Liveticker Ukraine-Krieg – Russisches Militär: Tschugunowka im Gebiet Charkow befreit

7.02.2026 13:32 Uhr
13:32 Uhr
Tagesspiegel-Redakteur: Es liegt in unserem Interesse, dass der Ukraine-Krieg weitergeht

In der Phoenix-Talkshow Internationaler Frühschoppen hat Tagesspiegel-Journalist Christoph von Marschall gesagt:
"Es liegt in unserem Interesse, dass dieser Krieg noch etwas weitergeht."
Das gebe Deutschland die Möglichkeit, "eine glaubwürdige Abschreckung" gegenüber Russland aufzubauen.
Die BSW-Vorsitzende Amira Mohamed Ali sieht hierin eine Bestätigung, dass der Ukraine-Krieg "künstlich" am Laufen gehalten wird.
Das Video gibt es hier auf unserer Website zu sehen.
13:05 Uhr
Vier Verletzte in Belgorod durch Raketenbeschuss aus Ukraine
Die ukrainischen Streitkräfte haben die Stadt Belgorod im gleichnamigen russischen Grenzgebiet mit Raketen beschossen. Gouverneur Wjatscheslaw Gladkow meldete auf Telegram vier Verletzte. Bei ihnen handele es sich um die Mitarbeiter eines Infrastrukturobjektes. Zwei von ihnen seien mit Barotraumata und Quetschungen ins Krankenhaus eingeliefert worden. Auf dem betroffenen Gelände seien zudem sieben Fahrzeuge beschädigt worden.
Darüber hinaus berichtete der Politiker über Sachschäden in einigen weiteren Infrastrukturobjekten, einer Wohnung, vier Einfamilienhäusern und einem Geschäft. Durch Splitter seien elf Autos beschädigt worden.
Auf Telegram teilte Gladkow Fotos vom Ort des Geschehens.
12:36 Uhr
Russland berichtet über Vergeltungsschlag auf Ziele in Ukraine
Das russische Verteidigungsministerium in Moskau bestätigt am Samstag auf der Plattform Telegram einen massiven Angriff auf Ziele in der Ukraine. Wie die Behörde schreibt, handele es sich um einen Vergeltungsschlag, da das ukrainische Militär zuvor zivile Infrastrukturobjekte in Russland attackiert habe. Das russische Militär habe deswegen hochpräzise see- und luftgestützte Langstreckenwaffen, darunter Hyperschallraketen vom Typ Kinschal, und Drohnen eingesetzt. Der Schlag habe Rüstungswerken, Drohnenlagern sowie Energie- und Verkehrsobjekten im Nachbarland gegolten, welche der Gegner zu militärischen Zwecken nutze. Alle anvisierten Ziele seien getroffen worden.
Ferner berichtet das Ministerium über erfolgreiche Luft-, Drohnen-, Raketen- und Artillerieangriffe auf 158 Standorte mit ukrainischen Soldaten und ausländischen Söldnern. Die russische Luftabwehr habe in den vergangenen 24 Stunden dagegen eine Lenkbombe und 168 ukrainische Drohnen abgefangen.
12:07 Uhr
Frontbericht des russischen Verteidigungsministeriums: Tschugunowka im Gebiet Charkow befreit

SymbolbildJEWGENI BIJATOW / Sputnik Russlands Verteidigungsministerium meldet weitere Erfolge bei der militärischen Sonderoperation in der Ukraine binnen der letzten 24 Stunden. Wie die Behörde am Samstag auf der Plattform Telegram schreibt, habe der Truppenverband Nord die Ortschaft Tschugunowka im Gebiet Charkow unter seine Kontrolle gebracht und ukrainische Einheiten im Raum der Ortschaften Ochrimowka, Kotowka, Bely Kolodes und Malaja Woltschja im Gebiet Charkow sowie Choten, Malaja Rybiza, Miropolje und Olschanka im Gebiet Sumy getroffen. Der Gegner habe mehr als 210 Armeeangehörige verloren. Dabei seien zwei gepanzerte Gefechtsfahrzeuge, zehn Wagen, fünf Geschütze, ein Munitionslager und vier Materiallager zerstört worden.
Der Truppenverband West habe günstigere Stellungen bezogen und ukrainische Einheiten nahe den Ortschaften Monatschinowka, Kowaljowka und Kurotschkino im Gebiet Charkow sowie Krasny Liman in der DVR getroffen. Dabei seien mehr als 180 ukrainische Soldaten getötet oder verletzt worden. Das russische Militär habe zudem siebzehn Wagen, zwei Geschütze und fünf Munitionslager zerstört.
