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Liveticker Ukraine-Krieg: Russland greift Hafen von Odessa und Frachtschiffe mit Militärgütern an

Russland führt gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine Militäroperation in der Ukraine durch. Der Westen reagiert mit immer neuen Waffenlieferungen an die Ukraine und beispiellosen Sanktionen gegen Russland. Lesen Sie hier die neuesten Entwicklungen.
Liveticker Ukraine-Krieg: Russland greift Hafen von Odessa und Frachtschiffe mit Militärgütern an© STANISLAW KRASSILNIKOW
  • 18.07.2026 13:04 Uhr

    13:04 Uhr

    Frontbericht des russischen Verteidigungsministeriums

    Das russische Verteidigungsministerium berichtet über den weiteren Verlauf der militärischen Sonderoperation in der Ukraine binnen der letzten 24 Stunden. Wie die Behörde am Sonntag auf der Plattform MAX schreibt, habe der Truppenverband Nord seine taktische Position verbessert, indem er Personal und Technik des Gegners nahe der Ortschaften Michailowskoje, Ulanowo, Ryschewka, Mogriza und Sadki im Gebiet Sumy sowie Mironowka, Kasatschja Lopan, Sosnowka, Bugajewka und Werowka im Gebiet Charkow getroffen habe. Der Gegner habe dabei bis zu 230 Soldaten verloren. Zudem seien ein gepanzertes Gefechtsfahrzeug, neun Autos, zwei Geschütze und eine Anlage der elektronischen Kampfführung außer Gefecht gesetzt worden.

    Der Truppenverband West habe ebenfalls günstigere Positionen bezogen und ukrainische Einheiten im Raum der Ortschaften Krasny Liman und Majaki in der DVR sowie Tscherwony Oskol, Starowerowka und Isjum im Gebiet Charkow getroffen. Mehr als 215 ukrainische Armeeangehörige seien getötet oder verletzt worden. Das russische Militär habe zudem fünf gepanzerte Gefechtsfahrzeuge, 15 Autos, eine Panzerhaubitze und ein Artillerieaufklärungsradar zerstört.

    Auch der Truppenverband Süd habe seine Position an der vordersten Linie verbessert und ukrainische Einheiten in der Nähe den Ortschaften Weroljubowka, Slawjansk, Kramatorsk, Druschkowka, Semjonowka, Nikolajewka, Nikanorowka und Wassjutinskoje in der DVR getroffen. Das russische Ministerium beziffert die gegnerischen Personalverluste auf mehr als 145 Kämpfer. Der Gegner habe außerdem ein gepanzertes Gefechtsfahrzeug, 15 Autos und vier Geschütze verloren.

    Der Truppenverband Mitte habe ebenfalls seine taktische Position verbessert, indem er Personal und Technik des Gegners nahe den Ortschaften Iwanowka im Gebiet Dnjepropetrowsk sowie Nowogrigorowka, Nowofjodorowka, Raiskoje, Dobropolje, Schewtschenko, Grusskoje, Sergejewka, Solotoi Kolodes und Krasny Kut in der DVR getroffen habe. Der Gegner habe bis zu 370 Armeeangehörige verloren. Zwei gepanzerte Gefechtsfahrzeuge, vier Autos und ein Geschütz seien zerstört worden.

    Der Truppenverband Ost setze seinen Vormarsch fort und habe zuletzt ukrainische Einheiten in der Nähe der Ortschaften Wassilkowka, Malinowka, Pokrowskoje und Wolnoje im Gebiet Dnjepropetrowsk sowie Obschtscheje, Nikolskoje, Nowoje Pole und Ljubizkoje im Gebiet Saporoschje getroffen. Die Militärbehörde in Moskau schätzt die gegnerischen Personalverluste auf mehr als 515 Kämpfer. Dabei seien zwei gepanzerte Gefechtsfahrzeuge und sieben Autos außer Gefecht gesetzt worden.

    Der Truppenverband Dnjepr habe ukrainische Einheiten im Raum der Ortschaften Ingulez im Gebiet Cherson sowie Sapasnoje und Orechow im Gebiet Saporoschje getroffen. Mehr als 65 ukrainische Soldaten seien getötet oder verletzt worden. Das russische Militär habe außerdem elf Autos und zwei Anlagen der elektronischen Kampfführung zerstört.

