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Liveticker Ukraine-Krieg – Russischer Botschafter: "NATO führt gegen uns einen Krieg"

Russland führt gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine Militäroperation in der Ukraine durch. Der Westen reagiert mit immer neuen Waffenlieferungen an die Ukraine und beispiellosen Sanktionen gegen Russland. Lesen Sie hier die neuesten Entwicklungen.
Liveticker Ukraine-Krieg – Russischer Botschafter: "NATO führt gegen uns einen Krieg"Quelle: TASS © AP / Markus Schreiber

 

  • 11.05.2026 09:21 Uhr

    09:21 Uhr

    Gouverneur des Gebietes Belgorod meldet mehrere Verletzte nach ukrainischen Angriffen

    Sechs Zivilisten im Gebiet Belgorod sind wegen ukrainischer Drohnenangriffe verletzt worden, teilt Gouverneur Wjatscheslaw Gladkow am späten Sonntagabend mit.

    Ihm zufolge schlug eine Drohne in ein privates Wohnhaus ein, wobei eine Frau Verletzungen erlitt. Außerdem wurde ein Mann bei einem Angriff auf einen wirtschaftlichen Betrieb getroffen.

    Unter den Verletzten sind auch vier Männer, darunter ein 17-Jähriger und ein Soldat der "Orlan"-Einheit.

  • 08:45 Uhr

    DVR: Mehrere Zivilisten, darunter Kinder, an einem Tag verletzt

    Im Laufe des vergangenen Tages haben drei Einwohner der Donezker Volksrepublik (DVR) Verletzungen durch ukrainische Angriffe erlitten. Nach Angaben der regionalen Behörden sind unter den Betroffenen zwei Kinder der Jahrgänge 2010 und 2014.

  • 08:03 Uhr

    Russischer Botschafter: "NATO führt gegen uns einen Krieg"

    Die NATO führt einen Krieg gegen Russland, vielleicht nicht mit eigenen Soldaten, aber mit den Soldaten aus der Ukraine, erklärt der russische Botschafter in Berlin, Sergei Netschajew, im Rahmen der Diskussionsplattform "Frieden durch Dialog".

    Russland strebe dagegen keinen Krieg mit dem Militärbündnis und Deutschland an. Sollte sich Russland aber mit Kriegsversuchen konfrontiert sehen, dann könnte das Land nichts für die Zukunft Deutschlands garantieren.

    Wenn es um eine Ausweitung der nuklearen Bedrohung gehe, befinde sich Europa in einer neuen strategischen Situation. Dann müsse Moskau an seine Nukleardoktrin erinnern, betont Netschajew.

  • 10.05.2026 21:00 Uhr

    21:00 Uhr

    Damit beenden wir für heute den Live-Ticker zur Lage im Ukraine-Konflikt. Morgen früh ab 7 Uhr geht es mit der Berichterstattung weiter. Wir wünschen unseren Lesern trotz aller Spannungen in der Welt eine gute Nacht!

  • 20:45 Uhr

    Lettischer Verteidigungsminister tritt wegen ukrainischer Drohnen zurück

    Der lettische Verteidigungsminister Andris Sprūds gibt sein Amt auf. In einer offiziellen Mitteilung weist Sprūds auf ernsthafte Drohnenvorfälle hin, die das Land in den letzten Tagen und Wochen erlebt hat. Ausländische Drohnen dürfen die Sicherheit der Bevölkerung nicht gefährden.

    Laut Medienberichten war am vergangenen Donnerstag eine Drohne auf einem Öldepot in der Stadt Rēzekne abgestürzt. Die Polizei stellte klar, dass insgesamt zwei Drohnen in den lettischen Luftraum eindrangen. Sprūds erklärte damals, es könnte sich um ukrainische Drohnen handeln.

    Sprūds glaubt, dass der Vorfall nicht nur für Kritik an dem Minister und seiner Partei ausgenutzt wird. Man stelle auch die Verteidigungsbereitschaft des Landes in Frage, was der Minister für inakzeptabel halte. Hierbei betont Sprūds:

    "Ich werde nicht zulassen, dass die politische Kampagne gegen mich oder gegen die Progressiven sich in eine Kampagne gegen die lettische Armee verwandelt."

    Kurz davor erklärte Ministerpräsidentin Evika Siliņa in einem Beitrag auf X (Twitter), dass sie den Rücktritt des Verteidigungsministers fordere. Sprūds habe das Vertrauen der Regierungschefin und der Öffentlichkeit verloren. Nach dem jüngsten Drohnenvorfall sei klar, dass die politische Führung des Verteidigungssektors ihr Versprechen eines sicheren Luftraums nicht eingehalten habe. Zum Verteidigungsminister werde Offizier Raivis Melnis ernannt, so die Ministerpräsidentin.

