Liveticker Ukraine-Krieg: Russland erklärt ukrainischen Tankstellen den Krieg – Hunderte zerstört

7.07.2026 12:50 Uhr
12:50 Uhr
Frontbericht des russischen Verteidigungsministeriums
In seinem täglichen Frontbericht gibt Russlands Verteidigungsministerium die Verluste des ukrainischen Militärs im Verlauf des vergangenen Tages bekannt.
Den Angaben der Behörde zufolge verlor Kiews Armee durch Angriffe des Truppenverbands Nord bis zu 205 Soldaten, ein gepanzertes Kampffahrzeug und acht Autos.
Einheiten des Truppenverbands West haben günstigere Stellungen bezogen, wobei die ukrainische Seite über 210 Kämpfer verlor. Drei gepanzerte Kampffahrzeuge, 13 Autos und ein Geschütz wurden ausgeschaltet.
Auch der Truppenverband Süd verbesserte seine Lage an der Front. Kiews Verluste an dem entsprechenden Abschnitt beliefen sich auf über 225 Soldaten, ein gepanzertes Kampffahrzeug, 20 Autos und zwei Geschütze.
Im Zuständigkeitsbereich des Truppenverbands Mitte verlor das ukrainische Militär bis zu 360 Kämpfer. Ein gepanzertes Kampffahrzeug, vier Autos und zwei Geschütze wurden zerstört.
Einheiten des Truppenverbands Ost drangen weiter vor, wobei die Ukraine über 475 Soldaten, sechs gepanzerte Kampffahrzeuge und neun Autos verlor.
Durch Angriffe des Truppenverbands Dnjepr kamen bis zu 65 ukrainische Soldaten ums Leben. Zudem wurden neun Autos und zwei Eloka-Anlagen zerstört.
Russlands Luftabwehr fing entlang der gesamten Frontlinie elf Lenkgleitbomben, 27 HIMARS-Geschosse, zwei Neptun-Marschflugkörper und 797 Starrflügler-Drohnen ab. Zudem versenkte die Schwarzmeerflotte sechs ukrainische Seedrohnen.
12:29 Uhr
"Es gibt keine reine zivile Nutzung mehr" – Militärexperte zu Angriffen auf ukrainische Tankstellen
In den letzten Tagen und Wochen kam es verstärkt zum Beschuss ukrainischer Tankstellen. Wie RT DE berichtete, wurden bereits mehrere Hundert Tankstellen unterschiedlicher Treibstoffanbieter zerstört. Militärexperte Boris Dschreljewski erklärt den Grund für diese Entwicklung.
"Derzeit wird jede Infrastruktur zerstört, die eine doppelte Bedeutung haben könnte. Das sind alle Betriebe, die zur Herstellung, Lagerung und Montage von Militärtechnik sowie zu deren Reparatur genutzt werden können; das sind Lagerräume, alle Lagerstätten für Gas, Erdölprodukte und Schmierstoffe. All dies ist ebenfalls der Zerstörung unterworfen, insbesondere in den Gebieten unweit der Frontlinie. Es werden Angriffe auf Transportfahrzeuge, Schwerlastfahrzeuge und LKWs durchgeführt, die zum Transport von Waffen genutzt werden", erklärte er gegenüber der Zeitung AiF.
Die ukrainischen Streitkräfte nutzten laut Dschreljewski vorgeblich zivile Tankstellen auch zum Betanken von Militärtechnik, weshalb diese Objekte legitime Ziele für Angriffe seien.
"Der Gegner hat damit geprahlt, dass er, obwohl seine wichtigsten Öllager und Raffinerien bereits in den ersten Jahren der Kampagne zerstört worden waren, keinen Treibstoffmangel habe – aus dem einfachen Grund, dass alle Importlieferungen sofort auf kleine Lager verteilt würden. Dabei ging es unter anderem um Tankstellen.
