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Liveticker Ukraine-Krieg: Teile des historischen Panoramagemäldes in Sewastopol gerettet

Russland führt gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine Militäroperation in der Ukraine durch. Der Westen reagiert mit immer neuen Waffenlieferungen an die Ukraine und beispiellosen Sanktionen gegen Russland. Lesen Sie hier die neuesten Entwicklungen.
Liveticker Ukraine-Krieg: Teile des historischen Panoramagemäldes in Sewastopol gerettetQuelle: Sputnik © Konstantin Michaltschewski
  • 10.06.2026 20:22 Uhr

    20:22 Uhr

    Aufgedeckte Korruptionsaffäre um militärisches Eigentum in der Ukraine

    Das Nationale Antikorruptionsbüro der Ukraine (NABU) hat die Aufdeckung eines großangelegten Plans zur Veruntreuung von militärischem Eigentum bekannt gegeben. In den Fall sei auch die Führung einer Militäreinheit im Gebiet Charkow verwickelt gewesen.

    Den Ermittlungen zufolge lieferte ein Firmenkonsortium in den Jahren 2022 bis 2024 zusammen mit mehreren Einzelunternehmern Ersatzteile für gepanzerte Fahrzeuge im Wert von über 350 Millionen Griwna (rund 7,7 Millionen US-Dollar) an Rüstungsbetriebe. Ein Teil dieser Komponenten befand sich zuvor in einer Militäreinheit und wurde dort angeblich als zerstört abgeschrieben.

    Der ehemalige stellvertretende Kommandeur der Einheit soll den Plan unterstützt und dafür eine unrechtmäßige Zahlung von mindestens 2,8 Millionen Griwna (rund 62.000 US-Dollar) erhalten haben. Gegen ihn wurde Anklage wegen Veruntreuung militärischen Eigentums und Bestechlichkeit erhoben.

  • 20:11 Uhr

    "Barbarischer Akt" – Kiew zerstört monumentales Rundgemälde von Roubaud

    Russlands Außenministerium hat den gezielten nächtlichen Drohnenangriff der ukrainischen Streitkräfte auf das Gebäude des Panoramas "Verteidigung von Sewastopol 1854–1855" scharf verurteilt. Maria Sacharowa nannte den Angriff "einen weiteren barbarischen Akt des Kiewer Regimes gegen ein ziviles Objekt."

    Nach der Attacke brach in dem Gebäude ein Feuer aus. Sewastopols Gouverneur Michail Raswoschajew erklärte auf Telegram, die Lage sei "äußerst ernst". Bereits jetzt sei klar, dass Franz Roubauds Meisterwerk "praktisch zerstört" sei.

    Das monumentale Panorama wurde 1905 zum 50. Jahrestag der Verteidigung Sewastopols im Krimkrieg der Öffentlichkeit vorgestellt. Das Werk ist 115 Meter lang, 14 Meter hoch und umfasst eine Fläche von rund 1.610 Quadratmetern.

    Ein Video dazu gibt es hier auf unserer Webseite.

  • 20:00 Uhr

    Gebiet Belgorod: Familienvater stirbt bei Angriff, Ehefrau und Sohn verletzt

    Bei einem ukrainischen Drohnenangriff auf ein Fahrzeug im Gebiet Belgorod sind eine Person getötet und zwei weitere verletzt worden. Dies teilte der operative Stab der Region mit.

    Eine FPV-Drohne traf demnach in der Nähe des Dorfes Proletarski im Bezirk Rakitjanskoje ein Auto, in dem sich eine Familie befand. Der Mann wurde in äußerst kritischem Zustand in ein Krankenhaus gebracht, er verstarb jedoch trotz ärztlicher Bemühungen.

    Seine Ehefrau erlitt Splitterverletzungen am Arm und an der Schulter, der 21-jährige Sohn wurde am Auge verletzt. Beide werden in einer regionalen Klinik behandelt.

  • 19:41 Uhr

    Teile des historischen Panoramagemäldes in Sewastopol gerettet

    Nach einem Drohnenangriff der Ukraine auf das Museum der Verteidigung von Sewastopol konnten drei Fragmente eines beschädigten historischen Rundgemäldes gesichert werden. Dies teilte die Pressestelle des Schutzgebiets mit.

    "Aus dem Gebäude wurden bereits drei Fragmente des durch Feuer beschädigten Gemäldes evakuiert."

    Die Rettungskräfte beendeten die Löscharbeiten und führten Nachlöscharbeiten durch, um ein Wiederaufflammen des Feuers zu verhindern. Die Bergung weiterer Teile des Kunstwerks läuft. Über eine mögliche Restaurierung sollen Fachleute entscheiden, die den Zustand bewerten werden. Laut dem Museum wurde in der Einrichtung eine rekonstruierte Version der Panoramaarbeit von Franz Roubaud gezeigt, die 1954 von einer Gruppe sowjetischer Künstler geschaffen wurde.

