Liveticker Ukraine-Krieg – Forbes: Russische Drohne Molnija-2 bereitet Kiew Kopfschmerzen

30.04.2026 17:28 Uhr
17:28 Uhr
Forbes: Das ukrainische Militär kommt mit der russischen Drohne Molnija-2 nicht zurecht

Archivbild: Russischer Kämpfer mit UAV Molnija-2RIA Nowosti / Sergei Bobyljow / Sputnik Eine kostengünstige russische Drohne mit einfacher Konstruktion und flexibler Taktik hat sich unerwartet als ernsthaftes Problem für das ukrainische Drohnenabwehrsystem erwiesen, schreibt Forbes. Ihre Wirksamkeit verändert die Spielregeln und zeigt, in welche Richtung sich der Technologiekrieg tatsächlich entwickelt. Das Magazin berichtet:
"Die Ukraine muss ihre Mittel zur elektronischen Kriegsführung und zum kinetischen Schutz noch weiterentwickeln, um Systemen wie der Molnija-2 entgegenwirken zu können. […] Die Drohne Molnija-2 spiegelt einen grundlegend anderen Ansatz wider. Anstatt auf Technologie zu setzen, wird eine kostengünstige Konstruktion in Kombination mit einfachen und flexiblen Taktiken genutzt, wodurch die ukrainische Verteidigung umgangen wird. Dadurch eignet er sich gut für einen Zermürbungskrieg, in dem Kosten, Umfang und Anpassungsgeschwindigkeit nicht weniger wichtig sind als die Leistungsfähigkeit."16:51 Uhr
Bericht: Kiew hielt Kortschakowka mit Instruktoren und Sperrtruppen
Der Nachrichtenagentur TASS wurde aus russischen Sicherheitskreisen mitgeteilt, dass das Kommando der 71. Luftlandebrigade der ukrainischen Streitkräfte im Versuch, die Ortschaft Kortschakowka im Gebiet Sumy zu halten, Instruktoren und Soldaten der Sperrtruppen in Kampfgruppen versetzt habe. Eine Quelle der Agentur berichtete:
"Das Brigadekommando versuchte, die Ortschaft zu halten, indem es Ausbilder und Kriegsverbrecher aus den Sperrtruppen, die in den letzten Tagen von unseren Soldaten vernichtet worden waren, in Kampfgruppen versetzte."16:18 Uhr
Trump: "Die Ukraine ist militärisch besiegt"

Bei einer Pressekonferenz im Weißen Haus hat US-Präsident Donald Trump am Mittwoch nach einem Telefonat mit Wladimir Putin angedeutet, die Ukraine sei militärisch bereits "besiegt". Zur Begründung verwies er unter anderem auf den Totalverlust "ihrer Marine". Da es im selben Gespräch auch um den Krieg der USA und Israels gegen Iran ging, dürfte er beide Konflikte miteinander verwechselt oder sich versprochen haben.
Das Video gibt es hier auf unserer Website zu sehen.
15:43 Uhr
Estlands Regierung beschließt neue Regeln zur Drohnenabwehr
Estland will seiner Armee, der Polizei und Unternehmen mit kritischer Infrastruktur erweiterte Rechte zur Abwehr von Drohnen einräumen. Die Regierung des an Russland grenzenden EU-Landes hat einen entsprechenden Gesetzesentwurf beschlossen, der noch vom Parlament verabschiedet werden muss. Damit sollen Gesetzeslücken geschlossen und den Behörden ausreichende Befugnisse zur Früherkennung und wirksamen Neutralisierung von Drohnenbedrohungen erteilt werden.
Das Gesetz sieht die Schaffung eines mehrstufigen Drohnenabwehrsystems und einer sogenannten Drohnenpolizei vor. Die Polizei- und Grenzschutzbehörde soll demnach die Aufgabe und die Mittel erhalten, um gefährliche unbemannte Flugobjekte in ganz Estland neutralisieren zu können. Sollte sie die Bedrohung nicht selbst oder nicht schnell genug abwehren können, soll die Armee eingreifen dürfen. Diese ist in Friedenszeiten bislang nur dazu ermächtigt, auf Bedrohungen durch Militärdrohnen und Drohnen zu reagieren, die von außerhalb Estlands gestartet wurden.
