Liveticker Ukraine-Krieg: Moskau meldet Großangriff auf Objekte gegnerischer Rüstungsindustrie

3.02.2026 12:40 Uhr
12:40 Uhr
Frontbericht des russischen Verteidigungsministeriums
Laut dem Bericht des russischen Verteidigungsministeriums zur Lage im Ukraine-Konflikt haben Kiews Truppen 1.375 Soldaten an einem Tag in der Zone der Kampfhandlungen verloren. Das russische Militär zerstörte folgende Waffen und Ausrüstung des Gegners:
- zwei Panzer,
- zwölf gepanzerte Kampffahrzeuge,
- 78 Kraftfahrzeuge,
- acht Artilleriegeschütze,
- fünf Anlagen der elektronischen Kampfführung,
- sechs Munitionslager sowie elf Depots mit Munition, Ausrüstung und Treibstoff.
Einheiten der russischen Luftstreitkräfte, Raketen- und Artillerietruppen sowie Drohnenbediener trafen Stationierungsorte ukrainischer Soldaten und ausländischer Söldner in 149 Bezirken. Die Flugabwehr schoss eine Flugbombe, eine HIMARS-Rakete und 99 unbemannte Flugzeuge ab.
12:19 Uhr
FSB nimmt Ausländer im Gebiet Moskau fest – Verdacht auf geplante Sabotage auf Anweisung der Ukraine
Der Föderale Sicherheitsdienst Russlands (FSB) berichtet am Dienstag über die Festnahme eines ausländischen Staatsbürgers, der auf Anweisung der Ukraine ein Objekt der Energieinfrastruktur im Gebiet Moskau sprengen sollte.
Nach Angaben der Ermittler wurde der 29-jährige Mann über Telegram im Namen einer ukrainischen Terrororganisation angeworben. Er sei in Russland angekommen, um die Sabotageaktion durchzuführen, und habe ferner geplant, in die Ukraine zu reisen und an deren Seite an den Kampfhandlungen beteiligt zu sein. Bei dem Festgenommenen sei ein improvisierter Sprengsatz entdeckt worden.
Der Mann legte ein Geständnis ab. Laut dem FSB trat er mit ukrainischen Kontaktpersonen in Verbindung und brachte seinen Wunsch zum Ausdruck, im Rahmen des Ukraine-Konflikts gegen Russland zu kämpfen. Ihm sei angeboten worden, nach Moskau zu ziehen und dort eine Hochspannungsleitung zu sprengen. Für die Erfüllung der Aufgabe sei ihm ein Entgelt und Hilfe bei der Ausreise in die Ukraine versprochen worden.
Die Ermittler werfen dem Festgenommenen illegalen Erwerb und Transport von Sprengsätzen sowie Vorbereitung einer Sabotageaktion vor.
12:01 Uhr
Gouverneur meldet vier Verletzte bei ukrainischen Angriffen auf 48 Ortschaften im Gebiet Belgorod
Gouverneur Wjatscheslaw Gladkow veröffentlicht jeden Tag auf Telegram Statistiken über ukrainische Angriffe auf Siedlungen im russischen Grenzgebiet Belgorod. Aus dem heutigen Eintrag geht hervor, dass das ukrainische Militär in den vergangenen 24 Stunden 48 Ortschaften in fünf Bezirken angegriffen hat. Der Gegner feuerte mindestens 24 Geschosse ab und setzte 131 Drohnen ein, von denen 86 abgeschossen wurden.
In der Statistik berichtet der Politiker über Opfer unter der Zivilbevölkerung. Bei den Verletzten handelt es sich demnach um Einwohner der Ortschaften Samostje, Schebekino, Kosmodemjanowka und Surkowo.
Gladkow meldet zudem viele Sachschäden. Demnach wurden in den vergangenen 24 Stunden elf Wohnungen in zwei Mehrfamilienhäusern, neun Einfamilienhäuser, eine soziale Einrichtung, ein Verwaltungsgebäude, zwei Betreibe, vier Lager, zwei Infrastrukturobjekte, zwei Stromleitungen, vier Lkw, ein Kleintransporter und 14 Autos zerstört oder beschädigt.
