Liveticker Ukraine-Krieg – Schoigu: Russische Armee behält Oberhand an der Front

14.05.2026 16:52 Uhr
16:52 Uhr
Peskow: Russland und Ukraine vereinbaren weiteren Gefangenenaustausch
Moskau und Kiew sind dabei, Listen für einen Austausch von Kriegsgefangenen zu koordinieren. Dies erklärte der Kremlsprecher Dmitri Peskow am Donnerstag.
"Das ist der schwierigste Teil dieser Arbeit, und er geht sehr schnell voran", sagte Peskow gegenüber Journalisten.
16:26 Uhr
Zahl ukrainischer Angriffe auf Russland um zehn Prozent gesunken
Laut dem russischen Außenministerium ist die Zahl der Angriffe ukrainischer Streitkräfte auf zivile Ziele um rund zehn Prozent zurückgegangen. Als Grund wurden erwartete Finanzierungsprobleme Kiews durch westliche Staaten genannt. Dies erklärte Rodion Miroschnik, Sonderbeauftragter des russischen Außenministeriums:
"Wegen der erwarteten Unterbrechungen bei der Finanzierung des ukrainischen Regimes durch EU-Staaten sank die Zahl der Einschläge auf zivile Objekte um etwa zehn Prozent."
Zugleich sei der durchschnittliche Tageswert mit "mehr als 480 Einschlägen pro Tag" weiterhin hoch geblieben.
16:06 Uhr
Schoigu: Russische Armee behält Oberhand an der Front
Die russischen Streitkräfte halten bei der militärischen Spezialoperation die strategische Initiative und rücken entschlossen entlang der gesamten Frontlinie vor. Dies erklärte der Sekretär des russischen Sicherheitsrates, Sergei Schoigu, bei einem Treffen im Rahmen der Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit (SOZ).
Russlands Position bezüglich des Ukraine-Konflikts habe sich nicht geändert, meinte Schoigu während der Zusammenkunft in Bischkek, Kirgisistan. Und weiter:
"Ein nachhaltiger Frieden ist nur möglich, wenn alle grundlegenden Ursachen der Krise beseitigt worden sind."
Russlands Präsident Wladimir Putin habe das mehrfach betont, so Schoigu. Zugleich sagte er, Moskau lehne politische sowie diplomatische Wege der Konfliktlösung nicht ab. Eine konstruktive Vermittlung durch andere Staaten sei auch möglich.
15:53 Uhr
Peskow: Europäer können keine Vermittler im Ukraine-Konflikt sein
Europa kann nach Ansicht des Kremls keine Vermittlerrolle im Ukraine-Konflikt übernehmen. Kremlsprecher Dmitri Peskow reagierte damit auf eine Aussage des US-Außenministers Marco Rubio, wonach nur die USA als Vermittler zwischen Russland und der Ukraine auftreten könnten.
"Faktisch sind derzeit nur die Vereinigten Staaten Vermittler, und das ist ein Arbeitsprozess."
Die Europäer wollten und könnten diese Rolle nicht übernehmen, so Peskow.
"Sie beteiligen sich inzwischen praktisch direkt am Krieg auf der Seite des Kiewer Regimes und sind eher Verfechter der Idee, Russland einen vernichtenden Schlag zu versetzen."15:25 Uhr
Französischer Mirage-2000D-Jet fliegt entlang russischer Grenze
Ein Mehrzweckkampfflugzeug vom Typ Dassault Mirage 2000D der französischen Luftwaffe ist entlang der Grenzen Russlands, Weißrusslands und der Ukraine geflogen. Dies berichtet die Nachrichtenagentur RIA Nowosti unter Berufung auf Flugdaten.
Demnach startete das Flugzeug gegen 11:10 Uhr Moskauer Zeit vom estnischen Militärflugplatz Ämari. Anschließend näherte es sich der russischen Grenze und flog über den Pskow-Tschudsee in südwestlicher Richtung.
Später überquerte der Jet Estland, Lettland, Litauen und Polen. Über Polen näherte sich die Maschine den Grenzen von Weißrussland und der Ukraine. Derzeit fliegt die Mirage entlang der Grenze zum russischen Gebiet Kaliningrad.
14:48 Uhr
Russische Artilleristen fügen dem Gegner im Raum Saporoschje Feuerschaden zu (Video)
Das Verteidigungsministerium in Moskau zeigt Artilleriesoldaten des russischen Truppenverbands Ost im Gebiet Saporoschje im Einsatz. Sie zerstörten demnach mit einer D-30-Haubitze sowie einem Grad-Mehrfachraketenwerfer Stützpunkte und Drohnenleitstellen der ukrainischen Streitkräfte.
