Liveticker Ukraine-Krieg : Putin erhöht Personalstärke der russischen Streitkräfte

28.09.2026 21:25 Uhr
21:25 Uhr
Ukrainischer Grenzübergang zu Polen von Drohne getroffen
Der ukrainische Grenzübergang "Jagodin" an der Grenze zu Polen ist von einer Drohne angegriffen worden. Dies teilte der Leiter der Gebietsverwaltung Wolhynien, Roman Romanjuk, auf seinem Telegram-Kanal mit:
"In der Nähe der Grenze zur Republik Polen im Dorf Starowoitowo (Grenzübergang 'Jagodin') im Kreis Kowel wurde ein Ziel getroffen. Durch die Druckwelle wurde ein Gebäude des Grenzübergangs an der Einfahrt zum Terminal beschädigt."
Romanjuk fügte hinzu, dass bislang keine Informationen über Verletzte vorlägen.
21:01 Uhr
Flugabwehr zerstört ukrainische Drohnen über Russland
Einheiten der russischen Flugabwehr haben im Laufe des Tages 14 unbemannte Flugzeuge der Ukraine zerstört. Laut dem russischen Verteidigungsministerium wurden die Flugziele zwischen 8 und 20 Uhr (Moskauer Zeit) über den Gebieten Belgorod, Brjansk, Woronesch, Kursk und Orjol, der Republik Krim sowie über dem Schwarzen Meer vom Himmel geholt.
20:39 Uhr
Junge Welt: Treffen von Lawrow und Wadephul zeigt Dilemma Berlins
Das Treffen von Bundesaußenminister Johann Wadephul mit seinem russischen Amtskollegen Sergei Lawrow habe gezeigt, dass Berlin in eine politische Sackgasse geraten sei, schreibt die Junge Welt. Wadephul habe sich gegenüber führenden deutschen Medien für das Gespräch mit Lawrow rechtfertigen müssen. In dem Beitrag heißt es:
"Dagegen musste sich Wadephul gegenüber deutschen Leitmedien förmlich winden, um schon die Tatsache zu rechtfertigen, sich mit Lawrow an einen Tisch gesetzt zu haben: Es sei vonseiten 'anderer Kollegen' an ihn die Bitte herangetragen worden, das Gespräch mit Lawrow zu suchen."
Zugleich habe Wadephul betont, Europa müsse den Dialog mit Moskau aufrechterhalten, um angesichts der diplomatischen Bemühungen der USA Einfluss auf die Ukraine-Frage zu behalten. Nach Ansicht des Autors dürfte dies jedoch schwierig sein. Durch Sanktionen und sein Eingreifen in einen Konflikt, den Kiew nicht gewinnen könne, habe sich Deutschland selbst der Möglichkeit beraubt, wirksam Einfluss auf die Situation zu nehmen. Der Autor resümiert:
"Wenn eine Katze sich in einer Baumkrone verklettert hat und nicht mehr herunterkommt, erscheint irgendwann die Feuerwehr mit der Drehleiter und holt sie herunter. Das Problem deutscher Außenpolitik und von Merz und Wadephul ist, dass es erstens keine Feuerwehr gibt, die die BRD aus ihrer Baumkrone herunterholen könnte – und dass der Imageverlust der Möchtegerngroßmacht Deutschland genauso groß wäre, wenn sich die BRD beim Herabsteigen von Dritten helfen lassen müsste. Selbst eingebrockt. Für Mitgefühl besteht kein Anlass."
Das Treffen fand am Rande der UN-Generalversammlung auf Initiative Berlins statt und dauerte rund 20 Minuten. Laut dem russischen Außenministerium sprachen die Minister über die Lage in der Ukraine und die bilateralen Beziehungen. Wadephul bekräftigte dabei die öffentliche Position der Bundesregierung. Lawrow erklärte anschließend, er habe bei dem Gespräch nichts Neues gehört.
20:10 Uhr
Putin erhöht Personalstärke der russischen Streitkräfte