11:42 Uhr
Mehrere Opfer durch ukrainische Angriffe auf Siedlungen im Gebiet Cherson
Durch Attacken aus der Ukraine sind in den vergangenen 24 Stunden im von Russland kontrollierten Teil des Gebiets Cherson mehrere Zivilisten zu Schaden gekommen. Gouverneur Wladimir Saldo meldet auf Telegram ein Todesopfer und vier Verletzte.
Wie der Politiker schreibt, wurde in der Stadt Golaja Pristan ein 57-jähriger Mann getötet. Eine 52-jährige Frau und ein 64-jähriger Mann erlitten Verletzungen. Ein 63 Jahre alter Mann wurde verletzt, als eine gegnerische Drohne auf der Straße zwischen Nowaja Sburjewka und Golaja Pristan sein Auto angriff. Bei einer ähnlichen Attacke in der Ortschaft Welikaja Kardaschinka erlitt zudem ein 48 Jahre alter Mann Verletzungen.
11:19 Uhr
Russisches Verteidigungsministerium meldet Großangriff auf Objekte ukrainischer Rüstungsindustrie

SymbolbildStanislaw Krassilnikow / Sputnik In der vergangenen Nacht hat die russische Armee einen Großangriff gegen Ziele in der Ukraine durchgeführt, heißt es aus dem täglichen Frontbericht des russischen Verteidigungsministeriums. Getroffen wurden Objekte der Rüstungsindustrie und für deren Betrieb benutzte Objekte des Energiesektors sowie Lager- und Montagehallen für unbemannte Flugzeuge größerer Reichweite.
Für den Angriff, der als Reaktion auf ukrainische Attacken auf zivile Objekte in Russland erläutert wurde, setzte das russische Militär land- und seegestützte Hochpräzisionswaffen sowie Kampfdrohnen ein. Alle Ziele wurden erfolgreich getroffen, betont das Verteidigungsministerium.
10:45 Uhr
Bundesaußenminister Wadephul weist Revanchismus-Vorwürfe aus Russland zurück
Bundesaußenminister Johann Wadephul hat Revanchismus-Vorwürfe aus Russland im Zusammenhang mit der Unterstützung für die Ukraine zurückgewiesen. Der CDU-Politiker sprach von einem "billigen Ablenkungsversuch". Der CDU-Politiker fügte zugleich hinzu, Deutschland habe "überhaupt keine Probleme damit, die eigene Vergangenheit kritisch zu beleuchten". Bei einem Treffen mit Neuseelands Außenminister Winston Peters nahe der Stadt Kerikeri auf der neuseeländischen Nordinsel sagte Wadephul:
"Wir wissen, dass wir auch mit Opfern der damaligen Sowjetunion – und das waren dann auch Opfer aus der Ukraine, aber auch von anderen Völkern der Sowjetunion – von der Nazi-Herrschaft befreit worden sind. Das ist eine historische Wahrheit, die bestehen bleibt und die niemand in Deutschland bestreitet."
Die Regierung in Berlin lasse es aber nicht zu, dass ihr oder anderen der Mund verboten werde, wenn es darum gehe, "das verbrecherische Handeln des jetzigen und heutigen Russlands klar zu brandmarken".
Even 18,000 km apart, close partners don’t need geographic proximity. I very much value the trustful exchange with @winstonpeters in his home region. 🇩🇪🇳🇿 We share democratic values, support 🇺🇦, protect #Antarctica & work for #multilateralism, resilient supply chains & stability. pic.twitter.com/ORywJAxan4
— Johann Wadephul (@AussenMinDE) February 3, 2026Zuvor hatte Russlands Außenministerium in einer am Montag veröffentlichten Mitteilung behauptet:
"Die deutsche Regierung hat aufgehört, den Fakt zu verstecken, dass sie unserem Land gegenüber von der Besessenheit getrieben wird, Revanche für frühere Niederlagen zu nehmen."
Teil dieses "Revanchismus" sei die uneingeschränkte Unterstützung der Ukraine, hieß es.
10:20 Uhr
FT: Kiew und Westen einigen sich auf Plan zur Durchsetzung eines Friedensabkommens
Die Ukraine, die USA und mehrere europäische Länder haben einen mehrstufigen Plan zur Aufrechterhaltung eines zukünftigen Friedensabkommens zwischen Moskau und Kiew ausgearbeitet, berichtet die Zeitung Financial Times mit Verweis auf namentlich nicht genannte Quellen.
