Liveticker Ukraine-Krieg: Kiews Drohnen erreichen erstmals Ural

25.04.2026 09:54 Uhr
09:54 Uhr
Prorussischer Untergrund: Ukrainischer Stab im Gebiet Tschernigow zerstört
In der Stadt Gorodnja im Gebiet Tschernigow ist bei einem russischen Angriff ein ukrainischer Stab zerstört worden, berichtet Sergei Lebedew, Koordinator des prorussischen Untergrunds in der Ukraine. Die Nachrichtenagentur RIA Nowosti zitiert ihn dazu:
"Eine Funkstelle und ein lokaler Stab, die sich am Ort eines ehemaligen Flugplatzes befanden und ukrainische Drohnenangriffe koordinierten, wurden zerstört."
Lebedews Angaben zufolge sind beim Angriff elf ukrainische Militärangehörige, darunter zahlreiche Offiziere, ums Leben gekommen. Zudem wurden ein Lager und mobile Startanlagen für Drohnen, mit denen die russischen Städte Orjol, Brjansk und Smolensk angegriffen wurden, zerstört.
09:15 Uhr
Über 500 Leichen – Russische Soldaten finden Massengrab in Sudscha
Nach der Befreiung der Stadt Sudscha von der ukrainischen Besatzung haben russische Militärangehörige ein Massengrab mit den verscharrten Leichen von 524 Zivilisten gefunden, berichtet ein Kommandeur der russischen Spezialeinheit Achmat mit dem Funknamen Aid ("Hades"). Die Nachrichtenagentur TASS zitiert ihn dazu:
"Einheimische erzählten uns, wie der Gegner sie erschossen und beim Versuch, die Dörfer zu verlassen, angegriffen hat. Das ukrainische Militär sagte: 'Ihr seid unser lebender Schild, kommt zurück.' In Russkoje Poretschnoje veranstaltete der Gegner ein Massaker an der Zivilbevölkerung, alle Keller waren mit Leichen vollgestopft. Ähnlich war es in Sudscha, das größte Massengrab wurde erst relativ kürzlich gefunden, mit 524 Leichen."
Aid betonte, dass Leichen von Zivilisten während des gesamten Verlaufs der Befreiung von Kursk gefunden wurden. Allerdings seien die Ausmaße der Kriegsverbrechen erst nach der Befreiung von Sudscha deutlich geworden:
"Der Gegner hatte nichts Kriegerisches und nichts Männliches, denn so handeln Krieger nicht – sie rächen sich nicht an einheimischen Zivilisten. Dort haben wir verstanden, dass wir dem wirklich Bösen gegenüberstehen."
08:29 Uhr
Ukrainische Drohnen erreichen erstmals Ural
Kiews Drohnen haben erstmals die russische Uralregion angegriffen, wie aus einer Mitteilung des Verteidigungsministeriums hervorgeht.
Nach Angaben des Gouverneurs des Gebiets Swerdlowsk, Denis Passler, wurde in der Gebietshauptstadt Jekaterinburg bei einem Drohnenangriff ein Wohnhaus beschädigt. Todesopfer gab es nicht, doch sechs Menschen benötigten medizinische Hilfe, von denen eine Frau in ein Krankenhaus eingewiesen wurde. Die Bewohner des beschädigten Hauses mussten evakuiert werden.
Alexei Texler, Gouverneur des Gebiets Tscheljabinsk, berichtete seinerseits, dass in seiner Region ein Drohnenangriff auf ein Infrastrukturobjekt abgewehrt wurde. Dabei kamen keine Personen zu Schaden.
Artjom Schoga, Bevollmächtigter des russischen Präsidenten im Föderationskreis Ural, bezeichnete die ukrainischen Angriffe als Kriegsverbrechen und schrieb:
"Heute am frühen Morgen wurde Jekaterinburg vom verbrecherischen Kiewer Regime angegriffen. Skrupellos griffen die Gegner ein Wohnhaus im Stadtzentrum mit einer Drohne an. Dieses Kriegsverbrechen zeigt ein weiteres Mal: Der Gegner ist nicht in der Lage, auf dem Schlachtfeld Erfolge zu erzielen, und kann nur niederträchtig zivile Objekte angreifen."
07:38 Uhr
Russlands Luftabwehr schießt 127 ukrainische Drohnen ab
In der Nacht haben die russischen Luftabwehrkräfte über den Regionen des Landes 127 ukrainische Drohnen abgeschossen. Russlands Verteidigungsministerium berichtet dazu:
"Während der vergangenen Nacht haben die diensthabenden Luftabwehrkräfte 127 ukrainische Starrflüglerdrohnen über den Gebieten Belgorod, Brjansk, Woronesch, Kaluga, Kursk, Orjol, Smolensk, Rostow, Wolgograd, Astrachan, Swerdlowsk, Tscheljabinsk, über den Teilrepubliken Tatarstan und Krim sowie über dem Schwarzen und Asowschen Meer abgefangen und zerstört."
Angriffe auf die im Ural liegenden Gebiete Swerdlowsk und Tscheljabinsk wurden erstmals gemeldet.
24.04.2026 22:00 Uhr
22:00 Uhr
Damit beenden wir für heute den Live-Ticker zur Lage im Ukraine-Konflikt. Morgen früh ab 7 Uhr geht es mit der Berichterstattung weiter. Wir wünschen unseren Lesern trotz aller Spannungen in der Welt eine gute Nacht!
21:59 Uhr
Raketenstart in Nordrussland – Moskau stationiert neue Militärsatelliten

