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Liveticker Ukraine-Krieg – Medwedew: "Russland hat das Recht, im Notfall Atomwaffen einzusetzen"

Russland führt gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine Militäroperation in der Ukraine durch. Der Westen reagiert mit immer neuen Waffenlieferungen an die Ukraine und beispiellosen Sanktionen. Hier lesen Sie die neuesten Entwicklungen.
Liveticker Ukraine-Krieg – Medwedew: "Russland hat das Recht, im Notfall Atomwaffen einzusetzen"Quelle: AFP © Alexey NIKOLSKY / Sputnik / AFP

  • 27.09.2022 13:31 Uhr

    13:31 Uhr

    Lugansker Volksmiliz meldet 60 getötete ukrainische Soldaten an einem Tag

    In den vergangenen 24 Stunden haben die Streitkräfte der Ukraine bis zu 60 Militärangehörige verloren. Dies teilt der Vertreter der LVR-Volksmiliz Iwan Filiponenko auf Telegram mit. In einer Erklärung heißt es:

    "In den vergangenen 24 Stunden wurden eliminiert: Bis zu 60 ukrainische Soldaten, drei Panzer, neun gepanzerte Mannschaftstransportwagen, eine Drohne und sechs Spezialfahrzeuge."

    Innerhalb von 24 Stunden seien nahe der Dörfer Klimowka und Golubowka mehr als sechs Hektar Fläche von explosiven Gegenständen geräumt worden. Pioniereinheiten der Volksmiliz setzen die Minenräumung fort. 

  • 12:58 Uhr

    "Es geht nicht mehr mit der Ukraine" – Wahlbeobachter aus Deutschland beim Russland-Referendum

    In der Volksrepublik Donezk entscheiden die Bewohner vom 23. bis zum 27. September in einem Referendum über die Vereinigung mit Russland. Nach Angaben der Wahlkommission sind 133 Personen aus 22 Ländern als Wahlbeobachter angereist. Es handelt sich dabei zumeist um Journalisten und Mitglieder von Nichtregierungsorganisationen.

    Auf einer Pressekonferenz am Sonntagabend in Donezk berichteten unter anderem zwei Wahlbeobachter aus Deutschland, der Journalist, Politikwissenschaftler und Buchautor Patrik Baab aus Berlin und der Aktivist und Videoblogger Sergej Filbert von Druschba FM über ihre Eindrücke vom Referendum und der Rechtmäßigkeit des Wahlvorgangs. Ebenfalls als Wahlbeobachterin angereist und auf der Pressekonferenz anwesend war die Venezolanerin Hanlisbert Velasco, Vorstandsmitglied der NGO Social Project für Wahlbeobachtung.

  • 12:27 Uhr

    Polen spekuliert: Lecks an Nord-Stream-Leitungen möglicherweise Provokation Russlands

    Polen hält es für nicht ausgeschlossen, dass hinter den Gaslecks an den Pipelines Nord Stream 1 und 2 in der Ostsee eine Provokation Russlands steckt. Man befinde sich in einer Situation hoher internationaler Spannung. Daher hält Vize-Außenminister Marcin Przydacz eine Provokation Russlands "nicht für ausgeschlossen". Fakten nannte er nicht.

    Zuvor hatten dänische Behörden an den Gaspipelines Nord Stream 1 und 2 insgesamt drei Lecks entdeckt. Es sei die Rede von zwei Lecks an Nord Stream 1 nordöstlich der Ostsee-Insel Bornholm sowie einem an Nord Stream 2 südöstlich der Insel, teilte das dänische Energieministerium am Dienstag mit. Im Falle von Nord Stream 1 befinde sich das eine Leck in dänischen und das andere in schwedischen Gewässern, das Leck an Nord Stream 2 in dänischen.

  • 11:57 Uhr

    Saboteure in Cherson festgenommen

    Zwei Mitglieder einer ukrainischen Sabotage- und Aufklärungseinheit, die mit dem ukrainischen Geheimdienst zusammenarbeiteten, wurden in Cherson festgenommen. Ein Vertreter der örtlichen Sicherheitsbehörden sagte am Dienstag der russischen Nachrichtenagentur TASS, die Saboteure hätten Informationen über die Bewegungen russischer Truppen gesammelt, Waffen an ukrainische bewaffnete Gruppen geliefert und Sabotageakte vorbereitet.

    Alexandr Sworoba, einer der Festgenommenen, sagte, er habe Informationen über Arten der Ausrüstung und die Anzahl sowie die Bewegungsrouten russischer Soldaten weitergegeben. Anfang März sei er damit beauftragt worden, einen Brandsatz auf ein Rekrutierungszentrum in Cherson zu werfen. Hierfür habe er 200 Griwna (etwa 5.65 Euro) erhalten. Der Festgenommene fügte hinzu:

    "Mir wurde auch angeboten, Sabotageakte gegen Saldo und Stremoussow zu begehen, was ich ablehnte, weil ich um mein Leben und das meiner Familienangehörigen fürchtete."

