Liveticker Ukraine-Krieg – Russisches Militär: Zwei weitere Ortschaften befreit

29.09.2026 15:53 Uhr
15:53 Uhr
WP: Kiew wird zunehmend zur Frontstadt
Angesichts des technologischen Fortschritts Russlands entwickelt sich die ukrainische Hauptstadt rasant zu einer Frontstadt. Die ukrainischen Streitkräfte seien nicht in der Lage, mit dieser Entwicklung Schritt zu halten, berichtet die Washington Post (WP).
Die Autoren des Beitrags stellten fest, dass die russischen Streitkräfte zunehmend schnellere und modernere Waffen einsetzen, die die ukrainische Luftabwehr problemlos umgehen können. Kiew sei hingegen nicht in der Lage, die für die Hauptstadt benötigten Abfangsysteme in großer Zahl einzusetzen und den russischen Streitkräften entgegenzuwirken.
Die Ukraine leidet unter einem Mangel an Abfangraketen. Kiew versucht deshalb unter anderem, neue Lieferungen von Raketen für Patriot-Luftabwehrsysteme zu erhalten. Die Financial Times berichtete, dass US-Präsident Donald Trump bei einem Treffen mit Wladimir Selenskij die Lieferung Hunderter Patriot-Raketen abgelehnt habe.
15:35 Uhr
"Kein Nachgeben" – Großbritannien verspricht Ukraine Beistand bis zum Sieg

In seiner Rede auf der Konferenz der Labour-Partei in Liverpool hat der britische Außenminister Edward Miliband bekräftigt, dass Großbritannien gegenüber Moskau niemals nachgeben werde. London stehe fest an der Seite der Ukraine unter Wladimir Selenskij. Miliband betonte:
"Wir sagen wie aus einem Munde: Wir werden dem ukrainischen Volk zur Seite stehen, bis es gesiegt hat."
Das Video gibt es hier auf unserer Website zu sehen.
15:19 Uhr
NATO will Unterstützung für Ukraine verstärken
Die NATO wird sich nach Angaben ihres Generalsekretärs Mark Rutte von Russland nicht davon abbringen lassen, die Ukraine weiter zu unterstützen. Russland setze seine "rücksichtslose Kampagne feindseliger Handlungen" gegen die NATO fort, so Rutte vor Journalisten in Brüssel.
"Es versucht, unsere Entschlossenheit zu schwächen und unsere Unterstützung für die Ukraine zu stoppen. Aber das wird nicht gelingen."
Die Botschaft an Moskau sei klar: Die NATO werde noch mehr für die Ukraine tun, nicht weniger, so der NATO-Generalsekretär.
14:54 Uhr
Wadephul verlangt von Slowakei mehr Solidarität gegen Russland
Außenminister Johann Wadephul hat von der Slowakei mehr Bündnissolidarität in den Maßnahmen gegen Russland gefordert. In einer gemeinsamen Erklärung hätten beide Länder ihre "umfassende Unterstützung für die Ukraine" bekräftigt, sagte der CDU-Politiker bei einem Treffen mit seinem slowakischen Kollegen Juraj Blanár in der Hauptstadt Bratislava.
Der deutsche Außenminister erwähnte explizit die Abkoppelung von russischen Energielieferungen. Dafür müssten alle Partner "gemeinsam einstehen", sagte er an Blanár gerichtet. Auf Russland müsse "mehr Druck" ausgeübt werden, da das Land keine Bereitschaft zu Frieden zeige, während die Ukraine dagegen ihre Bereitschaft wiederholt erklärt habe, betonte Wadephul.
Ohne die Slowakei direkt beim Namen zu nennen sagte Wadephul, es wäre "nicht nur unsolidarisch, es wäre unverantwortlich", infrage zu stellen, dass die größte Gefahr für Europa "Putins kriegerischer Imperialismus" sei. Die EU könne sich keine Blockaden durch einzelne Mitgliedstaaten etwa bei Sanktionen leisten.
14:36 Uhr
Zugverkehr nach ukrainischer Attacke auf Gleise im Gebiet Brjansk eingestellt
Im russischen Grenzgebiet Brjansk ist am Dienstag nach einem Angriff aus der Ukraine der Zugverkehr teilweise eingestellt worden. Wie Gouverneur Jegor Kowaltschuk auf Telegram schreibt, habe der Gegner in der vergangenen Nacht die Eisenbahnstrecke Trosna – Rschaniza unter Beschuss genommen. Die Attacke sei zu einem Zeitpunkt erfolgt, als ein Passagierzug aus Smolensk nach Brjansk gerade auf dieser Strecke gefahren sei. Der Politiker meldet keine Opfer. Es seien aber Schäden entstanden. Der Zugverkehr auf dieser Strecke sei eingestellt worden. Man habe mit den Reparaturarbeiten begonnen. Kowaltschuk zufolge seien am vergangenen Tag über dem Gebiet Brjansk 71 unbemannte Luftfahrzeuge zerstört worden.
14:07 Uhr
Eine Tote und zwei Verletzte bei ukrainischen Attacken auf Gebiet Saporoschje
Gouverneur Jewgeni Balizki meldet Opfer bei den jüngsten ukrainischen Angriffen auf den von Russland kontrollierten Teil des Gebiets Saporoschje. Wie der Politiker auf Telegram schreibt, habe es sich um gezielte Angriffe auf friedliche Ortschaften gehandelt. In der Siedlung Kochanoje sei eine im Jahr 1975 geborene Frau ums Leben gekommen, ein Mann des Jahrgangs 1987 habe Verletzungen erlitten. In der Siedlung Nowopoltawka sei ein 60 Jahre alter Mann verletzt worden. Außerdem seien in der Ortschaft zwei Einfamilienhäuser zu Schaden gekommen.
Balizki teilt darüber hinaus mit, dass über den Ortschaften Michailowka, der Stadt Wassiljewka, der AKW-Stadt Energodar und den Bezirken Tokmak und Kamenka-Dnjeprowskaja zahlreiche ukrainische Drohnen gesichtet worden seien.
13:39 Uhr
Russischer Kompaniechef über Fronteinsatz: "Ich möchte diesen Krieg zu Ende bringen"

