Liveticker Ukraine-Krieg – Ex-CIA-Analyst Johnson: Westen hält russische Geduld für Schwäche

26.05.2026 11:55 Uhr
11:55 Uhr
Mirosсhnik: Europa hat keinen einzigen Friedensplan für die Ukraine vorgelegt
Die Europäische Union hat nach Angaben des russischen Sonderbotschafters Rodion Mirosсhnik keinen einzigen konkreten Vorschlag zur Beilegung des Ukraine-Konflikts vorgelegt. Er sagte der Zeitung Iswestija:
"Von europäischer Seite haben wir keinen einzigen Plan für eine Friedensregelung gesehen."
Die europäischen Staaten forderten stattdessen Kapitulation und Reparationen und seien nicht auf eine politische Lösung des Konflikts ausgerichtet, so Miroschnik. Alle entsprechenden Schritte zielten seiner Aussage nach darauf ab, den Verhandlungsprozess zu unterbrechen – insbesondere unter Einbindung der USA.
11:34 Uhr
Beschuss auf Siedlungen im Gebiet Cherson: Knapp 40 Geschosse aus Ukraine abgefeuert
Die Behörden im von Russland kontrollierten Teil des Gebiets Cherson melden andauernde Angriffe auf Siedlungen am linken Dnjepr-Ufer. Den Angaben zufolge habe die ukrainische Artillerie im Laufe des 25. Mai 20 Geschosse auf fünf Ortschaften abgefeuert. Die Zahl der eingeschlagenen Geschosse listen die Behörden wie folgt auf:
- Tawrijsk – zwei,
- Kachowka – fünf,
- Dnjeprjany – drei,
- Nowaja Kachowka – sechs,
- Aljoschki – vier.
Wie die Behörden weiter mitteilen, habe der Beschuss auch in der Nacht zum Dienstag angedauert. Auf zivile Infrastrukturen der von Russland kontrollierten Ortschaften Nowaja Majatschka, Proletarka und Korsunka seien insgesamt 16 Geschosse abgefeuert worden.
Berichte über Opfer und Schäden liegen bislang nicht vor.
11:11 Uhr
Ex-CIA-Analyst Johnson: Westen hält russische Geduld für Schwäche
Der ehemalige CIA-Analyst Larry Johnson hat dem Westen vorgeworfen, Russlands Haltung falsch zu deuten. In einem Interview mit dem YouTube-Kanal Rachel Blevins sagte er:
"Der Westen hat Russlands Geduld fälschlicherweise für Schwäche gehalten. Das ist ein großer Fehler."
Johnson erklärte, die Position Moskaus zum Ukraine-Konflikt sei konsequent und allgemein bekannt. Dennoch "stellt sich niemand bewusst auf diese Wellenlänge ein". Daher sehe sich Russland gezwungen, härter zu reagieren – auch durch fortgesetzte Vergeltungsschläge auf angebliche Provokationen.
10:50 Uhr
Der langsame Rückzug der USA aus Europa hat bereits begonnen

Donald Trump bei einer Wahlkampfveranstaltung im Grand Sierra Resort, Reno, Nevada, 11. Oktober 2024.Urheberrechtlich geschützt 2025 kann als das Jahr betrachtet werden, in dem die vereinte antirussische Koalition zerbrach. Im Wesentlichen agieren nun drei Akteure gegen Russland (die Ukraine, Europa und die USA), und jeder verfolgt seine eigenen Interessen. Der Analyst Sergej Poletajew beleuchtet die Position jedes Akteurs, seine Ziele und Interessen und zeigt mögliche russische Reaktionen auf. Der zweite Teil seiner Reihe befasst sich mit den USA.
Lesen Sie dazu mehr hier auf unserer Webseite.10:33 Uhr
DVR meldet 31 ukrainische Angriffe binnen 24 Stunden
Die Behörden in Donezk haben innerhalb der vergangenen 24 Stunden 31 Angriffe durch ukrainische Truppen registriert. Demnach wurden auf das Territorium der Volksrepublik 35 Geschosse abgefeuert. Bei den Angriffen in der Zeitspanne von 0 Uhr am 25. Mai bis 0 Uhr am 26. Mai (Ortszeit) kamen sieben Zivilisten, darunter zwei Kinder, ums Leben. Weitere 15 Einwohner, darunter vier Kinder, erlitten Verletzungen. Durch den Beschuss wurden vier Wohnhäuser, vier zivile Infrastrukturobjekte, ein Lkw, ein Kommunalfahrzeug, ein Linienbus und mehrere Autos beschädigt.
Am Vortag hatten die Behörden von Donezk zwölf Angriffe aus der Ukraine gemeldet. Dabei wurden fünf zivile Personen verletzt. Zu Schaden kamen zwei Wohnhäuser, vier zivile Infrastrukturobjekte, ein Kommunalfahrzeug und mehrere Autos.
10:10 Uhr
FSB: Russland und Weißrussland vereiteln Einschmuggel von über 500 Sprengkörpern
Nach Angaben des FSB haben die russischen und weißrussischen Sicherheitsdienste einen Versuch vereitelt, mehr als 500 Sprengsätze aus der Ukraine nach Russland zu bringen. Dies teilte FSB-Direktor Alexander Bortnikow auf einer Sitzung des Rates der Sicherheits- und Geheimdienstchefs der GUS-Staaten mit:
"Gemeinsam mit dem KGB der Republik Belarus wurde ein von Kiew organisierter Versuch vereitelt, mehr als 500 Sprengkörper in die Russische Föderation einzuschmuggeln, um dort Terroranschläge zu verüben."
Laut Bortnikow nutzen ukrainische Dienste regelmäßig Nachbarstaaten Russlands, um Sabotagegruppen und Sprengmittel einzuschleusen, und betreiben weltweit die Rekrutierung von Söldnern sowie gezielte Einflussoperationen im Internet.
Zudem erklärte der FSB-Chef, die Ukraine habe sich unter westlicher Aufsicht zu einem Testfeld für neue Waffen- und Kriegsmethoden entwickelt und stelle einen destabilisierenden Faktor im postsowjetischen Raum dar.
09:45 Uhr
Mehr als 50 Zivilisten in Russland binnen einer Woche durch ukrainische Angriffe getötet
Bei Angriffen der ukrainischen Streitkräfte sind innerhalb einer Woche mehr als 50 Einwohner russischer Regionen ums Leben gekommen. Fast 200 Menschen wurden verletzt. Dies teilte Rodion Miroschnik, Sonderbeauftragter des russischen Außenministeriums, der Nachrichtenagentur TASS mit.
"In der vergangenen Woche wurden durch den Beschuss ukrainischer Nationalisten 250 Zivilisten verletzt oder getötet: 199 Menschen, darunter 20 Minderjährige, wurden verletzt, 51 Menschen, darunter ein Minderjähriger, kamen ums Leben."
Die meisten Opfer wurden in der Lugansker Volksrepublik, in den Gebieten Belgorod und Saporoschje sowie in der Donezker Volksrepublik registriert. Laut dem Diplomaten entfielen 91 Prozent aller Opfer – insgesamt 228 Menschen – auf Angriffe mit ukrainischen Kampfdrohnen.
Miroschnik erklärte zudem, ukrainische Soldaten hätten gezielt medizinische Fahrzeuge angegriffen und damit gegen internationales humanitäres Recht verstoßen. So sei im Gebiet Belgorod ein Fahrer eines Rettungswagens durch eine FPV-Drohne verletzt worden. Außerdem hätten die ukrainischen Streitkräfte weiterhin russische Gebiete vermint. Insgesamt habe die ukrainische Armee innerhalb einer Woche rund 4.300 Geschosse verschiedener Art gegen russisches Territorium eingesetzt.
09:19 Uhr
Irischer Journalist in Starobelsk: Ihr habt mit euren Steuern die Ermordung der Kinder bezahlt

