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Liveticker Ukraine-Krieg: Kiews Drohnen erreichen erstmals Ural

Russland führt gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine Militäroperation in der Ukraine durch. Der Westen reagiert mit immer neuen Waffenlieferungen an die Ukraine und beispiellosen Sanktionen gegen Russland. Lesen Sie hier die neuesten Entwicklungen.
Liveticker Ukraine-Krieg: Kiews Drohnen erreichen erstmals UralQuelle: Sputnik
  • 25.04.2026 10:54 Uhr

    10:54 Uhr

    McKinsey: Ukraine wird 800 Milliarden US-Dollar für Wiederaufbau benötigen

    Für den Wiederaufbau wird die Ukraine über 800 Milliarden US-Dollar benötigen, berichtet das ukrainische Nachrichtenportal Strana unter Verweis auf das internationale Beratungsunternehmen McKinsey.

    Einer Berechnung des Unternehmens zufolge werden die ersten fünf Jahre für den Wiederaufbau ausschlaggebend sein, wobei in diesem Zeitraum etwa 360 Milliarden US-Dollar aus internen und externen Quellen benötigt werden. Zugleich räumt der Bericht ein, dass es wegen hoher militärischer und wirtschaftlicher Risiken extrem schwierig sein wird, das Geld zu beschaffen. Das Hauptproblem werde im Fehlen eigener Ressourcen bestehen, sodass Kiew auf externe Finanzierung angewiesen sein werde. So werde die Ukraine in den ersten fünf Jahren nach Beginn des Wiederaufbaus 120 bis 140 Milliarden US-Dollar an Schulden aufnehmen müssen.

  • 09:54 Uhr

    Prorussischer Untergrund: Ukrainischer Stab im Gebiet Tschernigow zerstört

    In der Stadt Gorodnja im Gebiet Tschernigow ist bei einem russischen Angriff ein ukrainischer Stab zerstört worden, berichtet Sergei Lebedew, Koordinator des prorussischen Untergrunds in der Ukraine. Die Nachrichtenagentur RIA Nowosti zitiert ihn dazu:

    "Eine Funkstelle und ein lokaler Stab, die sich am Ort eines ehemaligen Flugplatzes befanden und ukrainische Drohnenangriffe koordinierten, wurden zerstört."

    Lebedews Angaben zufolge sind beim Angriff elf ukrainische Militärangehörige, darunter zahlreiche Offiziere, ums Leben gekommen. Zudem wurden ein Lager und mobile Startanlagen für Drohnen, mit denen die russischen Städte Orjol, Brjansk und Smolensk angegriffen wurden, zerstört.

  • 09:15 Uhr

    Über 500 Leichen – Russische Soldaten finden Massengrab in Sudscha

    Nach der Befreiung der Stadt Sudscha von der ukrainischen Besatzung haben russische Militärangehörige ein Massengrab mit den verscharrten Leichen von 524 Zivilisten gefunden, berichtet ein Kommandeur der russischen Spezialeinheit Achmat mit dem Funknamen Aid ("Hades"). Die Nachrichtenagentur TASS zitiert ihn dazu:

    "Einheimische erzählten uns, wie der Gegner sie erschossen und beim Versuch, die Dörfer zu verlassen, angegriffen hat. Das ukrainische Militär sagte: 'Ihr seid unser lebender Schild, kommt zurück.' In Russkoje Poretschnoje veranstaltete der Gegner ein Massaker an der Zivilbevölkerung, alle Keller waren mit Leichen vollgestopft. Ähnlich war es in Sudscha, das größte Massengrab wurde erst relativ kürzlich gefunden, mit 524 Leichen."

    Aid betonte, dass Leichen von Zivilisten während des gesamten Verlaufs der Befreiung von Kursk gefunden wurden. Allerdings seien die Ausmaße der Kriegsverbrechen erst nach der Befreiung von Sudscha deutlich geworden:

    "Der Gegner hatte nichts Kriegerisches und nichts Männliches, denn so handeln Krieger nicht – sie rächen sich nicht an einheimischen Zivilisten. Dort haben wir verstanden, dass wir dem wirklich Bösen gegenüberstehen."

  • 08:29 Uhr

    Ukrainische Drohnen erreichen erstmals Ural

    Kiews Drohnen haben erstmals die russische Uralregion angegriffen, wie aus einer Mitteilung des Verteidigungsministeriums hervorgeht.

    Nach Angaben des Gouverneurs des Gebiets Swerdlowsk, Denis Passler, wurde in der Gebietshauptstadt Jekaterinburg bei einem Drohnenangriff ein Wohnhaus beschädigt. Todesopfer gab es nicht, doch sechs Menschen benötigten medizinische Hilfe, von denen eine Frau in ein Krankenhaus eingewiesen wurde. Die Bewohner des beschädigten Hauses mussten evakuiert werden.

    Alexei Texler, Gouverneur des Gebiets Tscheljabinsk, berichtete seinerseits, dass in seiner Region ein Drohnenangriff auf ein Infrastrukturobjekt abgewehrt wurde. Dabei kamen keine Personen zu Schaden.

