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Liveticker Ukraine-Krieg: Russische Einheiten melden Kontrolle über Ostteil von Konstantinowka

Russland führt gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine Militäroperation in der Ukraine durch. Der Westen reagiert mit immer neuen Waffenlieferungen an die Ukraine und beispiellosen Sanktionen gegen Russland. Lesen Sie hier die neuesten Entwicklungen.
Liveticker Ukraine-Krieg: Russische Einheiten melden Kontrolle über Ostteil von KonstantinowkaQuelle: Sputnik © Stanislaw Krassilnikow
  • 11.06.2026 20:48 Uhr

    20:48 Uhr

    Gebiet Brjansk: Kind beim Spielen durch ukrainischen Drohnenangriff verletzt

    Im Klimowo-Bezirk des Gebiets Brjansk ist ein Kind bei einem Angriff mit einer ukrainischen FPV-Drohne verletzt worden. Dies teilt der amtierende Gouverneur Jegor Kowaltschuk mit. Demnach spielte der Junge im Hof seines Hauses, als die Drohne angriff. "Das Kind ging einfach im Hof spazieren", schreibt Kowaltschuk auf der Plattform Max. Der Junge wurde medizinisch versorgt und anschließend in ein Krankenhaus eingeliefert.

  • 20:28 Uhr

    Selenskij erklärt sich mit LGBT-Personen für gleich

    Der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij hat sich für die LGBT-Gemeinschaft ausgesprochen. Dies berichtet der Telegram-Kanal Politika Strany.

    "Ich bin der Meinung, dass man mit der Gesellschaft offen über alles sprechen muss. Das ist völlig normal. Wir sind gleich, und wir haben absolut die gleichen Rechte – ungeachtet jeglicher Vorurteile, verzeihen Sie, von Menschen aus dem 15. Jahrhundert."

    In Russland ist die internationale LGBT-Bewegung als extremistische Organisation eingestuft und verboten. Zuvor hatte die Sprecherin des russischen Außenministeriums Maria Sacharowa die Anerkennung gleichgeschlechtlicher Partnerschften als Familien in der Ukraine kritisiert.

  • 20:02 Uhr

    Russische Regionen melden weitere Opfer der ukrainischen Attacken

    Bei Angriffen der Ukraine in den Gebieten Belgorod und Brjansk sind nach Angaben der Regionalbehörden zwei Menschen getötet und 14 weitere verletzt worden.

    Im Dorf Wosnessenowka im Gebiet Belgorod traf eine Drohne einen Linienbus. Eine Frau starb noch am Ort des Geschehens. Elf weitere Menschen wurden in das zentrale Bezirkskrankenhaus eingeliefert. Laut dem operativen Stab erlitten die Verletzten Splitterverletzungen, Schürfwunden und Drucktraumata.

    Auch die Siedlung Belaja Berjoska im Gebiet Brjansk geriet erneut unter Beschuss. Dabei kam nach Angaben des amtierenden Gouverneurs Jegor Kowaltschuk ein Mann ums Leben. Drei weitere Menschen wurden verletzt, einer von ihnen schwer.

  • 19:40 Uhr

    Nebensja: "Keine Gespräche mit Kiewer Regime, solange es zivile Ziele angreift"

    Bei einer Pressekonferenz des UN-Sicherheitsrates in New York am Mittwoch hat Russlands UN-Botschafter Wassili Nebensja erneut der Öffentlichkeit erläutert, warum es zwischen Moskau und Kiew seit nahezu einem Jahr nicht mehr zu direkten Verhandlungsgesprächen kommt.

    Ein Video dazu gibt es hier auf unserer Webseite.

  • 19:25 Uhr

    Ukraine: Militärkommissariate sollen Mobilisierungszahlen künstlich erhöht haben

    Drei Leiter von Militärkommissariaten im Gebiet Ternopol haben nach Angaben des Staatlichen Ermittlungsbüros der Ukraine Daten in einem staatlichen Register verändert, um die Mobilisierungsergebnisse künstlich zu verbessern. Den Ermittlungen zufolge trugen die Beschuldigten in den Jahren 2025 und 2026 mehr als 100 aktive Soldaten der ukrainischen Streitkräfte als neu einberufene Rekruten in das Register ein, obwohl diese bereits in verschiedenen Einheiten dienten. Gegen die Betroffenen wurden Ermittlungen wegen unbefugter Eingriffe in Informationssysteme eingeleitet. Im Falle einer Verurteilung drohen ihnen bis zu sechs Jahre Haft.

  • 18:50 Uhr

    Dobropolje: Ukrainische Soldaten nach Flugblatt-Aktion in Gefangenschaft

    Laut dem russischen Verteidigungsministerium haben sich ukrainische Soldaten im Raum Dobropolje in Gefangenschaft begeben. Auslöser sei die Verteilung von Informationsmaterial durch russische Einheiten gewesen.

    Demnach verteilten Bediener von Drohneneinheiten des Truppenverbandes Mitte Flugblätter, die Hinweise zu einer möglichen sicheren Aufgabe enthielten. In der Folge habe es mehrere Fälle freiwilliger Kapitulation ukrainischer Militärangehöriger gegeben.

