Liveticker Ukraine-Krieg: USA stoppten 99 Prozent ihrer Ukraine-Hilfen

11.02.2026 13:12 Uhr
13:12 Uhr
Lawrow: Russland setzt auf Sicherheitsgarantien und politische Lösung in der Ukraine
Russische Unterhändler arbeiten im trilateralen Format Russland–USA–Ukraine weiter daran, die Sicherheit Russlands zu gewährleisten und Bedrohungen vom ukrainischen Territorium zu beseitigen. Dies erklärte Außenminister Sergei Lawrow bei der Fragestunde in der Staatsduma.
Russland sei den Vereinigten Arabischen Emiraten für ihre Vermittlung dankbar, einschließlich der Bereitstellung einer Plattform für Gespräche. Ziel sei es, "die Sicherheit Russlands an den westlichen Grenzen sowie die Rechte der Russen und russischsprachigen Menschen zuverlässig zu gewährleisten" und die vom Kiewer Regime ausgehenden Bedrohungen zu beseitigen, so Lawrow.
"Das Recht der Grönländer auf Selbstbestimmung wird anerkannt, während den Völkern der Krim, des Donbass und Noworossijas das Recht verweigert wird, ihr Schicksal in Einheit mit Russland zu bestimmen. Diese verzerrte und offen voreingenommene Logik lehnen wir entschieden ab."Zugleich betonte der Minister, Russland werde alle politisch-diplomatischen Anstrengungen unternehmen, um die Ziele der militärischen Sonderoperation zu erreichen. Die zwischen Präsident Wladimir Putin und US-Präsident Donald Trump auf dem Alaska-Treffen erzielten Verständigungen zur Ukraine blieben weiterhin gültig, erklärte Lawrow.
12:48 Uhr
Gebiet Saporoschje: Frau bei Drohnenangriff auf Wohnhaus verletzt
In der Stadt Kamenka-Dnjeprowskaja ist eine Zivilistin bei einem Drohnenangriff der ukrainischen Streitkräfte auf ein Privathaus verletzt worden. Dies teilt die Verwaltung des Kamensko-Dniprowski-Munizipalkreises gegenüber der Nachrichtenagentur TASS mit. Die Frau habe sich demnach an das zentrale Kreiskrankenhaus gewandt. Bei ihr wurden eine Minen- und Explosionsverletzung sowie multiple Splitterwunden im Bauchbereich, an der Schulter und am Brustkorb diagnostiziert. Laut den Behörden bestehe keine Lebensgefahr.
12:20 Uhr
Russische Regionen melden weitere Opfer der ukrainischen Attacken
Im Gebiet Belgorod sind bei Angriffen der ukrainischen Streitkräfte auf einen Bus und ein Auto zwei Zivilisten verletzt worden. Dies teilt Gouverneur Wjatscheslaw Gladkow mit.
Im Bereich des Dorfes Iljek-Penkowka wurde ein Fahrer durch den Einschlag einer FPV-Drohne in einen Dienstbus verletzt. Bei ihm wurden ein Barotrauma sowie multiple Splitterwunden im Gesicht und am Hals diagnostiziert. Er habe medizinische Hilfe erhalten, eine Hospitalisierung habe er abgelehnt. In Graiworon wurde ein weiterer Mann bei einem Drohnenangriff auf ein Auto verletzt. Er erlitt Splitterverletzungen am Knie sowie ein Barotrauma und wird ambulant behandelt.
Im Dorf Alexejewka im Gluschkowo-Bezirk des Gebiets Kursk wurden zudem zwei Männer bei einem Drohnenangriff auf Wirtschaftsgebäude verletzt. Ein 43-Jähriger erlitt eine Splitterwunde am rechten Bein, ein 49-Jähriger Verletzungen im Brustbereich und an beiden Beinen. Beide wurden in die Gebietsklinik Kursk eingeliefert, ihr Zustand wird als mittelschwer beschrieben.
12:00 Uhr
Gebiet Kursk: Mehrere Geschosse binnen 24 Stunden aus Ukraine abgefeuert
Nach Angaben von Alexander Chinstein, dem Gouverneur des Grenzgebiets Kursk, seien im Laufe des Tages 19 Geschosse auf die Region abgefeuert worden.
"In der Zeitspanne von 9:00 Uhr am 10. Februar bis 7:00 Uhr am 11. Februar wurden insgesamt 43 Drohnen von unterschiedlichen Typen abgeschossen. Fünfmal haben die Drohnen unser Gebiet durch den Abwurf von Sprengsätzen angegriffen."
Chinstein meldet drei Verletzte. Bei den Angriffen auf eine Energieanlage sind 28.000 Nutzer ohne Strom. In vier Bezirken wurde die Wärmeversorgung teilweise abgeschaltet. Zudem kamen bei den Attacken ein Wohngebäude und zwei Fahrzeuge zu Schaden.
11:40 Uhr
Orbán verurteilt EU-Plan zur teilweisen Aufnahme der Ukraine
Ungarns Premierminister Viktor Orbán hat einen EU-Plan zur teilweisen Aufnahme der Ukraine scharf kritisiert. Die Umgehung des ungarischen Vetos komme einer "offenen Kriegserklärung gegen Ungarn" gleich, schrieb Orbán im sozialen Netzwerk X.
