Liveticker Ukraine-Krieg: Trump bittet Putin, für eine Woche auf Angriffe auf Kiew zu verzichten

29.01.2026 22:00 Uhr
22:00 Uhr
Damit beenden wir für heute den Live-Ticker zur Lage im Ukraine-Konflikt. Morgen früh ab 7 Uhr geht es mit der Berichterstattung weiter. Wir wünschen unseren Lesern trotz aller Spannungen in der Welt eine gute Nacht!
21:59 Uhr
Lawrow: Westliche Sicherheitsgarantien können keinen dauerhaften Frieden gewährleisten

Die westlichen Sicherheitsgarantien für die Ukraine, deren Ziel es ist, das Regime in Kiew in einem Teil der ehemaligen Ukraine zu erhalten, können kaum einen verlässlichen Frieden gewährleisten. Dies erklärte der russische Außenminister Sergei Lawrow gegenüber Journalisten.
Das gesamte Video dazu finden Sie hier auf unserer Webseite.
21:41 Uhr
Witkoff meldet "riesigen" Fortschritt bei trilateralen Verhandlungen
Bei den trilateralen Verhandlungen zwischen Russland, den USA und der Ukraine haben die Seiten einen erheblichen Fortschritt bei der Beilegung des Ukraine-Konflikts erreicht, sagte Steve Witkoff, Sondergesandter des US-Präsidenten Donald Trump. Während der Sitzung des Präsidialkabinetts im Weißen Haus führte er dazu aus:
"Am vergangenen Sonntag haben wir in Abu Dhabi fünf russische Generäle getroffen. Dort waren Jared Kushner und Daniel Driscoll. Und wir glauben, einen riesigen Fortschritt erreicht zu haben. Die Verhandlungen gehen in etwa einer Woche weiter, doch zwischen den Seiten passieren viele gute Dinge bei der Verhandlung der Territorialfrage."
Witkoff fügte hinzu, dass die Vereinbarung zu Sicherheitsgarantien "praktisch fertig" sei, und vermutete, dass ein Friedensabkommen in Kürze geschlossen werde.
21:23 Uhr
Szijjártó: Kiew fordert von der EU zusätzliches Geld über 1,5 Billionen Euro hinaus
Trotz der bereits diskutierten Bereitstellung von 1,5 Billionen Euro für die Ukraine erhebt Kiew weitere finanzielle Forderungen an die EU. Dies erklärte Ungarns Außenminister Péter Szijjártó nach einem Treffen der EU-Außenminister in Brüssel.
"Heute sprechen sie von 1,5 Billionen Euro für ein Unterstützungsprogramm für die Ukraine als von einer beschlossenen Sache. Hier in Brüssel gilt es als selbstverständlich, dass wir den Ukrainern 800 Milliarden Euro für den Unterhalt ihres Staates und 700 Milliarden Euro für ihre Armee geben – insgesamt also 1,5 Billionen Euro."
Zugleich habe das "Brüssel-Kiewer Tandem" nun weitere, noch höhere finanzielle Forderungen zusätzlich zu dieser Summe erhoben, so Szijjártó.
20:55 Uhr
Uschakow: Keine Sicherheitsgarantien für Ukraine mit Russland abgestimmt
Im Rahmen der Regulierung des Ukraine-Konflikts hat keine Seite Sicherheitsgarantien für die Ukraine mit Russland abgestimmt, sagt Juri Uschakow, Assistent des russischen Präsidenten. Bei einem Kommentar gegenüber dem russischen Perwy Kanal betont er in Bezug auf Sicherheitsgarantien für Kiew:
"Mit der russischen Seite hat das niemand abgestimmt."
20:29 Uhr
Zivilist stirbt bei ukrainischem Drohnenangriff auf Krankenhaus im Gebiet Belgorod
Ein Zivilist ist in der Stadt Graiworon im russischen Gebiet Belgorod ums Leben gekommen, nachdem eine ukrainische Drohne das städtische Krankenhaus angegriffen hatte. Wjatscheslaw Gladkow, Gouverneur der Region, berichtet dazu:
"In der Stadt Graiworon griff eine gegnerische Drohne vorsätzlich das Krankenhausgelände an. Durch die Detonation kam der Fahrer des Graiworoner zentralen Bezirkskrankenhauses ums Leben. Zum Zeitpunkt des Angriffs befand er sich im Auto und war gerade im Begriff, vom Gelände abzufahren. Zum großen Leidwesen erwiesen sich seine Wunden trotz der Bemühungen der Mediziner als tödlich."
19:52 Uhr
Lawrow: Von Selenskij angestrebter Waffenstillstand inakzeptabel für Moskau
Russland kann dem Plan der USA zur Lösung des Ukraine-Konflikts nicht zustimmen, weil dieser von Kiew und Europa nachträglich geändert wurde und für Moskau wichtige Punkte nicht beinhaltet, erklärt der russische Außenminister Sergei Lawrow. In einem Interview für türkische Medien führte er dazu aus:
"Wir haben das Dokument, das Wladimir Selenskij ständig als '20-Punkte-Plan' bezeichnet, nicht gesehen. Wie wir es verstehen, haben Ukrainer und Europäer ihn im Vergleich zum ursprünglichen Plan der USA 'durchgewühlt' und versuchen jetzt, der amerikanischen Administration ihre eigene 'Sicht' dieses 'Friedens' zu verkaufen."
In Bezug auf die Änderungen des Plans fügte Lawrow hinzu, dass sie Russland nicht vollständig bekannt seien, aber Russlands Forderung nach einem Schutz der Minderheiten in der Ukraine fehle bereits:
"Wir haben den Plan in Gänze bisher immer noch nicht gesehen, doch bereits die Zwischenvarianten beinhalten nicht mehr die Forderung, nationale Minderheitenrechte zu sichern und zu respektieren."
19:37 Uhr
Ukrainische Sprachbeauftragte fordert Nutzung des Ukrainischen auch bei Privatgesprächen
Zahlreiche Bewohner der Ukraine nutzen weiterhin die russische Sprache in Situationen, in denen es noch nicht gesetzlich verboten ist, klagt die Sprachbeauftragte der Ukraine, Jelena Iwanowskaja. In einer Sendung des YouTube-Kanals KyivFM behauptete sie, Klagen zu erhalten, wonach Menschen an ihren Arbeitsplätzen bei Privatgesprächen zur russischen Sprache übergehen. Iwanowskaja forderte:
"Auch wenn Sie auf der Arbeit keine geschäftliche Frage besprechen, sondern Ihren Hund oder Ihre Katze, müssen Sie es trotzdem in der Staatssprache tun, weil Sie sich im öffentlichen Raum befinden."
Seit dem Staatstreich im Jahr 2014 versucht die ukrainische Regierung, die russische Sprache aus dem öffentlichen Leben zu verdrängen und ihre Nutzung durch repressive Maßnahmen einzuschränken. Dabei sprechen knapp die Hälfte der Bewohner der Ukraine zu Hause Russisch, wie aus einer Umfrage des Marktforschungsinstituts SOCIS vom Dezember 2025 hervorgeht.
19:04 Uhr
Trump: Habe Putin gebeten, für eine Woche auf Angriffe auf Kiew zu verzichten