Dmitri Konopljow, Kompaniechef eines russischen motorisierten Schützenregiments hat über seine Einsätze im Ukraine-Konflikt und seinen militärischen Werdegang berichtet. Der Soldat wurde für zwei Einsätze mit dem Titel "Held der Russischen Föderation" und dem dazugehörigen Goldenen Stern ausgezeichnet. Als besonders schwierig schilderte er die Verteidigung einer Stellung, bei der seine Einheit wiederholt unter Artillerie- und Panzerbeschuss geraten sei. Wegen der exponierten Lage habe die Versorgung größtenteils mit Drohnen erfolgen müssen.
Das Interview gibt es hier auf unserer Website zu sehen.
13:10 Uhr
Frontbericht des russischen Verteidigungsministeriums: Zwei weitere Ortschaften befreit

SymbolbildALEXEI MAISCHEW / Sputnik Russlands Verteidigungsministerium meldet weitere Erfolge bei der militärischen Sonderoperation in der Ukraine innerhalb der letzten 24 Stunden. Wie die Behörde am Dienstag auf der Plattform MAX schreibt, ziehe der Truppenverband Nord weiterhin die Schlinge um die ukrainischen Truppen im Gebiet Charkow enger und erweitere das vom russischen Militär kontrollierte Gebiet. Zuletzt sei die Ortschaft Kreidjanka befreit worden. Darüber hinaus werde um die Ortschaften Nesternoje, Lukaschowo, Gratschowka, Rublenoje, Resnikowo und Prikolotnoje gekämpft. In der Nähe der Ortschaften Chatneje, Iwaschki und Konstantinowka seien mehrere ukrainische Brigaden getroffen worden. Der Gegner habe allein in diesem Kessel mehr als 60 Kämpfer verloren. Im benachbarten Gebiet Sumy habe das russische Militär ukrainische Einheiten nahe den Ortschaften Choten, Kijaniza, Welikaja Rybiza und Malaja Rybiza getroffen. Der Gegner habe insgesamt bis zu 315 Armeeangehörige verloren. Außerdem seien vier gepanzerte Gefechtsfahrzeuge, 25 Autos und eine Anlage der elektronischen Kampfführung außer Gefecht gesetzt worden.
Der Truppenverband West habe dem Bericht zufolge ebenfalls günstigere Positionen bezogen, indem er Personal und Technik des Gegners im Raum der Ortschaften Brussowka, Majaki, Sidorowo und Raigorodok in der DVR sowie Malijewka und Ossinowo im Gebiet Charkow getroffen habe. Dabei seien mehr als 230 ukrainische Soldaten getötet oder verletzt worden. Das russische Militär habe darüber hinaus sechs gepanzerte Gefechtsfahrzeuge, 15 Autos und zwei Geschütze zerstört.
Auch der Truppenverband Süd habe günstigere Stellungen bezogen und dabei ukrainische Einheiten nahe den Ortschaften Belenkoje, Druschkowka, Nikolajewka, Kramatorsk und Semjonowka in der DVR getroffen. Das russische Ministerium beziffert die gegnerischen Personalverluste auf mehr als 205 Kämpfer. Der Gegner habe außerdem ein gepanzertes Gefechtsfahrzeug, 19 Autos und zwei Geschütze verloren.
Der Truppenverband Mitte habe seinerseits die Ortschaft Wessjoloje Pole befreit und zudem Personal und Technik des Gegners in der Nähe der Ortschaften Starowarwarowka, Nowojawlenka, Marjewka, Gornjak und Roganskoje in der DVR getroffen. In der Ortschaft Dobropolje seien weitere 72 Gebäude befreit worden. Der Gegner habe bis zu 460 Armeeangehörige verloren. Zwei gepanzerte Gefechtsfahrzeuge, 13 Autos und ein Geschütz seien zerstört worden.
Auch der Truppenverband Ost setze seinen Vormarsch fort und habe zuletzt ukrainische Einheiten nahe den Ortschaften Wassilkowka, Fjodorowskoje, Podgawrilowka und Demurino im Gebiet Dnjepropetrowsk und Nowossoljonoje im Gebiet Saporoschje getroffen. Die russische Behörde schätzt die gegnerischen Personalverluste auf bis zu 180 Kämpfer. Ein Kampfpanzer, ein gepanzertes Gefechtsfahrzeug und sieben Autos seien außer Gefecht gesetzt worden.
