Liveticker Ukraine-Krieg – Russisches Militär: Ortschaft Belizkoje in DVR befreit

23.07.2026 16:44 Uhr
16:44 Uhr
Ermittlungskomitee: Mehr als 600 Zivilisten bei ukrainischem Kursk-Überfall ums Leben gekommen
Bei dem ukrainischen Überfall auf das Gebiet Kursk im August 2024 sind insgesamt 633 Zivilisten ums Leben gekommen, erklärt Alexander Bastrykin, der Vorsitzende des russischen Ermittlungskomitees, in einem Interview gegenüber TASS. Weiterhin wurden 516 Zivilisten verletzt, unter ihnen 25 Kinder. Fast 87.200 Menschen wurden als Betroffene identifiziert und befragt.
Gerichte in Russland verurteilten 431 ukrainische Kämpfer wegen Verbrechen im Zusammenhang mit dem Kursk-Überfall, führte Bastrykin aus.
16:16 Uhr
Peskow über Verhandlungen in Manila: Kein Grund für übertriebenen Optimismus

Auf die Frage eines BBC-Journalisten hin riet der Pressesprecher des russischen Präsidenten, Dmitri Peskow, vor dem Hintergrund des jüngsten Treffens der Außenminister der USA und Russlands dazu, sich in Bezug auf eine mögliche Beschleunigung der Verhandlungen zur Beilegung des Ukraine-Konflikts nicht "übertriebenem Optimismus" hinzugeben.
Am Donnerstagmorgen hatten sich Lawrow und Rubio am Rande des ASEAN-Gipfels in Manila getroffen, wobei die Beilegung der Ukraine-Krise erneut im Mittelpunkt stand. Beide Seiten vereinbarten, die Kontakte auf Ebene der Außenministerien fortzusetzen.
Das Video gibt es hier auf unserer Website zu sehen.
15:40 Uhr
Medienbericht: Ukrainische Angriffe auf Russland drosseln auch Ölförderung in Kasachstan
Die ukrainischen Angriffe auf die russische Energieinfrastruktur treffen offenbar auch die Ölproduktion in Kasachstan. Nach der Schließung eines wichtigen Export-Terminals am Schwarzen Meer ist die Ölförderung des zentralasiatischen Landes eingebrochen, wie die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf zwei Brancheninsider berichtet. Besonders stark sei der Rückgang in dem vom US-Konzern Chevron geführten Tengis-Feld, dem größten Ölfeld Kasachstans. Dort habe sich die Produktion am Mittwoch auf rund 406.000 Barrel pro Tag mehr als halbiert.
Das Verladeterminal des Kaspischen Pipeline-Konsortiums (CPC) am russischen Schwarzmeer-Hafen Noworossijsk war am Montag nach Drohnenangriffen auf Öltanker geschlossen worden.
15:09 Uhr
Direktion des AKW Saporoschje: Intensität der ukrainischen Attacken lässt nicht nach
Die Direktion des AKW Saporoschje bezeichnet die Situation rund um die größte Atomanlage in Europa und die benachbarte Stadt Energodar weiterhin als "äußerst kompliziert". Unter Berufung auf die Sprecherin des AKW, Jewgenija Jaschina, berichtet die Nachrichtenagentur TASS, dass die Intensität der Angriffe aus der Ukraine nicht nachlasse. Jaschina wird mit den Worten zitiert:
"Obwohl es in den vergangenen Tagen keine unmittelbaren Angriffe auf Objekte des Kernkraftwerks gegeben hat, schafft die andauernde militärische Bedrohung rund um Energodar weiterhin ernsthafte Risiken."
Dennoch sei die Situation auf dem AKW-Gelände kontrollierbar. Die Sicherheit der Anlage werde vom Personal gewährleistet, so die AKW-Sprecherin. Zugleich macht Jaschina auf Attacken gegen zivile Objekte in der AKW-Stadt Energodar aufmerksam:
"Unter Beschuss geraten Wohnviertel, Geschäfte, Kommunal- und Energieobjekte, städtische Umspannwerke, Kommunalfahrzeuge und sogar kommunale Mitarbeiter."
In der Tat mache das ukrainische Militär Jagd auf Menschen und alles, was das normale Leben in Energodar gewährleiste.
