Liveticker Ukraine-Krieg: Ukrainische Armee zieht sich bei Sewersk zurück

3.03.2026 12:49 Uhr
12:49 Uhr
Peskow: Bisher keine Anzeichen für Einfluss der Nahost-Krise auf die Verhandlungen zur Ukraine
Bislang gebe es keine Anzeichen dafür, wie sich die Beteiligung der USA am Konflikt im Nahen Osten auf den Verlauf der Verhandlungen zur Ukraine auswirken werde, sagt Dmitri Peskow, der Pressesprecher des russischen Präsidenten. Die Zeit werde es zeigen.
12:33 Uhr
Ukrainischer Experte prognostiziert starken Anstieg der Benzinpreise
Aufgrund der Lage im Nahen Osten sei in naher Zukunft mit einem starken Anstieg der Benzinpreise in der Ukraine zu rechnen, sagt Dmitri Ljouschkin, Experte und Gründer des Logistikunternehmens Prime.
"Die Preise an den Tankstellen sind über das Wochenende bereits um 1 Griwna gestiegen. Diese Woche könnte noch eine weitere Griwna hinzukommen, und danach hängt alles von der Lage in Iran ab. Wenn der Ölpreis unter 80 US-Dollar pro Barrel bleibt, könnte der Preisanstieg in der Ukraine etwa 5 Griwna pro Liter betragen. Wenn der Ölpreis jedoch 100 US-Dollar pro Barrel übersteigt, könnten Benzin und Diesel bereits um 10 Griwna teurer werden."
Ihm zufolge werde Benzin in der Ukraine bis zum "Zeitpunkt der Klarheit" mit Iran um 1 bis 2 Griwna pro Woche teurer werden.
"Wir haben 20 Prozent des Marktes verloren [...] Im Falle einer Entspannung des Konflikts innerhalb von drei bis vier Wochen könnten die Preise um 2 bis 3 Griwna sinken. Aber eine vollständige Rückkehr zum früheren Niveau ist nicht zu erwarten."
12:09 Uhr
Lawrow: Russland gegen nukleares Wettrüsten
Russland war und ist weiterhin kategorisch gegen Maßnahmen, die ein nukleares Wettrüsten provozieren könnten, betont der russische Außenminister Sergei Lawrow.
"Wir werden weiterhin die Grundsätze der Nichtverbreitung von Atomwaffen verteidigen und uns entschieden gegen Maßnahmen aussprechen, die diese Grundsätze untergraben und ein Wettrüsten mit Atomwaffen provozieren könnten."
11:42 Uhr
Frontbericht des russischen Verteidigungsministeriums: Zwei weitere Ortschaften befreit

SymbolbildSTANISLAW KRASSILNIKOW / Sputnik Russlands Verteidigungsministerium meldet weitere Erfolge bei der militärischen Sonderoperation in der Ukraine innerhalb der vergangenen 24 Stunden. Wie die Behörde am Dienstag auf der Plattform MAX schreibt, brachte der Truppenverband Nord die Ortschaft Bobyljowka im Gebiet Sumy unter seine Kontrolle und traf zudem ukrainische Einheiten im Raum der Ortschaften Rogosnoje, Chrapowschtschina, Miropolje und Pokrowka im Gebiet Sumy und Werchnjaja Pissarewka, Golubowka, Malinowka und Krugloje im Gebiet Charkow. Der Gegner verlor mehr als 205 Armeeangehörige. Dabei wurden ein Transportpanzer, 23 Wagen, eine Selbstfahrlafette sowie jeweils fünf Munitions- und Materiallager zerstört.
Der Truppenverband West verbesserte ebenfalls seine taktische Position, indem er Personal und Technik der ukrainischen Streitkräfte nahe den Ortschaften Monatschinowka, Nowoossinowo, Woltschi Jar und Borowaja sowie Krasny Liman in der DVR traf. Dabei wurden bis zu 190 gegnerische Kämpfer getötet oder verletzt. Der Gegner verlor drei gepanzerte Gefechtsfahrzeuge, 23 Wagen, fünf Geschütze und vier Munitionslager.
Auch der Truppenverband Süd verbesserte seine Position an der vordersten Linie und traf ukrainische Einheiten in der Nähe der Ortschaften Kondratowka, Konstantinowka, Schabelkowka, Nikiforowka, Rai-Alexandrowka und Druschkowka in der DVR. Das russische Ministerium beziffert die jüngsten ukrainischen Personalverluste auf mehr als 120 Soldaten. Ein Kampfpanzer, zwei gepanzerte Gefechtsfahrzeuge, 22 Wagen, drei Geschütze, zwei Munitionslager und fünf Lager mit Kriegszubehör wurden zerstört.
