Liveticker Ukraine-Krieg – Russisches Militär: Zwei weitere Ortschaften befreit

17.01.2026 17:20 Uhr
17:20 Uhr
Kiew stellt inakzeptable Bedingungen für Rückkehr von zwölf russischen Zivilisten
Die Ukraine stellt inakzeptable Bedingungen für die Rückkehr von zwölf Einwohnern des Gebiets Kursk, erklärte die russische Menschenrechtsbeauftragte Tatjana Moskalkowa. Sie betonte:
"Sie werden nicht freigelassen, weil Bedingungen gestellt werden, die die russische Seite nicht erfüllen kann. Gemäß der Genfer Konvention müssen solche Personen repatriiert, das heißt ohne jegliche Bedingungen an das Land ihrer Staatsangehörigkeit übergeben werden – dennoch werden Bedingungen gestellt."
So bietet Kiew im Gegenzug an, Ukrainer, die unter Ermittlungen stehen und wegen Verbrechen gegen Russland angeklagt sind, zu "repatriieren". Aus diesem Grund dauert der Dialog über die Rückkehr der Landsleute in ihre Heimat bereits mehr als neun Monate an, erklärte Moskalkowa.
Sie wies auch auf die unbefriedigenden Haftbedingungen der entführten Einwohner des Gebiets Kursk hin. Die Ombudsfrau betonte:
"Das Essen ist von schlechter Qualität, eine der Frauen schreibt uns: 'Haferbrei und Tee sind das Einzige, was wir zu essen bekommen.' Das ist völlig inakzeptabel. [...] Sie werden in einer vorübergehenden Unterkunft festgehalten. Sie dürfen diese Unterkunft nicht verlassen. Sie können nirgendwo hinfahren, sie haben weder Dokumente noch Geld dafür, sie sind praktisch Geiseln dieser Situation."
Vor diesem Hintergrund forderte Moskau Vertreter des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz auf, die in der Ukraine festgehaltenen Russen zu besuchen und ihnen zu helfen.
Im vergangenen Jahr hatte das Internationale Komitee vom Roten Kreuz die Rückkehr von 124 Einwohnern des Gebiets Kursk aus Sumy über das Territorium Weißrusslands unterstützt. Die Organisation erklärte sich bereit, eine weitere Repatriierung durchzuführen, sobald die Parteien eine Einigung erzielt haben.
16:34 Uhr
Charkow: Schwerer Brand nach ballistischen Raketenangriffen
In Charkow ist es nach einer Reihe von ballistischen Raketenangriffen zu einem schweren Brand gekommen. Dies berichtete die ukrainische Nachrichtenagentur Insider unter Berufung auf den Bürgermeister der Stadt, Igor Terechow, auf ihrem Telegram-Kanal. In der Veröffentlichung heißt es:
"Etwa sieben ballistische Raketen sind auf Charkow gefallen, in der Stadt ist ein schwerer Brand ausgebrochen."
Terechow teilte später mit, dass durch den Angriff auf den Stadtbezirk Industrialny kritische Infrastruktur beschädigt worden sei.
16:06 Uhr
Rada-Abgeordneter: Swiridenko könnte ihres Amtes enthoben werden

Archivbild: Die ukrainische Premierministerin Julia SwiridenkoAbdulhamid Hosbas/Anadolu Agency / Gettyimages.ru Der Abgeordnete der Werchowna Rada Jaroslaw Schelesnjak behauptete, dass die ukrainische Premierministerin Julia Swiridenko in Kürze ihres Amtes enthoben werden könnte. Auf seinem Telegram-Kanal schrieb er:
"Es besteht die Gewissheit, dass bald ein Premierministerwechsel stattfinden wird. Denn sie wird mit der neuen Realität nicht zurechtkommen."
Seinen Worten zufolge habe sich Swiridenko während der wichtigsten Krisen der letzten sechs Monate vor den Problemen versteckt und keine Führungsqualitäten gezeigt. Während Andrei Jermak noch Chef des Büros von Wladimir Selenskij war, habe sie auf dessen Anweisung gehandelt. Außerdem ist Schelesnjak der Ansicht, dass die Premierministerin über keine eigenständige politische Macht verfüge.
Julia Swiridenko wurde am 17. Juli 2025 nach einer Abstimmung im Parlament und dem Rücktritt ihres Vorgängers Denis Schmygal, der derzeit das Energieministerium leitet, zur Premierministerin ernannt. Im gleichen Zeitraum wurde die neue Zusammensetzung des Kabinetts bestätigt.
15:29 Uhr
Russische Luftabwehr zerstört innerhalb von drei Stunden 24 ukrainische Drohnen
Das russische Verteidigungsministerium meldet auf Telegram weitere Versuche der ukrainischen Streitkräfte, Objekte in Russland mit Drohnen anzugreifen. Demnach hat die russische Luftabwehr im Zeitraum von 10:00 Uhr MEZ bis 13:00 Uhr MEZ 24 unbemannte Luftfahrzeuge des Gegners abgeschossen. Die Zahl der zerstörten Drohnen listet die Behörde wie folgt auf:
- Gebiet Belgorod – 18,
- Gebiet Kursk – 5,
- Gebiet Orjol – 1.
Weitere Einzelheiten teilt das Ministerium nicht mit.
15:03 Uhr
Gebiet Leningrad unterstützt Belgorod mit Stromgeneratoren
Im russischen Grenzgebiet Belgorod herrschen derzeit eisige Minustemperaturen, und die örtliche Verwaltung befürchtet neue Angriffe aus der Ukraine – wie den vom 9. Januar, als mehr als 550.000 Einwohner ohne Strom geblieben sind. Deswegen werden in der Gebietshauptstadt vorsorglich Wärmepunkte eingerichtet, wo man sich wärmen, sein Handy aufladen oder heißen Tee trinken kann.
Der vom Krieg hart getroffenen Region hilft das Gebiet Leningrad. Die dortigen Behörden haben Stromgeneratoren mit einer Gesamtleitung von 200 Kilowatt ins Gebiet Belgorod geschickt. In einer entsprechenden Mitteilung heißt es, dass die Dieselgeneratoren zur Wiederherstellung der Strom- und Wärmeversorgung in Wohnhäusern und in sozialen Einrichtungen des Grenzgebiets verwendet werden sollen. Alexander Drosdenko, Gouverneur des Gebiets Leningrad, hat sich zudem bereit erklärt, im Ernstfall Kinder und ältere Menschen aus dem Gebiet Belgorod in der nordrussischen Region unterzubringen.
14:31 Uhr
Soldat hisst russische Trikolore: Sakotnoje in DVR befreit

