Liveticker Ukraine-Krieg: Russland trifft Lager mit Flamingo-Marschflugkörpern in Kiew

29.09.2026 13:10 Uhr
13:10 Uhr
Frontbericht des russischen Verteidigungsministeriums: Zwei weitere Ortschaften befreit

SymbolbildALEXEI MAISCHEW / Sputnik Russlands Verteidigungsministerium meldet weitere Erfolge bei der militärischen Sonderoperation in der Ukraine innerhalb der letzten 24 Stunden. Wie die Behörde am Dienstag auf der Plattform MAX schreibt, ziehe der Truppenverband Nord weiterhin die Schlinge um die ukrainischen Truppen im Gebiet Charkow enger und erweitere das vom russischen Militär kontrollierte Gebiet. Zuletzt sei die Ortschaft Kreidjanka befreit worden. Darüber hinaus werde um die Ortschaften Nesternoje, Lukaschowo, Gratschowka, Rublenoje, Resnikowo und Prikolotnoje gekämpft. In der Nähe der Ortschaften Chatneje, Iwaschki und Konstantinowka seien mehrere ukrainische Brigaden getroffen worden. Der Gegner habe allein in diesem Kessel mehr als 60 Kämpfer verloren. Im benachbarten Gebiet Sumy habe das russische Militär ukrainische Einheiten nahe den Ortschaften Choten, Kijaniza, Welikaja Rybiza und Malaja Rybiza getroffen. Der Gegner habe insgesamt bis zu 315 Armeeangehörige verloren. Außerdem seien vier gepanzerte Gefechtsfahrzeuge, 25 Autos und eine Anlage der elektronischen Kampfführung außer Gefecht gesetzt worden.
Der Truppenverband West habe dem Bericht zufolge ebenfalls günstigere Positionen bezogen, indem er Personal und Technik des Gegners im Raum der Ortschaften Brussowka, Majaki, Sidorowo und Raigorodok in der DVR sowie Malijewka und Ossinowo im Gebiet Charkow getroffen habe. Dabei seien mehr als 230 ukrainische Soldaten getötet oder verletzt worden. Das russische Militär habe darüber hinaus sechs gepanzerte Gefechtsfahrzeuge, 15 Autos und zwei Geschütze zerstört.
Auch der Truppenverband Süd habe günstigere Stellungen bezogen und dabei ukrainische Einheiten nahe den Ortschaften Belenkoje, Druschkowka, Nikolajewka, Kramatorsk und Semjonowka in der DVR getroffen. Das russische Ministerium beziffert die gegnerischen Personalverluste auf mehr als 205 Kämpfer. Der Gegner habe außerdem ein gepanzertes Gefechtsfahrzeug, 19 Autos und zwei Geschütze verloren.
Der Truppenverband Mitte habe seinerseits die Ortschaft Wessjoloje Pole befreit und zudem Personal und Technik des Gegners in der Nähe der Ortschaften Starowarwarowka, Nowojawlenka, Marjewka, Gornjak und Roganskoje in der DVR getroffen. In der Ortschaft Dobropolje seien weitere 72 Gebäude befreit worden. Der Gegner habe bis zu 460 Armeeangehörige verloren. Zwei gepanzerte Gefechtsfahrzeuge, 13 Autos und ein Geschütz seien zerstört worden.
Auch der Truppenverband Ost setze seinen Vormarsch fort und habe zuletzt ukrainische Einheiten nahe den Ortschaften Wassilkowka, Fjodorowskoje, Podgawrilowka und Demurino im Gebiet Dnjepropetrowsk und Nowossoljonoje im Gebiet Saporoschje getroffen. Die russische Behörde schätzt die gegnerischen Personalverluste auf bis zu 180 Kämpfer. Ein Kampfpanzer, ein gepanzertes Gefechtsfahrzeug und sieben Autos seien außer Gefecht gesetzt worden.
