Liveticker Ukraine-Krieg: Russlands Verteidigungsministerium dementiert Angriff auf Charkow

2.01.2026 19:55 Uhr
19:55 Uhr
Cherson-Gouverneur: Schlagkraft des Kiewer Angriffs in Chorly hätte Bunker zerstören können
Die Kampfmittel, die die ukrainischen Streitkräfte beim Angriff auf Café und Hotel in Chorly im Gebiet Cherson eingesetzt haben, hätten ausgereicht, um einen befestigten Bunker zu zerstören. Dies berichtete der Gouverneur Wladimir Saldo:
"Die Menschen, die wie durch ein Wunder überlebt haben, berichten von schrecklichen Dingen. Frauen und Kinder im Café und Hotel wurden mit Kampfmitteln angegriffen, die ausgereicht hätten, um einen befestigten Bunker zu zerstören."
19:19 Uhr
Erdoğan kündigt Gespräche mit Trump über die Ukraine an
Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan kündigte für den 5. Januar ein Telefongespräch mit dem US-Präsidenten Donald Trump an, bei dem es unter anderem um die Ukraine-Frage gehen soll:
"Am Montag werden wir ein Telefongespräch mit Trump führen. Wir werden sowohl die Palästina-Frage als auch die Angelegenheit Russlands und der Ukraine besprechen."
Erdoğan erklärte außerdem, dass der türkische Außenminister Hakan Fidan an einem Treffen der "Koalition der Willigen" zur Ukraine in Paris teilnehmen werde.
18:40 Uhr
Russisches Verteidigungsministerium dementiert Bericht über Angriff auf Charkow
Die Information, dass die Streitkräfte der Russischen Föderation am 2. Januar Objekte innerhalb der Stadtgrenzen von Charkow angegriffen hätten, entspricht nicht der Wahrheit. Dies gibt das Verteidigungsministerium der Russischen Föderation bekannt. Die Militärbehörde betont, dass russische Truppen keine Angriffe mit Raketen oder Flugzeugen auf Ziele innerhalb der Stadtgrenzen geplant oder durchgeführt hätten.
Nach Angaben des Verteidigungsministeriums befand sich das Epizentrum der Explosion in Charkow laut den von Augenzeugen veröffentlichten Videoaufnahmen im Einkaufszentrum "Persona". Dabei waren wenige Sekunden vor der Explosion Rauchwolken im Gebäude zu sehen. Das Ressort betont:
"Auf den veröffentlichten Videoaufnahmen ist wenige Sekunden vor der Explosion eine starke Rauchentwicklung unbekannter Herkunft im Gebäude zu sehen, was darauf hindeutet, dass es im Einkaufszentrum Persona mit hoher Wahrscheinlichkeit zu einer Detonation der dort gelagerten Munition der ukrainischen Streitkräfte gekommen ist."
Das russische Militär merkt an, dass die Erklärungen Kiews über den Angriff auf Charkow dazu bestimmt seien, die Aufmerksamkeit von dem Terrorakt abzulenken, den die ukrainischen Streitkräfte in der Nacht zum 1. Januar gegen die Zivilbevölkerung im Dorf Chorly verübt haben und dem 28 Menschen, darunter auch Kinder, zum Opfer gefallen seien.
Ukrainische Medien meldeten zuvor den angeblichen Einschlag von Iskander-Raketen im Zentrum von Charkow. Russische Medien wiesen darauf hin, dass keine der Monitoring-Plattformen vor der Raketengefahr gewarnt habe.
17:49 Uhr
Russland übergibt USA Beweismaterial für gescheiterten ukrainischen Enthauptungsschlag

