International

Liveticker Ukraine-Krieg: Zwei ukrainische MiG-29 und eine Bayraktar-Bodenkontrollstation vernichtet

Russland führt gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine Militäroperation in der Ukraine durch. Der Westen reagiert mit immer neuen Waffenlieferungen an die Ukraine und beispiellosen Sanktionen. Hier lesen Sie die neuesten Entwicklungen.
Liveticker Ukraine-Krieg: Zwei ukrainische MiG-29 und eine Bayraktar-Bodenkontrollstation vernichtetQuelle: Sputnik © Russisches Verteidigungsministerium

  • 27.09.2022 18:43 Uhr

    18:43 Uhr

    Verwaltungschef des Gebiets Saporoschje will von der Ukraine kontrollierte Territorien befreien 

    Die derzeit von Kiew kontrollierten Territorien des Gebietes Saporoschje würden in Zukunft befreit, und dort werde auch ein Referendum abgehalten. Dies sagte der Verwaltungschef des Gebietes, Jewgeni Balizki. Die russische Nachrichtenagentur  veröffentichte seine Erklärung:

    "Wir müssen diese Territorien befreien, das ist sehr wichtig für uns. Das gesamte Gebiet Saporoschje muss frei vom Faschismus sein, und die Arbeit, die unsere Großväter nicht vollendet haben, muss heute von ihren Enkeln vollendet werden."

    Nach der Befreiung der Territorien werde erneut abgestimmt, damit alle Menschen "überall ihren Willen zum Ausdruck bringen können."

  • 18:14 Uhr

    Russland wird Kasachstan und Georgien nicht zur Rückführung von Russen auffordern

    Das russische Verteidigungsministerium hat Kasachstan, Georgien und andere Staaten nicht zu einer angeblich erzwungenen Rückführung russischer Staatsbürger im Rahmen der Teilmobilisierung aufgefordert – und es hat auch nicht die Absicht, dies zu tun, teilte das Ministerium mit. In der Erklärung heißt es:

    "Das russische Verteidigungsministerium hat keine Appelle an die staatlichen Organe der Republik Kasachstan, Georgiens und anderer Länder bezüglich der angeblich erzwungenen Rückkehr russischer Staatsbürger nach Russland im Rahmen der Teilmobilisierung gerichtet, noch hat es solche entwickelt oder plant es, dies zu tun."

  • 17:53 Uhr

    Sofia rät bulgarischen Staatsbürgern zum Verlassen Russlands

    Bulgarien hat allen bulgarischen Staatsbürgern in Russland empfohlen, das Land zu verlassen, und von Reisen in Russland abgeraten. Das Außenministerium in Sofia begründete dies mit der "sich verkomplizierenden Lage" in Russland. Bulgarische Staatsbürger sollten erwägen, das Land mit den zur Verfügung stehenden Transportmitteln schnell zu verlassen, heißt es weiter in einer Mitteilung des Ministeriums vom Dienstag. Den in Russland verbleibenden Bulgarinnen und Bulgaren wird zu erhöhter Wachsamkeit geraten. Auch wird ihnen empfohlen, Plätze mit größeren Menschenansammlungen zu meiden.

  • 17:29 Uhr

    Patriarch Kyrill hofft auf ein baldiges Ende des Bruderkrieges

    Patriarch Kyrill von Moskau und Allrussland hielt den Sonntagsgottesdienst in der Alexander-Newski-Kirche ab. Während des Gottesdienstes bezeichnete er den Tod während des "Bruderkrieges" (der Kämpfe in der Ukraine) als Opfer, das die Menschen erbringen. Ihm zufolge wasche dieses Opfer alle Sünden eines Menschen rein. Patriarch Kyrill sagte:

    "Wir wissen, dass heute viele Menschen auf den Feldern des Unfriedens sterben. Die Kirche betet, dass dieser Kampf so schnell wie möglich endet, damit sich möglichst wenige Brüder in diesem Bruderkrieg gegenseitig umbringen. Und gleichzeitig versteht die Kirche, dass jemand, der aus Pflichtgefühl, aus dem Bedürfnis heraus seinen Eid zu erfüllen, der seiner Berufung treu bleibt und bei der Erfüllung seiner militärischen Pflichten stirbt, zweifelsohne eine Handlung begeht, die einem Opfer gleichkommt. Er opfert sich für andere auf. Und so glauben wir, dass dieses Opfer alle Sünden, die dieser Mensch begangen hat, hinfort spült."

