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Liveticker Ukraine-Krieg – Estland: Können nicht alle ukrainischen Drohnen abfangen

Russland führt gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine Militäroperation in der Ukraine durch. Der Westen reagiert mit immer neuen Waffenlieferungen an die Ukraine und beispiellosen Sanktionen gegen Russland. Lesen Sie hier die neuesten Entwicklungen.
Liveticker Ukraine-Krieg – Estland: Können nicht alle ukrainischen Drohnen abfangen© Urheberrechtlich geschützt
  • 2.06.2026 21:26 Uhr

    21:26 Uhr

    Granaten in Marmelade-Dosen: Ukrainische Polizei nimmt Waffenhändler fest

    Im ukrainischen Gebiet Transkarpatien ist ein Mann festgenommen worden, der illegal Handel mit Handgranaten betrieben haben soll. Nach Angaben der regionalen Polizei handele es sich um einen 40-jährigen Bewohner des Dorfs Wonigowo. Er habe an seine Kunden Granaten aus frontnahen nordöstlichen Regionen der Ukraine geliefert und die Waffen dabei in Dosen mit Marmelade versteckt.

    Der Festgenommene wurde wegen des illegalen Umsatzes von Munition angeklagt. Im Falle einer Verurteilung drohen ihm bis zu sieben Jahre Haft.

  • 20:53 Uhr

    Merz drängt Magyar zur Unterstützung der Ukraine

    Beim Antrittsbesuch des ungarischen Ministerpräsidenten Péter Magyar in Berlin betonte der Bundeskanzler Friedrich Merz erneut Deutschlands militärische Unterstützung für die Ukraine. Merz fügte hinzu, Kiews Unterstützung mit der neu gewählten ungarischen Regierung besprechen zu wollen. Auf der Webseite der Bundesregierung heißt es dazu:

    "Der Bundeskanzler zeigte Verständnis für den Wunsch Ungarns nach Klärung bilateraler Fragen im Verhältnis mit der Ukraine, appellierte zugleich aber an den ungarischen Ministerpräsidenten, die Beitrittsverhandlungen mit der Ukraine jetzt auch mit dem ersten Kapitel förmlich zu eröffnen."

    Zuvor hatte Magyar gegenüber dem NATO-Generalsekretär Mark Rutte erklärt, dass Budapest weiterhin keine Waffen an die Ukraine liefern werde. Während seines Besuchs in Berlin bekräftigte der ungarische Regierungschef diese Position erneut und stellte klar, dass Ungarn einen EU-Beitritt der Ukraine so lange nicht unterstützen werde, wie Kiew die Rechte der ungarischen Minderheit einschränkt.

  • 20:15 Uhr

    Estland: Können nicht alle ukrainischen Drohnen abfangen

    Estlands Streitkräfte sind nicht in der Lage, sämtliche ukrainische Drohnen, die in den Luftraum der baltischen Republik eindringen, aufzuspüren und abzuschießen, sagt der estnische Ministerpräsident Kristen Michal. In einem Interview für den Fernsehsender ERR räumte er ein:

    "Man sollte nicht damit rechnen, dass wir immer und überall alle Drohnen aufspüren und abschießen können."

    Michal erklärte, dass gewisse Waffen nicht über besiedelten Gebieten eingesetzt werden können, während andere an bestimmte Orte gebunden sind. Drohnen mithilfe von Kampfflugzeugen abzuschießen, sei wegen der Geschwindigkeitsdifferenz schwierig. In Bezug auf den Abschuss einer Drohne durch eine rumänische F-16 über Estland am 19. Mai sprach Michal von einem Glücksfall.

    Ukrainische Drohnen waren bereits mehrmals in den Luftraum der baltischen Staaten eingedrungen und hatten dort Sachschäden und sonstige Störungen verursacht. Vertreter der baltischen Staaten behaupten indessen, Kiew kein Recht zur militärischen Nutzung des eigenen Luftraums gewährt zu haben.

  • 19:29 Uhr

    AfD-Abgeordneter Frohnmaier rechtfertigt Reise nach Russland

    Der AfD-Außenexperte Markus Frohnmaier hat Kritik an seiner Reise zum Internationalen Wirtschaftsforum im russischen Sankt Petersburg zurückgewiesen. Als außenpolitischer Sprecher der AfD-Fraktion im Bundestag sehe er seine Aufgabe unter anderem darin, "unter schwierigen Bedingungen Gesprächskanäle offenzuhalten und deutsche Interessen zu vertreten", erklärte Frohnmaier am Dienstag der Nachrichtenagentur AFP in Berlin. Seine Gespräche mit Vertretern von Wirtschaft und Politik in Sankt Petersburg hätten gezeigt:

    "Deutsche Wirtschaftsinteressen in Russland bestehen fort, auch wenn die Bundesregierung sie weitgehend ignoriert."