Russlands Präsident Wladimir Putin.Michail Klementjew / Sputnik Russlands Präsident Wladimir Putin hat einen Erlass zur Aufstockung der russischen Streitkräfte unterzeichnet. In dem Dokument heißt es:
"Die Personalstärke der Streitkräfte der Russischen Föderation wird auf 2.441.630 Stellen festgesetzt, darunter 1.550.500 Militärangehörige."
Nach dem vorherigen Erlass vom 27. Juli lag die Zahl der Militärangehörigen bei 1.535.000. Somit wird sie ab dem 1. August um 15.500 aufgestockt.19:50 Uhr
Russland meldet Angriffe auf Kommunikationszentrum und Frachtschiffe
Das russische Verteidigungsministerium hat eigenen Angaben zufolge Kommunikations- und Logistikobjekte sowie Schiffe angegriffen, die im Interesse der ukrainischen Streitkräfte eingesetzt wurden.
Bei einem Drohnenangriff in Kiew wurde demnach ein Rechenzentrum des Telekommunikationsunternehmens Ukrtelekom in der Antonowitsch-Straße getroffen. Zudem seien auf See zwei Frachtschiffe getroffen worden, die Militärgüter zum Hafen von Odessa transportiert hätten.
19:19 Uhr
Mehrere Regionen Russlands von ukrainischen Drohnenangriffen betroffen
In der Volksrepublik Lugansk (LVR) sind bei ukrainischen Drohnenangriffen innerhalb von 24 Stunden ein Mensch getötet und drei weitere verletzt worden. Dies teilte Republikchef Leonid Passetschnik mit.
Demnach griff eine ukrainische Drohne auf der Straße zwischen Lugansk und Altschewsk ein Auto an. Dabei wurde ein 29-jähriger Mann getötet und ein 28-Jähriger verletzt. In Troizkoje und Lissitschansk wurden bei weiteren Drohnenangriffen zudem ein Autofahrer und eine Frau verletzt.
Auch im Gebiet Kursk wurde eine Zivilistin bei einem Drohnenangriff verletzt. Im Dorf Gluschkowo erlitt eine 61-jährige Frau Splitterverletzungen an der linken Schulter und Hand. Sie wurde in ein Krankenhaus eingeliefert. Dies teilte Gouverneur Alexander Chinstein mit.
18:54 Uhr
Ukraine bittet Moldawien um Nutzung von Lagerhallen
Die Ukraine hat Moldawien darum gebeten, Lagerhallen für die Aufbewahrung von Waren nutzen zu dürfen. Dies gab der moldauische Premierminister Vasile Tufan anlässlich der Eröffnung des Forums "Moldova Business Week 2026" bekannt. Um welche Waren es sich handelt, ließ er offen. Tufan sagte:
"Moldawien ist ein Land, das wir als eine Art Tor betrachten sollten. Moldawien als Plattform für Unternehmen, die sich am Wiederaufbau der Ukraine beteiligen wollen. Das ist kein theoretisches Konzept. Wir haben eine klare Anfrage aus der Ukraine, Lagerhallen in Moldawien für die Lagerung von Waren zu nutzen. Die Ukrainer sind bereit, alles zu mieten, was wir hier haben."
18:33 Uhr
Ukrainischer Premier warnt vor möglichem Internetausfall
Die Ukraine müsse sich auf einen möglichen Ausfall des Internets einstellen, so Premierminister Sergei Korezki. Die Risiken für die gesamte Infrastruktur würden bis zum Ende des russisch-ukrainischen Konflikts bestehen, sagte er dem Sender TSN."Man muss vom schlimmsten Szenario ausgehen, genau so denken und sich darauf vorbereiten – das ist eine Tatsache."
18:08 Uhr
Polen will Abschuss von Luftzielen ohne Sichtkontakt ermöglichen
Polen will die Einsatzregeln für seine Luftstreitkräfte ändern. Künftig sollen Piloten und Einsatzkommandanten über einen Abschuss potenziell feindlicher Flugobjekte entscheiden können, ohne das Ziel zuvor visuell identifiziert zu haben. Dies teilte der stellvertretende Verteidigungsminister Cezary Tomczyk der Rzeczpospolita mit.
Anstelle einer visuellen Bestimmung von Typ und Zugehörigkeit soll demnach eine "zuverlässige Identifizierung" anhand mehrerer Datenquellen ausreichen. Dazu könnten Radardaten sowie Informationen der ukrainischen Seite gehören. Auch ein Verstoß gegen eine Flugverbotszone könne als Kriterium herangezogen werden.
"Es wird möglich sein, Waffen aus der Entfernung einzusetzen und dabei die Systeme des Flugzeugs oder Hubschraubers zu nutzen", so Tomczyk. Die neuen Verfahren sollen in den kommenden Tagen eingeführt werden. Bisher wurden solche Möglichkeiten nicht genutzt, da sie normalerweise für Kriegszeiten oder den Ausnahmezustand vorgesehen sind.
17:49 Uhr
Kallas: "Russland plant weitere Sabotage gegen EU-Demokratien"

Die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas hat am Montag auf geheimdienstliche Hinweise verwiesen, nach denen Russland "weitere Sabotageakte und Angriffe auf europäische Demokratien" plant, um die Unterstützung für die Ukraine zu schwächen. Die EU berät daher über ein neues Notfallprotokoll, um künftig schon im Vorfeld auf solche Warnungen reagieren zu können.
Ein Video dazu gibt es hier auf unserer Webseite.
Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.
Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.