Auch der Truppenverband Süd habe seine Position an der vordersten Linie verbessert, indem er Personal und Technik des Gegners im Raum der Ortschaften Slawjansk, Kramatorsk, Priwolje, Resnikowka und Konstantinowka in der DVR getroffen habe. Die russische Behörde beziffert die generischen Personalverluste auf bis zu 150 Kämpfer. Das ukrainische Militär habe zudem einen Kampfpanzer, drei gepanzerte Gefechtsfahrzeuge, dreizehn Wagen, drei Geschütze, eine Anlage der elektronischen Kampfführung, ein Munitionslager und zwei Materiallager verloren.
Der Truppenverband Mitte habe ebenfalls günstigere Stellungen bezogen, wobei er Personal und Technik der ukrainischen Streitkräfte in der Nähe der Ortschaften Grischino, Belizkoje, Nowoalexandrowka, Kutscherow Jar und Swetloje in der DVR getroffen habe. Der Gegner habe mehr als 280 Armeeangehörige verloren. Ein Kampfpanzer, sechs gepanzerte Gefechtsfahrzeuge, zwölf Wagen, drei Geschütze und ein Mehrfachraketenwerfer seien außer Gefecht gesetzt worden.
Der Truppenverband Ost habe seinen Vormarsch fortgesetzt und in den vergangenen 24 Stunden ukrainische Einheiten in der Nähe der Ortschaften Kommunarowka im Gebiet Dnjepropetrowsk sowie Lesnoje, Samoilowka, Boikowo, Wosdwischewka und Zwetkowoje im Gebiet Saporoschje getroffen. Das russische Ministerium schätzt die gegnerischen Personalverluste auf bis zu 435 Armeeangehörige. Dabei seien sechs gepanzerte Gefechtsfahrzeuge, elf Wagen und zwei Geschütze außer Gefecht gesetzt worden.
Der Truppenverband Dnjepr habe Personal und Technik des Gegners in der Nähe der Ortschaften Magdalinowka und Wesseljanka im Gebiet Saporoschje getroffen. Dabei seien bis zu 50 ukrainische Soldaten getötet oder verletzt worden. Der Gegner habe zudem ein gepanzertes Gefechtsfahrzeug und sechs Wagen verloren.
Nach russischen Angaben habe die Ukraine seit dem Beginn der Sonderoperation vor knapp vier Jahren insgesamt 670 Flugzeuge, 283 Hubschrauber, 112.882 Drohnen, 650 Flugabwehrraketenkomplexe, 27.542 Kampfpanzer und andere Panzerfahrzeuge, 1.660 Mehrfachraketenwerfer sowie 33.133 Geschütze und Mörser verloren.
11:31 Uhr
Gouverneur meldet Opfer und Schäden durch ukrainische Angriffe auf Grenzgebiet Kursk
Die ukrainischen Streitkräfte setzen ihre Attacken auf das russische Grenzgebiet Kursk fort. Gouverneur Alexander Chinschtein berichtet in der täglichen Statistik auf Telegram über mehrere Artillerie- und Drohnenangriffe auf die Region. Wie der Politiker mitteilt, seien im Zeitraum von 7 Uhr MEZ am 6. Februar bis 5 Uhr MEZ am 7. Februar 47 ukrainische Drohnen abgeschossen worden. Außerdem habe die gegnerische Artillerie in dieser Zeit 66 Mal grenznahe evakuierte Ortschaften unter Beschuss genommen. Es habe darüber hinaus zehn Angriffe gegeben, bei denen unbemannte Luftfahrzeuge Sprengsätze auf Objekte im Gebiet Kursk abgelassen hätten.
Chinschtein meldet einen Toten und drei Verletzte unter der Zivilbevölkerung. Bei den Attacken auf die Ortschaften Werchni Ljubasch, Kosino, Chomutowka und Maloje Soldatskoje seien insgesamt zwei Einfamilienhäuser, zwei Schuppen, eine Garage, ein Dampfbad und vier Autos zerstört oder beschädigt worden.
11:06 Uhr
Ukraine meldet massive Angriffe aus Russland – Stromausfälle in weiten Teilen des Landes
Die Ukraine hat am Samstag erneut massive Angriffe aus Russland gemeldet. Nach Angaben des örtlichen Netzbetreibers verursachten die Attacken Stromausfälle in weiten Teilen des Landes. Infolge der Schäden sei am Samstagmorgen in den meisten Regionen der Strom abgeschaltet worden, hieß es auf dem Telegram-Kanal von Ukrenergo.
Energieminister Denis Schmygal teilte mit, dass das russische Militär es auf Anlagen zur Stromerzeugung und -verteilung abgesehen habe. Die Reparaturarbeiten sollen beginnen, sobald es die Sicherheitslage zulasse.
Am Samstagmorgen war auch der Luftraum im Südosten Polens wegen eines Militäreinsatzes gesperrt. Grund seien "ungeplante militärische Aktivitäten", teilte der Flugbeobachtungsdienst FlightRadar24 auf der Plattform X mit. Der Flughafen Lublin sei wegen eines Einsatzes von NATO-Flugzeugen in dem Gebiet nicht erreichbar.
