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Liveticker Ukraine-Krieg: Ukraine beschießt Hotel mit Journalisten – Ex-Rada-Abgeordneter getötet

Russland führt gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine Militäroperation in der Ukraine durch. Der Westen reagiert mit immer neuen Waffenlieferungen an die Ukraine und beispiellosen Sanktionen. Hier lesen Sie die neuesten Entwicklungen.
Liveticker Ukraine-Krieg: Ukraine beschießt Hotel mit Journalisten – Ex-Rada-Abgeordneter getötetQuelle: RT

  • 25.09.2022 09:30 Uhr

    09:30 Uhr

    Angriff auf Hotel mit RT-Filmteam erfolgte mit HIMARS-Mehrfachraketenwerfern

    Das Hotel in Cherson, in dem sich RT-Journalisten aufhielten, wurde mit US-amerikanischen HIMARS-Mehrfachraketenwerfern beschossen – dabei wurden zwei Raketen abgefeuert, von denen eine von der Luftabwehr abgeschossen wurde. Das berichtet die russischsprachige Redaktion von RT.

    Bei dem Angriff wurde der ehemalige Rada-Abgeordnete und Lokalpolitiker Alexei Schurawko getötet.

    Kriegskorrespondent Murad Gasdijew, der den Beschuss unbeschadet überstand, erklärte:

    "Erinnern Sie sich an die Aussage der Ukraine, dass jeder [HIMARS]-Angriff mit Washington koordiniert wird? Das bedeutet, dass die USA den Angriff auf Schurawko und auf das Hotel, in dem Zivilisten und Journalisten wohnten, koordiniert haben."

    Kirill Stremoussow, stellvertretender Leiter der Gebietsverwaltung von Cherson, bestätigte offiziell den Tod des Politikers Alexei Schurawko. Berichten zufolge soll eine weitere Person getötet worden sein, berichtet RIA Nowosti.

    Die Gebietsverwaltung von Cherson wies darauf hin, dass das Hotel nicht für militärische Zwecke genutzt wurde und dass dort nur Journalisten und Mitarbeiter wohnten. Die örtlichen Behörden betrachten den Raketenangriff als einen terroristischen Akt, für den die ukrainische Führung verantwortlich ist.

  • 09:01 Uhr

    Ukrainische Rakete trifft Hotel, in dem RT-Kriegskorrespondent Murad Gasdijew und sein Team untergebracht sind

    Eine ukrainische Rakete ist in das Hotel eingeschlagen, in dem sich das Kamerateam des RT-Kriegskorrespondenten Murad Gasdijew aufhielt. In einem der Videos, die der Journalist dazu veröffentlichte, sagt er in Trümmern stehend:

    "Wie Sie sehen können, ist von dem Raum nicht mehr viel übrig. Ich habe an dieser Stelle geschlafen."

    Die russischsprachige Redaktion von RT schrieb dazu auf Telegram, dass weder Murad noch sein Kameramann Michail verletzt wurden. Nach der Explosion halfen die Männer, die Menschen unter den Trümmern hervorzuholen. Achtung, im folgenden Video sind verstörende Inhalte zu sehen:

    Außerdem beschädigte die Explosion die neben dem Hotel stehenden Autos, darunter auch den Geländewagen unserer Kriegsberichterstatter. Das Fahrzeug ist noch fahrbereit, allerdings stark beschädigt.

  • 08:48 Uhr

    Saporoschje-Beamter: Kiew plant Offensive über den Dnepr

    Die Kiewer Behörden entwickelten mehrere Szenarien für eine Offensive im Gebiet Saporoschje, eines davon sehe vor, den Dnepr zu überqueren. Das erklärte das Mitglied des Hauptrates der Verwaltung des Gebietes Saporoschje, Wladimir Rogow, gegenüber RIA Nowosti.

    "Das Kiewer Regime entwickelt mehrere Szenarien für eine Selbstmordoffensive im Gebiet Saporoschje, eines davon sieht vor, den Dnepr zu überwinden. Die Pläne werden unter der Aufsicht des Pentagons entwickelt."

