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Liveticker Ukraine-Krieg: Russische Streitkräfte greifen Hafen-Infrastruktur im Gebiet Odessa an

Russland führt gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine Militäroperation in der Ukraine durch. Der Westen reagiert mit immer neuen Waffenlieferungen an die Ukraine und beispiellosen Sanktionen gegen Russland. Lesen Sie hier die neuesten Entwicklungen.
Liveticker Ukraine-Krieg: Russische Streitkräfte greifen Hafen-Infrastruktur im Gebiet Odessa an© Ukrainian Emergency Service
  • 12.07.2026 17:28 Uhr

    17:28 Uhr

    Medien: Naftogaz-Chef könnte neuer Ministerpräsident der Ukraine werden

    Laut ukrainischen Medien erwägt Kiew mehrere Kandidaten für das vakante Amt des Ministerpräsidenten. Genannt werden unter anderem der Vorstandschef des staatlichen Energiekonzerns Naftogaz, Sergei Korezki, der Ex-Regierungschef und amtierende Energieminister Denis Schmygal, Verteidigungsminister Michail Fjodorow sowie der Bürgermeister von Charkow, Igor Terechow. Korezki gelte als der wahrscheinlichste Kandidat.

    Über den bevorstehenden Rücktritt der Ministerpräsidentin Julia Swiridenko berichtete am Sonntag Präsident Wladimir Selenskij. Außerdem sprach er über ein Treffen mit Korezki und bezeichnete dessen Arbeit als effektiv.

    Swiridenko bestätigte mittlerweile ihren Rücktritt. In einem Beitrag in den sozialen Medien schrieb sie:

    "Ich bin stolz darauf, dass ich die Ehre hatte, die Regierung zu leiten. [...] Wir haben mit dem Präsidenten auch unsere nächsten Schritte besprochen."

  • 16:50 Uhr

    Polen gedenkt der Wolhynien-Opfer und kritisiert Selenskij

    Polen hat am Jahrestag des "Blutsonntags" der Opfer des Wolhynien-Massakers gedacht, bei dem ukrainische Nationalisten während des Zweiten Weltkriegs Zehntausende Menschen ermordet hatten. Ministerpräsident Donald Tusk kündigte in Warschau eine Gedenkmauer mit den Namen aller identifizierten Opfer an.

    Den Videobericht gibt es hier auf unserer Website zu sehen.

  • 16:20 Uhr

    Selenskij und Sibiga trauern um Graham: Verfechter der Freiheit und Freund der Ukraine

    Wladimir Selenskij hat sich "zutiefst betrübt" über den Tod des US-Senators Lindsey Graham geäußert. Der ukrainische Staatschef würdigte am Sonntag den Einsatz des republikanischen Politikers für die Ukraine. In seinen sozialen Medien schrieb Selenskij:

    "Amerika und die Welt haben einen entschlossenen Anführer verloren."

    Graham habe die Ukraine seit dem Kriegsausbruch zehnmal besucht und dem ukrainischen Volk zur Seite gestanden, "als dies am dringendsten nötig war".

    Selenskij hatte Graham noch am Freitag in Kiew empfangen. Der US-Senator war ein entschiedener Unterstützer der Ukraine und vertrat einen harten Kurs gegenüber Russland. Erst kürzlich erzielte er gemeinsam mit demokratischen Senatoren eine parteiübergreifende Einigung mit der Regierung von US-Präsident Donald Trump, um verschärfte Sanktionen gegen Russland auf den Weg zu bringen.

    Auch Außenminister Andrei Sibiga zeigte sich bestürzt über den Tod des US-Senators. Dieser sei ein wahrer Freund der Ukraine gewesen.

    "Seine Führungsstärke, seine Überzeugung und sein unerschütterliches Engagement für die Ukraine werden niemals in Vergessenheit geraten."