Airspace in southeastern Poland has once again been closed for the past few hours: CTR/TMA LUBLIN NOT AVBL DUT TO UNPLANNED MILITARY ACTIVITY RELATED TO ENSURING STATE SECURITY.NATO aircraft operating in the area at the moment: https://t.co/XwT8h6HtWApic.twitter.com/lQ67ti8ysY
— Flightradar24 (@flightradar24) February 7, 202610:34 Uhr
Beschuss auf Siedlungen im Gebiet Cherson: mehr als 30 Geschosse aus Ukraine abgefeuert
Die Behörden im von Russland kontrollierten Teil des Gebiets Cherson melden andauernde Angriffe auf Siedlungen am linken Dnjepr-Ufer. Den Angaben zufolge habe die ukrainische Artillerie im Laufe des 6. Februar 16 Geschosse auf vier Ortschaften abgefeuert. Die Zahl der eingeschlagenen Geschosse listen die Behörden wie folgt auf:
- Aljoschki — 4,
- Nowaja Kachowka — 5,
- Dnjeprjany — 3,
- Kachowka — 4.
Wie die Behörden weiter mitteilen, habe der Beschuss auch in der Nacht zum Samstag angedauert. Auf zivile Infrastrukturen der von Russland kontrollierten Ortschaften Nowaja Kachowka, Obrywka, Aljoschki und Sawodowka seien insgesamt 15 Geschosse abgefeuert worden.
Berichte über Opfer und Schäden liegen bislang nicht vor.
10:02 Uhr
DVR meldet keine ukrainischen Angriffe binnen 24 Stunden
Die Behörden in Donezk haben innerhalb der vergangenen 24 Stunden keine Angriffe durch ukrainische Truppen registriert. In der Zeitspanne von 0 Uhr am 6. Februar bis 0 Uhr am 7. Februar (Ortszeit) schlugen auf dem Territorium der Volksrepublik keine Geschosse ein. Berichte über Opfer und Infrastrukturschäden liegen nicht vor.
Am Vortag hatten die Behörden von Donezk einen Angriff aus der Ukraine gemeldet. Dabei wurde ein ziviles Infrastrukturobjekt beschädigt. Berichte über Opfer unter der Zivilbevölkerung lagen nicht vor.
09:35 Uhr
US-Regierung genehmigt begrenzten Verkauf von Ersatzteilen an Ukraine
Die US-Regierung hat einen begrenzten Verkauf von militärischen Ersatzteilen an die Ukraine gebilligt. Über die geplante Bereitstellung sogenannter Class-IX-Ersatzteile im Wert von 185 Millionen US-Dollar oder umgerechnet 156 Millionen Euro sei der Kongress informiert worden, teilte das Außenministerium in Washington am Freitag mit. Die Ersatzteile umfassten demnach unter anderem Motoren, Getriebe, Räder, Reifen und Bremsen und sollen der Instandsetzung der von den USA gelieferten Militärfahrzeuge dienen.
09:03 Uhr
Medienbericht: USA drängen auf Referendum und Wahlen in Ukraine im Mai
Die USA und die Ukraine erörtern Insidern zufolge einen Zeitplan für ein Friedensabkommen mit Russland, der im Frühjahr Wahlen vorsehen könnte. Ziel sei eine Einigung im März, gefolgt von einem Referendum und Wahlen im Mai, zitiert die Nachrichtenagentur Reuters mehrere mit den Vorgängen vertraute Personen. Das US-Verhandlungsteam um den Sondergesandten Steve Witkoff und Donald Trumps Schwiegersohn Jared Kushner dränge zur Eile. Hintergrund sei die Sorge, dass sich der US-Präsident angesichts der im November anstehenden Kongresswahlen bald stärker auf innenpolitische Themen konzentrieren werde.
Exclusive: US aims for March peace deal in Ukraine, quick elections, sources say | Reuters https://t.co/WocwsChPzy
— John Dawson (@dawsonjohn95) February 6, 2026Mehrere Experten bezeichneten den Zeitplan als unrealistisch. Zum einen seien Wahlen unter dem geltenden Kriegsrecht verboten und logistisch kaum in der kurzen Zeit zu organisieren. Zum anderen gebe es bei zentralen Streitpunkten noch keine Einigung. Moskau fordere die Kontrolle über den gesamten Donbass, während Kiew dies ablehne. Auch die Zukunft des AKW Saporoschje sei ungeklärt: Russland habe einen US-Vorschlag abgelehnt, wonach Washington die Anlage kontrollieren und die Stromversorgung beider Seiten sicherstellen solle.
Am Donnerstag war die zweite Runde der von den USA vermittelten Verhandlungen in Abu Dhabi mit einem Gefangenenaustausch zwischen Russland und der Ukraine zu Ende gegangen. Der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij stellte ein baldiges nächstes Treffen in den USA in Aussicht.
Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.
Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.

