Liveticker Ukraine-Krieg: Russlands Armee nimmt zwei weitere Orte im Gebiet Sumy ein

26.05.2026 17:27 Uhr
17:27 Uhr
Politico: EU-Staaten gegen Ernennung eines Russland-Sondergesandten
Laut einem Bericht der Zeitung Politico sprechen sich mehrere europäische Staaten, die die Ukraine unterstützen, gegen die Ernennung eines Sondergesandten für den Dialog mit Russland aus. Die betreffenden EU-Staaten fürchten demnach, ein solcher Schritt könnte die Bemühungen schwächen, den Druck auf Russland durch Sanktionen aufrechtzuerhalten. Politico zitiert:
"Hochrangige Beamte aus Ländern, die die Ukraine unterstützen, lehnen die Idee eines europäischen Sondergesandten ab und argumentieren, dass eine solche Ernennung die Bemühungen zur Aufrechterhaltung des Sanktionsdrucks auf Russland untergraben könnte."
In Russland wird hingegen wiederholt betont, dass die gegen das Land verhängten Sanktionen nicht gewirkt hätten und die Wirtschaft wachse.
16:59 Uhr
Abgeordneter: Vorbereitung Odessas auf Rundumverteidigung zeigt Widerspruch zu Kiews Frontdarstellung
Die Vorbereitungen zur Rundumverteidigung von Odessa zeigen laut dem ukrainischen Parlamentsabgeordneten Artjom Dmitruk, dass die ukrainische Führung die Lage an der Front falsch darstellt. Er schrieb auf Telegram:"Wenn Selenskij erneut über 'Stabilisierung der Front', ein angeblich zuverlässiges Luftabwehrsystem und vollständige Kontrolle der Lage spricht, werden bereits rückwärtige Städte auf Rundumverteidigung vorbereitet. Das ist eines der wenigen aussagekräftigen Signale dafür, was tatsächlich passiert."
Nach seiner Einschätzung verschärfe sich die Lage nicht nur an der Front, sondern auch im Hinterland. Zudem wachse der innere Widerstand gegen die Regierung von Präsident Wladimir Selenskij, während die Mobilisierungsreserven sich dem Ende zuneigten.
Zuvor hatten die ukrainischen Streitkräfte mitgeteilt, dass Odessa erneut auf eine Rundumverteidigung vorbereitet werde. Demnach würden unter anderem Panzergräben, Bunker, Stacheldraht, sogenannte "Drachenzähne" sowie weitere Befestigungen errichtet.
16:22 Uhr
Militärexperte: Russische Armee steht 25 Kilometer vor Sumy
Die am heutigen Dienstag vom russischen Verteidigungsministerium bekannt gegebene Einnahme der Orte Sapselje und Rjasnoje im Gebiet Sumy bringt die russische Armee der Stadt Sumy näher, erklärt der Militärexperte Oleg Iwanow. Die Nachrichtenagentur TASS zitiert ihn dazu:
"Die Front rückt näher an Sumy heran, und von Sapselje bis zur Stadt sind es etwa 25 Kilometer."
Iwanow merkte an, dass die Offensive der russischen Streitkräfte im Gebiet Sumy die Sicherheitszone erweitere. Durch ihren Rückzug von der Grenze weg habe das ukrainische Militär weniger Möglichkeiten, zum Einsatz von Drohnen gegen russische Grenzgebiete.
15:49 Uhr
Wolodin: Verantwortung für Angriff auf Kinder in Starobelsk liegt bei Selenskij

Fotos der getöteten Kinder nach dem ukrainischen Angriff auf Starobelsk am 22. Mai 2026.Jewgeni Bijatow/RIA Nowosti / Sputnik Der Vorsitzende der Staatsduma, Wjatscheslaw Wolodin, sagte während einer Plenarsitzung, die Verantwortung für den Angriff auf eine Berufsschule in Starobelsk trage der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij und sein Umfeld:
"Das ist die Verantwortung Selenskijs und seiner Helfer. Verbrecher sind diejenigen, die Raketen und Drohnen auf Kinder, ältere Menschen und Frauen richten. Die Antwort muss hart sein."
