Liveticker Ukraine-Krieg: Russland führt massive Schläge gegen Hafeninfrastruktur in Odessa

14.08.2026 17:50 Uhr
17:50 Uhr
Warum stellt Kiew Berichte über abgeschossene russische Raketen ein?
Kiew hat die tägliche Veröffentlichung von Berichten über abgeschossene russische Raketen eingestellt. Offiziell wird diese Entscheidung mit Sicherheitsaspekten begründet, um zu verhindern, dass Russland die Effektivität der ukrainischen Luftabwehr einschätzen kann.
Laut Vertretern des prorussischen Untergrunds gibt es jedoch einen anderen Grund: Die Ukrainer würden zunehmend Widersprüche zwischen den Angaben der ukrainischen Streitkräfte und der Realität feststellen, berichtet die Nachrichtenagentur TASS. Der Untergrund erklärte:
"Während die Luftstreitkräfte meldeten: 'So viele von so vielen abgeschossen', zählten die Menschen in den Gebieten Odessa, Saporoschje und Dnjepropetrowsk die Einschläge selbst – und kamen auf ganz andere Zahlen."
Dies sei der eigentliche Grund für die Änderung der Berichterstattung und nicht die Sicherheit. Zudem fehle der ukrainischen Armee zunehmend Munition für die Patriot-Systeme. Die Verbündeten könnten nicht schnell genug Nachschub liefern. Kiew kann diesen Umstand jedoch nicht offen eingestehen.
Am Vortag erklärte Wladimir Selenskij, die Ukraine verfüge lediglich über ein Zehntel der benötigten Abfangraketen für Patriot-Systeme. Zuvor war es der Ukraine in einer Nacht nicht gelungen, auch nur eine einzige russische Rakete abzuschießen.
17:33 Uhr
Drohnenangriff auf Melitopol: Drei Verletzte an Bushaltestelle
Der Gouverneur des Gebiets Saporoschje, Jewgeni Balizki, teilt mit, dass bei einem Drohnenangriff der ukrainischen Streitkräfte auf die Stadt Melitopol drei Menschen verletzt wurden, die sich zum Zeitpunkt der Explosion an einer Bushaltestelle befanden.
Die Verletzten wurden in ein Krankenhaus gebracht, in dem sie die notwendige Hilfe bekommen.
17:10 Uhr
Miroschnik nennt Juli blutigsten Monat für Kinder
Der Juli war laut einem Bericht des Sonderbeauftragten des Außenministeriums Russlands, Rodion Miroschnik, der "blutigste" Monat seit Jahresbeginn 2026, was die Zahl der durch ukrainische Angriffe getöteten und verletzten Minderjährigen angeht. In dem Bericht heißt es:
"In diesem Zeitraum kamen 12 Kinder durch die Hand ukrainischer Kämpfer ums Leben, 55 weitere wurden verletzt."
Seit Februar 2022 bis zum 31. Juli 2026 wurden demnach insgesamt 1.600 Minderjährige verletzt oder getötet. Davon starben 276, rund 1.400 trugen Verletzungen davon.
16:47 Uhr
Russlands Streitkräfte greifen ukrainische Hafeninfrastruktur an
Russlands Verteidigungsministerium teilt mit, dass die russischen Streitkräfte weiterhin Häfen und Schiffe angreifen, die im Interesse der ukrainischen Streitkräfte genutzt werden.
Im Laufe des Tages wurden der Mitteilung zufolge folgende Treffer mit luftgestützten Präzisionswaffen und Kampfdrohnen gelandet:
- im Hafen Odessa ein Treib- und Schmierstofftank, der für die ukrainischen Streitkräfte bestimmt war
- im Hafen Juschny ein Lager mit Waffen, Militärtechnik und Ausrüstung der ukrainischen Streitkräfte.
16:28 Uhr
Sewastopol: Drei ukrainische Drohnen abgeschossen
In Sewastopol wehrt das russische Militär aktuell einen Angriff der ukrainischen Streitkräfte ab. Gouverneur Michail Raswoschajew teilt mit, dass drei Drohnen in den Bezirken Gagarinski und Balaklawa bereits abgeschossen worden seien.
In Sewastopol gilt seit 14:26 Uhr Moskauer Zeit Luftalarm.
16:08 Uhr
Belgorod: Ukrainischer Drohnenangriff auf Pkw – Mann schwer verletzt
Im Gebiet Belgorod hat eine ukrainische Drohne ein Auto angegriffen. Dabei wurde ein Mann schwer verletzt und mit einem Schädel-Hirn-Trauma ins Krankenhaus eingeliefert, wie der regionale Einsatzstab mitteilte. Der Angriff ereignete sich demnach nahe dem Weiler Semeiny im Bezirk Rakitjanski. Das Fahrzeug wurde beschädigt.