Der Direktor des russischen Militärgeheimdienstes GRU, Igor Kostljukow, hat am Donnerstag einen Vertreter des Militärattachés der US-Botschaft in Moskau getroffen und ihm Materialien übergeben, die beweisen, dass Kiew am 29. Dezember versucht hat, einen Enthauptungsschlag gegen Russland durchzuführen.
Bei dem Angriff am 29. Dezember wurde die Residenz des Präsidenten der Russischen Föderation im Gebiet Nowgorod von insgesamt 91 ukrainischen Drohnen angegriffen. Alle am Angriff beteiligten Drohnen konnten von der russischen Luftabwehr zerstört werden.
Das Video dazu gibt es hier auf unserer Webseite.
17:24 Uhr
Zahl der Todesopfer bei ukrainischem Angriff auf Chorly steigt auf 28
Die Zahl der Todesopfer des Angriffs der ukrainischen Streitkräfte auf ein Café und ein Hotel im Dorf Chorly im Gebiet Cherson in der Nacht zum 1. Januar stieg auf 28. Dies teilt das Gesundheitsministerium der Krim mit und präzisiert, dass es nicht gelungen sei, eine Frau zu retten, die zuvor ins Krankenhaus eingeliefert worden sei.
Derzeit befinden sich noch 14 Verletzte in den Krankenhäusern der Republik Krim. Zwei von ihnen – ein Erwachsener und ein Kind – befinden sich in einem kritischen Zustand, die übrigen in einem mittelschweren, präzisiert das Gesundheitsministerium.
16:57 Uhr
Ukrainische Medien melden Iskander-Angriff auf Charkow – Glaubwürdigkeit fraglich
Ukrainische Medien melden den Einschlag von Iskander-Raketen in der Stadt Charkow.
Russische Medien weisen jedoch darauf hin, dass keine der Monitoring-Plattformen vor der Raketengefahr gewarnt habe. Außerdem sei demnach die Rakete selbst auf den Videos aus den Telegram-Kanälen nicht zu sehen. Ukraina.ru schreibt:
"Im Gegenteil, man kann sehen, wie es zu einer Detonation im Gebäude kommt, woraufhin benachbarte Häuser zerstört wurden."
Weiter berichtet die Zeitung unter Berufung auf den Bürgermeister von Charkow, dass das Einkaufszentrum, auf das der Angriff mutmaßlich gerichtet war, nicht im Betrieb gewesen sei. Russische Militär-Telegram-Kanäle teilen darüber hinaus mit, dass am Ort des angeblichen Raketeneinschlags typische Militärfahrzeuge zerstört worden seien, was durch Videos vom Ort des Geschehens belegt werde. Überdies merken russische Militärbeobachter an, dass auf offiziellen ukrainischen Fotos vom Ort Verwundete in Militäruniformen zu sehen seien.
Ukrainische Medien geben an, dass es keine Toten, sondern nur Verwundete gebe.
16:16 Uhr
Drei weitere Verletzte bei ukrainischen Attacken auf Grenzgebiet Belgorod
Die Zahl der Opfer der heutigen Raketenattacke auf die Stadt Belgorod steigt an. Wie Gouverneur Wjatscheslaw Gladkow auf Telegram schreibt, habe eine weitere Frau eine medizinische Einrichtung aufgesucht. Sie habe ein Barotrauma erlitten. Zuvor hat der Gouverneur von zwei Verletzten berichtet.
Außerdem meldet der Politiker eine ukrainische Drohnenattacke auf ein fahrendes Auto. Nach Angaben von Gladkow seien dabei zwei Zivilisten verletzt worden. Der Vorfall habe sich in der Siedlung Beljanka im Bezirk Schebekino ereignet. Bei den Opfern handele es sich um einen Mann und eine Frau. Als die FPV-Drohne ihr Auto angegriffen habe, hätten sie Splitterverletzungen und Explosionstraumata erlitten. Das Fahrzeug sei in Flammen aufgegangen.
15:51 Uhr
Selenskij will Militärgeheimdienstchef Budanow zum Leiter seines Büros machen
Wladimir Selenskij hat sich mehr als einen Monat nach der Entlassung seines langjährigen Büroleiters und Weggefährten Andrei Jermak für einen Nachfolger entschieden. Auf der Plattform X schrieb der Staatschef, er habe Kirill Budanow, dem Leiter des Militärgeheimdiensts GUR, das Amt des Büroleiters angeboten. Eine formelle Ernennung Budanows zum Leiter der Präsidentenverwaltung gab Selenskij zunächst nicht bekannt. Seine Entscheidung begründete der Politiker wie folgt:
"Die Ukraine muss sich jetzt auf Sicherheitsfragen sowie Verhandlungsdiplomatie fokussieren, und das Präsidentenbüro wird sich allem voran damit befassen, diese Aufgaben zu lösen. Kirill hat eine besondere Erfahrung in diesen Bereichen und genügend Kraft, um Ergebnisse zu erzielen."
I had a meeting with Kyrylo Budanov and offered him the role of the Head of the Office of the President of Ukraine. At this time, Ukraine needs greater focus on security issues, the development of the Defense and Security Forces of Ukraine, as well as on the diplomatic track of… pic.twitter.com/SCs6Oj2Rb7
— Volodymyr Zelenskyy / Володимир Зеленський (@ZelenskyyUa) January 2, 2026Budanow selbst äußerte sich zunächst nicht zur Ankündigung des Präsidenten. Er war im Jahr 2020 zum GUR-Leiter ernannt worden. Auch nahm er mehrmals an informellen Gesprächen mit Russland teil.
15:22 Uhr
Diplomatischer Streit zwischen Ukraine und Tschechien
Zwischen der Ukraine und der neuen Regierung Tschechiens ist ein offener Streit über Rüstungshilfe und Korruption ausgebrochen. Der ukrainische Botschafter in Prag protestierte gegen Aussagen des rechtsgerichteten Parlamentspräsidenten Tomio Okamura. Der Politiker hatte zuvor in seiner Neujahrsansprache gefordert, keine weiteren Waffen an die Ukraine zu liefern, um einen "sinnlosen Krieg" fortzuführen. Die Führung in Kiew beschimpfte er als korrupte "Diebe".
In seiner Protestnote bezeichnete Botschafter Wassili Swarytsch die Aussagen als Beleidigung für alle Ukrainer. Er warf Okamura vor, "unter dem Einfluss russischer Propaganda" zu stehen und demokratische Prinzipien zu missachten. Dafür müsse dieser zur Rechenschaft gezogen werden.
Seit wenigen Wochen regiert in Tschechien eine Koalition aus Okamuras rechtsnationaler SPD, der EU-kritischen Autofahrerpartei und der ANO-Partei von Ministerpräsident Andrej Babiš. Tschechien hat bisher zu den wichtigsten Rüstungslieferanten der Ukraine gezählt.
14:40 Uhr
Bundeswehr schreibt 18-Jährige an: Fragebogen zum neuen Wehrdienst

Junge Deutsche sollen künftig zum 18. Geburtstag Post von der Bundeswehr bekommen: Ein Fragebogen soll abfragen, ob Interesse an einem freiwilligen Wehrdienst besteht. Während junge Männer zur Antwort verpflichtet sind und bei Verstößen ein Bußgeld riskieren, bleibt die Teilnahme für junge Frauen freiwillig.
Die Bundesregierung hält zugleich am Ziel fest, die Bundeswehr zur stärksten konventionellen Armee Europas auszubauen. Doch Digitalisierungsvorhaben stocken, der Personalmangel bleibt groß – und Umfragen zeigen nur begrenzte Bereitschaft in der Altersgruppe der 18- bis 28-Jährigen, einen Wehrdienst zu unterstützen oder selbst zu leisten.
Den Videobericht gibt es hier auf unserer Website zu sehen.
Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.
Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.