    Artjom Schoga, Bevollmächtigter des russischen Präsidenten im Föderationskreis Ural, bezeichnete die ukrainischen Angriffe als Kriegsverbrechen und schrieb:

    "Heute am frühen Morgen wurde Jekaterinburg vom verbrecherischen Kiewer Regime angegriffen. Skrupellos griffen die Gegner ein Wohnhaus im Stadtzentrum mit einer Drohne an. Dieses Kriegsverbrechen zeigt ein weiteres Mal: Der Gegner ist nicht in der Lage, auf dem Schlachtfeld Erfolge zu erzielen, und kann nur niederträchtig zivile Objekte angreifen."

  • 07:38 Uhr

    Russlands Luftabwehr schießt 127 ukrainische Drohnen ab

    In der Nacht haben die russischen Luftabwehrkräfte über den Regionen des Landes 127 ukrainische Drohnen abgeschossen. Russlands Verteidigungsministerium berichtet dazu:

    "Während der vergangenen Nacht haben die diensthabenden Luftabwehrkräfte 127 ukrainische Starrflüglerdrohnen über den Gebieten Belgorod, Brjansk, Woronesch, Kaluga, Kursk, Orjol, Smolensk, Rostow, Wolgograd, Astrachan, Swerdlowsk, Tscheljabinsk, über den Teilrepubliken Tatarstan und Krim sowie über dem Schwarzen und Asowschen Meer abgefangen und zerstört."

    Angriffe auf die im Ural liegenden Gebiete Swerdlowsk und Tscheljabinsk wurden erstmals gemeldet.

  • 24.04.2026 22:00 Uhr

    22:00 Uhr

    Damit beenden wir für heute den Live-Ticker zur Lage im Ukraine-Konflikt. Morgen früh ab 7 Uhr geht es mit der Berichterstattung weiter. Wir wünschen unseren Lesern trotz aller Spannungen in der Welt eine gute Nacht!

  • 21:59 Uhr

    Raketenstart in Nordrussland – Moskau stationiert neue Militärsatelliten

    Am Donnerstag ist vom Kosmodrom Plessezk aus eine Angara-1.2-Trägerrakete ins All gebracht worden. Die Luft- und Weltraumkräfte Russlands bringen damit neue Militärsatelliten in den Orbit, berichtete das russische Verteidigungsministerium. Auch der Weg der Rakete zum bekannten Weltraumbahnhof wurde im Voraus dokumentiert.

    Ein Video dazu gibt es hier auf unserer Webseite.

  • 21:55 Uhr

    Lawrow: Selenskij sieht "Sicherheitsgarantien im Krieg"

    Der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij sehe Sicherheitsgarantien im Fortsetzen des Krieges. Dies erklärte Russlands Außenminister Sergei Lawrow bei einem Treffen mit Vertretern russischer NGOs.

    "Im Westen entsteht jetzt eine Hysterie: Selenskij erklärt, er werde das Gebiet Donezk nicht verlassen – das sei Teil seiner Sicherheitsgarantien. Das heißt, dass er Sicherheitsgarantien im Krieg sieht."

    Zugleich wolle der Westen die Kämpfe einfrieren – "dort, wo derjenige steht, soll es zum Stillstand kommen" – und Kiew Sicherheitsgarantien geben. Dazu zähle auch die von Frankreich und Großbritannien angestrebte Entsendung multinationaler "Stabilisierungsstreitkräfte".

    "Das bedeutet nur eines: Sie wollen dem Nazi-Regime Sicherheitsgarantien verschaffen."

  • 21:40 Uhr

    Heimgekehrte Soldaten: Briefe und Familie gaben Kraft in Gefangenschaft

    Russische Soldaten, die aus ukrainischer Gefangenschaft zurückgekehrt sind, haben dem Sender RT erzählt, was ihnen half, durchzuhalten. Nach ihren Angaben gaben ihnen Nachrichten von Angehörigen, Gedanken an die Kinder und der Wunsch, die Familie wieder in die Arme zu schließen, Kraft. Einer der Teilnehmer der Militäroperation sagte:

    "Ein Brief von meiner Mutter. Sie wartet. Die Kinder warten – das ist das Wichtigste."

    Er fügte hinzu, er habe eine Zeichnung seiner Kinder, die er vor Neujahr erhalten hatte, "wie seinen Augapfel" gehütet.

  • 21:35 Uhr

    Lawrow: Westen nutzt Ukraine für "offenen Krieg" gegen Russland

    Der russische Außenminister Sergei Lawrow warf dem Westen vor, mittels der Ukraine einen "offenen Krieg" mit Russland zu führen. Er sagte dies bei einem Treffen mit Vertretern russischer NGOs:

    "Uns ist ein offener Krieg erklärt worden. Als 'Speerspitze' wird dabei das Kiewer Regime genutzt. Doch dass diese 'Speerspitze' ohne materielle Unterstützung durch westliche Waffen, Aufklärungsdaten, Satellitensysteme und Ausbildungshilfe hilflos ist – das weiß jeder."

    Weiter erklärte er, die Ukraine werde "offen als geopolitischer Rammbock benutzt". Er verwies dabei auf Aussagen aus Belgien. Dort habe Generalstabschef Frederik Vansina erklärt, man bereite sich auf einen Krieg mit Russland vor, während die Ukraine Zeit verschaffe. Zugleich warf Lawrow dem Westen vor, "alles Russische zu dämonisieren" und offen über eine künftige Konfrontation zu sprechen – insbesondere in Brüssel.

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Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.