Liveticker Ukraine-Krieg: Russlands Armee befreit zwei Orte in DVR und im Gebiet Charkow

11.06.2026 12:59 Uhr
12:59 Uhr
Frontbericht des russischen Verteidigungsministeriums
In seinem täglichen Frontbericht gibt Russlands Verteidigungsministerium die Verluste des ukrainischen Militärs im Verlauf des vergangenen Tages bekannt.
Angaben der Behörde zufolge verloren Kiews Truppen in den Gebieten Charkow und Sumy bei Gefechten gegen den russischen Truppenverband Nord über 205 Soldaten. Außerdem wurden ein Panzer, ein US-produziertes Panzerfahrzeug vom Typ HMMWV, fünf Autos und zwei Geschütze eliminiert.
Im Zuständigkeitsbereich des Truppenverbands West beliefen sich ukrainische Verluste auf bis zu 220 Soldaten. Zehn gepanzerte Kampffahrzeuge, 13 Autos, ein Grad-Mehrfachraketenwerfer, zwei Geschütze und zwei Eloka-Anlagen wurden ausgeschaltet.
Beim Vormarsch des Truppenverbands Süd musste die Ukraine über 120 Soldaten einbüßen. Zudem wurden sechs gepanzerte Kampffahrzeuge, acht Autos, drei Geschütze und eine Eloka-Anlage eliminiert.
Einheiten des Truppenverbands Mitte verbesserten ihre Frontlage, wobei Kiews Militär einen Verlust von über 310 Soldaten hinnehmen musste. Des Weiteren wurden drei Panzer, zwei gepanzerte Kampffahrzeuge, 13 Autos und zwei Geschütze unschädlich gemacht.
Der Truppenverband Ost setzte ebenfalls seinen Vormarsch fort. Am entsprechenden Frontabschnitt verlor die Ukraine bis zu 315 Kämpfer. Überdies wurden ein gepanzerter Mannschaftstransporter sowie zwei gepanzerte Fahrzeuge aus US-amerikanischer und ein gepanzerter Transporter aus britischer Produktion, neun Autos und zwei Geschütze außer Gefecht gesetzt.
Durch Feuereinwirkung des Truppenverbands Dnjepr erlitt das ukrainische Militär einen Verlust von bis zu 50 Soldaten. Zudem wurden 15 Autos und sieben Eloka-Anlagen neutralisiert.
Russlands Luftabwehr schoss entlang der gesamten Frontlinie zehn Lenkgleitbomben, drei HIMARS-Geschosse, drei Neptun-Marschflugkörper sowie 798 Starrflügler-Drohnen ab. Parallel dazu versenkte die Schwarzmeerflotte eine ukrainische Seedrohne.
11:43 Uhr
Russlands Armee befreit zwei Ortschaften in DVR und im Gebiet Charkow
Die russische Armee hat eine weitere Ortschaft im Gebiet Charkow eingenommen. Russlands Verteidigungsministerium berichtet dazu:
"Durch offensive Gefechtsführung des Truppenverbands Nord wurde die Siedlung Ochrimowka im Gebiet Charkow unter Kontrolle gebracht."
Weiter gibt das Ministerium die Befreiung der Siedlung Roskoschnoje in der Donezker Volksrepublik bekannt. Die Einnahme erfolgte durch Einheiten des Truppenverbands Süd.
10:54 Uhr
Stubb sieht sich nicht als Europas Verhandlungsführer mit Russland
Finnlands Präsident Alexander Stubb zieht die eigene Kandidatur für Europas Vertretung bei Verhandlungen mit Russland nicht in Erwägung. In einem vom finnischen Fernsehkanal MTV Uutiset veröffentlichten Interview erklärt er:
"Persönlich sehe ich mich nicht als Vertreter in dieser Angelegenheit. Ich denke, dass es wichtig ist, dass große Spieler die Initiative übernehmen, nämlich Frankreich, Deutschland und Großbritannien."
Dabei betonte der finnische Präsident, dass Europa einen Dialog mit Moskau benötige, und fügte hinzu, dass Helsinki die Verhandlungen im Hintergrund unterstützen könnte. Die Verhandlungsbereitschaft begründete er mit seiner Ansicht nach starken militärischen, politischen und wirtschaftlichen Position der Ukraine.
10:07 Uhr
Polen gegen Zuweisung von Mitteln des Europäischen Friedensfonds an Kiew
Nach der Aufhebung des ungarischen Vetos gegen die Bewilligung von 6,6 Milliarden Euro aus dem Europäischen Friedensfonds an Kiew tritt nun Polen gegen eine vollständige Überweisung der Geldmittel an die Ukraine.
Am 8. Juni hatte zuvor die EU-Chefdiplomatin Kaja Kallas bestätigt, dass Ungarn das Veto gegen die Bewilligung von 6,6 Milliarden Euro an die Ukraine aus dem Europäischen Friedensfonds aufgehoben habe. Ursprünglich sei vorgesehen gewesen, aus diesen Mitteln EU-Staaten für Waffenlieferungen zu kompensieren, allerdings werde inzwischen die Möglichkeit erwogen, das Geld direkt für Waffenkäufe für Kiew auszugeben.
Nun wirft Polen Brüssel eine "Änderung der Spielregeln" vor. Wie der polnische stellvertretende Verteidigungsminister, Cezary Tomczyk erklärte, rechne Warschau mit einer Rückerstattung von etwa 450 Millionen Euro, die Polen bereits für Waffenlieferungen an die Ukraine ausgegeben hat. Der Politiker sagte in einem Interview gegenüber dem Radiosender RMF FM:
"Das ist unser Geld. In der Praxis bedeutet das weniger Geld für die Armee."
