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Liveticker Ukraine-Krieg: Kreml erwartet weitere Besuche von US-Sondergesandtem Witkoff und Kushner

Russland führt gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine Militäroperation in der Ukraine durch. Der Westen reagiert mit immer neuen Waffenlieferungen an die Ukraine und beispiellosen Sanktionen gegen Russland. Lesen Sie hier die neuesten Entwicklungen.
Liveticker Ukraine-Krieg: Kreml erwartet weitere Besuche von US-Sondergesandtem Witkoff und Kushner© Urheberrechtlich geschützt
  • 22.04.2026 20:45 Uhr

    20:45 Uhr

    Selenskij warnt vor Raketenmangel bei Luftabwehr

    Der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij hat vor einer möglichen Krise bei Raketen für die Luftabwehr gewarnt. Dies berichtet das ukrainische Nachrichtenportal Strana.ua:

    "Die Lieferungen reichen nicht aus. Die Vorräte an Luftabwehrwaffen könnten je nach Intensität der Angriffe jede Woche zur Neige gehen."

    Nach seinen Angaben benötigt die Ukraine derzeit vor allem Raketen für die Systeme MIM-104 Patriot und weniger die Abschussanlagen selbst. Im Winter hätten mehrfach Systeme ohne Munition stillgestanden, berichtete der Telegram-Kanal Militarist.

    Bereits am 15. April hatte Selenskij im Interview mit dem deutschen Sender ZDF erklärt, die Lage bei Flugabwehrraketen sei angespannt. Als einen Grund nannte er die Entwicklungen im Nahen Osten. Er sagte:

    "Wir haben jetzt einen solchen Mangel, schlimmer kann es kaum werden."

    Auch der Sprecher der ukrainischen Luftstreitkräfte, Oberst Juri Ignat, hatte zuvor erklärt, die Bestände an Patriot-Raketen gingen zur Neige. Zugleich nehme die Zahl der Angriffe zu, während sich Taktiken änderten, um die ukrainische Luftabwehr zu erschöpfen.

    Zuvor war auch in Europa ein Mangel an Luftabwehrsystemen zur Unterstützung der Ukraine eingeräumt worden.

  • 20:31 Uhr

    EU-Kredit für Ukraine: Slowakei beteiligt sich nicht und legt kein Veto ein

    Die Slowakei beteiligt sich zwar nicht an dem geplanten EU-Kredit in Höhe von 90 Milliarden Euro für die Ukraine, blockiert dessen Bewilligung aber auch nicht. Dies erklärte Außenminister Juraj Blanár. Er schrieb auf Facebook:

    "Die Position der Slowakei bleibt unverändert, auch im Fall des 90-Milliarden-Kredits für die Ukraine. An den Garantien für diesen Kredit beteiligen wir uns nicht – ebenso wie zwei weitere Länder, die gemeinsam mit uns aus diesem Prozess ausgeschlossen sind. Wir haben den Kredit nicht blockiert und werden ihn auch nicht im Rahmen der Genehmigung der Änderungen des aktuellen EU-Haushalts blockieren."

  • 20:20 Uhr

    Russische Flagge gehisst: Weitere Ortschaft in Gebiet Charkow befreit

    Das russische Verteidigungsministerium teilte am Dienstag mit, dass Einheiten des Truppenverbands Nord die Kontrolle über das Dorf Weterinarnoje im Gebiet Charkow übernommen haben. Die hart umkämpfte Gegend weist große Schäden an der gesamten Infrastruktur auf. Die Befreiung der Ortschaft wurde von Drohneneinheiten, Artillerie und Panzern unterstützt.

    Ein Video dazu gibt es hier auf unserer Webseite.

  • 19:54 Uhr

    Gebiet Kursk: Mann bei ukrainischem Drohnenangriff auf Auto schwer verletzt

    Im Gebiet Kursk ist bei einem Drohnenangriff auf ein Auto ein Mann schwer verletzt worden. Das Fahrzeug wurde demnach im Grenzgebiet zur Ukraine attackiert. Dies teilte Gouverneur Alexander Chinstein mit.

    Er schrieb, eine "feindliche Drohne" habe im Ort Korenewo ein ziviles Fahrzeug getroffen. Der 43-jährige Mann habe schwere Verletzungen erlitten, darunter Splitterwunden sowie mehrere Knochenbrüche an Arm, Hand, Bein und Knie.

    Der Verletzte befinde sich in kritischem Zustand und werde medizinisch versorgt. Anschließend soll er in ein Regionalkrankenhaus in Kursk verlegt werden.

  • 19:32 Uhr

    Erdoğan: Türkei drängt auf Wiederaufnahme der Russland-Ukraine-Gespräche

    Die Türkei setzt sich nach Angaben von Präsident Recep Tayyip Erdoğan für eine Wiederaufnahme der Verhandlungen zwischen Russland und der Ukraine ein. Dies erklärte der türkische Präsident bei einem Treffen mit NATO-Generalsekretär Mark Rutte in Ankara. Erdoğan betonte demnach, die Türkei arbeite auf ein Ende des Krieges und eine Rückkehr zum Dialog hin. Die türkische Präsidialverwaltung teilte im Anschluss mit:

    "Präsident Erdoğan erklärte, dass sich die Türkei für ein friedliches Ende des Krieges zwischen Russland und der Ukraine, die Wiederaufnahme der Verhandlungen und den Beginn eines Dialogs auf Führungsebene einsetzt."

