Liveticker Ukraine-Krieg – Medwedew: Russland will jahrzehntelangen Frieden

19.02.2026 14:39 Uhr
14:39 Uhr
Kiews Truppen attackieren Gebiet Belgorod mit Dutzenden von Drohnen
Ukrainische Truppen haben im Laufe des Tages mehr als 70 Drohnen und knapp 30 Artilleriegeschosse auf Orte und Städte im Gebiet Belgorod abgefeuert. Die regionalen Behörden melden einen Verletzten. Nach dem gestrigen Drohnenangriff auf den Ort Meschkowoje im Kreis Schebekino stieg die Zahl der Verletzten auf vier.
14:05 Uhr
Medwedew: Russland will jahrzehntelangen Frieden

Dmitri Medwedew am 11. Februar 2026 in MoskauJekaterina Schtukina / Sputnik Das Ziel der militärischen Sonderoperation besteht darin, Frieden, Stabilität und die ruhige Entwicklung Russlands für die kommenden Jahrzehnte zu gewährleisten. Dies erklärt Dmitri Medwedew, der stellvertretende Vorsitzende des russischen Sicherheitsrates, während seiner Dienstreise im Gebiet Swerdlowsk. Der Beamte äußert sich zuversichtlich, dass die Sonderoperation zu Ende gebracht wird.
Zudem bezeichnet Medwedew in einem Beitrag auf X den ukrainischen Präsidenten Wladimir Selenskij als "nützlichen Idioten". Je länger er an der Macht sei, desto kleiner werde die Ukraine.
13:20 Uhr
Gebiet Brjansk: Flugabwehr schießt mehr als 160 Drohnen an einem Tag ab
Einheiten der russischen Flugabwehr haben innerhalb der vergangenen 24 Stunden insgesamt 163 gegnerische Drohnen über dem Gebiet Brjansk zerstört. Dies teilt Gouverneur Alexander Bogomas auf Telegram mit.
12:51 Uhr
Frontbericht des russischen Verteidigungsministeriums
Laut dem täglichen Bericht des russischen Verteidigungsministeriums zur Lage im Ukraine-Konflikt haben Kiews Truppen innerhalb der vergangenen 24 Stunden bis zu 1.265 Soldaten verloren. Die russische Armee zerstörte folgende Waffen und Ausrüstungsgegenstände des Gegners:
- einen Panzer,
- 13 gepanzerte Kampffahrzeuge,
- 67 Kraftfahrzeuge,
- 13 Artilleriegeschütze,
- zwei Mehrfachraketenwerfer,
- drei Anlagen der elektronischen Kampfführung,
- ein Artillerieaufklärungsradar,
- vier Munitions- und sechs Ausrüstungslager.
Einheiten der russischen Luftstreitkräfte, Raketen- und Artillerietruppen sowie Drohnenbediener trafen ein Lager mit Treibstoff, Objekte der Energieinfrastruktur, die für gegnerische Truppen betrieben werden, sowie Stationierungsorte ukrainischer Soldaten und ausländischer Söldner in 156 Bezirken. Die Flugabwehr schoss zwei Gleitbomben, zehn HIMARS-Raketen und 301 unbemannte Flugzeuge ab.
12:15 Uhr
TASS: Nächste Verhandlungsrunde könnte wieder in Genf stattfinden
Die nächste Verhandlungsrunde zur Ukraine könnte erneut in Genf stattfinden, berichtet die Nachrichtenagentur TASS unter Verweis auf eine Quelle. Der Gesprächspartner der Agentur erklärte:
"Alle könnten wieder nach Genf fliegen. Die Schweizer sind nicht dagegen, alle anderen sind mit dieser Option auch zufrieden."
Die Verhandlungen zwischen den Delegationen Russlands, der USA und der Ukraine hatten zuvor am 17. und 18. Februar in Genf stattgefunden. Wladimir Medinski, der Leiter der russischen Delegation, bezeichnete sie als "schwierig, aber sachlich", und fügte hinzu, dass in nächster Zeit ein erneutes Treffen zur Beilegung des Konflikts stattfinden werde.
11:34 Uhr
Region Krasnodar: Ölraffinerie-Brand gelöscht
Feuerwehrkräfte haben den Brand in der Ölraffinerie im Ort Ilski in der russischen Region Krasnodar gelöscht. Nach Angaben des regionalen Krisenstabs wurde das offene Feuer bereits am späten Mittwochabend unter Kontrolle gebracht und am frühen Donnerstagmorgen vollständig gelöscht.
