Liveticker Ukraine-Krieg: Russland meldet Angriffe auf gegnerische Logistikzentren und Schiffe

4.09.2026 21:01 Uhr
21:01 Uhr
Russland meldet Abschuss von 480 ukrainischen Drohnen
Die russischen Luftabwehrkräfte haben nach Angaben des Verteidigungsministeriums innerhalb eines Tages 480 ukrainische Drohnen über russischem Gebiet und dem Schwarzen Meer abgefangen und zerstört. In der Zeit von 8:00 bis 20:00 Uhr Moskauer Zeit wurden über den Gebieten Belgorod, Brjansk, Wladimir, Kaluga, Kursk, Orjol, Rostow, Rjasan, Smolensk, Tula und Moskau sowie über der Region Krasnodar, der Republik Krim und den Gewässern des Schwarzen Meeres 480 ukrainische Starrflüglerdrohnen vom Himmel geholt.
20:39 Uhr
Miroschnik: Selenskij macht Russland für Drohnenangriff auf SBU-Gebäude verantwortlich
Der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij führt den Drohnenangriff auf das Gebäude des ukrainischen Geheimdienstes SBU im Zentrum Kiews auf Russland zurück. Dies schrieb der russische Außenamtssonderbeauftragte Rodion Miroschnik auf Telegram:
"Nach Selenskijs soeben abgegebener Erklärung vertritt er die Version, dass der Drohneneinschlag direkt im Fenster des SBU-Chefs das Ergebnis eines Angriffs einer 'russischen Drohne' war und nicht etwa ein Konflikt zwischen den ihm unterstellten Sicherheitsbehörden. Selenskij hat sich für das kleinere von zwei Übeln entschieden."
Miroschnik verwies darauf, dass es erst vor wenigen Tagen zu einer bewaffneten Auseinandersetzung zwischen Einheiten des ukrainischen Militärgeheimdienstes GUR und des SBU gekommen sei. Dabei wurde einem Medienbericht zufolge ein GUR-Mitarbeiter getötet und zwei weitere verletzt.
Anschließend hatten die ukrainischen Behörden Ermittlungen gegen die Führung von SBU und GUR eingeleitet. Zwei Beteiligte wurden beschuldigt.
20:20 Uhr
Politico: Kiew bezeichnet seine Bitten an Partner um Militärhilfe als "endlose Geschichte"

Ein Patriot-SystemUrheberrechtlich geschützt Kiew mangelt es an Patriot-Raketen zur Abwehr. Deswegen dränge die ukrainische Führung ihre westlichen Verbündeten, mehr Waffen und finanzielle Unterstützung bereitzustellen, schreibt Politico. Bislang blieben jedoch all diese Bemühungen erfolglos.
Lesen Sie dazu mehr hier auf unserer Webseite.20:02 Uhr
Nach Moskau: Witkoff und Kushner reisen weiter nach Kiew
Der US-Sondergesandte von Präsident Donald Trump, Steve Witkoff, und Trumps Schwiegersohn Jared Kushner werden nach Gesprächen in Moskau am Sonntag nach Kiew weiterreisen. Dies erklärte der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij auf Telegram.
Zuvor hatte Bloomberg berichtet, dass Witkoff und Kushner am Samstag zu Gesprächen in Moskau erwartet werden. Selenskij kündigte zudem an, dass die Ukraine während des Besuchs der US-Delegation in Moskau keine Angriffe durchführen werde.
Zuvor hatte der Sprecher des russischen Präsidenten, Dmitri Peskow, erklärt, die USA könnten von Kiew einen Verzicht auf Angriffe während des Aufenthalts von Witkoff und Kushner in Russland verlangen.
19:40 Uhr
Russische Regionen melden weitere Opfer ukrainischer Attacken – vier Verletzte
Bei ukrainischen Drohnenangriffen sind im Gebiet Belgorod drei Zivilisten verletzt worden. Einer von ihnen musste ins Krankenhaus gebracht werden. Im Gebiet Brjansk wurde zudem der Fahrer eines zivilen Autos verletzt. Dies teilten die regionalen Behörden mit.
Im Gebiet Belgorod griffen Drohnen ein Privathaus, ein ziviles Auto sowie weitere Ziele an. In der Siedlung Proletarski im Bezirk Rakitianskoje erlitt ein Mann bei einem Angriff auf ein Privathaus eine Splitterverletzung am Rücken. Im Dorf Gruskoje im Bezirk Borissowski wurde ein weiterer Mann durch die Explosion einer FPV-Drohne am Unterschenkel verletzt. Beide wurden medizinisch versorgt.
Im Dorf Nischnje Beresowo-Wtoroje im Bezirk Schebekinski griff eine Drohne zudem ein Auto an. Der Fahrer erlitt oberflächliche Verletzungen im Gesicht und wurde ins Krankenhaus Schebekino gebracht.
Auch im Gebiet Brjansk wurde ein ziviles Auto Ziel eines Drohnenangriffs. Im Dorf Sagutjewo im Bezirk Trubtschewski erlitt der Fahrer nach dem Angriff einer Kamikaze-Drohne zahlreiche Splitterverletzungen. Er wurde ins Krankenhaus gebracht, wie der amtierende Gouverneur Jegor Kowaltschuk mitteilte.
19:19 Uhr
Bulgariens Premier wirft der EU Leichtsinnigkeit vor
In einer Fragestunde im bulgarischen Parlament hat Premierminister Rumen Radew die Ukraine-Politik der führenden europäischen Staaten kritisiert. Darüber berichtet die Nachrichtenseite The Sofia Globe.
"Ist es nicht leichtsinnig, europäische Länder dazu zu drängen, ihre Langstreckenwaffen zu schicken, um Ziele Tausende Kilometer tief in Russland anzugreifen?", fragte Radew.
Und weiter:
"Was können wir erwarten, wenn unsere Langstreckenwaffen für Angriffe tief im Hinterland eines anderen Landes eingesetzt werden? Wird es tatenlos zusehen oder reagieren? Das ist die entscheidende Frage."
Europa müsse die Risiken einer Eskalation im Ukraine-Krieg ernster nehmen und schnellstmöglich zum Verhandlungsweg zurückkehren, fügte der bulgarische Premier hinzu.
"Der Westen versucht gemeinsam, im konventionellen Krieg einen Sieg über Russland zu erringen, ohne zu berücksichtigen, dass Russland die größte Atommacht ist und wir seinen Hyperschallwaffen nicht standhalten können. Das ist jede Nacht im Himmel über Kiew zu beobachten."
Europa könne ohne Russland existieren, aber es sei unwahrscheinlich, dass es in einer Konfrontation mit Russland lange überleben werde, so Radew.
19:00 Uhr
Napolitano: "Putin hat fast schon heiligengleiche Geduld an den Tag gelegt"

