International

Liveticker Ukraine-Krieg: Gefangenenaustausch: 185 russische Soldaten kehren heim

Russland führt gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine Militäroperation in der Ukraine durch. Der Westen reagiert mit immer neuen Waffenlieferungen an die Ukraine und beispiellosen Sanktionen gegen Russland. Lesen Sie hier die neuesten Entwicklungen.
Liveticker Ukraine-Krieg: Gefangenenaustausch: 185 russische Soldaten kehren heimQuelle: Sputnik © Kirill Kallinikow
  • 5.06.2026 15:09 Uhr

    15:09 Uhr

    Kiew bestätigt ukrainische Herkunft von Seedrohnen bei Constanța

    Die ukrainische Marine hat bestätigt, dass die am heutigen Freitag im rumänischen Hafen Constanța explodierte Seedrohne der Ukraine gehörte. In einer offiziellen Mitteilung heißt es dazu:

    "Während eines Einsatzes im Schwarzen Meer verlor eines der unbemannten Boote der Kriegsmarine der Ukraine unter Einfluss der gegnerischen elektronischen Kriegsführung die Steuerung und gelangte an die Küste Rumäniens."

    Das Marinekommando behauptet weiter, Rumäniens Seestreitkräfte im Voraus über den Vorfall informiert zu haben.

    Zuvor war im Hafen von Constanța eine Drohne an einer Sperre explodiert (wir berichteten in diesem Ticker). Später meldeten lokale Medien, dass drei weitere Drohnen in der Nähe des Hafens aufgespürt und entschärft wurden. Beim Zwischenfall sind keine Menschen zu Schaden gekommen, der Hafen wurde evakuiert. 

  • 14:31 Uhr

    Russland meldet weitere Angriffe gegen ukrainische Militär-Infrastruktur

    Zwischen dem 30. Mai und dem 5. Juni haben Russlands Streitkräfte nach Angaben des Verteidigungsministeriums insgesamt sieben kombinierte Angriffe gegen militärische Ziele in der Ukraine ausgeführt. Wie die Behörde angibt, wurden unter Einsatz von Präzisionswaffen und Drohnen Rüstungsbetriebe, Verkehrs-, Hafen- und Energieobjekte, die vom ukrainischen Militär genutzt werden, Militärflugplätze, Produktions- und Lagerstätten für Drohnen sowie Unterkünfte von ukrainischen Militärverbänden und ausländischen Söldnern angegriffen.

    Parallel dazu schoss Russlands Luftabwehr im gleichen Zeitraum 47 Lenkgleitbomben, 16 Geschosse der Mehrfachraketenwerfer HIMARS und Vampire sowie 3.084 Starrflügler-Drohnen ab.

  • 13:37 Uhr

    Gefangenenaustausch: 185 russische Soldaten kehren heim

    185 russische Soldaten wurden von Russland aus dem von Kiew kontrollierten Gebiet zurückgeholt, während 185 Kriegsgefangene an die ukrainischen Streitkräfte übergeben wurden. Dies teilt das russische Verteidigungsministerium mit.

    Die zurückgekehrten russischen Soldaten befinden sich derzeit auf weißrussischem Territorium. Die Vereinigten Arabischen Emirate fungierten demnach als Vermittler im Rahmen humanitärer Bemühungen.

  • 13:19 Uhr

    Frontbericht des russischen Verteidigungsministeriums

    In seinem Frontbericht gibt Russlands Verteidigungsministerium die Verluste des ukrainischen Militärs im Verlauf der vergangenen Woche bekannt.

    Zwischen 30. Mai und 5. Juni haben Kiews Truppen im Zuständigkeitsbereich des russischen Truppenverbands Nord nach Angaben der Behörde über 1.335 Soldaten verloren. Zwei Panzer, sechs gepanzerte Kampffahrzeuge, 99 Autos, neun Artilleriegeschütze und fünf Eloka-Anlagen wurden ausgeschaltet.

    Einheiten des Truppenverbands West setzten ihre Offensive fort, in deren Rahmen das ukrainische Militär einen Verlust von 1.325 Kämpfern hinnehmen musste. Zwölf gepanzerte Kampffahrzeuge, 97 Autos, ein Mehrfachraketenwerfer vom Typ Grad, 20 Geschütze und fünf Eloka-Anlagen wurden zerstört.

    Bei Kämpfen gegen den Truppenverband Süd musste die Ukraine über 935 Kämpfer einbüßen. Zudem wurden ein Leopard-Panzer aus deutscher Produktion, 23 gepanzerte Kampffahrzeuge, 103 Autos, 22 Geschütze, ein Grad-Mehrfachraketenwerfer sowie acht Eloka-Anlagen eliminiert.

    Ukrainische Verluste im Zuständigkeitsbereich des Truppenverbands Mitte beliefen sich auf über 2.360 Soldaten. Des Weiteren wurden 23 gepanzerte Kampffahrzeuge, 37 Autos, zwölf Geschütze und sieben Eloka-Anlagen außer Gefecht gesetzt.

    Weitere über 3.045 Soldaten verlor Kiews Militär bei Gefechten gegen den russischen Truppenverband Ost. Am entsprechenden Frontabschnitt wurden zudem 14 gepanzerte Kampffahrzeuge, 57 Autos und acht Geschütze neutralisiert.

    Durch Feuereinwirkung des Truppenverbands Dnjepr musste die Ukraine  einen Verlust von über 335 Soldaten hinnehmen. Außerdem würden zwei gepanzerte Kampffahrzeuge, 91 Autos, vier Artilleriegeschütze und 20 Eloka-Anlagen ausgeschaltet.

