Liveticker Ukraine-Krieg: UN-Sicherheitsrat tritt Montag zu Dringlichkeitssitzung zusammen

10.01.2026 11:05 Uhr
11:05 Uhr
IAEA fordert Feuerpause am AKW Saporoschje
Die Internationale Atomenergie-Organisation (IAEA) verhandelt mit Russland und der Ukraine über eine zeitlich begrenzte Feuerpause am AKW Saporoschje. Hintergrund ist die Reparatur einer Stromleitung. Bei Kämpfen am 2. Januar sei die letzte 330-Kilovolt-Notfallleitung beschädigt worden, teilt IAEA-Generaldirektor Rafael Grossi mit. Das AKW werde derzeit nur über die 750-Kilovolt-Hauptleitung mit Strom versorgt. Erforderlich sei eine Kampfpause in einem Umkreis von etwa zehn Kilometern um das Werk, damit ukrainische Techniker die Leitung reparieren könnten, so Grossi.
The IAEA has initiated consultations to establish a temporary ceasefire zone in the area where Ukraine’s ZNPP last remaining back-up 330 kV line was damaged and disconnected as a result of military activity on 2 January, leaving the plant entirely dependent on its sole… pic.twitter.com/w4LzoM7FTK
— IAEA - International Atomic Energy Agency ⚛️ (@iaeaorg) January 9, 2026Die IAEA hat nach eigenen Angaben in den vergangenen Monaten schon dreimal solche Feuerpausen ausgehandelt. Die sechs Reaktoren des europaweit größten AKW sind zwar abgeschaltet, müssen aber weiter gekühlt werden.
10:37 Uhr
Beschuss auf Siedlungen im Gebiet Cherson: Knapp 70 Geschosse aus Ukraine abgefeuert
Die Behörden im von Russland kontrollierten Teil des Gebiets Cherson melden andauernde Angriffe auf Siedlungen am linken Dnjepr-Ufer. Den Angaben zufolge hat die ukrainische Artillerie im Laufe des 9. Januar 44 Geschosse auf acht Ortschaften abgefeuert. Die Zahl der eingeschlagenen Geschosse listen die Behörden wie folgt auf:
- Kachowka — 7,
- Nowaja Kachowka — 6,
- Ljubimowka — 3,
- Kamenka — 4,
- Knjase-Grigorowka — 6,
- Dnjeprjany — 4,
- Aljoschki — 8,
- Welikaja Lepeticha — 6.
Wie die Behörden weiter mitteilen, dauerte der Beschuss auch in der Nacht zum Samstag an. Auf zivile Infrastrukturen der von Russland kontrollierten Ortschaften Dudtschino, Fjodorowka, Ljubimowka, Kachowka, Kostogrysowo und Malokachowka wurden insgesamt 24 Geschosse abgefeuert.
Berichte über Opfer und Schäden liegen bislang nicht vor.
10:06 Uhr
Russische Luftabwehr zerstört innerhalb von zwei Stunden acht weitere ukrainische Drohnen
Das Verteidigungsministerium in Moskau meldet auf Telegram weitere Versuche der ukrainischen Streitkräfte, Objekte in Russland mit Drohnen anzugreifen. Demnach hat die russische Luftabwehr im Zeitraum von 5:00 Uhr bis 7:00 Uhr MEZ acht unbemannte Luftfahrzeuge des Gegners abgeschossen. Die Zahl der zerstörten Drohnen listet die Behörde wie folgt auf:
- Teilrepublik Krim – 4,
- Gebiet Kostroma – 3,
- Teilrepublik Adygeja – 1.
Weitere Einzelheiten teilt das Ministerium nicht mit.
09:30 Uhr
Zweiter Tag in Folge: DVR meldet keine ukrainischen Angriffe
Die Behörden in Donezk haben innerhalb der vergangenen 24 Stunden keine Angriffe durch ukrainische Truppen registriert. In der Zeitspanne von 0 Uhr am 9. Januar bis 0 Uhr am 10. Januar (Ortszeit) schlugen auf dem Territorium der Volksrepublik keine Geschosse ein. Berichte über Opfer und Infrastrukturschäden lagen nicht vor.
Am Vortag hatten die Behörden von Donezk ebenfalls keine Angriffe aus der Ukraine gemeldet. Berichte über Opfer unter der Zivilbevölkerung und Schäden lagen nicht vor.
09:04 Uhr
Großbritannien veranschlagt 200 Millionen Pfund für Truppenentsendung in die Ukraine
Der britische Verteidigungsminister John Healey hat der Ukraine bei einem Besuch in der Hauptstadt Kiew Unterstützung zugesagt. Großbritannien will demnach 200 Millionen Pfund oder etwa 230 Millionen Euro für die Vorbereitung einer möglichen Truppenentsendung in die Ukraine bereitstellen. Mit dem Geld sollen unter anderem Fahrzeuge sowie Kommunikationssysteme modernisiert und der Schutz vor Drohnen verbessert werden, so Healey.
Russia's barrage of attacks on Ukraine overnight, including firing an Oreshnik ballistic missile at Lviv, are another attempt by Putin to terrorise Ukraine and threaten Europe's security.My visit to Kyiv today underlines the UK's resolute support for a just and lasting peace. pic.twitter.com/sciEZAIOrs
— John Healey (@JohnHealey_MP) January 9, 2026Die britischen Soldaten sollen Teil einer multinationalen Truppe sein, die im Falle eines Waffenstillstands zum Einsatz käme.
08:31 Uhr
Lettland verlangt nach Oreschnik-Angriff Sondersitzung des UN-Sicherheitsrats

