Liveticker Ukraine-Krieg – Lawrow: Russland bleibt offen für Verhandlungen

14.01.2026 17:55 Uhr
17:55 Uhr
Ukrainisches Militär verlegt Truppen vom Frontabschnitt Donezk nach Saporoschje und Charkow
Die ukrainische Armee versucht, verlorenes Gelände in den Gebieten Saporoschje und Charkow zurückzugewinnen, indem sie Truppen vom Frontabschnitt Donezk in diese Gebiete verlegt, berichtet die Nachrichtenagentur TASS. Die Agentur zitiert dazu eine Quelle bei den russischen Militärstrukturen:
"Das ukrainische Militär versucht eine Gegenoffensive bei Saporoschje und im Gebiet Charkow. Das Ziel besteht in der Wiederherstellung der Autorität des Kiewer Regimes und der ukrainischen Armeeführung vor dem Hintergrund von Niederlagen an der Front. Damit sollen vorher verlorene Gebiete wieder unter Kontrolle gebracht werden. Die ukrainische Armeeführung stockt gegenwärtig aktiv Sturmverbände auf und verlegt Kräfte vom Donezker Frontabschnitt."
Die Quelle gab weiter bekannt, dass diese Truppenverlegungen den russischen Einheiten bekannt sind und entsprechende Gegenmaßnahmen ergriffen würden:
"Schon jetzt werden gegnerische Logistikrouten und Versammlungsorte angegriffen. Ukrainische Gegenangriffsversuche werden nur zu weiteren Personal- und Technikverlusten von ihrer Seite führen."
17:18 Uhr
EU-Kommissar: USA werden am IWF-Programm für Ukraine nicht teilnehmen
Die Vereinigten Staaten werden mit großer Wahrscheinlichkeit nicht an einem Programm des Internationalen Währungsfonds teilnehmen, in dessen Rahmen der Ukraine Garantien in Höhe von 8,1 Milliarden US-Dollar gewährt werden sollen. Dies meldet der EU-Kommissar für Wirtschaftlichkeit und Produktivität, Valdis Dombrovskis. Während einer Pressekonferenz führte er dazu aus:
"Gegenwärtig bereitet der IWF eine weitere Etappe des Programms für die Ukraine im Umfang von etwa 8,1 Dollar vor. Was Garantien angeht, existieren im Grunde zwei Typen von Garantien, die der IWF benötigt.
Erstens ist dies die Deckung des Finanzierungsfehlbetrags der Ukraine, und diese Arbeit läuft nach Plan. Zweitens ist dies die Frage von Garantien der Zahlungsfähigkeit nach dem eigentlichen IWF-Programm, und dabei besteht die Frage nach der Teilnahme der USA an der Gewährung von Rückzahlungsgarantien. Gegenwärtig sind die Signale so, dass es unwahrscheinlich ist, auch wenn die endgültige Entscheidung der USA noch aussteht und zum Monatsende gefällt wird."
Dombrovskis fügte weiter hinzu, dass andere offizielle Kreditgeber innerhalb und außerhalb der EU bereit seien, eine eventuelle Nichtteilnahme der USA zu kompensieren.
16:44 Uhr
Tallinn schlägt EU-Einreiseverbot für Teilnehmer der militärischen Sonderoperation vor
Estland plane, auf dem nächsten Treffen der EU-Außenminister Ende Januar ein Verbot der Erteilung von Schengen-Visa und Aufenthaltsgenehmigungen für alle Militärangehörigen, die an der militärischen Sonderoperation in der Ukraine beteiligt sind, zu erörtern. Dies berichtet ERR unter Berufung auf Estlands Außenminister Margus Tsahkna. Am Montag erklärte der Politiker, Tallinn habe die Einreise für 260 russische Militärangehörige verboten, die an der militärischen Sonderoperation beteiligt sind.
16:18 Uhr
Gebiet Cherson: Mann bei ukrainischem Drohnenangriff verwundet
Ein Traktorfahrer der kommunalen Dienste ist im Gebiet Cherson verwundet worden, nachdem lokale Schneeräumfahrzeuge von ukrainischen Drohnen angegriffen wurden. Wladimir Saldo, Gouverneur der Region, teilt auf seinem Telegram-Kanal Bilder vom Vorfall und berichtet:
"Drei Drohnen haben Traktoren des 'Kommunaldienstes von Kachowka' beim Schneeräumen angegriffen. Eine der Drohnen rammte eine Maschine und verwundete den Fahrer. Gegenwärtig befindet sich der Mann im Krankenhaus."
Saldo gab weiter bekannt, dass dies bereits der fünfte Angriff gegen lokale Kommunalarbeiter in jüngster Vergangenheit sei, und betonte:
"Ukrainische Militärs machen eine regelrechte Jagd auf jene, die sich nicht wehren können. So handeln nur Feiglinge."
