Liveticker Ukraine-Krieg – Puschilin: Kiews Truppen kontrollieren weniger als 17 Prozent des Donbass

25.04.2026 20:13 Uhr
20:13 Uhr
Drohnenangriff auf LVR: Mehrere Verletzte im Westen der Region
Bei einem ukrainischen Drohnenangriff auf die Stadt Rubeschnoje im Westen der Volksrepublik Lugansk (LVR) sind drei Zivilisten verletzt worden, teilt der Chef der Region Leonid Passetschnik mit.
Nach seinen Angaben traf ein unbemanntes Flugzeug des Gegners ein Auto, wobei ein Mann und eine Frau im hohen Alter betroffen waren. Bei einer weiteren Attacke erlitt ein Straßenbauarbeiter Verletzungen.
Der ukrainische Drohnenangriff dauert seit der vergangenen Nacht an, Einheiten der Flugabwehr neutralisieren die meisten Ziele, fügt Passetschnik hinzu.
Vor Kurzem meldete Passetschnik drei Tote und zwei Verletzte bei einem nächtlichen Drohnenangriff auf den Ort Solon im Bezirk Troizkoje.
19:46 Uhr
Puschilin: Kiews Truppen kontrollieren weniger als 17 Prozent des Donbass

Russische Soldaten bei Krasnoarmeisk (ukrainischer Name Pokrowsk) in der Donezker Volksrepublik. Aufnahme vom 11. November 2025Stanislaw Krassilnikow / Sputnik Weniger als 17 Prozent des Territoriums des Donbass bleiben unter Kontrolle der ukrainischen Streitkräfte. Dies erklärt Denis Puschilin, der Leiter der Volksrepublik Donezk, in einem Interview mit TASS. Die Nachrichtenagentur zitiert ihn folgendermaßen:
"Heutzutage kann man sagen, dass der Gegner 15 bis 17 Prozent des Territoriums des Donbass kontrolliert."
19:25 Uhr
Rasmussen fordert europäische Führungsrolle ohne USA
In einem Interview mit The Telegraph erklärt der ehemalige NATO-Generalsekretär und Ex-Ministerpräsident Dänemarks Anders Fogh Rasmussen, Frankreich und Großbritannien könnten die Sicherheitsverantwortung in Europa auch ohne die USA übernehmen. Zugleich schlägt er vor, dieses Format zu erweitern. In die Struktur zur Unterstützung Kiews solle auch die Ukraine selbst aufgenommen werden.
Das Weiße Haus erklärte am 1. April, man prüfe einen möglichen Austritt der USA aus der NATO, da das Bündnis Washington bei einer Operation gegen Iran nicht unterstützt habe. Nach Ansicht der US-Behörden benötigten die Vereinigten Staaten keine Hilfe von NATO-Staaten, die "alles tun, um diese Hilfe nicht zu leisten".
19:03 Uhr
EU-Sanktionen gegen Russland: China protestiert gegen Aufnahme seiner Unternehmen auf die Liste
Peking kritisiert die Aufnahme chinesischer Unternehmen und Personen ins 20. Sanktionspaket gegen Russland. Das chinesische Handelsministerium erklärt in einer Mitteilung, dass Brüssel diese Entscheidung trotz wiederholter Einwände und Proteste getroffen hat. Das Ministerium bringt seine äußerte Unzufriedenheit zum Ausdruck und fordert die EU auf, chinesische Unternehmen unverzüglich von der Sanktionsliste zu streichen.
18:40 Uhr
Nach Drohnenvorfall: Rumänien bestellt russischen Botschafter ein

