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Liveticker Ukraine-Krieg – Gouverneur des Gebiets Cherson: Ukrainische Säuberungen gehen weiter

Russland führt gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine Militäroperation in der Ukraine durch. Der Westen reagiert mit immer neuen Waffenlieferungen an die Ukraine und beispiellosen Sanktionen gegen Russland. Hier lesen Sie die neuesten Entwicklungen.
Liveticker Ukraine-Krieg – Gouverneur des Gebiets Cherson: Ukrainische Säuberungen gehen weiterQuelle: Gettyimages.ru © Ashley Chan
  • 30.11.2022 23:00 Uhr

    23:00 Uhr

    Damit beenden wir für heute den Live-Ticker zur Lage im Ukraine-Konflikt. Morgen früh ab 7 Uhr geht es mit der Berichterstattung weiter. Wir wünschen unseren Lesern trotz aller Spannungen in der Welt eine gute Nacht!

  • 22:55 Uhr

    Video: Konvoi von gepanzerten türkischen Militärlastwagen des ukrainischen Militärs

    Die ukrainische Armee hat auch gepanzerte Militärlastwagen aus der Türkei erhalten.

    So hat der Telegram-Kanal Wojennyj Oswedomitel einen Clip veröffentlicht, der eine Kolonne von Fahrzeugen des Typs "Kirpi" zeigt, die bei einer Marine-Einheit des ukrainischen Militärs im Einsatz sind.

  • 22:38 Uhr

    "Große Mauer des Donbass" errichtet

    Von ukrainischer Seite sollen Bilder von der "Großen Mauer des Donbass" veröffentlicht worden sein. Dies meldet der Telegram-Kanal Operazija Z: Wojenkory Russkoi Wesny.

    Die Aufnahmen sollen die von russischem Militär errichteten befestigten Stellungen in der Nähe von Wladimirowka an der Front von Ugledar in der Donezker Volksrepublik zeigen.

  • 22:27 Uhr

    Schoigu: Mehr als 300.000 Reservisten bereit, "Kampf- und Spezialaufgaben" zu erfüllen

    Der russische Verteidigungsminister Sergei Schoigu hat erklärt, dass im Rahmen der Teilmobilmachung innerhalb von zwei Monaten mehr als 300.000 Reservisten, darunter auch Freiwillige, ausgebildet worden seien. Etwa 3.000 Ausbilder auf mehr als 100 Truppenübungsplätzen in Russland und Weißrussland hätten die Schulung übernommen.

    Nach der erfolgreichen Ausbildung stünden der Armee etwa 8.000 Einheiten für Kampffahrzeuge und Panzer, Artilleriesysteme, Luftabwehr und unbemannte Flugsysteme zur Verfügung, so Schoigu. Ebenfalls beendet sei die Vorbereitung der Kräfte auf die elektronische Kampfführung.

  • 22:16 Uhr

    US-Außenminister Blinken: NATO wird Kiew mit Waffen sowjetischen Typs beliefern

    US-Außenminister Antony Blinken hat bekannt gegeben, dass die NATO die Möglichkeit prüft, Kiew mit Waffen und Munition aus der Sowjet-Ära zu unterstützen und in entsprechende Produktionsanlagen zu investieren. Dies berichtet das Portal AZGeopolitics. Blinken wörtlich:

    "Wir prüfen alle Optionen, um sicherzustellen, dass die Ukraine das erhält, was sie benötigt und was für sie effektiv ist."

    Diese Aussage bezieht sich teilweise auf Systeme aus der Sowjet-Ära, die seit Jahrzehnten in westlichen Ländern gelagert werden, um beispielsweise sicherzustellen, dass die Munition für diese Systeme verfügbar ist.

    Blinken hatte sich in einem Interview mit CNN auch zu der Frage geäußert, ob die NATO erwäge, in Fabriken in der Tschechischen Republik, der Slowakei und in Bulgarien zu investieren, um die Produktion von Waffen aus der Sowjet-Ära wieder aufzunehmen.

