Liveticker Ukraine-Krieg: EU plant Personalsanktionen gegen Chef der russischen ABC-Truppen

10.02.2026 22:00 Uhr
22:00 Uhr
Damit beenden wir für heute den Live-Ticker zur Lage im Ukraine-Konflikt. Morgen früh ab 7 Uhr geht es mit der Berichterstattung weiter. Wir wünschen unseren Lesern trotz aller Spannungen in der Welt eine gute Nacht!
21:59 Uhr
Szijjártó: "Ukraine ist derzeit unser Feind, weil sie feindliche Schritte gegen Ungarn unternimmt"

Ungarns Außenminister Péter Szijjártó hat am Dienstag das 20. Sanktionspaket der EU gegen Russland kritisiert. Er warnte, dass neue Sanktionen die Energiesicherheit Ungarns beeinträchtigen würden. Budapest werde diese daher um jeden Preis blockieren.
Das gesamte Video dazu finden Sie hier auf unserer Webseite.
21:38 Uhr
EU plant Personalsanktionen gegen Chef der russischen ABC-Truppen

Archivbild: Generalmajor Alexei Rtischtschew, Chef der russischen ABC-TruppenIlja Pitalew / Sputnik Alexei Rtischtschew, Kommandant der russischen ABC-Abwehrtruppen, soll in die Sanktionslisten der EU aufgenommen werden, berichtet das Nachrichtenportal EUobserver unter Verweis auf interne Dokumente. Zusätzlich soll Rtischtschews Stellvertreter Andrei Martschenko ebenfalls mit Personalsanktionen belegt werden. Als Begründung führt die Union angebliche verbotene Tätigkeiten im Zusammenhang mit Chemiewaffen an.
21:29 Uhr
Ukrainische Drohne greift spielende Kinder im Gebiet Cherson an
Zwei Mädchen sind im Gebiet Cherson durch einen ukrainischen Drohnenangriff verwundet worden, berichtet der Gouverneur der Region, Wladimir Saldo. Auf Telegram schreibt er:
"Heute haben die Kiewer Unmenschen Kinder in Welikaja Lepeticha angegriffen. Eine Drohne traf direkt eine Straße, in der zwei Mädchen im Alter von neun und zehn Jahren spielten. Beide erlitten zahlreiche Splitterwunden am Kopf und Gesicht. Inzwischen sind sie im Krankenhaus in Genitschesk und werden medizinisch versorgt."
21:12 Uhr
Drei Verletzte bei ukrainischem Angriff auf Gebiet Kursk
Das ukrainische Militär hat erneut zivile Ziele im russischen Gebiet Kursk angegriffen. Wie der Gouverneur der Region, Alexander Chinstein, berichtet, wurden dabei drei Menschen, darunter ein Jugendlicher, verwundet. Auf Telegram gibt Chinstein bekannt:
"Eine Drohne des ukrainischen Militärs hat ein Auto bei dem Dorf Jankowo des Bezirks Rylsk angegriffen, wodurch zwei Menschen verwundet wurden. Ein 16-jähriger Jugendlicher ist in einem ernsten Zustand: Er hat ein offenes Schädel-Hirn-Trauma, Splitterverwundungen an den Beinen und liegt im Koma."
Der zweite Insasse des Fahrzeugs, ein 44-jähriger Mann, habe mittelschwere Verletzungen erlitten, so Chinstein weiter.
Zudem wurde nach Angaben des Gouverneurs eine 57-jährige Frau im Dorf Krasnaja Poljana bei einem Angriff auf ihr Auto verwundet. Wegen hoher Drohnengefahr könne sie nicht ins Krankenhaus gebracht werden.
20:39 Uhr
Luftabwehr zerstört weitere ukrainische Drohnen
Russlands Luftabwehrkräfte haben in zwei Nachmittagsstunden des heutigen Dienstags weitere 44 ukrainische Drohnen zerstört. Wie das russische Verteidigungsministerium berichtet, wurden im Zeitraum zwischen 14:00 und 16:00 Uhr Moskauer Zeit 19 Starrflügler-Drohnen über dem Asowschen Meer, zwölf über der Krim, sechs über dem Gebiet Belgorod, fünf über dem Gebiet Kursk, sowie jeweils eine über dem Gebiet Brjansk und über dem Schwarzen Meer abgeschossen.
20:07 Uhr
Kallas fordert europäische Abstimmung vor Gesprächen mit Putin
In der Debatte über eine Wiederaufnahme des Dialogs mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin hat die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas für eine Koordination auf europäischer Ebene plädiert. Bei einem Interview mit mehreren Medien sagte die Estin am Dienstag in Brüssel:
"Lassen Sie uns erst besprechen, worüber wir mit den Russen sprechen wollen, bevor wir darüber sprechen, wer mit den Russen spricht."
Um "glaubwürdig" zu sein, müssten die Europäer sich darauf einigen, "worüber all diese Leute mit den Russen sprechen", forderte Kallas.
"Wir werden in den kommenden Tagen Ideen entwickeln, was wir sehen wollen, um einen langfristigen und nachhaltigen Frieden zu erreichen."
Eine entsprechende Liste werde dann an die EU-Mitgliedstaaten gesandt, fügte sie hinzu.
Der französische Präsident Emmanuel Macron kündigte unterdessen erneut an, das Gespräch mit Putin suchen zu wollen. Auch er sprach sich für einen "gut organisierten europäischen Ansatz" aus.
Vergangene Woche war ein hochrangiger Berater Macrons nach Moskau gereist. Es war das erste Treffen dieser Art seit dem Ausbruch des Ukraine-Kriegs vor knapp vier Jahren. Moskau bestätigte, dass es inzwischen Kontakte auf Arbeitsebene gebe, die helfen könnten, einen Kontakt auf höchster Ebene herzustellen.
19:29 Uhr
Details zum Angriff auf Trauerzug im Gebiet Saporoschje – Priester durch vorsätzlichen Artillerieangriff getötet
