Liveticker Ukraine-Krieg: NATO will weitere F-16 an Kiew übergeben

3.04.2025 22:00 Uhr
22:00 Uhr
Damit beenden wir für heute den Live-Ticker zur Lage im Ukraine-Konflikt. Morgen früh ab 7 Uhr geht es mit der Berichterstattung weiter. Wir wünschen unseren Lesern trotz aller Spannungen in der Welt eine gute Nacht!
21:59 Uhr
Rutte: Ukraine-Konflikt hat globalen Charakter
NATO-Generalsekretär Mark Rutte (rechts) während einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem ukrainischen Außenminister Andrei Sibiga in Brüssel am 3. April 2025Virginia Mayo / AP Der Konflikt in der Ukraine hat einen globalen Charakter, behauptet der Generalsekretär der NATO, Mark Rutte. Im Rahmen einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem ukrainischen Außenminister Andrei Sibiga in Brüssel kündigte er an:
"Es ist ganz offensichtlich, dass dies kein regionaler, sondern ein globaler Konflikt ist, denn Russland arbeitet mit Unterstützung von China, Nordkorea und Iran. Und im Endeffekt gibt es ein Publikum, das den Ausgang dieses Kriegs beurteilen wird ‒ wer als Sieger daraus hervorgeht: Russland oder der Westen."
Rutte behauptete weiter, dass die Ergebnisse des Konflikts die "Grundlage für Chinas weitere Schritte im Indopazifik" bilden werden.
21:40 Uhr
NATO will weitere F-16 an Kiew übergeben
Symbolbild: Eine F-16 der ukrainischen LuftwaffeEfrem Lukatsky / AP Zusätzliche Kampfflugzeuge vom Typ F-16 werden für die Übergabe an die Ukraine vorbereitet, sagt der Befehlshaber der NATO-Kräfte in Europa, General Christopher Cavoli. Während einer Sitzung des zuständigen Ausschusses des US-Senats führt er aus:
"Es sind F-16 da, es sind Piloten da, mehr F-16 werden für den Einsatz vorbereitet."
Laut Cavoli fliegen die zuvor von den Niederlanden und Dänemark übergebenen Jets "jeden Tag". Sie würden von ukrainischen Piloten gesteuert. Der General fügt hinzu, dass zusätzliche Piloten in westlichen Ländern ausgebildet werden.
21:21 Uhr
Ukraine gibt über ein Viertel des Haushalts für Militär aus
Die Verteidigungsausgaben der Ukraine belaufen sich auf 26 Prozent des Staatshaushalts, wobei dieser zu weniger als 40 Prozent eigenfinanziert ist. Dies geht aus Angaben des ukrainischen Außenministers Andrei Sibiga hervor. Während seines Auftritts im NATO-Hauptquartier in Brüssel kündigte er an:
"Die Ukraine gibt jetzt 26 Prozent des Haushalts für die Verteidigung aus. Unsere Rüstungsindustrie stellt unter anderem Millionen von Drohnen pro Jahr her. Wir sind schon zu fast 40 Prozent autark und können diese Zahlen noch steigern."
Im Jahr 2024 hatte das ukrainische Haushaltsdefizit einen Rekordwert von 43,9 Milliarden US-Dollar erreicht. Ein Großteil des finanziellen Bedarfs des Landes wird weiterhin von ausländischen Partnern gedeckt.
20:58 Uhr
Russischer Verwaltungschef des Gebiets Charkow: Kiews Truppen terrorisieren die Bewohner
Ein Zivilist neben einem zerstörten Wohnhaus im Gebiet CharkowSputnik Das ukrainische Militär terrorisiert die zivilen Bewohner des von Russland kontrollierten Teils des Gebiets Charkow, sagt der russische Verwaltungschef der Region, Witali Gantschew. Gegenüber der Nachrichtenagentur RIA Nowosti erklärt er:
"Der Gegner begann aktiv mit dem Terror gegen die Zivilbevölkerung des von den russischen Streitkräften kontrollierten Teils des Gebiets Charkow: Zivile Objekte werden ständig beschossen, die Häuser der Menschen werden zerstört."
