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Liveticker Ukraine-Krieg – Kiews Truppen scheitern mit Durchbruchsversuch an Front in Soledar

Russland führt gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine Militäroperation in der Ukraine durch. Der Westen reagiert mit immer neuen Waffenlieferungen an die Ukraine und beispiellosen Sanktionen gegen Russland. Lesen Sie hier die neuesten Entwicklungen.
Liveticker Ukraine-Krieg – Kiews Truppen scheitern mit Durchbruchsversuch an Front in SoledarQuelle: Sputnik © Wiktor Antonjuk
  • 8.12.2022 21:32 Uhr

    21:32 Uhr

    Bund sagt Hilfe bei Unterbringung ukrainischer Flüchtlinge zu

    Angesichts der anhaltend hohen Flüchtlingszahlen aus der Ukraine will auch der Bund nach Angaben der Länder für Unterbringungsmöglichkeiten sorgen. Die Länder hätten den Bund gebeten, "auch bei der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) mit Nachdruck dafür zu sorgen, Raum zur Verfügung zu stellen, wo immer das möglich ist", sagte Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) am Donnerstag nach Beratungen der Länder mit Kanzler Olaf Scholz (SPD) in Berlin. Das sei auch zugesagt worden.

    Die Flüchtlingszahlen blieben untypischerweise auch in diesem Winter hoch, "weil auch die russische Kriegsführung genau darauf setzt, Menschen aus der Ukraine zu vertreiben", sagte Wüst. Die Aufgabe sei nun, gemeinsam über alle staatliche Ebenen hinweg den Menschen gerecht zu werden. 

  • 21:08 Uhr

    UNO verurteilt Angriffe auf zivile Infrastruktur in Donezk

    Der Beschuss von Donezk am 5. und 6. Dezember habe zu zivilen Opfern und zu Schäden an den Büros humanitärer Organisationen geführt, was nicht passieren sollte, sagte UN-Sprecher Stéphane Dujarric am Donnerstag in New York. 

    "Unsere Kollegen betonen, dass nach dem humanitären Völkerrecht Angriffe niemals gegen Zivilisten und zivile Infrastrukturen gerichtet sein dürfen und dass alle Anstrengungen unternommen werden müssen, um dies zu vermeiden."

    Wer hinter dem Beschuss stehe, könne die UNO allerdings nicht feststellen, fügte Dujarric hinzu.

  • 20:50 Uhr

    Mehrere Öltanker warten auf Durchfahrt vor Istanbul

    In Folge einer neuen EU-Regelung, die Russland dazu zwingen soll, Erdöl für höchstens 60 US-Dollar pro Barrel zu verkaufen, wird einigen Öltankern derzeit die Durchfahrt durch die Meerenge des Bosporus vor Istanbul untersagt.

    Man kontrolliere, ob die Versicherungen der Schiffe weiterhin gültig seien, teilte das türkische Transportministerium am Donnerstag mit. Derzeit müssten 15 Tanker auf eine Weiterfahrt warten. Auch die Durchfahrt durch die südlichere Meerenge Dardanellen werde nur versicherten Tankern gestattet. Ankara fürchtet der Mitteilung zufolge, dass ein eventueller Unfall bei der Durchfahrt durch türkische Wasserstraßen nicht entschädigt werde. 

    Ein Großteil der wartenden Schiffe sei in Richtung EU-Häfen unterwegs, so das Ministerium. Mit den Kontrollen halte man sich an eine seit dem Jahr 2002 geltende Regelung, laut der nur versicherte Tanker die Dardanellen und den Bosporus durchqueren dürfen.

  • 20:30 Uhr

    Patruschew: USA und NATO-Verbündete wollen Russland um jeden Preis schwächen

    Russlands Sicherheitsratschef Nikolai Patruschew erläuterte am Donnerstag bei einem Gespräch mit seinem thailändischen Amtskollegen den beispiellosen Druck, den der kollektive Westen aktuell auf Russland und seine Nachbarn ausübt.

    "Das langfristige Ziel der USA und ihrer NATO-Verbündeten ist es, unser Land um jeden Preis zu schwächen oder zu zerstören und allgemein die Sicherheitsarchitektur in Eurasien kaputtzumachen".

    Sein Stellvertreter Alexander Wenediktow fügte hinzu, dass das Hauptziel Washingtons darin bestehe, Mechanismen der regionalen Zusammenarbeit auf antirussischer und antichinesischer Grundlage zu schaffen. 

  • 20:04 Uhr

    Weitere 32 Straßen in Kiew umbenannt

    Die Behörden der ukrainischen Hauptstadt haben weitere 32 Straßen umbenannt, deren Namen mit Russland beziehungsweise der Sowjetunion in Verbindung gebracht werden. Bürgermeister Witali Klitschko teilte dies auf Telegram mit.

    Unter anderem trägt der Druschby-Narodow-Boulevard (Boulevard der Völkerfreundschaft) nun den Namen von Nikolai Michnowski, einem Anführer der ukrainischen Nationalbewegung des späten 19. Jahrhunderts und Begründer des ukrainischen Nationalismus.

    Die Dostojewski-Straße heißt nun Andy-Warhol-Straße.