15:42 Uhr
"Keine gute Idee" – Föderationsrat kommentiert mögliche Wahl von Stubb zum Verhandlungsführer mit Moskau
Die mögliche Wahl des finnischen Präsidenten Alexander Stubb als einen EU-Sondergesandten für die Verhandlungen mit Russland sei wegen seiner russlandfeindlichen Äußerungen "keine gute Idee". Diese Meinung vertritt der russische Senator Wladimir Dschabarow. Auf Telegram schrieb er:
"Die Europäer denken, dass Finnland unser nächster Nachbar ist. Aber dieses Land ist nicht nur EU-Mitglied, sondern auch NATO-Mitglied."
Dschabarow zufolge seien Stubbs’ gute Beziehungen zu Trump, mit dem er Golf spielt, einer der Vorteile.
"Allerdings hat der finnische Staatschef in der letzten Zeit eine Reihe offen russophober Äußerungen gemacht. Seitdem wird er in Russland als ein Feind betrachtet. Wenn wir einem Dialog zustimmen, dann wäre es besser, dass die Europäer einen geeigneteren Kandidaten finden würden."
15:07 Uhr
Rada unterstützt Ernennung von Schmygal zum Energieminister
Das ukrainische Parlament, die Werchowna Rada, hat beim zweiten Anlauf die Ernennung von Denis Schmygal zum Energieminister und ersten stellvertretenden Ministerpräsidenten der Ukraine unterstützt.
Am Vortag hatte das Parlament die Rücktritte von Schmygal als Verteidigungsminister der Ukraine und Michail Fedorow als Minister für digitale Transformation unterstützt. Darüber hinaus unterstützte die Werchowna Rada den Rücktritt von Wassili Maljuk als Leiter des ukrainischen Geheimdienstes SBU.
14:35 Uhr
Nach ukrainischem Angriff in Gebiet Brjansk: mehrere Zehntausend von Stromausfällen betroffen
Nach Angaben von Alexander Bogomas, dem Gouverneur des Gebiets Brjansk, seien mehr als 70.000 Nutzer von Stromausfällen nach einem Raketenangriff der ukrainischen Streitkräfte betroffen. Zwei Energieanlagen seien dabei beschädigt worden.
"Die ukrainischen Terroristen haben gezielt Objekte der Kommunal- und Energieinfrastruktur auf dem Territorium des Gebiets Brjansk angegriffen. Infolge eines Raketenangriffs wurden das Wärmekraftwerk Klinzowskaja und das Umspannwerk Najtopowitschskaja beschädigt. Von Stromausfällen sind mehr als 70.000 Menschen in zwei Bezirken betroffen."
Die Wiederherstellungsarbeiten werden durchgeführt.
14:24 Uhr
Experte: Ukrainische Streitkräfte verringern Zahl der einsatzfähigen Einheiten bei Guljaipole
Das Kommando der ukrainischen Streitkräfte hat die Zahl der kampffähigen Einheiten bei Guljaipole in der Region Saporoschje verringert und die freigewordenen Kräfte nach Dimitrow, Krasnoarmeisk in der Donezker Volksrepublik sowie nach Kupjansk in der Region Charkow verlegt. Dies meldet der Militärexperte Witali Kisseljow. Er fügt hinzu, dass Kiew derzeit in den Kämpfen bei Guljaipole auf FPV-Drohnenpiloten setze.
14:12 Uhr
Gebiet Belgorod: Gouverneur meldet Opfer und Schäden nach ukrainischen Angriffen
Nach Angaben von Wjatscheslaw Gladkow, dem Gouverneur des Gebiets Belgorod, habe das ukrainische Militär in den vergangenen 24 Stunden 37 Orte in sieben Bezirken angegriffen. Bei den Attacken wurden mindestens 22 Geschosse abgefeuert und 69 unbemannte Luftfahrzeuge eingesetzt, von denen 35 abgefangen wurden.
Gladkow meldet drei Opfer unter der Zivilbevölkerung: Zwei Zivilisten kamen ums Leben, ein weiterer erlitt Verletzungen.
Infolge der Angriffe wurden 13 Privathäuser, zwei Infrastrukturobjekte und sechs Fahrzeuge beschädigt.
14:03 Uhr
Luftabwehr schießt weitere ukrainische Drohnen ab
Die russischen diensthabenden Luftabwehrkräfte haben zwischen 9:00 Uhr und 13:00 Uhr Moskauer Zeit 33 ukrainische Starrflüglerdrohnen zerstört, teilt das Verteidigungsministerium in Moskau mit.
Nach Angaben der Behörde lauten die Zahlen der abgefangenen Drohnen wie folgt:
- Gewässer des Asowschen Meeres – 25,
- Republik Krim – drei,
- Region Krasnodar – zwei.
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Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.