Wolodin bezeichnete den Angriff auf Kinder in Starobelsk als Verbrechen gegen die Menschlichkeit, das nicht verjährt.
"Das Kiewer Verbrechensregime hat Drohnen auf wehrlose Kinder gerichtet. 21 Kinder sind gestorben, die meisten davon waren Mädchen. Das ist ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit. Das alles kann dazu führen, dass wir Waffen einsetzen, die keine Spuren von irgendjemandem hinterlassen. Aber so weit darf es nicht kommen."
Zudem äußerte er sich kritisch über den US-Unternehmer Elon Musk und dessen Satellitensystem Starlink:
"Elon Musk muss verstehen, dass seine Satelliten zur Tötung von Kindern genutzt werden."
15:15 Uhr
Ex-Berater Kutschmas: Warnung des russischen Außenministeriums vor Angriffen "sehr ernst" nehmen
Der ehemalige Berater des ukrainischen Ex-Präsidenten Leonid Kutschma, Oleg Soskin, hat dazu aufgerufen, die Warnung des russischen Außenministeriums vor weiteren sogenannten Vergeltungsschlägen auf Kiew ernst zu nehmen. In einem YouTube-Interview sagte er:"Bereiten Sie sich vor. Alles läuft nach Plan. Natürlich ist das sehr ernst. Sie warnen alle offen."
Gleichzeitig machte er den ukrainischen Präsidenten Wladimir Selenskij für die Eskalation verantwortlich und warf ihm vor, Russland durch seine Aussagen und Handlungen systematisch zu provozieren. "Die Kiewer sollten fliehen", so Soskin abschließend.
14:57 Uhr
Peskow: Neonazismus in Kiew ist gefährlich für Europa
Der Pressesprecher des russischen Präsidenten, Dmitri Peskow, hat die Erscheinungsformen des Neonazismus in der Ukraine als Gefahr für Europa bezeichnet:"Faktisch findet in der Mitte Europas auf staatlicher Ebene eine offizielle Verherrlichung von Nazi-Verbrechern und deren Helfern statt. Ich weiß nicht, ob das in europäischen Hauptstädten jemandem gefällt, aber uns gefällt das überhaupt nicht."
Seiner Meinung nach zeige das Kiewer Regime damit seine "wahre Natur" und seine "braune Ausrichtung".
"Und das unterstreicht erneut die Berechtigung und Richtigkeit der Entscheidung über den Beginn der militärischen Sonderoperation."
14:40 Uhr
Schoigu: NATO übt Angriffe auf Unionsstaat Russland–Weißrussland
Laut dem Sekretär des Sicherheitsrates der Russischen Föderation, Sergei Schoigu, trainieren die NATO-Staaten bei laufenden Militärübungen Szenarien für Angriffe auf den Russisch-Weißrussischen Unionsstaat. Dies erklärte Schoigu bei einem Treffen mit dem weißrussischen Sicherheitsratssekretär Alexander Wolfowitsch:
"Im Rahmen zahlreicher Militärübungen – derzeit laufen praktisch sieben gleichzeitig – trainieren die NATO-Streitkräfte Szenarien für Schläge gegen den Unionsstaat."
Die westlichen Staaten würden ihre aggressiven Pläne gegenüber Russland und Weißrussland nicht verbergen, sagte Schoigu weiter. Zudem werde in vielen europäischen Ländern die nationalsozialistische Ideologie wiederbelebt und die Geschichte des Zweiten Weltkriegs umgeschrieben. Weißrussland bleibe Russlands engster Verbündeter. Die beiden Staaten sind nicht nur durch eine gute Nachbarschaft, sondern auch durch "eine gemeinsame Geschichte sowie kulturelle und geistige Verbundenheit" miteinander verknüpft.