    Rogow zufolge seien all diese Pläne bekannt. Sollten die ukrainischen Truppen einen Angriff wagen, werden sie zurückgeschlagen.

    Gleichzeitig seien die ukrainischen Streitkräfte dabei, das linke Ufer des Dnepr im befreiten Teil des Gebietes Saporoschje intensiv zu beschießen. Der letzte derartige Beschuss fand am Ufer des Dorfes Iwanowka statt. Rogow betonte:

    "Der Beschuss von Iwanowka ist eine Bestätigung für die Vorbereitungen zur Überwindung des Dnepr."

  • 08:03 Uhr

    Lawrow: Westliche Hysterie über die in diesen Tagen abgehaltenen Referenden ist bezeichnend

    Russland wird die Ergebnisse der Referenden, die in diesen Tagen in den Volksrepubliken Donezk und Lugansk sowie in den befreiten Gebieten der Gebiete Cherson und Saporoschja abgehalten werden, bedingungslos respektieren. Dies sagte der russische Außenminister Sergei Lawrow am Samstag auf einer Pressekonferenz im Anschluss an seiner Teilnahme an der 77. Sitzung der UN-Generalversammlung. Er erklärte laut TASS:

    "Ich möchte einige der Äußerungen, die man heute buchstäblich aus Washington, London, Brüssel und anderen westlichen Hauptstädten zu den in diesen Tagen abgehaltenen Referenden in der DVR, der LVR und in den befreiten Teilen der Gebiete Cherson und Saporoschje in der Ukraine hört, kommentieren. Die Hysterie, die wir derzeit erleben, ist sehr bezeichnend. Die direkte Äußerung des Willens der Bürger ist schon lange keine Form der Kontrolle über dieses oder jenes Gebiet mehr, die der Westen akzeptiert und unterstützt."

    "Wie der russische Präsident Wladimir Putin sagte, werden wir die Ergebnisse dieser demokratischen Prozesse auf jeden Fall respektieren."

  • 07:34 Uhr

    Beteiligung nach zwei Tagen Referendum: LVR – 45,68 Prozent und DVR – 55,05 Prozent

    Die Gesamtwahlbeteiligung während der ersten zwei Tage am Referendum in der Volksrepublik Lugansk (LVR) lag bei 45,86 Prozent. Dies teilte die Vorsitzende der Zentralen Wahlkommission der Republik, Jelena Krawtschenko, mit.

    Der zweite Wahltag sei ohne Zwischenfälle verlaufen. Sie stellte fest, dass die endgültige Beteiligung am Referendum mindestens 80 Prozent betragen könnte.

    In der Volksrepublik Donezk lag die Wahlbeteiligung am Ende der beiden Wahltage bei 55,05 Prozent, so der Vorsitzende der Zentralen Wahlkommission der Republik, Wladimir Wyssozki. Er erklärte gegenüber Reportern:

    "An den beiden Tagen haben insgesamt 858.681 Menschen abgestimmt, und das nur in der Volksrepublik Donezk. In den Wahllokalen im Ausland haben an den beiden Tagen bereits 235.546 Personen ihre Stimme abgegeben. Dieses Ergebnis ist sehr gut, es ist sehr zufriedenstellend."

    Die Vorsitzende der Wahlkommission des Gebietes Cherson, Marina Sacharowa, teilte RIA Nowosti mit, dass die Wahlbeteiligung am Freitag und Samstag bei 31,79 Prozent der Wählerstimmen lag.

  • 07:00 Uhr

    Ukrainische Spitzel im Gebiet Cherson neutralisiert

    Eine Gruppe ukrainischer Spitzel, die als Wildhüter des Biosphärenreservats am Schwarzen Meer auf der Nehrung Kinburn tätig waren, wurde im Gebiet Cherson neutralisiert. Das gab ein russischer Gesetzeshüter gegenüber RIA Nowosti bekannt. Er erklärte:

    "Im Auftrag des SBU sammelten und übermittelten die Mitarbeiter des Reservats Daten über die Bewegungen der russischen Truppen. Außerdem legten sie Waffenverstecke an und transportierten bewaffnete Saboteure über den Dnepr hin und her."

