Liveticker Ukraine-Krieg: Fünf Tote nach ukrainischem Angriff auf Linienbus

20.07.2026 18:00 Uhr
18:00 Uhr
Russische Streitkräfte setzen Angriffe auf Häfen in und um Odessa fort
Wie Russlands Verteidigungsministerium am Montag bekanntgab, haben die Streitkräfte der Russischen Föderation im Laufe des Tages ihre Angriffe auf ukrainische Häfen und Schiffe, die im Auftrag der ukrainischen Streitkräfte im Einsatz sind, fortgesetzt.
Mit Kampfdrohnen wurden unter anderem zwei Trockenfrachter getroffen, die im Hafen von Odessa gerade militärische Güter entluden, sowie Tanks mit Treib- und Schmierstoffen, die für die ukrainischen Streitkräfte bestimmt waren. Im Hafen von Tschernomorsk (vormals Iljitschewsk) im Gebiet Odessa wurden Objekte der Hafeninfrastruktur getroffen, die zum Entladen und zur Lagerung von militärischen Gütern genutzt werden.
Darüber hinaus wurden auf der Seestrecke (31, 38 und 50 km südlich der Küste) zwei Seeschiffe vom Typ "Bulkcarrier" und ein Trockenfrachter, die Fracht für die ukrainischen Streitkräfte zum Hafen von Tschernomorsk transportierten, von russischen Drohnen getroffen.
16:53 Uhr
Russisches Fernsehen veröffentlicht Aufnahmen des im Gebiet Belgorod angegriffenen Linienbusses
Der Nachrichtensender Rossija 24 hat Aufnahmen des am Montag nahe der Stadt Schebekino (Gebiet Belgorod) durch ukrainische Drohnen angegriffenen Linienbusses veröffentlicht. Die Aufnahmen zeigen das zerstörte Fahrzeug von außen und von innen. Man sieht auch die Beschilderung als Linienbus "Schebekino – Belgorod".
Bei dem gezielten Drohnenangriff am Montag wurden fünf Fahrgäste, darunter vier Frauen und ein minderjähriger Junge, getötet, 23 Menschen wurden verletzt. Drei von ihnen befinden sich im kritischen Zustand.
16:48 Uhr
Zahl der beim ukrainischen Drohnenangriff auf Linienbus in Schebekino Getöteten auf fünf gestiegen
Die Zahl der bei dem Angriff einer ukrainischen Drohne auf einen Reisebus in Schebekino (Gebiet Belgorod) getöteten Zivilisten ist auf fünf gestiegen. Der zunächst als verletzt gemeldete Junge ist seinen Verletzungen erlegen.
Getötet wurden außerdem vier Frauen, wie der amtierende Gouverneur der Region Belgorod, Alexander Schuwajew, bereits mitgeteilt hatte.
Weitere 23 Zivilisten wurden verletzt. Die Verletzten werden medizinisch versorgt, drei von ihnen befinden sich in äußerst kritischem Zustand. Der Linienbus befuhr die Verbindung von Belgorod nach Schebekino und war als reguläres öffentliches Verkehrsmittel erkennbar.
16:28 Uhr
Volksrepublik Donezk: FSB beseitigt gegnerische Saboteure in Konstantinowka
Der FSB hat Aufnahmen veröffentlicht, die die Eliminierung ukrainischer Drohnenoperateure und Saboteure in der Volksrepublik Donezk (DVR) zeigen (sollen). Diese seien von der russischen Luftaufklärung im Rahmen der Überwachung des Gebiets von Konstantinowka entdeckt worden.
Dabei seien anschließend Kontrollzentren für Drohnen sowie Stützpunkte von drei Sabotagegruppen aufgedeckt und zerstört worden. Nach Angaben des FSB wurden bei der Operation zehn gegnerische Kämpfer getötet.
16:19 Uhr
Sigmar Gabriel im NZZ-Interview: "Wäre Angela Merkel Kanzlerin geblieben, hätte es keinen Krieg gegeben"

Auf diesem vom Pressebüro der Bundesregierung (BPA) zur Verfügung gestellten Foto erhält Bundeskanzlerin Angela Merkel einen Blumenstrauß, als sie am 18. Mai 2018 in Sotschi, Russland, den russischen Präsidenten Wladimir Putin in dessen Residenz trifft.Guido Bergmann/Bundesregierung via Getty Images / Gettyimages.ru Eine fragwürdige These hat der ehemalige deutsche Außenminister Sigmar Gabriel (SPD) in einem am Freitag veröffentlichten Interview für die Schweizer Tageszeitung NZZ aufgestellt. Mit Angela Merkel als Bundeskanzlerin wäre der Ukraine-Krieg nicht ausgebrochen, sagte er. In Minsk habe man "die Russen immerhin am Verhandlungstisch eingebunden und konfrontiert". Auch aus russischer Sicht wären die Abkommen "etwas, was zumindest eine fragile Stabilität enthielt".
Die Interviewer hielten ihm dabei nicht vor, dass der Krieg im Donbass schon seit Frühjahr 2014 lief, also in Merkels Amtszeit ausbrach, und durch die Ukraine begonnen wurde. Auch der Umstand, dass die Minsk-Abkommen von Kiew mit deutscher Unterstützung sabotiert wurden und Angela Merkel im Herbst 2022 zugab, dass ihr Ziel nur das Hinhalten Russlands gewesen ist, bis die Ukraine ausreichend aufgerüstet war, hielten die Schweizer Journalisten Gabriel nicht vor.
