Liveticker Ukraine-Krieg – LVR wirft Kiew Ökoterrorismus vor: 40.000 Hektar Wald beschädigt

6.06.2026 11:06 Uhr
11:06 Uhr
Republikchef Passetschnik beklagt Zerstörung von Wäldern in LVR: Kiew betreibt Ökoterrorismus
Im Gespräch mit der Nachrichtenagentur TASS hat Leonid Passetschnik, Oberhaupt der Volksrepublik Lugansk (LVR), der Führung in Kiew vorgeworfen, Wälder in der Region absichtlich zu zerstören. Nach vorläufigen Angaben seien in der LVR durch ukrainische Attacken, Brandsetzung und Verminung ungefähr 40.000 Hektar Forst beschädigt worden. Momentan sei es unmöglich, den gesamten Schaden zu berechnen. Betroffen seien nicht nur Wälder an der Kontaktlinie, sondern auch ziemlich weit davon entfernte Waldungen. Der Politiker sagte dabei mit Blick auf die ukrainischen Truppen:
"Ich bin mir sicher, dass dieses Vorgehen gar keine strategische Rechtfertigung und gar keine militärischen Ziele hat. Sie agieren seit langem nach dem Prinzip der verbrannten Erde."
Die Zerstörung der Wälder in der LVR durch das ukrainische Militär bezeichnete Passetschnik als Ökoterrorismus. Dieser richte sich gegen die Zivilbevölkerung und füge der Umwelt einen langfristigen Schaden zu.
10:30 Uhr
Fünf Verletzte durch ukrainische Artillerie- und Drohnenangriffe auf Grenzgebiet Kursk
Die ukrainischen Streitkräfte setzen ihre Attacken auf das russische Grenzgebiet Kursk fort. Gouverneur Alexander Chinschtein berichtet in der täglichen Statistik über zahlreiche Artillerie- und Drohnenangriffe auf die Region. Wie der Politiker auf der Plattform MAX mitteilt, seien im Zeitraum von 8 Uhr MESZ am 5. Juni bis 8 Uhr MESZ am 6. Juni 139 ukrainische Drohnen abgeschossen worden. Zudem habe die gegnerische Artillerie in dieser Zeit 190-mal grenznahe evakuierte Ortschaften unter Beschuss genommen. Es habe darüber hinaus 18 Angriffe gegeben, bei denen unbemannte Luftfahrzeuge Sprengsätze auf Objekte im Gebiet Kursk abgelassen hätten.
Chinschtein meldet keine Todesopfer unter der Zivilbevölkerung. In der Siedlung Kosyrewka seien aber drei Zivilisten verletzt worden. In der Stadt Lgow hätten eine Frau und ein Mann Verletzungen erlitten. Außerdem teilt der Gouverneur mit, dass im Dorf Terechowka zwei Wohnhäuser niedergebrannt seien. Ein weiteres Haus sei in der Siedlung Koljatschek beschädigt worden. In der Stadt Rylsk sei ein Tankwagen zu Schaden gekommen.
10:08 Uhr
Ukrainische Drohnen setzen Erdöldepot in Region Krasnodar in Brand
Neben dem nordwestrussischen Gebiet Leningrad und der Stadt Sankt Petersburg, in der an diesem Samstag das Internationale Wirtschaftsforum SPIEF endet, haben die ukrainischen Streitkräfte auch den Süden des Landes angegriffen. Wie der Krisenstab der Region Krasnodar auf der Plattform Telegram schreibt, habe der Gegner unter anderem ein Erdöldepot in der Stadt Ust-Labinsk angegriffen. Auf dem Betriebsgelände sei es zu einem Brand gekommen.
Der Krisenstab meldet weder Todesopfer noch Verletzte. An den Löscharbeiten seien 167 Feuerwehrleute und 54 Löschfahrzeuge beteiligt. Aus benachbarten Häusern seien 60 Menschen evakuiert worden. In ihren Häusern seien die Fensterscheiben zu Bruch gegangen.
09:34 Uhr
Șoșoacă: Kiew will Rumänien in den Krieg hineinziehen

