Liveticker Ukraine-Krieg: Kiew greift Spielplatz in Cherson an – ein Toter und Verletzte

28.05.2026 15:19 Uhr
15:19 Uhr
Befreiung von Nowowassilewka im Gebiet Charkow erschwert gegnerische Logistik
Die Kontrolle über Nowowassilewka im Gebiet Charkow stört die Logistik der ukrainischen Streitkräfte an dem Abschnitt der Frontlinie. Laut dem russischen Verteidigungsministerium würden unter anderem der Nachschub von Munition und Lebensmitteln sowie Ablösungen von Truppen erschwert.
Einheiten des Truppenverbandes Nord setzten ihren Vorstoß gleichzeitig an mehreren Abschnitten der Frontlinie fort, betont das Verteidigungsministerium. Damit werde eine Sicherheitszone in den Gebieten Sumy und Charkow allmählich hervorgebracht.
14:57 Uhr
Kiew wird mehrere Gripen-Kampfjets von Schweden bekommen
In einer ersten Tranche soll die Ukraine 20 moderne Kampfjets vom Typ Saab JAS 39 Gripen E erhalten, kündigt der schwedische Ministerpräsident Ulf Kristersson auf einer Pressekonferenz mit dem ukrainischen Präsidenten Wladimir Selenskij. Die beiden Parteien planen, ein Abkommen möglichst schnell abzuschließen, damit die Lieferung der mit einem EU-Darlehen von 2,5 Milliarden Euro bezahlten Flugzeuge bis etwa 2030 erfolgen könnte.
Außerdem sei vorgesehen, der Ukraine 16 Maschinen der älteren C/D-Variante zu spenden, sobald das Abkommen unterzeichnet worden sei.
14:30 Uhr
SWR: Waffen aus der Ukraine "zirkulieren" frei in Europa
Waffen aus der Zone der Kampfhandlungen in der Ukraine "zirkulieren" unkontrolliert in europäischen Ländern, erklärt Sergei Naryschkin, der Chef des russischen Auslandsgeheimdienstes (SWR), auf einem Sicherheitsforum. Die Waffen sollen unter anderem Anhängern internationaler Terrorgruppierungen in die Hände fallen.
Außerdem merkt Naryschkin an, dass Kiew regelmäßig körperliche Gewalt denjenigen europäischen Politikern androhe, die kein Geld aus dem staatlichen Haushalt zur Unterstützung der Ukraine entsenden möchten.
13:57 Uhr
Experten: Angriffe auf Kiew markieren Paradigmenwechsel

