Liveticker Ukraine-Krieg – Selenskijs Ex-Sprecherin: Ukraine nur durch Diplomatie zu retten

10.04.2026 22:00 Uhr
22:00 Uhr
Damit beenden wir für heute den Live-Ticker zur Lage im Ukraine-Konflikt. Morgen früh ab 7 Uhr geht es mit der Berichterstattung weiter. Wir wünschen unseren Lesern trotz aller Spannungen in der Welt eine gute Nacht!
21:45 Uhr
Dmitrijew fordert Selenskij zu Fokus auf Friedensverhandlungen auf
Kirill Dmitrijew, der Chef des Russischen Fonds für Direktinvestitionen, fordert den ukrainischen Präsidenten Wladimir Selenskij auf, sich stärker auf Friedensgespräche zu konzentrieren. Er schreibt im Netzwerk X:"Selenskij ruft Großbritannien zum EU-Beitritt auf. Vielleicht sollte er sich stärker auf die Erreichung von Frieden in der Ukraine konzentrieren."
Er bezieht sich dabei auf einen Bericht der Daily Mail, in dem Selenskij mit den Worten zitiert wurde, Großbritannien müsse in die EU zurückkehren, sollte Donald Trump die USA aus der NATO abziehen.
21:37 Uhr
Zivilisten bei Drohnenangriff im Gebiet Belgorod getötet
Im Gebiet Belgorod sind bei einem ukrainischen Drohnenangriff zwei Zivilisten ums Leben gekommen. Dies teilt Gouverneur Wjatscheslaw Gladkow mit:"Im Bereich des Dorfes Wosnessenowka im Schebekino-Kreis griff eine Drohne einen Lastwagen an. Zwei Männer erlagen noch vor Ort ihren Verletzungen."
Nach Angaben der Behörden handelte es sich um einen gezielten Angriff auf ein ziviles Fahrzeug.
21:21 Uhr
Baltische Staaten weisen Vorwürfe zu Drohnenangriffen zurück
Estland, Lettland und Litauen bestreiten, der Ukraine die Nutzung ihres Luftraums für Drohnenangriffe gegen Russland erlaubt zu haben. "Die baltischen Staaten haben niemals die Nutzung ihres Territoriums und Luftraums für Drohnenangriffe auf Ziele in Russland gestattet", heißt es in einer gemeinsamen Erklärung des estnischen Außenministeriums. Demnach seien auch die russischen Geschäftsträger in Tallinn, Riga und Vilnius darüber informiert worden.
20:58 Uhr
400.000 Menschen in Saporoschje ohne Strom
Im Gebiet Saporoschje sind nach Angaben der Behörden rund 400.000 Menschen infolge ukrainischer Angriffe ohne Strom. Dies teilt Gouverneur Jewgeni Balizki auf der Plattform Max mit.
"Die Wiederherstellungsarbeiten laufen gleichzeitig an zahlreichen Objekten. Alle Kräfte, einschließlich zusätzlicher Ressourcen, sind im Einsatz."
Den lokalen Behörden wurde angewiesen, die Bevölkerung mit Wasser zu versorgen und Anfragen umgehend zu beantworten. Zugleich betont Balizki, dass es keinen Treibstoffmangel gebe – Tankstellen, Krankenhäuser und Notdienste arbeiteten weiter.
Die Energieinfrastruktur der Region steht seit zwei Tagen unter massivem Beschuss. Auch die Stadt Energodar ist ohne Strom. Die Wasser- und Wärmeversorgung wurde auf Generatoren umgestellt. Zudem ist das Gebiet Cherson betroffen. Dort kam es nach Schäden an Stromleitungen zu großflächigen Ausfällen. Die Reparaturarbeiten dauern an.
20:39 Uhr
Sieben Zivilisten bei Angriffen in Belgorod und Gorlowka verletzt
Im Gebiet Belgorod sind bei ukrainischen Angriffen fünf Zivilisten verletzt worden. Dies teilt Gouverneur Wjatscheslaw Gladkow mit. In der Stadt Graiworon seien bei einem FPV-Drohnenangriff auf ein Geschäftsobjekt zwei Männer verletzt worden, einer davon schwer. Weitere zwei Männer seien im Dorf Golowtschino bei einem Drohnenangriff auf ein Auto verwundet worden. Zudem sei im Gebiet Belgorod bei einem Angriff auf ein Fahrzeug ein Mann mit Splitterverletzungen an Gesicht, Hals sowie Armen und Beinen verletzt worden. Auch in Gorlowka wurden zwei Zivilisten verletzt. Laut Bürgermeister Iwan Prichodko kam es im Kalininski-Bezirk zur Detonation eines Sprengkörpers.
