Liveticker Ukraine-Krieg: FSB vereitelt Sabotageakt an Ölraffinerie im Auftrag Kiews

27.04.2026 18:17 Uhr
18:17 Uhr
Gefangener Ex-SBU-Agent will nicht in die Ukraine zurück
Der in Gefangenschaft geratene ehemalige Agent des ukrainischen Sicherheitsdienstes SBU und Gegenspionage-Offizier Sergei Michailow hat erklärt, nicht in seine Heimat zurückkehren zu wollen. Er betonte, stattdessen in Russland bleiben zu wollen. Das berichtet die Nachrichtenagentur TASS:
"Ja, ich will nicht in die Ukraine zurück. Dort würde man mich einfach liquidieren."
17:46 Uhr
Russischer Truppenverband Nord rückt an mehreren Frontabschnitten vor
Einheiten des Truppenverbands Nord bauen weiterhin eine Sicherheitszone in den Gebieten Sumy und Charkow auf und rücken in mehreren Richtungen gleichzeitig vor. Dies gibt das Verteidigungsministerium in Moskau bekannt.
"Täglich schreiten die Truppen voran und drängen den Gegner von der Staatsgrenze zurück, um die Sicherheit der Zivilbevölkerung zu gewährleisten."
17:22 Uhr
Selenskij bringt Verlängerung von Kriegsrecht und Mobilisierung ein
Der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij hat in der Werchowna Rada Gesetzentwürfe zur Verlängerung von Kriegsrecht und Mobilisierung bis zum 2. August 2026 eingebracht. Das geht aus Angaben auf der Webseite des Parlaments hervor.
Das Portal Strana.ua berichtet, dass die Vorlagen bereits in dieser Woche beraten werden könnten. Im Januar hatte Selenskij ein Gesetz zur Verlängerung des Kriegsrechts um weitere 90 Tage bis zum 4. Mai unterzeichnet. Damals stimmten 333 Abgeordnete dafür. Die zuvor geltenden Regelungen waren am 3. Februar ausgelaufen.
Im Dezember erklärte Selenskij, dass Kriegsrecht und Mobilisierung auch im Falle einer möglichen Waffenruhe nicht aufgehoben würden. Dies solle erst nach Erhalt von Sicherheitsgarantien geschehen. Diese müssten eine "Überwachung und Präsenz von Partnern" umfassen und mit Vereinbarungen zur Beendigung der Kampfhandlungen einhergehen.
16:58 Uhr
Russische Drohnenpiloten zerstören systematisch gegnerische Ausrüstung (Video)
Aufnahmen des russischen Verteidigungsministeriums zeigen Fachleute des Rubikon-Zentrums für unbemannte Systeme im Einsatz. Wie es heißt, setzen sie Fahrzeuge, Teile der Kommunikationsanlagen, unbemannte Fluggeräte sowie temporäre Truppenstandorte der ukrainischen Armee konsequent außer Gefecht.
16:46 Uhr
Kiew zählt Wehrdienstverweigerer und sucht "richtige Kommunikation"
Das ukrainische Verteidigungsministerium hat die Zahl der Wehrpflichtigen, die sich der Einberufung entziehen, ermittelt und sucht nach "richtigen Kommunikationswegen" zu ihnen. Dies berichtet die Militärombudsfrau Olga Reschetilowa, die von Strana.ua zitiert wird.
"Wir suchen einen Weg der richtigen Kommunikation mit dem Teil der Gesellschaft, der sich der Verteidigung des Staates entzogen hat. Nach Berechnungen des Verteidigungsministeriums sind derzeit 1,6 Millionen Menschen in der Lage, die Armee zu verstärken."
Der Staat suche diese Wege, zugleich müsse sich aber auch "die Gesellschaft ihrer Verantwortung erinnern", so Reschetilowa. Es sei nicht nur Aufgabe des Verteidigungsministeriums und der Polizei, sondern auch der Medien und der Zivilgesellschaft, "diese Kommunikation richtig aufzubauen". Das Portal erinnert daran, dass das ukrainische Verteidigungsministerium eine Reform vorbereitet, die auf eine verstärkte Mobilisierung dieser Gruppe abzielt.