Im Fall "wiederholter Verstöße durch Russland" wollen die USA und Europa eine "koordinierte militärische Antwort" geben. Laut dem Plan sollten zunächst innerhalb von 24 Stunden eine diplomatische Warnung und Gegenaktionen der ukrainischen Armee erfolgen.
Sollten die Kampfhandlungen andauern, würde eine zweite Phase des Plans unter Beteiligung der Kräfte der "Koalition der Willigen" beginnen.
Wenn sich die Feindseligkeiten zu einer großangelegten Offensive entwickelten, würde innerhalb von 72 Stunden nach dem ersten Verstoß gegen die Waffenruhe eine koordinierte militärische Antwort erfolgen. Dabei käme ein vom Westen unterstütztes Militärkontingent unter Beteiligung des US-Militärs zum Einsatz.
09:52 Uhr
Verletzte und Sachschäden durch ukrainische Angriffe auf Grenzgebiet Kursk
Die ukrainischen Streitkräfte setzen ihre Attacken auf das russische Grenzgebiet Kursk fort. Gouverneur Alexander Chinstein berichtet in der täglichen Statistik auf Telegram über mehrere Artillerie- und Drohnenangriffe auf die Region. Wie der Politiker mitteilt, wurden im Zeitraum von 7 Uhr MEZ am 2. Februar bis 5 Uhr MEZ am 3. Februar 23 ukrainische Drohnen abgeschossen. Darüber hinaus nahm die gegnerische Artillerie in dieser Zeit 25-mal grenznahe evakuierte Ortschaften unter Beschuss. Es gab zudem zehn Attacken, bei denen unbemannte Luftfahrzeuge Sprengsätze auf Objekte im Gebiet Kursk abließen.
Chinstein meldet drei Verletzte. Bei ihnen handelt es sich um Einwohner der Siedlung Michailowka. Dort wurden außerdem zwei Autos beschädigt. Zwei weitere zivile Fahrzeuge kamen im Dorf Gnilowka und in der Siedlung Akimowka zu Schaden. In der Siedlung Wischnewo wurde ein Wohnhaus durch Splitter beschädigt. Der Politiker meldet keine Todesopfer.
09:36 Uhr
Beschuss auf Siedlungen im Gebiet Cherson: Mehr als 30 Geschosse aus Ukraine abgefeuert
Die Behörden im von Russland kontrollierten Teil des Gebiets Cherson melden andauernde Angriffe auf Siedlungen am linken Dnjepr-Ufer. Den Angaben zufolge habe die ukrainische Artillerie im Laufe des 2. Februar 15 Geschosse auf fünf Ortschaften abgefeuert. Die Zahl der eingeschlagenen Geschosse listen die Behörden wie folgt auf:
- Kasatschji Lageri – vier,
- Golaja Pristan – drei,
- Aljoschki – vier,
- Staraja Sburjewka – zwei,
- Podstepnoje – zwei.
Wie die Behörden weiter mitteilen, habe der Beschuss auch in der Nacht zum Dienstag angedauert. Auf zivile Infrastrukturen der von Russland kontrollierten Ortschaften Pestschanowka, Korsunka, Aljoschki, Dnjeprjany und Nowaja Sburjewka seien insgesamt 17 Geschosse abgefeuert worden.
Berichte über Opfer und Schäden liegen bislang nicht vor.
09:16 Uhr
RT DE-Exklusiv: Eishockey-Legende Andrej Kowalenko im Einsatz für den Donbass

Der frühere Eishockey-Star und Hall-of-Fame-Spieler Andrej Kowalenko engagiert sich heute als Freiwilliger der Volksfront im Donbass für Zivilisten und Soldaten. Für Kowalenko gehören sportliche Werte wie Zusammenhalt und Verantwortung untrennbar zu seinem heutigen Einsatz: gewinnen oder verlieren – immer als Team.
Unser Militärkorrespondent Iwan Poljanskij hat Kowalenko einen Tag lang begleitet – bei der Verteilung humanitärer Hilfe, beim Besuch von Flüchtlingsunterkünften und bei einem Training junger Hockeyspieler in Lugansk. Seine Reportage gibt es hier auf unserer Website zu sehen.
Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.
Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.

