Liveticker Ukraine-Krieg – Medien: Russland bereitet Frühjahrsoffensive vor

20.03.2026 21:35 Uhr
21:35 Uhr
Zwei Zivilisten in der DVR bei ukrainischen Angriffen verletzt
In der Volksrepublik Donezk (DVR) sind am Freitag zwei Zivilisten bei ukrainischen Angriffen verletzt worden. Dies teilt Republikchef Denis Puschilin mit. Im Bezirk Jasinowataja wurde ein 32-jähriger Mann auf der Straße Donezk–Gorlowka bei einem Drohnenangriff verletzt. In der Stadt Sugres erlitt zudem eine Frau des Jahrgangs 1962 auf einem Friedhof Verletzungen durch die Explosion eines Sprengkörpers. Den Verletzten wird qualifizierte medizinische Hilfe geleistet.
21:22 Uhr
Dmitrijew weist Bericht über angebliches Geheimdienstangebot zurück
Der Leiter des Russischen Direktinvestitionsfonds und Sonderbeauftragte des Präsidenten für wirtschaftliche Zusammenarbeit mit dem Ausland Kirill Dmitrijew weist Medienberichte über ein angebliches russisches Geheimdienstangebot an die USA zurück.Zuvor hatte die Zeitung Politico berichtet, Dmitrijew habe bei einem Besuch in Miami ein Angebot Moskaus übermittelt. Demnach sollte Russland die Weitergabe von Geheimdienstinformationen an Iran einstellen, während Washington im Gegenzug auf entsprechende Unterstützung für die Ukraine verzichten sollte.
Dmitrijew kommentiert die Meldung mit einem Wort: "Fake."
21:00 Uhr
Russische Luftabwehr zerstört 91 ukrainische Drohnen
Die russischen Luftverteidigungskräfte haben am Freitag zwischen 14 und 20 Uhr Moskauer Zeit 91 ukrainische Drohnen über den Gebieten Brjansk, Kaluga, Smolensk, Belgorod und dem Moskauer Gebiet abgefangen und zerstört.
20:38 Uhr
Zwei Zivilisten bei ukrainischem Drohnenangriff in Belgorod verletzt
Im Gebiet Belgorod haben Drohnen der ukrainischen Streitkräfte vier Gemeinden angegriffen. Das teilt Gouverneur Wjatscheslaw Gladkow auf Telegram mit. In der Ortschaft Wosnesenowka im Bezirk Schebekinski wurden dabei zwei Zivilisten bei der Detonation einer FPV-Drohne verletzt. Die Verletzten wurden von einer freiwilligen Helferin ins Krankenhaus gebracht.
20:20 Uhr
Selenskij: Dreiervorgespräche mit USA und Russland stehen im Fokus
Der ukrainische Machthaber Wladimir Selenskij bezeichnet die Abstimmung der Parameter für die Fortsetzung der trilateralen Treffen zwischen Russland, der Ukraine und den USA als Hauptaufgabe der ukrainischen Verhandlungsgruppe bei der bevorstehenden Begegnung mit der US-Seite am Samstag.
"Die Hauptaufgabe des Verhandlungsteams ist die Festlegung klarer Parameter für die Fortsetzung der trilateralen Treffen. Zweitens: Vorbereitung auf die entsprechenden Treffen, inklusive Bereitstellung der Unterlagen."
Darüber hinaus werde das ukrainische Team die PURL-Initiative (Prioritized Ukraine Requirements List) besprechen, die den Erwerb US-amerikanischer Waffen durch europäische Länder für Kiew vorsieht, sowie die bilateralen Beziehungen zwischen der Ukraine und den USA und ein Abkommen über Drohnen.
Zuvor hatte Selenskij angekündigt, dass das ukrainische Verhandlungsteam an diesem Tag in den USA bilaterale Gespräche mit US-Kollegen zum Friedensprozess führen werde. Der Kremlsprecher Dmitri Peskow betont, dass Russland an den von Selenskij erwähnten Kontakten zwischen der Ukraine und den USA nicht teilnehmen werde, äußert aber die Hoffnung, dass die Pause im trilateralen Format nur vorübergehend sei.
19:49 Uhr
Ukraine reduziert Auslandsausbildung ihrer Soldaten
Die ukrainischen Streitkräfte kürzen die Ausbildung von Soldaten im Ausland. Grund hierfür seien zahlreiche Fälle von Desertion, erklärt der stellvertretende Leiter der Hauptverwaltung für Doktrin und Ausbildung des Generalstabs Jewgeni Meschewikin auf einer Pressekonferenz am Freitag. Ein Ausschnitt seines Auftritts wurde vom ukrainischen Sender Novosti.Live auf Telegram veröffentlicht:
"Wenn es bei der Verbesserung der Ausbildung im Ausland ein Problem gibt, das wir nicht beeinflussen können, dann stellen wir diese Ausbildung ein. Daher sind wir nicht die Einzigen, die ihre Auslandsausbildung reduzieren."
