Liveticker Ukraine-Krieg: Russische Armee beschleunigt Vormarsch in der Volksrepublik Donezk

23.01.2026 16:27 Uhr
16:27 Uhr
Medien: Ukrainerinnen fürchten Dienst in der Armee wegen sexueller Belästigung
Ukrainische Frauenorganisationen berichten, dass sexuelle Belästigung in den Reihen der ukrainischen Streitkräfte Frauen vom Militärdienst abhält. Dies geht aus Recherchen von RIA Nowosti hervor:
"Das Fehlen eines wirksamen Mechanismus, mit dem man sich geschützt fühlen kann, ist eine der Hürden für Frauen, die über einen Eintritt in den Militärdienst nachdenken."
Dabei werde ein solcher Schutzmechanismus nicht nur für Frauen benötigt. Auch Männer seien in der ukrainischen Armee nicht vor sexueller Gewalt durch Kameraden gefeit, betonen die Autoren.
Das ukrainische Verteidigungsministerium hatte im Frühjahr 2024 angekündigt, die Einführung von "Gendergleichstellung" in der Armee voranzutreiben und rund 200 sogenannte Genderberater auszubilden. Aktivisten bezweifeln jedoch deren Wirksamkeit.
15:44 Uhr
Orbán: Ungarn wird dem EU-Beitritt der Ukraine "in den nächsten 100 Jahren" nicht zustimmen

Archivbild: Viktor OrbánUheberrechtlich geschützt Ungarn wird den Beitritt der Ukraine zur EU in den nächsten 100 Jahren nicht genehmigen. Dies erklärt Ministerpräsident Viktor Orbán nach dem EU-Sondergipfel in Brüssel.
"In dem Dokument heißt es, die Ukraine solle 2027 der Europäischen Union beitreten. Ungarn ist dagegen. Ich denke, dass es in den nächsten 100 Jahren kein ungarisches Parlament geben wird, das für den EU-Beitritt der Ukraine stimmt."
Seinen Worten zufolge geht Kiew deshalb davon aus, dass "das Hindernis namens Ungarn" nur durch einen Regierungswechsel in Budapest beseitigt werden könne. "Und sie arbeiten daran", so Orbán.
Er fügte hinzu, man müsse sich darauf einstellen, dass "die Ukrainer ein aktiver Akteur im ungarischen Wahlkampf sein werden", da sie ein grundlegendes Interesse an einem Machtwechsel in Ungarn hätten.
15:20 Uhr
Puschilin: Russische Armee beschleunigt Vorrücken in DVR
Die russischen Truppen beschleunigen ihren Vormarsch im Norden der Volksrepublik Donezk nach der Befreiung der Stadt Sewersk, wie Denis Puschilin, der Chef der DVR, gegenüber Journalisten mitteilt.
"Wir sehen, dass die Anzahl [der befreiten Gebiete] wächst, auch im Norden, einschließlich in Richtung Slawjansk. Das Tempo hat sich insbesondere nach der Befreiung von Sewersk beschleunigt."
Am 11. Dezember 2025 wurde dem russischen Präsidenten berichtet, dass die Stadt Sewersk in der DVR durch die russischen Streitkräfte unter Kontrolle genommen wurde.
14:54 Uhr
Bericht: Kiews Gebietsverzicht im Austausch für Finanzhilfe soll in Abu Dhabi erörtert werden
Die Dokumente, über die bei den trilateralen Gesprächen in Abu Dhabi diskutiert werden soll, sehen Kiews Gebietsverzicht im Austausch für ein milliardenschweres Finanzhilfeprogramm und Sicherheitsgarantien vor. Dies berichtet die italienische Zeitung Corriere della Sera unter Berufung auf die Quellen.
Wie es heißt, würden vier Dokumente auf dem Treffen zwischen Russland, den USA und der Ukraine vorgelegt, die die Grundlage für einen Friedensvertrag bilden sollen.
Eines der Dokumente sehe den vollständigen Abzug der ukrainischen Streitkräfte aus dem Donbass vor. Nach Angaben des Blattes werde die US-Seite als Kompensation für einen Verlust der Gebiete durch Kiew ein Finanzhilfeprogramm im Wert von 800 Milliarden US-Dollar anbieten, das von Larry Fink, dem Gründer des Investitionsunternehmens BlackRock, geführt werden soll. Dieses Dokument zähle ausführlich die Details des Plans zur Finanzierung aus öffentlichen und privaten Quellen für den Wiederaufbau und die Wiederbelebung der Ukraine auf.
Ein weiteres Dokument betrifft Sicherheitsgarantien unter Beteiligung der USA und Europas. Die Zeitung schreibt:
"Selenskij sollte Gebiete im Austausch gegen Geld und westliche Sicherheitsmaßnahmen abtreten."
Das Blatt berichtet weiter unter Berufung auf den finnischen Präsidenten Alexander Stubb, dass dieser Plan nur auf dem Papier existiere und es noch keinen Fonds dafür gebe.
