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Liveticker Ukraine-Krieg: Moskau meldet Präzisionsangriffe auf Ziele in Kiew und Umgebung

Russland führt gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine Militäroperation in der Ukraine durch. Der Westen reagiert mit immer neuen Waffenlieferungen an die Ukraine und beispiellosen Sanktionen gegen Russland. Lesen Sie hier die neuesten Entwicklungen.
Liveticker Ukraine-Krieg: Moskau meldet Präzisionsangriffe auf Ziele in Kiew und UmgebungQuelle: TASS © JEGOR ALEJEW
  • 22.08.2026 11:40 Uhr

    11:40 Uhr

    Ein Todesopfer und sechs Verletzte bei ukrainischen Angriffen auf Grenzgebiet Kursk

    Die ukrainischen Streitkräfte setzen ihre Attacken auf das russische Grenzgebiet Kursk fort. Gouverneur Alexander Chinschtein berichtet in der täglichen Statistik auf der Plattform MAX über zahlreiche Artillerie- und Drohnenangriffe auf die Region. Wie der Politiker mitteilt, seien im Zeitraum von 8 Uhr MESZ am 21. August bis 8 Uhr MESZ am 22. August 148 ukrainische Drohnen abgeschossen worden. Darüber hinaus habe die gegnerische Artillerie in dieser Zeit 117-mal grenznahe evakuierte Ortschaften unter Beschuss genommen. Es habe außerdem 19 Angriffe gegeben, bei denen unbemannte Luftfahrzeuge Sprengsätze auf Objekte im Gebiet Kursk abgelassen hätten.

    Chinschtein meldet mehrere Opfer unter der Zivilbevölkerung. In der Siedlung Pestschanoje sei ein 69-jähriger Mann ums Leben gekommen. Im Bezirk Kursk seien vier Menschen verletzt worden. In den Bezirken Belaja und Sudscha seien ein Mann und eine Frau zu Schaden gekommen. Infolge der Attacken seien insgesamt 15 Einfamilienhäuser, zwei Verwaltungsgebäude, zwei Garagen und 19 Autos beschädigt oder zerstört worden.

  • 11:02 Uhr

    Beschuss auf Siedlungen im Gebiet Cherson: Knapp 40 Geschosse aus Ukraine abgefeuert

    Die Behörden im von Russland kontrollierten Teil des Gebiets Cherson melden andauernde Angriffe auf Siedlungen am linken Dnjepr-Ufer. Den Angaben zufolge habe die ukrainische Artillerie im Laufe des 21. August achtzehn Geschosse auf vier Ortschaften abgefeuert. Die Zahl der eingeschlagenen Geschosse listen die Behörden wie folgt auf:

    • Kairy — 4,
    • Welikije Kopani — 6,
    • Aljoschki — 5,
    • Sagi — 3.

    Wie die Behörden weiter mitteilen, habe der Beschuss auch in der Nacht zum Samstag angedauert. Auf zivile Infrastrukturen der von Russland kontrollierten Ortschaften Aljoschki, Dnjeprjany, Kasatschji Lageri und Korsunka seien insgesamt 18 Geschosse abgefeuert worden.

    Berichte über Opfer und Schäden liegen bislang nicht vor.

  • 10:37 Uhr

    Bundesverteidigungsministerium äußert sich zur Fahnenflucht ukrainischer Soldaten

    Das Bundesverteidigungsministerium hat nach eigenen Angaben Kenntnis von Fällen ukrainischer Soldaten, die sich bei der Ausbildung in Deutschland abgesetzt haben. Weitere Details dazu werden aber nicht genannt. Eine Sprecherin des Ausbildungskommandos ("Special Training Command") in Strausberg bei Berlin wird mit den Worten zitiert:

    "Dass sich vereinzelt Angehörige der ukrainischen Streitkräfte während der Ausbildung in Deutschland entfernt haben, ist dem Bundesministerium der Verteidigung bekannt."

    Die Bundeswehr hat nach eigenen Angaben keine Rolle bei der Feststellung ukrainischer Fahnenflüchtiger und verweist auf die dafür zuständigen Stellen der ukrainischen Administration.

