Liveticker Ukraine-Krieg: Russland meldet Angriff auf Flamingo-Hersteller in Kiew

16.08.2026 10:04 Uhr
10:04 Uhr
Russland meldet Angriff auf Flamingo-Hersteller in Kiew

Ukrainische Fuerwehrleute löschen am 16. August 2026 auf einem Markt in Kiew einen starken Brand, der infolge einer russischen Raketenattacke ausgebrochen ist.Francisco Seco / AP Russlands Verteidigungsministerium berichtet am Sonntag über weitere Angriffe auf militärisch relevante Ziele in der Ukraine. Am Morgen seien Rüstungswerke in der ukrainischen Hauptstadt Kiew, eine der landesweit größten Ölraffinerien in der Stadt Krementschuk und ein Hüttenwerk in der Stadt Kriwoi Rog getroffen worden. Bei den Attacken habe das russische Militär Langstreckendrohnen sowie boden- und luftgestützte Hochpräzisionswaffen verwendet.
Unter den in Kiew getroffenen Zielen nennt die Militärbehörde in Moskau die Fabrik Fire Point, die Bauteile für Flamingo-Marschflugkörper hergestellt haben soll, und das Werk Kiew-111, das Bauteile für verschiedene Drohnensysteme produziert haben soll. Außerdem meldet das russische Verteidigungsministerium einen erfolgreichen Angriff auf einen Trockenfrachter im Hafen der Stadt Odessa, der Militärgüter an Bord gehabt haben soll.
Zuvor hat der Kiewer Bürgermeister Vitali Klitschko über Explosionen in der Stadt berichtet. Auf der Plattform Telegram forderte er die Einwohner der Millionenstadt auf, in ihren Schutzräumen zu bleiben. In zwei Stadtbezirken gebe es Brände. Mindestens eine Person sei verletzt worden.
Die ukrainische Luftwaffe berichtete auf Telegram zudem von Angriffen mit Raketen, Gleitbomben und unbemannten Luftfahrzeugen auf andere Landesteile, darunter auf die Industriestädte Krementschuk und Kriwoi Rog. In Kriwoi Rog sollen nach Angaben der örtlichen Behörden 13 Personen verletzt worden sein. Eine Frau sei ums Leben gekommen, hieß es.
09:36 Uhr
Massive ukrainische Drohnenattacke auf Moskau: Drei Menschen verletzt
Im Zeitraum vom Samstagabend bis 5.30 Uhr MESZ haben die ukrainischen Streitkräfte eine massive Drohnenattacke auf die russische Hauptstadt Moskau unternommen. Wie Bürgermeister Sergei Sobjanin auf Telegram schreibt, habe die russische Luftabwehr in dieser Zeit über dem Großraum Moskau 201 unbemannte Luftfahrzeuge unschädlich gemacht. Der Politiker meldet dabei drei Verletzte. Die Menschen seien in der Nähe des Moskauer Autobahnrings (MKAD) zu Schaden gekommen. An den Absturzstellen der abgefangenen unbemannten Luftfahrzeuge seien Sicherheitskräfte im Einsatz. Weitere Details gibt Sobjanin nicht bekannt.
09:09 Uhr
Gouverneur meldet eine der massivsten ukrainischen Drohnenattacken auf Gebiet Moskau
Andrei Worobjow, Gouverneur des Gebiets Moskau, spricht auf Telegram von einer der massivsten ukrainischen Attacken seit der letzten Zeit. Ihm zufolge habe die russische Luftabwehr in der Nacht über zehn Bezirken 187 ukrainische Drohnen abgefangen. Der Politiker meldet Opfer und Schäden.
Im Bezirk Ramenskoje sei ein 83 Jahre alter Mann ums Leben gekommen, als eine ukrainische Drohne auf ein Einfamilienhaus gestürzt sei. Der Politiker meldet darüber hinaus drei Verletzte nahe der Stadt Podolsk. In der Stadt sei außerdem ein Lagerhaus des Online-Händlers Wildberries in Brand geraten. Ein weiterer Mann sei in der Stadt Klimowsk verletzt worden. Bei ihm handele es sich um einen Lkw-Fahrer. Auch eine Einwohnerin der Siedlung Schelesnodoroschny und ein Einwohner der Gartengenossenschaft Lesnow seien verletzt worden. In der Stadt Domodedowo habe ein Lagerhaus mit Medikamenten Feuer gefangen. In der Stadt Kaschira sei ein Polizeirevier beschädigt worden. Zudem seien in verschiedenen Ortschaften mehrere Wohnhäuser zu Schaden gekommen, teilt Worobjow mit.
08:32 Uhr
Russische Luftabwehr zerstört in der Nacht 822 ukrainische Drohnen
Russlands Verteidigungsministerium berichtet am Sonntagmorgen über weitere Versuche der ukrainischen Streitkräfte, Objekte in Russland mit unbemannten Luftfahrzeugen anzugreifen. Demnach habe die russische Luftabwehr im Zeitraum von 19 Uhr MESZ am Samstag bis 7 Uhr MESZ am Sonntag 822 gegnerische Drohnen abgefangen. Die unbemannten Luftfahrzeuge seien demnach über den Gebieten Belgorod, Brjansk, Wladimir, Wolgograd, Woronesch, Kaluga, Kursk, Lipezk, Nischni Nowgorod, Orjol, Rostow, Rjasan, Tambow und Tula, dem Großraum Moskau, der Region Krasnodar, der Teilrepublik Krim sowie über dem Asowschen und dem Schwarzen Meer zerstört worden. Weitere Einzelheiten teilt das Ministerium nicht mit.