  • 15:43 Uhr

    Opfer bei massiven ukrainischen Drohnenangriffen auf LVR

    Leonid Passetschnik, Oberhaupt der Volksrepublik Lugansk (LVR), berichtet auf der Plattform MAX über massive ukrainische Angriffe auf die Region. Am Samstag und in der Nacht zum Sonntag habe die örtliche Luftabwehr über der LVR mehr als 40 Luftziele zerstört. Einigen gegnerischen Drohnen sei es jedoch gelungen, ihr Ziel zu erreichen und Schaden zuzufügen. Der Politiker meldet einen Toten und fünf Verletzte.

    "In Lissitschansk traf eine ukrainische Drohne einen Kleintransporter des Straßendienstes. Ein 39-jähriger Arbeiter wurde verletzt. Sein 41-jähriger Kollege kam ums Leben."

    Auch in Swatowo habe der Gegner einen Kleintransporter und ein Motorrad attackiert. Zwei Männer im Alter von 35 und 34 Jahren seien verletzt worden. Infolge eines Angriffs auf den Bezirk Belokurakino habe ein 48 Jahre alter Mann Verletzungen erlitten. In Kremennaja sei eine 75-jährige Frau in ihrem Wohnhaus verletzt worden.

    Darüber hinaus meldet Passetschnik einen Angriff auf einen Lebensmittelmarkt in Stachanow. Mehrere Geschäfte und Lkw seien beschädigt worden. In Starobelsk habe der Gegner ein Wohnhaus attackiert, sodass ein Brand ausgebrochen sei. Als ein Feuerwehrteam am Ort des Geschehens eingetroffen sei, habe das ukrainische Militär erneut zugeschlagen. Glücklicherweise sei niemand verletzt worden.

  • 15:10 Uhr

    Selenskij bildet Regierung um und setzt Ministerpräsidentin Swiridenko ab

    Der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij hat eine Kabinettsumbildung angekündigt. Er begründete dies unter anderem mit einem außenpolitischen Strategiewechsel, um Beziehungen zu Schlüsselpartnern zu stärken. Auf der Plattform X schrieb der Politiker, er habe darüber mit Regierungschefin Julia Swiridenko gesprochen.

    "Wir haben festgestellt, dass für die Veränderung eine Erneuerung des Ministerkabinetts nötig ist."

    Er dankte Swiridenko für ihren Einsatz und kündigte an, ihr die Leitung der Diplomatie mit den wichtigsten Partnern der Ukraine anzubieten.

    Bislang nannte Selenskij keinen Kandidaten für die Nachfolge der 40-Jährigen. Sie hatte das Amt der Ministerpräsidentin vor etwa einem Jahr angetreten. Zuvor war sie Vizeregierungschefin und Wirtschaftsministerin der Ukraine.

  • 14:37 Uhr

    Skandal um Russlands Präsenz bei Biennale von Venedig: EU-Kommission empfiehlt Entzug der Förderung

    Die EU-Kommission hat empfohlen, die Förderung der Biennale von Venedig in Höhe von zwei Millionen Euro einzustellen. Hintergrund ist der Streit um den russischen Pavillon bei der diesjährigen Kunstschau. Die für technologische Souveränität, Sicherheit und Demokratie zuständige Vizepräsidentin der EU-Kommission, Henna Virkkunen, schreibt auf der Plattform X:

    "Die Kommission empfiehlt der Europäischen Exekutivagentur für Bildung und Kultur (EACEA) offiziell, die Förderung in Höhe von zwei Millionen Euro an die Biennale von Venedig zu kündigen."

    In einem weiteren Eintrag fügt sie hinzu, die mit Steuergeldern finanzierte Kultur in Europa sollte demokratische Werte fördern und schützen. Diese Werte würden im heutigen Russland nicht respektiert.

    Die Biennale begann am 9. Mai. Zum ersten Mal seit Beginn des Ukraine-Kriegs Ende Februar 2022 nimmt Russland mit seinem landeseigenen Pavillon wieder an der Kunstschau teil. Derzeit ist der Pavillon jedoch für das breite Publikum geschlossen. Außerhalb ist eine Installation auf einem großen Bildschirm zu sehen.

