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Liveticker Ukraine-Krieg: Ukrainischer Ex-Verteidigungsminister Fjodorow fordert Wahlen

Russland führt gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine Militäroperation in der Ukraine durch. Der Westen reagiert mit immer neuen Waffenlieferungen an die Ukraine und beispiellosen Sanktionen gegen Russland. Lesen Sie hier die neuesten Entwicklungen.
Liveticker Ukraine-Krieg: Ukrainischer Ex-Verteidigungsminister Fjodorow fordert Wahlen© Kay Nietfeld/picture alliance via Getty Images
  • 19.08.2026 10:40 Uhr

    10:40 Uhr

    Gebiet Cherson: Vier Frauen wegen Geldüberweisungen an ukrainische Streitkräfte verhaftet

    Vier Einwohnerinnen des Gebietes Cherson seien verhaftet worden, wie die regionale Abteilung des russischen Inlandsgeheimdienstes FSB mitteilte. Die Frauen (Jahrgänge 1980, 1957, 1982 und 1982) sollen die ukrainischen Streitkräfte finanziell unterstützt haben. 

    Wie es heißt, hätten die Verdächtigen Geld auf Bankkonten der ukrainischen Armee überwiesen, um "militärische Ausrüstung und andere Güter für Kampfhandlungen gegen die Streitkräfte der Russischen Föderation" zu erwerben.

    Die Frauen befinden sich in Untersuchungshaft. Es wurden Ermittlungen wegen Landesverrats eingeleitet. Den Verdächtigen droht eine lebenslange Haftstrafe.

  • 10:04 Uhr

    Gebiet Kursk: Binnen 24 Stunden mehr als 100 Drohnen abgefangen

    Nach Angaben von Alexander Chinstein, dem Gouverneur des Gebiets Kursk, wurden im Laufe des Tages 49 Geschosse auf die Region abgefeuert. Die Luftabwehrkräfte haben 127 gegnerische Drohnen unterschiedlicher Typen eliminiert. Dreimal hätten die Drohnen das Gebiet durch den Abwurf von Sprengsätzen angegriffen, heißt es. 

    Eine Drohne sei gegen einen Baum in der Nähe eines Kindergartens gestürzt, so Chinstein weiter. Zwölf Kinder und 13 Mitarbeiter seien aus dem Gebäude evakuiert worden. Es gab keine Sachschäden oder Verletzten.

    Bei den Attacken seien zudem ein Objekt der Energieinfrastruktur und ein Wohngebäude beschädigt worden.

  • 09:30 Uhr

    Eine Tote und vier Verletzte nach Drohnenangriff auf Donezk

    In der Nacht haben die ukrainischen Streitkräfte die Stadt Donezk mit Drohnen angegriffen. Nach Angaben des Bürgermeisters Alexei Kulemsin sei eine Frau ums Leben gekommen und vier weitere Zivilisten hätten Verletzungen erlitten. Fünf Ladenlokale, eine Garage und drei Fahrzeuge sowie die Fenster eines Mehrfamilienhauses seien beschädigt worden, fügte Kulemsin hinzu.

  • 08:58 Uhr

    Russische Luftabwehr zerstört in der Nacht mehr als 400 ukrainische Drohnen

    In der Nacht zum Mittwoch haben die ukrainischen Streitkräfte Russland mit unbemannten Luftfahrzeugen angegriffen. Das Verteidigungsministerium in Moskau berichtete am Morgen, dass die Luftabwehr insgesamt 453 ukrainische Starrflüglerdrohnen abgefangen habe.  

    Die gegnerischen Drohnen wurden demnach über den Gebieten Belgorod, Brjansk, Kursk, Woronesch, Kaluga, Wladimir, Nischni Nowgorod, Wolgograd, Orjol, Tula, Lipezk, Rjasan, Jaroslawl, Wolgograd, Rostow, Saratow, Samara, Uljanowsk, den Regionen Moskau und Krasnodar, den Teilrepubliken Krim und Baschkortostan sowie den Gewässern des Schwarzen Meeres zerstört.

  • 08:19 Uhr

    Ukrainischer Ex-Verteidigungsminister Fjodorow fordert Wahlen

    Trotz des laufenden Kriegs hat der ehemalige ukrainische Verteidigungsminister Michail Fjodorow zu Wahlen in der Ukraine aufgerufen. 

    "Wir müssen einen legalen, sicheren und realistischen Mechanismus finden, der es der Ukraine ermöglicht, einen vollwertigen demokratischen Prozess wieder aufzunehmen."

    In seiner Videobotschaft betonte er, dass man "die Sicherheit des Wahlprozesses und die Unabhängigkeit der Institutionen" gewährleisten müsse, um "das Vertrauen in das Ergebnis zu garantieren". 

