Liveticker Ukraine-Krieg – Medien: Selenskij ordnet Entwicklung eines dreijährigen Kriegsplans an

20.02.2026 18:18 Uhr
18:18 Uhr
Kallas rechnet mit Einigung auf 20. Sanktionspaket am Montag
Die EU kann sich am Montag bei einem Treffen der EU-Außenminister in Brüssel auf das 20. Sanktionspaket gegen Russland einigen, erklärt Außenbeauftragte Kaja Kallas auf einer Pressekonferenz in Krakau. Sie betont zudem, dass die Sanktionen Wirkung zeigen und der russischen Wirtschaft schwer schaden. Jede neue Maßnahme schränke Russlands Fähigkeit zur Kriegsführung weiter ein.
18:00 Uhr
"Wer, wenn nicht ich?" – Kommandeur über seinen Weg von der Klinik an die Front

Andrej Petunow, Kommandeur eines Sturmtrupps der 35. Garde-Brigade, berichtet, warum er sich freiwillig an die Front meldete und wie sich sein Weg seither gestaltet. Das Vaterland zu verteidigen gilt in Russland als heilige Pflicht. Am Tag des Verteidigers des Vaterlandes – einem staatlichen Feiertag – richten wir den Blick auf jene, für die dieser Auftrag tägliche Realität ist. Über Mut, Einsatz und den Kampf an vorderster Front – in unseren Gesprächen mit denen, die ihr Leben für ihr Land riskieren.
Ein Video dazu gibt es hier auf unserer Webseite.
17:40 Uhr
Flugabwehr zerstört weiterhin ukrainische Drohnen über Russland
Zwischen 8:00 und 16:00 Uhr Moskauer Zeit haben Einheiten der russischen Flugabwehr zwölf ukrainische Drohnen über Russland zerstört. Laut dem russischen Verteidigungsministerium wurden vier Drohnen über dem Gebiet Belgorod, jeweils drei über den Gebieten Brjansk und Kursk, eine über dem Gebiet Orjol und eine über dem Gebiet Rostow abgeschossen.
17:22 Uhr
Medien: Schweiz stellt Ukraine bis 2036 fünf Milliarden Franken bereit
Die Schweiz will der Ukraine bis 2036 weitere fünf Milliarden Franken (rund 6,4 Milliarden US-Dollar) zur Verfügung stellen. Dies berichtet die Rundfunkanstalt RTS unter Berufung auf eine Erklärung des Staatssekretariats für Wirtschaft:
"Die Schweiz beabsichtigt, weiterhin eine wichtige Rolle bei der Unterstützung der Ukraine zu spielen. Daher hat die Regierung beschlossen, langfristige Verpflichtungen für den Wiederaufbau des Landes einzugehen. Für den Zeitraum von 2025 bis 2036 wurden hierfür fünf Milliarden Franken bereitgestellt."
17:07 Uhr
Fico: "Wir wissen alle, dass ihr verliert" – Kritik an Selenskij und EU-Sanktionspolitik
Der slowakische Premierminister Robert Fico hat dem ukrainischen Machthaber Wladimir Selenskij vorgeworfen, die militärische Lage zu beschönigen. Selenskij versuche, die Europäische Union davon zu überzeugen, dass die Ukraine den Konflikt mit Russland gewinne, obwohl dies nicht der Fall sei, so Fico. Ein Video davon wurde am Freitag auf seiner offiziellen Facebook-Seite veröffentlicht. Fico wörtlich:
"Selenskij kommt oft zum Europäischen Rat. Und wenn man ihn nach der militärischen Lage fragt, sagt er: 'Wir gewinnen!' Aber verdammt noch mal, wir alle wissen, dass ihr verliert."
Zudem betonte Fico, die Sanktionspolitik der Europäischen Union habe keinerlei Einfluss auf den Verlauf des Konflikts in der Ukraine. Die Strategie, Russland zu schwächen, habe sich als gescheitert erwiesen.
Bereits im November 2025 hatte Fico erklärt, niemand zweifle mehr daran, dass die Krim und der Donbass unter russischer Kontrolle bleiben würden und Russland aus dem Konflikt mit der Ukraine als "absoluter Sieger" hervorgehen werde.
16:39 Uhr
Gebiet Saporoschje meldet Stromausfälle nach ukrainischen Angriffen
Nach einem Massenangriff der Ukraine ist es im Gebiet Saporoschje zu Stromausfällen gekommen, teilt Gouverneur Jewgeni Balizki mit. Ihm zufolge ist der nordwestliche Teil der Region betroffen, unter anderem die Stadt Energodar. Reparaturarbeiten sind bereits im Gange.
16:14 Uhr
Kiew: EU hat 4,8 Milliarden Euro für US-Waffenkäufe im Jahr 2025 bereitgestellt
Im vergangenen Jahr hätten die EU-Länder 4,8 Milliarden Euro im Rahmen des Programms "Priority Ukraine Requirements List" (PURL) aufgebracht, das den Kauf von Waffen aus US-Beständen für die Ukraine vorsieht. Dies gibt Igor Schowkwa, stellvertretender Leiter des Büros von Wladimir Selenskij, in einem Interview für die Agentur RBC-Ukraine bekannt.
Ihm zufolge stellten Großbritannien, Island, Lettland, die Niederlande, Norwegen und Schweden im laufenden Jahr 584 Millionen Euro für diesen Zweck bereit.
"Großbritannien hat sich dem PURL-Programm übrigens zum ersten Mal angeschlossen. Es hat 200 Millionen Euro bereitgestellt."
Er fügt hinzu, dass die Niederlande im Jahr 2025 den größten finanziellen Beitrag geleistet hätten.
Im Verlauf der Kampfhandlungen habe sich die Nomenklatur der Waffen verändert, um die Kiew seine westlichen Partner bittet, so Schowkwa weiter.
Ihm zufolge benötige die ukrainische Armee nicht mehr so viele Panzer und gepanzerte Kampffahrzeuge. Ihr Bedarf an Drohnen, Raketen und Luftverteidigungssystemen sei jedoch gestiegen.
15:44 Uhr
Gebiet Belgorod: Gouverneur meldet Schäden nach ukrainischen Angriffen
Nach Angaben von Wjatscheslaw Gladkow, dem Gouverneur des Gebiets Belgorod, habe das ukrainische Militär in den vergangenen 24 Stunden zehn Orte in fünf Bezirken angegriffen. Bei den Attacken wurden mindestens zwölf Geschosse abgefeuert und 50 unbemannte Luftfahrzeuge eingesetzt, von denen 17 abgefangen wurden.
Gladkow meldet drei Verletzte. Infolge der Angriffe wurden vier Privathäuser und sieben Fahrzeuge beschädigt.
15:15 Uhr
Medien: Selenskij ordnet Entwicklung eines dreijährigen Kriegsplans an

