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Liveticker Ukraine-Krieg: Moskau und Kiew planen Gefangenenaustausch zu Ostern

Russland führt gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine Militäroperation in der Ukraine durch. Der Westen reagiert mit immer neuen Waffenlieferungen an die Ukraine und beispiellosen Sanktionen gegen Russland. Lesen Sie hier die neuesten Entwicklungen.
Liveticker Ukraine-Krieg: Moskau und Kiew planen Gefangenenaustausch zu OsternQuelle: Sputnik © Michail Woskressenski
  • 2.04.2026 16:59 Uhr

    16:59 Uhr

    Bewohner des Gebiets Saporoschje wegen Spionage festgenommen

    Russlands Inlandsgeheimdienst FSB hat einen Bewohner des Gebiets Saporoschje festgenommen, der militärisch relevante Informationen an den ukrainischen Geheimdienst weitergeleitet haben soll. Der Pressedienst der Behörde berichtet:

    "Die Verwaltung des FSB im Gebiet Saporoschje hat die rechtswidrige Tätigkeit eines Bewohners der Region festgestellt und unterbunden, der der Zusammenarbeit mit der Hauptverwaltung für Aufklärung des Verteidigungsministeriums der Ukraine verdächtigt wird."

    Dem Festgenommenen wird vorgeworfen, über soziale Netzwerke Angaben über Standorte russischer Armeeeinheiten und Militärgeräts an die ukrainische Seite für anschließende Angriffe weitergeleitet zu haben.

    Ein Strafverfahren wegen Hochverrats wurde eingeleitet. Im Falle einer Verurteilung droht dem Verdächtigen bis zu lebenslange Haft.

  • 16:23 Uhr

    Russische Luftabwehr schießt 49 Drohnen ab

    Die russische Luftabwehr hat am Donnerstag zwischen 07:00 und 14:00 Uhr Moskauer Zeit insgesamt 49 ukrainische Drohnen abgefangen und zerstört. Dies teilt das russische Verteidigungsministerium mit. Die Drohnen seien über mehreren Gebieten abgeschossen worden, darunter Brjansk, Belgorod, Woronesch, Kursk sowie der Moskauer Raum. Auch über dem Asowschen und dem Schwarzen Meer seien Ziele bekämpft worden.

  • 15:47 Uhr

    Stillstand bei Ukraine-Gesprächen – Fokus auf bilaterale Kontakte mit USA

    Die trilateralen Gespräche zur Beilegung des Ukraine-Konflikts sind vorerst ausgesetzt. Gleichzeitig steht Russland weiter mit den USA in Kontakt. Dies erklärte der Berater des russischen Präsidenten, Juri Uschakow.

    "Derzeit gibt es eine Pause in den dreiseitigen Verhandlungen. Wir haben Kontakte zu den Amerikanern, aber wir sehen, dass auch die Ukrainer aktiv mit ihnen verhandeln."

    Die US-Unterhändler seien derzeit "mit einer anderen Problematik stärker beschäftigt". Auf die Frage nach Kontakten zu Washington erklärte Uschakow:

    "Es gibt einen Prozess von Kontakten, und im Verlauf dieser Kontakte besprechen wir, würde ich sagen, vor allem die ukrainische Problematik."

  • 15:15 Uhr

    Mehr als 100 Drohnen: Belgorod unter Beschuss – ein Toter

    Die ukrainischen Streitkräfte haben das Gebiet Belgorod binnen 24 Stunden mit mehr als 100 Drohnen angegriffen. Ein Mensch kam ums Leben, sechs wurden verletzt. Dies teilt Gouverneur Wjatscheslaw Gladkow auf Telegram mit.

    Nach Angaben des Gouverneurs gerieten 37 Ortschaften in neun Bezirken unter Beschuss. Es seien 32 Geschosse abgefeuert worden. Zudem wurden 108 Drohnenangriffe registriert. 45 davon wurden über der Region abgeschossen oder unterdrückt, so Gladkow.

    Im Berichtszeitraum wurden Schäden an einem Mehrfamilienhaus, acht Privathäusern, vier Gewerbeobjekten, einem Unternehmen sowie an 20 Fahrzeugen festgestellt.

  • 14:42 Uhr

    Explosionen in zahlreichen ukrainischen Städten

    Ukrainische Medien melden Explosionen in den Städten Charkow, Odessa, Sumy und Tschernigow. Zudem wurde laut Angaben der Online-Karte des ukrainischen Ministeriums für digitale Transformation Stand 13:17 Uhr MEZ der Luftalarm in Stadt und Gebiet Kiew sowie den Gebieten Schitomir, Winniza, Tscherkassy, Kirowograd, Dnjepropetrowsk, Poltawa, Sumy und Tschernigow ausgerufen.

  • 13:52 Uhr

    Kiews Truppen greifen Pferdefarm im Gebiet Saporoschje an – 14 Tiere tot

    Im Gebiet Saporoschje hat das ukrainische Militär eine Pferdefarm mit Drohnen angegriffen. Wie der Gouverneur der Region, Jewgeni Balizki, berichtet, wurden beim sinnlosen Gewaltakt 14 Pferde getötet:

    "Mindestens zehn Starrflügler-Drohnen haben eine Pferdefarm im Gemeidebezirk Akimowka angegriffen. Das ist ein vorsätzlicher Angriff gegen einen zivilen Betrieb. Durch direkte Treffer und den darauffolgenden Brand starben 14 Pferde, nur drei überlebten. Der geschädigte Betrieb wird Unterstützung erhalten."