    Danil Osipow, Operator einer Drohneneinheit, erklärt TASS, in den Flugblättern seien Kontaktinformationen sowie Anweisungen zum Übertritt auf russische Positionen enthalten gewesen. Einige der ukrainischen Soldaten hätten diese Informationen genutzt.

    Osipow zufolge haben einige der Gefangenen zudem über Versorgungsprobleme und fehlende Rotation geklagt. Unter den Soldaten seien auch mobilisierte Kräfte gewesen, die keine andere Möglichkeit zur Fortsetzung ihres Dienstes gesehen hätten.

  • 18:22 Uhr

    Estland errichtet weitere Hindernisse an Grenze zu Russland

    Innerhalb von zwei Monaten haben estnische Streitkräfte rund zehn Kilometer Panzergräben nahe der Grenze zu Russland im Raum Pskow ausgehoben. Dies berichtet die Zeitung Postimees. In der Landgemeinde Setomaa wurden demnach einzelne Abschnitte zusätzlich mit sogenannten Drachenzähnen befestigt. Laut der Zeitung will sich Estland nicht allein auf eine Verteidigungslinie verlassen und bei Bedarf weitere Befestigungen errichten.

    Bereits im Dezember des vergangenen Jahres begann Estland mit dem Bau der ersten fünf Bunker an der Grenze zu Russland. In den kommenden Monaten sollen 23 weitere Befestigungsanlagen entstehen. Bis Ende 2027 plant das Land den Bau von bis zu 600 Bunkern im Nordosten und Südosten des Landes. Zudem soll bis dahin ein insgesamt 40 Kilometer langer Panzergraben fertiggestellt werden.

  • 17:47 Uhr

    Russische Einheiten melden Kontrolle über Teile von Konstantinowka

    Die russischen Streitkräfte setzen nach eigenen Angaben ihre Offensive in der Volksrepublik Donezk (DVR) fort. Dies geht aus einer Mitteilung des Verteidigungsministeriums hervor.

    Demnach greifen Einheiten des Truppenverbandes Süd im nördlichen Teil der Region auf breiter Front an. Ziel sei es, ukrainische Formationen im befestigten Gebiet Slawjansk–Kramatorsk–Konstantinowka zu bekämpfen.

    In der Stadt Konstantinowka führten russische Stoßtrupps den Angaben zufolge Straßenkämpfe. Die russischen Kräfte hätten die Kontrolle über den östlichen Teil der Stadt übernommen und seien bis an die nordöstlichen Randgebiete vorgedrungen. Dort haben russische Soldaten bereits Trikoloren gehisst.

    Im südwestlichen Teil der Stadt sowie auf dem Gelände des metallurgischen Werks werde weiterhin gegen eingeschlossene Einheiten vorgegangen. Zudem rücken die Stoßtrupps nach Angaben des Ministeriums im Stadtteil Nowosjolowka vor. In bereits kontrollierten Bereichen würden verbliebene Gruppen ukrainischer Soldaten gesucht und neutralisiert.

    Laut dem Ministerium werden die Operationen im gesamten Norden der DVR fortgesetzt.

  • 17:18 Uhr

    Russlands Außenministerium: EU will an Verhandlungen als Teil der antirussischen Delegation teilnehmen

    Staaten der Europäischen Union im Rahmen des Ukraine-Konflikts streben nach Verhandlungen, an denen sie im Rahmen einer gemeinsamen antirussischen Delegation mit Kiew teilnehmen können, erklärt die Pressesprecherin des russischen Außenministeriums, Maria Sacharowa.

    Zuvor hatte die EU-Chefdiplomatin Kaja Kallas betont, dass Europa die Ukraine unterstütze und daher keine neutrale Vermittlerposition zwischen Moskau und Kiew einnehmen werde.

    In einem entsprechenden Kommentar gegenüber Medien wies Sacharowa darauf hin, dass europäische Staaten statt aufrichtiger Verhandlungsbereitschaft Russland a priori unerfüllbare Bedingungen stellen und die Ukraine und Europa militarisieren und damit eine Schaffung von Voraussetzungen für Friedensverhandlungen verhindern. Zu Kallas' Äußerung erklärte Sacharowa:

    "Sie räumte ein, dass Europa einen Platz am Verhandlungstisch im Grunde als Teil einer einzigen Delegation des Westens und der Ukraine gegen Russland beansprucht."

  • 16:40 Uhr

    Ukrainische Musterungsbehörden halten Rekruten rechtswidrig wochenlang fest

    Ukrainische Rekrutierer halten Wehrpflichtige rechtswidrig mehrere Wochen fest, berichtet der Menschenrechtsbeauftragte der Ukraine, Dmitri Lubinez. In einer Sendung des ukrainischen Fernsehens sagte er:

    "Wir finden Menschen, die sich dort eine, zwei oder drei Wochen lang befinden. Die längste heute verzeichnete Frist, während der ein Mensch rechtswidrig von der Musterungsbehörde festgehalten wurde, beträgt 50 Tage."

    Im Zusammenhang mit der seit 2022 in der Ukraine geltenden Mobilmachung kommt es regelmäßig zu Zwangsrekrutierungen und gewaltsamen Übergriffen durch Mitarbeiter der Musterungsbehörden.

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Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.