Liveticker Ukraine-Krieg: Putin ordnet dreitägige Aussetzung der Angriffe auf Kiew an

5.09.2026 17:00 Uhr
17:00 Uhr
Die Ukraine wollte Russlands Taktik auf dem Schlachtfeld kopieren – und tappte in eine Falle

Hinter Wladimir Selenskijs Behauptungen über "befreite" Gebiete im Gebiet Saporoschje verbergen sich eine gescheiterte Operation, im Stich gelassene Sturmtruppen und eine zunehmend instabile Südfront.
Mehr dazu in dieser Analyse von Sergei Poletajew.16:46 Uhr
Medien: Ukrainische Flüchtlinge verlassen Polen und ziehen nach Deutschland und Tschechien
Die Zahl der Ukrainer mit vorübergehendem Schutz in Polen geht weiter zurück. Ein Teil der Flüchtlinge verlässt das Land und zieht insbesondere nach Deutschland und Tschechien, berichtet der Radiosender RMF FM.
Allein im Juli sank die Zahl der Ukrainer mit diesem Status in Polen um rund 8.100 auf 953.100. Im Juni war ihre Zahl bereits um rund 6.300 zurückgegangen.
Deutschland bleibt das EU-Land mit den meisten Ukrainern unter vorübergehendem Schutz. Im Juni lebten dort rund 1,29 Millionen ukrainische Staatsbürger.
In Tschechien waren es Ende Juni etwa 381.000. Auch Spanien (rund 272.300), Rumänien (219.400) und die Slowakei (etwa 149.000) beherbergen zahlreiche ukrainische Flüchtlinge.
16:25 Uhr
Ukrainische Soldaten hinterlassen verminten Erste-Hilfe-Kasten bei Gefallenem
Im Gebiet Saporoschje haben ukrainische Soldaten einen mit einem Sprengsatz präparierten Erste-Hilfe-Kasten neben dem Leichnam eines gefallenen Kameraden zurückgelassen. Dies berichtete ein Schütze des russischen Truppenverbands Ost mit dem Rufnamen Socha gegenüber RIA Nowosti.
Russische Soldaten entdeckten den Leichnam beim Vorrücken durch einen Waldstreifen. Der daneben liegende Erste-Hilfe-Kasten ausländischer Produktion kam ihnen verdächtig vor.
"Wir sahen einen gefallenen Soldaten. Bei ihm lag eine Erste-Hilfe-Tasche, eine NATO-Tasche. Man konnte direkt sehen, dass sie von der NATO war. Etwas kam uns verdächtig vor. Unser Mann untersuchte sie und stellte fest, dass darin der Mechanismus eines Sprengsatzes angebracht war."
Nach seinen Angaben entschärfte ein russischer Soldat den Sprengsatz.
"Sie haben die Leiche ihres Kameraden als Köder benutzt. Sie greifen zu allen möglichen Tricks und schonen ihre eigenen Soldaten nicht."
16:06 Uhr
Witkoff und Kushner nach Geschäftsessen auf dem Weg in den Kreml

Der Sonderbeauftragte des russischen Präsidenten, Kirill Dmitrijew, mit den US-Gesandten Steve Witkoff und Jared Kushner vor einem Geschäftsessen.RT Der US-Sondergesandte Steve Witkoff und Jared Kushner, Schwiegersohn von US-Präsident Donald Trump, werden nach einem Geschäftsessen in den Kreml fahren. Dies erklärte der amtierende US-Geschäftsträger in Russland, Douglas Dykhouse.
Zuvor hatte ein Korrespondent von RIA Nowosti berichtet, dass Witkoff und Kushner gemeinsam mit dem russischen Sonderbeauftragten Kirill Dmitrijew in einem Moskauer Restaurant zu Mittag essen.
Das Flugzeug mit Witkoff und Kushner war am Samstag um 12:52 Uhr Moskauer Zeit auf dem Flughafen Wnukowo gelandet. US-Präsident Donald Trump hatte erklärt, seine Vertreter würden bei ihrem Besuch in Moskau Vorschläge zur Beendigung des Ukraine-Konflikts vorlegen.
15:40 Uhr
Russland meldet Angriffe auf Metallurgiewerke und Drohnenfabrik in Dnjepropetrowsk
Bei einem nächtlichen Angriff sind Anlagen des Metallurgiekombinats "Kametstal" in Kamenskoje (bis 2016 Dnjeprodserschinsk) im Gebiet Dnjepropetrowsk erheblich beschädigt worden. Dies berichtet das ukrainische Portal Strana.ua.
Das russische Verteidigungsministerium erklärte am 5. September, russische Streitkräfte hätten in der Nacht mit Präzisionswaffen und Kampfdrohnen einen Gruppenangriff auf Metallurgiebetriebe im Gebiet Dnjepropetrowsk durchgeführt. Demnach wurde neben "Kametstal" auch das "Dnjepr-Metallurgiewerk" in Dnjepropetrowsk angegriffen. Nach Angaben des Ministeriums liefern beide Betriebe Erzeugnisse für den ukrainischen militärisch-industriellen Komplex.
Darüber hinaus meldete das Ministerium einen Angriff mit "Geran"-Drohnen auf ein Werk in Dnjepropetrowsk, das Drohnen für die ukrainischen Streitkräfte produziert. Diese seien für Angriffe auf russisches Gebiet eingesetzt worden. Auf den in Echtzeit aufgenommenen Aufnahmen der objektiven Kontrolle sei ein großflächiger Brand auf dem Industriegelände zu sehen gewesen.
15:22 Uhr
Botschafter: Westen versuchte bereits in den 1990er-Jahren, Ukraine von Russland zu entfernen
Laut dem russischen Botschafter in Deutschland, Sergei Netschajew, hätten westliche Staaten bereits in den 1990er-Jahren versucht, die Ukraine von Russland zu entfernen und sie zu einem antirussischen Bollwerk zu machen. Dies erklärte er im Podcast Ungeskriptet von Ben Berndt.
Auf die Frage nach den Ursprüngen des Ukraine-Konflikts sagte der Diplomat, dieser habe nach dem Zerfall der Sowjetunion begonnen. Damals sei gezielt daran gearbeitet worden, die Ukraine politisch gegen Russland auszurichten. Führende Politiker hätten zudem eine nationalistische Rhetorik genutzt, die letztlich zu Erscheinungsformen des Neonazismus in der Ukraine geführt habe.
"Das ist wirklich sehr bedauerlich, denn wir lehnen die nationalsozialistische Ideologie völlig ab. Sie wissen: Der Nationalsozialismus ist für uns in jeder Erscheinungsform und in jeder Form absolut inakzeptabel."
14:55 Uhr
"Wir wollen keinen Krieg gegen Deutschland" – Netschajew im Gespräch mit Ben Berndt

