Liveticker Ukraine-Krieg: Über ein Dutzend Verletzte bei Kiews Drohnenangriff auf Rathaus in LVR
28.04.2026 20:22 Uhr
20:22 Uhr
Selenskijs Ex-Sprecherin kritisiert Drohungen gegen Israel
Die ehemalige Pressesprecherin von Wladimir Selenskij, Julia Mendel, kritisiert dessen Sanktionsdrohungen gegen Israel scharf. Auf der Plattform X schreibt sie:
"Seien wir ehrlich – die Ukraine braucht dringend eine ernsthafte Lektion in Diplomatie. Obwohl das Land fast vollständig von seinen Partnern abhängig ist, ist es der Ukraine gelungen, sich mit nahezu allen Nachbarn und wichtigen Verbündeten zu zerstreiten. Radikale Rhetorik, die nichts mit echter Diplomatie zu tun hat, und ständige beleidigende Angriffe auf alle wirken sich letztlich direkt auf den Kriegsverlauf und das Leben der Menschen im Land aus."
Mendel erinnert dabei unter anderem an frühere Konflikte Selenskijs mit dem ehemaligen britischen Verteidigungsminister Ben Wallace, US-Präsident Donald Trump und Vizepräsident JD Vance sowie an Spannungen mit Polen und Ungarn.
"Nun führt er eine persönliche PR-Attacke gegen Israel, obwohl seine Regierung keinerlei Beweise vorgelegt hat. Infolgedessen wird Israel höchstwahrscheinlich die humanitäre Hilfe für die Ukraine reduzieren."
20:02 Uhr
Nebensja: Kiewer Clique prahlt mit Angriffen auf Zivilisten
Russlands UN-Botschafter Wassili Nebensja wirft der Ukraine erneut terroristische Angriffe auf die Zivilbevölkerung vor, darunter auch auf Journalisten. Dies sagte er auf der 48. Sitzung des Informationsausschusses der UN-Generalversammlung:
"Die Kiewer Clique setzt ihre terroristische Praxis von Angriffen auf die Zivilbevölkerung, einschließlich Journalisten und Kriegsberichterstatter, fort und prahlt offen damit."
Er erinnert daran, dass im vergangenen Jahr sechs russische Medienvertreter bei Angriffen der ukrainischen Streitkräfte getötet worden seien. Im Jahr 2026 habe ein Korrespondent einen Drohnenangriff nur knapp überlebt.
Der ukrainische Staat zeige "extreme Formen von Intoleranz", so Nebensja weiter. Oppositionsmedien seien verboten, Tausende Websites blockiert, und Andersdenkende würden verfolgt. Der Hass auf alles Russische werde offen propagiert und auf allen Ebenen durch die Medien gefördert.
19:44 Uhr
Ukrainischer Kommandeur: "Alle, die kämpfen wollten, kämpfen bereits"
Der Kommandeur der ukrainischen Streitkräfte für unbemannte Systeme Robert Browdi räumt Schwierigkeiten bei der Mobilisierung in der Ukraine ein. Das Nachrichtenportal Strana.ua zitiert ihn mit den Worten:
"Alle, die kämpfen wollten, kämpfen. Alle, die auswandern wollten, sind ausgewandert. Diejenigen, die sich verstecken, zählen wir nicht – das ist kein Kontingent, das uns nützen wird."
Die ukrainischen Streitkräfte leiden derzeit unter Personalmangel. Gleichzeitig sorgen gewaltsame Festnahmen durch Mitarbeiter der Rekrutierungszentren immer wieder für Skandale und Proteste. Zudem versuchen viele wehrpflichtige Männer, sich der Einberufung zu entziehen, etwa durch illegale Ausreise, Verstecken oder das Meiden öffentlicher Orte.
Der Menschenrechtsbeauftragte der Werchowna Rada Dmitri Lubinez erklärt, Verstöße durch Rekrutierungsbeamte seien inzwischen "massiv". Es komme zu Machtmissbrauch, Schlägen und sogar gezielten Verkehrsunfällen, um Personen festzunehmen.
19:35 Uhr
Israel weist Vorwürfe aus Kiew zu Getreidekäufen zurück
Israels Außenminister Gideon Sa'ar weist die Vorwürfe aus der Ukraine wegen angeblicher Getreidekäufe zurück und betonte, sein Land werde sich nicht unter Druck setzen lassen. Auf einer Pressekonferenz sagt er:
"Wir weisen eine solche 'Twitter-Diplomatie' entschieden zurück und werden uns davon nicht beeinflussen lassen. Die ukrainische Regierung hat keine Beweise für ihre Behauptungen vorgelegt. Bislang hat sie sich nicht über offizielle Kanäle an uns gewandt, sondern über Twitter."