Der Truppenverband Dnjepr wiederum habe seine Position an der vordersten Linie verbessert und ukrainische Einheiten im Raum der Ortschaften Preobraschenka, Orechow, Kirowo und Wesseljanka im Gebiet Saporoschje getroffen. Dabei seien bis zu 20 ukrainische Soldaten getötet oder verletzt worden. Das russische Militär habe zudem sechs Autos und zwei Anlagen der elektronischen Kampfführung zerstört.
Ferner meldet das Ministerium in Moskau erfolgreiche Luft-, Drohnen-, Raketen- und Artillerieangriffe auf militärisch relevante Energie- und Verkehrsanlagen, Drohnenlager, Brennstoffdepots und 142 Standorte mit ukrainischen Soldaten und ausländischen Söldnern. Dagegen habe die russische Luftabwehr in den letzten 24 Stunden sechs Lenkbomben und 287 Drohnen abgefangen.
Nach russischen Angaben habe die Ukraine seit dem Beginn der Sonderoperation am 24. Februar 2022 insgesamt 674 Flugzeuge, 284 Hubschrauber, 247.576 Drohnen, 672 Flugabwehrraketenkomplexe, 31.073 Kampfpanzer und andere Panzerfahrzeuge, 1.783 Mehrfachraketenwerfer sowie 36.587 Geschütze und Mörser verloren.
12:38 Uhr
Ukrainischer Regierungschef beklagt knappe öffentliche Finanzen
Wegen Verzögerungen bei der Auszahlung von Hilfen verschiebt die ukrainische Regierung einige Ausgaben, darunter Wiederaufbauarbeiten. Die Regierung werde diese Projekte zwar letztendlich umsetzen, "aber vorerst müssen alle Ressourcen in wichtige Bereiche fließen", erklärte Regierungschef Sergei Korezki auf Telegram. Priorität seien die Verteidigung und das Sozialwesen. Korezki bezeichnete die Lage der öffentlichen Finanzen als schwierig.
"Ein Teil der geplanten internationalen Finanzmittel ist noch nicht eingegangen, was zum Teil daran liegt, dass es der Ukraine nicht gelungen ist, bestimmte gegenüber internationalen Partnern eingegangene Verpflichtungen fristgerecht zu erfüllen."
Ausgaben, die keine Priorität hätten, würden zurückgestellt. Das gelte für Neubau, Wiederaufbau oder größere Reparaturen, die nicht von entscheidender Bedeutung seien, sowie für Verbesserungen im öffentlichen Raum wie Parks und öffentliche Plätze.
Die ukrainische Regierung hatte zuvor angekündigt, im Jahr 2027 zusätzliche 53 Milliarden Dollar (46,6 Milliarden Euro) an Auslandshilfe unter anderem vom Internationalen Währungsfonds und der Weltbank zu beantragen, um die Finanzlücke zu schließen.
12:06 Uhr
Drohnen über Deutschland – was steckt hinter den Vorwürfen gegen Moskau?

Im Jahr 2025 verzeichnete das Bundeskriminalamt mehr als tausend verdächtige Drohnenflüge über deutschem Hoheitsgebiet. In diesem Zusammenhang richtete sich der Verdacht vornehmlich gegen Russland. Zudem machte die Bundesregierung Moskau für den jüngsten Drohnenvorfall Anfang August am Flughafen Leipzig verantwortlich.
Nach Angaben der Welt soll Russland angeblich seine Provokationen gegenüber den NATO-Staaten verstärken. Doch wie belastbar sind diese Vorwürfe? Gibt es tatsächliche Beweise für eine russische Urheberschaft – oder stützt sich der Verdacht bislang auf politische Zuschreibungen?
Mehr dazu in unserem Beitrag, der hier auf unserer Website zu sehen ist.