  • 14:05 Uhr

    Ukrainische Drohnen greifen Energodar an: Mehrere Opfer und Schäden 

    Das ukrainische Militär hat erneut in der AKW-Stadt Energodar zugeschlagen, die sich im von Russland kontrollierten Teil des Gebiets Saporoschje befindet. Wie Bürgermeister Maxim Puchow auf der Plattform MAX schreibt, habe der Gegner am frühen Sonntagmorgen mit einer Drohne eine Bushaltestelle angegriffen. Eine 55-jährige Frau sei ums Leben gekommen. Vier weitere Zivilisten hätten dabei Verletzungen erlitten. Ein Einwohner sei ins Krankenhaus eingeliefert worden.

    Außerdem meldet der Politiker eine neue Attacke auf ein Krankenhaus in der Stadt. Vor der Abteilung für Kinder- und Jugendmedizin sei ein unbemanntes Luftfahrzeug detoniert. Glücklicherweise sei niemand zu Schaden gekommen.

    Ferner berichtet Puchow über einen Angriff auf ein Geschäft. Das ukrainische Militär habe demnach drei Drohnen eingesetzt. Das Dach, die Fassade und die Fenster des Gebäudes seien beschädigt worden.

  • 13:40 Uhr

    RT DE-Exklusiv: Russischer Soldat berichtet über Einsätze und Gefangene

    In einem exklusiven Interview mit RT DE-Militärkorrespondent Iwan Poljanskij berichtet der russische Aufklärungszugführer "SAM" über seinen Weg vom Zimmermann zum Soldaten, gefährliche Einsätze und die Gefangennahme gegnerischer Kämpfer. Sein Grundsatz: Wenn möglich, soll das Leben des Gegners geschont werden. Kraft schöpfe er aus der Verantwortung für seine Kameraden und dem Gedanken an seine Großmutter, die ihn großgezogen hat.

    Das Interview gibt es hier auf unserer Webseite zu sehen. 

  • 13:04 Uhr

    Frontbericht des russischen Verteidigungsministeriums

    Das russische Verteidigungsministerium berichtet über den weiteren Verlauf der militärischen Sonderoperation in der Ukraine binnen der letzten 24 Stunden. Wie die Behörde am Sonntag auf der Plattform MAX schreibt, habe der Truppenverband Nord seine taktische Position verbessert, indem er ukrainische Einheiten im Raum der Ortschaften Stepok und Mogriza im Gebiet Sumy sowie Stariza, Bakschejewka, Bely Kolodes, Wodjanoje, Wessjoloje, Losowaja und Ustinowka im Gebiet Charkow getroffen habe. Der Gegner habe dabei bis zu 185 Soldaten verloren. Zudem seien ein gepanzertes Gefechtsfahrzeug, 13 Autos und eine Anlage der elektronischen Kampfführung außer Gefecht gesetzt worden.

    Der Truppenverband West habe ebenfalls günstigere Positionen bezogen und dabei Personal und Technik des Gegners im Raum der Ortschaften Malejewka und Peski-Radkowskije im Gebiet Charkow sowie Krasny Liman und Schtschurowo in der DVR getroffen. Mehr als 220 ukrainische Armeeangehörige seien getötet oder verletzt worden. Das russische Militär habe fünf gepanzerte Gefechtsfahrzeuge, 17 Autos und ein Geschütz zerstört.

    Auch der Truppenverband Süd habe seine taktische Position verbessert und dabei ukrainische Einheiten nahe den Ortschaften Slawjansk, Orechowatka, Nikolajewka, Druschkowka, Tschassow Jar, Kondratowka und Nikolaipole in der DVR getroffen. Das russische Ministerium beziffert die gegnerischen Personalverluste auf mehr als 155 Armeeangehörige. Der Gegner habe sechs gepanzerte Gefechtsfahrzeuge, 30 Autos, zwei Geschütze und eine Anlage der elektronischen Kampfführung verloren.