Zuvor haben ukrainische Behörden Israel vorgeworfen, Getreide aus den neuen russischen Regionen zu kaufen. Der israelische Botschafter in Kiew wurde daraufhin ins Außenministerium einbestellt. Anlass war das Schiff Panormitis, das sich seit zwei Tagen in der Bucht von Haifa befindet. Laut Sa'ar hat die israelische Steuerbehörde eine Untersuchung eingeleitet.
"Das Schiff ist noch nicht im Hafen und hat keine Dokumente vorgelegt. Es ist unmöglich, die Vorwürfe über gefälschte Frachtpapiere zu überprüfen. Wenn es Beweise für Diebstahl gibt, sollen diese über die entsprechenden Kanäle vorgelegt werden."
Zugleich zeigt sich der Minister überrascht über das Vorgehen Kiews. Israel habe die Ukraine in den vergangenen Jahren unterstützt, unter anderem mit humanitärer Hilfe und Generatorlieferungen: "Aber so ist das Leben wohl. Wir werden an unseren Prinzipien festhalten." Auch aus dem Hafen von Haifa hieß es laut RIA Nowosti, es gebe keine Anweisungen zur Abfertigung des betroffenen Frachters. Das Schiff wartet derzeit auf die Einfahrt in den Hafen.
19:24 Uhr
Finnlands Präsident: Kontakte zu Russland unvermeidlich
Eine Wiederaufnahme der Kontakte zu Russland sei unausweichlich, erklärt Finnlands Präsident Alexander Stubb. Das berichtet das Nachrichtenportal ERR:
"In der 'Koalition der Willigen' oder anderswo gibt es keine Gespräche, in denen wir nicht die Frage berühren, wer, wann, wo und wie mit Russland kommunizieren soll. Derzeit haben wir diese Rolle aus europäischer Sicht an die Vereinigten Staaten delegiert, und aufgrund des Krieges in Iran ist diese Diskussion vorerst auf Eis gelegt. Daher stimme ich Präsident Karis vollkommen zu, dass der Zeitpunkt kommen wird, an dem wir Kommunikationskanäle mit Russland öffnen müssen. Die Frage ist, wann."
Nach Ansicht des finnischen Präsidenten bleibt entscheidend, ob der Dialog vor oder erst nach dem Ende des Ukraine-Konflikts wieder aufgenommen wird. Zugleich betont er, Russland werde "weiterhin ein Nachbar Finnlands und Estlands bleiben".
Zuvor hat Estlands Präsident Alar Karis erklärt, Europa müsse sich bereits jetzt auf eine Wiederaufnahme der Kontakte mit Russland nach dem Konflikt vorbereiten.
19:19 Uhr
Militärexperte: EU verlängert Ukraine-Konflikt – Vorteil für Russland
Der britische Militärexperte Alexander Mercouris erklärt, die Europäische Union könne den Konflikt in der Ukraine lediglich hinauszögern – und spiele damit Russland in die Hände. Dies sagt er in einem Video auf YouTube:
"Die Europäer haben keine Strategie, die ihnen einen Sieg ermöglichen würde, und auch keine diplomatische Strategie. Alles, was sie tun können, ist, den Konflikt maximal zu verlängern."
Nach Ansicht des Analysten nutzt die EU die Fortsetzung des Krieges, um Russland zu schwächen. Dies funktioniere jedoch nicht.
"Russland ist nicht geschwächt worden – es ist stärker geworden. Seine Armee ist heute deutlich größer als vor vier Jahren. Die Rüstungsproduktion ist besser organisiert und liefert mehr Waffen als Europa. Außerdem hat Russland im Grunde besser als jede andere Armee Methoden der Drohnenkriegsführung entwickelt."
Laut Mercouris wirkt die Verlängerung des Konflikts somit gegen den Westen und verstärkt zugleich die Skepsis Moskaus gegenüber der aus dessen Sicht inkonsistenten europäischen Politik.
