Liveticker Ukraine-Krieg – Budanow: Zusammenarbeit mit Russland für Konfliktlösung nötig

20.01.2026 22:00 Uhr
22:00 Uhr
Damit beenden wir für heute den Live-Ticker zur Lage im Ukraine-Konflikt. Morgen früh ab 7 Uhr geht es mit der Berichterstattung weiter. Wir wünschen unseren Lesern trotz aller Spannungen in der Welt eine gute Nacht!
21:58 Uhr
Lawrow: "Merz, Starmer, Macron, Rutte bereiten sich ernsthaft auf Krieg gegen Russland vor"

Am Dienstag, dem 20. Januar 2026, hat der russische Außenminister Sergei Lawrow die jährliche Pressekonferenz zur außenpolitischen Bilanz gegeben. Zu seinen Themen gehörten die Verhandlungen zur Ukraine, die gescheiterten Versuche des Westens, Russland zu isolieren, und die Interessen Moskaus in verschiedenen Regionen. Zu den Spannungen zwischen der EU und Großbritannien auf der einen Seite und Russland auf der anderen, sagte er Folgendes:
"[Ursula] von der Leyen, [Friedrich] Merz, [Keir] Starmer, [Emmanuel] Macron, [Mark] Rutte – sie alle bereiten sich ernsthaft auf einen Krieg gegen die Russische Föderation vor. Und eigentlich machen sie auch keinen Hehl daraus."Außerdem erinnerte der Chefdiplomat daran, dass Merz auf dem CSU-Parteitag im Dezember 2025, gesagt hat, "man dürfe Russland nicht erlauben, in der Ukraine zu gewinnen, da dies der Beschwichtigungspolitik gegenüber Hitler [1938] gleichkäme".
Gepaart mit "den Äußerungen von Bundeskanzler Merz, dass die deutsche Armee wieder die stärkste in Europa werden muss", fragte Lawrow rhetorisch, was Moskau unter Berücksichtigung der gemeinsamen Kriegsgeschichte mit Berlin im 20. Jahrhundert von all dem halten solle.Ein Video dazu gibt es hier auf unserer Webseite.
21:55 Uhr
Medien: Ukraine nicht unter den Top-Themen in Davos
Das Thema Ukraine gehört in Davos nicht zu den fünf wichtigsten Punkten auf der Agenda. Dies berichtet das Portal Semafor unter Verweis auf den Chef von Naftogas Ukraine, Sergei Korezki.
"Ich habe gesehen, dass die Ukraine derzeit weder an erster noch an fünfter Stelle der Tagesordnung steht."
Anlass war ein Abendessen für Führungskräfte globaler Öl- und Gaskonzerne am Montagabend in Davos. Wie Semafor weiter berichtet, nahmen an dem Treffen Vertreter der meisten europäischen und nahöstlichen Energieriesen teil. US-Unternehmen waren jedoch nicht vertreten.Das Weltwirtschaftsforum findet vom 19. bis 23. Januar im schweizerischen Davos statt.
21:50 Uhr
Budanow: Zusammenarbeit mit Russland für Konfliktlösung nötig
Kirill Budanow, der Leiter des Büros von Wladimir Selenskij, hat die Notwendigkeit einer Zusammenarbeit mit Russland im Rahmen einer Konfliktregelung eingeräumt. Er sagte beim Weltwirtschaftsforum in Davos:
"Wir können Russland nicht einfach aus diesem Prozess ausschließen. Wir haben es versucht – wie man sieht, ohne Erfolg. Wir müssen mit ihnen zusammenarbeiten."
Russland hat wiederholt seine Bereitschaft zu einer friedlichen Lösung erklärt und beteiligt sich eigenen Angaben zufolge an der Diskussion des von den USA vorgeschlagenen Friedensplans. Zugleich stellt Moskau die Verhandlungsbereitschaft Kiews infrage. Aus dem Kreml hieß es, das Vorgehen der russischen Streitkräfte diene dazu, die Kiewer Regierung zu einem politischen Ausgleich zu bewegen.
21:40 Uhr
Gebiet Tschernigow: Fast 90 Prozent ohne Strom
In dem ukrainischen Gebiet Tschernigow sind fast 90 Prozent der Verbraucher ohne Strom. Dies teilt der Energieversorger "Tschernigowoblenergo" mit. In der Mitteilung auf dem Telegram-Kanal des Unternehmens heißt es:
"Im Gebiet Tschernigow wurden alle drei Stufen des speziellen Notabschaltplans gleichzeitig angewendet. 87 Prozent der Verbraucher sind ohne Strom."
Zuvor hatte das ukrainische Medium Strana berichtet, dass in Kiew 75 Prozent der Stadt von Stromausfällen betroffen sind.
