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Liveticker Ukraine-Krieg: Russische Flugabwehr zerstört in der Nacht mehr als 150 Drohnen

Russland führt gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine Militäroperation in der Ukraine durch. Der Westen reagiert mit immer neuen Waffenlieferungen an die Ukraine und beispiellosen Sanktionen gegen Russland. Lesen Sie hier die neuesten Entwicklungen.
Liveticker Ukraine-Krieg: Russische Flugabwehr zerstört in der Nacht mehr als 150 DrohnenQuelle: TASS © Alexei Konowalow
  • 23.04.2026 08:27 Uhr

    08:27 Uhr

    Gebiet Samara: Gouverneur meldet einen Toten und Verletzte nach ukrainischem Drohnenangriff

    Ukrainische Drohnen haben Industriebetriebe in Nowokuibyschewsk im Gebiet Samara angegriffen. Laut Gouverneur Wjatscheslaw Fedorischtschew kam ein Mensch ums Leben. Nach vorläufigen Angaben gibt es auch Verletzte.

    In der Stadt Samara schlugen Fragmente einer Drohne ins Dach eines mehrgeschossigen Wohnhauses ein. Durch den Absturz der Fragmente wurden mehrere Menschen auf der Straße verletzt, eine Person musste ins Krankenhaus eingeliefert werden.

    Vor dem Hintergrund des Drohnenangriffs organisierten die Behörden des Gebiets einen Krisenstab, Rettungsdienste sind im Einsatz, betont der Gouverneur.

  • 07:44 Uhr

    Russische Flugabwehr zerstört in der Nacht mehr als 150 Drohnen

    Einheiten der russischen Flugabwehr haben 154 unbemannte Flugzeuge der Ukraine abgefangen und zerstört. Laut dem Verteidigungsministerium in Moskau wurden die Drohnen über den Gebieten Astrachan, Belgorod, Brjansk, Wolgograd, Woronesch, Kursk, Nischni Nowgorod, Rostow und Samara sowie über der Teilrepublik Krim, dem Asowschen und Schwarzen Meer vom Himmel geholt. Alle Flugziele wurden zwischen 22 Uhr am 22. April und 7 Uhr am 23. April (Moskauer Zeit) zerstört.

  • 22.04.2026 22:00 Uhr

    22:00 Uhr

    Damit beenden wir für heute den Live-Ticker zur Lage im Ukraine-Konflikt. Morgen früh ab 7 Uhr geht es mit der Berichterstattung weiter. Wir wünschen unseren Lesern trotz aller Spannungen in der Welt eine gute Nacht!

  • 21:53 Uhr

    Asarow: Flucht von Polizisten zeigt Versagen des Systems in Kiew

    Ein Vorfall, bei dem Polizisten nach einer Schießerei in Kiew flüchteten, belegt laut dem ehemaligen ukrainischen Premier Nikolai Asarow die Ineffizienz des Systems zur Kriminalitätsbekämpfung. Asarow schrieb auf Telegram:

    "Ein anschauliches Beispiel: Als ein Mann in Kiew auf Menschen schoss, rannten zwei Streifenpolizisten einfach davon, statt den Täter zu stoppen. Sie sind schlicht beschämend geflohen."

    Seiner Einschätzung nach fehlen in der Ukraine Mechanismen, um die Folgen der Rückkehr zahlreicher Frontsoldaten zu bewältigen.

    "Selenskij und seine Clique tun nichts, um diese Menschen zu beschäftigen, sozial zu schützen oder bei psychologischen Problemen zu helfen. Die Gesellschaft wird vor einem ernsthaften Problem stehen, ohne über Instrumente zu verfügen, um die Ausbreitung dieser negativen Entwicklungen zu verhindern."