    Politiker von CDU, SPD und Grünen hatten die Teilnahme von Frohnmaier und seinem AfD-Fraktionskollegen Steffen Kotré an dem Forum als Sicherheitsrisiko kritisiert.

  • 18:54 Uhr

    Mehrere Verletzte nach Drohnenangriff auf ein Auto 

    Drei Männer erlitten Verletzungen nach einem Drohnenangriff auf ein Auto im Gebiet Belgorod, wie der Krisenstab der Region auf Telegram mitteilte.    

    "Nahe des Dorfes Posochowo im Bezirk Waluiki griff eine FPV-Drohne ein fahrendes Auto an. Durch die Detonation erlitten zwei Männer Splitterverletzungen. Ein drittes Opfer erlitt Prellungen."

    Alle drei erhielten medizinische Hilfe. Das Fahrzeug wurde beschädigt.

  • 18:14 Uhr

    Ein ukrainischer Gefangener mit Erfrierungen von russischen Ärzten gerettet

    Russische Ärzte hätten einen ukrainischen Soldaten mit Erfrierungen, der von seinen Kameraden zurückgelassen worden war, gerettet. Dies erklärte Jewgeni Logwinow selbst gegenüber TASS. Er kämpfte in der 79. Sturmbrigade der ukrainischen Streitkräfte. 

    "Ich bin dem russischen Militär dankbar, dass es mein Leben gerettet hat. Ich bin ihnen dankbar, dass ich jetzt am Leben bin. Und ich danke unseren russischen Ärzten, die mein Bein gerettet haben."

    Laut Logwinow hätten ihn seine Kameraden an den Stellungen zurückgelassen, nachdem sie festgestellt hatten, dass er sich wegen Erfrierungen nicht selbstständig bewegen konnte. Er sei von russischen Militärangehörigen gerettet worden, die ihm erste medizinische Hilfe geleistet hätten. Sie hätten ihn dann evakuiert und den Ärzten übergeben.

    Logwinow stammt aus Kirogograd. Er hat sich am Frontabschnitt Krasnoarmeisk ergeben.

  • 17:45 Uhr

    Außenministerium: Moskau besorgt über Kiews terroristische Aktivitäten im Schwarzen Meer

    Das russische Außenministerium hegt Besorgnis angesichts der Eskalation terroristischer Aktivitäten des Kiewer Regimes im Schwarzen Meer, wie die Sprecherin der Behörde, Maria Sacharowa, erklärte. Sie merkte an, dass die ukrainischen Streitkräfte Überfälle auf Schiffe verüben und Russland dafür verantwortlich machen.

    Kiews Terroranschläge im Schwarzen Meer müssen ermittelt und von allen Anrainerstaaten verurteilt werden. Sowohl die Täter als auch die Organisatoren müssen zur Verantwortung gezogen werden, so Sacharowa. 

    Moskau bekräftigt seine Bereitschaft zur Zusammenarbeit mit Ankara, um "nach optimalen Wegen zur Stabilisierung der Region des Schwarzen Meeres und zur Ausübung eines wirksamen Einflusses auf Kiew" zu suchen, betonte sie.

    Nach Angaben des Außenministeriums der Türkei wurde am 28. Mai ein Güterschiff im Schwarzen Meer bei einem Drohnenangriff beschädigt. Zwei Menschen erlitten dabei Verletzungen.

  • 17:12 Uhr

    Frontbericht des russischen Verteidigungsministeriums

    In seinem täglichen Frontbericht gibt Russlands Verteidigungsministerium die Verluste des ukrainischen Militärs im Verlauf des vergangenen Tages bekannt. 

    Angaben der Behörde zufolge verlor die Ukraine durch Angriffe des russischen Truppenverbands Nord in den Gebieten Sumy und Charkow bis zu 195 Soldaten, einen Panzer, 22 Autos, ein Artilleriegeschütz und eine Eloka-Anlage.

    Im Zuständigkeitsbereich des Truppenverbands West beliefen sich die ukrainischen Verluste auf über 185 Kämpfer. Zusätzlich wurden zwei HMMWV-Kampffahrzeuge aus US-Produktion, acht Autos und vier Geschütze ausgeschaltet.

    Einheiten des Truppenverbands Süd verbesserten ihre taktische Stellung, wobei Kiews Militär bis zu 165 Soldaten verlor. Drei gepanzerte Kampffahrzeuge, 25 Autos, drei Geschütze und eine Eloka-Anlage wurden zerstört.