Erst am Morgen hatte der Bürgermeister von Energodar, Maxim Puchow, von zwei ukrainischen Attacken berichtet, bei denen vier Zivilisten verletzt worden seien. Bei einem Angriff auf einen Markt, hätten zwei Frauen schwere Verletzungen erlitten. Die andere Attacke habe einem Geschäft gegolten. Ein Mann sei lebensgefährlich verletzt worden, eine Frau habe schwere Verletzungen erlitten.
14:34 Uhr
Schiffsverkehr in ukrainische Häfen eingestellt
Ukrainische Häfen werden aufgrund russischer Angriffe vorerst nicht mehr von Schiffen angelaufen. Die staatliche Nachrichtenagentur Ukrinform zitiert den Agrarminister Taras Wyssozki mit den Worten:
"Wir als Staat haben keine Einschränkungen gemacht, das ist eine Entscheidung der Schiffseigner."
Noch am Vortag hätten "vier bis fünf Schiffe" in ukrainischen Häfen angelegt, so Wyssozki.
Anfang Juli hatten die ukrainischen Drohnentruppen mit Angriffen auf Schiffe im Asowschen Meer begonnen. Damit wollte Kiew vor allem den Export von Öl aus Russland und die Versorgung der Schwarzmeer-Halbinsel Krim auf dem Seeweg stören. Im Gegenzug intensivierten die russischen Streitkräfte ihre Attacken auf ukrainische Hafenanlagen und Frachter, die diese anliefen. Moskau erklärte in diesem Zusammenhang, das russische Militär greife nur Schiffe mit Militärgütern an Bord an.
14:06 Uhr
Ein Toter und neun Verletzte bei ukrainischen Angriffen auf 84 Ortschaften im Gebiet Belgorod
Der Krisenstab des russischen Grenzgebiets Belgorod veröffentlicht jeden Tag auf Telegram Statistiken über ukrainische Angriffe auf Siedlungen in der Region. Aus dem heutigen Eintrag geht hervor, dass das ukrainische Militär in den letzten 24 Stunden 84 Ortschaften in acht Bezirken angegriffen habe. Der Gegner habe mindestens 29 Geschosse abgefeuert und 334 Drohnen eingesetzt, von denen 177 abgeschossen worden seien.
In der Statistik wird auch über Opfer unter der Zivilbevölkerung berichtet. In der Ortschaft Nowaja Tawolschanka habe eine ukrainische Drohne einen Kleintransporter angegriffen und dabei einen Mann getötet. Ein anderer Mann habe schwere Verletzungen erlitten. In der Gebietshauptstadt Belgorod sei ein Einwohner zu Schaden gekommen. Bei einer Drohnenattacke auf ein Geschäft in der Siedlung Sewerny seien zwei Männer verletzt worden. Ein Einwohner der Siedlung Nowaja Derewnja habe Verletzungen erlitten, als in seiner Nähe eine ukrainische Drohne detoniert sei. In der Siedlung Krasnaja Jaruga sei bei der Explosion einer Drohne ein Ehepaar zu Schaden gekommen. Auch in der Siedlung Besljudowka sei ein Einwohner verletzt worden. In der Stadt Schebekino habe ein Mann Verletzungen erlitten, als eine ukrainische Drohne ein Geschäft attackiert habe. Zudem sei am Mittwoch eine Frau ins Krankenhaus eingeliefert worden, die noch am 20. Juli bei einem Drohnenangriff auf einen Passagierbus in der Stadt Schebekino Verletzungen erlitten habe.
Der Krisenstab meldet darüber hinaus zahlreiche Sachschäden. Demnach seien in den letzten 24 Stunden drei Mehrfamilienhäuser, 32 Einfamilienhäuser, zwei soziale Einrichtungen, 15 Geschäfte, zwei Verwaltungsgebäude, drei Betriebe, eine technische Anlage, zwei Infrastrukturobjekte, drei Lagerhäuser, vier Gasleitungen, zwei Stromleitungen, vier Garagen, 14 Lkw, ein Traktor, ein Bus, ein Kleinbus, ein Kleintransporter und 50 Autos zerstört oder beschädigt worden.
