Liveticker Ukraine-Krieg: Russische Armee befreit drei weitere Ortschaften

30.09.2026 14:12 Uhr
14:12 Uhr
LVR: Zivilist getötet bei gezieltem Angriff auf Lkw
Nach Angaben von Leonid Passetschnik, dem Chef der Volksrepublik Lugansk, habe der Gegner gezielt einen Lkw ins Visier genommen. Leider sei der Fahrer seinen Verletzungen erlegen.
Innerhalb von 24 Stunden habe die ukrainische Armee Fahrzeuge, Wohnhäuser sowie zivile, kommunale und industrielle Objekte angegriffen, so Passetschnik.
Unter Einsatz von Luftabwehrsystemen und mobilen Feuergruppen seien rund 100 Luftziele über dem Gebiet der Republik abgeschossen worden.
13:50 Uhr
DVR-Chef Puschilin: Entscheidende Schlacht um Donbass findet gerade statt
An diesem Mittwoch jährt sich die Wiedervereinigung des Donbass mit Russland zum vierten Mal. Die entscheidenden Kämpfe um die Befreiung von Donbass fänden heute bei den Städten Slawjansk, Kramatorsk und Orechow statt, erklärt der Chef der Volksrepublik Donezk, Denis Puschilin, anlässlich des Jahrestages.
"Genau jetzt findet auf den Feldern bei Slawjansk, Kramatorsk und Orechow die entscheidende Schlacht um den Donbass statt. Im wahrsten Sinne des Wortes – ein Kampf um die Zukunft. Wir werden zweifellos siegen – wir werden unser Land zurückerobern, bis auf den letzten Meter."
Das Oberhaupt der DVR merkt an, dass die Bewohner der Republik "einen langen und beschwerlichen Weg" zurückgelegt hätten – von der Volksabstimmung am 11. Mai 2014 über die staatliche Autonomie bis zur Unterzeichnung des Vertrags über die Aufnahme der DVR in die Russische Föderation am 30. September 2022.
13:09 Uhr
Rada-Abgeordneter: Ukrainer müssen Druck auf Regierung ausüben und Frieden fordern
Die ukrainische Gesellschaft sollte Druck auf die Führung des Landes ausüben und sie dazu bewegen, einen Frieden zu erreichen. Diese Meinung vertritt der Rada-Abgeordnete Alexei Gontscharenko.
"Ich sehe den Ausweg darin, durch gesellschaftlichen Druck Frieden zu erreichen, gefolgt von Wahlen und radikalen politischen Veränderungen, sobald der Frieden erreicht ist. Ich weiß nicht, wie man sonst etwas ändern kann. Uns fehlen die Mittel. Tatsächlich können wir weder den Präsidenten austauschen noch Wahlen abhalten, solange die Feindseligkeiten andauern."
Ihm zufolge bestehe das Problem darin, dass die ukrainische Gesellschaft gespalten sei. 99,9 Prozent der Bevölkerung litten täglich unter dem Krieg, während zu den restlichen 0,1 Prozent die Menschen gehörten, "die vom Krieg profitieren und ihr Leben in vollen Zügen genießen", so Gontscharenko.
"Das Problem ist, dass genau diese 0,1 Prozent in der Führungsebene sitzen und Entscheidungen treffen." […] Es bedarf eines enormen Drucks seitens dieser 99,9 Prozent, um dringend Frieden zu erreichen und den Krieg zu beenden."
12:30 Uhr
Zu militärischen Zwecken genutzte Energieobjekte der Ukraine beschädigt
In der Nacht hätten die russischen Streitkräfte einen massiven Schlag mit bodengestützten Präzisionswaffen und Kampfdrohnen gegen militärische Ziele in der Ukraine geführt, berichtet das Verteidigungsministerium in Moskau am Morgen.
Folgende Objekte seien in Kiew und Umgebung getroffen worden:
- das Rechenzentrum De Novo, einer der wichtigsten Knotenpunkte für den Internet-Datenverkehr, der die Verarbeitung, Speicherung und Übertragung von Informationen für die ukrainischen Streitkräfte gewährleistet,
- das Umspannwerk Kiewskaja, das die Stromversorgung für Einrichtungen des militärisch-industriellen Komplexes in Kiew und der Region sicherstellt,
- das Wasserkraftwerk Kiewskaja, das Objekte der Rüstungsindustrie im nördlichen Teil des Gebiets Kiew versorgt,
- das Wärmekraftwerk Tripolskaja, das Objekte der Rüstungsindustrie im südlichen Teil des Gebiets Kiew mit Strom versorgt,
- ein Akkumulatorengebäude, das zur Speicherung von Elektrizität für den ununterbrochenen Betrieb militärischer Objekte in Kiew und der Umgebung genutzt wurde.
Im Gebiet Odessa habe das russische Militär einen Industrie- und Produktionskomplex im Hafen von Ismajil angegriffen, der für die Annahme, Lagerung und den Transport von Militärgütern sowie von Treibstoff für den Bedarf der ukrainischen Armee eingesetzt wurde.
Darüber hinaus sei ein Frachtschiff im nordwestlichen Teil des Schwarzen Meeres beschädigt worden, das militärische Güter sowie Güter mit doppeltem Verwendungszweck für die Streitkräfte der Ukraine zum Hafen von Odessa transportierte.