Die Ukraine hat in den vergangenen Wochen wiederholt russische Ölexporthäfen am Finnischen Meerbusen und andere Ziele im Nordwesten Russlands nahe der Grenze zu Estland attackiert. Bei den Angriffen gerieten mehrmals fehlgeleitete ukrainische Drohnen auch auf estnisches Gebiet, mehrere davon stürzten ab. Dabei wurde ein Kraftwerk getroffen. Verletzte oder größere direkte Schäden gab es nicht.
15:12 Uhr
Ein Toter und zwei Verletzte durch ukrainische Attacken auf Gebiet Cherson
Gouverneur Wladimir Saldo meldet weitere Opfer durch die andauernden Attacken der ukrainischen Streitkräfte auf den von Russland kontrollierten Teil des Gebiets Cherson. Wie der Politiker auf der Plattform Telegram schreibt, sei ein Mann des Jahrgangs 1982 ums Leben gekommen, als eine ukrainische Drohne eine Farm in der Nähe der Siedlungen Staraja Majatschka und Briljowka attackiert habe. Ein weiterer Mann des Jahrgangs 1980 habe Verletzungen erlitten, als das ukrainische Militär die Ortschaft Golaja Pristan unter Beschuss genommen habe. In Nowaja Sburjewka sei eine 81 Jahre alte Frau zu Schaden gekommen.
Außerdem berichtet der Gouverneur über beschädigte Wohnhäuser in Nowaja Majatschka und Tawrijskoje. In Golaja Pristan sei ein Auto beschädigt worden. Der Gegner habe in den letzten 24 Stunden insgesamt knapp ein Dutzend Ortschaften im Gebiet Cherson unter Beschuss genommen. Zudem habe es Drohgenangriffe auf fast zwei Dutzend Ortschaften gegeben.
14:39 Uhr
Am zweiten Tag in Folge: Ukrainische Drohnen greifen Perm im Uralvorland an
Gouverneur Dmitri Manochin hat den Einschlag einer ukrainischen Drohne auf einem Industriegelände in der Region Perm im äußersten Osten Europas bestätigt. Auf der Plattform MAX schrieb der Politiker, dass keine chemische Bedrohung für die Bevölkerung bestehe. Es gebe weder Todesopfer noch Verletzte. Das Personal des getroffenen Betriebs befinde sich in Schutzräumen.
Ein Korrespondent der Nachrichtenagentur Interfax berichtete über heulende Sirenen in der Gebietshauptstadt Perm. Der örtliche Flughafen wurde aus Sicherheitsgründen für sämtliche Starts und Landungen gesperrt.
In russischen Telegram-Kanälen waren Fotos und Videos zu sehen, die eine große Rauchwolke zeigten. Gouverneur Manochin warnte jedoch seine Landsleute davor, solche Aufnahmen zu teilen, da sie dem Gegner behilflich sein könnten.
Bereits am Mittwoch hatte sich eine ähnliche Attacke ereignet. Die Ukraine meldete damals einen Angriff auf eine Ölpumpstation in der Nähe von Perm. Die Stadt liegt im Uralvorland, rund 1.500 Kilometer von der ukrainischen Grenze entfernt.
14:10 Uhr
Mehrere Opfer bei ukrainischen Angriffen auf 29 Ortschaften im Gebiet Belgorod
Gouverneur Wjatscheslaw Gladkow veröffentlicht jeden Tag auf Telegram Statistiken über ukrainische Angriffe auf Siedlungen im russischen Grenzgebiet Belgorod. Aus dem heutigen Eintrag geht hervor, dass das ukrainische Militär in den vergangenen 24 Stunden 29 Ortschaften in zehn Bezirken angegriffen habe.
