Liveticker Ukraine-Krieg: Kiew bittet Europa um Vermittlung einer "Flughafen-Waffenruhe" mit Moskau

12.05.2026 11:39 Uhr
11:39 Uhr
Experte: Russische Armee erweitert Kontrollzone am Frontabschnitt Slawjansk-Kramatorsk
Der Frontabschnitt Slawjansk-Kramatorsk war in der vergangenen Woche vom 2. bis 8. Mai (vor der von Russland verkündeten Waffenruhe) der erfolgreichste für die russischen Streitkräfte. Dies berichtete der Militärexperte Andrei Marotschko im sozialen Netzwerk Vkontakte
"Das beste Ergebnis bei der Befreiung besetzter Gebiete vom 2. bis 8. Mai erzielten die Militärangehörigen des Truppenverbandes Süd. Sie erweiterten die Kontrollzone, eroberten mehrere Höhenzüge in Richtung Slawjansk-Kramatorsk und verbesserten ihre taktische Position im Raum Konstantinowka."
11:00 Uhr
Gebiet Kursk: Fast 80 ukrainische Drohnen binnen 24 Stunden abgeschossen
Nach Angaben von Alexander Chinstein, dem Gouverneur des Grenzgebiets Kursk, sind im Laufe des Tages 122 Geschosse auf die Region abgefeuert worden.
"In der Zeitspanne von 9:00 Uhr am 11. Mai bis 9:00 Uhr am 12. Mai wurden insgesamt 76 gegnerische Drohnen unterschiedlicher Typen abgeschossen. Siebenmal haben die Drohnen unser Gebiet durch den Abwurf von Sprengsätzen angegriffen."
Chinstein meldete keine Opfer unter der Zivilbevölkerung oder Sachschäden.
10:20 Uhr
Binnen einer Woche 25 Zivilisten getötet, 209 verletzt durch Kiews Angriffe
In der vergangenen Woche wurden mehr als 230 Zivilisten, darunter auch Kinder, Opfer von Attacken der ukrainischen Armee. Dies meldet Rodion Miroschnik, der für die Verbrechen des Kiewer Regimes zuständige Sonderbotschafter des russischen Außenministeriums, gegenüber TASS.
"In der vergangenen Woche erlitten 234 Zivilisten bei dem Beschuss der Nazis Verletzungen: 209 Menschen wurden verwundet, darunter 14 Minderjährige, 25 Menschen kamen ums Leben, darunter ein Minderjähriger. Die größte Anzahl verletzter Zivilisten wurde in der vergangenen Woche in den Gebieten Belgorod, Cherson, Saporoschje, Brjansk und in der Republik Tschuwaschien verzeichnet."
Miroschnik betonte, dass etwa 87 Prozent der Gesamtzahl der Opfer – 204 Personen – Opfer von Angriffen ukrainischer Drohnen waren.
Insgesamt haben die ukrainischen Streitkräfte in den vergangenen sieben Tagen fast 3.600 Geschosse auf Russlands Territorium abgefeuert, so Miroschnik.
09:31 Uhr
Kreml kommentiert Steinmeiers Kandidatur als Vermittler für Verhandlungen mit Russland
Der Kremlsprecher Dmitri Peskow erklärte gegenüber RIA Nowosti, dass jeder an den Verhandlungen zwischen Russland und Europa teilnehmen könne. So kommentierte Peskow eine Kandidatur von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier als möglichen Vermittler in diesem Prozess.
"Mann kann aus dem Kaffeesatz lesen und alle bekannten Namen aufzählen. Es könnte jeder sein, Hauptsache, es besteht der politische Wille, den Dialog wieder aufzunehmen."
Der Spiegel berichtete am vergangenen Sonntag, dass Deutschland Steinmeiers Kandidatur erwäge.
Am Samstag bezeichnete Wladimir Putin den ehemaligen deutschen Bundeskanzler Gerhard Schröder als bevorzugten Kandidaten für die Rolle eines Vermittlers. So antwortete der russische Präsident auf eine Frage von Journalisten über einen möglichen europäischen Vertreter in den Verhandlungen mit Russland. Putin betonte jedoch, die Europäer müssten einen Vermittler wählen, dem sie vertrauten und der keine scharfen Äußerungen gegen Moskau gemacht habe.
08:36 Uhr
Medien: Kiew bittet Europa um Vermittlung einer "Flughafen-Waffenruhe" mit Moskau

