Liveticker Ukraine-Krieg: Zweiter Tag der Verhandlungen in Abu Dhabi begonnen

5.02.2026 09:55 Uhr
09:55 Uhr
Finnland will Garantien für Kiew nicht als Äquivalent zu Artikel 5 des NATO-Vertrags bezeichnen
Den finnischen Behörden missfiel die von US-Beamten verwendete Formulierung über Sicherheitsgarantien für die Ukraine, "ähnlich Artikel 5" des NATO-Vertrags, berichtete Politico unter Berufung auf Dienstkorrespondenz des US-Außenministeriums.
Nach Angaben der Nachrichtenagentur wurde dieses Thema bei einem Treffen der finnischen Außenministerin Elina Valtonen mit US-Gesetzgebern im Januar diskutiert. Politico schrieb unter Berufung auf die Korrespondenz des US-Außenministeriums:
"Valtonen warnte vor jeglichen Vorschlägen für Sicherheitsgarantien 'ähnlich Artikel 5' für die Ukraine nach dem Krieg […] Sie warnte, dass dies zu einer Verwechslung der NATO-Garantien gemäß Artikel 5 mit bilateralen Verpflichtungen gegenüber der Ukraine führen könnte."
Artikel 5 des NATO-Vertrags sieht eine kollektive Verteidigung im Falle eines Angriffs auf eines der NATO-Mitglieder vor.
09:21 Uhr
Zweiter Tag der Verhandlungen in Abu Dhabi begonnen
In Abu Dhabi in den Vereinigten Arabischen Emiraten hat der zweite Tag der zweiten Verhandlungsrunde zwischen den Delegationen Russlands, der USA und der Ukraine begonnen. Dies berichtet Rustem Umerow, Sekretär des nationalen Sicherheitsrats der Ukraine.
Nach Umerows Angaben wird die Arbeit im gleichen Format, wie am Vortag, fortgesetzt und umfasst trilaterale Beratungen sowie Arbeit in Gruppen mit anschließender Synchronisierung der Positionen.
Die erste Runde der trilateralen Gespräche hatte in Abu Dhabi in geschlossenem Format am 23. und 24. Januar stattgefunden.
08:44 Uhr
Russischer Botschafter in London: Idee, westliche Truppen in Ukraine zu stationieren, ist vom Tisch
Die Idee, ein Kontingent der sogenannten "Koalition der Willigen" in der Ukraine zu stationieren, sei tot, erklärte der russische Botschafter in Großbritannien, Andrei Kelin. In einem Interview mit dem britischen Fernsehsender Channel 4 sagte er:
"Sie [die Idee] ist tot. Es ist tot: Was der NATO-Generalsekretär immer wieder über die Absicht sagt, bald Truppen in die Ukraine zu entsenden, und so weiter."
Kelin betonte, dass die Idee der Stationierung ausländischer Truppen in der Ukraine für Russland in jedem Fall inakzeptabel sei. Nach Angaben des Diplomaten enthalten viele Vereinbarungen zur Beilegung von Konflikten weniger Garantien für die Stationierung von Truppen als vielmehr politische und rechtliche Garantien. Er fügte hinzu:
"Die beste (Garantie) sind gute Beziehungen zwischen den Vereinigten Staaten und Russland, gute Beziehungen zwischen den europäischen Ländern, einschließlich London, und Russland. Das bedeutet die Herstellung normaler Beziehungen, gegenseitigen Respekt, die Achtung der Interessen des anderen und die Achtung der gegenseitigen Garantien."
08:13 Uhr
Staatsduma verspricht, Rada-Abgeordneten Gontscharenko einen Platz im Krim-Gefängnis zu reservieren
Der Abgeordnete der Staatsduma aus der Region Krim und Mitglied des russischen Sicherheitsausschusses, Michail Scheremet, erklärte, dass für den Abgeordneten der Werchowna Rada, Alexei Gontscharenko, der in Russland auf der Liste der Terroristen und Extremisten steht und in Abwesenheit verurteilt wurde, der Pläne zur Eröffnung von Zentren auf der Krim angekündigt hat, ein Platz in einem Krim-Gefängnis reserviert werde.
Zuvor hatte Gontscharenko eine Karte der Ukraine mit der Krim und den neuen Regionen Russlands veröffentlicht, auf der er die Standorte seiner Zentren bis 2030 markiert hatte. Insbesondere plant er, vier Zentren auf der Krim zu eröffnen. Dazu sagte Scheremet:
"Gontscharenko war bereits 2014 auf der Krim, floh aber wie ein feiger Hase vor dem Zorn der Krim-Einwohner und steckte den Schwanz zwischen die Beine. Wenn er es so eilig hat, ein Zentrum auf der Krim zu eröffnen, dann reservieren wir ihm einen Platz in einem Krim-Gefängnis. Eine komfortable Gefängniszelle ist der beste Ort für ein solches Zentrum."
Seinen Worten zufolge könne Gontscharenko im Krim-Gefängnis nicht nur über sein Verhalten nachdenken, sondern auch seine Psyche heilen. Der Duma-Abgeordnete sagte:
"Ich bin sicher, dass ihm die Krim-Luft, die durch die Gitterstäbe des Gefängnisses strömt, guttun wird. Er wird viel Zeit haben, sich zu bessern und eine neue Chance zu bekommen, als normaler Mensch in die Gesellschaft zurückzukehren."
07:29 Uhr
Russische Streitkräfte schlagen ukrainischen Gegenangriff im Raum Kupjansk zurück
Kämpfer des Truppenverbands "West" haben einen Gegenangriff ukrainischer Truppen im Raum Kupjansk abgewehrt, teilte der Leiter des Pressezentrums des russischen Truppenverbands, Iwan Bigma, mit. Er sagte:
"Im Laufe des Tages wurde in der Nähe der Ortschaft Blagodatowka ein Gegenangriff einer mechanisierten Brigade der ukrainischen Streitkräfte abgewehrt. Sechs Kämpfer wurden getötet."
Außerdem haben russische Soldaten neun bodengestützte Roboterkomplexe zerstört, und Luftabwehrkräfte und mobile Feuergruppen haben eine HIMARS-Rakete, zwei gelenkte Flugkörper, 19 Flugdrohnen und 69 schwere Kampfquadrocopter abgeschossen.
Darüber hinaus zerstörten sie 51 Drohnen-Kontrollpunkte und eine Starlink-Satellitenkommunikationsstation.
07:00 Uhr
95 ukrainische Drohnen über Nacht über russischen Regionen zerstört

