Liveticker Ukraine-Krieg – Kiew droht: Drohnen werden Krim in Insel verwandeln

17.06.2026 20:08 Uhr
20:08 Uhr
Herstellung von US-Raketen in der Ukraine? Trump: "Wir werden sehen"
US-Präsident Donald Trump erklärte, die Ukraine wolle die Möglichkeit erhalten, Raketen für US-amerikanische Patriot-Luftverteidigungssysteme zu produzieren. "Wir werden sehen", sagte Trump am Rande des G7-Gipfels in Frankreich gegenüber Reportern.
Im Hinblick auf die Ukraine-Krise führte US-Präsident aus:
"Wir würden diesen Konflikt gern beenden. Ich habe schon acht Kriege beendet, und ehrlich gesagt dachte ich, dieser hier wäre einer der einfachsten. Aber die beiden mögen sich nicht besonders, und das macht die Sache viel schwieriger."
Dabei lehnte Trump es ab, sich dazu zu äußern, ob er Moskau oder Kiew für die Fortsetzung des Konflikts, aber auch die Unwilligkeit bezüglich der Friedensgespräche verantwortlich mache.
Er wolle hierzu keine Stellungnahmen abgeben, da er versuche, das Problem zu lösen, meinte Trump. Und derartige Fragen machten die Sache nicht einfacher.
19:42 Uhr
Ukrainischer Verteidigungsminister droht Russland: Drohnen werden Krim in Insel verwandeln
Der ukrainische Verteidigungsminister Michail Fjodorow hat die Isolation der Schwarzmeer-Halbinsel Krim von Russland mittels Drohnenangriffen angekündigt. In einem Interview sagte der Minister, der Ukraine öffne sich mit den Angriffen auf die russischen Nachschublinien ein "Fenster der Möglichkeiten". Während der Urlaubssaison werde die Krim – ein bei russischen Touristen beliebtes Reiseziel – in diesem Jahr nur von ukrainischen Drohnen erkundet, sagte er dabei sarkastisch.
"Für die Russen beginnt eine Hölle, die sie nur schwerlich meistern werden."
Dies betreffe nicht nur die Krim, sondern auch andere Gebiete. Innerhalb von vier Monaten habe sein Ministerium mehr Drohnen eingekauft als im gesamten Vorjahr, sagte Fjodorow. Bei unbemannten Luftfahrzeugen mit Glasfaserverbindung und mittlerer Reichweite habe man bereits das Dreifache der Vorjahresmenge erreicht.
Zuletzt versucht das ukrainische Militär, Erdöldepots und Raffinerien tief im russischen Hinterland anzugreifen, um Engpässe beim Treibstoff zu erzeugen. Zugleich verschlechtert sich die Lage der ukrainischen Armee an der Front in der Volksrepublik Donezk, wo russische Truppen nahe der Stadt Konstantinowka im Vormarsch sind.
19:16 Uhr
Video: Russische Drohnenoperatoren greifen gegnerische Drohnenstellungen an
Laut russischen Angaben haben Drohnenbesatzungen der 4. separaten motorisierten Schützenbrigade des Truppenverbandes Süd im Privatsektor von Konstantinowka drei Drohnenkontrollpunkte des Gegners getroffen.
18:39 Uhr
Noworossija: Kommunalarbeiter wegen Drohnenangriffen mit gepanzerten Fahrzeugen ausgestattet
Aufgrund anhaltender Drohnenangriffe nutzen Mitarbeiter kommunaler Dienste in den neuen russischen Regionen nun gepanzerte Fahrzeuge. Dies berichten russische Medien. Den Angaben der Behörden zufolge greifen die ukrainischen Streitkräfte regelmäßig Fahrzeuge von Gas- und Energiediensten sowie von Notfall- und Reparaturbrigaden an, die Schäden an der Infrastruktur beseitigen.
Die eingesetzten Fahrzeuge wurden demnach mit Panzerplatten und einer Kevlar-Schutzauskleidung ausgestattet. Sie entsprechen der russischen Schutzklasse Br2 und sollen die Besatzungen vor Splittern sowie nahen Explosionen schützen. Darüber hinaus verfügen die Fahrzeuge über einen verstärkten Unterbodenschutz. Dieser soll die Mitarbeiter vor kleineren Minen schützen, die nach russischen Angaben von Drohnen abgeworfen werden.