    Der Truppenverband Mitte habe ebenfalls seine Position an der vordersten Linie verbessert, indem er Personal und Technik des Gegners nahe den Ortschaften Torezkoje, Rubeschnoje, Annowka, Schewtschenko und Sergejewka in der DVR und Iwanowka im Gebiet Dnjepropetrowsk getroffen habe. Der Gegner habe mehr als 355 Kämpfer verloren. Ein Kampfpanzer, ein gepanzertes Gefechtsfahrzeug, sieben Autos und zwei Anlagen der elektronischen Kampfführung seien zerstört worden.

    Der Truppenverband Ost setze seinen Vormarsch fort und habe zuletzt ukrainische Einheiten in der Nähe der Ortschaften Timoschewka, Ljubizkoje, Mirowka und Noworosowka im Gebiet Saporoschje sowie Romanki, Podgawrilowka, Gawrilowka und Kolomijzy im Gebiet Dnjepropetrowsk getroffen. Die russische Militärbehörde schätzt die gegnerischen Personalverluste auf bis zu 495 Kämpfer. Zwei gepanzerte Gefechtsfahrzeuge, acht Autos und ein Geschütz seien außer Gefecht gesetzt worden.

    Der Truppenverband Dnjepr habe ukrainische Einheiten im Raum der Ortschaften Orechow, Jurkowka und Malokaterinowka im Gebiet Saporoschje sowie Nowoalexandrowka im Gebiet Cherson getroffen. Dabei seien bis zu 55 ukrainische Soldaten getötet oder verletzt worden. Das russische Militär habe darüber hinaus 17 Autos, ein Geschütz und drei Anlagen der elektronischen Kampfführung zerstört.

    Ferner meldet das Ministerium in Moskau erfolgreiche Luft-, Drohnen-, Raketen- und Artillerieangriffe auf Energie- und Verkehrsinfrastruktur, die der Gegner zu militärischen Zwecken nutze, Lager mit Langstreckendrohnen und Munition sowie 158 Standorte mit ukrainischen Soldaten und ausländischen Söldnern. Die russische Luftabwehr habe in den letzten 24 Stunden elf Lenkbomben und 585 Drohnen abgefangen.

    Nach russischen Angaben habe die Ukraine seit dem Beginn der Sonderoperation am 24. Februar 2022 insgesamt 673 Flugzeuge, 284 Hubschrauber, 179.525 Drohnen, 665 Flugabwehrraketenkomplexe, 30.128 Kampfpanzer und andere Panzerfahrzeuge, 1.756 Mehrfachraketenwerfer sowie 35.735 Geschütze und Mörser verloren.

  • 12:38 Uhr

    Selenskij will nach Explosionen bei Kiew verantwortliche Militärs bestrafen

    Bei einem russischen Raketenangriff sind vor einigen Tagen in der Nähe der ukrainischen Hauptstadt Kiew Munitionslager in die Luft gegangen. Jetzt will Präsident Wladimir Selenskij die verantwortlichen Beamten bestrafen. Es sei eindeutig verboten gewesen, Depots in der Stadt Wischnjowoje anzulegen, doch all diese Vorschriften seien missachtet worden, klagt der Politiker in einer auf X veröffentlichten Videobotschaft. Dabei gebe es genügend Orte in der Ukraine, um solche Depots in sicherer Entfernung von Wohnhäusern errichten.

    Laut Selenskij seien für den Verstoß gegen die Sicherheitsvorschriften die Leiter zweier Staatsbetriebe verantwortlich. Gegen sie und andere Manager werde ermittelt.

    Das russische Militär hatte in der Nacht zum 6. Juli einen massiven Angriff mit Drohnen, Raketen und Marschflugkörpern auf die Ukraine gestartet. Ziel war neben Kiew auch die Stadt Wischnjowoje unmittelbar westlich der ukrainischen Hauptstadt. Durch die Einschläge und die Folgeexplosionen kamen in Wischnjowoje nach Behördenangaben neun Menschen ums Leben, Dutzende wurden verletzt. Wegen der andauernden Explosionsgefahr mussten die Behörden hunderte Anwohner evakuieren. Tagelang kämpften die Einsatzkräfte gegen die Flammen.

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Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.