    Fjodorow sprach auch von einer systemischen Krise der Regierungsführung und kritisierte die ukrainische Regierung insbesondere wegen Korruption.

    "Korruption ist nur ein Symptom. Das zugrunde liegende Problem ist viel tiefer. Wir haben eine systemische Regierungskrise. Das alte System funktioniert zu oft nach seinen eigenen Regeln – es schützt sich selbst, es fürchtet Veränderungen, es trifft Entscheidungen langsam."

    Ferner betonte er, dass die Menschen nicht in einem Staat leben könnten, "in dem sie nicht wissen, warum bestimmte Entscheidungen getroffen werden, warum manche Reformen vorangetrieben und andere blockiert werden, warum Entscheidungen, die heute an der Front dringend benötigt werden, monatelang in Kabinetten debattiert werden".

    Fjodorow ist der Ansicht, dass vor diesem Hintergrund die Menschen glaubten, dass das Hauptkriterium nicht die Professionalität der Beamten sei, sondern deren Loyalität gegenüber dem System.

  • 07:24 Uhr

    TASS: Einwohner des Gebietes Charkow müssen ihre Häuser für ukrainische Soldaten räumen

    Die ukrainische Polizei im Gebiet Charkow hat zur Unterbringung von ukrainischen Soldaten mit der Zwangsevakuierung von Zivilisten begonnen. Dies teilte TASS unter Berufung auf die russischen Sicherheitsdienste mit.

    "Zur Unterbringung von Angehörigen der ukrainischen Streitkräfte hat die Polizei im Gebiet Charkow mit der Zwangsevakuierung der Einwohner der Dörfer Kalinowka, Tschernoglasowka und Mironowka im Bezirk Solotschow begonnen. Den Einwohnern wurden maximal 12 Stunden gegeben, um ihre Häuser zu verlassen."

  • 18.08.2026 22:00 Uhr

    22:00 Uhr

    Damit beenden wir für heute den Live-Ticker zur Lage im Ukraine-Konflikt. Morgen früh ab 7 Uhr geht es mit der Berichterstattung weiter. Wir wünschen unseren Lesern trotz aller Spannungen in der Welt eine gute Nacht!

  • 21:55 Uhr

    Devaluierung der Hrywnja Richtung 50: Ukrainische Reserven brennen langsam ab

    Die kontrollierte Abwertung der Hrywnja kostet die Ukraine Milliarden an Reserven. Der Trend zeigt klar in Richtung 50 Hrywnja für einen US-Dollar. Die stille Erosion der Währung trifft die Haushalte hart. Der Sprung auf den vorgenannten Kurs würde die Inflation und Lebenshaltungskosten spürbar erhöhen.

    Lesen Sie dazu mehr hier auf unserer Webseite.

  • 21:41 Uhr

    Ukraine: Zwangsevakuierung aus 16 Ortschaften im Gebiet Dnjepropetrowsk

    Die ukrainischen Behörden haben die Zwangsevakuierung von Familien mit Kindern aus weiteren 16 Ortschaften im Gebiet Dnjepropetrowsk angeordnet. Dies teilten Vertreter der russischen Sicherheitskreise der Nachrichtenagentur TASS mit.

    Betroffen sind Ortschaften in den Gemeinden Nikolajewka, Petropawlowskoje und Ukrainka im Kreis Sinelnikowo. Mitarbeiter der ukrainischen Wehrersatzämter (TZK) sollen jeden Evakuierten kontrollieren.

    Diese Maßnahme widerspricht den Aussagen von Präsident Wladimir Selenskij über "erfolgreiche" Aktionen der ukrainischen Streitkräfte in diesem Frontabschnitt, hieß es aus den russischen Sicherheitskreisen.

  • 21:21 Uhr

    Experte: Kiew gehen Patriot-Raketen und Soldaten aus

    Die Ukraine verliert den Konflikt, während Drohnenangriffe auf Moskau das Kräfteverhältnis nicht verändern. Dies schrieb der italienische Analyst und Publizist Alessandro Orsini in seiner Kolumne für die Zeitung Il Fatto Quotidiano:

    "Die auf Moskau gerichteten Drohnen werden das Kräfteverhältnis im Konflikt nicht verändern. Die allmähliche Erschöpfung der Patriot-Raketen und der Mangel an Menschen an der Front sind Selenskijs Problem."

    Dies sei ein Beweis dafür, dass Selenskij den Krieg verliere und Russland gewinne. "Wer zu einem Einfrieren des Konflikts aufruft, verliert. Wer sich weigert, gewinnt", so der Analyst.

    Zuvor hatte Reuters berichtet, Kiew habe Russland über einen Vermittler einen gegenseitigen Stopp von Angriffen auf zivile Ziele im Schwarzen Meer vorgeschlagen. Moskau hat nach eigenen Angaben bislang keinen formellen Vorschlag erhalten.

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Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.