Liveticker Ukraine-Krieg – Medien: Selenskij warnt Verbündete vor russischer Offensive im Sommer

7.05.2026 09:09 Uhr
09:09 Uhr
Bloomberg: Selenskij äußert Sorge vor russischer Offensive im Sommer

Der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij und die Präsidentin der Europäischen Kommission, Ursula von der Leyen, nehmen am 4. Mai 2026 am 8. Gipfeltreffen der Europäischen Politischen Gemeinschaft in Erewan teil.Urheberrechtlich geschützt Der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij hat sich laut Bloomberg gegenüber westlichen Staats- und Regierungschefs besorgt über eine mögliche russische Offensive im Sommer geäußert. Gleichzeitig verschärfe sich demnach der Mangel an Waffen bei den ukrainischen Streitkräften. In dem Bericht heißt es:
"Nach Angaben mit den Gesprächen vertrauter Quellen teilte Selenskij seinen Verbündeten mit, dass er eine weitere russische Offensive in diesem Sommer erwartet."
Die wachsende Sorge Kiews sei laut Autor vor allem auf die eingeschränkten Möglichkeiten Europas zurückzuführen, die frühere militärische Unterstützung der USA vollständig zu ersetzen. Besonders kritisch sei die Lage bei Luftabwehrsystemen.
"Die Bestände an Flugabwehrraketen stehen unter noch größerem Druck, da die USA die Finanzierung der militärischen Unterstützung Kiews faktisch eingestellt haben. Europäische Raketensysteme werden auf absehbare Zeit nicht als tragfähige Alternative betrachtet. Nach Angaben von Quellen reicht ihre Zahl nicht aus, und allein können sie den Schutz des ukrainischen Himmels nicht gewährleisten."
Zuvor hatte das Magazin Foreign Policy unter Verweis auf einen nicht genannten Diplomaten berichtet, US-Vertreter gingen davon aus, dass die Ukraine ohne internationale Hilfe nur sehr kurze Zeit überleben könne. Auch europäische Diplomaten äußerten demnach Zweifel an künftigen Unterstützungsprogrammen. Zudem sende die Administration von Donald Trump "kaum ermutigende Signale" an Kiew.
08:38 Uhr
Ukrainischer Angriff auf Wohnviertel in Brjansk: 13 Verletzte, darunter ein Kind
Bei dem Angriff der Ukraine auf die Wohnhäuser in Brjansk sind nach Angaben des Gouverneurs des Gebiets, Alexander Bogomas, 13 Menschen verletzt worden, darunter ein Kind. Den Verletzten wurde demnach die notwendige medizinische Hilfe geleistet. Laut Bogomas wurden zudem zwei Mehrfamilienhäuser, mehr als 20 Wohnungen und 40 Fahrzeuge beschädigt.
08:18 Uhr
Verteidigungsministerium: 347 ukrainische Drohnen in der Nacht abgefangen
Nach Angaben des Verteidigungsministeriums haben die russischen Luftabwehrkräfte in der Nacht über mehreren Regionen Russlands sowie über dem Asowschen, Kaspischen und Schwarzen Meer 347 ukrainische Drohnen abgefangen und zerstört.
"In der vergangenen Nacht von 21:00 Uhr Moskauer Zeit am 6. Mai bis 07:00 Uhr am 7. Mai haben die diensthabenden Luftabwehrmittel 347 ukrainische Starrflüglerdrohnen über den Gebieten Belgorod, Brjansk, Wolgograd, Woronesch, Kaluga, Kursk, Lipezk, Nowgorod, Orjol, Pensa, Rostow, Rjasan, Smolensk, Tambow, Twer, Tula, Moskau, der Region Krasnodar, der Republik Adygeja, der Republik Kalmückien, der Republik Krim sowie über den Gewässern des Asowschen, Kaspischen und Schwarzen Meeres zerstört."
07:53 Uhr
Nach Drohnenangriff auf Rschew 350 Menschen evakuiert
Nach einem Drohnenangriff der ukrainischen Streitkräfte auf die Stadt Rschew im Gebiet Twer sind 350 Menschen, darunter 60 Kinder, evakuiert worden. Dies teilte Gouverneur Witali Koroljow auf der Plattform Max mit.
"Die Bewohner der Häuser – 350 Menschen, darunter 60 Kinder – wurden zügig evakuiert und in einem örtlichen Hotel untergebracht."
Spezialdienste hätten die Gebäude bereits auf Sicherheit überprüft. Anschließend sei entschieden worden, die Bewohner in ihre Wohnungen zurückkehren zu lassen. Zuvor hatte der Gouverneur berichtet, dass bei dem Angriff die Dachkonstruktion eines fünfstöckigen Wohnhauses beschädigt und in drei Wohnhäusern Fenster zerstört worden seien.07:30 Uhr
Saporoschje: Ukrainische Fraueneinheit trainiert auf Truppenübungsplatz
Wie Sicherheitskreise gegenüber der Nachrichtenagentur RIA Nowosti berichten, absolviert eine ausschließlich aus Frauen bestehende Einheit auf einem Truppenübungsplatz im von Kiew kontrollierten Teil des Gebiets Saporoschje eine Ausbildung. Ein Gesprächspartner erklärte der Agentur:
"Unsere Aufklärung hat die Anwesenheit von Soldatinnen festgestellt, die auf einem der Truppenübungsplätze im Gebiet Saporoschje ausgebildet werden."
Nach vorläufigen Angaben sollen alle Frauen in einer separaten Einheit dienen.
07:07 Uhr
Bloomberg: Umerow reist diese Woche zu Treffen mit Witkoff nach Miami

