Liveticker Ukraine-Krieg: Kiews Drohnen erreichen erstmals Ural

25.04.2026 13:12 Uhr
13:12 Uhr
Russlands Armee befreit Botschkowo im Gebiet Charkow
Die Ortschaft Botschkowo im Gebiet Charkow ist unter die Kontrolle des russischen Truppenverbands Nord übergegangen, berichtet Russlands Verteidigungsministerium. Wie eine militärische Quelle gegenüber der Nachrichtenagentur TASS berichtete, wurde das Dorf durch Stoßtrupps des 126. Motorschützenregiments der 71. Motorschützendivision des 14. Armeekorps befreit. Die Stoßtrupps schlugen die Kämpfer der ukrainischen 159. mechanisierten Brigade zurück. Die Quelle erklärte weiter:
"Die Siedlung war ein gegnerischer Stützpunkt am Nordufer des Flusses Woltschja. Der Gegner wollte Botschkowo für Angriffe auf das Hinterland unserer Truppen bei Woltschansk sowie zur Entsendung von Sabotagetrupps an diesem Frontabschnitt nutzen. Um das Dorf zu halten, schonte der Gegner sein Personal nicht: Von zehn ukrainischen Militärangehörigen, die an diesem Frontabschnitt den Fluss Woltschja überquerten, erreichte nur ein Soldat die Keller der Gebäude von Botschkowo."
Der Gesprächspartner der Agentur fügte hinzu, dass die Befreiung von Botschkowo den Sicherheitsstreifen entlang der russischen Grenze erweitere.
12:15 Uhr
Russischer Kriegsgefangener in der Ukraine ermordet
Nach Informationen von RT ist ein russischer Soldat in ukrainischer Gefangenschaft ermordet worden. Wie Spezialisten des 522. Zentrums für die Identifizierung Gefallener des russischen Verteidigungsministeriums gegenüber dem Sender berichteten, handelt es sich dabei um den 1987 im Gebiet Belgorod geborenen Jewgeni Solodowtschenko.
Ukrainische Medien hatten eine Videoaufnahme des Verhörs von Solodowtschenko am 5. August 2024 veröffentlicht, wobei er explizit als Kriegsgefangener bezeichnet wurde. Am 10. Oktober 2024 wurde Solodowtschenkos Leiche an Russland übergeben, wobei ukrainische Quellen behaupteten, er sei am 12. Dezember 2024 nach dem Austausch gestorben.
Spezialisten des 522. Zentrums erklärten gegenüber RT, dass die Leiche des Soldaten Spuren einer Autopsie hatte, um die Prozedur der Feststellung der Todesursache zu imitieren. Als tatsächliche Todesursache wurde eine Sprengwunde mit Splitterverletzungen an der Brust festgestellt. Solodowtschenkos Todesdatum ist nicht genau bekannt, liegt aber zwischen August und Oktober 2024.
Zuvor waren RT bereits drei Mordfälle von russischen Kriegsgefangenen bekannt geworden.
10:54 Uhr
McKinsey: Ukraine wird 800 Milliarden US-Dollar für Wiederaufbau benötigen
Für den Wiederaufbau wird die Ukraine über 800 Milliarden US-Dollar benötigen, berichtet das ukrainische Nachrichtenportal Strana unter Verweis auf das internationale Beratungsunternehmen McKinsey.
Einer Berechnung des Unternehmens zufolge werden die ersten fünf Jahre für den Wiederaufbau ausschlaggebend sein, wobei in diesem Zeitraum etwa 360 Milliarden US-Dollar aus internen und externen Quellen benötigt werden. Zugleich räumt der Bericht ein, dass es wegen hoher militärischer und wirtschaftlicher Risiken extrem schwierig sein wird, das Geld zu beschaffen. Das Hauptproblem werde im Fehlen eigener Ressourcen bestehen, sodass Kiew auf externe Finanzierung angewiesen sein werde. So werde die Ukraine in den ersten fünf Jahren nach Beginn des Wiederaufbaus 120 bis 140 Milliarden US-Dollar an Schulden aufnehmen müssen.
09:54 Uhr
Prorussischer Untergrund: Ukrainischer Stab im Gebiet Tschernigow zerstört
In der Stadt Gorodnja im Gebiet Tschernigow ist bei einem russischen Angriff ein ukrainischer Stab zerstört worden, berichtet Sergei Lebedew, Koordinator des prorussischen Untergrunds in der Ukraine. Die Nachrichtenagentur RIA Nowosti zitiert ihn dazu:
"Eine Funkstelle und ein lokaler Stab, die sich am Ort eines ehemaligen Flugplatzes befanden und ukrainische Drohnenangriffe koordinierten, wurden zerstört."
Lebedews Angaben zufolge sind beim Angriff elf ukrainische Militärangehörige, darunter zahlreiche Offiziere, ums Leben gekommen. Zudem wurden ein Lager und mobile Startanlagen für Drohnen, mit denen die russischen Städte Orjol, Brjansk und Smolensk angegriffen wurden, zerstört.
