Liveticker Ukraine-Krieg – Schoigu: 56 Länder beteiligen sich an Kampf gegen Russland in der Ukraine

28.05.2026 20:27 Uhr
20:27 Uhr
Russlands OSZE-Botschafter: Europa bewegt sich zum Krieg gegen Russland
Europa bewege sich "mit Siebenmeilenschritten" auf einen Krieg gegen Russland zu, erklärt Russlands Botschafter bei der OSZE, Dmitri Poljanski. Während einer Sitzung des OSZE-Rats erklärte er:
"Durch das Liebäugeln mit den ukrainischen Nazis säen Sie die Samen eines Konflikts in Europa, und wenn sie tatsächlich Wurzel schlagen, werden diese Widersprüche nicht mehr durch Diplomatie zu lösen sein. Besteht Ihre wirkliche Aufgabe darin, den Konflikt mit Russland unvermeidbar zu machen?"
Poljanski verwies auf europäische Waffenlieferungen an Kiew, zunehmende Truppenkonzentration an russischen Grenzen und Manipulationen der öffentlichen Meinung in Europa in Bezug auf eine angebliche Unvermeidbarkeit eines Kriegs gegen Russland. Der Diplomat betonte:
"Wir bewegen uns tatsächlich mit Siebenmeilenschritten auf einen Krieg zu. Europa stellt sein Territorium an Selenskij für Angriffe gegen Objekte in Russland bereit. Viele europäische Staaten wurden zu einem Hinterland für das ukrainische Militär, zu einem Ausbildungsplatz für Kämpfer, zu einem logistischen Hub für Waffenlieferungen und zu einem Startplatz für Drohnen."
20:01 Uhr
Ukraine erwartet in zehn Monaten Gripen-Kampfjets
Die Ukraine rechnet mit der Lieferung schwedischer Gripen-Kampfjets innerhalb der nächsten zehn Monate, verkündet Präsident Wladimir Selenskij auf einer Pressekonferenz mit dem schwedischen Ministerpräsidenten Ulf Kristersson.
Zukünftig beabsichtigte Kiew, bis zu 150 Militärflugzeuge zu kaufen. Laut ukrainischen Medien würden die Kampfjets vollständig ausgerüstet geliefert, einschließlich der Raketen mit einer Reichweite von bis zu 200 Kilometern.
Ukrainische Piloten fingen bereits mit der Ausbildung an den Gripen an, führt Selenskij aus. Eines der Hauptziele sei es, die Zahl der Piloten zu erhöhen, die für die Ausbildung bereit wären.
19:34 Uhr
Kallas: EU will Waffenruhe als Vorbedingung für Gespräche mit Russland
Die Europäische Union besteht nach wie vor auf einem Waffenstillstand im Ukraine-Konflikt als Vorbedingung der Verhandlungen mit Russland, erklärt Außenbeauftragte Kaja Kallas auf einer Pressekonferenz nach dem informellen Außenministertreffen in Zypern.
Zudem werde Russland mit "Sabotageakten und Einmischung in Wahlen in der EU" sowie mit "Verletzungen des europäischen Luftraums" aufhören müssen.
Die Personalstärke der ukrainischen Armee einzuschränken, wäre eine Bedrohung für die europäische Sicherheit, daher werde die EU auch militärische Einschränkungen für Russland fordern, fügt Kallas hinzu. Jedes Friedensabkommen sollte das Recht der Ukraine auf den Beitritt zu jedem Bündnis enthalten.
18:52 Uhr
Schoigu: 56 Länder beteiligen sich an Kämpfen gegen Russland in der Ukraine
An der Produktion und Einsatzvorbereitung von ukrainischen Drohnen sind insgesamt 56 Länder beteiligt, sagt der Sekretär des russischen Sicherheitsrates, Sergei Schoigu. Im Rahmen seiner Pressekonferenz beim Internationalen Sicherheitsforum antwortete er auf eine Frage bezüglich der gemeinsamen Drohnenproduktion von Deutschland und der Ukraine:
"Ich würde dabei Deutschland nicht gesondert sehen, denn wenn man alles zusammennimmt, kämpfen faktisch 56 Länder gegen uns. Wir sprechen nicht nur von diesen Drohnen."
