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Liveticker Ukraine-Krieg: Moskau kündigt Waffenruhe zum 9. Mai an, Kiew ab 6. Mai

Russland führt gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine Militäroperation in der Ukraine durch. Der Westen reagiert mit immer neuen Waffenlieferungen an die Ukraine und beispiellosen Sanktionen gegen Russland. Lesen Sie hier die neuesten Entwicklungen.
Liveticker Ukraine-Krieg: Moskau kündigt Waffenruhe zum 9. Mai an, Kiew ab 6. MaiQuelle: Sputnik © Ramil Sitdikow
  • 4.05.2026 22:00 Uhr

    22:00 Uhr

    Damit beenden wir für heute den Live-Ticker zur Lage im Ukraine-Konflikt. Morgen früh ab 7 Uhr geht es mit der Berichterstattung weiter. Wir wünschen unseren Lesern trotz aller Spannungen in der Welt eine gute Nacht!

  • 21:59 Uhr

    "Die Sowjetunion hat uns vom Faschismus befreit" – Unsterbliches Regiment in Frankfurt

    Am Sonntag ist in Frankfurt eine Prozession des "Unsterblichen Regiments" durch die Innenstadt gezogen. Zahlreiche Teilnehmer erinnerten mit Porträtfotos ihrer Angehörigen an die sowjetischen Soldaten, die im Zweiten Weltkrieg gegen den Faschismus gekämpft haben.

    Mit der jährlichen Veranstaltung wird das Andenken an die Millionen Opfer des Großen Vaterländischen Krieges geehrt. Gleichzeitig soll die Erinnerung an ihren Einsatz gegen die nationalsozialistische Diktatur wachgehalten werden. Ein 1948 geborener Teilnehmer aus Westdeutschland kritisierte dabei die aktuelle Stimmung gegen Russland und erklärte:

    "Ich möchte meinen Beitrag leisten, denn ich habe verstanden, dass die Sowjetunion uns vom Faschismus befreit hat."

    Ein Video dazu gibt es hier auf unserer Webseite.

  • 21:55 Uhr

    Ukrainische Nationalisten sollen "Mein Kampf" neu aufgelegt haben

    Die in Russland verbotene autobiografische Schrift "Mein Kampf" von Adolf Hitler soll von ukrainischen Nationalisten neu herausgegeben worden sein. Dies berichtet die Nachrichtenagentur TASS unter Verweis auf russische Sicherheitsstrukturen. Ein Gesprächspartner der Agentur sagte dazu:

    "Ukrainische Nationalisten prahlen auf Facebook offen damit, dass sie die in praktisch allen Ländern verbotene Schrift Hitlers neu aufgelegt haben."

    Zuvor hatte der russische Außenminister Sergei Lawrow erklärt, die deutschen Nationalsozialisten und die heutigen ukrainischen Nationalisten verbinde ihre Haltung gegenüber jenen, die sie unterwerfen wollten. Die einen verbrannten Juden, die anderen Russen. Er präzisierte, dass Ukrainer "am 2. Mai 2014 in Odessa russische Menschen verbrannten, nur weil sie Russen waren".

  • 21:44 Uhr

    Medwedew spottet über Treffen von Selenskij und Paschinjan in Jerewan

    Der stellvertretende Vorsitzende des russischen Sicherheitsrates, Dmitri Medwedew, hat sich zu dem Gespräch zwischen dem ukrainischen Präsidenten Wladimir Selenskij und dem armenischen Premierminister Nikol Paschinjan in Jerewan geäußert. Auslöser war für Medwedew die Tatsache, dass die Politiker trotz guter Russischkenntnisse auf Englisch miteinander gesprochen haben, das sie seiner Einschätzung nach nur eingeschränkt beherrschen.

    In einem Telegram-Beitrag schrieb er, beide hätten sich "in schlechtem Englisch" miteinander unterhalten, und äußerte sich abwertend über den Gesprächsverlauf. Zudem stellte er die Vermutung auf, Teile des Austauschs könnten lediglich für die Kamera erfolgt sein, während später auf Russisch weitergesprochen worden sei.

    "Fehlten nur noch Donald Trump und JD Vance, um den 'Nichtskönnern' eine Prüfung in Englisch abzunehmen."

    Das Treffen fand am 4. Mai in Armenien statt. Laut Angaben beider Seiten wurden dabei Fragen der regionalen Sicherheitslage, diplomatische Bemühungen um eine Konfliktlösung sowie wirtschaftliche Kooperationen besprochen.

  • 21:40 Uhr

    Zivilist bei ukrainischem Drohnenangriff im Gebiet Brjansk verletzt

    Bei einem Drohnenangriff der ukrainischen Streitkräfte im Gebiet Brjansk ist ein Zivilist verletzt worden. Dies teilte Gouverneur Alexander Bogomas auf der Plattform Max mit:

    "Die ukrainischen Streitkräfte haben den Ort Werbowka im Bezirk Starodub mit einer Kamikaze-Drohne angegriffen. Infolge dieser terroristischen Handlung des Kiewer Regimes wurde leider ein Zivilist verletzt. Der Mann wurde ins Krankenhaus gebracht und erhielt die notwendige medizinische Hilfe."

    Die Einsatz- und Rettungskräfte seien vor Ort im Einsatz, fügte er hinzu.