In einem RT-Interview erklärt der ehemalige Fox-News-Moderator Andrew Napolitano, Putin zeige im Konflikt mit der NATO eine "fast heiligengleiche Geduld". Zwar habe Russland völkerrechtlich gesehen das Recht, westliche Rüstungsbetriebe und Militärziele wegen deren Waffenlieferungen an die Ukraine anzugreifen, doch durch seine bisherige Zurückhaltung werde Putin am Ende mit weniger Zerstörung siegen.
Ein Video dazu gibt es hier auf unserer Webseite.
18:54 Uhr
Gebiet Belgorod erneut Ziel ukrainischer Drohnenangriffe – drei Verletzte
Bei Drohnenangriffen der Ukraine im Gebiet Belgorod sind drei Menschen verletzt worden, darunter ein 14-jähriger Junge. Dies teilte der regionale Einsatzstab mit.
In Krasnaja Jaruga erlitt ein Mann Splitterverletzungen an Schulter und Beinen. Der 14-Jährige zog sich ersten Angaben zufolge eine Prellung des Brustkorbs zu. Beide werden medizinisch versorgt.
In der Siedlung Oktjabrski wurde zudem eine Frau durch Splitter an der Schulter verletzt, die von der Detonation einer FPV-Drohne stammten.
Laut den Behörden kamen bei den Angriffen außerdem Wohnhäuser, Betriebe, Fahrzeuge und Nebengebäude in mehreren Kreisen zu Schaden.
18:35 Uhr
Estland liefert Ukraine offenbar unbrauchbare Munition
Die für die Ukraine bestimmte Munition, die Estland mit EU-Mitteln gekauft hat, soll sich als mangelhaft und unbrauchbar erwiesen haben. Dies berichtet die britische Zeitung The Telegraph.
Demnach hatte Estland einen Auftrag über rund 70 Millionen Euro an das italienisch-indische Unternehmen Datasel vergeben, das zuvor keine Erfahrung mit der Herstellung von Munition hatte. Laut der estnischen Zeitung Eesti Ekspress war die gelieferte Charge unvollständig und technisch defekt. Keine der bestellten Granaten habe die ukrainischen Streitkräfte erreicht.
Der Vorfall führte zum Rücktritt des estnischen Verteidigungsministers Hanno Pevkur, der die Verantwortung für das gescheiterte Geschäft übernahm. Die estnische Staatsanwaltschaft leitete eine strafrechtliche Untersuchung ein. Zudem setzt die Regierung ihre rechtlichen Schritte gegen den Auftragnehmer fort.
18:08 Uhr
Russland meldet Angriffe auf Logistikzentren und Schiffe in der Ukraine
Eigenen Angaben zufolge haben die russischen Streitkräfte erneut Logistikzentren, Hafeninfrastruktur und Schiffe angegriffen, die im Interesse der ukrainischen Streitkräfte eingesetzt werden.
So sei im Gebiet Kiew ein Logistikzentrum in Browary getroffen worden, wo Güter mit doppeltem Verwendungszweck sowie militärisches Material gelagert und verteilt wurden.
Im Gebiet Nikolajew wurde ein weiteres Logistikzentrum angegriffen, das an der Versorgung der ukrainischen Streitkräfte mit militärischem Gerät beteiligt war.
Im Gebiet Odessa wurden in Datschnoje zudem Sammelpunkte für Lastkraftwagen getroffen, die zum Transport von Munition und Material an ukrainische Einheiten eingesetzt wurden. Im Hafen Tschernomorsk sei außerdem ein Frachtschiff mit militärischer Ausrüstung aus dem Westen angegriffen worden.
Östlich von Odessa wurden im Schwarzen Meer zudem ein Frachtschiff und ein Tanker getroffen, die Komponenten zur Herstellung von Drohnen, Munition und Treibstoff für die ukrainischen Streitkräfte transportierten.
Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.
Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.

