Liveticker Ukraine-Krieg – Russischer Diplomat: "Wir haben absolut keinen Dialog mit Deutschland"

30.05.2026 15:39 Uhr
15:39 Uhr
"Werkzeuge zur Massenverblödung" – Putin über westliche Medien

Russlands Präsident Wladimir Putin wirft westlichen Medien vor, ihre Zuschauer einseitig und manipulativ über den Ukraine-Krieg zu informieren. Während über russische Angriffe auf das Gebiet Kiew "von morgens bis abends" berichtet werde, verschwiegen westliche Sender die Tragödie von Starobelsk, bei der Kinder gezielt getötet wurden und die massiven Vergeltungsschläge gegen Kiew erst ausgelöst hat.
Putin bezeichnet westliche Medien deshalb nicht als unabhängige Berichterstatter, sondern als "Werkzeuge zur Massenverblödung". Zudem kritisiert er, dass Berichte über ukrainische Drohnenangriffe genutzt würden, um westliche Bürger auf weitere finanzielle Unterstützung für die Ukraine einzustimmen.
Das Video gibt es hier auf unserer Website zu sehen.
15:10 Uhr
Zwei Verletzte durch ukrainische Angriffe auf Gebiet Saporoschje
Gouverneur Jewgeni Balizki berichtet auf der Plattform Telegram über weitere ukrainische Angriffe auf Siedlungen in dem von Russland kontrollierten Teil des Gebiets Saporoschje. Demnach habe der Gegner in den vergangenen 24 Stunden 14 gezielte Drohnenattacken unternommen. Dabei seien zwei zivile Einwohner verletzt worden, teilt der Politiker mit. In der Siedlung Balki sei ein Mann des Jahrgangs 1987 bei einem Drohnenangriff zu Schaden gekommen. Nahe der Siedlung Berdjanskoje habe ein Lkw-Fahrer Verletzungen erlitten. Infolge der Angriffe seien zudem ein Wohnhaus, ein Lkw und mehrere Autos zerstört oder beschädigt worden.
14:36 Uhr
Russlands Vize-Außenminister Ljubinski: "Wir haben absolut keinen Dialog mit Deutschland"
Im Gespräch mit der Nachrichtenagentur TASS hat sich der stellvertretende Außenminister Russlands, Dmitri Ljubinski, zu dem aktuellen Stand der russisch-deutschen Beziehungen geäußert. Dem ranghohen Diplomaten zufolge gebe es derzeit absolut keinen Dialog zwischen den beiden Ländern. Es wäre eine Übertreibung zu sagen, dass weitere "revanchistische" Erklärungen der Regierung in Berlin das bilaterale Verhältnis irgendwie weiter erschweren könnten, erklärte Ljubinski.
"Denn es lässt sich praktisch nicht mehr weiter erschweren. Es befindet sich auf einem Niveau, das unter aller Kanone ist. Ich sehe derzeit keine Voraussetzungen dafür, dass sich irgendein Dialog zwischen Deutschland und uns entspinnen könnte."
14:07 Uhr
Zwischen Aufrüstung und Verhandlungen: Europa im Widerspruch