US-Präsident Donald Trump während der Kabinettssitzung im Weißen Haus am 29. Januar.Urheberrechtlich geschützt US-Präsident Donald Trump behauptet, den russischen Präsidenten Wladimir Putin persönlich gebeten zu haben, dass Russlands Streitkräfte Angriffe gegen Kiew und sonstige ukrainische Städte für eine Woche unterlassen. Im Rahmen einer Sitzung des Präsidentenkabinetts im Weißen Haus verkündete Trump:
"Wegen des Frosts, des extremen Frosts, und bei ihnen ist die Lage genauso wie bei uns, habe ich Präsident Putin persönlich gebeten, Kiew und andere Städte und Siedlungen innerhalb von einer Woche nicht zu beschießen. Das ist keine bloße Kälte, das ist eine außerordentliche Kälte."
Laut Trumps Behauptung habe der russische Präsident dem Vorschlag zugestimmt.
Die Zeitung Financial Times berichtet indessen unter Verweis auf ukrainische Beamten, dass Kiew von einer möglichen Feuerpause aus Trumps Ankündigung erfahren und diesbezüglich keine Bestätigung aus Russland erhalten hätten.
18:25 Uhr
Ukraine erhält erste Lieferung von Energieausrüstung aus Deutschland
Die Ukraine hat im Rahmen eines Winter-Hilfspakets in Höhe von 120 Millionen Euro die erste Lieferung von Energieausrüstung aus Deutschland erhalten. Dies teilt die ukrainische Premierministerin Julia Swiridenko mit. Gemeinsam mit dem deutschen Botschafter Heiko Thoms habe sie die Lieferung entgegengenommen, darunter zwei Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen, Generatoren und weitere dringend benötigte Technik.
Laut Swiridenko soll die Ausrüstung mehr als 85.000 Menschen in Kiew mit Strom und Wärme versorgen. In Kürze würden zudem 41 weitere KWK-Anlagen mit einer Gesamtleistung von 40,8 Megawatt sowie 76 modulare Heizkessel geliefert. Insgesamt erwarte Kiew 300 Solarmodule, 375 Batteriespeicher, 15 mobile Hybridgeneratoren sowie weiteres Material, unter anderem für Reparaturarbeiten.
Abschließend erklärte Swiridenko, Deutschland habe in diesem Winter zudem 60 Millionen Euro an humanitärer Hilfe bereitgestellt und 167 Millionen Euro in den Fonds zur Unterstützung der ukrainischen Energieversorgung eingezahlt.
Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.
Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.