18:07 Uhr
Kiew weitet Zwangsevakuierung im Raum Dnjepropetrowsk aus
Im Gebiet Dnjepropetrowsk werden weitere 23 Ortschaften im Bezirk Sinelnikowo zwangsevakuiert. Die Familien mit Kindern werden verpflichtet, ihren Wohnsitz zu verlassen. Dies berichtet Strana.ua unter Verweis auf die lokale Militärverwaltung.
Insgesamt sollten demnach 3.800 junge Männer und Frauen aus der betroffenen Gegend herausgebracht werden. Aus dem Bezirk Sinelnikowo seien bereits über 49.500 Menschen evakuiert worden, hieß es.
17:38 Uhr
Belgorod: Mann bei ukrainischem Drohnenangriff auf Lastwagen getötet
Bei einem Drohnenangriff der ukrainischen Streitkräfte auf einen Lastwagen in Belgorod ist ein Mann getötet worden. Er erlag noch am Ort des Angriffs seinen Verletzungen. Dies teilte der regionale Krisenstab mit und teilt entsprechende Aufnahmen auf Telegram:
Des Weiteren meldet der Krisenstab, dass im Dorf Dolgoje zwei Soldaten einer Drohnenabwehreinheit während ihres Einsatzes Verletzungen erlitten hätten.
17:19 Uhr
Merz kündigt E5-Treffen zur Ukraine in Berlin an
Bundeskanzler Friedrich Merz gab bekannt, ein Treffen zur Ukraine im E5-Format (Deutschland, Großbritannien, Italien, Polen und Frankreich) in Berlin initiiert zu haben.
In allen Angelegenheiten, die im Zusammenhang mit der Ukraine stünden, habe Berlin stets eng mit allen europäischen Ländern, vor allem mit Polen und Großbritannien, kooperiert, sagte Merz am Rande des G7-Gipfels in Frankreich. Daher habe er die Partner Deutschlands eingeladen, nächste Woche im sogenannten E5-Format zu einem Treffen nach Berlin zu kommen.
17:08 Uhr
Kutusowka in der DVR nun unter russischer Kontrolle (Video)
Das russische Verteidigungsministerium gab in seinem Frontbericht am Mittwoch die Befreiung der Ortschaft Kutusowka in der Volksrepublik Donezk (DVR) bekannt. Die Behörde in Moskau teilt entsprechende Aufnahmen auf Telegram.
16:47 Uhr
Weißrusslands Außenministerium verurteilt den ukrainischen Drohnenangriff auf Bus mit Kindern
Das weißrussische Außenministerium hat den ukrainischen Drohnenangriff auf einen Bus in der Region Brjansk, der eine Kinderfußballmannschaft aus Weißrussland beförderte, verurteilt. Dies erklärte der Pressesprecher des Ministeriums, Ruslan Warankow, auf einer Pressekonferenz.
"Wir verurteilen den Angriff auf einen Zivilbus, der weißrussischen Staatsbürger, darunter auch Kinder, im Gebiet Brjansk der Russischen Föderation beförderte, aufs Schärfste. Wir betrachten dies als einen weiteren Terrorakt gegen die Zivilbevölkerung."
Die Behörde fordert von Kiew umfassende Erklärungen zu dem Vorfall.
16:27 Uhr
Erneute Angriffe aus der Ukraine auf Ortschaften im Grenzgebiet Belgorod
Ukrainische Kämpfer haben am Mittwochvormittag (Ortszeit) ein weiteres Mal acht Orte im russischen Gebiet Belgorod mit unbemannten Luftfahrzeugen angegriffen. Nach Angaben des lokalen Krisenstabs erlitt infolgedessen ein Zivilist Verletzungen und musste medizinisch versorgt werden.
Wie es heißt, entstanden durch die Drohnenattacken Sachschäden an zwei Wohngebäuden, fünf Eigenheimen, einer Infrastruktureinrichtung und vier zivilen Fahrzeugen.
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Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.