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Liveticker Ukraine-Krieg: LVR, Gebiete Saporoschje und Cherson stimmen für Angliederung an Russland

Russland führt gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine Militäroperation in der Ukraine durch. Der Westen reagiert mit immer neuen Waffenlieferungen an die Ukraine und beispiellosen Sanktionen. Hier lesen Sie die neuesten Entwicklungen.
Liveticker Ukraine-Krieg: LVR, Gebiete Saporoschje und Cherson stimmen für Angliederung an RusslandQuelle: Sputnik © Jewgeni Bijatow

  • 27.09.2022 22:45 Uhr

    22:45 Uhr

    Damit beenden wir für heute den Live-Ticker zur Lage im Ukraine-Konflikt. Morgen früh ab 7 Uhr geht es mit der Berichterstattung weiter. Wir wünschen unseren Lesern trotz aller Spannungen in der Welt eine gute Nacht!

  • 22:36 Uhr

    Lugansker Volksrepublik stimmt für Angliederung an Russland

    Die Volksrepublik Lugansk hat ein Referendum über ihren Beitritt zu Russland durchgeführt. Nach der Bearbeitung von 100 Prozent der Protokolle erklärte die Zentrale Wahlkommission der Republik, dass 98,42 Prozent der Wähler, d. h. 1,6 Millionen Menschen, für den Beitritt zu Russland gestimmt haben. Die Wahlbeteiligung lag bei über 90 Prozent.

    Bei der Bekanntgabe der Ergebnisse des Referendums sagte LVR-Chef Leonid Passetschnik:

    "Wir haben es geschafft! Schönen Feiertag an alle!"

    Passetschnik erklärte, er plane einen Besuch in Moskau mit einer Ansprache an Wladimir Putin. Er wird den russischen Präsidenten bitten, den Beitritt der LVR zu Russland als konstituierende Einheit am 28. September zu prüfen und ein entsprechendes Dokument vorlegen.

    Der ehemalige russische Präsident Dmitri Medwedew kommentierte die Ergebnisse der vergangenen Referenden. In seinem Telegram-Kanal schrieb er:

    "Die Volksabstimmungen sind vorbei. Die Ergebnisse sind eindeutig. Willkommen zu Hause in Russland!"

  • 21:57 Uhr

    Gebiete Saporoschje und Cherson stimmen für den Beitritt zu Russland

    In den Gebieten Saporoschje und Cherson wurden Referenden über den Beitritt zu Russland durchgeführt. Im Gebiet Saporoschje stimmten 93,11 Prozent der Wähler (bei 100 Prozent der ausgewerteten Stimmzettel) für den Beitritt zu Russland, und im Gebiet Cherson gaben 87,05 Prozent der Wähler ihre Stimme für den Beitritt zu Russland ab, nachdem 100 Prozent der Stimmen ausgezählt waren.

    Über 100 Beobachter aus 40 Ländern waren bei den Referenden zugegen. Laut dem Brasilianer Enrique Domingues und dem Deutschen Patrik Baab, die als Beobachter an dem Referendum im Gebiet Saporoschje teilnahmen, sei die Abstimmung auf hohem Niveau organisiert worden. Der französische Beobachter Emmanuel Marc André Leroy sprach ebenfalls mit Journalisten über die Legitimität der Referenden.

    Die Teilnahme von Ausländern an dem Wahlprozess wurde von Vertretern der Europäischen Union verurteilt. Brüssel erklärte, es könnte Sanktionen gegen die Beobachter verhängen.

  • 21:19 Uhr

    Drei Explosionen in Charkow – Stromausfälle gemeldet

    Lokalen Medien zufolge haben sich in der Stadt Charkow drei Explosionen ereignet. Nach vorläufigen Berichten sollen Geschosse eine Infrastruktureinrichtung im Bezirk Cholodnogorsk getroffen haben.

    In der Stadt kam es zu Stromausfällen. Boris Roschin, ein Experte am Zentrum für politisch-militärischen Journalismus, postete Videos mit einem in Flammen stehenden Gebäude.

  • 20:51 Uhr

    Stoltenberg fordert NATO auf, erschöpfte Waffenvorräte schneller aufzufüllen

    NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg hat bei einem außerordentlichen Treffen mit den nationalen Rüstungsdirektoren der Allianz über die Auffüllung der Waffenbestände gesprochen, die aufgrund der Lieferungen an die Ukraine geschrumpft sind. Dies teilte der Pressedienst der NATO mit. In einer entsprechenden Erklärung hieß es:

    "Bei dem Treffen wurden ... die Fähigkeiten und Munitionsbestände der verbündeten Länder erörtert. Der Generalsekretär rief dazu auf, die Vorräte so schnell wie möglich wieder aufzufüllen."

    Er bekräftigte auch die Notwendigkeit, die militärische und finanzielle Unterstützung der Ukraine fortzusetzen.

    Gleichzeitig erklärte Stoltenberg, dass die NATO nicht in den Ukraine-Konflikt verwickelt sei. Ihm zufolge bedeute die westliche Unterstützung der Ukraine keine Beteiligung an dem Konflikt. Er sagte zudem, dass die Aufstockung der Streitkräfte des Bündnisses in der Nähe der Grenzen zu Russland darauf abziele, einen Konflikt mit Russland zu verhindern.

    Was den Einsatz von Atomwaffen angeht, so hält der NATO-Generalsekretär ein solches Szenario im Ukraine-Konflikt nicht für sehr wahrscheinlich. Er forderte aber, diese Angelegenheit ernst zu nehmen.

