International

Liveticker Ukraine-Krieg – Moskau: Selenskij nicht verhandlungsfähig

Russland führt gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine Militäroperation in der Ukraine durch. Der Westen reagiert mit immer neuen Waffenlieferungen an die Ukraine und beispiellosen Sanktionen gegen Russland. Lesen Sie hier die neuesten Entwicklungen.
Liveticker Ukraine-Krieg – Moskau: Selenskij nicht verhandlungsfähig© Urheberrechtlich geschützt
  • 30.07.2026 22:00 Uhr

    22:00 Uhr

    Damit beenden wir für heute den Live-Ticker zur Lage im Ukraine-Konflikt. Morgen früh ab 7 Uhr geht es mit der Berichterstattung weiter. Wir wünschen unseren Lesern trotz aller Spannungen in der Welt eine gute Nacht!

  • 21:59 Uhr

    Krater in Polen – Tusk: Spuren weisen auf russischen Marschflugkörper hin

    Am Donnerstag wurde im Osten Polens ein lauter Knall gemeldet. Nahe Tarnawa-Kolonia in der Woiwodschaft Lublin soll ein Flugkörper auf einem Feld einen rund zehn Meter breiten Krater verursacht haben. 

    Nach Angaben des Militärs wurden gegen 3:40 Uhr zwei Objekte auf dem Radar geortet, woraufhin Abfangjäger aufstiegen. Während einer der Flugkörper für den Krater verantwortlich sein soll, erschien das zweite Objekt laut Berichten nur kurz auf den Schirmen. Verletzte oder Sachschäden wurden bislang nicht gemeldet.

    Noch bevor vor Ort überhaupt Untersuchungen aufgenommen werden konnten, behauptete Kiews Außenminister Sibiga auf der Plattform X bereits zu wissen, dass es sich um einen russischen Ch-101-Marschflugkörper handle. Polens Premierminister Donald Tusk schloss sich dieser Darstellung im Kern an, räumte jedoch ein, den Ergebnissen des Verfahrens nicht offiziell vorzugreifen.

    Erst am Vortag hatte Tusk im nahegelegenen Lublin Wladimir Selenskij getroffen, wo unter anderem über den Schutz des Luftraums und weitere Waffenlieferungen beraten wurde.

    Ein Video dazu gibt es hier auf unserer Webseite.

  • 21:55 Uhr

    Loomer: Witkoff und Kushner wollen in den kommenden Wochen nach Kiew reisen

    Die US-Journalistin Laura Loomer behauptet, dass der Sondergesandte von US-Präsident Donald Trump, Steve Witkoff, und der Schwiegersohn des US-Präsidenten Jared Kushner in den kommenden Wochen Kiew besuchen wollen. Sie schrieb im sozialen Netzwerk X:

    "Ich habe gerade mit Steve Witkoff gesprochen, und er hat mir persönlich bestätigt, dass er tatsächlich gemeinsam mit Jared Kushner nach Kiew reisen wird, um über Wege zur Beendigung des russisch-ukrainischen Konflikts zu sprechen. Sie werden die Ukraine in den kommenden Wochen besuchen."

    Einen genauen Termin für die Reise nannte die Journalistin nicht und veröffentlichte auch kein Zitat Witkoffs, das diese Aussage bestätigen würde. Die Financial Times hatte am Mittwoch berichtet, Witkoff und Kushner hätten sich Berichten zufolge bereit erklärt, erstmals nach Kiew zu reisen, um die Bemühungen um eine Beilegung des Ukraine-Konflikts zu unterstützen.

  • 21:50 Uhr

    DVR: Ein Toter und drei Verletzte nach Drohnenangriffen in Donezk

    Bei Angriffen ukrainischer Drohnen ist in der Volksrepublik Donezk nach Angaben des Republikchefs Denis Puschilin ein Mensch getötet worden. Drei weitere Zivilisten seien verletzt worden und würden medizinisch versorgt.

  • 21:41 Uhr

    Mearsheimer: Russland könnte Kontrolle über Odessa übernehmen

    Odessa könnte im Zuge der Kampfhandlungen in der Ukraine unter die Kontrolle Russlands geraten. Dies erklärt John Mearsheimer, Professor an der Universität Chicago, in der Sendung des YouTube-Kanals von Glenn Diesen.

    "Die Russen werden ihre Position auf dem Schlachtfeld kontinuierlich verbessern. Das tun sie bereits. Ich denke, dass die einzige interessante Frage derzeit darin besteht, wie viel Territorium sie letztlich erobern werden. Ich glaube, dass sie auch Odessa einnehmen werden."

    Nach Ansicht des Professors ist völlig offensichtlich, dass die russischen Streitkräfte bis Ende dieses Jahres die Kontrolle über das gesamte Gebiet des Donbass übernehmen werden.

