Liveticker Ukraine-Krieg – TASS: Ukrainische Mobilisierungsressourcen fast erschöpft

2.02.2026 22:00 Uhr
22:00 Uhr
Damit beenden wir für heute den Live-Ticker zur Lage im Ukraine-Konflikt. Morgen früh ab 7 Uhr geht es mit der Berichterstattung weiter. Wir wünschen unseren Lesern trotz aller Spannungen in der Welt eine gute Nacht!
21:59 Uhr
Russische Truppen rücken im Gebiet Sumy vor
Nach Angaben des russischen Militärnachrichtenkanals Woennaja Chronika ("Militärchronik") haben Russlands Streitkräfte die Grenze zum ukrainischen Gebiet Sumy an einer weiteren Stelle in der Nähe des Dorfs Miropolje überquert und dabei taktische Erfolge erzielt. Den Meldungen zufolge besetzten russische Stoßtrupps dabei eine taktisch wichtige Höhe und brachten ein Territorium von 34 Quadratkilometern unter ihre Kontrolle. Damit liege Miropolje und das umliegende Gebiet, das von der Ukraine zur Konzentration von Truppen beim Überfall auf das Gebiet Kursk im August 2024 genutzt wurde, inzwischen unter russischer Feuerkontrolle.
21:46 Uhr
TASS: Ukrainische Mobilisierungsressourcen fast erschöpft
In der Ukraine sind fast keine diensttauglichen Männer mehr verblieben. Zugleich nimmt die Anzahl von vom Dienst freigestellten Männern zu. Dies berichtet die Nachrichtenagentur TASS und zitiert dazu eine Quelle beim russischen Militär:
"Die Ukraine steht kurz vor der Erschöpfung ihrer Mobilisierungsressourcen. Es gibt in der Ukraine keine Wehrpflichtigen mehr, die nach dem Erhalt des Einberufungsbescheids sofort bereit sind, zur Musterung zu erscheinen. Unterdessen steigt die Anzahl von freigestellten Männern rapide."
Die Quelle fügte hinzu, dass diese Tatsache indirekt durch die Zunahme der Fälle von gewaltsamer Mobilmachung und des Widerstands dagegen belegt werde:
"Freilich haben Mitarbeiter von Musterungsbehörden auch schon zuvor nur negative Emotionen hervorgerufen, doch gegenwärtig ist eine weitere Spitze erreicht."
Der Gesprächspartner von TASS verwies auf einzelne Mitarbeiter der Musterungsbehörden, die Menschen mit Waffen einzuschüchtern versuchten. Außerdem fügte er hinzu, dass es bei der Freistellung von Männern vom Wehrdienst kein konsequentes System gebe. So werden etwa Propagandisten, die gegen sogenannte "Wehrdienstverweigerer" wettern, selbst vom Wehrdienst freigestellt.
21:33 Uhr
Russlands Außenministerium: Über 12.000 Leichen ukrainischer Soldaten seit Juni 2025 an Kiew übergeben
Seit Juni 2025 hat die russische Seite der Ukraine die Überreste von über 12.000 gefallenen ukrainischen Soldaten übergeben, meldet Russlands Außenministerium. Im Gegenzug seien von Kiew über 200 Leichen russischer Soldaten entgegengenommen worden.
Das Ministerium fügte in seiner Meldung hinzu, dass unter Vermittlung der Vereinigten Arabischen Emirate in den Jahren 2024 und 2025 zwischen Russland und der Ukraine insgesamt 17 Mal Gefangene ausgetauscht wurden. Dabei wurden über 4.000 Menschen befreit.
21:22 Uhr
Zivilist durch ukrainischen Drohnenangriff im Gebiet Saporoschje getötet
Im Gebiet Saporoschje ist ein Zivilist durch einen Drohnenangriff des ukrainischen Militärs tödlich verwundet worden. Jewgeni Balizki, der Gouverneur der Region, meldet dazu auf Telegram:
"In der Stadt Wassiljewka ist ein einheimischer Mann des Jahrgangs 1975 an Wunden gestorben, die er durch einen gegnerischen Drohnenangriff erlitten hatte. Leider waren die Wunden mit dem Leben unvereinbar."
21:01 Uhr
Ukrainische Besatzungsmitglieder der Marinera haben Angst vor Rückkehr in die Heimat
Ukrainische Seeleute aus der Besatzung des von der US-Marine gekaperten Öltankers Marinera haben nicht vor, in ihre Heimat zurückzukehren. Der ukrainische Fernsehkanal Suspilne berichtet dazu:
"Insgesamt bestand die Besatzung aus 28 Personen, 17 Seeleute sind Staatsbürger der Ukraine. Ein Großteil der Ukrainer stammt aus dem Gebiet Odessa, ein Teil aus dem Gebiet Cherson, ein Seemann aus Kiew. Von denen, mit denen wir gesprochen haben, plant niemand, in die Ukraine zurückzukehren."