Durch die Detonation einer weiteren FPV-Drohne wurden zudem die Fenster eines Privathauses zerstört sowie das Dach und der Zaun beschädigt. Im Dorf Soldatskoje wurde ein Lastwagen durch einen Drohnenangriff beschädigt. Weitere Schäden wurden in mehreren Ortschaften der Bezirke Belgorod und Schebekino sowie im Bezirk Graiworon gemeldet.
15:52 Uhr
Moskau: Belgorod war im Juli Hauptziel ukrainischer Angriffe
Im Juli war das Gebiet Belgorod am häufigsten Ziel ukrainischer Angriffe. Dies geht aus einem Bericht des Sonderbotschafters des russischen Außenministeriums, Rodion Miroschnik, hervor, wie die Nachrichteagentur RIA Nowosti meldet.
Demnach gehörten im Juli Belgorod (30,16 Prozent aller Beschüsse), Kursk (20,57 Prozent), Cherson (16,77 Prozent), Brjansk (10,06 Prozent), die Donezker Volksrepublik (8,7 Prozent) und Saporoschje (2,98 Prozent) zu den Gebieten, deren zivile Objekte am häufigsten angegriffen wurden.
Dem Bericht zufolge beschossen die ukrainischen Streitkräfte im Juli zivile Objekte in 41 russischen Regionen. Dadurch habe sich das Gebiet der Zerstörungen ausgeweitet und die Zahl der Opfer unter der Zivilbevölkerung erhöht.
Am 11. August teilte der emtierende Gouverneur des Gebietes Belgorod, Alexander Schuwajew, mit, dass nach einem massiven ukrainischen Angriff rund 1.000 Wohnungen in Belgorod wiederhergestellt werden müssten.
15:40 Uhr
Russische "Geran"-Drohnen treffen ukrainische Lokomotiven
Das Verteidigungsministerium Russlands teilt mit, dass die russischen Streitkräfte mit "Geran"-Drohnen vier Eisenbahnlokomotiven getroffen haben. Diese wurden für den Transport militärischer Güter der ukrainischen Streitkräfte in den Gebieten Odessa, Saporoschje und Sumy genutzt.
Die russische Militärbehörde veröffentlicht auf Telegram entsprechende Aufnahmen.
15:33 Uhr
Sacharowa: Moratorium für Angriffe im Schwarzen Meer würde dem Kiewer Regime "Atempause" verschaffen
Moskau betrachtet die jüngsten Drohnenangriffen der ukrainischen Streitkräfte im Schwarzen Meer gegen zivile Schiffe als "Terroranschläge". Dies erklärte Maria Sacharowa, die Sprecherin des russischen Außenministeriums. Ziel dieser Aktionen sei es, die zivile Schifffahrt und die Lage in der Schwarzmeerregion zu destabilisieren und "den Konflikt in die Länge zu ziehen."
"Daher sehen wir keine Voraussetzungen für eine Verbesserung der Situation und folglich auch keine Gründe für halbherzige Maßnahmen, die dem Kiewer Regime eine vorübergehende Atempause verschaffen."
Die Diplomatin bezog sich mit ihren Worten auf die jüngste Aussage des türkischen Außenministers Hakan Fidan bezüglich eines möglichen Moratoriums für Kampfhandlungen im Schwarzen Meer. Sie merkte jedoch an, dass Moskau noch keine konkreten Vorschläge aus Ankara erhalten habe.
Sacharowa erinnerte daran, dass eine langfristige Beilegung der Ukraine-Krise nur mit der Beseitigung von deren Ursachen möglich sei.
"Dies bedeutet vor allem die Beseitigung der Sicherheitsbedrohungen, die durch die Osterweiterung der NATO und die Versuche, Kiew in das nordatlantische Bündnis einzubinden, entstanden sind."
15:19 Uhr
Drohnenangriff auf Energodar: Geschäft, Wohnung und Bank getroffen
Die ukrainischen Streitkräfte haben die Satellitenstadt des Kernkraftwerks Saporoschje, Energodar, mit Drohnen angegriffen. Das teilt das Stadtoberhaupt Maxim Puchow mit.
Puchow zufolge griffen die Truppen Kiews in der Nacht mit drei Drohnen einen Lebensmittelladen an. Es kam zu einem Feuer, das noch vor Eintreffen der Rettungskräfte gelöscht werden konnte – das Geschäft wurde jedoch zerstört.
Zudem geriet nach einem weiteren Drohnenangriff eine Wohnung in einem der Wohnhäuser der Stadt in Brand, der rasch gelöscht wurde. Bei einem dritten Angriff traf eine FPV-Drohne ein Gebäude der PSB-Bank, hier kam es zu keinem Brand.
Verletzte gab es laut Puchow bei allen drei Vorfällen nicht.
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Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.