Liveticker Ukraine-Krieg – Militärexperte: Kiews Truppen droht Einkesselung in Konstantinowka

9.06.2026 11:34 Uhr
11:34 Uhr
AntiDiplomatico: EU soll Selenskij zu "Putin-Brief" gedrängt haben
Die EU habe den ukrainischen Präsidenten Wladimir Selenskij dazu gedrängt, einen "harschen Brief" an den russischen Präsidenten Wladimir Putin zu schreiben, um den Konflikt fortzusetzen. Dies berichtet die Zeitung AntiDiplomatico. In dem Beitrag heißt es:
"Mit anderen Worten: Europa finanziert Kiew mit Geld und Waffen. Europa will, dass der Krieg weitergeht, und fordert Selenskij auf, Putin in einer Weise anzuschreiben, die den russischen Präsidenten indirekt zum 'Weiterkämpfen' auffordert."
11:11 Uhr
Gebiet Brjansk: Energieobjekt nach Drohnenangriff beschädigt – Zehntausende ohne Strom
Im Gebiet Brjansk ist nach Angaben der Behörden ein Energieobjekt durch einen nächtlichen Angriff der Ukraine beschädigt worden. Dadurch waren zeitweise mehr als 34.000 Menschen in mehreren Bezirken ohne Strom, wie der amtierende Gouverneur Jegor Kowaltschuk mitteilte. Die Stromversorgung sei inzwischen weitgehend wiederhergestellt worden. Die Reparaturarbeiten dauerten jedoch noch an.
10:40 Uhr
Gebiet Belgorod: Sieben Verletzte nach Angriffen – 78 Drohnen abgeschossen
Innerhalb von 24 Stunden sind im Gebiet Belgorod sieben Zivilisten bei ukrainischen Angriffen verletzt worden, wie die Behörden mitteilten. Die ukrainischen Streitkräfte hätten das Gebiet insgesamt 74 Mal angegriffen. Dies teilte der amtierende Gouverneur Alexander Schuwajew mit. Demnach wurden mehrere Städte und Bezirke der Region beschossen, unter anderem mit Artillerie, Raketenwerfern und Drohnen. Zudem seien 78 ukrainische Drohnen über der Region vernichtet worden.
10:22 Uhr
Politico: Kiew befürchtet Verzögerung beim EU-Beitritt aus politischen Gründen
Laut einem Bericht von Politico befürchtet Kiew, dass seine EU-Beitrittsbewerbung aus politischen Gründen ins Stocken geraten könnte. Dazu zählen demnach auch die Präsidentschaftswahlen in Frankreich im Frühjahr 2027. Gleichzeitig äußert auch die EU in Brüssel Bedenken hinsichtlich der Geschwindigkeit der Reformen in Kiew.
Zudem sorgt der Vorschlag eines "assoziierten Mitgliedsstatus" durch Frankreich und Deutschland für Diskussionen. Kiew lehnt die Ideen nicht grundsätzlich ab, verlangt jedoch klarere Garantien über den endgültigen Status.
10:01 Uhr
Tschongar-Brücke nach ukrainischem Drohnenangriff erneut beschädigt
Die Tschongar-Brücke an der Grenze zwischen dem Gebiet Cherson und der Krim wurde nach Angaben der Behörden in der Nacht durch einen Angriff ukrainischer Drohnen erneut beschädigt. Der Gouverneur des Gebiets Cherson, Wladimir Saldo, teilte mit, dass der Verkehr über die Brücke vollständig gesperrt worden sei. Die Brücke war bereits Anfang Juni bei einem Drohnenangriff beschädigt worden und wurde zwischenzeitlich nur eingeschränkt wieder freigegeben. Saldo schrieb auf der Plattform Max:
"Der Gegner konzentriert seine Schläge auf dieses Objekt, um den Verkehr zu stören und den Menschen Probleme zu bereiten."
09:59 Uhr
Miroschnik: Mehr als 40 Tote in Russland nach ukrainischen Angriffen innerhalb einer Woche
In der vergangenen Woche sind nach Angaben des russischen Botschafters für Sonderaufgaben im Außenministerium, Rodion Miroschnik, mehr als 40 Menschen infolge ukrainischer Angriffe getötet worden. Der Diplomat teilte dies der Nachrichtenagentur TASS mit:
"Im Verlauf der vergangenen Woche wurden durch den Beschuss ukrainischer Nationalisten 277 Zivilisten verletzt: 234 Menschen wurden verwundet, darunter 18 Minderjährige, 43 Menschen kamen ums Leben."
Weiter erklärte er, 94 Prozent der Opfer seien bei Drohnenangriffen verletzt worden. Am stärksten betroffen waren demnach die Gebiete Belgorod, Saporoschje, Cherson, Brjansk und die Donezker Volksrepublik. Zudem hätten ukrainische Kräfte medizinische Einrichtungen angegriffen und Gebiete per Drohne vermint. Dabei seien in mehreren Regionen weitere zivile Opfer gemeldet worden.
