Liveticker Ukraine-Krieg – Lawrow: Russland bleibt offen für Verhandlungen

14.01.2026 15:42 Uhr
15:42 Uhr
"Keine gute Idee" – Föderationsrat kommentiert mögliche Wahl von Stubb zum Verhandlungsführer mit Moskau
Die mögliche Wahl des finnischen Präsidenten Alexander Stubb als einen EU-Sondergesandten für die Verhandlungen mit Russland sei wegen seiner russlandfeindlichen Äußerungen "keine gute Idee". Diese Meinung vertritt der russische Senator Wladimir Dschabarow. Auf Telegram schrieb er:
"Die Europäer denken, dass Finnland unser nächster Nachbar ist. Aber dieses Land ist nicht nur EU-Mitglied, sondern auch NATO-Mitglied."
Dschabarow zufolge seien Stubbs’ gute Beziehungen zu Trump, mit dem er Golf spielt, einer der Vorteile.
"Allerdings hat der finnische Staatschef in der letzten Zeit eine Reihe offen russophober Äußerungen gemacht. Seitdem wird er in Russland als ein Feind betrachtet. Wenn wir einem Dialog zustimmen, dann wäre es besser, dass die Europäer einen geeigneteren Kandidaten finden würden."
15:07 Uhr
Rada unterstützt Ernennung von Schmygal zum Energieminister
Das ukrainische Parlament, die Werchowna Rada, hat beim zweiten Anlauf die Ernennung von Denis Schmygal zum Energieminister und ersten stellvertretenden Ministerpräsidenten der Ukraine unterstützt.
Am Vortag hatte das Parlament die Rücktritte von Schmygal als Verteidigungsminister der Ukraine und Michail Fedorow als Minister für digitale Transformation unterstützt. Darüber hinaus unterstützte die Werchowna Rada den Rücktritt von Wassili Maljuk als Leiter des ukrainischen Geheimdienstes SBU.
14:35 Uhr
Nach ukrainischem Angriff in Gebiet Brjansk: mehrere Zehntausend von Stromausfällen betroffen
Nach Angaben von Alexander Bogomas, dem Gouverneur des Gebiets Brjansk, seien mehr als 70.000 Nutzer von Stromausfällen nach einem Raketenangriff der ukrainischen Streitkräfte betroffen. Zwei Energieanlagen seien dabei beschädigt worden.
"Die ukrainischen Terroristen haben gezielt Objekte der Kommunal- und Energieinfrastruktur auf dem Territorium des Gebiets Brjansk angegriffen. Infolge eines Raketenangriffs wurden das Wärmekraftwerk Klinzowskaja und das Umspannwerk Najtopowitschskaja beschädigt. Von Stromausfällen sind mehr als 70.000 Menschen in zwei Bezirken betroffen."
Die Wiederherstellungsarbeiten werden durchgeführt.
14:24 Uhr
Experte: Ukrainische Streitkräfte verringern Zahl der einsatzfähigen Einheiten bei Guljaipole
Das Kommando der ukrainischen Streitkräfte hat die Zahl der kampffähigen Einheiten bei Guljaipole in der Region Saporoschje verringert und die freigewordenen Kräfte nach Dimitrow, Krasnoarmeisk in der Donezker Volksrepublik sowie nach Kupjansk in der Region Charkow verlegt. Dies meldet der Militärexperte Witali Kisseljow. Er fügt hinzu, dass Kiew derzeit in den Kämpfen bei Guljaipole auf FPV-Drohnenpiloten setze.
14:12 Uhr
Gebiet Belgorod: Gouverneur meldet Opfer und Schäden nach ukrainischen Angriffen
Nach Angaben von Wjatscheslaw Gladkow, dem Gouverneur des Gebiets Belgorod, habe das ukrainische Militär in den vergangenen 24 Stunden 37 Orte in sieben Bezirken angegriffen. Bei den Attacken wurden mindestens 22 Geschosse abgefeuert und 69 unbemannte Luftfahrzeuge eingesetzt, von denen 35 abgefangen wurden.
Gladkow meldet drei Opfer unter der Zivilbevölkerung: Zwei Zivilisten kamen ums Leben, ein weiterer erlitt Verletzungen.
Infolge der Angriffe wurden 13 Privathäuser, zwei Infrastrukturobjekte und sechs Fahrzeuge beschädigt.
14:03 Uhr
Luftabwehr schießt weitere ukrainische Drohnen ab
Die russischen diensthabenden Luftabwehrkräfte haben zwischen 9:00 Uhr und 13:00 Uhr Moskauer Zeit 33 ukrainische Starrflüglerdrohnen zerstört, teilt das Verteidigungsministerium in Moskau mit.
Nach Angaben der Behörde lauten die Zahlen der abgefangenen Drohnen wie folgt:
- Gewässer des Asowschen Meeres – 25,
- Republik Krim – drei,
- Region Krasnodar – zwei.