In der Statistik beklagt der Politiker den Tod von drei Frauen in der Siedlung Wosnessenowka. Sie seien ums Leben gekommen, als eine ukrainische Drohne einen Passagierbus attackiert habe. Acht weitere Zivilisten seien verletzt worden. Bei gegnerischen Attacken auf andere Ortschaften gebe es weitere neun Verletzte.
Gladkow meldet zudem viele Sachschäden. Demnach seien in den vergangenen 24 Stunden insgesamt drei Mehrfamilienhäuser, 17 Einfamilienhäuser, zwei soziale Einrichtungen, drei Betriebe, zwei Geschäfte, ein Schuppen, ein Lagerhaus, zwei Garagen, eine Stromleitung, ein Passagierbus, zwei Traktoren, fünf Lkw, zwei Kleintransporter und 23 Autos zerstört oder beschädigt worden.
13:37 Uhr
Russlands Außenministerium schließt Einsatz von Atomwaffen gegen Ukraine aus
Das russische Außenministerium schließt einen Einsatz von Atomwaffen bei der militärischen Sonderoperation in der Ukraine aus. Russlands Sonderbotschafter Andrei Beloussow hat bei einer UN-Konferenz zum Atomwaffensperrvertrag in New York erklärt, dass Moskau kein Interesse daran habe, dass Atomwaffen jemals zum Einsatz kämen. Dabei betonte der Diplomat:
"Wir halten es für notwendig, unbegründete Spekulationen in Abrede zu stellen, wonach Russland angeblich die Möglichkeit erörtere, Atomwaffen in der Ukraine einzusetzen, oder mit einem Atomwaffeneinsatz drohe. Es liegt auf der Hand, dass dies absichtlich getan wird, um die antirussische Hysterie anzufachen."
Moskau tue zudem sein Bestes, um jegliche militärische Konfrontation mit anderen Atommächten zu verhindern. Russland sei an einer Eskalation nicht interessiert, sagte Beloussow.
13:06 Uhr
Frontbericht des russischen Verteidigungsministeriums: Weitere zwei Ortschaften befreit

SymbolbildSERGEI BOBYLJOW / Sputnik Russlands Verteidigungsministerium meldet weitere Erfolge bei der militärischen Sonderoperation in der Ukraine binnen der letzten 24 Stunden. Wie die Behörde am Donnerstag auf der Plattform MAX schreibt, habe der Truppenverband Nord die Ortschaft Kortschakowka im Gebiet Sumy unter seine Kontrolle gebracht und zudem ukrainische Einheiten im Raum der Ortschaften Miropolje, Kondratowka, Tscherwonoje, Nowaja Setsch und Chrapowschtschina im selben Gebiet sowie Ternowaja, Kolodesnoje, Pokaljanoje und Stariza im Gebiet Charkow getroffen. Der Gegner habe mehr als 240 Armeeangehörige verloren. Dabei seien zwei gepanzerte Gefechtsfahrzeuge, sieben Autos und ein Artillerieaufklärungsradar außer Gefecht gesetzt worden.
Der Truppenverband West habe ebenfalls seine Position an der vordersten Linie verbessert, indem er Personal und Technik des Gegners nahe den Ortschaften Netschwolodowka, Kowaljowka, Monatschinowka, Kutkowka und Schijkowka im Gebiet Charkow sowie Tatjanowka, Stary Karawan, Krasny Liman und Prischib in der DVR getroffen habe. Dabei seien bis zu 190 ukrainische Kämpfer getötet oder verletzt worden. Das russische Militär habe darüber hinaus einen Transportpanzer, 16 Autos, drei Geschütze, einen Raketenwerfer und ein Artillerieaufklärungsradar zerstört.
