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Liveticker Ukraine-Krieg: Russische Luftabwehr zerstört in der Nacht 389 gegnerische Drohnen

Russland führt gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine Militäroperation in der Ukraine durch. Der Westen reagiert mit immer neuen Waffenlieferungen an die Ukraine und beispiellosen Sanktionen gegen Russland. Lesen Sie hier die neuesten Entwicklungen.
Liveticker Ukraine-Krieg: Russische Luftabwehr zerstört in der Nacht 389 gegnerische DrohnenQuelle: TASS © DMITRI JAGODKIN
  • 4.07.2026 09:09 Uhr

    09:09 Uhr

    Sechs Verletzte und Schäden durch ukrainische Artillerie- und Drohnenangriffe auf Grenzgebiet Kursk

    Die ukrainischen Streitkräfte setzen ihre Attacken auf das russische Grenzgebiet Kursk fort. Gouverneur Alexander Chinschtein berichtet in der täglichen Statistik auf der Plattform MAX über zahlreiche Artillerie- und Drohnenangriffe auf die Region. Wie der Politiker mitteilt, seien im Zeitraum von 8 Uhr MESZ am 3. Juli bis 8 Uhr MESZ am 4. Juli 123 ukrainische Drohnen abgeschossen worden. Darüber hinaus habe die gegnerische Artillerie in dieser Zeit 93-mal grenznahe evakuierte Ortschaften unter Beschuss genommen. Es habe zudem zehn Angriffe gegeben, bei denen unbemannte Luftfahrzeuge Sprengsätze auf Objekte im Gebiet Kursk abgelassen hätten.

    Chinschtein meldet sechs Verletzte unter der Zivilbevölkerung. Bei ihnen handele es sich um Mitarbeiter der Verwaltung des Bezirks Rylsk. Sie seien zu Schaden gekommen, als vor dem Verwaltungsgebäude ein Sprengsatz explodiert sei. In der Stadt Rylsk seien außerdem vier Wohnhäuser, ein Geschäft und zwei Autos beschädigt worden. Schäden seien auch in den Ortschaften Makejewo, Durowo, Alexandrowka, Lgow, Uslanka und Korotschka entstanden. Infolge der Attacken aus der Ukraine seien dort insgesamt drei Einfamilienhäuser, eine Tankstelle, eine Stromleitung und zwei Autos beschädigt worden.

  • 08:35 Uhr

    DVR meldet neun ukrainische Angriffe binnen 24 Stunden

    Die Behörden in Donezk haben innerhalb der vergangenen 24 Stunden neun Angriffe durch ukrainische Truppen registriert. Demnach wurden auf das Territorium der Volksrepublik neun Geschosse abgefeuert. Bei den Angriffen in der Zeitspanne von 0 Uhr am 3. Juli bis 0 Uhr am 4. Juli (Ortszeit) wurden drei Zivilisten verletzt. Durch den Beschuss kamen ein Wohnhaus, drei zivile Infrastrukturobjekte und mehrere Lkw zu Schaden.

    Am Vortag hatten die Behörden von Donezk 15 Angriffe aus der Ukraine gemeldet. Dabei kam eine zivile Person ums Leben, vier weitere zivile Einwohner erlitten Verletzungen. Beschädigt wurden drei zivile Infrastrukturobjekte sowie mehrere Lkw und Autos.

  • 08:02 Uhr

    Ukrainische Rüstungsindustrie erhält Vorgaben von Selenskij

    Bei einer Sitzung mit Vertretern von Militär, Regierung und Rüstungsindustrie hat der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij die Marschrichtung für die nächsten Kriegsmonate festgelegt. Es ging vor allem um Vorgaben für die Rüstungsindustrie. Anschließend kommentierte Selenskij auf der Plattform X:

    "Die Ukraine ist jetzt in der Lage, solche Mengen an hochtechnologischen Waffen zu produzieren, die die russischen Kapazitäten langfristig übertreffen können."

    Bei der Sitzung sei vor allem über Wege zur Steigerung der Produktionskapazitäten des ukrainischen Drohnen- und Raketenprogramms gesprochen worden.

    Die Ukraine hat zuletzt mit neuen Waffen vor allem die Erdölindustrie und Rüstungsunternehmen in Russland angegriffen.

  • 07:30 Uhr

    Russische Luftabwehr zerstört in der Nacht 389 ukrainische Drohnen

    Russlands Verteidigungsministerium berichtet am Samstagmorgen über weitere Versuche der ukrainischen Streitkräfte, Objekte in Russland mit unbemannten Luftfahrzeugen anzugreifen. Demnach habe die russische Luftabwehr im Zeitraum von 19 Uhr MESZ am Freitag bis 6 Uhr MESZ am Samstag 389 gegnerische Drohnen abgefangen. Die unbemannten Luftfahrzeuge seien demnach über den Gebieten Belgorod, Brjansk, Wladimir, Kaluga, Kursk, Lipezk, Leningrad, Nowgorod, Orjol, Pskow, Rostow, Rjasan, Saratow, Smolensk, Twer und Tula, der Region Krasnodar, dem Großraum Moskau, der Teilrepublik Krim sowie über dem Asowschen und dem Schwarzen Meer zerstört worden. Weitere Einzelheiten teilt das Ministerium nicht mit.