Die europäischen Staaten verharren derweil im Widerspruch. Immer mehr Stimmen in Europa drängen darauf, endlich an den Verhandlungstisch mit Russland zurückzukehren. Zugleich hält die EU an ihrem Kurs fest: Der Druck auf Moskau soll aufrechterhalten und die Ukraine weiterhin finanziell sowie militärisch unterstützt werden. Darüber berichtet unser Korrespondent Iwan Medwedew. Seinen Bericht gibt es hier auf unserer Website zu sehen.
13:38 Uhr
Bundesregierung betrachtet Wehrdienst in Russland als keinen Schutzgrund
Die Bundesregierung sieht im Risiko einer Rekrutierung keinen generellen Grund für eine Aufnahme russischer Männer als Flüchtlinge in Deutschland. Die bloße Möglichkeit, zum Wehrdienst einberufen zu werden, reiche nicht aus, damit Asyl oder internationaler Schutz gewährt werde, zitiert die Deutsche Presse-Agentur einen Sprecher des Bundesinnenministeriums.
"Jeder Staat hat das Recht, für die Landesverteidigung Personal zu rekrutieren."
Die Rekrutierung allein sei "kein schutzauslösendes Phänomen". Die Erteilung des Schutzes bleibe stets eine Einzelfallentscheidung, die grundsätzlich mit einer Sicherheitsüberprüfung einhergehe. Auch mögliche Ausschlusstatbestände wie die Beteiligung an Kriegsverbrechen gehörten dazu, so der Sprecher.
13:10 Uhr
Frontbericht des russischen Verteidigungsministeriums
Das russische Verteidigungsministerium berichtet über den weiteren Verlauf der militärischen Sonderoperation in der Ukraine innerhalb der zurückliegenden 24 Stunden. Wie die Militärbehörde am Samstag auf der Plattform MAX schreibt, habe der Truppenverband Nord seine taktische Position verbessert und ukrainische Einheiten im Raum der Ortschaften Isbizkoje, Bely Kolodes und Stariza im Gebiet Charkow sowie Choten, Batschewsk, Kondratowka und Iwolschanskoje im Gebiet Sumy getroffen. Der Gegner habe bis zu 200 Armeeangehörige verloren. Zudem habe das russische Militär ein gepanzertes Gefechtsfahrzeug und 16 Autos zerstört.
Auch der Truppenverband West habe seine Position an der vordersten Linie verbessert, indem er Personal und Technik des Gegners nahe den Ortschaften Schtschurowo, Sidorowo und Swjatogorsk in der DVR sowie Welikaja Schapkowka und Schijkowka im Gebiet Charkow getroffen habe. Dabei seien mehr als 180 Soldaten getötet oder verletzt worden. Der Gegner habe außerdem 21 Autos, zwei Geschütze und eine Anlage der elektronischen Kampfführung verloren.
Der Truppenverband Süd habe ebenfalls günstigere Stellungen bezogen und ukrainische Einheiten nahe den Ortschaften Nikolajewka, Alexejewo-Druschkowka, Artjoma, Rai-Alexandrowka, Piskunowka, Konstantinowka und Malinowka in der DVR getroffen. Das Ministerium beziffert die gegnerischen Personalverluste auf mehr als 85 Kämpfer. Drei gepanzerte Gefechtsfahrzeuge, vier Geschütze und 13 Autos seien außer Gefecht gesetzt worden.
Auch der Truppenverband Mitte habe günstigere Stellungen bezogen, wobei er Personal und Technik der ukrainischen Streitkräfte in der Nähe der Ortschaften Wodjanskoje, Annowka, Belizkoje, Sergejewka und Nowoalexandrowka in der DVR sowie Nowopawlowka im Gebiet Dnjepropetrowsk getroffen habe. Der Gegner habe mehr als 340 Armeeangehörige verloren. Acht gepanzerte Gefechtsfahrzeuge und vier Autos seien außer Gefecht gesetzt worden.
Der Truppenverband Ost setzte seinen Vormarsch fort und habe zuletzt Personal und Technik des Gegners in der Nähe der Ortschaften Gawrilowka, Podgawrilowka, Malomichailowka und Kolomijzy im Gebiet Dnjepropetrowsk sowie Timoschewka, Kopani und Komsomolskoje im Gebiet Saporoschje getroffen. Die Militärbehörde schätzt die ukrainischen Personalverluste auf mehr als 455 Kämpfer. Das russische Militär habe zudem neun Autos und ein Geschütz zerstört.
Der Truppenverband Dnjepr habe ukrainische Einheiten im Raum der Ortschaften Grigorowka, Belogorje und Dimitrowo im Gebiet Saporoschje getroffen. Dabei habe der Gegner mehr als 60 Soldaten verloren. Zwei Geschütze, zwölf Autos und drei Anlagen der elektronischen Kampfführung seien außer Gefecht gesetzt worden.
Ferner meldet das Ministerium in Moskau den Abschuss von zehn Lenkbomben, einer HIMARS-Rakete und 352 Drohnen in den zurückliegenden 24 Stunden.
Nach russischen Angaben habe die Ukraine seit dem Beginn der Sonderoperation am 24. Februar 2022 insgesamt 671 Flugzeuge, 284 Hubschrauber, 153.684 Drohnen, 661 Flugabwehrraketenkomplexe, 29.550 Kampfpanzer und andere Panzerfahrzeuge, 1.727 Mehrfachraketenwerfer sowie 35.136 Geschütze und Mörser verloren.
12:33 Uhr
Russland meldet kombinierten Hochpräzisionsschlag gegen Militärziele in der Ukraine