Auch der Truppenverband Süd habe günstigere Stellungen bezogen, indem er ukrainische Einheiten in der Nähe der Ortschaften Druschkowka, Podolskoje, Konstantinowka, Kriwaja Luka, Artjoma, Kramatorsk und Rai-Alexandrowka in der DVR getroffen habe. Die Militärbehörde in Moskau beziffert die gegnerischen Personalverluste auf mehr als 100 Soldaten. Dabei seien ein Transportpanzer, zwei gepanzerte Gefechtsfahrzeuge, 16 Autos, vier Geschütze und drei Anlagen der elektronischen Kampfführung zerstört worden.
Der Truppenverband Mitte habe die Ortschaft Nowoalexandrowka in der DVR unter seine Kontrolle gebracht und ukrainische Einheiten im Raum der Ortschaften Matjaschewo, Prijut, Wassilewka, Grusskoje, Kutscherow Jar, Schewtschenko und Dobropolje in der DVR sowie Natalowka, Nowopawlowka, Nowopodgornoje und Marjewka im Gebiet Dnjepropetrowsk getroffen. Der Gegner habe einen Verlust von mehr als 295 Armeeangehörigen hinnehmen müssen. Zudem seien ein Schützenpanzer, ein Transportpanzer, sechs gepanzerte Gefechtsfahrzeuge, acht Autos und ein Geschütz außer Gefecht gesetzt worden.
Auch der Truppenverband Ost setze seinen Vormarsch fort und habe zuletzt Personal und Technik des Gegners in der Nähe der Ortschaften Dolinka, Kopani, Rosowka, Werchnjaja Tersa, Barwinowka, Ljubizkoje und Wosdwischewka im Gebiet Saporoschje sowie Welikomichailowka und Dobropassowo im Gebiet Dnjepropetrowsk getroffen. Das russische Ministerium beziffert die gegnerischen Personalverluste auf mehr als 275 Soldaten. Der Gegner habe außerdem vier gepanzerte Gefechtsfahrzeuge, sieben Autos und eine Panzerhaubitze verloren.
Der Truppenverband Dnjepr habe ukrainische Einheiten nahe den Ortschaften Dimitrowo, Kamyschewacha, Orechow und Saporoschez im Gebiet Saporoschje getroffen. Dabei seien bis zu 25 ukrainische Kämpfer getötet oder verletzt worden. Das russische Militär habe zudem zwölf Autos, ein Flugabwehrraketensystem, drei Radaranlagen und drei Anlagen der elektronischen Kampfführung eliminiert.
Ferner meldet die Militärbehörde in Moskau erfolgreiche Luft-, Drohnen-, Raketen- und Artillerieangriffe auf militärisch relevante Energieanlagen, Drohnenbasen und 141 Standorte mit ukrainischen Soldaten und ausländischen Söldnern. Dagegen habe die russische Luftabwehr in den letzten 24 Stunden sieben Lenkbomben, zwei HIMARS-Raketen und 571 unbemannte Luftfahrzeuge abgefangen. Darüber hinaus habe die russische Schwarzmeerflotte vier ukrainische Wasserdrohnen zerstört.
Nach russischen Angaben habe die Ukraine seit dem Beginn der Sonderoperation am 24. Februar 2022 insgesamt 671 Flugzeuge, 284 Hubschrauber, 139.321 Drohnen, 658 Flugabwehrraketenkomplexe, 29.090 Kampfpanzer und andere Panzerfahrzeuge, 1.712 Mehrfachraketenwerfer sowie 34.675 Geschütze und Mörser verloren.
12:38 Uhr
Kochlöffel statt AK-Gewehr: Soldaten geben Kochkurse für Kinder

Russische Soldaten sind nicht nur an der Front im Einsatz, sondern engagieren sich auch im zivilen Leben. Die Einheit "Küche Z" aus dem Freiwilligenkorps bringt Kindern in einem Internat in Lugansk das Kochen bei. Mit regelmäßigen Kochkursen wecken die Soldaten die Begeisterung der jungen Menschen für kulinarisches Handwerk.
Unser Militärkorrespondent Iwan Poljanskij berichtet von vor Ort. Seine Reportage gibt es hier auf unserer Website zu sehen.
Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.
Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.



