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Liveticker Ukraine-Krieg – Moskau: Drei Frachter brennen vor Odessa

Russland führt gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine Militäroperation in der Ukraine durch. Der Westen reagiert mit immer neuen Waffenlieferungen an die Ukraine und beispiellosen Sanktionen gegen Russland. Lesen Sie hier die neuesten Entwicklungen.
Liveticker Ukraine-Krieg – Moskau: Drei Frachter brennen vor Odessa
  • 14.07.2026 19:00 Uhr

    19:00 Uhr

    Einzelheiten zu Angriffen auf Hafen von Odessa bekannt – drei Frachter getroffen

    Nach Angaben des russischen Verteidigungsministeriums wurden im Laufe des Tages drei weitere Trockenfrachter in der Reede des Hafens von Odessa von Kampfdrohnen getroffen. Laut Behörde waren die Schiffe im Auftrag der ukrainischen Streitkräfte im Einsatz. 

    Auf regionalen Telegramkanälen wurden Videos und Bilder mit brennenden Frachtern geteilt. 

    Ebenso wurde gemeldet, dass Entladeinfrastruktur für Treib- und Schmierstoffe sowie fünf Tanks mit Treib- und Schmierstoffen im Hafen von Juschny mit hochpräzisen luftgestützten Waffen getroffen wurden. Diese seien für die Versorgung der ukrainischen Streitkräfte bestimmt gewesen. 

  • 18:45 Uhr

    Sicherheitsgarantien ohne Moskau? Peskow nennt Kurs von Kanzler Merz "aussichtslos"

    Bundeskanzler Friedrich Merz hält weiterhin daran fest, dass Sicherheitsgarantien für die Ukraine nach einem Waffenstillstand allein von Kiew und seinen westlichen Partnern ausgestaltet werden – ohne ein Mitspracherecht Moskaus. Auf der Abschlusspressekonferenz der "Koalition der Willigen" in Paris betonte er am Montag diesen Kurs. Dabei verwies er auf die jüngst beim NATO-Gipfel in Ankara vereinbarten Finanzzusagen von jeweils über 70 Milliarden Euro für die Jahre 2026 und 2027.

    Der Sprecher des russischen Präsidenten, Dmitri Peskow, erteilte dieser Strategie am Dienstag eine klare Absage. Er bezeichnete das europäische Vorgehen als "aussichtslos", da eine stabile Friedensordnung zwingend alle Kernakteure einbinden müsse. Sollten die Europäer so weiterverfahren, schließe dies laut Peskow jede europäische Mitsprache beim eigentlichen, künftigen Friedensprozess kategorisch aus.

  • 18:35 Uhr

    Peskow über Pariser Ukraine-Gipfel: "Koalition der Irregeleiteten und Kriegstreiber"

    Bei einer Pressekonferenz in Moskau am Montag bezeichnete der Sprecher des russischen Präsidenten, Dmitri Peskow, die "Koalition der Willigen" als "Koalition der Irregeleiteten und Kriegstreiber" und fügte hinzu, dass Moskau deren Handlungen "sehr genau" verfolge.

    Der in Paris am gleichen Tag abgehaltene Ukraine-Gipfel der "Koalition der Willigen" vereinte die Regierungschefs Deutschlands, Frankreichs, Großbritanniens und der Ukraine.

  • 18:25 Uhr

    Ungarns Verteidigungsminister grenzt sich von Russland ab und kündigt Aufrüstung an

    Der neue ungarische Verteidigungsminister Romulusz Ruszin-Szendi verschärft den Kurs gegen Russland. Er erklärte am Dienstag während einer in Budapest stattfindenden Konferenz des Equilibrium-Instituts zu Sicherheit und Energie, Budapest werde "den Russen die Tür schließen", sollten sie versuchten, "durch die Hintertür" nach Ungarn einzudringen. Damit ist eine deutliche Verschärfung der Rhetorik von ungarischer Seite seit dem Regierungswechsel von Viktor Orbán zu Péter Magyar zu verzeichnen.

    Zur Strategie der neuen Regierung gehöre es, so Ruszin-Szendi weiter, das Vertrauen zu den NATO-Verbündeten wiederaufzubauen. Deshalb habe sich die Regierung Magyar auch bei den Finnen für die lange Verzögerung der Genehmigung ihres NATO-Beitritts durch Ministerpräsident Orbán entschuldigt.

    Verteidigungsminister Ruszin-Szendi versprach außerdem, dass Ungarn bis zum Jahr 2035 das NATO-Ziel von jährlich fünf Prozent des BIP einhalten werde, auch wenn derzeit Bildung und Gesundheitswesen für die neue Regierung Vorrang hätten. Als weiteres Ziel seiner Amtsführung nannte Ruszin-Szendi den Abschluss von Entwicklungsabkommen mit mehreren europäischen Rüstungsunternehmen sowie die Eröffnung militärischer Produktionsstätten in Ungarn.

  • 18:00 Uhr

    Frankreichs Nationalfeiertag im Zeichen der Ukraine: Letzte Bastille-Parade für Macron

    Frankreich hat am Dienstag seinen Nationalfeiertag, den 14. Juli, mit der traditionellen Militärparade auf den Champs-Élysées gefeiert. Präsident Emmanuel Macron ließ die Parade in seiner Amtszeit zum letzten Mal abhalten. Anlässlich des Jahrestags des Sturms auf die Bastille empfing er rund 30 internationale Staats- und Regierungschefs in Paris, darunter auch den ukrainischen Präsidenten Wladimir Selenskij.

