Liveticker Ukraine-Krieg – US-Gesandter Witkoff: Trump erwägt "zollfreie Zone" für die Ukraine

22.01.2026 12:49 Uhr
12:49 Uhr
Berliner Zeitung: Selenskij steht unter massivem politischem Druck
Der ukrainische Machthaber Wladimir Selenskij reagiert angesichts der sich verschlechternden Lage im Land zunehmend gereizt in innen- und außenpolitischen Fragen. Dies schreibt die deutsche Berliner Zeitung:
"Die Lage in der Ukraine ist dramatisch, an mehreren Fronten. Das wird umso stärker deutlich, wenn man Präsident Wladimir Selenskij in diesen Tagen beobachtet."
"Man merkt: Selenskij reagierte in diesen kalten Winterwochen extrem gereizt. Die ukrainische Flugabwehr kritisiert er genauso wie den Kiewer Bürgermeister Witali Klitschko."
"Auch außenpolitisch lässt der ukrainische Präsident die Ellenbogen ausfahren. So moniert er zum Beispiel Trumps sogenannten Friedensrat, ein von den Amerikanern vorgeschlagenes Gremium zur Lösung globaler Konflikte."Laut Berliner Zeitung steht Selenskij unter erheblichem Druck durch innenpolitische Probleme. Genannt werden verbreitete Korruption, harte Methoden der Mobilisierung sowie wachsende Spannungen im Vorfeld einer möglichen Wahlkampagne.
12:34 Uhr
Medien: Trump könnte Selenskij Ultimatum zum Donbass stellen
Bei einem Treffen mit US-Präsident Donald Trump könnte Wladimir Selenskij ein Ultimatum zum Donbass gestellt werden. Dies schreibt das ukrainische Portal Strana.ua.
Demnach könnte dem Chef des Kiewer Regimes in Davos nahegelegt werden, einem Truppenabzug zuzustimmen – ohne anschließende Stationierung eines europäischen Kontingents in der Ukraine. Trump könnte im Gegenzug Zusagen für Unterstützung im Falle eines neuen Konflikts machen, heißt es.
Ob Selenskij darauf eingeht, hängt laut dem Bericht davon ab, ob Trump bereit ist, mit konkreten Druckmitteln zu drohen. Strana.ua nennt als Beispiel einen vollständigen Stopp von Waffenlieferungen und Geheimdienstinformationen an Kiew, falls ein Abzug aus dem Gebiet Donezk verweigert wird.Selenskij ist heute in die Schweiz gereist, wo ein Treffen mit Trump erwartet wird.
12:24 Uhr
Davos, Tag 3: Moskau verhandelt mit Washington, Selenskij reist an – Trump trifft ihn um 13 Uhr

Selenskij in Davos eingetroffen – Treffen mit Trump um 13 Uhr bestätigt.Sedat Suna / Gettyimages.ru Russisch-amerikanische Kontakte prägen den dritten Tag des WEF in Davos. Zeitgleich reist Wladimir Selenskij kurzfristig an. Trump empfängt ihn um 13 Uhr. Die zeitliche Nähe des Treffens zu den Gesprächen zwischen Moskau und Washington zeugt von seiner politischen Bedeutung.
Lesen Sie dazu mehr hier auf unserer Webseite.12:12 Uhr
Finnlands Präsident Stubb gibt zu: Irgendwann muss Europa mit Russland verhandeln – auf höchster Ebene
In einem Interview für die CNN-Moderatorin Christiane Amanpour hat sich der finnische Präsident Alexander Stubb zur Ukraine-Krise geäußert. Der Politiker gab dabei zu, dass ein Dialog zwischen Europa und Russland in Bezug auf die Ukraine unausweichlich sei. Auf die Frage der Journalistin, ob er zum EU-Sondergesandten für solche Gespräche werden könnte, antwortete Stubb, dass die Ernennung eines solchen Sondergesandten der EU oder der Koalition der Willigen schon seit mehr als einem Jahr diskutiert werde:
"Die Wahrheit ist, dass jemand in Europa irgendwann Gespräche auf höchster Ebene in Russland aufnehmen muss."
Derzeit arbeiteten europäische Länder, die USA und die Ukraine an fünf oder sieben Dokumenten zur Beilegung der Ukraine-Krise, sagte Stubb. Unter diesen führte der Präsident den 20-Punkte-Plan, Sicherheitsgarantien sowie einen Wohlstandsplan an. Der Politiker zeigte sich optimistisch, weil er nun fühle, dass die Ukraine, die USA und Europa auf einer Seite stünden.
It's always good to talk to Christiane Amanpour. Thank you for the interview. pic.twitter.com/slHOBNTPXM
— Alexander Stubb (@alexstubb) January 21, 202611:50 Uhr
Rutte bekräftigt US-Unterstützung für Ukraine
Nach einem Treffen mit US-Präsident Trump hat NATO-Generalsekretär Mark Rutte von einem andauernden Engagement der USA für die Ukraine gesprochen. Auf die Frage, ob Trump zur Unabhängigkeit und Souveränität der Ukraine stehe, antwortet Rutte in Davos mit:
"Ja! Daran habe ich nie gezweifelt."
In dieser Frage dürfe man nicht nachlassen, fügte der NATO-Chef hinzu.
