Liveticker Ukraine-Krieg: Klitschko fordert Einwohner auf, Kiew zu verlassen

9.01.2026 15:05 Uhr
15:05 Uhr
Meloni: Es ist Zeit für Europa, mit Russland zu sprechen

Archivbild: Italiens Ministerpräsidentin Giorgia MeloniTom Nicholson / Gettyimages.ru Die italienische Ministerpräsidentin Giorgia Meloni ist der Ansicht, dass es für Europa an der Zeit ist, mit Russland zu sprechen. Dies erklärte sie auf einer Pressekonferenz zum Jahresende, als sie auf die Frage nach der Position zugunsten eines Dialogs mit der Russischen Föderation antwortete, die vom stellvertretenden Ministerpräsidenten und Vorsitzenden der zur Regierungskoalition gehörenden Partei "Lega", Matteo Salvini, geäußert worden war. Meloni sagte:
"Salvini hat, ebenso wie [der französische Präsident Emmanuel] Macron, Überlegungen zu den Beziehungen Russlands zu Italien geäußert. In diesem Fall denke ich, dass Macron recht hat: Ich bin der Meinung, dass es auch für die EU an der Zeit ist, Verhandlungen mit Russland aufzunehmen."
Sie fuhr fort:
"Die Frage ist natürlich, wer dies tun soll. Es gibt zu viele Stimmen."
Die italienische Ministerpräsidentin fügte hinzu:
"Es sollte nicht jeder für sich allein vorgehen. Ich war immer für die Ernennung eines Sonderbeauftragten für die Ukraine."
Gleichzeitig ist sie der Meinung, dass die Bedingungen für eine Rückkehr Russlands in das G7-Format noch nicht gegeben sind, schloss dies aber für die Zukunft nicht aus. Meloni sagte:
"Man muss abwarten und sehen, wann Frieden erreicht wird und unter welchen Bedingungen dies geschieht."
14:28 Uhr
Merz: Sicherheitsgarantien für Ukraine nur mit Russlands Zustimmung möglich

Am Rande der CSU-Klausur im oberbayerischen Seeon-Seebruck hat Bundeskanzler Friedrich Merz klargestellt, dass geplante Sicherheitsgarantien für die Ukraine nach einem möglichen Waffenstillstand ohne die Zustimmung Russlands nicht umsetzbar sind.
Merz bezog sich dabei auf die aktuellen Beratungen der "Koalition der Willigen" über eine Truppenpräsenz in der Ukraine.
"Die Reihenfolge muss lauten: zuerst ein Waffenstillstand, dann Sicherheitsgarantien für die Ukraine als Grundlage für ein langfristiges Abkommen mit Russland. Und all das ist ohne Russlands Zustimmung nicht möglich", betonte Merz am Donnerstag vor Journalisten.
Ein Video dazu gibt es hier auf unserer Webseite.
13:57 Uhr
Klitschko fordert Einwohner auf, Kiew zu verlassen

