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Liveticker Ukraine-Krieg: Selenskij zielt auf EU-Beitritt schon 2027 ab

Russland führt gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine Militäroperation in der Ukraine durch. Der Westen reagiert mit immer neuen Waffenlieferungen an die Ukraine und beispiellosen Sanktionen gegen Russland. Lesen Sie hier die neuesten Entwicklungen.
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  • 27.01.2026 17:15 Uhr

    17:15 Uhr

    Wadephul: "Russland erwägt keinen Angriff auf die NATO, weil wir stark sind"

    Bei einer Pressekonferenz mit der lettischen Außenministerin Baiba Braže in Riga am Montag hat der deutsche Außenminister Johann Wadephul die militärische Abschreckungskraft der NATO auffällig hervorgehoben. Seine Hauptbotschaft: Ein Angriff Russlands auf das Bündnisgebiet werde aus einem einfachen Grund ausbleiben – weil die NATO schlicht stark sei.

    Das Video gibt es hier auf unserer Website zu sehen.

  • 16:49 Uhr

    Russischer Diplomat: Kiews Angriffe töten 71 Zivilisten seit Jahresbeginn

    Mindestens 71 russische Zivilisten, drei von ihnen Minderjährige, sind seit Jahresbeginn durch Angriffe der ukrainischen Streitkräfte getötet worden, berichtet Rodion Miroschnik, ein Sonderbotschafter des Außenministeriums in Moskau. Die Gesamtzahl der Betroffenen schätzen die Behörden auf 328 Menschen, darunter 18 Minderjährige.

    Diese Statistiken führt Miroschnik auf absichtliche Angriffe der Ukraine auf belebte Orte, den zivilen Verkehr, Wohnhäuser sowie medizinische und soziale Einrichtungen zurück.

  • 16:22 Uhr

    Drei Verletzte im Gebiet Belgorod durch Attacken aus Ukraine

    Aus dem russischen Grenzgebiet Belgorod werden erneut Verletze durch Angriffe aus der Ukraine gemeldet. Gouverneur Wjatscheslaw Gladkow berichtet über drei Opfer unter der Zivilbevölkerung. Wie der Politiker auf Telegram schreibt, seien zwei Arbeiter eines Betriebs in der Siedlung Nowostrojewka-Perwaja zu Schaden gekommen, als in ihrer Nähe eine ukrainische Drohne detoniert sei. Nach der ärztlichen Untersuchung in einem Krankenhaus in der Stadt Graiworon habe man bei ihnen ein Barotrauma diagnostiziert. Infolge der Attacke sei zudem ein Auto beschädigt worden. In der Siedlung Samostje habe ein siebenjähriges Mädchen ebenfalls ein Barotrauma erlitten, als eine ukrainische FPV-Drohne in seiner Nähe explodiert sei. Im Haus des Kindes seien die Fensterscheiben zu Bruch gegangen. Durch die Detonation sei zudem ein Auto beschädigt worden, so Gladkow.

  • 16:00 Uhr

    Auch Slowakei will gegen Einfuhrstopp für Gas aus Russland klagen

    Nach Ungarn will auch die Slowakei den von der EU beschlossenen Einfuhrstopp für Gas aus Russland gerichtlich anfechten. Ministerpräsident Robert Fico kündigte dem Nachrichtenportal Dennik N zufolge an, man wolle dagegen vorgehen, dass der Beschluss mit qualifizierter Mehrheit angenommen worden sei. Auch Ungarn hatte zuvor erklärt, vor dem Europäischen Gerichtshof (EuGH) gegen das Verbot klagen zu wollen.

    Die beiden EU-Binnenstaaten, die auf ihre Abhängigkeit von Energielieferungen aus Russland verweisen und trotz des Ukraine-Krieges engere Beziehungen zu Moskau pflegen, hatten am Montag gegen den Importstopp gestimmt. Die EU will die Gasgeschäfte mit ihrem früheren Hauptlieferanten beenden und Russland somit eine wichtige Einnahmequelle entziehen. Das Gesetz sieht vor, den Import von Flüssigerdgas (LNG) bis Ende 2026 und den Bezug von Pipeline-Gas bis Ende 2027 einzustellen.

  • 15:34 Uhr

    Selenskij zielt auf EU-Beitritt schon 2027 ab

    Der Beitritt der Ukraine zur Europäischen Union muss bereits im nächsten Jahr abgeschlossen werden, schreibt Präsident Wladimir Selenskij in einem Beitrag auf X nach dem Telefongespräch mit dem österreichischen Bundeskanzler Christian Stocker.

    Selenskij betrachte die EU-Mitgliedschaft als eine wichtige Sicherheitsgarantie nicht nur für die Ukraine, sondern auch für ganz Europa. Im Einzelnen sei die kollektive Stärke Europas dank der Sicherheit der Ukraine und der Beteiligung des Landes in den Bereichen Technologie und Wirtschaft möglich. Ferner betont der Präsident:

    "Deshalb sprechen wir über einen konkreten Zeitpunkt – 2027 –, und wir zählen auf die Unterstützung der Partner für unsere Position."

    Die Ukraine gilt seit Juni 2022 als EU-Beitrittskandidat, die Beitrittsverhandlungen wurden im Juni 2024 eröffnet.

  • 15:00 Uhr

    TASS: Chronisch kranke Rekruten überlasten ukrainische Hospitäler

    Ukrainische Militärhospitäler sind durch Mobilisierte mit chronischen Krankheiten überlastet, berichtet die Nachrichtenagentur TASS unter Verweis auf eine Quelle bei den russischen Streitkräften.