  • 21:35 Uhr

    Verteidigungsministerium: 114 Drohnen in fünf Stunden abgeschossen 

    Die russische Luftabwehr hat innerhalb von fünf Stunden 114 Drohnen der ukrainischen Streitkräfte abgefangen und zerstört. Dies teilte das russische Verteidigungsministerium auf Telegram mit:

    "Im Zeitraum von 15:00 bis 20:00 Uhr Moskauer Zeit wurden 114 ukrainische Starrflüglerdrohnen über den Gebieten Belgorod, Brjansk, Kursk, Kaluga, Rjasan, Smolensk, Tula, Orjol, Twer, Rostow, und Wolgograd sowie über dem Moskauer Raum abgefangen und zerstört."

    Zuvor hatte der Berater des ukrainischen Verteidigungsministers Sergei Beskrestnow erklärt, Angriffe auf Moskau mit Drohnen seien mit erheblichen Schwierigkeiten verbunden. "Moskau ist sehr gut geschützt", sagte er. Kiew benötige "modernere, innovative Technologien", um Fehlschläge zu vermeiden.

    Am 4. Mai hatte der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij eine mögliche Drohnenattacke auf Moskau während der Siegesparade am 9. Mai nicht ausgeschlossen.

  • 21:22 Uhr

    Kimakowski: "Ukraine ist faktisch eine NATO-Privatarmee"

    Die ukrainischen Streitkräfte fungieren de facto als eine "private Militärfirma der NATO". Diese Einschätzung äußerte der Berater des Chefs der Volksrepublik Donezk, Igor Kimakowski, im Sender Solowjow Live:

    "Die bewaffneten Formationen der Ukraine sind faktisch eine private Militärfirma der NATO. Das zeigt sich daran, wie viele westliche Waffentrophäen wir finden – darunter Bradley-Schützenpanzer, britische und amerikanische gepanzerte Fahrzeuge sowie Handwaffen."

    Der Westen habe ihm zufolge viel dazu beigetragen, die ukrainischen Streitkräfte zu einer "eigenen privaten Militärstruktur" zu machen, indem er zahlreiche Waffensysteme aus verschiedenen Ländern geliefert habe.

    Zugleich betonte Kimakowski, dass die russischen Streitkräfte erfolgreich gegen die ukrainischen Einheiten vorgehen, unter anderem mit Taktiken kleiner Gruppen und unter Nutzung der Wetterbedingungen.

  • 21:15 Uhr

    Selenskij kündigt Waffenruhe ab 6. Mai an

    Der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij hat eine Waffenruhe ab dem 6. Mai angekündigt. Er schrieb auf Telegram:

    "Bis heute gab es keinerlei offizielle Ansprache an die Ukraine zu den Bedingungen einer Einstellung der Kampfhandlungen, über die in russischen sozialen Netzwerken berichtet wird. Wir sind der Ansicht, dass das menschliche Leben unvergleichlich wertvoller ist als das 'Feiern' irgendeines Jahrestages. In diesem Zusammenhang kündigen wir einen Waffenstillstand ab 00:00 Uhr in der Nacht vom 5. auf den 6. Mai an."

    In der verbleibenden Zeit sei es realistisch, eine Waffenruhe herzustellen. Ab diesem Zeitpunkt werde Kiew spiegelbildlich handeln, so Selenskij.

  • 21:11 Uhr

    Bericht: Ausländische Söldner bei Kupjansk getötet

    Eine Gruppe ausländischer Kämpfer der ukrainischen Nationalgarde-Einheit "Hartija" soll nach Angaben russischer Sicherheitsstrukturen im Frontabschnitt bei Kupjansk getötet worden sein. Dies berichtete RIA Nowosti unter Verweis auf entsprechende Quellen. Demnach haben Freiwillige die Identität von sechs getöteten Kämpfern festgestellt: drei aus Kolumbien und drei aus Brasilien.

    Zudem wird die Wirksamkeit eines russischen Angriffs auf einen temporären Standort ausländischer Kämpfer in Nikolajew bestätigt. Als Quelle wurde dabei eine Angehörige eines getöteten Kämpfers aus Georgien zitiert, die über dessen Tod gemeinsam mit weiteren Soldaten bei dem Angriff berichtet habe.

  • 21:00 Uhr

    Finnland und Estland fordern Kiew zur Kontrolle von Drohnen im Grenzraum auf

    Finnland und Estland haben von der Ukraine verlangt, das Eindringen von Drohnen und Drohnentrümmern in ihr Staatsgebiet zu verhindern. Finnlands Verteidigungsminister Antti Häkkänen erklärte dazu:

    "Die Nutzung unseres Luftraums für solche Zwecke ist vollständig verboten. Absolut verboten. Wir haben der ukrainischen Regierung sehr klar gesagt, dass selbst diese verirrten Drohnen inakzeptabel sind."

    Er forderte Kiew auf, solche Vorfälle künftig auszuschließen. Auch Estlands Premier Kristen Michal äußerte sich ähnlich:

    "Unsere Forderung oder Botschaft ist sehr einfach: Trümmer aus Kampfhandlungen dürfen nicht in unseren Luftraum eindringen."

    Zuvor hatte das finnische Verteidigungsministerium den Fund einer Drohne nahe der Grenze zu Russland gemeldet. Später sprach die Grenzschutzbehörde von zwei Drohnen. Finnlands Premier Petteri Orpo soll den ukrainischen Präsidenten Wladimir Selenskij direkt auf die Vorfälle angesprochen haben.

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Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.