Liveticker Ukraine-Krieg: Belgien nennt Bedingungen für Weitergabe russischer Vermögenswerte an Kiew

30.11.2025 20:00 Uhr
20:00 Uhr
Damit beenden wir für heute den Live-Ticker zur Lage im Ukraine-Konflikt. Morgen früh ab 7 Uhr geht es mit der Berichterstattung weiter. Wir wünschen unseren Lesern trotz aller Spannungen in der Welt eine gute Nacht!
19:55 Uhr
"Er wurde entführt und zu Tode geprügelt" – Ungarin erzählt von Zwangsmobilisierung ihres Bruders

Ein 45-jähriger Ungar ist kurz nach seiner Zwangsmobilisierung in die ukrainische Armee gestorben. Seine Schwester beschuldigt die ukrainischen Mobilisierungsbeamten, ihn zu Tode geprügelt zu haben. Bei einer Veranstaltung am Samstag erzählte Márta Sebestyén von dem Vorfall:
"Von einem Tag auf den nächsten entführten ihn die als TZK (Territoriales Zentrum für Rekrutierung) berüchtigten Zwangsrekrutierer. Wir hatten nicht damit gerechnet, und unser Leben geriet völlig aus den Fugen."
Ein Video dazu gibt es hier auf unserer Webseite.19:44 Uhr
Ukrainische Truppen scheitern mit Durchbruch zwischen Grischino und Dimitrow
Die russischen Einheiten wehren Angriffe der ukrainischen Truppen ab, die versuchen, einen Korridor zwischen Grischino und Dimitrow zu schlagen, um ihre eingekesselte Gruppierung zu entlasten. Dies teilt der Chef der Donezker Volksrepublik, Denis Puschilin, auf Telegram mit.
"In der Agglomeration Krasnoarmeisk-Dimitrow geht die Säuberung des Ortes Rownoje weiter. Es laufen Kämpfe um Grischino. Russische Einheiten wehren Angriffe des Gegners ab, der versucht, die eingeschlossene Gruppierung zu entblocken und außerdem einen Korridor zwischen Grischino und Dimitrow zu öffnen."
19:30 Uhr
WSJ: USA und Kiew sprechen über Wahltermin und Gebietstausch in der Ukraine
Bei Gesprächen im US-Bundesstaat Florida beraten Delegationen der USA und der Ukraine über einen möglichen Zeitplan für Wahlen in der Ukraine sowie die Option eines Gebietstauschs. Dies berichtet das Wall Street Journal unter Verweis auf einen Vertreter des Weißen Hauses.
"Die Gespräche werden den Wahlkalender in der Ukraine, die Möglichkeit eines Gebietstauschs zwischen Russland und der Ukraine sowie weitere bislang ungelöste Fragen zwischen dem Weißen Haus und Kiew abdecken."
Washington hatte zuvor bestätigt, an einem Plan zur Regelung des Ukraine-Konflikts zu arbeiten, wollte bislang aber keine Einzelheiten nennen. Der Kreml betont, Russland bleibe für Verhandlungen offen und halte an der Gesprächsplattform in Anchorage fest.
19:15 Uhr
Gebiet Rostow: Lokaler Notstand nach Luftangriffen ausgerufen
In der Stadt Taganrog im Gebiet Rostow ist nach einer Serie von Luftangriffen ein lokaler Notstand ausgerufen worden. Betroffen sind 45 Adressen. Dies teilt Bürgermeisterin Swetlana Kambulowa auf Telegram mit.
"In Taganrog laufen die Wiederaufbauarbeiten nach der Serie von Luftangriffen, denen unsere Stadt in dieser Woche ausgesetzt war. Ein lokaler Notstand wurde für 45 Adressen verhängt. Bis heute wurden 243 Wohnungen begutachtet. Die Vermessung der Fensterkonstruktionen läuft. Aufgrund der Kälte ist klar, dass diese Arbeiten so schnell wie möglich abgeschlossen werden müssen."
Laut Angaben Kambulowas wurden 20 Mehrfamilienhäuser mit insgesamt 451 Wohnungen, neun Privathäuser, vier soziale Einrichtungen, 14 wirtschaftliche und industrielle Objekte sowie zahlreiche Fahrzeuge beschädigt.
18:43 Uhr
Russische Luftabwehr zerstört weitere ukrainische Drohnen
Russlands Verteidigungsministerium meldet auf Telegram weitere Versuche der ukrainischen Streitkräfte, Objekte in Russland mit Drohnen anzugreifen. Demnach habe die russische Luftabwehr im Zeitraum von 10 bis 14 Uhr MEZ fünf unbemannte Luftfahrzeuge des Gegners abgeschossen. Die Zahl der zerstörten Drohnen listet die Behörde wie folgt auf:
- Gebiet Kursk – 2
- Gebiet Belgorod – 1
- Teilrepublik Krim – 1
- Teilrepublik Tatarstan – 1
18:08 Uhr
Ukraine-Konflikt – Orbán warnt vor "politischem Erdbeben in der europäischen Politik"