13:56 Uhr
Moskau bestätigt Angriff ukrainischer Streitkräfte auf Tanker im Schwarzen Meer
Der Öltanker Matilda, der unter maltesischer Flagge fuhr, wurde am Dienstag etwa 100 Kilometer vor der Stadt Anapa in der Region Krasnodar von zwei ukrainischen Kampfdrohnen angegriffen, teilt das russische Verteidigungsministerium mit.
Nach Angaben der Behörde wurde am 13. Januar um 10:15 Uhr Ortszeit im Schwarzen Meer ein Notruf des Tankers über den internationalen Sicherheitskanal empfangen.
13:32 Uhr
Lawrow: Russland bleibt offen für Verhandlungen
Russland ist offen für Verhandlungen über die Ukraine, sofern diese ernsthaft geführt werden, erklärt der russische Außenminister Sergei Lawrow in einem Kommentar zu Berichten über einen möglichen Besuch des Sonderbeauftragten des US-Präsidenten Steve Witkoff und des Schwiegersohns des US-Präsidenten Jared Kushner in Moskau im Januar. Der russische Chefdiplomat betont:
"Präsident Putin hat wiederholt, darunter auch in den letzten Wochen bei verschiedenen Veranstaltungen, unsere Position bekräftigt, dass wir für Verhandlungen über die Ukraine offen sind, wenn diese Verhandlungen ernsthaft sind und wenn die an solchen Verhandlungen interessierten Personen wirklich dazu bereit sind und etwas zu sagen haben."
13:25 Uhr
Medienbericht: Timoschenko drohen bis zu zehn Jahre Haft
Julia Timoschenko, der Vorsitzenden der Partei Batkiwschtschina, drohen wegen eines Korruptionsverfahrens bis zu zehn Jahre Haft, schreibt das Portal Strana.ua.
"Der Artikel, nach dem sie angeklagt ist (Teil 4 des Artikels 369 des Strafgesetzbuches der Ukraine – Angebot, Versprechen oder Gewährung einer unrechtmäßigen Vergünstigung an einen Amtsträger), sieht bis zu zehn Jahre Haft vor."
Wie die Zeitung berichtet, würde Timoschenko im Falle einer Festnahme gegen Kaution freigelassen werden, falls sie überhaupt in Gewahrsam genommen würde.
12:44 Uhr
Frontbericht: Weitere Ortschaft befreit
Im Frontbericht des russischen Verteidigungsministeriums vom Mittwoch heißt es, dass die Einheiten des Truppenverbands Nord die Ortschaft Komarowka im Gebiet Sumy befreit haben.
Durch entschlossene Aktionen der Einheiten der Truppenverbände Nord, Süd, Ost, West, Mitte und Dnjepr verlor die Ukraine im Laufe des Tages etwa 1.310 Soldaten.
Darüber hinaus wurden zerstört oder getroffen:
- zwei Panzer,
- 26 gepanzerte Kampffahrzeuge, darunter eines vom Typ Puma aus italienischer Produktion, zwei vom Typ М113 aus US-Produktion, sechs vom Typ Kasak,
- 95 Autos,
- ein Mehrfachraketenwerfer vom Typ Vampire aus tschechischer Produktion,
- neun Haubitzen, davon zwei aus westlicher Produktion, darunter eine vom Typ Bogdana,
- zwei Artillerieaufklärungsradare, einer vom Typ AN/TPQ-50 aus US-Produktion,
- fünf Stationen für elektronische Kampfführung,
- elf Lager für Munition, Brennstoff und Material.
Kampfflugzeuge, Drohnen, Raketentruppen und Artillerie der russischen Streitkräfte haben Drohnenlagerhallen, Ausbildungsorte für Langstreckendrohnen, Brennstofflager sowie Energieanlagen angegriffen, die den Betrieb des Militär-Industriekomplexes der Ukraine gewährleisteten. Außerdem wurden vorübergehende Stationierungsorte der bewaffneten Formationen der ukrainischen Streitkräfte und ausländischer Söldner in 145 Bezirken getroffen.
Russische Luftabwehrkräfte haben sieben gelenkte Bomben, sechs HIMARS-Raketen aus US-Produktion und 260 Starrflüglerdrohnen abgeschossen.
Seit Beginn der militärischen Sonderoperation wurden insgesamt 670 gegnerische Flugzeuge, 283 Hubschrauber, 108.925 unbemannte Luftfahrzeuge, 645 Flugabwehrraketensysteme, 27.115 Panzer und gepanzerte Kampffahrzeuge, 1.641 Mehrfachraketenwerfer, 32.567 Feldartillerie- und Mörsergeschütze sowie 51.746 militärische Spezialfahrzeuge zerstört.
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Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.