    Sworobas Komplize Artjom Saweljew sagte, dass es den Saboteuren in mindestens fünf Fällen gelungen sei, die Koordinaten russischer Truppen an die ukrainische Seite zu übermitteln.

  • 11:42 Uhr

    Kiews Militärchef: "Alle Kriegswissenschaft ist in Russland"

    In einem Interview mit dem Magazin Time hat sich der Oberbefehlshaber der ukrainischen Streitkräfte Valeri Saluschny als ein Fan von Russlands Vize-Verteidigungsminister und Leiter des russischen Generalstabs Valeri Gerassimow geoutet:

    "Ich bin mit der russischen Militärdoktrin aufgewachsen und finde immer noch, dass alle Militärwissenschaft sich in Russland befindet. Ich habe bei Gerassimow studiert. Ich habe alles gelesen, was er je geschrieben hat. Einer der Klügsten unter den Menschen."

    Saluschny fügte hinzu, dass er in seinem Büro eine komplette Sammlung von Werken des russischen Generalstabschefs aufbewahre.

    Gleichzeitig räumte der ukrainische Militärbefehlshaber ein, er versuche, die Streitkräfte der Ukraine über russische und sowjetische Standards hinweg umzubauen, indem er Elemente einführe, die für Truppen der NATO-Staaten typisch seien.

  • 11:29 Uhr

    Aufklärungsdaten der LVR: Ukrainischer Gefechtsstab im Hinterland des umkämpften Artjomowsk abgezogen

    Die Gefechte um die von der Ukraine besetzte Stadt Artjomowsk in der Volksrepublik Donezk scheinen der entscheidenden Phase näherzurücken. Die Annahme drängt sich auf, wenn man den Daten der Aufklärung der Volksrepublik Lugansk Glauben schenkt. Oberstleutnant Andrei Marotschko, Sprecher der LVR-Volksmiliz, wörtlich:

    "Nahe der Ortschaft Tschassow Jar wurde der Abzug des Gefechtsstands der 10. Gebirgsjägerbrigade der ukrainischen bewaffneten Formierungen registriert. Aufgrund ständiger Verluste auch unter dem Offizierspersonal beschloss deren höheres Kommando, an einen sichereren Ort zu dislozieren."

    Tschassow Jar liegt etwa 30 Kilometer westlich von Artjomowsk und somit von der Seite der prorussischen Verbündeten gesehen im Hinterland des Gegners – und zwar recht tief, wenn man ihr eher über längere Zeit langsames Vorrücken in Betracht zieht.

    In Artjomowsk sprengten die ukrainischen Truppen jüngst die einzige Brücke über den mittlings verlaufenden Fluss Bachmutka, als sie von den russischen Verbündeten in den westlichen Teil der Stadt verdrängt wurden. In der Stadt selbst sowie westlich davon verfügen ukrainische Einheiten über Artillerie.

    Aktuell ist nicht nur Artjomowsk selbst intensiv umkämpft, sondern prorussische Truppen umgehen die Stadt über den südlicher gelegenen und ebenfalls intensiv umkämpften Verkehrsknotenpunkt Kurdjumowka, der gute Straßenverbindungen mit Tschassow Jar hat. Außer als Gefechtsstand für kiewtreue Truppen fand Tschassow Jar in der Vergangenheit auch als Munitionierungsstandort der ukrainischen Armee seinen Weg in die Nachrichten. Falls der Ort eingenommen wird, ist Artjomowsk mindestens von Nachschub abgeschnitten und könnte als eingekesselt betrachtet werden. Von dort aus bietet sich aber ein Weg in die Flanke des Dichtbesiedlungsgebiets Slawjansk-Kramatorsk.

  • 11:04 Uhr

    Medwedew: "Russland hat das Recht, in Notfall Atomwaffen einzusetzen"

    Dmitri Medwedew, der stellvertretende Leiter des Sicherheitsrates der Russischen Föderation, erklärt auf Telegram, dass Russland im Notfall das Recht zum Einsatz von Atomwaffen hat. Medwedew wörtlich:

    "Russland hat das Recht, im Notfall Atomwaffen einzusetzen. In bestimmten Fällen. In strikter Übereinstimmung mit den Grundsätzen der staatlichen Politik zur nuklearen Abschreckung. Wenn wir oder unsere Bündnispartner mit solchen Waffen angegriffen werden. Oder wenn eine Aggression mit konventionellen Waffen die Existenz unseres Staates bedroht."