Tomczyk fügte hinzu, dass auch die Slowakei Polens Position unterstütze.
Widerspruch kommt aus Deutschland, dessen stellvertretender Verteidigungsminister Sebastian Hartmann forderte, das gesamte Geld an die Ukraine weiterzuleiten.
09:03 Uhr
FSB nimmt ukrainischen Agenten fest – Mord am russischen Militärangehörigen vereitelt
Ein Agent des ukrainischen Geheimdienstes SBU ist vom russischen Inlandsgeheimdienst FSB im Gebiet Moskau festgenommen worden. Der Pressedienst des FSB meldet dazu:
"Der Föderale Sicherheitsdienst der Russischen Föderation hat einen Terroranschlag vereitelt, den ukrainische Geheimdienste gegen den Militärangehörigen einer Einheit des Verteidigungsministeriums Russlands planten."
Nach Angaben des FSB wurde im Rahmen der Fahndung ein ausländischer Bürger des Jahrgangs 1990 verhaftet, der im Februar nach Russland eingeschleust wurde und den Mord mithilfe einer aus einem Versteck entnommenen Schusswaffe verüben sollte. Die Behörde meldet weiter:
"Bei der Befragung gestand der Festgenommene, dass er von Mitarbeitern des Sicherheitsdienstes der Ukraine auf dem Gebiet eines der Staaten der Europäischen Union angeworben wurde. Dorthin floh er vor einer Strafverfolgung im eigenen Land."
08:35 Uhr
Zivilist bei ukrainischen Angriffen auf Gebiet Belgorod getötet
Ein Bewohner des Gebiets Belgorod ist durch ukrainische Angriffe ums Leben gekommen. Alexandr Schuwajew, Interimsgouverneur der Region, meldet dazu:
"Im Verlauf des vergangenen Tages hat das ukrainische Militär das Gebiet Belgorod 78 Mal angegriffen. Durch einen Angriff im Kreis Rakitnoje starb ein Zivilist. In Belgorod und den Kreisen Borissowka, Graiworon, Rakitnoje und Schebekino wurden zehn Menschen verwundet."
Schuwajew fügte hinzu, dass 73 ukrainische Drohnen über dem Gebiet abgeschossen wurden.
07:48 Uhr
Russlands Luftabwehr schießt über 300 ukrainische Drohnen ab
Während der Nacht haben die russischen Luftabwehrkräfte nach Angaben des Verteidigungsministeriums insgesamt 330 ukrainische Drohnen abgeschossen. Wie die Behörde erklärte, wurden die Drohnen zwischen 20:00 Uhr Moskauer Zeit am 10. Juni und 07:00 Uhr Moskauer Zeit am 11. Juni über den Gebieten Brjansk, Kursk, Belgorod, Orjol, Smolensk, Kaluga, Tula, Twer, Wladimir, Krasnodar, Moskau, der Krim sowie über dem Schwarzen und Asowschen Meer abgefangen und zerstört.
10.06.2026 22:00 Uhr
22:00 Uhr
Damit beenden wir für heute den Live-Ticker zur Lage im Ukraine-Konflikt. Morgen früh ab 7 Uhr geht es mit der Berichterstattung weiter. Wir wünschen unseren Lesern trotz aller Spannungen in der Welt eine gute Nacht!
21:51 Uhr
Lawrow: Botschafter Londons, Paris und Berlins bitten um Treffen im russischen Außenministerium

Der russische Außenminister Sergei Lawrow am 8. Juni 2026 in Moskau.Kristina Solowjowa / Sputnik Das russische Außenministerium wird die Botschafter Großbritanniens, Frankreichs und Deutschlands empfangen, erklärt Sergei Lawrow. Es waren die ausländischen Diplomaten, die das Treffen beantragten. Lawrow warnt jedoch vor Optimismus.
Lesen Sie dazu mehr hier auf unserer Webseite.21:50 Uhr
DVR-Berater: Ukrainische Behörden evakuieren Einwohner aus Slawjansk
Die ukrainischen Behörden haben damit begonnen, Einwohner aus Slawjansk in den von Kiew kontrollierten Teil der Donezker Volksrepublik (DVR) zu evakuieren. Dies erklärte der Berater des DVR-Oberhaupts, Igor Kimakowski, gegenüber der Zeitung Westi.
"Ein Hinweis darauf, dass sich die ukrainischen Streitkräfte auf Kampfhandlungen in diesen Städten vorbereiten, ist die Tatsache, dass die Einwohner inzwischen aus den Ortschaften gebracht werden. Wenn sie aus Kramatorsk eine Festung machen, werden sie Slawjansk aller Wahrscheinlichkeit nach vollständig zerstören. Für uns ist Slawjansk der Beginn des Russischen Frühlings, für sie hingegen ein Symbol, das beseitigt werden muss. Alles, was mit Slawjansk zusammenhängt, werden sie dem Erdboden gleichmachen."
Das deute laut Kimakowski auf Vorbereitungen für mögliche Gefechte in den beiden Städten hin. Zudem äußerte er die Ansicht, dass Kämpfe in Kramatorsk den Auseinandersetzungen um das Asowstal-Werk in Mariupol ähneln könnten.
Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.
Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.