  • 21:51 Uhr

    Die ZEIT erhebt Vorwürfe gegen Russlandgeschäft des Landmaschinenbauers Claas

    Die Wochenzeitung ZEIT behauptet, dass der deutsche Mähdrescher-Hersteller "Claas" aus dem westfälischen Gütersloh womöglich gegen die antirussischen Sanktionen verstoßen habe. Die Vorwürfe wurden vom WDR aufgegriffen und auch von der Tagesschau verbreitet.

    Claas ist seit vielen Jahren im Russlandgeschäft aktiv und hat im südrussischen Krasnodar in ein eigenes Werk investiert. Zwar habe das Unternehmen im März 2022 wie andere westliche Firmen sein russisches Werk geschlossen und halte sich an alle westlichen Auflagen und Sanktionen.

    Die Wochenzeitung hält der Geschäftsleitung von Claas jedoch vor, Kontakte zum Kreml und Wladimir Putin unterhalten zu haben, und vermutet, das Unternehmen sei bestrebt, die Russland-Sanktionen zu unterlaufen. Statt Einzelteilen wolle die Firma nun fertig montierte Komponenten nach Russland liefern, die nicht unter die westlichen Ausfuhrbeschränkungen fallen.

    Allerdings könnten sich daraus Schwierigkeiten für Claas ergeben: Da sich das Unternehmen vor sechs Jahren in einem Sonderinvestitionsvertrag verpflichtet habe, den überwiegenden Teil der Produktion seiner "Tucano"-Mähdrescher in Russland durchzuführen und nicht nur Teile nach Russland zu exportieren, drohten wegen Verletzung dieses Vertrags nun Subventionsrückzahlungen "in dreistelliger Millionenhöhe" an den russischen Staat.

  • 21:29 Uhr

    Russlands ständiger UN-Vertreter: EU-Initiative zum Ukraine-Tribunal ist Versuch, Gesetzlosigkeit zu vertuschen

    Der ständige Vertreter Russlands bei den Vereinten Nationen, Wassili Nebensja, bezeichnete die von EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen eingebrachte Initiative zur Einrichtung eines internationalen Sondergerichtshofs für die Ukraine unter der Ägide der Vereinten Nationen als Versuch, die Beschlagnahmung russischer Vermögenswerte zu legitimieren. Nebensja kommentierte die Erklärung von der Leyens mit den Worten:

    "Es gibt so viele verschiedene Initiativen. Man kann sie nicht alle im Auge behalten. Dies ist ein Beispiel für das, was Sie eine 'regelbasierte internationale Ordnung' nennen – Sie denken sich diese Regeln aus und geben sie dann als allgemeingültig aus."

    Seiner Meinung nach ist die Initiative ein Versuch, die Gesetzlosigkeit zu vertuschen und sich mit der Autorität der UNO zu schmücken. Der ständige UN-Vertreter Russlands betonte:

    "Ich weiß nicht, was für ein Tribunal das ist und worum es hier geht. Aber Sie wollen, wie schon beim letzten Mal, eine korrumpierte Entscheidung der Generalversammlung erreichen."

    Nebensja wies darauf hin, dass die UN-Generalversammlung einfach nicht die Kompetenz habe, solche Entscheidungen zu treffen. Dies sei das Vorrecht des UN-Sicherheitsrates.

  • 20:57 Uhr

    Gouverneur des Gebiets Cherson: Ukrainische Säuberungen gehen weiter

    Die ukrainischen Behörden in Cherson setzen ihre Maßnahmen zur Unterdrückung der örtlichen Bevölkerung fort. So erhalten Männer, die versuchen, die Stadt zu verlassen, Vorladungen beim Einberufungsbüro des ukrainischen Militärs. Dies gab der kommissarische Gouverneur des Gebiets Cherson, Wladimir Saldo, am Mittwoch auf einer Pressekonferenz bekannt. Er erläuterte:

    "Die ukrainischen Behörden sind der Ansicht, dass alle, die dort geblieben sind, die Ukraine verraten haben und vor Gericht gestellt werden können. Auf diese Weise zeigen sie dem Rest der Ukraine und der ganzen Welt, was vor sich geht."