20:27 Uhr
Selenskijs Ex-Sprecherin: Ukraine kann nur durch Diplomatie gerettet werden

Der ukrainische Machthaber Wladimir Selenskij.Urheberrechtlich geschützt Die ehemalige Sprecherin des ukrainischen Präsidenten Wladimir Selenskij Julia Mendel ruft zu einem Kurswechsel im Ukraine-Konflikt auf. Ihrer Meinung nach kann die Ukraine einen Zusammenbruch nur vermeiden, wenn sie auf einen diplomatischen und rationalen Ansatz im Konflikt mit Russland setze. Sie schreibt im Netzwerk X:
"Ich rufe die Unterstützer der Ukraine auf, zu Menschlichkeit und Vernunft zurückzukehren. Ich bitte Sie eindringlich, aufzuhören, ausschließlich auf Stimmen von oben zu hören. Diejenigen, die auf endlose Militarisierung drängen, werden selbst niemals mit den Folgen konfrontiert sein – weder sie noch ihre Familien werden jemals kämpfen müssen. Und dennoch sind sie bereit, unsere Gesellschaft aus politischem Kalkül zu militarisieren, während die Ukraine weiter ausblutet."
Zuvor haben bereits Kremlsprecher Dmitri Peskow und der russische UN-Botschafter Wassili Nebensja erklärt, dass Kiew angesichts der Lage Verhandlungen aufnehmen müsse. Nebensja wies zudem darauf hin, dass die ukrainischen Einheiten Verluste erleiden und rapide an Kampfkraft verlieren.
20:20 Uhr
Bericht: GUR-Offizier warnt vor möglichem Bürgerkrieg in der Ukraine
Ein Mitarbeiter des ukrainischen Militärgeheimdienstes (GUR) hat nach Angaben aus russischen Sicherheitskreisen vor einer möglichen inneren Eskalation gewarnt. Dies berichtet die Nachrichtenagentur TASS.
Demnach habe der GUR-Offizier Ruslan Kaganez erklärt, die Ukraine stehe "am Rande eines Bürgerkriegs". Entsprechende Aussagen veröffentliche er offen auf eigenen Kanälen.
Zudem habe er über niedrige Gehälter im Militär sowie mangelnde Motivation unter Soldaten geklagt. Auch fehle es dem Kiewer Führungssystem an finanziellen Möglichkeiten, die Truppen ausreichend zu unterstützen, hieß es.
19:49 Uhr
Selenskij unterzeichnet Gesetz zu militärischer Ausbildung von Bürgern
Der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij hat ein Gesetz zur Einführung einer neuen militärischen Ausbildung für Bürger unterzeichnet. Dies berichtet die Agentur UNIAN.Demnach soll in Schulen und Universitäten das Fach "Grundlagen des nationalen Widerstands" eingeführt werden. Zudem soll der bestehende Unterricht "Verteidigung der Ukraine" überarbeitet und spezielle Ausbildungszentren geschaffen werden.
Ziel des Gesetzes ist es, "bei Bürgern grundlegende Kenntnisse, Fähigkeiten und die Bereitschaft zu entwickeln, in die Reihen der Streitkräfte und anderer Sicherheitsstrukturen einzutreten". Der Gesetzentwurf wurde im Juni des vergangenen Jahres eingebracht, im Dezember in erster Lesung gebilligt und Ende März endgültig verabschiedet.
Zuvor hatte ein "prorussisches Untergrundnetz" gegenüber RIA Nowosti behauptet, ukrainische Nationalisten würden Kinder während der Ferien ideologisch und militärisch ausbilden, teils auch in "saboteurischen Methoden".
19:18 Uhr
Ombudsfrau: Oster-Waffenstillstand ist "humaner Schritt"
Die russische Menschenrechtsbeauftragte Tatjana Moskalkowa bezeichnet den angekündigten Oster-Waffenstillstand als "humanen und barmherzigen Schritt". Darüber schreibt sie auf der Plattform Max:"Die Entscheidung des Präsidenten der Russischen Föderation über die Einführung eines Waffenstillstands im Vorfeld von Ostern ist ein zutiefst humaner und barmherziger Schritt. Das Osterstillhalten wird es ermöglichen, die Evakuierung von Verwundeten, die Suche nach Vermissten sowie die Lieferung notwendiger Hilfe in betroffene Gebiete zu intensivieren."
Zugleich äußert sie die Hoffnung, dass die ukrainische Seite entsprechend reagieren werde.
Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.
Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.