Zuvor hatte Politico berichtet, die EU arbeite an einem Fünf-Punkte-Plan, der der Ukraine bereits 2027 eine Teilmitgliedschaft ermöglichen solle. Dabei werde einkalkuliert, dass Orbán die Wahlen im April verlieren könnte.
Orbán erklärte, dieser Plan ignoriere die Entscheidung des ungarischen Volkes und ziele darauf ab, die ungarische Regierung "mit allen notwendigen Mitteln" zu stürzen. Ziel sei es, die Partei Tisza an die Macht zu bringen, da es dann "kein Veto, keinen Widerstand und keine Möglichkeit mehr geben wird, sich aus dem Konflikt herauszuhalten".
Nach Angaben des Ministerpräsidenten könne dies nur verhindert werden, wenn die regierende Partei Fidesz die Wahlen gewinnt.11:19 Uhr
Warum der "Geist von Anchorage" für Moskau so wichtig ist, aber nicht für Washington

Putin und Trump bei ihrer Pressekonferenz in Anchorage, Alaska. Laut Experten verfolgen Russland und die USA unterschiedliche Ansätze in Bezug auf den "Geist von Anchorage". Moskau hat kein Interesse daran, dass dieser "Geist" erschöpft wird, will aber auch nicht, dass die USA das in Anchorage erzielte gemeinsame Problemverständnis "zu weit" auslegen.
Lesen Sie dazu mehr hier auf unserer Webseite.10:48 Uhr
USA stoppten 99 Prozent ihrer Ukraine-Hilfen – So viele Milliarden zahlen Deutschland und die EU
Europa hat im vergangenen Jahr den Einbruch der US-Hilfe weitgehend auffangen müssen. Das zeigen aktuelle Zahlen des "Ukraine Support Trackers", die vom Kieler Institut für Weltwirtschaft (IfW) am Mittwoch veröffentlicht wurden.
Demnach fiel die Unterstützung der USA 2025 im Vergleich zu 2024 um rund 99 Prozent (98,96 Prozent; von 46,39 Mrd. Euro auf 0,48 Mrd. Euro).
Die EU-Militärhilfen stiegen demgegenüber von 2024 bis 2025 um rund 67 Prozent auf fast 29 Mrd. Euro (28,48 Mrd. Euro) – nach etwas mehr als 17 Mrd. Euro (17,0976 Mrd. Euro) in den Jahren 2022 bis 2024.
Die größten europäischen Geber bei der Militärhilfe waren 2025:
Deutschland: 9,01 Milliarden Euro
Großbritannien: 5,44 Milliarden Euro
Schweden: 3,71 Milliarden Euro
Norwegen: 3,63 Milliarden Euro
Dänemark: 2,61 Milliarden Euro
10:03 Uhr
Luftabwehr schießt weitere ukrainische Drohnen ab
Nach Angaben des Verteidigungsministeriums in Moskau hat die russische Flugabwehr weitere ukrainische Drohnen über den russischen Gebieten zerstört.
"Am 11. Februar zwischen 7:00 Uhr und 9:00 Uhr Moskauer Zeit wurden zehn ukrainische Starrflüglerdrohnen von den diensthabenden Luftabwehrkräften zerstört: fünf Drohnen über der Republik Krim, drei Drohnen über der Republik Tatarstan, eine Drohne über dem Gebiet Belgorod sowie eine Drohne über den Gewässern des Kaspischen Meeres."
09:33 Uhr
Gebiet Wolgograd wehrt in der Nacht einen massiven Drohnenangriff ab
Nach Angaben von Andrei Botscharow, dem Gouverneur des Gebiets Wolgograd, wurde in der Nacht eine massive ukrainische Drohnenattacke auf die Region abgewehrt.
"Heute Nacht wehrten Luftverteidigungseinheiten des russischen Verteidigungsministeriums einen massiven terroristischen Drohnenangriff auf Energie- und zivile Infrastruktureinrichtungen im Gebiet Wolgograd ab."
Infolge des Angriffs wurde ein mehrstöckiges Wohngebäude beschädigt. Die abgestürzten Drohnen verursachten einen Brand in einem Betrieb. Zudem fielen Trümmerteile auf das Gelände eines Kindergartens.
Der Gouverneur vermeldet keine Opfer.
09:00 Uhr
Lawrow: Kiews Truppen werden aus dem noch von ihnen besetzten Teil des Donbass vertrieben
Die ukrainischen Streitkräfte werden letztendlich aus dem Teil des Donbass vertrieben, den sie noch besetzen. Dies erklärte der russische Außenminister Sergei Lawrow.
"Früher sagte Wladimir Selenskij, dass er keinen Zentimeter Land abtreten werde, da dies die Verfassung nicht zulasse. Gestern erklärte er, dass es nur um die Kampflinie gehen könne. Damit meinte er, dass er seine Terroristen nicht aus dem Teil des Donbass abziehen wolle, in dem sie sich noch befinden und aus dem sie letztendlich vertrieben werden."
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Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.