11:40 Uhr
Schäden bei ukrainischen Artillerie- und Drohnenangriffen auf Grenzgebiet Kursk
Die ukrainischen Streitkräfte setzen ihre Attacken auf das russische Grenzgebiet Kursk fort. Gouverneur Alexander Chinstein berichtet in der täglichen Statistik auf der Plattform MAX über zahlreiche Artillerie- und Drohnenangriffe auf die Region. Wie der Politiker mitteilt, seien im Zeitraum von 8 Uhr MESZ am 28. September bis 8 Uhr MESZ am 29. September insgesamt 162 ukrainische Drohnen abgeschossen worden. Darüber hinaus habe die gegnerische Artillerie in dieser Zeit 111-mal grenznahe, evakuierte Ortschaften unter Beschuss genommen. Es habe zudem 32 Angriffe gegeben, bei denen unbemannte Luftfahrzeuge Sprengsätze auf Ziele im Gebiet Kursk abgeworfen hätten.
Chinstein meldet weder Todesopfer noch Verletzte unter der Zivilbevölkerung. In der Siedlung Starscheje seien ein Einfamilienhaus und eine Energieanlage zu Schaden gekommen. In der Ortschaft sei die Stromversorgung gestört worden. Außerdem berichtet der Gouverneur über Attacken auf die Ortschaften Belaja, Maschkino, Jastrebowka und Sokolje. Dort seien insgesamt vier Wohnhäuser, eine Garage und ein Auto beschädigt worden.
11:09 Uhr
Beschuss auf Siedlungen im Gebiet Cherson: Mehr als 30 Geschosse aus Ukraine abgefeuert
Die Behörden im von Russland kontrollierten Teil des Gebiets Cherson melden andauernde Angriffe auf Siedlungen am linken Dnjepr-Ufer. Den Angaben zufolge habe die ukrainische Artillerie im Laufe des 28. September 18 Geschosse auf fünf Ortschaften abgefeuert. Die Zahl der eingeschlagenen Geschosse listen die Behörden wie folgt auf:
- Aljoschki — 6,
- Kachowka — 3,
- Knjase-Grigorowka — 3,
- Nowaja Kachowka — 4,
- Tschulakowka — 2.
Wie die Behörden weiter mitteilen, habe der Beschuss auch in der Nacht zum Dienstag angedauert. Auf zivile Infrastruktur der von Russland kontrollierten Ortschaften Aljoschki, Kachowka, Korsunka, Nowaja Majatschka und Proletarka seien insgesamt 15 Geschosse abgefeuert worden.
Berichte über Opfer und Schäden liegen bislang nicht vor.
10:37 Uhr
Zwei Verletzte bei ukrainischen Angriffen auf 50 Ortschaften im Gebiet Belgorod
Der Krisenstab des russischen Grenzgebiets Belgorod veröffentlicht jeden Tag auf Telegram Statistiken über ukrainische Angriffe auf Siedlungen in der Region. Aus dem heutigen Eintrag geht hervor, dass das ukrainische Militär in den letzten 24 Stunden 50 Ortschaften in sieben Bezirken angegriffen habe. Der Gegner habe mindestens 33 Geschosse abgefeuert und 210 Drohnen eingesetzt, von denen 96 abgeschossen worden seien.
In der Statistik wird auch über Opfer unter der Zivilbevölkerung berichtet. In der Siedlung Rschewka seien zwei Männer zu Schaden gekommen, als eine ukrainische Drohne ihr Auto attackiert habe. Die Betroffenen seien in ein Krankenhaus in Belgorod eingeliefert worden. Berichte über Todesopfer liegen nicht vor.
Der Krisenstab meldet zudem viele Sachschäden. Demnach seien in den letzten 24 Stunden 19 Einfamilienhäuser, zwei soziale Einrichtungen, zwei Betriebe, zwei Geschäfte, ein Verwaltungsgebäude, zwei Infrastrukturobjekte, eine Stromleitung, zwei Lkw und 17 Autos zerstört oder beschädigt worden.