"Im Internet gibt es zahlreiche Fotos, die belegen, dass Tankstellen zum Betanken von Militärfahrzeugen genutzt wurden. Und nun haben die Maßnahmen gegen sie begonnen. Die Tankstellen werden zerstört, da es sich im Grunde um militärische Einrichtungen handelt. Der Mangel an Treibstoff beraubt die ukrainischen Streitkräfte nicht nur ihrer Transportmittel, sondern auch der Generatoren, die Strom zur Aufladung der Akkus der Angriffsdrohnen liefern, mit denen der Feind unsere friedlichen Regionen angreift. Das heißt: Indem wir Tankstellen und Treibstofflager zerstören, verhindern wir, dass der Feind Drohnen in die Luft bringt, um unsere Städte anzugreifen", sagte er.
Dschreljewski betonte, dass die Zerstörung der feindlichen Logistik es ermögliche, die Intensität des Vorstoßes der russischen Streitkräfte an der Front zu verstärken.

Zerstörte Zapfsäule in Charkow 11:53 Uhr
Weitere Ortschaft im Gebiet Charkow unter russischer Kontrolle
Russische Soldaten der Truppengruppe "Nord" haben das Dorf Petro-Iwanowka in der Oblast Charkow unter ihre Kontrolle gebracht. Dies teilte das russische Verteidigungsministerium mit. "Die Soldaten haben ihre taktische Lage verbessert. Die Ortschaft wurde dank entschlossener Maßnahmen der Soldaten unter Kontrolle gebracht", hieß es.
"Bei dem Versuch, Petro-Iwanowka zu halten, setzte der Gegner an diesem Frontabschnitt eine Gruppe spanischsprachiger Söldner ein, von denen zwei Gruppen sich zu unterschiedlichen Zeitpunkten weigerten, die ihnen übertragenen Aufgaben zu erfüllen", teilte ein Militärsprecher gegenüber russischen Medien mit.
Er fügte hinzu, dass die Einnahme des Dorfes die von Russlands Streitkräften kontrollierte Fläche in der Region Charkow vergrößere und die ukrainischen Streitkräfte dazu zwinge, Reserven aus anderen Richtungen an diesen Frontabschnitt zu verlegen.
11:25 Uhr
Gebiet Charkow: Russland befreit drei Ortschaften
Das russische Verteidigungsministerium hat am Samstag Bilder von der Befreiung dreier Ortschaften im Gebiet Charkow veröffentlicht. Russlands Streitkräfte haben die Kontrolle über Tscherneschtschina, Druscheljubowka und Nowy Mir übernommen.
10:50 Uhr
Russland erklärt ukrainischen Tankstellen den Krieg – Hunderte im letzten Monat zerstört
Auch in der Nacht zum 7. Juli wurden in mehreren ukrainischen Gebieten erneut Tankstellen angegriffen. Dabei setzte Russland je nach Entfernung von der Front Artillerie, Lenkbomben oder Kamikaze-Drohnen ein. In manchen frontnahen Gebieten gibt es nach russischen Angaben inzwischen keine funktionierenden Tankstellen mehr, etwa im Norden des Gebiets Tschernigow.
Nach Angaben russischer militärnaher Quellen wurden in der Ukraine im vergangenen Monat rund 200 Tankstellen zerstört. Ebenfalls zerstört werden Kraftstofflager und andere Infrastruktureinrichtungen, die von den ukrainischen Streitkräften genutzt werden.
Diese Informationen decken sich teilweise mit ukrainischen Quellen, deren Schätzung allerdings niedriger ausfällt. So haben Analysten eines Beratungsunternehmens im Zeitraum vom 1. April bis zum 5. Juli 183 Angriffe auf ukrainische Tankstellen registriert – mit steigender Tendenz.
Die Kosten für den Bau einer Tankstelle betragen etwa 1,2 Millionen US-Dollar. Die Ausstattung mit zusätzlichem Drohnenschutz macht sie erheblich teurer. Die Betankung mit mobilen Tankstellen wird in Fachkreisen als mögliche Lösung diskutiert. Das Wirtschaftsportal Delo.ua geht von einer zunehmenden Treibstoffknappheit in frontnahen Gebieten aus. Eine ausgewachsene Treibstoffkrise hält das Portal jedoch für unwahrscheinlich.
