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Liveticker Ukraine-Krieg: 50 russische Soldaten kehren aus ukrainischer Gefangenschaft zurück

Russland führt gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine Militäroperation in der Ukraine durch. Der Westen reagiert mit immer neuen Waffenlieferungen an die Ukraine und beispiellosen Sanktionen gegen Russland. Hier lesen Sie die neuesten Entwicklungen.
Liveticker Ukraine-Krieg: 50 russische Soldaten kehren aus ukrainischer Gefangenschaft zurückQuelle: Sputnik © Russisches Verteidigungsministerium
  • 1.12.2022 15:19 Uhr

    15:19 Uhr

    Russische Luftstreitkräfte und Artillerie zerstören drei ukrainische Söldnerbasen und einen HIMARS-Raketenwerfer

    Den russischen Luftstreitkräften und der Artillerie sei es gelungen, drei Unterkunftsorte der ausländischen Söldner Kiews nahe der Stadt Slawjansk in der Donezker Volksrepublik zu zerstören. Dies erklärte Russlands Verteidigungsministerium in seinem täglichen Pressebericht. Ferner seien drei Munitionsdepots in der Donezker Volksrepublik und im Gebiet Saporoschje vernichtet worden.

    Außerdem meldete das Ministerium, dass die an die Ukraine gelieferte westliche Technik, Verluste zu verzeichnen habe: So habe man in der Nähe der Ortschaft Orechowatka in der Donezker Volksrepublik einen US-amerikanischen HIMARS-Mehrfachraketenwerfer samt Munitionssatz und Besatzung destruiert. Ebenfalls in der DVR seien zwei in den USA produzierte Radaranlagen vom Typ AN/TPQ-37 eliminiert worden.

  • 14:55 Uhr

    Russisches Verteidigungsministerium meldet Rückkehr von 50 russischen Soldaten aus ukrainischer Gefangenschaft

    Nach Angaben des russischen Verteidigungsministeriums sind fünfzig russische Soldaten aus ukrainischer Gefangenschaft zurückgekehrt. Die Behörde erläuterte:

    "Am 24. November wurden als Ergebnis eines Verhandlungsprozesses 50 russische Soldaten, die unter Lebensgefahr gefangen gehalten worden waren, aus dem vom Kiewer Regime kontrollierten Gebiet zurückgebracht."

    Alle freigelassenen Personen werden mit militärischen Transportflugzeugen zur Behandlung und Rehabilitation nach Moskau geflogen. Das Verteidigungsministerium fügte hinzu, dass sie auch alle notwendige medizinische und psychologische Unterstützung erhalten werden.

    Am Vortag waren bereits mehr als 30 weitere Soldaten aus den von Kiew kontrollierten Gebieten zurückgekehrt.

  • 14:31 Uhr

    DVR-Chef bestätigt weiteren Gefangenenaustausch mit der Ukraine

    Dem Oberhaupt der Volksrepublik Donezk (DVR), Denis Puschilin, zufolge finde am Donnerstag ein weiterer Gefangenenaustausch mit der Ukraine statt. Im Austausch würden aus der Ukraine fünfzig Soldaten der russischen Streitkräfte zurückgebracht und die DVR übergebe ihrerseits fünfzig ukrainische Kämpfer an Kiew. Puschilin betonte, dass unter den Rückkehrern zwölf Personen aus der DVR und acht aus der Volksrepublik Lugansk seien.

  • 14:15 Uhr

    Luftalarm in der gesamten Ukraine und in den Gebieten Cherson, Saporoschje und der DVR ausgerufen

    Am Donnerstagnachmittag ist nach Angaben der Online-Karte alertmap.ru in der gesamten Ukraine sowie in den russischen Gebieten Cherson, Saporoschje und in der Donezker Volksrepublik Luftschutzalarm ausgelöst worden.

    Am Morgen des 1. Dezember befanden sich drei Gebiete im Südosten der Ukraine in der Alarmzone.

  • 13:56 Uhr

    Mehr als 3.000 Studenten im Donbass demobilisiert

    Nach Angaben des russischen Ministeriums für Wissenschaft und Hochschulausbildung wurden in den Volksrepubliken Donezk und Lugansk mehr als 3.000 Studenten demobilisiert. Dem stellvertretenden Minister Grigori Gurow zufolge hatte sich das Ministerium in der vorigen Woche mit Rektoren der Hochschulen getroffen und entsprechende Maßnahmen in diesem Zusammenhang besprochen.

    Zuvor hatte der russische Präsident Wladimir Putin angeordnet, alle Studierenden in den Volksrepubliken, die zum Wehrdienst einberufen worden waren, aus dem Militär zu entlassen.

  • 13:21 Uhr

    Stadt Andrejewka in Donezker Volksrepublik vollständig befreit

    Die etwa dreizehn Kilometer nördlich von Donezk gelegene Stadt Andrejewka ist im Rahmen einer Offensive der russischen Streitkräfte vollständig befreit worden. Dies meldete der Pressesprecher des russischen Verteidigungsministeriums, Generalleutnant Igor Konaschenkow, im täglichen Lagebericht des Ministeriums. Während der Kämpfe um die Stadt habe die ukrainische Seite am vergangenen Tag vierzig Soldaten, zwei Panzer und fünf gepanzerte Fahrzeuge verloren.