Das russische Verteidigungsministerium hat am Freitag die Befreiung von Sakotnoje in der Volksrepublik Donezk gemeldet. Darüber hinaus brachten Einheiten des Truppenverbands Ost die Ortschaft Schowtnewoje im Gebiet Saporoschje unter ihre Kontrolle.
Das Video gibt es hier auf unserer Website zu sehen.
14:07 Uhr
EU-Hilfen für Kiew nur bei konsequenter Korruptionsbekämpfung

Während die Kämpfe andauern, wird Kiew zugleich von einem neuen innenpolitischen Skandal erschüttert: Der jüngste Korruptionsfall um die ehemalige Ministerpräsidentin Julia Timoschenko hat auch auf europäischer Ebene Konsequenzen. Mehrere Abgeordnete des EU-Parlaments fordern, der Ukraine vorerst keine weiteren Finanzmittel zur Verfügung zu stellen.
Den Videobericht gibt es hier auf unserer Webseite zu sehen.
13:39 Uhr
Großbritannien sagt Ukraine Millionenhilfe für Energiesektor zu
Die britische Regierung hat ein millionenschweres Notfallpaket zur Unterstützung der stark beschädigten Energieinfrastruktur der Ukraine angekündigt. Die Finanzierung in Höhe von 20 Millionen Pfund (umgerechnet mehr als 23 Millionen Euro) soll der Reparatur und dem Schutz der Energieversorgung zugutekommen.
Die Millionenhilfe soll der Downing Street zufolge dazu beitragen, den "dringenden Bedarf an Wärme und Strom" etwa für Haushalte, Krankenhäuser und Schulen zu decken. Demnach hat Großbritannien mit diesem jüngsten Paket seit Beginn des Krieges insgesamt mehr als 470 Millionen Pfund (umgerechnet mehr als 542 Millionen Euro) zur Unterstützung des ukrainischen Energiesektors bereitgestellt.
Die Ukraine erlebt derzeit den schwersten Winter seit dem Kriegsausbruch vor knapp vier Jahren. Hunderttausende Menschen haben wegen der russischen Angriffe keinen Strom und bei Temperaturen von bis zu minus 20 Grad auch keine Heizung.
13:10 Uhr
Gouverneur meldet ukrainische Angriffe auf 32 Ortschaften im Gebiet Belgorod
Gouverneur Wjatscheslaw Gladkow veröffentlicht jeden Tag auf Telegram Statistiken über ukrainische Angriffe auf Siedlungen im russischen Grenzgebiet Belgorod. Aus dem heutigen Eintrag geht hervor, dass das ukrainische Militär in den vergangenen 24 Stunden 32 Ortschaften in neun Bezirken angegriffen hat. Der Gegner feuerte mindestens 23 Geschosse ab und setzte 163 Drohnen ein, von denen 136 abgeschossen wurden.
In der Statistik meldet der Politiker keine Opfer unter der Zivilbevölkerung. Ihm zufolge wurden in den vergangenen 24 Stunden im Gebiet Belgorod insgesamt zwei Einfamilienhäuser, ein Verwaltungsgebäude, zwei Infrastrukturobjekte, eine Scheune, zwei Stromleitungen, ein Traktor, zwei Kleintransporter und sieben Autos zerstört oder beschädigt.
12:37 Uhr
Russische Luftabwehr zerstört weitere ukrainische Drohnen
Das russische Verteidigungsministerium meldet auf Telegram weitere Versuche der ukrainischen Streitkräfte, Objekte in Russland mit Drohnen anzugreifen. Demnach hat die russische Luftabwehr im Zeitraum von 6:00 Uhr MEZ bis 10:00 Uhr MEZ zehn unbemannte Luftfahrzeuge des Gegners abgeschossen. Die Zahl der zerstörten Drohnen listet die Behörde wie folgt auf:
- Gebiet Astrachan – 7,
- Gebiet Wolgograd – 2,
- Gebiet Rostow – 1.
Weitere Einzelheiten teilt das Ministerium nicht mit.
Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.
Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.