Archivbild: Witali Klitschko, Bürgermeister von KiewEmin Sansar/Anadolu Agency / Gettyimages.ru Der Bürgermeister von Kiew, Witali Klitschko, hat die Einwohner aufgefordert, die Stadt nach Möglichkeit zu verlassen. Auf seinem Telegram-Kanal schrieb er:
"Ich appelliere an alle Einwohner der Hauptstadt, die die Möglichkeit haben, vorübergehend aus der Stadt zu fahren, wo es alternative Strom- und Wärmequellen gibt – tun Sie dies."
Laut Klitschko ist derzeit die Hälfte der Mehrfamilienhäuser (fast 6.000) in Kiew ohne Heizung.
Er behauptete auch, dass der nächtliche Angriff auf Kiew "der schmerzhafteste" für kritische Infrastruktureinrichtungen gewesen sei.
Unterdessen berichtete der Abgeordnete der Werchowna Rada, Alexei Kutscherenko, dass die Versorgungsunternehmen die Aufgabe erhalten hätten, das Wasser aus den hausinternen Systemen abzulassen. Dies sei notwendig, damit die Heizungsrohre aufgrund des gefrorenen Wassers nicht platzen.
Das ukrainische Energieunternehmen DTEK gab bekannt, dass in ganz Kiew bereits Notstromabschaltungen eingeführt wurden. Zuvor gab es diese nur am linken Ufer des Dnjepr.
13:29 Uhr
Frontbericht des russischen Verteidigungsministeriums
Russlands Verteidigungsministerium berichtet am Freitag über den Verlauf der militärischen Sonderoperation in der Ukraine innerhalb der vergangenen Woche.
Laut dem Bericht hat das russische Militär dem Gegner erhebliche Verluste zugefügt. Durch entschlossene Aktionen der Einheiten der Truppenverbände Nord, Süd, Ost, West, Mitte und Dnjepr verlor die Ukraine bis zu 8.780 Soldaten.
Im Zeitraum vom 3. Januar bis zum 9. Januar haben die russischen Streitkräfte einen massiven und vier kombinierte Schläge durchgeführt.
Bei den Angriffen wurden Unternehmen der Militärindustrie der Ukraine, Energieobjekte, Objekte der Transport-, Militärflugplatz- und Hafeninfrastruktur, die im Interesse der ukrainischen Streitkräfte genutzt werden, Lager für Munition und Brennstoff, Produktions- und Lagerstätten für Langsteckedrohnen sowie Ausbildungszentren für Drohnenpiloten getroffen. Angegriffen wurden auch vorübergehende Stationierungsorte der bewaffneten Formationen der ukrainischen Streitkräfte und ausländischer Söldner.
Im Zuständigkeitsbereich des Truppenverbands Nord beliefen sich die Verluste der ukrainischen Truppen auf mehr als 1.285 Soldaten. Zudem zerstörte das russische Militär zwölf Panzer und gepanzerte Kampffahrzeuge, 82 Autos, sieben Feldartilleriegeschütze, sechs Stationen für elektronische Kampfführung sowie 18 Munitions-, Brennstoff- und Materiallager.
Im Zuständigkeitsbereich des Truppenverbands West verlor das ukrainische Militär mehr als 1.330 Kämpfer. Zusätzlich zerstörte der Verband 20 gepanzerte Kampffahrzeuge, 90 Autos, sieben Feldartilleriegeschütze, zwei Stationen für elektronische Kampfführung sowie 28 Munitionslager der ukrainischen Armee.
Im Abschnitt des Truppenverbands Süd verlor das ukrainische Militär mehr als 1.355 Kämpfer. Vier Panzer, 43 gepanzerte Kampffahrzeuge, darunter drei aus westlicher Produktion, 110 Autos, 14 Artilleriegeschütze sowie 20 Munitions-, Brennstoff- und Materiallager wurden getroffen.
Im Zuständigkeitsbereich des Truppenverbands Mitte verlor das ukrainische Militär mehr als 2.805 Kämpfer. Der Verband der russischen Armee zerstörte fünf Panzer, darunter einen vom Typ Leopard aus deutscher Produktion, 54 gepanzerte Kampffahrzeuge, 68 Autos und zwölf Feldartilleriegeschütze.
Durch entschlossene Aktionen des Truppenverbands Ost verloren ukrainische Truppen mehr als 1.680 Kämpfer. Darüber hinaus zerstörte das russische Militär in diesem Operationsbereich 31 gepanzerte Kampffahrzeuge, 58 Autos, zehn Feldartilleriegeschütze sowie zwei Munitionslager.
Im Laufe der Woche beliefen sich die Verluste der ukrainischen Truppen im Zuständigkeitsbereich des Truppenverbands Dnjepr auf etwa 325 Soldaten. Außerdem eliminierte der Verband fünf gepanzerte Kampffahrzeuge, 75 Autos, sechs Feldartilleriegeschütze, sechs Stationen für elektronische Kampfführung und Artillerieabwehr sowie sechs Materiallager der ukrainischen Armee.
Drohnen, Raketentruppen und Artillerie der russischen Streitkräfte haben binnen einer Woche drei Mehrfachraketenwerfer, darunter vom Typ Vampire aus tschechischer Produktion, sowie vier Flugabwehrraketensysteme, darunter vom Typ IRIS-T aus deutscher Produktion, getroffen.
Einheiten der Flugabwehr schossen im Laufe der Woche 21 gelenkte Bomben, 14 HIMARS-Raketen aus US-Produktion, fünf Neptun-Raketen und 1.327 Drohnen ab.
Insgesamt wurden seit dem Beginn der militärischen Sonderoperation 670 Flugzeuge, 283 Hubschrauber, 108.206 unbemannte Luftfahrzeuge, 645 Flugabwehrraketensysteme, 27.020 Panzer und andere gepanzerte Kampffahrzeuge, 1.637 Mehrfachraketenwerfer, 32.463 Feldartillerie- und Mörsergeschütze sowie 51.287 militärische Spezialfahrzeuge der ukrainischen Streitkräfte außer Gefecht gesetzt.
12:42 Uhr
Russische Armee befreit fünf Siedlungen binnen einer Woche
Im Laufe der Woche haben die russischen Streitkräfte insgesamt fünf Siedlungen in der Volksrepublik Donezk, im Gebiet Sumy, im Gebiet Charkow, im Gebiet Dnjepropetrowsk und im Gebiet Saporoschje befreit.
Einheiten des Truppenverbandes Nord haben die Siedlung Grabowskoje im Gebiet Sumy befreit.
Die Siedlung Podoly im Gebiet Charkow wurde durch Einheiten des Truppenverbands West befreit.
Die Ortschaft Bondarnoje in der DVR wurde durch Einheiten des Truppenverbands Süd befreit.
Durch Einheiten des Truppenverbandes Ost wurden die Ortschaften Seljonoje im Gebiet Saporoschje und Bratskoje im Gebiet Dnjepropetrowsk befreit.
11:59 Uhr
Einsatz im Donbass: Oberleutnant Nikita Sagerson berichtet über den Drohnenkrieg

