Liveticker Ukraine-Krieg: Russische Armee setzt Vormarsch bei Krasny Liman und Konstantinowka fort

22.06.2026 17:35 Uhr
17:35 Uhr
Selenskij unterzeichnet Gesetz zur Erhöhung der Militärausgaben
Der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij hat ein Gesetz zur Erhöhung der Militärausgaben im ukrainischen Staatshaushalt unterzeichnet. Dies geht aus Angaben auf der Website der Werchowna Rada hervor. Bereits am 10. Juni hatte die Parlamentsabgeordnete Nina Juschanina mitgeteilt, dass die Rada einer Aufstockung der Verteidigungsausgaben zugestimmt habe. Laut dem ukrainischen Finanzministerium sollen die Militärausgaben um 1,56 Billionen Griwna (rund 35,2 Milliarden US-Dollar) erhöht werden.
Das entsprechende Gesetz zur Änderung des Staatshaushalts und zur Finanzierung der ukrainischen Streitkräfte wurde laut Parlamentswebsite mit Selenskijs Unterschrift an die Rada zurückgeleitet. Die Ukraine verabschiedet seit Jahren Haushalte mit Rekorddefiziten und ist dabei auf finanzielle Unterstützung aus dem Westen angewiesen. So sieht der Staatshaushalt für 2026 ein Defizit von 1,9 Billionen Griwna (etwa 45 Milliarden US-Dollar) vor.
16:54 Uhr
Zwei Tote bei ukrainischen Angriffen im Gebiet Saporoschje
Bei Angriffen der ukrainischen Streitkräfte auf mehrere Ortschaften im Gebiet Saporoschje sind binnen eines Tages zwei Menschen ums Leben gekommen. Ein weiterer Mann wurde verletzt und ins Krankenhaus eingeliefert. Dies teilte Gouverneur Jewgeni Balizki mit. Demnach wurden in den Bezirken Primorsk und Akimowka zivile Fahrzeuge und Lastwagen attackiert. Dabei seien mehrere Brände ausgebrochen, die jedoch rasch gelöscht werden konnten. In Wassiljewka kam zudem eine Gasleitung zu Schaden, rund 163 Abnehmer waren vorübergehend von der Versorgung abgeschnitten. Auch eine Straßenbrücke am Ortsausgang wurde bei den Angriffen beschädigt.
16:29 Uhr
"Alles, was der Westen derzeit tut, fällt unter unsere Nukleardoktrin" – Lawrow

Im Rahmen seiner Sendung "Moskau. Kreml. Putin" von Sonntagabend hat der Rossija 1-Journalist Pawel Sarubin im russischen Kasan den Chefdiplomaten Sergei Lawrow zu den jüngsten Aussagen des Kiewer Regimes über die Möglichkeit eines Drohnenangriffs auf die Halbinsel Krim befragt. Es soll sich um eine Drohnenstrategie handeln, die laut dem ukrainischen Verteidigungsminister die Krim "zu einer Insel machen wird".
"Ich habe nicht ganz verstanden, wie er das bewerkstelligen will", gestand Lawrow ein, aber er versicherte, dass "es gegen jede Drohne eine Gegenmaßnahme gibt". Außerdem fragte Sarubin wegen der Langstrecken-Drohnen-Systeme, die der europäische Westen an Kiew sendet, und ob "ihnen [den Europäern] bewusst ist, dass all das, was sie tun, tatsächlich mit unserer aktualisierten Nukleardoktrin einhergeht?"
"Darauf haben wir wiederholt hingewiesen", sagte er und fügte hinzu, dass sie weiter stur darauf bestehen, "die Ukraine zu unterstützen, aber keine am Krieg beteiligten Länder sind", ohne auf die konkreten Konsequenzen aus der aktualisierten Nukleardoktrin einzugehen, die Sarubin in Bezug auf Kiews militärische Provokationen erwähnte.
Ein Video dazu gibt es hier auf unserer Webseite.
16:06 Uhr
DVR: Nicht mehr als 300 ukrainische Kämpfer befinden sich in Konstantinowka
In Konstantinowka sind höchstens noch 300 ukrainische Soldaten übrig geblieben, berichtet Igor Kimakowski, der Berater des DVR-Chefs.