Der Sozialdemokrat schilderte Konkretes, worauf er seine Vermutung stützt. Nach seiner Darstellung habe Merkel auf ihrem letzten Ratsgipfel der EU im Jahr 2021 gefordert, eine Verhandlungsgruppe aus Europa nach Moskau zu schicken. Bis auf Viktor Orban hätten alle europäischen Staats- und Regierungschefs diesen Vorschlag der deutschen Kanzlerin "in Bausch und Bogen" abgelehnt.
Im selben Interview rief Gabriel die Europäer dazu auf, Verhandlungen mit Russland aufzunehmen. Als Verhandlerin könne er sich auch die Altbundeskanzlerin vorstellen:
"Europa hat eine ganze Reihe von Menschen, die so etwas könnten. Alexander Stubb in Finnland beispielsweise. Aber auch Angela Merkel, die ja gesagt hat, sie wolle nicht. Aber würden die Europäer sie bitten, würde sie garantiert nicht Nein sagen."
Ziel sei es zunächst, den Konflikt einzufrieren, sagte Gabriel:
"Ich wäre erst einmal froh, wenn es zu einem dauerhaften Waffenstillstand käme, zu einem 'frozen conflict'. Einen Frieden wird es möglicherweise erst in ferner Zukunft geben, wenn wir es schaffen, Russland wieder in eine europäische Sicherheitsarchitektur einzubauen."
15:48 Uhr
Miroschnik: Kiew verliert über 200 Dieselloks, die westliche Waffen transportierten
In der letzten Zeit hat die Ukraine infolge der russischen Attacken mehr als 200 Dieselloks verloren, die Waffen hauptsächlich aus Polen und Rumänien zur Kontaktlinie transportierten. Dies erklärte Rodion Miroschnik, der für die Verbrechen des Kiewer Regimes zuständige Sonderbotschafter des russischen Außenministeriums, gegenüber Westi. Seinen Angaben zufolge werden "90 Prozent der Militärgüter aus europäischen Ländern geliefert". Aus diesem Grund sei "die Unterbrechung der Logistik eine der wichtigsten Aufgaben", betonte er.
15:14 Uhr
Tankschiff an Ölterminal bei Noworossijsk mit einer Drohne attackiert
Das Kaspische Pipeline-Konsortium (CPC) meldete eine ukrainische Drohnenattacke auf den Tanker "NELSA" im Schwarzen Meer. Ein Treffer verursachte einen Brand, der innerhalb weniger Stunden gelöscht wurde. 22 Mitglieder internationaler Besatzung, mit Ausnahme des Kapitäns und seiner Gehilfe, wurden evakuiert. Die Ölverladung wurde gestoppt, und Öllecks wurden verhindert.
"Bei der Vorbereitung eines Angriffs auf einen Tanker während der Beladung war sich das angreifende Land bewusst, dass es enorme Umwelt- und menschengemachte Risiken geschaffen und zudem das Leben von Besatzungsmitgliedern aus verschiedenen Ländern gefährdet hat."
15:00 Uhr
Kommandeur einer Militäreinheit im Gebiet Odessa verkaufte Drohnen und verspielte den Erlös
Das Staatliche Ermittlungsbüro der Ukraine hat eine Ermittlung gegen den Leiter einer Militäreinheit im Gebiet Odessa wegen des Diebstahls von Militärgütern abgeschlossen. Dies teilte die Behörde am Montag auf Telegram mit.
Wie es heißt, sei der Mann für den Betrieb unbemannter Luftfahrtsysteme und Drohnenabwehrsysteme verantwortlich gewesen. Einen Teil der gestohlenen Aufklärungsdrohnen und Drohnenabwehrsysteme habe er bei einem Pfandhaus verpfändet und den Rest zu niedrigen Preisen verkauft.
"Mit dem Erlös hat er sich einen Lexus im Wert von 27.000 US-Dollar gekauft und einen anderen Teil des Geldes verspielt."
14:45 Uhr
Tote und Verletzte bei Drohnenangriff auf Bus im Gebiet Belgorod
In der Stadt Schebekino hat eine gegnerische Drohne gezielt einen Passagierbus angegriffen. Dies teilte Alexander Schuwajew, der amtierende Gouverneur des Gebiets Belgorod, mit.
Vier Frauen und ein Junge erlagen vor Ort ihren Verletzungen. Weitere 23 Zivilisten, darunter ein 17-Jähriger, wurden verletzt und ins Bezirkskrankenhaus eingeliefert. Drei der Verletzten befinden sich in kritischem Zustand.
14:28 Uhr
Ukraine greift Wohnhäuser, Lebensmittelladen und Linienbus im Gebiet Kursk an
Wie der Verwaltungschef des Gebiets Kursk, Alexander Hinstein, am Montag mitgeteilt hat, haben ukrainische Drohnen früher am Tag vier Mehrfamilienhäuser in der Gebietshauptstadt, zivile Fahrzeuge auf einer Landstraße sowie einen Linienbus, eine Haltestelle und ein Lebensmittelgeschäft in der Stadt Lgow angegriffen.
Allein in Lgow sind nach derzeitigem Stand fünf Zivilisten verletzt worden. Die Zahl der Verletzten in der Gebietshauptstadt wird mit zehn angegeben, drei Verletzte befinden sich in einem kritischen Zustand.
In einer der angegriffenen Wohnungen sei ein Brand ausgebrochen, die Wohnhäuser wurden evakuiert, so Hinstein.
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Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.