Das Außenministerium Rumäniens.Urheberrechtlich geschützt Rumänien hat den russischen Botschafter wegen des Absturzes einer Drohne in der Stadt Galați einbestellt. Das Verteidigungsministerium macht Russland dafür verantwortlich und spricht von Schäden an einem Nebengebäude auf dem Grundstück eines Hauses sowie an einem Strommast.
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18:12 Uhr
Ukrainischer Major soll Informationen an russische Seite verkauft haben
Ein ukrainischer Major soll Informationen über die Streitkräfte seines Landes an Russland weitergegeben und dafür Geld verlangt haben. Dies berichtet die Nachrichtenagentur RIA Nowosti unter Berufung auf eine Quelle in den Sicherheitsstrukturen.
Demnach handelt es sich um den Kommandeur des 157. Bataillons der 118. Separaten Territorialverteidigungsbrigade der Ukraine, Dmitri Nikonow mit dem Rufnamen Ryba.
Der Quelle zufolge hat der Offizier "weiterhin im Verband der Streitkräfte der Ukraine gedient und gleichzeitig eine zusätzliche Einnahmequelle organisiert", indem er militärisch relevante Informationen weitergegeben habe. Für diese Übermittlungen habe er etwa 150 bis 200 US-Dollar erhalten. Laut dem Gesprächspartner hat Nikonow vor allem versucht, "das Geld so schnell wie möglich zu bekommen".
17:48 Uhr
Drei Tote nach ukrainischem Drohnenangriff auf LVR
In der Volksrepublik Lugansk sind drei Zivilisten nach einem ukrainischen Drohnenangriff ums Leben gekommen. Leonid Passetschnik, das Oberhaupt der LVR, berichtet dazu:
"In der Nacht gab es einen schweren Angriff gegen Wohnhäuser im Dorf Solonzy im Bezirk Troizkoje. Leider sind dort drei Menschen ums Leben gekommen, zwei weitere wurden verwundet."
17:14 Uhr
Selenskij: Ukraine zu trilateralen Gesprächen in Aserbaidschan bereit
Die Ukraine ist bereit, trilaterale Gespräche mit Russland und den USA in Aserbaidschan zu führen, behauptet der ukrainische Staatschef Wladimir Selenskij. Während einer Pressekonferenz mit dem aserbaidschanischen Präsidenten Ilcham Alijew sagte er:
"Zweifellos schätzen wir die Rolle unserer Partner bei der Vermittlung dieses Prozesses. Ich habe Aserbaidschans Präsidenten mitgeteilt, dass wir zu trilateralen Gesprächen bereit sind. Wir hatten solche Gespräche in der Türkei, mit US-amerikanischen Partnern in der Schweiz. Wir sind zu solchen Gesprächen in Aserbaidschan bereit."
Selenskij war am heutigen Samstag erstmals seit dem Beginn der russischen Sonderoperation zu einem Arbeitsbesuch in Aserbaidschan eingetroffen, nachdem er zuvor Saudi-Arabien besucht hatte.
Das jüngste trilaterale Treffen zwischen den Delegationen Russlands, der USA und der Ukraine hatte am 17. und 18. Februar in Genf stattgefunden.
16:41 Uhr
Aserbaidschan und Ukraine könnten Rüstungsgüter gemeinsam herstellen
Ilcham Alijew, der Präsident von Aserbaidschan, kündigt nach einem Treffen mit dem ukrainischen Staatschef Wladimir Selenskij in der aserbaidschanischen Stadt Gabala an, dass Baku gemeinsam mit der Ukraine militärische Produkte herstellen könnte. Der aserbaidschanische Präsident sagt dazu:
"Es fand ein Meinungsaustausch zu Angelegenheiten der militärtechnischen Zusammenarbeit statt, und hier gibt es sehr große Perspektiven. Der militärindustrielle Komplex entwickelt sich sowohl in Aserbaidschan, als auch in der Ukraine, und es gibt hervorragende Möglichkeiten für gemeinsame Produktion, insgesamt für gemeinsame Industrieproduktion."
Alijew betont weiter, dass die Zusammenarbeit zwischen Kiew und Baku auf einer "sehr festen politischen Grundlage" fuße.
Selenskij kündigt seinerseits an, dass beide Staaten sechs Abkommen in den Bereichen Sicherheit und Steigerung des Warenumsatzes unterzeichnet haben.
16:03 Uhr
Fünf Verletzte bei ukrainischen Angriffen auf Gebiet Belgorod
Bei ukrainischen Drohnenangriffen auf das russische Grenzgebiet Belgorod haben insgesamt fünf Zivilisten Verletzungen erlitten, berichtet der Gouverneur der Region, Wjatscheslaw Gladkow.
Laut Gladkows Angaben wurde eine Bewohnerin des Dorfs Nowaja Tawolschanka im Bezirk Schebekino verwundet, nachdem eine FPV-Drohne ihr Auto getroffen hatte. Bei einem ähnlichen Angriff erlitt ein Mann im Dorf Woltschja Alexandrowka im Bezirk Wolokonowka Verletzungen. Darüber hinaus wurden eine Frau und zwei Männer in der Stadt Graiworon, im Weiler Massytschewo sowie im Dorf Gora-Podol des Bezirks Graiworon verwundet.
Ein weiterer Drohnenangriff auf die Stadt Belgorod habe zu einer Unterbrechung der Stromversorgung geführt, fügt Gladkow hinzu.
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Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.