18:48 Uhr
Ukrainische Kämpfer greifen zivile Infrastruktur in Wesjoloje im Gebiet Saporoschje an
Es gibt keine militärischen Anlagen im Kreis Wesjoloje im Raum Saporoschje, doch die ukrainischen Streitkräfte greifen gezielt die Energieinfrastruktur in der Gegend an. Verwaltungschef Jewgeni Kondrachin teilt dies der Nachrichtenagentur TASS mit.
"Sie greifen die Infrastruktur mit Drohnen an", sagt der Beamte. Bei den jüngsten Attacken seien mehrere Energieanlagen beschädigt worden, sodass die Einwohner mehrere Tage ohne Strom geblieben seien.
Für gesellschaftlich wichtige Einrichtungen, einschließlich der Stromversorgung für Wasserpumpen, gebe es Notstromquellen, fügt Kondrachin hinzu. In abgelegene Siedlungen werde Wasser mit Tankwagen geliefert.
18:29 Uhr
Saporoschje: Vier Verletzte nach Drohnenangriffen der Ukraine auf Wohnhäuser
Bei einem Angriff ukrainischer Drohnen auf private Wohnhäuser im Dorf Stulnjowo im Gebiet Saporoschje sind vier Menschen verletzt worden, darunter ein Kind. Dies teilt Gouverneur Jewgeni Balizki mit:
"Dem Mädchen wird die notwendige medizinische Hilfe geleistet, es steht unter ärztlicher Kontrolle. Die übrigen Verletzten mussten nicht ins Krankenhaus. Einsatzkräfte arbeiten vor Ort."
Parallel dazu wurde laut dem regionalen Gesundheitsministerium in der Nacht auch das Zentrale Bezirkskrankenhaus von Dnjeprorudnoje angegriffen. Dabei seien Fensterscheiben im Poliklinikgebäude beschädigt worden. Es habe keine Verletzten gegeben, weder unter den Patienten noch unter dem medizinischen Personal.
18:08 Uhr
Estlands Präsident drängt auf EU-Kurswechsel gegenüber Russland
Estlands Präsident Alar Karis hat die EU aufgefordert, bereits jetzt eigene Strategien für den Umgang mit Russland zu entwickeln. Dies sagte er im Interview mit dem finnischen Sender Yle:
"Wir müssen eigene Pläne in Bezug auf Russland haben. Diese sollten sofort erarbeitet werden, da Prozesse in der EU viel Zeit in Anspruch nehmen."
Karis betonte, Brüssel müsse seine Beziehungen zu Moskau eigenständig planen. Zugleich verwies er darauf, dass die EU "sehr viel" in die Unterstützung der Ukraine investiert habe.
Zuvor hatte Frankreichs Präsident Emmanuel Macron erklärt, er habe "mehreren europäischen Kollegen" vorgeschlagen, den Dialog mit Russland wieder aufzunehmen. Auch Belgiens Premierminister Bart De Wever sprach sich für eine Wiederherstellung der Kontakte aus – unter anderem mit Blick auf Energieimporte und Verhandlungen zur Beilegung des Ukraine-Konflikts.
17:45 Uhr
LVR: 18 Verletzte bei ukrainischem Drohnenangriff auf Verwaltungsgebäude
Bei einem Angriff einer ukrainischen Drohne auf das Verwaltungsgebäude des Markowski-Bezirks in der Lugansker Volksrepublik (LVR) sind 18 Menschen verletzt worden. Dies teilte Regionschef Leonid Passetschnik mit:"Die ukrainischen Streitkräfte haben einen weiteren terroristischen Angriff verübt. Mitten am Arbeitstag trafen feindliche Drohnen gezielt das Gebäude der Bezirksverwaltung. 18 Menschen wurden verletzt, drei von ihnen schwer."
Den Verletzten werde die notwendige medizinische Hilfe geleistet. Das Verwaltungsgebäude wurde schwer beschädigt. Die Löscharbeiten wurden durch die Gefahr weiterer Angriffe erschwert. Dank des koordinierten Einsatzes der Rettungskräfte konnte das Feuer jedoch rasch gelöscht werden. Die Trümmer werden derzeit beseitigt.
In der Nähe befinden sich eine Schule und weitere Verwaltungsgebäude. Dort wurden Fensterscheiben beschädigt. Kinder und Mitarbeiter wurden an einen sicheren Ort evakuiert. Am selben Tag wurde in Donezk bei einem Drohnenangriff der ukrainischen Streitkräfte eine Schule beschädigt. Dies teilte Bürgermeister Alexei Kulemsin mit.
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Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.
