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Liveticker Ukraine-Krieg – Fico: "Russland geht nur auf die Knie, um sich die Schuhe zuzubinden"

Russland führt gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine Militäroperation in der Ukraine durch. Der Westen reagiert mit immer neuen Waffenlieferungen an die Ukraine und beispiellosen Sanktionen gegen Russland. Lesen Sie hier die neuesten Entwicklungen.
Liveticker Ukraine-Krieg – Fico: "Russland geht nur auf die Knie, um sich die Schuhe zuzubinden"© KI-generiert
  • 16.04.2026 22:00 Uhr

    22:00 Uhr

    Damit beenden wir für heute den Live-Ticker zur Lage im Ukraine-Konflikt. Morgen früh ab 7 Uhr geht es mit der Berichterstattung weiter. Wir wünschen unseren Lesern trotz aller Spannungen in der Welt eine gute Nacht!

  • 21:59 Uhr

    Sacharowa: Zwangsmobilisierung in Butscha soll Zeugen beseitigen

    Die ukrainischen Behörden schicken nach Angaben Russlands gezielt Einwohner aus Butscha an die Front, um Zeugen der Ereignisse von 2022 loszuwerden. Dies erklärt die Sprecherin des russischen Außenministeriums Maria Sacharowa.

    Sacharowa sagt laut der Nachrichtenagentur RIA Nowosti, das Kiewer Regime mobilisiere aktiv Menschen, "die über das Geschehen in der Stadt die Wahrheit erzählen können". Damit solle die reale Faktenlage verschleiert werden.

    "Gerade in Butscha führte das neonazistische Regime mit besonderer Vehemenz eine Zwangsmobilisierung durch. Wozu? Um die Zeugen jener Ereignisse in den sicheren Tod zu schicken."

    Diese Zeugen einer Inszenierung seien für die ukrainische Führung "ein Dorn im Auge". Kiew und europäische Staaten wüssten demnach über die Lage Bescheid, hielten die Informationen jedoch weiter zurück.

    Wie die Zeitung Wsgljad berichtet, hat ein gefangener ukrainischer Soldat zuvor den Befehl genannt, potenzielle Zeugen von Kriegsverbrechen zu eliminieren. Russlands Präsident Wladimir Putin erklärte, das Ziel der Provokation in Butscha sei gewesen, den Verzicht Kiews auf Friedensverhandlungen zu rechtfertigen. Dmitri Poljanski, der erste stellvertretende russische UN-Botschafter, schloss eine Veröffentlichung von Namenslisten der Todesopfer durch die ukrainische Seite aus.

  • 21:55 Uhr

    Medien: Trümmer mutmaßlich ukrainischer Drohne in Estland gefunden

    Im Norden Estlands sind erneut Trümmer mutmaßlich einer ukrainischen Drohne entdeckt worden. Die berichtet die Zeitung Postimees unter Berufung auf die estnische Sicherheitspolizei. Eine Kommunikationsvertreterin der Behörde teilte mit, in den vergangenen Tagen seien an der Küste der Region Lääne-Viru mehrere Drohnenteile gefunden worden, darunter auch in der Siedlung Turbuneeme.

    Nach Angaben der Behörde handelt es sich vermutlich um Überreste einer bereits zuvor abgestürzten Drohne, die durch den Wind an die Küste gespült worden seien. "Die gefundenen Trümmer stellen keine Gefahr für die Öffentlichkeit dar", heißt es weiter. Es bestehe zudem die Möglichkeit, dass weitere Teile entdeckt werden.

    Zuvor hat das estnische Außenministerium Kiew darauf hingewiesen, dass ukrainische Drohnen nicht in den estnischen Luftraum gelangen sollten.

  • 21:50 Uhr

    Fico: "Russland geht nur auf die Knie, um sich die Schuhe zuzubinden"

    Die Europäische Union wird Russland nach Ansicht des slowakischen Ministerpräsidenten Robert Fico nicht schwächen können. Entsprechende Versuche bezeichnet er als gescheiterte Strategie. Bei einem Treffen mit Studierenden erklärt Fico, die EU setze weiterhin auf eine Fortführung des Konflikts, anstatt Lösungen für Frieden vorzulegen. Hintergrund sei die Annahme, Russland durch die Unterstützung der Ukraine in die Knie zwingen zu können. Fico wörtlich:

    "Es gibt offenbar eine Strategie: Russland in die Knie zu zwingen. Ich halte das für falsch und glaube nicht, dass es funktioniert."

    Zugleich weist er auf eine aus seiner Sicht weitverbreitete Fehleinschätzung hin:

    "Jeden Tag lese ich in den Nachrichten, dass die Russen auf den Knien sind, aber sie sind es nicht. Die Russen sagen selbst: Wir gehen nur auf die Knie, um uns die Schuhe zuzubinden – nicht, weil es jemand von uns verlangt."

    Bereits Mitte Februar hat Fico gesagt, westliche Staaten, die den Konflikt weiter unterstützten, wollten nicht eingestehen, dass ihre Strategie ein Fehler gewesen sei.

  • 21:45 Uhr

    Medwedew: Russland holt bei Drohnentechnologien deutlich auf

    Russland hat nach eigenen Angaben seinen Rückstand im Bereich der Drohnentechnologien überwunden. Dies erklärt der stellvertretende Vorsitzende des russischen Sicherheitsrates Dmitri Medwedew bei einem Treffen mit einem Expertenrat.

    Seinen Worten zufolge zählt das Thema Drohnen heute zu den wichtigsten – nicht nur im Zusammenhang mit der militärischen Sonderoperation, sondern auch wegen seines Potenzials für die Entwicklung einer ganzen Industrie.