Am Sonntag trafen mehr als 50 ausländische Reporter aus 19 Ländern am Ort der Tragödie in Starobelsk ein. Einer der Besucher war der irische Journalist Chay Bowes. Nach Angaben des Journalisten versuchen die europäischen Länder, das Geschehene als unglücklichen Zufall darzustellen, doch in Wirklichkeit kann ein solcher Angriff nicht versehentlich erfolgt sein.
Der Reporter hob besonders hervor, dass es in der Umgebung weder militärische Ziele noch militärische Ausrüstung gebe. Außerdem wurden am Ort des Einschlags Teile einer Drohne gefunden, auf denen das Herstellungsland – Italien – angegeben war.
Der Journalist betonte:
"Dafür wird Ihr Geld zur Unterstützung der Ukraine ausgegeben – für die Tötung von Kindern."Ein Video dazu gibt es hier auf unserer Webseite.
08:54 Uhr
EU-Abgeordneter wirft Westen Schweigen nach Tragödie in Starobelsk vor
Danilo Della Valle, Europaabgeordneter der oppositionellen italienischen Partei Fünf-Sterne-Bewegung, hat das "ohrenbetäubende Schweigen" des Westens nach dem Angriff der ukrainischen Streitkräfte auf das Studentenwohnheim in Starobelsk in der Lugansker Volksrepublik kritisiert. Er schrieb auf der Plattform X:
"Rund um diese Tragödie herrscht ohrenbetäubendes Schweigen. Keine allgemeine Empörung. Keine Berichterstattung in den Leitmedien. Keine öffentliche Debatte, die dem Ausmaß des Geschehens angemessen wäre."
Zugleich übte er erneut scharfe Kritik an der italienischen Regierung. Trotz solcher Tragödien unterstützt Ministerpräsidentin Giorgia Meloni den ukrainischen Präsidenten Wladimir Selenskij weiterhin und schließt neue Militärabkommen mit Kiew, auch im Bereich Drohnen. Nach Ansicht des EU-Abgeordneten tragen gerade diese Mittel zu einer "immer gefährlicheren Eskalation" bei.
"Diejenigen, die diese Eskalation anheizen, treiben Europa an einen Punkt ohne Wiederkehr."08:28 Uhr
Ukrainische Drohnenpiloten sollen Deserteure liquidieren
Das Kommando der ukrainischen Streitkräfte hat Drohnenpiloten angewiesen, eigene Soldaten anzugreifen, wenn diese ihre Stellungen verlassen oder sich russischen Truppen ergeben wollen. Dies erklärte der Militärexperte Andrei Marotschko gegenüber der Nachrichtenagentur TASS.
"Den Drohneneinheiten der ukrainischen bewaffneten Formationen wurde der Befehl erteilt, das Verhalten der eigenen Soldaten an der Kontaktlinie zu überwachen. Bei Versuchen, Positionen eigenmächtig zu verlassen oder sich zu ergeben, sollen ukrainische Drohnenpiloten Angriffe auf sie durchführen."
Nach seinen Angaben stehen die verschärften Maßnahmen im Zusammenhang mit einer wachsenden Zahl von Desertionen und Überläufen. Zwangsmobilisierte Soldaten der ukrainischen Armee weigerten sich zunehmend zu kämpfen, erklärte der Experte.
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Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.