Auch im ukrainisch kontrollierten Teil des Gebiets leide die Zivilbevölkerung unter den Aktionen des Kiewer Militärs. Dazu führt Gantschew aus:
"Im ukrainisch besetzten Teil des Gebiets Charkow kommt es in frontnahen Gebieten immer häufiger zu Plünderungen. Die ukrainischen Kämpfer öffnen leerstehende Wohnungen und tragen wie Barbaren alles, was sie kriegen können, weg. Währenddessen vertreiben die lokalen Behörden die Menschen gewaltsam aus ihren Häusern."
20:25 Uhr
Russlands Luftabwehr schießt drei ukrainische Drohnen ab
Im Laufe des Nachmittags des heutigen Donnerstags haben russische Luftabwehrkräfte insgesamt drei ukrainische Drohnen abgefangen. Das russische Verteidigungsministerium gibt dazu bekannt:
"Zwei Drohnen wurden über dem Gebiet Kursk und eine über dem Gebiet Belgorod vernichtet."
19:59 Uhr
Vier Ukrainer wegen Einmarsch ins Grenzgebiet Kursk verurteilt
Ein russisches Militärgericht hat drei Schützen und einen Späher der 47. mechanisierten Brigade der ukrainischen Streitkräfte, die an dem Einmarsch in das Gebiet Kursk beteiligt waren, zu Haftstrafen von 15 bis 16 Jahren verurteilt.
Das berichtet der Pressedienst der Behörde am Donnerstag.
Den Ermittlungen zufolge seien sie zu verschiedenen Zeitpunkten zwischen Ende September und Anfang Oktober 2024 zusammen mit anderen Soldaten mit einem Bradley-Schützenpanzer illegal in das russische Staatsgebiet eingedrungen und hätten an der Besatzung des Dorfes Wesjoloje teilgenommen.
Die Verurteilten wurden terroristischer Handlungen für schuldig befunden.
Wie es heißt, hätten sie im Dorf Wesjoloje mit vorgehaltener Waffe Privathäuser besetzt, die Evakuierung von Zivilisten verhindert und wiederholt auf Anwohner sowie russische Militärangehörige geschossen.
19:27 Uhr
Selenskij hält Waffenstillstand in kommenden Monaten für möglich
Archivbild: Der ukrainische Staatschef Wladimir Selenskij.Aurelien Morissard / AP Ein Waffenstillstandsabkommen in den kommenden Wochen oder Monaten bleibt möglich, erklärt der ukrainische Staatschef, Wladimir Selenskij. Bei einem Treffen mit Vertretern der Gemeinden des ukrainischen Gebietes Tschernigow sagte er diesbezüglich:
"Ich denke, es ist möglich, dies so bald es geht, zu machen, in den nächsten Wochen, vielleicht Monaten. Es kann auf verschiedene Weise vonstattengehen, manchmal passiert alles in einem einzigen Moment."
18:53 Uhr
Russin im Gebiet Cherson wegen Finanzierung der ukrainischen Streitkräfte festgenommen
Der Föderale Sicherheitsdienst Russlands (FSB) hat eine russische Staatsbürgerin im Gebiet Cherson wegen Finanzierung der ukrainischen Streitkräfte festgenommen. Das berichtet das Presse- und Informationszentrum der Behörde am Donnerstag.
Wie es heißt, habe die Frau mehrfach persönliches Geld für den Kauf von gepanzerten Fahrzeugen, Munition, Ausrüstung sowie Medikamenten für die ukrainische Armee überwiesen.
Es wurden Ermittlungen wegen Landesverrats eingeleitet. Der Verdächtigen droht eine lebenslange Haftstrafe.
18:24 Uhr
Peskow: Russland möchte weiter mit den USA an einer Lösung des Ukraine-Konflikts arbeiten
Archivbild: Pressesekretär des russischen Präsidenten, Dmitri Peskow.Sergei Bobylew / Sputnik Moskau möchte weiterhin mit Washington zusammenarbeiten, um die Ukraine-Krise zu lösen. Das sagte Dmitri Peskow, der Pressesprecher des russischen Präsidenten, gegenüber der Nachrichtenagentur Bloomberg. Wie die Agentur schreibt, erklärte Peskow in seinem Kommentar, dass Russland es vorziehe, bestimmte Anstrengungen fortzusetzen, um eine friedliche Lösung für den Konflikt in der Ukraine zu finden.
Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.
Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.