Liveticker Ukraine-Krieg: IAEA verkündet lokalen Waffenstillstand am AKW Saporoschje

5.06.2026 08:51 Uhr
08:51 Uhr
RT DE-Exklusiv: Drohnen, Minen, Artillerie – "Nord-Achmat" im Einsatz an der Frontlinie

Die russischen Streitkräfte setzen ihren Vormarsch im Gebiet der militärischen Sonderoperation fort. Einen wichtigen Beitrag leisten dabei die Kämpfer der Einheit "Nord-Achmat", die trotz massiver Drohnenangriffe des Gegners täglich im Einsatz stehen. RT DE-Militärkorrespondent Iwan Poljanskij berichtet von der Front bei Konstantinowka, zeigt die Ausrüstung der tschetschenischen Einheit – von Drohnen und elektronischer Kriegsführung bis zur D-30-Kanone – und begleitet die Kämpfer auch beim Training für Einsätze unter schwierigsten Bedingungen.
Die Reportage gibt es hier auf unserer Website zu sehen.
08:34 Uhr
IAEA verkündet lokalen Waffenstillstand am AKW Saporoschje
Die Internationale Atomenergie-Organisation (IAEA) hat einen lokalen Waffenstillstand am Frontabschnitt in der Nähe des Atomkraftwerks Saporoschje vermittelt, heißt es in einer Mitteilung der Organisation auf X. Der Waffenstillstand tritt am heutigen Freitag in Kraft. Die IAEA gibt dazu bekannt:
"Während der Arbeit, die von IAEA-Experten überwacht wird, werden Techniker von beiden Seiten beginnen, den Kriegsschaden an der 750-Kilovolt-Stromleitung bei Dnjeprowka nach einer Entminung des Gebiets zu reparieren."
Zuvor hatte am 30. Mai eine ukrainische Drohne das AKW Saporoschje angegriffen. Der Pressedienst des Kraftwerks meldete, dass dabei keine Menschen zu Schaden kamen und kritische Zerstörungen ausblieben, wobei die Hintergrundstrahlung im Normbereich blieb. Die IAEA erklärte, dass der Angriff zu einem ernsthaften Zwischenfall wurde, der die Kernprinzipien der nuklearen Sicherheit verletzte.
07:44 Uhr
EU-Staaten wollen Einreisebedingungen für russische Touristen verschärfen
Mehrere europäische Länder haben die EU-Kommission aufgerufen, die Einreisebedingungen für russische Bürger in den Schengenraum zu erschweren. Die Nachrichtenagentur AFP zitiert aus einem von elf Ländern unterzeichneten Brief an die Brüsseler Behörde:
"Es ist zutiefst beunruhigend, eine wachsende Zahl russischer Touristen zu sehen, die Strand- und Badeurlaube in europäischen Ferienorten genießen."
Die Staaten fordern im Schreiben die Einführung "neuer restriktiver und verbindlicher Maßnahmen", um die Zahl dieser russischen Touristen in Europa zu begrenzen. Zu den Unterzeichnern gehören neben den neun EU-Ländern Schweden, Tschechien, Dänemark, Estland, Finnland, Lettland, Litauen, Polen und die Niederlande auch Norwegen und Island. Ihrem Brief zufolge wurden im vergangenen Jahr 477.878 Schengen-Visa an russische Staatsbürger ausgestellt, die meisten davon mit Gültigkeit für mehrere Einreisen.
07:18 Uhr
Russlands Luftabwehr schießt 123 ukrainische Drohnen ab
In der vergangenen Nacht haben die russischen Luftabwehrtruppen 123 ukrainische Drohnen über den Regionen Russlands abgeschossen. Das russische Verteidigungsministerium meldet dazu:
"Im Laufe der vergangenen Nacht haben im Zeitraum zwischen 20:00 Uhr am 4. Juni und 07:00 Uhr am 5. Juni diensthabende Luftabwehrkräfte 123 ukrainische Starrflügler-Drohnen über den Gebieten Belgorod, Brjansk, Woronesch, Kaluga, Kursk, Nischni Nowgorod, Orjol, Tula, Moskau, der Republik Krim und dem Asowschen und Schwarzen Meer abgefangen und zerstört."
4.06.2026 22:02 Uhr
22:02 Uhr
Damit beenden wir für heute den Live-Ticker zur Lage im Ukraine-Konflikt. Morgen früh ab 7 Uhr geht es mit der Berichterstattung weiter. Wir wünschen unseren Lesern trotz aller Spannungen in der Welt eine gute Nacht!