10:05 Uhr
Ukrainischer Verteidigungsminister sagt Deutschland-Besuch ab
Der ukrainische Verteidigungsminister Jewgeni Chmara hat seinen für heute geplanten Antrittsbesuch bei seinem deutschen Amtskollegen Boris Pistorius in Berlin kurzfristig abgesagt. Grund sei die aktuelle Lageentwicklung in der Ukraine, teilte das Verteidigungsministerium mit. Beide Seiten bemühten sich demnach um einen baldigen Ersatztermin.
Bei dem Treffen sollte es um die weitere militärische Unterstützung der Ukraine gehen, die sich für einen weiteren Kriegswinter mit russischen Angriffen auf die Energieinfrastruktur rüstet.
09:33 Uhr
Russland trifft Lager mit Flamingo-Marschflugkörpern in Kiew

Archivbild: Folgen einer russischen Attacke auf die ukrainische Hauptstadt Kiew, 25. September 2026Evgeniy Maloletka / AP Russlands Verteidigungsministerium berichtet am Dienstag über weitere Angriffe auf Waffenlager, Häfen und Rechenzentren im Großraum Kiew und im Gebiet Odessa, die im Interesse der ukrainischen Streitkräfte genutzt worden sein sollen. Wie die Militärbehörde in Moskau auf Telegram schreibt, seien bei den kombinierten Attacken bodengestützte Hochpräzisionswaffen und Langstreckendrohnen zum Einsatz gekommen.
Wie das Ministerium präzisiert, sei in Kiew ein Lokomotivbahnhof getroffen worden, in dem der Gegner ein Lager für Flamingo-Marschflugkörper eingerichtet habe. In der ukrainischen Hauptstadt habe das russische Militär zudem zwei Rechenzentren getroffen, die unter anderem im Interesse der ukrainischen Armee betrieben worden seien. Im Gebiet Kiew sei ein Drohnenlager zerstört worden. Im Gebiet Odessa habe das russische Militär ein Umspannwerk, eine Drohnenfabrik, Einrichtungen zum Umschlag von Militärgütern im Hafen Ismail und ein Frachtschiff im Hafen Odessa getroffen, das Militärgüter in die Ukraine befördert haben soll. Zudem sei ein weiterer Trockenfrachter mit Militärgütern an Bord auf dem Weg nach Odessa getroffen worden. Weitere Details gibt die russische Militärbehörde nicht bekannt.
09:01 Uhr
Papst fordert Gespräche über Kriegsende in Ukraine
Papst Leo XIV. hat neue internationale Anstrengungen für Gespräche über ein Ende des Kriegs zwischen Russland und der Ukraine gefordert. Das Oberhaupt der katholischen Kirche sagte auf dem Heimflug von seiner Frankreich-Reise:
"Wir müssen die Staats- und Regierungschefs Russlands, der Ukraine und anderer Länder auffordern, sich zu treffen, sich an einen Tisch zu setzen, miteinander zu sprechen."
Als Ziel nannte er es, "Lösungen für diese Probleme zu finden – anstatt auf Kriege zu bestehen, die keinen Sinn mehr haben".
Vorherige Vermittlungsbemühungen des Vatikans hatten keine Fortschritte gebracht.
08:34 Uhr
Russische Luftabwehr zerstört in der Nacht 129 ukrainische Drohnen
Russlands Verteidigungsministerium berichtet am Dienstagmorgen über weitere Versuche der ukrainischen Streitkräfte, Objekte in Russland mit unbemannten Luftfahrzeugen anzugreifen. Demnach habe die russische Luftabwehr im Zeitraum von 19 Uhr MESZ am Montag bis 7 Uhr MESZ am Dienstag 129 gegnerische Drohnen abgefangen. Wie die Militärbehörde auf Telegram schreibt, seien die unbemannten Luftfahrzeuge über den Gebieten Belgorod, Brjansk, Kursk, Orjol, Smolensk, über der Teilrepublik Krim und über dem Schwarzen Meer zerstört worden. Weitere Einzelheiten teilt das Ministerium nicht mit.
Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.
Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.