Sagerson beschreibt den Einsatz von Drohnen zur Aufklärung, zur Unterstützung von Angriffsgruppen sowie zur Versorgung eigener Einheiten. Trotz einer Verwundung blieb der Offizier im Einsatz, um den Auftrag zu erfüllen.
Ein Video dazu gibt es hier auf unserer Webseite.
11:25 Uhr
Selenskij fordert mehr Luftabwehrsysteme für Kiew nach "Oreschnik"-Angriff
Nach den russischen Luftangriffen und dem Einsatz des "Oreschnik"-Raketensystems fordert der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij erneut mehr Luftverteidigungssysteme von westlichen Ländern.
Laut Selenskij soll die Attacke die westlichen Partner daran erinnern, dass "die Luftverteidigungsunterstützung für die Ukraine für uns ständige Priorität" habe.
"Wir dürfen keinen einzigen Tag bei Lieferungen, Produktion oder Vereinbarungen verlieren. Heute werden wir unsere Partner auf allen Ebenen darüber informieren, was geschehen ist und welche Gegenmaßnahmen wir benötigen."
10:29 Uhr
Ukrainische Armee führt fast 100 Angriffe auf Gebiet Cherson binnen 24 Stunden durch
Die ukrainische Armee hat innerhalb eines Tages 98 Artillerie- und Drohnenangriffe auf das linke Ufer des Dnjepr in der Region Cherson durchgeführt, berichtet RIA Nowosti unter Berufung auf die Rettungsdienste der Region. Elf Siedlungen seien dabei getroffen worden.
"Tagsüber haben die ukrainischen Streitkräfte 62 Artillerie- und 14 Drohnenangriffe auf Siedlungen am linken Dnjepr-Ufer im Gebiet Cherson durchgeführt. In der Nacht wurden 22 Angriffe von Kämpfern des Kiewer Regimes verzeichnet. Insgesamt führte der Gegner in den vergangenen 24 Stunden 98 Artillerieangriffe auf elf Siedlungen in der Region Cherson durch."
09:34 Uhr
Gebiet Belgorod: Eine halbe Million Menschen bleibt ohne Strom
Nach Angaben von Wjatscheslaw Gladkow, dem Gouverneur des Gebiets Belgorod, blieben 556.000 Verbraucher ohne Stromversorgung infolge eines nächtlichen Beschusses aus der Ukraine. Auf Telegram teilt der Politiker mit:
"Um 6:00 Uhr haben wir 556.000 Menschen ohne Strom in sechs Bezirken, fast dieselbe Anzahl ohne Heizung, vor allem in 1.920 Mehrfamilienhäusern. Fast 200.000 Menschen sind ohne Wasser und Abwasserentsorgung."
Zuvor berichtete Gladkow über einen Raketenangriff der ukrainischen Streitkräfte auf die Stadt Belgorod. Nach vorläufigen Angaben gebe es keine Verletzten. Eine Infrastrukturanlage sei schwer beschädigt worden.
08:40 Uhr
Ukrainische Armee erhöht Intensität von Drohnenangriffen im Gebiet Sumy
Die ukrainischen Streitkräfte hätten im Gebiet Sumy die Angriffe mit FPV-Drohnen verstärkt, vor dem Hintergrund eines Mangels an Infanterie, meldet TASS unter Berufung auf die russischen Sicherheitsdienste.
"Am Frontabschnitt Krasnopolje ist eine Zunahme der Intensität von FPV-Angriffen seitens der ukrainischen Streitkräfte zu verzeichnen. Auf diese Weise versucht das ukrainische Kommando, den Mangel an Infanterie an vordersten Stellungen auszugleichen."
Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.
Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.