11:57 Uhr
Drohnenangriff auf Gebiet Brjansk: Mehrere Verletzte, darunter Studierende
Am Mittwoch hätten die ukrainischen Streitkräfte einen Angriff auf Zivilisten unternommen, wie der Interimsgouverneur des Gebiets Brjansk, Jegor Kowaltschuk, mitteilt. Die Drohnenattacke erfolgte auf die Stadt Trubtschewsk.
Zwölf Personen hätten dabei Verletzungen erlitten, darunter sieben Studierende. Einer der jungen Menschen befinde sich in kritischem Zustand, präzisiert Kowaltschuk.
"Alle Verletzten werden medizinisch versorgt und wurden ins Krankenhaus gebracht."
Weitere Einzelheiten über den Angriff gibt er nicht bekannt.
11:21 Uhr
Russische Armee befreit drei weitere Ortschaften

Stanislaw Krasilnikow / Sputnik In den vergangenen 24 Stunden habe das russische Militär drei Orte befreit, berichtet das Verteidigungsministerium in Moskau.
Im Zuge entschlossener Offensivhandlungen durch die Einheiten des Truppenverbands Nord seien die Siedlungen Schabelnoje im Gebiet Charkow und Tolstodubowo im Gebiet Sumy befreit worden.
Zudem seien die Soldaten des Truppenverbands Ost in die Tiefe der gegnerischen Verteidigung vorgerückt und hätten die Ortschaft Jegorowka im Gebiet Saporoschje befreit.
10:40 Uhr
Gebiet Kursk: Binnen 24 Stunden mehr als 80 ukrainische Drohnen abgeschossen
Nach Angaben von Alexander Chinstein, dem Gouverneur des Gebiets Kursk, seien binnen 24 Stunden 49 Geschosse auf die Region abgefeuert worden. Die Luftabwehrkräfte hätten 88 gegnerische Drohnen unterschiedlicher Typen eliminiert. Dreimal hätten die Drohnen das Gebiet durch den Abwurf von Sprengsätzen angegriffen, heißt es.
Chinstein meldet keine Opfer unter der Zivilbevölkerung.
Zu Schaden seien zwei Privathäuser, vier Autos und ein Energieobjekt gekommen.
09:57 Uhr
Vorstoß ukrainischer Sturmgruppen im Gebiet Saporoschje vereitelt
Panzerbesatzungen des russischen Truppenverbands Ost hätten vorrückende Sturmgruppen der ukrainischen Armee im Gebiet Saporoschje eliminiert. Dies teilt das russische Verteidigungsministerium mit.
"Piloten von Aufklärungsdrohnen haben die Bewegung von Sturmgruppen der ukrainischen Streitkräfte in Richtung der Stellungen von Einheiten des Verbandes Ost entdeckt. Die Kämpfer sind entlang von Waldstreifen vorgerückt und Geländeunebenheiten sowie die Vegetation für eine unbemerkte Annäherung genutzt. Nach der Entdeckung der vorrückenden Gruppen sind die Besatzungen der T-80BVM-Panzer in Feuerstellungen gefahren und dem gegnerischen Personal Verluste durch Beschuss zugefügt. Infolgedessen wurden die Sturmgruppen der ukrainischen Streitkräfte eliminiert."
Das Vorgehen der Panzerbesatzungen habe es ermöglicht, den Angriffsversuch des Gegners zu verhindern und damit die Stellungen des Verbandes zu schützen, merkt die Militärbehörde an.
09:19 Uhr
Gebiet Belgorod: Binnen 24 Stunden vier Verletzte
Nach Angaben des Gouverneurs des Gebietes Belgorod, Alexander Schuwajew, seien im Laufe des Tages infolge ukrainischer Angriffe vier Personen verletzt worden. Eine von ihnen sei in kritischem Zustand.
Insgesamt seien 18 Bezirke angegriffen worden, so Schuwajew weiter. Die ukrainischen Streitkräfte hätten das Gebiet fünfmal mit Artillerie und Mehrfachraketenwerfern beschossen. Zudem habe der Gegner einen Sprengsatz mittels einer Drohne abgeworfen.
In den vergangenen 24 Stunden seien insgesamt 119 Drohnen abgeschossen worden, fügt Schuwajew hinzu.
08:45 Uhr
Russische Luftabwehr zerstört in der Nacht fast 400 ukrainische Drohnen
In der Nacht zum Mittwoch haben die ukrainischen Streitkräfte Russland mit unbemannten Luftfahrzeugen angegriffen. Das Verteidigungsministerium in Moskau berichtet, dass die Luftabwehr insgesamt 384 ukrainische Starrflüglerdrohnen abgefangen habe.
Die gegnerischen Drohnen wurden demnach über den Gebieten Belgorod, Brjansk, Wolgograd, Woronesch, Kostroma, Kursk, Orjol, Pensa, Rostow, Rjasan, Samara, Saratow, Uljanowsk, den Regionen Moskau und Perm, den Teilrepubliken Baschkortostan, Krim und Tatarstan sowie den Gewässern des Schwarzen Meeres zerstört.
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Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.