Der Truppenverband Mitte bezog ebenfalls günstigere Stellungen, wobei er Personal und Technik des Gegners nahe den Ortschaften Nowoalexandrowka, Belizkoje, Nowopawlowka und Nowonikolajewka in der DVR und Nowogrigorowka im Gebiet Dnjepropetrowsk traf. Zwei Transportpanzer, drei gepanzerte Gefechtsfahrzeuge, 14 Wagen und zwei Geschütze wurden außer Gefecht gesetzt.
Der Truppenverband Ost setzte seinen Vormarsch fort und traf zuletzt ukrainische Einheiten in der Nähe der Ortschaften Dobropassowo und Gawrilowka im Gebiet Dnjepropetrowsk sowie Seljonaja Dibrowa, Boikowo, Ljubizkoje, Barwinowka und Werchnjaja Tersa im Gebiet Saporoschje. Die russische Behörde schätzt die gegnerischen Personalverluste auf bis zu 350 Armeeangehörige. Der Gegner verlor vier gepanzerte Gefechtsfahrzeuge, neun Wagen, ein Geschütz und ein Munitionslager.
Der Truppenverband Dnjepr brachte die Ortschaft Wesseljanka im Gebiet Saporoschje unter seine Kontrolle und traf ukrainische Einheiten nahe den Ortschaften Kamyschewacha und Malokaterinowka im Gebiet Saporoschje. Dabei wurden bis zu 65 gegnerische Soldaten getötet oder verletzt. Das russische Militär zerstörte zudem ein gepanzertes Gefechtsfahrzeug, drei Wagen, zwei Anlagen der elektronischen Kampfführung und ein Munitionslager.
Ferner meldet das Ministerium in Moskau erfolgreiche Luft-, Drohnen-, Raketen- und Artillerieangriffe auf Militärflugplätze, Energieanlagen und Häfen, die der Gegner zu militärischen Zwecken nutzte, sowie auf 142 Standorte mit ukrainischen Soldaten und ausländischen Söldnern. Die russische Luftabwehr fing in den vergangenen 24 Stunden zwölf Lenkbomben und 136 Drohnen ab.
Nach russischen Angaben verlor die Ukraine seit dem Beginn der Sonderoperation vor gut vier Jahren insgesamt: 670 Flugzeuge, 283 Hubschrauber, 119.156 Drohnen, 651 Flugabwehrraketenkomplexe, 27.995 Kampfpanzer und andere Panzerfahrzeuge, 1.680 Mehrfachraketenwerfer sowie 33.597 Geschütze und Mörser.
11:36 Uhr
Selenskij unentschlossen über Kandidatur bei Ukraine-Wahl
Wladimir Selenskij sagt, er sei sich nicht sicher, ob er bei möglichen künftigen Wahlen in der Ukraine kandidieren werde.
In einem Interview mit der italienischen Zeitung Corriere della Sera behauptet er, dass die Ukraine erst nach Beendigung des Konflikts bereit sein werde, Wahlen abzuhalten.
In einem Interview mit dem Portal Axios im Februar sagte Selenskij, in der Ukraine könnten möglicherweise gleichzeitig mit einem Referendum über ein Abkommen zur Beendigung des Konflikts Präsidentschaftswahlen stattfinden. Dabei räumte er ein, dass er als Kandidat antreten könnte, falls die Wahl unter den Bedingungen eines möglichen Waffenstillstands abgehalten werde.
Die Notwendigkeit von Wahlen in der Ukraine wurde im Dezember 2025 vom US-Präsidenten Donald Trump bekräftigt, der Selenskij zuvor als "Diktator ohne Wahlen" bezeichnet und darauf hingewiesen hatte, dass dessen Zustimmungsrate auf 4 Prozent gesunken sei. Selenskij, dessen Amtszeit am 20. Mai 2024 endete, erklärte sich bereit, Wahlen abzuhalten, forderte jedoch von den USA und den europäischen Verbündeten, deren "Sicherheit zu gewährleisten". Zugleich betonte er wiederholt, ein Waffenstillstand sei Voraussetzung für die Durchführung von Wahlen.