Der russische Botschafter in Deutschland, Sergei Netschajew, äußerte sich in einem Gespräch mit dem Podcaster Ben Berndt zur wachsenden Konfrontation zwischen Russland und der NATO. Russland sieht sich in der heutigen Situation faktisch der NATO gegenüber.
Netschajew hoffe auf die Vernunft westlicher Politiker. Er betonte jedoch, Russlands Geduld sei nicht grenzenlos, und verwies auf die russische Nukleardoktrin.
Zugleich erklärte Netschajew, Russland wolle keinen Krieg mit der NATO oder Deutschland. Er wies die Vorstellung zurück, Russland habe ein Interesse daran, die deutsche Bevölkerung oder Regierung zu provozieren.
Ein Video dazu gibt es hier auf unserer Webseite.
14:30 Uhr
Putin ordnet dreitägige Aussetzung der Angriffe auf Kiew an
Der russische Präsident Wladimir Putin hat angeordnet, die Angriffe auf Kiew für drei Tage auszusetzen. Dies teilte Kremlsprecher Dmitri Peskow mit:
"Das hängt mit der Vorbereitung und Durchführung von Kontakten der Amerikaner in Kiew zusammen."
Am Samstag empfängt Putin den US-Sondergesandten Steve Witkoff und Donald Trumps Schwiegersohn Jared Kushner, die bereits in Moskau eingetroffen sind. Peskow verwies zudem auf Trumps Aussage, wonach es bei den Gesprächen nicht um neue Ideen zur Beilegung des Ukraine-Konflikts gehe. Er rief dazu auf, keine Prognosen abzugeben und das Treffen abzuwarten.
Am Vortag hatte Trump noch erklärt, seine Gesandten würden bei ihrem Besuch in Moskau einen Vorschlag zur Beendigung des Ukraine-Konflikts vorlegen. Details nannte er nicht.
14:06 Uhr
Ein Toter und zwei Verletzte bei ukrainischen Attacken auf Gebiet Saporoschje
Gouverneur Jewgeni Balizki wirft den ukrainischen Streitkräften anhaltende gezielte Angriffe auf Zivilisten und zivile Objekte im von Russland kontrollierten Teil des Gebiets Saporoschje vor. Auf der Plattform Telegram teilt der Politiker mit, bei den Attacken aus der Ukraine sei in den vergangenen 24 Stunden ein Mensch ums Leben gekommen. Bei dem Opfer handele es sich um einen Autofahrer, den eine ukrainische Drohne in der Nähe der Siedlung Wischnjowoje getötet habe. Bei den Angriffen auf den Bezirk Tokmak seien zwei Einwohner im Alter von 66 und 80 Jahren verletzt worden.
Balizki berichtet außerdem über drei Attacken auf zivile Lastwagen in verschiedenen Bezirken der Region sowie auf ein Café in der Stadt Energodar. Der Gouverneur meldet bei diesen Angriffen keine Opfer.
13:39 Uhr
US-Gesandte Witkoff und Kushner in Moskau eingetroffen
Die US-Sondergesandten Steve Witkoff und Jared Kushner sind am Samstag in der russischen Hauptstadt Moskau eingetroffen. Ein von russischen Medien verbreitetes Video zeigte einen Konvoi auf dem Weg vom Flughafen in die Stadt. Kirill Dmitrijew, Berater des russischen Präsidenten Wladimir Putin, veröffentlichte auf der Plattform X zwei Fotos, die ihn mit Witkoff und Kushner am Flughafen zeigten.
Welcome to Moscow Peacemakers @SteveWitkoff and @jaredkushner! 🕊️https://t.co/RAQt2CebVhpic.twitter.com/nrzs3mGnGw
— Kirill Dmitriev (@kadmitriev) September 5, 2026Dmitrijew war mit den beiden bereits in der Vergangenheit mehrfach zusammengekommen, unter anderem im US-Bundesstaat Florida.
Am Sonntag werden die US-Unterhändler in der Ukraine erwartet. Es wäre ihr erster Aufenthalt in der ukrainischen Hauptstadt Kiew.
Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.
Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.