Die Explosion einer Marinedrohne im rumänischen Hafen Constanța hat für Spannungen zwischen Bukarest und Moskau gesorgt: Die russische Botschaft wies jede Verbindung zu Russland zurück und sprach von ukrainischen unbemannten Wasserfahrzeugen. Am Rande des Wirtschaftsforums in Sankt Petersburg erklärte die rumänische Politikerin Diana Iovanovici-Șoșoacă, Kiew versuche, Rumänien immer tiefer in den Konflikt hineinzuziehen.
Den Videobericht gibt es hier auf unserer Website zu sehen.
09:01 Uhr
Ukraine entschuldigt sich bei Griechenland für Drohnenvorfall
Mehrere Tage nach einer griechischen Protestnote hat sich das ukrainische Außenministerium für den Fund einer sprengstoffbeladenen Seedrohne vor der Ferieninsel Lefkada im Ionischen Meer entschuldigt. Außenamtssprecher Georgi Tichi schrieb auf der Plattform X:
"Die ukrainische Seite entschuldigt sich für den Vorfall und betont, dass dieser auf Umstände zurückzuführen ist, die durch die anhaltende russische Aggression gegen die Ukraine verursacht wurden."
Das zeige, dass der andauernde Krieg auch eine Bedrohung für benachbarte europäische Staaten und die Welt darstelle. Gleichzeitig bedankte sich Kiew für die seit dem Kriegsbeginn im Februar 2022 von Griechenland gewährte Unterstützung.
Bereits im Mai hatten Fischer vor der griechischen Mittelmeerinsel Lefkada ein etwa sechs Meter langes unbemanntes Boot mit laufendem Motor entdeckt. Auf dem von den Behörden als ukrainisch identifizierten Boot wurden rund 100 Kilogramm Sprengstoff entdeckt. Die Küstenwache machte den Sprengsatz mit einer kontrollierten Explosion unschädlich. In seiner Protestnote sprach Athen von einer Gefährdung der maritimen Sicherheit und einem Risiko für Zivilisten und verlangte von Kiew eine offizielle Stellungnahme.
08:36 Uhr
Wadephul sagt Ukraine unerschütterliche Unterstützung zu
Bundesaußenminister Johann Wadephul hat der Ukraine unverbrüchliche Unterstützung zugesagt. Nachdem Russlands Staatschef Wladimir Putin ein Verhandlungsangebot seines ukrainischen Amtskollegen Wladimir Selenskij abgelehnt hatte, erklärte der CDU-Politiker am Rande seines Besuchs in Mexiko-Stadt vor Journalisten, man nehme die jüngsten Aussagen des Kremlchefs zur Kenntnis und ziehe "daraus die einzig richtige und notwendige Konsequenz":
"Unsere Unterstützung für die Ukraine ist und bleibt unerschütterlich."
Je eher Putin an den Verhandlungstisch komme, desto eher höre das Sterben auf, betonte Wadephul. Zugleich verlangte er erneut die Einbeziehung der Europäer in mögliche Verhandlungen. Europa müsse dort eine Rolle spielen und auch mitbestimmen.
"Eine Sache steht fest: Deutschland steht zu 100 Prozent an der Seite der Ukraine."
08:03 Uhr
DVR meldet neun ukrainische Angriffe binnen 24 Stunden
Die Behörden in Donezk haben innerhalb der vergangenen 24 Stunden neun Angriffe durch ukrainische Truppen registriert. Demnach wurden auf das Territorium der Volksrepublik elf Geschosse abgefeuert. Bei den Angriffen in der Zeitspanne von 0 Uhr am 5. Juni bis 0 Uhr am 6. Juni (Ortszeit) wurden zwei zivile Einwohner verletzt. Durch den Beschuss kamen drei zivile Infrastrukturobjekte zu Schaden.
Am Vortag hatten die Behörden von Donezk elf Angriffe aus der Ukraine gemeldet. Drei Zivilisten erlitten Verletzungen. Außerdem wurden zwei Wohnhäuser, drei zivile Infrastrukturobjekte sowie mehrere Lkw und Autos beschädigt.
07:30 Uhr
Russische Luftabwehr zerstört in der Nacht 376 ukrainische Drohnen

Archivbild: Ein russisches Flugabwehrraketenkomplex des Typs Strela-10 im Gebiet Cherson, 4. Mai 2026ALEXEI KONOWALOW / TASS Russlands Verteidigungsministerium berichtet am Samstagmorgen über weitere Versuche der ukrainischen Streitkräfte, Objekte in Russland mit unbemannten Luftfahrzeugen anzugreifen. Demnach habe die russische Luftabwehr in der vergangenen Nacht 376 gegnerische Drohnen abgefangen. Die unbemannten Luftfahrzeuge seien über den Gebieten Belgorod, Brjansk, Kaluga, Kursk, Leningrad, Nowgorod, Orjol, Pskow, Rostow, Rjasan, Smolensk, Twer und Tula, dem Großraum Moskau, der Teilrepublik Krim, der Republik Abchasien sowie über dem Asowschen und dem Schwarzen Meer zerstört worden. Weitere Einzelheiten teilt das Ministerium nicht mit.
Der Moskauer Bürgermeister Sergei Sobjanin meldet auf der Plattform Telegram neun abgeschossene ukrainische Drohnen. Der Gouverneur des Gebiets Leningrad, Alexander Drosdenko, berichtet über den Abschuss von mindestens 86 Drohnen.
5.06.2026 22:00 Uhr
22:00 Uhr
Damit beenden wir für heute den Live-Ticker zur Lage im Ukraine-Konflikt. Morgen früh ab 7 Uhr geht es mit der Berichterstattung weiter. Wir wünschen unseren Lesern trotz aller Spannungen in der Welt eine gute Nacht!
21:58 Uhr
Lawrow kritisiert Ukraine, EU und USA beim Wirtschaftsforum

Beim internationalen Wirtschaftsforum in Sankt Petersburg äußerte sich der russische Außenminister Sergei Lawrow zu den Verhandlungen mit der Ukraine, Europas Rolle, dem Iran und der Straße von Hormus sowie zur entstehenden multipolaren Weltordnung.
Lawrow warf Kiew und den europäischen Staaten mangelnde Verhandlungsbereitschaft vor, kritisierte westliche Forderungen an Russland und betonte zugleich, dass neue Machtzentren wie China, Indien, Russland, Iran sowie Staaten Afrikas und Lateinamerikas zunehmend an Einfluss gewännen. Als Beispiele für diese Entwicklung nannte er BRICS und die Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit.
[Auszug aus den RT DE-Nachrichten live am 5. Juni 2026]
Ein Video dazu gibt es hier auf unserer Webseite.
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Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.