Archivbild: Ukrainische Feuerwehrleute löschen am 5. Mai 2026 nach einem russischen Drohnenangriff auf das Gebiet Kiew ein Tankfahrzeug.Ukrainian Emergency Service / AP Das russische Verteidigungsministerium meldet einen kombinierten Schlag gegen Ziele in der Ukraine. Wie die Behörde auf der Plattform MAX schreibt, habe es sich um eine Reaktion auf terroristische Angriffe des Nachbarlandes auf zivile Objekte in Russland gehandelt. Das russische Militär habe dabei boden- und luftbasierte hochpräzise Langstreckenwaffen und unbemannte Luftfahrzeuge eingesetzt. Der Schlag habe Militärflugplätzen sowie Brennstoffdepots, der Energieinfrastruktur und Verkehrsanlagen gegolten, welche der Gegner zu militärischen Zwecken genutzt habe. Alle anvisierten Ziele seien getroffen worden, heißt es.
Außerdem berichtet die Behörde in Moskau über erfolgreiche Luft-, Drohnen-, Raketen- und Artillerieangriffe auf 148 Standorte mit ukrainischen Soldaten und ausländischen Söldnern.
Die ukrainischen Behörden haben zuvor neun Einschläge an sieben Orten bestätigt.
12:05 Uhr
Direktor des AKW Saporoschje: AKW bei Energodar bleibt gefährlichstes Objekt im Konflikt
Im Gespräch mit der Nachrichtenagentur TASS hat sich Juri Tschernitschuk, Direktor des Kernkraftwerks Saporoschje, wegen der Sicherheitssituation rund um die Atomanlage bei der Stadt Energodar besorgt gezeigt. Der AKW-Leiter erklärte:
"Vom ersten Tag des Konfliktes an bleibt das AKW Saporoschje das potenziell gefährlichste Objekt, in dessen Umgebung gekämpft wird und in dessen Umgebung es verboten ist, Kriegshandlungen zu führen."
Dabei verwies Tschernitschuk auf die verheerenden langfristigen Folgen im Fall eines Schlags gegen die größte Atomanlage in Europa. Selbst ein möglicher Schlag gegen die DVR-Hauptstadt Donezk mit zahlreichen Toten und Infrastrukturschäden wäre langfristig nicht so katastrophal.
Zuvor hatte Alexei Lichatschow, der Leiter der russischen Atomaufsichtsbehörde Rosatom, über eine beispiellos große Zahl ukrainischer Attacken auf das AKW und die benachbarte Stadt Energodar berichtet. Allein in der Nacht vom 26. zum 27. Mai habe man dort mehr als 55 Explosionen registriert. Lichatschow warf der Ukraine vor, mit ihren Angriffen die Stadtbevölkerung und das AKW-Personal einschüchtern zu wollen.
11:39 Uhr
EAWU-Gipfel in Kasachstan: Putin spricht über Armenien, Ukraine und KI

Der russische Präsident Wladimir Putin hat seinen dreitägigen Staatsbesuch in Kasachstan beendet. In Astana nahm er am Gipfeltreffen der Eurasischen Wirtschaftsunion und an der Sitzung des Obersten Eurasischen Wirtschaftsrats teil. Im Mittelpunkt standen die Zukunft der EAWU, Armeniens mögliche Annäherung an die EU, wirtschaftliche Zusammenarbeit, künstliche Intelligenz sowie der Ukraine-Konflikt.
Putin warnte vor schweren wirtschaftlichen Folgen eines armenischen Austritts, lobte die Entwicklung der Eurasischen Wirtschaftsunion und wies westliche Vorwürfe einer russischen Bedrohung Europas als Propaganda zurück.
Über die wichtigsten Aussagen berichtet unser Korrespondent Georg Sadownitschij aus Astana. Seinen Videobericht gibt es hier auf unserer Website zu sehen.
11:07 Uhr
Drei Tote bei ukrainischen Angriffen auf 51 Ortschaften im Gebiet Belgorod
Der Krisenstab des russischen Grenzgebiets Belgorod veröffentlicht jeden Tag auf Telegram Statistiken über ukrainische Angriffe auf Siedlungen in der Region. Aus dem heutigen Eintrag geht hervor, dass das ukrainische Militär in den vergangenen 24 Stunden 51 Ortschaften in sieben Bezirken angegriffen habe. Der Gegner habe mindestens 57 Geschosse abgefeuert und 91 Drohnen eingesetzt, von denen 36 abgeschossen worden seien.
In der Statistik wird auch über Opfer unter der Zivilbevölkerung berichtet. Demnach seien in der Nacht zum Samstag und am frühen Morgen drei Männer ums Leben gekommen, als das ukrainische Militär die Siedlung Oktjabrski mit unbemannten Luftfahrzeugen attackiert habe. Zwei weitere Männer seien verletzt worden. In der Siedlung Golowtschino sei eine Frau verletzt worden, als eine ukrainische Drohne ihr Auto angegriffen habe.
Der Krisenstab meldet zudem viele Sachschäden. Demnach seien in den letzten 24 Stunden 19 Einfamilienhäuser, eine Kirche, eine soziale Einrichtung, eine Garage, eine Stromleitung, zwei Lkw, ein Kleintransporter und 20 Autos zerstört oder beschädigt worden.
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Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.