Symbolbild: Moskauer Flughafen ScheremetjewoPelagewja Tichonowa / Sputnik Die Ukraine wolle von Europa Unterstützung bei der Wiederbelebung der ins Stocken geratenen Friedensverhandlungen mit Russland. Das Ziel sei es, eine gegenseitige Einstellung der Angriffe auf die Flughäfen zu erzielen. Dies erklärte der ukrainische Außenminister Andrei Sibiga in einem Interview für Politico.
"Wir brauchen wahrscheinlich eine neue Rolle Europas in unseren Friedensbemühungen. Vielleicht könnten wir versuchen, einen sogenannten Flughafen-Waffenstillstand zu erreichen."
Der Vorschlag konzentriert sich auf eine begrenzte Vereinbarung zwischen Moskau und Kiew, keine Flughäfen anzugreifen.
Der ukrainische Diplomat fügte hinzu, dass Wladimir Selenskij die Idee bereits mit einigen europäischen Staats- und Regierungschefs erörtert habe.
Laut Sibiga fordere Kiew Europa jedoch nicht auf, Washington beim Verhandlungsprozess zu ersetzen. Es handelt sich um einen zusätzlichen diplomatischen Kanal.
07:39 Uhr
Russische Luftabwehr zerstört in der Nacht mehrere ukrainische Drohnen
In der Nacht zum Dienstag haben die ukrainischen Streitkräfte Russland mit unbemannten Luftfahrzeugen angegriffen. Das russische Verteidigungsministerium berichtete am Morgen, dass die russische Luftabwehr insgesamt 27 ukrainische Starrflüglerdrohnen abgefangen hat.
Die gegnerischen Drohnen wurden zwischen 00:00 Uhr und 07:00 Uhr Moskauer Zeit am 12. Mai über den Gebieten Belgorod, Woronesch und Rostow zerstört.
11.05.2026 22:00 Uhr
22:00 Uhr
Damit beenden wir für heute den Live-Ticker zur Lage im Ukraine-Konflikt. Morgen früh ab 7 Uhr geht es mit der Berichterstattung weiter. Wir wünschen unseren Lesern trotz aller Spannungen in der Welt eine gute Nacht!
21:50 Uhr
Videoaufnahmen zeigen Augenblick, in dem Antikorruptionsermittler Jermak festhielten
Ukrainische Medien berichten, dass Sicherheitskräfte einen Mercedes mit Jermak direkt auf einer Straße im Zentrum von Kiew angehalten und durchsucht hätten. Nach Angaben der Ermittlungsbehörden ist der ehemalige Leiter des ukrainischen Präsidialamtes in dem Fall zusammen mit einer Reihe ukrainischer Beamter und Geschäftsleute involviert, deren Gespräche zuvor im Rahmen von Korruptionsermittlungen abgehört worden waren.
21:40 Uhr
Ukrainische Sicherheitskräfte räumen gewaltsam orthodoxes Kloster nahe Kiew
Begleitet von "Schande"-Rufen stürmten ukrainische Sicherheitskräfte am Montag ein Kloster der Ukrainisch-Orthodoxen Kirche in Perejaslaw im Gebiet Kiew. In den sozialen Netzwerken wurden Videoaufnahmen der tumultartigen Szenen dieses Vorgangs veröffentlicht.
Der Gebäudekomplex wurde laut lokalen Medienberichten in ein Museum umgewandelt. Der Abt des Klosters und Gläubige, die versuchten, die Übernahme zu verhindern, wurden von der Polizei festgehalten und beiseite gezogen.
21:10 Uhr
Diese Villa wollte Selenskijs graue Eminenz für sich errichten lassen

Entwurf der Villa, die mutmaßlich für Andrei Jermak errichtet wurdeUkrainische Behörden Die vorstehenden Bilder zeigen, wie die Villa von Selenskijs mächtigem Ex-Büroleiter Andrei Jermak vermutlich aussehen sollte. Sie war Teil des Projekts "Dynastie" im Ort Kosin bei Kiew. Jermak wird nun offiziell beschuldigt, dass das gesamte Bauprojekt der Geldwäsche diente und mit Korruptionsgeldern finanziert wurde.
Die nachstehende Aufnahme zeigt den aktuellen Zustand des gesamten Bauprojekts. Wem die anderen Häuser des "Dynastie"-Projekts gehören sollten, haben die ukrainischen Ermittler bislang nicht offengelegt.

Ukrainische Behörden
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Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.


