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Liveticker Ukraine-Krieg: Russische Angriffe legen Ölraffinerie und Stahlwerk in der Ukraine still

Russland führt gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine Militäroperation in der Ukraine durch. Der Westen reagiert mit immer neuen Waffenlieferungen an die Ukraine und beispiellosen Sanktionen gegen Russland. Lesen Sie hier die neuesten Entwicklungen.
Liveticker Ukraine-Krieg: Russische Angriffe legen Ölraffinerie und Stahlwerk in der Ukraine still© Urheberrechtlich geschützt
  • 22.09.2026 17:29 Uhr

    17:29 Uhr

    Peskow: Selenskij widerspricht sich selbst

    Mit dem Aufruf zu einem Waffenstillstand ohne Vorbedingungen widerspreche der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij sich selbst, meint Kremlsprecher Dmitri Peskow.

    Im Gespräch mit Journalisten weist der Beamte darauf hin, dass Selenskij vor einigen Tagen erklärt habe, die Ukraine bräuchte weitere 40 Tage, um der russischen Wirtschaft zu schaden. Dies stehe im Widerspruch zur Forderung nach einem Waffenstillstand. Peskow betont:

    "Und Tag für Tag stimmen seine Aussagen, ob es nun um die Fortsetzung des Krieges oder um dessen Beendigung geht, nicht überein."

  • 16:37 Uhr

    Ukrainische Drohne beschädigt Messstation des AKW Saporoschje

    Eine Stelle für die Strahlungsmessung des Atomkraftwerks Saporoschje ist durch den ukrainischen Drohnenangriff zu Schaden gekommen. Laut einer offiziellen Mitteilung ist die Messstelle, die 13 Kilometer entfernt vom Atommeiler liegt, ein Bestandteil des Überwachungssystems. Trotz des Angriffs stehen dem AKW ausreichende Überwachungsmittel zur Verfügung.

    Derzeit wird der Strahlenschutz nicht unmittelbar gefährdet. Angriffe auf Anlagen stellen jedoch zusätzliche Risiken für die Effizienz und Vollständigkeit der Überwachung dar.

  • 16:01 Uhr

    Bewaffneter Passant verhindert gewaltsame Zwangsrekrutierung in Nowowolynsk

    Im westukrainischen Nowowolynsk ist ein Versuch der Zwangsmobilisierung auf offener Straße beinahe eskaliert. Aufnahmen zeigen, wie uniformierte Männer versuchen, einen Mann gewaltsam festzuhalten und in einen Kleinbus zu zerren.

    Die Situation nimmt eine abrupte Wendung, als ein Passant eingreift. Der Mann zieht eine Schusswaffe und richtet sie auf die Uniformierten. Während eine Frau im Hintergrund panisch "Nicht schießen!" ruft, lassen die Rekrutierer von dem Mann ab, steigen eilig in ihren Van und flüchten vom Ort des Geschehens. Die Frau, die das Video aufnimmt, hält zudem fest, dass eine vorbeifahrende Polizeistreife nicht in den Konflikt eingreift.

    Ein Video dazu gibt es hier auf unserer Webseite.

  • 15:29 Uhr

    Rubio: USA über ukrainische Angriffe gegen Öltanker besorgt

    Washington ist darüber besorgt, dass die Ukraine die im Interesse der USA genutzten Öltanker angreift, sagt US-Außenminister Marco Rubio. In einem Interview mit dem Fernsehkanal Fox News führt er dazu aus:

    "Wir sind darüber besorgt, dass in den jüngsten Monaten Schiffe, die mit den USA in Verbindung stehen und Öl transportierten, mehrmals angegriffen wurden – möglicherweise nicht vorsätzlich, aber vonseiten der Ukraine angegriffen."

    Rubio betont, dass Washington eine Einstellung der Angriffe erwirken werde.

