Liveticker Ukraine-Krieg: Russische Streitkräfte nehmen ukrainische Rüstungsbetriebe ins Visier

17.09.2026 11:45 Uhr
11:45 Uhr
Experte: Kiew fehlt es infolge russischer Angriffe an gepanzerter Technik
Der Militärexperte Witali Kisseljow erklärte, die ukrainische Armee setze wegen Mangels an gepanzerten Fahrzeugen zunehmend auf robotische Plattformen und Hexakopter. Ursache seien russische Angriffe auf Rüstungsbetriebe. Kisseljow betonte, dem russischen Verteidigungsministerium seien Standorte von Objekten mit doppeltem Verwendungszweck, Rüstungsbetrieben und Drohnenmontagestätten tief im ukrainischen Hinterland bekannt. Der Experte forderte, diese Ziele verstärkt anzugreifen.
11:15 Uhr
Russische Streitkräfte greifen ukrainische Rüstungsindustrie und Infrastruktur massiv an
Die russischen Streitkräfte haben in der vergangenen Nacht einen massierten Schlag mit präzisionsgelenkten Waffen sowie Drohnen gegen Betriebe der Metallurgie- und Elektronikindustrie, des militärisch-industriellen Komplexes sowie gegen Energie-, Hafen- und Verkehrsinfrastruktur der Ukraine geführt, teilte das russische Verteidigungsministerium mit. Betroffen wurden unter anderem:
In dem Gebiet und in der Stadt Kiew:
- Werkstätte zur Produktion und Lagerung von Drohnen
- ein Betrieb für Drohnenkomponenten und die Vorbereitung von bodengestützten Robotersystemen
- das Datenzentrum "De Novo Data-Center", das größte seiner Art, das laut Ministerium Serverbetrieb für militärische Zwecke sowie die Verarbeitung, Übertragung und Speicherung von Daten – darunter Aufklärungsdaten – im Interesse der ukrainischen Streitkräfte sicherstellt
- ein Batteriespeicherpark bei Browary zur Energieversorgung militärischer Objekte
In dem Gebiet Saporoschje:
- das Stahlwerk Saporoschstal
- ein Montagewerk der Funkindustrie, das Aufklärungs- und EloKa-Systeme sowie Komponenten für Flugabwehrraketen herstellt
In dem Gebiet Odessa:
- ein Frachtschiff mit Militärgütern im Hafen Tschernomorsk
- das Umspannwerk Arzis
- zwei Straßenbrücken, die für Transitlieferungen aus Rumänien genutzt werden
Zusätzlich wurde auf See, rund 11 Kilometer östlich von Odessa, ein weiteres Frachtschiff mit Gütern für die ukrainischen Streitkräfte getroffen.
10:41 Uhr
Gebiet Belgorod: Neun Verletzte binnen 24 Stunden bei ukrainischen Angriffen
Die ukrainischen Streitkräfte haben das Gebiet Belgorod nach Angaben des amtierenden Gouverneurs Alexander Schuwajew binnen 24 Stunden rund 86-mal angegriffen. Dabei wurden neun Zivilisten verletzt.
Betroffen waren Belgorod selbst sowie mehrere umliegende Bezirke. Dem Gouverneur zufolge habe der Gegner das Gebiet sechsmal mit Artillerie beschossen und sechsmal Sprengkörper von Drohnen abgeworfen. 105 Drohnen seien abgeschossen worden.
Zudem starb im Krankenhaus eine Frau, die bei einem Drohnenangriff auf ein Auto im Bezirk Belgorod am 21. August verletzt worden war.
10:10 Uhr
Wahlkommissionsvorsitzende in der Region Saporoschje bei ukrainischem Drohnenangriff getötet
Die Zentrale Wahlkommission Russlands teilt mit, dass die Vorsitzende der Bezirkswahlkommission Nr. 394, Jelena Astanina, am 15. September bei einem ukrainischen Drohnenangriff auf das Gebiet Saporoschje ums Leben gekommen ist.