Der ungarische Premier Viktor OrbánUrheberrechtlich geschützt Ein Eingeständnis der Niederlage der Ukraine im Konflikt mit Russland würde in Europa "ein politisches Erdbeben auslösen", erklärte der ungarische Premier Viktor Orbán. Er warnte, dass sich der Westen darauf vorbereitet, Truppen in die Ukraine zu entsenden, und zulässt, dass der Konflikt "zu einem Geschäft wird".
Lesen Sie dazu mehr hier auf unserer Webseite.17:45 Uhr
Belgien nennt Bedingungen für die Weitergabe russischer Vermögenswerte an Kiew
Belgien ist grundsätzlich bereit, russische Staatsvermögen zur Kreditvergabe an die Ukraine freizugeben – allerdings nur unter klar definierten Bedingungen. Dies berichtet die Süddeutsche Zeitung unter Verweis auf einen Brief des belgischen Premierministers Bart De Wever.
Er fordere die Erfüllung von drei Bedingungen. Erstens bestehe er darauf, dass die EU-Staaten rechtlich bindende, bedingungslose, unwiderrufliche und auf Abruf verfügbare Garantien bereitstellen, heißt es in dem Bericht. Zweitens wolle De Wever, dass alle Risiken im Zusammenhang mit Streitbeilegungsverfahren von den EU-Partnern gemeinsam getragen würden.
Die dritte Bedingung sei, dass sich alle EU-Mitgliedstaaten, in deren Hoheitsgebiet sich russische Staatsvermögen befinden, an dem Programm beteiligen müssen.
Wie die Süddeutsche Zeitung weiter berichtet, hat EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen bereits signalisiert, dass sie bereit ist, diese Bedingungen zu erfüllen. De Wever fordert jedoch eine klare Bestätigung und Unterstützung auch von den übrigen EU-Mitgliedern. Es wird erwartet, dass die nötigen Garantien bis Dezember vorliegen.
17:22 Uhr
Selenskij verhängt Sanktionen gegen russische Öl- und Gaskonzerne
Der ukrainische Machthaber Wladimir Selenskij hat Sanktionen gegen mehrere große russische Energieunternehmen verhängt – darunter "Rosneft", Betriebe von "Lukoil" sowie eine Reihe russischer Raffinerien. Dies geht aus einem neuen Dekret hervor, das auf der Website des Präsidentenbüros veröffentlicht wurde. Die Maßnahmen richten sich gegen Unternehmen aus dem Öl- und Gassektor Russlands und sehen umfassende wirtschaftliche Einschränkungen vor.
17:00 Uhr
Ukrainische Analyse: Kiews Kriegskosten laufen aus dem Ruder

Trotz massiver deutscher Unterstützung laufen die Kriegskosten für die Ukraine aus dem Ruder.urheberrechtlich geschützt Im ukrainischen Haushalt wird die Lücke zwischen Einnahmen und Ausgaben immer größer. Das zeigt eine Studie der Kyiv School of Economics. Auf steigende Kriegskosten reagiert Kiew mit dem Rückbau der Sozialausgaben. Allerdings kann dadurch die Finanzlücke nicht geschlossen werden. Es droht der Crash.
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Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.
Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.