    Bei Gefechten gegen den Truppenverband Mitte musste die Ukraine über 325 Soldaten einbüßen. Zudem wurden vier gepanzerte Kampffahrzeuge, fünf Autos, ein CAESAR-Geschütz sowie zwei Eloka-Anlagen eliminiert.

    Auch der Truppenverband Ost setzte seinen Vormarsch fort, wobei Kiews Militär einen Verlust von über 330 Soldaten hinnehmen musste. Des Weiteren wurden ein gepanzertes Kampffahrzeug, zehn Autos und ein Artilleriegeschütz außer Gefecht gesetzt.

    Durch Feuereinwirkung des Truppenverbands Dnjepr wurden über 40 ukrainische Soldaten getötet oder verwundet. Außerdem wurden zwei gepanzerte Kampffahrzeuge, 21 Autos und vier Eloka-Anlagen zerstört.

    Russlands Luftabwehr schoss entlang der gesamten Frontlinie zehn Lenkgleitbomben, drei HIMARS-Raketengeschosse sowie 381 Starrflügler-Drohnen ab.

  • 16:45 Uhr

    IKRK-Delegation besucht Starobelsk

    Eine Delegation des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz hat gemeinsam mit der regionalen Gesellschaft vom Roten Kreuz in der Lugansker Volksrepublik die vom ukrainischen Militär am 22. Mai angegriffene Stadt Starobelsk besucht.

    Wie die Nachrichtenagentur RIA Nowosti berichtet, konnten Angehörige das angegriffene Studentenwohnheim sowie das Krankenhaus, in dem die Opfer des Angriffs behandelt werden, besichtigen. Sie hatten zudem Gelegenheit, mit Augenzeugen des Angriffs und den Überlebenden zu sprechen. Ein Gespräch mit den Verwundeten war indes wegen ihres Zustands nicht möglich. Die Eltern eines der getöteten Kinder waren ebenfalls viel zu erschüttert, um mit der Delegation zu sprechen.

    Rodion Miroschnik, Russlands Sondergesandter, begleitete die Delegation. Der Diplomat betonte, dass Moskau einer Besichtigung der Angriffsfolgen in Starobelsk offen gegenüberstehe:

    "Hier ist eine Beobachtungsmission des Internationalen Roten Kreuzes. Wir haben auf ihren Wunsch, hierher nach Starobelsk zu kommen, positiv reagiert, und ihnen alle Möglichkeiten geöffnet. Das ist die Möglichkeit einer Bestätigung, dass hier ein ungeheuerliches Verbrechen verübt wurde. Vertreter einer ganzen Reihe von Ländern, die heute in der Delegation des Internationalen Roten Kreuzes in Moskau vertreten sind, haben jetzt jede Möglichkeit, sich davon zu überzeugen."

    In der Stadt Starobelsk in der Lugansker Volksrepublik hatte das ukrainische Militär am 22. Mai das Studentenwohnheim einer Pädagogik-Hochschule mit Drohnen angegriffen. Dabei kamen nach bisherigen Angaben 21 junge Menschen ums Leben, über 40 weitere wurden verwundet.

  • 15:58 Uhr

    Russland führt massive Angriffe gegen ukrainische Militärobjekte aus

    In der vergangenen Nacht haben Russlands Streitkräfte zahlreiche militärische Ziele in der Ukraine angegriffen. Russlands Verteidigungsministerium betont, dass der Angriff als Reaktion auf den Terroranschlag des ukrainischen Militärs in der Stadt Starobelsk, bei dem 21 Studenten einer Pädagogik-Hochschule getötet wurden, erfolgte. Das Ministerium berichtet dazu:

    "Beim Angriff mit Präzisionswaffen wurden in Kiew zehn Betriebe getroffen, die militärische Produktion, darunter Kampfdrohnen, herstellen. Zudem wurden drei Musterungsstellen des ukrainischen Militärs getroffen."

    Nach weiteren Angaben der Behörde wurden zwei weitere Rüstungsbetriebe in der Stadt Saporoschje, ein Betrieb zur Drohnenproduktion sowie ein Logistikzentrum im Gebiet Dnjepropetrowsk, drei Rüstungsbetriebe im Gebiet Charkow sowie ein Werk im Gebiet Sumy angegriffen.

    Zusätzlich wurden der Meldung zufolge militärische Betriebe in den Gebieten Chmelnizki und Poltawa sowie sechs Militärflugplätze in den Gebieten Tscherkassy, Rowno, Schitomir, Kirowograd, Chmelnizki und Kiew bombardiert.

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Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.