Meschewikin zufolge hängt die Kürzung der Auslandstrainingslager auch mit rechtlichen Beschränkungen einiger Partnerländer zusammen. Außerdem wolle Kiew die Logistik zu den Ausbildungseinheiten vereinfachen und neue Erfahrungen schneller in die Ausbildungsstruktur integrieren.
19:25 Uhr
Medien: Selenskij verliert Kontrolle über Parlament
Der ukrainische Machthaber Wladimir Selenskij verliert laut Times zunehmend die Möglichkeit, Gesetze im ukrainischen Parlament durchzusetzen. Die Zeitung beruft sich dabei auf Quellen in der Werchowna Rada. Die Abgeordnete Tamila Taschewa wird von der Zeitung zitiert:
"Es reift eine echte parlamentarische Krise heran. Der Kern der Mehrheit, die sie noch vor zwei Monaten hatten, ist zusammengebrochen."
Seit Beginn des Konflikts mit Russland haben 54 Abgeordnete ihre Ämter niedergelegt, während die verbliebenen Parlamentarier nicht für Regierungsprojekte stimmen wollen. Zudem wachse die Spannung aufgrund des verlängerten Kriegsrechts, da Selenskij seine Notstandsbefugnisse nutze, ohne Rücksicht auf die eigenen Abgeordneten zu nehmen. Am Sonntag drohte er den Rada-Mitgliedern, sie an die Front zu schicken, sollten sie "nicht gemäß dem ukrainischen Gesetz im Parlament dienen".
19:00 Uhr
Kiew ordnet Zwangsevakuierung von Kindern in Slawjansk an
Der von Kiew eingesetzte Leiter der Militärverwaltung des Gebiets Donezk Wadim Filaschkin ordnet die Zwangsevakuierung von Kindern aus dem von der ukrainischen Armee kontrollierten Slawjansk in die Volksrepublik Donezk (DVR) an. Er veröffentlicht eine Liste mit 38 Straßen in Slawjansk, aus denen die Kinder evakuiert werden sollen. Der Großteil der betroffenen Gebiete liegt im Osten und Nordosten der Stadt.
18:39 Uhr
Trump: Ukraine half den USA gegen Iran nicht – Zelenskijs Drohnen-Hilfe nur PR
Die Ukraine habe nichts unternommen, um die USA bei der Operation gegen Iran zu unterstützen. Die Aussagen von Wladimir Selenskij über Drohnenhilfe seien reines politisches PR-Geplänkel. Dies erklärt US-Präsident Donald Trump laut der MS-NOW-Journalistin Stephanie Ruhle. Sie berichtet im Sender:
"Ich fragte nach der Hilfe und Unterstützung seitens der Ukraine. Und er [Trump] sagte, dass sie [die Ukraine] nichts getan hätten, dass alles, wovon Selenskij spricht – angebliche Unterstützung für uns – ausschließlich aus politischen und PR-Zwecken geschehe."
Trump hatte zuvor bereits erklärt, dass die Ukraine die USA nicht dabei unterstütze, auf Drohnenangriffe Irans zu reagieren. Er hatte betont, dass die Vereinigten Staaten keinerlei Hilfe von Kiew benötigten.
18:18 Uhr
Selenskij räumt versuchte Einflussnahme über Telegram in Russland ein
Ukrainische Sicherheitsdienste haben nach eigenen Angaben versucht, über den Messenger Telegram auf Bürger in Russland einzuwirken. Dies erklärt der ukrainische Machthaber Wladimir Selenskij Journalisten:
"Ich will ehrlich sein: Wir (die ukrainischen Dienste) arbeiten auch in Russland über Telegram. Mit den aktuellen Einschränkungen von Telegram in Russland wird es nun sicherlich schwieriger, Botschaften an deren Community zu übermitteln."
Für Telegram gelten in Russland Beschränkungen, da der Messenger wiederholt gegen russische Gesetze verstoßen hat. Laut der russischen Aufsichtsbehörde für Massenmedien, Telekommunikation und Datenschutz Roskomnadsor sind die personenbezogenen Daten russischer Nutzer nicht ausreichend geschützt. Zudem gebe es keine wirksamen Maßnahmen gegen Betrug oder die Nutzung von Telegram für kriminelle und terroristische Zwecke.
Die russische Sicherheitsbehörde FSB betonte mehrfach, dass ukrainische Dienste versuchen, Russen für illegale Online-Aktivitäten, auch über Telegram, zu rekrutieren. Sie rief die Bürger dazu auf, keine Kontakte zu Unbekannten zu pflegen.
Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.
Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.