    Sprūds wiederum betont, dass er die Entscheidung über den Rücktritt selbstständig getroffen habe. Als die Ministerpräsidentin davon erfahren habe, wollte sie dem Minister aus politischen Gründen mit ihrem X-Beitrag zuvorkommen.

  • 20:24 Uhr

    Irland plant Rückkehrmechanismus für ukrainische Flüchtlinge

    Behörden in Irland arbeiten an Mechanismen zur Rückkehr ukrainischer Flüchtlinge in ihre Heimat. Wie Justizminister Jim O'Callaghan im Interview für den Sender RTE betont, möchten viele Ukrainer selbstverständlich in dem EU-Staat bleiben, aber denjenigen, die zurück in die Heimat möchten, muss eine "Vielfalt von Mechanismen" zur Verfügung stehen.

    Zuvor hatte die Zeitung Sunday Times berichtet, dass Irland Geldzahlungen an Ukrainer erwägt, die zur Rückkehr in die Ukraine bereit wären.

    O'Callaghan weigert sich, den Bericht zu kommentieren, um keine Pläne der Regierung vorzeitig zu verraten. Die ukrainische Regierung habe großes Interesse daran, dass die Menschen in die Ukraine zurückkehrten, betont der Ire.

  • 19:44 Uhr

    Spiegel: Berlin erwägt Vermittlerduo Schröder-Steinmeier

    Die Regierungskoalition in Deutschland erwägt, ob Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier eine Rolle in den Ukraine-Verhandlungen spielen könnte. Wie der Spiegel mit Verweis auf Quellen in Koalitionskreisen berichtet, traut man Altkanzler Gerhard Schröder allein solch eine bedeutsame Aufgabe nicht zu. Ein Vermittlerduo von Schröder und Steinmeier könnte jedoch eine interessante Option sein.

    Dieses Szenario mag wenig wahrscheinlich klingen, aber allein die Tatsache, dass in der Koalition eine solche Diskussion geführt wird, weise darauf hin, wie hoch der Druck sei, den Ukraine-Konflikt so schnell wie möglich zu beenden, heißt es im Spiegel-Bericht.

    Steinmeiers Zeit als Bundespräsident endet in wenigen Monaten. Am 30. Januar 2027 soll die Bundesversammlung seinen Nachfolger oder seine Nachfolgerin wählen.

    Mehr zum Thema – Ukraine-Gespräche: Putin schlägt Schröder als Vermittler vor – Berlin spricht von "Scheinangebot"

  • 19:05 Uhr

    Gouverneur des Gebietes Kursk meldet einen Verletzten nach ukrainischem Drohnenangriff

    Ukrainische Truppen haben erneut das Gebiet Kursk angegriffen. Laut Gouverneur Alexander Chinstein schlug eine FPV-Drohne in ein privates Haus ein. Ein 52-jähriger Mann wurde verletzt. Der Mann erhält erste medizinische Hilfe, ferner wird er ins Krankenhaus nach Kursk eingeliefert.

  • 18:28 Uhr

    Moskau: Kiews Truppen werden Donbass verlassen müssen

    Kiew ist durchaus bewusst, dass die ukrainischen Streitkräfte den Donbass verlassen müssen, glaubt Juri Uschakow, der Berater des russischen Präsidenten.

    Man kann noch mehrere Verhandlungsrunden durchführen, nichts wird sich aber ändern, bis die Ukraine den Truppenabzug beschließt, erklärte Uschakow und betonte:

    "Sie wissen in der Ukraine, dass sie es tun müssen und früher oder später sowieso tun werden."

    Außerdem bestritt Uschakow, dass die USA Interesse an der Ukraine-Frage verlieren. Die jüngsten Telefonkontakte zwischen Washington und Moskau bezeugen das Gegenteil. Auch die Initiative von US-Präsident Donald Trump über einen Waffenstillstand ist nennenswert. In Kürze würden die US‑Gesandten Steven Witkoff und Jared Kushner Moskau besuchen, um den russisch-amerikanischen Dialog zur Ukraine-Krise fortzusetzen.

  • 17:52 Uhr

    Moskau fordert Jerewan zur Klarstellung wegen Selenskij-Besuchs auf

    Russland wartet auf eine Klarstellung Armeniens bezüglich des Besuchs des ukrainischen Präsidenten Wladimir Selenskij, sagt Kremlsprecher Dmitri Peskow.

    Dass Armenien "eine Plattform für absolut antirussische Aussagen" bereitstellt, ist "abnorm" und "stimmt nicht mit dem Geist der Beziehungen zwischen Moskau und Jerewan zusammen". Warum Premierminister Nikol Paschinjan diese Aussagen nicht "auszubalancieren" versuchte, ist Russland unklar.

    Einen Armenien-EU-Gipfel durchzuführen, ist ein souveränes Recht Armeniens, fügt Peskow hinzu. Es ist für Moskau am wichtigsten, dass Jerewan keine antirussische Haltung einnimmt.

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Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.