    An den anderen Frontabschnitten verteidigten die russischen Streitkräfte die bezogenen Stellungen und vereitelten ukrainische Angriffsversuche, so die Meldung des Ministeriums weiter. Am Frontabschnitt Kupjansk habe Kiews Militär dabei über sechzig Soldaten, sechs Panzer, fünf gepanzerte Kampffahrzeuge sowie vier ebenfalls gepanzerte Pkw eingebüßt. Am Frontabschnitt bei Krasny Liman betrugen die Verluste etwa zwanzig Tote und Verwundete, einen Panzer sowie vier gepanzerte Kampffahrzeuge. Südlich von Donezk eliminierten die russischen Streitkräfte bis zu dreißig Soldaten, vier Schützenpanzer sowie drei Pickups.

  • 13:03 Uhr

    Ukraine reißt Denkmal für Nikolai Ostrowski ab

    Ein weiteres Schriftstellerdenkmal wird in der Ukraine abgerissen. Wie das Nachrichtenportal Strana.ua meldet, wurde in der Stadt Schepetowka des Gebiets Chmelnizki das Monument für Nikolai Ostrowski zerstört. 

    Nikolai Ostrowski lebte von 1904 bis 1936. Er kam im Gouvernement Wolhynien, dem heutigen ukrainischen Gebiet Rowno, zur Welt und identifizierte sich zeitlebens als Ukrainer. Sein Denkmal in Schepetowka war neben dem zu einem Museum umgebauten Wohnhaus aufgestellt, wo er mit seiner Familie viele Jahre lebte.

    Ostrowskis teilweise autobiographischer Roman "Wie der Stahl gehärtet wurde" erschien erstmals im Jahr 1934. Er wurde zum meistverlegten Literaturwerk der UdSSR und nach einer Übersetzung in Dutzende Fremdsprachen zu einem der meistverlegten Bücher weltweit. 

    Der russische Schriftsteller Sachar Prilepin kommentierte den Abriss des Denkmals für Ostrowski:

    "In einer normalen Ukraine wäre er ein Gegenstand des Stolzes. Der Sohn eines tschechischen Vaters und einer russischen Mutter wählte für sich die ukrainische Nationalität. Doch in der heutigen wilden 'Ukraine' ist er ein Geächteter."

  • 12:37 Uhr

    Deutschland will acht Patriot-Systeme an polnisch-ukrainischer Grenze stationieren

    Berlin will dem polnischen Verteidigungsminister Mariusz Błaszczak zufolge acht Luftabwehrraketensysteme vom Typ Patriot an der polnisch-ukrainischen Grenze stationieren. Diese sollen die dortige Luftabwehr stärken. 

    Vor dem Hintergrund eines Raketeneinschlags in Polen hatte die Bundesregierung zuvor versprochen, den polnischen Luftraum mit Eurofighter-Jagdflugzeugen zu überwachen und Patriot-Raketensysteme ins Land zu verlegen. Warschau hatte vorgeschlagen, der Ukraine Luftabwehrsysteme zur Verfügung zu stellen, Berlin lehnte dies dennoch ab.

  • 12:15 Uhr

    Russischer Atomkonzern: Agenten ukrainischer Streitkräfte unter Mitarbeitern am AKW Saporoschje

    Der Berater des Generaldirektors des russischen Atomkonzerns Rossenergoatom, Renat Kartschaa, hat bekannt gegeben, einzelnen Mitarbeitern am AKW Saporoschje seien die Einlasskarten gesperrt worden. Ihm zufolge hätten sie sich geweigert, neue Arbeitsverträge zu unterschreiben. Außerdem seien unter ihnen Personen gewesen, die für das ukrainische Militär als Artilleriebeobachter gearbeitet hätten. Deshalb betrachte Rossenergoatom Zugangsbeschränkungen für einzelne Mitarbeiter als Maßnahme zur Gewährleistung der nuklearen Sicherheit als gerechtfertigt.

    Nach Angaben des Konzerns haben 2.400 Mitarbeiter am AKW Saporoschje bereits neue Arbeitsverträge unterschrieben.

  • 11:46 Uhr

    Xi Jinping warnt vor Ausweitung des Ukraine-Konflikts

    Chinas Staatschef Xi Jinping hat erneut vor einer Ausweitung des Ukraine-Konflikts gewarnt. Bei einem Treffen mit EU-Ratspräsident Charles Michel am Donnerstag in Peking sagte er laut Angaben des Staatsfernsehens, dass auch die Nebenwirkungen des Kriegs kontrolliert werden müssten. Friedensgespräche seien notwendig. China unterstütze die Europäische Union, ihre Vermittlung zu verstärken und die Schaffung einer ausgewogenen Sicherheitsarchitektur in Europa anzuführen. China wolle weiter eine "konstruktive Rolle auf seine eigene Weise" spielen.

    Nach Angaben aus EU-Kreisen bekräftigten Xi und Michel in dem Gespräch, dass "atomare Drohungen unverantwortlich und hochgefährlich" seien. Der EU-Ratspräsident sagte, dass Brüssel auf Peking als ständiges Mitglied im UN-Sicherheitsrat setze, um auf Moskau einzuwirken, die UN-Charta zu respektieren. Michel nannte den Krieg "nicht gerechtfertigt und nicht provoziert".

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Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.