09:30 Uhr
Wagenknecht fordert Kurswechsel: Kritik an deutscher Ukraine-Hilfe
Nach Angaben der Vorsitzenden des Bündnisses Sahra Wagenknecht – Vernunft und Gerechtigkeit (BSW), Sahra Wagenknecht, sollte Bundeskanzler Friedrich Merz die Unterstützung für die Ukraine beenden. In einem Beitrag auf der Plattform X schrieb Wagenknecht:
"Merz hat Deutschland mit den Milliarden-Geschenken an die korrupte Selenskij-Regierung zum Hauptfinanzier des Ukraine-Kriegs gemacht. Das ist nicht nur eine irre Veruntreuung von Steuergeld, sondern auch brandgefährlich!"
Zudem erklärte sie, Kiew greife zunehmend Ziele tief im russischen Hinterland an. Dies sei ohne finanzielle und technologische Unterstützung aus Berlin nicht möglich und erhöhe das Risiko einer Eskalation mit Moskau.
Merz hat Deutschland mit den Milliarden-Geschenken an die korrupte Selenskyj-Regierung zum Hauptfinanzier des Ukraine-Kriegs gemacht. Das ist nicht nur eine irre Veruntreuung von Steuergeld, sondern auch brandgefährlich! Schließlich greift die Ukraine aktuell vermehrt Ziele im… pic.twitter.com/YvmAtzabMr
— Sahra Wagenknecht (@SWagenknecht) June 8, 202609:11 Uhr
Gebiet Belgorod: Mann bei ukrainischem Drohnenangriff verletzt
Im Gebiet Belgorod ist ein Mann bei einem Angriff mit einer FPV-Drohne verletzt worden. Laut dem regionalen Krisenstab attackierte eine FPV-Drohne der ukrainischen Streitkräfte im Dorf Dobroje im Kreis Schebekino ein Auto. Ein Mann mit mehrfachen Splitterverletzungen am Unterschenkel wurde ins Kreiskrankenhaus gebracht. Das Fahrzeug wurde beschädigt.
08:38 Uhr
Berliner Zeitung: Selenskij setzt bei Forderung nach Putin-Treffen wohl auf Ablehnung
Wladimir Selenskij drängt mit seiner Forderung nach einem direkten Treffen mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin möglicherweise nicht auf tatsächliche Verhandlungen. Zu diesem Schluss kommt die Berliner Zeitung. In dem Beitrag heißt es:
"Gerade deshalb stellt sich die Frage, ob Selenskijs wiederholte Forderung nach einem direkten Treffen tatsächlich auf eine Verhandlung abzielt. Eine mögliche Erklärung lautet, dass Kiew weniger auf eine tatsächliche Zusammenkunft hofft als vielmehr darauf, die Verantwortung für das Ausbleiben von Friedensgesprächen dem Kreml zuzuschreiben."Sollte Putin ein Treffen ablehnen, könnte die ukrainische Führung argumentieren, dass Moskau den Friedensprozess blockiere. Damit hätte Kiew die Möglichkeit, Russland mangelnde Verhandlungsbereitschaft vorzuwerfen. Zugleich weist die Berliner Zeitung darauf hin, dass aus russischer Sicht nur dann Verhandlungen sinnvoll wären, wenn die Ukraine bereit wäre, die russischen Bedingungen zu akzeptieren.
"Wer davon ausgeht, Moskau werde in den kommenden Monaten aufgrund wachsender Schwierigkeiten zu weitreichenden Zugeständnissen gezwungen sein, übersieht die jüngste Entwicklung an der Front. Russland hält weiterhin die Initiative und erzielt insbesondere im Donbass schrittweise Geländegewinne. Vor diesem Hintergrund erscheint die Annahme fragwürdig, der Kreml werde seine Position allein durch politischen oder wirtschaftlichen Druck des Westens grundlegend ändern."08:08 Uhr
Nebensja: Zehn Rüstungsbetriebe in Kiew getroffen
Russische Streitkräfte haben nach Angaben des russischen UN-Botschafters Wassili Nebensja in Kiew zehn Unternehmen getroffen, die Militärgüter, darunter Kampfdrohnen, herstellen.
Zudem seien drei territoriale Rekrutierungszentren der ukrainischen Streitkräfte in der Hauptstadt getroffen worden. Weitere Angriffe hätten Zielen in den Gebieten Saporoschje, Dnjepropetrowsk, Charkow, Sumy, Chmelnizki und Poltawa gegolten. Auch die Infrastruktur von Militärflugplätzen in den Gebieten Tscherkassy, Rowno, Schitomir, Kirowograd, Chmelnizki und Kiew sei angegriffen worden, so Nebensja.
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Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.