13:32 Uhr
Fünf Verletzte bei ukrainischen Artillerie- und Drohnenangriffen auf Grenzgebiet Kursk
Die ukrainischen Streitkräfte setzen ihre Attacken auf das russische Grenzgebiet Kursk fort. Gouverneur Alexander Chinschtein berichtet in der täglichen Statistik auf der Plattform MAX über zahlreiche Artillerie- und Drohnenangriffe auf die Region. Wie der Politiker mitteilt, seien im Zeitraum von 8 Uhr MESZ am 22. Juli bis 8 Uhr MESZ am 23. Juli 91 ukrainische Drohnen abgeschossen worden. Darüber hinaus habe die gegnerische Artillerie in dieser Zeit 72-mal grenznahe evakuierte Ortschaften unter Beschuss genommen. Es habe außerdem 25 Angriffe gegeben, bei denen unbemannte Luftfahrzeuge Sprengsätze auf Objekte im Gebiet Kursk abgeworfen hätten.
Chinschtein meldet keine Todesopfer unter der Zivilbevölkerung. Nach seinen Angaben seien aber fünf Zivilisten verletzt worden. Dabei handele es sich um Einwohner der Ortschaften Woronok, Belaja, Tolpino und Puschkarnoje im Alter von 19 bis 60 Jahren. Der Politiker berichtet außerdem über acht beschädigte Wohnhäuser in den Ortschaften Maloje Soldatskoje, Rylsk, Woronok, Beliza, Belaja, Bolschenisowzewo und Chomutowka. In der Ortschaft Belaja seien zudem zwei Autos in Mitleidenschaft gezogen worden, so der Gouverneur.
13:07 Uhr
Frontbericht des russischen Verteidigungsministeriums: Ortschaft Belizkoje in DVR befreit

Telegram / VERTEIDIGUNGSMINISTERIUM DER RUSSISCHEN FÖDERATION / @mod_russia Russlands Verteidigungsministerium meldet weitere Erfolge bei der militärischen Sonderoperation in der Ukraine innerhalb der letzten 24 Stunden.
Wie die Behörde am Donnerstag mitteilt, habe der Truppenverband Nord seine taktische Position verbessert und ukrainische Einheiten nahe den Ortschaften Ryschewka, Ulanowo und Mogriza im Gebiet Sumy sowie Sosnowka, Rubeschnoje, Dementijewka und Bolschije Prochody im Gebiet Charkow getroffen. Der Gegner habe dabei mehr als 275 Soldaten verloren. Drei gepanzerte Gefechtsfahrzeuge, 17 Autos und ein Geschütz seien zerstört worden.
Der Truppenverband West habe ebenfalls günstigere Positionen bezogen, indem er Personal und Technik des Gegners im Raum der Ortschaften Blagodatowka, Gruschewka, Studenok und Olgowka im Gebiet Charkow getroffen habe. Dabei seien bis zu 215 ukrainische Armeeangehörige getötet oder verletzt worden. Das russische Militär habe darüber hinaus einen Transportpanzer, ein gepanzertes Gefechtsfahrzeug, zwölf Autos, zwei Geschütze und ein Artillerieaufklärungsradar zerstört.
Auch der Truppenverband Süd habe seine taktische Position verbessert und ukrainische Einheiten in der Nähe der Ortschaften Slawjansk, Belenkoje, Nikolaipolje, Kondratowka, Orechowatka, Kramatorsk und Nikolajewka in der DVR getroffen. Das russische Ministerium beziffert die gegnerischen Personalverluste auf mehr als 195 Kämpfer. Der Gegner habe außerdem vier gepanzerte Gefechtsfahrzeuge, 20 Autos und zwei Geschütze verloren.
Der Truppenverband Mitte habe die Ortschaft Belizkoje in der DVR unter seine Kontrolle gebracht und zudem Personal und Technik des Gegners in der Nähe der Ortschaften Iwanowka im Gebiet Dnjepropetrowsk sowie Sergejewka, Grusskoje, Nowotroizkoje, Swetloje, Nowogrigorowka, Nowonikolajewka und Rubeschnoje in der DVR getroffen. Der Gegner habe bis zu 350 Armeeangehörige verloren. Zwei gepanzerte Gefechtsfahrzeuge, 13 Autos, zwei Geschütze, zwei Anlagen der elektronischen Kampfführung und ein Artillerieaufklärungsradar seien zerstört worden.