    Der inhaftierte stellvertretende Direktor des Reservats, Wiktor Taranow, gestand gegenüber RIA Nowosti, er erfüllte Aufträge seines Schwiegersohns, des SBU-Offiziers Leonid Golowko.

  • 24.09.2022 21:30 Uhr

    21:30 Uhr

    Damit beenden wir für heute den Live-Ticker zur Lage im Ukraine-Konflikt. Morgen früh ab 7 Uhr geht es mit der Berichterstattung weiter. Wir wünschen unseren Lesern trotz aller Spannungen in der Welt eine gute Nacht!

  • 21:00 Uhr

    "Der Augenblick ist definitiv gefährlich" – Borrell über den möglichen Einsatz von Atomwaffen

    "Wenn jemand sagt, dass er nicht blufft, müssen seine Worte ernst genommen werden", sagte der europäische Chefdiplomat Josep Borrell am 24. September gegenüber der BBC zu Wladimir Putins Erklärung über den möglichen Einsatz von Atomwaffen im Falle einer Bedrohung der russischen Souveränität. Der jetzige Augenblick sei deshalb definitiv gefährlich, fügte Borrell hinzu. Der Diplomat meinte auch, dass die EU trotz des Ernstes der Lage weiterhin Sanktionen gegen Russland verhängen und die Ukraine unterstützen solle. Die Nachrichtenagentur TASS zitierte ihn wie folgt:

    "Jeder, der nach Moskau gereist ist, der den Kreml besucht hat, um mit Putin zu sprechen, hat von ihm dieselbe Antwort erhalten: 'Ich habe militärische Ziele, und bis diese erreicht sind, werde ich die Militäraktionen ergreifen'. Dies ist sicherlich ein besorgniserregender Kurs, aber wir müssen die Ukraine weiterhin unterstützen."

    Borrell ist nun jedoch davon überzeugt, dass der Konflikt mit "diplomatischen Mitteln" und auf eine Weise gelöst werden muss, "die die Souveränität und territoriale Integrität der Ukraine gewährleistet".

  • 20:30 Uhr

    Erhalt der Staatsbürgerschaft für Ausländer im Dienst der russischen Armee wird vereinfacht

    Ausländer, die in der russischen Armee dienen, können künftig die russische Staatsbürgerschaft wesentlich schneller erhalten. Wladimir Putin hat entsprechende Änderungen am Gesetz "Über die Staatsbürgerschaft der Russischen Föderation" vorgenommen.

    Es handle sich um ausländische Staatsangehörige, die einen Vertrag mit den russischen Streitkräften für mindestens ein Jahr unterzeichnet haben, erklärte Gazeta.ru. Nun müssen sich Ausländer nicht mehr fünf Jahre lang dauerhaft in Russland aufhalten oder eine Aufenthaltsgenehmigung vorlegen, um einen russischen Pass zu beantragen.

    Zuvor hatte der Föderationsrat Russlands ein vereinfachtes Einbürgerungsverfahren für Ausländer gebilligt, die einen Militärvertrag abschließen.

  • 20:00 Uhr

    Dutzende ukrainische Kriegsgefangene beantragen DVR-Staatsbürgerschaft und nehmen am Referendum teil 

    57 Kriegsgefangene mit ukrainischen Pässen nahmen am Referendum über den Anschluss der Region an Russland teil, gab die Donezker Informationsagentur bekannt. Ihre Pässe sind mit einem Aufenthaltsstempel der Volksrepublik Donezk versehen, festgehalten werden sie in der Strafkolonie in Jelenowka. 

    Wie der Vorsitzende des Volksrats der Republik, Wladimir Bidjewka, mitteilte, haben 24 Angehörige der ukrainischen Streitkräfte – 11 Männer und 23 Frauen – beim Volksrat die Staatsbürgerschaft der DVR beantragt.

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