    Der Primas der russisch-orthodoxen Kirche betonte, dass immer noch junge Menschen zu den russischen Streitkräften kommen, eine Offizierslaufbahn anstreben und ihr Leben der Verteidigung des Vaterlandes widmen würden.

  • 17:07 Uhr

    Hoffnung ist nahe – Letzter Tag des Referendums

    Am Montag fand in der Ortschaft Lasurnoje im Gebiet Cherson der vierte und somit auch der letzte Tag des Referendums über den Beitritt zu Russland statt. Filmmaterial zeigt Anwohner, die sich an der Abstimmung beteiligen. Parallel dazu wurden auf dem Stadtplatz eine Maschinenausstellung, eine Handwerksmesse und ein Konzert veranstaltet.

    Die Einheimischen äußerten ihre Erwartungen an das Ergebnis des Referendums. Eine Bewohnerin sagte:

    "Ich wünsche mir Frieden. Dass es keinen Krieg gibt, dass alles gut und friedlich wird, dass sich Russland und die Ukraine zusammenschließen."

    Am 20. September hatten die Führungen der Volksrepubliken Donezk und Lugansk sowie die zivilen Militärverwaltungen der Gebiete Cherson und Saporoschje beschlossen, vom 23. bis 27. September Volksabstimmungen über die Zugehörigkeit der Gebiete zur Russischen Föderation durchzuführen.

  • 16:48 Uhr

    Russisches Militär: Ukrainische Bodenkontrollstation der Kampfdrohnen Bayraktar und zwei MiG-29 vernichtet

    Nach Angaben des Verteidigungsministeriums Russlands hat die russische Armee in den vergangenen 24 Stunden drei Munitions- und Artilleriedepots im Gebiet Charkow sowie in der Nähe der Eisenbahnstation Brusin in der Volksrepublik Donezk zerstört. Zudem sei eine ukrainische Bodenkontrollstation der türkischen Kampfdrohne "Bayraktar" in der Nähe des Dorfes Losowatka, Gebiet Dnepropetrowsk vernichtet worden. Darüber hinaus sollen russischen Kampfflugzeuge im Gebiet Cherson zwei MiG-29 der ukrainischen Luftwaffe abgeschossen haben. Die russische Luftabwehr habe sieben Drohnen in den Gebieten Charkow und Cherson sowie in der Volksrepublik Donezk abgefangen, hieß es weiter. Außerdem seien 17 HIMARS-Geschosse in den Gebieten Charkow und Cherson und eine taktische ballistische Rakete vom Typ Totschka-U in der Nähe der Stadt Kupjansk, Gebiet Charkow zerstört worden.

  • 16:10 Uhr

    USA: "Wir sind bereit, mit unseren Partnern weitere schwerwiegende Sanktionen gegen Russland zu verhängen"

    Am Montag hat die Pressesprecherin des Weißen Hauses, Karine Jean-Pierre, neue Sanktionen gegen Russland angekündigt – als Reaktion auf "die Scheinreferenden und Scheinabstimmungen", wie sie es nannte. Sie sagte:

    "Was unsere Maßnahmen betrifft, so sind wir bereit, Russland zusammen mit unseren Verbündeten und Partnern als Reaktion auf diese Aktionen, die wir derzeit beobachten, zusätzliche SWIFT- und schwerwiegende wirtschaftliche Kosten aufzuerlegen, wenn sie mit der Annexion weitermachen."

    Gemeint sind die Volksabstimmungen in den beiden Donbass-Volksrepubliken sowie in den beiden Nachbarregionen Cherson und Saporoschje über einen Beitritt zu Russland. Die westliche Sanktionspolitik soll also fortgesetzt und weiter verschärft werden – ungeachtet der Konsequenzen, die diese Politik auch für die NATO-Staaten hat.

    Die Beitrittsreferenden, die seit Freitag durchgeführt werden und heute, am 27. September enden sollen, finden tatsächlich unter großer freiwilliger Beteiligung der Bevölkerung dieser Regionen statt. Das bestätigten auch internationale Beobachter, die von den westlichen Medien allerdings geflissentlich ignoriert wurden.