Schoigu führte weiter aus, dass für Drohneneinsätze auch Steuerung und Datenübermittlung über Satellitennetzwerke notwendig sind, und erklärte:
"Das umfasst die Eingabe des Flugauftrags, die Kurskorrektur und noch vieles mehr. Deshalb ist hier nicht nur Deutschland beteiligt, sondern es haben viele Länder daran mitgewirkt."
18:25 Uhr
Hoher UN-Kommissar für Menschenrechte fordert zur Untersuchung des Starobelsk-Angriffs auf
Volker Türk, Hoher Kommissar der Vereinten Nationen für Menschenrechte, hat Moskau und Kiew aufgefordert, den ukrainischen Angriff auf Starobelsk in der Lugansker Volksrepublik zu untersuchen. Eine offizielle Mitteilung lautet:
"Ich bedauere zutiefst den jüngsten Verlust von Menschenleben und die Verletzungen von Zivilisten. Ich appelliere an die Behörden in Russland und der Ukraine, unverzüglich eine unabhängige und effektive Ermittlung zu unternehmen und die Verantwortlichen zu bestrafen. Die beiden Seiten sollten alles Mögliche tun, um solche Unfälle zukünftig zu verhindern."
Zudem warnt Türk vor einer weiteren Eskalation des Konfliktes. Russland und die Ukraine sollten Zurückhaltung demonstrieren und Verhandlungen wiederaufnehmen.
17:58 Uhr
EU will vorerst keinen Russland-Gesandten ernennen
Die EU wird vorerst keinen Chefverhandler für mögliche Friedensverhandlungen mit Russland im Ukraine-Krieg ernennen. Ein solcher Schritt werde von der EU-Außenbeauftragten Kaja Kallas und führenden EU-Staaten wie Deutschland derzeit nicht als sinnvoll angesehen, berichtet die Deutsche Presse-Agentur (dpa) unter Berufung auf mehrere ranghohe EU-Beamte und Diplomaten. Zugleich ist den Angaben zufolge geplant, die Vorbereitungen für weitere Russlandsanktionen voranzutreiben.
Demnach werde nicht davon ausgegangen, dass Russlands Präsident Wladimir Putin überhaupt verhandlungsbereit sei. Statt über Personen soll zunächst über Strategiefragen geredet werden. Eine EU-Beamtin wird mit den Worten zitiert:
"Wir müssen uns darauf verständigen, worüber wir mit Russland sprechen wollen."
Es gelte zu klären, wie die EU diplomatische Bemühungen um ein Ende des Krieges unterstützen könnte.
17:32 Uhr
Podoljaka: Kiewer Truppen stehen vor großen Problemen angesichts fehlender Reserven

RT In seinem jüngsten Überblick über die Lage an den Fronten des Ukraine-Krieges hebt der Blogger und Militäranalyst Juri Podoljaka einmal mehr die katastrophale personelle Lage der Kiewer Truppen hervor.
Trotz des Mangels an Kräften versucht Kiew, das Blatt im äußersten Westen zu wenden, und setzt den russischen Truppenverband Dnjepr enorm unter Druck. Dieser allerdings ist bewusst zur strategischen Verteidigung übergegangen und schont seine Kräfte, während das offensive Vorgehen Kiews zu enormen Verlusten beim Gegner führt.
Der krasse Personalmangel zeigt sich an allen aktuellen Brennpunkten entlang der gesamten Frontlinie. Am Frontabschnitt Sumy ist "die Lage des Gegners dermaßen schlecht, dass die Dynamik an diesem Frontabschnitt von alleine zunimmt", so der Ukrainer Podoljaka, der aus einem Dorf in der Gegend von Sumy stammt.