Nach dem Beschuss einer Trauerprozession im Dorf Skelki im Gebiet Saporoschje durch das ukrainische Militär, bei dem ein Mensch getötet und sechs weitere verwundet wurden, wurde der Tote als ein lokaler Priester identifiziert. Denis Nawalichin, Oberhaupt der Ortsverwaltung von Skelki, betont, dass es sich um einen vorsätzlichen Angriff gehandelt habe. Die Nachrichtenagentur TASS zitiert ihn dazu:
"Selbstverständlich haben sie gesehen, dass im Hof ein offener Sarg steht und ein Priester vor dem Sarg stand. Er starb dort, wo er stand. Selbstverständlich mussten sie all das gesehen haben. Die Opfer standen nicht unter einem Unterstand, sondern auf offenem Gelände, im Hof hinter dem Tor. Das heißt, dass der Angriff vorsätzlich war."
Nawalichin fügte hinzu, dass Skelki bereits vor einer Woche, am 3. Februar, angegriffen wurde. Damals kamen keine Menschen zu Schaden. In Bezug auf den Angriff vom heutigen Dienstag führte er aus:
"Über dem Dorf kreisten Drohnen, sie wurden abgeschossen. Wahrscheinlich wurde das Feuer über Drohnen korrigiert. Sie sahen eine Trauerprozession und begannen einen Artilleriebeschuss. Zehn Granaten schlugen im Dorf ein. Sechs Menschen wurden durch Splitter verletzt. Der Priester wurde tödlich verwundet."
Wiktor Wodolazki, stellvertretender Vorsitzender des Duma-Ausschusses für Angelegenheiten der GUS, der eurasischen Integration und Kontakte mit Landsleuten, verurteilte den Angriff und erklärte:
"Sie greifen jene an, die gestorben sind, und jene, die die Toten beim letzten Weg begleiten. Das ist niederträchtig und kann gar nicht moralisch bewertet werden. Es sind Menschen, die jegliche Scham und jegliches Gewissen längst verloren haben und kein moralisches Recht haben, sich Menschen zu nennen."
18:46 Uhr
Wärmeversorgung in AKW-Stadt Energodar ausgefallen
Die Behörden der Stadt Energodar, die sich im von Russland kontrollierten Teil des Gebiets Saporoschje befindet, melden einen folgenschweren Artillerieangriff der ukrainischen Streitkräfte. Wie Bürgermeister Maxim Puchow auf Telegram mitteilt, sei beim Beschuss die Hauptwärmeleitung der Stadt getroffen worden. Deswegen sei die Wärmeversorgung bis auf Weiteres eingestellt worden. Man werde mit den Reparaturarbeiten beginnen, sobald die Lage vor Ort dies erlaube.
In der Nähe von Energodar befindet sich das seit kurz nach Beginn des Ukraine-Kriegs stillstehende AKW Saporoschje. Für die kommende Nacht werden in der Stadt Temperaturen von bis zu minus zehn Grad Celsius prognostiziert.
Gouverneur Jewgeni Balizki berichtet zudem über einen Stromausfall in drei Bezirken der Region, der sich nach einer ukrainischen Drohnenattacke ereignet hat.
18:15 Uhr
Lawrow kritisiert praktische Schritte der USA gegenüber Russland: Falsche Richtung trotz gemeinsamer Interessen
In einem exklusiven Interview für den russischen Fernsehsender NTV hat Russlands Außenminister Sergei Lawrow zwischen Moskau und Washington zahlreiche gemeinsame Interessen festgestellt. Der Diplomat bekundete dabei den Wunsch seines Landes, eine gegenseitig vorteilhafte Zusammenarbeit mit den USA zu entwickeln. Russland habe nur Argumente dafür. Auch in den USA bestehe dieses Interesse – sowohl bei Geschäftsleuten als auch bei Politikern, darunter US-Präsident Donald Trump.
Gleichzeitig monierte Lawrow die praktische Umsetzung dieser gemeinsamen Interessen:
"Wenn wir aber analysieren, welche praktischen Schritte Trump und sein Team im ersten Jahr seiner zweiten Amtszeit im Weißen Haus unternommen haben, dann müssen wir feststellen, dass wir uns in eine falsche Richtung bewegen."
Als Beispiel führte der Außenminister die fortbestehenden US-Sanktionen gegen Russland an. Lawrow kritisierte insbesondere den US-Druck auf die russische Erdölbranche und warf Trump vor, den globalen Energieträgermarkt beherrschen zu wollen.
Der Diplomat bedauerte darüber hinaus den nachlassenden Effekt des Alaska-Gipfels zwischen Trump und Russlands Staatschef Wladimir Putin im August 2025:
"In Alaska näherten wir uns dicht einem Abkommen und rechneten damit, dass man es zeitnah hätte bekanntgeben können und dass sich viele Probleme viel schneller lösen würden, da unser Staatschef das Angebot des US-Präsidenten angenommen hatte."
Die Regierung in Washington kenne jedoch den russischen Standpunkt: Man müsse die Grundursachen des Ukraine-Konfliktes beseitigen, sagte Lawrow. Dabei fand der Diplomat auch Lobesworte für den Republikaner:
"Wie bereits mehrmals gesagt, hat US-Präsident Donald Trump öffentlich unser Interesse an der Nichterweiterung der NATO anerkannt. Das ist ein riesiger Schritt. Kein anderer westlicher Staats- oder Regierungschef hat so etwas artikuliert, während er das mehrmals eingeräumt hat."
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Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.