    Truppen der sogenannten "Koalition der Willigen" sowie Kampfflugzeuge aus mehreren europäischen Staaten nahmen an der Parade teil. Erstmals marschierten auch ukrainische Soldaten bei der Bastille-Parade mit. Die Kunstflugstaffel "Patrouille de France" eröffnete die Flugschau gemeinsam mit zwei Mirage-2000B-Jets. Dabei flogen französische Piloten gemeinsam mit ukrainischen Piloten, die zuvor in Frankreich ausgebildet worden waren.

  • 17:50 Uhr

    Stromausfälle in Sewastopol und auf der Krim

    Nach den nächtlichen Angriffen der Ukraine bleibt Sewastopol stundenlang ohne Strom. Laut den örtlichen Behörden gibt es vorerst nur noch für zwei Stunden Strom, gefolgt von sechsstündigen Ausfällen.

    Der Gouverneur von Sewastopol, Sergei Raswoschajew, erklärt diesbezüglich, dass ein Team von Fachleuten aktuell dabei sei, das Netzwerk umzustellen und alle verfügbaren Reserven einzusetzen. In der Zwischenzeit ruft er Einwohner und Unternehmen dazu auf, ihren Stromverbrauch möglichst zu reduzieren und auf energieintensive Geräte zu verzichten. Die Behörden hoffen, die Dauer der Stromausfälle gegen Abend verkürzen zu können.

    Energieobjekte auf der ganzen Halbinsel Krim sind auch weiterhin ukrainischen Angriffen ausgesetzt. Laut dem regionalen Versorger werden Stromausfälle in mehreren Städten und Kreisen verzeichnet.

  • 17:30 Uhr

    Lawrow: Europa will Vereinbarungen zwischen Russland und den USA untergraben

    Europa strebt danach, die Vereinbarungen zwischen Russland und den USA zur Lösung des Ukraine-Konflikts zu untergraben. Davon ist der russische Außenminister Sergei Lawrow überzeugt. Bei der Pressekonferenz nach einem Treffen mit seinem tschadischen Amtskollegen Abdoulaye Sabre Fadoul erklärte Lawrow:

    "Wir haben unseren Kollegen [aus Tschad] unsere Einschätzungen zu den jüngsten Ereignissen im Zusammenhang mit der Ukraine-Krise mitgeteilt, zu den jüngsten Manövern der Europäer, mit denen sie versuchen, die bestehenden Vereinbarungen zwischen der Russischen Föderation und den Vereinigten Staaten zu untergraben."

  • 17:16 Uhr

    Mehrere Verletzte nach ukrainischen Angriffen auf LVR

    Die ukrainischen Streitkräfte haben die Lugansker Volksrepublik (LVR) erneut unter Beschuss genommen. In Lugansk trafen Kiews Truppen einen Lkw. Der 49-jährige Fahrer wurde schwer verletzt, teilt der Chef der Region, Leonid Passetschnik, mit. Ein 73-jähriger Mann sei zudem bei einem Drohnenangriff auf die Stadt Rubeschnoje verwundet worden.

    Außerdem griff der Gegner einen Parkplatz in Lugansk an, fügt Passetschnik hinzu. Dabei wurden mehrere Lkw beschädigt, ein Brand brach aus. Eine Einheit des Katastrophenschutzes war vor Ort im Einsatz, als die Ukraine den Parkplatz erneut attackierte. Im Ergebnis seien mehrere Feuerwehrleute verletzt worden, so der Leiter der LVR.

  • 17:10 Uhr

    Chersons Gouverneur gibt Opferbilanz der letzten 24 Stunden bekannt – zwei Tote

    Wladimir Saldo, der Gouverneur des am Dnjepr gelegenen Gebietes Cherson, hat auf seinem Telegram-Kanal die Opferzahlen der vergangenen 24 Stunden bekannt gegeben. Demnach kamen durch Angriffe der Truppen des Selenskij-Regimes zwei Zivilisten ums Leben. Fünf Menschen erlitten Verletzungen.

    Die tödlichen Attacken fanden in Nischnije Serogosy und in Kachowka statt. Beide Male führten Drohnenangriffe zum Tode der angegriffenen Zivilisten – eines 1950 und eines 1976 geborenen Mannes.

    Verletzte gab es unter anderem in Aljoschki. Auch sie wurden Opfer von Drohnenangriffen, überlebten jedoch und kamen ins Krankenhaus. Weitere Drohnenattacken mit Verwundeten fanden in Nowaja Sburjewka und Askanija-Nowa statt. Darüber hinaus waren Schäden an Infrastruktur und Gebäuden zu verzeichnen.

  • 16:58 Uhr

    Ukrainische Soldaten marschieren auf der Avenue des Champs Élysées

    Frankreich begeht heute seinen Nationalfeiertag anlässlich des 237. Jahrestages der Erstürmung der Bastille mit einer großen Militärparade auf den Champs Élysées. Auch Regierungsvertreter der sogenannten "Koalition der Willigen" wie Bundeskanzler Friedrich Merz waren als Zuschauer geladen.

    Unter den Truppen, die vor den Ehrengästen defilierten, waren zum ersten Mal auch ukrainische Soldaten. Aufnahmen zeigen ein kleines Kontinent von zwanzig ukrainischen Militärangehörigen, die mit der blau-gelben Flagge marschieren. Offensichtlich wollte Präsident Macron ein Zeichen der Verbundenheit der Europäer mit dem Selenskij-Regime setzen und wählte den französischen Nationalfeiertag als symbolträchtiges Datum dafür.

    Die Ukrainer marschierten am Ende des Zugs unter dem Applaus der Zuschauer. Bereits zuvor waren Truppen verschiedener anderer Länder der "Koalition der Willigen" aufgetreten, ebenso wie ein multinationales NATO-Korps, das in Estland stationiert ist.

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Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.