11:28 Uhr
Ukrainische Truppen ziehen sich bei Sewersk zurück
Die Einheiten der ukrainischen Streitkräfte konnten den Angriffen der russischen Armee nicht standhalten und haben sich in den letzten Tagen auf die zweite Verteidigungslinie bei Nikiforowka in der Volksrepublik Donezk zurückgezogen. Dies teilt der Militärexperte Andrei Marotschko mit.
Seinen Angaben zufolge gelang es den russischen Streitkräften in den letzten Tagen, südöstlich der Ortschaft Kriwaja Luka vorzustoßen.
11:16 Uhr
Miroschnik: 230.000 Russen nach ukrainischen Angriffen ohne Strom in Vorwoche
In seinem Wochenbericht über die Folgen ukrainischer Angriffe auf Russland hat Rodion Miroschnik, der Sonderbeauftragte des russischen Außenministeriums für Fragen im Zusammenhang mit den ukrainischen Verbrechen, unter anderem über Stromabschaltungen in Russland berichtet. Den Statistiken zufolge waren im Zeitraum vom 23. Februar bis zum 1. März rund 230.000 russische Bürger vorübergehend ohne Strom. Am stärksten betroffen war das Grenzgebiet Belgorod mit 60.000 Menschen ohne Elektrizität, gefolgt von der Volksrepublik Lugansk mit 47.600 Betroffenen. Im Gebiet Cherson waren es 33.700 Menschen.
10:44 Uhr
Zahlreiche Schäden bei ukrainischen Angriffen auf 59 Ortschaften im Gebiet Belgorod
Gouverneur Wjatscheslaw Gladkow veröffentlicht jeden Tag auf Telegram Statistiken über ukrainische Angriffe auf Siedlungen im russischen Grenzgebiet Belgorod. Aus dem heutigen Eintrag geht hervor, dass das ukrainische Militär in den letzten 24 Stunden 59 Ortschaften in sieben Bezirken angegriffen hat. Der Gegner feuerte mindestens zwei Geschosse ab und setzte 199 Drohnen ein, von denen 108 abgeschossen wurden.
In der Statistik beklagt der Politiker den Tod eines Einwohners der Siedlung Golowtschino. In der Siedlung Neschegol wurde ein Kämpfer der Verteidigungseinheit Orlan bei der Ausübung seines Dienstes verletzt.
Gladkow meldet zudem zahlreiche Sachschäden. Demnach wurden in den letzten 24 Stunden insgesamt zerstört oder beschädigt: fünf Mehrfamilienhäuser, 19 Einfamilienhäuser, fünf soziale Einrichtungen, ein Betrieb, ein Landwirtschaftsbetrieb, vier Infrastrukturobjekte, eine Garage, zwei Stromleitungen, eine Gasleitung, drei Lkw und 29 Autos.
10:31 Uhr
Explosionen in der Umgebung von Charkow gemeldet
Im Umland von Charkow sollen sich Explosionen ereignet haben, berichtet der ukrainische Fernsehsender Obschtschestwennoje. Zuvor hatte derselbe Sender bereits über Explosionen in der Stadt Charkow selbst berichtet.
Nach Angaben der Online-Karte des ukrainischen Ministeriums für digitale Transformation wurde in einem Teil der Region Charkow eine Luftangriffswarnung ausgerufen.
10:13 Uhr
IWF-Kredit: Ukraine erhält ersten Teil in Höhe von 1,5 Milliarden US-Dollar
Die Ukraine hat den ersten Teil eines über vier Jahre laufenden Kredits des Internationalen Währungsfonds (IWF) ausgezahlt bekommen. Premierministerin Julia Swiridenko schrieb am Dienstag auf X, dass die Ukraine 1,5 Milliarden US-Dollar erhalten habe. Die Mittel würden zur Finanzierung des Haushaltsdefizits und zur Stabilität des Finanzsystems verwendet.
Die Ministerpräsidentin dankte den Partnern ihres Landes für ihr Vertrauen und ihre Unterstützung. Die Regierung in Kiew setze die vereinbarten Reformen fort, um die makroökonomische Stabilität zu wahren, die staatlichen Institutionen zu stärken und die europäische Integration der Ukraine voranzutreiben.
Der IWF-Kredit beläuft sich insgesamt auf 8,1 Milliarden US-Dollar und ist Teil eines internationalen Unterstützungspakets für die Ukraine in Höhe von 136,5 Milliarden US-Dollar.
Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.
Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.