Sein Überblick über die Lage an der Front bekommt angesichts der aktuellen Ereignisse eine persönliche Note. Man sieht Podoljaka an, dass er sich über die Vorstöße der russischen Truppen in der Gegend, wo er aufgewachsen ist, besonders freut und auf eine baldige Befreiung seiner Heimat hofft.
Ein Video dazu gibt es hier auf unserer Webseite.
16:51 Uhr
Zwei Tote und sieben Verletzte bei ukrainischen Angriffen auf 45 Ortschaften im Gebiet Belgorod
Der Krisenstab des russischen Grenzgebiets Belgorod veröffentlicht jeden Tag auf Telegram Statistiken über ukrainische Angriffe auf Siedlungen in der Region. Aus dem heutigen Eintrag geht hervor, dass das ukrainische Militär in den vergangenen 24 Stunden 45 Ortschaften in acht Bezirken angegriffen habe. Der Gegner habe mindestens 20 Geschosse abgefeuert und 121 Drohnen eingesetzt, von denen 58 abgeschossen worden seien.
In der Statistik wird auch über Opfer unter der Zivilbevölkerung berichtet. In der Siedlung Nowaja Tawolschanka seien bei der Attacke einer FPV-Drohne auf ein Auto eine Frau und ein Mann ums Leben gekommen. Bei einer ähnlichen Attacke habe eine Einwohnerin der Siedlung Dwulutschnoje Verletzungen erlitten. Auf der Straße zwischen den Siedlungen Starowschtschina und Nischneje Berjosowo-Wtoroje sei ein Mann verletzt worden, als eine ukrainische Drohne sein Auto angegriffen habe. Bei der Abwehr einer Drohnenattacke auf die Siedlung Dolgoje seien fünf Kämpfer der Drohnenabwehreinheit Orlan verletzt worden. Außerdem habe am Mittwoch ein Mann, der noch am 25. Mai bei der Detonation einer ukrainischen Drohne in der Siedlung Oktjabrski ein Explosionstrauma und ein Barotrauma des Ohres erlitten habe, eine medizinische Einrichtung aufgesucht.
Der Krisenstab meldet zudem Sachschäden. Demnach seien in den letzten 24 Stunden zwölf Einfamilienhäuser, zwei soziale Einrichtungen, ein Geschäft, ein Betrieb, eine Produktionshalle, eine Stromleitung, drei Lkw, ein Kleintransporter und sieben Autos zerstört oder beschädigt worden.
16:20 Uhr
Schoigu: Angriff auf Kiew kann jeden Moment kommen

Sergei Schoigu, der Sekretär des russischen Sicherheitsrates, am 28. Mai 2026 auf dem Sicherheitsforum in MoskauSergei Sawostjanow / TASS Russland kann den Schlag gegen Kiew, vor dem kürzlich gewarnt wurde, jeden Moment unternehmen. Dies erklärt Sergei Schoigu, der Sekretär des russischen Sicherheitsrates, gegenüber der Nachrichtenagentur TASS.
Moskau stünden alle Mittel zur Verfügung, um einen Angriff auf die ukrainische Hauptstadt auszuführen. Die russische Armee habe bereits demonstriert, wie stark ein solcher Schlag sein könnte. Die Warnung an ausländische Diplomaten, Kiew zu verlassen, sei ganz ernst und bewusst, hebt Schoigu hervor.
Der Beamte erinnert daran, dass der Angriff als Reaktion auf die Terrorattacke auf Starobelsk dienen würde, bei der mehrere junge Männer und Frauen ums Leben kamen.
15:40 Uhr
Rjabkow: Eine strategische Niederlage Russlands ist absolut unmöglich

RT Der stellvertretende russische Außenminister Sergei Rjabkow hat in Moskau gegenüber Journalisten betont, dass eine strategische Niederlage Russlands, einer Atommacht, ausgeschlossen sei. Moskau werde zudem nicht zulassen, dass die Untersuchung des Angriffs der ukrainischen Streitkräfte auf die Berufsschule in Starobelsk einfach so unter den Teppich gekehrt werde.
Ein Video dazu gibt es hier auf unserer Webseite.
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Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.


