Liveticker Ukraine-Krieg: Fjodorow kehrt nur als Verteidigungsminister in Selenskij-Regierung zurück

23.07.2026 22:00 Uhr
22:00 Uhr
Damit beenden wir für heute den Live-Ticker zur Lage im Ukraine-Konflikt. Morgen früh ab 7 Uhr geht es mit der Berichterstattung weiter. Wir wünschen unseren Lesern trotz aller Spannungen in der Welt eine gute Nacht!
21:28 Uhr
Fjodorow kehrt nur als Verteidigungsminister in Selenskij-Regierung zurück

Michail Fjodorow, der ehemalige Verteidigungsminister der Ukraine. Aufnahme vom 15. April 2026Urheberrechtlich geschützt Michail Fjodorow, der entlassene Verteidigungsminister der Ukraine, will nur sein früheres Amt wieder antreten. Andere Angebote lehnt er entschieden ab. Ukrainische Medien zitieren Fjodorow mit den Worten:
"Heute gibt es im Land nur drei Positionen, die neben den Soldaten auf dem Schlachtfeld tatsächlich den Verlauf des Krieges bestimmen. Es sind Präsident, Verteidigungsminister und Oberkommandierender. Deshalb werde ich keine andere Position als die des Verteidigungsministers annehmen."
Jedem anderen Amt fehle die Befugnis, Korruption bei der Beschaffung zu bekämpfen, die Transformation der Armee abzuschließen, neue Militäroperationen zu planen und durchzuführen sowie die Kultur der Lügen und der Verantwortungslosigkeit innerhalb des Systems auszumerzen, glaubt Fjodorow.
Vor Kurzem erklärte Präsident Wladimir Selenskij, er habe Fjodorow das Amt des Vizeministers für militärische Innovationen angeboten.
20:50 Uhr
Russische Flugabwehr zerstört mehr als 170 Drohnen der Ukraine
Einheiten der russischen Flugabwehr haben im Laufe des Tages 172 unbemannte Flugzeuge der Ukraine abgefangen und zerstört. Laut dem russischen Verteidigungsministerium wurden die Drohnen zwischen 8 und 20 Uhr Moskauer Zeit über neun Gebieten sowie über der Region Krasnodar, den Teilrepubliken Baschkortostan und Krim, dem Asowschen und Schwarzen Meer vom Himmel geholt.
20:18 Uhr
Rheinmetall steigert Pulverproduktion inmitten des Konflikts in der Ukraine um 50 Prozent

Armin Papperger, der Vorstandsvorsitzende des Konzerns Rheinmetall, bei der Grundsteinlegung für die Werkserweiterung in Aschau am Inn, 22. Juli 2026Uwe Lein / picture alliance via Getty Images Rheinmetall will die Schießpulverproduktion in seinem Werk bei München erhöhen, um den durch den Ukraine-Krieg verursachten Munitionsengpass abzudecken. Der Konzern baut jetzt sein bestehendes Werk zu einer der größten Pulverfabriken Europas aus und investiert dafür 350 Millionen Euro.
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19:24 Uhr
Selenskij: USA schlagen mehrere Optionen für Ende des Konfliktes vor

Der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij am 24. Feberuar 2026 in KiewLeon Neal / Gettyimages.ru Die USA haben mehrere Optionen zur Beendigung des Ukraine-Konflikts vorgeschlagen, erklärte Präsident Wladimir Selenskij auf einer Pressekonferenz mit dem irischen Premierminister Micheál Martin. Die Vorschläge habe Selenskij am 22. Juli nach dem Telefonat mit dem US-Sonderbeauftragten Steve Witkoff und dem Schwiegersohn des US-Präsidenten, Jared Kushner, erhalten.
Nächste Woche könnte Selenskij in die USA reisen, um die US-Initiativen zu erörtern. Washington werde die Vorschläge auch mit der russischen Seite besprechen. Ein trilaterales Treffen sei noch vor Herbst möglich.
18:53 Uhr
Erneut Verletzte nach ukrainischen Drohnenangriffen auf Gebiete Belgorod und Kursk
Ukrainische Drohnen haben Städte und Ortschaften im Gebiet Belgorod angegriffen. Laut den regionalen Behörden erlitten zwei Frauen und drei Männer Verletzungen.
Auch das Gebiet Kursk war ukrainischen Drohnenangriffen ausgesetzt. Laut Gouverneur Alexander Chinstein mussten drei Zivilisten in Krankenhäuser eingeliefert werden.
18:32 Uhr
Russland führt weitere Angriffe gegen Hafeninfrastruktur durch
Die russischen Streitkräfte haben im Laufe des Tages weitere Angriffe gegen im Interesse der ukrainischen Armee genutzte Häfen unternommen. Mit luftgestützten Hochpräzisionswaffen wurde die Infrastruktur im Hafen von Juschny getroffen. Die angegriffenen Objekte dienten der Ausladung und Lagerung von Treib- und Schmierstoffen zur Versorgung der ukrainischen Truppen.
18:02 Uhr
Selenskij hat Ex-Verteidigungsminister Fjodorow das Amt des Vizepremiers angeboten
Der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij hat dem Ex-Verteidigungsminister Michail Fjodorow einen Posten in der Regierung des Landes angeboten. Dies erklärte das Staatsoberhaupt auf einer Pressekonferenz mit dem irischen Premierminister Micheál Martin.
Es handele sich um das Amt des Vizepremiers für militärische Innovationen, erläuterte Selenskij. Die Position sieht tägliche Kommunikation mit dem Verteidigungsministerium, der Armeeführung und direkt mit dem Präsidenten der Ukraine vor.
Fjodorow hatte seinen Rücktritt am 15. Juli bekanntgegeben.
17:29 Uhr
Kallas: Neues EU-Sanktionspaket richtet sich gegen Raffinerien in Russland und Weißrussland
Das 21. Sanktionspaket der Europäischen Union umfasst Maßnahmen gegen mehrere Ölraffinerien in Russland und Weißrussland, schreibt EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas auf X (Twitter). Zudem werden Einschränkungen gegen mehr als ein Hundert Banken und Krypto-Betreiber und über 40 Schiffe der sogenannten Schattenflotte verhängt.
16:44 Uhr
Ermittlungskomitee: Mehr als 600 Zivilisten bei ukrainischem Kursk-Überfall ums Leben gekommen
Bei dem ukrainischen Überfall auf das Gebiet Kursk im August 2024 sind insgesamt 633 Zivilisten ums Leben gekommen, erklärt Alexander Bastrykin, der Vorsitzende des russischen Ermittlungskomitees, in einem Interview gegenüber TASS. Weiterhin wurden 516 Zivilisten verletzt, unter ihnen 25 Kinder. Fast 87.200 Menschen wurden als Betroffene identifiziert und befragt.
Gerichte in Russland verurteilten 431 ukrainische Kämpfer wegen Verbrechen im Zusammenhang mit dem Kursk-Überfall, führte Bastrykin aus.
Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.
Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.