22:01 Uhr
Selenskij wendet sich an Putin mit offenem Brief: "Sie können Ihren Krieg stoppen"
Der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij wendet sich am späten Donnerstagabend mit einem offenen Brief an seinen russischen Amtskollegen. Ganz am Anfang macht der Politiker den Kremlchef auf die ukrainischen Drohnenangriffe gegen Ziele im Gebiet Leningrad während des Internationalen Wirtschaftsforums in Sankt Petersburg aufmerksam. Demnach seien die ukrainischen Waffen inzwischen fähig, eine Entfernung von mehr als 1.000 Kilometern zu überwinden.
Darüber hinaus wirft Selenskij dem russischen Präsidenten vor, seit fast 13 Jahen Krieg gegen die Ukraine zu führen. Dies sei fast die Hälfte der Zeit, seit Putin an der Macht sei. Der Krieg gegen die Ukraine sei grundlos und die persönliche Wahl von Putin, behauptet Selenskij.
Ferner schreibt der ukrainische Präsident, dass die russische Bevölkerung den Krieg allmählich müde werde. Die Russen seien mit den ukrainischen Angriffen, dem Preisanstieg und dem Benzinmangel immer mehr unzufrieden. Auch die Ukrainer wollten keinen endlosen Krieg.
Um dem Konflikt ein Ende zu setzen, schlägt Selenskij Putin ein persönliches Treffen vor. Das Treffen sollte dabei in einem Drittland stattfinden. Es gebe viele Länder, die ein solches Treffen gerne austragen würden. Auch die Beteiligung Europas und der USA sei notwendig, um die nachhaltige Sicherheit auf dem Kontinent und auf der Welt zu garantieren. Der beste Anfang für solche Friedensverhandlungen sei der Waffenstillstand. Die Ukraine sei zu einer Waffenruhe für die Zeit der Gespräche bereit. Außerdem wolle die Ukraine einen Gefangenenaustausch im Format "alle gegen alle".
"Wenn Sie persönlich in Ihren Gedanken doch nicht zur Idee kommen werden, dass es Zeit ist, diesen Krieg zu beenden, dann wird die Ukraine weiter für ihre Existenz kämpfen."
Open Letter to the President of the Russian Federation: https://t.co/mEvYqYiqus
— Volodymyr Zelenskyy / Володимир Зеленський (@ZelenskyyUa) June 4, 202621:42 Uhr
Tschechiens Regierungschef Babiš sieht Merz als Vermittler im Ukraine-Konflikt
Der tschechische Ministerpräsident Andrej Babiš spricht sich für Bundeskanzler Friedrich Merz als Vermittler im Ukrainekrieg aus. Merz solle die EU in Gesprächen mit Russland über den Ukraine-Krieg repräsentieren, sagt Babiš laut der Nachrichtenagentur ČTK. Der Politiker wurde mit den Worten zitiert:
"Meiner Ansicht nach muss es eindeutig der deutsche Bundeskanzler Merz sein, der aufgrund der Mandate des EU-Rates und der EU-Kommission irgendeine diplomatische Mission anleiten wird."
Der Ukraine-Konflikt müsse möglichst schnell beendet werden, und die EU könne da eine bedeutende Rolle spielen, zumal sich US-Präsident Donald Trump jetzt in erster Linie mit der Nahost-Krise beschäftige, erklärt Babiš.
Za EU by měl o ukončení ruské agrese na Ukrajině jednat německý kancléř Friedrich Merz, řekl premiér Andrej Babiš před odletem do Černé Hory na summit.
— ČT24 (@CT24zive) June 4, 2026
📷 Reuters pic.twitter.com/dUd0OpFZW821:10 Uhr
Russland meldet mehr als 20 ukrainische Angriffe nahe AKW Saporoschje
Die Leitung des Kernkraftwerks Saporoschje bezichtigt die Ukraine einer massiven Attacke auf ein Gelände in der unmittelbaren Nähe der größten Atomanlage in Europa. Wie die Pressestelle des AKW auf der Plattform Telegram schreibt, habe das ukrainische Militär beim Angriff schwere Drohnen eingesetzt. Allein an diesem Donnerstag habe man mehr als 20 Attacken registriert. Im Statement heißt es weiter:
"Zum Ziel der Attacke wurde das Gelände des Wärmekraftwerks, wo sich kritisch wichtige Energieinfrastrukturobjekte befinden, die den Betrieb der 330-Kilotwatt-Stromleitung Ferrosplawnaja-1 ermöglichen."