    Hintergrund ist ein Bericht der Zeit, wonach allein in Sachsen-Anhalt 80 Fälle bekannt sind, in denen ukrainische Soldaten desertiert seien, die zur Ausbildung in Deutschland gewesen seien. Deutschlandweit sollen es demnach einige Hundert sein.

    Im Rahmen einer EU-Mission haben 22 Teilnehmernationen nach Angaben der Bundeswehr bis Anfang 2026 bereits rund 87.000 ukrainische Soldaten aus- und weitergebildet. Deutschland bildete demnach als einer der wesentlichen Träger bisher rund 29.000 Soldaten – unter anderem in Gefechtsausbildung, Waffenausbildung, Wartung, Instandhaltung und Logistik, Sanitätsdienst sowie ABC- und Minenabwehr.

  • 10:05 Uhr

    Macgregor: Die Mehrheit der Deutschen ist gegen einen Krieg mit Russland

    Laut Macgregor regieren europäische Regierungen am Willen ihrer eigenen Bürger vorbei, um einen Kurs gegen Russland fortzusetzen. Die Menschen in Europa seien kriegsmüde und wollten sich lieber um die Themen Wirtschaft und Migration im eigenen Land kümmern, statt sich mit dem Ukraine-Konflikt zu belasten. Wladimir Putin müsse daher nur abwarten, bis Europa unter seinen eigenen inneren Problemen zusammenbricht und die Unterstützung für die Ukraine von selbst stoppt. Macgregor lobt zugleich Putins Geduld und meint, man solle ihm dafür dankbar sein.

    Das Video gibt es hier auf unserer Website zu sehen.

  • 09:31 Uhr

    Ukrainische Drohnen setzen Ozon-Logistikzentrum im Gebiet Samara in Brand

    In der zurückliegenden Nacht hat das russische Wolga-Gebiet Samara einen massiven Drohnenangriff aus der Ukraine überstanden. Gouverneur Wjatscheslaw Fedorischtschew teilt auf der Plattform MAX mit, dass die russische Luftabwehr Dutzende Drohnen abgefangen habe. Der Politiker meldet dennoch Schäden und Opfer.

    Ohne Einzelheiten mitzuteilen, schreibt Fedorischtschew, dass im Gebiet Samara ein Industriebetrieb zu Schaden gekommen sei. Außerdem sei ein Logistikzentrum des Online-Händlers Ozon getroffen worden. Es gebe Verletzte, denen man ärztliche Hilfe erweisen werde.    

    Der Online-Händler Ozon bestätigt die Attacke auf sein Logistikzentrum im Gebiet Samara. Demnach sei dort infolge des Angriffs ein Brand ausgebrochen. Mehr als 500 Mitarbeiter seien innerhalb von wenigen Minuten evakuiert worden, einige hätten aber Verletzungen erlitten. Das Lager sei jetzt außer Betrieb.

  • 09:04 Uhr

    Russische Luftabwehr zerstört in der Nacht 457 ukrainische Drohnen

    Russlands Verteidigungsministerium berichtet am Samstagmorgen über weitere Versuche der ukrainischen Streitkräfte, Objekte in Russland mit unbemannten Luftfahrzeugen anzugreifen. Wie die Militärbehörde auf Telegram schreibt, habe die russische Luftabwehr in der vergangenen Nacht 457 gegnerische Drohnen abgefangen. Die unbemannten Luftfahrzeuge seien demnach über den Gebieten Belgorod, Brjansk, Wolgograd, Woronesch, Kursk, Rostow, Saratow, Samara, Uljanowsk, Orjol, Kaluga, Tula, Tambow und Kirow, der Region Krasnodar und der Teilrepublik Krim sowie über dem Asowschen und dem Schwarzen Meer zerstört worden. Weitere Einzelheiten teilt das Ministerium nicht mit.

  • 08:36 Uhr

    Wadephul trifft zu Besuch in Kiew ein

    Bundesaußenminister Johann Wadephul ist in der ukrainischen Hauptstadt Kiew eingetroffen, um dem Land die anhaltende Unterstützung Deutschlands im Konflikt mit Russland zu versichern. Der CDU-Politiker sagte nach seiner Ankunft mit einem Sonderzug in Kiew:

    "Wir stehen an der Seite der Ukraine. Wir unterstützen sie. Sie wird diese militärische Auseinandersetzung gewinnen."