16:33 Uhr
Kiew und Oslo vereinbaren Drohnenproduktion in Norwegen
Kiew und Oslo haben ein Abkommen über die Produktion ukrainischer Drohnen auf norwegischem Territorium unterzeichnet. Dies teilte die norwegische Regierung mit. In der Erklärung heißt es:
"Das Abkommen ebnet den Weg für die gemeinsame Produktion ukrainischer Drohnen in Norwegen."
Die Vereinbarung ergänzt demnach die gemeinsame Erklärung zur Zusammenarbeit im Verteidigungsbereich, die von dem ukrainischen Machthaber Wladimir Selenskij und Norwegens Premierminister Jonas Gahr Støre unterzeichnet wurde. Ein ukrainischer Drohnenhersteller hat Oslo demnach bereits mitgeteilt, dass er die ersten unbemannten Luftfahrzeuge noch vor Beginn des Sommers an Kiew liefern wolle.
Am 21. April erklärte Selenskij zudem, dass Kiew maritime Drohnen nicht eigenständig entwickelt habe. Unterstützung habe die Ukraine dabei von Norwegen, Großbritannien und den Niederlanden erhalten. Diese Länder hätten "bei einigen Technologien geholfen".
16:10 Uhr
Russischer Vizeaußenminister nennt "Schlüsselpunkt" für Beilegung des Ukraine-Konflikts
Laut dem stellvertretenden Außenminister Russlands, Alexander Gruschko, sei es erstaunlich, dass niemand in der EU in den vergangenen zwei, drei Jahren Sicherheitsgarantien für Russland als Teil der Beilegung des Ukraine-Konflikts ins Spiel gebracht habe.
In einem Interview mit dem Fernsehsender Westi führte der Diplomat aus:
"Eigentlich ist der Schlüsselpunkt für die Überwindung des Konflikts und die Etablierung des Friedens generell die Garantie für die Sicherheit Russlands."
Die EU beanspruche einen Platz am Verhandlungstisch, doch ihre Position hinsichtlich der Friedenslösung schließe den besagten Schlüsselpunkt schlichtweg aus, betonte Gruschko weiter.
15:49 Uhr
Estlands Präsident: Europa soll Kontakte zu Russland vorbereiten
Alar Karis, der Präsident Estlands, hat erklärt, Europa müsse sich bereits jetzt auf eine Wiederaufnahme der Kontakte mit Russland nach dem Ende des Ukraine-Konflikts vorbereiten. Dies berichtet der Rundfunk- und Radiosender ERR unter Berufung auf ein Interview mit Helsingin Sanomat.Während estnische Politiker meist vor einer Ausweitung des Konflikts warnen, plädiert Karis dafür, schon jetzt an die Zeit danach zu denken – unabhängig vom tatsächlichen Ende der Kampfhandlungen. Spekulationen über mögliche Kämpfe in Estland bezeichnete er als unbegründet. Diese würden "von denen angeheizt, die Estland schaden wollen". Zudem würden Menschen damit "ihre eigene Unsicherheit auf Estland projizieren".
15:27 Uhr
TASS: Kontrolle über Taratutino von strategischer Bedeutung für russische Armee
Die Befreiung des Dorfes Taratutino im Gebiet Sumy durch den russischen Truppenverband Nord ermöglicht es vor allem, die Sicherheitszone nahe der russischen Grenze auszuweiten. Dies berichtet die Nachrichtenagentur TASS unter Verweis auf eine Quelle aus den Sicherheitsbehörden Russlands.
Wie es heißt, mache eine stabile Kontrolle über diese Ortschaft außerdem möglich, gegnerisches Kampfgerät auf dem strategisch wichtigen Abschnitt der Autobahn R-45 Sumy-Krasnopolje-Bogoduchow schnell aufzuspüren und zu zerstören.
Bogoduchow ist eine Stadt im Raum Charkow.
14:58 Uhr
"Reparationszahlungen": Russland wird den EU-Kredit an die Ukraine nicht bedienen

Die EU hat der Ukraine einen Kredit in Höhe von 90 Milliarden Euro bewilligt. Sie rechnet damit, diesen Kredit durch "Reparationszahlungen" seitens Russlands tilgen zu können. In Moskau wird die Idee der "Reparationen" als unrealistisch bezeichnet.
Mehr dazu in dieser Analyse von Anastasija Stepanowa, Polina Poletajewa und Anastasija Rumjanzewa.
Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.
Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.
