Liveticker Ukraine-Krieg: Russische Armee befreit weitere Ortschaft im Gebiet Saporoschje

24.02.2026 17:30 Uhr
17:30 Uhr
Kiew: Kein Gebietsverzicht – Stopp entlang der Front möglich
Kiew sei bereit, die Kampfhandlungen entlang der aktuellen Frontlinie einzufrieren, werde jedoch keine Gebiete abtreten. Dies erklärte Sergei Leschtschenko, Berater des Büros von Präsident Wladimir Selenskij, im Interview mit dem Sender Al Jazeera:
"Wir sind bereit, den Krieg an den Kontaktlinien zu stoppen, aber wir werden unser Territorium nicht abtreten. Gebietsverzicht ist für uns inakzeptabel, dennoch diskutieren wir das Problem, um eine Lösung zu erreichen."
Die Gespräche in Genf beträfen auf Wunsch der Partner Kiews derzeit die territoriale Frage. Voraussetzung für ihren Erfolg sei Vertraulichkeit. Sollte Kiew den Donbass aufgeben, werde der russische Präsident Wladimir Putin "auch andere Gebiete unter Kontrolle bringen", so Leschtschenko.
"Wir unterstützen den Wunsch Washingtons, den Krieg zu beenden, wollen aber, dass Druck auf Russland ausgeübt wird, damit es Zugeständnisse macht."
17:17 Uhr
Großbritannien verabschiedet neues Sanktionspaket gegen Russland
Die britische Regierung hat zum vierten Jahrestag des Ukraine-Kriegs neue Sanktionen gegen Russland verhängt. Premierminister Keir Starmer sagte, das Vereinigte Königreich stehe so lange, wie es nötig sei, an der Seite der Ukraine. Er würdigte die "unglaubliche Widerstandsfähigkeit" des europäischen Partners. Es sei kein Krieg, der weit vom Vereinigten Königreich entfernt sei. Es sei Putin, der einem möglichen Frieden im Wege stehe.
— Foreign, Commonwealth & Development Office (@FCDOGovUK) February 24, 2026
Das Sanktionspaket ist nach Angaben der britischen Regierung das größte seit den frühen Monaten des Krieges. Es zielt insbesondere auf die Finanzierung der russischen Sonderoperation. Mit Sanktionen sind unter anderem der Pipeline-Gigant PJSC Transneft sowie 175 Unternehmen und 48 Öltanker der sogenannten Schattenflotte belegt. Die britischen Sanktionen sollen auch Unternehmen treffen, die Teile für Drohnen liefern. Darüber hinaus stehen Banken und Firmen aus der Kernenergie- und Gasindustrie auf der Liste.
16:55 Uhr
Orbán: Selenskij setzt Ungarn mit Drohungen unter Druck
Der ungarische Ministerpräsident Viktor Orbán hat dem ukrainischen Präsidenten Wladimir Selenskij vorgeworfen, Ungarn unter Druck zu setzen. Das schrieb er im sozialen Netzwerk X:
"Ungarn hat sich von Anfang an für den Frieden eingesetzt. Und dennoch droht Präsident Selenskij selbst heute, am Jahrestag des Konfliktbeginns, Ungarn und übt Druck aus, weil wir uns weigern, in den Krieg hineingezogen zu werden, Geld an die Ukraine zu schicken und auf günstige russische Energie zu verzichten."
Zudem beschuldigte er die ungarische Opposition, Selenskij zu unterstützen und die Interessen des ungarischen Volkes zu verraten.
16:40 Uhr
"Werden uns keiner ausländischen Macht beugen" – Orbán kontert Öl-Stopp der Ukraine

Ungarns Ministerpräsident Viktor Orbán kritisierte am Montag vor dem ungarischen Parlament den Stopp russischer Öllieferungen durch die Ukraine via Druschba-Pipeline scharf. Da es keine technischen Hindernisse gebe, bezeichnete er die Blockade als "offene politische Erpressung", der sich Ungarn nicht beugen werde.
Ein Video dazu gibt es hier auf unserer Webseite.
16:00 Uhr
Tausende Zivilisten wurden seit Kriegsbeginn Opfer von Verbrechen der ukrainischen Streitkräfte
Seit Februar 2022 wurden mehr als 27.000 zivile Einwohner Opfer der ukrainischen Armee. Dies erklärt Rodion Miroschnik, der für die Verbrechen des Kiewer Regimes zuständige Sonderbotschafter des russischen Außenministeriums.
"Infolge der verbrecherischen Taten der ukrainischen Kämpfer wurden in den vergangenen vier Jahren 27.000 Zivilisten verletzt, 8.000 kamen dabei ums Leben. Im Jahr 2025 haben wir jede Woche 100 bis 150 verletzte Zivilisten registriert. Seit 2014 hat die Zahl der Opfer 41.000 überschritten. Darunter sind 2.000 Kinder."
Miroschnik zufolge wurden seit Februar 2022 1.400 Kinder Opfer von Verbrechen ukrainischer Streitkräfte, 240 von ihnen kamen ums Leben.
15:44 Uhr
Passagierbus im Gebiet Brjansk mit Drohnen angegriffen
Die ukrainischen Kämpfer haben einen fahrenden Passagierbus im Gebiet Brjansk angegriffen. Laut dem Gouverneur der Region, Alexander Bogomas, gab es keine Verletzten.