ArchivbildUrheberrechtlich geschützt Lettland hat als Reaktion auf den jüngsten russischen Angriff auf die Ukraine eine außerordentliche Sitzung des Sicherheitsrats der Vereinten Nationen gefordert. Dies kündigte Außenministerin Baiba Braže auf der Plattform X an. Das baltische EU- und NATO-Land hatte erst am 1. Januar einen auf zwei Jahre befristeten Sitz als nichtständiges Mitglied im UN-Gremium übernommen.
Einem Bericht der Nachrichtenagentur AFP zufolge wird der UN-Sicherheitsrat am Montag zu einer Dringlichkeitssitzung zusammenkommen. Demnach wurde ein entsprechender Antrag der Ukraine mittlerweile von sechs Mitgliedern des UN-Gremiums unterstützt. Es handelt sich um Frankreich, Großbritannien, Lettland, Dänemark, Griechenland und Liberia.
Russland hatte zuvor nach eigenen Angaben zum zweiten Mal seit dem Beginn der Sonderoperation eine Mittelstreckenrakete vom Typ Oreschnik eingesetzt.
08:02 Uhr
Ukrainische Drohne verursacht Brand in Einfamilienhaus im russischen Grenzgebiet Kursk
In der Nacht zum Samstag haben die ukrainischen Streitkräfte die Siedlung Fonow im russischen Grenzgebiet Kursk angegriffen. Gouverneur Alexander Chinstein gab auf Telegram bekannt, dass eine ukrainische Drohne in einem Einfamilienhaus in der Siedlung im Bezirk Rylsk einen Brand verursacht habe. Der Politiker fügte hinzu, dass im Haus zwei Menschen lebten. Bei der Attacke sei glücklicherweise niemand verletzt worden. Die örtliche Regierung werde den Hausbesitzern helfen, den entstandenen Schaden zu beheben.
07:33 Uhr
Ukrainische Drohnen greifen Erdöldepot im Gebiet Wolgograd an
Am frühen Samstagmorgen hat Gouverneur Andrei Botscharow eine ukrainische Drohnenattacke auf das russische Gebiet Wolgograd gemeldet. In der Nacht habe die russische Luftabwehr mehrere gegnerische Drohnen abgefangen, schreibt der Politiker auf Telegram. Den Angriff bezeichnete er als terroristisch und berichtete über Sachschäden. Demnach hätten herabfallende Wrackteile einen Brand in einem Erdöldepot im Bezirk Oktjabrski verursacht. Nach vorläufigen Informationen gebe es keine Opfer. Für den Fall einer Evakuierung habe man zwischenzeitlich in einer Schule in der Siedlung Oktjabrski eine Notunterkunft eingerichtet.
07:00 Uhr
Russische Luftabwehr zerstört in der Nacht 59 ukrainische Drohnen

SymbolbildPAWEL LWOW / Sputnik Russlands Verteidigungsministerium meldet am Samstagmorgen auf Telegram weitere Versuche der ukrainischen Streitkräfte, Objekte in Russland mit Drohnen anzugreifen. Demnach hat die russische Luftabwehr in der vergangenen Nacht 59 unbemannte Luftfahrzeuge des Gegners abgeschossen. Die Zahl der zerstörten Drohnen listet die Behörde wie folgt auf:
- Schwarzes Meer – 11,
- Region Krasnodar – 10,
- Gebiet Brjansk – 8,
- Gebiet Lipezk – 6,
- Gebiet Kaluga – 4,
- Asowsches Meer – 4,
- Teilrepublik Adygeja – 4,
- Teilrepublik Krim – 4,
- Gebiet Moskau – 3, davon 1 im Anflug auf die russische Hauptstadt,
- Gebiet Belgorod – 2,
- Gebiet Woronesch – 1,
- Gebiet Smolensk – 1,
- Gebiet Tula – 1.
Weitere Einzelheiten teilt das Ministerium nicht mit.
9.01.2026 22:00 Uhr
22:00 Uhr
Damit beenden wir für heute den Live-Ticker zur Lage im Ukraine-Konflikt. Morgen früh ab 7 Uhr geht es mit der Berichterstattung weiter. Wir wünschen unseren Lesern trotz aller Spannungen in der Welt eine gute Nacht!
Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.
Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.