Das durch einen ukrainischen Angriff zerstörte Studentenwohnheim in Starobelsk in der Lugansker Volksrepublik, Aufnahme vom 22. Mai 2026Jewgeni Bijatow / Sputnik Russische Militär- und Sicherheitsexperten äußern ihre Einschätzungen zum ukrainischen Angriff auf Starobelsk und den darauffolgenden Vergeltungsschlägen gegen Kiew. Dabei zeichnet sich ein Paradigmenwechsel ab, während Moskau zugleich ein deutliches Signal an den Westen sendet.
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13:30 Uhr
Peskow: Bislang keine Vorschläge der EU über Verhandlungen
Die EU-Länder haben bislang keine Vorschläge für Ukraine-Verhandlungen mit Russland gemacht. Dies erklärt Kremlsprecher Dmitri Peskow gegenüber der Nachrichtenagentur TASS. Auf eine entsprechende Frage antwortet Peskow:
"Nein, sie sind an uns nicht herangetreten."
13:05 Uhr
"Idiotische Erklärungen": Lawrow kommentiert EU-Pläne zu Begrenzungen für russische Armee
Sergei Lawrow hat die Erklärungen der EU-Außenbeauftragten Kaja Kallas über mögliche Einschränkungen für die russischen Streitkräfte als "idiotisch" bezeichnet. Im Gespräch mit der Zeitung Iswestija antwortet der russische Außenminister auf die Frage zum Thema:
"Ich diskutiere keine idiotischen Erklärungen."
Im Vorfeld eines informellen Treffens der EU-Außenminister in Zypern hatte Kallas bekannt gegeben, Brüssel möchte Moskau Gegenbedingungen stellen, falls die Ukraine-Verhandlungen unter der Beteiligung der EU beginnen. Es handele sich unter anderem um die Begrenzung der Anzahl der Streitkräfte.
Mehr zum Thema – Kallas: EU will von Russland Begrenzung seiner Streitkräfte fordern
12:27 Uhr
Frontbericht des russischen Verteidigungsministeriums
Die ukrainischen Streitkräfte haben 1.245 Soldaten an einem Tag in der Zone der Kampfhandlungen verloren, hieß es im täglichen Bericht des Verteidigungsministeriums in Moskau zur Lage im Ukraine-Konflikt. Russische Truppen zerstörten folgende Waffen und Ausrüstung des Gegners:
- einen Panzer,
- neun gepanzerte Kampffahrzeuge, darunter einen M113-Mannschaftstransportwagen,
- 72 Kraftfahrzeuge,
- sieben Artilleriegeschütze,
- zwei Anlagen der Elektronischen Kampfführung.
Einheiten der Luftstreitkräfte, Raketen- und Artillerietruppen sowie Drohnenbediener trafen Speicher und Abschussvorrichtungen für unbemannte Flugzeuge größerer Reichweite, Objekte der Energie-, Transport-, Flughafeninfrastruktur, die von gegnerischen Truppen betrieben wurden, Depots mit Munition und Treibstoff sowie ukrainische Soldaten und ausländische Söldner in 147 Kreisen. Die Flugabwehr schoss vier Flugbomben und 184 Drohnen ab.
11:58 Uhr
Russische Armee befreit Nowowassilewka im Gebiet Cherson
Die russischen Streitkräfte haben Nowowassilewka im Gebiet Charkow eingenommen, berichtet das Verteidigungsministerium in Moskau. Die Befreiung der Ortschaft wurde durch den Einsatz des Truppenverbandes Nord möglich.
11:30 Uhr
Gouverneur: Kiew greift Spielplatz in Cherson an – ein Toter und Verletzte

SymbolbildKonstantin Michaltschewski / Sputnik Die ukrainischen Streitkräfte haben einen Spielplatz in der von Kiew kontrollierten Stadt Cherson angegriffen, erklärt Wladimir Saldo, der Gouverneur des gleichnamigen Gebietes. Ein Mann kam ums Leben, seine Ehefrau und zwei Kinder wurden verletzt.
Nach Ansicht von Saldo handelt es sich um eine "absichtliche Provokation", um die öffentliche Empörung nach der Tragödie in Starobelsk zu beschwichtigen. Ein blutiges Verbrechen suche Kiew, durch ein anderes zu verbergen.
11:00 Uhr
Jeffrey Sachs: "Deutschland spielt eine außerordentlich gefährliche Rolle"

RT In einem Interview mit dem Politologen Glenn Diesen ordnet der US-Ökonom Jeffrey Sachs die aktuelle europäische Außenpolitik als "kolossale Katastrophe" ein. Er kritisiert scharf, dass Europa die diplomatischen Kanäle zu Russland vollständig gekappt habe und sich stattdessen von der russophoben Haltung der baltischen Staaten treiben lasse.
Besonders drastische Worte findet Sachs für Deutschland unter Bundeskanzler Friedrich Merz: Dessen Kurs der Remilitarisierung verletze den Zwei-plus-Vier-Vertrag und sei hochgradig unverantwortlich. Sachs wirft Merz vor, als "Kriegstreiber" jeglichen diplomatischen Dialog mit Moskau komplett zu verweigern und damit leichtfertig die historischen Friedenszusagen aus der Zeit der deutschen Wiedervereinigung aufzukündigen.
Durch das Zusammenspiel aus baltischem Eskalationskurs, deutscher Aufrüstung und Kiews Versuchen, Europa in den Konflikt hineinzuziehen, sieht Sachs das Baltikum derzeit als "den gefährlichsten Krisenherd des gesamten Planeten".
Ein Video dazu gibt es hier auf unserer Webseite.
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Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.