Der Brand auf einer Fläche von rund 700 Quadratmetern war durch einen ukrainischen Drohnenangriff am 17. Februar ausgelöst worden. An den Löscharbeiten waren 72 Einsatzkräfte und 21 Feuerwehrfahrzeuge beteiligt.
10:57 Uhr
Russlands Vize-Außenminister: Europa will Frieden im Ukraine-Konflikt verhindern
Europas Politik zielt darauf hinab, den Konflikt in der Ukraine in die Länge zu ziehen und eine Friedensvereinbarung möglichst zu vereiteln, sagt Russlands stellvertretender Außenminister, Alexander Gruschko. Der Diplomat bezog sich dabei auf die Äußerung des Vorsitzenden der Münchner Sicherheitskonferenz Wolfgang Ischinger, wonach eine möglichst lange Fortsetzung des Ukraine-Konflikts im Interesse des Westens sei, weil sich Europa so lange in Sicherheit fühlen könne. Gruschko erklärte in einem Gespräch mit Journalisten:
"Wir beobachten jene Äußerungen, die Europäer in Bezug auf die Verhandlungen machen. Heute zeugt alles davon, dass ihre Realpolitik darin besteht, den Konflikt maximal in die Länge zu ziehen, um das Erreichen eines Friedensvertrags zu verhindern oder möglichst zu erschweren."
Im Hinblick auf Ischingers Aussage fügte Gruschko hinzu:
"Wenn das die Herangehensweise der Europäer ist, und es gibt keinen Grund zur Annahme, dass sie anders ist, stellt sich eine große Frage nach ihrer möglichen Rolle und ihrem Beitrag zum Friedensprozess."
10:25 Uhr
Ex-Bundespräsident Gauck besteht auf Taurus-Lieferung an Kiew
Joachim Gauck hält es für einen Fehler, dass Deutschland der Ukraine keine Taurus-Marschflugkörper geliefert hat. Im Interview für die ARD-Sendung Maischberger meint der ehemalige Bundespräsident, "man sehe den Aggressor mit all seinen Waffen, während das angegriffene Opfer so behandelt werde, als gefährde es den Frieden".
Bislang hatte Berlin die wiederholte Bitte Kiews um eine Taurus-Lieferung abgelehnt. Ex-Bundeskanzler Olaf Scholz verwies dabei auf das Risiko einer Eskalation.
09:42 Uhr
Brasilianischer Söldner in Kiew zu Tode geschlagen
Ein Söldner aus Brasilien ist in einem Quartier der ukrainischen Fremdenlegion in Kiew zu Tode geschlagen worden, berichtet die Zeitung Kyiv Independent. In einer entsprechenden Meldung heißt es dazu:
"Ein 28-jähriger Rekrut aus Brasilien starb nach einer brutalen Bestrafung in einer Einheit, die regelmäßig Disziplinierungspraktiken anwendet, die von Zeugen und Opfern als Folter beschrieben werden."
Dem Bericht zufolge handelt es sich bei dem Toten um Bruno Gabriel Leal da Silva, der ohne vorherige Kampferfahrung versuchte, sich bei der Einheit Advanced Company der sogenannten ukrainischen Fremdenlegion zu verpflichten, die ebenfalls von einem Brasilianer, Leanderson Paulino, kommandiert wird. Quellen der Zeitung werfen Paulino Folter von Untergebenen vor.
Da Silvas Bekannte berichteten gegenüber Kyiv Independent unter Bedingung der Anonymität, dass der Mann in der Nacht auf den 29. Dezember 2025 gefoltert und getötet worden sei. Er habe noch keinen Vertrag mit den ukrainischen Streitkräften unterzeichnet und sei noch als Kandidat vor Ort gewesen. Vier Tage vor seinem Tod soll da Silva ein Schreiben an das brasilianische Konsulat in der Ukraine geschickt haben, in dem er über die brutale Behandlung durch seine Vorgesetzten klagte sowie darüber, dass ihm der Pass abgenommen wurde.
08:58 Uhr
Gebiet Brjansk: Gouverneur meldet Verletzte nach ukrainischem Drohnenangriff
Nach dem nächtlichen Drohnenangriff auf das Gebiet Brjansk sind zwei Zivilisten verletzt worden, teilt Gouverneur Alexander Bogomas auf Telegram mit. Nach seinen Angaben ereignete sich der Unfall im Ort Lopusch im Bezirk Wygonitschi. Die Verletzten wurden ins Krankenhaus eingeliefert. Zudem verzeichneten die Behörden Schäden an fünf Wohnhäusern und zwei Autos, fügte Bogomas hinzu.
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Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.