21:25 Uhr
Niederlande stocken Energiehilfe für Ukraine um 23 Millionen Euro auf
In diesem Jahr stellen die Niederlande zusätzliche 23 Millionen Euro für die Unterstützung der Energieinfrastruktur in der Ukraine bereit. Dies teilt die Regierung am Dienstag mit.
Die Mittel sollen für den Gaseinkauf im Ausland, die dringende Reparatur von Kraftwerken sowie die Lieferung von Energieausrüstung niederländischer Unternehmen, darunter Generatoren und Kabel, verwendet werden.
"Damit beläuft sich der Gesamtbeitrag der Niederlande für die ukrainische Energiebranche im Jahr 2026 auf 133 Millionen Euro."
Bereits im Oktober 2025 hatte das Königreich 25 Millionen Euro als zusätzliche Hilfe für die Ukraine im Energiesektor bereitgestellt, zusätzlich zu einem für 2026 vorgesehenen Paket von 58 Millionen Euro.
Im September des vergangenen Jahres kündigte die niederländische Regierung an, dass Den Haag im Jahr 2026 mehr als 200 Millionen Euro für nichtmilitärische Hilfe an die Ukraine bereitstellen werde.
21:05 Uhr
Treffen von Dmitrijew mit Witkoff und Kushner dauerte über zwei Stunden
Das Treffen des Sonderbeauftragten des russischen Präsidenten für Investitions- und Wirtschaftskooperation, Kirill Dmitrijew, mit dem US-Sondergesandten Steve Witkoff und Jared Kushner, dem Schwiegersohn des US-Präsidenten, hat mehr als zwei Stunden gedauert. Dies berichtet ein Korrespondent von RIA Nowosti.
Das Gespräch fand im US-Pavillon am Rande des Weltwirtschaftsforums in Davos statt. Während des gesamten Treffens war der Pavillon von Polizeikräften und zivilem Sicherheitspersonal bewacht.
Sowohl die russische als auch die US-Seite bewerteten die Gespräche positiv. Dmitrijew erklärte, die Kontakte zwischen Russland und den USA verliefen in konstruktiver Atmosphäre. Witkoff bezeichnete die Verhandlungen als "sehr positiv".
21:00 Uhr
Zwei Zivilisten bei Angriff der ukrainischen Streitkräfte im Gebiet Brjansk getötet
Im Gebiet Brjansk sind bei einem Angriff der ukrainischen Streitkräfte zwei Zivilisten ums Leben gekommen. Dies teilt Gouverneur Alexander Bogomas auf Telegram mit. Nach seinen Angaben griffen ukrainische Kamikaze-Drohnen ein fahrendes ziviles Auto im Dorf Tschausy im Pogarski-Bezirk an. Rettungs- und Einsatzkräfte seien vor Ort im Einsatz.
20:55 Uhr
Gebiet Belgorod: Zivilist bei Drohnenangriff getötet, zwei weitere verletzt
Bei Angriffen ukrainischer Drohnen im russischen Gebiet Belgorod ist ein Zivilist getötet worden. Zwei weitere Menschen wurden verletzt. Dies teilt Gouverneur Wjatscheslaw Gladkow auf Telegram mit.
In der Ortschaft Nowaja Tawolschanka im Schebekino-Bezirk griff eine FPV-Drohne ein Auto an. Der Fahrer sei noch am Tatort an seinen Verletzungen gestorben. Gladkow sprach den Angehörigen sein Beileid aus.
In Schebekino erlitt ein Mann durch die Detonation einer Drohne eine Drucktraumaverletzung. Die Behandlung wird ambulant fortgesetzt. Das Auto wurde durch Splitter beschädigt.
In der Ortschaft Golowtschino im Graiworon-Bezirk wurde ein Mann bei einem FPV-Drohnenangriff auf ein Fahrzeug verletzt. Ein Rettungsteam brachte den Verletzten, der eine Splitterverletzung am Rücken erlitten hatte, in das städtische Krankenhaus in Belgorod, so der Gouverneur.
20:39 Uhr
Russische Truppen eröffnen den Weg nach Slawjansk

Symbolbild: Russische Soldaten am Frontabschnitt Krasny Liman.Sergei Bobylew / Sputnik In den vergangenen Tagen ist das Tempo der russischen Offensive bei Krasny Liman erheblich gestiegen. Dies ist die letzte größere Siedlung vor Slawjansk. Wie verlaufen diese Operationen und welche Gesamtbedeutung hätte eine Befreiung von Krasny Liman?
Mehr dazu in dieser Analyse von Jewgeni Krutikow.
Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.
Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.