    Angaben der Quelle zufolge erscheint in der Ukraine das Phänomen von sogenannten "unheilbaren Wehrdienstverweigerern". Dabei handelt es sich um Soldaten im Dienst, die trotz beträchtlicher Gesundheitsprobleme mobilisiert wurden. Nach dem Durchlaufen der Grundausbildung befinden sie sich praktisch ständig in medizinischer Behandlung.

    Die Quelle erklärte, dass der Grund dafür darin liege, dass ukrainische Rekrutierer Menschen wahllos mobilisieren, weil nur die Anzahl der Mobilisierten maßgeblich sei. Nach einer formalen Musterung wenden sich die Rekruten an Hospitäler, um den Status "eingeschränkt tauglich" zu erhalten. Die Quelle weiter:

    "Dazu wenden sie sich systematisch an Hospitäler mit Klagen über ihre Krankheiten, oft noch während der Ausbildung, und überlasten damit die Ärzte. Inzwischen gibt es so viele 'unheilbare Dienstverweigerer', dass verstümmelte ukrainische Soldaten es schwer haben, den Status 'untauglich' zu erhalten."

  • 14:37 Uhr

    "Putin wäre begeistert" – Rutte stellt Sinn europäischer Armee infrage

    Mark Rutte, Generalsekretär des nordatlantischen Militärbündnisses NATO, hat am Montag bei einem Auftritt vor dem EU-Parlament in Brüssel Forderungen nach einer europäischen Armee eine deutliche Absage erteilt. Rutte wandte sich an die Befürworter einer europäischen Streitmacht, die von der von den USA geführten NATO-Allianz unabhängig sein sollte. Europa sei nicht in der Lage, sich ohne das US-Militär zu verteidigen, behauptete der NATO-Chef.

    Darüber hinaus wies Rutte darauf hin, dass mit der Schaffung einer europaweiten Militärstruktur zahlreiche Überschneidungen und Doppelungen mit der NATO entstehen würden. Zudem müssten die Europäer noch mehr Frauen und Männer finden, die bereit wären, Militärdienst zu leisten. "Ich denke, [Russlands Präsident Wladimir] Putin wäre begeistert", fasste Rutte zusammen.

    Das Video gibt es hier auf unserer Website zu sehen.

  • 14:09 Uhr

    Gouverneur warnt vor andauernden ukrainischen Attacken auf grenznahe Dörfer im Gebiet Kursk

    Alexander Chinstein warnt die Einwohner des russischen Gebiets Kursk auf Telegram vor andauernden "niederträchtigen" ukrainischen Angriffen auf grenznahe Ortschaften. Der Gouverneur verweist dabei auf die steigende Zahl von Opfern und appelliert an seine Landsleute:

    "Bitte missachten Sie nicht die Sicherheitsvorkehrungen und passen Sie auf sich auf!"

    Der Politiker berichtet in diesem Zusammenhang über eine Frau, die am heutigen Dienstag eine medizinische Einrichtung in der Stadt Rylsk aufgesucht habe. Die Frau sei bereits am 25. Januar verletzt worden, als eine ukrainische Drohne auf der Straße zwischen den Dörfern Michailowka und Schtschekino ihr Auto angriff. Die 55-Jährige habe ein Explosionstrauma, eine Quetschung, ein Barotrauma der Ohren, eine Gehirnerschütterung und Schürfwunden erlitten. In Kürze werde man die Verletzte in ein Krankenhaus der Gebietshauptstadt Kursk verlegen.

  • 13:34 Uhr

    Russische Luftabwehr eliminiert weitere ukrainische Drohnen über russischen Gebieten

    Russlands Verteidigungsministerium meldet auf Telegram weitere Versuche der ukrainischen Streitkräfte, Objekte in Russland mit Drohnen anzugreifen. Wie aus zwei entsprechenden Mitteilungen der Behörde hervorgeht, hat die Luftabwehr im Zeitraum von 5 Uhr MEZ bis 11 Uhr MEZ sechs unbemannte Luftfahrzeuge des Gegners abgeschossen. Eine Drohne sei über dem Gebiet Woronesch unschädlich gemacht worden. Fünf weitere unbemannte Luftfahrzeuge habe man über dem Grenzgebiet Belgorod abgefangen. Weitere Einzelheiten teilt das Ministerium nicht mit.

  • 13:04 Uhr

    Ukrainische Medien: Kiew bereitet Strafverfahren gegen Lukaschenko vor

    Nach Angaben des ukrainischen Nachrichtenportals Ekonomitscheskaja Prawda hat sich der ukrainische Staatschef Wladimir Selenskij am 25. Januar im Rahmen seines Besuchs in Vilnius mit der weißrussischen Oppositionsführerin Swetlana Tichanowskaja getroffen. Wie das Portal betont, war dies das erste bilaterale Treffen zwischen Selenskij und Tichanowskaja und erfolgte auf Initiative der ukrainischen Seite.

    Dem Bericht zufolge wurde beim Gespräch unter anderem die Möglichkeit in Erwägung gezogen, dass Kiew ein "Strafverfahren" gegen den weißrussischen Präsidenten Alexander Lukaschenko einleite:

    "Die Verträge gingen viel weiter. Unter anderem wurde die Möglichkeit der Einleitung eines Strafverfahrens gegen Lukaschenko erörtert."

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Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.