Liveticker Ukraine-Krieg: Russische Panzer zerstören getarnte Drohnenleitstellen im Raum Saporoschje

13.05.2026 08:40 Uhr
08:40 Uhr
Korruption, Lügen, Machtspiele: Ex-Selenskij-Sprecherin packt aus

Die ehemalige Selenskij-Sprecherin Julia Mendel hat im Gespräch mit Tucker Carlson schwere Vorwürfe gegen den ukrainischen Präsidenten erhoben. Laut Mendel soll Selenskij im Jahr 2022 intern bereit gewesen sein, den Donbass im Rahmen von Friedensverhandlungen aufzugeben, öffentlich jedoch das Gegenteil vertreten haben. Zudem warf sie ihm politische Widersprüche, Manipulation und Korruption vor.
Über die Aussagen und ihre möglichen Folgen sprach unser Korrespondent Georg Sadownitschij im Studio. Den Videobericht gibt es hier auf unserer Website zu sehen.
08:00 Uhr
Russische Luftverteidigung wehrt massiven Drohnenangriff ab
In der Zeitspanne von 20 Uhr Moskauer Zeit am Dienstag bis 7 Uhr am Mittwoch hat Russlands Luftverteidigung insgesamt 286 ukrainische unbemannte Fluggeräte über 17 Gebieten und über den Gewässern des Asowschen sowie des Schwarzen Meeres zerstört.
Wie das Verteidigungsministerium in Moskau bekanntgibt, setzte das ukrainische Militär bei den Angriffen Starrflüglerdrohnen ein.
07:26 Uhr
Russischer Truppenverband Ost setzt Drohnenleitstellen im Raum Saporoschje außer Gefecht
Panzersoldaten des russischen Truppenverbands Ost zerstörten getarnte Drohnenleitstellen der ukrainischen Streitkräfte im Gebiet Saporoschje. Dies gibt das Verteidigungsministerium in Moskau bekannt.
Wie es heißt, wurden die gegnerischen Anlagen von russischen Drohnenpiloten im Zuge der Luftaufklärung aufgespürt. Die Koordinaten der identifizierten Ziele seien anschließend an die Panzerbesatzungen übermittelt worden.
Die Panzersoldaten hätten den Gegner von einer verdeckten Feuerstellung aus angegriffen und dabei hochexplosive Splittergranaten eingesetzt. Es seien außer Drohnenleitstellen auch Funksysteme und weitere Ausrüstung der ukrainischen Armee durch präzise Treffer unschädlich gemacht worden.
12.05.2026 22:02 Uhr
22:02 Uhr
Damit beenden wir für heute den Live-Ticker zur Lage im Ukraine-Konflikt. Morgen früh ab 7 Uhr geht es mit der Berichterstattung weiter. Wir wünschen unseren Lesern trotz aller Spannungen in der Welt eine gute Nacht!
21:54 Uhr
Trump stimmt Putin zu: Ende des Ukraine-Kriegs ist nahe
Nachdem Russlands Präsident Wladimir Putin bei einer Pressekonferenz am 9. Mai erklärt hatte, dass die militärische Sonderoperation in der Ukraine offenbar ihrem Ende zugehe, stimmte sein US-amerikanischer Kollege Donald Trump dieser Sicht zu. Vor seinem Abflug nach China erklärte der Republikaner vor Journalisten:
"Ich glaube, dass das Ende des Krieges in der Ukraine schon sehr nahe ist."
Er werde sein Bestes tun, damit dies geschehe, erklärte Trump und verwies darauf, dass er inzwischen acht bewaffnete Konflikte beendet habe. Zugleich verneinte er, dass es eine Abmachung mit Russland gebe, wonach die Ukraine den gesamten Donbass als Teil einer Einigung an das Nachbarland abtreten müsse. Auf die Frage, ob er noch im laufenden Jahr Russland besuchen werde, schloss der US-Präsident diese Möglichkeit nicht aus.
Trump: "We think we're going to end up getting a settlement between Russia and Ukraine." pic.twitter.com/ad6mlczljs
— The Post Millennial (@TPostMillennial) May 12, 202621:30 Uhr
Kritik im US-Senat: Hegseth legt weiterhin keinen Zeitplan für Ukraine-Hilfen vor
Vor einem Senatsausschuss hat US-Kriegsminister Pete Hegseth am Dienstag angekündigt, dass Verteidigungshilfen für die Ukraine im Wert von 400 Millionen US-Dollar (fast 340 Millionen Euro) wie geplant fließen sollen. Einen konkreten Zeitplan legte der Republikaner allerdings nicht vor. Das Pentagon wolle mit dem für Europa zuständigen Regionalkommando (EUCOM) zusammenarbeiten, um die Mittel "entsprechend und ordnungsgemäß auszugeben", sagte Hegseth lediglich.
Senator Chris Coons kritisierte, dass das Pentagon bislang keinen einzigen Groschen aus diesem Paket für Waffen für die Ukraine ausgegeben habe. Auf die Nachfrage des Demokraten nach einem konkreten Ausgabenplan wich Hegseth aus. Coons machte auf die folgende Tatsache aufmerksam:
"Es ist Mai, und dies ist seit Januar geltendes Recht. Sie oder Ihre Abgeordneten wurden von Mitgliedern dieses Ausschusses wiederholt und parteiübergreifend dazu aufgefordert."
