Liveticker Ukraine-Krieg: Russlands Armee greift ukrainische Lager für Langstrecken-Drohnen an

26.04.2026 14:24 Uhr
14:24 Uhr
Selenskij: Ukraine wird am NATO-Gipfel in der Türkei teilnehmen
Der ukrainische Staatschef Wladimir Selenskij hat die Teilnahme seines Landes am bevorstehenden NATO-Gipfeltreffen in der Türkei bestätigt. Wie ukrainische Medien berichten, kündigte Selenskij während einer gemeinsamen Pressekonferenz mit seiner moldawischen Amtskollegin Maia Sandu in Kiew an:
"Was den NATO-Gipfel angeht: Die Ukraine wird beim NATO-Gipfel in der Türkei vertreten sein. Wie, in welchem Format, ist noch zu früh zu sagen."
Das Gipfeltreffen der Allianz soll am 7. und 8. Juli in der türkischen Hauptstadt Ankara stattfinden.
13:31 Uhr
Frontbericht des russischen Verteidigungsministeriums
In seinem täglichen Frontbericht gibt Russlands Verteidigungsministerium die Verluste des ukrainischen Militärs im Verlauf des vergangenen Tages bekannt.
Der Meldung zufolge verlor Kiews Armee in den Gebieten Sumy und Charkow bei Gefechten gegen den Truppenverband Nord über 195 Soldaten. Zwölf Autos, eine EloKa-Anlage und 14 Materiallager wurden zerstört.
Einheiten des Truppenverbands West verbesserten ihre Frontstellung, wobei die Ukraine bis zu 210 Soldaten, zwei gepanzerte Kampffahrzeuge aus US-Produktion, 20 Autos, drei Geschütze, vier EloKa-Anlagen sowie zwei Munitionslager verlor.
Auch der Truppenverband Süd bezog günstigere Stellungen. Ukrainische Verluste an diesem Frontabschnitt beliefen sich auf über 175 Soldaten, zwölf Autos, fünf Geschütze sowie sieben Lager.
Bei Gefechten gegen den Truppenverband Nord verlor Kiew bis zu 295 Soldaten, einen gepanzerten Mannschaftstransporter, sieben Autos, zwei Geschütze und zwei EloKa-Anlagen.
Einheiten des Truppenverbands Ost rückten weiter in die Tiefe der ukrainischen Verteidigung vor, wobei Kiews Militär bis zu 290 Soldaten verlor. Ein gepanzerter Mannschaftstransporter, sechs gepanzerte Kampffahrzeuge, vier Pick-ups und zwei Geschütze wurden ausgeschaltet.
Durch Feuereinwirkung des Truppenverbands Dnjepr kamen bis zu 50 ukrainische Kämpfer ums Leben. Zwei gepanzerte Kampffahrzeuge, ein Geschütz und drei EloKa-Anlagen wurden zerstört.
Russlands Luftabwehr schoss entlang der gesamten Frontlinie sieben Lenkgleitbomben, zwei HIMARS-Geschosse sowie 530 Starrflüglerdrohnen ab.
12:48 Uhr
Russland greift ukrainische Militärinfrastruktur weiter an

SymbolbildAlexei Maischew / Sputnik Während des vergangenen Tages haben Russlands Streitkräfte unter Einsatz von Flugzeugen, Drohnen, Raketen und Artillerie weitere Angriffe gegen militärische Ziele in der Ukraine ausgeführt. Das russische Verteidigungsministerium berichtet dazu:
"Lagerstätten und Abschussstätten für Drohnen mit langer Reichweite, Objekte der ukrainischen Transport- und Energieinfrastruktur, die in Interessen des ukrainischen Militärs genutzt werden, sowie Unterkunftsorte ukrainischer bewaffneter Verbände und ausländischer Söldner an 140 Orten wurden getroffen."
12:15 Uhr
LVR: Drei Tote nach ukrainischem Drohnenangriff
Eine junge Frau und zwei junge Männer sind nach einem ukrainischen Drohnenangriff in der Lugansker Volksrepublik ums Leben gekommen. Leonid Passetschnik, Oberhaupt der LVR, berichtet dazu:
"Eine Tragödie hat sich gestern Abend im Dorf Bulgakowka des Gemeidekreises Kremennaja ereignet. Eine gegnerische Drohne griff gezielt Jugendliche an, die sich draußen vor einem Haus aufhielten. Zwei 18-jährige junge Männer und eine 28-jährige junge Frau starben an erlittenen Wunden vor Ort. Ein 15-jähriger Junge und ein 15-jähriges Mädchen sowie ein 21-jähriger junger Mann haben Verletzungen erlitten."
Passetschnik hob hervor, dass vorsätzliche ukrainische Angriffe gegen Zivilisten bereits in der Vergangenheit stattfanden. So hat nach seinen Angaben am 25. April eine Drohne in Rubeschnoje zwei Seniorinnen angegriffen, die darauf mit Verwundungen in ein Krankenhaus eingeliefert werden mussten.
