Liveticker Ukraine-Krieg: DVR meldet acht gegnerische Angriffe binnen 24 Stunden

2.05.2026 08:36 Uhr
08:36 Uhr
Selenskij verspricht stärkere Flugabwehr für Odessa und Dnjepropetrowsk
Nach harten russischen Luftangriffen hat der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij für die Großstädte Odessa und Dnjepropetrowsk eine Stärkung der Flugabwehr in Aussicht gestellt. In einer Videoansprache sagte der Politiker:
"Für Dnjepropetrowsk gibt es zusätzliche Radare, elektronische Störsysteme, zusätzliche Mannschaften."
Auch für Odessa gebe es Lösungen, und die Abschussquote steige bereits, doch müsse sie noch höher sein. Das russische Militär versuche mit häufigen und intensiven Angriffen, die ukrainische Flugabwehr zu überwinden, stellte Selenskij fest.
Die südostukrainische Industriestadt Dnjepropetrowsk war vergangene Woche besonders massiv mit Raketen und Drohnen angegriffen worden. Das Gebiet Odessa erlebte erst in der zurückliegenden Nacht wieder einen Angriff auf seine Hafeninfrastruktur.
08:03 Uhr
Russische Luftabwehr zerstört in der Nacht 215 ukrainische Drohnen
Russlands Verteidigungsministerium meldet am Samstagmorgen weitere Versuche der ukrainischen Streitkräfte, Objekte in Russland mit Drohnen anzugreifen. Demnach habe die russische Luftabwehr im Zeitraum von 19 Uhr MESZ am Freitag bis 7 Uhr MESZ am Samstag 215 unbemannte Luftfahrzeuge des Gegners unschädlich gemacht. Die Drohnen seien über den Gebieten Belgorod, Brjansk, Woronesch, Kaluga, Kursk, Nowgorod, Orjol, Pskow, Rostow, Smolensk, Twer und Tula, dem Großraum Moskau, der Region Krasnodar, der Teilrepublik Krim sowie über dem Asowschen und dem Schwarzen Meer abgefangen worden. Weitere Einzelheiten teilt das Ministerium nicht mit.
Der Bürgermeister von Moskau, Sergei Sobjanin, hat auf der Plattform Telegram mitgeteilt, dass am Samstagmorgen sechs ukrainische Drohnen im Anflug auf die russische Hauptstadt zerstört worden seien.
07:31 Uhr
DVR meldet acht ukrainische Angriffe binnen 24 Stunden

Archivbild: Folgen einer ukrainischen Attacke auf die Stadt Donezk, 23. März 2026DMITRI JAGODKIN / TASS Die Behörden in Donezk haben innerhalb der vergangenen 24 Stunden acht Angriffe durch ukrainische Truppen registriert. Demnach wurden auf das Territorium der Volksrepublik 14 Geschosse abgefeuert. Bei den Angriffen in der Zeitspanne von 0 Uhr am 1. Mai bis 0 Uhr am 2. Mai (Ortszeit) erlitten fünf zivile Personen Verletzungen. Durch den Beschuss wurden drei Wohnhäuser und zwei zivile Infrastrukturobjekte beschädigt.
Am Vortag hatten die Behörden von Donezk sieben Angriffe aus der Ukraine gemeldet. Dabei wurden zwei zivile Personen verletzt. Zu Schaden kam ein Auto.
1.05.2026 22:00 Uhr
22:00 Uhr
Damit beenden wir für heute den Live-Ticker zur Lage im Ukraine-Konflikt. Morgen früh ab 7 Uhr geht es mit der Berichterstattung weiter. Wir wünschen unseren Lesern trotz aller Spannungen in der Welt eine gute Nacht!
21:59 Uhr
"Auf Basis des Gesetzes" – ARD-Korrespondentin legitimiert Zwangsrekrutierungen in der Ukraine