  • 19:22 Uhr

    Peskow: "Die Europäer konzentrieren sich nicht auf Frieden – sondern auf Krieg"

    Kremlsprecher Dmitri Peskow hat Europa die Eignung als Vermittler im Ukraine-Konflikt abgesprochen. Vermittlungsbemühungen mit Bedingungen an Russland zu beginnen, sei unlogisch und für Moskau inakzeptabel, erklärte Peskow am 9. Juni. Die europäischen Staaten konzentrierten sich stärker auf eine Fortsetzung des Konflikts als auf Friedensverhandlungen.

    Zuvor hatte der deutsche Regierungssprecher Stefan Kornelius erklärt, die EU-Staaten seien bereit, bei Verhandlungen zur Beendigung des Ukraine-Konflikts eine führende Rolle zu übernehmen. Der europäische Ansatz soll bei dem bevorstehenden G7-Treffen beraten werden.

    Ein Video dazu gibt es hier auf unserer Webseite.

  • 19:04 Uhr

    Zahl der Ukraine-Flüchtlinge in der EU nimmt leicht zu

    Die Zahl der Menschen aus der Ukraine, die in der EU Schutz suchen, ist im April leicht gestiegen. Wie das in Luxemburg ansässige EU-Statistikamt Eurostat am Mittwoch mitteilte, hielten sich im April rund 4,37 Millionen Ukrainer mit temporärem Schutzstatus in der EU auf. Dies ist ein Prozent mehr als im März 2026.

    Die meisten Ukrainer beherbergt nach wie vor Deutschland. In der Bundesrepublik befanden sich im April demnach rund 1,28 Millionen Ukrainer, in Polen 971.255 und in Tschechien 384.435. Eurostat zufolge kamen im April rund 4.700 neue ukrainische Flüchtlinge nach Deutschland.

  • 18:44 Uhr

    Ungarn bekräftigt Nein zu Waffenlieferungen an die Ukraine

    Ungarn wird auch weiterhin keine Waffen an die Ukraine liefern. Dies erklärte Außenministerin Anita Orbán auf einer gemeinsamen Pressekonferenz mit ihrem deutschen Amtskollegen Johann Wadephul.

    "Was Waffenlieferungen betrifft, ist unsere Position absolut klar. Das, was wir während des Wahlkampfs gesagt haben, gilt unverändert bis heute: Wir unterstützen keine Waffenlieferungen an die Ukraine. Ungarn wird keine Waffen liefern."

    Bereits Ende Mai hatte Ministerpräsident Péter Magyar nach einem Treffen mit NATO-Generalsekretär Mark Rutte erklärt, dass Ungarn keine Waffen und keine Militärtechnik in die Ukraine entsenden werde.

  • 18:20 Uhr

    Ukraine verabschiedet Rekord-Wehretat nach Freigabe von EU-Milliarden

    Nach der Freigabe von EU-Milliardenhilfen hat das ukrainische Parlament den Weg für Rekordausgaben im Verteidigungsbereich geebnet. Die Abgeordneten stimmten am Mittwoch einer Aufstockung des Haushalts um zusätzlich 1,56 Billionen Griwna (etwa 30 Milliarden Euro) für Verteidigung und Sicherheit zu. Das Gesetz wurde mit 242 Stimmen angenommen, für eine Mehrheit waren 226 Stimmen nötig.

    Damit steigt der gesamte Wehretat für das laufende Jahr auf die Rekordsumme von 4,37 Billionen Griwna. Möglich wurde die Aufstockung durch die Freigabe eines 90 Milliarden Euro schweren Darlehens der EU, das durch eingefrorene russische Vermögenswerte gesichert ist. Eine erste Tranche von 3,2 Milliarden Euro wird noch für diesen Monat erwartet. Kiew ist aber weiterhin auf andere internationale Hilfen angewiesen, um seinen Haushalt zu finanzieren.

  • 18:00 Uhr

    Gebiet Saporoschje: Mehrere Verletzte nach Drohnenangriff der Ukraine

    Bei einem Drohnenangriff der Ukraine auf die Stadt Dnjeprorudnoje im Gebiet Saporoschje sind fünf Menschen verletzt worden, darunter ein 13-Jähriger. Alle erlitten Splitterverletzungen unterschiedlichen Schweregrads. Sie wurden in ein örtliches Krankenhaus eingeliefert und dort medizinisch versorgt. Dies teilte das regionale Gesundheitsministerium mit.

  • 17:40 Uhr

    Russische Regionen melden weitere Opfer ukrainischer Attacken

    Bei Angriffen der Ukraine im Gebiet Kursk und in der Donezker Volksrepublik (DVR) sind zwei Zivilisten verletzt worden. Im Dorf Ilek im Gebiet Kursk erlitt ein 73-jähriger Mann mehrere Splitterverletzungen und Verbrennungen. Laut Gouverneur Alexander Chinstein wird er medizinisch versorgt und nach Kursk gebracht. Zudem wurde im zentralen Stadtbezirk von Gorlowka eine Zivilistin verletzt. Dies teilte Bürgermeister Iwan Prichodko auf Telegram mit.

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Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.