"Die ukrainischen Nazis haben einen gezielten Angriff mit Kamikaze-Drohnen auf einen fahrenden Bus mit Passagieren in der Siedlung Belaja Berjoska im Bezirk Trubtschewski durchgeführt. Es gibt keine Verletzten. Infolge der Attacke wurde der Bus beschädigt. Die Einsatzkräfte sind vor Ort."
15:29 Uhr
Medwedew: Sollten London und Paris Kiew Atomwaffen übergeben, wäre Moskau zu Atomschlag berechtigt
Der Vize-Vorsitzende des russischen Sicherheitsrates, Dmitri Medwedew, hat eine Pressemitteilung des russischen Auslandsgeheimdienstes SWR kommentiert, laut der Großbritannien und Frankreich derzeit an der Bereitstellung einer Atombombe und ihrer Trägermittel für die Ukraine arbeiten sollen. Auf Anfrage des russischen Auslandssenders RT sagte der ehemalige russische Präsident, dass die dem SWR vorliegenden Informationen die Situation grundsätzlich veränderten.
"Es geht dabei nicht bloß um eine Verletzung des Atomwaffensperrvertrags oder irgendeiner anderen Vorschrift im Völkerrecht. Es geht um eine direkte Übergabe von Atomwaffen an ein kämpfendes Land."
In diesem Zusammenhang schickte Medwedew eine eindeutige Warnung an London und Paris: Bei einer solchen Entwicklung müsste Russland auf beliebige ihm zur Verfügung stehende Waffen zurückgreifen und darunter nicht-strategische Atomwaffen gegen Ziele in der Ukraine einsetzen – "und bei Bedarf auch gegen die Lieferstaaten, die in diesem Fall zu Teilnehmern eines Atomkonflikts mit Russland werden".
Russland habe das Recht, eine solche symmetrische Antwort zu erhalten, betonte Medwedew.
15:15 Uhr
Warschau lieferte an Kiew mehr als 300 Panzer seit Kriegsbeginn
Seit dem 24. Februar 2022 lieferte Polen an die ukrainischen Streitkräfte insgesamt 318 Panzer, 586 Schützenpanzerwagen von verschiedenen Typen, 137 Artilleriegeschütze, zehn Kampfjets vom Typ MiG-29 sowie zehn Hubschrauber vom Typ Mi-24. Dies teilte die Kanzlei des polnischen Regierungschefs Donald Tusk mit.
Zu den gelieferten gepanzerten Kampffahrzeugen gehören:
- Panzer der Typen T-72, PT-91 und Leopard 2A4,
- Schützenpanzer vom Typ BMP-1 und gepanzerte Aufklärungspatrouillenfahrzeuge vom Typ BRDM-2 aus sowjetischer Produktion,
- Rosomak-Schützenpanzerwagen aus polnischer Produktion.
Zudem entsandte Warschau in die Ukraine Artilleriegeschütze vom Typ Krab und Mörser vom Typ Rak aus polnischer Produktion.
Der Gesamtwert der Militärgüter, die an Kiew bis März 2025 geliefert wurden, beläuft sich auf 18 Milliarden Złoty (über fünf Milliarden US-Dollar).
14:55 Uhr
Noch ein Todesopfer im russischen Grenzgebiet Belgorod
Im russischen Grenzgebiet Belgorod steigt die Zahl der ukrainischen Angriffe weiter an. Gouverneur Wjatscheslaw Gladkow meldet auf Telegram zwei weitere Opfer unter der Zivilbevölkerung. Nahe der Ortschaft Tschaiki habe eine ukrainische Drohne gezielt einen Lkw angegriffen. Der Fahrer sei am Ort des Geschehens seinen Verletzungen erlegen. Das Fahrzeug sei beschädigt worden. Ein weiterer Zivilist habe Verletzungen erlitten, als eine FPV-Drohne in der Siedlung Nikolskoje sein Auto attackiert habe. Dieses Fahrzeug sei ebenfalls beschädigt worden.
Gladkow spricht der Familie und den Angehörigen des getöteten Mannes sein aufrichtiges Beileid aus.
14:37 Uhr
Pistorius rügt Trumps Nähe zu Putin und würdigt Durchhaltewillen der Ukrainer
Zum vierten Jahrestag des Kriegs gegen die Ukraine hat Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius dem US-Präsidenten Donald Trump eine zu große Nähe zu seinem russischen Amtskollegen Wladimir Putin vorgeworfen. Der Republikaner habe den Kremlchef beim Gipfeltreffen in Alaska "wie einen Kumpel" auf dem roten Teppich begrüßt und sich zugleich vollständig aus der militärischen Unterstützung der Ukraine zurückgezogen, kritisierte der SPD-Politiker im Deutschlandfunk. Zudem habe der US-Präsident frühzeitig und aus Pistorius' Sicht unnötig eine NATO-Mitgliedschaft der Ukraine vom Verhandlungstisch genommen.
"Das wäre ja ein Pfund gewesen, mit dem man auch über andere Dinge hätte verhandeln können."
Scharf verurteilte Pistorius die russischen Luftangriffe mit Raketen und Drohnen auf ukrainische Städte. Die Unterstützer der Ukraine stünden weiterhin in der Pflicht, dem Land beizustehen und Stärke zu zeigen.
"Hier wird die Zivilbevölkerung terrorisiert – bei minus 20 Grad. Und kein Quadratmeter Boden wird damit gewonnen, sondern die Moral der Ukrainer soll gebrochen und das Land zerstört werden."
Pistorius würdigte den "unglaublichen Durchhaltewillen" der Ukrainer sowie ihre "Stärke und Moral".
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Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.