    Wadephul verwies darauf, dass die Ukraine in den Sommermonaten "auf das Härteste" von Russland angegriffen worden sei, und warf Moskau "wahllosen Mord an Zivilisten" sowie gezielte Zerstörung der Energieinfrastruktur vor. Russland wolle die Lebensgrundlage der Menschen in der Ukraine zerstören und so ihren Durchhaltewillen brechen. Juli und August seien die tödlichsten Monate für die ukrainische Zivilbevölkerung seit mehr als vier Jahren gewesen. Niemals zuvor habe Russland mehr Raketen auf sein Nachbarland abgefeuert.

    "Wir sehen das Leid, wir sehen, wie dieses Land gekämpft hat, und wir werden dieses Land weiter unterstützen."

    Der Außenminister sicherte der Ukraine auch schon mit Blick auf den Winter, in dem verstärkte Angriffe auf die Energieinfrastruktur erwartet werden, weitere Hilfe zu.

  • 08:02 Uhr

    DVR meldet 40 ukrainische Angriffe binnen 24 Stunden

    Die Behörden in Donezk haben innerhalb der vergangenen 24 Stunden 40 Angriffe durch ukrainische Truppen registriert. Demnach wurden auf das Territorium der Volksrepublik 45 Geschosse abgefeuert. Bei den Angriffen in der Zeitspanne von 0 Uhr am 21. August bis 0 Uhr am 22. August (Ortszeit) kamen drei Zivilisten, darunter ein Minderjähriger, ums Leben, 13 weitere Einwohner erlitten Verletzungen. Durch den Beschuss wurden zwei Wohnhäuser, sechs zivile Infrastrukturobjekte sowie ein Passagierbus und mehrere Kommunalfahrzeuge, Lkw und Autos, beschädigt.

    Am Vortag hatten die Behörden von Donezk 33 Angriffe aus der Ukraine gemeldet. Dabei wurden drei Zivilisten verletzt. Zu Schaden kamen drei Wohnhäuser, sechs zivile Infrastrukturobjekte sowie mehrere Lkw und Autos.

  • 07:30 Uhr

    Moskau meldet Präzisionsangriffe auf Ziele in Kiew und Umgebung

    Russlands Verteidigungsministerium meldet am Samstagmorgen auf der Plattform Telegram weitere Angriffe auf militärisch relevante Ziele in der Ukraine. Demnach habe das russische Militär in der vergangenen Nacht einen kombinierten Schlag gegen eine wichtige Lokhalle in Kiew und ein Logistikzentrum im Gebiet Kiew durchgeführt. Dabei seien bodengestützte Hochpräzisionswaffen und Drohnen zum Einsatz gekommen.

    Die Militärbehörde in Moskau präzisiert dabei, dass die in der ukrainischen Hauptstadt getroffene Lokhalle ein kritisch wichtiger Betrieb der südwestlichen Eisenbahn der Ukraine sei, in dem Züge gewartet und repariert würden, welche das ukrainische Militär zum Transport von Personal und Militärtechnik benutze. Bei dem im Gebiet Kiew getroffenen Logistikzentrum handele es sich um ein Lager des Unternehmens "Neue Post", in dem unbemannte Luftfahrzeuge und Drohnenteile gelagert worden seien.

    Außerdem berichtet das russische Verteidigungsministerium über erfolgreiche Angriffe auf die ukrainischen Häfen Tschernomorsk und Juschny. Dort seien Güter- und Treibstoffdepots getroffen worden, die für die ukrainischen Streitkräfte bestimmt gewesen seien.

    Ukrainische Medien haben zuvor von einem Luftalarm und Detonationen in Kiew berichtet. Die Rede war zunächst von einem Feuer in einem Lagerhaus. Nach ersten Informationen soll eine Person ums Leben gekommen sein, weitere Menschen sollen Verletzungen erlitten haben.

  • 21.08.2026 22:00 Uhr

    22:00 Uhr

    Damit beenden wir für heute den Live-Ticker zur Lage im Ukraine-Konflikt. Morgen früh ab 7 Uhr geht es mit der Berichterstattung weiter. Wir wünschen unseren Lesern trotz aller Spannungen in der Welt eine gute Nacht!

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Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.