14:22 Uhr
Sacharowa: Erklärung des Außenministeriums sollte Vorwürfe gegen Russland verhindern
Die Sprecherin des russischen Außenministeriums, Maria Sacharowa, hat die Erklärung des Außenministeriums zu den angekündigten Angriffen auf Objekte in Kiew erläutert. Ziel sei es gewesen, die internationale Gemeinschaft vorab zu informieren, um spätere Vorwürfe gegen Moskau zu verhindern.
"Mit der Erklärung des Außenministeriums und entsprechenden Kontakten wurde die internationale Gemeinschaft über die Notwendigkeit informiert, geeignete Maßnahmen in Bezug auf ihr diplomatisches Personal und ihre Bürger zu ergreifen."
Dies sei erfolgt, "damit man anschließend nicht unser Land beschuldigt, keine Vorwürfe erhebt und nicht unsere Botschafter einbestellt mit Fragen wie: 'Was geschieht da und warum?'", so Sacharowa weiter.
14:14 Uhr
Gouverneur: Neun Verletzte nach ukrainischen Angriffen auf Saporoschje
Im Gebiet Saporoschje sind innerhalb eines Tages neun Menschen durch Angriffe der ukrainischen Streitkräfte verletzt worden, darunter ein Jugendlicher, wie der Gouverneur Jewgeni Balizki mitteilte. Er schrieb auf der Plattform Max:
"Der Gegner greift weiterhin gezielt zivile Objekte in unserer Region an – innerhalb von 24 Stunden wurden 30 solcher Attacken registriert. Neun Menschen wurden verletzt, darunter ein Jugendlicher."
14:04 Uhr
Frontbericht des russischen Verteidigungsministeriums
In seinem täglichen Frontbericht gibt Russlands Verteidigungsministerium die Verluste des ukrainischen Militärs innerhalb des vergangenen Tages bekannt.
Nach Angaben der Behörde verloren Kiews Truppen in Gebieten Sumy und Charkow durch Angriffe des russischen Truppenverbands Nord bis zu 195 Soldaten. Zwei gepanzerte Kampffahrzeuge, 20 Autos und ein Artilleriegeschütz wurden ausgeschaltet.
Einheiten des Truppenverbands West bezogen günstigere Stellungen, wobei die Ukraine über 190 Soldaten, drei US-produzierte gepanzerte Fahrzeuge, 18 Autos, ein Geschütz und eine Eloka-Anlage verlor.
Auch der Truppenverband Süd verbesserte seine Stellung. Kiews Militär verlor am entsprechenden Frontabschnitt über 85 Soldaten, zwei gepanzerte Mannschaftstransporter aus US-Produktion, drei gepanzerte Kampffahrzeuge, 16 Autos, zwei Geschütze und einen Grad-Mehrfachraketenwerfer.
Im Zuständigkeitsbereich des Truppenverbands Mitte verlor die ukrainische Armee über 310 Soldaten, einen Panzer, drei gepanzerte Kampffahrzeuge, zwölf Autos und ein Artilleriegeschütz.
Die ukrainischen Verluste gegen den vorrückenden Truppenverband Ost beliefen sich auf über 240 Soldaten. Zwei gepanzerte Kampffahrzeuge, fünf Autos und ein Artilleriegeschütz wurden zerstört.
Durch Feuereinwirkung des Truppenverbands Dnjepr verlor Kiews Militär bis zu 55 Soldaten, ein gepanzertes Kampffahrzeug, zehn Autos und eine Eloka-Anlage.
Russlands Luftabwehr schoss entlang der gesamten Frontlinie drei SCALP-Marschflugkörper aus französischer Produktion, zehn Lenkgleitbomben und 255 Starrflügler-Drohnen ab. Zudem zerstörte die Schwarzmeerflotte zwei ukrainische Seedrohnen.
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Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.