    Ferner meldet das Ministerium in Moskau erfolgreiche Luft-, Drohnen-, Raketen- und Artillerieangriffe auf Energie- und Verkehrsanlagen in der Ukraine, die der Gegner zu militärischen Zwecken nutze, und 143 Standorte mit ukrainischen Soldaten und ausländischen Söldnern. Die russische Luftabwehr habe in den letzten 24 Stunden hingegen 13 Lenkbomben und 774 Drohnen abgefangen.

    Nach russischen Angaben habe die Ukraine seit dem Beginn der Sonderoperation am 24. Februar 2022 insgesamt 673 Flugzeuge, 284 Hubschrauber, 183.930 Drohnen, 666 Flugabwehrraketenkomplexe, 30.195 Kampfpanzer und andere Panzerfahrzeuge, 1.760 Mehrfachraketenwerfer sowie 35.808 Geschütze und Mörser verloren.

  • 12:35 Uhr

    Schäden durch ukrainische Drohnenangriffe auf russische Gebiete Orjol und Wladimir

    Auch in den russischen Gebieten Orjol und Wladimir gibt es nach den jüngsten Drohnenattacken aus der Ukraine Sachschäden. Die örtlichen Behörden melden aber keine Opfer unter der Zivilbevölkerung.

    Andrei Klytschkow, Gouverneur des Gebiets Orjol, teilt auf der Plattform MAX mit, dass über seiner Region 16 ukrainische Drohnen abgeschossen worden seien. Zwei Einfamilienhäuser hätten geringfügige Schäden erlitten.

    Alexander Awdejew, Gouverneur des Gebiets Wladimir, schreibt auf MAX, dass eine ukrainische Drohne in ein Mehrfamilienhaus eingeschlagen sei. Es sei zu einem Brand gekommen. Mehrere Hausbewohner seien evakuiert worden.

  • 12:09 Uhr

    Ukrainehilfen sollen aus Sicht von Wadephul nicht unter Schuldenbremse fallen

    Bundesaußenminister Johann Wadephul hat im Gespräch mit dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) die Idee der Bundesentwicklungsministerin Reem Alabali Radovan, die Ukrainehilfen von der Schuldenbremse auszunehmen, unterstützt. Der CDU-Politiker erklärte:

    "Ich halte das für eine sinnvolle Idee. Darüber muss jetzt in ​der Koalition diskutiert und im Herbst entschieden ⁠werden."

    Die SPD-Politikerin hatte argumentiert, mit dem Schritt könne man den finanziellen Spielraum für humanitäre Hilfe und Entwicklungshilfe ‌erhöhen.

    Außerdem forderte Wadephul von den Europäern mehr Bemühungen, um eine Verhandlungslösung für den Ukraine-Krieg durchzusetzen. Zuletzt habe die US-Regierung in der Ukraine-Frage ein weniger starkes Engagement gezeigt, daher seien nun die EU-Staaten gefragt. Deutschland, Frankreich und Großbritannien hätten dazu einen Vorstoß gemacht. Das Wichtigste sei, "endlich einen Weg für Gespräche zu finden". Putin verschließe sich dem bislang, so der Minister.

    "Es liegt also an ihm, denn er muss jetzt die Chance ergreifen, diesen auch für sein Land sehr schädlichen Krieg zu beenden."

  • 11:30 Uhr

    Ein Toter und drei Verletzte bei ukrainischen Angriffen auf 56 Ortschaften im Gebiet Belgorod

    Der Krisenstab des russischen Grenzgebiets Belgorod veröffentlicht jeden Tag auf Telegram Statistiken über ukrainische Angriffe auf Siedlungen in der Region. Aus dem heutigen Eintrag geht hervor, dass das ukrainische Militär in den letzten 24 Stunden 56 Ortschaften in neun Bezirken angegriffen habe. Der Gegner habe mindestens 16 Geschosse abgefeuert und 237 Drohnen eingesetzt, von denen 169 abgeschossen worden seien.

    In der Statistik wird auch über Opfer unter der Zivilbevölkerung berichtet. In der Siedlung Nikolskoje sei ein Mann ums Leben gekommen, als eine ukrainische FPV-Drohne sein Auto angegriffen habe. Bei der Detonation einer Drohne in der Stadt Schebekino seien drei Menschen verletzt worden. Auf der Intensivstation eines Krankenhauses in Schebekino sei am Freitag ein Mann gestorben, der noch am 19. Juni bei einer Drohnenattacke auf seinen Lkw schwere Verletzungen erlitten habe.