    Zuvor war am 17. Juli der von ExxonMobil gefrachtete Öltanker "Nordic Zenith" von zwei Drohnen angegriffen worden, was zu einem Brand an Bord des Schiffs führte. Zwei Tage später wurden die Tanker ASIA und NISSOS IOS angegriffen. Am 25. Juli forderte das Weiße Haus Kiew auf, Angriffe gegen nichtrussische Schiffe einzustellen.

  • 15:25 Uhr

    Gebiet Saporoschje: Krankenwagenfahrer durch ukrainischen Drohnenangriff getötet

    Kiews Militär hat im Gebiet Saporoschje einen Krankenwagen mit einer Drohne angegriffen und dabei den Fahrer getötet. Jewgeni Balizki, Gouverneur der Region, berichtet dazu:

    "Im Umland des Dorfs Malaja Belosjorka des Kreises Kamenka-Dnjeprowskaja haben die Kiewer Terroristen einen Krankenwagen angegriffen. Dabei ist der Fahrer des Wagens ums Leben gekommen, drei weitere Menschen wurden verwundet und werden medizinisch versorgt."

  • 14:42 Uhr

    IKRK: 275.000 Menschen seit Beginn des Ukraine-Konflikts verschollen

    Die Anzahl der Verschollenen im Ukraine-Konflikt seit März 2022 beträgt insgesamt 275.000 Personen, berichtet die Präsidentin des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz (IKRK), Mirjana Spoljaric Egger. In einem Interview an die russische Zeitung Wedomosti erklärt die Schweizer Diplomatin, dass IKRK seit 2025 die Zählmethodik geändert habe und nicht nur formell eingereichte, sondern auch vorläufige Anfragen erfasse. Dies führte zu einer Zunahme der Anzahl von registrierten Fällen, wodurch die Organisation im Durchschnitt 10.000 neue Anfragen monatlich erhalte. Dabei hebt Spoljaric Egger hervor:

    "In den letzten vier Jahren haben wir erhebliche Fortschritte in humanitären Angelegenheiten erreicht. Ich bin sehr froh, dass es uns gelungen ist, die Anzahl von Antworten zu steigern, die Familien, die ihre Angehörigen suchen, erhalten."

    Zuvor hatte die Chefin des IKRK im Juli Russlands stellvertretenden Verteidigungsminister Wassili Osmakow und den Außenminister Sergei Lawrow getroffen. Beide Politiker merkten an, dass Russland die Organisation respektiere und mit der Zusammenarbeit mit dem IKRK zufrieden sei.

  • 13:46 Uhr

    Ölraffinerie in Poltawa und Stahlwerk in Dnjepropetrowsk durch russische Angriffe stillgelegt

    Ein Energieobjekt im ukrainischen Gebiet Poltawa ist durch den russischen Angriff in der Nacht auf den heutigen Dienstag permanent ausgeschaltet worden. Dies meldet der staatliche ukrainische Energiekonzern Naftogaz. Ein Wiederaufbau des Objekts sei wegen "kritischer Zerstörungen" unmöglich, betont die Mitteilung des Unternehmens. Parallel dazu das Röhrenwalzwerk des Konzerns Interpipe in Dnjepropetrowsk eine Einstellung des Betriebs wegen der Beschädigung von Produktionsausrüstung.

    Zuvor gab Russlands Verteidigungsministerium bekannt, zahlreiche Industrie-, Energie- und Hafenanlagen in der Ukraine angegriffen zu haben. Unter anderem sei die Ölraffinerie in der Stadt Krementschug im Gebiet Poltawa angegriffen worden, die Treibstoff für das ukrainische Militär produzierte. Das ebenfalls angegriffene Röhrenwalzwerk in Dnjepropetrowsk stellte Rümpfe und Tragflächen für Drohnen her.

    Als weitere Ziele wurden vom Ministerium der Hersteller von Flamingo-Marschflugkörpern, Fire Point, und ein Treibstofflager in Kiew, ein Hüttenwerk in Kriwoi Rog, ein Werk für die Produktion von Raketentreibstoff in Pawlograd sowie die für Munitionsproduktion umgerüstete Tabakfabrik JTI Ukraine in Krementschug angegeben.