  • 12:06 Uhr

    Russlands Streitkräfte befreien zwei Ortschaften binnen einer Woche

    In der vergangenen Woche hat die russische Armee zwei Ortschaften im Gebiet der Sonderoperation befreit. Wie Russlands Verteidigungsministerium bekannt gibt, wurde die Ortschaft Tichonowka durch Einheiten des russischen Truppenverbands Süd befreit. Zusätzlich befreiten Einheiten des Truppenverbands Ost im Rahmen ihrer Offensive die Siedlung Komsomolskoje im Gebiet Saporoschje.

  • 11:36 Uhr

    Gebiet Belgorod: Ein Toter und vier Verwundete nach ukrainischen Angriffen

    Während des vergangenen Tages hat das ukrainische Militär das russische Gebiet Belgorod über 50 Mal angegriffen. Der provisorische Gouverneur der Region, Alexandr Schuwajew, berichtet dazu:

    "Am vergangenen Tag haben die Streitkräfte der Ukraine das Gebiet Belgorod 52 Mal angegriffen. Dabei wurden drei Zivilisten im Kreis Schebekino verwundet." 

    Der operative Stab der Region meldet zudem den Tod eines weiteren Zivilisten bei einem Angriff am heutigen Freitag:

    "Im Kreis Krasnaja Jaruga in der Siedlung Otradowski griff eine FPV-Drohne einen Betrieb an. Ein Mann, der sich auf dessen Gelände befand, starb an erlittenen Wunden."

    Ein weiterer Zivilist habe beim Angriff Splitterverletzungen erlitten, so die Meldung weiter.

  • 10:46 Uhr

    Mutmaßlich ukrainische Seedrohne explodiert in Constanța

    Rumäniens Verteidigungsministerium meldet die Explosion einer Seedrohne im Hafen der Stadt Constanța. Auf Videoaufnahmen eines Augenzeugen, die im Netz kursieren und RT vorliegen, ist eine große Rauchwolke über dem Wasser zu sehen.

    Nach Angaben des Ministeriums ereignete sich der Zwischenfall um 10:30 Uhr Ortszeit, keine Menschen seien zu Schaden gekommen. Die Behörde erklärte, dass Drohnen dieses Modells im Rahmen des Ukraine-Konflikts eingesetzt werden.

    Lokale Medien berichten unter Verweis auf Quellen, dass die mit Dutzenden Kilogramm Sprengstoff ausgerüstete Drohne in einer Sperre wenige hundert Meter vor dem Ölterminal steckenblieb. Eine Evakuierung des Hafens wurde angeordnet.

  • 09:35 Uhr

    Ungarn hebt Geldblockade für Ukraine auf

    Die neue ungarische Regierung hat eingewilligt, dass Gelder aus dem europäischen Friedensfonds zur militärischen Unterstützung der Ukraine zugewiesen werden, und damit das vom ehemaligen Ministerkabinett unter Viktor Orbán verhängte Verbot aufgehoben. Dies berichtet die Zeitung Nepszava unter Verweis auf eigene Quellen.

    Der Meldung zufolge sollen die freigegebenen Mittel in Höhe von 6,6 Milliarden Euro zur Anschaffung von Luftabwehrsystemen für das ukrainische Militär aufgewendet werden.

    Für eine Bewilligung von militärischer Hilfe an Kiew war eine einstimmige Entscheidung aller 27 EU-Mitglieder notwendig. Ungarn hatte den entsprechenden Beschluss seit 2024 blockiert.

  • 08:51 Uhr

    RT DE-Exklusiv: Drohnen, Minen, Artillerie – "Nord-Achmat" im Einsatz an der Frontlinie

    Die russischen Streitkräfte setzen ihren Vormarsch im Gebiet der militärischen Sonderoperation fort. Einen wichtigen Beitrag leisten dabei die Kämpfer der Einheit "Nord-Achmat", die trotz massiver Drohnenangriffe des Gegners täglich im Einsatz stehen. RT DE-Militärkorrespondent Iwan Poljanskij berichtet von der Front bei Konstantinowka, zeigt die Ausrüstung der tschetschenischen Einheit – von Drohnen und elektronischer Kriegsführung bis zur D-30-Kanone – und begleitet die Kämpfer auch beim Training für Einsätze unter schwierigsten Bedingungen.

    Die Reportage gibt es hier auf unserer Website zu sehen.

  • 08:34 Uhr

    IAEA verkündet lokalen Waffenstillstand am AKW Saporoschje

    Die Internationale Atomenergie-Organisation (IAEA) hat einen lokalen Waffenstillstand am Frontabschnitt in der Nähe des Atomkraftwerks Saporoschje vermittelt, heißt es in einer Mitteilung der Organisation auf X. Der Waffenstillstand tritt am heutigen Freitag in Kraft. Die IAEA gibt dazu bekannt:

    "Während der Arbeit, die von IAEA-Experten überwacht wird, werden Techniker von beiden Seiten beginnen, den Kriegsschaden an der 750-Kilovolt-Stromleitung bei Dnjeprowka nach einer Entminung des Gebiets zu reparieren."

    Zuvor hatte am 30. Mai eine ukrainische Drohne das AKW Saporoschje angegriffen. Der Pressedienst des Kraftwerks meldete, dass dabei keine Menschen zu Schaden kamen und kritische Zerstörungen ausblieben, wobei die Hintergrundstrahlung im Normbereich blieb. Die IAEA erklärte, dass der Angriff zu einem ernsthaften Zwischenfall wurde, der die Kernprinzipien der nuklearen Sicherheit verletzte.

Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.

Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.