  • 3.07.2026 22:00 Uhr

    22:00 Uhr

    Damit beenden wir für heute den Live-Ticker zur Lage im Ukraine-Konflikt. Morgen früh ab 7 Uhr geht es mit der Berichterstattung weiter. Wir wünschen unseren Lesern trotz aller Spannungen in der Welt eine gute Nacht!

  • 21:57 Uhr

    UN-Hochkommissar fordert Einstellung der Folter russischer Kriegsgefangener in der Ukraine

    Der UN-Hochkommissar für Menschenrechte, Volker Türk, forderte die sofortige Einstellung der Folter russischer Kriegsgefangener. Seinen Worten zufolge müssen die für die Misshandlungen Verantwortlichen zur Rechenschaft gezogen werden. Auf einer Sitzung des UN-Rats für Menschenrechte sagte er insbesondere:

    "Etwa die Hälfte der von der Ukraine gefangengenommenen Kriegsgefangenen, mit denen Mitarbeiter meines Büros gesprochen haben, berichteten von Folter oder anderen Formen der Misshandlung."

    Dabei gab er keine genauen Angaben zur Anzahl der Betroffenen.

  • 21:42 Uhr

    Russische Streitkräfte haben Konstantinowka vollständig befreit

    Die russische Armee hat die Industriestadt Konstantinowka in der Donezker Volksrepublik (DVR) vollständig befreit. Dies meldet der Pressesprecher des russischen Präsidenten, Dmitri Peskow.

    Die Ortschaft liegt im Norden der DVR, 55 Kilometer von Donezk entfernt. Sie spielt eine Schlüsselrolle für die Versorgung der ukrainischen Streitkräfte im Ballungsraum Kramatorsk-Slawjansk, da sich dort ein großer Eisenbahnknotenpunkt befindet.

    Mehr zum Thema – Die Befreiung von Konstantinowka wird sich auf die gesamte Sonderoperation auswirken

  • 21:31 Uhr

    "Einschüchterungsversuch" – Russische Botschaft in Stockholm von zwei Drohnen attackiert

    Die russische Botschaft in Stockholm ist am Donnerstag Ziel eines Drohnenangriffs geworden. Laut Angaben des russischen Außenministeriums überflogen zwei Quadkopter das Botschaftsgelände.

    Eine der Drohnen warf dabei einen Behälter mit roter Farbe ab. Die zweite Drohne, an der eine Sprengstoff-Attrappe angebracht war, stürzte in unmittelbarer Nähe des Botschaftsgebäudes ab.

    Die Botschaft sprach von einem "eklatanten Versuch, die Mitarbeiter einzuschüchtern", der weit über eine bloße Provokation hinausgehe. Demzufolge ereignen sich solche Vorfälle in Schweden regelmäßig, ohne dass die dortigen Sicherheitsdienste effektiv eingreifen.

    Ein Video dazu finden Sie hier auf unserer Website

  • 21:03 Uhr

    The Telegraph: Russische Drohnen erreichen Raketengeschwindigkeit

    Die neuesten Entwicklungen Russlands im Bereich der unbemannten Luftfahrt haben die Schlagkraft der russischen Armee erheblich gesteigert, schreibt die britische Zeitung The Daily Telegraph. Einige Drohnenmodelle erreichen so hohe Geschwindigkeiten, dass man sie leicht für Raketen halten könnte. Nach Angaben der Zeitung können neue Modelle wie die "Geran-4" Geschwindigkeiten von bis zu 500 km/h erreichen. Damit übertreffen sie die ukrainischen Abfangdrohnen, deren Höchstgeschwindigkeit nur 350 km/h beträgt, bei Weitem. In dem Artikel heißt es:

    "Die neuen russischen Drohnen […] rasen mit solcher Geschwindigkeit über den Himmel, dass man sie für Raketen halten könnte. […] Russland greift die ukrainische Hauptstadt immer häufiger an und zwingt Kiew dadurch, seine wertvollsten Abfangdrohnen einzusetzen. Dadurch entstehen Lücken, durch die ballistische Raketen und Marschflugkörper vordringen können."

  • 20:40 Uhr

    Gebiet Charkow: Kiew ordnet Zwangsevakuierung aus 60 Ortschaften an

    Wie der Leiter der Militärverwaltung des Gebiets Charkow, Oleg Sinegubow, mitteilte, wurde in Teilen der Region eine obligatorische Evakuierung angeordnet. Seinen Angaben zufolge betrifft die Zwangsevakuierung 41 Ortschaften der Gemeinde Schewtschenkowskij, zwölf Ortschaften des Bezirks Bogoduchow und sieben Ortschaften der Gemeinde Dergatschowo. Auf seinem Telegram-Kanal schrieb Sinegubow:

    "Wir erweitern das Evakuierungsgebiet für die Zivilbevölkerung aus den Gemeinden der Bezirke Kupjansk, Bogoduchow und Charkow. Der entsprechende Beschluss wurde auf der Sitzung des Verteidigungsrates der Region gefasst."

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Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.