14:39 Uhr
EU schickt 447 Stromgeneratoren in die Ukraine
Die Europäische Union hat der Ukraine 447 Stromgeneratoren im Gesamtwert von rund 3,7 Millionen Euro geliefert. Dies teilte die EU-Kommission am Freitag mit:
"Die Generatoren sind für Krankenhäuser, Anlaufstellen für die Bevölkerung und andere Notdienste bestimmt."
Insgesamt habe die EU seit 2022 rund 10.000 Stromgeneratoren an die Ukraine geliefert. Zudem berichtete die EU-Kommission, dass die humanitäre Hilfe für die Ukraine inzwischen einen Umfang von 1,2 Milliarden Euro erreicht habe. Im Rahmen dessen wurden 160.000 Tonnen Hilfsgüter geliefert.Zur Unterstützung der Energiesicherheit der Ukraine stellte die EU weitere drei Milliarden Euro bereit. Allein in diesem Winter wurden fast eine Milliarde Euro für den Kauf von Energieressourcen ausgegeben.
14:14 Uhr
CDU-Politiker Laschet: EU muss mit Russland reden
Armin Laschet, der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses im Bundestag, hat sich für direkte Gespräche zwischen der Europäischen Union und Russland ausgesprochen.
Es könne nicht sein, dass "unsere europäischen Ideen nach Moskau transportiert werden durch Herrn Witkoff und Herrn Kushner und wir als Europäer nicht reden", meinte der CDU-Politiker im ZDF in der Sendung "maybrit illner".
Wenn Europa selbstbewusst in der Welt auftreten wolle, müsse es auch mit jedem reden, fügte Laschet hinzu. "Ich glaube, da muss die europäische Politik auch wieder in einen Kontakt zu Russland kommen."
14:00 Uhr
Russische Armee befreit fünf Ortschaften binnen einer Woche
Im Laufe der Woche haben die russischen Streitkräfte insgesamt fünf Siedlungen in der Volksrepublik Donezk, im Gebiet Charkow und im Gebiet Saporoschje befreit.
Die Ortschaft Siminowka im Gebiet Charkow wurde durch Einheiten des Truppenverbandes Nord unter Kontrolle genommen.
Einheiten des Truppenverbandes Süd haben die Siedlung Priwolje in der DVR befreit.
Die Siedlung Nowopawlowka in der DVR wurde durch Einheiten des Truppenverbandes Mitte befreit.
Einheiten des Truppenverbandes Ost haben die Siedlung Priluki im Gebiet Saporoschje befreit.
Durch Einheiten des Truppenverbandes Dnjepr wurde die Ortschaft Pawlowka im Gebiet Saporoschje befreit.
13:41 Uhr
Orbán: Führende EU-Staaten wollen Ukraine-Konflikt fortsetzen
Die EU will nach Ansicht von Ungarns Ministerpräsident Wiktor Orbán kein Ende des Ukraine-Konflikts. Führende europäische Länder seien an seiner Fortsetzung interessiert. Dies sagte Orbán der italienischen Zeitung Corriere della Sera. Er erklärte am Rande des Weltwirtschaftsforums in Davos:
"Brüssel will keinen Frieden. Zumindest nicht in der Ukraine. Führende europäische Staaten wollen den Krieg in der Ukraine fortsetzen. Das ist das Problem. Jeden Tag sterben Hunderte Menschen. Und das müssen wir ändern."
Er reagierte damit auf die Frage, warum europäische Länder dem "Friedensrat" nicht beigetreten seien. Europa unterstütze die Fortsetzung des Konflikts, anders als im Gazastreifen, "wo alle Frieden wollen", so Orbán. Ungarn gehört zu den zwei EU-Staaten, die dem "Friedensrat" beigetreten sind und dessen Charta in Davos unterzeichnet haben.
13:34 Uhr
Kiew terrorisiert weiterhin Ortschaften im Raum Cherson
Behörden im von Russland kontrollierten Teil des Gebiets Cherson melden erneute Angriffe auf Siedlungen am linken Dnjepr-Ufer. Den Angaben zufolge hat die ukrainische Armee in den zurückliegenden 24 Stunden mindestens 17 Orte mit Artillerie und Drohnen angegriffen.
Wie Gouverneur Wladimir Saldo bekanntgibt, erlitten vier Zivilisten Verletzungen unterschiedlicher Schwere. In der Stadt Nowaja Kachowka brannte laut dem Beamten ein ziviles Fahrzeug durch den ukrainischen Beschuss aus.
13:25 Uhr
Kampfhubschrauber greift Stellungen ukrainischer Truppen an (Video)
Aufnahmen des russischen Verteidigungsministeriums zeigen die Besatzung eines Ka-52M-Hubschraubers im Einsatz. Wie es heißt, setzte er bei einem Angriff im Operationsgebiet des Truppenverbands Mitte einen Stützpunkt der ukrainischen Einheiten samt Personal außer Gefecht.
Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.
Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.