Der Truppenverband Ost setze seinen Vormarsch fort und habe zuletzt Einheiten der ukrainischen Streitkräfte nahe den Ortschaften Sarniza, Ljubizkoje, Nikolskoje und Obschtscheje im Gebiet Saporoschje sowie Woltschanskoje und Gawrilowka im Gebiet Dnjepropetrowsk angegriffen. Die russische Militärbehörde schätzt die gegnerischen Personalverluste auf bis zu 345 Kämpfer. Sechs gepanzerte Kampffahrzeuge, elf Autos und ein Geschütz seien außer Gefecht gesetzt worden.
Der Truppenverband Dnjepr habe ukrainische Einheiten im Raum der Ortschaften Sapasnoje, Orechow und Juljewka im Gebiet Saporoschje getroffen. Dabei seien mehr als 40 ukrainische Soldaten getötet oder verletzt worden. Zudem habe das russische Militär 17 Autos und ein Geschütz zerstört.
Ferner meldet das Ministerium in Moskau erfolgreiche Luft-, Drohnen-, Raketen- und Artillerieangriffe auf Drohnenwerke und -lager, militärisch relevante Energie- und Verkehrsinfrastrukturen und 146 Standorte mit ukrainischen Soldaten und ausländischen Söldnern. Dagegen habe die russische Luftabwehr in den letzten 24 Stunden sieben Lenkbomben, acht HIMARS-Raketen und 480 Drohnen abgefangen. Die russische Schwarzmeer-Flotte habe zudem ein unbemanntes Wasserfahrzeug der ukrainischen Streitkräfte zerstört.
Nach russischen Angaben habe die Ukraine seit dem Beginn der Sonderoperation am 24. Februar 2022 insgesamt 673 Flugzeuge, 284 Hubschrauber, 187.478 Drohnen, 667 Flugabwehrraketenkomplexe, 30.269 Kampfpanzer und andere Panzerfahrzeuge, 1.765 Mehrfachraketenwerfer sowie 35.876 Geschütze und Mörser verloren.
12:35 Uhr
Beschuss auf Siedlungen im Gebiet Cherson: Mehr als 20 Geschosse aus Ukraine abgefeuert
Die Behörden im von Russland kontrollierten Teil des Gebietes Cherson melden andauernde Angriffe auf Siedlungen am linken Dnjepr-Ufer. Den Angaben zufolge habe die ukrainische Artillerie im Laufe des 22. Juli zwölf Geschosse auf vier Ortschaften abgefeuert. Die Zahl der eingeschlagenen Geschosse listen die Behörden wie folgt auf:
- Aljoschki – 3,
- Welikije Kopani – 3,
- Golaja Pristan – 4,
- Kachowka – 2.
Wie die Behörden weiter mitteilen, habe der Beschuss auch in der Nacht zum Donnerstag angedauert. Auf zivile Infrastrukturen der von Russland kontrollierten Ortschaften Aljoschki, Winogradowo, Dnjeprjany, Kachowka und Nischnije Serogosy seien insgesamt neun Geschosse abgefeuert worden.
Berichte über Opfer und Schäden liegen bislang nicht vor.
12:03 Uhr
Rubio bietet Lawrow "konstruktive Rolle" der USA für Frieden in Ukraine an
US-Außenminister Marco Rubio hat gegenüber Russland die Bereitschaft seines Landes bekräftigt, sich an einem Friedensprozess im Ukraine-Krieg zu beteiligen. Nach seinem Treffen mit dem russischen Außenminister Sergei Lawrow am Rande der ASEAN-Konferenz in der philippinischen Hauptstadt Manila sagte Rubio:
"Wir sind bereit, eine konstruktive Rolle bei der Beendigung eines sinnlosen Krieges zu spielen."
Für ein Friedensabkommen sei aber noch viel Arbeit nötig. Es müssten neue Vorschläge und Ideen für eine akzeptable Vereinbarung gefunden werden, betonte der US-Außenminister. Sein Gespräch mit Lawrow nannte er "gut und offen". Zu Einzelheiten wollte sich Rubio nicht äußern.
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Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.

