Liveticker Ukraine-Krieg: Ukraine plant Verschärfung der Mobilmachung

27.06.2026 21:00 Uhr
21:00 Uhr
Damit beenden wir für heute den Live-Ticker zur Lage im Ukraine-Konflikt. Morgen früh ab 7 Uhr geht es mit der Berichterstattung weiter. Wir wünschen unseren Lesern trotz aller Spannungen in der Welt eine gute Nacht!
20:59 Uhr
RT DE-Exklusiv: Drohnen, Logistik und Häuserkampf an der Konstantinowka-Front

Die Kämpfe um Konstantinowka dauern an, während russische Einheiten nach eigenen Angaben weiter vorrücken. RT-DE-Militärkorrespondent Iwan Poljanskij besuchte den Stützpunkt des Bataillons Nord-Achmad, das an den Operationen in dem Frontabschnitt beteiligt ist.
Das gesamte Video dazu finden Sie hier auf unserer Webseite.
20:26 Uhr
Ukraine plant Verschärfung der Mobilmachung
Ein Teil der vom Militärdienst freigestellten ukrainischen Bürger könnte bis zum Herbst ihre Freistellung verlieren. Wie das Nachrichtenportal Strana berichtet, hat das Wirtschaftsministerium der Ukraine eine Anordnung mit einer aktualisierten Liste von Kriterien veröffentlicht, nach denen Unternehmen als kritisch wichtig eingestuft werden können.
Demnach können nur diejenigen Unternehmen eine Freistellung ihrer Mitarbeiter beanspruchen, die ihren Mitarbeitern im Schnitt mindestens das Doppelte des landesweiten Durchschnittslohns zahlen. Zusätzlich konnten regionale Verwaltungen ihre eigenen Kriterien aufstellen, allerdings haben dies der Meldung zufolge nur wenige vor der ursprünglich vorgesehenen Frist, dem 10. Juni, getan. Strana betont, dass es damit zahlreiche Unternehmen aus Zeitgründen nicht schaffen werden, eine erneute Freistellung ihrer Mitarbeiter zu beantragen:
"Sobald sich ein Zeitfenster öffnet, in dem der alte Status nicht mehr gültig und der neue noch nicht erhalten ist, erlöschen alle Freistellungen automatisch, und Mitarbeiter können einberufen werden."
18:50 Uhr
Gebiet Brjansk: Weiterer Zivilist bei ukrainischem Drohnenangriff getötet
Im russischen Gebiet Brjansk ist ein Zivilist bei einem ukrainischen Drohnenangriff ums Leben gekommen. Jegor Kowaltschuk, das Oberhaupt der Region, berichtet dazu:
"Ukrainische Terroristen greifen erneut vorsätzlich Zivilisten an. Eine Kamikazedrohne hat ein Auto angegriffen, das neben einem Laden im Dorf Petrjaninka im Kreis Slynka geparkt war. Der Fahrer, ein Einheimischer, starb an Ort und Stelle. Seine Mitfahrerin wurde in ein Krankenhaus eingewiesen."
18:06 Uhr
Frau des ukrainischen Ex-Außenministers: Russischer Nuklearschlag würde Sieg Kiews bedeuten
Falls sich Russland entschließen sollte, die Ukraine mit Nuklearwaffen anzugreifen, würde dies bedeuten, dass Kiew "beinahe" gewonnen habe. Zu dieser sonderbaren Schlussfolgerung kommt Swetlana Pawelezkaja, die Frau des ehemaligen ukrainischen Außenministers Dmitri Kuleba. Die ukrainische Nachrichtenagentur UNIAN zitiert sie dazu:
"Das wird das letzte Instrument sei, das zum Einsatz kommt. Wenn es eingesetzt wird, ist die Wahrscheinlichkeit, dass 'Entscheidungszentren' angegriffen werden, nicht so groß. Und wenn es dazu kommt, wird es bedeuten, dass wir fast gewonnen haben."
Parallel dazu behauptet Kuleba, dass ein Nuklearangriff keine Garantie für eine Kapitulation Kiews sein werde.
Bisher waren Nuklearwaffen nur zweimal in der Geschichte eingesetzt worden, als die USA im August 1945 Atombomben auf die japanischen Städte Hiroshima und Nagasaki abgeworfen hatten. Entgegen Pawelezkajas Logik waren es nicht die USA, die rund einen Monat darauf kapitulierten.
16:48 Uhr
Zivilist bei Drohnenangriff in Makejewka getötet
In der Stadt Makejewka in der Volksrepublik Donezk ist ein Mann nach einem ukrainischen Drohnenangriff ums Leben gekommen. Julia Iwanowa, die amtierende Bürgermeisterin der Stadt, berichtet dazu:
"Heute morgen sind im Kreis Tscherwonogwardeiski Wrackteile von Drohnen abgestürzt. Leider gibt es einen Toten und eine Verwundete."
Iwanowa fügt hinzu, dass die verwundete Frau in ein Krankenhaus eingewiesen wurde und medizinisch versorgt werde.
15:48 Uhr
Hofreiter kritisiert EU-Pläne für wehrfähige Ukrainer
Der Vorsitzende des Europaausschusses im Bundestag, Anton Hofreiter, lehnt den Vorschlag der EU-Kommission ab, wehrfähigen Ukrainern nicht mehr wie allen anderen Flüchtlingen aus dem Land die pauschale Aufnahme zu gewähren. Den Brüsseler Plänen zufolge sollen sie künftig Asylanträge stellen müssen. Der Grünen-Politiker wird vom Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) mit den Worten zitiert:
"Ich halte die Entscheidung der EU-Kommission für falsch, denn ich kann das Dilemma der Ukraine zwar sehr gut verstehen. Und ich bin auch der Meinung, dass man sein Land, wenn es angegriffen wird, verteidigen sollte, aber ich stehe zum Recht auf Kriegsdienstverweigerung."
Es sollte niemand gezwungen werden, zur Waffe zu greifen, wer das mit seinem Gewissen nicht vereinbaren könne, so Hofreiter.
Die EU-Kommission will den vorübergehenden Schutz für Geflüchtete aus der Ukraine grundsätzlich bis zum 4. März 2028 verlängern. Künftig soll der Schutzstatus allerdings nicht mehr für Neuankommende gelten. Männer zwischen 23 und 60 Jahren unterliegen in der Ukraine einem Ausreiseverbot. Gelangen sie künftig dennoch in die Europäische Union, müssen sie einen Antrag auf Asyl stellen. Dieser hätte aber wenig Aussicht auf Erfolg.
15:07 Uhr
Zahl der Opfer nach Attacke auf Werk in Wolgograd steigt weiter an
Nach der ukrainischen Attacke auf ein Produktionswerk in der südrussischen Stadt Wolgograd haben die örtlichen Behörden die Zahl der Opfer nach oben korrigiert. Wie Gouverneur Andrei Botscharow auf Telegram schrieb, sei ein Mensch infolge des Angriffs ums Leben gekommen. Bei den Räumarbeiten sei ein Mitarbeiter des Betriebs tot aufgefunden worden. Ein weiterer Mensch gelte noch als vermisst. Der Politiker drückte den Angehörigen des Getöteten sein Beileid aus. Botscharow meldete zudem elf Verletzte. Eine Person schwebe in Lebensgefahr.
Zuvor hatte der Gouverneur zehn Verletzte gemeldet. Die Produktionsanlagen des Betriebs seien beschädigt worden. Es sei zu mehreren lokalen Bränden gekommen, die schnell gelöscht worden seien. Der Gegner habe "Hochgeschwindigkeitsflugobjekte" eingesetzt, schrieb Botscharow. Damit meinte er offenbar Marschflugkörper. Genauere Angaben zur Art des getroffenen Unternehmens machte er nicht.
Der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij bestätigte den Angriff. Ihm zufolge sei das Werk im Gebiet Wolgograd mit Flamingo-Raketen getroffen worden. Dem Politiker zufolge habe es sich um ein Rüstungswerk gehandelt.
14:40 Uhr
Ukrainische Drohne greift Kriegsgedenkstätte im südrussischen Gebiet Rostow an: zwölf Verletzte
Die Behörden des südrussischen Gebiets Rostow berichten über eine ukrainische Drohnenattacke auf ein Museumsgelände in der Nähe der Hafenstadt Taganrog am Asowschen Meer. Wie Gouverneur Juri Sljussar auf Telegram schreibt, sei das Informations- und Ausstellungszentrum der Kriegsgedenkstätte "Sambek-Höhen" getroffen worden. Obwohl die Ausstellung an sich heil geblieben sei, gebe es zwölf Verletzte. Zehn von ihnen seien ins Krankenhaus eingeliefert worden. Der Politiker betonte dabei:
"Die gegnerische Attacke auf die 'Sambek-Höhen' ist ein besonders zynischer Akt seitens der ukrainischen Streitkräfte. Der Feind hat das Wertvollste angegriffen – unser Denkmal, ein Volksmuseum, das auf Spenden von Menschen zum Gedenken an die Heldentat unserer Vorfahren, der sowjetischen Soldaten, die im Jahr 1943 die gegnerische Verteidigungslinie am Fluss Mius durchbrochen hatten, gegründet wurde. Dieser Ort ist jedem Einwohner des Gebiets Rostow besonders wert."
Die örtliche Staatsanwaltschaft leitete eine Untersuchung ein.
Nach Angaben der Nachrichtenagentur TASS fand am Samstag auf dem Gelände der Kriegsgedenkstätte eine Veranstaltung mit dem Titel "Flügel des Ruhmes" statt, die dem sowjetischen Flugzeugbauer Wladimir Petljakow gewidmet war. Auf dem Programm der Veranstaltung standen Meisterklassen, Quiz und Wettbewerbe für Kinder und Erwachsene.
14:09 Uhr
Mearsheimer: "Wir ignorieren Russlands rote Linien auf eigene Gefahr"

In einem Interview mit dem Podcast Deep Dive warnt der renommierte US-Politikwissenschaftler John J. Mearsheimer eindringlich vor einer gefährlichen Fehleinschätzung des Westens. Während viele glauben, man könne Russlands rote Linien ignorieren und Moskau durch militärischen Druck an den Verhandlungstisch zwingen, sieht Mearsheimer die Lage deutlich düsterer.
Das Video gibt es hier auf unserer Website zu sehen.
Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.
Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.