In der ZDF-Talkshow "Markus Lanz" vom Donnerstag kam die gewaltsame Rekrutierung ukrainischer Männer zur Sprache. Lanz bezeichnete die Aufnahmen von Männern, die auf offener Straße in Vans gezerrt werden, als "schwer erträglich". ARD-Korrespondentin Susanne Petersohn versuchte hingegen, die gewaltsamen Szenen als rechtmäßige "Mobilisierung" zu relativieren.
Das gesamte Video dazu finden Sie hier auf unserer Webseite.
21:28 Uhr
TASS: Kiewer Polizisten ziehen wegen Drohungen aufs Land
Mitarbeiter der Kiewer Polizei verlassen massenhaft den Dienst und ziehen in andere Regionen der Ukraine wegen Drohungen durch Einheimische, deren Verwandte gewaltsam mobilisiert wurden. Die Nachrichtenagentur TASS zitiert dazu eine Quelle bei russischen Sicherheitsstrukturen:
"Polizisten suchen nach Anstellungen in anderen Regionen im Westen der Ukraine und versuchen, aus Gesundheitsgründen zu kündigen und sich sogar in frontnahe Städte versetzen zu lassen."
Der Gesprächspartner der Agentur erklärt, dass diese Reaktionen unter anderem auf den Amoklauf in der ukrainischen Hauptstadt zurückzuführen ist, bei dem ein Mann am 18. April Feuer auf Passanten eröffnete. Tiefere Gründe liegen laut der Quelle allerdings darin, dass Polizisten Drohungen von Menschen erhalten, deren Verwandte oder Freunde sie gewaltsam mobilisiert hatten. Kiew verwandele sich inzwischen in den größten Zufluchtsort für Deserteure aus dem ukrainischen Militär, die sich in einer Großstadt leichter verstecken können. Im Hinblick darauf verstehen die Polizisten, dass sie im Fall des Ausbruchs von Protesten zum ersten Ziel werden.
20:48 Uhr
Zwangsrekrutierung: Selenskijs Häscher packen Vater im Kindergarten

Im Westen der Ukraine, in der Stadt Lwow, haben Beamte des Territorialen Zentrums für Rekrutierung einen Mann direkt auf dem Gelände eines Kindergartens vor den Augen der entsetzten Kinder zwangsrekrutiert.
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20:16 Uhr
Gebiet Belgorod: Zivilist bei ukrainischem Drohnenangriff verwundet
Ein Bewohner des Gebiets Belgorod hat Verwundungen erlitten, nachdem das ukrainische Militär sein Auto angegriffen hatte. Wjatscheslaw Gladkow, der Gouverneur des Gebiets, berichtet dazu:
"Im Dorf Nowaja Tawolschanka im Bezirk Schebekino hat eine FPV-Drohne einen Pkw angegriffen, ein Mann erlitt Verwundungen."
Gladkow fügt hinzu, dass weitere Drohnenangriffe in den Bezirken Schebekino, Krasnaja Jaruga, Graiworon, Belgorod und Waluiki verzeichnet wurden. Dabei kamen keine weitere Personen zu Schaden, allerdings wurden mehrere Gebäude und Fahrzeuge beschädigt.
19:30 Uhr
Medien: Kiew will mehr Rekruten – Änderung von Mobilmachung erwogen
Die Behörden in der Ukraine könnten die Quote der Freistellung von der Mobilmachung reduzieren, berichtet das Nachrichtenportal Strana.ua mit Verweis auf Quellen in der Regierung. Dadurch bekäme die Armee zusätzlich 350.000 bis 400.000 Rekruten.
Aktuell dürfen 50 Prozent der Mitarbeiter "kritischer Betriebe" von der Mobilmachung freigestellt werden. Diese Quote könnte auf 30 Prozent verringert werden. Außerdem seien Mitarbeiter von Rüstungs- und Energiebetrieben von der Rekrutierung vollständig befreit, diese Regelung sollte unverändert bleiben. Die Gesamtzahl der Freigestellten belaufe sich auf rund 1,3 Millionen Menschen.
Eine endgültige Entscheidung gebe es noch nicht, betont Strana.ua. Vor allem spreche sich der Wirtschaftsflügel der ukrainischen Regierung dagegen aus, während das Präsidentenbüro soziale Spannungen befürchte.
18:47 Uhr
Kaja Kallas: "EU sollte Russland nicht anbetteln"

RT In einer Pressekonferenz im estnischen Kuressaare hat sich die Hohe Vertreterin der EU, Kaja Kallas, am Donnerstag neben den Außenministern der nordischen und baltischen Staaten erneut auf maximale Konfrontation gegenüber Moskau eingeschossen.
Die EU solle sich nicht demütigen und Russland um Gespräche bitten, sondern Moskau konsequent in die Defensive drängen – statt als Bittsteller aufzutreten.
Ein Video dazu gibt es hier auf unserer Webseite.
Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.
Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.