  • 12:57 Uhr

    Frontbericht des russischen Verteidigungsministeriums

    In seinem täglichen Frontbericht gibt Russlands Verteidigungsministerium die Verluste des ukrainischen Militärs während des vergangenen Tages bekannt.

    Nach Angaben der Behörde verlor Kiews Armee in den Gebieten Sumy und Charkow bei Gefechten gegen den russischen Truppenverband Nord über 215 Kämpfer. Zudem wurden ein gepanzertes Kampffahrzeug, zwölf Autos, ein Geschütz und eine EloKa-Anlage zerstört.

    Der Truppenverband West verbesserte seine Stellungen, wobei die Ukraine bis zu 200 Soldaten einbüßen musste. Ein Panzer, 13 Autos, zwei Geschütze und zwei EloKa-Anlagen wurden ausgeschaltet.

    Auch Einheiten des Truppenverbands Süd bezogen günstigere Stellungen. Kiews Militär musste am entsprechenden Frontabschnitt einen Verlust von bis zu 170 Soldaten hinnehmen. Ferner wurden ein Marder-Schützenpanzer aus deutscher Produktion, zwei US-produzierte Panzerfahrzeuge vom Typ HMMWV, 19 Autos und drei Geschütze außer Gefecht gesetzt.

    Im Zuständigkeitsbereich des Truppenverbands Mitte beliefen sich die ukrainischen Gesamtverluste auf über 420 Soldaten. Ein gepanzerter Mannschaftstransporter, fünf gepanzerte Kampffahrzeuge, zwölf Autos, ein Geschütz und fünf EloKa-Anlagen wurden zerstört.

    Beim Vorrücken des Truppenverbands Ost verzeichnete die Ukraine einen Verlust von bis zu 270 Soldaten. Überdies wurden ein gepanzertes Kampffahrzeug, zehn Autos und zwei Geschütze neutralisiert. Weitere 40 Soldaten und 21 Autos büßte das ukrainische Militär bei Gefechten gegen den Truppenverband Dnjepr ein.

    Russlands Luftabwehr schoss entlang der gesamten Frontlinie sechs Lenkgleitbomben, ein HIMARS‑Geschoss sowie 629 Starrflügler-Drohnen ab.

  • 12:14 Uhr

    Russische Armee verhindert Ausbruchsversuche aus Kesseln in Gebiet Charkow und DVR

    Im Verlauf des vergangenen Tages haben Einheiten des russischen Truppenverbands Nord nach Angaben des Verteidigungsministeriums den Kessel im Gebiet Charkow weiter eingeengt und dabei den äußeren Ring ausgeweitet. Die Behörde betont, dass sämtliche Ausbruchsversuche des ukrainischen Militärs dabei vereitelt wurden. Kiews Truppen verloren dabei bis zu 40 Soldaten und ein gepanzertes Kampffahrzeug.

    Ein weiterer Kessel für das ukrainische Militär wurde von Einheiten des Truppenverbands Mitte um die Stadt Dobropolje in der Donezker Volksrepublik gebildet. Auch hier wurden nach Angaben des russischen Verteidigungsministeriums sämtliche Ausbruchsversuche abgewehrt, wobei ukrainische Truppen bis zu 50 Soldaten verloren.

  • 11:29 Uhr

    Gebiet Samara: Zivilist bei ukrainischem Angriff getötet

    Beim nächtlichen Angriff ukrainischer Drohnen auf das russische Gebiet Samara ist ein Mensch ums Leben gekommen, berichtet der Gouverneur der Region, Wjatscheslaw Fedorischtschew. Vier weitere Personen seien zudem verletzt worden und würden medizinisch versorgt. Laut Angaben des Gouverneurs wurden außerdem mehrere Gebäude und Fahrzeuge beschädigt.

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Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.