10:15 Uhr
Aserbaidschan protestiert gegen Angriffe auf Tankstellen in der Ukraine
Baku legte gegenüber Russland offiziell "entschiedenen Protest" wegen Angriffen auf Tankstellen aserbaidschanischer Energieunternehmen in der Ukraine ein. Wie das Außenministerium der Republik mitteilte, seien diese Angriffe "vorsätzlich" gewesen und würden trotz "wiederholter Warnungen" fortgesetzt.
Zur Übermittlung der Protestnote wurde am 6. Juli der außerordentliche Botschafter der Russischen Föderation in Aserbaidschan, Michail Jewdokimow, ins Ministerium einbestellt. In der Mitteilung des Ministeriums ist insbesondere von einem Angriff einer russischen Drohne auf eine Tankstelle des Unternehmens SOCAR im Gebiet Nikolajew in der Ukraine am Abend des 5. Juli die Rede. Das Unternehmen hatte berichtet, dass russische Drohnen seine Tankstelle im Dorf Netschajannoje zweimal angegriffen hätten.
Außerdem, so das Außenministerium, habe Russland eine SOCAR gehörende Gasverteilungsstation und ein Öllager in Odessa angegriffen, "was zu erheblichen Sachschäden und Verletzungen von Mitarbeitern des Unternehmens geführt hat". Darüber hinaus wurde auch auf Schäden an aserbaidschanischen diplomatischen Einrichtungen infolge der Luftangriffe hingewiesen. Baku forderte Moskau auf, die genannten Vorfälle zu untersuchen und "angemessene Erklärungen" abzugeben.
Die russischen Streitkräfte haben in den vergangenen Wochen ihre Angriffe auf ukrainische Tankstellen verstärkt. Vom 3. bis zum 6. Juli führten sie eine weitere Serie von Angriffen auf Tankstellen in den Oblasten Poltawa, Charkow, Nikolajew und Saporoschje sowie in der Stadt Charkow durch.
Neben SOCAR-Standorten wurden auch Tankstellen der Ketten OKKO, WOG, "BRSM-Nafta", BVS und Marshal beschossen, wie Forbes berichtete. Infolgedessen wurden Anlagen, Gebäude und Fahrzeuge beschädigt. Sechs Menschen wurden verletzt, darunter eine schwedische Staatsbürgerin, die ehrenamtlich tätig ist. Außerdem kam ein 19-jähriger Mitarbeiter einer Marshal-Tankstelle in der Stadt Isjum ums Leben.

Ukrainische Tankstelle brennt nach einem russischen AngriffUkrainischer Katastrofenschutz 09:10 Uhr
NATO-Gipfel in Ankara berät über neue Ukraine-Hilfen
In Ankara kommen am heutigen Dienstag die Staats- und Regierungschefs der Nato-Mitgliedstaaten zu einem zweitägigen Gipfel zusammen. Dabei soll es um die Verteidigungsfähigkeit des Bündnisses und neue Hilfen für die Ukraine in ihrem Abwehrkrieg gegen Russland gehen. Der Gipfel beginnt am Abend mit einem Arbeitsessen im Präsidentenpalast von Staatschef Recep Tayyip Erdogan. Zuvor treffen sich sich Vertreter von Politik, Militär und Industrie bei einem Rüstungsforum.
08:55 Uhr
Deutsche Ambulanzflugzeuge nach massiven russischen Angriffen aktiv
Nach dem gestrigen massiven Angriff auf Kiew tauchte im Flugplan des polnischen Flughafens Rzeszów erneut das Ambulanzflugzeug Learjet 35A der deutschen privaten Luftrettungsorganisation DRF Luftrettung auf. Das berichtet der Telegram-Kanal Militärchronik.
Die Aktivitäten dieser Organisation in der Nähe der polnisch-ukrainischen Grenze fallen im vergangenen Monat in der Regel mit den jeweiligen Angriffen der russischen Streitkräfte zusammen. Es ist nicht bekannt, wen genau die medizinisch ausgestatteten Jets mit deutscher Registrierung transportieren. In russischen militärnahen Quellen wird gemutmaßt, dass sich unter den Patienten vor allem verletzte Offiziere der ukrainischen oder der NATO-Streitkräfte befinden.