US-Präsident Donald Trump hatte für die Haushaltsjahre 2026 und 2027 jeweils Ukraine-Hilfen in Höhe von 400 Millionen Dollar unterschrieben.
21:06 Uhr
Pistorius attestiert Russland "Phase der Schwäche"
Verteidigungsminister Boris Pistorius sieht Anzeichen für eine Kehrtwende im schwierigen Abwehrkampf der Ukraine gegen russische Angriffe. Zugleich macht er deutlich, dass er aus den Erfahrungen des osteuropäischen Landes beim Kampfeinsatz unbemannter Waffensysteme weitere Schlüsse für die Bundeswehr ziehen will. Der SPD-Politiker wird von der Deutschen Presse-Agentur mit den Worten zitiert:
"Ich glaube, dass die Ukrainer tatsächlich ein Momentum haben. Russland hat eine Phase der Schwäche, sowohl wirtschaftlich als auch innenpolitisch, als auch auf dem Gefechtsfeld."
Die Ukrainer machten riesige Fortschritte. Die Schläge gegen russische Militärinfrastruktur im Hinterland würden empfindlicher und hinterließen Wirkung, so Pistorius.
"Heute reden viele von einer entscheidenden Phase des Krieges, möglicherweise zugunsten der Ukraine."
Eine für die Ukraine sehr pessimistische Prognose über den weiteren Kriegsverlauf werde heute nicht mehr geteilt, so der Verteidigungsminister. Das erkläre vielleicht auch, warum der russische Präsident Wladimir Putin über ein baldiges Ende des Krieges spreche, obwohl er selbst ihn sofort beenden könne.
20:47 Uhr
Ukraine arbeitet bei Drohnenabwehr mit Palantir zusammen
Die Ukraine setzt beim Wettrüsten in der Nutzung Künstlicher Intelligenz auf dem Schlachtfeld auf Kooperation mit dem US-Konzern Palantir. Die Zusammenarbeit mit dem Datenanalyse-Spezialisten solle ausgebaut werden, schreibt Präsident Wladimir Selenskij auf der Plattform X nach einem Treffen mit Palantir-Chef Alex Karp.
"Palantir ist ein renommiertes globales Unternehmen mit großem Potenzial."
Es gebe sicherlich Bereiche, in denen man sich gegenseitig nützlich sein und die Verteidigung der Ukraine, der USA und der Partner stärken könne.
A good meeting with the CEO of Palantir Technologies, Alex Karp. Step by step, we are developing cooperation with the American defense sector. Palantir is a renowned global company with strong potential, and there certainly are areas where we can be useful to one another,… pic.twitter.com/glMXHoXbfI
— Volodymyr Zelenskyy / Володимир Зеленський (@ZelenskyyUa) May 12, 2026Der ukrainische Verteidigungsminister Michail Fjodorow teilt nach seinem Treffen mit Karp auf der Plattform Telegram mit, dass Technologie, Datenanalyse und Berechnungen der Kriegsführung inzwischen direkte Auswirkungen auf das Geschehen auf dem Schlachtfeld hätten. In Zusammenarbeit mit Palantir habe die Ukraine ein System zur detaillierten Analyse von Luftangriffen entwickelt. Zudem seien KI-Lösungen für die Verarbeitung großer Mengen an Geheimdienstdaten implementiert und die Technologien in die Planung ukrainischer Angriffe tief im feindlichen Hinterland integriert worden, so Fjodorow.
20:29 Uhr
Russische Luftabwehr zerstört weitere 14 ukrainische Drohnen
Das russische Verteidigungsministerium meldet weitere Versuche der ukrainischen Streitkräfte, Objekte in Russland mit unbemannten Luftfahrzeugen anzugreifen. Demnach habe die russische Luftabwehr im Zeitraum von 16 bis 19 Uhr MESZ 14 gegnerische Drohnen abgeschossen. Die unbemannten Luftfahrzeuge seien über den Gebieten Belgorod und Brjansk unschädlich gemacht worden. Weitere Details teilt das Ministerium nicht mit.
20:15 Uhr
Drei Zivilisten im russischen Grenzgebiet Brjansk durch Drohnenattacken aus Ukraine verletzt
Das ukrainische Militär hat am Dienstagabend erneut im russischen Grenzgebiet Brjansk zugeschlagen. Gouverneur Alexander Bogomas berichtet auf der Plattform Telegram über einen weiteren "heimtückischen Angriff der ukrainischen Nazis". Demnach sei die Siedlung Kister im Bezirk Pogar von FPV-Drohnen attackiert worden. Der Gegner habe dabei gezielt ein fahrendes ziviles Auto angegriffen. Ein Zivilist habe Verletzungen erlitten und sei in einem Krankenhaus ärztlich versorgt worden. Das Fahrzeug ist beschädigt worden.
Darüber hinaus meldet Bogomas einen Drohnenangriff auf den Bahnhof der Stadt Unetscha. Demnach habe der Gegner für die gezielte Attacke ein unbemanntes Luftfahrzeug des Typs Darts eingesetzt. Zwei Eisenbahnmitarbeiter seien verletzt worden.
Zudem berichtet der Politiker über den Abschuss von fünf ukrainischen Drohnen über dem Grenzgebiet im Zeitraum von 8 bis 16 Uhr MESZ. Dadurch seien weder Opfer noch Schäden entstanden, so Bogomas.
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Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.