  • 19:48 Uhr

    Erneut Luftalarm in mehreren Gebieten der Ukraine sowie in drei russischen Regionen ausgerufen

    Am Donnerstagabend ist nach Angaben der Online-Karte alertmap.ru Luftalarm in sechs ukrainischen Gebieten ausgerufen worden. Dabei handelt es sich um die Gebiete Odessa, Nikolajew, Dnjepropetrowsk, Poltawa, Charkow und Sumy.

    Gleizeitig zeigt die Karte, dass auch in den russischen Gebieten Cherson und Saporoschje sowie in der Donezker Volksrepublik Luftschutzalarm gilt.

    Früher am Tag wurde bereits Luftalarm in der Ukraine ausgerufen. In den Gebieten Dnepropetrowsk, Kirowograd, Poltawa, Sumy, Tscherkassy und Charkow sowie in den aktuell von Kiew kontrollierten Teilen der Gebiete Saporoschje und Cherson ertönten die Sirenen.

  • 19:06 Uhr

    Rom: Papst weint bei Gebet für Ukraine

    Bei einem öffentlichen Gebet am Feiertag Mariä Empfängnis weinte das Oberhaupt der Katholiken am Donnerstag in Rom vor der Säule der Unbefleckten Empfängnis auf der Piazza di Spagna, als er den Krieg in der Ukraine ansprach. Er habe der Gottesmutter Maria eigentlich den Dank des ukrainischen Volkes darbringen wollen für den Frieden, um den er Gott schon so lange bitte, sagte Franziskus zunächst, brach dann aber seinen Satz ab und weinte.

    Der 85-Jährige hielt sich zitternd an seinem Sessel fest und schwieg mit gesenktem Kopf etwa eine halbe Minute lang. Danach betete der Argentinier mit zunächst brüchiger Stimme weiter: Statt sich über das Ende des Kriegs zu freuen, müsse er weiterhin die Gebete "der Kinder, der alten Menschen, der Väter und Mütter, der jungen Leute dieses gequälten Landes vortragen, das so leidet".

    Neben den Ukrainern betete Franziskus auch für alle anderen Menschen auf der Erde, für Junge und Alte, für Familien. Als er dabei von einer Journalistin auf seinen Gefühlsausbruch angesprochen wurde, nannte er den Krieg "eine Niederlage für die Menschheit".

  • 18:44 Uhr

    LVR-Behörden: Durchbruchsversuch ukrainischer Truppen am Frontabschnitt Soledar zurückgeschlagen

    Dem offiziellen Vertreter der Militärabteilung der Volksrepublik Lugansk Iwan Filiponenko zufolge haben Einheiten der Lugansker Volksmiliz einen Durchbruchsversuch ukrainischer Einheiten in Richtung Soledar verhindert. Aus einer Erklärung geht hervor:

    "Artilleristen des 6. Regiments des 2. Armeekorps der Volksmiliz der Volksrepublik Lugansk haben einen Versuch der Streitkräfte der Ukraine vereitelt, in Richtung Soledar zu durchbrechen."

    Dabei seien drei Kampfgeräte mit Besatzung außer Gefecht gesetzt worden, heißt. Der russische Kriegsberichterstatter Juri Kotjonok veröffentlichte auf Telegram ein einschlägiges Video.

    Filiponenko zufolge gelinge es dem Lugansker Militär an allen Frontabschnitten, die sich in der Verantwortungszone des 2. Armeekorps der LVR befinden, erfolgreiche und präzise Schläge gegen die ukrainischen Truppen durchzuführen.

  • 18:18 Uhr

    Flucht in die EU misslungen: Ukrainischer Inlandsgemeindienst nimmt Frau wegen Kollaboration mit Russland fest

    Der ukrainische Inlandsgeheimdienst SBU hat nach eigenen Angaben in der Hauptstadt Kiew eine Frau festgenommen, die mit Russland kollaboriert haben soll. Bei der Verdächtigen handele es sich um die ehemalige Leiterin der Verwaltung der Stadt Kupjansk. Sie habe sich unter anderem an der Vorbereitung eines illegalen Referendums im Gebiet Charkow beteiligt. Nachdem die Stadt wieder unter die Kontrolle der ukrainischen Armee übergegangen sei, sei die mutmaßliche Kollaborateurin nach Kiew geflüchtet. Dort habe sie versucht, sich als Binnenvertriebene zu legalisieren. Danach habe die Verdächtige vorgehabt, sich in die Europäische Union abzusetzen.

  • 17:47 Uhr

    Zivilist kommt infolge des ukrainischen Beschusses von Donezk ums Leben

    Infolge des Beschusses der Stadt Donezk durch die ukrainischen Streitkräfte ist in im nördlichen Teil des Kiewski-Bezirkes ein Zivilist getötet worden. Dies gab die Vertretung der DVR beim Gemeinsamen Zentrum für Kontrolle und Koordinierung von Fragen im Zusammenhang mit Kriegsverbrechen der Ukraine bekannt.

    Nach Angaben der Vertretung handelt es sich dabei um einen Mann, der 1963 geboren wurde. Auf dem Telegram-Kanal der offiziellen Republik-Webseite wurden Fotos veröffentlicht, die die Folgen dieser Attacke der ukrainischen Artilleristen demonstrieren.

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Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.