SymbolbildSergei Awerin / Sputnik Die Luftabwehrkräfte haben in der Nacht 95 Drohnen der ukrainischen Streitkräfte über russischen Regionen abgeschossen, teilte das russische Verteidigungsministerium mit. In dem Bericht auf dem Telegram-Kanal der Behörde heißt es:
"In der vergangenen Nacht wurden 95 ukrainische unbemannte Fluggeräte vom Typ Flugzeug von den diensthabenden Luftabwehrkräften abgefangen und zerstört:
- 36 über dem Territorium der Region Krasnodar,
- 27 über dem Territorium des Gebiets Rostow,
- 21 über dem Gewässer des Asowschen Meeres,
- acht über dem Territorium des Gebiets Belgorod,
- zwei über dem Territorium der Republik Krim,
- eine über dem Territorium des Gebiets Wolgograd."
4.02.2026 22:00 Uhr
22:00 Uhr
Damit beenden wir für heute den Live-Ticker zur Lage im Ukraine-Konflikt. Morgen früh ab 7 Uhr geht es mit der Berichterstattung weiter. Wir wünschen unseren Lesern trotz aller Spannungen in der Welt eine gute Nacht!
21:59 Uhr
Sieben Zivilisten im Gebiet Belgorod durch ukrainische Drohnenangriffe verletzt
Bei den andauernden ukrainischen Drohnenangriffen gegen zivile Ziele im russischen Gebiet Belgorod sind sieben weitere Zivilisten verwundet worden. Wjatscheslaw Gladkow, Gouverneur der Region, veröffentlicht Aufnahmen von Orten der Vorfälle und betont, dass sich unter den Verletzten drei Minderjährige befinden.
Nach Gladkows Angaben wurden bei einer Drohnenexplosion in der Siedlung Rakitskoje ein Mann und seine Kinder im Alter von neun und sechs Jahren verwundet. Im Bezirk Belgorod wurden ein 17-jähriger Jugendlicher im Dorf Nikolskoje und ein weiterer Mann im Dorf Rowenek verwundet. Ein Ehepaar im Dorf Glotowo des Bezirks Graiworon erlitt Verletzungen, nachdem eine Drohne ihr Auto angegriffen hatte. Zudem wurden mehrere Wohnhäuser und Fahrzeuge beschädigt oder zerstört, so Gladkow weiter.
21:34 Uhr
Selenskij kündigt Gefangenenaustausch an
Russland und die Ukraine könnten in nächster Zeit einen Gefangenenaustausch durchführen, meldet der ukrainische Staatschef Wladimir Selenskij. Während einer Besprechung der trilateralen Verhandlungen zwischen Russland, den USA und der Ukraine in Abu Dhabi sagte Selenskij mit Blick auf deren Ergebnisse:
"Es wird einen bedeutenden Schritt geben: Wir erwarten in nächster Zeit einen Gefangenenaustausch. Die Gefangenen müssen nach Hause gebracht werden."
Der jüngste Gefangenenaustausch zwischen Russland und der Ukraine hatte im Oktober 2025 stattgefunden.
21:14 Uhr
TASS: Ausländische Söldner beim ukrainischen Militär erhalten seit sechs Monaten keinen Sold

Urheberrechtlich geschützt Ausländische Söldner in Diensten des ukrainischen Militärs werden seit sechs Monaten nicht bezahlt, berichtet die russische Nachrichtenagentur TASS. Die Agentur zitiert dazu eine Quelle aus russischen Militärkreisen:
"Uns liegen Informationen vor, wonach der frühere Kommandeur eines Spähtrupps der Internationalen Legion, Ryan O’Leary, beim Kommando die prekäre finanzielle Situation ausländischer Kämpfer in den Reihen der ukrainischen Streitkräfte kritisiert hat. Grund dafür seien Zahlungsrückstände von inzwischen fast sechs Monaten."
Zuvor hatten militärische Quellen berichtet, das ukrainische Kommando setze Kämpfer der Internationalen Legion wegen Personalmangels an der Front zunehmend als Stoßtrupps ein. Dies habe zu Protesten sowie zur Ausreise einzelner ausländischer Kämpfer geführt.
Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.
Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.