Diese Hochspannungsleitung sei momentan die einzige, die die Stromversorgung des stillgelegten Kernkraftwerks gewährleiste. Sollte sie einmal ausfallen, müsste man Notstromaggregate einschalten, damit die Atomsicherheit garantiert werden könnte. Die AKW-Leitung betont in diesem Zusammenhang:
"Solche Attacken schaffen eine direkte Gefahr für die sichere Stromversorgung des AKW Saporoschje und zeigen ein übriges Mal die Missachtung der Grundsätze der Atomsicherheit."
Derzeit seien die Strahlenwerte im und um das AKW im Normalbereich. Die Situation werde rund um die Uhr kontrolliert, heißt es.
20:48 Uhr
Rubio: "Wir liefern Waffen nur an die Ukraine – verhängen Sanktionen nur gegen Russland"

Am Mittwoch hat sich der US-Chefdiplomat Marco Rubio im US-Ausschuss für auswärtige Angelegenheiten gegen Anschuldigungen, "die Putin-Kriegsmaschinerie anzutreiben", verteidigt. Der Abgeordnete der Demokratischen Partei im US-Repräsentantenhaus, Bill Keating, zeigte sich empört darüber, dass Rubio den Ukraine-Krieg mit keiner Silbe erwähnte, als er von den außenpolitischen Errungenschaften der zweiten Trump-Administration berichtete.
Keating beklagte, wie "die Trump-Regierung in Iran nun eine allgemeine Lizenz an Russland erteilt, wodurch jeden Monat Ölgewinne in Milliardenhöhe, mehrere Milliarden jeden Monat, fließen", womit der US-Demokrat darauf anspielte, dass die republikanisch geführte US-Regierung mit Moskau gemeinsame Sache machen würde.
Darauf erwiderte der US-Außenminister:
"Wir sind, um fair und offen zu sein, keine unparteiischen Vermittler in diesem Krieg. Wir liefern keine Waffen an Russland. Wir liefern nur Waffen an die Ukraine. Wir verhängen keine Sanktionen gegen die Ukraine. Wir verhängen nur Sanktionen gegen Russland. Wir haben also eindeutig Partei ergriffen."
Das Video gibt es hier auf unserer Website zu sehen.
20:19 Uhr
Russische Diplomaten: Ukraine wollte mit Drohnenattacken während SPIEF Russland einschüchtern
Das russische Außenministerium wirft der Ukraine Terrorpraktiken vor, mit denen die Führung in Kiew versucht, das Internationale Wirtschaftsforum in Sankt Petersburg (SPIEF) zum Scheitern zu bringen und Russland einzuschüchtern. Wie die Außenministeriumssprecherin Maria Sacharowa erklärt, lasse sich das Regime in Kiew von einer "terroristischen Logik" leiten. Die ukrainischen Attacken auf das Gebiet Leningrad während des Forums kommentiert die Diplomatin folgenderweise:
"Immer wenn sie verstehen, dass sie jene Erfolge, welche sie der eigenen Bevölkerung auftischen, auf dem Schlachtfeld nicht erreichen können, immer wenn sie verstehen, dass sie tatsächlich in der ganzen Welt zu Außenseitern geworden sind, gehen sie zu empfindsamen Schlägen gegen die Zivilbevölkerung über."
Ähnlich äußert sich auch Russlands Botschafter bei der OSZE Dmitri Poljanski, indem er warnt, dass solche Attacken in einem direkten militärischen Konflikt zwischen Russland und der NATO münden könnten. Der Diplomat verweist auf Berichte in ukrainischen Medien, wonach die Drohnen, die das Gebiet Leningrad und die Gebietshauptstadt Sankt Petersburg während des Wirtschaftsforums angegriffen hatten, von baltischen Ländern aus und von NATO-Schiffen in der Ostsee gestartet worden sein könnten.
"Dafür sprechen zahlreiche Videos in den sozialen Medien, auf denen zu sehen ist, dass die Drohnen die Stadt in einer extrem niedrigen Höhe und ausgerechnet vom Baltikum her anfliegen."
Poljanski räumt allerdings ein, dass diese Informationen zuerst gründlich geprüft werden sollten. Sollten sie sich aber bestätigen, wäre dies eine weitere Eskalation seitens der NATO.
Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.
Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.