    "Um ehrlich zu sein, hat sich das bei uns lange nicht entwickelt. Ich erinnere mich noch gut aus meiner früheren Tätigkeit daran. Milde ausgedrückt, wir standen am Rande der technologischen Lösungen im Bereich unbemannter Luftfahrzeuge. Jetzt ist die Situation eine völlig andere."

    Er betont, die Entwicklung unbemannter Systeme zeige, wie militärische Technologien unter den aktuellen Bedingungen zur Entstehung neuer Industriezweige beitragen können. Als historisches Beispiel nennt Medwedew die Entwicklung der Atomindustrie, bei der die Schaffung von Kernwaffen den Anstoß für die zivile Nutzung der Kernenergie gab.

  • 21:40 Uhr

    Trump über Ukraine-Konflikt: "Bestimmte Dinge passieren" – Fokus auf Iran

    US-Präsident Donald Trump äußert sich am Donnerstag zur Lage rund um den Ukraine-Konflikt und verweist dabei auf laufende Entwicklungen. "Bestimmte Dinge passieren", sagt er mit Blick auf den Konflikt. Zugleich äußert er erneut die Hoffnung auf ein baldiges Ende des Krieges. Vor Journalisten sagt er:

    "Ich hoffe, dass das bald endet. Wir werden sehen, was passiert."

    Zugleich verweist Trump auf andere außenpolitische Schwerpunkte seiner Regierung. Im Mittelpunkt stehe derzeit insbesondere Iran.

    "Wir beschäftigen uns im Moment sehr stark mit Iran."

  • 21:35 Uhr

    Verletzter nach ukrainischem Artilleriebeschuss von Energodar

    Bei einem Artillerieangriff auf Energodar, die Satellitenstadt des Kernkraftwerks Saporoschje, ist ein Zivilist verletzt worden. Dies teilt der Bürgermeister der Stadt Maxim Puchow mit:

    "Heute wurde infolge eines weiteren Artilleriebeschusses durch die ukrainischen Streitkräfte ein 47-jähriger Mann verletzt."

    Der Verletzte wurde demnach ins Krankenhaus gebracht. Sein Zustand sei stabil und von mittlerer Schwere.

  • 21:22 Uhr

    Frontreporter: Europa bleibt Konfliktpartei und setzt auf Eskalation

    Europa wird seinen politischen Kurs nicht ändern und den Konflikt weiter verschärfen. Diese Einschätzung äußert der Militärkorrespondent Jewgeni Poddubny gegenüber der Nachrichtenagentur TASS.

    "Die Situation ändert sich nicht, und Europa ist in diesem Konflikt eine der Konfliktparteien. Es wird den Kurs der Eskalation fortsetzen."

    Poddubny macht europäische Staaten zudem mitverantwortlich für die Entwicklung des Konflikts. Die Ereignisse von 2014 auf dem Maidan und die darauffolgenden Schritte europäischer Länder hätten das Niveau der Konfrontation kontinuierlich erhöht. Nach seiner Darstellung nutzt Europa die Ukraine im Rahmen der Auseinandersetzung mit Russland auch als personelle Ressource.

    Zuvor hat das russische Verteidigungsministerium Angaben zu Standorten der ukrainischen Drohnenproduktion in Europa veröffentlicht. Demnach befinden sich entsprechende Betriebe in mehreren Ländern, darunter Großbritannien, Deutschland, Tschechien und Lettland.

  • 21:11 Uhr

    Belgien kündigt Militärhilfe für Ukraine in Höhe von 1,1 Milliarden Euro an

    Belgien hat ein weiteres Militärhilfepaket für die Ukraine angekündigt. Dies teilt NATO-Generalsekretär Mark Rutte auf einer Pressekonferenz in Prag mit:

    "Gestern war ich in Berlin bei einem Treffen der Kontaktgruppe zur Ukraine. Viele Verbündete haben Beiträge zur Unterstützung geleistet – Deutschland, die Niederlande … Belgien hat ein weiteres Paket in Höhe von 1,1 Milliarden Euro angekündigt."

  • 20:54 Uhr

    Selenskij meldet Drohnenabkommen mit den Niederlanden

    Der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij gibt die Unterzeichnung eines Abkommens mit den Niederlanden zur gemeinsamen Produktion von Drohnen bekannt. Es handele sich dabei um den ersten Schritt im Rahmen eines sogenannten "Drone Deal". Er sagt auf einer Pressekonferenz:

    "Wir haben soeben den ersten Schritt im Drone Deal unterzeichnet. Unsere Teams werden nun an den Details arbeiten, es wird weitere Dokumente geben. Auch das erste Dokument zur gemeinsamen Produktion in den Niederlanden wurde unterzeichnet."

    Laut dem russischen Verteidigungsministerium haben mehrere europäische Länder angesichts hoher Verluste und Personalmangels bei den ukrainischen Streitkräften beschlossen, die Drohnenproduktion für die Ukraine auszuweiten. Entsprechende Produktionsstätten und Gemeinschaftsprojekte befinden sich demnach unter anderem in Großbritannien, Deutschland, Dänemark, Lettland, Litauen, den Niederlanden, Polen und Tschechien.

    Die niederländische Verteidigungsministerin und Vizeministerpräsidentin Dilan Yeşilgöz-Zegerius erklärte später, dass ihr Land die Ukraine bei der Herstellung zweier Drohnentypen – Aufklärungs- und Kampfdrohnen – unterstützt.

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Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.