Am Donnerstag ist vom Kosmodrom Plessezk aus eine Angara-1.2-Trägerrakete ins All gebracht worden. Die Luft- und Weltraumkräfte Russlands bringen damit neue Militärsatelliten in den Orbit, berichtete das russische Verteidigungsministerium. Auch der Weg der Rakete zum bekannten Weltraumbahnhof wurde im Voraus dokumentiert.
Ein Video dazu gibt es hier auf unserer Webseite.
21:55 Uhr
Lawrow: Selenskij sieht "Sicherheitsgarantien im Krieg"
Der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij sehe Sicherheitsgarantien im Fortsetzen des Krieges. Dies erklärte Russlands Außenminister Sergei Lawrow bei einem Treffen mit Vertretern russischer NGOs.
"Im Westen entsteht jetzt eine Hysterie: Selenskij erklärt, er werde das Gebiet Donezk nicht verlassen – das sei Teil seiner Sicherheitsgarantien. Das heißt, dass er Sicherheitsgarantien im Krieg sieht."
Zugleich wolle der Westen die Kämpfe einfrieren – "dort, wo derjenige steht, soll es zum Stillstand kommen" – und Kiew Sicherheitsgarantien geben. Dazu zähle auch die von Frankreich und Großbritannien angestrebte Entsendung multinationaler "Stabilisierungsstreitkräfte".
"Das bedeutet nur eines: Sie wollen dem Nazi-Regime Sicherheitsgarantien verschaffen."
21:40 Uhr
Heimgekehrte Soldaten: Briefe und Familie gaben Kraft in Gefangenschaft
Russische Soldaten, die aus ukrainischer Gefangenschaft zurückgekehrt sind, haben dem Sender RT erzählt, was ihnen half, durchzuhalten. Nach ihren Angaben gaben ihnen Nachrichten von Angehörigen, Gedanken an die Kinder und der Wunsch, die Familie wieder in die Arme zu schließen, Kraft. Einer der Teilnehmer der Militäroperation sagte:
"Ein Brief von meiner Mutter. Sie wartet. Die Kinder warten – das ist das Wichtigste."
Er fügte hinzu, er habe eine Zeichnung seiner Kinder, die er vor Neujahr erhalten hatte, "wie seinen Augapfel" gehütet.
21:35 Uhr
Lawrow: Westen nutzt Ukraine für "offenen Krieg" gegen Russland
Der russische Außenminister Sergei Lawrow warf dem Westen vor, mittels der Ukraine einen "offenen Krieg" mit Russland zu führen. Er sagte dies bei einem Treffen mit Vertretern russischer NGOs:
"Uns ist ein offener Krieg erklärt worden. Als 'Speerspitze' wird dabei das Kiewer Regime genutzt. Doch dass diese 'Speerspitze' ohne materielle Unterstützung durch westliche Waffen, Aufklärungsdaten, Satellitensysteme und Ausbildungshilfe hilflos ist – das weiß jeder."
Weiter erklärte er, die Ukraine werde "offen als geopolitischer Rammbock benutzt". Er verwies dabei auf Aussagen aus Belgien. Dort habe Generalstabschef Frederik Vansina erklärt, man bereite sich auf einen Krieg mit Russland vor, während die Ukraine Zeit verschaffe. Zugleich warf Lawrow dem Westen vor, "alles Russische zu dämonisieren" und offen über eine künftige Konfrontation zu sprechen – insbesondere in Brüssel.
21:22 Uhr
Lawrow: Europa und Selenskij wollen USA "vom Kurs abbringen"

Russlands Außenminister Sergei Lawrow.Sergei Gunejew / Sputnik Die europäischen Staaten und der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij versuchen nach Ansicht des russischen Außenministers Sergei Lawrow, die USA von dem in Anchorage festgelegten Kurs abzubringen. Dies sagte Lawrow bei einem Treffen mit Vertretern russischer NGOs:
"Bald jährt sich das Treffen in Anchorage zum ersten Mal. In dieser Zeit haben die Europäer – man muss ihrer Dreistigkeit Tribut zollen – gemeinsam mit Selenskij viel dafür getan, die Amerikaner von ihrem Kurs abzubringen."
Er lobte zugleich die Haltung der USA, die aus seiner Sicht "die Ursachen öffentlich benennen" und konkrete Schritte unternehmen würden. Dabei verwies er auf Verständigungen, die bei einem Treffen in Anchorage erzielt worden seien.
Zugleich warf Lawrow dem Westen vor, das Kiewer Regime zur "Zerstörung alles Russischen" und gegen die kanonische orthodoxe Kirche in der Ukraine zu ermutigen. "Das ist Teil der Aggression gegen uns, gegen Russland als Zivilisation", erklärte er. Der Westen nutze die Ukraine als langfristige Bedrohung und plane Sicherheitsgarantien für Kiew, die auch für "neue militärische Abenteuer" eingesetzt werden könnten.
"Sie haben erklärt, dass all das in den Jahren 2029 bis 2030 beginnen soll."
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Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.