    Der Krisenstab meldet zudem viele Sachschäden. Demnach seien in den letzten 24 Stunden zwei Mehrfamilienhäuser, elf Einfamilienhäuser, vier Geschäfte, zwei Betriebe, ein Verwaltungsgebäude und vier soziale Einrichtungen zerstört oder beschädigt worden. Betroffen seien auch eine Garage, eine Gasleitung, zwei Stromleitungen, fünf Lkw und 17 Autos.

  • 11:02 Uhr

    Schäden durch ukrainische Artillerie- und Drohnenangriffe auf Grenzgebiet Kursk

    Die ukrainischen Streitkräfte setzen ihre Attacken auf das russische Grenzgebiet Kursk fort. Gouverneur Alexander Chinstein berichtet in der täglichen Statistik auf der Plattform MAX über zahlreiche Artillerie- und Drohnenangriffe auf die Region. Wie der Politiker mitteilt, seien im Zeitraum von 8 Uhr am 17. Juli bis 8 Uhr am 18. Juli (MESZ) 148 ukrainische Drohnen abgeschossen worden. Darüber hinaus habe die gegnerische Artillerie in dieser Zeit 80-mal grenznahe, evakuierte Ortschaften unter Beschuss genommen. Es habe außerdem acht Angriffe gegeben, bei denen unbemannte Luftfahrzeuge Sprengsätze auf Objekte im Gebiet Kursk abgeworfen hätten.

    Chinstein meldet weder Todesopfer noch Verletzte unter der Zivilbevölkerung. In der Stadt Rylsk seien jedoch ein Kesselhaus, ein Mehrfamilienhaus und eine Garage beschädigt worden. Im Dorf Ryschewka seien ein Wohnhaus, ein Schuppen und ein Auto völlig ausgebrannt. In der Stadt Lgow seien sechs Einfamilienhäuser und ein Auto zu Schaden gekommen. In der Siedlung Banischtschi sei ein Lkw zerstört worden.

  • 10:38 Uhr

    Deutsch-französische Militärpläne: Große Worte, offene Fragen

    Einen Monat nach dem Scheitern des deutsch-französischen Kampfflugzeugprojekts wollen Berlin und Paris ihre militärische Zusammenarbeit neu beleben. Beim Treffen von Bundeskanzler Friedrich Merz und Präsident Emmanuel Macron ging es vor allem um gemeinsame Übungen, eine stärkere deutsche Beteiligung am Rüstungskonzern KNDS und einen möglichen französischen Nuklearschirm für Deutschland.

    Zweifel bleiben jedoch: Mehrere Großprojekte sind ins Stocken geraten, und der Politikwissenschaftler Alexander Kamkin betont im Beitrag, dass Frankreich die Kontrolle über seine Atomwaffen niemals mit Berlin teilen werde.

    Den Videobericht gibt es hier auf unserer Webseite zu sehen.

  • 10:05 Uhr

    Beschuss auf Siedlungen im Gebiet Cherson: Knapp 50 Geschosse aus Ukraine abgefeuert

    Die Behörden im von Russland kontrollierten Teil des Gebiets Cherson melden andauernde Angriffe auf Siedlungen am linken Dnjepr-Ufer. Den Angaben zufolge habe die ukrainische Artillerie im Laufe des 17. Juli 31 Geschosse auf elf Ortschaften abgefeuert. Die Zahl der eingeschlagenen Geschosse listen die Behörden wie folgt auf:

    • Aljoschki — 2,
    • Briljowka — 2,
    • Welikije Kopani — 4,
    • Golaja Pristan — 3,
    • Ljubimowka — 3,
    • Molotschnoje — 3,
    • Radensk — 2,
    • Tarassowka — 6,
    • Zukury — 2,
    • Tschaplinka — 2,
    • Tschulakowka — 2.

    Wie die Behörden weiter mitteilen, habe der Beschuss auch in der Nacht zum Samstag angedauert. Auf zivile Infrastruktur der von Russland kontrollierten Ortschaften Kalantschak, Dnjeprjany, Nowaja Kachowka, Welikaja Lepeticha und Aljoschki seien insgesamt 15 Geschosse abgefeuert worden.