  • 20:18 Uhr

    Frau in Mariupol wegen Planung eines Anschlags auf das Referendum festgenommen

    Die Ordnungskräfte in Mariupol (Volksrepublik Donezk) haben eine Frau festgenommen, die von den Kiewer Sonderdiensten beauftragt wurde, am Tag des Referendums über den Beitritt der Republik zu Russland einen Terroranschlag zu verüben. Dies wurde RIA Nowosti von der Abteilung für innere Angelegenheiten der Stadt mitgeteilt. Der Informant der Nachrichtenagentur sagte:

    "Eine Frau, die am letzten Tag des Referendums auf Anweisung der Kiewer Sonderdienste einen Terroranschlag verüben wollte, wurde festgenommen."

    Er fügte hinzu, dass es sich bei der Festgenommenen um die 1998 geborene Irina Nawalnaja handele.

    Auf die Frage, wo genau ihr Verbindungsmann die Bombe platziert haben wollte, habe die Frau geantwortet:

    "Er sagte zur Verwaltung… Primorskaja... Ich hätte sie dort aufstellen sollen, vielleicht auf der anderen Straßenseite oder direkt vor dem Gebäude."

    Das Innenministerium der DVR erklärte gegenüber RIA Nowosti, Nawalnaja habe auf Anweisung der Kiewer Sonderdienste gehandelt und der Anschlag sei für den Tag des Referendums über den Beitritt der Republik zur Russischen Föderation geplant gewesen. Der Terroranschlag konnte dank der Aussage eines Taxifahrers verhindert werden: Nachdem er gesehen hatte, wie die Frau auf einem Fahrrad ein verdächtiges Paket fallen ließ, meldete der Taxichauffeur dies den Strafverfolgungsbehörden.

  • 19:45 Uhr

    Schoigu inspiziert persönlich Mobilisierungsausbildung im westlichen Militärbezirk

    Der russische Verteidigungsminister, Sergei Schoigu, hat die Trainingseinheiten der russischen Wehrpflichtigen auf dem Übungsgelände des westlichen Militärbezirks besucht. Dies vermeldete die Nachrichtenagentur RIA Nowosti. Der Minister habe sich persönlich von den praktischen Übungen in den Bereichen Brandschutz, taktische und medizinische Ausbildung überzeugt. Das Training werde mit erhöhter Intensität durchgeführt, auch nachts.

    Schoigu lenkte die besondere Aufmerksamkeit des Kommandos auf die Unterbringungsbedingungen und die Bereitstellung von warmen Mahlzeiten für die mobilisierten Soldaten, sowohl in der Truppenbasis als auch auf den Übungsplätzen.

    Der stellvertretende Verteidigungsminister, Generaloberst Junus-Bek Jewkurow, und Generaloberst Iwan Buwalzew, Leiter der Hauptdirektion für Kampftraining der russischen Streitkräfte, berichteten Schoigu über die Ausbildung der mobilisierten Truppen in verschiedenen militärischen Berufssparten, und auch über ihre weitere Kampfbereitschaft in den Einheiten.

  • 19:12 Uhr

    Schwedischer Experte: Explosionen bei Nord-Stream-Lecks

    Messstationen in Schweden und Dänemark haben einem Medienbericht zufolge vor dem Entstehen der Nord-Stream-Gaslecks in der Ostsee kräftige Detonationen unter Wasser verzeichnet. Es bestehe kein Zweifel daran, dass es sich um Sprengungen oder Explosionen handele, sagte der Seismologe Björn Lund vom Schwedischen Seismologischen Netzwerk (SNSN) am Dienstag dem schwedischen Rundfunksender SVT.

    Es habe am Montag zwei deutliche Detonationen in dem Gebiet gegeben, berichtete der Sender unter Berufung auf das Netzwerk: Eine in der Nacht zu Montag um 2:03 Uhr, und eine weitere am Montagabend um 19:04 Uhr.

    Insgesamt sind an den Gaspipelines Nord Stream 1 und 2 drei Lecks entdeckt worden. Die genaue Ursache wurde bislang noch nicht festgestellt. Sabotage wird nicht ausgeschlossen.

  • 18:43 Uhr

    Verwaltungschef des Gebiets Saporoschje will von der Ukraine kontrollierte Territorien befreien 

    Die derzeit von Kiew kontrollierten Territorien des Gebietes Saporoschje würden in Zukunft befreit, und dort werde auch ein Referendum abgehalten. Dies sagte der Verwaltungschef des Gebietes, Jewgeni Balizki. Die russische Nachrichtenagentur  veröffentichte seine Erklärung:

    "Wir müssen diese Territorien befreien, das ist sehr wichtig für uns. Das gesamte Gebiet Saporoschje muss frei vom Faschismus sein, und die Arbeit, die unsere Großväter nicht vollendet haben, muss heute von ihren Enkeln vollendet werden."

    Nach der Befreiung der Territorien werde erneut abgestimmt, damit alle Menschen "überall ihren Willen zum Ausdruck bringen können."

  • 18:14 Uhr

    Russland wird Kasachstan und Georgien nicht zur Rückführung von Russen auffordern

    Das russische Verteidigungsministerium hat Kasachstan, Georgien und andere Staaten nicht zu einer angeblich erzwungenen Rückführung russischer Staatsbürger im Rahmen der Teilmobilisierung aufgefordert – und es hat auch nicht die Absicht, dies zu tun, teilte das Ministerium mit. In der Erklärung heißt es:

    "Das russische Verteidigungsministerium hat keine Appelle an die staatlichen Organe der Republik Kasachstan, Georgiens und anderer Länder bezüglich der angeblich erzwungenen Rückkehr russischer Staatsbürger nach Russland im Rahmen der Teilmobilisierung gerichtet, noch hat es solche entwickelt oder plant es, dies zu tun."

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