Der ukrainische Chefunterhändler Rustem Umerow.Urheberrechtlich geschützt Der ukrainische Chefunterhändler Rustem Umerow wird laut Bloomberg noch in dieser Woche nach Miami reisen, um sich mit dem US-Sondergesandten Steve Witkoff zu treffen. Die Agentur beruft sich dabei auf informierte Quellen.
"Der führende ukrainische Unterhändler Rustem Umerow wird voraussichtlich bereits diese Woche nach Miami reisen, um sich mit dem US-Sondergesandten Steve Witkoff zu treffen."
Details zu den Themen des Treffens wurden demnach nicht genannt. Auch ein Vertreter des Weißen Hauses wollte sich dazu nicht äußern.
6.05.2026 22:00 Uhr
22:00 Uhr
Damit beenden wir für heute den Live-Ticker zur Lage im Ukraine-Konflikt. Morgen früh ab 7 Uhr geht es mit der Berichterstattung weiter. Wir wünschen unseren Lesern trotz aller Spannungen in der Welt eine gute Nacht!
21:57 Uhr
Behörden melden Serie ukrainischer Angriffe auf Energodar
Das ukrainische Militär hat rund 20 Drohnenangriffe auf die Stadt Energodar geflogen, wo sich das AKW Saporoschje befindet. Dies gibt Gouverneur Jewgeni Balizki bekannt.
"Die zivile Infrastruktur und Fahrzeuge wurden erheblich beschädigt", teilt der Beamte mit. "Glücklicherweise gab es keine Verletzten unter den Einwohnern."
Laut dem Gouverneur seien die zuständigen Dienste vor Ort im Einsatz. Das Ausmaß des Sachschadens werde ermittelt. Es bestehe die Gefahr weiterer Drohnenattacken, warnt Balizki.
21:44 Uhr
Kiews Kämpfer prahlen mit Angriffen auf zivile Ziele in Russland
Ukrainische Nationalisten, die als Teil des 419. separaten Drohnenbataillons "Warta" im Gebiet Sumy kämpfen, rühmen sich damit, mit Billigung ihres Kommandos Angriffe auf Zivilisten und Infrastruktur im Grenzgebiet Kursk durchzuführen.
Die ukrainischen Kämpfer geben an, ihr Ziel sei die "Demoralisierung der Russen". Dies berichtet die Nachrichtenagentur RIA Nowosti unter Verweis auf eine Quelle aus den Sicherheitsbehörden Russlands.
21:23 Uhr
Moskau reagiert auf Kiewer Drohungen zum 9. Mai mit Note an Diplomaten
Das Außenministerium in Moskau ruft Länder und internationale Organisationen in einer Note dazu auf, Mitarbeiter ihrer diplomatischen Missionen und sonstige Staatsbürger aus Kiew zu evakuieren. Dies geht aus einer Stellungnahme der Behörde vom Mittwochabend (Moskauer Zeit) hervor.
Dies sei darauf zurückzuführen, dass ein Vergeltungsschlag der russischen Streitkräfte gegen Kiew, einschließlich der Entscheidungszentren, unvermeidlich sein würde, falls die Ukraine tatsächlich einen Terroranschlag gegen Moskau am Tag des Sieges verüben würde.
Wenn die EU-Länder glaubten, sie könnten die öffentlichen diesbezüglichen Drohungen des ukrainischen Präsidenten Wladimir Selenskij ignorieren, dann irrten sie sich gewaltig, heißt es in der Stellungnahme.
"Wir lassen uns nicht von Aggressionen leiten, sondern wir handeln aus einer Position der unausweichlichen Reaktion auf Aggression heraus."
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Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.

