Liveticker Ukraine-Krieg – Medien: Ukrainische Nationalisten gegen Einfrieren der Front

8.06.2026 22:00 Uhr
22:00 Uhr
Damit beenden wir für heute den Live-Ticker zur Lage im Ukraine-Konflikt. Morgen früh ab 7 Uhr geht es mit der Berichterstattung weiter. Wir wünschen unseren Lesern trotz aller Spannungen in der Welt eine gute Nacht!
21:47 Uhr
Russische Drohnen lassen dem Gegner keine Chance (Video)
Aufnahmen des russischen Verteidigungsministeriums zeigen Drohnenpiloten der Truppenverbände Süd, Dnjepr, Ost und Mitte in ihren Operationsgebieten im Einsatz. Wie es heißt, setzten sie drei Bodenrobotersysteme, Drohnenleitstellen, Erdbunker, Kampfdrohnen sowie Personal der ukrainischen Armee außer Gefecht. Im Gebiet Saporoschje vereitelte das russische Militär eine Offensive der gegnerischen Kräfte.
21:29 Uhr
RIA Nowosti: Ukrainisches Militär unzufrieden mit möglichem Einfrieren der Front
Ukrainische Nationalisten und Militärangehörige sind zunehmend unzufrieden damit, dass europäische Spitzenpolitiker das Einfrieren der Front als Ausgangspunkt für die Beilegung des Konflikts ins Spiel bringen. Dies berichtet die Agentur RIA Nowosti unter Verweis auf eine Quelle aus den Sicherheitsbehörden Russlands.
In geschlossenen Chats sprachen die ukrainischen Nationalisten darüber, dass sie nichts davon halten, ihr Leben in frontnahen Gebieten zu riskieren, die am Ende ohnehin an Russland abtreten würden.
In öffentlichen Erklärungen europäischer Staats- und Regierungschefs sei nicht mehr von einer Rückkehr zu den Grenzen von 1991 oder 2022 die Rede, sagte die Quelle von RIA Nowosti weiter. Als Hauptszenario für eine Einigung im Ukraine-Konflikt gelte nun die Einstellung der Kampfhandlungen entlang der aktuellen Frontlinie.
21:22 Uhr
Zivilist bei ukrainischem Drohnenangriff auf Tankstelle im Raum Cherson getötet
Die ukrainischen Einheiten haben eine Tankstelle in Skadowsk, an der sich eine Warteschlange gebildet hat, mit einer Drohne angegriffen. Dies gab der Gouverneur des Gebiets Cherson, Wladimir Saldo, bekannt. Bei dem Angriff sei ein Mann getötet worden.
In der Gegend gebe es keine militärischen Ziele, teilte der Beamte weiter mit. "Ukrainische Kämpfer greifen gezielt zivile Ziele und Zivilisten an", fügte er hinzu. Die Drohnenattacke auf die Tankstelle sei ein weiteres Verbrechen des Kiewer Regimes gegen die Zivilbevölkerung im Raum Cherson.
20:57 Uhr
Diplomat: Mehrere OSZE-Staaten erkennen informell Notwendigkeit eines Dialogs mit Russland an
Die russischen Vertreter stehen mit einer Reihe europäischer Länder innerhalb der OSZE zu verschiedenen Themen in Kontakt. Dabei plädieren mehrere Mitglieder der Organisation informell dafür, die Beziehungen mit Russland wiederaufzunehmen. Dmitri Poljanski, Russlands Ständiger Vertreter bei der OSZE, erklärte dies gegenüber Reportern.
"Ich würde niemanden namentlich nennen, denn das würde gegen ihn verwendet werden", sagte der russische Diplomat.
Allerdings könnten die Befürworter eines Dialogs mit Moskau ihre Position über die Europäische Union und die NATO nicht voranbringen, da sie nicht bereit seien, die Bedeutung einer Mitgliedschaft in diesen Vereinigungen öffentlich in Frage zu stellen.
Laut Poljanski kontrolliere Brüssel strikt, dass es keine Unterschiede in den grundlegenden Positionen der EU-Mitgliedstaaten gebe, darunter auch in Bezug auf Russland.
20:30 Uhr
Abgeordneter: Haltung von Rafael Grossi bezüglich der Angriffe auf AKW Saporoschje ist kontraproduktiv
Die Internationale Atomenergieorganisation (IAEA) schweigt weiterhin beharrlich darüber, wer vorsätzlich und systematisch das Kernkraftwerk Saporoschje angreift. Renat Kartschaa, Abgeordneter des regionalen Parlaments im Gebiet Saporoschje, äußerte sich dazu gegenüber der Agentur RIA Nowosti.