    Zuvor hatte der ukrainische Fernsehsender TSN berichtet, zwei Polizisten hätten nach einer Schießerei in Kiew den Einsatzort verlassen und Zivilisten, darunter ein Kind, zurückgelassen. Der Chef der ukrainischen Nationalpolizei, Iwan Wygowski, teilte mit, dass gegen die Beamten eine interne Untersuchung eingeleitet wurde. Für die Dauer der Ermittlungen wurden sie suspendiert.

    Am Samstag hatte ein bewaffneter Mann im Golossejewski-Bezirk das Feuer eröffnet, mehrere Menschen als Geiseln genommen und sich in einem Supermarkt verschanzt. Der Täter wurde bei der Festnahme getötet. Sechs Menschen kamen ums Leben, 15 wurden verletzt.

  • 21:41 Uhr

    Bericht: Kampffähige Einheiten im Hinterland, Mobilisierte an der Front

    Der Großteil der kampffähigen ukrainischen Einheiten befinde sich im Hinterland, während zwangsweise mobilisierte Bürger an die Front geschickt würden. Dies berichtete die Nachrichtenagentur RIA Nowosti unter Berufung auf Vertreter von Sicherheitsstrukturen.

    "Die meisten kampffähigen ukrainischen Nationalisten befinden sich in rückwärtigen Gebieten. An die vorderste Linie wirft das ukrainische Kommando hingegen zwangsweise mobilisierte Bürger im Vorruhestandsalter."

    In sozialen Netzwerken seien mehrfach Fotos von Angehörigen der 47. Separaten Mechanisierten Brigade aufgetaucht, so die Quelle. Darauf sind hunderte Offiziere und Unteroffiziere bei Sportveranstaltungen in Kiew zu sehen.

    Zugleich hätten bekannte ukrainische Nationalisten wie der Parlamentsabgeordnete Mustafa Najjem wiederholt auf Probleme bei der Mobilisierung hingewiesen. Demnach gibt es kaum noch Freiwillige für den Fronteinsatz, egal, welche Anreize die Behörden bieten. Als Helden gelten dem Volk hingegen Bürger, die Mitarbeiter des Militärkommissariats angreifen.

  • 21:25 Uhr

    Peskow: Treffen mit US-Unterhändlern "jederzeit möglich"

    Ein Treffen mit US-Unterhändlern zur Beilegung der Ukraine-Krise könne jederzeit stattfinden. Dies erklärte Kremlsprecher Dmitri Peskow im Interview mit dem Sender Perwy Kanal. 

    "Ein Treffen kann schon morgen stattfinden. Wir sind immer froh, unsere amerikanischen Freunde hier zu sehen. Wir hoffen aufrichtig, dass sie ihre Vermittlerrolle fortsetzen werden. Sobald die Reise abgestimmt ist ‒ und wir hoffen, dass solche Besuche fortgesetzt werden, da wir sie für gefragt und notwendig halten ‒, werden wir alle darüber informieren."

    Gleichzeitig betonte er, dass es derzeit noch keine konkreten Termine für einen möglichen Besuch des US-Sondergesandten Steve Witkoff und von Jared Kushner in Moskau gebe.

  • 21:11 Uhr

    Kreml: Keine politische Bereitschaft Kiews für Friedenslösung

    Moskau sieht eigenen Angaben zufolge keine politische Bereitschaft Kiews, den Ukraine-Konflikt beizulegen. Dies erklärte Kremlsprecher Dmitri Peskow im Gespräch mit dem Sender Westi. Präsident Wladimir Putin sei zwar grundsätzlich bereit, sich jederzeit in Moskau mit dem ukrainischen Präsidenten Wladimir Selenskij zu treffen, allerdings nur, um bereits ausgehandelte Vereinbarungen zu finalisieren. Zugleich betonte Peskow, eine solche Begegnung könne nur stattfinden, wenn sie konkrete Ergebnisse bringe.

    "Dafür muss ernsthafte Arbeit vorausgehen, vor allem politische Bereitschaft der Kiewer Seite. Diese sehen wir derzeit nicht."