Der ukrainische Machthaber Wladimir SelenskijSean Gallup / Gettyimages.ru Nach der Münchner Sicherheitskonferenz soll Wladimir Selenskij die Ausarbeitung eines dreijährigen Militärplans angeordnet haben. Dies teilt der Wall Street Journal-Journalist Bojan Panczevski im Podcast des Journalisten Paul Ronzheimer unter Berufung auf die Quellen in Kiew mit.
"Was mich am stärksten skeptisch macht, ist ein Treffen am vorherigen Donnerstag von Selenskijs Privatkabinett. Dort hat Selenskij mitgeteilt, die Verhandlungen seien gescheitert und dass sie jetzt einen Plan für noch drei Jahre Krieg ausarbeiten müssen. Sie waren alle total schockiert."
Wie es heißt, hätte es zuvor Gespräche über die Präsidentschaftswahlen sowie über Vorbereitungen auf ein Referendum über ein mögliches Friedensabkommen mit Russland gegeben.
Panczevski zufolge seien die Gründe für solch eine Änderung der Position Selenskijs unbekannt. Dies könnte jedoch mit den Sicherheitsgarantien zusammenhängen, die US-Präsident Donald Trump angeboten hat. Selenskij könnte diese laut dem Journalisten als unzureichend angesehen haben.
14:48 Uhr
Wöchentlicher Frontbericht des russischen Verteidigungsministeriums
Vom 14. bis zum 20. Februar haben die russischen Streitkräfte sieben Gruppen- und Massenangriffe auf Ziele in der Ukraine durchgeführt, berichtet das Verteidigungsministerium in Moskau in dem wöchentlichen Bericht zur Lage im Ukraine-Konflikt. Getroffen wurden Rüstungsbetriebe, Objekte der Treibstoffversorgung sowie der Energie- und Transportinfrastruktur, die im Interesse der gegnerischen Truppen betrieben wurden, Lager mit Raketen- und Artilleriewaffen, Produktionsanlagen, Depots und Abschussvorrichtungen für unbemannte Flugzeuge sowie Stationierungsorte ukrainischer Soldaten und ausländischer Söldner.
Im Laufe der Woche verloren Kiews Truppen 8.305 Soldaten. Russische Truppen zerstörten folgende Waffen und Ausrüstung:
- 129 gepanzerte Kampffahrzeuge,
- 502 Kraftfahrzeuge,
- 47 Artilleriegeschütze,
- zwei Kampffahrzeuge der Grad-Mehrfachraketenwerfer,
- eine Abschussanlage der Vampire-Mehrfachraketenwerfer,
- eine Abschussanlage der HIMARS-Mehrfachraketenwerfer,
- 21 Anlagen der Elektronischen Kampfführung und Artilleriebekämpfungsradare,
- 78 Lager mit Munition, Ausrüstung und Treibstoff.
Einheiten der Flugabwehr schossen 13 Flugbomben, 37 HIMARS-Raketen und 1.808 unbemannte Flugzeuge ab.
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Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.