"Der Gegner hat in der Stadt nicht mehr als 200 bis 300 Soldaten. Einige von ihnen haben seit 40 Tagen praktisch keine logistische Versorgung erhalten. Dies zeigt, dass wir dort alle Logistikmöglichkeiten des Gegners effektiv unterbrochen haben, sodass er seine Gruppierung nicht mehr versorgen konnte."
15:40 Uhr
Gebiet Belgorod: Mann bei ukrainischem Drohnenangriff verletzt
Bei einem Drohnenangriff der ukrainischen Streitkräfte auf ein Betriebsgelände in Schebekino im Gebiet Belgorod ist ein Mann verletzt worden. Dies teilte der regionale Krisenstab auf Telegram mit. Demnach detonierte eine Drohne auf dem Gelände eines Unternehmens. Der Mann erlitt eine Splitterverletzung am Rücken und wurde in das Stadtkrankenhaus gebracht. Zudem wurden zwei Fahrzeuge durch Splitter beschädigt.
15:17 Uhr
Weißrusslands Sicherheitsrat: Minsk lässt sich nicht durch Provokationen in Konflikt hineinziehen
Weißrussland werde es nicht zulassen, sich durch Provokationen in einen Konflikt verwickeln zu lassen. Dies erklärte Alexander Wolfowitsch, der Staatssekretär des weißrussischen Sicherheitsrats. Er betonte, dass Minsk für "Frieden, Besonnenheit und für die Lösung aller Probleme auf diplomatischem Wege" plädiere.
Hinsichtlich des ukrainischen Drohnenangriffs auf einen Bus im russischen Gebiet Brjansk, der eine Kinderfußballmannschaft aus Weißrussland beförderte, sagte Wolfowitsch:
"Es spielt keine Rolle, wem dieser Bus gehört – ob er aus Weißrussland, Russland oder einem anderen Staat stammt. Es ist ein Bus mit Zivilisten. Aber derjenige, der diesen Angriff verübt hat, hat versucht, einen Vorwand zu schaffen, um Weißrussland und die Ukraine gegeneinander aufzuhetzen und eine unangenehme Situation zu provozieren."
14:44 Uhr
Ukrainischer Raketenangriff auf Woronesch – Mindestens drei Verletzte

SymbolbildPelageja Tichonowa / Sputnik Die russische Großstadt Woronesch ist am Montag Ziel eines ukrainischen Drohnenangriffs geworden. Neben Sachschaden ist zur Stunde offiziell von drei Verletzten die Rede. Der Angriff erfolgte während des offiziellen Gedenkens an den deutschen Überfall auf die Sowjetunion vor 85 Jahren.
Lesen Sie dazu mehr hier auf unserer Webseite.14:15 Uhr
Busfahrer bei Drohnenangriff im Gebiet Belgorod getötet
Nach Angaben des regionalen Krisenstabs des Gebiets Belgorod kam ein Busfahrer bei dem Angriff einer ukrainischen FPV-Drohne auf einen Bus ums Leben. Der Vorfall ereignete sich auf der Autobahn Krasnaja Jaruga – Wjasowoje. Der Mann wurde in kritischem Zustand ins Zentrale Bezirkskrankenhaus gebracht. Er ist jedoch seinen Verletzungen erlegen. Das Fahrzeug wurde beschädigt.
13:40 Uhr
FSB nimmt einen Agenten ukrainischer Geheimdienste fest
Russlands Inlandsgeheimdienst FSB hat einen russischen Staatsbürger, Jahrgang 2005, in der Stadt Woronesch festgenommen. Dies teilte der Pressedienst der russischen Behörde mit. Nach Angaben des FSB wurde der Mann durch ukrainische Geheimdienste über den Messenger-Dienst Telegram angeworben.
Auf Anweisung seines ukrainischen Kurators habe der Festgenommene gegen finanzielle Belohnung Überwachung russischer Militärobjekte in der Region Moskau durchgeführt und im Internet weitere Personen zur Unterstützung der ukrainischen Geheimdienste ausgesucht.