    Mit Blick auf den Krieg erklärte Peskow, die Erreichung der russischen Ziele werde Russland vor weiteren "terroristischen Handlungen des Kiewer Regimes" schützen. Nach einem Drohnenangriff auf die Stadt Sysran sagte er, Angriffe auf zivile Ziele seien Realität.

    In Sysran war zuvor aufgrund einer Drohnenattacke ein Wohnhaus teilweise eingestürzt. Dabei wurden nach Angaben der Behörden zwölf Menschen verletzt, zwei Personen – darunter ein Kind – kamen ums Leben. Es wurde ein Strafverfahren wegen Terrorismus eingeleitet.

  • 21:00 Uhr

    DVR meldet Tote und Verletzte nach ukrainischen Angriffen

    Bei Angriffen der ukrainischen Streitkräfte auf das Gebiet Donezk wurden ein Zivilist getötet und eine Frau verletzt. Dies teilte der Leiter der Region, Denis Puschilin, mit:

    "In Selidowo im kommunalen Kreis Krasnoarmeisk wurde ein Mann des Jahrgangs 1955 getötet, als eine Drohne der ukrainischen Streitkräfte einen explosiven Gegenstand auf ein Auto abwarf."

    In einem weiteren Vorfall im Woroschilowski-Bezirk von Donezk habe eine 1996 geborene Frau mittelschwere Verletzungen durch einen Drohnenangriff erlitten. Sie werde medizinisch versorgt. Laut Puschilin wurden zudem acht Wohngebäude und 18 Pkw beschädigt.

  • 20:45 Uhr

    Selenskij warnt vor Raketenmangel bei Luftabwehr

    Der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij hat vor einer möglichen Krise bei Raketen für die Luftabwehr gewarnt. Dies berichtet das ukrainische Nachrichtenportal Strana.ua:

    "Die Lieferungen reichen nicht aus. Die Vorräte an Luftabwehrwaffen könnten je nach Intensität der Angriffe jede Woche zur Neige gehen."

    Nach seinen Angaben benötigt die Ukraine derzeit vor allem Raketen für die Systeme MIM-104 Patriot und weniger die Abschussanlagen selbst. Im Winter hätten mehrfach Systeme ohne Munition stillgestanden, berichtete der Telegram-Kanal Militarist.

    Bereits am 15. April hatte Selenskij im Interview mit dem deutschen Sender ZDF erklärt, die Lage bei Flugabwehrraketen sei angespannt. Als einen Grund nannte er die Entwicklungen im Nahen Osten. Er sagte:

    "Wir haben jetzt einen solchen Mangel, schlimmer kann es kaum werden."

    Auch der Sprecher der ukrainischen Luftstreitkräfte, Oberst Juri Ignat, hatte zuvor erklärt, die Bestände an Patriot-Raketen gingen zur Neige. Zugleich nehme die Zahl der Angriffe zu, während sich Taktiken änderten, um die ukrainische Luftabwehr zu erschöpfen.

    Zuvor war auch in Europa ein Mangel an Luftabwehrsystemen zur Unterstützung der Ukraine eingeräumt worden.

  • 20:31 Uhr

    EU-Kredit für Ukraine: Slowakei beteiligt sich nicht und legt kein Veto ein

    Die Slowakei beteiligt sich zwar nicht an dem geplanten EU-Kredit in Höhe von 90 Milliarden Euro für die Ukraine, blockiert dessen Bewilligung aber auch nicht. Dies erklärte Außenminister Juraj Blanár. Er schrieb auf Facebook:

    "Die Position der Slowakei bleibt unverändert, auch im Fall des 90-Milliarden-Kredits für die Ukraine. An den Garantien für diesen Kredit beteiligen wir uns nicht – ebenso wie zwei weitere Länder, die gemeinsam mit uns aus diesem Prozess ausgeschlossen sind. Wir haben den Kredit nicht blockiert und werden ihn auch nicht im Rahmen der Genehmigung der Änderungen des aktuellen EU-Haushalts blockieren."

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Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.