Der Kanal betont, dass sich die Seeleute vor Verfolgung und Vorwürfen des Staatsverrats in der Ukraine fürchten.
Zuvor hatte die US-Marine am 3. Januar bekannt gegeben, den Tanker Marinera im Nordatlantik festgehalten zu haben. Als Begründung wurde die angebliche Verletzung des US-Sanktionsregimes gegen venezolanisches Öl angeführt. Zwei Besatzungsmitglieder der Marinera, die über die russische Staatsbürgerschaft verfügen, wurden inzwischen freigelassen und konnten nach Russland zurückkehren.
20:36 Uhr
Drei Zivilisten in Gebiet Belgorod durch ukrainische Angriffe verwundet
Im russischen Grenzgebiet Belgorod sind drei Zivilisten durch Angriffe ukrainischer Drohnen verwundet worden. Der regionale Operativstab berichtet dazu:
"Im Dorf Samostje des Bezirks Graiworon wurde ein Mann verwundet. Eine Drohne griff den Dienstwagen des stellvertretenden Oberhaupts des Dorfs Dunaika, Sergei Kulakow, an, als er Brot in die Siedlung brachte und parallel dazu zwei Dorfbewohner zur Apotheke fuhr. Der verwundete Passagier wurde ins zentrale Bezirkskrankenhaus von Graiworon eingewiesen."
Nach weiteren Angaben der Behörde wurde bei dem Drohnenangriff auf die Stadt Schebekino ebenfalls ein Mann verletzt. Des Weiteren erlitt ein Lastwagenfahrer im Dorf Kosmodemjanowka des Bezirks Schebekino Verletzungen.
20:06 Uhr
Experte: Mit Befreiung von Pridoroschnoje wird russische Armee nach Stadt Saporoschje vorstoßen
Mit der Befreiung der Ortschaft Pridoroschnoje im Gebiet Saporoschje wird die russische Armee den Vorstoß in Richtung der Stadt Saporoschje beginnen. Dies erklärt Militärexperte Andrei Marotschko in einem Kommentar für TASS:
"Nach meinen Informationen wurde in Pridoroschnoje bereits eine Räumungsaktion durchgeführt, ein Vormarsch in westlicher Richtung – hin zur für uns wichtigen Stadt Saporoschje – ist im Gange."
19:37 Uhr
Duma-Ausschussleiter für Verteidigung: Ukrainischer Frontzusammenbruch unvermeidlich
Ein Zusammenbruch der Front ist für das ukrainische Militär unvermeidlich, erklärt Andrei Kartapolow, Vorsitzender des Ausschusses der russischen Staatsduma für Verteidigung. Die Nachrichtenagentur RIA Nowosti zitiert ihn dazu:
"Um irgendwie in Schwung zu kommen, benötigt das ukrainische Militär irgendeinen Erfolg, doch der bleibt aus. Es gibt weder taktische noch operative Erfolge. Und das schafft Voraussetzungen für diesen Zusammenbruch, der unweigerlich kommen wird – vielleicht nicht morgen, vielleicht übermorgen, doch er ist nah."
Kartapolow betonte, dass die Lage der ukrainischen Truppen sehr schwierig sei. Es mangele an Personalverstärkungen und Nachschub. Die allgemeine Erschöpfung des Personals beeinträchtige die Moral, weil es keine Fronterfolge gebe:
"Tag für Tag gibt es nur Niederlagen, nur Rückzüge, nur Hoffnungslosigkeit."
Der Abgeordnete fügte hinzu, dass sich diese Erkenntnis bei Russlands Gegnern, darunter in Europa und den USA, ebenfalls durchgesetzt habe. Darauf seien die Änderungen in westlicher Rhetorik zurückzuführen.
19:04 Uhr
Von der Leyen verspricht Selenskij 20. Sanktionspaket gegen Russland
Die Leiterin der Eurokommission, Ursula von der Leyen, kündigt das inzwischen 20. Sanktionspaket gegen Russland an. Auf X gibt sie bekannt, im Vorfeld des in der laufenden Woche anstehenden Treffens zwischen den Delegationen Russlands, der USA und der Ukraine ein Telefonat mit dem ukrainischen Staatschef Wladimir Selenskij geführt zu haben. Von der Leyen schreibt:
"Tag für Tag, Jahr für Jahr bleibt Europas Unterstützung für die Ukraine unerschütterlich."
In Bezug auf kommende Sanktionen behauptete die EU-Kommissionschefin:
"Sehr bald werden wir unser 20. Sanktionspaket vorstellen. Es geht darum, Druck auf Russland zu erhöhen, damit es mit einer ernsthaften Friedensabsicht an den Verhandlungstisch kommt."
Zuvor hatte die Nachrichtenagentur Bloomberg gemeldet, dass die EU im Rahmen des 20. Sanktionspakets plane, ihren Mitgliedsstaaten den Kauf des russischen Platins, Kupfers, Iridiums und Rhodiums zu verbieten.
Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.
Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.