    Dmitri Peskow, der Pressesprecher des russischen Präsidenten, hatte zuvor erklärt, Russland setze seine Ziele weiterhin mit militärischen Mitteln um. Dies sei jedoch nicht der bevorzugte Weg des Landes. Sollte es keine Aussichten auf eine Friedenslösung geben, werde Moskau auf einen vollständigen Sieg hinarbeiten.

  • 21:21 Uhr

    Sacharowa: Europa fordert Platz am Verhandlungstisch, ignoriert aber Russlands Position

    Europäische Staaten fordern zwar ständig einen Platz am Verhandlungstisch zum Ukraine-Konflikt, weigern sich aber gleichzeitig, die Position Russlands anzuhören. Dies erklärt die Sprecherin des russischen Außenministeriums Maria Sacharowa.

    In einem Interview mit dem Blogger Pawel Kostin sagt sie außerdem, dass in Europa jede Sichtweise unterdrückt werde, die nicht mit der offiziellen westlichen Position übereinstimmt. Als Beispiel dafür, dass abweichende Meinungen unterdrückt würden, verweist sie darauf, dass das Portal Politico einen Artikel des russischen Außenministers Sergei Lawrow zur Lage in der Ukraine nicht veröffentlicht habe.

    "Ich denke, diese Aussagen haben alle gehört. Aussagen von Kaja Kallas bis Macron, von Merz bis Ursula von der Leyen. Sie werden überall verbreitet: dass sie unbedingt am Verhandlungsprozess beteiligt sein müssten, dass sie eine Einbindung in die Konfliktlösung wollten. Wenn man jedoch am Verhandlungstisch sitzen möchte, sollte man eigentlich die Positionen der verschiedenen Seiten anhören."

    Es sei unsinnig, am Verhandlungstisch zu sitzen, ohne sich zuvor mit der Position der anderen Seite vertraut gemacht zu haben, fügt sie hinzu.

  • 20:52 Uhr

    Russisches Militär meldet Angriffe auf vier Frachtschiffe der Ukraine mit Militärgütern

    Das russische Verteidigungsministerium teilt mit, vier Frachtschiffe mit Militärgütern für die ukrainischen Streitkräfte getroffen zu haben. Zwei der Schiffe seien in den Häfen von Odessa und Juschny, zwei weitere auf See südlich von Odessa getroffen worden.

  • 20:33 Uhr

    Russische Gebiete melden weitere zivile Opfer ukrainischer Angriffe

    Bei einem ukrainischen Angriff auf Gorlowka in der Volksrepublik Donezk ist ein Zivilist ums Leben gekommen. Dies teilte der Bürgermeister der Stadt Iwan Prichodko mit. Im Ort Oktjabrski im Gebiet Belgorod wurde zudem eine Frau bei einem Angriff mit einer ukrainischen FPV-Drohne auf ein Fahrzeug verletzt. Nach Angaben des regionalen Krisenstabs erlitt sie Splitterverletzungen am Hals und wird medizinisch versorgt. Außerdem wurden ein Lastwagen und ein Pkw beschädigt.

  • 20:02 Uhr

    Sacharowa: Selbst einige Kiew-Unterstützer fürchten Eskalation des Ukraine-Konflikts

    Angesichts des Bestrebens des ukrainischen Präsidenten Wladimir Selenskij, den Konflikt auszuweiten, seien selbst einige Kiew-Unterstützer über das Risiko einer Eskalation des Ukraine-Konflikts besorgt. Dies erklärt die Sprecherin des russischen Außenministeriums Maria Sacharowa. In ihrem Kommentar auf der Website des Ministeriums heißt es, Selenskij versuche, möglichst viele Länder in "terroristische Abenteuer" hineinzuziehen und den Konflikt auszuweiten. 

  • 19:35 Uhr

    Abgeordnete: Drapaty entlässt weiteren General aus Syrskis Umfeld

    Der ukrainische Oberbefehlshaber Michail Drapaty hat den Leiter des Kommandos der Logistikstreitkräfte der ukrainischen Armee, General Wladimir Karpenko, seines Postens enthoben. Dies teilt die Abgeordnete der Werchowna Rada Mariana Besuglaja mit. Karpenko sei ein Vertrauter des ehemaligen ukrainischen Oberbefehlshabers Alexander Syrski gewesen.

    Bereits zuvor hat Besuglaja erklärt, Drapaty habe den Stabschef der ukrainischen Landstreitkräfte, General Alexander Grusewitsch, der ebenfalls zum Umfeld Syrskis gehört habe, abgesetzt. Sie warf Karpenko unter anderem Mängel bei der Versorgung der Truppen, Probleme bei der Instandsetzung von Technik sowie Korruption und Vertuschung vor. Anstelle Karpenkos sei Juri Pogrebnoi zum neuen Leiter des Logistikkommandos ernannt worden. Eine offizielle Bestätigung der Entlassung des Generals liegt bislang nicht vor.

Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.

Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.