Dabei sei es das ukrainische Militär, das die Grundprinzipien der atomaren Sicherheit fortwährend verletze und einen nuklearen Terrorismus betreibe, betonte der Politiker.
Die Haltung von IAEA-Chef Rafael Grossi, der sich weigere, die Verantwortlichen für die Attacken auf das Atomkraftwerk beim Namen zu nennen, sei eindeutig kontraproduktiv, stellte der Abgeordnete klar.
Grossi hatte zuvor erklärt, er kenne die Herkunft der Drohne nicht, die am 5. Juni während der Waffenruhe einen Sprengsatz in der Nähe des AKW Saporoschje abgeworfen hat.
Kartschaa im Interview wörtlich:
"Der nukleare Terrorismus muss bestraft werden, und zwar hart und kompromisslos. Die pathologische und chronische Straflosigkeit des Kiewer Regimes stellt eine Bedrohung für die Welt und die Menschheit dar."
19:44 Uhr
Lawrow: Alle sollen Putins Äußerungen zur Spezialoperation ernst nehmen
Es ist unklar, wie angesichts des jüngsten Rüstungsabkommens zwischen Kiew und Europa über einen Dialog zur Ukraine gesprochen werden kann. Dies erklärte der russische Außenminister Sergei Lawrow am Montag bei einer Veranstaltung in Moskau.
Die Staats- und Regierungschefs Großbritanniens, Deutschlands und Frankreichs hätten bei ihrem Treffen mit Wladimir Selenskij in London vereinbart, die Ukraine mit zusätzlichen Langstreckenwaffen zu beliefern, betonte der Minister. Diese Waffen würden für Angriffe auf Russland, auch tief im russischen Hinterland, eingesetzt werden.
In dem Zusammenhang führte er aus:
"Alle müssen die Äußerung von Präsident Putin während seiner Fragerunde beim Internationalen Wirtschaftsforum in Sankt Petersburg ernst nehmen. Gegenwärtig hänge es nicht von Verhandlungen ab, sondern vom Einsatz unserer Helden an der Front."
19:17 Uhr
Volksrepublik Lugansk: Todesopfer und Verletzter bei ukrainischem Angriff auf Versorgungsunternehmen
Das ukrainische Militär hat am Montagnachmittag (Ortszeit) einen Spezialtransporter des Heizungsbetriebs Rubeschnoje Teplo in der Volksrepublik Lugansk (LVR) angegriffen. Infolge des feindlichen Drohnenangriffs sei ein Mitarbeiter des Versorgungsunternehmens getötet worden, teilten die Behörden auf der Plattform Max mit. Ein weiterer Mensch sei verletzt worden und befinde sich derzeit im Krankenhaus. Die Fachleute seien auf dem Rückweg von Reparaturarbeiten gewesen.
18:42 Uhr
Russisches Militär zerstört Patrouillenboot im Schwarzen Meer (Video)
Das russische Verteidigungsministerium zeigt, wie Drohnenpiloten ein Patrouillenboot der ukrainischen Armee im Schwarzen Meer mithilfe eines unbemannten Fluggeräts vom Typ Geran eliminieren. Die Nachrichtenagentur RIA Nowosti teilt auf ihrer Webseite entsprechende Aufnahmen.
17:59 Uhr
Sacharowa: Kiew setzt auf Terror gegen Zivilisten angesichts Niederlagen an der Front
Mit jüngsten Angriffen auf die Personenzüge auf der Krim hat das ukrainische Militär weitere Kriegsverbrechen begangen. Dies erklärte die russische Außenamtssprecherin Maria Sacharowa am Montag. Moskau verurteile die Verletzung der Völkerrechtsnormen durch Kiew aufs Schärfste.
In dem Zusammenhang führte sie aus:
"Angesichts weiterer Misserfolge und Rückzüge der ukrainischen Streitkräfte an der Front greift das neonazistische Kiewer Regime weiterhin zu terroristischen Taktiken gegen die Zivilbevölkerung Russlands."
Alle Personen, die an Kriegsverbrechen beteiligt gewesen seien, würden identifiziert und eine gerechte Strafe erhalten, fügte die Sprecherin hinzu.
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Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.