14:08 Uhr
Selenskijs Ex-Stabschef in Untersuchungshaft
Ein Gericht in der Ukraine hat Untersuchungshaft gegen den früheren Präsidialamtschef Andrei Jermak angeordnet. Der ehemalige enge Vertraute von Präsident Wladimir Selenskij muss sich wegen Geldwäsche-Vorwürfen verantworten. Die Haft soll zunächst für 60 Tage gelten.
Jermak leitete von 2020 bis 2025 das ukrainische Präsidialamt und galt bis zu seinem Rücktritt als einer der mächtigsten Politiker des Landes. Als Unterhändler auf ukrainischer Seite nahm Jermak an den Gesprächen mit Russland teil.
Die Verhaftung des Selenskij-Vertrauten deute auf den Beginn tiefgreifender Veränderungen in der Ukraine hin, berichtet das ukrainische Nachrichtenportal Strana.ua. Generell entstehe dadurch in politischen Kreisen das Gefühl, dass nun große Machtverschiebungen im Land beginnen würden.
13:49 Uhr
Frontbericht des russischen Verteidigungsministeriums
Russlands Verteidigungsministerium berichtet am Donnerstag über den Verlauf der militärischen Spezialoperation in der Ukraine innerhalb der vergangenen 24 Stunden.
Als Reaktion auf Terroranschläge auf zivile Ziele in Russland führten die russischen Streitkräfte einen massiven Angriff mit präzisionsgelenkten land-, luft- und seegestützten Langstreckenwaffen gegen militärische Objekte in der Ukraine durch. Es wurden dabei Betriebe der Rüstungsindustrie, Militärflugplätze, Treibstoffanlagen sowie Verkehrsinfrastruktur zerstört.
Laut der Behörde in Moskau haben die Truppenverbände Nord, West, Süd, Mitte, Ost und Dnjepr dem Gegner entlang der gesamten Front Feuerschaden zugefügt. Die Einheiten des Truppenverbands Süd befreiten die Ortschaft Nikolajewka in der Volksrepublik Donezk.
Insgesamt wurden an den Frontabschnitten rund 1.190 ukrainische Soldaten getötet oder verwundet.
Darüber hinaus wurden zerstört oder getroffen:
- 95 Fahrzeuge
- elf Artilleriegeschütze
- neun gepanzerte Kampffahrzeuge
- 14 Anlagen der elektronischen Kampfführung.
Russlands Streitkräfte führten einen kombinierten Angriff auf militärische Ziele an 152 Orten durch. Dabei kamen die operativ-taktische Luftflotte, Kampfdrohnen, Raketen und Artillerie zum Einsatz.
Entlang der Frontlinie wurden eine Rakete des HIMARS-Mehrfachraketenwerfersystems und 390 ukrainische Starrflüglerdrohnen zerstört.
13:07 Uhr
Naryschkin: Russland beendet Ukraine-Konflikt militärisch, falls Diplomatie scheitert
Moskau unterbreitet weiterhin Vorschläge für eine Friedenslösung im Ukraine-Konflikt, erklärt Sergei Naryschkin, der Chef des russischen Auslandsgeheimdienstes (SWR). Das jüngste Angebot sehe vor, dass Kiew das Gebiet der Volksrepubliken Donezk und Lugansk vollständig räume, sagt Naryschkin gegenüber Reportern am Donnerstag.
Und weiter:
"Wenn dies auf diplomatischem Wege unmöglich sein wird, dann verfügt Russland über jede rechtliche Grundlage und jedes Potenzial, dies mit militärtechnischen Mitteln zu tun."
Und der Trend hierfür sei eindeutig, betont der russische Geheimdienstchef. Seit Jahresbeginn habe die russische Armee bereits rund 90 größere und kleinere Siedlungen befreit, und der Vormarsch setze sich in eine Richtung fort – gen Westen.
12:25 Uhr
Russischer Diplomat: Ermittlung gegen Jermak könnte sich negativ auf Militärhilfe für Kiew auswirken

Ehemaliger Leiter des ukrainischen Präsidialamtes, Andrei Jermak, vor Gericht in Kiew, 12. Mai 2026Uheberrechtlich geschützt Ukrainische Antikorruptionsbehörden ermitteln gegen Andrei Jermak, Selenskijs Ex-Büroleiter. Diese Ermittlung könnte negative Auswirkungen auf die EU-Militärhilfe für die Ukraine haben, erklärte der russische Außenamts-Sonderbeauftragte Rodion Miroschnik gegenüber dem Blatt "Iswestija".
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Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.