Erst am Mittwoch hatte Rutte die Militärchefs des Militärbündnisses dazu aufgefordert, Druck auf ihre Regierungen auszuüben. In einer Videobotschaft sagte der Niederländer:
"Schauen Sie genau in Ihre Lager, um zu sehen, was Sie der Ukraine noch geben können, insbesondere Luftabwehrraketen. Jetzt ist wirklich der richtige Zeitpunkt dafür."
11:34 Uhr
Drei Einwohner von Kachowka durch Attacke aus Ukraine verletzt
Die russischen Behörden des Gebiets Cherson melden Opfer und Schäden durch die jüngsten ukrainischen Attacken. Wie Gouverneur Wladimir Saldo auf Telegram schreibt, seien in der Stadt Kachowka am linken Dnjepr-Ufer drei Einwohner verletzt worden. Bei ihnen handele es sich um ein Ehepaar im Alter von 73 und 72 Jahren sowie um einen 44-jährigen Mann. Alle drei seien nach einer Drohnenattacke ins Krankenhaus eingeliefert worden.
Saldo berichtet außerdem über Schäden an einem Einfamilienhaus in Radensk und an einem außer Betrieb stehenden Gebäude in Nowogrigorowka. Darüber hinaus habe der Gegner 14 weitere Ortschaften unter Beschuss genommen.
11:11 Uhr
Kolumbianischer Söldner: "Russen behandelten uns so gut wie möglich"
Russische Soldaten hätten kolumbianische Söldner, die in Gefangenschaft geraten waren, gut behandelt. Dies sagte der Söldner Luis Manuel Ruiz Díaz Contreras in einem Video, das der Nachrichtenagentur TASS vorliegt.
"Ich kann sagen, dass sie mit mir so gut umgegangen sind, wie es möglich war, obwohl wir praktisch als eure Feinde gekommen sind, weil wir an der Front gekämpft haben. Aber es ist uns nicht gelungen, jemanden zu töten oder auch nur auf jemanden zu schießen."
Russische Sicherheitskräfte hatten zuvor berichtet, dass seit Beginn der speziellen Sonderoperation mindestens 750 kolumbianische Söldner getötet wurden, die für die ukrainischen Streitkräfte kämpften.
Anfang Dezember 2025 hatte der kolumbianische Präsident Gustavo Petro das Außenministerium beauftragt, mit den ukrainischen Behörden Kontakt aufzunehmen, um die Freilassung der in der Ukraine festgehaltenen Söldner zu erreichen. Am 3. Dezember billigte das Unterhaus des kolumbianischen Parlaments einen Gesetzentwurf zur Ratifizierung der internationalen Konvention gegen die Rekrutierung von Söldnern.
10:55 Uhr
Russischer Junior-Sergeant tötet sechs ukrainische Soldaten im Nahkampf
Der russische Junior-Sergeant Michail Tschalow hat im Verlauf einer Sonderoperation einen Stützpunkt der ukrainischen Streitkräfte im Alleingang eingenommen und sechs Gegner getötet, teilt das russische Verteidigungsministerium mit. An einer taktischen Richtung hatte der Unteroffizier Tschalow den Auftrag, gegnerische Positionen zu nehmen.
"Während der Ausführung der Kampfaufgabe stürmte Michail trotz heftigem Feuer und Angriffen von Kampfdrohnen auf die gegnerischen Positionen und tötete sechs Kämpfer der ukrainischen Streitkräfte mit Schusswaffen."
Anschließend hielt er den Stützpunkt, bis die Hauptkräfte seines Truppenteils eintrafen. Dank des Muts und der Professionalität Michail Tschalows wurde der Stützpunkt des Gegners eingenommen.10:39 Uhr
Heldentat an der Front: Russischer Soldat rettet acht Kameraden unter Feuer
Oberfeldwebel Artjom Startschenko brachte während eines Gefechts acht verwundete Kameraden in Sicherheit. Dies teilt das russische Verteidigungsministerium mit. In der Mitteilung heißt es:"Startschenkos Einheit führte die Aufgabe durch, Verwundete von der Frontlinie zu evakuieren. Dabei setzte der Gegner Artillerie und Kampfdrohnen ein. Unter heftigem Beschuss evakuierte Startschenko acht unserer Soldaten und leistete rechtzeitig medizinische Hilfe."
Dank Startschenkos Mut und Professionalität konnten die Leben der Soldaten gerettet werden.
10:20 Uhr
Untergrundbericht: Dnjepropetrowsk wird "immer mehr" prorussisch
Im Gebiet Dnjepropetrowsk wächst die Zahl der Freiwilligen, die mit dem prorussischen Untergrund zusammenarbeiten. Dies teilt der Untergrund der Nachrichtenagentur TASS mit:
"Die Menschen im Gebiet Dnjepropetrowsk leben wochenlang in Kellern unter Beschuss und gehen dann hinaus, um unsere Kämpfer mit Brot und Tränen in den Augen zu empfangen. Das wird die Kiewer Regierung natürlich nicht im Fernsehen zeigen. Dementsprechend gibt es immer mehr Agenten. Anwerben muss man nur in dringenden Fällen, aber 90 Prozent der Arbeit leisten die Freiwilligen aus eigener Initiative."
Der Gesprächspartner betonte, dass prorussisch eingestellte Bürger im Gebiet Dnjepropetrowsk "viel mehr sind, als sich jemand zuzugeben traut". Zuvor hatte TASS unter Berufung auf den Untergrund berichtet, dass viele Einwohner der Region ihre Orte nicht verlassen und in von Russland kontrollierten Gebieten bleiben wollen.
Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.
Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.