Der Truppenverband Dnjepr wiederum habe seine Position an der vordersten Linie verbessert und ukrainische Einheiten im Raum der Ortschaften Preobraschenka, Orechow, Kirowo und Wesseljanka im Gebiet Saporoschje getroffen. Dabei seien bis zu 20 ukrainische Soldaten getötet oder verletzt worden. Das russische Militär habe zudem sechs Autos und zwei Anlagen der elektronischen Kampfführung zerstört.
Ferner meldet das Ministerium in Moskau erfolgreiche Luft-, Drohnen-, Raketen- und Artillerieangriffe auf militärisch relevante Energie- und Verkehrsanlagen, Drohnenlager, Brennstoffdepots und 142 Standorte mit ukrainischen Soldaten und ausländischen Söldnern. Dagegen habe die russische Luftabwehr in den letzten 24 Stunden sechs Lenkbomben und 287 Drohnen abgefangen.
Nach russischen Angaben habe die Ukraine seit dem Beginn der Sonderoperation am 24. Februar 2022 insgesamt 674 Flugzeuge, 284 Hubschrauber, 247.576 Drohnen, 672 Flugabwehrraketenkomplexe, 31.073 Kampfpanzer und andere Panzerfahrzeuge, 1.783 Mehrfachraketenwerfer sowie 36.587 Geschütze und Mörser verloren.
12:38 Uhr
Ukrainischer Regierungschef beklagt knappe öffentliche Finanzen
Wegen Verzögerungen bei der Auszahlung von Hilfen verschiebt die ukrainische Regierung einige Ausgaben, darunter Wiederaufbauarbeiten. Die Regierung werde diese Projekte zwar letztendlich umsetzen, "aber vorerst müssen alle Ressourcen in wichtige Bereiche fließen", erklärte Regierungschef Sergei Korezki auf Telegram. Priorität seien die Verteidigung und das Sozialwesen. Korezki bezeichnete die Lage der öffentlichen Finanzen als schwierig.
"Ein Teil der geplanten internationalen Finanzmittel ist noch nicht eingegangen, was zum Teil daran liegt, dass es der Ukraine nicht gelungen ist, bestimmte gegenüber internationalen Partnern eingegangene Verpflichtungen fristgerecht zu erfüllen."
Ausgaben, die keine Priorität hätten, würden zurückgestellt. Das gelte für Neubau, Wiederaufbau oder größere Reparaturen, die nicht von entscheidender Bedeutung seien, sowie für Verbesserungen im öffentlichen Raum wie Parks und öffentliche Plätze.
Die ukrainische Regierung hatte zuvor angekündigt, im Jahr 2027 zusätzliche 53 Milliarden Dollar (46,6 Milliarden Euro) an Auslandshilfe unter anderem vom Internationalen Währungsfonds und der Weltbank zu beantragen, um die Finanzlücke zu schließen.
12:06 Uhr
Drohnen über Deutschland – was steckt hinter den Vorwürfen gegen Moskau?

Im Jahr 2025 verzeichnete das Bundeskriminalamt mehr als tausend verdächtige Drohnenflüge über deutschem Hoheitsgebiet. In diesem Zusammenhang richtete sich der Verdacht vornehmlich gegen Russland. Zudem machte die Bundesregierung Moskau für den jüngsten Drohnenvorfall Anfang August am Flughafen Leipzig verantwortlich.
Nach Angaben der Welt soll Russland angeblich seine Provokationen gegenüber den NATO-Staaten verstärken. Doch wie belastbar sind diese Vorwürfe? Gibt es tatsächliche Beweise für eine russische Urheberschaft – oder stützt sich der Verdacht bislang auf politische Zuschreibungen?
Mehr dazu in unserem Beitrag, der hier auf unserer Website zu sehen ist.
Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.
Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.