  • 19:09 Uhr

    Russische Luftabwehr meldet Abschuss von 40 ukrainischen Drohnen

    Nach Angaben des Verteidigungsministeriums hat die russische Luftabwehr innerhalb von acht Stunden im Zeitraum von 08:00 bis 16:00 Uhr Moskauer Zeit 40 ukrainische Starrflüglerdrohnen abgefangen und zerstört. Betroffen waren demnach die Gebiete Belgorod, Brjansk und Kursk.

  • 18:48 Uhr

    Kreml erwartet weitere Besuche von Witkoff und Kushner

    Der Kreml rechnet mit weiteren Besuchen des US-Sondergesandten Steve Witkoff und des Schwiegersohns von US-Präsident Donald Trump, Jared Kushner, um über die Ukraine zu sprechen. Dies gab Kremlsprecher Dmitri Peskow gegenüber Journalisten bekannt.

    "Wir hoffen, dass diese Reisen fortgesetzt werden."

    Konkrete Termine für einen möglichen Besuch der US-Unterhändler in Moskau gebe es derzeit jedoch nicht.

    Zuvor hatte die New York Times berichtet, Witkoff und Kushner könnten in naher Zukunft zunächst nach Moskau und anschließend nach Kiew reisen.

    Peskow hatte bereits zuvor betont, dass die Pause im Friedensprozess mit der Lage im Nahen Osten zusammenhänge. Seit Jahresbeginn fanden zwischen Russland, der Ukraine und den USA drei Verhandlungsrunden statt. Die letzte Runde wurde am 17. und 18. Februar in Genf abgehalten.

  • 18:17 Uhr

    Brjansk: Mitarbeiter bei ukrainischem Drohnenangriff auf Betrieb verletzt

    Im Gebiet Brjansk ist nach Angaben der Behörden ein Mitarbeiter eines holzverarbeitenden Betriebs durch einen Drohnenangriff aus der Ukraine verletzt worden. Betroffen war der Ort Pogar im gleichnamigen Landkreis. Dies teilte Gouverneur Alexander Bogomas auf Telegram mit. Der Mann wurde ins Krankenhaus gebracht und medizinisch versorgt. Einsatzkräfte seien vor Ort im Einsatz.

  • 17:47 Uhr

    Abgeordneter: Massive Personallücken in der ukrainischen Armee

    In einzelnen Einheiten der Streitkräfte der Ukraine sollen Personallücken von bis zu 70 Prozent bestehen. Dies berichtet die Nachrichtenagentur TASS unter Berufung auf den Abgeordneten der russischen Staatsduma aus der Region Krim, Leonid Iwlew:

    "Der Personalmangel in den Einheiten der ukrainischen Streitkräfte, der teils 70 Prozent erreicht, ist ein kritisches Problem des Kiewer Regimes."

    Laut Iwlew verschärft sich die Lage durch die Arbeit der ukrainischen Rekrutierungsbehörden, der sogenannten territorialen Rekrutierungszentren (TZK). Diese würden immer repressiver gegen die eigene Bevölkerung vorgehen. Gleichzeitig weiche die Bevölkerung zunehmend der Mobilisierung aus. 

    Zuvor hatte der Gouverneur des Gebiets Cherson, Wladimir Saldo, gegenüber TASS von einem konkreten Vorfall berichtet. Demnach nahmen TZK-Mitarbeiter während der Gedenkwoche einen Einwohner direkt auf einem Friedhof fest. Zudem hätten sie angeblich die Befugnis erhalten, bei Widerstand auch auf Zivilisten zu schießen. 

  • 17:16 Uhr

    Ukraine droht Milliardenloch im Verteidigungshaushalt trotz EU-Krediten

    Die Ukraine steht in diesem Jahr vor einem Defizit im Verteidigungshaushalt von 19,6 Milliarden Euro. Dies berichtet die ukrainische Nachrichtenagentur Kyiv Independent unter Berufung auf Daten der Europäischen Kommission.

    Demnach reicht auch neue Unterstützung der EU nicht aus. Bereits zuvor hatten EU-Botschafter laut Reuters einen Kreditrahmen von 90 Milliarden Euro für die Ukraine sowie ein neues Sanktionspaket gegen Russland gebilligt. In dem Bericht heißt es:

    "Kiew wird 2026 mit einem Defizit von 19,6 Milliarden Euro im Verteidigungshaushalt konfrontiert sein, selbst unter Berücksichtigung von bereits bereitgestellten 86,7 Milliarden Euro und weiteren 28,3 Milliarden Euro im Rahmen des EU-Kredits."

    Insgesamt werden für 2026 Militärausgaben von 134,6 Milliarden Euro erwartet. Das sind 111,4 Milliarden Euro mehr als 2025. Ohne zusätzliche Finanzquellen droht eine weitere Verschärfung des Defizits bis 2027.

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Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.