    Berichte über Opfer und Schäden liegen bislang nicht vor.

  • 09:40 Uhr

    DVR meldet 38 ukrainische Angriffe binnen 24 Stunden

    Die Behörden in Donezk haben innerhalb der vergangenen 24 Stunden 38 Angriffe durch ukrainische Truppen registriert. Demnach wurden auf das Territorium der Volksrepublik 45 Geschosse abgefeuert. Bei den Angriffen in der Zeitspanne von 0 Uhr am 17. Juli bis 0 Uhr am 18. Juli (Ortszeit) kamen zwei Zivilisten ums Leben, zwölf weitere Einwohner erlitten Verletzungen. Durch den Beschuss wurden drei Wohnhäuser, drei zivile Infrastrukturobjekte sowie mehrere Kommunalfahrzeuge, Busse, Lkw und Autos beschädigt.

    Am Vortag hatten die Behörden von Donezk 35 Angriffe aus der Ukraine gemeldet. Dabei wurden zwei Zivilisten getötet, elf weitere Einwohner erlitten Verletzungen. Zu Schaden kamen zwei Wohnhäuser, sieben zivile Infrastrukturobjekte, ein Bus, ein Krankenwagen, ein Löschfahrzeug sowie mehrere Lkw und Autos.

  • 09:01 Uhr

    Russland greift Hafen von Odessa und Frachtschiffe an

    Russland setzt seine Luftangriffe auf Ziele in der Ukraine fort. Auf der Plattform Telegram berichtet das Verteidigungsministerium in Moskau über Attacken auf militärisch relevante Häfen im Nachbarland. Demnach habe das russische Militär in der vergangenen Nacht den Hafen Odessa angegriffen. Dabei seien unter anderem Anlagen zum Umschlag von Kraft- und Schmierstoffen sowie Tanks mit solchen Stoffen getroffen worden, die man zur Versorgung der ukrainischen Streitkräfte verwendet habe. Im Hafen Tschernomorsk und in der Nähe der Schlangeninsel seien zwei Schiffe mit Militärgütern an Bord getroffen worden. Für diese Schläge habe das russische Militär hochpräzise luft- und bodenbasierte Waffen und Kampfdrohnen eingesetzt, heißt es.

    Zuvor hatte der Militärgouverneur des südukrainischen Gebiets Odessa, Oleg Kiper, über einen russischen Raketenangriff auf ein Frachtschiff berichtet, das unter der Flagge der Marschallinseln gefahren sei. Vier Mitglieder der 17-köpfigen Besatzung seien verletzt worden. Im Hafen seien ein Verwaltungsgebäude, ein Lagergebäude und mehr als ein Dutzend Autos beschädigt worden.

  • 08:36 Uhr

    Brand in Erdöldepot und mehrere Verletzte bei Drohnenattacke auf Gebiet Moskau

    In der zurückliegenden Nacht hat das Gebiet Moskau eine massive ukrainische Drohnenattacke überstanden. Gouverneur Andrei Worobjow gibt auf der Plattform Telegram bekannt, dass die russische Luftabwehr über der Region 48 unbemannte Luftfahrzeuge abgeschossen habe. Der Politiker berichtet über schwerwiegende Folgen.

    So habe eine ukrainische Drohne einen Großbrand in einem Erdöldepot in der Stadt Noginsk etwa 60 Kilometer östlich von Moskau ausgelöst. Aus Sicherheitsgründen habe man ein benachbartes Entbindungsheim evakuiert. Die Patientinnen und Babys seien umgehend in andere medizinische Einrichtungen verlegt worden. Außerdem habe man die Bewohner eines benachbarten Mehrfamilienhauses in Sicherheit gebracht, teilt Worobjow mit.

    Der Politiker meldet 26 Verletzte. Demnach seien zwei Einwohner der Stadt Noginsk verletzt worden. Weitere 24 Menschen hätten teils schwere Verletzungen erlitten, als eine ukrainische Drohne in einem Logistikzentrum des Online-Händlers Wildberries in der Stadt Elektrostal, ungefähr 64 Kilometer östlich der Hauptstadt Moskau, eingeschlagen sei.

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Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.