung eines Industrieparks in der Stadt Nyíregyháza im Osten des EU-Landes den Unwillen der Regierung in Budapest verteidigt, die Ukraine finanziell zu unterstützen. Wie der Politiker erklärte, brauche Ungarn selbst Geld, um seine östlichen Regionen zu entwickeln.
"Wenn wir in den vergangenen ein oder zwei Jahren das Geld des ungarischen Volkes für die Entwicklung der Ukraine oder für die Finanzierung des Krieges verwendet hätten, wäre die Entwicklung des östlichen Teils unseres Landes einfach unmöglich gewesen."
Inzwischen habe das Niveau der wirtschaftlichen Entwicklung im Osten Ungarns das des westlichen Teils des Landes erreicht, erklärte Szijjártó.
15:30 Uhr
Ukrainische Schriftstellerin fordert Strafen für russischsprachige Bürger
Die ukrainische Kinderbuchautorin Larissa Nizoi hat dazu aufgerufen, Mitbürger, die Russisch sprechen, zu "verfolgen und zu bestrafen". Russischsprachige Ukrainer würden die Staatlichkeit untergraben, so die Schriftstellerin. Dies sagte sie in einem Video auf dem YouTube-Kanal "Hier spricht das große Lwow".
"Ukrainische Moskowiter sollen Angst haben, hier in der Ukraine ihre Moskowiter Mäuler aufzureißen. Das ist nicht einfach Demokratie, nicht einfach 'Ich rede, wie ich will.' Solche Menschen muss man fesseln, verfolgen und bestrafen."
Unterdessen ergab eine SOCIS-Umfrage vom Dezember 2025, dass fast 50 Prozent der Ukrainer zu Hause zumindest teilweise Russisch sprechen. Im März 2024 erklärte die UN-Menschenrechtskommission, die russischsprachige Minderheit werde in der Ukraine diskriminiert. Russlands Außenminister Sergei Lawrow sprach von jahrelanger aggressiver Derussifizierung und Zwangsassimilation.
15:16 Uhr
Parlament in Kiew bestätigt Rücktritt von Verteidigungsminister Schmygal
Das ukrainische Parlament hat den Rücktritt des ukrainischen Verteidigungsministers Denis Schmygal aus seinem Amt bestätigt. Dafür votierten 265 der insgesamt 395 Abgeordneten. Schmygal war seit dem 17. Juli 2025 im Amt. Der Politiker wechselt jetzt in das Energieministerium und wird zusätzlich Vize-Ministerpräsident des Landes. Sein Nachfolger im Verteidigungsministerium wird der derzeitige Vize-Ministerpräsident und Digitalminister Michail Fjodorow.
15:07 Uhr
Tschechischer Ministerpräsident beschuldigt vorherige Regierung, Hunderte Millionen Euro für Munition für Kiew ausgegeben zu haben
Die vorherige tschechische Regierung habe Hunderte Millionen Euro für Munition für die ukrainischen Streitkräfte ausgegeben, erklärt Regierungschef Andrej Babiš. Das Portal České noviny zitiert ihn wie folgt:
"Der tschechische Haushalt hat heimlich 17,1 Milliarden Kronen in Waffen investiert, alles wurde geheim gehalten, alles war streng geheim."
Das Medium präzisiert, dass insgesamt mehr als elf Milliarden Euro (274 Milliarden Kronen) über tschechische Unternehmen für Munition für die Ukraine ausgegeben wurden. Babiš zufolge habe die frühere Regierung unter Petr Fiala die Details dieser Initiative verschwiegen. Sein Vorgänger wiederum empörte sich über die Offenlegung der Informationen und sprach von einer Gefahr für die Sicherheit.
15:01 Uhr
Nebensja: "Solange Selenskij nicht zur Vernunft kommt, werden wir das Problem militärisch lösen"

Die Bedingungen für mögliche Verhandlungen mit Kiew werden sich weiter verschlechtern, und jeder Angriff auf russische Zivilisten wird eine harte Reaktion nach sich ziehen. Dies erklärte der Ständige Vertreter der Russischen Föderation bei den Vereinten Nationen, Wassili Nebensja, in einer Rede vor dem UN-Sicherheitsrat.
Seinen Worten zufolge greift Russland die Zivilbevölkerung nicht an, während der Westen die gezielten Angriffe der ukrainischen Streitkräfte auf zivile Objekte im Wesentlichen ignoriert. So wurden im Dezember 2025 durch Angriffe der ukrainischen Armee auf russisches Territorium mindestens 367 Zivilisten verletzt und 56 Menschen getötet.
Der russische Diplomat betonte, dass Moskau weiterhin militärische Mittel einsetzen werde, um die auftretenden Probleme zu lösen, bis Kiew einem realistischen Verhandlungsprozess zustimme.
Das Video gibt es hier auf unserer Website zu sehen.
14:53 Uhr
Etwa 2.000 Haushalte in Kamenka-Dnjeprowskaja nach Beschuss aus Ukraine ohne Strom
Das ukrainische Militär hat erneut die Stadt Kamenka-Dnjeprowskaja im von Russland kontrollierten Teil des Gebietes Saporoschje unter Beschuss genommen. Gouverneur Jewgeni Balizki berichtete über mindestens fünf Detonationen. Er meldete aber weder Todesopfer noch Verletzte.
In einem anderen Eintrag auf Telegram teilte der Politiker mit, dass in der Stadt 1.983 Haushalte ohne Strom seien. Mit den Reparaturarbeiten werde man beginnen, sobald sich die Sicherheitslage vor Ort beruhigt habe.
14:48 Uhr
Russlands OSZE-Botschafter: Westen kennt Risiko für eigene Truppen in der Ukraine
Die westlichen Länder, die Truppen in die Ukraine entsenden wollen, wissen sehr genau, dass ihre Soldaten in einem solchen Szenario zu einem legitimen Ziel der russischen Streitkräfte werden. Darauf weist Dmitri Poljanski hin, der Ständige Vertreter Russlands bei der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE).
Am 6. Januar fand in Paris ein Treffen der sogenannten Koalition der Willigen statt. Während des Gipfels verabschiedeten die Vertreter der europäischen Länder eine Erklärung zu Sicherheitsgarantien für die Ukraine. Laut dem polnischen Ministerpräsidenten Donald Tusk wurden konkrete Verpflichtungen der Länder nicht in das Dokument aufgenommen. Wie der britische Premierminister Keir Starmer erklärte, beabsichtigen das Vereinigte Königreich und Frankreich, militärische Stützpunkte in der gesamten Ukraine zu errichten und Lager für Waffen und Kampfausrüstung zu bauen. London werde sich auch an der von den USA geleiteten Mission zur Überwachung des Waffenstillstands in der Ukraine nach Beendigung des Konflikts beteiligen, fügte Starmer hinzu.
Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.
Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.