Bei dem Festgenommenen wurde ein Smartphone sichergestellt, das Korrespondenz enthielt, die "seine illegalen Aktivitäten im Auftrag ukrainischer Geheimdienste" beweisen soll.
Der Mann hat ein Geständnis abgelegt und arbeitet aktiv mit den Ermittlungsbehörden zusammen.
Es wurde ein Strafverfahren wegen Landesverrats eingeleitet.
12:54 Uhr
Verteidigungsministerium: Russische Armee setzt Vormarsch in Krasny Liman und Konstantinowka fort
Im Frontbericht des russischen Verteidigungsministeriums vom Montag heißt es, dass die Ukraine in den vergangenen 24 Stunden etwa 1.440 Soldaten verloren hat.
Im Zuständigkeitsbereich des Truppenverbandes Nord beliefen sich die Verluste der ukrainischen Truppen auf mehr als 210 Soldaten. Zudem zerstörte das russische Militär ein gepanzertes Kampffahrzeug, 16 Autos, einen Grad-Mehrfachraketenwerfer, ein Feldartilleriegeschütz und eine Radaranlage vom Typ RADA aus israelischer Produktion.
Der Truppenverband West setzt die Eliminierung der ukrainischen Streitkräfte in der Stadt Krasny Liman in der DVR fort. Innerhalb von 24 Stunden wurden zehn Stützpunkte des Gegners eingenommen und 46 Gebäude befreit. Im Zuständigkeitsbereich des Verbandes verlor das ukrainische Militär mehr als 220 Kämpfer. Zusätzlich eliminierten die russischen Soldaten 17 Autos, zwei Artilleriegeschütze und eine Station für elektronische Kampfführung.
In der Stadt Konstantinowka setzen die Einheiten des Truppenverbandes Süd ihren Vormarsch fort und befreiten im Laufe des Tages 103 Gebäude. Im Abschnitt des Verbandes büßte das ukrainische Militär etwa 165 Kämpfer ein. Zudem wurden drei gepanzerte Kampffahrzeuge, zwölf Autos und ein Artilleriegeschütz zerstört.
Im Zuständigkeitsbereich des Truppenverbandes Mitte verlor das ukrainische Militär mehr als 335 Kämpfer. Der Verband der russischen Armee setzte drei Autos und zwei Feldartilleriegeschütze außer Gefecht.
Durch entschlossene Aktionen des Truppenverbandes Ost mussten ukrainische Truppen einen Verlust von etwa 460 Soldaten hinnehmen. Ferner eliminierte das russische Militär in diesem Operationsbereich ein gepanzertes Kampffahrzeug, ein Artilleriegeschütz und acht Autos.
Die Verluste der ukrainischen Truppen im Zuständigkeitsbereich des Truppenverbandes Dnjepr beliefen sich auf mehr als 50 Soldaten. Außerdem neutralisierte der Verband neun Autos und zwei Stationen für elektronische Kampfführung.
Kampfflugzeuge, Drohnen, Raketentruppen und Artillerie der russischen Streitkräfte haben Ölraffinerien, Objekte der Brennstoff-, Energie- und Transportinfrastruktur, Brennstofflager, die von ukrainischen Streitkräften genutzt werden, sowie Lager für Langstreckendrohnen angegriffen. Vorübergehende Stationierungsorte der bewaffneten Formationen der ukrainischen Armee und ausländischer Söldner in 142 Bezirken wurden ebenfalls getroffen.
Russische Luftabwehrkräfte haben zwölf gelenkte Bomben und 734 Starrflüglerdrohnen abgeschossen.
Seit Beginn der militärischen Sonderoperation wurden insgesamt 671 gegnerische Flugzeuge, 284 Hubschrauber, 167.044 unbemannte Luftfahrzeuge, 662 Flugabwehrraketensysteme, 29.870 Panzer und gepanzerte Kampffahrzeuge, 1.746 Mehrfachraketenwerfer, 35.454 Feldartillerie- und Mörsergeschütze sowie 64.658 militärische Spezialfahrzeuge außer Gefecht gesetzt.
Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.
Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.