Bekannt ist jedenfalls ihre Route. Die DRF-Flugzeuge starten von ihrem Stützpunkt Karlsruhe/Baden-Baden, landen in Rzeszów, holen Patienten aus dem Gebiet der Ukraine ab und bringen sie anschließend vermutlich in Spezialkliniken in Deutschland und anderen europäischen Ländern zur komplexen Behandlung und Rehabilitation.
Am aktivsten ist in dieser Hinsicht das Flugzeug mit der Kennung D-CCCB, obwohl auch die zweite fliegende Intensivstation der DRF Luftrettung mit der Kennung D-CDRF ebenso häufig in Rzeszów zu finden ist. Zusammengenommen waren beide seit Anfang Mai 13-mal an der ukrainischen Grenze im Einsatz, zuletzt am 3., 5. und 7. Juli.
An Bord jedes Flugzeugs befinden sich ein tragbares Vscan-Air-Gerät für die intraoperative Sonographie während des Fluges, ein multifunktionales corpuls-C3T-System (Patientenmonitor, Defibrillator, EKG), das Flexicare-ProVu-System für komplexe Intubationen und die Überwachung der Atemwege, Beatmungsgeräte sowie Geräte zur automatischen, kontinuierlichen Herz-Lungen-Reanimation.
Die Flotte der DRF Luftrettung umfasst nach eigenen Angaben derzeit mehr als 50 Hubschrauber für die Notfallrettung und den Intensivtransport. Darüber hinaus hält die Organisation zwei Ambulanzflugzeuge (Learjets und Cessna Citations) für weltweite Patiententransporte bereit. Die technische Ausstattung der DRF-Rettungsmaschinen gilt als die modernste Europas.

08:18 Uhr
Ukrainische Streitkräfte versuchen, Einwohner in Minenfallen zu locken
Das ukrainische Militär versucht bereits seit über einer Woche, die Einwohner von Energodar zu täuschen und in Minenfallen zu locken, berichtet TASS unter Berufung auf Sicherheitskräfte der Region. Demnach starten die ukrainischen Streitkräfte nachts Drohnen mit Sendern. Diese übertragen Informationen über eine angeblich dringende Evakuierung über einen nicht existierenden "grünen Korridor" aus der Stadt – täglich von 5 bis 11 Uhr morgens.
Gleichzeitig verminen die ukrainischen Streitkräfte in diesem Zeitraum die Ausfallstraße der Stadt mit Magnetminen. "Diese können Fahrzeuge, die in diesem Zeitraum unterwegs sind, in die Luft sprengen", hieß es bei den Einsatzkräften.
Nach Angaben der Leitung des AKW Saporoschje werden die Zufahrtsstraßen nach Energodar, auf denen täglich Mitarbeiter des Kernkraftwerks unterwegs sind, systematisch mit Drohnen vermint und beschossen. Energodar liegt in der Nähe des Kernkraftwerks und befindet sich unter russischer Kontrolle.
07:53 Uhr
TASS meldet größten Drohnenangriff auf Moskau seit zwei Jahren
Der versuchte Angriff ukrainischer Drohnen auf Moskau war der größte der letzten zwei Jahre. Dies geht aus Berechnungen der Nachrichtenagentur Tass hervor. Die vorliegenden Informationen basieren auf Daten, die Bürgermeister der Hauptstadt, Sergei Sobjanin, veröffentlichte.
Seinen Angaben zufolge "flogen mehr als 430 Drohnen" vom Abend des 6. Juli bis 06:00 Uhr Moskauer Zeit am 7. Juli in Richtung der Region Moskau. "Der Großteil wurde von den Luftabwehrkräften in weiter Entfernung neutralisiert, 36 feindliche Drohnen wurden beim Anflug auf Moskau zerstört", schrieb der Bürgermeister auf dem Messenger Max.

SymbolbildTASS
Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.
Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.