    Die ukrainischen Sicherheitskräfte suchen vor allem nach Personen, die an der Durchführung des Referendums über den Beitritt des Gebiets Cherson an die Russische Föderation beteiligt waren, so der Gouverneur. Er erklärte weiter:

    "Sie suchen nach allen, die bei der Durchführung des Referendums geholfen haben. Absolut alle Geschäftsleute, ausnahmslos private Unternehmer, fallen in die Kategorie der Kollaborateure, weil sie in dem Gebiet, das jetzt vorübergehend von der Ukraine besetzt ist, gearbeitet und ihre Arbeit nicht aufgegeben haben."

    Auch die Ausfahrten aus Cherson würden durchkämmt. Saldo schilderte:

    "Viele von denen, die geblieben sind, versuchen jetzt zu gehen, aber sie können nur nach Nikolajew fahren, wo sich eine riesige Schlange von Autos und Bussen gebildet hat. Es dauert sehr lange, bis entschieden wird, ob sie passieren dürfen oder nicht. Viele Männer werden zurückgehalten, wohingegen Ältere und Frauen zumeist durchgelassen werden."

  • 20:30 Uhr

    Lawrow: Westen drängt die Ukraine dazu, den Krieg gegen Russland fortzusetzen

    Nach Auffassung des russischen Außenministers Sergei Lawrow drängt der Westen die Ukraine buchstäblich dazu, den Krieg fortzusetzen, den er selbst gegen Russland führe. Lawrow sagte dies auf einem Treffen mit Teilnehmern des Wissenschafts- und Bildungsprogramms "Dialog für die Zukunft", dessen Wortlaut auf der Website des Ministeriums veröffentlicht wurde, wie TASS meldet.

    Lawrow erklärte, die westlichen Länder versuchten, das Prinzip der Vermeidung eines militärischen Konflikts zwischen Atommächten zu unterlaufen.

    Vielmehr müssten die Atommächte versuchen, jeden militärischen Zusammenstoß untereinander zu vermeiden, einschließlich des Einsatzes konventioneller Waffen. Denn eine Eskalation könnte unkontrollierbar werden, wie Lawrow betonte.

  • 19:58 Uhr

    Weißrussland enthüllt NATO-Pläne zur Übernahme der Republik

    Die NATO bereite in der Ukraine nationalistische Formationen vor, die das Bündnis zur Machtübernahme in Weißrussland nutzen könnte. Dies teilte der weißrussische Verteidigungsminister Wirtor Chrenin am Mittwoch, dem 30. November, mit. Er sagte:

    "Der Westen bildet in der Ukraine nationalistische Militärformationen wie das Kalinowski-Bataillon und das Pogonja-Regiment aus, die dort Erfahrungen mit realen Kampfeinsätzen sammeln und gegen unser Land eingesetzt werden können."

    Dem weißrussischen Minister zufolge zieht die Ukraine immer mehr Soldaten zusammen, die an der ukrainisch-weißrussischen Grenze Dienst tun. Dies, so Chrenin, erhöhe das Risiko von Provokationen an der Grenze, die zu bewaffneten Zusammenstößen eskalieren könnten.

    Zuvor hatte das staatliche Grenzkomitee von Weißrussland gemeldet, dass ein bewaffneter Mann die weißrussische Grenze von der ukrainischen Seite aus überquert habe. Es wurde berichtet, dass der Unbekannte begann, Fotos und Videos von der Situation zu machen und etwas in den Schnee zu stecken.

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Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.