Astanina war seit 2022 im Wahlsystem tätig und an der Organisation des Referendums über den Beitritt der Volksrepubliken Donezk und Lugansk sowie der Gebiete Saporoschje und Cherson zu Russland beteiligt.
09:37 Uhr
Panzerbesatzungen des Truppenverbands Nord zerstören gegnerische Unterstände und Drohnenleitstände bei Charkow
Besatzungen von Kampfpanzern des Typs T-80BWM des Truppenverbands Nord haben im Gebiet Charkow getarnte Unterstände und Leitstände für Drohnen zerstört sowie Soldaten eingeschlossener ukrainischer Einheiten neutralisiert.
Das russische Verteidigungsministerium veröffentlicht auf Telegram entsprechende Aufnahmen.
09:03 Uhr
Luftabwehr fängt in der Nacht 641 ukrainische Drohnen ab
Das Verteidigungsministerium in Moskau teilt mit, dass die russische Flugabwehr in der Nacht 641 ukrainische Starrflügeldrohnen abgefangen und zerstört hat.
Betroffen waren die Gebiete Astrachan, Belgorod, Brjansk, Wladimir, Woronesch, Kaluga, Kostroma, Kursk, Lipezk, Nischni Nowgorod, Orjol, Rostow, Rjasan, Smolensk, Tambow, Twer, Tula, Moskau und Jaroslawl, die Region Krasnodar sowie die Teilrepublik Krim. Weitere Drohnen wurden über dem Asowschen, dem Kaspischen und dem Schwarzen Meer abgeschossen.
08:34 Uhr
Drohnenangriff auf Jaroslawl beschädigt Ölraffinerie
Die russische Luftabwehr hat nach Angaben von Gouverneur Michail Jewrajew 65 Drohnen über dem Gebiet Jaroslawl abgeschossen.
Dabei wurde eine Ölraffinerie beschädigt, auf deren Gelände ein Brand ausbrach, der inzwischen gelöscht wurde. Durch herabfallende Trümmer wurden zudem Fenster mehrerer Mehrfamilienhäuser zerstört und Autos beschädigt. Opfer gab es dem Gouverneur zufolge keine.
07:54 Uhr
Drohnen des Truppenverbands Mitte zerstören mit Panzerabwehrminen ukrainischen Stützpunkt
Am Frontabschnitt Dnjepropetrowsk haben Drohnenbesatzungen des Truppenverbands Mitte einen befestigten ukrainischen Stützpunkt durch den Abwurf von Panzerabwehrminen TM-62 zerstört. Wie das russische Verteidigungsministerium mitteilt, wurden die Stellungen zuerst mit Aufklärungsdrohnen entdeckt. Trotz gegnerischer EloKa-Störung gelang der präzise Abwurf: Die Stützpunkte wurden zerstört, die Soldaten und die Ausrüstung der ukrainischen Streitkräfte wurden neutralisiert. Dadurch sei der Vormarsch der eigenen Sturmtrupps in dem Abschnitt gesichert worden.
07:18 Uhr
Frontabschnitt Dnjepropetrowsk: Mehrfachraketenwerfer Grad trifft ukrainische Truppenansammlung
Ein Mehrfachraketenwerfer Grad des Truppenverbands Mitte hat eine ukrainische Truppenansammlung am Frontabschnitt Dnjepropetrowsk getroffen, wie das russische Verteidigungsministerium mitteilte. Zuvor hatten Aufklärungsdrohnen in einem Waldstreifen die Bewegung ukrainischer Soldaten entdeckt und die Koordinaten an die Gefechtsleitung übermittelt. Daraufhin feuerten die Besatzungen eine Serie ungelenkter 122-mm-Raketen ab. Die Ansammlung ukrainischer Truppen im Zielgebiet sei vollständig neutralisiert worden.
16.09.2026 22:00 Uhr
22:00 Uhr
Damit beenden wir für heute den Live-Ticker zur Lage im Ukraine-Konflikt. Morgen früh ab 7 Uhr geht es mit der Berichterstattung weiter. Wir wünschen unseren Lesern trotz aller Spannungen in der Welt eine gute Nacht!
Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.
Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.