    Er hebt hervor, dass Russland alles tun wird, um zu verhindern, dass seine Nachbarländer einschließlich der Ukraine über Atomwaffen verfügen. Falls die Bedrohung für Russland die festgelegte Gefahrengrenze überschreite, müsse Moskau reagieren. Und zwar "ohne jemanden um Erlaubnis zu fragen, ohne viel Rücksprache". Dies sei kein Bluff, unterstreicht Medwedew. Die Lieferung moderner Waffen an die Ukraine stelle für westliche Länder nur ein Geschäft dar, so der Politiker:

    "Die Demagogen in Übersee und Europa wollen nicht in einer nuklearen Apokalypse umkommen. Daher werden sie den Einsatz jeglicher Waffen in dem aktuellen Konflikt hinnehmen. Es wäre gut, dass diese traurige Schlussfolgerung zumindest teilweise von den Behörden in Kiew erkannt würde. Leider ist das fast unrealistisch. Sie befinden sich in einem ständigen Kriegsrausch mit kurzen Pausen für bizarre narkotische Träume."

  • 10:38 Uhr

    Tagesbericht über Kiews Artillerieterror – Volksrepublik Donezk

    Ukrainische Streitkräfte haben das Gebiet der Volksrepublik Donezk in den vergangenen 24 Stunden 45 Mal mit insgesamt 194 Geschossen in unterschiedlichem Kaliber beschossen. Dies teilen die DVR-Vertretung beim Gemeinsamen Zentrum für die Kontrolle und Koordinierung zu Belangen im Zusammenhang mit Kriegsverbrechen der Ukraine sowie die Volksmiliz der Republik mit. 

    Dabei kamen unter anderem Uragan- und HIMARS-Mehrfachraketenwerfer zum Einsatz, aber auch Geschütze im sowjetischen Kaliber 152 und 122 sowie im NATO-Kaliber 155 Millimeter.

    Insgesamt wurden im Laufe des Tages in 12 Ortschaften der Republik fünf Zivilisten durch das Feuer der ukrainischen Artilleristen verwundet sowie 29 Wohnhäuser und fünf Objekte der zivilen Infrastruktur beschädigt.

  • 10:09 Uhr

    Ukrainisches Militär: "HIMARS-Systeme versagen im Donbass"

    Für die Verwendung teurer Präzisionsraketengeschosse der GMLRS-Reihe gegen rein zivile Ziele scheinen die kiewtreuen Truppen neben dem offensichtlichen Willen, die zivile Bevölkerung in den von der Ukraine befreiten Gebieten zu terrorisieren, einen weiteren Anlass zu haben: In den Kämpfen im Donbass sind sie gegen militärische Ziele mittlerweile weitestgehend nutzlos. Dies räumt Kiews Kommando in der von ukrainischen Truppen besetzten Stadt Artjomowsk in der Volksrepublik Donezk ein, wie die Zeitung New York Times (NYT) berichtet:

    "Ukrainische Kommandeure erklärten kürzlich, dass selbst die als HIMARS bekannten und von den USA gelieferten Raketensysteme dabei versagten, die russische Versorgungskette in nennenswertem Maß zu unterbrechen." 

    Den Grund hierfür sehen die Autoren des NYT-Leitartikels in einer ziemlich einfachen Anpassung besagter Logistikketten an die Frontlage, was die "Wunderwaffe" aus den USA sinngemäß in einen mittelmäßigen und überteuerten Mehrfachraketenwerfer zurückverwandelt:

    "Das ist ein deutlicher Unterschied zu den Berichten der ukrainischen Kommandeure vom Sommer, als die Waffen zum ersten Mal eintrafen – was darauf hindeutet, dass Russland sich auf die Angriffe eingestellt hat, indem es seine Munitionsdepots nun besser verteilt."

  • 09:46 Uhr

    "Wir glauben, dass es mit Russland am besten ist" – Mariupoler Einwohner wegen Beitrittsreferendum in Feststimmung

    Am zweiten Tag nach Beginn des Referendums der beiden Donbassrepubliken und der beiden Nachbargebiete Cherson und Saporoschje zum Beitritt zu Russland besucht der Journalist und Kriegsberichterstatter Vittorio Rangeloni die Wahllokale in Mariupol.

    Die dokumentierten Zeugenaussagen gewinnen besondere Bedeutung, wenn man die Berichte in der westlichen Presse betrachtet, wonach russische bewaffnete Gruppen Menschen zur Stimmabgabe zwingen sollen. Die Realität vor Ort sieht allerdings gegenteilig aus: Viele Menschen sehen in diesen Abstimmungen einen Weg zur Befreiung.

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