09:15 Uhr
Über 500 Leichen – Russische Soldaten finden Massengrab in Sudscha
Nach der Befreiung der Stadt Sudscha von der ukrainischen Besatzung haben russische Militärangehörige ein Massengrab mit den verscharrten Leichen von 524 Zivilisten gefunden, berichtet ein Kommandeur der russischen Spezialeinheit Achmat mit dem Funknamen Aid ("Hades"). Die Nachrichtenagentur TASS zitiert ihn dazu:
"Einheimische erzählten uns, wie der Gegner sie erschossen und beim Versuch, die Dörfer zu verlassen, angegriffen hat. Das ukrainische Militär sagte: 'Ihr seid unser lebender Schild, kommt zurück.' In Russkoje Poretschnoje veranstaltete der Gegner ein Massaker an der Zivilbevölkerung, alle Keller waren mit Leichen vollgestopft. Ähnlich war es in Sudscha, das größte Massengrab wurde erst relativ kürzlich gefunden, mit 524 Leichen."
Aid betonte, dass Leichen von Zivilisten während des gesamten Verlaufs der Befreiung von Kursk gefunden wurden. Allerdings seien die Ausmaße der Kriegsverbrechen erst nach der Befreiung von Sudscha deutlich geworden:
"Der Gegner hatte nichts Kriegerisches und nichts Männliches, denn so handeln Krieger nicht – sie rächen sich nicht an einheimischen Zivilisten. Dort haben wir verstanden, dass wir dem wirklich Bösen gegenüberstehen."
08:29 Uhr
Ukrainische Drohnen erreichen erstmals Ural
Kiews Drohnen haben erstmals die russische Uralregion angegriffen, wie aus einer Mitteilung des Verteidigungsministeriums hervorgeht.
Nach Angaben des Gouverneurs des Gebiets Swerdlowsk, Denis Passler, wurde in der Gebietshauptstadt Jekaterinburg bei einem Drohnenangriff ein Wohnhaus beschädigt. Todesopfer gab es nicht, doch sechs Menschen benötigten medizinische Hilfe, von denen eine Frau in ein Krankenhaus eingewiesen wurde. Die Bewohner des beschädigten Hauses mussten evakuiert werden.
Alexei Texler, Gouverneur des Gebiets Tscheljabinsk, berichtete seinerseits, dass in seiner Region ein Drohnenangriff auf ein Infrastrukturobjekt abgewehrt wurde. Dabei kamen keine Personen zu Schaden.
Artjom Schoga, Bevollmächtigter des russischen Präsidenten im Föderationskreis Ural, bezeichnete die ukrainischen Angriffe als Kriegsverbrechen und schrieb:
"Heute am frühen Morgen wurde Jekaterinburg vom verbrecherischen Kiewer Regime angegriffen. Skrupellos griffen die Gegner ein Wohnhaus im Stadtzentrum mit einer Drohne an. Dieses Kriegsverbrechen zeigt ein weiteres Mal: Der Gegner ist nicht in der Lage, auf dem Schlachtfeld Erfolge zu erzielen, und kann nur niederträchtig zivile Objekte angreifen."
07:38 Uhr
Russlands Luftabwehr schießt 127 ukrainische Drohnen ab
In der Nacht haben die russischen Luftabwehrkräfte über den Regionen des Landes 127 ukrainische Drohnen abgeschossen. Russlands Verteidigungsministerium berichtet dazu:
"Während der vergangenen Nacht haben die diensthabenden Luftabwehrkräfte 127 ukrainische Starrflüglerdrohnen über den Gebieten Belgorod, Brjansk, Woronesch, Kaluga, Kursk, Orjol, Smolensk, Rostow, Wolgograd, Astrachan, Swerdlowsk, Tscheljabinsk, über den Teilrepubliken Tatarstan und Krim sowie über dem Schwarzen und Asowschen Meer abgefangen und zerstört."
Angriffe auf die im Ural liegenden Gebiete Swerdlowsk und Tscheljabinsk wurden erstmals gemeldet.
24.04.2026 22:00 Uhr
22:00 Uhr
Damit beenden wir für heute den Live-Ticker zur Lage im Ukraine-Konflikt. Morgen früh ab 7 Uhr geht es mit der Berichterstattung weiter. Wir wünschen unseren Lesern trotz aller Spannungen in der Welt eine gute Nacht!
21:59 Uhr
Raketenstart in Nordrussland – Moskau stationiert neue Militärsatelliten

Am Donnerstag ist vom Kosmodrom Plessezk aus eine Angara-1.2-Trägerrakete ins All gebracht worden. Die Luft- und Weltraumkräfte Russlands bringen damit neue Militärsatelliten in den Orbit, berichtete das russische Verteidigungsministerium. Auch der Weg der Rakete zum bekannten Weltraumbahnhof wurde im Voraus dokumentiert.
Ein Video dazu gibt es hier auf unserer Webseite.
21:55 Uhr
Lawrow: Selenskij sieht "Sicherheitsgarantien im Krieg"
Der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij sehe Sicherheitsgarantien im Fortsetzen des Krieges. Dies erklärte Russlands Außenminister Sergei Lawrow bei einem Treffen mit Vertretern russischer NGOs.
"Im Westen entsteht jetzt eine Hysterie: Selenskij erklärt, er werde das Gebiet Donezk nicht verlassen – das sei Teil seiner Sicherheitsgarantien. Das heißt, dass er Sicherheitsgarantien im Krieg sieht."
Zugleich wolle der Westen die Kämpfe einfrieren – "dort, wo derjenige steht, soll es zum Stillstand kommen" – und Kiew Sicherheitsgarantien geben. Dazu zähle auch die von Frankreich und Großbritannien angestrebte Entsendung multinationaler "Stabilisierungsstreitkräfte".
"Das bedeutet nur eines: Sie wollen dem Nazi-Regime Sicherheitsgarantien verschaffen."
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Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.