  • 15:46 Uhr

    Sag mir, wer deine Freunde sind –"Asow"-Faschisten zum Empfang im Kapitol

    Ein am Montag auf Twitter gepostetes Bild zeigt Männer, die im offen neonazistischen Asow-Bataillon der ukrainischen Nationalgarde dienen – bei einem Treffen mit dem Kongressabgeordneten Adam Schiff (Demokratische Partei der USA, US-Bundesstaat Kalifornien). Und das an keinem geringeren Ort als im US-Kapitol.

    Das mittlerweile virale Foto zeigt Schiff, wie er sich einigen "Asow"-Soldaten in schwarzen Anzügen sowie ukrainischen Soldatinnen nähert, die am Montag das Kapitol besuchten.

    Darja Kalenjuk, die stellvertretende Leiterin einer ukrainischen Aktivistengruppe namens "Aktionszentrum gegen Korruption" (ANTAC), stellte das Bild auf Twitter online und kommentierte:

    "Der emotionalste Moment war, als wir plötzlich freigelassene Asow-Soldaten direkt in der Haupthalle auf dem Capitol Hill trafen."

    Kalenjuk besuchte das Kapitol zusammen mit einer Delegation ukrainischer Soldatinnen, die Lobbyarbeit unter US-Politikern betreiben sollen, damit diese Lieferungen zusätzlicher Waffensysteme aus den Vereinigten Staaten an Kiew begünstigen.

    Unter konservativen Nutzern des US-Internetsegments rief dies bereits reichlich Unbehagen hervor. Was beispielsweise in dem folgenden Kommentar eines Twitternutzers zum Ausdruck kommt

    "MAGA-Amerikaner wurden beschuldigt, Nazis zu sein, und wurden auf dem Capitol Hill beschossen und getötet. Alldieweil werden buchstäbliche Nazis auf dem Capitol Hill emotional begrüßt. Logisch."

  • 15:08 Uhr

    Neuseeland kann der Ukraine keine weitere Militärhilfe leisten

    Der neuseeländische Verteidigungsminister Peeni Henare hat erklärt, dass der Bedarf der Ukraine an militärischer Unterstützung nicht den Fähigkeiten der neuseeländischen Verteidigungsindustrie entspricht. Dies berichtete die australische Nachrichtenagentur AAP am Dienstag. Auf einer Pressekonferenz sagte Henare:

    "Die Ukraine hat uns gebeten, HIMARS-Raketensysteme, Luftabwehrsysteme für die Landstreitkräfte sowie Land-See-Luftabwehrsysteme zu liefern."

    Allerdings, so der Minister, "hat Neuseeland nichts, was die Ukraine gerne erhalten würde."

    Nach Angaben der AAP umfasst die bisher an die Ukraine gelieferte neuseeländische Ausrüstung 1.066 Splitterschutzwesten, 473 Helme und 571 Tarnwesten. Wellington stimmte außerdem zu, 21,1 Millionen Neuseeland-Dollar (12,1 Millionen US-Dollar) für die Finanzierung der ukrainischen Streitkräfte bereitzustellen.

    Neuseeland hat den Status eines wichtigen US-Verbündeten außerhalb der NATO.

  • 14:42 Uhr

    Russlands Verteidigungsministerium: Bis zu 100 ukrainischen Soldaten des Sonderregiments "Gepard" getötet

    Der offizielle Vertreter des russischen Verteidigungsministeriums, Generalleutnant Igor Konaschenkow, hat am Dienstag auf dem täglichen Briefing über Verluste der Streitkräfte der Ukraine berichtet.

    In der Stadt Saporoschje habe die russische Luftwaffe in den vergangenen 24 Stunden bis zu 100 ukrainischen Soldaten des 9. Sonderregiments "Gepard" sowie über 50 ausländische Söldner getötet. In der Stadt Nikolajew habe die russische Luftwaffe bis zu 50 ukrainische Soldaten und fünf Kampffahrzeuge außer Gefecht gesetzt. In der Nähe der Stadt Konstantinowka in der Volksrepublik Donezk sollen die russischen Truppen zudem mehr als 150 ukrainische Soldaten getötet haben. Außerdem seien in den vergangenen 24 Stunden sechs Befehlsstellen der ukrainischen Streitkräfte in der Volksrepublik Donezk und im Gebiet Cherson vernichtet worden.

Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.