11:38 Uhr
Weitere ukrainische Angriffe gegen Gebiet Belgorod – ein Mann tot
Während des vergangenen Tages hat das ukrainische Militär 27 Ortschaften im russischen Gebiet Belgorod angegriffen, wobei ein Zivilist ums Leben gekommen ist und neun weitere verwundet wurden. Dies geht aus Angaben des Gouverneurs des Gebiets, Wjatscheslaw Gladkow, hervor. In seinem Bericht meldet er:
"Im Bezirk Wolokonowka im Dorf Woltschja Alexandrowka ist ein Mann nach einem Drohnenangriff auf einen Pkw verstorben. Die Ärzte des Krankenhauses von Waluiki taten alles Mögliche, um sein Leben zu retten, doch die Verwundungen erwiesen sich als tödlich."
Gladkows weiteren Angaben zufolge wurden drei weitere Männer und eine Frau im Bezirk Graiworon, außerdem eine Frau, zwei Männer und zwei Kinder im Bezirk Schebekino verwundet. Zudem wurden in der Gebietshauptstadt Belgorod und in neun Bezirken des Gebiets mehrere Fahrzeuge und Gebäude beschädigt.
11:03 Uhr
DVR-Chef meldet Intensivierung der Kämpfe am Abschnitt Krasnoarmeisk
Denis Puschilin, Oberhaupt der Donezker Volksrepublik, berichtet von zunehmend heftigeren Kämpfen am Frontabschnitt Krasnoarmeisk. Die Nachrichtenagentur TASS zitiert ihn dazu:
"Wir sehen, dass sich nach der Befreiung von Grischino die Lage am Abschnitt Krasnoarmeisk intensiviert."
Das nordwestlich der Stadt Krasnoarmeisk (ukrainischer Name Pokrowsk) gelegene Dorf Grischino war während der laufenden Woche durch Russlands Streitkräfte befreit worden.
10:22 Uhr
Militärexperte: Ukrainische Truppen verlassen Slawjansk und Kramatorsk
Ukrainische Einheiten ziehen sich zunehmend aus den Städten Slawjansk und Kramatorsk in der Donezker Volksrepublik zurück, sagt der Militärexperte Andrei Marotschko. In einem Gespräch mit der Nachrichtenagentur TASS führt er dazu aus:
"Wenn wir von Stimmungen in Slawjansk und Kramatorsk sprechen, will ich anmerken, dass diese Siedlungen von ukrainischen Kämpfern zunehmend verlassen werden. Im Prinzip versteht das ukrainische Kommando bereits hervorragend das Schicksal dieser Siedlungen."
Slawjansk und Kramatorsk gehören zu den letzten größeren Städten im Donbass, die noch von Kiew kontrolliert werden. Zuvor hatte Russlands Generalstabschef Waleri Gerassimow gemeldet, dass russische Vorkräfte sieben Kilometer vor Kramatorsk und zwölf Kilometer vor Slawjansk stehen.
09:36 Uhr
Gebiet Wologda: Fünf Verletzte nach ukrainischem Angriff auf Schwefelsäureleitung
Mindestens fünf Menschen haben im russischen Gebiet Wologda Verbrennungen erlitten, nachdem eine ukrainische Drohne eine Leitung mit Schwefelsäure beschädigt hat. Georgi Filimonow, Gouverneur des Gebiets, schreibt dazu auf Telegram:
"Durch einen Drohnenangriff wurde eine Hochdruckleitung mit Schwefelsäure auf dem Gelände des Stickstoffwerks Ammiak-3 der Aktiengesellschaft Apatit beschädigt. Vorläufig wurden fünf Menschen durch Schwefelsäurebrände verletzt, alle wurden in ein Krankenhaus eingewiesen."
Einer der Verletzten befinde sich in einem schweren Zustand, so Filimonow weiter.
Wenig später gab der Gouverneur zudem an, dass das Leck an der Leitung beseitigt wurde, ohne dass es zu einer Freisetzung von Schadstoffen gekommen sei. Einen Brand am Ort des Angriffs habe es nicht gegeben, der MAK-Wert sei nicht überschritten.
Insgesamt wurden laut Filimonow mindestens drei Wellen von Drohnenangriffen abgewehrt, bei denen 14 Drohnen abgeschossen wurden.
08:15 Uhr
203 ukrainische Drohnen in der Nacht über Russland abgeschossen
Russische Luftabwehrsysteme konnten in der Nacht zum 26. April 203 ukrainische Drohnen vom Flugzeugtyp über Gebieten der Russischen Föderation abfangen und zerstören. Dies teilt das russische Verteidigungsministerium mit. Die Drohnen wurden über den Gebieten Belgorod, Brjansk, Wologda, Wladimir, Woronesch, Kaluga, Lipezk, Nowgorod, Rostow, Rjasan, Smolensk, Tambow, Twer und Jaroslawl sowie über Moskau und umliegenden Gegenden, der Republik Krim und dem Gewässer des Schwarzen Meeres abgeschossen.
25.04.2026 21:00 Uhr
21:00 Uhr
Damit beenden wir für heute den Live-Ticker zur Lage im Ukraine-Konflikt. Morgen früh ab 7 Uhr geht es mit der Berichterstattung weiter. Wir wünschen unseren Lesern trotz aller Spannungen in der Welt eine gute Nacht!
Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.
Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.