08:05 Uhr
DVR meldet 42 ukrainische Angriffe binnen 24 Stunden
Die Behörden in Donezk haben innerhalb der vergangenen 24 Stunden 42 Angriffe durch ukrainische Truppen registriert. Demnach wurden auf das Territorium der Volksrepublik 50 Geschosse abgefeuert. Bei den Angriffen in der Zeitspanne von 0 Uhr am 15. August bis 0 Uhr am 16. August (Ortszeit) wurden vier Zivilisten verletzt. Durch den Beschuss wurden drei Wohnhäuser, 16 zivile Infrastrukturobjekte sowie mehrere Kommunalfahrzeuge, Lkw und Autos beschädigt.
Am Vortag hatten die Behörden von Donezk 34 Angriffe aus der Ukraine gemeldet. Dabei wurde eine zivile Person getötet, zehn Zivilisten erlitten Verletzungen. Zu Schaden kamen vier Wohnhäuser, fünf zivile Infrastrukturobjekte sowie mehrere Kommunalfahrzeuge, Lkw, Busse und Autos.
07:31 Uhr
NATO-Kampfjet schießt Drohne über Rumänien ab
Ein spanisches F-18-Kampfflugzeug hat im Rahmen einer NATO-Mission eine Drohne über Rumänien abgeschossen. Die Drohne habe um 04.44 Uhr Ortszeit den nationalen Luftraum verletzt, teilte das rumänische Verteidigungsministerium auf der Plattform X mit. Der Abschuss sei um 05.01 Uhr Ortszeit erfolgt. Die Überreste der Drohne seien auf ein unbewohntes Gebiet zwischen den Ortschaften Băleni und Cudalbi im Kreis Galați gestürzt. Es sei bereits die vierte in diesem Jahr abgeschossene Drohne.
Zur Herkunft machte das Ministerium allerdings keine Angaben. Die Radare hätten das unbemannte Luftfahrzeug geortet, als es aus dem benachbarten Moldawien etwa 24 Kilometer nördlich der Ortschaft Galați in den Luftraum des EU- und NATO-Staates eingedrungen sei.
Im Juli hatten rumänische F-16-Kampfjets erstmals drei mutmaßlich russische Drohnen abgeschossen. In diesem Jahr war zudem eine mutmaßlich russische Drohne in einen Wohnblock in der Stadt Galați nahe der Grenze zur Ukraine gestürzt und hatte zwei Menschen verletzt. Rumänien hat eine 600 Kilometer lange Grenze mit der Ukraine.
În noaptea de 15 spre 16 august, la ora 04.44, sistemele de supraveghere ale Ministerului Apărării Naționale au detectat pătrunderea unei ținte aeriene în spațiul aerian național, dinspre Republica Moldova, la aproximativ 24 km nord de Galați.
— MApN (@MApNRomania) August 16, 2026
O aeronavă F-18 a Forțelor Aeriene… pic.twitter.com/TD99i4QFwp15.08.2026 21:00 Uhr
21:00 Uhr
Damit beenden wir für heute den Live-Ticker zur Lage im Ukraine-Konflikt. Morgen früh ab 7 Uhr geht es mit der Berichterstattung weiter. Wir wünschen unseren Lesern trotz aller Spannungen in der Welt eine gute Nacht!
20:59 Uhr
Flugabwehr zerstört im Laufe des Tages 180 ukrainische Drohnen
Einheiten der russischen Flugabwehr haben im Laufe des Tages 180 unbemannte Flugzeuge der Ukraine abgefangen und zerstört. Laut dem Verteidigungsministerium wurden diese zwischen 8 und 20 Uhr (Moskauer Zeit) über elf Gebieten Russlands sowie über dem Schwarzen Meer vom Himmel geholt.
20:42 Uhr
FT: Ukraine verschweigt Zahl russischer Raketen – denn sie kann nicht abfangen
Seit einiger Zeit berichtet die Ukraine nicht mehr über die Zahl der von Russland abgefeuerten Raketen. Laut einem Bericht der Zeitung Financial Times (FT) steht die Maßnahme mit einer geringen Abfangfähigkeit in Verbindung. Außerdem ziele diese Taktik darauf ab, die Moral der Bevölkerung aufrechtzuerhalten.
Die Verbergung der Daten sei nach einer Reihe massiver Angriffe Anfang August, die Kiew nicht abwehren konnte, deutlich geworden. Die Lage habe einen kritischen Mangel an Abfangraketen offengelegt, insbesondere an Patriot-Raketen.
20:20 Uhr
Russische Behörden melden Verletzte nach ukrainischen Angriffen
Bei einem Drohnenangriff der ukrainischen Streitkräfte auf eine Tankstelle in Melitopol wurde ein Zivilist verletzt, berichtet der Gouverneur des Gebiets Saporoschje Jewgeni Balizki. Ein in der Nähe geparkter Lkw geriet durch den Angriff in Brand.
Im Dorf Wassiljewka im Gebiet Brjansk schlug eine Kamikaze-Drohne in ein Wohnhaus ein. Nach Angaben des kommissarischen Gouverneurs Jegor Kowaltschuk wurden zwei Menschen verwundet.
Aufgrund der Angriffe auf das Gebiet Belgorod erlitten zwei Zivilisten Verletzungen. Einer von ihnen befindet sich in kritischem Zustand. Alle Verletzten erhalten medizinische Hilfe.
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Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.