    Auf seinem Telegram-Kanal teilt Balizki Bilder vom Ort des Vorfalls und betont:

    "Dieses weitere Kriegsverbrechen zeigt das wahre Gesicht des Gegners, der weder Kinder noch Alte und nicht einmal Tiere verschont, die keinesfalls ein militärisches Ziel sein können. So sehen die gegnerischen 'Siege' aus, so die taktischen Errungenschaften und entsprechend die Berichte, um von Europa Waffen zu erhalten."

  • 13:32 Uhr

    Russische Verwaltung des Gebiets Charkow: Woltschansk bleibt unter Beschuss

    Das ukrainische Militär nimmt nach dem Verlust der Stadt Woltschansk im Gebiet Charkow den Ort täglich unter Feuer, ohne auf mögliche zivile Verluste zu achten. Witali Gantschew, Leiter der militärisch-zivilen Verwaltung des Gebiets, schreibt dazu auf sozialen Netzwerken:

    "Nach Angaben von evakuierten Zivilisten steht Woltschansk unter täglichem Beschuss durch bewaffnete Verbände der Ukraine. Nach dem Verlust der Kontrolle über die Stadt schont die ukrainische Armee keine Zivilisten und vernichtet sämtliche bewegliche Objekte und Gebäude."

    Gantschew fügte hinzu, dass in dem von Kiew kontrollierten Teil des Gebiets aktiv die Zwangsmobilmachung der männlichen Bevölkerung laufe. Dabei tun die Charkower "alles Mögliche, um nicht für das verbrecherische Kiewer Regime kämpfen zu müssen."

  • 12:48 Uhr

    Frontbericht des russischen Verteidigungsministeriums

    In seinem täglichen Frontbericht gibt Russlands Verteidigungsministerium die Verluste des ukrainischen Militärs im Verlaufe des vergangenen Tages bekannt. 

    Angaben der Behörde zufolge haben alle Truppenverbände ihre taktische Lage verbessert. Im Zuständigkeitsbereich des Truppenverbands Nord verlor Kiew bis zu 170 Soldaten. Zudem wurden acht Autos, drei Geschütze, eine Eloka-Anlage sowie 13 Material- und Munitionslager eliminiert.

    Die ukrainischen Verluste bei Kämpfen gegen den Truppenverband West beliefen sich auf über 190 Soldaten. Ein Panzer, zwei US-produzierte gepanzerte Mannschaftstransporter vom Typ M113, 27 Autos, zwei Geschütze und ein Munitionslager wurden zerstört.

    Beim Vorrücken des Truppenverbands Süd verlor die Ukraine bis zu 185 Kämpfer, vier gepanzerte Kampffahrzeuge, zehn Autos, sechs Geschütze, eine Eloka-Anlage sowie neun Lager.

    Im Zuständigkeitsbereich des Truppenverbands Mitte musste Kiews Militär einen Verlust von über 375 Soldaten hinnehmen. Außerdem wurden ein Panzer, zehn gepanzerte Kampffahrzeuge und 15 Autos ausgeschaltet.

    Bei Kämpfen gegen den Truppenverband Ost verloren ukrainische Truppen über 335 Militärangehörige. Zudem wurden ein gepanzertes Kampffahrzeug, zwölf Autos, ein Artilleriegeschütz und eine Eloka-Anlage außer Gefecht gesetzt.

    Durch Feuereinwirkung des Truppenverbands Dnjepr kamen bis zu 50 ukrainische Soldaten ums Leben. Ein gepanzertes Kampffahrzeug, elf Autos, eine Eloka-Anlage und ein Materiallager wurden eliminiert.

    Russlands Luftabwehr schoss entlang der gesamten Frontlinie fünf Lenkgleitbomben und 291 Starrflügler-Drohnen ab.

  • 11:23 Uhr

    Prorussischer Untergrund: Über 3000 Bewohner von Cherson verweigern Evakuierung

    Über 3.000 Bewohner der vom ukrainischen Militär besetzten Stadt Cherson unterliegen einer Evakuierung, wollen aber nicht ausreisen. Die prorussische Untergrundorganisation "Chersoner Widerstand" meldet dazu gegenüber der Nachrichtenagentur TASS:

    "Die Behörden in Cherson kündigten an, dass gegenwärtig über 3.000 Menschen einer Evakuierung unterliegen. Es ist unklar, wo diese Menschen untergebracht werden sollen. Trotz der Angriffe wollen die Menschen nicht ausreisen: Die einen wollen die Ankunft der Russen selbst unter Lebensrisiko abwarten, die anderen verstehen, dass sie bei einer Abreise zu Obdachlosen werden und es viel zu teuer und riskant ist, selbstständig nach Cherson zurückzukehren."

  • 10:14 Uhr

    Russlands Menschenrechtsbeauftragte: Moskau und Kiew planen Gefangenenaustausch zu Ostern

    Russland und die Ukraine bereiten einen Gefangenenaustausch vor, berichtet die russische Menschenrechtsbeauftragte Tatjana Moskalkowa. Die Nachrichtenagentur TASS zitiert sie dazu:

    "Im Vorfeld von Ostern wird eine große Arbeit zur Vorbereitung des Austauschens von Gefangenen geleistet."

    Moskalkowa fügte hinzu, dass zudem mit der ukrainischen Seite vereinbart wurde, "alles Mögliche zu tun, damit auch Kriegsgefangene diesen Feiertag spüren":

    "Die Kriegsgefangenen sind orthodox. Sowohl in Russland als auch in der Ukraine wird ihnen Osterbrot gereicht und die Gelegenheit geboten, mit einem Priester zusammenzutreffen."

    Nach orthodoxer Tradition wird das Osterfest im laufenden Jahr am 12. April begangen.

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Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.